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News des Tages: Big Mac-Erfinder Michael Delligatti im Alter von 98 Jahren gestorben

Dänemark weist Frau wegen Bettelei aus +++ Obama schließt Präsidentschaftsbewerbung von Ehefrau Michelle aus +++ Trump will Verbrennen von US-Flaggen bestrafen +++ Lufthansa-Piloten streiken weiter +++ Die News des Tages im Überblick.

Ein Big Mac mit dem McDonald's-Logo - Der Erfinder des Doppel-Hamburgers ist gestorben

Der Big Mac ist zur Ikone des Fast Foods geworden. Sein Erfinder Michael Delligatti ist nun gestorben

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 22.20 Uhr: Erfinder des Big Mac im Alter von 98 Jahren gestorben +++

In der Geschichte des Fast Foods war er ein Pionier: Michael "Jim" Delligatti erfand vor fast einem halben Jahrhundert den Big Mac, den weltweit populären doppelstöckigen Hamburger. Nun ist Delligatti im Alter von 98 Jahren in seinem Haus in einem Vorort von Pittsburgh im US-Bundesstaat Ohio gestorben, teilte seine Familie mit. Delligatti schuf den Big Mac, als er Besitzer einer McDonald's-Filiale im Bundesstaat Pennsylvania war. Von dem Unternehmen bekam er 1967 die Erlaubnis, eine voluminösere Variante des Burgers auszuprobieren. Sein Mega-Burger bestand aus zwei Rindfleischbuletten und drei Brotscheiben. Dank des Big Macs nahmen seine Umsätze um zwölf Prozent zu - und McDonald's übernahm Delligattis Idee und bot den doppelstöckigen Hamburger landesweit an. Der Big Mac wurde zu einer Ikone der US-Esskultur. Delligatti blieb jedoch bescheiden. "Dies war nicht wie die Erfindung der Glühbirne", zitierte ihn einmal die "Los Angeles Times". "Die Glühbirne war schon da. Ich habe sie nur eingeschraubt."

+++ 21.22 Uhr: Grubenunglück in Polen kostet acht Bergleuten das Leben +++

Das schwere Grubenunglück in Südwestpolen hat acht Bergleute das Leben gekostet. Auch die letzten drei noch vermissten Arbeiter wurden am Abend tot in der Kupfergrube gefunden. "Das ist die Bilanz dieses tragischen Unglücks", sagte der Direktor der Kupfermine Rudna im niederschlesischen Polkowice, Pawel Markowski. Ein Erdbeben am Dienstagabend hatte das Unglück ausgelöst. Seitdem hatten etwa 50 Retter unter schwierigen Bedingungen unter Tage nach Verschütteten gesucht. Die Hoffnung, Überlebende zu finden, erfüllte sich aber nicht.

+++ 20.41 Uhr: Belgische Bierbraukultur nun Unesco-Welterbe +++

Die belgische Bierkultur gehört künftig zum Weltkulturerbe. Die zuständige Unesco-Kommission begründete ihre Entscheidung im äthiopischen Addis Abeba mit der lebendigen Braukultur und der Vielfalt der 1500 belgischen Biersorten. Auch die kubanische Rumba sowie das Neujahrs- oder Frühjahrsfest im Iran und benachbarten Ländern und Regionen stehen künftig auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit, ebenso wie - als erster deutscher Beitrag - die Genossenschaftsidee.

Dänische Grenze mit Fahnen skandinavischer Länder - Land schiebt Frau wegen Bettelei ab

Dänische Grenze bei Krusa: Die Behörden schieben erstmals eine Frau ab, weil sie wiederholt gebettelt hatte.


+++ 19.33 Uhr: Dänemark weist slowakische Bettlerin aus +++

Zum ersten Mal wird es in Dänemark eine Abschiebung wegen des Vorwurfs der Bettelei geben: Ein Gericht in Kopenhagen verurteilte am Mittwoch eine Slowakin wegen Bettelns auf der Straße zu 40 Tagen Gefängnis, wie die Polizei von Kopenhagen mitteilte. Danach wird die Frau abgeschoben.

Der Polizei zufolge handelt es sich um eine Wiederholungstäterin. Im Laufe ihres Prozesses habe sich gezeigt, dass sie "ausschließlich" nach Dänemark gekommen sei, um sich ihren "Lebensunterhalt durch Betteln zu verdienen".

Die Staatsanwältin Anne Jacobsen erklärte, es könne "hart" erscheinen, eine Person abzuschieben, weil sie Passanten um Geld bitte. Tatsache sei aber, dass in Dänemark Betteln illegal sei.

Bettelei kann in Dänemark mit bis zu sechs Monaten Gefängnis bestraft werden. Zuvor muss mindestens eine Warnung durch die Polizei erfolgt sein.

+++ 18.53 Uhr: Tote und Verletzte nach Waldbränden in USA +++

Für die Jahreszeit völlig untypische Wetterkapriolen haben im Süden der Vereinigten Staaten schwere Verwüstungen angerichtet. Mindestens acht Menschen starben. Drei Tote forderten bereits am Dienstag schwere Waldbrände im Bundesstaat Tennessee. Fünf Menschen kamen bei einer Serie von mehr als 20 Tornados um, die vor allem in den Bundesstaaten Alabama, Tennessee aber auch in Teilen Mississippis und Louisianas wüteten.

