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News des Tages: Deutscher Base-Jumper Dominik Loyen tödlich verunglückt

New York: Schwerer Unfall auf der Brooklyn Bridge +++ Frauentag wird wohl Feiertag in Berlin +++ Ikea setzt verstärkt auf Innenstadt-Läden +++ Abschiebung von Sami A. vorerst rechtens +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Base-Jumper in Malaysia

Base-Jumper in Malaysia

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Base-Jumper Dominik Loyen verunglückt (20.30 Uhr) 
  • Berlin wird Frauentag wohl zum arbeitsfreien Feiertag machen (16.08 Uhr)
  • Ikea setzt verstärkt auf Innenstadt-Läden und Internet (15.42 Uhr)
  • Gericht hebt Abschiebeverbot für Ex-Bin-Laden-Leibwächter Sami A. auf (15.14 Uhr)
  • Polizei findet 27-Jährigen tot in seiner Wohnung - umgeben von Schusswaffen und Chemikalien (13.38 Uhr)
  • Ex-Pfleger Högel äußert sich zu mutmaßlich ersten Morden (10.10 Uhr)
  • AfD-Chefin Weidel rechtfertigt im Bundestag illegale Parteispenden mit Vorwürfen an die anderen Parteien  (9.12 Uhr)
  • Nun 81 Tote bei "Camp"-Feuer in Kalifornien (7.08 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 23.08 Uhr: Junge macht Hausaufgaben nicht - totgeschlagen +++

Ein neun Jahre alter Junge soll in Ostfrankreich von Familienmitgliedern totgeschlagen worden sein, weil er seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Ermittler hätten im elsässischen Mülhausen (Mulhouse) vier Menschen aus der Familie und deren Umkreis in Gewahrsam genommen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP. Der Junge war bereits Mitte September tot zuhause aufgefunden worden. Seine Schwester, sein Bruder und dessen Freundin hatten Retter alarmiert, da sie das Kind nicht wiederbeleben konnten. Es sei heftig geschlagen worden, so die Agentur.

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+++ 22.40 Uhr: Karel Gott aus Krankenhaus entlassen +++

Gute Nachricht für Fans des tschechischen Schlagerstars Karel Gott: Der 79-Jährige ist nach knapp einer Woche im Krankenhaus nach Hause entlassen worden, wie seine Sprecherin  bekanntgab. Die nächsten Tage werde sich der Sänger ("Biene Maja") noch ausruhen müssen. Gott war nach Medienberichten bereits am vorigen Donnerstag von seiner Frau Ivana mit einer Atemwegsentzündung in die Prager Universitätsklinik gebracht worden.

+++ 22.37 Uhr: Selbstgebaute Bomben in Londoner Wohnung entdeckt

Zwei selbstgebaute Sprengsätze sind in einer leer stehenden Wohnung im Norden Londons entdeckt worden. Das teilte Scotland Yard mit. Die Bomben seien entschärft worden und würden nun untersucht, hieß es in der Mitteilung. Festnahmen gab es zunächst keine. Die Anti-Terror-Einheit übernahm die Ermittlungen. Das Areal wurde zunächst weiträumig abgesperrt und weitere Wohnungen durchsucht. Die britische Hauptstadt war in der jüngsten Vergangenheit mehrfach Ziel terroristischer Anschläge geworden, zumeist mit islamistischem Hintergrund. Zuletzt wurden im September 2017 insgesamt 30 Menschen verletzt.

+++ 20.30 Uhr: Base-Jumper Dominik Loyen verunglückt +++

Dominik Loyen

Der berühmte deutsche Base-Jumper Dominik Loyen ist tot. Der gebürtige Nordrhein-Westfale soll am Montag in Portugal tödlich verunglückt sein, berichtet die "Bild"-Zeitung mit Verweis auf die Hafenpolizei Lissabon. Zu Beginn der Woche sei Loyen mit einem Freund von einer etwa 100 Meter hohen Klippe gesprungen, doch der Fallschirm habe sich nicht geöffnet. Kurz über dem Strand sei er gegen einen Felsen geprallt. Laut "Bild" konnte das Rettungsteam den Profi nicht wiederbeleben.

+++ 18.12 Uhr: Tschechische Sozialdemokraten bleiben Misstrauensvotum fern +++

Der Juniorpartner der tschechischen Koalition will nicht an der Misstrauensabstimmung gegen die Regierung in Prag teilnehmen. Es gebe zu dem Bündnis keine Alternative, sagte der Vorsitzende der Sozialdemokraten (CSSD), Jan Hamacek, zur Begründung. Damit wird ein Erfolg des Misstrauensantrags der konservativen Opposition unwahrscheinlich. Die Oppositionsparteien kommen allein auf 92 Mandate, doch für ein erfolgreiches Misstrauensvotum wären 101 Stimmen der 200 Abgeordneten erforderlich. Die Debatte im Parlament beginnt am Freitag. Hintergrund sind neue Enthüllungen in einer Korruptionsaffäre. Die Polizei ermittelt gegen Regierungschef Andrej Babis wegen mutmaßlichen Betrugs bei EU-Subventionen.

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+++ 17.48 Uhr: Verhandlung über Fahrverbote in Darmstadt endet ohne Urteil +++

Die Verhandlung am Verwaltungsgericht Wiesbaden über mögliche Fahrverbote in Darmstadt ist ohne ein Urteil zu Ende gegangen. Stattdessen wollten sich Kläger und Beklagte zusammensetzen und einen Vergleich aushandeln, sagte eine Gerichtssprecherin. Gelingt das nicht, werde am 19. Dezember ein Urteil verkündet.

