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Das "Dritte Reich": Ewig im Bann des Bösen

Bernd Eichingers Kinowerk "Der Untergang" markiert den Höhepunkt eines verblüffenden Revivals: Spielfilme, TV-Dokumentationen und Erinnerungsbücher über die Nazi-Zeit stoßen auf riesiges Interesse.

Kaum hatte der Kanzler ein russisches Kind adoptiert, fiel schon der dunkle Schatten der Vergangenheit auf die kleine Viktoria. "Hätte es nicht auch ein deutsches Kind sein können?", zitierte Peter Boenisch nörgelnde Leser in der "Bild"-Zeitung. Um sogleich zu mahnen: "Diese Frage hat ein zu kurzes Gedächtnis. Denn bei der deutschen Belagerung von Leningrad im Zweiten Weltkrieg kamen eine Million Menschen um, darunter Zigtausende Kinder."

Da ist es wieder, das Gedächtnis der Geschichte. Hitlers langer Schatten. Die Vergangenheit, die nicht vergeht. Fast 60 Jahre ist der Krieg vorbei, und noch immer erntet das Land, was es gesät hat. Geradezu exemplarisch überfällt die obszöne Erbschaft derzeit den Industriellen-Enkel Friedrich Christian Flick, der seine berühmte Sammlung zeitgenössischer Kunst nächste Woche in Berlin präsentieren wird. Sein Großvater Friedrich Flick, ein skrupelloser Rüstungs- und Arisierungsgewinnler, in Nürnberg als Kriegsverbrecher verurteilt, hat sein Millionenvermögen auch mit Tausenden von Zwangsarbeitern gemacht.

Der Erbe weigert sich, in den Zwangsarbeiterfonds einzuzahlen, und flüchtet in die schönen Künste. Damit wolle er "den dunklen Seiten meiner Familiengeschichte eine hellere hinzufügen", hat er in aller Unschuld verkündet. Die Proteste sind bis heute heftig. Schon jetzt haben ehemalige Flick-Zwangsarbeiter eine Demonstration zur Ausstellungseröffnung am 21. September angekündigt.

Wir hatten das gefühlte Alter, die gefühlte Temperatur, und jetzt haben wir die gefühlte Geschichte. Eine gigantische Erinnerungswelle schwappt über das Land, die auch im nächsten Jahr, dem 60. Jahr nach Kriegsende und der Befreiung aller Konzentrationslager, kein Ende haben wird.

An diesem Donnerstag

startet Bernd Eichingers Monumentalwerk "Der Untergang" über Hitlers letzte Tage. Schon vor dem Filmstart gaben sich die Engländer alarmiert. "Verzeiht Deutschland Hitler?", fragt die "Daily Mail". Nein, "Der Untergang" ist ein eher kalter Film, ohne mitleidheischende Helden. Selbst Hitlers hübsche junge Sekretärin ist kein echter Sympathieträger, und am Schluss ist man ganz froh, dass die düstere Brut im Führerbunker sich endlich entleibt. Der Stoff habe 20 Jahre in ihm gearbeitet, sagt der 55-jährige Bernd Eichinger. Eine "Führer-Verklärung" ist dabei nicht herausgekommen.

Der Regisseur Volker Schlöndorff widmet sich in "Der neunte Tag" der bizarren Beziehung zwischen einem KZ-Häftling und einem Gestapo-Agenten. Die Stauffenbergs liefen im Sommer auf allen Kanälen. In Kürze kommt NS-Propagandaminister Joseph Goebbels ins Kino und per Dokumentarfilm ins Fernsehen. Und im Frühjahr 2005 dann Hitlers Architekt und Rüstungsminister Albert Speer, eine TV-Produktion des bewährten Dokumentarfilmers Heinrich Breloer, der angesichts so vieler Produktionen bereits von einer "Nazi-Olympiade" spricht.

Aber das ist noch nicht alles.

