VG-Wort Pixel

Nachrichten aus Deutschland Wind erfasst Zwillingskinderwagen und schiebt ihn in Teich - Mutter rettet Kinder

Frau mit Zwillingskinderwagen als Symbolfoto für Nachrichten aus Deutschland
Die Mutter sei nur einen kurzen Moment unaufmerksam gewesen, als sich der Doppelwagen bedingt durch den Wind in Bewegung setzte, so ein Polizeisprecher (Symbolfoto)
Heidelberg: Verletztes Wildschwein macht Stadtteil unsicher +++ Hamburg: Wind schiebt Zwillingskinderwagen in Teich - Mutter rettet Kinder +++ Potsdam: Flucht aufs Dach bei eisiger Kälte - Polizei löst Corona-Party auf +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland. 

Hamburg: Wind schiebt Zwillingskinderwagen in Teich - Mutter rettet Kinder

Ein Zwillingskinderwagen ist wegen des starken Windes in einem Garten in Hamburg ins Rollen gekommen und in einen Teich gefahren. Dabei sei einer der 22 Monate alten Jungen mit dem Kopf kurz unter Wasser geraten, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Hamburg. Die Mutter habe ihr Kind sofort aus dem Teich gezogen. Ein Nachbar habe sich den zweiten Jungen geschnappt, der nur mit dem Unterkörper in dem eiskalten Wasser gelandet war. Die Kinder seien direkt in die Wohnung gebracht und versorgt worden. Ein mit dem Rettungshubschrauber eingeflogener Notarzt habe anschließend die Zwillinge in Augenschein genommen und keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt. Die Mutter sei nur einen kurzen Moment unaufmerksam gewesen, als sich der Doppelwagen bedingt durch den Wind in Bewegung setzte und auf dem leicht abschüssigen Gelände in Hamburg-Nienstedten Fahrt aufnahm, sagte der Polizeisprecher weiter. Die Mutter sei sofort hinterher gerannt und ins Wasser gegangen, um ihre Kinder zu retten.

Quelle: DPA

Hamburg: Mann zündet sich Zigarette an, gerät in Brand und stirbt

In Hamburg ist es am Samstagnachmittag zu einem tödlichen Unfall gekommen. Wie die Polizei am Sonntag berichtete, hatte sich ersten Erkenntnissen zufolge ein Mann in unmittelbarer Nähe zu einem in Betrieb befindlichen Sauerstoffgerät eine Zigarette angezündet. Daraufhin kam es zu einer Verpuffung, bei der die Kleidung des Mannes Feuer fing. Ein Nachbar wurde auf den ausgelösten Rauchmelder aufmerksam und kam dem 57-Jährigen zu Hilfe. Er wurde mit schweren Brandverletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo er im Verlauf des Abends verstarb.

Quelle: Polizei Hamburg

Heidelberg: Verletztes Wildschwein macht Stadtteil unsicher

Ein verletztes Wildschwein hat in Heidelberg für Aufregung gesorgt. Passanten sichteten das Tier am Samstagnachmittag auf einem Platz im Stadtteil Rohrbach inmitten von Häusern, wie die Polizei am Sonntag in Mannheim mitteilte. Die Passanten verständigten die Polizei und konnten das Wildschwein schließlich auf einem Schulgelände einsperren. Das verletzte Tier wurde zunächst betäubt und von einer Tierärztin untersucht. Dabei erwiesen sich seine womöglich beim Durchstreifen der Umgebung entstandenen Verletzungen als so schwer, dass das Wildschwein getötet werden musste.

Quelle: AFP

Potsdam: Flucht aufs Dach bei eisiger Kälte - Polizei löst Corona-Party auf

Eisige Kälte hat nach kurzer Zeit die Flucht von Teilnehmern einer Party vor der Polizei in Potsdam beendet. Die Beamten waren in der Nacht zu Sonntag wegen lauter Musik aus einer Wohnung alarmiert worden, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Menschen im Alter von 16 bis 20 Jahren wurden laut Polizei angetroffen, die nachweislich nicht einem Haushalt angehörten und damit gegen die Corona-Regeln verstießen.

Einige der Party-Gäste seien dann aus dem Fenster über die Feuerleiter aufs Dach geflüchtet. Zunächst hätten die Jugendlichen nicht auf die Polizei reagiert. Die Temperaturen und der eisige Wind hätten sie dann aber zur Rückkehr in die Wohnung bewegt. Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Eindämmungsverordnung wurden erstattet.

Quelle: DPA

Untereberfing: Frau leblos in Wohnung aufgefunden – Ehemann verdächtig

Im bayerischen Untereberfing hat die Polizei einen 66-Jährigen festgenommen. Der Mann wird verdächtigt, am Freitagabend seine Ehefrau getötet zu haben. Die Beamten wurden gegen kurz vor 19 Uhr zu dem Wohnhaus der beiden gerufen. Dort fanden die Einsatzkräfte die tote 69-Jährige sowie ihren schwer verletzten Ehemann. Die Kriminalpolizei ersten Ermittlungen zufolge davon aus, dass der Mann die Frau nach einem Streit getötet hat und sich anschließend schwere Verletzungen zugefügt hat. Er wurde nach medizinischer Erstversorgung schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus transportiert. Dort wurde ihm auf Antrag der Staatsanwaltschaft im Krankenhaus durch einen Ermittlungsrichter der Haftbefehl eröffnet.

Quelle: Polizei Bayern

Bremerhaven:  24-Jährige geht bei Arbeiten auf Containerschiff über Bord

Eine 24-Jährige ist am frühen Sonntagmorgen bei Arbeiten auf einem Containerschiff in der Nordsee über Bord gegangen. Bislang habe die Frau nicht gefunden werden können - trotz umfangreicher Suchmaßnahmen mit Schiffen und Hubschraubern, teilte die Polizei mit. Ersten Erkenntnissen zufolge fiel die 24-Jährige "beim Verrichten einer Arbeit" ins Wasser. Das unter der Flagge Dänemarks fahrende Schiff liegt nun in Bremerhaven vor Anker. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Bremen zur Unfallursache dauern an.

Quelle: DPA

Worms: 13-Jähriger bei Corona-Kontrolle mit Kleinbus erwischt

Ein 13-Jähriger hat sich in Worms heimlich mit dem Kleinbus seiner Eltern auf den Weg gemacht- und dabei nicht an die Ausgangssperre gedacht. Eine Polizeistreife, die die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre überwachte, stoppte das Fahrzeug am späten Samstagabend. Der 13-Jährige habe seinen Eltern gesagt, er wolle nur kurz etwas aus dem Auto holen und die Gelegenheit für eine Probefahrt genutzt, berichtete die Polizei am Sonntag.

Der Junge und seine Mutter als Halterin des Autos erhielten eine Strafanzeige. Die Ausgangssperre in Worms wurde wegen der hohen Zahl an Neuinfektionen verhängt und gilt von 21.30 Uhr bis zum nächsten Morgen um 5.00 Uhr. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen lag am Sonntag in Worms noch immer bei 100,5.

Quelle: DPA

Dietfurt: Höhlentaucher stirbt bei Unfall in Höhle in Bayern

Bei einem tödlichen Unfall in einer Höhle in Bayern ist am Samstag ein Höhlentaucher gestorben. Der 57-jährige Mann war nach Polizeiangaben mit drei anderen Tauchern zu Forschungszwecken in eine mehrere Kilometer lange Höhle in Dietfurt im oberpfälzischen Altmühltal gestiegen. Auf dem Weg ins Innere der Höhle hatte der 57-Jährige am Nachmittag einen Unfall. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilte, kehrte einer seiner Begleiter umgehend zum Eingang der Höhle zurück und verständigte die Rettungskräfte. Die anderen Männer leisteten Erste Hilfe. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Notarzt, Wasser- und Bergwacht startete eine großangelegte Rettungsaktion. Der Taucher starb aber noch in der Höhle, die Retter konnten nur noch seinen Leichnam bergen.

Er wurde von seinen Kameraden mit Wasser in der Lunge aus einer Engstelle gezogen. Der 57-Jährige war der Schlussmann der vierköpfigen Gruppe und tauchte nach einem engen Durchschlupf in einem etwa sechs Meter langen, wassergefüllten Siphon nicht auf, wie der Sprecher des zuständigen Höhlenforschungsvereins, Christian Schöffel, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Warum das Opfer in der Höhle bei Dietfurt in der Oberpfalz trotz Maske und Pressluftflasche Wasser einatmete, sei bislang nicht geklärt. 

Der Leichnam eines tödlich verunglückten Tauchers wird in einen Bestattungswagen geschoben.
Einsatzkräfte schieben den Leichnam des tödlich verunglückten Tauchers in einen Bestattungswagen
© vifogra / DPA

Die anderen drei Taucher wurden nach Polizeiangaben unverletzt aus der Höhle gebracht. Bis in die späten Abendstunden hinein waren etwa 200 Rettungskräfte im Einsatz. Die vier ehrenamtlichen Höhlenforscher des überregional organisierten Vereins "Die Mühlbachquellhöhle und die Karstgruppe Mühlbach" hatten in dem Höhlensystem in der Fränkischen Alb anstehende Färbeversuche vorbereitet. Sie sollen Klarheit über den unterirdischen Verlauf des versickernden Oberflächenwassers in dem Karstgebiet bringen. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg übernahm noch vor Ort die Ermittlungen, um den genauen Unfallhergang und die Unfallursache zu klären.

Quelle: AFP, DPA

Mannheim: Polizei löst Demonstration von Autofahrern gegen Corona-Auflagen auf

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei in Mannheim eine nicht angemeldete Demonstration von Autofahrern gegen die Corona-Auflagen aufgelöst. Zu den Protesten hatten sich am Samstagnachmittag rund 1200 Menschen in 600 Fahrzeugen auf dem Mannheimer Friedensplatz versammelt, wie die Polizei am Samstagabend mitteilte. Das Polizeipräsidium Mannheim zog daraufhin zahlreiche Einsatzkäfte zusammen und forderte die Demonstranten auf, den Platz zu verlassen. Dem kam ein Großteil der Autoinsassen nach Polizeiangaben aber nur zögerlich nach. In der Folge bildeten sich vereinzelt kleinere Autokorsos im Stadtgebiet, die von der Polizei umgehend unterbunden wurden. Die Beamten stellten Personalien von Teilnehmern fest und sprachen Platzverweise aus.

Eine zunächst unbekannte Zahl von Demonstranten muss nun mit Anzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsrecht und die Corona-Vorschriften sowie wegen der Teilnahme an einem verbotenen Autokorso rechnen.

