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Nachrichten aus Deutschland Geburtstagsfeier endet für 18-Jährigen in Polizeigewahrsam

Ein Fahrzeug der Polizei
Die Polizei in Ludwigshafen musste zu einer Geburtstagsparty ausrücken
© Daniel Bockwoldt / Picture Alliance
Gotha: 14-Jähriger liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei +++ Unstrut: Krokodil im Fluss? - Landkreis spricht Badeverbot aus +++ Würzburg: Ladendieb isst rohes Fleisch im Supermarkt +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Ludwigshafen: Geburtstagsfeier endet für 18-Jährigen in Polizeigewahrsam

Seine Geburtstagsfeier ist für einen 18-Jährigen in Ludwigshafen im Polizeigewahrsam zu Ende gegangen. Die Polizei "beschenkte" das Geburtstagskind nach Anordnung des Staatsanwalts zudem noch mit einer Blutprobe und einer Anzeige wegen Widerstand, Bedrohung und Beleidigung, wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz mitteilte.

Demnach eskalierte die Feier in der Nacht nach einer wiederholten Alarmierung der Polizei wegen Ruhestörung. Beim erneuten Eintreffen der Polizisten sei gerade eine körperliche Auseinandersetzung mehrerer Geburtstagsgäste in Gange gewesen, an der auch der 18-Jährige und sein 47-jähriger Vater beteiligt waren. Vater und Sohn hätten sich beim folgenden Polizeieinsatz derart aggressiv gezeigt und hätten Widerstand geleistet, dass beide in Gewahrsam kamen. Auch auf den Vater wartet nun eine Anzeige.

Gotha: 14-Jähriger liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei

Ein Teenager hat sich in Burgtonna im Landkreis Gotha in Thüringen am späten Samstagabend eine wilde Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Als Polizisten das Auto des 14-Jährigen kontrollieren wollten, habe dieser stark beschleunigt und sei danach mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Orte Burgtonna und Gräfentonna sowie über unbefestigte Feldwege geflohen. Auf seiner Flucht habe er mehrere Fußgänger gefährdet. Die Polizei leitete gegen den 14-Jährigen ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Gefährdung des Straßenverkehrs ein.

Laucha an der Unstrut: Krokodil im Fluss? - Landkreis spricht Badeverbot aus

Wegen eines möglicherweise in der Unstrut schwimmenden Krokodils ist im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt ein Badeverbot erlassen worden. Das Verbot gelte zunächst bis zum 6. September, teilte der Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich, in Naumburg mit. Demnach dürfe niemand zwischen der Landesgrenze zu Thüringen bei Wendelstein und der Einmündung in die Saale am Blütengrund bei Naumburg in den Fluss gehen.

Einsatzkräfte suchen seit Freitagmorgen nach einem lebenden Krokodil in dem kleinen Fluss im Süden von Sachsen-Anhalt. Zuvor gab es zwei Hinweise von Zeugen, die ein Reptil in der Nähe des Ortes Laucha an der Unstrut gesehen haben wollen. Die Polizei nahm die Meldungen ernst. Die Schleusen in Trösdorf und Wetzendorf wurden daraufhin vorübergehend geschlossen. Bislang blieb die Suche nach dem Reptil erfolglos.

 


Nachrichten aus Deutschland von Samstag, den 29. August

Würzburg: Ladendieb isst rohes Fleisch im Supermarkt

Weil er nach eigenen Aussagen großen Hunger hatte, hat ein Ladendieb in Würzburg sein Diebesgut noch im Supermarkt gegessen: rohes Fleisch. Wie die Polizei heute mitteilte, war der 41-Jährige gestern in den Laden gegangen und hatte sich dort Cevapcici, Kalbsmedaillons und eine Sardellencreme aus der Kühltheke genommen. Danach öffnete er die Verpackungen und aß das rohe Fleisch noch in dem Geschäft. Weil er kein Bargeld dabei hatte, zahlte er für seinen spontanen Imbiss nicht.

Die gerufenen Polizisten fanden bei dem Mann noch eine kleine Menge Cannabis, weshalb er nicht nur eine Anzeige wegen Ladendiebstahls erhielt, sondern sich auch wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten muss.

Laucha an der Unstrut: Krokodil im Fluss? - Suchaktion nach angeblicher Sichtung

Nach Zeugenhinweisen haben Einsatzkräfte im Fluss Unstrut im südlichen Sachsen-Anhalt nach einem Krokodil gesucht. Zwei Personen hätten angegeben, in Laucha an der Unstrut in dem kleinen Fluss ein Krokodil gesehen zu haben, teilte die Polizei mit. Man nehme die Hinweise ernst. Die Suche soll heute vom Wasser aus fortgesetzt werden, wie Polizeisprecherin Ulrike Diener sagte. 

Bereits am Freitag seien Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt entlang der Unstrut unterwegs gewesen. Auch mit einem Polizeihubschrauber sei Ausschau gehalten worden. Schleusen wurden geschlossen. Der Bootsverkehr wurde vorsorglich eingestellt.

 


Nachrichten aus Deutschland von Freitag, den 28. August

Saarbrücken: Junge Polizistin stirbt im Streifenwagen – Kollege zu Bewährungsstrafe verurteilt

Nach dem Unfalltod seiner Kollegin ist ein Polizist am Freitag wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Saarbrücken zu sieben Monaten Bewährung verurteilt worden. Der 35-Jährige müsse zudem 3.500 Euro an einen Kinderhospizdienst zahlen, teilte die Sprecherin des Gerichts nach der Urteilsverkündung mit. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Monate auf Bewährung ohne Auflagen gefordert.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Polizist im Februar 2019 bei einer Einsatzfahrt den Streifenwagen, in dem die 22-Jährige als Beifahrerin saß, so stark beschleunigt hatte, dass es zu dem tödlichen Verkehrsunfall in Saarbrücken-Güdingen kam. Nach einem Gutachten war der Mann mit 152 Stundenkilometern unterwegs – und damit mehr als 100 km/h schneller als erlaubt. Der Tod der Polizistin sei vorhersehbar und vermeidbar gewesen, so die Staatsanwaltschaft.

Das Polizeiauto war in einem Kreisverkehr von der Straße abgekommen und gegen eine Laterne geprallt. Die Frau starb noch am Unfallort, der Fahrer wurde schwer verletzt. Die beiden Polizisten waren zu einem Zeugen unterwegs, der einen "total betrunkenen Mann" am Steuer gemeldet hatte. Dieser stellte sich später der Polizei.

Nach Angaben der Gerichtssprecherin ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hätten zwar den Verzicht auf Rechtsmittel erklärt, die Nebenklage habe aber noch keine Erklärung abgegeben. Die Bewährungszeit beträgt nach dem Richterspruch drei Jahre.

Quelle: DPA

Bardowick: Polizei nimmt Mutter des toten Säuglings fest – 22-Jährige gesteht Tat

Wenige Tage nach dem Fund eines toten Neugeborenen im niedersächsischen Bardowick haben die Ermittler die Mutter identifziert und festgenommen. Nach Angaben der Polizei vom Freitag handelt es sich um die 22-jährige Bewohnerin des Grundstücks, auf dem die Babyleiche am Dienstag gefunden worden war. Die Frau gestand demnach, das Kind bereits vor rund einem Jahr, im September 2019, geboren und getötet zu haben. Anschließend wickelte sie den Leichnam in Handtücher und einen Plastiksack und versteckte ihn auf dem Grundstück, wie die Polizei in Lüneburg weiter mitteilte. Wie der NDR berichtet, schätzen Rechtsmediziner das Alter des kleinen Jungen auf mindestens eine bis maximal dreieinhalb Wochen. Die Verdächtige wurde am Donnerstagabend festgenommen und am Freitag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl wegen Totschlags.

Quelle: DPA

Klein Wanzleben: Radfahrer will Mopeds stoppen – und stirbt

In Sachsen-Anhalt hat sich ein Mann zwei jugendlichen Mopedfahrern auf einem Feldweg in den Weg gestellt und ist bei einem Zusammenstoß tödlich verletzt worden. Die 16 und 17 Jahre alten Jugendlichen waren auf einem Asphaltweg bei Klein Wanzleben unterwegs, der für Kraftfahrzeuge gesperrt ist, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der 55-Jährige kam dem Duo am Donnerstagabend entgegen und stellte den Angaben zufolge sein Rad quer. Damit habe er die Mopedfahrer vermutlich auf ihr Fehlverhalten hinweisen wollen, hieß es von der Polizei.

