HOME
News

+++ Nachrichten im Ticker +++: Deutsche Familie stirbt bei Autounfall auf Mallorca

+++ Schweizer vermissen Kampfjet +++ Deutsche Familie auf Mallorca tödlich verunglückt +++ Australier füllt Salzsäure in Gleitgel-Spender +++ Festnahmen nach Anschlag in Brüssel +++ Diese und andere Nachrichten im Ticker.

Strand bei Alcudia auf Mallorca

Strand bei Alcudia: In der Nähe des Ortes im Nordosten Mallorcas ist eine deutsche Familie bei einem Autounfall ums Leben gekommen

Die Nachrichten des Tages im Überblick.

+++ 21.20 Uhr: Schweizer Armee vermisst Hornet-Kampfjet +++

Die Schweizer Luftwaffe sucht eine Kampfmaschine des US-Typs F/A-18C. Die Suche laufe im Gebiet des Sustenpasses nahe Meiringen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Das Flugzeug sei mit hoher Wahrscheinlichkeit abgestürzt. Über das Schicksal des Piloten des einsitzigen Kampfjets war zunächst nichts bekannt. Die Suche nach dem Wrack sei wegen des schlechten Wetters schwierig, hieß es. Der Funkkontakt zum Piloten war am Montagnachmittag wenige Minuten nach dem Start abgerissen. Die betroffene Maschine war 15 Sekunden nach einer anderen gestartet. Erst im vergangenen Oktober war eine zweisitzige F/A-18 im gemeinsamen Trainingsraum mit Frankreich südöstlich von Besançon abgestürzt. Der Pilot wurde dabei verletzt.

+++ 20.30 Uhr: Kolumbianische Rebellengruppe ELN hält am bewaffneten Kampf fest +++

Trotz des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation Farc hält die kleinere Rebellengruppe ELN am bewaffneten Kampf fest. Die Organisation respektiere den Inhalt des Vertrags, teile ihn aber nicht, schrieb ELN-Kommandeur Nicolás Rodríguez alias "Gabino" in einem veröffentlichten Brief an die Farc. Er wünsche den Farc allerdings Erfolg bei ihrem Vorhaben, künftig als legale politische Bewegung für ihre Zeile einzutreten. Nach vierjährigen Verhandlungen hatten sich die Regierung und die Farc auf ein Friedensabkommen geeinigt. Für formelle Gespräche mit der ELN hat die Regierung die Freilassung aller Geiseln zur Bedingung gemacht. Die Rebellen lehnen das bislang ab. Die marxistisch-leninistische Nationale Befreiungsarmee (ELN) soll derzeit rund 2000 Kämpfer in ihren Reihen haben und verübt vor allem Anschläge auf die Infrastruktur des südamerikanischen Landes.

+++ 19.15 Uhr: Deutsche Familie stirbt bei Unfall auf Mallorca +++

Eine vierköpfige deutsche Familie ist auf Mallorca tödlich verunglückt. Das Ehepaar und die beiden Töchter kamen am Montagnachmittag bei einem Frontalzusammenstoß mit dem Auto ums Leben. Der Unfall habe sich auf der Verbindungsstraße zwischen den Gemeinden Alcúdia und Artà im Nordosten der spanischen Ferieninsel ereignet, teilte eine Sprecherin der Polizeieinheit Guardia Civil mit. Der 1973 geborene Vater, die ein Jahr jüngere Mutter und die sieben und zehn Jahre alten Töchter seien wohl auf der Stelle tot gewesen, hieß es. Die Herkunft der Familie sei unbekannt.

Wie das "Mallorca Magazin" (MM) und die "Mallorca Zeitung" (MZ) online berichteten, geschah die Tragödie in der Nähe eines Reiterhofs im Gemeindegebiet von Santa Margalida. Der Fahrer des Lieferwagens habe nur leichte Verletzungen erlitten und erhalte nach Angaben des Notdienstes der Balearen psychologische Betreuung.

+++ 19.06 Uhr: Streit um Trauerfeier für Erdbebenopfer +++ 

Überschattet von einem Streit um den Austragungsort ist am Dienstag (18.00 Uhr) eine weitere Trauerfeier für die Erdbebenopfer in Italien geplant. An der Zeremonie in der zerstörten Kleinstadt Amatrice sollen auch Ministerpräsident Matteo Renzi und Staatspräsident Sergio Mattarella teilnehmen. Bei dem Erdbeben am vergangenen Mittwoch kamen mindestens 290 Menschen ums Leben, fast 230 davon in Amatrice. Am Vortag hatten Angehörige und Einwohner des Ortes in der Region Latium protestiert, weil das Begräbnis in die Provinzhauptstadt Rieti auf einen Flugplatz verlegt worden war. Dorthin waren auch schon Dutzende Leichen transportiert worden. Nach dem Protest der Angehörigen wurde die Trauerfeier nach Amatrice zurückverlegt.

