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Islamischer Staat: Erdogan: "Wir werden den IS effektiv bekämpfen"

Die Türkei bereitet sich auf eine Intervention an den Grenzen vor. Im Kampf um die Grenzstadt Kobane werden 10 Menschen von der IS-Terrormiliz enthauptet. Die Ereignisse im Rückblick.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat einen "effektiven" Kampf gegen den IS angekündigt

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat einen "effektiven" Kampf gegen den IS angekündigt

+++ 19.37 Uhr: Frankreich schickt weitere Kampfjets in den Irak +++

Im Kampf gegenden IS wird Frankreich drei zusätzliche Kampfflugzeuge und eine Fregatte entsenden. Wie der Generalstab der Armee in Paris bekanntgab, werden die Kampfflugzeuge vom Typ Rafale in die Vereinigten Arabischen Emirate entsandt. Die Fregatte solle im Golf zum Einsatz kommen. Frankreich fliegt bereits mit sechs Rafale-Kampfflugzeugen, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten stationiert sind, Luftangriffe gegen IS-Stellungen im Irak.

+++ 18.22 Uhr: Erdogan kündigt Kampf gegen IS an +++

"Wir werden den IS und alle anderen Terrorgruppen in der Region effektiv bekämpfen", kündigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan heute vor Abgeordneten an. Die Türkei steht damit unmittelbar vor militärischen Operationen gegen den IS. Morgen soll das Parlament die Armee zu einer Intervention in den beiden Nachbarländern Syrien und Irak bevollmächtigen, um Angriffe von abzuwehren. Zudem sollen Partnerländer türkische Militärstützpunkte nutzen können.

Lange hatte die Türkei eine führende Rolle im Kampf gegen den IS abgelehnt. Die Regierung befürchtete, dass dadurch letztendlich Syriens Präsident Assad und kurdische Kämpfer, die mit PKK-Rebellen in der Türkei verbündet sind, gestärkt werden könnten. Ob die Türkei tatsächlich mit einem Bodeneinsatz eingreifen wird, ist allerdings fraglich. Hochrangige Regierungsvertreter signalisierten, die Türkei werde zwar ihre Grenzen zu Syrien und dem Irak verteidigen. Ein Eingreifen am Boden sei aber unwahrscheinlich. Stattdessen dürfte das Nato-Land auf die Einrichtung einer Flugverbotszone entlang seiner Grenze pochen.

+++ 15.42 Uhr: Mindestens 18 Menschen bei Anschlag in Homs getötet +++

Bei einem Doppelanschlag auf die von der Regierung kontrollierte syrische Stadt Homs sterben mindestens 18 Menschen. Unter den Toten sind auch zehn Kinder. Mindestens 56 Menschen werden verletzt, als kurz nacheinander zwei Autobomben explodieren, eine davon in der Nähe einer Schule.

Die Bomben explodieren in einem Viertel, in dem vor allem Mitglieder der religiösen Minderheit der Alawiten wohnen. Zu ihnen gehört auch der syrische Präsident Baschar al-Assad. Zunächst bekennt sich niemand zu den Anschlägen.

+++ 14.20 Uhr: Frankreich verstärkt Militäreinsatz im Irak +++

Frankreich verstärkt seinen Militäreinsatz im Kampf gegen IS im Nordirak. Dies habe Staatspräsident François Hollande entschieden, teilt der Élysée-Palast mit, ohne Einzelheiten zu nennen. Der Einsatz solle umfassend und schlagkräftig sein, "um die gesetzten Ziele zu erreichen." Seit Mitte September beteiligen sich französische Kampfflugzeuge an US-geführten Luftangriffen auf die Stellungen der Terrormiliz. Es gehe darum, die bewaffneten Terroristen zu schwächen und es dem irakischen Militär zu ermöglichen, Stabilität und Sicherheit wiederherzustellen, teilt der Élysée-Palast nach einer Ministerrunde mit Hollande zur Lage im Irak mit.

+++ 14.05 Uhr: Bundesregierung erhöht Hilfe für Flüchtlinge +++

Die Bundesregierung stellt weitere zehn Millionen Euro zur Hilfe der Flüchtlinge im Irak, Syrien sowie deren Nachbarländern zur Verfügung. "Wir müssen jetzt dringend Vorkehrungen treffen, damit die Flüchtlinge durch den bevorstehenden Winter kommen können", erklärt Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Berlin. Die Bundesregierung wolle die Hilfe in den nächsten Wochen weiter ausbauen.

Von den zehn Millionen Euro sind nach Angaben des Auswärtigen Amts fünf Millionen Euro für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen sowie drei Millionen Euro für das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge vorgesehen. Weitere zwei Millionen Euro fließen an Nichtregierungsorganisationen für Hilfsmaßnahmen in der Türkei.

+++ 13.39 Uhr: IS enthauptet zehn Menschen in Syrien +++

Zur Einschüchterung der Bevölkerung in Syrien enthauptet die Extremistengruppe Islamischer Staat nach Angaben einer oppositionsnahen Beobachtergruppe zehn Menschen. Unter den Toten seien fünf kurdische Kämpfer und vier arabische Rebellen, teilt die Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte mit. Zudem wird ein kurdischer Zivilist hingerichtet. Die sieben Männer und drei Frauen seien am Dienstag rund 14 Kilometer westlich der belagerten Kurdenstadt Kobani im Norden des Landes getötet worden.