Quelle: AFP

Hagen: Zirkuszelt bricht unter Schneemassen zusammen 

Nach dem Zusammensturz eines Zirkuszeltes in Nordrhein-Westfalen wegen großer Schneemassen sind 13 Tiere gerettet worden. Die sieben Pferde, zwei Kamele, zwei Ziegen sowie zwei Lamas, die sich in dem Zelt befanden, blieben unverletzt, wie ein Sprecher der Polizei in der Stadt Hagen sagte. Sie konnten befreit werden. Es waren nach Angaben der Polizei keine Menschen unter dem Zelt. Das Zelt hatte den Schneemassen nicht standgehalten und war zusammengestürzt. Die Feuerwehr hat es den Angaben zufolge inzwischen von dem Schnee befreit.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Samstag, den 6. Februar 2021

Berlin: Nach Raserunfall – Dritter Insasse tot

Nach einem Horror-Crash mit einem vollbesetzten Auto in Berlin-Treptow ist ein dritter Insasse gestorben. Der 19-Jährige erlag am Samstag im Krankenhaus seinen schweren Brandverletzungen, wie die Polizei mitteilte. Zuvor hatten "Bild" und "B.Z." berichtet. Der Wagen mit vier Insassen im Alter zwischen 19 und 21 Jahren war am späten Dienstagabend mit solcher Wucht gegen einen Baucontainer gekracht, dass er zerriss und in Flammen aufging. Ein junger Mann starb noch an der Unfallstelle, ein zweiter wenige Stunden später.

Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen am Treptower Park ein Autowrack.
Bei dem Unfall kamen am am Mittwoch zwei Menschen ums Leben, ein drittes Unfallopfer erlag am Samstag seinen schweren Verletzungen
© Paul Zinken / DPA

Der mutmaßliche Fahrer war nicht so schwer verletzt worden. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Tötung und illegalen Kraftfahrzeugrennens mit tödlichem Ausgang ermittelt. Der Wagen soll viel zu schnell unterwegs gewesen sein. Einen von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehl hatte der zuständige Haftrichter abgelehnt. Ein dringender Tatverdacht wurde demnach nicht gesehen.

Quelle: DPA

Köln: Stadt verstärkt Hochwasserschutz für der Altstadt

Wegen des weiter steigenden Pegelstands am Rhein verstärkt die Stadt Köln noch einmal ihren Hochwasserschutz. Am Samstagnachmittag würden unter anderem an der Kölner Altstadt drei weitere Hochwassertore geschlossen, sagte eine Sprecherin. Für das zu Köln gehörende Örtchen Kasselberg, das durch das Rhein-Hochwasser bereits zur Insel geworden ist, richtet die Stadt einen Fährverkehr ein. Für die Anwohner sei das im Moment die einzige Möglichkeit, den Ort zu erreichen oder zu verlassen. Seit Tagen sind in Kasselberg Stege aufgebaut, weil die Straßen überflutet sind.

Das Hochwasser des Rheins überflutet Wiesen und Äcker bei Köln-Rheinkassel.
Das Hochwasser des Rheins überflutet derzeit Wiesen und Äcker bei Köln-Rheinkassel
© Henning Kaiser / DPA

Der Pegelstand in Köln war am Samstag leicht auf 8,58 Meter gesunken. Am Montagmorgen könnte nach einer Abschätzung der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes aber ein vorläufiger Höchstwert von 8,85 Metern erreicht werden. Gefährlich wird es für die Kölner Innenstadt aber erst bei deutlich höheren Pegelständen ab 11,30 Metern.

Quelle: DPA

Main-Hochwasser: Zwei Schiffe reißen sich an Schleuse Bordwand auf

Die starke Hochwasser-Strömung des Mains hat an der Schleuse Großkrotzenburg bei Hanau innerhalb weniger Stunden zu zwei Schiffsunfällen geführt. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei Frankfurt rammte am Samstagvormittag ein Güterschiff den Molenkopf und riss sich dabei ein Loch in die Bordwand. Erst am Freitagnachmittag hatte sich an derselben Stelle ein mit 3200 Tonnen Eisenschrott beladener Schubverband zwei seiner sieben Kammern aufgerissen.

"Das ist eine tückische Stelle und wegen des Hochwassers derzeit schwierig zu befahren", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Das Leck im Schubverband wurde noch in der Nacht durch Taucher abgedichtet. Beide Schiffe waren talwärts unterwegs. Menschen wurden nicht verletzt. Angaben zur Schadenshöhe lagen zunächst nicht vor.

Remscheid: Geparktes Auto stürzt bei missglücktem Ausparkversuch von Parkdeck

Ein 86 Jahre alter Mann hat in einem Parkhaus in Remscheid bei Wuppertal einen Auffahrunfall verursacht und dabei ein unbesetztes Auto rund zehn Meter in die Tiefe gestürzt. In dem abgestellten Auto, das auf dem Dach auf der Straße landete und völlig demoliert wurde, hätten sich keine Personen befunden, sagte ein Sprecher der Polizei in Wuppertal. Warum der alte Herr am Freitagmorgen mit Wucht gegen zwei parkende Autos gefahren sei und dabei einen Wagen durch ein Gitter in der Außenwand im obersten Parkdeck geschoben habe, sei noch unklar. Der 86-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Eine Passantin nahe der Aufprallstelle wurde ebenfalls leicht verletzt. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Der vom Parkdeck auf die Straße hinuntergestürzte Wagen liegt auf der Straße
In dem abgestellten Auto, das auf dem Dach auf der Straße landete und völlig demoliert wurde, waren zum Glück keine Personen
© TV7News/ Tim Oelbermann / DPA

Quelle: DPA

Beckum: Mann stirbt durch möglichen Ausbruch von Kohlenmonoxid

In einer Unterkunft in Beckum ist ein Mann möglicherweise an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Wie ein Sprecher der Polizei Warendorf am Samstagmorgen mitteilte, soll es sich nach ersten Erkenntnissen um einen 46 Jahre alten Mann aus Rumänien handeln. Weitere Menschen wurden verletzt. In der Nacht waren die Einsatzkräfte zu dem Mehrfamilienhaus gerufen worden. Dort befand sich eine leblose Person. Sie versuchten den Mann wiederzubeleben, ohne Erfolg. Dabei erlitten auch zwei Polizisten Verletzungen. Wie viele Personen insgesamt verletzt wurden, sagte der Polizeisprecher nicht.

Laut dem WDR leben in der Unterkunft Arbeitskräfte aus dem Ausland, die in der Fleischindustrie tätig sind. Das Kohlenmonoxid solle demnach aus einer Propangasflasche ausgetreten sein, die zum Heizen genutzt wurde.

Quelle: DPA

Berlin: Größtes Obdachlosencamp wegen Kälteeinbruch geräumt

Angesichts des erwarteten Kälteeinbruchs ist Berlins größtes Obdachlosencamp - an der Rummelsburger Bucht - in der Nacht auf Samstag aufgelöst worden. "Wegen des Wetters mit Kälte, Schnee und Feuchtigkeit ist die Lage sehr bedrohlich, wir können nicht mehr gewährleisten, dass Leib und Leben für die Menschen hier gesichert sind", sagte Kevin Hönicke (SPD), stellvertretender Bezirksbürgermeister von Berlin-Lichtenberg, der Deutschen Presse-Agentur am späten Abend an der Rummelsburger Bucht. In Zusammenarbeit mit dem Senat sei eine Unterkunft für 100 Menschen gefunden worden - eine Traglufthalle, die schon oft für Obdachlose genutzt worden sei.

Quelle: DPA

Sefferweich: Pilot stirbt bei Absturz von Kleinflugzeug in Rheinland-Pfalz

Beim Absturz eines einmotorigen Flugzeugs in Rheinland-Pfalz ist der Pilot ums Leben gekommen. Der Flieger sei in der Nähe von Sefferweich bei Bitburg abgestürzt, teilte die Polizei am Freitag mit. Der Pilot konnte nur noch tot geborgen werden. Die Beamten fanden das Wrack am Mittag auf freiem Gelände. Das Trümmerfeld erstreckte sich den Angaben zufolge über mehrere Hundert Meter. Zur Herkunft der Maschine und zur Ursache des Absturzes sei derzeit noch nichts bekannt. Die Identität des Piloten, der alleine im Flugzeug gewesen sei, stehe noch nicht fest.

Ein Polizist markiert den Bereich der Trümmerteile nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs.
Ein Polizist markiert den Bereich der Trümmerteile nach dem Absturz des Kleinflugzeugs 
© Harald Tittel / DPA

Die Ermittlungen dauerten an, der Absturzort wurde weiträumig abgesperrt. Ermittler der Kriminalpolizei und des Bundesamtes für Flugsicherung untersuchen die Absturzursache.

Quelle: DPA

Ingolstadt: Verdacht auf Zwangsprostitution – Polizei nimmt vier Personen fest

Die Polizei in Bayern hat vier Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, junge Frauen aus Südosteuropa zur Prostitution gedrängt und hierfür unter einem Vorwand und der Aussicht auf bessere Lebensbedingungen nach Deutschland gelockt zu haben. Die Beamten lagen Hinweise auf illegal betriebene Bordelle in Ingolstadt, Gersthofen und Saarbrücken vor, die sie durchsuchten. Ein 62-jähriger Mann sowie jeweils ein 19-Jährige und eine 35-Jährige Frau wurden einem Haftrichter vorgeführt. Gegen eine weitere 32-Jährige sollte ebenfalls der Erlass eines Haftbefehls geprüft werden.

Quelle: Polizei Bayern

 Nachrichten von Freitag, den 6. Februar 2021

Memmingen: Fünf Verletzte nach Gasexplosion in Rettungswache

Bei einer Gasexplosion in einer Rettungswache im schwäbischen Memmingen sind nach Angaben der Polizei fünf Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Das Unglück ereignete sich demnach am Freitagmorgen in einem Gebäude des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Ein Verletzter wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen, sagte ein Polizeisprecher vor Ort. Nach Angaben des BRK wurde eine Reinigungskraft schwer verletzt, drei Mitarbeiter des Rettungsdienstes mittel schwer und ein weiterer Mitarbeiter leicht verletzt. Den Notruf setzten demnach unverletzte Sanitäter in der Wache ab, die gerade damit beschäftigt waren, einen Rettungswagen vor Dienstbeginn zu überprüfen. Die Schäden an dem Gebäude seien "immens", beschrieb der Polizeisprecher die Lage.  Die Wucht der Explosion habe Fenster bersten lassen. Das Haus sei schwer beschädigt. Die Einsatzkräfte vermuteten ein Leck an einer Gasleitung in unmittelbarer Nähe.