+++ 18.15 Uhr: Münchner Taxifahrer fährt Fußgänger absichtlich an +++

Aus Ärger über einen Fußgänger soll ein Münchner Taxifahrer den Mann absichtlich angefahren und schwer verletzt liegengelassen haben. Der 58-Jährige stellte sich aber zehn Minuten später bei der Polizei, wie die Beamten mitteilten. Demnach hatte der 25 Jahre alte Passant am Sonntagabend mit der flachen Hand gegen eine hintere Scheibe des zügig vorbeifahrenden Autos geschlagen. Der Taxifahrer bremste, setzte zurück und fuhr direkt auf den Fußgänger zu. Der 25-Jährige wurde auf die Motorhaube aufgeladen und zu Boden geschleudert. Er kam in ein Krankenhaus. Die Polizei ermittelt gegen den Taxifahrer nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.


+++ 16.44 Uhr: Urteil: Zeitungsverlag muss keinen Rundfunkbeitrag zahlen +++

Ein Zeitungsverlag muss keinen Rundfunkbeitrag zahlen, wenn er selbst Anteile an einem privaten Radiosender hält. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden, wie ein Sprecher bestätigte. Der Münchener Zeitungs-Verlag, zu dem unter anderem der "Münchner Merkur" und die "tz" gehören, wollte den Rundfunkbeitrag sparen und begründete das mit seiner 25-prozentigen Beteiligung an einem Lokalradio-Sender. Laut Rundfunkbeitragsstaatsvertrag müssen private Rundfunkanbieter nicht zahlen, weil sie nicht dazu verpflichtet werden können, zur Finanzierung der Konkurrenz beizutragen. Der Gerichtshof gab dem Verlag recht und hob damit das Urteil der ersten Instanz auf. Er ließ die Revision zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig allerdings ausdrücklich zu.

+++ 16.30 Uhr: Polizei in Großbritannien registriert fast 300 Pokémon-Go-Vorfälle +++

Seit Veröffentlichung von Pokémon Go Anfang Juli hat die Polizei in Großbritannien fast 300 Vorfälle im Zusammenhang mit dem Smartphone-Spiel registriert. Das berichtete die BBC am Montag unter Berufung auf eine eigene Umfrage bei allen Polizeidirektionen in England und Wales. Die Bandbreite reicht von Verkehrssünden, über Raub und Körperverletzung bis hin zu Sexualdelikten. Insgesamt verzeichneten die Polizeidirektionen demnach 290 Vorfälle.

Pokémon-Go-Spieler traten dabei sowohl als Täter, als auch als Opfer in Erscheinung. Immer wieder wurden beispielsweise Autofahrer dabei erwischt, wie sie hinter dem Steuer Pokémon Go spielten. Mehrere Spieler meldeten der Polizei, ihre Handys seien ihnen während des Spielens entrissen worden. In der Nähe von Liverpool erhielt die Polizei einen Anruf, weil Kinder bei der Jagd auf Pokémons auf Gräbern in einem Friedhof herumliefen. Eine Person habe sich an die Polizei gewandt, weil sie im Zusammenhang mit dem Spiel "sexuelle Angebote" erhalten habe. 

Pokémon Go während Wettervorhersage

+++ 16.02 Uhr:  Polizei fasst chinesischen "Jack the Ripper" nach 28 Jahren +++

Die chinesische Polizei hat laut einem Zeitungsbericht einen als chinesischer "Jack the Ripper" gesuchten Mann gefasst. Der 52-Jährige habe gestanden, zwischen 1988 und 2002 insgesamt elf Morde in der nordwestlichen Provinz Gansu und der benachbarten Inneren Mongolei begangen zu haben, berichtete die staatliche Zeitung "China Daily" am Montag. Den Berichten zufolge suchte sich der Mann in Rot gekleidete weibliche Opfer aus und verfolgte diese nach Hause, wo er sie vergewaltigte und tötete. Mehrere Opfer wurden verstümmelt. Das jüngste Opfer war acht Jahre alt. Erst 2004 zogen die Ermittler eine Verbindung zwischen den Morden.