+++ 17.32 Uhr: Österreich verbannt christlichen Sexualkundeverein aus Schulen +++

Das österreichische Bildungsministerium hat den christlichen Sexualkundeverein Teenstar vorerst aus den Schulen verbannt. "Eine Fortführung der Aktivitäten wird in der derzeitigen Form nicht möglich sein", hieß es im Bildungsministerium. Österreichische Medien hatten über den Verein berichtet, der Workshops und Kurse in Schulen anbietet, und aus mutmaßlichen Schulungsunterlagen zitiert. Demnach werde etwa Homosexualität als "Schicksal" dargestellt, dem man mit "gutem Fachpersonal" begegnen könne. Masturbation werde darin als schädlich verurteilt. Der Verein ist auch in Deutschland aktiv, wie und wo genau ist jedoch unklar.

+++ 17.29 Uhr: Israels Justizministerin hält Trumps Nahost-Plan für "Zeitverschwendung +++

Israels Justizministerin Ajelet Schaked hat den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Nahost-Friedensplan als "Zeitverschwendung" bezeichnet. "Ich bin einfach realistischer und weiß, dass es derzeit keine Zukunft für diese Projekte gibt", sagte die Politikerin der religiös-nationalistischen Siedlerpartei Jüdisches Heim in Jerusalem. Sie gehe davon aus, dass der "Graben" zwischen Israelis und Palästinensern "viel zu groß" sei, um durch einen Friedensplan geschlossen zu werden.

+++ 17.17 Uhr: Schwerer Unfall auf der Brooklyn Bridge +++

Ein schwerer Unfall hat den Verkehr auf der New Yorker Brooklyn Bridge für mehrere Stunden lahmgelegt. Drei Autos seien am Morgen aus zunächst ungeklärter Ursache kollidiert und hätten Feuer gefangen, teilte die Feuerwehr mit. Ein Mensch kam ums Leben, fünf wurden leicht verletzt. Die Feuerwehr konnte den Brand schließlich unter Kontrolle bringen. Die Brooklyn Bridge - eine der meistbefahrenen Brücken der Millionenmetropole und beliebte Touristenattraktion - musste zur morgendlichen Hauptverkehrszeit für mehrere Stunden abgesperrt werden.

+++ 16.25 Uhr: Lobby-Control erhebt schwere Vorwürfe gegen AfD in der Spendenaffäre +++

Die Organisation LobbyControl erhebt in der AfD-Spendenaffäre schwere Vorwürfe gegen die Partei. "Die AfD profitiert seit Jahren von millionenschweren Wahlkampagnen durch anonyme Kräfte, hinter denen ein Briefkastenverein und eine Schweizer PR-Agentur stehen", erklärte LobbyControl-Vertreter Ulrich Müller. "Das zeigt erneut, dass die Partei kein Problem mit verdeckten Geldflüssen hat", so Müller. Lobby-Control bezog sich auf Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung", denenzufolge die AfD engere Kontakte zu dem "Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten" habe, als bislang bekannt. Den Rechercheergebnissen zufolge legt eine Serie von E-Mails nahe, dass ein enger Vertrauter von AfD-Fraktionschefin Alice Weidel im vergangenen Jahr den Vorsitzenden des Vereins, David Bendels, in die Etablierung eine parteinahe Stiftung eingebunden hat, um diese mit Geld auszustatten. Die offensichtliche Kooperation zwischen AfD und dem Verein verstoße gegen das Transparenzgebot des Parteiengesetzes und sei ein Fall für den Staatsanwalt, erklärte LobbyControl.

+++ 16.19 Uhr: Berlin wird Internationalen Frauentag voraussichtlich zum gesetzlichen Feiertag machen +++

Als erstes Bundesland wird Berlin den Internationalen Frauentag am 8. März voraussichtlich zum arbeitsfreien gesetzlichen Feiertag machen. Wenige Tage nach der Linken und der SPD sprach sich auch die Fraktion der Grünen im Abgeordnetenhaus mehrheitlich dafür aus. Das letzte Wort sollen nun die Delegierten eines Grünen-Parteitags am Samstag haben; eine Mehrheit gilt als wahrscheinlich. Damit der neue Feiertag bereits im kommenden Jahr umgesetzt werden kann, muss dann rasch ein entsprechender Antrag in das Abgeordnetenhaus eingebracht und beschlossen werden. Das rot-rot-grün regierte Berlin gehört zu den Bundesländern mit den wenigsten Feiertagen. Aktuell sind es 9, in Bayern dagegen 13.

+++ 16.08 Uhr: US-Militär tötet bei Luftangriff in Somalia sieben Al-Shabaab-Kämpfer +++

Erneut haben die US-Streitkräfte mit Luftangriffen in Somalia nach eigenen Angaben etliche Kämpfer der Terrorgruppe Al-Shabaab getötet. Bei einem Angriff nahe Quy Cad seien sieben Mitglieder der Terrormiliz getötet worden, teilte das US-Militär mit. Zivilisten seien nicht verletzt oder getötet worden, hieß es. Erst am Montag hatte das US-Militär nach eigenen Angaben bei zwei Luftangriffen 37 Terroristen getötet. Die USA unterstützen das somalische Militär im Kampf gegen Al-Shabaab. Die mit Al-Kaida verbundenen sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in dem instabilen Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft. Sie verüben immer wieder Anschläge und Attentate auf Sicherheitskräfte sowie Zivilisten.

