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News des Tages: Wegen der Hitze: Deutscher Pilger stirbt auf dem Jakobsweg

Bis zu 40 Verletzte bei Flächenbränden im Raum Bonn-Siegburg +++ Frankfurter Flughafen wieder in Betrieb +++ USA setzen Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Zwei Pilger gehen Hand in Hand auf dem Jakobsweg Santiago de Compostela entgegen. Sie haben große Rucksäcke auf dem Rücken

Auf dem Jakobsweg sind wegen der großen Hitze schon mehrere Pilger diesen Sommer gestorben

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Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • BMW ruft rund 100.000 Dieselautos in Deutschland zurück (18.48 Uhr)
  • Bis zu 40 Verletzte bei Flächenbränden im Raum Bonn-Siegburg (17.52 Uhr)
  • Lange Haftstrafen für Hauptangeklagte im Freiburger Missbrauchsfall (9.56 Uhr)
  • USA setzen Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft (6 Uhr)
  • Rettungsschiff bringt 87 Migranten nach Spanien (4.35 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 21.54 Uhr: Spanien: Deutscher stirbt auf Jakobsweg +++

In Spanien ist die Zahl der Hitzetoten innerhalb einer Woche auf neun gestiegen, unter ihnen befindet sich ein deutscher Urlauber. Der 40-jährige Deutsche sei während einer Wanderung auf dem berühmten Jakobsweg in der westlichen Region Extremadura an den Folgen eines Sonnenstichs gestorben, erklärte ein Sprecher der örtlichen Gesundheitsbehörden gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

In einigen Gegenden von Extremadura waren die Temperaturen am Wochenende auf bis zu 46 Grad gestiegen. Unter den Hitzetoten in der Region befinden sich nach Angaben der Behörden überdies ein 66-jähriger Mann und eine 75 Jahre alte Frau. Der 66-Jährige sei am Donnerstag an Multiorganversagen infolge eines Hitzschlags gestorben. Die 75-Jährige verstarb demnach am Samstag ebenfalls an den Folgen eines Hitzschlags.

+++ 21.15 Uhr: Elon Musk twittert über Börsen-Rückzug - Handel der Tesla-Aktie gestoppt +++

Tesla-Chef Elon Musk hat öffentlich über einen möglichen Rückzug des Elektroautobauers von der Börse räsoniert - der Handel der Tesla-Aktie wurde daraufhin am Nachmittag (Ortszeit) in New York gestoppt. Im Kurzbotschaftendienst Twitter schrieb Musk, er erwäge die Aufgabe der Börsenpräsenz der Firma. Er hoffe, dass in diesem Falle dennoch alle Investoren an Bord blieben.

Musk stellte zugleich klar, dass er auch bei einem Börsenausstieg das Unternehmen weiter leiten wolle. Auf die entsprechende Frage eines anderen Twitter-Nutzers antwortete er: "Kein Wechsel." Nach den ersten Tweets von Musk über den denkbaren Börsenabgang hatte der Wert der Aktie deutlich zugelegt. Sie stieg bis zur Unterbrechung des Handels um 7,3 Prozent auf 366,94 Dollar (316,41 Euro). 

+++ 20.53 Uhr: Estland: Spanischer Kampfjet feuert versehentlich Rakete ab +++

Ein spanischer Nato-Kampfjet hat versehentlich eine Luft-Luft-Rakete über Estland abgefeuert und damit einen Sucheinsatz der estnische Armee ausgelöst. Die Streitkräfte des baltischen EU- und Nato-Landes teilten mit, der Eurofighter habe den scharfen Flugkörper vom Typ Amraam am Nachmittag unbeabsichtigt im Luftübungsgebiet nahe der südestnischen Stadt Otepää gestartet. Die Rakete werde mit Hilfe von Helikoptern gesucht, eine Untersuchung solle die Ursache für den Vorfall ermitteln. Die spanische Luftwaffe sichert derzeit als Nato-Partner vom litauischen Stützpunkt Siauliai aus den Luftraum über dem Baltikum.

Nach Angaben der Armee hat die Rakete mit einer Reichweite von 100 Kilometern einen eingebauten Selbstzerstörungsmodus. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass sie auf dem Boden gelandet sei.