Der 17-Jährige habe noch rechtzeitig anhalten können. Seinem Begleiter gelang das nicht und er fuhr in den Radfahrer. Der 55-Jährige kippte nach hinten um und verletzte sich so schwer, dass er noch vor Ort starb.

Quelle: DPA

Münster: Endstation verschlafen – Mann muss 59 Tage in Haft

Eine ausgiebige Mütze Schlaf nahm ein 35-jähriger Bielefelder am Donnerstagabend in einem Zug der Deutschen Bahn. Den letzten Halt am Hauptbahnhof Münster verschlief der Mann. Laut Polizei fuhr der Zug mit dem schlafenden Passagier aufs Abstellgleis. Dort fanden Mitarbeiter der Bahn den Mann später. Beamte der Bundespolizei holten ihn aus dem Land der Träume. Bei der Aufnahme der Personalien stellten sie fest, dass der 35-Jährige wegen Erschleichen von Leistungen zur Festnahme ausgeschrieben war. Weil er den haftbefreienden Betrag von 1.180 Euro nicht dabei hatte, "durfte" er in den Gewahrsamsräumen der Bundespolizei weiterschlafen. In einer Justizvollzugsanstalt steht dann für weitere 59 Tage ein Bett für ihn bereit.

Quelle:Polizei Münster

Trier: 87-Jähriger stirbt bei Sturz mit Elektromobil

Am Donnerstag wurde ein vermisster 87-Jähriger tot aufgefunden. Der Senior ist den Angaben nach mit seinem Elektromobil in die Tiefe gestürzt. "Anhand der Spurenlage ist davon auszugehen, dass der Vermisste beim Befahren des Feldweges aus bislang unbekannter Ursache zu weit nach links fuhr, wobei sein Fahrzeug den Halt verlor und er mit diesem etwa zehn Meter den Hang hinab stürzte", so die Polizei Trier. Insgesamt waren 70 Einsatz- und Rettungskräfte vor Ort.

Quelle: Polizei Trier

Kleve: Unbekannte lösen Radmuttern an Fahrzeug

Im nordrhein-westfälischen Kleve haben unbekannte Täter am Wochenende die Radmuttern an einem Auto gelöst, was die Fahrzeughalterin beim Fahren zu Beginn der Woche bemerkte. Während der Fahrt zitterte plötzlich das Lenkrad und der Besitzerin fielen seltsame Geräusche auf. Als sie nachschaute, entdeckte sie die gelösten Radmuttern. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeibehörde Kleve zu melden. 

Quelle: Polizei Kleve

Frankfurt am Main:  Entscheidung im Prozess um Gleisattacke erwartet

m Prozess um die tödliche Gleisattacke am Frankfurter Hauptbahnhof wird am Freitag (12:00 Uhr) das Urteil erwartet. Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung hatten sich in ihren Plädoyers für eine dauerhafte Unterbringung des Beschuldigten in einer Psychiatrie ausgesprochen. Zuvor war aus dem Gutachten eines psychiatrischen Sachverständigen hervorgegangen, dass der heute 41-Jährige eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle. Nach Einschätzung des Experten ist der Mann schuldunfähig.

Der Familienvater aus Eritrea soll im Sommer 2019 eine Mutter und ihren Sohn vor einen einfahrenden ICE gestoßen haben. Der Achtjährige wurde vom Zug überrollt und starb, die Mutter konnte sich in letzter Minute retten. Der Tatverdächtige wurde außerhalb des Bahnhofs festgenommen und später in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Die Eltern des getöteten Jungen aus dem Hochtaunuskreis treten als Nebenkläger auf. Ebenso wie eine heute 79-Jährige, die der Mann ebenfalls gestoßen haben soll. Die Seniorin stürzte auf den Bahnsteig und wurde verletzt.  

Update, 14.34 Uhr:

Im Fall der tödlichen Gleisattacke am Frankfurter Hauptbahnhof muss der Täter dauerhaft in eine Psychiatrie. Laut dem Urteil des Frankfurter Landgerichts vom Freitag ist der heute 41-Jährige schuldunfähig. 

Quelle: DPA

 


Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, den 27. August

Sauerland: Kuh verletzt zwei Männer und wird erschossen

Eine wild gewordene Kuh hat in Menden im Sauerland zwei Männer schwer verletzt - anschließend wurde sie von der Polizei erschossen. Das Tier sollte Donnerstagnachmittag auf einen Lkw verladen werden, lief aber auf die Straße, wie die Polizei mitteilte. Der 53 Jahre alte Bauer und der 43 Jahre alte Fahrer versuchten, die Kuh wieder einzufangen und trieben sie auf eine Weide. Dort griff sie die Männer unvermittelt an und verletzte beide schwer.

Weil das Tier "zunehmend aggressivere Verhaltensweisen an den Tag legte", wie es die Polizei formulierte, töteten die Beamten die Kuh mit einem Schuss. Einer der Verletzten wurde mit einem Rettungshubschrauber ausgeflogen, der andere kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. "Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht gesagt werden, warum das Tier so aggressiv die beiden Männer anging", hieß es von der Polizei.

Quellen: DPA/Polizei Märkischer Kreis

Hannover: Unbekannte spendet Goldbarren an Diakonie

Eine selten großzügige Spende hat das Diakonische Werk in Hannover erhalten. Eine unbekannte ältere Dame habe einer Diakoniemitarbeiterin einen Umschlag in die Hand gedrückt mit den Worten "Überraschung – machen Sie etwas Schönes damit", teilte der Stadtkirchenverband Hannover am Donnerstag mit. Dann sei sie verschwunden. In dem Umschlag: Ein kleiner, etwa 500 Gramm schwerer, Goldbarren im Wert von 26.400 Euro und ein Zettel mit der Aufschrift: "Für die Obdachlosenarbeit". Der Barren sei echt und unter Verschluss bei einer Bank, sagte eine Sprecherin.

"Wir sind total überrascht und freuen uns riesig", sagte Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes. Er dankte der anonymen Spenderin für die "unglaubliche Wertschätzung unserer Arbeit mit den wohnungslosen Menschen". Das Geld solle für die medizinische Versorgung der Obdachlosen und ihre Unterstützung eingesetzt werden.

Quelle: DPA

Bielefeld: Erste Ermittlungsergebnisse nach Todesfall in Klinik

Der Patient des Klinikums Bielefeld, der nach Verabreichung eines falschen Medikaments gestorben ist, hat offenbar Methadon erhalten. Die gerichtsmedizinische Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen und die Todesursache bisher nicht abschließend geklärt, sagte ein Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft am Donnerstag. "Aber wir gehen nach bisherigem Stand davon aus, dass er Methadon erhalten hat."

Ein Kliniksprecher hatte am Mittwoch mitgeteilt, der 26-Jährige habe versehentlich ein Mittel erhalten, das für seinen Zimmernachbarn gedacht gewesen sei. Wie genau es zu der Verwechslung kommen konnte, war auch eine Woche nach dem Tod des Patienten zunächst unklar. Man ermittle wegen fahrlässiger Tötung, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das richte sich zunächst gegen Unbekannt, da man noch nicht wisse, wer für die Verwechslung verantwortlich sei.

Methadon ist ein künstlich hergestelltes Opioid, das eingesetzt wird, um Heroin zu ersetzen oder auch, um starke Schmerzen zu behandeln. 

Quelle: DPA

Heilbronn: Mann begeht drei Diebstähle in einem Supermarkt an einem Tag

Nach drei Diebstählen in einem Supermarkt an nur einem Tag hat die Polizei im baden-württembergischen Neuenstein einen 43 Jahre alten Mann in Untersuchungshaft genommen. Der Mann sei am Dienstag dabei beobachtet worden, wie er mehrere Packungen Rasierklingen gestohlen habe und verschwunden sei, teilte die Polizei in Heilbronn am Donnerstag mit. Bei der Überprüfung von Videoaufnahmen sei dann aufgefallen, dass er zuvor bereits Schnaps gestohlen habe. Festgenommen worden sei der Tatverdächtige, als er am Dienstagabend ein drittes Mal in dem Laden erschienen sei. Bei seiner Überprüfung im Büro sei der Mann mit Hilfe körperlicher Gewalt geflohen. Videoaufzeichnungen hätten dann einen dritten Diebstahl belegt. Eine Polizeistreife konnte den 43-Jährigen kurz danach ermitteln.

