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News des Tages: Bundestagsvize: AfD scheitert zum achten Mal mit Kandidaten

Bahlsen lässt Zwangsarbeiter-Geschichte erforschen +++ Verkehrsbetriebe wollen E-Tretroller anbieten +++ Ex-Salafistenprediger Sven L. kommt vorzeitig frei  +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

AfD-Bundestagsabgeordneter Gerold Otten

AfD-Bundestagsabgeordneter Gerold Otten

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • AfD-Politiker Otten scheitert erneut bei Wahl des Bundestagsvizepräsidenten (17.01 Uhr)
  • Bahlsen lässt Zwangsarbeiter-Geschichte erforschen (16.10 Uhr)
  • Verkehrsbetriebe wollen E-Tretroller anbieten (15.12 Uhr)
  • Ex-Salafistenprediger Sven L. kommt vorzeitig frei (9.55 Uhr)
  • Neuseeland verlangt Eintrittsgebühr von Touristen (6.11 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 18.55 Uhr: Union und SPD sacken gut eine Woche vor Europawahl ab +++

Gut eine Woche vor der Europawahl am 26. Mai sacken einer ARD-Umfrage zufolge Union und SPD ab. Der Befragung des Instituts Infratest dimap zufolge erreicht die CDU/CSU 28 Prozent (minus eins) und die SPD 17 Prozent (minus zwei). Für die Grünen werden ebenfalls 17 Prozent vorhergesagt (auch minus zwei).    

Die AfD verbessert sich demnach um zwei Punkte auf zwölf Prozent. Die Linkspartei und die FDP bleiben jeweils bei sieben Prozent. Insgesamt zwölf Prozent werden für die übrigen 34 Parteien und Wählervereinigungen vorhergesagt, die zur Europawahl antreten, davon jeweils drei Prozent für die Freien Wähler und "Die Partei". Eine Fünf-Prozent-Hürde gibt es bei dieser Wahl nicht. Infratest dimap befragte am Dienstag und Mittwoch 1001 Wahlberechtigte.

+++ 18.26 Uhr: Umfragen sehen vor Bremen-Wahl Vorsprung der CDU vor der SPD +++

Gut eine Woche vor der Bürgerschaftswahl in Bremen zeichnen sich deutliche Verluste für die SPD in ihrer bisherigen Hochburg ab. In Umfragen für ARD und ZDF liegt die oppositionelle CDU jeweils vor den Sozialdemokraten. Auch hätte der amtierende rot-grüne Senat trotz starker Grüner jeweils keine Mehrheit mehr. 

+++ 17.27 Uhr: Johnson will nach May britischer Premierminister werden +++

Großbritanniens früherer Außenminister Boris Johnson will Medienberichten zufolge Premierminister werden. Nach einem Rückzug der Amtsinhaberin Theresa May werde er sich um den Posten bewerben, sagte der Brexit-Hardliner nach Angaben der Sender BBC und Sky News am Donnerstag bei einer Tagung in Manchester. "Natürlich werde ich das anstreben", sagte Johnson demnach. Ihm werden bereits seit langem Ambitionen auf das Amt nachgesagt.

+++ 17.12 Uhr: Endlich bestätigt: Madonna tritt bei Eurovision Song Contest auf +++

Endlich ist es klar: Madonna tritt als Stargast beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) am Samstag in Tel Aviv auf. "Nun ist es amtlich", teilte der israelische Sender KAN, der den Wettbewerb gemeinsam mit der Europäischen Rundfunkunion (EBU) austrägt, am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. "Nach einigen angespannten Tagen wurde heute der Vertrag zwischen Madonna und den ESC-Produzenten unterzeichnet".

Die 60-jährige Popdiva hatte sich bereits am Dienstag entschlossen gezeigt, trotz massiver Boykottaufrufe durch die antiisraelische Bewegung BDS in der Halbzeit des ESC-Finales aufzutreten. Die israelischen Medien berichteten aber noch am Donnerstag, dass der Vertrag für den Auftritt weiter ausstehe, und auch von der EBU gab es zunächst keine Bestätigung.

Medienberichten zufolge ist Madonna mit einer Entourage von rund 135 Leuten in Tel Aviv, darunter der Rapper KoVu, 40 Begleitsängern, 25 Tänzern sowie einem Techniker-Team. Für den größten Teil der Auftrittskosten kommt der israelisch-kanadische Milliardär Sylvan Adams auf.

+++ 17 Uhr: Fehlersuche nach Panne bei Abi-Prüfung in Baden-Württemberg läuft +++

Nach einer Abiturpanne im Fach Gemeinschaftskunde in Baden-Württemberg haben Lehrervertreter und das Kultusministerium Fehler von sich gewiesen. Das Ministerium hatte Schülern von etwa 130 Gymnasien kurzfristig die Möglichkeit angeboten, ihre Prüfungen in dem Fach zu wiederholen. Zuvor war klar geworden, dass ein in der Prüfung vorkommender Begriff im Unterricht an mehreren Schulen gar nicht behandelt wurde.

In der Abiturteilaufgabe mussten die Prüflinge die Bedeutung des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses Nato für die Friedenssicherung anhand eines "Kategorienmodells" erklären. Im Bildungsplan des Landes gehört der Begriff Kategorienmodell zum Schwerpunktthema Internationale Beziehungen, einem Teilbereich der Politikwissenschaften. Viele Schüler hatten das Wort aber wohl noch nie gehört. Ein Ministeriumssprecher sagte, dass der Ausdruck möglicherweise nicht so gebräuchlich sei.

+++ 17.01 Uhr: AfD-Politiker Otten scheitert erneut bei Wahl des Bundestagsvizepräsidenten +++

Die AfD stellt weiterhin keinen Vizepräsidenten des Bundestags. Ihr Kandidat Gerold Otten scheiterte am Donnerstag im zweiten Versuch, sich in das Amt wählen zu lassen. Für ihn stimmten in geheimer Wahl 205 Abgeordnete, 399 votierten mit Nein, 26 enthielten sich. Damit verfehlte Otten die notwendige absolute Mehrheit von 355 Stimmen.

Otten, der im Verteidigungsausschuss des Bundestags sitzt, hatte bereits am 11. April erfolglos für den Vizepräsidentenposten kandidiert. Zuvor waren die AfD-Abgeordneten Albrecht Glaser und Mariana Harder-Kühnel jeweils drei Mal gescheitert.