Bereits am Dienstag hatten verheerende Waldbrände in Tennessee große Flächen am Rande des beliebten Nationalparks Great Smokey verwüstet.
Nach Angaben lokaler Behörden wurden alleine aus den Städten Gatlinburg 14 000 Besucher und Einwohner in Sicherheit gebracht, hinzu kämen mehrere Tausend aus dem Ort Pigeon Forge. Für Gatlinburg galt auch am Mittwoch noch eine Ausgangssperre.

Dana Soehn, Sprecherin des Nationalparks, deutete im Sender CNN an, dass unachtsame Touristen für den Ausbruch des Feuers verantwortlich sein könnten. Man müsse davon ausgehen, dass es "von Menschenhand" verursacht wurde. Die ersten Brände wurden von einem Wanderweg in den Bergen etwa zehn Kilometer südlich von Gatlinburg gemeldet.

Nach Medienberichten wurden bereits mehr als 100 Gebäude zerstört, die meisten davon Hütten des Parks. Aber auch ein 16-stöckiges Hotel in Gatlinburg und weitere Gebäuden mussten evakuiert werden.


+++ 17.25 Uhr: Hamburger Polizeischülerin erschoss sich mit Dienstwaffe +++

Eine seit mehreren Tagen vermisste Polizeischülerin aus Hamburg ist tot. Bei der Frauenleiche, die in einem Wald bei Hamburg gefunden wurde, handelt es zweifelsfrei um die Polizistin. Das habe die Obduktion im Lübecker Institut für Rechtsmedizin ergeben, sagte die Pressesprecherin der Lübecker Staatsanwaltschaft, Ulla Hingst. Todesursache sei ein Schuss aus der Dienstwaffe der jungen Frau, sagte Hingst weiter.

Die Ermittler gehen von einem Suizid aus. Letzte Gewissheit soll eine Schmauchspurenuntersuchung bringen. "Doch bislang gibt es nichts, das gegen Suizid spricht. Wir haben keine Hinweise auf Fremdverschulden", sagte Hingst.

Die 22 Jahre alte Polizeischülerin war am Mittwoch vergangener Woche nicht zum Dienst erschienen und am Donnerstag vermisst gemeldet worden. Seit Freitag hatten Hundertschaften der Polizei mehrfach den Sachsenwald abgesucht. Am Dienstag war die Leiche gefunden worden.

+++ 16.00 Uhr: Frauenleiche aus Sachsenwald wird obduziert +++

Die im Sachsenwald bei Aumühle östlich von Hamburg gefundene Frauenleiche sollte nach Auskunft der Staatsanwaltschaft noch heute im Lübecker Institut für Rechtsmedizin obduziert werden. Alles spreche dafür, dass es sich bei der Toten um die vermisste Hamburger Polizeischülerin handele, sagte die Lübecker Oberstaatsanwältin Ulla Hingst. Die Kleidung entspreche der, die auf dem veröffentlichten Bild einer Überwachungskamera am S-Bahnhof Hamburg-Bergedorf zu sehen sei. Auch der Rucksack sei gefunden worden, ebenso eine Dienstpistole, wie sie bei der Hamburger in Gebrauch sei.

Die 22-Jährige war am Mittwoch vergangener Woche nicht zum Dienst erschienen und am Donnerstag vermisst gemeldet worden. Seit Freitag hatten Hundertschaften der Polizei mehrfach den Sachsenwald abgesucht. Der Vermisstenfall hatte für großes Aufsehen gesorgt.


+++ 15.55 Uhr: Unbekannter Spender bewahrt Mann vor Gefängnis +++

Ein spendabler Unbekannter hat einen 36-Jährigen vor einem Gefängnisaufenthalt bewahrt. Der 36-Jährige war am Dienstag im Bahnhof Leer von Bundespolizisten kontrolliert worden. Bei der Überprüfung der Personalien stellten die Beamten fest, dass der Mann aufgrund eines nicht bezahlten Strafbefehls wegen Trunkenheit im Verkehr gesucht wurde, teilte die Polizei Bad Bentheim am Mittwoch mit. Der einzige Weg am Gefängnis vorbei, war nun noch die sofortige Bezahlung des Strafbefehls in Höhe von 260 Euro.

Nachdem sein Bargeld nicht ausreichte, konnte er noch Geld am Automaten abheben. Allerdings genügte auch das nicht. 30 Euro fehlten zum Abwenden der sofortigen Haftstrafe. Ein Unbekannter bemerkte die missliche Lage und zögerte nicht. Er nahm das fehlende Geld aus seiner eigenen Brieftasche und bewahrte den Mann vor einer 14-tägigen Haft. Zum Grund seines Handelns erklärte der Fremde, dass er in ähnlichen Situationen auf Freunde und Familie zählen konnte - das könne er jetzt zurückgeben. Dabei verabschiedete er sich unauffällig bei dem dankbaren 36-Jährigen.

+++ 15.54 Uhr: Feuerwehreinsatz: Reh springt mehrmals in Bach +++

Ein verängstigtes Reh hat die Feuerwehr in Augsburg in Atem gehalten. Das Tier war in einem bewohnten Gebiet in einen Bach gesprungen und wegen einer betonierten Uferbefestigung zunächst nicht alleine herausgekommen. Anwohner hatten beobachtet, wie das Reh in dem kalten Wasser ums Überleben kämpfte. Die alarmierte Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr suchte den Bach stromabwärts bis zu einer Wehranlage ab - jedoch ohne Erfolg.
Schließlich entdeckte eine Frau das Tier in ihrem Garten.