Nachrichten aus Deutschland – Explosion in Memmingen
Zwei Mitarbeiter der Stadtwerke Memmingen gehen an der Rettungswache vom Bayerischen Roten Kreuz vorüber, an der die durch eine Explosion herausgesprengten Fenster zu sehen sind.
© Matthias Balk / DPA

Im Laufe des Vormittags sollte die Straße geöffnet werden, um das Leck zu lokalisieren, hieß es von Polizei und Feuerwehr. Nach Angaben des BRK-Kreisgeschäftsführers Wilhelm Lehner hätte das Unglück noch viel schlimmer ausgehen können. "Bei der Explosionswucht können wir von Glück sprechen, dass es keine Toten gibt", sagte er einer Mitteilung zufolge. "Das war ein großer Schreck am Morgen", sagte er demnach weiter. "Wir werden die Kolleginnen und Kollegen umfassend begleiten und unterstützen, auch in der Verarbeitung dieses dramatischen Erlebnisses." 

Quelle: DPA

Leubsdorf: Auto in Hochwasser festgefahren – Sportbootführerschein gezückt 

Ein 41 Jahre alter Mann hat sein Auto in Rheinland-Pfalz im Hochwasser festgefahren. Das Fahrzeug musste durch einen Abschleppdienst geborgen werden, teilte die Polizei am Freitag mit. Die Polizei geht von einem Totalschaden des Motors aus. Passend zur Situation händigte der 41-Jährige den Beamten zunächst nicht seinen Pkw-Führerschein, sondern seinen Sportbootführerschein aus, hieß es. Der Mann wollte demnach am Donnerstagabend in Leubsdorf am Rhein trotz des hohen Wasserstandes die Bundesstraße 42 entlang fahren. Erst als der Motorblock unter Wasser stand, beendete er sein Vorhaben und versuchte verzweifelt, das Auto wieder aus dem Wasser zu schieben, was ihm aber misslang.

Quelle: DPA

Köln: Arbeiter nach Baugerüst-Einsturz lebensgefährlich verletzt

Beim Einsturz eines Baugerüsts in Köln ist ein Mann am Freitag lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers hatten mehrere Anrufer am Morgen gemeldet, dass eine Person unter den Gerüsttrümmern liege und eingeklemmt sei. Die Feuerwehr befreite den Bauarbeiter, er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Warum ein Teil des über drei Etagen gebauten Gerüsts zusammengebrochen ist, sei noch unklar und werde nun von der Polizei ermittelt. Die Feuerwehr sicherte die noch stehenden Gerüstteile ab.

Quelle: DPA

Dresden: Unbekannte beschmieren Gedenksäule auf Heidefriedhof

Unbekannte haben auf dem Dresdner Heidefriedhof eine Gedenksäule beschmiert. Die rosafarbenen Schriftzüge hätten "Bezug zum Gedenken im Zusammenhang mit dem 13. Februar", teilte die Polizei in der sächsischen Landeshauptstadt am Freitag mit. Dies ist das Datum der schweren Bombenangriffe auf die Stadt am Ende des Zweiten Weltkriegs. Auch mehrere eingelassene Buchstaben wurden entfernt. Weitere Einzelheiten nannten die Beamten nicht. Eine Streife der Polizei bemerkte die Beschädigungen demnach bei einer Kontrolle in der Nacht zum Freitag. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen auf. Auf dem Dresdner Heidefriedhof befinden sich verschiedene Mahn- und Gedenkstätten, unter anderem für die Toten der Luftangriffe. Daneben befinden sich dort auch Gedenkstätten für die Verfolgten und Opfer des Naziregimes, etwa für sowjetische Kriegsgefangene.

Quelle: AFP

Gudow: Autofahrer hebt ab und kracht in ersten Stock eines Wohnhauses 

Ein betrunkener Autofahrer ist bei einem Unfall im Kreis Herzogtum Lauenburg nahe Hamburg mit seinem Wagen förmlich abgehoben – und im ersten Stock eines Einfamilienhauses gelandet. Der 43-Jährige wurde dabei leicht verletzt, wie ein Sprecher der Polizei am Freitagmorgen sagte. Der Mann aus der Nähe von Mölln war in der Nacht am Steuer eingeschlafen und in Gudow mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen. Dabei fuhr er über mehrere Bodenwellen und einen Erdwall. Das Auto hob ab und krachte gegen ein Gerüst am Wohnhaus. Der Wagen rammte die Fassade und blieb hochkant im Gerüst stecken. Der Fahrer wurde von der Feuerwehr befreit. Er erlitt leichte Verletzungen. Laut Polizeisprecher war Alkohol im Spiel, ein Atemalkoholtest ergab den Angaben zufolge mehr als 1,1 Promille. Das Einfamilienhaus sei weiterhin bewohnbar, teilte die Polizei mit.

Quelle: DPA

Bielefeld: Epileptiker bei Anfall bestohlen – Verdächtige identifiziert

Die Polizei hat zwei Tatverdächtige ermittelt, die einem Epileptiker während eines Anfalls in Bielefeld das Handy gestohlen haben sollen. Einen der beiden Männer hätten Beamte bei einer Streife vor dem Bielefelder Hauptbahnhof wiedererkannt, berichtete die Bundespolizei am Freitag. Der andere sei in der Nacht zum Freitag angetroffen worden. Er hab auch "spontan" zugegeben, das Handy bereits für 40 Euro verkauft zu haben. Die 46 und 50 Jahre alten Männer müssten sich nun auf ein Verfahren wegen besonders schweren Diebstahls vor Gericht einstellen. Zu der Tat war es am Mittwochabend gekommen. Ein 33-Jähriger war den Angaben zufolge wegen eines epileptischen Anfalls auf einer Treppe im Hauptbahnhof Bielefeld gestürzt und einige Stufen hinuntergefallen. Als er sich von dem Anfall erholt hatte, bemerkte er den Verlust seines Handys und alarmierte die Bundespolizei. Bei der Kontrolle der Videoaufzeichnungen stellten die Beamten dann fest, dass zwei Männer den Sturz des 33-Jährigen bemerkt und sich zu ihm begeben hatten. Einer beugte sich zu dem hilflosen Mann hinunter und hob etwas auf.

Quelle: DPA

Berlin: Großeinsatz der Polizei nach Explosion in Innenhof

In Berlin ist die Polizei wegen einer Explosion in einem Innenhof zu einem Großeinsatz ausgerückt. Zwei Menschen wurden festgenommen, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP am Freitag bestätigte. Eine Anwohnerin im Stadtteil Schöneberg hatte demnach am Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr die Polizei informiert, nachdem sie eine Explosion gehört hatte. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. Die "Berliner Morgenpost" berichtete, dass die Polizei einen verdächtigen Gegenstand entdeckt habe. Das Haus sei teilweise evakuiert worden. In einer Wohnung habe sich ein Mann befunden, der die Tür nicht öffnen wollte. Daraufhin sei ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hinzu gerufen worden und habe den Mann festgenommen. In der Wohnung sollen Beamte demnach verschiedene Chemikalien beschlagnahmt haben. Der Staatsschutz ermittele.

Quelle: AFP

Wangen: Hang rutscht im Allgäu ab

Ein Hang ist auf einer Länge von 80 Metern bei Wangen im Allgäu abgerutscht. Mehrere Menschen mussten ihre Häuser vorsichtshalber verlassen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Bei dem Erdrutsch am Donnerstagabend im Südosten Baden-Württembergs stürzte der Hang etwa 50 Meter ab, verletzt wurde dabei niemand. Bereits am Mittwoch seien Unterspülungen in dem Bereich festgestellt worden, aber "damit hatte niemand gerechnet", so ein Sprecher der Polizei. Der weitere Verlauf werde nun von Experten überwacht. In dieser Woche war es bereits im baden-württembergischen Schopfheim nach Regen und Schneeschmelze zu einem Erdrutsch gekommen. Mehrere Häuser mussten evakuiert werden, verletzt wurde auch hier niemand.

Quelle: DPA

Bergheim: Schüsse bei Streit – ein Toter und zwei Schwerverletzte

Bei Schüssen auf drei Männer in Bergheim in Nordrhein-Westfalen ist am Donnerstagabend ein 33-Jähriger ums Leben gekommen. Die beiden anderen Männer im Alter von 29 und 44 Jahren seien schwerstverletzt worden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Köln mit. Ein 43-Jähriger soll im Laufe eines Streits auf die drei Männer geschossen haben. Danach sei er geflohen. "Kurze Zeit später nahmen Polizisten ihn in einem Taxi in der Nähe des Polizeipräsidiums in Köln fest", hieß es weiter. Die genauen Umstände der Tat seien noch unklar. Eine Mordkommission ermittelt.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland – Bergheim
Bergheim: Der Tatort ist von der Polizei mit Flatterband abgesperrt worden. Bei Schüssen auf drei Männer ist am Donnerstagabend ein 33-Jähriger ums Leben gekommen.
© Mirco Wolf / DPA

 Nachrichten von Donnerstag, den 4. Februar 2021

Stendal: Landkreis impft mehr als 300 Polizisten außer der Reihe

Der Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt hat mehr als 300 Polizisten außer der Reihe und entgegen der Vorgaben geimpft. Das wurde am Donnerstag während einer Landtagsdebatte durch das Landesgesundheitsministerium in Magdeburg bestätigt. Der Landkreis selbst hatte dies bereits vor knapp drei Wochen in einer Mitteilung veröffentlicht. Demnach war die hundertfache Impfung von Polizisten als "Probelauf für Covid-19-Großimpftage" gedacht. Damit sollte die Situation getestet werden, in der eine überdurchschnittlich große Gruppe von Menschen außerhalb eines Impfzentrums geimpft werden müsse, hieß es. Dazu habe der Landkreis Mitte Januar eine Anfrage an die Polizeiinspektion Stendal gestellt, die dann innerhalb von drei Tagen "330 impfbereite Bedienstete aus dem Polizeivollzug und der Verwaltung" organisiert habe. Diese hätten dann über zwei Tage verteilt die Covid-Schutzimpfung erhalten. Die Auslastung einer Impfstrecke mit hoher Durchlauffrequenz konnte somit getestet werden", erklärte der Landkreis damals. Der Feldversuch sei "reibungslos" verlaufen.