"Ich weiß nicht, warum sie festgenommen und enthauptet wurden", erklärt der Vorsitzende der Beobachterstelle, Rami Abdulrahman. Mit den meist öffentlich vollstreckten Hinrichtungen wolle die IS-Führung aber in der Regel Gegner und Zivilbevölkerung einschüchtern, um den Widerstand gegen ihre Herrschaft zu schwächen. "Sie wollen die Leuten einschüchtern."

Die in Großbritannien ansässige Beobachterstelle steht den gemäßigten Rebellen in Syrien nahe. Bei ihren Angaben stützt sie sich auf ein Netzwerk von Informanten in dem Bürgerkriegsland. Die Angaben zu den Enthauptungen konnten zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.

+++ 12.10 Uhr: Papst beruft Krisengipfel ein +++

Papst Franziskus bittet Botschafter aus dem Nahen Osten zu einem Krisengipfel in den Vatikan. Die an diesem Donnerstag beginnenden Beratungen sollen bis Samstag dauern, heißt es aus dem Presseamt des Heiligen Stuhls. Anlass sei das Vorgehen der Terrormiliz gegen Christen und andere nicht-sunnitische Minderheiten, hatte Radio Vatikan bereits am Vortag berichtet. Zu den Gesprächen werden demnach die Botschafter des Papstes aus Ägypten, Israel/Palästina, Jordanien/Irak, Iran, dem Libanon, Syrien und der Türkei erwartet.

+++ 12.05 Uhr: Entwicklungsminister Müller im Nordirak +++

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller reist in den Nordirak, um sich vor Ort ein Bild von der Lage der Flüchtlinge zu machen. Wie das Entwicklungsministerium in Berlin mitteilt, fliegt Müller in die Kurdenmetropole Erbil. Mittlerweile hätten mehr als zwei Millionen Menschen in den autonomen Kurdengebieten Zuflucht vor der Dschihadistengruppe Islamischer Staat und dem syrischen Bürgerkrieg gefunden, erklärt Müller. Die Gemeinden, die sie aufgenommen hätten, verdienten "höchste Anerkennung" für diese Bereitschaft.

Die internationale Gemeinschaft dürfe die kurdische Regionalregierung "nicht alleine lassen, wenn es darum geht, diese kritische Situation zu bewältigen", fordert Müller und verweist auf den bevorstehenden Winter. Er will sich seinem Ministerium zufolge im Nordirak über den Stand der Umsetzung deutscher Hilfsmaßnahmen informieren und sowohl Gespräche mit kurdischen Regierungsvertretern als auch mit irakischen und syrischen Flüchtlingen führen.

+++ 11.45 Uhr: Sunnitischer Stamm unterstützt Peschmerga im Irak +++

Im Nordirak erobern Kurden einen strategisch wichtigen Grenzübergang zu Syrien, der seit Wochen unter Kontrolle der Islamisten stand. Die Peschmerga erhalten dabei Unterstützung von Kurden auf der syrischen Seite sowie von einem wichtigen sunnitischen Stamm im Irak. Die Schammar-Kämpfer würden die Kurden nun voll unterstützen und hätten an der Befreiung des Grenzposten Rabia mitgewirkt, sagt ein ranghoher Stammesvertreter. Die Schammar sind eine der größten Sunniten-Gruppen im Nordwesten des Iraks.

+++ 11.40 Uhr: Türkische Regierung will Parlamentserlaubnis für Militäroperationen +++

Die türkische Regierung will sich vom Parlament zu militärischen Operationen gegen Terrororganisationen in Syrien und im Irak ermächtigen lassen. Die entsprechende Resolution dazu ist am Dienstagabend ans Parlament in Ankara gegangen. Die Abgeordneten wollten an diesem Donnerstag darüber beschließen. Die Regierung des Nato-Partners wird damit ermächtigt, Zeitpunkt, Dauer und Ausmaß militärischer Operationen in den Nachbarländern zu beschließen. Sie wird auch dazu befugt, über die Anwesenheit ausländischer Truppen in der Türkei zu entscheiden. Die Erlaubnis gilt für ein Jahr.

+++ 11.30 Uhr: Extremisten bekommen Verstärkung aus Ost-Syrien +++

Die USA und ihre arabischen Verbündeten bombardieren bei der eingeschlossenen Stadt Kobane erneut die Terrormiliz Islamischer Staat. Das Bündnis habe IS-Ziele östlich der Stadt angegriffen, sagt der Präsident der selbst ernannten Regionalregierung von Kobane, Anwar Muslim. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von fünf Angriffen der Koalition.

Die Kämpfe zwischen Kurden und der Terrormiliz gehen weiter, sagt Muslim. Die Extremisten hätten Verstärkung von neuen Kämpfern aus dem Osten Syriens erhalten.