Als die Feuerwehrleute in den Garten schlichen, sprang das Reh wieder ins Wasser und trieb erneut davon. Nach etwa 100 Metern das gleiche Spiel: Das Reh zog sich aus dem Wasser, konnte aber einen Maschendrahtzaun nicht überwinden. Als sich ihm ein Feuerwehrmann näherte, sprang es erneut ins kalte Nass. Schließlich tauchte das Tier unter einer Brücke durch und rettete sich danach ohne Hilfe wieder an Land - und in die Freiheit.

+++ 15.44 Uhr: Sohn tötet kranken Vater mit Kissen - Bewährungsstrafe +++

Er hatte seinen schwerkranken Vater auf dessen eigenen Wunsch hin getötet: Ein 42-jähriger Mann ist zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Meiningen (Thüringen) sah es als erwiesen an, dass der Mann aus Südthüringen seinen 68 Jahre alten Vater im November 2015 mit einem Kissen erstickt hatte. Das Gericht hielt dem Angeklagten zugute, dass er sich zuletzt aufopfernd um ihn gekümmert hatte - obwohl dieser den Sohn zu Lebzeiten ignoriert haben soll.

Der 68-Jährige litt unter anderem an einem Hirntumor und einer chronischen Lungenentzündung. Wegen starker Schmerzen habe er wochenlang einen ernstzunehmenden Todeswunsch geäußert, sagte der Vorsitzende Richter. Der Angeklagte hatte während des Prozesses zu den Vorwürfen geschwiegen.

Nach dem soll der Sohn nach Angaben des Richters gegenüber der Notärztin, Pflegekräften und Polizeibeamten geäußert haben, dass sein Vater das von ihm gewollt habe. Der Angeklagte ließ lediglich über seinen Anwalt erklären, dass er sich nicht mehr gut erinnern könne.
Da er bei der Tat fast drei Promille hatte, sei nicht davon auszugehen, dass er sich so etwas in einer derartigen Ausnahmesituation ausdenke, begründete der Richter. Das Urteil ist rechtskräftig.

+++ 15.43 Uhr: Türkei fordert 30 Mal lebenslänglich für Kurdenpolitiker +++

Mehr als neun Monate nach einem tödlichen Terroranschlag in Ankara hat die Staatsanwaltschaft 30 Mal lebenslänglich für den Kurdenpolitiker Saleh Muslim gefordert. Dem Chef der syrischen Kurdenpartei PYD und 67 weiteren Angeklagten werde vorsätzlicher Mord und Vergehen gegen die Staatssicherheit vorgeworfen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Unter den Angeklagten seien auch führende Vertreter der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei , wie Cemil Bayik und Murat Karayilan.

Zu dem Selbstmordanschlag im Februar mit 37 Toten in der Hauptstadt hatte sich die TAK - eine Splittergruppe der PKK - bekannt. Ziel waren demnach Sicherheitskräfte, die meisten der Opfer waren jedoch Zivilisten. Laut Anadolu wurde in der Anklageschrift auch festgehalten, dass es eine Terrororganisation namens TAK nicht gebe, sondern die PKK voll verantwortlich sei.

Am Dienstag vergangener Woche hatten die türkischen Behörden im Zusammenhang mit dem Anschlag die Festnahme unter anderem von Muslim, Bayik und Karayilan angeordnet. Muslim hielt sich zuletzt in Europa auf. Die PYD gilt mit ihrem militärischen Arm, den kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG), als syrischer Ableger der PKK.

+++ 15.01 Uhr: Fünf Jahre Haft für Anschlag auf Flüchtlingsunterkunft +++

Nach zwei Brandanschlägen auf eine noch leerstehende Flüchtlingsunterkunft hat das Landgericht Münster die beiden Angeklagten zu Gefängnisstrafen verurteilt. Der 23-jährige Haupttäter, der für beide Brände in Münster im April und Juni verantwortlich ist, erhielt fünf Jahre Haft. Sein zwei Jahre älterer Freund, der nur bei der ersten Tat mitgemacht hatte, wurde zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Die Angeklagten hatten Geständnisse abgelegt und waren bemüht, nicht in die rechtsradikale Ecke gestellt zu werden.

+++ 14.48 Uhr: Hausdurchsuchungen im Fall al Bakr +++

Im Fall des Chemnitzer Terrorverdächtigen Dschaber al Bakr hat die Polizei nach Informationen von "Spiegel Online" Wohnungen von vier Syrern in Nordrhein-Westfalen durchsucht. Dem Bericht zufolge sollen sie Al-Bakr als Geldboten mit etwas mehr als 2000 Euro versorgt haben.

Allerdings sei unklar, ob sie von den Terrorplänen wussten. Die Männer würden deshalb formal als Zeugen und nicht als Beschuldigte geführt und seien auch nicht festgenommen worden.

Das Verfahren der Bundesanwaltschaft sei von der NRW-Polizei personell und logistisch unterstützt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Düsseldorf auf dpa-Anfrage. Die Beamten seien in Düsseldorf und im benachbarten Neuss im Einsatz gewesen.