Laut Geschäftsordnung des Bundestags steht jeder Fraktion ein Sitz im Parlamentspräsidium zu. Die Abgeordneten sind gleichwohl bei ihrer Wahlentscheidung frei.

+++ 16.51 Uhr: Ermittler haben erste Erkenntnisse zu Schiffsunglück der "MSC Zoe" +++

Nach dem schweren Schiffsunglück der "MSC Zoe" auf der Nordsee mit mehr als 345 verlorenen Containern haben Ermittler erste Erkenntnisse zur Ursache. Das starke Rollen des Containerriesen in der Sturmnacht auf den 2. Januar habe wahrscheinlich zu dem Unglück beigetragen. Das sagte der Direktor der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen (BSU) in Hamburg, Ulf Kaspera, am Donnerstag. Ähnlich hatte ihn zuvor auch die "Nordwest-Zeitung" zitiert. Es gebe aber keine Erkenntnisse, dass die Containerfracht nachlässig gesichert gewesen sei, sagte Kaspera.

+++ 16.49 Uhr: Theresa May wendet klaren Zeitplan für Rücktritt ab +++

Nach monatelangem Dauerbeschuss aus der eigenen Partei hat die britische Premierministerin Theresa May eine interne Revolte zunächst abgewendet. Das einflussreiche 1922-Komitee der Konservativen Partei setzte seine Drohung, ein neues Misstrauensvotum gegen sie durchzusetzen, zunächst nicht um. Man werde sich nach der geplanten Abstimmung über das Gesetz zur Umsetzung des Brexit-Abkommens erneut treffen, "damit wir uns auf einen Zeitplan zur Wahl eines neuen Chefs der Konservativen Partei einigen", teilte der Vorsitzende, Sir Graham Brady, am Donnerstag mit.

+++ 16.18 Uhr: Arbeitslosigkeit in Frankreich auf Zehn-Jahres-Tief +++

Die Arbeitslosigkeit in Frankreich ist auf ein Zehn-Jahres-Tief gesunken. In den ersten drei Monaten des Jahres ging die Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 8,7 Prozent zurück, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag in Paris mitteilte. Präsident Emmanuel Macron hat versprochen, sie bis zum Ende seiner Amtszeit 2022 auf sieben Prozent zu drücken.

+++ 16.16 Uhr: Dutzende Tote bei Zusammenstößen auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel +++

Bei Zusammenstößen im Norden der Sinai-Halbinsel sind nach Angaben der ägyptischen Armee fünf Soldaten und 47 angebliche Terroristen getötet worden. Zudem seien fast 160 Menschen festgenommen worden, teilte die ägyptische Armeeführung am Donnerstag mit. Zahlreiche Verstecke und Fahrzeuge der Terroristen seien zerstört worden. Unklar blieb, wann es zu den Zusammenstößen kam.

+++ 16.10 Uhr: Bahlsen lässt Geschichte seiner Zwangsarbeiter aufarbeiten +++

Der Kekshersteller Bahlsen zieht Konsequenzen aus den aktuellen Diskussionen um die Behandlung seiner Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg und wird deren Rolle wissenschaftlich aufarbeiten lassen. Der Göttinger Professor Manfred Grieger sei beauftragt, dazu ein unabhängiges Expertengremium zusammenzustellen, teilte die Gruppe am Donnerstag in einer Erklärung mit.

Am Vortag hatte sich Unternehmenserbin Verena Bahlsen für ihre Aussagen zu Zwangsarbeitern bei dem Kekshersteller entschuldigt. In einer Erklärung sprach sie von unbedachten Äußerungen sowie einem Fehler. Sie hatte der "Bild"-Zeitung gesagt: "Das war vor meiner Zeit und wir haben die Zwangsarbeiter genauso bezahlt wie die Deutschen und sie gut behandelt." Die Bemerkung hatte in den sozialen Medien empörte Reaktionen hervorgerufen.

+++ 15.47 Uhr: Bundesweit knapp 3500 neue Niederlassungsmöglichkeiten für Ärzte +++

Bundesweit werden mehrere tausend neue Niederlassungsmöglichkeiten für Ärzte geschaffen. Der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen (G-BA) beschloss am Donnerstag in Berlin eine Reform der sogenannten Bedarfsplanungsrichtlinie, die 3470 neue Sitze für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten ermöglicht. Die Krankheitslast der Versicherten in den Regionen soll bei der Planung des Medizinerbedarfs künftig stärker berücksichtigt und die Planung alle zwei Jahre angepasst werden.

Konkret soll es neue Niederlassungsmöglichkeiten für 1146 Hausärzte, 776 Psychotherapeuten, 476 Nervenärzte und 401 Kinder- und Jugendärzte geben. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) rechnet mit einem "signifikanten Anstieg der Arztsitze". Damit werde die ambulante Versorgung für 73 Millionen gesetzlich Versicherte "wieder einen Schritt besser", erklärte GKV-Vize Johann-Magnus von Stackelberg.

Der AOK-Bundesverband begrüßte, dass die "Fehlverteilung" von Ärzten etwa durch eine Mindestquote für Rheumatologen angegangen werden, dämpfte allerdings zugleich die Erwartungen. Das Grundproblem, das regional Ärzte fehlten, und die ungleiche Verteilung von Arztpraxen in Deutschland könnten auch die neuen Planungsvorgaben "nicht lösen", erklärte AOK-Chef Martin Litsch. So entstünden viele zusätzliche Kapazitäten in Regionen, in denen es schon heute offene Vertragsarztsitze gebe. Nach Angaben des G-BA gibt es derzeit bundesweit rund 3440 offene Arztsitze. 

+++ 15.23 Uhr: Deutschland hinkt bei Klimaschutz weiter hinterher +++

Deutschland hinkt beim Klimaschutz weiterhin hinterher. Dem Projektionsbericht 2019 der Bundesregierung zufolge dürften die Treibhausgasemissionen 2020 um 33,2 Prozent unter dem Wert von 1990 liegen. Damit bleibt eine erhebliche Lücke gegenüber der eigentlich zugesagten Minderung um 40 Prozent. Das Umweltministerium wies allerdings am Donnerstag darauf hin, aktuelle Entwicklungen vor allem für die Zeit bis 2030 seien in dem Bericht noch nicht berücksichtigt.