Auf die Spur kamen die Ermittler dem Mann nun durch einen Zufall: Dem Bericht zufolge war bei einem Verwandten von ihm wegen eines kleineren Vergehens ein DNA-Test gemacht worden. Dabei entdeckten die Ermittler, dass dieser mit dem seit 28 Jahren gesuchten Mörder verwandt sein musste.

+++ 15.41 Uhr: USA und Bangladesh vereinbaren Anti-Terror-Kooperation +++

Die USA und Bangladesch wollen verstärkt im Kampf gegen den Terror zusammenarbeiten. Vor allem die Geheimdienste und Sicherheitskräfte beider Länder sollten in Zukunft enger kooperieren, sagte US-Außenminister John Kerry nach einem Treffen mit Regierungschefin Sheikh Hasina. Die Terroristen versuchten, Bangladesch zu spalten, sagte Kerry zum Anschlag im Juli auf ein Café in der Hauptstadt Dhaka. Extremisten hatten am 1. Juli 20 Menschen, darunter 17 Ausländer, getötet. Die vor allem in Syrien und im Irak mächtige Terrormiliz IS hatte sich zu dem Attentat bekannt, die Regierung machte jedoch die verbotenen radikalislamische Gruppe Jamaatul Mujahideen Bangladesh verantwortlich. Kerry traf auch die Oppositionsführerin Khaleda Zia und Vertreter der Zivilgesellschaft bei seinem Kurzbesuch in Bangladesch.

+++ 15.28 Uhr: Pilot soll für seine Rettung 18.000 Euro zahlen +++

Die Rettung eines Bruchpiloten, der eine Nacht lang in einer Baumkrone festhing, kostet 18.000 Euro. Das teilte die Stadt Schwäbisch Gmünd auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Summe, die dem 59-Jährigen in Rechnung gestellt werde, ergebe sich aus allen Maßnahmen der Feuerwehr, die zu seiner Bergung nötig waren. Der Pilot aus dem Kreis Göppingen in Baden-Württemberg war Mitte August mit seinem Kleinflugzeug abgestürzt und in einem Baum in Schwäbisch Gmünd gelandet. Erst am nächsten Morgen konnte er gerettet werden. Die Ermittler gehen von einem technischen Defekt aus. Der zur Rettung erfolgte Hubschraubereinsatz taucht auf der Rechnung der Feuerwehr allerdings nicht auf. Das sei Sache der Deutschen Luftrettung. 

+++ 14.57 Uhr: Betrunkener Lastwagenfahrer schläft nach Unfall am Steuer ein +++

Ein sturzbetrunkener Lastwagenfahrer hat im nordrhein-westfälischen Herne beim Rangieren ein Auto und eine Straßenlaterne beschädigt. Wie die Polizei am Montag in Bochum mitteilte, war der 48-Jährige dabei so betrunken, dass er gleich nach dem Unfall beim Warten auf die Beamten mit dem Kopf auf dem Lenkrad seiner Zugmaschine einschlief.

Erst nach "intensiven Weckversuchen" der eintreffenden Polizeistreife sei der Fahrer "schwankend" aus seiner Zugmaschine ausgestiegen. Alarmiert hatte die Beamten demnach ein Zeuge, der den Rangierunfall am Samstagnachmittag in einem Gewerbegebiet beobachtet und den sichtlich alkoholisierten Fahrer überredet hatte, seine Fahrt nicht fortzusetzen und auf die Polizei zu warten.

Die Beamten maßen bei dem Mann knapp 2,6 Promille und beschlagnahmten Führerschein und Lkw-Schlüssel. Sie nahmen den Unfallverursacher außerdem zwecks Blutprobenentnahme und Ausnüchterung mit zu Wache.

+++ 14.53 Uhr: Autoknacker bricht zivilen Polizeiwagen auf +++

Ein Autoknacker hat sich in Aachen ausgerechnet einen Zivilwagen der Polizei als Objekt der Begierde ausgesucht. Die Kripobeamten nahmen am Freitag eine Anzeige wegen eines Wohnungsaufbruchs auf, als ein Hausbewohner verkündete, jemand habe gerade ihr Polizeiauto aufgebrochen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Beamten nahmen umgehend die Verfolgung auf und konnten den flüchtigen Autoknacker kurz darauf überwältigen.

Der Dieb hatte persönliche Unterlagen der Polizistin und deren Portemonnaie unter dem Arm. An der Hand wies der 35-Jährige mehrere Schnittwunden auf, die er sich offensichtlich beim Einschlagen der Seitenscheibe zugezogen hatte. Gleichwohl bestritt der polizeibekannte Mann die Tat. Er wurde festgenommen. Der Zivilwagen kam in die Werkstatt.