Al-Bakr hatte in seiner Wohnung in Chemnitz eineinhalb Kilogramm Sprengstoff, mit dem er laut Ermittlern im Auftrag der Terrormiliz IS einen Berliner Flughafen angreifen wollte. Kurz nach seiner Festnahme im Oktober erhängte sich Al-Bakr in Untersuchungshaft. Sein zunächst als Komplize verdächtigter Vermieter ist inzwischen wieder frei.

+++ 14.41 Uhr: Neuer Vogelgrippe-Befall in Mecklenburg-Vorpommern +++

In ist ein weiterer Hausgeflügel-Bestand von der Vogelgrippe betroffen. Wie das Schweriner Landwirtschaftsministerium mitteilte, wurde der Erreger H5N8 bei Hühnern, Enten und Gänsen in Neukloster festgestellt. Der Bestand umfasse rund 300 Tiere. Es sei der insgesamt zwölfte Vogelgrippefall bei Nutzgeflügel seit Anfang November im Bundesland.

Um ein Verschleppen der hochansteckenden Viren zu vermeiden, gilt für ganz Mecklenburg-Vorpommern weiter eine Stallpflicht für Geflügel. "Das Virus ist noch immer auf dem Vormarsch", erklärte Minister Till Backhaus (SPD). Die Behörden riefen Jäger auf, Blutproben von in Sperr- und Beobachtungsgebieten erlegtem Raubwild und Wildschweinen abzugeben. So soll geklärt werden, ob Füchse, Marderhunde, Iltisse oder Marder als Überträger in Frage kommen.

+++ 14.39 Uhr: Innenminister wollen schneller abschieben +++

Flüchtlinge ohne Anspruch auf Schutz in Deutschland sollen nach dem Willen der Innenminister der Länder und des Bundes künftig schneller wieder in ihre Heimat zurückgeführt werden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sprach nach einem Treffen mit seinen 16 Länderkollegen in Saarbrücken von Einigkeit darüber, "dass wir im Bereich der Rückführung, sowohl der freiwilligen Rückführung als auch der Abschiebung, besser werden wollen".

Strittig blieb jedoch, wie die bis Jahresende 2017 erwarteten rund 500 000 "Ausreisepflichtigen" zurückgeführt werden können. Die unionsgeführten Landesregierungen und de Maizière wollen Gesetzesänderungen. "Ohne dass wir Druck auf diejenigen ausüben, die mit List und Tücke und durch Vortäuschen falscher Tatsachen die Verlängerung ihres Aufenthaltes hier glauben erreichen zu können, ohne eine Erhöhung eines solchen Drucks wird es auch nicht gehen", sagte de Maizière.

Als Sprecher seiner sozialdemokratischen Kollegen widersprach Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD). Die Politik sende "das falsche Signal", wenn sie sich ständig über gesetzgeberische Veränderungen streite. "Die brauchen wir aus meiner Sicht gar nicht. Wir müssen das Signal senden: Wir machen das, wir führen die Menschen zurück." Nur dann werde es in der Bevölkerung weiterhin Zustimmung zur Willkommenskultur geben.

+++ 13.27 Uhr: Trump will Führung seines Unternehmens komplett abgeben +++

Donald Trump will sich nach eigenen Angaben als US-Präsident komplett aus seinen Unternehmen zurückziehen. Der Schritt sei rechtlich nicht zwingend, er wolle sich aber voll und ganz auf die Staatsgeschäfte konzentrieren, schrieb der 70-Jährige am Mittwoch auf Twitter. "Die Präsidentschaft ist die bei weitem wichtigere Aufgabe", so Trump. Er wolle am 15. Dezember in New York gemeinsam mit seinen Kindern Einzelheiten bekanntgeben. Zunächst hatte er geplant, seine Kinder lediglich als Treuhänder einzusetzen. 

+++ 13.19 Uhr: Brutaler Mord an Ehefrau - Angeklagter erhält lebenslänglich +++

Das Landgericht Darmstadt hat einen Mann wegen Mordes an seiner 29 Jahre alten Ehefrau zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der 35-Jährige hatte die Frau im August 2015 mit einem Messer so heftig attackiert, dass sie Tage später in einer Klinik starb. Auslöser für die Bluttat im hessischen Modautal soll ein Streit zwischen den Eheleuten gewesen sein. Die Anklage hatte die lebenslange Haftstrafe wegen Mordes gefordert. Die Verteidigung plädierte für eine Freiheitsstrafe von höchstens acht Jahren. Ihr Mandant habe im Affekt gehandelt. Dieser Argumentation folgte der Vorsitzende Richter nicht. Schon während der Ehe habe der Angeklagte seine Frau bedroht. Sie habe Angst vor ihm gehabt, sagte der Richter.

+++ 13.13 Uhr: Lufthansa legt Piloten neues Angebot vor +++

Die Lufthansa hat im Tarifstreit mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ein neues Angebot vorgelegt. Die Vergütung der Piloten könne in zwei Stufen um insgesamt 4,4 Prozent steigen, zudem werde eine Einmalzahlung angeboten, teilte das Unternehmen mit. Der Vorschlag sei "nicht an weitere Bedingungen geknüpft".

+++ 13.07 Uhr: Hotel in Elbphilamonie eröffnet +++

Ein Wahrzeichen, in dem man wohnen kann: Das gibt es seit Mittwoch im Hotel in der Elbphilharmonie. Die Luxusherberge hat ihre 244 Zimmer auf zwölf Ebenen verteilt und bietet durch bodentiefe Panoramafenster einen Ausblick über den Hafen, die Speicherstadt und die Alster. Durch die Lobby im 8. Stock gelangen die Gäste direkt auf die öffentliche Plaza und in den Konzertsaal der Elbphilharmonie.