Das Gesundheitsministerium distanzierte sich davon und verwies am Donnerstag auf die klar festgelegten Prioritäten beim Impfen. Danach werden zuallererst Pflegeheimbewohner und alle Menschen über 80 Jahren sowie unter anderem Pflegekräfte geimpft. Polizisten gehören erst in die zweite, nachfolgende Gruppe. Dem Landkreis zufolge wurden die für Februar geplanten Impfungen der Polizeibediensteten für den Testlauf vorgezogen. "Die Impfdosen werden durch die Polizei ersetzt", erklärte ein Sprecher des Landkreises am Donnerstag. Der Impftest sei durch Rückstellungen der Zweitimpfungen möglich geworden. Dadurch seien "zu keinem Zeitpunkt" Impfungen von berechtigten Menschen nach der Impfverordnung vorenthalten worden.

Quelle: AFP

Ludwigsburg: 31-Jähriger greift Polizisten mit japanischem Schwert an 

Ein 31-Jähriger hat in Baden-Württemberg einen Polizisten mit einem japanischen Schwert attackiert. Der Beamte wurde bei einem Einsatz am Donnerstag in Böblingen schwer am Ohr verletzt, wie die Polizei Ludwigsburg mitteilte. Ein weiterer Polizist benutzte daraufhin seine Schusswaffe und traf den Angreifer in ein Bein. Beide Verletzte mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Lebensgefahr bestand nicht. Am Morgen waren die Beamten zu einer häuslichen Auseinandersetzung gerufen worden. Dort trafen sie auf fünf Menschen. Der 31-Jährige ging mit dem Schwert unvermittelt auf die Polizisten los. Er konnte nach dem Schuss überwältigt und festgenommen werden. Das Schwert wurde beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zu den Hintergründen der Tat.

Quelle: AFP

Aachen: Festgenommener rennt vor Auto – Frau verliert ungeborenes Kind

Bei einem Unfall, bei dem ein in Handschellen gefesselter Mann vor der Polizei flüchten wollte und vor ein Auto lief, hat eine Frau in dem Wagen ihr ungeborenes Kind verloren. Das bestätigte die Polizei im nordhein-westfälischen Aachen am Donnerstag, wie die "Aachener Nachrichten" berichteten. Die Bundespolizei hatte bei einer Kontrolle auf einem Rastplatz an der Autobahn 44 in der Nähe von Aachen bei dem 37-jährigen Mann Drogen gefunden. Er trug Handschellen und wurde in ein Polizeiauto gesetzt. Dennoch gelang ihm die Flucht auf die Autobahn, wo er von dem Auto einer Familie erfasst und tödlich verletzt wurde. Zunächst hatte es geheißen, die junge Familie in dem Auto mit Fahrer, der hochschwangeren, 21 Jahre alten Beifahrerin und der dreijährigen Tochter sei unverletzt geblieben. Der Unfall ereignete sich bereits am Sonntagabend.

Quelle: DPA

Oberostendorf: Frau bringt fremde Katze zur Kastration

Im bayerischen Oberostendorf hat eine Frau versucht, die Katze ihrer Nachbarin kastrieren zu lassen. Die Eigentümerin entdeckte eine frische Operationsnarbe am Bauch ihres Tiers und ging darum zur Polizei in Buchloe, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West am Donnerstag sagte. Es stellte sich schließlich heraus, dass die Nachbarin die Katze zur Kastration zu einer Tierärztin gebracht hatte. Erst während der Operation bemerkte die Tierärztin, dass die Katze bereits kastriert war, und brach den Eingriff ab – darum hatte das Tier die frische Narbe. Die Nachbarin hatte angenommen, dass die Katze ihr gehöre, weil sie schon mehrmals bei ihr Futter bekommen habe, teilte die Polizei mit. Die eigentliche Besitzerin habe aber nachweisen können, dass es ihr Tier sei.

Quelle: AFP

Rees-Grietherort: Rheingemeinde durch Hochwasser abgeschnitten

Das steigende Hochwasser hat die Gemeinde Rees-Grietherort am Niederrhein von den Zufahrtsstraßen abgeschnitten. Grietherort sei damit vorübergehend zur Insel geworden, sagte der Reeser Ordnungsamtsleiter Frank Postulart am Mittwoch. Für die Bewohner sei das aber keine ungewöhnliche Situation, sie seien an die Winterhochwasser gewöhnt. Um Menschen zur Arbeit zu bringen, verkehre dreimal täglich ein Motorboot der Reeser Feuerwehr. Grietherort hat rund 100 Einwohner. Die Gemeinde liegt zwischen dem Rhein und einem Altrheinarm und ist bei Hochwasser ab einem Pegel von etwa 7,20 Meter über Straßen nicht mehr erreichbar. Am Mittwochmorgen lag der Rheinpegel in Rees bei 8,05 Meter. Das Feuerwehrboot "Bienchen" stehe natürlich für Notfalltransporte auch außerhalb der Fahrzeiten morgens, mittags und abends zur Verfügung, sagte der Ordnungsamtsleiter.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland – Hochwasser in Nordrhein-Westfalen
Der Blick auf die Gemeinde Rees-Grietherort in Nordrhein-Westfalen, aufgenommen mit einer Drohne
© Arnulf Stoffel / Picture Alliance

Erfurt: Streit um Gesichtsmaske – Mann wird von Auto angefahren

Eine verspätet aufgesetzte Gesichtsmaske in einem Supermarkt in Erfurt hat zu einem Streit geführt, in dessen Folge ein 48 Jahre alter Mann von einem Auto verfolgt und angefahren wurde. Wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte, kam es am Mittwochnachmittag zu einem Streit zwischen zwei Männern. Einer der Männer habe seine Gesichtsmaske verspätet aufgesetzt und dann den Markt verlassen. Der 40 bis 45 Jahre alte Streitpartner folgte laut Polizei dem 48-Jährigen nach draußen und habe ihn mit dem Auto verfolgt. Der 48-Jährige sei daraufhin von dem Fahrzeug erfasst und mehrere Meter mitgeschleift worden. Nach einer abrupten Bremsung sei er von der Motorhaube gefallen. Der Mann blieb den Angaben nach unverletzt. Weitere Ermittlungen laufen.

Quelle: DPA

Ulm: Polizei löst illegale Kindergeburtstagsparty auf

Knapp zehn Erwachsene haben mit mehreren Kindern in Mittelbiberach (Baden-Württemberg) trotz Corona-Lockdowns einen Kindergeburtstag gefeiert. Die Erwachsenen, die nicht zum Hausstand gehörten, wurden aufgefordert, das Fest zu verlassen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Nur unter Protesten seien die Gäste gegangen, hieß es. Wegen der Party am Mittwoch müssen nun vier Erwachsene mit Anzeigen rechnen.

Quelle: DPA

Bremerhaven: 25-Jähriger landet mit Auto im Hafenbecken 

Ein 25 Jahre alter Autofahrer ist in Bremerhaven mit seinem Auto im Becken des Alten Hafens gelandet. Laut Feuerwehr kam der Mann am frühen Donnerstagmorgen aber mit einem Schrecken davon. Er konnte sich selbstständig aus dem Wagen befreien und sich an Land retten. Der Mann blieb unverletzt. Die Feuerwehr rückte mit 14 Kräften an und hob das Auto mit einem Kran aus dem Wasser – auch Rettungstaucher waren im Einsatz. Laut Polizei gab der Fahrer an, dass er vor dem Unglück abgelenkt war. Wie genau, war nicht bekannt.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland – Bremerhaven
Mit 14 Kräften rückte die Feuerwehr an, um das Auto aus dem Hafenbecken in Bremerhaven zu ziehen
© Feuerwehr Bremerhaven / DPA

Kulmbach: Beziehungsstreit vor Polizeiwache endet im Gefängnis

Nach einem Beziehungsstreit direkt vor einem Polizeigebäude in Kulmbach ist ein Mann im Gefängnis gelandet. Der 30-Jährige hatte sich am Dienstagmittag lautstark mit seiner Freundin vor dem Revier gezankt, wie die Polizei mitteilte. Bei der Überprüfung des "amtsbekannten" Paares stellten die Beamten fest, dass am selben Tag ein Haftbefehl für den Mann eingetroffen war. Sie nahmen den Streithahn fest und brachten ihn ins nächste Gefängnis. "Dass die Polizei seine Beziehungsprobleme auf diese Art und Weise löste, damit hatte der Festgenommene wahrscheinlich nicht gerechnet", hieß es in der Mitteilung.

Quelle: DPA

Köln: Pegel leicht gesunken – Lage bleibt angespannt

Die Hochwasserlage in Nordrhein-Westfalen ist auch am Donnerstagmorgen angespannt geblieben. In Düsseldorf, Duisburg, Wesel und Rees stieg der Pegel des Rheins im Vergleich zu Mittwochmorgen weiter leicht an, wie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung auf ihrer Homepage schrieb. In Köln hingegen sank der Pegel von 8,28 Metern am Mittwochmorgen auf 8,21 Meter am Donnerstagmorgen. Damit können vorerst in Köln Schiffe weiter verkehren. Ab einem Pegel von 8,30 Metern muss die Schifffahrt eingestellt werden. "Im Moment ist die Lage noch relativ entspannt", sagte ein Polizeisprecher aus Köln am Donnerstagmorgen. Trotzdem ist laut Landesamt für Umwelt am Donnerstag und Freitag mit steigendem Wasser zu rechnen. Durch Schmelzwasser und Regenfälle war der Wasserstand in den vergangenen Tagen auch in Köln deutlich angestiegen.

Quelle: DPA

Voerde: Altenheim wegen Brand evakuiert – 75 Bewohner betroffen

Wegen eines Dachstuhlbrandes ist ein Altenheim in Voerde (Nordrhein-Westfalen) evakuiert worden. 75 Bewohner seien in dem Heim gemeldet, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen mit. "Bisher haben wir noch keine Verletzten." Wie viele Mitarbeiter sich in dem Gebäude befanden, war zunächst noch unklar. Das Feuer sei gegen 3.45 Uhr gemeldet worden. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei waren am Morgen noch vor Ort. Zur Ursache und Schadenshöhe konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen.