Auch auf dem Buchmarkt graben Töchter, Söhne, Brüder, Enkel in Deutschlands düsterer Vergangenheit. So die frühere stern-Autorin Wibke Bruhns, die in "Meines Vaters Land" einen quellenreichen Bericht über den Vater vorgelegt hat, der als Mitwisser des 20. Juli hingerichtet wurde. Das intensive Psychogramm einer deutschen Familie steht seit Monaten auf der Bestsellerliste. Der Schriftsteller Uwe Timm sucht in seinem Buch "Am Beispiel meines Bruders" nach den Spuren des Älteren, der als SS-Mann fiel und fortlebte als ewiges Ge-spenst in der Familie. Die Schriftstellerin Ulla Hahn skizziert in "Unscharfe Bilder" die mitleidsarme Auseinandersetzung einer Tochter mit ihrem Soldatenvater.

Auch die Enkel machen sich auf den Weg.

Wie Thomas Medicus, der "In den Augen meines Großvaters" dessen Kriegslandschaft in Italien erkundet. Claudia Brunner, 32, ernennt das Phantom der Familie zu ihrem persönlichen Forschungsobjekt. Sie ist die Großnichte des nach dem Krieg nach Damaskus geflüchteten Kriegsverbrechers Alois Brunner. Der war die rechte Hand von Adolf Eichmann und wird bis heute wegen Mordes an 130.000 Juden gesucht. Uwe von Seltmann, 40, dessen Großvater als Mitglied der Waffen-SS beteiligt war an der Liquidierung des Aufstands im Warschauer Ghetto im Frühjahr 1943, fahndet nach Opas mörderischen Spuren. Programmatischer Titel: "Schweigen die Täter, reden die Enkel".

Das Hitler-Revival wird auch im nächsten Jahr kein Ende haben. Das liegt nicht nur am kommenden 60. Jahrestag der Befreiung. Es liegt an den Fragen nach dem Warum, die sämtlich in der Luft hängen bleiben. Er sei mit dem Problem immer noch nicht fertig, sagt der Publizist Joachim Fest. Eine überzeugende Antwort habe noch kein Historiker gefunden: "Das Rätsel ist geblieben." Ironisch könnte man sagen: Es hat kein Ende, weil Hitler uns das tausendjährige Reich versprochen hat, und davon sind erst 71 Jahre rum.

Kriegskinder wie Wibke Bruhns oder Uwe Timm brauchten die Ruhe ihrer späten Jahre, um sich in die Familienhistorie zu versenken. Während die Enkel Faszination, Abscheu oder auch kühle Neugierde in die Archive treibt. Dies auch deshalb, weil die Täterforschung, angestoßen durch die Ausstellung über die Verbrechen der Wehrmacht, noch in den Kinderschuhen steckt. Und vielleicht muss Opa ganz lange tot sein, bis das Familiengedächtnis wagt zu sagen: Ja, Opa war ein Nazi.

Hitler, der Inbegriff des ewigen Bösen:

Es ist eine aberwitzige Geschichte, aus der es kein Entkommen gibt. Nur so ist es zu erklären, dass ein junger Deutscher, der versehentlich einen Auschwitz-Überlebenden in Polen totfährt, vor lauter Schreck und schlechtem Gewissen dessen Witwe heiratet, die 20 Jahre älter ist als er. Nur so ist es zu erklären, dass ein anderer junger Deutscher mit seiner Mutter nicht mehr spricht, weil die ihm verschwiegen hat, dass auf einem weltberühmten Foto der Großvater zu erkennen ist: Wehrmachtssoldat erschießt jüdische Frau mit Kind.

