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Anschlag in Afghanistan: Mindestens 23 Tote nach Doppelanschlag

Über Afghanistan ist und bleibt der Terror der Taliban wie ein dunkler Schleier hängen. Bei zwei Anschlägen starben innerhalb von wenigen Stunden mindestens 23 Menschen in den westlichen provinzen des Landes. Auch Kinder waren unter den Opfer. Einer der Anschläge richtete sich gezielt gegen einen Stützpunkt der US-Armee.

Erst am Sonntag kamen bei Selbstmordattentaten 19 Menschen in Afgahnistan ums Leben. Eine Woche vorher starben 30 US-Soldaten bei einem Hubschrauberabsturz. Das Land ist und bleibt weiterhin eines der gefährlichsten der Welt. Erst heute Morgen gab es weitere, schwere Attentate.

Bei einem Doppelanschlag in der westafghanischen Provinz Herat wurden dabei mindestens 23 Zivilisten getötet und acht weitere verletzt worden. Der Sprecher der Provinzregierung, Mohiuddin Nori, sagte, bei der ersten Detonation im Distrikt Obay seien alle 22 Insassen eines Minibusses ums Leben gekommen, darunter auch Frauen und Kinder. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Nach ihrer Darstellung riss ein 70-jährige Attentäter 27 Menschen mit in den Tod.

Ungefähr zur selben Zeit sei im selben Bezirk ein Lastwagen in eine weitere Sprengfalle geraten. Dabei seien neun Menschen verletzt worden. Eine verletzte Frau sei später im Krankenhaus gestorben. Ein Taliban-Sprecher dementierte jede Beteiligung der Aufständischen an den beiden Anschlägen.

Keine Verluste bei der Isaf

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen US-Stützpunkt in der südostafghanischen Stadt Gardes wurden am Donnerstag nach offiziellen Angaben zwei afghanische Wachmänner getötet. Der Sprecher der Regierung der Provinz Paktia, Rohullah Samun, sagte, sieben weitere Mitarbeiter einer privaten afghanischen Sicherheitsfirma seien verletzt worden. Der Selbstmordattentäter habe sich vor dem Stützpunkt in der Provinzhauptstadt in die Luft gesprengt.

Ein Sprecher der Internationalen Schutztruppe Isaf sagte, ausländische und afghanische Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen. Dem Attentäter sei es nicht gelungen, in die Basis einzudringen. Den äußeren Sicherungsring um Isaf-Stützpunkte bilden oftmals Mitarbeiter privater afghanischer Sicherheitsfirmen.

Die Isaf teilte am Donnerstag mit, bei einem Gefecht in der ostafghanischen Provinz Nangarhar seien am Vortag zahlreiche Aufständische getötet worden. Sie hätten afghanische und ausländische Soldaten mit Panzerfäusten, Maschinengewehren und Schnellfeuergewehren angegriffen. Die Truppen hätten das Feuer erwidert. Zwei Aufständische seien gefangen genommen worden.

ono/DPA/Reuters / DPA / Reuters