+++ 14.48 Uhr: Wegen Freiheitsberaubung verurteilter Lehrer geht in Berufung +++

Ein wegen Freiheitsberaubung in Nordrhein-Westfalen verurteilter Musiklehrer wird das Urteil angreifen. Sein Mandant werde die Verurteilung nicht akzeptieren und in die Berufung gehen, kündigte sein Anwalt Andreas Vorster aus Duisburg am Montag an.

Der Pädagoge soll mehrere Schüler im Klassenraum festgehalten haben. Das Amtsgericht Neuss hatte ihn deshalb in der vergangenen Woche wegen Freiheitsberaubung schuldig gesprochen, es aber bei einer Verwarnung mit Strafvorbehalt belassen. Der 50-Jährige müsse eine Fortbildung zum Umgang mit undisziplinierten Schülern absolvieren, andernfalls 1000 Euro Geldstrafe zahlen.

Das Urteil hatte bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Die Lehrergewerkschaft GEW hatte es als bedenklich bezeichnet.

+++ 14.02 Uhr: 76-Jähriger gesteht vielfachen Kindesmissbrauch +++

Ein 76 Jahre alter Mann hat vor dem Landgericht Aschaffenburg gestanden, die drei Enkelkinder seiner Partnerin über neun Jahre hinweg immer wieder sexuell missbraucht zu haben. Über seinen Anwalt ließ der Mann am Montag erklären, dass die Vorwürfe der Anklage zuträfen. Diese wirft ihm vor, mit den zwei Jungen und einem Mädchen zunächst Sexvideos geschaut zu haben. Insgesamt 33 Mal habe er sie dann zu sexuellen Handlungen gebracht, zum Teil auch zum vollendeten Geschlechtsverkehr. Die Kinder waren zum Zeitpunkt der ersten Tat zwischen 7 und 15 Jahren alt. Durch das Geständnis müssen sie die Übergriffe nicht vor Gericht schildern. Ein Urteil in dem Prozess könnte bereits an diesem Dienstag fallen.

+++ 13.53 Uhr: Neues Wrackteil von MH370 angespült? +++

Im südostafrikanischen Mosambik ist möglicherweise erneut ein Wrackteil der vor fast zweieinhalb Jahren verschwundenen Passagiermaschine der Malaysia Airlines angeschwemmt worden. Er habe das rund 1,20 Meter breite dreieckige Teil an einem Strand in der Nähe von Morrumbene entdeckt und der Polizei übergeben, sagte Hotelmanager Jean Viljoen am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Nach seinen Angaben befanden sich auf einer Seite Aufkleber mit Nummern, von denen einige noch lesbar waren.

Ein Vertreter der mosambikanischen Zivilluftfahrtbehörde wollte sich zunächst nicht zu dem Fund äußern. Nach seinen Angaben sollte das Teil in die Hauptstadt Maputo gebracht werden, danach werde über das weitere Vorgehen entschieden.

Flug MH370 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord von den Radarschirmen verschwunden. Trotz intensiver und aufwendiger Suche unter Leitung Australiens wurde die Boeing 777 bis heute nicht gefunden.

+++ 13.39 Uhr: Mann kippt Säure in Gleitgel-Spender +++

Die australische Polizei hat einen 62-jährigen Wiederholungstäter geschnappt, nachdem er hochgradig ätzende Salzsäure in den Gleitgel-Spender eines Schwulenclubs in Sydney gekippt hatte. Nach Berichten des australischen Rundfunksenders ABC und der Polizei vom Montag wurde der Mann am Samstag auf frischer Tat in der "Aarows Bar" erwischt.

Nach einer Reihe ähnlicher Vorfälle waren laut Polizei verschiedene Geräte in der Bar mit einem Alarm ausgestattet worden, der anschlug, sobald sich jemand an ihnen zu schaffen machte. Am Samstag ging der Alarm los, der Mann konnte noch vor Eintreffen der Polizei von Sicherheitsleuten gefasst werden.

Ein Barbesucher bezeichnete die Tat gegenüber ABC als "krank". Gegen den 62-jährigen Säure-Attentäter wird wegen des Vorsatzes ermittelt, mit Hilfe von Gift Verletzungen oder Schmerz zuzufügen.