+++ 16.02 Uhr: Kampf gegen Crystal Meth - Zoll stellt tonnenweise Erkältungsmittel sicher +++

Im Kampf gegen die Droge Crystal Meth hat der tschechische Zoll fast 110 Kilogramm an Erkältungsmitteln mit dem Grundstoff Pseudoephedrin sichergestellt. Tschechien hat seit dem Sommer die Ausgabe von Medikamenten mit diesem Wirkstoff beschränkt. Kriminelle Banden schmuggeln den Stoff aber nun offenbar von weiter her ins Land. Crystal kann relativ leicht mit Pseudoephedrin, das aus Erkältungsmitteln extrahiert werden kann, hergestellt werden. Bei der Routinekontrolle eines bulgarischen Lastwagens nahe der östlichen Industriestadt Ostrau stieß der Zoll nun auf die große Menge, wie eine Sprecherin bekanntgab. Mit den mehr als 300.000 Tabletten hätten den Angaben zufolge rund 29 Kilogramm Crystal mit einem Schwarzmarktwert von knapp 800.000 Euro hergestellt werden können.

+++ 15.42 Uhr: Ikea streicht 7500 Jobs - und setzt mehr auf Innenstadt-Läden und Internet +++

Der schwedische Möbelriese Ikea strukturiert sich um und will bis 2020 weltweit 7500 Jobs abbauen. Die Einzelhandelslandschaft verändere sich "in einem nie dagewesenen Ausmaß und Tempo", erklärte der Mutterkonzern Ingka. Auch das Kundenverhalten ändere sich schnell und diesen Bedürfnissen wolle das Unternehmen begegnen, fügte Firmenchef Jesper Brodin hinzu. Ikea will sich künftig verstärkt auf seine Präsenz in den Städten und das Onlinegeschäft konzentrieren. In den kommenden beiden Jahren sollen demnach 30 neue "Ikea Kontaktpunkte" entstehen - neben klassischen Einrichtungshäusern auch "neue Formate" - außerdem sollen die digitalen Kapazitäten ausgebaut werden. Das alles schaffe 11.500 neue Jobs, zugleich könnten allerdings 7500 von 160.000 Stellen wegfallen, teilte das Unternehmen mit. Davon seien alle Märkte betroffen und dabei vor allem der Verwaltungsbereich, sagte eine Sprecherin.

+++ 15.15 Uhr: Auch die Schweiz tritt UN-Migrationspakt vorerst nicht bei +++

Nach den USA, Österreich und anderen Staaten nimmt jetzt auch die Schweiz Abstand vom Migrationspakt der Vereinten Nationen. Er soll Mitte Dezember in Marokko angenommen werden. Die Schweiz werde dazu nicht anreisen, teilte die Regierung in Bern mit. Sie wolle dem Parlament Gelegenheit geben, über den Pakt zu beraten. Sie schloss eine spätere Zustimmung nicht aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den umstrittenen Pakt im Bundestag noch als Beitrag zur internationalen Lösung von Migrationsfragen verteidigt. Der Pakt soll unter anderem der Ausbeutung von Migranten etwa als billige Arbeitskräfte vorbeugen, die Registrierung in Heimatländern verbessern, um Abschiebungen zu erleichtern, und den Kampf gegen Schlepper verbessern, die Migranten illegal in andere Länder schleusen.

+++ 15.14 Uhr: Gericht hebt Abschiebeverbot für mutmaßlichen früheren Leibwächter von Bin Laden, Sami A., auf +++

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat das Abschiebeverbot gegen den zunächst rechtswidrig abgeschobenen mutmaßlichen Islamisten Sami A. aufgehoben. Das Gericht gab einem entsprechenden Antrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) statt. Die Entscheidung der Kammer kann nicht mehr angefochten werden. Der von Sicherheitsbehörden als islamistischer Gefährder eingestufte Mann - mutmaßlich ein früherer Leibwächter des Terroristenführers Osama bin Laden - war vor gut vier Monaten trotz eines Abschiebeverbots rechtswidrig nach Tunesien abgeschoben worden. Das Bundesflüchtlingsamt beantragte Ende Oktober bei Gericht, dieses Verbot aufzuheben und eine Eilentscheidung vom 12. Juli entsprechend zu ändern. Grundlage des Antrags war eine seit Kurzem vorliegende Erklärung der tunesischen Behörden, dass dem 42-Jährigen in seinem Heimatland keine Folter droht. Der aktuelle Beschluss betrifft diese Eilentscheidung. Wann im sogenannten Hauptsacheverfahren entschieden wird, steht noch nicht fest.

+++ 13.38 Uhr: Polizei findet 27-Jährigen tot in seiner Wohnung - umgeben von Schusswaffen und Chemikalien +++

Mysteriöser Todesfall in Sachsen: Umgeben von Schusswaffen und Chemikalien haben Polizisten einen 27-jährigen Mann tot in seiner Wohnung in Struppen gefunden, wie die Polizei in Dresden mitteilte. Zudem fanden die Beamten in der Wohnung Gerätschaften, mit denen offenbar ein Brand entfacht oder eine Explosion ausgelöst werden kann. Die Hintergründe waren zunächst unklar.    