+++ 15.12 Uhr: Verkehrsbetriebe wollen E-Tretroller anbieten +++

Fahrgäste können E-Tretroller künftig wahrscheinlich auch bei städtischen Verkehrsbetrieben ausleihen. Alle großen Nahverkehrsunternehmen arbeiteten an dem Thema, hieß es am Donnerstag beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. "Das passt sehr gut zu uns", sagte Verbandspräsident Ingo Wortmann der Deutschen Presse-Agentur. "Wir bieten nicht nur eine Fahrt mit U-Bahn, Tram-Bahn, Bus von einer Haltestelle zur anderen an, sondern wir bieten Mobilität von Haustür zu Haustür an." Der Bundesrat entscheidet am Freitag über die Zulassung der Roller.

Wortmann ist Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft, die mit einem privaten Partner E-Tretroller ebenfalls einführen will. Der Verband geht davon aus, dass ÖPNV-Kunden in den Städten Tretroller extra bezahlen müssen. Später sei ein "Abo-Plus" denkbar, das die Nutzung von E-Tretrollern (E-Scootern), Fahrrädern und Carsharing-Autos einschließt -  "eine Art Mobilitätsflatrate für das Gesamtangebot einer Stadt oder Gemeinde".

+++ 15.11 Uhr: Anklage fordert in Prozess um Mordserie von Ex-Krankenpfleger Högel lebenslange Haft +++

Im Prozess um die beispiellose Mordserie des früheren Krankenpflegers Niels Högel an Klinikpatienten hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Die Anklage verlangte vor dem Landgericht Oldenburg zudem, die besondere Schwere der Schuld festzustellen, was eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausschließt. Der bereits in einem früheren Prozess zu lebenslanger Haft verurteilte 42-Jährige soll nach Überzeugung der Anklage für 97 weitere Morde verantwortlich sein, drei angeklagte Morde seien nicht sicher nachweisbar.

Eine Mitarbeiterin des Taschenherstellers Bree. Ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ist eine Variante des Insolvenzrechts, die statt einer Abwicklung auf die Sanierung eines Unternehmens zielt.

Eine Mitarbeiterin des Taschenherstellers Bree. Ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ist eine Variante des Insolvenzrechts, die statt einer Abwicklung auf die Sanierung eines Unternehmens zielt.

DPA

+++ 15.08 Uhr: Taschenhersteller Bree insolvent und auf der Suche nach Investor +++

Der bekannte Taschenhersteller Bree hat beim Amtsgericht Hamburg Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Trotz intensiver Bemühungen und einer kompletten Neuaufstellung sei es nicht gelungen, das Geschäft in die schwarzen Zahlen zurückzuführen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Bree hatte im vergangenen Jahr die Firmenzentrale von Hannover nach Hamburg verlegt, die Kollektion verjüngt und die Zahl der Mitarbeiter verringert. Bree suche nun nach einem starken, international erfahrenen Investor aus der Branche.  

+++ 15.02 Uhr: Agentur: Türkische Regierung hebt Besuchsverbot für PKK-Gründer Öcalan auf +++

Die türkische Regierung hat einem Medienbericht zufolge das Kontaktverbot für den inhaftierten PKK-Gründer Abdullah Öcalan aufgehoben. Justizminister Abdülhamit Gül kündigte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag an, das Besuchsverbot für seine Anwälte im Gefängnis von Imrali sei aufgehoben worden. Anfang Mai hatten erstmals seit 2011 Anwälte Öcalan in Haft besuchen dürfen, doch galt dies bisher als einmaliger Schritt.

+++ 14.18 Uhr: Merkel schließt Wechsel nach Brüssel  aus +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist Spekulationen entgegengetreten, sie könnte ein Führungsamt auf europäischer Ebene anstreben. Sie stehe "für kein weiteres politisches Amt, egal wo es ist, auch nicht in Europa, zur Verfügung", sagte Merkel am Donnerstag nach einem Treffen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte. Die Spekulationen waren aufgekommen, nachdem Merkel zuvor mit Blick auf Europa von einem "gesteigerten Gefühl der Verantwortung" gesprochen hatte.

Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel

AFP

Merkel hatte der "Süddeutschen Zeitung" vom Donnerstag auf die Frage, ob Europa vor einer Schicksalswahl stehe, gesagt: "Es ist jedenfalls eine Wahl von großer Bedeutung, eine besondere Wahl. Viele machen sich Sorgen um Europa, auch ich." Sie fügte hinzu: "Daraus entsteht bei mir ein noch einmal gesteigertes Gefühl der Verantwortung, mich gemeinsam mit anderen um das Schicksal dieses Europas zu kümmern."

Die Äußerung war in verschiedenen Medien dahingehend interpretiert worden, Merkel strebe nach dem Ende ihrer Kanzlerschaft einen Posten in Brüssel an.

+++13.33 Uhr: Studie: Jedes siebte Baby weltweit zu leicht bei der Geburt +++

Jedes siebte Baby weltweit ist laut einer Studie bei der Geburt zu leicht. Mehr als 20 Millionen Neugeborene wurden 2015 mit einem niedrigen Geburtsgewicht von weniger als 2500 Gramm geboren - dies war jedes siebte Baby, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Londoner Instituts für Hygiene und Tropenmedizin, des UN-Kinderhilfswerks Unicef und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für 148 Länder im Fachmagazin "The Lancet Global Health".

+++ 13.26 Uhr: Frau in Offenbach erschossen - Für Hinweise auf Täter hohe Belohnung +++

Nach dem tödlichen Schuss auf eine 44-Jährige in Offenbach ist für Hinweise zur Aufklärung der Tat eine deutlich höhere Belohnung ausgesetzt worden. "Die Familie des Opfers hat 27.000 Euro Belohnung für die Aufklärung des Verbrechens ausgesetzt", sagte der Moderator der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst", Rudi Cerne, am Mittwochabend bei der Vorstellung des Falls. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor 3000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgelobt. Nach der Sendung seien einige Hinweise eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. "Der große Durchbruch war nicht dabei."

Die Ermittler suchen seit Mittwoch mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach dem möglicherweise noch bewaffneten Schützen. Es handele sich um einen fast zwei Meter großen Mann aus dem Umfeld des Opfers mit sportlich-muskulöser Figur, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. "Aktenzeichen XY... ungelöst" zufolge ist der Mann Marokkaner. Die Öffentlichkeitsfahndung hat der Polizei zufolge bislang keine neuen Erkenntnisse gebracht.