+++ 13.33 Uhr: Fünf Festnahmen nach Explosion in Brüssel +++

Nach der Explosion an einem Kriminallabor in Belgien hat die Polizei fünf Verdächtige festgenommen. Sie seien bereits kurz nach der nächtlichen Explosion in unmittelbarer Nähe zum Tatort in einem Vorort von Brüssel gefasst worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag. Ein terroristischer Hintergrund des Anschlags könne ausgeschlossen werden.

"Es ist klar, dass etliche Leute ein Interesse daran haben könnten, Beweismittel zu vernichten", die in dem Kriminallabor untersucht werden, sagte Sprecherin Ine Van Wymersch. Nun werde ermittelt. Die Verdächtigen würden verhört.

Bei der Explosion am wichtigsten belgischen Kriminallabor war das Gebäude schwer beschädigt wordne, Feuer brach aus. Das Nationale Institut für Kriminalistik und Kriminologie ist eine wissenschaftliche Einrichtung der belgischen Justiz. In den Labors werden vor allem Spuren von Tatorten und Verdächtigen ausgewertet, um Täter zu überführen. Das Gebäude war zum Zeitpunkt der Explosion leer, niemand wurde verletzt.

+++ 13.08 Uhr: Betrunkener lässt sich absichtlich von Zug überrollen +++

Ein betrunkener Mann hat sich absichtlich von einer Regionalbahn überrollen lassen und mit Glück überlebt. Der 23-Jährige habe sich längs ins Gleis gelegt und auf Warnsignale des herannahenden Zuges nicht reagiert, teilte die Bundespolizei München am Montag mit. Obwohl der Lokführer noch eine Schnellbremsung einleitete, fuhr die Bahn am Samstag im Münchner Vorort Karlsfeld über den Mann. Dieser stand unverletzt mit einem Bekannten am Rand der Gleise, als der Lokführer nach ihm sehen wollte.

"Diese "Mutprobe" ist lebensgefährlicher Irrsinn", warnte die Bundespolizei. Sie funktioniere eigentlich nur in Wild-West-Filmen. "Je nach Geschwindigkeit und Stärke des Sogs, nach Bauart der Züge oder einfach nach der Statur der Person enden solche "Experimente" mit lebensgefährlichen Verletzungen!" Der glimpfliche Ausgang des Falls ist aus Sicht der Beamten pures Glück.

Weil der 23-Jährige 0,98 und sein 25 Jahre alter Begleiter 1,4 Promille intus hatten, konnten die Beamten sie zunächst nicht zu den Motiven befragen. Gegen den Mann wird jetzt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Hinzu können Forderungen der Deutschen Bahn kommen. Zwölf Züge hätten insgesamt 222 Minuten Verspätung, weil die Strecke zeitweise gesperrt wurde.

+++ 12.53 Uhr: Biber fällt Baum und beschädigt Autos +++

Ein Biber hat mit einem von ihm gefällten Baum in Baden-Württemberg gleich zwei Autos schwer beschädigt. Der Biber habe einen neben der Fahrbahn stehenden Baum am Samstag so angenagt, dass er auf das fahrende Auto eines 56 Jahre alten Manns gestürzt sei, teilte die Polizei in Freiburg am Montag mit.

Während der Fahrer mit dem Schrecken davon gekommen sei, habe das schwer beschädigte Auto abgeschleppt werden müssen. Eine 22 Jahre alte Frau habe dem Baum nicht mehr ausweichen können und sei in ihn hinein gefahren. Auch ihr Auto wurde beschädigt. Feuerwehrkräfte räumten den Baum schließlich von der Straße.

+++ 12.33 Uhr: Sexueller Übergriff an Silvester: Bewährungsstrafe für 19-Jährigen +++

Wegen eines sexuellen Übergriffs auf eine 19-Jährige am Neujahrsmorgen hat das Hamburger Landgericht einen Afghanen zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Die Strafkammer hielt es am Montag für erwiesen, dass der etwa 19 Jahre alte Flüchtling mit der Frau von der Reeperbahn zum S-Bahnhof Stellingen gefahren war, sie dann verletzte und sexuelle Handlungen an ihr vornahm. "Es gab ein nicht einvernehmliches Geschehen", stellte die Vorsitzende der Jugendkammer, Anne Meier-Göring, fest.
Sie verwies auf die heftige Gegenwehr der Frau, Bissspuren, Hämatome sowie die schwere Traumatisierung.