Quelle: DPA

Mühlheim an der Donau: Corona-Ausbruch nach Wandergruppen-Ausflug

Ein Wanderausflug einer 14-köpfigen Gruppe mit Beisammensein in einer Hütte hat in Baden-Württemberg einen Corona-Ausbruch verursacht – und für Entsetzen bei Politikern gesorgt. Der Bürgermeister der Stadt Mühlheim an der Donau, Jörg Kaltenbach (CDU), sagte laut "Bild": "Die Wanderer stammen aus zehn Haushalten. Niemand aus der Gruppe hat sich an die Corona-Regeln gehalten, wie wir jetzt erfahren haben. Dabei haben sich Beteiligte gegenseitig angesteckt und später andere infiziert. Das muss hart bestraft werden!" Mehrere Medien berichteten über den Vorfall. Positiv getestete Teilnehmer sollen ihre Quarantäne gebrochen und dann auf Arbeit weitere Menschen angesteckt haben. In Mühlheim lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Ende vergangener Woche bei fast 1000, unterdessen sank der Wert auf rund 500. Am Mittwoch lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Tuttlingen – dort befindet sich Mühlheim an der Donau – bei 100,9. Die Gruppe war am 16. Januar durch das verschneite Donautal gewandert. 

Quelle: DPA

 Nachrichten von Mittwoch, den 3. Februar 2021

Berlin: Schüsse in Kreuzberg – SEK nimmt 21-jährigen Verdächtigen fest

In Berlin hat ein Sondereinsatzkommando der Polizei am Mittwochmorgen einen 21-Jährigen festgenommen. Der junge Mann steht im Verdacht, im November an den Schüssen im Berliner Stadtteil Kreuzberg beteiligt gewesen zu sein. Der Beschuldigte wurde gegen 6 Uhr in seiner Wohnung in Marienfelde festgenommen, heißt es in einer Polizeimitteilung. Er soll heute einem Ermittlungsrichter zur Verkündung des Haftbefehls vorgeführt werden.

Am 27. November 2020 hatten sich mehrere Männer einem Mann vor einem Geschäft in Kreuzberg genähert und Schüsse auf ihn abgegeben. Hintergründe der Tat dürften den Ermittlungen zufolge Streitigkeiten unter Clanfamilien gewesen sein  Der 29-Jährige  wurde notoperiert und wird intensivmedizinisch behandelt. Wenige Tage später musste die Polizei zu mehreren Einsätzen ausrücken, bei denen Familienmitglieder des verletzten Manns attackiert wurden.

Quelle:  Polizei Berlin

Berlin: Tödlicher Unfall – Polizei korrigiert Angaben um dritten Verstorbenen

Bei dem tödlichen Unfall in Berlin sind polizeilichen Angaben zufolge zwei der vier Insassen verstorben. In einer vorherigen Meldung war von einem dritten Verstorbenen die Rede. Diese Meldung hat die Polizei jedoch inzwischen korrigiert und sich entschuldigt. "Der 3. schwebt mit schwersten Brandverletzungen in Lebensgefahr. Der Fahrer wird dem Haftrichter vorgeführt", twitterten die Beamten.

Der vollbesetzte Wagen war am späten Dienstagabend im Stadtteil Treptow ins Schleudern gekommen, riss zwei Bäume am Straßenrand um und krachte gegen einen Baucontainer. Die Wucht des Unfalls war so groß, dass der Wagen auseinandergerissen wurde und in Flammen aufging. Die Ursache des tödlichen Crashs war noch unklar. Bislang hieß es nur, der Wagen sei mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen.

Quelle: Polizei Berlin

Dresden: Moschee beschmiert – Staatsschutz ermittelt

Eine Moschee in Dresden ist mit Graffiti besprüht worden. Der Staatsschutz habe Ermittlungen aufgenommen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Schriftzüge seien in der Nacht zum Mittwoch angebracht worden. Einer davon richtete sich gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der oder die Täter seien noch unbekannt.

Quelle: DPA

Kordel: Lastwagen wird nach Erdrutsch aus Krater gezogen

Nach dem Einbruch einer Straße aufgrund eines Erdrutsches in Rheinland-Pfalz ist der verunglückte Lastwagen geborgen worden. Er sei über eine eigens dafür angelegte Rampe mit Seilwinden aus der Grube gezogen worden, teilte der Sprecher der Feuerwehr Trier-Land, Christian Otto, am Mittwoch mit. Zuvor war der Tank leer gepumpt worden. "Es war eine aufwendige Bergung", sagte Otto. Am Montag war nach Regenfällen eine Straße zwischen Kordel bei Trier und dem Ortsteil Hochmark über eine Länge von rund zehn Metern etwa vier Meter tief eingebrochen. Ein Auto und ein unbeladener Holztransporter, die zu dem Zeitpunkt gerade auf der schmalen Straße fuhren, rutschten an dem Steilhang in den Krater. Die Fahrer (18 und 59) wurden teils schwer verletzt. Die Unfallstelle soll nun saniert werden, um die rund 40 Bewohner des nun abgeschnittenen Ortsteils Hochmark wieder anzubinden.

Nachrichten aus Deutschland – Kordel
"Es war eine aufwendige Bergung", sagte ein Sprecher der Feuerwehr Trier-Land über den Einsatz
© Harald Tittel / DPA

Quelle: DPA

Rees: Rheingemeinde durch Hochwasser abgeschnitten

Das steigende Hochwasser hat die Gemeinde Rees-Grietherort am Niederrhein von den Zufahrtsstraßen abgeschnitten. Grietherort sei damit vorübergehend zur Insel geworden, sagte der Reeser Ordnungsamtsleiter Frank Postulart am Mittwoch. Für die Bewohner sei das aber keine ungewöhnliche Situation, sie seien an die Winterhochwasser gewöhnt. Um Menschen zur Arbeit zu bringen, verkehre dreimal täglich ein Motorboot der Reeser Feuerwehr. Grietherort hat rund 100 Einwohner.

Hochwasser in Duisburg
Mit einer Schranke ist eine überschwemmte Zufahrt in Duisburg abgesperrt worden. Die rund eine Stunde Autofahrt entfernte Gemeinde Rees-Grietherort ist bereits durch das Hochwasser von den Zufahrtsstraßen abgeschnitten.
© Roland Weihrauch / DPA

Die Gemeinde liegt zwischen dem Rhein und einem Altrheinarm und ist bei Hochwasser ab einem Pegel von etwa 7,20 Meter über Straßen nicht mehr erreichbar. Am Mittwochmorgen lag der Rheinpegel in Rees bei 8,05 Meter. Das Feuerwehrboot "Bienchen" stehe natürlich für Notfalltransporte auch außerhalb der Fahrzeiten morgens, mittags und abends zur Verfügung, sagte der Ordnungsamtsleiter.

Quelle: DPA

Dortmund: Vier Männer überfallen und beklauen Obdachlosen

In Dortmund haben vier Unbekannte in der Nacht zu Mittwoch einen Obdachlosen überfallen. Wie die Polizei mitteilte, saß der 41-Jährige in einer Geschäftsstraße im Eingangsbereich eines Supermarktes, vor ihm ein Becher mit Kleingeld. Als einer der vier Männer ihn zunächst nach einer Zigarette fragte, gab ihm der Obdachlose diese bereitwillig. Plötzlich schlug ein zweiter Mann dem Obdachlosen mit einem Gegenstand auf den Kopf, verletzte ihm am Kopf und im Gesicht. Die etwa 20 bis 25 Jahre alten Täter nahmen den Becher mit dem Kleingeld an sich und gingen davon. Sie erbeuteten etwa 20 Euro. Ein Rettungswagen brachte den schwerverletzten Wohnungslosen in ein Krankenhaus ein.

Quelle: Polizei Dortmund

Berlin: Tödlicher Unfall in Berlin – dritter Insasse stirbt

Nach einem schweren Unfall in Berlin ist ein dritter Autoinsasse gestorben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Der vollbesetzte Wagen war am späten Dienstagabend im Stadtteil Treptow ins Schleudern gekommen, riss zwei Bäume am Straßenrand um und krachte gegen einen Baucontainer. Die Wucht des Unfalls war so groß, dass der Wagen auseinandergerissen wurde und in Flammen aufging. Einer der Insassen starb noch an der Unfallstelle, der zweite und dritte dann später im Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei vom Mittwochmorgen war auch ein vierter Insasse in eine Klinik gebracht worden. Die Ursache des tödlichen Crashs war noch unklar. Bislang hieß es nur, der Wagen sei mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen.

Quelle: DPA

Essen: 70-Jähriger von maskierten Einbrechern im Bett gefesselt und geknebelt

Maskierte Gangster haben in der Nacht zum Mittwoch in Mülheim an der Ruhr einen schlafenden Hausbewohner überfallen und den 70-Jährigen im Bett geknebelt und gefesselt. Die Kriminellen hatten zuvor eine gläserne Terrassentür an der Rückseite des Zweifamilienhauses eingeschlagen, wie die Polizei in Essen mitteilte. Nachdem sie den Senior überwältigt hatten, durchsuchten zwei der Täter die Wohnung. Allerdings hatte ein Anwohner gegen 1.25 Uhr das Klirren der Türscheiben gehört. Er alarmierte sofort die Polizei und beschrieb den Beamten am Telefon genau seine Beobachtungen. Unbemerkt von den Räubern näherten sich die Mülheimer Polizisten aus unterschiedlichen Richtungen dem Tatort. Hundeführer und weitere Polizisten aus Essen kamen zur Unterstützung hinzu.

Als die Einbrecher durch den Garten zu fliehen versuchten, konnten die Beamten zwei mutmaßliche Täter stellen und festnehmen - einen 30-jährigen aus Duisburg und einen 21-jährigen aus Dinslaken. Ein weiterer Verdächtiger entkam, nach ihm wurde gefahndet. Das 70-jährige Opfer überstand den Überfall dem erstem Anschein nach äußerlich unverletzt. Der Mann wurde von einem Notarzt und Sanitätern betreut.

Quelle: DPA

Wiesbaden: Hessische Hochwassergebiete bereiten sich auf nächste Welle vor

Nach der vorläufigen Entspannung dürften ergiebiger Regen und Tauwetter in einigen Regionen Hessens für eine nächste Hochwasserwelle sorgen. Vor allem an den Flüssen Nidda, Kinzig und Fulda rechnete das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) für den Mittwoch wieder mit steigenden Wasserständen. Nach derzeitigen Berechnungen könne dabei an vielen Pegeln wieder die Meldestufe II erreicht werden, die für ein mittelschweres Hochwasser steht, so das HLNUG. Auch an der Werra und im Eder-Gebiet könnten die Meldestufen überschritten werden. Mit dem Hochwasserscheitel rechnen die Experten an diesem Donnerstag. An der Nidder war am Mittwoch an einem Pegel noch die Meldestufe II erreicht, für den Unterlauf der Kinzig galt zunächst noch die Meldestufe I, also leichtes Hochwasser. Am hessischen Rheinabschnitt wurde den Angaben zufolge ein Hochwasserscheitel bereits am Dienstagabend oder in der Nacht zum Mittwoch erreicht. Hier rechneten die Experten mit anhaltend hohen Wasserständen auch in den kommenden Tagen durch weitere Regenfälle und Schmelzwasser. Auch am hessischen Neckarabschnitt sei die Meldestufe I überschritten - mit steigender Tendenz, wie es hieß.

