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Schweinegrippe: Wenn eine Pandemie schwächelt

Kein Schwein redet von der Schweinegrippe. Die Zahl der Neuerkrankungen sinkt seit Wochen. Dennoch bahnt sich ein neuer Streit um Impfdosen an.

Von Lea Wolz

Die Schweinegrippe schwächelt. Bei der Wahl zum "Unwort des Jahres" schaffte sie es nur auf Platz drei. Die Impfstoffdosen sind da, aber kaum einer will sie haben. Und ihren Höhepunkt hat die Pandemie in Deutschland ebenfalls überschritten. Stille Nacht an der Schweinegrippe-Front? Die Infektionen gehen zwar zurück, doch es bahnt sich ein weiterer Streit an - dieses Mal um das liebe Geld.

Die Zahl der Neuerkrankungen sinkt seit Wochen. Dem Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge haben sich in der 50. Kalenderwoche knapp 6800 Menschen in Deutschland infiziert. Zum Vergleich: Vor gut einem Monat waren es noch rund sechsmal so viele. "Die aktuelle Welle scheint am Abklingen zu sein", sagt eine Sprecherin des RKI. "Mittlerweile ist klar, dass die Schweinegrippe nicht die schwere Pandemie ist, die man erwartet hatte." Seit April wurden dem Institut 200.000 Erkrankungen gemeldet, darunter 119 Todesfälle. Weltweit sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang ungfähr 10.000 Menschen an dem Virus gestorben.

Bis auf Litauen ebbt die Grippewelle auch in weiten Teilen Europas ab, ähnlich sieht es in den meisten Bundesstaaten der USA aus. Doch weder die WHO noch das RKI wollen Entwarnung geben. "Das Virus ist immer noch da", sagt die RKI-Sprecherin. "Der Winter ist die beste Zeit für Viren, eine zweite Welle ist durchaus möglich."

Knapp fünf Prozent sind geimpft

Die Angst davor scheint bei der deutschen Bevölkerung allerdings nicht besonders groß zu sein. Wie viele der bisher gut 18 Millionen gelieferten Impfdosen aufgebraucht wurden, kann niemand sagen. Zwischen 4,6 und 6,7 Millionen dürften es bis zum Ende der 49. Kalenderwoche gewesen sein, schätzt das Paul-Ehrlich-Institut. Lediglich knapp fünf Prozent der Bevölkerung wäre damit gegen das H1N1-Virus immunisiert. Und die Nachfrage nach dem Impfstoff sinkt weiter. Von Engpässen, die es vor kurzem noch in manchen Bundesländern gab, keine Spur.

In Nordrhein-Westfalen, einem stark betroffenen Bundesland, sind bis jetzt laut Gesundheitsministerium mit 1,1 Millionen noch nicht einmal die Hälfte der bereits erhaltenen drei Millionen Dosen verimpft. In Brandenburg sind von 1,5 Millionen Dosen bislang 500.000 verabreicht worden, in Thüringen sind es laut Gesundheitsministerium geschätzte 200.000 der ungefähr 500.000 gelieferten Dosen. Auch die Nachfrage nach dem wirkstoffverstärkerfreien Impfstoff für Schwangere, der seit kurzem eingetroffen ist, hält sich bis jetzt eher in Grenzen. 150.000 Dosen haben die Gesundheitsminister davon für alle Länder nachbestellt. In Thüringen haben sich zum Beispiel bis jetzt 84 Schwangere impfen lassen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte.

Bleibt der Impfstoff übrig, kostet das die Länder Millionen

Bleiben die Bundesländer auf den bestellten Impfdosen sitzen, fallen Kosten in Millionenhöhe an. Denn die Krankenkassen zahlen nur die Dosen, die tatsächlich verimpft wurden, bei den überschüssigen tragen die Länder das wirtschaftliche Risiko. Finanzielle Unterstützung vom Bund dürfen sie sich dabei wohl kaum erhoffen. Am Rande des Impfgipfels hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) bereits deutlich gemacht, dass die Regierung nicht für etwaige Ausfälle aufkommen werde. Ähnliche Signale kamen aus dem Finanzministerium.

Doch die Länder geben sich damit nicht zufrieden. Dass sie sich bei der Großbestellung verkalkuliert haben, hängt auch mit der veränderten Impfempfehlung zusammen. Bis Mitte 2009 ging die Ständige Impfkommission (Stiko) noch davon aus, dass zweimal geimpft werden müsse, um einen Schutz aufzubauen. "Um rund 30 Prozent der Bevölkerung schützen zu können, haben die Länder daher 50 Millionen Impfdosen bestellt, auf Anraten des Bundes", sagt ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums, das momentan den Vorsitz in der Gesundheitsministerkonferenz hat und für die Länder die Verhandlungen führt. Als die Impfaktion im Oktober startete, hatten Studien allerdings bereits gezeigt, dass in den meisten Fällen eine einmalige Spritze ausreicht. "Die Länder gehen daher davon aus, dass der Bund die Kosten der nicht verimpften Dosen zu hundert Prozent übernimmt", heißt es aus Thüringen.

Länder sehen den Bund in der Pflicht

Auch in Niedersachsen, das ab Januar den Vorsitz in der Runde der Gesundheitsminister übernehmen wird, sieht man das ähnlich. "Wenn die Länder dem Druck des Bundes nachgegeben hätten, für 80 Prozent der Bevölkerung vorzusorgen, hätten wir jetzt für 160 Prozent der Deutschen Impfstoff eingekauft", sagt eine Sprecherin. Bleibt die Impfbereitschaft der Deutschen so gering, wird es daher im neuen Jahr wohl noch einigen Streit darum geben, wer für die Kosten des Impf-Chaos aufkommt.

Um diese im Vorfeld schon ein wenig zu senken, bietet Gesundheitsminister Rösler anderen Ländern 2,2 Millionen Dosen Impfstoff zum Verkauf an. Die Ukraine habe unter anderem schon Interesse signalisiert, Ergebnisse gibt es laut Bundesgesundheitsministerium bis jetzt allerdings noch nicht. Im Januar wollen die Bundesländer zudem mit dem Hersteller Glaxo-Smith-Kline verhandeln, um die Produktion des Impfstoffes um mindestens ein Drittel zu verringern. Allerdings ist die Abnahme der Dosen vertraglich zugesichert.

Während sich in Berlin vor Weihnachten neuer Streit anbahnt, ist es wenigstens für die Mitarbeiter an den Grippe-Hotlines ruhiger geworden. Mit den sinkenden Fallzahlen klingelt auch bei ihnen immer seltener das Telefon. An dieser Front herrscht daher tatsächlich Stille Nacht.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(