+++ 12.03 Uhr: Streit zwischen AfD und Linken - Polizei rückt mit Schrubber an +++

Zu einem Polizeieinsatz mit Schrubber und Wassereimer ist es in Montabaur bei einem Streit von AfD und Linken gekommen. Beide Parteien hatten am Samstag in der Fußgängerzone der Kreisstadt im Westerwald nebeneinander einen Infostand aufbauen dürfen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Zwei Linke schrieben mit weißer Sprühkreide neben dem AfD-Stand "Nationalismus ist keine Alternative" und "Keine Stimme für Nazis" auf den Boden. Die Rechtspopulisten alarmierten die Polizei. Diese nahm die Personalien auf und entfernte einen der beiden Schriftzüge. Den zweiten sollten die Linken wegschrubben - was sie laut Polizei aber nicht taten. Der städtische Bauhof sprang schließlich ein. Die Staatsanwaltschaft Koblenz prüft den Zwischenfall.

+++ 11.00 Uhr: Betrunkener bedroht Kindergeburtstag mit Maschinenpistole +++

Der typische Lärm feiernder Kinder bei einem Kindergeburtstag hat einen Mann in Freiburg dermaßen in Rage versetzt, dass er schreiend aus seinem Wohnungsfenster mit einem Sturmgewehr auf die feiernde Gruppe zielte. Außerdem habe der Betrunkene die Waffe dabei drohend durchgeladen, berichtete die baden-württembergische Polizei am Montag. Die von der verschreckten Feiergesellschaft alarmierte Polizei habe tatsächlich ein unbrauchbar gemachtes Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow in der Wohnung des Manns gefunden. Dieser musste zur Ausnüchterung mit auf die Polizeiwache. Außerdem sei ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung eingeleitet worden, hieß es.

+++ 10.15 Uhr: Zika-Virus auch in Singapur +++

In Singapur haben sich mindestens 41 Menschen vor Ort mit dem Zika-Virus infiziert. Das ergaben neue Untersuchungen kranker Patienten, die zuvor nicht auf Zika getestet worden waren, wie Medien am Montag berichteten. Die Gesundheitsbehörden hatten die neuen Tests angeordnet, nachdem am Samstag die erste Ansteckung innerhalb des asiatischen Stadtstaats entdeckt worden war. Es handelt sich dabei um eine 47-Jährige Frau aus Malaysia, die in Singapur arbeitet und sich dort infizierte. Keiner der Patienten war zuvor auf Reisen in Mittel- oder Südamerika gewesen, wo sich das Virus binnen Monaten rasant ausgebreitet hatte. 

Wissenschaft schnell erklärt: Zika-Virus: Müssen wir jetzt auf Sex verzichten?

+++ 9.38 Uhr: CDU-Politiker machen sich für Merkels Kandidatur stark +++

Mehrere führende CDU-Politiker haben sich für eine weitere Kanzlerkandidatur Angela Merkels (CDU) ausgesprochen. "Ich halte es für richtig, dass Angela Merkel wieder als Kanzlerkandidatin antritt", sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe). Bouffier ist zugleich einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Christdemokraten. Ähnlich äußerte sich gegenüber dem Blatt die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), die Mitglied im Präsidium der Bundes-CDU ist. "Ich bin für eine weitere Legislaturperiode, weil Angela Merkel die Richtige ist", sagte sie.

Am Sonntagabend hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im ARD-Sommerinterview erneut eine Festlegung vermieden. "Ich sage es zum gegebenen Zeitpunkt", sagte sie. Sie wies zugleich darauf hin, sie habe sich nie festgelegt, wann sie sich in dieser Sache äußern wolle. 

+++ 8.58 Uhr: Selbstmordanschlag im Jemen +++

Bei einem Selbstmordanschlag mit einer Autobombe auf ein Rekrutierungszentrum der Armee hat ein Attentäter im Süden des Jemens mehr als 30 Menschen mit in den Tod gerissen. Mehr als 50 Menschen seien in der Stadt Aden verletzt worden, hieß es am Montag in Kliniken. 

Den Angaben zufolge nahm der Attentäter eine Gruppe von Männern ins Visier, die sich für den Militärdienst einschreiben lassen wollten. Bislang ist unklar, wer hinter dem Attentat steckt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in Aden mehrfach Anschläge verübt. So starben Ende Mai bei zwei Bombenanschlägen mindestens 45 Menschen. Der IS bekannte sich zu den Taten.

