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Nachrichten aus Deutschland Mit Belly-Boot hinausgetrieben: Seenotretter fischen erschöpften Angler aus Ostsee

Der  Seenotrettungskreuzer "Berlin"
Mit dem Seenotrettungskreuzer "Berlin" haben die Seenotretter der DGzRS-Station Laboe einen Angler aus einer gefährlichen Lage befreit (Archivbild)
© Die Seenotretter – DGzRS
Berlin: Pfefferspray und Verletzte - Auflösung von Party in Park eskaliert +++ Ovelgönne: Autofahrer nutzt Handy und baut Unfall - drei Verletzte +++ Dortmund: Katze steckt mit Kopf in Betonklotz fest - Rettung +++ Köln: Illegales Autorennen - Fahranfänger verlieren Führerscheine +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Kieler Förde: Angler treibt mit Belly-Boot auf Ostsee hinaus - Seenotrettung

Mit einem Belly-Boot (ein mit Schwimmflossen angetriebener Sitz mit Auftriebskörper) war ein Mann am Sonntag in den frühen Morgenstunden in der Kieler Förde zum Angeln aufgebrochen. Doch der 35-Jährige hatte die starken Winde unterschätzt. Mit seiner Schwimmhilfe trieb er immer weiter auf die Ostsee hinaus. Verzweifelt versuchte er ans Ufer zurückzupaddeln, doch irgendwann ließen seine Kräfte nach und er entfernte sich immer weiter vom Strand. Schließlich rief er gegen 12.30 Uhr mit seinem Smartphone um Hilfe. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, nahmen die Seenotretter aus Laboe sofort Kurs auf den Angler. "Er war schon sehr erschöpft und hatte keine Kraft mehr, gegen den Wind anzukämpfen. Ohne unsere Hilfe wäre er nicht mehr an Land gekommen", berichtet Vormann Holger Budig. Die Seenotretter nahmen den Mann gut zweieinhalb Kilometer vom Ufer entfernt an Bord und brachten ihn zurück an Land.

Quelle: Seenotretter

Berlin: Pfefferspray und Verletzte - Auflösung von Party in Park eskaliert

Die Auflösung einer Party in einem Berliner Park durch die Polizei ist eskaliert. Den Angaben zufolge hatten 25 Menschen gefeiert, ohne den Mindestabstand wegen Corona einzuhalten oder Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen. Polizisten setzten in der Nacht zum Sonntag Pfefferspray ein und forderten Verstärkung an, um die Lage zu beruhigen, wie die Polizei mitteilte. Drei Beamte wurden demnach leicht am Schienbein sowie jeweils an einem Knie verletzt, setzten ihren Dienst aber fort. Während die Polizei die Ansammlung beendete, habe eine 27-Jährige einem Polizisten gegen den Oberkörper geschlagen. Bei ihrer Festnahme habe sie randaliert und Beamte beleidigt. In der Folge hätten zwei 28-Jährige und eine 30-Jährige versucht, die Festgenommene zu befreien. Daraufhin sei es zum Einsatz des Pfeffersprays gekommen.

Quelle: DPA

Ovelgönne: Autofahrer nutzt Handy und baut Unfall - drei Verletzte

Im niedersächsischen Ovelgönne hat ein 20-Jähriger einen Unfall verursacht, weil er von einem Handy abgelenkt war. Wie die Polizei am Sonntag berichtet, fuhr der junge Mann gegen 16.30 Uhr auf der Bundesstraße 211 aus Brake kommend in Richtung Oldenburg, als er die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Das Auto kam daraufhin rechts von der Fahrbahn ab, pflügte einen Leitpfosten um, überschlug sich, rasierte die Böschung entlang und landete schräg in einem wassergefüllten Graben. Ersthelfer retteten den jungen Mann sowie seine  15-jährige Beifahrerin und eine 23-jährige Mitfahrerin aus dem Auto. Die 15-Jährige wurde schwer, die anderen beiden Personen leicht verletzt. Alle drei wurden durch Rettungskräfte vor Ort versorgt und im Anschluss in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Pkw musste von einem Abschleppunternehmen aus dem Graben geborgen werden. 

Der Wagen überschlug sich und landete in einem Wassergraben neben der Fahrbahn.
Der Wagen überschlug sich und landete in einem Wassergraben neben der Fahrbahn.
© Polizei

Quelle: Polizei Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch

Dortmund: Katze steckt mit Kopf in Betonklotz fest - Rettung

Neugier ist einer Katze in Dortmund (NRW) beinahe zum Verhängnis geworden: Das Tier hatte in einem Waldstück den Kopf in ein Loch eines Betonblocks gesteckt - und kam nicht mehr heraus. Ein Spaziergänger erkannte die Notlage am Sonntagmorgen und rief die Feuerwehr. Doch die konnte die Katze auch nicht so leicht befreien. Schließlich griffen die Retter laut Mitteilung zu einer Gleitpaste, die das Fell des in Not geratenen Tiers so rutschig machte, dass es herausgezogen werden konnte. Weiter hieß es: "Noch bevor die Feuerwehr die Katze in eine Transportbox packen konnte, um sie bei einem Tierarzt untersuchen zu lassen, ergriff sie die Flucht in die Freiheit."

Feuerwehrleute befreien die Katze aus dem Betonklotz
Feuerwehrleute befreien die Katze aus dem Betonklotz
© Feuerwehr Dortmund / DPA

Quelle: DPA

Köln: Illegales Autorennen - Fahranfänger verlieren Führerscheine

Zwei Fahranfänger haben sich in Köln ein illegales Rennen geliefert und sind dabei mit ihren Autos zusammengeprallt. Fahrer und Insassen - insgesamt sechs Personen im Alter von 18 bis 20 Jahren - hätten anschließend unter Schock gestanden und von Rettungskräften betreut werden müssen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die beiden Fahrer, ein 19-Jähriger und eine 20-Jährige, hatten laut Zeugen in der Nacht zu Samstag mit ihren Wagen an einer Ampel stark beschleunigt und waren über die Straße gerast. Dabei verlor die junge Frau offenbar die Kontrolle über ihr Fahrzeug, prallte gegen die Schutzplanken und schleuderte über die Fahrbahn. Dann stieß sie mit dem anderen an dem Rennen beteiligten Fahrzeug zusammen. Die Polizei beschlagnahmte die Führerscheine und Mobiltelefone der beiden und stellte die Autos sicher.

Quelle: DPA

Homberg/Ohm: Aktivistin bei Protesten in Dannenröder Forst abgestürzt

Bei den Protesten gegen die Rodungen im Dannenröder Forst in Mittelhessen ist am Sonntagmorgen eine Aktivistin aus etwa drei bis vier Metern Höhe auf den Waldboden gestürzt. Die Frau sei ansprechbar und werde medizinisch versorgt, sagte ein Polizeisprecher. Zur Schwere der Verletzungen konnte der Sprecher zunächst nichts sagen. Er widersprach Angaben der Rodungsgegner, wonach Einsatzkräfte ein Sicherungsseil eines aus Baumstämmen gebauten Dreibeins (Tripod) durchtrennten und dies zum Absturz führte. Nach Angaben der Polizei beobachteten Beamte den Sturz der Frau aus der Distanz und sorgten sofort für Erste Hilfe.

In dem Waldstück nahe Homberg/Ohm im Vogelsbergkreis sollen auf einer Fläche von 27 Hektar Bäume für den Weiterbau der Autobahn 49 gerodet werden, die Arbeiten laufen bereits. Umwelt- und Klimaschützer protestieren, weil sie das Projekt angesichts der Klimakrise für verfehlt halten.

Quelle: DPA

Mannheim: Unbekannte verwüsten Verwaltungsgebäude

Unbekannte sind in der Nacht zum Sonntag in ein Verwaltungsgebäude in Mannheim eingedrungen und haben dort etliche Räume verwüstet sowie die Einrichtung zerstört. Auch mehrere Fahrzeuge vor dem Gebäude wurden beschädigt und die Fensterscheiben mit einem Werkzeug zerschlagen, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Schaden bewegt sich ersten Schätzungen zufolge im sechsstelligen Bereich. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Quelle: DPA

Essen: Explosion in Friseursalon - zwei Männer laufen davon

Nach einer heftigen nächtlichen Explosion in einem Essener Friseursalon mit zwei flüchtigen Tatverdächtigen sind die Hintergründe unklar. Am Freitagabend hatte kurz vor Mitternacht ein lauter Knall Anwohner aus dem Schlaf gerissen. Zeugen sahen zwei Männer davonlaufen, wie die Polizei mitteilte. Einer soll eine schwere Tüte unter seinem Arm gehabt haben. Gefasst wurde bisher kein Tatverdächtiger, hieß es am Sonntag. Experten des Landeskriminalamtes hätten am Tatort sprengfähiges Material gefunden, das untersucht werde. Um welche Substanz es sich handele, wurde nicht gesagt.

