"Mosquirix" Durchbruch im Kampf gegen Malaria? Nicht für alle ist der Impfstoff gut

Durchbruch im Kampf gegen Malaria – WHO empfiehlt Impfstoff
Durchbruch im Kampf gegen Malaria – WHO empfiehlt Impfstoff
© Joseph Odour / Picture Alliance
Malaria ist pro Jahr weltweit für mehr als 400.000 Todesfälle verantwortlich. Jetzt weckt ein Impfstoff neue Hoffnungen im Kampf gegen das Tropenfieber. Doch für wen eignet sich die Impfung und warum kommt die Empfehlung der WHO erst jetzt?
Christoph Koch

Vergangene Woche hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Impfstoff "RTS, S / AS01" (Handelsname "Mosquirix") gegen Malaria empfohlen – aber wem eigentlich? Keinesfalls ging es darum, dass sich jetzt jeder, der nach Südostasien oder ins südliche Afrika reisen möchte, kurzerhand gegen das gefährliche Sumpffieber impfen lassen könnte. Schon deshalb nicht, weil bei dieser Impfstoff viermal angewendet werden muss. Und damit beginnt man im Alter von sechs Wochen bis 17 Monate. Säuglinge in Malariagebieten erhalten drei Injektionen im Abstand von drei Monaten und zusätzlich eine vierte 18 Monate nach der dritten. So soll eine der großen Geißeln der Menschheit wirksamer bekämpft werden.


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