Quelle: AFP

Kaiserslautern: Nachbarsstreit mit Ast und Krücke

Ein Streit unter Nachbarn hat in Kaiserslautern zu einer handfesten Auseinandersetzung mit einem Ast und einer Krücke geführt. Die Männer hätten sich dabei gegenseitig leicht verletzt, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag mit. "Die beiden wohnen in einem Mehrfamilienhaus und sind sich schon länger nicht mehr grün." Am Mittwochabend eskalierte dann die Situation, als einer der beiden gegen die Hauswand schlug und der andere sich dadurch gestört fühlte. Die 63 und 50 Jahre alten Männer, die zu dem Zeitpunkt beide betrunken waren, trafen im Hausflur aufeinander. Der Ältere soll seinen Nachbarn dann erst mit einem Ast und später mit seiner Krücke geschlagen haben. Der 50-Jährige entriss dem Kontrahenten die Gehhilfe und schlug dann selbst mit dieser zu. Außerdem soll ein messerähnlicher Gegenstand benutzt worden sein. Der genaue Tatablauf muss den Angaben zufolge noch ermittelt werden. Gegen beide Männer läuft ein Verfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Quelle: DPA

Oldenburg: 21-Jähriger gesteht Mord an Uroma

Ein 21-jähriger des Mordes an seiner Urgroßmutter angeklagter Mann hat vor dem Landgericht Oldenburg ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er beschrieb am Donnerstag detailliert, wie er Ende Februar 2020 zunächst versuchte, die 88-Jährige mit einem Seil zu strangulieren und sie dann mit heftigen Schlägen gegen den Kopf tötete. Anschließend nahm er die Bankkarte und hob Geld vom Konto seiner Urgroßmutter ab, um nach eigenen Worten eine "Abschiedstour" vor einem Suizid zu finanzieren. 

Die Staatsanwaltschaft warf dem zur Tatzeit 20-Jährigen vor, aus Habgier heimtückisch und grausam einen Menschen getötet zu haben. Der Richter betonte, er habe selten einen Angeklagten erlebt, der von Anfang an die Dinge so klar benannt und geschildert habe. "Das lässt mich auch etwas ratlos zurück", sagte der Richter. "Weil es unklar und unbegreiflich ist, warum ein Mensch sein Leben verlieren musste wegen einer Abschiedstour."

Quelle: DPA

Bardowick: Polizei sucht nach Eltern des toten Säuglings

Bei dem Säugling, der am Dienstagnachmittag leblos auf einem Privatgründstück in Bardowick im Landkreis Lüneburg gefunden worden war, liegen die Obduktionsergebnisse vor. Das Neugeborene war ein Junge, der mindestens einen Tag gelebt hat und zum Termin geboren wurde – also nicht deutlich früher oder später als zum berechneten Stichtag. Die Gerichtsmediziner gehen davon aus, dass der Säugling vor mindestens einer bis maximal dreieinhalb Wochen, also noch im August, geboren wurde. Wenig später muss er auf dem Grundstück abgelegt worden sein.

Nachrichten aus Deutschland – Toter Säugling in Bardowick (Landkreis Lüneburg) gefunden
Das Etikett von einem der Handtücher, in die der tote Säugling eingewickelt war. Die Polizei hofft auf Hinweise aus der anwohnenden Bevölkerung.
© Polizeiinspektion Lüneburg

Wie die Polizei berichtete, lag der Junge in einen blauen Plastiksack gehüllt und mit zwei Handtüchern bedeckt an einem Schuppen. Ein 49-jähriger Maler entdeckte den Säugling zusammen mit der 52-jährigen Bewohnerin des Grundstücks, als Malerarbeiten an dem Schuppen durchgeführt werden sollten. Zur Todesursache macht die Lüneburger Polizei bisher keine Angaben, auch zu den mutmaßlichen Eltern des Jungen ist bislang nichts bekannt. Nun wird um Hilfe aus der anwohnenden Bevölkerung gebeten. In einer öffentlichen Mitteilung fragen die Beamten: "Wo gab es in den vergangenen Wochen eine hochschwangere Frau, die entbunden hat, der Verbleib des Neugeborenen jedoch ungeklärt ist?" Und: "Wurden in der Neubausiedlung hinter dem Penny-Markt in den vergangenen Wochen Beobachtungen gemacht?" Auch Bilder der Handtücher, die bei dem Säugling gefunden wurden, könnten bei den Ermittlungen helfen. "Wer erkennt diese Handtücher?", fragen die Beamten.

Quelle: Polizeiinspektion Lüneburg

Wetter: Sturmtief "Kirsten" überstanden – doch es bleibt ungemütlich

Nach dem Sturmtief "Kirsten" ist zunächst wieder mit etwas freundlicherem Wetter zu rechnen. Am Donnerstagvormittag sei es zwar vor allem im Norden und Osten gebietsweise noch windig, danach lockere es aber auf, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Leipzig am Donnerstag mit. Die Höchsttemperaturen liegen im Norden bei 17 bis 21 Grad und sonst bei 20 bis 26 Grad mit den höchsten Werten am Oberrhein. Am Wochenende sei in Süddeutschland nun Dauerregen zu erwarten, im Norden könne es zu Gewittern kommen. Vor allem in den Bergen und an der See müsse man mit Windböen rechnen.

Quelle: DPA

Überlingen: Kleine Familie vorm Ertrinken gerettet

Ein vierjähriges Mädchen, seine Tante und der Onkel sind nur dank eines glücklichen Zufalls in letzter Minute vor dem Ertrinken im Bodensee gerettet worden. Wie die Polizei mitteilte, waren die drei am Mittwochvormittag in der Nähe von Überlingen gemeinsam mit der kleinen Schwester der Vierjährigen und den Großeltern auf einem Motorboot unterwegs gewesen. Das ältere Mädchen ging zusammen mit seiner 37 Jahren alten Tante ins Wasser, als plötzlich ein Sturm aufzog. Als der 39 Jahre alte Ehemann der Frau bemerkte, dass sie und die kleine Nichte es wegen des starken Wellengangs nicht mehr ins Boot schafften, sprang er hinterher. Die Wasserschutzpolizei entdeckte die um ihr Leben kämpfenden Menschen nur deshalb, weil sie wegen eines anderen Notfalls zu einem Segelboot unterwegs waren. Der 39-Jährige hielt das kleine Mädchen zu diesem Zeitpunkt nur noch mit Mühe über Wasser, als die Retter die völlig Entkräfteten bergen konnten.

Quelle: DPA

Stuttgart: 28-Jähriger wegen antisemitischer Schriftzüge verhaftet

Nachdem seit Ende Juni mindestens ein Dutzend antisemitischer Schriftzüge im Stuttgarter Stadtgebiet angebracht wurde, hat die Polizei einen 28 Jahre alten Tatverdächtigen ermittelt. Dieser soll in zwei Fällen neben dem antisemitischen Schriftzug auch ein Hakenkreuz angebracht haben, wie die Stuttgarter Polizei am Mittwoch mitteilte. Außerdem soll der Verdächtige in einem Fall öffentlich den Hitlergruß gezeigt haben. Auf die Spur des Verdächtigen kamen die Kriminalbeamten nach eigenen Angeben durch umfangreiche Ermittlungen. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung wurde umfangreiches Beweismaterial gefunden. Der Verdächtige wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.