Hätte es den millionenfachen Mord an den "slawischen Untermenschen", den Sinti und Roma und den europäischen Juden nicht gegeben, der Zweite Weltkrieg bliebe im Gedächtnis der Menschen als eine schreckliche Katastrophe, aber nicht als dieser monströse "Zivilisationsbruch, der die Gesellschaft erfrieren lässt", so der Historiker Dan Diner, Direktor des Leipziger Simon-Dubnow-Instituts und Geschichtsprofessor an der Hebräischen Universität in Jerusalem. "Die Deutschen haben die Juden mit einem ungeheuren Aufwand aus ganz Europa zusammengeklaubt, nur um sie dem Tode zuzuführen. Sie haben dabei von ihren eigenen Interessen völlig abgesehen. Alle Moral, die wir kennen, prallt ab an diesem Ereignis, jegliches Verstehen verdampft davor, und zwar so massiv, dass die Suche nach Verständnis immer eine Herausforderung bleiben wird. Der Holocaust ist mit dem eigenen Bewusstsein nicht versöhnbar. Es bleibt ein ewiges Fragezeichen. Und weil die jungen Leute ein Ausrufungszeichen haben wollen, suchen sie weiter."

Für den britischen Historiker

Ian Kershaw, Autor einer viel beachteten Hitler-Biografie, ist das nicht überraschend: "Kein anderer Herrscher hat ein so voll-kommen destruktives, vollkommen negatives Erbe hinterlassen wie Adolf Hitler. Dass Hitler kein Tyrann war, der einem unterdrückten deutschen Volk seinen Willen aufzwang, sondern ein Produkt der deutschen Gesellschaft und Gegenstand außerordentlicher Bewunderung, erklärt, warum sein Schatten immer noch auf die Gegenwart fällt." Stimmt.

Der neue Führer versprach nicht nur hungrigen jungen Aufsteigern glänzende Karrieren, sondern auch, so der Berliner Historiker Götz Aly, "einen Umverteilungsstaat par excellence": Ehegattensplitting, Kilometerpau-schale, doppelte Urlaubstage, Kündigungs- und Mieterschutz, eiliger Reichtum durch Landraub und Judenmord - alles aus der Kuschelecke des Dritten Reiches.

Nach dem großen Katzenjammer von 1945 wurde der Mann flugs zur Bestie und zum begnadeten Verführer erklärt. Und schon bald folgte die tiefe Sehnsucht, hinter dem postum dämonisierten "Führer" den wahren Menschen zu entdecken. Darauf ist selbst der stern mit den gefälschten Hitler-Tagebüchern von 1983 reingefallen. Eine verschwiemelte Bewunderung hat auch der ungarische Schriftsteller György Konrád bei den Deutschen ausgemacht. "Die Völker, die ihre Tyrannen lieben und später hassen müssen, sind doch ein wenig stolz auf sie."

Verbockt, verstockt und verlogen saßen die Täter des NS-Regimes auf der Anklagebank, wie eine verschworene Sekte, sie feixten und gähnten, auch wenn ihnen tausendfacher Mord vorgeworfen wurde. Während die jungen Staatsanwälte, die jungen Richter, die jungen Zuschauer, die jungen Journalisten wütend und verzweifelt auf ein einziges erlösendes Wort hofften, auf einen gestandenen Mann mit einem klaren Schuldbekenntnis. Nichts.

"Es gibt in der Forschung der Nachkriegszeit, auch in den psychiatrischen Akten, kaum Hinweise darauf, dass die Großelterngeneration von Schuldgefühlen geplagt wurde", sagt Harald Welzer, Sozialpsychologe am kulturwissenschaftlichen Institut in Essen. Mehr noch: Der Pflicht der Information, das Mindeste, was sie ihren Kindern schuldete, hat sich die Kriegsgeneration beharrlich verweigert. Der Standardsatz heißt bis heute: Ihr seid ja nicht dabei gewesen. Ihr wisst ja gar nicht, wie es war.

Zurück blieben unglückliche Kinder.

Und weil die wissen wollten, wie es war, gingen die deutschen Kinder zu den Juden. Zu Ruth Klüger oder Primo Levi, die mehrere Konzentrationslager überlebten. Zu Jurek Becker, der seine Kindheit im Ghetto Lódz und im KZ-Ravensbrück überstand. Zu György Konrád, der als Elfjähriger in Budapest seiner Erschießung entging. Zu Imre Kertész, der Auschwitz überlebte. Zu Louis Begley, der sich als Kind in Polen versteckt hielt. Zu Marcel Reich-Ranicki, der mit seiner Frau Teofila dem Warschauer Ghetto entkam. Zu Inge Deutschkron und Michael Degen, die als Kinder in Berlin untertauchten. Und zu Anne Frank.

