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Manfred Krug: Balla, Liebling Kreuzberg und Stoever - seine größten Rollen

Manfred Krug ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Als Schauspieler und Sänger begeisterte er Menschen in beiden Teilen Deutschlands. Wir erinnern an seine größten Rollen.

Manfred Krug

Manfred Krug ist im Alter von 79 Jahren in Berlin gestorben. Der Schauspieler und Sänger gehörte mehrere Jahrzehnte lang zu den populärsten Künstlern Deutschlands und hatte erfolgreiche Leben in beiden Teilen des Landes. In Duisburg geboren, zog er als Zwölfjähriger mit seinem Vater in die gerade gegründete DDR. Bis zu seiner Ausreise 1977 war er dort als Sänger und Schauspieler populär. Im Westen weitgehend unbekannt, baute er nach seiner Übersiedlung in die BRD in kürzester Zeit eine neue Karriere auf: Als Schauspieler reüssierte er in der ARD-Vorabendserie "Auf Achse" und in der Anwaltsserie "Liebling Kreuzberg". Von 1984 bis 2001 bildete er zusammen mit Charles Brauer eines der beliebtesten "Tatort"-Duos aller Zeiten: Stoever und Brockmöller. Krug war mehr als ein halbes Jahrhundert, von 1963 bis zu seinem Tod, mit Ottilie Krug verheiratet, das Paar hat drei gemeinsame Kinder.

Manfred Krug ist im Alter von 79 Jahren in Berlin gestorben. Der Schauspieler und Sänger gehörte mehrere Jahrzehnte lang zu den populärsten Künstlern Deutschlands und hatte erfolgreiche Leben in beiden Teilen des Landes. In Duisburg geboren, zog er als Zwölfjähriger mit seinem Vater in die gerade gegründete DDR. Bis zu seiner Ausreise 1977 war er dort als Sänger und Schauspieler populär. Im Westen weitgehend unbekannt, baute er nach seiner Übersiedlung in die BRD in kürzester Zeit eine neue Karriere auf: Als Schauspieler reüssierte er in der ARD-Vorabendserie "Auf Achse" und in der Anwaltsserie "Liebling Kreuzberg". Von 1984 bis 2001 bildete er zusammen mit Charles Brauer eines der beliebtesten "Tatort"-Duos aller Zeiten: Stoever und Brockmöller. Krug war mehr als ein halbes Jahrhundert, von 1963 bis zu seinem Tod, mit Ottilie Krug verheiratet, das Paar hat drei gemeinsame Kinder.

Nach seiner Lehre zum Stahlschmelzer studierte Krug an der Staatlichen Schauspielschule Berlin und spielte ab 1957 in Fernseh- und Kinofilmen. Insbesondere die Arbeit mit Regisseur Frank Beyer ("Fünf Patronenhülsen", 1960) machte ihn bekannt. Die gemeinsame Zusammenarbeit "Spur der Steine" provozierte 1966 einen Eklat. Nach nur wenigen Tagen fiel der Film um den von Krug gespielten aufmüpfigen Brigadeführer Hannes Balla der Zensur zum Opfer und wurde aus den Kinos genommen. Bis zum Ende der DDR durfte er nicht mehr aufgeführt werden.

Manfred Krug siedelte 1977 in die BRD über

Parallel zur Schauspielerei baute Krug ab Mitte der 60er Jahre eine erfolgreiche Karriere als Sänger auf. Mit seiner Mischung aus Schlager, Chanson und Jazz erspielte er sich ein großes Publikum, seine in den 70er Jahren veröffentlichten Alben waren große Erfolge in der DDR.

Im April 1977 hatte Manfred Krug in der DDR einen Ausreiseantrag gestellt, der auch bewilligt wurde. So siedelte er am 20. Juni des gleichen Jahres in den Westen über. Dort kannte ihn kaum jemand, doch das änderte sich schnell mit seiner Rolle als abenteuerlustiger Lkw-Fahrer Franz Meersdonk in der ARD-Vorabendserie "Auf Achse", in der Krug von 1977 bis 1993 zu sehen war.