Quelle: AFP

 


Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, den 26. August

Offenbach: Polizisten lassen sich von Kollegen aus Kneipe abholen

Weil sie sich vermutlich von Kollegen mit einem Streifenwagen aus einer Kneipe abholen ließen, müssen mehrere Polizisten aus Offenbach  dienstrechtliche Konsequenzen fürchten. Wie das Polizeipräsidium Südosthessen am Mittwoch mitteilte, wurden gegen drei Polizeibeamte Disziplinarverfahren eingeleitet. Einer der Betroffenen sei zudem von seinen bisherigen Aufgaben entbunden und innerhalb des Polizeipräsidiums umgesetzt worden. Zuvor hatten mehrere Medien über den Vorfall berichtet. Ein Anwohner hatte der Presse eine Videoaufnahme aus dem Januar 2020 zukommen lassen, worauf zu sehen ist, wie die Besatzung eines Streifenwagens vor einer Gaststätte in der Innenstadt mehrere Personen einsteigen ließ und dann entgegen der Fahrtrichtung einer Einbahnstraße wegfuhr. Dabei sei der Eindruck entstanden, dass sich alle Personen offensichtlich zu kennen scheinen", hieß es in der Mitteilung weiter. Zur Aufklärung der Angelegenheit habe die Behördenleitung seinerzeit eine sofortige Untersuchung angeordnet. Nach derzeitigem Stand sei davon auszugehen, dass es sich bei den Personen, die in den Streifenwagen einstiegen, um Beamte des Polizeipräsidiums gehandelt habe. "Ein dienstlicher Grund für das Verbringen der Personen mit dem Streifenwagen konnte in den bisherigen Ermittlungen nicht festgestellt werden." Die Leitung des Präsidiums habe daraufhin und nach Bewertung der bisherigen Ermittlungen die disziplinarischen Maßnahmen beschlossen.

Quelle: DPA

Nürnberg: Verhängnisvolles Date - Stromschlag verletzt Mann auf Güterwaggon 

Es sollte ein "Date" an einem verlassenen Ort werden – doch dann traf den Mann ein Stromschlag von 15.000 Volt. Der 30-Jährige war mit einer Begleiterin auf einen Güterwaggon in einem ehemaligen Bahnhof in Nürnberg geklettert, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte. Dabei sei er am Dienstagabend zu nahe an die Oberleitung gekommen, habe einen Stromüberschlag verursacht und sei vom Waggon drei Meter ins Gleisbett gestürzt. Er habe schwere Verletzungen und großflächige Verbrennungen erlitten. Die 35 Jahre alte Bekannte des Mannes habe den Polizisten berichtete, sie hätten einen "Lost Place", also einen vergessenen Ort, aufsuchen wollen.

Quelle: DPA

Bremen: Tankstellenräuber scheitern an Corona-Schutzscheibe

Zwei maskierte Tankstellenräuber sind in Bremen an einer Corona-Schutzscheibe gescheitert. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, bedrohte einer der beiden Männer eine 21 Jahre alte Angestellte mit einer Schusswaffe. Die Frau flüchtete daraufhin in den hinteren Bereich des Ladens. Aufgrund der Schutzscheibe kamen die Männer nicht an die Kasse und flohen am späten Dienstagabend ohne Beute. Die Polizei sucht Zeugen, die die beiden Täter, die mit einem Mund-Nasen-Schutz maskiert waren, gesehen haben.

Quelle: DPA

Bardowick: Toter Säugling in Plastiksack gefunden

Am Dienstagnachmittag wurde in Bardowick im Landkreis Lüneburg ein toter Säugling gefunden. Bei Malerarbeiten auf einem Privatgrundstück wurde das unbekleidete und leblose Neugeborene entdeckt. Wie die "Lüneburger Zeitung" (LZ) berichtet, lag es in einem Plastiksack gehüllt unweit eines Schuppens, der gestrichen werden sollte. Das Grundstück ist durch einen hohen Zaun umschlossen und nach Angaben der Zeitung nicht frei zugänglich. Im Polizeibericht konnten bislang weder Alter noch Geschlecht, noch Herkunft des Säuglings angegeben werden. Vermutlich war die Leiche bereits verwest. Ermittler der Kripo in Lüneburg rückten am Dienstag umgehend zu einer ersten Begutachtung aus, eine Obduktion der sterblichen Überreste war für Mittwochvormittag angesetzt.

Quelle: Polizeiinspektion Lüneburg, Lüneburger Zeitung

Heilbronn: Lokführer schläft betrunken in Güterzug ein

Ein Lokführer ist betrunken in seinem Güterzug eingeschlafen. Nach Angaben der Bundespolizei fand ein Bahnmitarbeiter den 39-Jährigen in der Nacht zum Mittwoch in dem stehenden Zug im Rangierbahnhof in Heilbronn. In seinem Führerstand lag eine halbleere Flasche hochprozentigen Alkohols, ein Atemtest ergab 2,6 Promille. "Wir gehen davon aus, dass er bereits während der Fahrt alkoholisiert war", sagte ein Sprecher. Seinen hohen Alkoholpegel habe sich der Mann nicht erst während der Standzeit antrinken können. Eingeschlafen sei der Lokführer ersten Ermittlungen zufolge aber erst, als der Zug zum Stehen gekommen war. Ob der Güterzug auf seiner Fahrt von Hamburg nach Heilbronn Menschen gefährdet hatte, war laut Sprecher erst einmal nicht bekannt. Der Betrunkene musste die Schlüssel der Lok und eine Blutprobe abgeben. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen der Gefährdung des Bahnverkehrs.

Quelle: DPA

Landshut: Dieb macht sich mit 50 Kilo Pistazien aus dem Staub

Mit einem Auto voll geklauter Pistazien wollte ein Mann aus Osteuropa offenbar das große Geschäft machen. Mehr als 200 Packungen mit einem Gesamtgewicht von 50 Kilogramm habe der 29-Jährige in seinem Wagen aneinandergereiht und gestapelt, teilte die Polizei in Niederbayern am Mittwoch mit. "Wir wissen, dass in Osteuropa so eine Packung Pistazien das Zwei- bis Dreifache wert ist", sagte ein Ermittler. Seinen mutmaßlichen Plan zugeben wollte der Mann nicht: "Das hat er uns natürlich nicht gesagt." Ähnlich wie bei der Markenschokolade: Davon hatte der Mann 40 Kilo im Gepäck. Hinzu kamen noch Zahnbürsten und 30 Packungen Joghurt. Laut Polizei offenbar alles gestohlen – und das mit System: Der mutmaßliche Langfinger habe Listen mit mehr als 50 Adressen von Supermärkten in Bayern und Baden-Württemberg bei sich gehabt, hieß es weiter. Aufgeflogen war er am Dienstagmittag, als er beim Pistazienklauen in Landshut beobachtet wurde.

Quelle: DPA

Landsberg am Lech: Elfjähriger stirbt in Sandgrube

Beim Buddeln im Sand ist ein Elfjähriger in Oberbayern verschüttet worden und gestorben. Familienangehörige hatten das Kind aus dem Sand geholt und versucht, es wiederzubeleben, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Ein alarmierter Notarzt setzte die Erste Hilfe fort, konnten den Jungen aber nicht mehr retten. Der Elfjährige starb noch an Ort und Stelle.

Den Erkenntnissen der Ermittler zufolge hatte der Junge am Vorabend auf einem landwirtschaftlichen Anwesen an einem Sandhaufen gespielt und eine Grube gebaut. Plötzlich sei der darüber liegende Sand nachgerutscht und habe das Kind unter sich begraben, sagte eine Sprecherin. Den genauen Ort des Geschehens nannte die Polizei nicht,er liege im südlichen Landkreis Landsberg am Lech.

Quelle: DPA

NRW: Sturmtief "Kirsten" wütet im Westen 

Sturmtief "Kirsten" ist am Mittwochmorgen mit teils kräftigen Böen über Nordrhein-Westfalen gefegt. Vielerorts meldeten die Feuerwehren Einsätze wegen umgestürzter Bäume. Im niederrheinischen Hünxe erlitt eine Autofahrerin leichte Verletzungen, als ein Baum auf die Motorhaube ihres Pkw fiel. In Kleve wurde ein Motorradfahrer laut Polizei durch einen herabfallenden Ast verletzt. Im Bahnverkehr sorgten entwurzelte Bäume für Streckensperrungen. 