+++ 13.19 Uhr: AfD geht gerichtlich gegen Strafzahlungen vor +++

Die AfD klagt gegen zwei Strafzahlungen in Höhe von mehr als 400.000 Euro wegen illegaler Parteispenden. Die Klage werde nun dem Bundestag zugestellt, teilte ein Gerichtssprecher am Donnerstag mit. Nach Ansicht der AfD waren die strittigen Leistungen "keine Spenden im Sinne des Parteiengesetzes".

Konkret geht es um Hilfen der Schweizer Werbeagentur Goal AG für den heutigen Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen und das Bundesvorstandsmitglied Guido Reil in Landtagswahlkämpfen 2016 und 2017. Beide Politiker stehen ganz oben auf der Kandidatenliste der AfD für die Europawahl am 26. Mai.

+++ 13.18 Uhr: Reinhold Messner: Kunst des Bergsteigens ist, nicht dabei zu sterben +++

Die Kunst des Bergsteigens ist nach Ansicht des Extremsportlers Reinhold Messner (74), dabei nicht zu sterben. "Ich bin relativ erfolgreich geworden, weil die Besseren umgekommen sind, nicht weil ich besonders gut war. Es gab Bessere als mich", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Ab und zu gebe er beim Bergsteigen auf, weil es zu gefährlich werde, das Wetter oder die Ausrüstung nicht passe.

Der Bergsteiger Reinhold Messner

Reinhold Messner ist einer der bekanntesten Bergsteiger und Abenteurer. Er bestieg alle 14 Achttausender..

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Messner zeigte sich stolz, viele Tabus gebrochen zu haben. "Also, Everest ohne Sauerstoffmaske war tabu. Die Medizin hat gesagt, das geht nicht." Er sehe die Herausforderung als Abenteuer, sagte Messner.

+++ 13.11 Uhr: Großraub in Münchner Bank - Verdächtige sitzen in U-Haft +++

Nach einem Raub von mutmaßlich mehreren Millionen Euro aus einem Bankschließfach ermittelt die Staatsanwaltschaft München I gegen mehrere Menschen. Die Verdächtigen seien in Untersuchungshaft, die Ermittlungen liefen noch, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Einem Bericht der "tz" zufolge soll eine Bande mit Unterstützung einer Bankangestellten 4,62 Millionen Euro aus dem Schließfach einer Kundin der Commerzbank entwendet haben. Die Staatsanwaltschaft gab zur Identität der Verdächtigen zunächst keine Auskunft. Der "tz" zufolge geschah der Raub zwischen Dezember 2017 und März 2018.

+++ 12.52 Uhr: Polizist entschuldigt sich für tödlichen Unfall +++

Im Prozess gegen einen Polizisten wegen der tödlichen Kollision eines Streifenwagens mit einem Mopedfahrer hat sich der Angeklagte entschuldigt. Vor dem Amtsgericht Fürth sagte der 31-Jährige: "Ich habe meine Geschwindigkeit falsch eingeschätzt und auch die Einsehbarkeit der Kreuzung. Es tut mir wahnsinnig leid, was passiert ist." Dem Beamten werden fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Der Polizist soll am 15. April vergangenen Jahres im bayerischen Zirndorf auf dem Weg zu einem Einsatz mit etwa 140 Stundenkilometern mit dem Streifenwagen über eine rote Ampel gefahren sein. Dabei kollidierte sein Auto mit einem 30-jährigen Mopedfahrer, der Grün hatte. Der Mopedfahrer starb an der Unfallstelle.

+++ 12.50 Uhr: Ex-ETA-Anführer nach 17 Jahren Flucht gefasst +++

Nach mehr als 16 Jahren auf der Flucht ist einer der einflussreichsten Anführer der früheren baskischen Untergrundorganisation ETA, Josu Ternera, am Donnerstag in Frankreich gefasst worden. Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte 68-Jährige wurde in Kooperation der spanischen und französischen Sicherheitskräfte in den frühen Morgenstunden in Sallanches in den französischen Alpen festgesetzt, wie das spanische Innenministerium mitteilte. Ternera war seit 2002 auf der Flucht, spanischen Medien zufolge soll er inzwischen schwer krebskrank sein.

+++ 11.54 Uhr: Älteste Ordensschwester Deutschlands stirbt mit 110 +++

Im Alter von 110 Jahren ist die älteste Ordensschwester Deutschlands im bayerischen Niederviehbach im Landkreis Landshut gestorben. Schwester Konrada sei 89 Jahre lang im Klosterdienst gewesen, sagte der Pfarrer der Gemeinde Nieder- und Oberviehbach, Stefan Brunner, der Nachrichtenagentur AFP. Sie starb am Dienstag. Über ihren Tod berichtete zuerst der Bayerische Rundfunk. Schwester Konrada habe den Rekord der ältesten Klosterschwester Deutschlands seit einigen Jahren gehalten und zu den ältesten Klosterschwestern der Welt gehört, sagte Brunner. Bis vor fünf Jahren habe sie die Ordenskleidung der anderen Schwestern genäht.

Rosalie Huber, wie Schwester Konrada mit bürgerlichem Namen hieß, wurde am 29. September 1908 in Niederbayern geboren. Sie war 89 Jahre lang Mitglied des Dominikanerinnenklosters in Niederviehbach. Am Samstag soll Schwester Konrada beerdigt werden.

+++ 11.53 Uhr: FDP-Gutachten: Soli muss schon 2020 weg +++

Der Solidaritätszuschlag muss nach einem verfassungsrechtlichen Gutachten im Auftrag der FDP-Fraktion spätestens zum Jahr 2020 abgeschafft werden. Der in der großen Koalition vereinbarte teilweise Wegfall ab 2021 verstoße gegen das Grundgesetz, sagte der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, in Berlin. Nach dem Auslaufen des Solidarpakts II Ende des Jahres sei die Soli-Erhebung nicht mehr zu rechtfertigen. Papier hatte das Gutachten im Auftrag der FDP-Fraktion erstellt. 

+++ 11.34 Uhr: Riad: Iran beauftragte Huthi-Rebellen mit Angriff auf saudiarabische Ölpipeline +++

 Zwei Tag nach einem Drohnenangriff der Huthi-Rebellen auf eine saudiarabische Ölpipeline hat Riad den Iran für die Attacke verantwortlich gemacht. Der von Teheran angeordnete Angriff zeige, dass die jemenitische Miliz "ein Instrument des iranischen Regimes ist", um seine Interessen in der Region durchzusetzen, schrieb der saudiarabische Vize-Verteidigungsminister Prinz Chaled bin Salman am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Riad steht an der Spitze einer Militärallianz, die im Jemen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen bekämpft.