Quelle: DPA

Sylt: 42-jähriger Arbeiter stirbt auf Baustelle

In Westerland auf Sylt ist ein 42-jähriger Bauarbeiter ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte, ereignete sich der Arbeitsunfall gegen 12.55 Uhr auf der Bismarckstraße. Nach bisherigen Ermittlungen geriet der Mann mit seinem Oberkörper in den Greifbereich eines Schaufelbaggers und kam dadurch zu Tode. Der 49-jährige Baggerfahrer erlitt einen Schock und wurde in die Nordseeklinik verbracht. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

Quelle: Polizei Flensburg

Berlin: Auto zerreißt in zwei Teile – zwei Tote

Bei einem Autounfall in Berlin sind zwei Männer tödlich verunglückt und zwei weitere verletzt worden. Alle vier saßen in einem Auto, das am Dienstagabend vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit von einer geraden Straße im Stadtteil Treptow abgekommen war, wie die Polizei mitteilte. Der Wagen riss zwei Bäume am Straßenrand um und krachte anschließend in einen Bauschutt-Container. Das Fahrzeug verunglückte mit einer solchen Wucht, dass es in zwei Teile zerrissen wurde und in Flammen aufging.

Die vier Männer waren laut Polizeiangaben etwa zwischen 20 und 30 Jahre alt. Einer von ihnen verstarb noch am Unfallort, ein zweiter wurde zunächst wiederbelebt und starb später im Krankenhaus. Die beiden Verletzten mussten ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden - einer von ihnen mit schweren Brandverletzungen. Ein Fußgänger, der den Unfall beobachtet hatte, erlitt einen Schock. Die Feuerwehr war mit mehr als 80 Einsatzkräften vor Ort.

Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen am Treptower Park neben einem Autowrack
Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen am Treptower Park neben dem Autowrack
© Paul Zinken / DPA

Quelle: DPA

Gelsenkirchen: Aufwändiger Rettungseinsatz für tote Taube an Kirchturm

Eine tote Taube an einem Kirchturm hat in Gelsenkirchen für einen aufwändigen Rettungseinsatz der Feuerwehr gesorgt. Fußgänger hatten im Bereich eines Kirchturms im Stadtteil Buer einen "augenscheinlich hilfsbedürftigen Vogel" entdeckt und den Notruf gewählt, wie die Feuerwehr am Mittwoch mitteilte. Da das Tier demnach nicht mit der Drehleiter der Feuerwehr zu erreichen war, mussten Höhenretter anrücken.

Über eine Steintreppe, eine Wendeltreppe und "senkrecht aufsteigende Steigleitern" hätten die vier Höhenretter schließlich den oberen Umlauf der Turmspritze erreicht. Dort entdeckten sie den vermeintlich hilflosen Vogel, der sich als in einem Stück Schnur verfangene tote Taube entpuppte. Ein gesicherter Höhenretter barg das tote Tier. Der Feuerwehreinsatz dauerte knapp zwei Stunden.

Quelle: AFP

Berlin: 17-Jähriger stirbt nach brutaler Attacke

In Berlin ist ein Jugendlicher zehn Tage nach einer brutalen Attacke im Krankenhaus verstorben. Wie die Polizei mitteilte, fanden Passanten den schwer verletzten 17-Jährigen am Abend des 23. Januar in einem Park in Neukölln. Er soll von zwei Unbekannten in ein Gebüsch geschubst und zusammengeschlagen worden sein. Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten mit einer Schädel- und Nasenbeinfraktur sowie mehreren Hämatomen im Gesicht ins Krankenhaus. Lebensgefahr bestand ersten Erkenntnissen zufolge nicht. In der Nacht Montag erlag der junge Mann jedoch seinen Verletzungen. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. 

Quelle:  Polizei Berlin   

Köln: Rhein-Hochwasser noch unter kritischer Marke

Der Rhein hat am Mittwochmorgen in Köln noch nicht den Pegelstand von 8,30 Metern erreicht, ab dem keine Schiffe mehr fahren dürfen. Der Pegelstand lag bei 8,26 Metern. Die Kölner Hochwasserschutzzentrale rechnet allerdings damit, dass die kritische Marke aufgrund von Niederschlägen im gesamten Rhein-Einzugsgebiet noch überschritten wird, wahrscheinlich am Donnerstag. Mit einem Fallen des Wasserstandes wird ab Anfang nächster Woche gerechnet. Hundertprozentig könne man das nicht voraussagen. "Das ist Natur", sagte eine Sprecherin der Hochwasserschutzzentrale.

Die Schiffe dürfen ab einem Pegelstand von 8,30 Metern nicht mehr fahren, weil die Höhe unter den Rheinbrücken zu gering wird. Mit dem Verbot soll auch vermieden werden, dass Deiche durch die von den Schiffen verursachten Wellen beschädigt werden. Faktisch würden jetzt auch schon kaum noch Schiffe fahren, sagte die Sprecherin. "Das ist nicht wie bei Autofahrern, die noch bei Dunkelgelb über die Ampel fahren. Da fährt keiner bei 8,29 Metern noch unter der Brücke durch."

Eine Häuserzeile mit Fachwerkhäusern steht unter Wasser, weil der Rhein über die Ufer getreten ist

Quelle: DPA

Bad Kreuznach: Schlägerei aufgrund von "Meinungsverschiedenheiten im Straßenverkehr"

Ein Spurwechsel hat am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) zu einer Schlägerei mit mutmaßlich neun Menschen geführt. Dabei erlitten zwei Männer im Alter von 21 und 31 Jahren Platzwunden am Kopf und ein 19-Jähriger brach sich vermutlich den Finger, wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte. Die Auseinandersetzung habe bei der Einfahrt eines Supermarktes aufgrund von "Meinungsverschiedenheiten im Straßenverkehr" begonnen. Nachdem Zeugen die Gruppe aufgelöst hatten, sei die Schlägerei in derselben Straße fortgesetzt worden. Dabei sei auch ein Besenstiel zum Einsatz gekommen. Die Polizei habe dort die Verletzten gefunden. Die Angreifer seien mit zwei Autos geflohen. Es sei ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet worden. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Dienstag, den 2. Februar 2021

Mainz: Hochwasser in Rheinland-Pfalz steigt weiter

Das Hochwasser am Rhein steigt in Rheinland-Pfalz weiter an, wenn auch zum Teil nur noch geringfügig. Wie das Hochwassermeldezentrum in Mainz am Dienstag mitteilte, sind im Oberrhein die Höchststände bis Worms erreicht, die Stände könnten jedoch in den kommenden Tagen erneut ansteigen. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach sagte am Dienstag weiteren Regen im Laufe der Woche voraus. In den Rheingemeinden häuften sich derweil die Beschwerden, dass aufgrund des Hochwassers bestehende Sperrungen von Verkehrsteilnehmern "beharrlich missachtet" würden. Die Polizei werde in den kommenden Tagen die Bereiche gezielt kontrollieren, teilten die Beamten am Dienstag mit.

Die Kölner Hochwasserschutzzentrale rechnete am Dienstag damit, dass der Pegel Köln am Mittwoch den Wert von 8,30 Metern erreichen wird, ab dem keine Schiffe mehr auf dem Rhein fahren dürfen. Rheinabwärts in Duisburg ist das Erreichen dieser Marke derweil nicht in Sicht. Das Landesumweltamt rechnete am Pegel Duisburg-Ruhrort für Samstag mit einem Höchststand zwischen 9,60 und 9,90 Metern. Die Hochwassermarke II liegt dort bei 11,30 Metern. In Köln sagten die Experten für Freitag einen Höchststand zwischen 8,40 und 8,70 Metern voraus. Die Städte und Gemeinden am Rhein hatten sich bereits in den vergangenen Tagen auf das Hochwasser vorbereitet. Parkplätze in Rheinnähe wurden gesperrt und dort stehende Fahrzeuge abgeschleppt.

Die Schifffahrt blieb in Rheinland-Pfalz laut der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn über weite Strecken auf dem Rhein verboten, denn die Hochwassermarke II war am Dienstag an den Pegeln Maxau, Speyer, Bingen und Koblenz, Andernach und Oberwinter überschritten. An der Mosel sollte sich der Pegelstand Trier laut der Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz bis Donnerstag ebenfalls noch auf mehr als acht Meter erhöhen.

Quelle: DPA

Düsseldorf: Mann soll Freund von Tochter aus Fenster gestoßen haben

In Düsseldorf steht ein 50-Jähriger unter Verdacht, den Freund seiner Tochter aus dem Fenster gestoßen zu haben. Der 28-Jährige wurde bei dem Sturz schwer verletzt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montagabend mitteilten. Der Verdächtige wurde vorläufig festgenommen. Die beiden Männer sollen am Sonntagabend in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Oberbilk gestritten haben. Dann stürzte der jüngere Mann rücklings aus dem Fenster und fiel einige Meter in die Tiefe, wie die Polizei mitteilte. Er sei schwer verletzt in eine Klinik gebracht worden, es bestehe aber keine Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft geht von einer versuchten Tötung aus. Zeugen wurden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Quelle: AFP

Aachen: Rentner-Ehepaar wehrt Raubüberfall auf SUV ab

Mit Händen und Füßen hat ein Rentner-Ehepaar in Nordrhein-Westfalen einen Raubüberfall auf seinen SUV abgewehrt. Als die 79-jährige Autofahrerin in Aaachen nach dem Halt in der Nähe einer Bank gerade wieder eingestiegen war, habe ein junger Mann die Fahrertür geöffnet und versucht, sie aus der Geländelimousine zu ziehen, teilte die Polizei am Dienstag mit. "Ich will das Auto!" soll er dabei gerufen haben. Die Rentnerin wehrte sich nach Schilderung der Polizei "tatkräftig mit Händen und Füßen" und rief um Hilfe. Ihr 81 Jahre alter Ehemann, der im Auto gewartet hatte, stieg aus und eilte seiner angegriffenen Frau zu Hilfe. Mit einem Faustschlag habe er den Täter "umgehauen", sagte ein Polizeisprecher. Zusammen mit Passanten habe der Rentner den jungen Mann bis zum Eintreffen der Beamten in Schach gehalten. Das Ehepaar blieb bei dem Raubüberfall am Montagvormittag unverletzt. Der 22-jährige Tatverdächtige war nach ersten Erkenntnissen der Polizei betrunken. Zur Ausnüchterung kam er demnach vorübergehend in eine Zelle und wurde später entlassen. Gegen ihn wird wegen versuchten Raubes ermittelt.