In der Nähe von Dortmund ließ die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben einen Nahverkehrszug evakuieren. Rund 100 Reisende mussten demnach den Regionalexpress verlassen, weil er wegen eines auf dem Gleis liegenden Baumes nicht weiterfahren konnte. Sperrungen gab es unter anderem auch auf Bahnstrecken bei Köln, Ennepetal, Schwerte und Aachen. Die Folge waren Umleitungen und Verspätungen. Auf der Autobahn 44 kippte ein Lastwagen auf der Autobahn um, die Strecke in Richtung Aachen wurde gesperrt. 

Der Deutsche Wetterdienst rechnete an diesem Mittwoch nahezu in ganz Deutschland mit stürmischen Böen oder Sturmböen.

Quelle: DPA

Berlin: SEK nimmt mutmaßlichen Bankräuber fest

Einen Tag nach zwei Banküberfällen in Berlin- Schöneberg und Charlottenburg hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) nahmen den 39-Jährigen am Mittwochmorgen gegen 8 Uhr in seiner Wohnung im Stadtteil Schöneberg fest, wie die Polizei mitteilte. Am Dienstagvormittag hatten die zwei Banküberfälle innerhalb kurzer Zeit in Schöneberg und am Kurfürstendamm für Aufsehen gesorgt. Der Täter bedrohte Angestellte jeweils mit einem Messer und machte in einem Fall Beute. Bemerkenswert war, dass er die Filialen mit Corona-Maske und in Flipflops betrat und anschließend mit einem Fahrrad flüchtete. Die betroffenen Bankfilialen sind nicht allzu weit vom Wohnort des nun festgenommenen Mannes entfernt.

Quelle: DPA

Bielefeld: Junger Mann stirbt nach Medikamentenverwechslung in Krankenhaus

In einem Bielefelder Krankenhaus ist einem Medienbericht zufolge zu einer tödlichen Medikamentenverwechslung gekommen. Ein junger Mann im Alter von etwa Mitte 20 habe nach einer erfolgreichen Routineoperation durch einen tragischen Fehler ein Arzneimittel erhalten, das für einen anderen Patienten bestimmt gewesen sei, berichtete der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Mittwoch. Er starb später an den Folgen der Fehlbehandlung in einem anderen Klinikum. Das Krankenhaus hatte bereits am Montagabend über das Geschehen informiert, dabei aus datenschutzrechtlichen Gründen und wegen der noch laufenden Untersuchungen aber keine näheren Angaben zu den Abläufen gemacht. Es sprach nur von einem Todesfall "aufgrund tragischer, im einzelnen noch aufzuklärender Umstände". Die Klinik sei "bestürzt" und trauere mit der Familie des Verstorbenen, hieß es. Eine umfangreiche interne Untersuchung zur Aufklärung sei angelaufen. Laut WDR ist die Kriminalpolizei in die Untersuchung eingebunden.

Quelle: AFP

Hamburg: Teenager bedroht Sanitäter mit Schusswaffe

Am späten Dienstagabend musste die Hamburger Polizei zu einem Großeinsatz ausrücken. Eine Mutter hatte gegen 23 Uhr den Notruf gewählt, weil ihr 16-jähriger Sohn durchgedreht war. Wie die "Hamburger Morgenpost"“ berichtete, zeigte der Junge bereits in der Vergangenheit schon psychische Auffälligkeiten. Als der Rettungswagen eintraf, eskalierte die Situation in der Wohnung. Der Teenager zog eine Schusswaffe, lud sie durch und zielte damit auf die Sanitäter. Beherzt griff die Mutter ein, stellte sich dazwischen, sodass die Sanitäter sich zurückziehen und die Polizei alarmieren konnten. Die rückte mit einem Großaufgebot an und riegelte den Bereich um das Haus ab. Kurz danach gelang es der Mutter ihren Sohn zu beruhigen und ihm die Waffe abzunehmen. Die Beamten nahmen die Jungen daraufhin in Gewahrsam und führten ihn einem Amtsarzt zu.

Quelle:  "Hamburger Morgenpost"

Blankenberg: Regionalzug kollidiert mit Pferd

In der Ortschaft Blankenberg in Mecklenburg-Vorpommern ist am frühen Dienstagabend ein Regionalzug mit einem Pferd zusammengestoßen. Wie die Bundespolizei meldet, gelang es zuvor zwei Pferden auf einer Koppel den Pfahl eines Elektrozaunes umzukippen und auszubüxen. Die Tiere liefen dann in Richtung Bahnstrecke. Der Lokführer einer heranfahrenden Regionalbahn konnte einen Zusammenstoß mit einem der beiden Tiere nicht mehr verhindern. Es erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Sofort eilten Einsatzräfte der Bundes- und Landespolizei sowie der Notfallmanager der Deutschen Bahn AG zum Unfallort. Die Bahnstrecke musste für rund anderthalb Stunden gesperrt werden. Die circa 200 Fahrgäste im Regionalzug blieben unverletzt. Durch die Streckensperrung kam es bei insgesamt zehn Zügen zu Verspätungen und zu einem Teilausfall.

Quelle:Bundespolizei Rostock

Hermentingen: Drei Verletzte nach Chlorgasaustritt in Wasserwerk

Zwischenfall im Wasserwerk im baden-württembergischen Hermentingen. Dort meldete am Dienstagabend um kurz nach 19 Uhr die technische Überwachung einen Fehler der Wasseraufbereitung. Ein Mitarbeiter bemerkte, dass Chlorgas ausgetreten war und alarmierte die Feuerwehr. Mehr als 120 Rettungskräfte waren laut Feuerwehr – teilweise in Schutzanzügen – im Einsatz. Drei Personen wurden leicht verletzt, sie konnten jedoch vom anwesenden Rettungsdienst gleich versorgt werden. Ein Feuerwehrmann erlitt Herzprobleme und musste separat versorgt werden. Gegen 23 Uhr war der Einsatz beendet.

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Sigmaringen

Frankfurt: Einbrecher fahren mit Auto in Juweliergeschäft

Einbrecher sind mit einem Auto in das Schaufenster eines Juweliergeschäfts in der Frankfurter Innenstadt gefahren und haben Schmuck und Uhren im Wert von mehreren hunderttausend Euro gestohlen. Eine konkrete Spur auf die Täter gebe es bislang nicht, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagnachmittag. Die Täter hatten am frühen Morgen zunächst Poller vor dem Geschäft beseitigt. Dann steuerten sie ihren Kleinwagen gegen die Ladenfront. Im Geschäft zertrümmerten die beiden Täter Vitrinen. Dann flohen sie, den gestohlenen Wagen ließen sie zurück.

 


Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, den 25. August

Münzenberg: Mann fährt Tank leer und läuft mit Blumen über Autobahn

Weil sein Tank leer war, hat ein 66-Jähriger in Hessen auf der A5 eine gefährliche Odyssee begonnen: Er trampte mit einem Eimer voller Blumen zur nächsten Tankstelle in gut 20 Kilometern Entfernung, verkaufte dort die Pflanzen, erwarb von dem Erlös einen Kanister mit Benzin und verirrte sich auf dem Rückweg zum Auto. Der Thüringer habe dabei mindestens zweimal die Autobahn überquert, bis ihn in der Nähe des Gambacher Dreiecks zwischen den Mittelschutzplanken der A45 eine Streife anhielt und mitnahm, wie die Polizei in Gießen am Dienstag mitteilte. Mehrere Zeugen hatten den Mann auf seinem Irrweg am Sonntagmorgen gesehen und die Polizei gerufen. Woher genau in Thüringen der Mann kommt, blieb unklar. "Auf den 66-Jährigen wartet jetzt ein Bußgeldverfahren wegen Parkens auf der Autobahn. Ein leergefahrenes Fahrzeug wird nämlich rechtlich als vermeidbar und somit nicht als Panne gewertet. Des Weiteren muss der Mann damit rechnen, dass ihm die Kosten des Polizeieinsatzes auferlegt werden", hieß es in der Mitteilung.

Quelle: DPA

Frankfurt: Einbrecher fahren mit Auto in Juweliergeschäft

Einbrecher sind mit einem Auto in das Schaufenster eines Juweliergeschäfts in der Frankfurter Innenstadt gefahren und haben Schmuck und Uhren im Wert von mehreren hunderttausend Euro gestohlen. Eine konkrete Spur auf die Täter gebe es bislang nicht, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagnachmittag. Die Täter hatten am frühen Morgen zunächst Poller vor dem Geschäft beseitigt. Dann steuerten sie ihren Kleinwagen gegen die Ladenfront. Im Geschäft zertrümmerten die beiden Täter Vitrinen. Dann flohen sie, den gestohlenen Wagen ließen sie zurück.