+++ 20.25 Uhr: Bulgarien: Polizist soll Migranten geschleust haben +++

In Bulgarien ist ein Polizist festgenommen worden, weil er versucht haben soll, illegal Migranten in Richtung Westeuropa zu schleusen. Der Mann habe mitgeholfen, afghanische Flüchtlinge von der Schwarzmeerstadt Burgas bis zur Hauptstadt Sofia zu fahren, sagte der Bezirksstaatsanwalt von Plowdiw, Rumen Popow, laut einem Bericht der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA. Dafür sollte der Polizist demnach insgesamt 2000 Lewa (rund 1000 Euro) kassieren.

Der Mann fiel seinen Polizeikollegen laut Bericht bei einer seiner Fahrten wegen überhöhter Geschwindigkeit auf der Autobahn nach Sofia auf. Nach einer Verfolgungsjagd habe er zunächst entkommen können, sei aber später gefasst und festgenommen worden. Die insgesamt 22 Migranten sollten nun in einem Heim untergebracht werden.

+++ 18.47 Uhr: BMW ruft hunderttausende Dieselautos zurück +++

BMW ruft in Europa 324.000 Autos wegen möglicher Brandgefahr zurück. In Einzelfällen könne Glykol aus dem Kühler der Abgasrückführung austreten und sich in den heißen Abgasen zusammen mit Ölrückständen entzünden, teilte das Unternehmen in München mit. 

Die betroffenen Autohalter würden ab nächster Woche angeschrieben, fehlerhafte Teile würden dann in der Werkstatt ausgetauscht. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" darüber berichtet. 

Zurückgerufen würden BMW 3er, 4er, 5er, 6er, 7er, X3, X4, X5 und X6 mit Vierzylinder-Dieselmotoren, die zwischen April 2015 bis September 2016 gebaut wurden, und mit 6-Zylinder-Dieselmotoren, die zwischen Juli 2012 und Juni 2015 gebaut wurden. 

In Südkorea musste BMW bereits mehr als 100.000 Autos aus dem gleichen Grund zurückrufen. Dort war es zu einzelnen Motorbränden gekommen - südkoreanische Medien hatten von rund 30 Vorfällen berichtet.

An einer Ampel schlagen plötzlich Flammen unter dem BMW M5 hervor

+++ 17.52 Uhr: Bis zu 40 Verletzte bei Flächenbränden im Raum Bonn-Siegburg +++

Bei dem Großbrand an einer Bahnstrecke in Siegburg bei Bonn sind mindestens 40 Menschen verletzt worden. Darunter seien mehrere Schwerverletzte, sagte eine Sprecherin des Rhein-Sieg-Kreises. Genaue Angaben zur Zahl der Schwerverletzten und zur Art der Verletzungen konnte die Sprecherin zunächst nicht machen.

Der Brand betraf auch wichtige Bahnstrecke Köln-Frankfurt: Die Deutsche Bahn sperrte die Trasse und prüft, in welchem Umfang Schäden an der Infrastruktur entstanden seien, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. "Erst danach können Aussagen zur Dauer der Sperrung gemacht werden."

Fernzüge zwischen Köln und Frankfurt würden weiträumig über Bonn umgeleitet. Neben zahlreichen Verspätungen könne es auch zu Zugausfällen kommen. Zudem sind viele Regionalzüge und S-Bahnen betroffen.

+++ 17.32 Uhr: Helfer entdecken Überlebenden in Moschee-Trümmern

Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Urlaubsinsel Lombok haben Rettungskräfte aus den Trümmern einer Moschee einen Überlebenden gerettet. Nun hoffe man,

dort weitere Überlebende zu finden, schrieb ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde am Dienstag auf Twitter. Das Erdbeben der Stärke 6,9 hatte vor allem die Nordküste von Lombok am Sonntagabend erschüttert, mindestens 105 Menschen kamen nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde ums Leben.

Weitere 236 Menschen wurden den Behördenangaben zufolge verletzt, mehr als 20.000 Einwohner mussten ihre teilweise oder ganz zerstörten Häuser verlassen.