"Dass ein Friseurgeschäft zum Ziel einer solchen Explosion wird, ist schon ungewöhnlich", sagte ein Sprecher der Polizei. Die Bandbreite der Ermittlungen reiche von einem Einbruchsdiebstahl bis hin zu einem möglichen Anschlag, hieß es auf Anfrage weiter. Die Hintergründe lägen noch im Dunkeln. Die Detonation hatte die Scheiben in der kompletten Front des Salons bersten lassen, auch im Inneren entstanden Schäden. Es habe kurzzeitig gebrannt, hieß es. Zeugen hätten Rauchschwaden beobachtet. 

Quelle: DPA

Ulm: Geistesgegenwärtiger 80-Jähriger rettet Enkel vor Traktorunfall

Ein geistesgegenwärtiger 80 Jahre alter Landwirt hat seinen sechs Jahre alten Enkel vor einer möglicherweise lebensbedrohlichen Gefahr durch einen Traktorunfall gerettet. Der Opa habe den auf dem Traktor mitfahrenden Enkel Samstagnachmittag in Heroldstatt mit einem kräftigen Stoß vom umstürzenden Traktor geschubst, teilte die Polizei in Ulm am Sonntag mit. Das Kind sei unverletzt in einer Wiese gelandet. Der Großvater selbst sei von dem Traktor eingeklemmt worden, mit Hilfe von Passanten habe er sich aber befreien können und sei auch unverletzt geblieben. Den Unfall verursachte der Landwirt demnach selbst: Er habe sich an einer Steigung verschaltet, weshalb der Motor ausging. Als er die Bremse betätigen wollte, habe sich seine Hose mit einem Fahrzeugteil verfangen, weshalb er nicht bremsen konnte. Der Traktor sei daraufhin rückwärts gerollt und eine Böschung hinuntergestürzt - vor der Böschung habe der Großvater den Enkel noch 'runtergeschubst.

Düsseldorf: Junge bleibt bei Rettungsversuch für Hund im Schlamm stecken

In Düsseldorf ist ein neunjähriger Junge beim Versuch, seinen Hund zu retten, im Schlamm stecken geblieben und musste von der Feuerwehr befreit werden. Der Hund des Kindes war im Uferschlamm eines Sees stecken geblieben, wie die Feuerwehr am Samstag mitteilte. Der Junge habe dem Tier helfen wollen und sei dabei selbst in eine Notlage geraten.  Zwei Feuerwehrmänner waren demnach nötig, um den Neunjährigen aus dem Schlamassel zu befreien. Der Hund konnte sich selbst in Sicherheit bringen "und wartete treu in der Nähe auf sein Herrchen", teilten die Rettungskräfte weiter mit. Junge und Hund waren nach der Rettungsaktion wohlauf und gingen "mit Schlamm überzogen" nach Hause.

Quelle: DPA

Neukirchen-Vluyn: Pferd stirbt nach Reitunfall  - 17-Jährige schwer verletzt

Ein Pferd ist nach einem Reitunfall in Neukirchen-Vluyn verendet. Die 17 Jahre alte Reiterin wurde bei dem Vorfall im Kreis Wesel schwer verletzt, wie die Polizei am Samstagabend mitteilte. Das Pferd sei auf dem Reitplatz gestolpert und auf die junge Frau gestürzt. Anschließend versuchte das Pferd nach Polizeiangaben, mehrfach aufzustehen, und fiel dabei wiederholt auf die regungslos am Boden liegende Reiterin. Die 17-Jährige zog sich schwere Verletzungen zu und wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Das Pferd verendete wenige Minuten nach dem Unfall auf dem Reitplatz.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Samstag, 14. November:

Frankfurt setzt Wasserwerfer auch gegen "Querdenker" ein

Die Polizei in Frankfurt am Main hat am Samstag die Teilnehmer einer sogenannten Querdenken-Kundgebung sowie Gegendemonstranten mit Wasserwerfern zurückgedrängt. Die Versammlung der "Querdenker" auf dem Rathenauplatz sei am Abend aufgelöst worden, teilte die Polizei mit. Die von der Stadt verhängten Auflagen, insbesondere der geforderte Mindestabstand sowie die Maskenpflicht, seien "trotz mehrfacher Aufforderung" nicht eingehalten worden. Als sich die Teilnehmer der Kundgebung weigerten, den Platz zu verlassen, setzte die Polizei Wasserwerfer ein. 

Quelle: AFP

Homberg/Ohm: Polizei in Baumhaus-Camp im Dannenröder Forst - Pyrotechnik gezündet 

Bei erneuten Protesten gegen die Rodungen im Dannenröder Forst für den Weiterbau der Autobahn 49 in Mittelhessen haben Aktivisten am Samstag wieder Pyrotechnik gezündet. Auch Steinwürfe gegen Beamte habe es gegeben, teilte die Polizei via Twitter mit, ein Mensch sei daraufhin festgenommen worden. Wie ein Polizeisprecher sagte, hatten die Beamten am Morgen eines der Baumhaus-Camps in dem Waldstück betreten. Dabei sei es darum gegangen, die Menschen anzusprechen und ihnen die Möglichkeit zu geben, persönliche Gegenstände aus dem Wald zu bringen. Die Aktivisten seien dem nicht nachgekommen. Stattdessen sei mehrfach Pyrotechnik gezündet worden.

Verletzte habe es nicht gegeben. Auch ein Polizist, der von einem Stein am Bein getroffen wurde, blieb nach Angaben des Sprechers unverletzt. Mehrere Menschen hätten außerdem auf Tripods - hochbeinigen Gestellen - ausgeharrt. 

Quelle: DPA

Bremen: Mitglieder von Großfamilien prügeln sich bei Trauerfeier in Moschee – Polizeieinsatz

In Bremen wurde die Polizei am Freitagabend zu einem Einsatz in einer Moschee gerufen. Dort sollen sich im Rahmen einer Trauerfeier Mitglieder einer Großfamilie eine handfeste Auseinandersetzung geliefert haben, wie die Beamten am Samstag mitteilten. Als die Polizei gegen 17.30 Uhr am Einsatzort eintraf, fanden sie etwa 80 Personen vor. Im Verlauf des Einsatzes gab ein 40-Jähriger an, von mehreren Personen geschlagen worden zu sein. Er wies Verletzungen an den Augen und der Nase auf, lehnte aber eine medizinische Versorgung ab. Im Zuge der Ermittlungen stellte die Polizei unter anderem ein Messer, einen Schlagring und ein Pfefferspray sicher. Die Polizei stellte Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz. Die Hintergründe der Tat sind jetzt Bestandteil der umfangreichen Ermittlungen. Gegen den Verantwortlichen der Moscheegemeinde wurde wegen des Verdachtes eines Verstoßes gegen die Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus ein Ordungswidrigkeitenverfahren eröffnet. Die Prüfung weiterer Einzelverstöße dauert an.

Quelle:Polizei Bremen

Forchhaim: 14-Jähriger mit Softairwaffe unterwegs - Polizei im Großeinsatz

Meldungen über einen vermeintlich schwer bewaffneten Mann haben am Samstag in Forchheim in Bayern die Polizei in Atem gehalten - tatsächlich war ein Jugendlicher mit einer Softairwaffe unterwegs. Nachdem Passanten am Vormittag den Verdächtigen in Richtung Stadtmitte laufen sahen, wurde der Bahnhof vorsorglich abgeriegelt. Ein Großaufgebot der Polizei begann mit der Suche. Der Verdächtige habe deutlich sichtbar eine Waffe bei sich gehabt, hieß es. Zahlreiche Polizeistreifen fahndeten nach dem Unbekannten. Auch ein Polizeihubschrauber und Spezialeinsatzkräfte waren im Einsatz.