Quelle: DPA

Düsseldorf: Mann taucht unter und gerät nach 16 Jahren in Polizeikontrolle

Weil er vor 16 Jahren versucht haben soll, einen Mann zu erschießen, ist ein 46-Jähriger am Düsseldorfer Hauptbahnhof festgenommen worden. Der Gesuchte sei 2004 untergetaucht gewesen, erklärte eine Sprecherin der Bundespolizei am Dienstag. Damals soll er in einem Kölner Wohnheim auf sein Opfer mindestens einen Schuss abgefeuert haben, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft auf dpa-Anfrage. Das Opfer sei seitdem querschnittsgelähmt. Am Montagabend war der Gesuchte in eine Polizeikontrolle geraten. Dokumente, die seine Identität belegen sollten, wiesen Unstimmigkeiten auf. Ein Fingerabdruckvergleich brachte dann ans Licht, dass der Bosnier seit 16 Jahren von der Staatsanwaltschaft Köln mit Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags gesucht worden ist. Für die Ermittler kam die Kontrolle noch rechtzeitig, für den Gesuchten vier Jahre zu früh: Totschlagsdelikte verjähren nach 20 Jahren. Der 46-Jährige sollte am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Quelle: DPA

Berlin: Zwei Banküberfälle am Morgen – Täter geflüchtet

Zwei Banken sind am Dienstagvormittag in Berlin überfallen worden. In beiden Fällen soll es sich nach Angaben der Polizei um jeweils einen Täter handeln, der anschließend unerkannt flüchtete. Menschen wurden bei den Überfällen in der Hauptstraße in Schöneberg und am Kurfürstendamm in Charlottenburg nicht verletzt. Die Polizei prüft, ob es einen Zusammenhang gibt und beide Überfälle vom gleichen Täter verübt wurden. Ob Geld erbeutet wurde, teilte die Polizei nicht mit. Die Bereiche um die Banken wurden abgesperrt, die Spurensicherung der Kriminalpolizei war im Einsatz. Der erste Alarm ging bei der Polizei gegen 9.25 Uhr aus Schöneberg ein. Um 10 Uhr folgte der Alarm vom Ku'damm. In beiden Fällen traf es Filialen der Commerzbank. Sie liegen etwa drei Kilometer voneinander entfernt. Ein Bankangestellter stand anschließend unter Schock.

Quelle: DPA

Mönchengladbach: Das Grab der Oma besucht – Vermisster Sechsjähriger wieder da

Ein sechsjähriger Junge ist mit Bus und Bahn allein von Mönchengladbach nach Düsseldorf gefahren, um dort das Grab seiner Oma zu besuchen. Er sei am Montagabend nach seiner Rückkehr nach Mönchengladbach an einer Bushaltestelle entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Der Junge sei wohlauf. Er war zuvor von der Schule nicht zurückgekehrt und hatte damit eine größere Suchaktion der Polizei mit Spürhund und Hubschrauber ausgelöst. Ein Zeugenhinweis brachte die Ermittler dann auf die Spur, dass der Junge ins gut 30 Kilometer entfernte Düsseldorf gefahren war. Dort hatte die Familie früher gewohnt.

Quelle: DPA

Karlsruhe: Kleinkind spielt an Autoschlüssel und verletzt Mutter schwer

In Karlsruhe hat ein Kleinkind mit dem im Zündschloss steckenden Autoschlüssel gespielt, woraufhin seine Mutter zwischen dem Wagen und einer Mauer eingeklemmt wurde. Die 29-Jährige parkte ihr Auto nach Polizeiangaben vom Montag rückwärts in eine Parklücke und ließ den Rückwärtsgang eingelegt. Sie ging hinter das Auto, um den Kofferraum auszuräumen. Ihr 16 Monate altes Kind lief demnach zum Fahrersitz und drehte den Schlüssel um. Daraufhin wurde das Auto trotz angezogener Handbremse ruckartig nach hinten beschleunigt. Die Beine der Mutter wurden zwischen der Stoßstange und der Mauer eingeklemmt. Der Ehemann der Frau eilte zu Hilfe, nachdem er ihre Hilfeschreie vernommen hatte – er löste die Handbremse, wodurch der Wagen wieder nach vorn geschoben und seine Frau befreit wurde. Die Frau kam mit schweren Bein- und Knieverletzungen in ein Krankenhaus.

Quelle: AFP

Mainz: Jugendliche durch Feuerwerkskörper verletzt

Zwei Jugendliche sind am Montagnachmittag am Rheinufer verletzt worden, als ein 14-Jähriger ein Feuerwerk zündete, dass er zuvor bei einem Discounter gekauft hatte. Dieses steckte er in eine Glasflasche und zündete es an. Durch die Detonation wurde die Flasche zerstört und die Glassplitter trafen den Teenager und seinen 15-jährigen Freund. Beide erlitten teilweise tiefe Schnittwunden und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden.Weitere Personen kamen laut Polizei nicht zu Schaden.

Quelle: Polizei Mainz

Haselünne: Zwölfjähriger baut Unfall mit Auto seines Opas 

Ein zwölfjähriger Junge hat in Niedersachsen mit dem Auto seines Großvaters einen Unfall gebaut. Wie die Polizei mitteilte, prallte das Kind im emsländischen Haselünne mit dem Fahrzeug gegen einen Baum. Ein Krankenwagen brachte das Kind in eine Klinik. Anders als zunächst befürchtet, blieb der Junge nahezu unverletzt. Er sei mit dem Schrecken und kleineren Blessuren davongekommen, so die Beamten am Dienstag. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte sich der Junge am späten Montagabend mit seinem Opa gestritten. Wenig später nahm er sich den Autoschlüssel und fuhr unbemerkt mit dem Wagen seiner Großeltern davon. Die Beamten schätzen den Sachschaden auf mehrere Zehntausend Euro.

Quelle: DPA

Veitsbronn: 67-Jährige wird von eigenem Auto überrollt und stirbt

Im mittelfränkischen Veitsbronn ist es am Montagnachmittag zu einem tragischen Unfall gekommen, bei dem eine Frau tödlich verletzt wurde. Die 67-Jährige hatte ihren Pkw auf einem Feldweg abgestellt, der sich anschließend aus bislang ungeklärten Gründen in Bewegung setzte. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich die Frau gerade vor dem Wagen auf und wurde von dem Auto überrollt. Wie die Polizei berichtet, wurde sie hierbei so schwer verletzt, dass der eintreffende Notarzt nur noch ihren Tod feststellen konnte. Die Fürther Verkehrspolizei ermittelt. Auch ein Gutachter wurde herangezogen.

QuellePolizeipräsidium Mittelfranken

March: Zwölfjähriger stürzt durch Dach einer Grundschule

In March im südwestlichen Baden-Würtemberg ist am vergangenen Samstag ein Zwölfjähriger durch eine Kunststoff-Lichtkuppel gefallen. Wie die Freiburger Polizei berichtet, war der Junge gemeinsam mit seinem elfjährigen Freund auf das Schrägdach einer Grundschule und schließlich auf die Kuppel geklettert. Das Material hielt der Belastung nicht stand und brach ein. Dabei stürzte der Junge aus einer Höhe von mehr als vier Metern in den Innenraum des Gebäudes. Er wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Sein Freund blieb unverletzt. 

QuellePolizeipräsidium Freiburg

Herne: Ammoniak-Austritt in Eishalle führt zu Feuerwehr-Großeinsatz

In einer Eissporthalle in Herne ist Ammoniak ausgetreten, was zu einem mehrstündigen Großeinsatz der Feuerwehr geführt hat. Das giftige Gas sei bei Wartungsarbeiten ausgetreten und habe zwei Mitarbeiter der Halle verletzt, teilte die Feuerwehr mit. Am frühen Dienstagmorgen waren die Einsatzkräfte den Angaben zufolge noch immer vor Ort. Das Leck vom Montagmorgen sei inzwischen abgedichtet, der Ort müsse aber noch überwacht werden, hieß es. Im unmittelbaren Umfeld der Eishalle sollten Türen und Fenster zunächst geschlossen bleiben, außerdem wurden ein Spielplatz, eine Gaststätte und eine Sporthalle geräumt. Das sei jedoch eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, betonte ein Sprecher der Feuerwehr. Das Gift sei in einem geschlossenen Raum ausgetreten und es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Außenwelt bestanden. Zwischenzeitlich war die Feuerwehr mit 150 Einsatzkräften vor Ort.