Die Mutter des 27-Jährigen hatte sich den Angaben zufolge am Dienstagabend an die Polizei gewandt und den Verdacht geäußert, dass sich ihr Sohn in einer hilflosen Lage befinde. Die Beamten fuhren daraufhin zu der Wohnung des Mannes. Dort sahen sie jemanden auf dem Bett liegen, außerdem Schusswaffen und Chemikalien.    

Allerdings mussten sich die Einsatzkräfte vorübergehend zurückziehen, weil ihre Geräte Kohlenmonoxidalarm gaben. Als die Helfer später mit Schutzausrüstung die Wohnung betraten, fanden sie den 27-Jährigen tot vor. Aufschluss über die Todesumstände und die Herkunft der Waffen und Chemikalien sollen die weiteren Ermittlungen bringen.

+++ 13.23 Uhr: Rembrandts Daumenabdrücke offenbar auf Bild entdeckt +++

Zwei Fingerabdrücke von Rembrandt sind höchstwahrscheinlich auf einer Ölskizze aus dem 17. Jahrhundert entdeckt worden. Experten fanden die Daumenspuren in der unteren Farbschicht bei einer Restaurierung des Bildes.

Es seien keine anderen Fingerabdrücke Rembrandts bekannt und somit ein Vergleich unmöglich, teilte das Auktionshaus Sotheby's in London mit. Aufgrund der Lage der Abdrücke in der Farbschicht sind sich die Experten aber trotzdem so gut wie sicher, dass sie von dem holländischen Künstler stammen müssen.

Das Auktionshaus versteigert das nur 25 Zentimeter große Werk "Studie des Kopfes eines jungen Mannes", das Jesus darstellen soll,  am 5. Dezember. Der Schätzpreis liegt bei sechs Millionen Britischen Pfund (etwa 6,7 Millionen Euro). Das Bild soll um 1650 entstanden sein.

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+++ 12.55 Uhr: Putzfrau räumt Luxus-Diebstähle ein - 400.000 Euro Schaden +++

Eine Putzfrau hat zugegeben, Bargeld, Schmuck und andere Luxus-Gegenstände im ganz großen Stil geklaut zu haben. Vor dem Landgericht München II räumte sie die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft grundsätzlich ein - an einige gestohlene Wertsachen könne sie sich aber nicht mehr erinnern. Dazu zählen mehrere teure Luxus-Handtaschen.

Die Angeklagte soll mehrere Arbeitgeber um mehr als 400.000 Euro geschädigt haben. Unter falschem Namen heuerte die 39-Jährige nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei verschiedenen Familien in der Region Starnberg als Putzfrau an. Während sie die Häuser saubermachte, soll sie Bargeld und Wertgegenstände wie Schmuck, eine Rolex-Uhr, Manschettenknöpfe, Silberbesteck oder die Handtaschen gestohlen haben. Ihre Arbeitgeber hatten die Frau über Internetportale wie Ebay Kleinanzeigen gefunden und gebucht.

+++ 12.30 Uhr: EU-Kommission ebnet im Schuldenstreit mit Italien Weg für Strafverfahren +++

Im Streit um Italiens Haushaltspläne hat die EU-Kommission den Weg für ein Defizitverfahren mit möglichen Sanktionen geebnet. Italien erfülle die EU-Anforderungen für einen Schuldenabbau mit seinem Budget für 2019 nicht, erklärte die Behörde am Mittwoch in Brüssel. Die Kommission komme daher zu dem Schluss, dass die Eröffnung eines Verfahrens wegen eines übermäßigen Defizits "gerechtfertigt" sei, das zu Bußgeldern in Milliardenhöhe führen kann

+++ 12.28 Uhr: Brüssel lehnt Italiens Haushaltsplan ab - Schuldenregel verletzt +++

Die EU-Kommission hat den italienischen Budgetplänen für das kommende Jahr endgültig eine Absage erteilt. Die geplanten Ausgaben für 2019 seien nicht akzeptabel, teilte die Brüsseler Behörde mit.

Die Kommission attestierte der Regierungskoalition aus Populisten und Rechten in Rom zudem, gegen die sogenannte Schuldenregel zu verstoßen. Demnach ist in Europa eine Gesamtverschuldung von maximal 60 Prozent der Wirtschaftsleistung erlaubt. Italien weist eine Schuldenquote von mehr als 130 Prozent auf - das ist das Verhältnis der Gesamtverschuldung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das Land ist daher verpflichtet, seine Schulden längerfristig zu reduzieren.

Damit ebnet die EU-Kommission den Weg für die baldige Eröffnung eines offiziellen Defizitverfahrens gegen Rom. An dessen Ende könnten finanzielle Sanktionen stehen. Die europäischen Finanzminister müssten dem allerdings zustimmen.

+++ 12.12 Uhr: Israelischer Minister ruft zum Boykott von Airbnb auf +++

Nach der Ankündigung der Online-Übernachtungsbörse Airbnb, Unterkünfte in israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland aus ihrem Angebot zu nehmen, hat ein führender israelischer Minister ein Boykott des Unternehmens gefordert. "Wir rufen alle Unterstützer Israels weltweit dazu auf, nicht mehr mit Airbnb zusammenzuarbeiten", sagte Gilad Erdan, Minister für strategische Angelegenheiten. "Es gibt genügend Mitbewerber, wir brauchen die nicht."

