Pfahls-Prozess Pfahls zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt


Das Augsburger Landgericht hat den früheren Rüstungsstaatssekretär Holger Pfahls wegen Schmiergeldannahme zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Pfahls könnte bereits im September freikommen.

Der ehemalige CSU-Politiker habe sich der Vorteilsannahme und der Steuerhinterziehung schuldig gemacht, erklärte der Vorsitzende Richter Maximilian Hofmeister bei der Urteilsverkündung am Freitag in Augsburg. Damit folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Strafe hatte bereits das Gericht Pfahls im Gegenzug für ein umfassendes Geständnis in Aussicht gestellt. Pfahls hatte daraufhin zugegeben, vom Thyssen-Lobbyisten Karlheinz Schreiber für die Unterstützung dreier Rüstungsgeschäfte 3,8 Millionen Mark Schmiergeld bekommen und nicht versteuert zu haben. Pfahls, der fünf Jahre auf der Flucht vor den Behörden war, will dafür jedoch keine Gegenleistung erbracht haben.

Die Verteidigung hatte auf eine geringfügig niedrigere Strafe plädiert, ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen. Ihren Angaben zufolge könnte Pfahls bereits im September freikommen, wenn er bis dahin die Hälfte seiner Strafe nach Anrechnung der Untersuchungshaft abgesessen habe. Richter Hofmeister sagte bei der Urteilsverkündung, die Untersuchungshaft in Frankreich werde eins zu eins angerechnet.

AP


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker