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Nach Orkantief "Christian": Der Norden räumt auf

Nach Orkantief "Christian" atmen Polizei und Feuerwehr auf: Die Lage hat sich vielerorts entspannt. Die Bahn ist allerdings noch mit dem Aufräumen beschäftigt - viele Zugstrecken bleiben gesperrt.

Nach Orkantief "Christian" müssen Bahnfahrer in Norddeutschland auch am Dienstag mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen. Der Sturm mit Böen bis zu Windstärke 12 hatte in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein schwere Schäden verursacht, die zu beheben teilweise noch längere Zeit dauern könne. Im Fernverkehr bleibt die Strecke zwischen Hamburg und Kiel vorerst gesperrt, wie eine Sprecherin der Bahn in der Nacht zum Dienstag mitteilte. Daneben soll die Strecke der Nord-Ostsee-Bahn zwischen Hamburg und Niebüll bis zum Mittag nicht befahrbar sein, wie das Unternehmen mitteilte.

Zu Behinderungen dürfte es vor allem auch im Bahn-Nahverkehr kommen. In Schleswig-Holstein entfallen unter anderem die Züge zwischen Kiel und Flensburg sowie Neumünster und Flensburg. In Niedersachsen ist etwa die Strecke zwischen Bremen und Oldenburg betroffen. In Hamburg verkehren auf mehreren S-Bahn-Linien keine Züge. Wann die Züge wieder normal fahren, werde sich im Laufe des Vormittags entscheiden, sagte die Bahn-Sprecherin. Das Unternehmen will Ersatzbusse einsetzen.

Insgesamt entspannte sich die Wetterlage in Norddeutschland. "Es ist zwar noch windig, aber einsatzmäßig ist nichts mehr vorhanden", sagte etwa Lars Klevinghaus von der Polizei Friesland.

Sturmflut schwächer als befürchtet

Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern blieben derweil von einer Sturmflut verschont. Auch Hamburg kam glimpflich davon. In St. Pauli stieg das Wasser der Elbe nur auf 1,50 Meter über dem mittleren Hochwasser, wie ein Polizei-Sprecher sagte. Beeinträchtigungen soll es zunächst aber noch beim Fährverkehr auf die nordfriesischen Inseln geben. Der Fährverkehr auf die ostfriesischen Inseln bleibt nach Polizei-Angaben bis zum Mittag eingestellt.

Die Autobahn 2 wurde hingegen kurz vor Mitternacht wieder freigegeben. In der Höhe von Helmstedt war der Verkehr komplett lahmgelegt worden, weil ein Baum auf eine Stromleitung gekippt war.

Sturmböen mit mehr als 170 km/h gemessen

Das Orkantief "Christian" hatte seit Sonntag mindestens sieben Todesopfer in Deutschland gefordert. Bäume knickten um, Züge standen still und der Flugverkehr war gestört. Mancherorts fegten die Sturmböen mit mehr als 170 Kilometern pro Stunde über das Land.

"Uns war es schon klar, dass es so heftig wird, denn die Modelle haben dies seit drei, vier Tagen so angedeutet", sagte Diplom-Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Montagabend.

Der Sturm werde sich in der Nacht von Schweden aus über Nordosten weiterbewegen, sagte der Meteorologe. "Wir haben Dienstag zunächst noch einen recht windigen Tag." An den Küsten könnte es durchaus noch stürmische Böen oder Sturmböen geben, zum Landesinneren hin seien noch Siebener-Böen möglich. Das bedeutet eine Windgeschwindigkeit von 50 bis 61 Stundenkilometer.

Je südlicher die Region, umso schwächer werde der Wind, erklärte Kirchhübel. In Bayern und Baden-Württemberg seien nur noch die exponierten Lagen der Mittelgebirge betroffen.

kng/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.