Airbnb hatte am Montag mitgeteilt, die Siedlungen befänden sich "im Zentrum des Streits zwischen Israelis und Palästinensern. (...) Viele in der internationalen Gemeinschaft haben betont, dass Unternehmen hier nicht tätig sein sollten, weil sie davon überzeugt sind, dass man keine Gewinne in Gebieten machen sollte, aus denen Menschen vertrieben worden sind." Die Entscheidung betreffe rund 200 Unterkünfte.

+++ 11.31 Uhr: Pfeil-Attacke tötet US-Touristen auf indischen Andamanen-Inseln +++

Bei einer Pfeil-Attacke von Ureinwohnern der indischen Andamanen-Inseln ist ein US-Tourist getötet worden. Der 27-Jährige war trotz eines Verbots zu einer abgelegenen Insel gefahren, als die Bewohner ihn umstellten und mit Pfeil und Bogen beschossen, wie die Nachrichtenagentur AFP von Behördenvertretern erfuhr. Der Kontakt zu bestimmten Gruppen von Ureinwohnern in dem Inselparadies im Indischen Ozean ist verboten. 

Der 27-Jährige ließ sich den Angaben zufolge in einem Fischerboot in die Nähe der Insel bringen und fuhr dann alleine mit einem Kanu weiter. Es habe Pfeile auf den Mann geregnet, sobald er die Insel betreten hatte, sagte der Behördenvertreter.

+++ 11.30 Uhr: Gericht: Halter von Diesel-Pkw muss Software-Update vornehmen lassen +++

Wenn ein Halter eine angeordnete Nachrüstung an seinem Dieselauto verweigert, darf der Betrieb des Wagens untersagt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Mainz entschieden. In dem betroffenen Pkw der VW-Tochtermarke Seat war eine der im Dieselskandal aufgeflogenen unzulässigen Abschalteinrichtungen zur Abgasreinigung eingebaut, die auf dem Prüfstand für niedrigere Abgaswerte sorgt als im Straßenverkehr. 

Das Kraftfahrtbundesamt hatte den Angaben zufolge für das Modell einen Rückruf angeordnet. Sowohl die Zulassungsbehörde als auch der Hersteller forderten den Halter auf, das notwendige Software-Update nachzuweisen. Doch der Halter wollte keine Nachrüstung. Diese sei technisch nachteilig und daher unzumutbar - zudem habe er den Einbau der Einrichtung nicht zu verantworten. Daraufhin untersagte die Zulassungsbehörde kurzfristig den Betrieb des Autos, wogegen sich der Halter wehrte - allerdings ohne Erfolg.

+++ 10.10 Uhr: Ex-Pfleger Högel äußert sich zu mutmaßlich ersten Morden +++

Der wegen 100-fachen Mordes angeklagte Ex-Pfleger Niels Högel hat vor Gericht ausgesagt, sich an seine mutmaßlich erste Tat nicht erinnern zu können. Er könne zu dem Tod einer Patientin im Februar 2000 auf einer Intensivstation in Oldenburg nichts sagen, sagte der 41-Jährigevor dem Landgericht. Die Tötung eines Patienten im Juli 2000 bestritt er. "Das ist einer der wenigen Patienten, bei denen ich sagen kann, dass ich da keine Manipulation vorgenommen habe." Einen dritten Fall gestand er. 

Der frühere Krankenpfleger ist wegen des Todes von sechs Patienten in Delmenhorst bereits zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm in dem neuen Prozess vor, 100 Patienten in Oldenburg und Delmenhorst zwischen Februar 2000 und Juli 2005 zu Tode gespritzt zu haben.

+++ 9.14 Uhr: Studie: Migranten besser integriert als vor zehn Jahren +++

Die meisten Menschen mit ausländischen Wurzeln sind nach einer Studie heute in Deutschland besser integriert als vor zehn Jahren. "Die große Mehrheit betrachtet sich als völlig selbstverständlichen Teil der Gesellschaft", heißt es in der Untersuchung des Bundesverbands für Wohnen und Stadtentwicklung. Dafür wurden gut 2000 Migranten befragt - vom "Gastarbeiter"-Kind bis zum Flüchtling. Ein wachsender Anteil wolle sich anpassen und am Leben der eingesessenen Bevölkerung teilhaben, zugleich aber die eigenen kulturellen Wurzeln behalten. 

Der Blick in die Details zeigt aber auch: Bestimmte Gruppen haben resigniert und koppeln sich ab. "Die traditionellen und prekären Milieus fühlen sich ihrer Herkunftskultur insgesamt deutlich stärker zugehörig als noch vor zehn Jahren." Das gelte vor allem für die relativ kleine Gruppe der stark religiös Verwurzelten. "Ihre Probleme werden leider zu oft auf das Ganze projeziert", sagte Verbandspräsident Jürgen Aring der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 9.12 Uhr: AfD-Chefin Weidel rechtfertigt im Bundestag illegale Parteispenden mit Vorwürfen an die anderen Parteien +++

AfD-Chefin Alice Weidel hat ihre Oppositionsrede zum Bundeshaushalt im Bundestag genutzt, um das Vorgehen ihrer Partei im Zusammenhang mit illegalen Parteispenden zu rechtfertigen. "Fehler macht jeder", sagte Weidel, es sei aber niemand geschädigt worden. Mit sichtbarer Verärgerung warf sie danach den anderen Parteien Spendenaffären der Vergangenheit vor. Dann schloss sie mit den Worten: "Wir haben Fehler gemacht und erkannt und zurückgezahlt weit vor dem absolut inszenierten Medienskandal."