+++13.06 Uhr: Mitglied im Beirat für Islam-Unterricht in NRW entlassen +++

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hat ein Mitglied des Beirats für den islamischen Religionsunterricht wegen "sehr fragwürdiger Äußerungen" auf Facebook abberufen. Eine Ministeriumssprecherin bestätigte am Mittwoch, dass die geposteten Beiträge des Islamwissenschaftlers "das Vertrauen in die Arbeit des Beirats untergraben und dem Ansehen des Beirats schaden könnten". In dem beratenden Gremium sind vier Vertreter tätig, die die großen Islamverbände Ditib, VIKZ, Zentralrat der Muslime und Islamrat entsenden, und zudem vier Mitglieder, die die Schulministerin im Einvernehmen mit diesen Organisationen ernennt. Das entlassene Mitglied gehörte zu den von der Ministerin ernannten Mitgliedern. Die "Rheinische Post" hatte zuerst über den Fall berichtet.

+++ 12.55 Uhr: Einsames Wildschwein kehrt zu Rinderherde zurück +++

Das verwaiste Wildschwein Johann ist zu seiner Rinderherde zurückgekehrt. Nachdem sich das Tier in den Sommermonaten lieber im Wald herumgetrieben hatte, hat sich das verwaiste Wildschwein jetzt wieder einer Viehweide in Niedersachsen angeschlossen. Die Rinderherde in der Nähe von Meensen bei Göttingen hatte sich schon im vergangenen Jahr um den damaligen Frischling gekümmert.

"Inzwischen ist Johann stark gewachsen", sagte Landwirtin Ingeborg Kraft, deren Familie die Rinder gehören. Die Rinder hätten den Rückkehrer zur Begrüßung liebevoll abgeleckt. Im Herbst 2015 hatte die Landwirtsfamilie das Wildschwein erstmals inmitten der Herde entdeckt. Es wird vermutet, dass Johann seine Mutter oder den Anschluss an seine Rotte verloren hatte.

+++ 12.22 Uhr: Grubenunglück in Polen: Mindestens drei Tote +++

Nach dem schweren Grubenunglück in einer großen Kupfermine in Südwestpolen sind bis zum Mittag drei Bergleute tot geborgen worden. Das Schicksal von fünf Arbeitern unter Tage war noch ungeklärt. 50 Retter suchten unter Hochdruck nach den Verschütteten und entdeckten dabei das dritte Opfer. "Die Ärzte konnten leider nur noch seinen Tod feststellen", sagte der Direktor der Kupfermine Rudna in Polkowice in Niederschlesien, Pawel Markowski.

Zu einem der fünf Vermissten gab es nur Sichtkontakt. "Wir können vorerst nicht zu ihm vordringen und wissen nicht, ob er bei Bewusstsein ist", berichtete Markowski. Bereits in der Nacht waren die Leichen zweier Männer im Alter von 33 und 47 Jahren geborgen worden.

+++ 12.06 Uhr: Sechs Mitglieder einer rechten Kameradschaft festgenommen +++

Die Polizei in Sachsen ist mit einer großangelegten Durchsuchungsaktion gegen Neonazis vorgegangen. Insgesamt 18 Wohnungen und ein weiteres Objekt im Raum Dresden und Heidenau seien durchsucht worden, wie die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden mitteilte. Gegen sechs Mitglieder der "Freien Kameradschaft Dresden" wurden Haftbefehle erlassen. Es bestehe der Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Bereits seit Juni 2015 laufen demnach Ermittlungen gegen die "Freie Kameradschaft Dresden". Die Gruppe steht im Verdacht, 14 Straftaten begangen zu haben, darunter die Beteiligung an der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, versuchte Brandstiftung, Landfriedensbruch im besonders schwerem Fall, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Den Rechtsextremen werden zudem Straftaten gegen Asylunterkünfte in Freital, Heidenau und Dresden und Angriffe gegen Flüchtlinge und politische Gegner angelastet, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.

+++ 12.03 Uhr: Zahl der Flüchtlinge auf griechischen Inseln steigt stetig an +++

Auf den griechischen Inseln in der östlichen Ägäis warten immer mehr Migranten auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge.
Wie der Flüchtlingskrisenstab in Athen mitteilte, befinden sich an diesem letzten Novembertag auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos gut 16.400 Migranten. Das waren rund 600 mehr als Ende August. Der "Rückstau" der Menschen auf den Inseln hänge damit zusammen, dass es nicht genügend Asylexperten in den Registrierzentren - den sogenannten Hotspots - der Inseln gebe, sagte der griechische Migrationsminister, Ioannis Mouzalas, am Mittwoch im Rundfunk. Die anderen EU-Länder hätten ihm 400 Asylexperten versprochen, bislang seien nur 36 gekommen.

+++ 11.41 Uhr: Lufthansa fliegt Donnerstag wieder normal +++

Die Lufthansa will am Donnerstag wieder nahezu nach Plan fliegen. Wegen der vorhergehenden Streiktage werde es nur noch zu vereinzelten Flugstreichungen kommen, teilte die Fluggesellschaft in Frankfurt mit. Rund 40 Flüge würden ausfallen. Am Mittwoch streikten die Lufthansa-Piloten erneut. 890 Flüge auf der Kurz- und Langstrecke wurden daher gestrichen, 98.000 Passagiere waren betroffen. Die Arbeitsniederlegungen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit treffen den Flugbetrieb bei dem Konzern seit vergangener Woche immer wieder. Lediglich am Sonntag und Montag legten die Piloten eine Streikpause ein.

+++ 11.31 Uhr: Verfassungsschutz hat "schon viele Extremisten ausgesiebt" +++

Der Bundesverfassungsschutz überprüft nach der Enttarnung eines Islamisten in den eigenen Reihen seine Einstellungspraxis. "Wir werden natürlich diesen Vorgang gründlich aufarbeiten, um zu sehen, was wir daraus lernen können", sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, am Mittwoch am Rande eines Treffens der Länder-Innenminister in Saarbrücken. Sein Amt habe "einen außerordentlich hohen Standard bei der Einstellung von Personen". Man müsse sehen, ob möglicherweise auch für die Einstellungspraxis anderer Behörden Konsequenzen gezogen werden müssten.

"Wir haben eine ganze Reihe von Personen im Rahmen des Auswahlverfahrens filtern und aussieben können, wo wir den Eindruck haben, es sind Extremisten oder Personen, die für ausländische Nachrichtendienste arbeiten", berichtete Maaßen. Vor der Einstellung habe es eine "gründliche Sicherheitsprüfung" gegeben, "wo fünf Referenzpersonen befragt und wo sämtliche Register abgecheckt wurden".

Bei dem Islamisten handele es sich um einen "deutschen mehrfachen Familienvater". Dieser stamme "aus geordneten Verhältnissen, der dann auch im Dienst gute Arbeit gemacht hat". Er sei schon vor der Einstellung zum Islam konvertiert - ob er damals schon die Absicht eines Anschlag gehabt habe, müsse noch festgestellt werden. Nach bisherigem Erkenntnisstand habe es noch "keine konkreten Planungen"
gegeben.

+++ 11.39 Uhr: Frauenmorde bei Freiburg bleiben rätselhaft +++

Die Morde an zwei jungen Frauen in Baden-Württemberg stellen die Polizei weiter vor Probleme. Im Fall einer 27-Jährigen, die beim Joggen in den Weinbergen von Endingen vergewaltigt und umgebracht worden war, habe auch der Fund eines ihrer Laufschuhe die Ermittler bislang nicht weitergebracht, sagte ein Polizeisprecher. Rund 900 Spuren werde nachgegangen.

Weder am Schuh noch an Körper, Kleidung und Gegenständen des Opfers sowie in der Umgebung des Fundorts der Leiche sei bisher brauchbare DNA entdeckt worden. Wann die Untersuchungen des Landeskriminalamtes dazu abgeschlossen seien, sei offen. Den Schuh der Anfang November getöteten Frau hatte am Sonntag ein Spaziergänger entdeckt.

Mithilfe verwertbarer DNA könnten die Ermittler klären, ob ein oder zwei Täter für die Morde verantwortlich sind. Denn auf dem Körper einer 19-Jährigen, die Mitte Oktober am Fluss Dreisam in Freiburg missbraucht und ermordet worden war, war eindeutige DNA sichergestellt worden. Auch in diesem Fall ist der Täter aber noch nicht gefasst. Die Polizei vernahm rund 1400 Menschen und prüft rund 1600 Hinweise, etwa auf ein herrenloses Fahrrad in der Nähe.

+++ 11.28 Uhr: Europaminister: "Türkei ist kein Konzentrationslager" +++

Der türkische Europaminister Ömer Celik hat Warnungen erneuert, nach denen sein Land die Grenzen für Flüchtlinge wieder öffnen könnte. "Ja, vielleicht könnten die Tore wieder geöffnet werden", sagte er in einem Interview des ARD-Europastudio Brüssel.
Die Türkei sei schließlich kein "Konzentrationslager".

Gleichzeitig warf Celik der EU vor, zentrale Bestandteile des Flüchtlingsabkommen nicht einzuhalten. Als Beispiele nannte er die Visaliberalisierung, die Finanzhilfen für die Versorgung syrischer Flüchtlinge sowie die Beschleunigung der EU-Beitrittsverhandlungen.

"Anstatt die Verhandlungen zu beschleunigen, schlägt das Europäische Parlament vor, die Beitrittsgespräche einzufrieren", kommentierte Celik. Wenn weiter mit dem Nichteinhalten von Versprechen gedroht werde, habe es für die Türkei keinen Sinn, an dem Deal festzuhalten.

+++ 11.23 Uhr: Nach Geldtransporter-Überfall prüfen Ermittler Parallelen zu RAF-Trio +++

Auf der Suche nach den Räubern des aufsehenerregenden Geldtransport-Überfalls in Salzwedel prüft die Polizei Parallelen zu Taten von drei ehemaligen RAF-Terroristen.
"Unsere Ermittler haben den aktuellen Fall in Klein Gerstedt auf dem Schirm", sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts Hannover der "Bild"-Zeitung. Sie stünden in Kontakt mit der Polizei in Sachsen-Anhalt. Das Team aus Hannover ermittelt gegen drei Ex-Mitglieder der linksextremistischen Rote Armee Fraktion (RAF), die in Norddeutschland zuletzt mehrere Raubüberfälle auf Geldtransporter begangen haben sollen.

