Kunstausstellung in Kassel Antisemitismus-Beauftragter zur Documenta: "Ich verstehe das Anliegen nicht, Hetze gegen Juden legitimieren zu wollen"

Die Kunstausstellung documenta ist zunächst für Fachbesucher geöffnet, ab dem 18. Juni steht sie allen Interessierten offen
Die Kunstausstellung documenta ist zunächst für Fachbesucher geöffnet, ab dem 18. Juni steht sie allen Interessierten offen
© Ina FASSBENDER / AFP
An diesem Samstag startet in Kassel die Documenta fifteen – mit Gegendemo. Den Kuratoren wird vorgeworfen, jüdische Künstler auszugrenzen, sogar selbst antisemitische Positionen unterstützt zu haben. Der Antisemitismusbeauftragte der Stadt Hamburg Stefan Hensel erhebt Vorwürfe gegen die Verantwortlichen.

Alle zehn Jahre verwandelt die Documenta das Städtchen Kassel in eine Art Weltkulturhauptstadt. In diesem Jahr übernahm das Künstlerkollektiv ruangrupa die Aufgabe, zukunftsweisende Künstler aus aller Welt zusammenzutrommeln, die Erwartungen waren groß. Dann die Ernüchterung: Das indonesische Kuratorenteam, das Diversität und Loslösung von Nationalismen versprach, soll selbst zu Unterstützern der antisemitischen BDS-Bewegung zählen, und hat auch Aktivisten nach Kassel eingeladen, die Israel das Existenzrecht absprechen. Laut eines Bundestagsbeschlusses müsste BDS-Unterstützer Auftritten in öffentlichen Gebäuden verwehrt bleiben.


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