Schließlich fanden die Ermittler heraus, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen 14 Jahre alten Jugendlichen handelte. Er war mit der Softairwaffe, die einer echten Maschinenpistole täuschend ähnlich sieht, zu einem Bekannten unterwegs. Polizeibeamte machten ihn bei dem Freund ausfindig. Er müsse sich nun für sein Verhalten möglicherweise verantworten, hieß es. In Frage kämen Verstöße gegen das Waffengesetz.

Quelle: DPA

Fehmarn: Zwei Tote bei missglücktem Überholmanöver 

Bei einem missglückten Überholmanöver auf der Insel Fehmarn sind zwei Männer ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Fahrer des Autos auf der Bundesstraße 207 zwischen Puttgarden und Burg auf Fehmarn versucht, einen Lkw zu überholen. Dabei übersah er jedoch einen entgegenkommenden Lastwagen, wie ein Polizeisprecher berichtete. Die beiden Fahrzeuge stießen zusammen. Anschließend wurde das Auto unter der Leitplanke und dem Lkw eingeklemmt. Die 30 und 43 Jahre alten Insassen aus dem Auto starben noch an der Unfallstelle. Der 56 Jahre alte Fahrer des Lkw erlitt einen Schock. Die B207 wurde zunächst gesperrt.

Quelle: DPA

Köln: Betonplatte erschlägt Fahrerin auf der A3 - Polizei ermittelt

Nachdem eine tonnenschwere Betonplatte auf der Autobahn 3 bei Köln auf einen Wagen gestürzt ist und eine Autofahrerin getötet hat, sind am Samstag die Ermittlungen nach der Ursache fortgesetzt worden. Erkenntnisse, weshalb sich die Platte aus einer Lärmschutzwand löste, gebe es noch nicht, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei. Unter anderem ein Ingenieur sei am Samstag vor Ort, um sich ein Bild von den Umständen zu machen. Alle Erklärungen seien bislang nur Spekulationen, sagte der Sprecher. Man müsse vermutlich ein Gutachten abwarten, um die Ursache zu erfahren.  

Ein Betonteil einer Lärmschutzwand liegt auf der Autobahn 3 (A3) auf einem Pkw
Das tonnenschwere Betonteil hatte sich hatte sich am Freitagvormittag zwischen dem Kreuz Köln-Ost und der Anschlussstelle Köln-Dellbrück aus einer Lärmschutzwand gelöst und war auf das fahrende Auto gekracht
© Daniel Evers / DPA

Das etwa fünf Tonnen schwere Teil hatte sich am Freitagvormittag zwischen dem Kreuz Köln-Ost und der Anschlussstelle Köln-Dellbrück aus einer Lärmschutzwand gelöst und war auf das fahrende Auto gekracht. Der Wagen der 66 Jahre alten Kölnerin wurde völlig zerquetscht. Die Ermittlungen führt die Kölner Kriminalpolizei, da es kein "klassischer Verkehrsunfall" sei, so der Sprecher. Es handele sich um ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren, bei dem auch geprüft würde, ob es sich um ein Tötungsdelikt - zum Beispiel aus Fahrlässigkeit - handeln könnte, so der Sprecher.

Die viel befahrene Autobahn aus der Richtung Frankfurt/Main war am Freitag zeitweise gesperrt worden, am Samstag war sie aber wieder befahrbar. Nur die rechten Fahrspuren entlang der Lärmschutzwände blieben in beide Richtungen gesperrt.

Quelle: DPA

Bad Kreuznach: Sitzender Schwan blockiert Bundesstraße 

Ein sitzender Schwan auf der Fahrbahn hat in der Nacht zum Samstag eine kurze Vollsperrung der Bundesstraße 41 bei Bad Kreuznach ausgelöst. Zunächst versuchte die Besatzung eines Streifenwagens vergeblich, das Tier von der Straße zu scheuchen, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten hätten eine zweite Streife zu Hilfe gerufen und die B41 für ein paar Minuten in beide Fahrtrichtungen gesperrt. "Da alles gute Zureden nicht half, wurde der Schwan schließlich mit leichtem Zwang von der Fahrbahn in Richtung der Nahe getragen", erklärte die Polizei. Der Vogel habe sich mit Flügelschlagen und Beißversuchen gewehrt.

Quelle: DPA

Berlin: Bombenentschärfung – Tausende müssen Wohnung verlassen

Wegen einer Bombenentschärfung in Berlin-Kreuzberg mussten am Samstagmorgen rund 7500 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Seit 8 Uhr evakuierte die Polizei das Gebiet innerhalb des Sperrkreises, wie die Behörde via Twitter mitteilte. Notunterkünfte standen demnach bereit. Die 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe sei bei Bauarbeiten gefunden worden, hatte der Lagedienst der Polizei zuvor mitgeteilt. 

Wegen einer Bombenentschärfung fordern Einsatzkräfte der Polizei in der Nähe lebende Bewohner auf ihre Wohnungen zu verlassen
Wegen einer Bombenentschärfung fordern Einsatzkräfte der Polizei in der Nähe lebende Bewohner auf ihre Wohnungen zu verlassen
© Jörg Carstensen / DPA

Spezialisten des Landeskriminalamtes wollen die Bombe am heutigen Samstag entschärfen. Dafür sollte ein Sperrkreis mit einem Radius von 300 Meter um den Fundort eingerichtet werden. Anwohner werden dann, wie bei solchen Evakuierungen üblich, von Polizisten aus dem Haus geklingelt. 

Wegen der Entschärfung forderte die Verkehrsinformationszentrale dazu auf, den Bereich um die Neuenburger Straße weiträumig zu umfahren. Mehrere Buslinien wurden umgeleitet. Im Laufe des Tages könne es auch zu Einschränkungen bei den U-Bahnlinien 1 und 3 kommen, teilten die Verkehrsbetriebe mit.

Quelle: DPA

Potsdam: Zwei Verletzte nach Attacke auf Straßenbahn

Bei einem gewalttätigen Angriff in einer Straßenbahn in Potsdam sind am Freitagnachmittag eine Frau und ein Mann von zwei Männern verletzt worden. Die 21-jährige Frau sei nach bisherigen Erkenntnissen mit einem noch unbekannten Gegenstand am Kopf verletzt worden. Der 33 Jahre alte Mann habe ebenfalls leichte Verletzungen erlitten, teilte die Polizei mit, die von Zeugen alarmiert worden war. Ermittelt wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Die Mordkommission ist eingeschaltet.

Die beiden mutmaßlichen Täter schlugen eine Scheibe der Bahn ein und flüchteten durch das Fenster. Einer der beiden Männer konnte wenig später festgenommen werden, wie die Polizeidirektion West und die Staatsanwaltschaft Potsdam mitteilten. Die Hintergründe der Tat seien noch unklar. 

Nach dem Vorfall seien umfangreiche Fahndungs- und Suchmaßnahmen nach den beiden Tatverdächtigen eingeleitet worden. Einer der mutmaßlichen Angreifer sei am frühen Abend in Potsdam-Babelsberg festgenommen werden. Die Fahndung nach dem zweiten Tatverdächtigen dauere an, hieß es weiter.

Quelle: DPA

Mannheim: Baustellenbrand beschädigt Rathaus

Am Samstagmorgen kam es in Mannheim aus bislang noch ungeklärter Ursache bei einer vor dem Rathaus eingerichteten Baustelle zu einem Brand. Die Baustelle wurde komplett zerstört, die Fassade des Rathauses wurde ebenfalls beschädigt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Fassade des Mannheimer Rathauses ist durch einen Baustellenbrand beschädigt.
Die Fassade des Mannheimer Rathauses ist durch einen Baustellenbrand beschädigt.
© R.Priebe /Pr-Video / DPA

Quelle: Polizei Mannheim

Krefeld: Illegales Glücksspiel - Razzia in Shisha-Bar

Krefeld: Razzia in Shisha-Bar In Krefeld hat die Polizei am Samstag in den frühen Morgenstunden eine Shishabar durchsucht. Dabei konnten 30 Personen angetroffen werden, wie die Beamten mitteilten. Neben diversen Glücksspielen, wie Poker und Würfelspielen, wurde in den Räumlichkeiten und bei den Spielern rund 33.000 Euro Bargeld sichergestellt. Gegen den Barbetreiber wurde Strafanzeige gestellt. Die Anwesenden trugen darüber hinaus weder Mund-Nasen-Schutzmasken, noch hielten sie den coronabedingt erforderlichen Mindestabstand ein. Den Betreiber, als auch den Kunden, erwarten zusätzlich Ordnungswidrigkeitenanzeigen nach der Corona-Schutzverordnung.