Quelle: DPA

Dresden: Nach Tod eines Sechsjährigen verdichten sich Hinweise auf illegales Autorennen

Nachdem ein Sechsjähriger in Dresden bei einem Unfall tödlich verletzt wurde, sitzt ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter habe Haftbefehl wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie fahrlässiger Tötung erlassen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mit. Beamte hatten den 31-jährigen Mann am Sonntagnachmittag vorläufig festgenommen. Zudem wird in diesem Zusammenhang gegen einen 23-Jährigen ermittelt, der an der mutmaßlichen Raserfahrt beteiligt gewesen sein soll.

Der Junge war am Samstagabend von einem Auto angefahren worden, als er eine Straße überquerte. Das Kind wurde gegen eine Bushaltestelle geschleudert. Es kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus und starb dort wenig später. Seither sind bei der Polizei mehrere Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. "Alle werden aufgenommen und geprüft", sagte ein Polizeisprecher ohne Details zu nennen.

Quelle: DPA

 


Nachrichten aus Deutschland von Montag, den 24. August

Dresden: 31-Jähriger nach mutmaßlichem Autorennen in Dresden in U-Haft 

Nach dem Tod eines Sechsjährigen infolge eines mutmaßlichen illegalen Autorennens in Dresden sitzt der 31 Jahre alte Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Der Ermittlungsrichter habe Haftbefehl wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie fahrlässiger Tötung erlassen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mit. Beamte hatten den Mann am Sonntagnachmittag vorläufig festgenommen, nachdem sich der Verdacht auf ein verbotenes Autorennen erhärtete. Zudem wird in diesem Zusammenhang gegen einen 23-Jährigen ermittelt. Der sechs Jahre alte Junge war am Samstagabend von einem Auto angefahren worden, als er eine Straße überquerte. Er starb wenig später im Krankenhaus.

Gallin: Polizei stoppt 13-Jährigen bei Fahrstunde auf der Autobahn

Einen 13-Jährigen am Steuer eines Wagens hat die Polizei Mecklenburg-Vorpommern kurz vor der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein von der Autobahn geholt. Neben ihm saß sein Vater, ein Fahrlehrer aus Ungarn, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der 53-Jährige erklärte den Beamten demnach, er habe seinem Sohn auf der A24 das Fahren beibringen wollen. Der Junge war am Sonntag bereits rund 50 Kilometer auf der Autobahn gefahren. Nahe Gallin, etwa 60 Kilometer vor Hamburg, stoppte die Polizei den jungen Fahrer. Auf der Rückbank saß dessen Bruder. Der 13-Jährige bekam den Angaben zufolge eine Anzeige wegen Fahrens ohne Führerschein. Auch der Vater müsse mit einer Anzeige rechnen, hieß es. Denn es sei eine Straftat, ein Auto jemandem zu überlassen, der keine Fahrerlaubnis hat.

Quelle: DPA

Nürnberg: Party trotz Corona-Infektion – Behörde sucht Gäste

Trotz angeordneter Quarantäne hat ein Mann aus dem Landkreis Fürth bei einer als private Veranstaltung deklarierten Party im bekannten Nürnberger Club "Mach1" bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Laut einer Mitteilung des Landkreises Fürth habe sich nach der Party herausgestellt, dass ein Gast positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden war. "Da die Feier in der infektiösen Phase stattfand, gelten alle anwesenden Gäste und anwesendes Personal als Kontaktpersonen der Kategorie 1", zitiert das Portal "nordbayern.de" aus der Mitteilung. Laut Robert-Koch-Institut sind das Menschen, die engen Kontakt mit einem Infizierten hatten. Diese Personen zu ermitteln, gestaltet sich aber offenbar schwierig. Demnach gebe es zwar eine Teilnehmerliste. Diese sei aber "lückenhaft", "unleserlich" und beinhalte "teils falsche Angaben", heißt es aus der Behörde. Das zuständige Gesundheitsamt bittet deshalb alle Partygäste sich beim jeweils für den Wohnort zuständigen Amt zu melden. "Es wird [...] dringend empfohlen, sich bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses häuslich zu isolieren", so die Behörde.

Quelle: "nordbayern.de"

Lüdenscheid: Wespen stechen Schüler – 14 Verletzte 

Aggressive Wespen haben am Montag an einer Gesamtschule in Lüdenscheid mindestens 14 Menschen verletzt. Bei den meisten Verletzten soll es sich um Schüler handeln. Nach Angaben der Rettungsleitstelle des Märkischen Kreises wurden die Verletzten in verschiedene Krankenhäuser gebracht.

Wieso es zu den Attacken kam, blieb zunächst unklar. Die Behörden hatten nach den ersten Meldungen einen größeren Einsatz ausgelöst und mehrere Krankenwagen zum Ort des Geschehens geschickt. 13 der Betroffenen seien leicht verletzt, einen habe es etwas schlimmer erwischt, hieß es. Die Polizei unterstützte den Einsatz.

Quelle: DPA

Hannover: 170.000 Euro verprasst – 30-Jähriger muss alles zurückzahlen

Es wäre aber auch zu schön gewesen: Ein Empfänger einer fehlerhaften Überweisung von mehr als 170.000 Euro muss das Geld an die Bank zurückzahlen, nachdem er einen Großteil ausgegeben hat. Das geht aus einem am Montag bekanntgewordenen Urteil der 4. Zivilkammer des Landgerichts Hannover hervor. Dabei half dem 30-Jährigen auch sein Einwand nichts, die Überweisung zwar erhalten, das Geld aber größtenteils für "Luxusaufwendungen" ausgegeben zu haben. (Az.: 4 O 248/19)

So soll er laut Gericht allein im Juli 2019 innerhalb von drei Tagen etwa 92.000 Euro "verprasst" haben. 3.600 Euro fielen demnach für Hotel- und Mietwagenkosten an, 15.000 Euro verzockte er im Casino, 18.500 Euro gab er im Bordell aus und 50.000 Euro wurden ihm gestohlen. Das Gericht wies den Mann darauf hin, dass er von Anfang an mit einer Rückzahlung habe rechnen müssen. Er habe die Klageforderung anerkannt und sei zur Rückzahlung des vollständigen Betrages verurteilt worden.

Mitte Juli 2019 hatte der Mann die Fehlüberweisung erhalten. Zu diesem Zeitpunkt sei seine Lebensgefährtin bei der Bank angestellt und in der Auszahlungsabteilung tätig gewesen. Nach Angaben der Bank ergaben interne Ermittlungen und eine Auswertung der elektronischen Überweisungsdaten, dass die Frau die Überweisung veranlasst hatte; das Geld sei eigentlich als Baufinanzierung für einen Bankkunden vorgesehen gewesen.

Quelle: DPA

Magdeburg: Mit Spirituosen übergossen und angezündet – 54-jähriger Randalierer gerettet

Ein Mann hat sich am Sonntagnachmittag am Magdeburger Hauptbahnhof mit ein paar Flaschen Hochprozentigem übergossen und angezündet. Wie die Polizei am Montag berichtete, gelang es Mitarbeitern der Bahnsicherheit, den 54-Jährigen aus den Flammen zu ziehen und die bereits brennende Kleidung zu löschen. Dabei habe der offensichtlich verwirrte Mann seine Retter beschimpft und damit gedroht, sie umzubringen. Beamte brachten ihn schließlich zur Wache der Bundespolizei. Demnach hatte der Mann bereits am Abend zuvor am Bahnhof Haldensleben randaliert und unter anderem an einer Sitzgruppe Feuer gelegt. Danach soll er ohne gültigen Fahrausweis nach Magdeburg gefahren sein. Er wurde in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.