+++ 8.39 Uhr: Züge fahren nach Blitzeinschlag in Hannover wieder +++

Nach dem Blitzeinschlag in eine Bahnoberleitung bei Lehrte nahe Hannover am Sonntagnachmittag läuft der Verkehr am Montag wieder planmäßig. Techniker behoben die Störung in der Nacht zum Montag vollständig, sagte ein Bahnsprecher. Der Bahnverkehr am Drehkreuz Hannover war nach dem Blitzeinschlag stark gestört. Bei Lehrte waren am Sonntagnachmittag mehrere Schaltzentralen ausgefallen. Die S-Bahnen zwischen Lehrte und Hannover konnten daher nicht fahren, der Fernverkehr nur in Richtung Lehrte.

+++ 7.56 Uhr: Explosion vor kriminologischem Institut in Brüssel +++

Ein nächtlicher Anschlag auf das kriminologische Institut in Brüssel hat laut Medien erhebliche Schäden angerichtet, aber niemanden verletzt. Die Sender RTBF und Bel RTL berichteten zunächst von einer Bombenexplosion. Später zitierte Nachrichtenagentur Belga Polizeiquellen, wonach es keine Detonation gegeben habe. Vielmehr seien Täter in der Nacht zum Montag ins Gebäude eingedrungen und hätten Feuer gelegt.

Das "Nationale kriminalistische und kriminologische Institut" (INCC) ist eine wissenschaftliche Einrichtung, in der unter anderem Beweismittel für polizeiliche Ermittlungen gesichert und ausgewertet werden. Konkrete Hinweise auf einen terroristischen Angriff gab es zunächst nicht. Die Staatsanwaltschaft kündigte für den späten Vormittag (11.00 Uhr) eine Pressekonferenz an.

Der Zwischenfall ereignete sich den Medienberichten zufolge gegen 02.00 Uhr in der Nacht. Die Feuerwehr rückte kurz darauf aus. Am Morgen berichteten mehrere Medien von einer Bombenexplosion. Ein Wagen sei auf das Gelände gefahren, anschließend sei die Bombe detoniert, meldete der öffentliche Sender RTBF. Dann sei das Feuer ausgebrochen.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte auch laut Belga zunächst, dass es auf dem Gelände zu einer Explosion gekommen sei. Die Ermittlungen zu den Hintergründen liefen. Die Umgebung des Instituts wurde abgeriegelt. 

+++ 7.07 Uhr: Polizeieinsatz am Flughafen von L.A. +++

Am Internationalen Flughafen von hat es einen Polizeieinsatz und eine Durchsuchung gegeben. Zahlreiche Notrufe seien von verschiedenen Orten des Flughafens eingegangen, berichtete NBC News. Hinweise auf einen Bewaffneten hätten sich aber nicht bestätigt, teilte der Flughafen über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Der Sender  zitierte Polizeiquellen mit den Worten, Menschen im Flughafen hätten lauten Lärm für Schüsse gehalten. Man habe keinen Hinweis auf einen Bewaffneten gefunden. Während des Polizeieinsatzes wurde das zentrale Terminal geschlossen. Erst Anfang August war ein Terminal des John-F.-Kennedy-Flughafens in New York wegen falscher Berichte über Schüsse evakuiert worden.

+++ 5.55 Uhr: Fast 9000 Flüchtlingskinder in Deutschland vermisst +++

In Deutschland sind einem Bericht zufolge derzeit fast 9000 Flüchtlingskinder als vermisst gemeldet. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) berichtet, wurden am 1. Juli 8991 unbegleitete Flüchtlingskinder und Jugendliche vermisst. Das waren mehr als im gesamten Jahr 2015 sowie doppelt so viele wie zu Jahresbeginn, als 4749 geflüchtete Minderjährige als vermisst galten.

Wie die "NOZ" weiter berichtet, handelte es sich bei dem Großteil der Vermissten um Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Die meisten Fälle haben demnach keinen kriminellen Hintergrund. "Konkrete Erkenntnisse, dass ein Teil der zu Jahresbeginn vermissten minderjährigen Flüchtlinge Kriminellen in die Hände gefallen sein könnten, liegen im nicht vor", zitiert die Zeitung Behördenangaben. Vielfach würden die Minderjährigen aufbrechen, um Verwandte oder Bekannte in anderen deutschen Städten oder im europäischen Ausland aufzusuchen.

Außerdem gebe es oft keine Rückmeldung, wenn die Kinder bei ihrer Familie angekommen seien, heißt es weiter. Hinzu kämen Mehrfachregistrierungen, etwa wenn sich Jugendliche an einem anderen Ort wieder meldeten oder es verschiedene Schreibweisen der Namen gebe.

