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Nach Feuer auf der "Costa Allegra": Retter erreichen Kreuzfahrtschiff

Ein Fischtrawler soll die vor den Seychellen verunglückte "Costa Allegra" zu einer nahegelegenen Insel schleppen. Nur wenige Wochen nach der Havarie der "Costa Concordia" war auf einem weiteren Kreuzfahrtschiff der Reederei Costa ein Brand ausgebrochen.

Ein französisches Fischereischiff schleppt das nach einem Brand manövrierunfähige italienische Kreuzfahrtschiff "Costa Allegra" zu einer nahe gelegenen Insel im Indischen Ozean. Wie der britische Sender BBC am Dienstagmorgen weiter berichtete, können die mehr als 600 Passagiere dort von Bord gehen. Sie würden dann auf die Seychellen gebracht. Die "Costa Allegra" treibt ohne Strom in den Gewässern vor den Seychellen.

Etwa anderthalb Monate nach der Havarie der "Costa Concordia" war auf dem Kreuzfahrtschiff ein Feuer ausgebrochen. Der Brand im Maschinenraum der "Costa Allegra", die im Indischen Ozean unterwegs ist, sei gelöscht, die Passagiere seien "bei guter Gesundheit". Das teilte die Zentrale der italienischen Küstenwache am Montag nach einem Telefonat mit dem Kapitän des 188 Meter langen italienischen Kreuzfahrtschiffes mit.

Nach Angaben der Reederei Costa Crociere sind 1049 Menschen an Bord, darunter 636 Passagiere. Auf dem Schiff befinden sich 38 Deutsche, die Familienangehörigen der Passagiere sind informiert. "Das Feuer hat sich in keinen anderen Bereich des Schiffes ausgebreitet, es hat weder Verletzte noch Opfer gegeben", hieß es. Die "Costa Allegra" liegt demnach südwestlich der Seychellen und soll nach dem Ausbruch des Feuers ein Hilfssignal abgegeben haben. Der Strom auf der "Costa Allegra" sei ausgefallen, die Bordapparatur sei in Notbetrieb, hieß es.

Aktienkurs der Reederei fällt

Nach Ausbruch des Feuers seien sofort alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden und speziell ausgebildete Feuerwehrteams seien eingeschritten, teilte das Unternehmen mit. Der Brand habe gelöscht werden können, bevor er sich auf andere Teile des 1992 gebauten Schiffes ausbreiten konnte.

Der Vorfall hatte sich am Montag unmittelbar auf den Aktienkurs des betroffenen US-Reedereikonzerns Carnival ausgewirkt. Dieser war im frühen Handel an der Wall Street um annähernd 2 Prozent auf 29,50 Dollar gefallen. Damit verpufften binnen weniger Minuten rund 400 Millionen Dollar (300 Millionen Euro) an Börsenwert.

Die "Costa Allegra" gehört ebenso wie die havarierte "Costa Concordia" zur italienischen Reederei Costa Crociere. Costa Crociere wiederum ist eine Tochtergesellschaft von Carnival. Die "Costa Concordia" war am 13. Januar vor der Insel Giglio gekentert. Mindestens 25 Menschen starben, 7 werden noch vermisst.

jar/mlr/DPA/AFP / DPA