+++ 11.03 Uhr: Live-Debatte zur Europawahl erreicht nur kleine Zuschauerschar +++

Die Live-Debatte der Spitzenkandidaten zur Europawahl hat in Deutschland nur wenig Publikum erreicht. Die Sender Phoenix und Tagesschau24 hatten am Mittwochabend ab 21 Uhr direkt aus Brüssel übertragen. Phoenix schalteten dabei laut Media Control 190.000 Zuschauer ein. Das entspricht einem Marktanteil von 0,7 Prozent. Bei Tagesschau24 waren 30.000 Zuschauer (0,1 Prozent) am Bildschirm dabei. Bei der Debatte hatten sich Manfred Weber (EVP), Frans Timmermans (SPE), Nico Cué (EL), Ska Keller (EGP), Jan Zahradil (ACRE) und Margrethe Vestager (ALDE) einen Schlagabtausch geliefert.

+++ 11 Uhr: Prozess gegen Terrorverdächtigen aus Amri-Umfeld in Berlin begonnen +++

Vor dem Berliner Kammergericht hat am Donnerstag der Prozess gegen einen Terrorverdächtigen begonnen, der einen islamistisch motivierten Anschlag in Berlin geplant haben soll. Der russische Staatsbürger Magomed-Ali C. soll dafür im Oktober 2016 Sprengstoff in seiner Berliner Wohnung verwahrt haben. An seinen Plänen soll zeitweilig auch der Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amri beteiligt gewesen sein.

Mögliches Ziel war den Ermittlungen zufolge das Berliner Einkaufszentrum "Gesundbrunnen-Center". Aus Angst vor einer Wohnungsdurchsuchung brachen C. und ein inzwischen in Frankreich inhaftierter Komplize die Pläne demnach jedoch ab. Der 31-jährige C. wurde im August 2018 in Berlin festgenommen. Für den Prozess sind insgesamt rund 40 Termine vorgesehen.

+++ 10.56 Uhr: Wohnung von 53-jährigem Toten aus Passauer Armbrustfall durchsucht +++

Im Passauer Armbrustfall hat die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Hildesheim die Wohnung des 53-jährigen Toten in Rheinland-Pfalz durchsuchen lassen. In der Wohnung in Borod seien zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt worden, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Die Durchsuchung habe die Erkenntnisse untermauern sollen, dass die beiden in Niedersachsen gefundenen toten Frauen mit dem 53-Jährigen bekannt gewesen seien. Es gebe keine Hinweise darauf, dass weitere Beteiligte in das Geschehen involviert gewesen seien.

Am Freitag waren in einer Pension in Passau die Leichen des Manns und zweier Frauen gefunden worden. Die Obduktion der Toten deutete auf einen erweiterten Suizid hin. Die Untersuchungen ergaben, dass bei allen drei Beteiligten abgefeuerte Pfeile in den Körper oder Kopf- und Halsbereich tödlich waren. Am Montag wurden in der Wohnung von einer der in Passau getöteten Frauen im niedersächsischen Wittingen zwei weitere Leichen entdeckt. Die Todesursache ist in den beiden Fällen noch nicht bekannt.

+++ 10.54 Uhr: Nest aus purem Gold gestohlen - Polizei fahndet nach Tätern +++

Nach dem dreisten Diebstahl eines Kunst-Vogelnestes aus purem Gold aus einer Berliner Grundschule fahndet die Polizei nach den Tätern. Am Mittwochnachmittag wurden bereits mehrere Häuser und ein Auto unter anderem in Ortsteilen von Berlin-Neukölln durchsucht. Nach verschiedenen Medienberichten ermittelt die Polizei im Clan-Milieu. Die Polizei sucht Zeugen, die in der Nacht zu Mittwoch an der Schule in Berlin-Marzahn etwas Verdächtiges wie fremde Autos, Menschen oder laute Geräusche bemerkt haben.

Der Wachdienst der Fuchsberg-Grundschule in Berlin-Marzahn hatte den Diebstahl des Kunstwerks "Goldenes Nest" in der Nacht zum Mittwoch bemerkt. Der reine Materialwert der 74 Zweige aus

+++ 10.39 Uhr: Lastenhubschrauber in Bayern abgestürzt +++

Ein Lastenhubschrauber ist im bayerischen Oberstdorf abgestürzt. Der Pilot wurde dabei schwer verletzt, schwebe sich aber nicht in Lebensgefahr, sagte eine Sprecherin der Polizei in Kempten am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Demnach hatte der Hubschrauber versucht, einen Mast anzuheben.

+++ 10.15 Uhr: NRW prüft Einführung fälschungssicherer Schülerausweise +++

Nordrhein-Westfalen prüft die Einführung von fälschungssicheren Schülerausweisen oder Schulbescheinigungen, um versuchten Sozialbetrug von Armutsmigranten einzudämmen. "Kommunen aus dem Ruhrgebiet wie Duisburg und Gelsenkirchen wünschen die Einführung von fälschungssicheren Schülerausweisen", sagte Landeskommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" und dem "Westfälischen Anzeiger". "Die Landesregierung prüft das und steht dem Wunsch aufgeschlossen gegenüber."

Mehrere Ruhrgebietsstädte berichteten laut Scharrenbach "von Versuchen von Zuwanderern aus Südosteuropa, mit kopierten und gefälschten Schülerausweisen und Schulbescheinigungen Kindergeld für Kinder zu beantragen, die gar nicht in NRW leben". Die Landesregierung kläre daher mit den kommunalen Spitzenverbänden Kosten, Nutzen und Arbeitsaufwand für die neuen Schülerausweise.

+++ 10.11 Uhr: Hitze auf Zypern - 37 Grad im Schatten +++

Hohe Temperaturen machen den Menschen auf der Mittelmeerinsel Zypern zu schaffen. Die Thermometer zeigten am Vormittag in der Inselhauptstadt Nikosia Temperaturen um die 37 Grad an. Dies sei ungewöhnlich für die Jahreszeit, sagten Meteorologen im Staatsfernsehen. Die Hitzewelle soll in den nächsten drei Tagen anhalten, hieß es. Die Bürger wurden aufgerufen, sich nicht zu lange im Freien in der Sonne aufzuhalten, helle Kleidung aus Baumwolle zu tragen und viel Wasser zu trinken. Ältere oder kranke Menschen sollten zu Hause bleiben, rieten Ärzte im Rundfunk.