Quelle:Polizei Krefeld

Nachrichten aus Deutschland von Freitag, 13. November:

Köln: Betonteil kracht auf Autobahn auf Wagen – Fahrerin stirbt

Eine große Betonplatte einer Lärmschutzwand ist auf der Autobahn 3 bei Köln auf einen Wagen gestürzt und hat eine Autofahrerin getötet. Die A3 wurde nach dem Unglück am Freitagvormittag in Richtung Norden gesperrt. Einsatzkräfte sicherten den Unfallort. Auf Fotos ist zu sehen, dass der Wagen durch die riesige Platte völlig zerstört wurde. 

Update von 13.22 Uhr: Am Mittag bargen Rettungskräfte die Leiche der Frau. Die Feuerwehr habe die tonnenschwere Platte mit einem Kran angehoben, das Auto versetzt und die Frau schließlich herausgeholt, teilten die Einsatzkräfte mit. Wie lange die A3 in Richtung Oberhausen gesperrt bleibt, blieb unklar.

Lärmschutzwand
Die Betonwand begrub den Wagen unter sich, eine Frau kam ums Leben
© Daniel Evers/WupperVideo/dpa / DPA

Quelle: DPA / Polizeipräsidium Köln 

Freiburg: 53-Jähriger soll trotz Berufsverbot unterrichtet und ein Kind missbraucht haben

Ein 53-Jähriger ist am Donnerstag von der Polizei im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern festgenommen worden. Der Mann wird beschuldigt zwischen 2014 und Sommer 2020 an einer Schule im Landkreis Lörrach trotz eines bestehenden Berufsverbotes Kinder unterrichtet zu haben, heißt es in einer Polizeimeldung. "In diesem Zeitraum soll es zu sexuellen Missbrauchshandlungen zum Nachteil eines Kindes gekommen sein", schreiben die Beamten. Der Mann sei bereits einschlägig polizeibekannt. Ein Richter in Freiburg ordnete Untersuchungshaft an. 

Weitere Hintergründe, etwa zur Ausbildung des Mannes oder zur Frage, wie er das Berufsverbot umging, wurden nicht bekanntgegeben.

Quelle:Polizei Freiburg

Berlin: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Serienvergewaltiger

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Serienvergewaltiger erhoben, dessen Taten im Sommer bundesweit für Aufsehen sorgten. Dem 30-jährigen Sinisa K., der im Sommer in und um Berlin mehrere Frauen vergewaltigt haben soll, werden sechs Vergewaltigungen, eine versuchte Vergewaltigung, räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, wie die Anklagebehörde am Freitag mitteilte. Der Angeklagte soll im Juni und Juli 2020 überwiegend in Waldgebieten im Südwesten Berlins Frauen angesprochen haben. Er soll sie anschließend bedroht, gewürgt und an unbeobachteten Orten im Wald vergewaltigt haben. In einem Fall konnte die Tat aufgrund von Hilferufen der Frau verhindert werden. Mehrere Stunden nach der letzten Tat konnte die Polizei den Täter am 14. Juli im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung kurz hinter der Landesgrenze Berlins festnehmen. Seitdem befindet sich der Mann in Untersuchungshaft.

Quelle: AFP

Darmstadt: Unbekannte stehlen sakrale Gegenstände im Wert von 15.000 Euro hessischer Kirche

Bei einem Einbruch in eine Kirche im hessischen Rüsselsheim haben Unbekannte sakrale Gegenstände im Wert von rund 15.000 Euro gestohlen. Unter dem Diebesgut befand sich ein 60 Kilogramm schwerer handgefertigter Tabernakel aus vergoldetem Messing im Wert von etwa zehntausend Euro, wie die Polizei in Darmstadt am Freitag mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen rissen die Täter zwischen Sonntagnachmittag und Donnerstagvormittag ein Kirchenfenster aus seiner Halterung. Neben dem Tabernakel ließen sie darin befindliche Hostienschalen und mehrere hundert Euro aus der Kollekte mitgehen.

Quelle: AFP

Albstadt: Mann wird beim Aufstellen von Blitzer mit Waffe bedroht 

Beim Aufstellen eines Blitzers ist ein Vollzugsbediensteter in Baden-Württemberg von einem Mann mit einer Pistole bedroht worden. Wie die Polizei in Reutlingen mitteilte, bepöbelte der Angreifer den Mitarbeiter am Donnerstagmittag in Albstadt und schlug auf den Messwagen ein.

Der Vorfall löste einen größeren Polizeieinsatz aus, in dessen Verlauf Spezialkräfte ein nahe gelegenes ehemaliges Fabrikgebäude und zwei Wohnungen eines Mehrfamilienhauses umstellten und durchsuchten. Dabei habe sich der Verdacht gegen einen 34 Jahre alten Bewohner einer der Wohnungen erhärtet, hieß es in der Polizeimitteilung. Der Mann sei vorläufig festgenommen worden. Bei ihm sei auch eine Schreckschusswaffe gefunden worden. Die Ermittlungen dauerten am Abend noch an.

Quelle: DPA

Leipzig: Tödliche Auseinandersetzung am Hauptbahnhof Leipzig

Am Leipziger Hauptbahnhof hat es am Donnerstagabend einen tödlichen Streit gegeben. Bei der Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten sei eine Person tödlich verletzt worden, zudem gebe es eine verletzte Person, sagte eine Polizeisprecherin. "Die Ermittlungen zum Tathergang und den Umständen laufen noch", sagte sie weiter. Die Tat ereignete sich gegen 19.30 Uhr. Mehr Details würden am Freitag bekanntgegeben, sagte die Sprecherin weiter.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, 12. November:

Krailing: Bronze-Stier kippt auf Sechsjährigen – Metzger muss zahlen

Der Besitzer einer bayerischen Metzgerei muss 10.000 Euro Schmerzensgeld bezahlen, weil eine Stier-Skulptur vor seinem Laden auf einen Jungen fiel. Die Skulptur sei in Krailling nicht standsicher aufgestellt gewesen, befand das Oberlandesgericht in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil. Die massive, 200 Kilogramm schwere Bronze-Skulptur war im Jahr 2016 umgekippt. Ein damals sechs Jahre alter Junge quetschte sich dabei die Hand; ein Teil eines Fingers musste amputiert werden. Der Junge und sein Vater klagten auf Schmerzensgeld in Höhe von knapp 9000 Euro. Das Landgericht München II hatte die Klage abgewiesen mit der Begründung, es spreche viel dafür, dass der Junge sich nicht nur gegen die Skulptur gelehnt, sondern auf ihr gespielt habe.

Nachrichten aus Deutschland: Bronze-Skulptur vor einer Metzgerei in Krailing
Dieser 200-Kilo-Koloss vor einer Metzgerei in Krailing fiel vor vier Jahren um und zerquetschte dabei den Finger eines Sechsjährigen. 
© Matthias Balk / DPA

Das Oberlandesgericht befand dies jedoch für unerheblich: "Da der Beklagte im öffentlichen Raum vor seinem Ladengeschäft die Skulptur aufgestellt hatte, musste er auch (...) damit rechnen, dass Kinder mit und auf der Tierfigur spielen, versuchen, sich an den Hörner hochzuziehen, den Stier besteigen und auch auf der Skulptur "herumturnen", heißt es in der Entscheidung. Der Metzger hätte dafür sorgen müssen, dass die Skulptur "unter keinen Umständen, ganz egal, wie Kinder mit diesem Stier spielen, nach vorne kippt."

Quelle: DPA

Würzburg: 92-Jähriger erstickt demente Ehefrau – Bewährung

Etwa ein Jahr nach der Tötung seiner schwer kranken Frau ist der 92 Jahre alte Ehemann zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Die Strafe wegen Totschlags werde zur Bewährung ausgesetzt, sagte der Vorsitzende Richter am Landgericht Würzburg, Hans Brückner, am Donnerstag. Das Urteil gegen den Deutschen ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte hatte gestanden, am 3. November 2019 seine demente und schwer kranke Frau mit einer Decke erstickt zu haben. Er bereue die Tat. Er habe die 91-Jährige jahrelang nahezu alleine zu Hause gepflegt und sei überfordert gewesen.

