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Im Kaisergebirge Tödlicher Bergunfall in Tirol: Deutscher Wanderer stürzt 25 Meter in die Tiefe

Ein Rettungshubschrauber fliegt über die Alpen
Die Bergung des Toten wurde in der Nacht zunächst abgebrochen. Am folgenden Tag wurde die Leiche per Helikopter aus den Tiroler Bergen transportiert.
© imago stock&people / Imago Images
Der Wanderer aus Deutschland war im Kaisergebirge in Tirol unterwegs, als er abstürzte und von Felsbrocken begraben wurde. Jede Hilfe kam für den 49-Jährigen zu spät.

Die Meldungen tödlicher Bergunfälle haben sich diesen Sommer gehäuft. Sowohl in Deutschland, in Österreich als auch in der Schweiz sind die Zahlen der Rettungseinsätze in die Höhe geschnellt. Ebenso die Anzahl der Toten. In Alpstein in der Ostschweiz sind innerhalb von fünf Wochen fünf Menschen beim Wandern ums Leben gekommen. Auch im österreichischen Tirol reißen die Todesmeldungen nicht ab. Im Juni verunglückte ein 58-Jähriger, Mitte Juli eine Seniorin.

Deutscher Wanderer in Tirol tödlich verunglückt

Der jüngste Unfall ereignete sich am Donnerstag. Ein 49 Jahre alter Mann aus Deutschland ist bei einer Bergtour am Zettenkaiser im Kaisergebirge gestorben. Das teilte die österreichische Nachrichtenagentur APA am Freitag unter Berufung auf die Polizei mit. Der Wanderer habe sich auf dem Abstieg befunden, als mutmaßlich ein Felsblock abgebrochen sei, an dem er sich festgehalten habe. Daraufhin sei der Mann aus Baden-Württemberg rund 25 Meter über eine steile Rinne abgestürzt. Dabei sei er von ebenfalls abgebrochenen, weiteren Felsblöcken begraben worden. Für den Deutschen kam demnach jede Hilfe zu spät.

Laut APA konnte der Mann erst am Freitagmorgen von der Besatzung eines Polizeihubschraubers geborgen werden. Er sei zwar bereits am späten Donnerstagabend entdeckt worden, nachdem seine Lebensgefährtin ihn als vermisst gemeldet hatte. Wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtet, hätten die beiden kurz vor dem Unglück noch miteinander gesprochen. "Wir wussten, auf welchem Gipfel er war, und sind dann aufgestiegen, um ihn zu suchen", sagt Gerald Radlherr, Ortsstellenleiter der Bergrettung Kufstein, dem Blatt. Die Bergung über das Felsgelände habe sich jedoch als sehr schwierig erwiesen und sei nach Mitternacht zunächst abgebrochen worden.

Anfang Juni ereignete sich ein ähnlicher Unfall im Tiroler Unterland. Ein 30-Jähriger sei beim Klettern abgestürzt und ebenfalls von Geröll begraben worden. Radlherr spricht in beiden Fällen von einer "Verkettung unglücklicher Umstände". Die Auslöser für solche Unfälle sind meist banale Ausrutscher oder ein kurzes Stolpern. Was man bei einem Ausflug in die Berge unbedingt beachten sollte und wie man sich optimal auf die Wanderung vorbereitet, können Sie in diesem Artikel nachlesen:

Quellen: "Allgäuer Zeitung", Österreichischer Rundfunk, "Tiroler Tageszeitung"

lhi AFP

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