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Golf von Mexiko: Ölquelle sprudelt weiter

Trotz erster Erfolgsmeldungen hat es BP nicht geschafft, das Bohrloch im Golf von Mexiko zu schließen. Nach neuen Berechnungen strömen zwei bis drei Millionen Liter Öl ins Meer - täglich.

Der Ölkonzern BP ist mit seinem Versuch, das Bohrloch am Meeresgrund zu verschließen, zunächst erfolglos geblieben. Es könne noch bis zum Wochenende dauern, bis feststehe, ob die Operation "Top Kill" die sprudelnde Ölquelle tatsächlich zum Versiegen bringt, sagte BP-Manager Doug Suttles am Donnerstagabend (Ortszeit) in Robert, Louisiana. Der Ausgang der Aktion sei völlig offen.

Das Unternehmen habe im Verlauf des Manövers zweimal mit hohem Druck schweren Schlamm in die Quelle gepumpt - der Ölfluss konnte dadurch aber nicht gestoppt werden. In der Nacht zum Freitag sollte nach mehr als 16 Stunden Unterbrechung ein weiterer Anlauf beginnen. Bis dahin analysiere BP, wie das Vorgehen angepasst werden muss, um erfolgreicher zu sein. Die Pausen seien in dem Verfahren vorgesehen, sagte Suttles. "Es ist nichts schiefgegangen und es läuft nichts anders als geplant."

Schlamm wird gegen den Ölstrom gepumpt

Bei der "Top Kill"-Methode werden teilweise mehr als 8000 Liter Schlamm pro Minute durch das Sicherheitsventil ("Blowout Preventer"), das auf dem Bohrloch sitzt, gegen den Ölstrom gepumpt. Aussagen der US-Küstenwache, der Austritt von Öl und Gas sei dadurch am Donnerstag für kurze Zeit unterbrochen worden, bestätigte Suttles nicht. Die Menge sei für eine gewisse Zeit deutlich geringer gewesen, sagte er.

BP analysiere nach jedem Schlammstoß, mit welchem Druck das Öl aus der Quelle nach oben strömt. "Wir hören auf zu pumpen und messen. Wenn der Druck wieder steigt, dann fangen wir wieder an zu pumpen", sagte Suttles. Erst wenn der Gegendruck niedrig genug sei, um das Bohrloch mit Zement schließen zu können, sei die Operation erfolgreich beendet.

Ersatzmethoden stehen bereit

In der Zwischenzeit würden die drei Versorgungsschiffe an der Meeresoberfläche mit neuem Bohrschlamm aufgefüllt. Die Frage, ob BP während der Aktion der Schlamm ausgegangen sei, verneinte Suttles.

Für den Fall des Scheiterns stünden bereits Ersatzmethoden bereit. Darunter ein zweiter "Blowout Preventer", der auf den ersten gesetzt werden kann, um den Ölfluss zu stoppen. Zudem sei ein 1,50 Meter hoher Zylinder aus Stahl einsatzfertig, der über das größere von zwei Lecks in einem Steigrohr gestülpt werden könnte, aus denen seit mehr als vier Wochen das Öl ins Meer strömt. Über eine Leitung an dem Zylinder könnte das aufgefangene Öl-Wasser-Gemisch nach oben in ein Schiff gepumpt werden. Vor mehr als drei Wochen war das Ölunternehmen mit einem ähnlichen Versuch gescheitert.

Bis zu drei Millionen Liter Öl fließen täglich ins Meer

Experten der US-Regierung sprechen derweil von der schlimmsten Ölpest, die es je in den USA gegeben hat. Sie korrigierten die Schätzungen über die Menge des austretenden Öls dramatisch nach oben. Danach sollen täglich zwei bis drei Millionen Liter Öl ins Meer fließen.

Seit dem Sinken der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 22. April seien insgesamt mehr als 36.700 Tonnen Öl ins Meer gelangt. Damit hätte die Ölpest - gemessen an der Menge - die von 1989 übertroffen. Damals war der Tanker "Exxon Valdez" vor der Küste Alaskas verunglückt und es waren schätzungsweise rund 35.000 Tonnen Öl ausgetreten.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass täglich zwischen etwa 1600 und 3400 Tonnen Rohöl ins Meer strömen, sagte die Direktorin der US-Geologiebehörde USGS, Marcia McNutt. Bislang war offiziell eine Menge von rund 700 Tonnen genannt worden. Zahlreiche Fachleute hatten diese Angabe jedoch angezweifelt. McNutt betonte, auch die jüngsten Schätzungen seien nur vorläufig. Man betrachte "eine höchst dynamische, komplexe Lage".

Obama kündigt härtere Gangart an

Als Konsequenz aus der Ölkatastrophe kündigte Barack Obama eine härtere Gangart gegenüber der Ölindustrie an. "Diese Ölpest hat gezeigt, wie sehr Reformen nötig sind", sagte er am Donnerstag in Washington. Es werde für die Firmen künftig wesentlich schwerer, Genehmigungen für Bohrungen in tiefen Küstengewässern zu erhalten. Außerdem würden die Sicherheitsanforderungen verschärft. Der Präsident sagte, er wolle die "behagliche und manchmal korrupte Beziehung" zwischen den Behörden und der Ölindustrie beenden.

Als Sofortmaßnahme verlängerte die Regierung den Zeitraum, in dem keine neuen Tiefsee-Ölbohrungen zugelassen wird, um sechs Monate. Dieses Moratorium war nach dem Unglück verhängt worden. Zudem setzte Obama zwei geplante Probebohrungen vor Alaska aus und stoppte Verpachtungen im Golf vom Mexiko und vor der Küste des Bundesstaates Virginia. Auch mehr als 30 laufende Bohrungen im Golf wurden auf Eis gelegt.

DPA/AFP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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