Sven L. kommt auf Bewährung vorzeitig frei.

Sven L. kommt auf Bewährung vorzeitig frei.

DPA

+++ 9.55 Uhr: Ex-Salafistenprediger Sven L. wird vorzeitig aus Haft entlassen +++

Der ehemalige Mönchengladbacher Salafistenprediger Sven L. kommt vorzeitig aus der Haft frei. Der zuständige Strafsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf habe einer Haftentlassung von L. nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner fünfeinhalbjährigen Freiheitsstrafe zugestimmt, bestätigte ein OLG-Sprecher. L. habe sich vom Islamismus distanziert und sei unter anderem Mitglied in einem Aussteigerprogramm.

L. war am 26. Juli 2017 wegen Unterstützung der als Terrorvereinigung eingestuften islamistischen Miliz Jamwa in Syrien zu der Haftstrafe verurteilt worden. Bei der Haftdauer wird auch die Untersuchungshaft angerechnet, so dass der frühere Salafistenprediger nunmehr zwei Drittel seiner Strafe absaß.

+++ 9.50 Uhr: Kramp-Karrenbauer sagt geplante sicherheitspolitische Rede ab +++

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat ihre geplante Rede zur europäischen Sicherheitspolitik bei einer Konferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Berlin kurzfristig wegen eines Augenleidens abgesagt. Das teilten die Veranstalter am Morgen kurz vor Beginn der Konferenz mit. Kramp-Karrenbauer hatte bereits in der vergangenen Woche einen Termin wegen des Augenleidens gestrichen. Die Rede bei der KAS wäre eine ihrer ersten größeren außenpolitischen Reden als CDU-Vorsitzende gewesen.

+++ 9.16 Uhr: Rottweiler attackiert Mutter und zwei Kinder in Baden-Württemberg +++

Ein Rottweiler hat in Baden-Württemberg eine Mutter und ihre beiden Kleinkinder angegriffen. Der Hund sprang in Meßkirch im Landkreis Sigmaringen über einen Grundstückszaun und packte zunächst einen einjährigen Jungen an der Jacke, wie die Polizei Konstanz und die Staatsanwaltschaft Hechingen mitteilten. Das Kind erlitt blutende Verletzungen am Kopf und im Gesicht. Als die Mutter eingriff und den Kleinen hochnahm, verbiss sich der Rottweiler in den Oberarm der Frau. Dennoch gelang es der 30-Jährigen, ihre ein und drei Jahre alten Söhne in den Fahrradanhänger zu setzen und davonzufahren. Weil der Rottweiler nicht von der Familie abließ, flüchtete diese sich auf einen abgestellten Traktor. Zeugen wurden auf den Vorfall am Dienstag aufmerksam und leisteten Hilfe.

Die Mutter wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht und dort stationär behandelt. Der einjährige Sohn und sein dreijähriger Bruder, der diverse Prellungen und Blutergüsse davontrug, konnten die Klinik nach ambulanter Behandlung verlassen. Der Rottweiler wurde später durch Polizeibeamte bei seinem Besitzer in Meßkirch gefunden. Gegen den Halter wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Im Video: Das Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz, kurz HundVerbrEinfG, regelt unter anderem welche Hunderassen nicht nach Deutschland eingeführt werden dürfen. Außerdem gibt es auf Landesebene Rasselisten, die die Hundehaltung einschränken.

American Staffordshire-Terrier

+++ 9.04 Uhr: Ex-ETA-Anführer Josu Ternera nach jahrelanger Flucht gefasst +++

Nach Jahren auf der Flucht ist einer der Anführer der früheren baskischen Untergrundorganisation Eta, Josu Ternera, in Frankreich gefasst worden. Das teilte das spanische Innenministerium mit. Ternera wurde demnach in den frühen Morgenstunden in Sallanches in den französischen Alpen festgesetzt. Ternera, der eigentlich José Antonio Urrutikoetxea Bengoetxea heißt, war der politische Chef der Eta, die in ihrem mehr als vier Jahrzehnte langen Kampf für ein unabhängiges Baskenland mehr als 800 Menschen ermordete. Ternera war seit 2002 auf der Flucht. Die Eta hatte 2011 das Ende ihres bewaffneten Kampfes verkündet. Im April 2017 gab die Organisation dann nach eigenen Angaben ihre Waffen vollständig ab, im Mai 2018 erklärte sie ihre endgültige Auflösung.

+++ 8.57 Uhr: Mainzer Rheingoldhalle brennt +++

In Mainz brennt die Rheingoldhalle. Das Feuer sei in der Dachkonstruktion ausgebrochen, sagte ein Stadtsprecher am Morgen. Derzeit öffne die Feuerwehr das Dach, um an den Brandherd zu gelangen. Es gebe viel Rauch. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot zur Stelle. Aus Mainz und Wiesbaden seien etwa 90 Kräfte im Einsatz, sagte der Sprecher.

Für die Löscharbeiten wurde laut Polizei die angrenzende Straße, die eine der Hauptverkehrsstraßen in Mainz ist, gesperrt. "Da ist im Moment im Berufsverkehr kein Durchkommen." Auch die Auffahrt auf die Theodor-Heuss-Brücke, die Mainz und Wiesbaden über den Rhein verbindet, ist von Mainz aus nicht möglich. Die Polizei hatte zuerst mitgeteilt, das Feuer sei in einer Tiefgarage unter der Halle ausgebrochen. Die Beamten korrigierten ihre Angaben später.

+++ 8.49 Uhr: Durchsuchungen nach Raub von goldenem Nest aus Berliner Grundschule +++

Nach dem Diebstahl eines goldenen Nests aus einer Berliner Grundschule hat es mehrere Durchsuchungen gegeben. Beamten durchsuchten gestern Nachmittag ein Auto und drei Objekte in Britz, Buckow, Neukölln und Friedrichsfelde, wie die Berliner Polizei via Twitter mitteilt. Die Ermittlungen des Fachkommissariats zu dem gestohlenen Kunstwerk dauern an. Nach einem Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) zielten die Durchsuchungen auf das Clan-Milieu.

Das einem Vogelnest nachempfundene Kunstwerk aus Feingold war in der Nacht zu Mittwoch aus einer gesicherten Vitrine in einer Grundschule im Berliner Ortsteil Biesdorf gestohlen worden. Das Kunstwerk wurde seit November dort ausgestellt, allein der Materialwert soll bei 28.000 Euro liegen. Vor dem Diebstahl war demnach bereits zweimal versucht worden, das Kunstwerk zu stehlen.

+++ 8.38 Uhr: Niedersächsische Ermittler schnappen falsche Polizisten +++

Niedersächsische Ermittler haben eine Verbrecherbande geschnappt, die im gesamten Bundesgebiet als falsche Polizisten aufgetreten ist. Drei Tatverdächtige wurden festgenommen, wie die Polizei in Diepholz mitteilte. Einer der mutmaßlichen Täter wurde am Montag im Landkreis Diepholz aufgespürt und festgenommen. Dabei wurden die Ermittler von einem mobilen Einsatzkommando unterstützt. Die weiteren Festnahmen erfolgten zeitgleich im Rhein-Main-Gebiet.

Immer wieder geben sich Betrüger am Telefon als angebliche Polizeibeamte aus. Sie erklären den Angerufenen beispielsweise, dass bei festgenommenen Einbrechern ein Zettel mit deren Personalien gefunden worden sei. Sie erkundigen sich nach Vermögenswerten und Kontoständen und raten den potenziellen Opfern, ihr Bargeld von der Bank abzuheben und zu Hause zu deponieren. Oft versuchen die Täter ihre Opfer anschließend dazu zu bringen, das Geld und andere Wertgegenstände einem angeblichen Mitarbeiter der Polizei zu übergeben. 

+++ 8.34 Uhr: Mindestens zehn Menschen bei Hauseinsturz in Shanghai verschüttet +++

Beim Einsturz eines Gebäudes in Shanghai sind mindestens zehn Menschen verschüttet worden. Es handle sich um Bauarbeiter, die in dem Industriegebäude Renovierungsarbeiten vorgenommen hätten, berichteten chinesische Medien. Das Unglück ereignete sich demnach im Zentrum der chinesischen Metropole. Mindestens vier Menschen seien aus den Trümmern gerettet worden.

+++ 7.01 Uhr: Iran betont "maximale Zurückhaltung" im Konflikt mit den USA +++

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat im Konflikt mit den USA auf die "maximale Zurückhaltung" Teherans verwiesen. "Die Eskalation durch die USA ist inakzeptabel", sagte Sarif bei einem Besuch in Tokio. Trotz des Ausstiegs der USA aus dem internationalen Atomabkommen lasse die iranische Regierung "maximale Zurückhaltung" walten. Teheran fühle sich auch weiterhin an das Abkommen gebunden.

+++ 6.11 Uhr: Neuseeland verlangt künftig Eintrittsgebühr von Touristen +++

Neuseeland - eines der Traumziele vieler Deutscher - verlangt von Touristen künftig eine Art Eintrittsgebühr. Von Oktober an müssen Urlauber bei der Ankunft eine Gebühr von 35 Neuseeland-Dollar (etwa 20,50 Euro) zahlen, wie Umwelt- und Tourismusministerium in Rotorua mitteilte. Damit sollen zusätzlich etwa 47 Millionen Euro pro Jahr in die Staatskassen kommen. Das Geld soll in den Schutz von Umwelt und nationalem Erbe fließen.

Der Pazifikstaat auf der anderen Seite der Erdkugel hat nur 4,9 Millionen Einwohner. Vergangenes Jahr kamen 3,8 Millionen ausländische Urlauber ins Land, davon 101.000 aus Deutschland. Erwartet wird, dass spätestens 2025 die Marke von fünf Millionen Besuchern pro Jahr übertroffen wird. In jüngerer Zeit gab es zunehmend Klagen, dass die Infrastruktur des Landes darauf nicht eingerichtet ist.

+++ 6.04 Uhr: Großes Elektro-Lufttaxi schafft Erstflug +++

Das fünfsitzige elektrische Flugtaxi Lilium Jet hat in Oberpfaffenhofen bei München seinen Jungfernflug absolviert. Firmengründer Daniel Wiegand sagte der Deutschen Presse-Agentur, der anderthalb Tonnen schwere Prototyp sei senkrecht gestartet und auf der Stelle geschwebt. Als nächstes "werden wir Manöver fliegen." Von 2025 an sollen die Flugtaxis in mindestens zwei Städten im kommerziellen Alltagsbetrieb fliegen.

Das Elektroflugzeug sei leise und werde bei einem Tempo von 300 Kilometern pro Stunde eine Stunde lang fliegen können, sagte Wiegand. Sein Unternehmen will die Flugtaxis nicht verkaufen, sondern selbst betreiben, zu "Preisen wie mit einem Taxi". Investoren hätten Lilium mehr als 100 Millionen US-Dollar (aktuell 89,3 Mio Euro) zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen mit heute rund 300 Mitarbeitern will jetzt "noch einige Hundert Stellen mehr aufbauen und in Deutschland vier Fabriken aufbauen, wahrscheinlich in Bayern".

+++ 5.15 Uhr: Immobilienkonzern Vonovia gibt älteren Mietern Wohngarantie +++

Deutschland größter Immobilienkonzern Vonovia reagiert mit einer Wohngarantie für ältere Mieter auf die wachsende Kritik an der Branche. "Wir geben Mietern ab 70 die Garantie, dass sie ihre Wohnungen nicht verlassen müssen", sagte Vorstandschef Rolf Buch vor der Hauptversammlung heute in Bochum. Vonovia sichere ihnen zu, "dass ihre Wohnung bei Veränderung der ortsüblichen Vergleichsmiete bezahlbar bleibt". Mieterorganisationen hatten beklagt, dass viele Rentner sich die steigenden Mieten für ihre Wohnungen kaum noch leisten könnten.

+++ 5.09 Uhr: Zehntausende demonstrieren in Brasilien gegen Bildungspolitik von Bolsonaro +++

In Brasilien sind zehntausende Menschen gegen die Bildungspolitik der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro auf die Straße gegangen. In staatlichen Universitäten und Schulen fiel der Unterricht aus, damit Studenten und Schüler an den Protesten gegen geplante Kürzungen teilnehmen konnten. In Porto Alegre im Süden des Landes setzte die Polizei Tränengas gegen Demonstranten ein. Es waren die ersten landesweiten Proteste gegen Bolsonaros Regierung seit dem Amtsantritt des rechtsradikalen Präsidenten im Januar. Seine Regierung hatte zuvor angekündigt, die Ausgaben für die staatlichen Universitäten um 30 Prozent zu kürzen.