Oberstaatsanwalt Thorsten Seebach hatte auf Totschlag im minderschweren Fall plädiert und zwei Jahre und neun Monate Haft verlangt. Verteidiger Norman Jacob plädierte ebenfalls für eine Freiheitsstrafe wegen Totschlags im minderschweren Fall, allerdings sollte diese zu Bewährung ausgesetzt werden.

Quelle: DPA

Erligheim: Versuchte Geldautomatensprengung – Polizei erschießt Verdächtigen 

Nach einer versuchten Geldautomatensprengung ist ein Verdächtiger von Spezialkräften der Polizei erschossen worden. Der Mann war nach Angaben der Ermittler vom Donnerstag im Vorraum einer Bank in Erligheim (Baden-Württemberg) mit einem langen Schraubendreher auf die Beamten losgegangen. Daraufhin sei es zu "einem polizeilichen Schusswaffengebrauch" gekommen. Trotz Reanimationsmaßnahmen starb der Mann noch in der Nacht zum Donnerstag vor Ort.

Die Kriminalpolizei hatte laut einer Sprecherin bereits seit geraumer Zeit wegen mehrerer Geldautomatensprengungen gegen zwei Verdächtige ermittelt. Als das Duo am frühen Donnerstagmorgen dazu ansetzte, einen weiteren Automaten zu sprengen, wollte ein Mobiles Einsatzkommando der Polizei die Verdächtigen festnehmen. Der zweite Tatverdächtige versuchte den Angaben nach zu fliehen. Er wurde aber von den Beamten in der Nähe festgenommen. Spezialisten sicherten am Donnerstag Spuren am Tatort. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Quelle: DPA

Remscheid: 66-Jähriger von Baugerüst verschüttet

Beim Zusammenbruch eines Baugerüsts in Remscheid ist ein 66 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Der Solinger habe gemeinsam mit einem 44-Jährigen eine Wohnung saniert, als das Gerüst einbrach, teilte die Polizei in Wuppertal am Donnerstag mit. Der 66-Jährige sei bis zu drei Meter tief gestürzt und unter Gerüstteilen verschüttet worden. Der 44 Jahre alte Arbeiter überlebte leicht verletzt. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf.

Quelle: DPA

Garrel: Anwohner rettet Fahrer nach Unfall aus brennendem Auto 

Ein 39 Jahre alter Mann ist nach einem schweren Unfall in Niedersachsen von einem anderem Mann aus seinem brennenden Auto gerettet worden. Sein Wagen sei in der Nacht zum Donnerstag von der Straße abgekommen und anschließend gegen einen Ampelmast und ein Straßenschild geprallt, sagte eine Polizeisprecherin am Morgen. Das Auto überschlug sich und fing anschließend Feuer.

Nachrichten Deutschland
Der Wagen brannte vollständig aus, der Fahrer konnte gerettet werden
© Nord-West-Media TV / Picture Alliance / DPA

Ein Anwohner bemerkte den Unfall in Garrel bei Cloppenburg und befreite den Verletzten aus dem Wrack. Das Auto brannte komplett aus. Mit schweren Verletzungen wurde der Fahrer in ein Krankenhaus gebracht. Ein Atemalkoholtest bei dem 39-Jährigen ergab einen Wert von 1,34 Promille.

Quelle: DPA

Schleswig: Polizei stoppt Auto voller Minderjähriger – Fahrer erst 15

In Schleswig hat die Polizei am Mittwochabend einen Wagen gestoppt, an dessen Steuer ein 15-Jähriger saß. Zuvor war den Beamten das Auto durch seine auffällige Fahrweise aufgefallen, heißt es. Außerdem fuhr der Fahrer vor den Augen der Polizei über eine rote Ampel und war deutlich zu schnell unterwegs. "Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass alle fünf Insassen des Fahrzeugs minderjährig waren", teilt die Polizei mit. Der 15-jährige Fahrer müsse sich nun unter anderem wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, wegen des unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs und wegen des Rotlichtverstoßes verantworten.

Quelle: Polizei 

Würzburg: 92-Jähriger erstickt schwer kranke Ehefrau – Gutachten erwartet

Etwa ein Jahr nach der Tötung einer schwer kranken Rentnerin in Unterfranken durch ihren Mann blicken Prozessbeteiligte gespannt auf das psychiatrische Gutachten. Dieses soll wahrscheinlich an diesem Donnerstag (ab 9.00 Uhr) vor dem Landgericht Würzburg präsentiert werden. Zudem ist es möglich, dass Plädoyers und Urteil noch am selben Tag folgen.

Angeklagt ist ein 92-Jähriger aus Gemünden am Main (Landkreis Main-Spessart). Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor, "ohne ein Mörder zu sein". Der Mann hatte zu Prozessbeginn gestanden, am 3. November 2019 seine seelisch und körperlich kranke Frau im Bett mit einer Hasenfelldecke erstickt zu haben. Einen ausführlichen Bericht über den gesamten Fall und seine Hintergründe lesen Sie hier. Nach eigenen Worten war er mit der nahezu alleinigen Pflege der 91-Jährigen überfordert und handelte aus Liebe. Nach der Tat versuchte der Rentner vergebens, sich umzubringen.

Hamburg: Nach Festnahme mutmaßlicher Einbrecher sitzt Bundespolizist in U-Haft 

Ein Bundespolizist sitzt in Hamburg als mutmaßlicher Einbrecher in Untersuchungshaft. Er gehöre zu insgesamt sechs Verdächtigen, denen Wohnungseinbruchsdiebstahl vorgeworfen werde, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Gegen drei der Beschuldigten sei Haftbefehl erlassen worden, darunter der Polizist. Weitere Angaben machte sie nicht, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Hamburg bestätigte den Vorfall – ebenfalls, ohne weitere Details zu nennen.

Nach Berichten von "mopo.de" und des Fernsehsenders Hamburg1 wurden die drei mutmaßlichen Einbrecher am vergangenen Donnerstag von Beamten der LKA-Dienststelle "Castle" im Stadtteil Alsterdorf festgenommen. Unter den Festgenommenen sei auch eine schwangere Frau gewesen, hieß es bei "mopo.de".

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 11. November:

Tegernsee: Zwei Tote nach Polizeieinsatz

Bei einem dramatischen Einsatz hat ein Polizist am Dienstagabend am Tegernsee einen 46 Jahre alten Mann erschossen. Der Versuch der Polizei, die 25-jährige Lebensgefährtin des Manns zu retten, scheiterte aber – die von ihrem Partner mit Messerstichen verletzte Frau starb vor Ort, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp, sprach von einem sehr komplexen Geschehen, bei dem noch viele Details zu klären seien.

Nachrichten aus Deutschland – Dramatischer Polizeieinsatz am Tegernsee
Ein Polizist steht vor dem Gebäude im oberbayerischen Tegernsee, in dem ein Mann und seine Frau am Dienstagabend umkamen
© Angelika Warmuth / DPA

Eine Nachbarin hatte demnach wegen eines Familienstreits am Dienstagnachmittag die Polizei alarmiert. Direkt nach ihrer Ankunft hätten die Polizisten durch eine geschlossene Wohnungstür Kontakt zu dem aus Italien stammenden 46-Jährigen aufnehmen können. Dieser habe sich aber geweigert, die Tür zu öffnen. Er habe gefordert, seinen erwachsenen Sohn sprechen zu dürfen und versprochen, danach die Tür zu öffnen. Nach dem Eintreffen des Sohns etwa eine Stunde später hätten sich beide kurz auf Italienisch unterhalten. Statt die Wohnung zu öffnen, sei der Mann aber aggressiv geworden, es seien Schreie der Frau zu hören gewesen. Als die Polizei die Wohnung aufgebrochen habe, sei der Mann mit der Frau über einen Balkon zur Nachbarwohnung geflohen, dabei sei auch eine Stichbewegung des Manns in Richtung seiner Frau zu sehen gewesen. Zwischenzeitlich hatte der 46-Jährige einen Knallkörper gezündet und damit eine starke Rauchentwicklung ausgelöst. Bei einem erneuten Zutritt in die Wohnung habe der Mann nicht auf die wiederholte Aufforderung reagiert, sein Messer wegzulegen. Er habe auch die Drohung der Polizisten ignoriert, zur Not zu schießen.

Nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts Hajo Tacke filmte die Polizei mit einer Bodycam den Einsatz. Aus den Aufnahmen gehe hervor, wie ein Polizist den 46-Jährigen wiederholt mit den Worten "leg das Messer weg, ich muss sonst schießen" gewarnt habe – danach habe der Polizist den tödlichen Schuss abgegeben. Nach einer vorläufigen Bewertung handle es sich um eine Nothilfe, um die Frau retten zu können, und um eine Notwehrlage des Beamten. Dieser werde deshalb nicht als Beschuldigter geführt. Der Polizei zufolge war der 46-Jährige nicht vorbestraft. Es liefen aber noch nicht abgeschlossene Ermittlungen wegen eines früheren Falls häuslicher Gewalt.

Quelle: AFP

Frankfurt/Main: Hund und Herrchen retten 62-Jährige vor dem Ertrinken

Am gestrigen Dienstag wäre in einem Bauchlauf der Nidda in Frankfurt beinahe eine Frau ertrunken – doch sie hatte Glück in Form eines tierischen Retters. Unweit des entlegenen Seitenarms des Flusses ging ein Mann mit seinem Hund spazieren, als der siebenjährige Dobermann plötzlich davon lief und in Richtung Wasser rannte. Mit lautem Gebell lockte er das irritierte Herrchen an den Bachlauf, dann sah der 67-Jährige die Frau hilflos im Wasser liegen. Er wählte den Notruf, zog die 62-Jährige an die Böschung und leitete Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Mithilfe der eintreffenden Rettungskräfte konnte die völlig entkräftete und unterkühlte Frau schließlich komplett aus dem Fluss gezogen werden. Sie wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. "Dem unglaublichen Spürsinn des 7-jährigen Rüden sowie dem beherzten Einschreiten seines Herrchens ist es zu verdanken, dass die Frau gerettet werden konnte", schreiben die Beamten in einer Mitteilung. Über die 62-Jährige war bislang nur bekannt, dass sie in einem Sozialzentrum vermisst wurde.

QuellePolizeipräsidium Frankfurt am Main

München: Mordversuche in Klinik – Geltungssucht als mögliches Motiv 

Ein wegen drei Mordversuchen verdächtiger Münchner Krankenpfleger könnte nach ersten Erkenntnissen aus niedrigen Beweggründen gehandelt haben. Aus Chatverläufen gehe hervor, dass er sich offenbar als Lebensretter habe darstellen wollen, sagte der Leiter der Münchner Mordkommission, Josef Wimmer, am Mittwoch in München. Dazu habe er die drei Patienten bewusst in einen schlechten Gesundheitszustand gebracht, um bei der anschließenden Reanimation gegenüber seinen Kollegen und Anderen glänzen zu können. Er habe zeigen wollen, "ich bin ein Pfleger mit Herz und Leidenschaft". Ob es wirklich so war, war zunächst allerdings unklar. Der 24-Jährige, gegen den am Dienstag ein Haftbefehl erlassen wurde, hatte die Tat bestritten und sich auch nicht zu einem Motiv geäußert.

Quelle: DPA

Lappersdorf: 50 Jugendliche feiern auf Sportplatz

Etwa 50 Jugendliche haben in der Corona-Pandemie eine Party auf einem Spielplatz in der Oberpfalz gefeiert. Beim Eintreffen der Streifen seien sie sofort in alle Richtungen geflüchtet, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Obwohl es erst etwa halb vier am Dienstagnachmittag war, ließen die Feiernden bei ihrem jähen Aufbruch hochprozentigen Alkohol auf dem Spielplatz in Lappersdorf zurück. "Wodka, Jägermeister – solche Sachen", sagte eine Sprecherin der Polizei. Von einigen der Jugendlichen notierten sich die Polizisten die Personalien. Sie könnte nun ein Bußgeld erwarten. Derzeit dürfen in Bayern höchstens zehn Menschen zusammenkommen – in privaten wie in öffentlichen Räumen.

Quelle: DPA

Frankfurt/Oder: Polizei beschlagnahmt eine Tonne Pyrotechnik

Fast eine Tonne Pyrotechnik haben Zollbeamte auf einer Autobahn in Brandenburg beschlagnahmt. Wie das Hauptzollamt in Frankfurt an der Oder am Mittwoch mitteilte, fanden sie bei der Überprüfung eines Kleintransporters rund 941 Kilogramm Feuerwerkskörper. Der Fahrer hatte demnach keine Erlaubnis für den Transport. Er hatte darüber hinaus auch keine Gefahrgutsymbole an seinem Fahrzeug angebracht. Die Zollbeamten hatten das aus Belgien stammende Auto demnach auf der Autobahn 12 bei Frankfurt an der Oder beobachtet und sich für eine Kontrolle entschieden. Die Fracht wurde beschlagnahmt, gegen den Fahrer läuft ein Steuerstrafverfahren. Laut Zoll unterliegt der Umgang von Pyrotechnik gesetzlichen Vorgaben. Das gilt auch für die Einfuhr nach Deutschland und den Transit durch die Bundesrepublik.     

Quelle: AFP

Neubrandenburg: 51-Jähriger schießt mit Schreckschusswaffe auf Polizisten

In Neubrandenburg hat ein 51-Jähriger am Dienstag auf dem Hof eines Abschleppunternehmens Polizisten mit einer Schreckschusswaffe angegriffen. Wie die Polizei berichtet, war zuvor der Wagen des Mannes abgeschleppt worden, weil er nach einem technischen Defekt auf der A20 liegengeblieben war. Weil der Mann die Abschleppgebühr nicht bezahlen wollte, wurde ihm das Auto nicht herausgegeben. Da er das Unternehmensgelände nicht verlassen wollte und zunehmend aggressiver geworden sei, verständigte der Abschleppunternehmer die Polizei. Diese traf den Fahrzeughalter in seinem Auto sitzend an. Da er trotz mehrfacher Aufforderung nicht öffnete schlugen die Beamten nach vorangegangener Ankündigung die Seitenscheibe ein. "Der 51-Jährige schlug  und trat daraufhin in Richtung der Beamten", heißt es. Und weiter: "In der weiteren Folge holte der Fahrzeugbesitzer eine Schreckschusspistole hervor und schoss mehrfach in Richtung der Beamten." Mit Unterstützung weiterer Kräfte konnte der Angreifer aus dem Auto geholt und vorläufig festgenommen werden. Verletzt wurde niemand. 

Quelle:Polizei

Frankenthal: Polizisten mit Laserpointer geblendet

In Frankenthal in der Pfalz ermittelt die Polizei gegen einen 47-Jährigen, der am Dienstag Beamte der Bundespolizei mit einem Laserpointer geblendet haben soll. Wie die Polizei berichtet, konnte unmittelbar nach dem Vorfall die Wohnung, aus der das grüne Licht kam, ermittelt werden. Gegen den Verdächtigen wurde ein Verfahren wegen versuchter gefährlicher Körperveletzung eingeleitet. 

Quelle: Polizei

Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, 10. November:

Oberbergischer Kreis: Polizei ermittelt gegen 23-Jährigen nach absichtlichen Blitzerfahrten

Blitzer Nachrichten Deutschland
Mit wechselnden Grimassen und Handzeichen fuhr der junge Mann immer wieder absichtlich durch Blitzeranlagen. 
© Polizei Oberbergischer Kreis / DPA

Die Polizei ermittelt im Oberbergischen Kreis gegen einen 23-Jährigen, der gern auf höchst ungewöhnliche Weise vor der Kamera posiert. Der junge Mann ist in den letzten Wochen wiederholt von Blitzern im Kreis erfasst worden. "Auf den Fotos war immer ein junger Mann zu sehen, der sich einen Spaß daraus zu machen schien, mit Grimassen oder Handzeichen die mit der Auswertung der Fotos beauftragten Beschäftigten der Kreisbußgeldstelle zu verulken", heißt es dazu in einer Meldung der Polizei. 20 "Blitzerfahrten" hat der Kameraliebhaber bereits auf dem Buckel - und das seit Anfang September. Sein Rekord war eine Geschwindigkeit von Tempo 128 bei erlaubten 70 Kilometern pro Stunde. Als Fahrer konnte der Verdächtige demnach bislang nicht ermittelt werden, da er laut Polizei mit einem unterschlagenen Auto einer Autovermietung unterwegs war. Am vergangenen Freitag entdeckte jedoch ausgerechnet eine Sachbearbeiterin der Kreisbußgeldstelle das abgestellte Fahrzeug in Bergneustadt am Wegesrand. Die verständigte Polizei hielt den in der Zwischenzeit wieder gestarteten 23-Jährigen kurz darauf an und stellte das Auto sicher. Einen Führerschein hat der Mann übrigens nicht. 