Quelle: DPA

Bremen: Etwa 80-Jähriger attackiert Kinder bei rassistischem Vorfall

Ein unbekannter etwa 80-jähriger Mann hat in Bremen drei Kinder rassistisch beschimpft und körperlich attackiert. Nach Angaben der Polizei vom Dienstag ereignete sich der Vorfall auf einem Spielplatz, die Kinder wurden leicht verletzt. Unter anderem soll der Mann dabei eine Zwölfjährige ins Gesicht geschlagen und eine Zehnjährige am Arm mehrere Meter mit sich gezogen haben. Einen Elfjährigen soll er zudem zu Boden gestoßen haben. Die drei Kinder flüchteten nach den Attacken mit leichteren Blessuren und riefen die Polizei. Der Verdächtige soll bei der Tat vom Montag Parolen wie "Ausländer raus" gerufen haben. Er wurde als etwa 80-Jähriger mit grauweißem Haar beschrieben. Außerdem humpelte er. Die Beamten baten Zeugen des Geschehens, sich zu melden.

Quelle: AFP

Radevormwald: Betrunkener steigt in Traktor mit Schneeräumschild und baut etliche Unfälle

Im nordrhein-westfälischen Radevormwald hat ein junger Mann nach einer Alkohol-Fahrt eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Der 23-Jährige war nach eigenen Angaben nach einem Trinkgelage zu Fuß in einem Industriegebiet unterwegs, als er auf einen geparkten Traktor mit einem knapp vier Meter breiten Schneeräumschild aufmerksam wurde. Er setzte sich hinein, startete den Motor und fuhr los.

Das Bild für Nachrichten aus Deutschland zeigt den demolierten Traktor
Mit diesem Traktor, an den ein vier Meter breites Schneeräumschild montiert war, richtete der Man einen immensen Schaden an
© Polizei Oberbergischer Kreis

Auf seiner Fahrt rammte er fünf Autos, eine Hausfassade einen Zaun und eine Garage. Dann stieß er mit einem entgegenkommenden VW-Bus zusammen. Dessen Fahrer, ein 46-jähriger Mann, erlitt leichte Verletzungen. Vor einem Lebensmittelgeschäft fanden Polizisten schließlich den verlassenen Traktor. Den Mann entdeckten die Beamten auf einem Supermarkt-Parkplatz, wo er den Traktor abgestellt hatte.

Eine Garage wurde während der Trunkenheits-Fahrt beschädigt
Diese Garage wurde ebenfalls erheblich beschädigt
© Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis

Er stand erheblich unter Alkohol- und augenscheinlich auch unter Drogeneinfluss. Die Ermittlungen dauern an. Nach einer ersten Schätzung beläuft sich der Gesamtschaden auf knapp 100.000 Euro.

Auch eine Hausfassade wurde in Mitleidenschaft gezogen
Auch diese Hausfassade hat bei der Irrfahrt etwas abbekommen
© Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis

Quelle: Polizei Oberbergischer Kreis

Dortmund: Frau haut Polizist auf Hintern - Anzeige wegen sexueller Belästigung

Eine betrunkene Frau (28) hat in Dortmund einen Bundespolizisten im Hauptbahnhof auf den Hintern geschlagen und die Beamten bei der anschließenden Kontrolle beleidigt. Sie wurde unter anderem wegen sexueller Belästigung angezeigt und landete in einer Ausnüchterungszelle. Die Frau habe sich der Streife am Montagnachmittag von hinten genähert und dem Beamten "unvermittelt auf sein Gesäß" geschlagen, teilte die Bundespolizei am Dienstag mit. Weil sie sich nicht ausweisen konnte, wurde sie Richtung Wache geführt - wobei die Frau die Beamten immer wieder beleidigte. Ihre Bodycams zeichneten alles auf, so die Behörde. Ein Alkoholtest habe bei der polizeibekannten Frau einen Wert von rund 1,6 Promille ergeben.

Quelle: DPA

Frankfurt: Sieben Männer angeklagt nach Ausschreitungen am Opernplatz

Die Staatsanwaltschaft hat sieben Männer angeklagt, die im vergangenen Juli an den schweren Ausschreitungen auf dem Frankfurter Opernplatz beteiligt gewesen sein sollen. Den Männern im Alter zwischen 18 und 31 Jahren werde jeweils vor dem Amtsgericht unter anderem Landfriedensbruch und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit. Der Prozess vor dem Amtsgericht gegen einen heranwachsenden Angeschuldigten sei für den 17. Februar terminiert, weitere Termine zur Hauptverhandlung seien noch nicht bestimmt worden. Bei den Ausschreitungen waren Polizeibeamte aus der Menge heraus angegriffen und mit Glasflaschen beworfen worden.

Der Opernplatz hatte sich im vergangenen Sommer angesichts geschlossener Clubs und Diskotheken zu einer Open Air Partyzone entwickelt. Auch am Wochenende des Vorfalls hatten bis zu 3500 Menschen zunächst friedlich gefeiert. In den frühen Morgenstunden kam es dann zu den Angriffen auf die Beamten und ihre Fahrzeuge. Dabei sollen laut Staatsanwaltschaft fünf Polizisten verletzt worden sein. Zudem sollen die Randalierer einen Sachschaden in Höhe von mindestens 14 600 Euro verursacht haben.

Quelle: DPA

Berlin: 240 Bewohner kehren zurück, mehrere Häuser noch gesperrt

Nach der Evakuierung von 18 Häusern in Berlin-Köpenick können am Dienstag etwa 240 Bewohner zurückkehren. "Die ersten Menschen sind wieder in ihren Wohnungen", sagte eine Sprecherin des Bezirksamtes Treptow-Köpenick. Sechs Häuser seien aber weiter gesperrt, darunter die beiden einsturzgefährdeten Gebäude an der Baugrube, die am Sonntag mit Wasser vollgelaufen war. Insgesamt mussten laut Bezirksamt 360 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Gas, Wasser, Strom und Wärme mussten abgeschaltet werden.

Es werde weiter mit Hochdruck daran gearbeitet, die einsturzgefährdeten Häuser zu stabilisieren, sagte Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) im rbb-Inforadio. Jetzt würden Holzkonstruktionen angebracht. Es gehe auch um die Hauptversorgungsleitungen in unmittelbarer Nähe. Das Wasser aus der Grube sei abgepumpt worden. Riesige Bigpacks mit Erde seien dort hineingestellt worden. "Es ist eine wirklich große Geschichte", sagte der SPD-Politiker. Er sprach zugleich von einem "Desaster". Wasser sei nicht allein das Problem an der Baustelle gewesen - "dass dort wirklich professionell gearbeitet wurde, daran bestehen ernsthafte Zweifel", auch wenn der Bauherr dies abstreite. "Die Annahme, dass es an unsachgemäßen Bauarbeiten liegt, ist extrem hoch." Bereits zuvor erteilte Auflagen seien nicht umgesetzt worden.

Quelle: DPA

Magdeburg: Zöllner stellen 130 Kilogramm Haschisch in Auto sicher

Bei einer Kontrolle auf der A2 in Magdeburg, Anschlussstelle Kannenstieg, konnten Zollbeamte in einem Fahrzeug dem 130 Kilogramm Haschisch sicherstellen. Beamte zogen den mit zwei männlichen Niederländern besetzten Wagen aus dem laufenden Verkehr in Richtung Hannover. Der Fahrer gab an, keine steuerpflichtigen Waren, wie Zigaretten oder Alkohol, mit sich zu führen. Im Kofferraum befanden sich eine blaue Sporttasche sowie zwei Koffer; weitere Taschen lagen auf der Rücksitzbank. In der geöffneten Sporttasche kamen Klarsichttüten mit mehreren Päckchen mit braunem Klebeband umwickelt zum Vorschein, die befanden sich auch in den restlichen Gepäckstücken. Die beiden Männer wurden festgenommen, der zuständige Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl. Der geschätzte Straßenverkaufswert der sichergestellten Drogen beläuft sich auf circa 1,3 Millionen Euro.

Das Foto für Nachrichten aus Deutschland zeigt die sichergestellten Drogen
Die Taschen waren voll mit Haschisch. Der geschätzte Straßenverkaufswert beläuft sich auf circa 1,3 Millionen Euro.
© Hauptzollamt Magdeburg

Quelle:Hauptzollamt Magdeburg

Augsburg: Mann nach zehn Jahren auf der Flucht geschnappt

In Augsburg hat die Polizei einen Mann gefasst, der zehn Jahre lang auf der Flucht war. Gegen ihn lag seit 2010 ein Europäischer Haftbefehl vor, weil er im Jahre 2010 in mehreren Fällen im Raum Augsburg rund vier Kilogramm Heroin und mehrere hundert Gramm Kokain verkauft haben soll. Der heute 41-Jährige aus Nordmazedonien war 2005 nach Verbüßung einer mehrjährigen Haftstrafe in sein Heimatland abgeschoben worden. Als fünf Jahre später die Ermittlungen gegen ihn begannen, bestand der Verdacht, dass er sich wieder unerlaubt im Großraum Augsburg aufhalten könnte. Schnell stellte sich aber heraus, dass er Deutschland bereits wieder verlassen hatte. Da Nordmazedonien eigene Staatsangehörige nicht nach Deutschland ausliefert, konnten vor Ort keine Fahndungsmaßnahmen mit dem Ziel der Verhaftung und anschließenden Auslieferung an Deutschland betrieben werden. Zielfahnder des Bayerischen Landeskriminalamtes konnten jedoch in Erfahrung bringen, dass sich der Beschuldigte im Grenzgebiet zu Albanien aufhält und möglicherweise unter der Angabe falscher Personalien dorthin mehrfach unbehelligt aus- und einreiste. Durch intensive verdeckte Maßnahmen bestand nun der aktuelle Verdacht, dass sich der 41-Jährige zumindest seit Anfang dieses Jahres mutmaßlich wieder unerlaubt in Deutschland aufhält und auch hier andere Personalien verwendet. Schließlich ergab sich der Hinweis auf eine Wohnung im Augsburger Stadtteil Oberhausen, in deren unmittelbaren Umgebung der Gesuchte am 28. Januar 2021 festgenommen werden konnte. Der Mann gestand schließlich, der gesuchte Mann zu sein. 