+++ 5.51 Uhr: In Afghanistan entführte Australierin wieder frei +++

Eine im Mai in Afghanistan entführte australische Entwicklungshelferin ist wieder frei. Das geht aus einer Stellungnahme der australischen Außenministerin Julie Bishop hervor. "Sie ist jetzt in Sicherheit und es geht ihr gut", sagte Bishop.

Kerry Jane Wilson, 60, arbeitete für eine afghanische Nichtregierungsorganisation, als sie aus ihrem Büro in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad entführt wurde. Zu den Umständen der Freilassung der Frau gab es zunächst keine weiteren Informationen. Laut kam sie durch die "Unterstützung afghanischer Behörden" frei.

Australische Spezialkräfte wussten nach Angaben aus Sicherheitskreisen schon seit Wochen, wo Wilson gefangen gehalten wurde. Man wollte aber den Fortgang von Verhandlungen abwarten.

Erst Anfang August waren ein australischer sowie ein US-amerikanischer Professor der Amerikanischen Universität in Kabul entführt worden.

+++ 4.05 Uhr: Frontex fordert mehr Untertsützung für Bulgarien +++

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex hat in der Flüchtlingskrise mehr Unterstützung für das an Griechenland und die Türkei angrenzende Bulgarien verlangt. Angesichts der geschlossenen Balkanroute fächerten sich die Wege der Flüchtlinge auf, sagte Frontex-Chef Fabrice Leggeri der Zeitung "Die Welt". "Es kommen mehr Migranten aus Griechenland oder der Türkei nach Bulgarien." Das Land benötige Hilfe beim Schutz der EU-Außengrenze. "Zurzeit haben wir etwa 112 Beamte in Bulgarien eingesetzt, wir brauchen aber noch mindestens 100 mehr." Leggeri fügte an, es sei aber nicht so, dass in Bulgarien nun ähnliche Zahlen wie auf dem Westbalkan im vergangenen Jahr registriert würden.

Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borissow hatte Ende vergangener Woche in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" geklagt, sein Land werde bei der Sicherung der EU-Außengrenze zur Türkei derzeit "praktisch allein" gelassen. "Ich weiß nicht, wie lange wir dem Migrationsdruck an unserer Grenze noch standhalten können", sagte er.

Frontex ist für den Schutz der EU-Außengrenzen zuständig und unterstützt die EU-Staaten bei dieser Aufgabe. Zu diesem Zweck dirigiert die Agentur nationale Einsatzkräfte bei der Überwachung der Außengrenzen, etwa um illegale Einwanderung zu verhindern.

+++ 1.07 Uhr: Iranischer Abgeordneter schlägt Journalisten wegen kritischer Frage +++

Ein iranischer Abgeordneter hat einen Journalisten nach einer kritischen Frage zunächst beschimpft und ihm dann ins Gesicht geschlagen. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag im Parlament in der Hauptstadt Teheran und führte zu einer Protestwelle in den iranischen Medien und sozialen Netzwerken. 200 Reporter verurteilten den Vorfall in einem Schreiben an Parlamentspräsident Ali Laridschani scharf. Einen Journalisten im "Haus des Volkes" (Parlament) zu beleidigen und zu schlagen, sei inakzeptabel. Laridschani müsse schnellstens für lückenlose Aufklärung sorgen. An dem Vorfall waren ein Reporter einer reformorientierten Tageszeitung und ein Abgeordneter, der den Hardlinern nahesteht, beteiligt.

+++ 0.15 Uhr: Arbeitgeberpräsident fordert gezielte Zuwanderung +++

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat die Bundesregierung dazu gedrängt, eine gezielte Zuwanderung in den deutschen Arbeitsmarkt zu organisieren. Er sagte der "Süddeutschen Zeitung", das Rentensystem müsse "demografiefest" gemacht werden. Das Rentenproblem könne nicht damit gelöst werden, die Lebensarbeitszeit zu erhöhen, sondern die Zahl der Beitragszahler müsse vergleichsweise stabil gehalten werden. "Wir müssen Zuwanderung in den Arbeitsmarkt organisieren", sagte der Arbeitgeberpräsident.

Kramer kritisierte, die deutsche Politik verschließe die Augen vor dem Problem, dass immer weniger Menschen in Zukunft mehr Rentnern eine sehr viel längere Rentenzeit bezahlen müssen. Das sei "ein mathematisches Problem, kein ideologisches". Die Parteien hörten dabei "auf den Volksmund", sagte Kramer. Er bezweifle aber, ob dieser dafür "die richtige langfristige Lösung anbietet".

tkr / DPA / AFP