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die danach ans Rednerpult gerufen wurde, konterte mit ruhigen Worten: "Das Schöne an freiheitlichen Debatten ist, dass jeder über das spricht, was er für das Land für wichtig hält." Zuvor hatte Weidel der Bundesregierung eine "Politik der Spaltung und Unvernunft" vorgeworfen. Es werde ein "Krieg" gegen den Verbrennungsmotor geführt. Zudem attackiert sie die Migrationspolitik der GroKo: "Wir geben jedes Jahr Geld für den Kampf gegen rechts aus und andere Bevormundungen der Bürger - aber Frauen und Mädchen können sich ja abends gar nicht mehr alleine auf die Straße wagen aus Furcht vor Übergriffen von sogenannten Schutzsuchenden."

+++ 8.46 Uhr: Datenschützer: Automatische Kennzeichenkontrolle bedenklich +++

Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hält eine automatische Kennzeichenerfassung zur Überwachung von Diesel-Fahrverboten für verfassungsrechtlich bedenklich. "Die automatische Erfassung von Halter- und Fahrerdaten ohne unverzügliche Auswertung und Löschung im Nichttrefferfall greift in das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung ein", sagte er dem "Handelsblatt". Außerdem gehe die daneben von der Bundesregierung in ihren Plänen vorgesehene, nicht näher begründete Löschungsfrist von sechs Monaten "erheblich über die einschlägige Verjährungsgrenze von drei Monaten für Verkehrsordnungswidrigkeiten hinaus".

+++ 8.32 Uhr: Südkoreaner Kim Jong Yang wird neuer Interpol-Präsident +++

Der Südkoreaner Kim Jong Yang wird neuer Präsident der internationalen Polizeibehörde Interpol. Wie Interpol im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte, wurde der Südkoreaner in Dubai von den Delegierten der Mitgliedsländer für zwei Jahre in das Amt gewählt. Er setzte sich damit gegen den bisherigen Vize-Interpol-Chef Alexander Prokoptschuk aus Russland durch, der als Favorit für den Posten galt.

+++ 7.08 Uhr: Nun 81 Tote bei "Camp"-Feuer in Kalifornien +++

Die Zahl der Opfer des verheerenden Brandes im Norden Kaliforniens ist offiziellen Angaben zufolge erneut gestiegen. 81 Menschen seien beim sogenannten "Camp Fire" ums Leben gekommen, teilte der Sheriff des betroffenen Butte Countys mit. 

Nach und nach werden in dem abgebrannten Gebiet rund um den Ort Paradise nördlich von Sacramento weitere Leichen aus Häusern und Autos geborgen. Die Flammen selbst sind laut Behörden mittlerweile zu rund 75 Prozent eingedämmt. Die Einsatzkräfte in dem Gebiet sind zudem weiter auf der Suche nach Vermissten. Deren Zahl lag zuletzt noch bei knapp 700 Menschen. 

Beim "Woolsey Fire" im Süden Kaliforniens liegt die Zahl der Toten nach Angaben der Behörden weiterhin bei drei Menschen. Dieser Brand ist nach offiziellen Angaben inzwischen nahezu komplett unter Kontrolle.

Trump spricht über Pleasure statt über Paradise

+++ 6.00 Uhr: Das Wetter am Mittwoch +++

Nach einer fast durchweg leicht frostigen Nacht, die je nach Region am Morgen zu glatten Straßen führen kann, erwartet uns ein wolkiger Mittwoch, der teils länger neblig-trüb bleiben kann. Nur am West- und Südrand der Mittelgebirge sowie direkt an den Alpen ist im Tagesverlauf mit Auflockerungen zu rechnen. Dafür bleibt es größtenteils trocken, lediglich im Mittelgebirgsraum kann es vereinzelt geringe Mengen regnen.

Am wärmsten wird es laut DWD mit vier bis sieben Grad im Westen und an der Küste, sonst bewegen sich die Temperaturen zwischen null und vier Grad. Im höheren Bergland kann es tagsüber frostig bleiben. Im Süden ist mit schwachem Wind zu rechnen, sonst weht ein mäßiger Ostwind, der an der Küste sowie auf höheren Bergen jedoch auch stürmische Böen verursachen kann.

+++ 5.12 Uhr: Startendes Flugzeug überrollt Mann in Moskau +++

Ein startendes Flugzeug hat in Moskau einen Mann überrollt und getötet. Der Unfall ereignete sich auf dem Flughafen Scheremetjewo. Die Piloten meldeten zwar noch den Zusammenstoß mit einem unbekannten Objekt auf der Startbahn. Weil die Bordsysteme aber keine Beschädigung des Flugzeugs anzeigten, setzte die Maschine den geplanten Flug nach Athen fort. Mitarbeiter des Flughafens fanden dann den Toten. Wie er als Fußgänger auf die Bahn gelangen konnte, ist unklar. Den Angaben nach stammte der Mann aus Armenien.

+++ 5.06 Uhr: Trump hält zu Saudi-Arabien +++

US-Präsident Donald Trump hält eine Mitwisserschaft des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman am Mord des Journalisten Jamal Khashoggi für möglich, aber nicht für bewiesen. "Es könnte sehr gut sein, dass der Kronprinz Kenntnis von diesem tragischen Vorfall hatte - vielleicht hatte er das und vielleicht hatte er das nicht!", hieß in einer Mitteilung Trumps. "Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, ein fester Partner Saudi-Arabiens zu bleiben."