Quelle: Polizei Bayern

 Nachrichten von Montag, den 1. Februar 2021

Jüchsen: Empörung nach illegalem Karnevalsumzug

Ein illegaler Umzug von Karnevalisten im thüringischen Landkreis Schmalkalden-Meiningen sorgt für Empörung. "In den aktuell so schwierigen Corona-Zeiten ist dies einfach verantwortungslos und rückt den organisierten Karneval in ein völlig falsches Licht", erklärte der Landesverband Thüringer Karnevalvereine am Montag. Am Sonntag hatte erst die Polizei dem Treiben ein Ende gesetzt, nachdem bis zu 90 Teilnehmer bei einem Umzug im Ortsteil Jüchsen der Gemeinde Grabfeld zusammengekommen waren. Wie ein Polizeisprecher sagte, weist Jüchsen den höchsten Wochenwert an Corona-Infektionen je 100.000 Einwohnern in Thüringen auf und gilt demnach als Hotspot. Nach Angaben des Sprechers hatten sich die Teilnehmer des Umzugs über Soziale Netzwerke verabredet. Auch Pferde und teils geschmückte Fahrzeuge seien beteiligt gewesen. Auch Landrätin Peggy Greiser (parteilos) war entsetzt. "Es ist angesichts der aktuellen ernsten Lage absolut verantwortungslos und nicht zu tolerieren, was in Jüchsen passiert ist", äußerte sie. Wie das Landratsamt mitteilte, wurden drei Strafanzeigen wegen Beleidigung und Widerstand gegen Polizeibeamte erstattet. Greiser kündigte an, die Identitäten der Beteiligten sollten festgestellt und die Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung geahndet werden. 

Quelle: DPA

Wiesbaden: Mann soll Ehefrau getötet haben (Aktualisierung)

Mitten in Wiesbaden soll ein 56 Jahre alter Mann in der Nacht seine 49-jährige Frau und anschließend sich selbst getötet haben. Die Schwester der Ehefrau wurde schwer am Kopf verletzt, wie die Polizei mitteilte. Erst vier Wochen zuvor sei es zur Trennung der Eheleute gekommen, erklärte die Staatsanwaltschaft am Nachmittag. Kurz vor der Tat seien die beiden Frauen vermutlich gemeinsam in der Wiesbadener Innenstadt unterwegs gewesen und dort auf den Mann getroffen. Dieser habe dann nach bisherigen Ermittlungen die Schüsse abgegeben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. "Weitere Personen scheinen, Stand jetzt, nicht beteiligt gewesen zu sein", teilte die Polizei mit. Die 48 Jahre alte Schwester sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Sie sei außer Lebensgefahr aber noch nicht vernehmungsfähig. Alle drei seien bulgarische Staatsbürger. Nach Notrufen gegen 3.45 Uhr in der Nacht hätten Einsatzbeamte die beiden Eheleute verletzt auf der Straße liegend entdeckt. Obwohl Rettungskräfte noch versuchten, sie zu reanimieren, starben beide vor Ort. 

Nachrichten aus Deutschland – Wiesbaden
Der Tatort in der Innenstadt von Wiesbaden ist von der Spurensicherung abgeschirmt, nachdem in der Nacht ein Mann und eine Frau durch Schüsse tödlich verletzt wurden. 
© Frank Rumpenhorst / DPA

Quelle: DPA

Frankfurt (Oder): Zwei Taucher in Brandenburger See tödlich verunglückt 

Zwei Taucher sind aus zunächst unklarer Ursache im brandenburgischen Werbellinsee tödlich verunglückt. Andere Sporttaucher, mit denen der 52-jährige Mann und die 49-jährige Frau unterwegs waren, fanden die beiden am Sonntag regungslos in rund sechs Metern Tiefe treibend, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. Beide wurden nach Polizeiangaben wiederbelebt und per Hubschrauber in Krankenhäuser gebracht, starben jedoch kurz darauf. Die Frau und der Mann sollen erfahrene Taucher gewesen sein. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Quelle: AFP

Bad Dürkheim: Leichen in ausgebranntem Auto waren Vater und seine zwei Kinder

Bei den drei Toten in einem ausgebrannten Wagen im pfälzischen Bad Dürkheim handelt es sich um einen Vater mit seinen zwei Kindern. Der Mann aus dem Rhein-Pfalz-Kreis sei 34 Jahre alt, die Tochter 5 und der Sohn 3 Jahre alt gewesen, teilten die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Polizei in Ludwigshafen am Montag mit. Eine von dem Vater verfasste Abschiedsnachricht deute darauf hin, dass er sich und seine Kinder selbst getötet habe. Das brennende Auto war am Abend des 19. Januars auf einem Parkplatz an der B37 entdeckt worden. Nachdem das Fahrzeug gelöscht war, fanden Rettungskräfte die drei Leichen im Wrack. Die Ermittlungen hätten bislang keine Hinweise auf eine Einwirkung Dritter ergeben, hieß es in der Mitteilung. Die Untersuchungen liefen weiter. Ermittler hatten im Autowrack den Einsatz eines Brandbeschleunigers festgestellt.

Quelle: DPA

Freiburg: 27-Jährige stirbt nach Sturz in Schneeloch auf dem Feldberg 

Bei einer Schneewanderung auf dem Feldberg im Schwarzwald ist eine 27-Jährige in ein Schneeloch eingebrochen und nach ihrer Rettung im Krankenhaus gestorben. Die Frau stürzte am Sonntag in das rund drei Meter tiefe Loch, das durch einen unter der Schneedecke verlaufenden Fluss entstanden war, wie die Polizei in Freiburg am Montag mitteilte. Sie konnte erst Stunden später von Rettungskräften geborgen werden und starb wenig später im Krankenhaus. Das steile Gelände, schlechtes Wetter und die einsetzende Dunkelheit erschwerten die Rettungsarbeiten von Bergwacht, Polizei und Freiwilliger Feuerwehr. Auch eine nach dem Unglück abgegangene Lawine verzögerte die Rettung zusätzlich, wie eine Sprecherin der Bergwacht sagte. Ein 28-jähriger Begleiter der Frau blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock.

Quelle: AFP

Bielefeld: Polizei stellt mutmaßliche Diebe von fast 21.000 FFP2-Schutzmasken

Zwei Wochen nach dem Diebstahl von 20.700 FFP2-Schutzmasken aus dem Keller einer Bielefelder Apotheke sind die mutmaßlichen Täter ermittelt worden. Sowohl bei einem polizeibekannten 29-jährigen Tatverdächtigen als auch bei seinem 28-jährigen Komplizen wurden laut Polizeibericht vom Montag FFP2-Masken entdeckt. Knapp zehntausend beschlagnahmte Masken konnten der Apotheke demnach zurückgegeben werden. Den Angaben zufolge hatte eine Zeugin in der Nacht zum 18. Januar beobachtet, wie zwei Männer Pakete aus dem Haus in zwei Fahrzeuge luden. Von einem der Autos habe sie das Kennzeichen notiert. Eine Mitarbeiterin der Apotheke habe den Diebstahl am Mittag bemerkt und angezeigt. Anhand der Informationen konnten die Tatverdächtigen ermittelt werden.

Quelle: AFP

Garmisch-Partenkirchen: Toiletten-Transporter verunglückt – 1000 Liter Fäkalien auf der Straße

Unfall mit übelriechenden Folgen: In Garmisch-Partenkirchen ist ein Laster beim Abtransport mobiler Toiletten ausgelaufen. Am Montagmorgen streifte der 60-jährige Fahrer des Transporters an einer Kurve einen Gartenzaun, wodurch das Ablassventil abriss, teilte die Polizei mit. Dadurch strömten den Angaben zufolge rund 1000 Liter Fäkalien aus dem Tank und verteilten sich etwa 50 Meter weit auf der Straße. Etwa zehn Einsatzkräfte der Feuerwehr reinigten anschließend die Straße.

Quelle: DPA

Wiesbaden: Zwei Menschen durch Schüsse tödlich verletzt 

In Wiesbaden sind in der Nacht zum Montag ein Mann und eine Frau durch Schüsse tödlich verletzt worden. Eine weitere Frau habe schwere Verletzungen erlitten und werde im Krankenhaus behandelt, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Es handele sich wohl um eine Tat mit familiärem Hintergrund, die Beteiligten stünden in familiärer Verbindung zueinander. Die Tat hat sich laut Polizei auf offener Straße ereignet. Sowohl der Verlauf als auch die genaueren Hintergründe seien derzeit noch unklar, die Kriminalpolizei und Spurensicherung seien vor Ort.

Quelle: DPA

Berlin: Baugrube voller Wasser – 18 Wohnhäuser evakuiert

In Berlin haben am Sonntagabend Bewohner von 18 Häusern bei eisigen Temperaturen ihre Wohnungen verlassen müssen, nachdem eine angrenzende Baugrube mit Wasser vollgelaufen war. An einem Gebäude im Stadtteil Köpenick hatten sich Risse gebildet, Fenster ließen sich nicht mehr öffnen, wie ein Polizeisprecher sagte. Aus Sicherheitsgründen seien auch die Bewohner von 17 umliegenden Häusern aufgefordert worden, ihre Wohnungen zu räumen. Insgesamt waren demnach 300 Wohnungen betroffen. Wie viele Menschen dort lebten, war zunächst unklar. Die Polizei rechnete damit, dass bis zum frühen Montagmorgen alle Betroffenen in umliegenden Hotels untergebracht werden könnten. Das Technische Hilfswerk (THW) begann am späten Sonntagabend damit, das einsturzgefährdete Gebäude neben der Wassergrube abzustützen.

Quelle: DPA

Moos: Brand in Brauerei in Niederbayern – Millionenschaden befürchtet

Ein Brand in einer Brauerei im niederbayerischen Moos hat vermutlich einen Millionenschaden verursacht. Das Feuer war am Sonntagabend im Heiz- und Kraftwerk des Unternehmens im Landkreis Deggendorf ausgebrochen, wie die Polizei mitteilte. Am Morgen hätten die Löschkräfte den Brand unter Kontrolle gehabt. Sprecher der Brauerei bezifferten den Schaden demnach auf geschätzt mindestens fünf Millionen Euro. Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Menschen wurden nicht verletzt.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland in der Woche vom 25. bis zum 31. Januar lesen Sie hier.

sve / jek

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker