Flughafen San Francisco Zwei Teenager sterben bei Crash von Boeing 777


Ein Passagiermaschine aus Südkorea hat auf dem internationalen Flughafen von San Francisco am Samstag eine Bruchlandung hingelegt. Zwei junge Chinesinnen haben das Unglück nicht überlebt.

Bei der Bruchlandung eines südkoreanischen Verkehrsflugzeugs in San Francisco sind zwei jungen Chinesinnen ums Leben gekommen. Alle anderen 305 Menschen an Bord überlebten nach US-Angaben das Unglück am Samstag.

Die beiden Toten seien nach dem Unglück außerhalb des Flugzeugs auf der Landebahn gefunden worden, sagte Feuerwehrchefin Joanne Hayes-White laut CNN. Nach Angaben des Chefs der Asiana Airlines, Yoon Young-doo, handelte es sich um zwei Chinesinnen im Teenager-Alter. Insgesamt seien 182 Menschen verletzt worden. Zuvor war von 181 Verletzten und einem Vermissten die Rede gewesen. 123 Menschen seien unverletzt ins Flughafengebäude gebracht worden, erklärte Dale Carnes von der Feuerwehr am Samstagabend (Ortszeit) nach Angaben des Fernsehsenders CNN. Die beiden Toten hatten chinesische Pässe, habe das südkoreanische Verkehrsministerium mitgeteilt. Bei dem Unglücksflieger handelt es sich um eine Boeing 777 der südkoreanischen Asiana Airlines, die aus Seoul kam.

Die Bilder von der Unglücksstelle waren erschreckend. Ein auf Youtube veröffentlichter Film zeigt die Boeing brennend auf der Piste liegend. Auf der rechten Seite der Maschine steigt schwarzer Rauch, das Seitenruder am Heck fehlt. Deutlich sind zwei aufgeblasene Notrutschen zu sehen, über die sich die meisten Passagiere aus dem brennenden Wrack retten konnten.

Die US-Transportsicherheitsbehörde NTSB begann unmittelbar mit der Ursachensuche. Die Vorsitzende Debbi Hersman wollte sich nicht dazu äußern, ob möglicherweise ein Pilotenfehler oder technisches Problem vorlag. Einen Terroranschlag schloss die Bundespolizei FBI aus.

Die Flugaufsichtsbehörde FAA stufte den Vorfall offiziell als Bruchlandung ein. Augenzeugen berichteten im Fernsehen, dass es bei dem Aufsetzen einen Knall oder eine Explosion am Fahrwerk gegeben habe. Weißer Rauch sei zu sehen gewesen, dann habe sich das Flugzeug mehrfach gedreht. Die Flughafenfeuerwehr löschte die Brände mit Schaum und Wasser. Im Internet kursierende Fotos zeigten Menschen, die von dem Jumbojet wegrennen. Manche Beobachter sagten hinterher, das Flugzeug sei zu tief angeflogen, so dass das Fahrwerk gegen eine Mauer geprallt sei.

Der Flugverkehr auf dem internationalen Airport musste stundenlang unterbrochen werden. Ankommende Flüge wurden auf andere Ziele an der Westküste umgeleitet. Nach dem Nationalfeiertag am vergangenen Donnerstag und wegen der Schulferien gehört das Wochenende zu den geschäftigsten Reisetagen. US-Präsident Barack Obama dankte laut einer Mitteilung den Ersthelfern für ihr schnelles Eingreifen.

Ein Manager, der nach eigenen Angaben an Bord des Flugzeugs war, berichtete via Twitter von dem Unglück. "Ich bin gerade in SFO bruchgelandet. Heck abgerissen. Den meisten scheint es gut zu gehen. Mir geht's gut. Surreal...". Zu einem Foto der verunglückten Maschine schrieb David Eun: "Feuerwehrleute und Retter überall. Sie holen die Verletzten raus. Habe mich nicht so gefühlt seit 9/11." Das bezieht sich auf die Anschläge vom 11. September 2001.

Asiana ist nach Korean Air die zweitgrößte Fluggesellschaft Südkoreas und Mitglied der Star Alliance, in der auch die Lufthansa ist. Sie fliegt besonders an der Westküste der USA viele Ziele an. Asiana operiert mit zwölf Boeing 777-200, die jeweils ungefähr 300 Passagiere aufnehmen können. Sowohl der Flugzeugtyp als auch die Airline gelten bei Luftfahrtexperten als sehr sicher.

Facebook Vizechefin wäre fast an Bord gewesen

Facebooks Vizechefin Sheryl Sandberg und ihre Familie wären um ein Haar an Bord des Unglücks-Flugzeugs in San Francisco gewesen. Wie Sandberg auf dem Sozialen Netzwerk schrieb, buchte sie auf einen Flug von United Airlines um, damit ihre Familienmitglieder Meilen sammeln konnten. Auch Kollegen seien mitgereist. Ihre Maschine habe zeitgleich ankommen sollen. Sie sei aber letztlich 20 Minuten vor dem Unglücksflieger sicher gelandet. Einem Freund, der an Bord der verunglückten Maschine gewesen sei, gehe es ebenfalls gut. "Es ist ein Moment, um dankbar zu sein."

san/henlue/Dpa DPA

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