+++ 17.27 Uhr: Mitangeklagter im Abu Walaa-Prozess lässt Zeugen einschüchtern +++

Im Prozess gegen den mutmaßlichen Deutschlandchef der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Walaa, hat ein Mitangeklagter aus der Haft heraus versucht, Zeugen massiv einschüchtern zu lassen. Unter anderem sei auf das Haus der Schwester eines Zeugen in Duisburg geschossen worden, sagte eine Beamtin des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Celle. Einem weiteren Zeugen sei über Mittelsmänner klar gemacht worden, im Sinne des Mitangeklagten auszusagen.

Übermittelt wurden die handschriftlichen Aufforderungen nach Angaben der LKA-Beamtin vom Anwalt des ebenfalls in Düsseldorf inhaftierten Ex-Präsidenten der Rockergruppe Satudarah und nach dessen Entlassung von ihm selbst. Statt wie vereinbart an islamistische Strippenzieher übergaben der Anwalt und der Ex-Rockerboss die Schreiben an das LKA. Die Kriminalbehörde bestätigte damit vor Gericht erstmals einen Bericht des "Kölner Stadtanzeigers" vom Wochenende.

+++ 16.31 Uhr: Durex ruft undichte Kondome zurück +++

Der Kondomhersteller Durex hat mehrere Chargen latexfreier Kondome zurückgerufen. Die betroffenen Präservative würden die Anforderungen an die Belastbarkeit nicht bis zum Ende der Haltbarkeit erfüllen, teilte das Unternehmen auf seiner Website mit. Zuvor hatte "Spiegel Online" von dem Rückruf berichtet, den Durex nach eigenen Angaben bereits Ende Juli einleitete.

"Es besteht kein unmittelbares Risiko für die Sicherheit oder Gesundheit unserer Verbraucher", heißt es in der Mitteilung. Sollten die Kondome dennoch reißen oder undicht werden, sollten Betroffene demnach innerhalb von 72 Stunden zu einem Arzt oder einen Apothekergehen. Die Kondome können die Kunden entweder im Geschäft zurückgeben oder an Durex schicken, die Firma kündigte an, Kaufpreis und Versandkosten dann zurückzuerstatten.

Zurück ruft das Unternehmen bestimmte Chargen der Sorten Durex Natural Feeling, Natural Feeling Easy Glide und Love Collection. Die Nummern der betroffenen Chargen können auf der Durex-Websiteabgerufen und dann mit den Nummern auf den Verpackungen verglichen werden.

+++ 16.05 Uhr: Mob lyncht Mann wegen Gerüchten auf Whatsapp +++  

In Indien ist ein Mann zum Opfer eines Lynchmords geworden, nachdem abermals Gerüchte auf Whatsapp den Volkszorn angeheizt hatten. Die Polizei im Bezirk Dindori im Bundesstaat Madhya Pradesh gab am Dienstag die Festnahme von zehn Verdächtigen bekannt. Sie sollen in den gewaltsamen Tod eines 29-Jährigen verwickelt sein, den ein aufgebrachter Mob mit Eisenstangen und Bambusstöcken erschlagen hatte.

Gerüchte über Kindesentführer und Organhändler in der Region, die sich über den Messenger-Dienstes Whatsapp in Windeseile verbreiteten, hatten die Menschen aufgebracht. Der 29-Jährige war nach Polizeiangaben bereits Ende Juli von dem Mob tot in einen Brunnen geworfen worden. Erst Tage später wurde seine Leiche entdeckt.

+++ 15.34 Uhr: Die EU verhängt Anti-Boykott-Verordnung +++

Zeitgleich zu den US-Sanktionen gegen den Iran hat die EU-Kommission am Dienstag ihre Anti-Boykott-Verordnung reaktiviert, um europäische Unternehmen vor den US-Maßnahmen zu schützen. Das aus dem Jahr 1996 stammende Blockadestatut verbietet es Firmen aus der EU, sich an extraterritoriale Sanktionen von Drittstaaten zu halten. Damals ging es um Strafmaßnahmen der USA gegen Kuba, Libyen und auch schon den Iran.