Der 23-Jährige habe die Taten eingeräumt und gesagt, die Knöllchen absichtlich produziert zu haben, weil er seinem Chef schaden wollte, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presseagentur. Das beruhte allerdings auf einem Irrtum: Für Knöllchen zahlt der Fahrer, nicht der Halter.

Quellen: Polizei, DPA

Spaziergänger in Krefeld vor den Augen der Ehefrau erstochen 

In einer Kleingartenanlage in Krefeld ist ein Spaziergänger angegriffen und vor den Augen seiner Ehefrau erstochen worden. Als Verdächtiger sei ein 26-Jähriger festgenommen worden, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag. Das 54-jährige Opfer war nach der Tat am Montag in ein Krankenhaus gebracht worden, erlag dort aber seinen Verletzungen. 

Der 54-Jährige sei mit seiner Frau spazieren gegangen, als er auf dem Heimweg plötzlich angegriffen und niedergeschlagen worden sei. Der Täter sei Zeugenaussagen zufolge kurz verschwunden, dann aber zurückgekehrt und habe mit einem Messer auf den noch am Boden liegenden Mann eingestochen. Zeugen wählten den Notruf. 

Die Polizei konnte den Verdächtigen noch am Tatort festnehmen. Der 26-jährige Deutsche sei wegen Drogendelikten polizeibekannt. Eine Mordkommission prüft nun, ob der mutmaßliche Messerstecher psychisch krank ist. Zeugenaussagen gäben Hinweise darauf. Das Motiv der Tat sei bislang unklar. Der Verdächtige werde noch am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt.

Quelle: DPA

Halle an der Saale: Frau von Straßenbahn überrollt und getötet  

Eine Frau ist in Halle an der Saale von einer Straßenbahn überrollt und getötet worden. Sie geriet am Montagabend an einer Haltestelle unter einen Wagen der Bahn, wie die Polizei in der Stadt in Sachsen-Anhalt mitteilte. Der Grund dafür war zunächst unklar.     Die Frau erlitt laut Polizei schwere Verletzungen, denen sie noch vor Ort erlag. Die Beamten leiteten Ermittlungen ein.

Quelle: AFP

Lengerich: E-Bike-Akku explodiert und zerstört Wohnung

Ein E-Bike-Akku ist in der Badewanne einer Wohnung in Nordrhein-Westfalen explodiert und hat einen Schaden von etwa 200.000 Euro angerichtet. Der Bewohner hatte den rauchenden und knisternden Akku noch kurz vorher ins Bad gelegt und sich und seine Frau in Sicherheit gebracht, wie die Polizei am Montag mitteilte. Durch die Druckwelle sei die Tür samt Rahmen aus dem Mauerwerk gerissen und in den Flur geflogen. Die Wohnung des Mehrfamilienhauses in Lengerich sei nicht mehr bewohnbar, hieß es. Demnach hatte das Paar am Freitagabend im Wohnzimmer ferngesehen, als es einen dumpfen Knall hörte. Beide hätten zunächst an ein heruntergefallenes Bild gedacht. Beim Nachschauen habe der Mann im Esszimmer den rauchenden Akku entdeckt, der neben anderen Elektrogeräten gelegen habe und nicht an ein Ladegerät angeschlossen gewesen sei. Er nahm den Akku und brachte ihn ins Bad, bevor er mit seiner Frau das Weite suchte. Als die beiden an der Wohnungstür standen, explodierte der Akku. Während auch die anderen Bewohner das Haus verließen, rückte die Feuerwehr mit fast 30 Einsatzkräften an und löschte den Brand in der Wohnung. Das Paar erlitt nach Polizeiangaben leichte Rauchgasvergiftungen. Alle anderen Bewohner blieben unverletzt und konnten in ihre Wohnungen zurück.

Quelle: DPA

Castrop-Rauxel: Eigensinniger Hahn hält Polizisten in Atem

Ein eigensinniger Hahn hat im nordrhein-westfälischen Castrop-Rauxel Polizei und Tierretter auf den Plan gerufen. Zunächst war der Gockel am Sonntagabend an einem Altpapiercontainer in den Kofferraum eines Autos gesprungen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Da der Gockel sich geweigert habe, den Wagen wieder zu verlassen, habe der Autobesitzer einen Karton über das Tier gestülpt und vorbeikommende Streifenpolizisten um Rat gebeten. Der Hahn wurde schließlich zur Polizeiwache gebracht mit dem Ziel, ihn in eine Transportbox umzuladen und dann der Tierrettung zu übergeben. Das passte dem Federvieh aber überhaupt nicht: Laut Polizeibericht büxte der Gockel aus und flüchtete "unter lautem Protest durch mehrere Räume der Wache". Tierrettern gelang es schließlich, den Hahn dingfest zu machen.

Quelle: AFP

Köln: Polizei stößt auf Hotel voller Touristen 

Polizei und Ordnungsamt sind in Köln auf ein Hotel voller Touristen gestoßen. Dem Betreiber und 22 von 43 Gästen drohen nun hohe Bußgelder, wie die Stadt am Montag mitteilte, denn Reisen zu touristischen Zwecken in die Domstadt sind wegen der Corona-Pandemie verboten. Die Touristen seien des Hotels verwiesen worden. Ein Zimmer sei zudem für – derzeit ebenfalls verbotene – Prostitution genutzt worden. Eine Prostituierte sei von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Sie erhielt eine Strafanzeige. Die Meldeblätter im Hotel seien zudem lediglich mit Vor- und Nachnamen der Gäste ausgefüllt gewesen. Dem Hotelbetreiber droht ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro, den Touristen Bußgelder bis zu 250 Euro.

Quelle: DPA

Straubing: Unbekannte klauen Kelche und Weihrauchfässer

Unbekannte haben aus einer katholischen Kirche in Niederbayern zeremonielle Gegenstände von großem Wert gestohlen. Die Täter verschafften sich in der vergangenen Woche Zugang zur Sakristei des Gotteshauses in Schönberg, wie die Polizei in Passau am Montag mitteilte. Aus einem Schrank entwendeten sie demnach mehrere Kelche, zwei Monstranzen, Weihrauchfässer und zwei Holzfiguren. Die Polizei schätzte den materiellen Wert des Diebesguts auf rund 20.000 Euro. Das bayerische Landeskriminalamt und die Kriminalpolizei in Passau übernahmen die Ermittlungen. Sie baten um Hinweise aus der Bevölkerung.

Quelle: AFP

Neubrandenburg: Unbekannte stehlen Autoreifen im Wert von 100.000 Euro

Unbekannte haben vom Gelände eines Autohauses in Mecklenburg-Vorpommern Autoreifen im Wert von rund 100.000 Euro gestohlen. Die entwendeten 50 Reifensätze lagerten in Bad Sülze in einem Container, wie die Polizei in Neubrandenburg am Montag mitteilte. Demnach schlugen die Täter zwischen Samstagnachmittag und Montagmorgen zu. Beamte der Polizei und des Kriminaldauerdiensts sicherten Spuren vor Ort, die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei. Es bestehe der Verdacht, dass eine professionell agierende Bande hinter dem Diebstahl stecke.

Quelle: AFP

Nachrichten aus Deutschland von Montag, 9. November:

Frankfurt: Zehnjährige in Spielwarengeschäft belästigt

Ein Unbekannter hat am Samstag in Frankfurt-Gallus ein Zehnjährige belästigt. Wie die Polizei berichtet, war das Mädchen in einem Spielwarengeschäft. "Dort hielt sich auch ein ihr unbekannter Mann auf, der zunächst an seiner Hose herumspielte und sich dem Mädchen dann in schamverletzender Weise zeigte", heißt es. Das Mädchen flüchtete daraufhin laut Polizei zu seiner Mutter. Die Polizei hofft zur Identifizierung des Unbekannten auf Zeugenhinweise. Mehr Informationen unter dem untenstehenden Link.

