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Kult-Imbissbude Betreiber gibt auf: Wurstbude aus dem Kölner "Tatort" kommt ins Museum

Rolf Jäger-Vosen vor seiner aus dem "Tatort" bekannten "Wurstbraterei"
Rolf Jäger-Vosen gibt seine "Wurstbraterei" auf. Die Imbissbude soll ihre Rolle im Kölner "Tatort" aber vorerst behalten.
© picture alliance
Sie gehört zu Deutschlands bekanntesten Imbissbuden: die "Wurstbraterei" aus dem Kölner "Tatort". Nicht zuletzt wegen eines Schicksalsschlages gibt der Betreiber den Imbiss nun auf. Was wird aus der Bude?

Im Kölner "Tatort" hat sie als Stamm-Wurstbude der Kommissare Ballauf und Schenk bundesweite Prominenz erlangt - jetzt macht die echte "Wurstbraterei" dicht.

"Wir haben es schweren Herzens entschieden: Wir hören auf", sagte Betreiber Ralf Jäger-Vosen der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Der 65-Jährige will den TV-bekannten Imbiss einem Freilichtmuseum vermachen. Der WDR plant für seine Drehs nach Angaben eines Sprechers aber weiter mit der Bude. Der "Express" hatte zuvor über das Aus für den Imbiss berichtet.

Tod der Tochter traf Betreiber-Paar schwer

Seit 13 Jahren stand die Bude von Jäger-Vosen und seiner Frau Eva (64) am Rheinauhafen in Köln. Für den "Tatort" wurde sie  jeweils auf die andere Rheinseite geschafft - aus Kulissengründen. Auf diese Weise war beim Currywurst-Plausch der Kölner Kommissare der Kölner Dom im Hintergrund.

Es gebe mehrere Gründe für das Aus, sagte Jäger-Vosen. So sei die Tochter des Ehepaares im Frühjahr mit nur 33 Jahren an einem Gehirntumor gestorben. "Wir haben keine Nachfolgerin mehr, meine Frau und ich sind alleine." Der Wagen sei seit über 60 Jahren im Besitz der Familie gewesen.

Auch Corona spielte Rolle bei der Entscheidung

Auch die Corona-Pandemie habe die Entscheidung beeinflusst. Nach einer Winterpause hatten die Inhaber die Bude an Ostern öffnen wollen, doch das war zunächst nicht möglich. Zudem habe es oft Einbrüche und Sachbeschädigungen gegeben. "Das habe ich jetzt nicht mehr, ich bin jetzt entspannter", so Jäger-Vosen.

"Tatort" Köln: Ballauf und Schenk auf eine Currywurst von der Wurstbraterei
Fester Bestandteil des Kölner "Tatorts": Lagebesprechung der Kommissare Ballauf (Klaus J. Behrendt; re.) und Schenk (Dietmar Bär) bei einer Currywurst an der "Wurstbraterei".
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Ein Verkauf sei keine Option gewesen. Zwar habe es schon Angebote gegeben, aber die Imbissbude soll in das Freilichtmuseum in Kommern (NRW) gebracht werden: "Da sind so viele Erinnerungen dran, es fühlt sich nicht richtig an, sie einem Fremden zu geben."

WDR will "Wirstbraterei" weiter "bespielen"

Ein WDR-Sprecher sagte am Donnerstag auf Anfrage: "Die 'Wurstbraterei' ist für die nächsten zwei Drehs fest eingeplant." Zudem gehe der Sender davon aus, "die Bude weiter bespielen zu können". Ob sie dafür vom Freilichtmuseum in der Eifel an den Rhein gebracht wird, blieb zunächst unklar.

Im Kölner "Tatort" kehrten die Ermittler Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) immer wieder auf eine Wurst an den Imbiss zurück, um den jeweiligen Fall zu besprechen oder hinter sich zu lassen. Der nächste Dreh ist noch für Juli angesetzt.

dho DPA

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