Bolsonaro bezeichnete die Demonstranten als "nützliche Idioten", die von einer "Expertenminderheit" an den staatlichen Universitäten "manipuliert" würden.

+++ 4.36 Uhr: Linksfraktion will Kündigungsverbot für Mieter über 70 +++

Ältere Mieter sollen nach dem Willen der Linken besser vor Kündigungen durch Vermieter geschützt werden. Für über 70-Jährige soll eine Kündigung durch den Eigentümer wegen Eigenbedarfs gesetzlich ausgeschlossen werden. Das geht aus einem Antrag der Linksfraktion im Deutschen Bundestag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

Immer mehr alte Menschen würden wegen Eigenbedarfs aus ihrer Wohnung gekündigt. Das sei unzumutbar, sagt die stellvertretende Fraktionschefin Caren Lay. "Wie der Volksmund schon sagt: Einen alten Baum verpflanzt man nicht." Um Betroffenen im Falle einer Kündigung einen langfristigen und aufreibenden Klageweg zu ersparen, müsse der Gesetzgeber für Klarheit sorgen, heißt es zur weiteren Begründung in dem Antrag.

+++ 3.05 Uhr: Skulptur von Jeff Koons für Rekordpreis von 91,1 Millionen Dollar versteigert +++

Eine Kaninchenskulptur des US-Künstlers Jeff Koons hat bei einer Versteigerung in New York einen Rekordpreis erzielt. Wie das Auktionshaus Christie's mitteilte, wurde die silberne Skulptur "Rabbit" eines aufblasbaren Kaninchens aus Edelstahl für 91,1 Millionen Dollar (rund 81,2 Millionen Euro) versteigert. Damit wurde der bisherige Rekordpreis für das Werk eines lebenden Künstlers erneut übertroffen. Den Rekord hielt zuletzt ein Gemälde des britischen Malers David Hockney. "Portrait of an Artist (Pool with two figures)" war im November, ebenfalls bei Christie's in New York, für rund 90,3 Millionen Dollar versteigert worden.

Die 1,04 Meter Meter hohe Stahlskulptur "Rabbit" ist eines der bekanntesten Werke des US-Künstlers und wurde von Christie's vorab auf 80 Millionen Dollar geschätzt. Sie stammt aus der Sammlung des 2017 verstorbenen US-Verlegers Samuel Irving Newhouse.

+++ 1.54 Uhr: Alabamas Gouverneurin unterzeichnet strengstes Abtreibungsgesetz der USA +++

Die Gouverneurin des US-Bundesstaats Alabama hat das strengste Abtreibungsgesetz der Vereinigten Staaten in Kraft gesetzt. Die Republikanerin Kay Ivey unterzeichnete die Neuregelung, wonach Abtreibungen künftig selbst nach Vergewaltigung oder Inzest verboten sind. Das Gesetz soll in sechs Monaten in Kraft treten, dürfte aber vorher von Gerichten gestoppt werden.     Alabamas Senat hatte die Neuregelung am Dienstagabend verabschiedet. Sie macht Abtreibung zu einer Straftat, für die Ärzten zwischen zehn und 99 Jahren Haft droht. Schwangerschaftsabbrüche sind demnach nur dann legal, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist oder der Fötus eine unheilbare Krankheit hat.

Eine Frau in pinker Klinik-Kleidung hält einen Draht-Kleiderbügel als Werkzeug für eine "Heim-Abtreibung" in der rechten Hand

+++ 0.34 Uhr: Rund 20,5 Millionen Kinder kommen zu leicht zur Welt +++

Jedes siebte Baby weltweit ist laut einer Studie bei der Geburt zu leicht. Mehr als 20 Millionen Neugeborene wurden 2015 mit einem niedrigen Geburtsgewicht von weniger als 2.500 Gramm geboren, heißt es in einer Studie des Londoner Instituts für Hygiene und Tropenmedizin, von Unicef und der WHO im Fachmagazin "The Lancet Global Health". Drei Viertel dieser Kinder kamen der Studie zufolge in Südasien und in afrikanischen Ländern südlich der Sahara zur Welt. Aber auch in wohlhabenden Ländern Europas, in Nordamerika, Australien und Neuseeland hat es demnach seit dem Jahr 2000 kaum Fortschritte bei der Verringerung des Anteils von Geburten mit niedrigem Geburtsgewicht gegeben.

+++ 0.11 Uhr: US-Verkehrsministerium unterbindet Flüge nach Venezuela +++

Das US-Verkehrsministerium hat Flüge von den USA in das Krisenland Venezuela verboten und diesen Schritt mit Sicherheitsbedenken begründet. Es gebe in Venezuela Unruhen auch in der Nähe von Flughäfen, die Sicherheit der Crews sei womöglich nicht mehr gewährleistet, teilte das Ministerium mit. Kommerzielle Passagier-Direktflüge von den USA nach Venezuela werden derzeit aber ohnehin nicht angeboten - Verbindungen existieren nur über Drittländer, etwa Panama. Das nun verhängte Verbot bezieht sich auch auf Frachttransporte auf dem Luftweg. Die USA fordern seit langer Zeit einen Regierungswechsel in Venezuela und wollen die Entmachtung von Präsident Nicolás Maduro befördern.

+++ 0.06 Uhr: 62 Prozent der Selbstständigen haben Angst um ihre Altersvorsorge +++

Ein Großteil der Selbstständigen in Deutschland von 62 Prozent hat Angst um die Altersvorsorge. Vor allem Frauen sorgen sich um ihre finanzielle Absicherung, wie eine Studie des Instituts YouGov im Auftrag der Quirin-Privatbank ergab. Dennoch würden sich neun von zehn Befragten wieder für die Selbstständigkeit entscheiden. Mit dem Verkauf der eigenen Firma, Kanzlei oder Praxis zur privaten Altersvorsorge haben sich viele Selbstständige noch gar nicht beschäftigt. Dennoch schätzen sie, dass der Erlös aus dem Verkauf im Durchschnitt 48 Prozent zu dem beisteuern kann, was sie insgesamt zur privaten Altersvorsorge zur Verfügung haben werden. Für 35 Prozent der Befragten würde der Erlös nach eigener Schätzung mindestens die Hälfte der Rücklagen ausmachen, fast ein Drittel konnte es jedoch nicht abschätzen.

dho / vit / fs / anb / wue / DPA / AFP