+++ 9.59 Uhr: Hacker senden anti-israelischen Kurzfilm im TV in Israel +++

Unbekannte Hacker haben minutenlang Fernsehsendungen in Israel unterbrochen und stattdessen einen anti-israelischen Propagandafilm gesendet. Zwei kommerzielle Fernsehsender seien betroffen gewesen, berichtete das israelische Radio. Der Film sei in mehreren Regionen des Landes zu sehen gewesen. Der Clip bezog sich offensichtlich auf die zahlreichen Brände in der vergangenen Woche in Israel. In dem Film sei unter anderem gesagt worden, dass göttliche Vergeltung beteiligt gewesen sei und dass das Feuer Herzen verbrannt habe, hieß es im Radio.

+++ 9.34 Uhr: Gericht bestätigt Urteil wegen Volksverhetzung gegen Bachmann +++

Pegida-Chef Lutz Bachmann muss wegen Volksverhetzung eine Geldstrafe von 9600 Euro zahlen. In der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Dresden zogen sowohl Verteidigung als auch Staatsanwaltschaft auf Vorschlag des Richters ihre Berufung zurück. Damit ist das Urteil vom Mai aus erster Instanz rechtskräftig. Bachmann ist damals wegen herabwürdigender und hetzerischer Beleidigungen von Flüchtlingen zu 120 Tagessätzen à 80 Euro verurteilt worden. Zudem muss er die Prozesskosten aus dem ersten Verfahren und die ihm selbst entstandenen Kosten aus der Berufung tragen.

+++ 9.08 Uhr: Obama schließt Präsidentschaftsbewerbung seiner Frau endgültig aus +++

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat eine Bewerbung seiner Frau Michelle für das höchste Staatsamt ein für alle Mal ausgeschlossen. "Michelle wird sich niemals für das Amt bewerben", sagte Barack Obama dem Magazin "Rolling Stone" für seine jüngste Ausgabe in einem Interview, das am Tag nach dem Bekanntwerden des Siegs des Republikaners Donald Trump bei der aktuellen Präsidentschaftswahl geführt wurde. Barack Obama lobte seine Frau in den höchsten Tönen. "Sie ist die begabteste Person, die ich kenne." Michelle Obama löse bei der amerikanischen Bevölkerung eine "unglaubliche Resonanz" aus. Aber er müsse doch "im Scherz" hinzufügen, dass "sie zu sensibel ist, um in der Politik zu sein".

+++ 9.00 Uhr: Zwölf Mädchen sterben bei Brand in Wohnheim in der Türkei +++

Bei einem Brand in einem Mädchenwohnheim in der südtürkischen Provinz Adana sind elf Schülerinnen und ein Lehrer getötet worden. Die Ursache des Brandes vom Dienstagabend sei nach wie vor unklar, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Es werde ein Kurzschluss im Stromkasten vermutet. 22 Schülerinnen wurden laut DHA verletzt und in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

+++ 8.09 Uhr: Merkel will Beitrittsverhandlungen mit Türkei stoppen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung dafür, die Beitrittsverhandlungen der Europäischen Union mit der Türkei zu stoppen. In der Sitzung der Unionsfraktion habe sich Merkel am Dienstag dafür ausgesprochen, wegen des Vorgehens der türkischen Regierung nach dem Putschversuch keine weiteren Kapitel zu eröffnen, berichtete die Zeitung (Mittwoch). Die Kanzlerin habe den Unions-Abgeordneten empfohlen, dies auch in den Wahlkreisen bei Fragen zum Umgang mit der Türkei so zu erklären.
Das Europaparlament hatte am Donnerstag gefordert, die Beitrittsgespräche mit der Türkei auf Eis zu legen. Ankara reagierte zunächst mit der Drohung, das Flüchtlingsabkommen mit der EU aufzukündigen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erklärte aber am Dienstag, das Thema EU-Beitritt sei trotz der angespannten Beziehungen vorerst noch nicht erledigt. Die Beitrittsverhandlungen waren 2005 offiziell aufgenommen worden.

+++ 7.32 Uhr: Kolumbianischer Senat billigt neues Friedensabkommen +++

Der kolumbianische Senat hat das neue Friedensabkommen zwischen der Regierung und der Farc-Guerilla gebilligt. Das rund 300-seitige Dokument wurde am Dienstagabend einstimmig verabschiedet, wie die Senatsverwaltung mitteilte. 75 Senatoren sprachen sich für das Abkommen aus. Nun muss noch das Abgeordnetenhaus abstimmen. Der Chefunterhändler der Regierung, der frühere Vize-Präsident Humberto de la Calle, sagte bei der Senatssitzung, dass es "ein Fehler" wäre, "die Chance nicht zu ergreifen, dieses Abkommen zu billigen und es schnell umzusetzen".

+++ 7.19 Uhr: Ölpeise steigen leicht +++

Die Ölpreise sind am Tag des wichtigen Treffens der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) zunächst leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete 46,76 US-Dollar. Das waren 38 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 28 Cent auf 45,51 Dollar. Damit tendieren beide Ölpreise aber immer noch in der Nähe ihres Zwei-Wochen-Tiefs.