+++ 11.07 Uhr: Zehn Tote bei Kämpfen um Kobane +++

Bei Kämpfen zwischen Kurden und Dschihadisten um die syrische Grenzstadt Kobane werden nach Angaben von Aktivisten in der Nacht zum Mittwoch zehn Menschen getötet. Der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge sterben neun kurdische Kämpfer sowie ein Mitglied der Gruppe Islamischer Staat.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle gibt es Luftangriffe nahe der Stadt. Demnach werden mindestens fünf Angriffe auf IS-Stellungen geflogen.

+++ 9.32 Uhr: Türkei will andere Länder Militärstützpunkte nutzen lassen +++

Im internationalen Kampf gegen die IS-Milizen will die türkische Regierung ihre Militärstützpunkte auch anderen Ländern zur Verfügung stellen. Dies geht aus einem Antrag der Regierung hervor, über den das türkische Parlament am Donnerstag beraten soll. In dem Entwurf heißt es außerdem, dass die türkische Armee notfalls "zu grenzübergreifenden Einsätzen und Interventionen in andere Länder" geschickt werden soll.

Damit könnten türkische Soldaten im Kampf gegen die IS-Extremisten in den Nachbarländern Syrien und Irak zum Einsatz kommen. Eine Annahme durch das Parlament gilt angesichts der großen Mehrheit der Regierungspartei AKP als sicher.

+++ 8.19 Uhr: Australische Aufklärer helfen im Kampf gegen IS +++

Australien unterstützt den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat im Irak mit Aufklärungs- und Tankflugzeugen. Das teilt Premierminister Tony Abbott dem Parlament in Canberra mit. Er bezeichnet die Miliz als "apokalyptischen Todeskult". Kampfflugzeuge, die Stellungen der Milizen bombardieren könnten, seien noch nicht im Einsatz, betont er.

"Wir haben noch keine endgültige Entscheidung über den Kampfeinsatz unserer Truppen gefällt", sagt Abbott. Im Nahen Osten sind nach Angaben der Regierung 600 australische Soldaten sowie neben Aufklärungs- und Tankflugzeugen auch acht F/A-18F Super Hornet-Kampfjets stationiert.

+++ 7.39 Uhr: IS kontrolliert über 300 Dörfer rund um Kobane +++

IS kontrolliert durch seinen Vormarsch auf die Kurdenenklave Kobane mehr als 300 Dörfer im Umland. Insgesamt seien 325 Ortschaften innerhalb der letzten beiden Wochen von der Miliz eingenommen worden, berichtet die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zu Beginn der Angriffe auf die nordsyrische Region um Kobane war die oppositionsnahe Beobachtergruppe zunächst von rund 60 Dörfern ausgegangen.

+++ 6.50 Uhr: Extremisten stehen nur zwei Kilometer vor Kobane +++

Im Norden Syriens setzen die Extremisten ihren Vormarsch trotz der Luftangriffe der internationalen Koalition fort. Dort rücken sie bis auf zwei Kilometer an die Stadt Kobane heran. Zwischen den Stellungen der IS und der Kurden liege nur noch ein freies Feld, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. "Die Kämpfer können sich sehen", sagte deren Leiter Rami Abdel Rahman.

Die IS-Miliz steht mittlerweile im Osten, Süden und Westen vor der Stadt Kobane (Arabisch: Ain al-Arab). Im Norden grenzt die Enklave, die bislang von kurdischen Volksschutzeinheiten kontrolliert wird, an die Türkei. Die USA und ihre arabischen Verbündeten bombardieren IS-Stellungen in der Nähe der eingekreisten Stadt.

+++ 6.30 Uhr: Britische Kampfjets greifen IS im Irak an +++

Britische Kampfflugzeuge greifen erstmals Stellungen der Terrormiliz im Irak angegriffen. Wie das Verteidigungsministerium in London mitteilt, unterstützen die Tornado-Maschinen dabei kurdische Kämpfer, die sich im Nordwesten Gefechte mit IS-Einheiten liefern. Kurdische Einheiten vertreiben die IS-Miliz zudem aus mehreren Orten im Nordirak. Die Kurden setzen dabei auch schwere Waffen ein, die ihnen vom Westen geliefert wurden, wie die irakische Nachrichtenseite Al-Mada berichtet.

+++ 1.48 Uhr: US-Militär kritisiert Berichterstattung +++

Das US-Militär wirft einigen Medien eine schrille und nicht ausgewogene Berichterstattung über den Kampf gegen Islamisten in Syrien und dem Irak vor. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums Admiral John Kirby erklärt, Teilen der Presse fehle die Geduld. Zwar sei dies auch dem Tempo der heutigen Medienlandschaft geschuldet. "Aber es gibt auch diese Erwartung, dass das US-Militär allmächtig ist."

Die Lage in Syrien und im Irak sei wegen der kulturellen, religiösen und geografischen Umstände kompliziert. "Das wird nicht über Nacht gelöst werden und es wird nicht durch Bomben gelöst werden", sagt Kirby. Im Pentagon richte man sich auf einen längeren Einsatz ein. "Es ist wichtig, dass die Menschen das verstehen."

mka/DPA/Reuters / DPA / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(