+++ 4.53 Uhr: Trump will in Streit um Asylrecht vor Obersten Gerichtshof ziehen +++

 Im Streit um eine Verschärfung des Asylrechts hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, vor den Obersten Gerichtshof ziehen zu wollen. "Wir werden diesen Fall im Supreme Court der Vereinigten Staaten gewinnen", sagte Trump. Zuvor hatte ein Bundesrichter in San Francisco eine einstweilige Verfügung gegen Trumps Erlass verhängt, demzufolge nur noch legal eingereiste Menschen in den USA Asyl beantragen dürfen.

+++ 4.29 Uhr: Forscherin warnt: Antisemitismus breitet sich immer weiter aus +++

Der Hass auf Juden und auf Israel hat nach Ansicht einer Expertin weite Teil der Bevölkerung in Europa erfasst. "Wir müssen aufhören, den Fehler zu begehen, Antisemitismus und Antizionismus nur am rechten Rand zu lokalisieren", sagte die Wissenschaftlerin Monika Schwarz-Friesel von der TU Berlin der Deutschen Presse-Agentur vor einer internationalen Antisemitismus-Konferenz in Wien.

Speziell durch die tausendfachen Kommentare in den sozialen Medien erfahre der Antisemitismus einen gefährlichen Normalisierungseffekt. "Diese Kommentare werden einfach akzeptiert, es gibt keinen Widerstand", sagte Schwarz-Friesel nach der Auswertung einer Flut von Kommentaren. Der Gewalt der Worte folge ganz leicht die Gewalt der Taten.

Kollegah

+++ 4.26 Uhr: Flüchtlingsbürgen sollen 20 Millionen Euro erstatten +++

Die Bundesagentur für Arbeit hat bundesweit 2500 Bescheide registriert, mit denen sogenannte Flüchtlingsbürgen zur Kasse gebeten werden sollen. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Frage des AfD-Abgeordneten René Springer hervorgeht, belaufen sich die Forderungen bundesweit bisher auf rund 21 Millionen Euro. Davon wurden nach Auskunft des Arbeitsministeriums inzwischen rund 670.000 Euro beglichen. In der Antwort heißt es weiter: "Eine Vollstreckung aus diesen Erstattungsbescheiden findet derzeit nicht statt." Das Ministerium hatte in einem internen Schriftverkehr zuvor auf noch ausstehende rechtliche Klärungen verwiesen.

"Flüchtlingsbürgen" sind Menschen, die sich gegenüber der Ausländerbehörde verpflichtet haben, die Lebenshaltungskosten für einen Flüchtling zu übernehmen. Diese Verpflichtungserklärungen hatten in den Jahren 2015 und 2016 Tausenden geholfen, ein Visum für Deutschland zu erhalten. Die genaue Zahl der "Flüchtlingsbürgen" ist öffentlich nicht bekannt.

+++ 4.17 Uhr: Serverproblem führt zu Problemen bei Facebook +++

Ein Serverproblem hat am Dienstag zu Zugangsschwierigkeiten beim Online-Netzwerk Facebook geführt. Das Problem sei inzwischen behoben, sagte ein Facebook-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind wieder bei 100 Prozent und entschuldigen uns für Unannehmlichkeiten."    

Zuvor habe es wegen einer "Serverkonfiguration" zwischenzeitlich Probleme beim Zugang zu Facebook und seinen Apps gegeben, sagte der Sprecher. Laut der Internetseite Downdetector waren große Teile von Nordamerika, Europa und Asien betroffen.

+++ 4.08 Uhr: Frankreichs Nationalversammlung beschließt Gesetze gegen "Fake News" +++

Die französische Nationalversammlung hat zwei umstrittene Gesetze gegen die Verbreitung von Falschnachrichten beschlossen. Die Parlamentskammer stimmte am Abend in letzter Lesung für die Pläne von Präsident Macron im Kampf gegen "Fake News". Der Staatschef will damit die Verbreitung von Gerüchten und Falschaussagen in Wahlkampfzeiten verhindern. Kritiker warnen vor einer Einschränkung der Meinungsfreiheit und vor Zensur. Die Gesetze sehen vor, dass Parteien oder Kandidaten in den drei Monate vor einer landesweiten Wahl mit Hilfe eines Richters im Eilverfahren gegen öffentlich verbreitete Unwahrheiten vorgehen können. Zudem sollen sich soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter zu größerer Transparenz verpflichten, wenn sie Inhalte gegen Bezahlung verbreiten.

+++ 4.04 Uhr: Mangel an Grippe-Impfstoffen in vielen Teilen Deutschlands +++

Grippe-Impfstoffe werden in vielen Teilen Deutschlands knapp. "Alles, was jetzt kommt, wird nicht mehr geimpft", sagte etwa der Geschäftsführer der Apothekenkammer des Saarlandes, Carsten Wohlfeil. "Bei allen Lieferanten ist momentan nichts zu holen", erklärte Stefan Fink, Vorsitzender des Thüringer Apothekerverbandes. Auch aus anderen Bundesländern wie Sachsen, Niedersachsen und Hessen werden Lieferverzögerungen oder Engpässe gemeldet. 

"Die Patienten haben in diesem Jahr möglicherweise viel früher angefangen, sich impfen zu lassen", sagte Susanne Stöcker, Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). "Ob sich auch insgesamt mehr Menschen impfen lassen oder die Impfungen nur früher stattfinden, können wir noch nicht wissen." Sie hält die große Grippewelle in der vergangenen Saison für einen möglichen Grund für das aktuelle Interesse. Dadurch seien vermutlich mehr Menschen für das Thema sensibilisiert. 