+++ 5.56 Uhr: Südkoreas Opposition strebt weiter Amtsenthebung der Präsidentin an +++

Südkoreas Opposition treibt weiter ein Verfahren zur Amtsenthebung der politisch angeschlagenen Präsidentin Park Geun Hye trotz ihres bedingten Rücktrittsangebots voran. Hintergrund ist eine Korruptionsaffäre um eine langjährige Freundin der konservativen Staatschefin. Einen Tag nach dem Angebot Parks hätten die Chefin der Demokratischen Partei Koreas, Choo Mi Ae, und die Vorsitzenden der zwei kleineren Oppositionsparteien bei einem Treffen erneut den bedingungslosen Rücktritt der Präsidentin gefordert, berichteten südkoreanische TV-Sender.

+++ 5.41 Uhr: Lufthansa-Piloten setzen Streik fort +++

Die Piloten bei der Lufthansa setzen ihren Streik am Mittwoch fort. "Von den 890 gestrichenen Flügen sind rund 98 000 Passagiere betroffen", sagte ein Sprecher des Unternehmens am frühen Morgen. Ein Sonderflugplan solle die Folgen des Arbeitskampfs bei Deutschlands größter Fluggesellschaft mildern. Die Flieger der Töchter Eurowings und Germanwings heben wie geplant ab. Weitere Streiks seien mit einem Vorlauf von 24 Stunden jederzeit möglich, warnte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Der Dauerkonflikt dreht sich vor allem ums Geld. Lufthansa und Cockpit streiten schon seit Jahren um die Gehälter von rund 5400 Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings.

+++ 5.38 Uhr: 35-Jähriger wegen Missbrauchs zwölfjährigen Pauls vor Gericht +++

Tagelang war der zwölfjährige Paul aus dem Schweizer Kanton Solothurn vermisst worden, ehe die Polizei den Jungen am 26. Juni in einer Düsseldorfer Wohnung entdeckte. Dort soll der 35-jährige Wohnungsinhaber den Jungen, zu dem er durch ein Onlinespiel Kontakt aufgenommen hatte, wiederholt sexuell missbraucht haben. Am Freitag beginnt vor dem Düsseldorfer Landgericht der Prozess gegen den Mann, dessen mutmaßliche Tat international Aufsehen erregt hatte.

+++ 5.35 Uhr: Italiens Wirtschaft kommt nicht voran +++

 Italiens Wirtschaft steckt in einer Flaute fest. Im Gegensatz zu vielen anderen Euro-Ländern hat sich Italien von den Schocks der Finanzkrise 2008 und der Eurokrise 2012 immer noch nicht erholt. Und das dürfte sich nicht allzu schnell ändern. "Wir erwarten nicht, dass die italienische Wirtschaft vor der Mitte des kommenden Jahrzehnts auf ihr Vorkrisenniveau zurückkehren wird", sagt Jean-Michel Six, Experte bei der Ratingagentur Standard & Poor's. Das jährliche Wachstum werde auch bis 2018 noch unter einem Prozent liegen.

+++ 5.01 Uhr: Hunderttausende nehmen Abschied von Castro +++

Mit einer Großkundgebung auf dem Revolutionsplatz in Havanna haben am Dienstagabend erneut hunderttausende Kubaner Abschied von dem verstorbenen Revolutionsführer Fidel Castro genommen. Am Mittwoch sollten Castros sterbliche Überreste einen mehrtägigen Trauerzug durch Kuba antreten, ehe die Urne am Sonntag in der Stadt Santiago de Cuba im Osten der Insel bestattet werden soll. Bereits am Montagabend waren hunderttausende auf den Revolutionsplatz gekommen, um Castro die letzte Ehre zu erweisen.

+++ 4.58 Uhr: 22 Bergleute in China nach Unglück eingeschlossen +++

In Nordosten Chinas sind 22 Bergleute nach einem nicht näher beschriebenen Unglück unter Tage eingeschlossen. Nach Berichten der Staatsmedien hatte sich das Unglück bereits am Dienstagabend in der Kohlengrube in der Nähe der Stadt Qitaihe an der Grenze zu Russland ereignet. Die Bemühungen zur Rettung der Bergleute dauerten am Mittwochmorgen an.

+++ 1.36 Uhr: Trump will Verbrennen der US-Flagge bestrafen +++

Der designierte US-Präsident Donald Trump ist mit seiner Forderung nach harten Strafen für das Verbrennen der Nationalfahne auch in der eigenen Partei auf Widerspruch gestoßen. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, erinnerte Trump daran, dass das Verbrennen von Flaggen als Form der freien Meinungsäußerung durch die Verfassung geschützt ist. Der Sprecher von Präsident Barack Obama mahnte Trump zu Respekt für die Grundrechte.

+++ 1.04 Uhr: CSU-General-Sekretär bekfäftigt Forderung nach Burka Verbot +++

Nach dem Burka-Aus in den Niederlanden hat die CSU ihre Forderung nach einem Verbot von Ganzkörperschleiern und Gesichtsschleiern in Deutschland bekräftigt. "Wenn die Niederländer Burkas verbieten können, können wir das auch", sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer der Deutschen Presse-Agentur in München. "Ein Verbot der Vollverschleierung muss jetzt auch in Deutschland kommen. Die Burka ist die Uniform des Islamismus und im aufgeklärten Europa zeigt man Gesicht", begründete Scheuer seinen Vorstoß.

tis / DPA / AFP