Bestseller-Autoren allesamt, die in ihren Büchern Auskunft geben, wie es wirklich war. 1996 fegte ein charmanter, junger, amerikanischer Jude, Daniel Jonah Goldhagen, mit seinem Buch "Hitlers willige Vollstrecker" wie ein Wirbelwind durchs Land. Seine These: Der eliminatorische Antisemitismus der Deutschen habe schnurstracks zum Holocaust geführt. Die deutsche Historikergilde schäumte ebenso wie die Alten: Das sei alles viel zu simpel. Das jüngere Publikum hingegen klatschte, dankbar für eine mögliche Erklärung des Unerklärbaren.

Hitler, die unendliche Geschichte.

Inzwischen zappelt die dritte Generation von Historikern, Juristen, Journalisten im Hamsterrad der Geschichte, reist nach Moskau, Washington, Berlin, Prag, Warschau und präsentiert immer neue Dokumente, während die greisen Mitläufer und Täter schweigen oder hinterhältig grinsend im Allgäu sitzen, wie der Auschwitz-Arzt Hans Münch, ein großer Bewunderer von Josef Mengele.

In einem bemerkenswert freimütigen "Spiegel"-Interview sagte Münch: "Ich kenne keine frei lebenden Juden. Ich kenne nur Auschwitz-Juden. Ich konnte an Menschen Versuche machen, die sonst nur an Kaninchen möglich sind. Das war wichtige Arbeit für die Wissenschaft." Es ist das blanke Entsetzen über solch eiskalte Menschenverachtung, das die Nachgeborenen bis heute nicht ruhen lässt.

Jede neue Generation schleicht wieder auf den Dachboden und kramt in der geheimnisvollen Kiste, auf der in unsichtbaren Buchstaben Adolf Hitler steht. Alle paar Jahre kommt mal wieder einer vorbei und ruft einen Schlussstrich aus. Aber seltsam - es funktioniert nie. Und wenn der Schriftsteller Martin Walser sich bedroht fühlt von der "Moralkeule" Auschwitz, dann erntet er Zustimmung ebenso wie helle Empörung. Zu ungeheuerlich waren die Verbrechen des kurzen Dritten Reiches, als dass man sie "erledigt" stempeln könnte.

Der österreichische Journalist Martin Pollack, Jahrgang 1944, hat soeben einen Bericht vorgelegt: "Der Tote im Bunker". Der Tote war SS-Sturmbannführer eines Sonderkommandos - und sein Vater. Eine Massenexekution an Juden und Roma in Zentralrussland im Frühjahr 1942 schildert Pollack so: "Meist wurden die Kinder zuerst erschossen. Die ganz kleinen Kinder wurden an einem Ärmchen hochgehalten, in den Kopf geschossen und dann achtlos wie ein Scheit Holz in die Grube geworfen. Ein weinender kleiner Junge fragte auf dem Weg zur Grube ständig seine Mutter, ob es wehtun werde." Tote insgesamt an diesem Tag: 1657.

Szenen wie diese hat es tausendfach gegeben. Beim Massaker von Babij Jar in der Nähe von Kiew wurden an zwei Tagen im September 1941 von den Deutschen 33.771 Juden erschossen. Von Hand. Nur ein einziger der Schützen verhielt sich normal. Er wurde verrückt und schoss sich in den Mund. Die anderen gingen saufen.

All diese Dinge sind bekannt.