Quelle:Bundespolizei Magdeburg

Kaiserslautern: Taxifahrer kriegt Tiefschläfer nicht wach – Polizei weckt den Fahrgast

Ein betrunkener Fahrgast ist in einem Taxi auf einer Fahrt bei Kaiserslautern so tief eingeschlafen, dass der verzweifelte Fahrer die Polizei zum Wecken holte. Der augenscheinlich sehr müde 22-Jährige hatte sich am Sonntagmorgen von Kaiserslautern nach Enkenbach-Alsenborn fahren lassen und war auf dem Weg eingeschlafen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Taxifahrer habe den Mann am Zielort nicht wach bekommen und schließlich die Polizei um Hilfe gebeten. Den Beamten gelang es, ihn aus dem Tiefschlaf zu holen. Der Fahrgast bezahlte den Angaben zufolge den Fahrpreis und wurde von der Polizei sicher zu Hause abgeliefert.

Quelle: DPA

Frankfurter Opernplatz: Polizei ermittelt gegen zwölf Verdächtige

Fünf Wochen nach den Ausschreitungen am Frankfurter Opernplatz ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft namentlich gegen zwölf Beschuldigte. Einer Mitteilung der Polizei von Montag zufolge sind 21 weitere mutmaßliche Täter unbekannt. Die Polizei sucht nach Zeugen. 

Bei den Ausschreitungen Mitte Juli waren fünf Polizisten verletzt und 39 mutmaßliche Krawallmacher vorübergehend festgenommen worden. Polizisten waren aus der Menge der Feiernden heraus mit Flaschen angegriffen worden. Der Opernplatz hatte sich zu einer Art Open-Air-Partyzone entwickelt - auch, weil wegen der Corona-Krise Clubs und Diskotheken weiterhin dicht sind. 

Das Ausmaß des Vorfalls zeigte sich laut Polizei auch durch die Menge der auf dem Opernplatz eingesammelten Glasscherben. Während hier am Wochenende in der Regel 50 bis 100 Kilogramm Altglas eingesammelt würden, waren es Mitte Juli fast drei Tonnen.

Quelle: DPA

München: Festnahmen nach Triple-Feier in München wegen Pyrotechnik

Bei den Feiern zum Champions-League-Sieg des FC Bayern hat die Münchner Polizei mehrere Menschen wegen des Zündens von Pyrotechnik festgenommen. Mehr als zehn Personen seien wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz angezeigt worden, teilten die Beamten am Montag mit. Sie kamen wieder auf freien Fuß. Weil eine 46-Jährige bei der Festnahme Widerstand leistete und ein 48-Jähriger ihr helfen wollte, wurden die beiden zudem wegen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Gefangenenbefreiung angezeigt.

Nach dem 1:0-Sieg im Endspiel der europäischen Königsklasse am Sonntagabend und dem damit gesicherten Triple-Erfolg hatten mehrere Tausend Menschen an verschiedenen Stellen in der Münchner Innenstadt gefeiert. Weil dabei allerdings immer wieder die zu Corona-Zeiten geltenden Mindestabstände unterschritten wurden, sprachen die Polizisten gezielt Leute an und machten Lautsprecherdurchsagen. Wegen Autokorsos staute sich an einigen Orten zudem der Verkehr.

Quelle: DPA

Berlin: Feuerwehrmann sammelt für verletzten Kollegen

Ein Berliner Feuerwehrmann sammelt Spenden für einen Kollegen, der bei dem Anschlag auf der Stadtautobahn vor knapp einer Woche lebensgefährlich verletzt wurde. In zwei Tagen seien bereits knapp 29.000 Euro zusammengekommen, berichtete der "Tagesspiegel" am Montag. Initiator Manuel Barth sagte der Zeitung, er sei überwältigt, wie großzügig und solidarisch die "Familie" der Kolleginnen und Kollegen sei, und das über die Landesgrenzen hinaus. "Damit habe ich nicht gerechnet". Die Familie des verletzten Feuerwehrmannes wünscht sich laut Barth auch, dass die anderen fünf Opfer nicht vergessen werden.

Ein 30 Jahre alter Iraker hatte am Dienstag auf der Stadtautobahn laut Staatsanwaltschaft gezielt Fahrzeuge angegriffen und gerammt, vor allem Motorräder. Sechs Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Gegen den Angreifer wird wegen versuchten Mordes ermittelt. Er wurde zunächst in der Psychiatrie untergebracht. Behörden hatten von einem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag gesprochen, aber auch von Hinweisen auf psychische Labilität.

Der lebensgefährlich verletzte Feuerwehrmann liegt noch auf der Intensivstation, wie ein Feuerwehrsprecher am Montag sagte. "Da ist noch keine große Veränderung eingetreten."

Quelle: DPA

Dresden: Nach Verdacht auf tödliches Autorennen: Gutachter soll Hergang klären

Nach dem Tod eines Sechsjährigen infolge eines mutmaßlichen Autorennens in Dresden soll ein Gutachter den Hergang ermitteln. Das werde Zeit in Anspruch nehmen, teilte die Polizei mit und bat um weitere Zeugenhinweise. Bereits zuvor hatten Zeugenaussagen auf ein illegales Rennen gedeutet. Im Zuge der Ermittlungen hätten sich die Hinweise auf ein illegales Rennen verdichtet, teilte die Polizeidirektion Dresden mit.

Beschuldigt werden zwei Autofahrer im Alter von 31 und 23 Jahren. Beamte nahmen den Älteren am Sonntagnachmittag in seiner Wohnung in Dresden-Löbtau fest. Er befinde sich in Polizeigewahrsam und werde am Montag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, hieß es.

Der Junge war am Samstagabend auf der Budapester Straße in Richtung Zentrum von einem Auto angefahren worden. Das Kind wurde gegen eine Bushaltestelle geschleudert. Es kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus und starb dort wenig später.

Quelle: DPA

Oberaudorf: Auto stürzt 60 Meter in die Tiefe - Ein Mann stirbt 

Bei einem Sturz eines Autos rund 60 Meter in die Tiefe ist in Oberbayern ein Mann ums Leben gekommen. Der Wagen sei am frühen Sonntagmorgen aus zunächst ungeklärter Ursache auf einer Forststraße in Oberaudorf (Landkreis Rosenheim) von der Straße abgekommen, teilte die Polizei mit. Er stürzte danach einen Abhang hinunter und landete auf einer Almwiese. In dem Auto saßen zwei 37 und 44 Jahre alte Männer. Der Jüngere starb noch an der Unfallstelle. Der andere wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Staatsanwaltschaft ordnete ein Gutachten an.

Quelle: DPA

Eislingen: Junge stürzt bei Geburtstagsfeier aus dem Fenster - schwer verletzt 

Ein sechs Jahre alter Junge ist bei einer Geburtstagsfeier in Baden-Württemberg aus dem Fenster gestürzt und hat sich dabei schwer verletzt. Die Kinder hatten sich am Samstagabend in Eislingen aus Matratzen eine Hüpfburg gebaut, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Beim Herumtoben verlor der Junge das Gleichgewicht und stürzte aus dem geöffneten Fenster im ersten Obergeschoss. Er kam schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus.

Quelle: DPA

Dortmund: 16-Jährige überfallen schlafenden Obdachlosen - Kleingeld erbeutet

Zwei 16-Jährige sollen in Dortmund einen auf der Straße schlafenden Obdachlosen überfallen und mit einer Schreckschusswaffe in seine Richtung geschossen haben. Die beiden hatten es auf das wenige Bargeld des Obdachlosen abgesehen, wie die die Polizei am Sonntag mitteilte. Das Opfer habe nur rund 10 Euro in einem Pappbecher besessen. Die Jugendlichen seien kurz nach der Tat festgenommen worden. Nach dem Überfall in der Nacht zum Sonntag seien die Jugendlichen zunächst mit einem Elektroroller geflohen, nach kurzer Zeit aber gestellt worden. Weil die mehrfach mit Raubdelikten in Erscheinung getretenen Jugendlichen aggressiv gewesen seien, seien sie gefesselt und in Polizeigewahrsam gebracht worden.

Quelle: DPA

Nachrichten aus der Woche vom 17. bis 23. August 2020 lesen Sie hier.

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