Neuer Vierfach-Impfstoff: Soll ich mich gegen Grippe impfen lassen - und zahlt meine Krankenkasse?

Andere Experten verweisen auf den nun als Kassenleistung verfügbaren Vierfach-Impfstoff. Er gilt als wirksamer als derjenige mit drei Komponenten. Das Bundesgesundheitsministerium nennt als mögliche Ursachen für den Mangel neben einer höheren Nachfrage eine verspätete Bestellung von Grippe-Impfstoffen durch Ärzte und Apotheker, zu große Vorräte in manchen Arztpraxen und Apotheken sowie Direktverträge zwischen Krankenkassen und Apothekern.

+++ 2.28 Uhr: Auch Australien lehnt UN-Migrationspakt ab +++

Die Liste der Länder, die den umstrittenen UN-Migrationspakt ablehnen, wird immer länger. Australiens konservative Regierung erklärte, der Pakt könnte zur "illegalen" Einwanderung in das Land ermutigen. Dies bedrohe hart erkämpfte Erfolge im Kampf gegen den Menschenschmuggel. Der Migrationspakt sei nicht im Interesse Australiens und stehe im Widerspruch zur Politik seiner Regierung, erklärte Premierminister Scott Morrison.

+++ 1.04 Uhr: Umfrage: Frauen auf der Straße häufig sexuell belästigt +++

Frauen werden einer Umfrage zufolge auf der Straße oft sexuell belästigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung von Frauen aus verschiedenen Ländern des Instituts Ifop im Auftrag der Jean-Jaurès-Stiftung in Paris. Demnach hat jede zweite Frau in den USA auf der Straße bereits sexuelle Bemerkungen oder Beleidigungen erfahren, in Großbritannien sind es 43 Prozent, in Spanien 40. In Frankreich gaben dies 39 Prozent der befragten Frauen an, in Deutschland 36, in Italien 25. 

Mehr als jede dritte Frau (36 Prozent) wurde der Umfrage zufolge in Deutschland bereits auf der Straße verfolgt, in Frankreich sind es 43 Prozent, in Spanien 40 und in den Vereinigten Staaten 36. Jede zehnte befragte Frau aus Deutschland ist in ihrem Leben Opfer sexueller Gewalt auf der Straße geworden, jede fünfte in den USA. In Großbritannien gaben dies 18 Prozent der Frauen an. 

+++ 0.23 Uhr: Renault hält vorerst an Ghosn fest und ernennt zugleich Interimschef +++

Trotz seiner Festnahme in Japan behält Renault-Chef Carlos Ghosn seinen Posten als Vorstandsvorsitzender des französischen Autobauers. Das beschloss der Verwaltungsrat des Konzerns am Abend. Zugleich wurde die bisherige Nummer zwei bei Renault, Thierry Bolloré, zum Übergangsvorsitzenden ernannt. Da Ghosn derzeit "verhindert" sei, leite Bolloré vorläufig das Tagesgeschäft, teilte der Verwaltungsrat mit. Er erhalte die "gleichen Befugnisse" wie Ghosn.

Ghosn war am Montag in Tokio festgenommen worden. Der mit Renault verbündete Autohersteller Nissan legt dem 64-Jährigen die Verschleierung seiner Einkünfte in Japan sowie die Veruntreuung von Firmengeldern zur Last. 

+++ 0.11 Uhr: Koalitionsausschuss zu Ende - Schweigen zu Inhalten +++

Die Spitzen von Union und SPD haben am Abend in Berlin rund dreieinhalb Stunden über ihren Kurs bei den Themen EU-Reform, Brexit und drohender neuer atomarer Aufrüstung beraten. Wie es aus Koalitionskreisen hieß, ging es bei dem Treffen bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor allem um außenpolitische Fragen und grundsätzliche Weichenstellungen gehen. Entscheidungen wurden nach Abschluss des Treffens kurz vor Mitternacht zunächst nicht bekannt. Es sei vor allem um grundsätzliche Debatten gegangen.

+++ 0.10 Uhr: Bericht: Anwälte reichen Trump-Antworten zu Russland-Ermittlungen ein +++

US-Präsident Donald Trump hat seine schriftlichen Antworten für die Untersuchungen rund um mögliche russische Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl 2016 eingereicht. Die "Washington Post" berichtete, Trumps Anwälte hätten die schriftlichen Antworten des Präsidenten an den FBI-Sonderermittler Robert Mueller übergeben. Trump hatte zuvor in Washington erklärt, er habe die Arbeit an den Antworten am Montag beendet. Seine Anwälte hätten die Ausführungen und würden diese nun weiterreichen.

Bei den Ermittlungen Muellers geht es um die Frage, ob und inwieweit sich russische Regierungskreise in die US-Präsidentenwahl 2016 eingemischt haben - und ob das Lager des damaligen Kandidaten Donald Trump davon wusste oder sogar aktiv einbezogen war. Trump weist alle Vorwürfe zurück und verurteilt die Ermittlungen als "Hexenjagd".

Die "Washington Post" berichtete unter Berufung auf einen von Trumps Anwälten, die Antworten des Präsidenten enthielten keine großen Überraschungen. Es stecke nichts darin, was nicht schon öffentlich bekannt sei.

wue / dho / DPA / AFP