Es gibt Zehntausende von Büchern, Dokumentationen, schlauen Diskussionsrunden über das Dritte Reich und seine mannigfaltigen Folgen. Und dennoch überfällt die Entsetzensstarre jede Generation wieder neu. Der Regisseur Romuald Karmakar verzweifelt derzeit für ein geplantes Filmprojekt an 12.000 Blättern Akten über die Juden-Massaker des Hamburger Polizeibataillons 101, das der britische Historiker Christopher Browning in seinem berühmten Buch "Ganz normale Männer" beschrieben hat. Der 39-jährige Karmakar kommt einfach nicht hinweg über den Satz eines Mörders: "Ich habe mich, und das war mir möglich, bemüht, nur die Kinder zu erschießen." Angesichts solcher Gräuelsätze fürchten junge Deutsche "den Knüppel auf den Kopf", wenn sie etwa ins berühmte Jüdische Museum in Berlin traben. "Sie sind dann ganz erleichtert, dass dies nicht geschieht", sagt Cilly Kugelmann, Programmdirektorin des Museums.

Ist die Zeit der deutschen Täter vorbei,

kommt nun die Zeit der deutschen Opfer? Der Kriegskinder, Bombentoten, Vertriebenen? Als Günter Grass mit seinem Bestseller "Im Krebsgang" den Untergang des Flüchtlingsschiffes "Wilhelm Gustloff" beschrieb und das Flüchtlingselend dazu, wurde mal wieder ein Tabubruch ausgerufen. Es war keiner. Im Gegenteil. Die mehr als zwölf Millionen Vertriebenen waren nie ein Tabu, sondern immer eine einflussreiche Wählergruppe. Es hat bis 1969 stets einen Vertriebenenminister gegeben, aber nie einen Wiedergutmachungsminister.

Der Berliner Autor Jörg Friedrich zog nach: "Der Brand", eine detaillierte Hor-rorbestandsaufnahme der deutschen Bombenopfer. Ein Bestseller. Ebenso wie der Bericht jener Frau, die als "Anonyma" kühl die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen durch russische Soldaten beschrieb. Eine vergessene Generation von Kriegskindern meldet sich gerade zu Wort, Kinder allesamt, deren Kita der Luftschutzkeller war, die Pausenklingel der Bombenalarm und der Bolzplatz die Ruinen.

Und während Kanzler Schröder sich in Warschau verneigt vor den polnischen Opfern des Aufstandes von 1944, fordert eine "Preussische Treuhand" verlorenes Eigentum der Vertriebenen in den ehemaligen deutschen Ostgebieten zurück.

Historiker Diner hat durchaus eine neue Sehnsucht ausgemacht,

"die Leiden der Deutschen ins Zentrum zu rücken". So auch, "wenn eine allgemeine Menschen-rechtsdebatte unterschiedslos alle zu Opfern des Krieges macht und nicht mehr fragt, warum jemand zum Opfer geworden ist". Zudem entdecke er jetzt "auch in der dritten Generation ein immenses Interesse an der Wucht des Zweiten Weltkriegs. Der Kalte Krieg hatte dieses Interesse neutralisiert. Der Osten war hermetisch abgeriegelt. Es war eine gefrorene Zeit. Die schmilzt nun ab.

Der Kalte Krieg wird völlig undramatisch aus dem Gedächtnis verschwinden. Mit der Wiedereinführung des Privateigentums in den ehemals kommunistischen Staaten kommt die Erinnerung wieder. Allein der Satz: "Rückgabe vor Entschädigung" schafft familiäres Gedächtnis". Diner findet das nicht bedrohlich, sondern "einfach hochinteressant".

Hitler, die ewige Herausforderung:

Insbesondere für Künstler gibt es keine unwiderstehlichere Projektionsfläche als das Dritte Reich und Auschwitz. Auf engstem Raum ballen sich die Existenzfragen des Lebens - Hunger, Folter, Tod, Verrat, Helden, Engel, Monster, Mörder. Ein gewaltiger Steinbruch, der abgetragen werden will. "Hitler", so Joachim Fest, "hat noch eine lange Karriere vor sich."

Gerda-Marie Schönfeld / print