Quelle:Polizei Frankfurt

Hof: Polizei stellt Damenslip-Seriendieb

Einen Unterhosen-Seriendieb hat die Polizei im bayerischen Hof gestellt. Der 29-Jährige hatte Dutzende Damenslips in seiner Wohnung gehortet, wie die Polizei am Montag mitteilte. Anfang Oktober soll er die ersten Slips von einem Wäscheständer geklaut haben, danach kehrte er zum Tatort zurück und langte wieder zu. 22 Unterhosen verschwanden. Der Verdacht fiel auf den 29-Jährigen, der in der Nähe wohnte. Als die Polizisten seine Wohnung durchsuchten, wurden sie fündig: "Wie erhofft entdeckten sie mehrere Höschen - sogar weit mehr als sie erwarteten", heißt es in der Mitteilung. Insgesamt waren es 54 Damenslips im Wert von mehreren hundert Euro. Der Mann gestand die Tat. "Manche Leute haben ja eine Vorliebe dafür", sagte ein Polizeisprecher auf die Frage nach dem Motiv. Die Polizisten stellten die "Beweismittel" sicher. Die Frau, die die Anzeige erstattet hatte, erkannte ihre Unterhosen - die restlichen müssen noch zugeordnet werden. Nun haben die Ermittler einen außergewöhnlichen Aufruf: "Frauen, denen in der letzten Zeit auch Slips abhandenkamen, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Hof in Verbindung zu setzen."

Quelle: DPA

Freiburg: Kind füttert Schwan – Radfahrer rastet aus

Weil ein kleines Kind einen Schwan mit einer Scheibe Brot füttern wollte, sind einem Radfahrer in Freiburg die Sicherungen durchgebrannt. Wie die Polizei am Montag berichtete, regte sich der Mann am vergangenen Freitag derart über den Vorfall auf, dass er der 33-jährigen Mutter des Kindes mehrmals absichtlich gegen die Wade fuhr. Danach soll sich der Unbekannte noch mit Passanten angelegt und diese lautstark bepöbelt haben. Die Polizei sucht nun einen etwa 60 Jahre alten Mann mit grau-meliertem Haar und normaler Statur. Er trug ein rotes T-Shirt und eine dunkle Hose. Sein Rad sei schon älter und rostig gewesen. Hinweise bitte unter 07762-8078-0.

Quelle:  Polizei Freiburg

Falkensee: Entlaufenes Schaf in Futterabteilung eines Baumarkts gefunden

Nach mehreren Stunden vergeblicher Suche ist ein entlaufenes Schaf im brandenburgischen Falkensee in der Futterabteilung eines Baumarktes gefunden worden. Mehrfach war dem Polizeirevier Falkensee und dem Notruf der Polizei am frühen Samstagmorgen ein herrenloses Schaf gemeldet worden. Die Polizisten konnten das Tier jedoch zunächst nicht finden. Die Beamten machten aber den Eigentümer ausfindig, der sich dann mit auf die Suche nach seinem flüchtigen Tier machte. Entdeckt wurde das Schaf den Angaben zufolge in einen nahen Baumarkt, wo es Mitarbeiter in der Futterabteilung einfangen und dem Eigentümer übergeben konnten.

Quelle: DPA

Borken: Verhinderte Automatensprenger offenbar auf Flucht verunglückt

Wenige Minuten nach dem gescheiteren Versuch, einen Geldautomaten aufzusprengen, sind die Täter in Nordrhein-Westfalen offenbar mit ihrem Fluchtauto verunglückt. Die Polizei im münsterländischen Borken berichtete am Montagmorgen von einem schweren Unfall, der sich in der Nacht auf einer Bundesstraße zwischen Isselburg und Bocholt ereignete. Dort kam ein Auto vermutlich wegen überhöhten Tempos von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Die zunächst unbekannten Insassen flüchteten nach dem Unfall. Laut Polizei könnte der Verkehrsunfall mit der versuchten Sprengung eines Geldautomaten wenige Minuten zuvor im niederrheinischen Rees in Verbindung stehen. "Die Täter blieben dort erfolglos und ergriffen die Flucht", hieß es im Polizeibericht. In dem Unfallfahrzeug fanden die Beamten eine zündfähige Sprengvorrichtung, die vor Ort kontrolliert gesprengt werden musste. Die Fahndung nach den mutmaßlichen Tätern blieb zunächst erfolglos. Bei der Suche wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Die Polizei in den benachbarten Niederlanden beteiligte sich ebenfalls an der Fahndung.

Quelle: DPA

Leipzig: Erneut Polizeiwachen angegriffen

In Leipzig sind erneut Polizeiwachen angegriffen worden. Unbekannte bewarfen am Sonntagabend eine Dienststelle im Stadtteil Connewitz mit Steinen sowie Flaschen und flüchteten, wie die Polizei in Leipzig am Montag mitteilte. Polizeibeamte wurden nicht verletzt, es entstand Sachschaden. Die Connewitzer Polizeiwache war bereits mehrfach Ziel von Angriffen von mutmaßlichen Linksextremen. In einem weiteren Fall wurde am Sonntagabend eine Wache im Stadtteil Plagwitz beschädigt. Unbekannte sprühten auf die Fassade mit Farbe den Schriftzug "ACAB" (All Cops are Bastards, alle Polizisten sind Mistkerle) auf die Fassade. Auch angrenzende Gebäude und ein Auto wurden beschädigt. In beiden Fällen ermittelt die Sonderkommission LinX des Landeskriminalamts Sachsen wegen Sachbeschädigung. Bereits am Freitag hatte es bis in die Nacht hinein Krawalle in Connewitz gegeben. Demonstranten brannten Barrikaden an. Polizeibeamte wurden mit Steinen und Pyrotechnik beworfen, drei Beamte wurden verletzt. Die Angriffe standen vermutlich im Zusammenhang mit der Festnahme einer mutmaßlichen Linksextremistin.

Quelle: AFP

Frankfurt: Mutter soll 15-jährigen Sohn mit Messer attackiert haben

Mit einem Küchenmesser soll eine 50 Jahre alte Frau ihren 15-jährigen Sohn in Frankfurt attackiert und am Oberkörper verletzt haben – es war bereits der zweite Angriff in zwei Jahren. Zudem soll sich die Mutter selbst schwere Stichverletzungen zugefügt haben, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Nachdem Zeugen die Polizei alarmiert hatten, wurden die Verletzten in der Nacht zum Sonntag in Kliniken gebracht. Die Mutter musste laut Polizeiangaben zunächst intensivmedizinisch betreut werden. Gegen sie werde nun wegen der versuchten Tötung ihres Kindes ermittelt. Bereits vor zwei Jahren sei die Frau wegen einer versuchten Tötung ihres Sohnes verurteilt worden. Den Angaben zufolge war sie seither in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag sagte, stand eine Entlassung kurz bevor. Daher habe sich die Frau zur Eingewöhnung zuhause aufgehalten.

Köln: Straßenbahn überrollt 27-Jährigen – tot

Ein 27-Jähriger ist am Sonntagabend in Köln von einer Straßenbahn überrollt und getötet worden. Wie die Polizei in der Domstadt am Montag mitteilte, lag der Mann nach ersten Erkenntnissen im Stadtteil Ehrenfeld zwischen den Schienen. Der Grund dafür war demnach noch unklar. "Bislang ist nicht bekannt, warum der junge Mann zwischen den Gleisen lag", teilten die Beamten mit. Die Straßenbahn erfasste ihn laut Polizei um kurz vor Mitternacht. Diese befand sich auf einer Überführungsfahrt, Fahrgäste waren nicht an Bord.

Quelle: DPA

Lenggries: Mountainbiker stirbt bei Sturz in die Tiefe während Bergtour 

Ein Mountainbiker ist am Samstag bei einem Sturz auf dem Berg Grasköpfl in der Nähe der deutsch-österreichischen Grenze ums Leben gekommen. Der Mann war mit vier anderen Radfahrern zwischen Grammersbergalm und Moosenalm unterwegs, als er stürzte und 150 bis 200 Meter in die Tiefe stürzte, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der 54-Jährige kam aus München. Wegen des steilen Geländes und der einbrechenden Dunkelheit konnte das Unfallopfer nicht mehr am Samstag geborgen werden. Dies sollte am Sonntag geschehen.

Quelle: AFP

Nachrichten aus der Woche vom 2. bis 9. November 2020 lesen Sie hier.

jek / js / sve / rös DPA

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