+++ 14.50 Uhr: Italien spendet libyscher Küstenwache Boote und Schiffe +++

Italien weitet die Unterstützung der libyschen Küstenwache aus und tritt dem Bürgerkriegsland zwölf Schiffe ab. Nach dem Senat segnete auch die Abgeordnetenkammer in Rom den Plan der populistischen Regierung ab, die in der Migrationsfrage eine harte Haltung eingenommen hat. Die Libyer bekommen zehn Patrouillenboote von der italienischen Küstenwache sowie zwei größere Schiffe von der Finanzpolizei Guardia di Finanza. Einige sollen bereits Ende des Monats einsatzbereit sein, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Italien unterstützt die libysche Küstenwache bereits seit vergangenem Sommer stärker.

+++ 14.49 Uhr: Ferrari macht 69.000 Euro Gewinn pro Auto +++

Laut einer Studie des Duisburger Wirtschaftsprofessors Ferdinand Dudenhöffer verdient Ferrari mit jedem verkauften Auto 69.000 Euro. Jaguar-Landrover dagegen kommt nur auf 800 Euro pro verkauftes Exemplar, Tesla und Bentley legen sogar drauf. Letzterer fast 17.000 Euro pro Wagen. Mercedes, BMW und Audi machen dagegen gut 3000 Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern. In einer anderen Liga spielt der Untersuchung zufolge Porsche: Pro Fahrzeug erwirtschafte der Zuffenhausener SUV- und Sportwagenbauer 91.000 Euro Umsatz und fast 17.000 Euro Gewinn.

+++ 14.49 Uhr: Bundestagsbienen Opfer der Hitze +++

Die Bundestagsbienen sind ein Opfer der großen Hitze geworden und haben weit weniger Honig als üblich produziert. "Selten hatten wir eine so schlechte Sommerernte", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Oliver Krischer. Statt wie üblich 35 Kilogramm je Bienenvolk hätten die drei Bienenvölker nur jeweils 25 bis 30 Kilo Honig produziert. Der Honig der rund 150.000 honiggebenden Bienen - Name: "Bundestagsblüte" - wird intern im Bundestag verkauft.

+++ 13.58 Uhr: Gewitter könnten Hitze eindämmen - doch vorher bleibt es schwül +++

Hitzegeplagte müssen in den kommenden Tagen noch einmal leiden: Es bleibt nicht nur sehr warm, durch immer feuchtere Luft ist es auch schwül-warm, wie der Deutsche Wetterdienst  ankündigte. Die schwüle Luft kündet allerdings auch Gewitter an, die in den kommenden Tagen großflächig über Deutschland ziehen und mit teils unwetterartigem Regen für Abkühlung sorgen werden. Im äußersten Westen und Nordwesten Deutschlands können nach DWD-Angaben bereits in der Nacht zu Mittwoch von den Nachbarländern starke Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen aufziehen. Am Mittwoch steigt landesweit die Wahrscheinlichkeit von Schauern und Gewittern, wobei es im Osten Deutschlands mit bis zu 38 Grad sehr heiß bleibt. Am Donnerstag liegen die Höchstwerte im Westen "nur" bei 25 bis 30 Grad - auch wenn es sich wegen der Schwüle heißer anfühlen dürfte.

+++ 14.33 Uhr: Flughafen-Räumung abgeschlossen +++

Die Bundespolizei teilt mit, dass die Terminalräumng am Frankfurter Flughafen abgeschlossen. ist. Die betroffenen Bereiche seien wieder freigegeben und der Betrieb wurde wieder aufgenommen.

+++ 14.29 Uhr: Frankfurter Flughafen verteilt Wasser und Snacks +++

+++ 13.57 Uhr: Daimler legt Aktivitäten im Iran vorerst auf Eis +++

Angesichts der US-Sanktionen gegen den Iran legt der Autobauer Daimler seine Pläne für das Land vorerst auf Eis. "Wir haben unsere ohnehin eingeschränkten Aktivitäten im Iran nach Maßgabe anwendbarer Sanktionen bis auf weiteres eingestellt", hieß es in einer Stellungnahme. Die weiteren Entwicklungen würden aber genau beobachtet, erklärte Daimler. US-Präsident Donald Trump hatte einseitig das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt, seit Dienstag sind nun US-Sanktionen wieder in Kraft. Daimler teilte mit, die iranische Wirtschaft habe sich deutlich

schwächer entwickelt als erwartet. Es gebe keine Produktion und keinen Vertrieb von Mercedes-Benz-Autos und -Lastwagen im Iran.

+++ 13.57 Uhr: Einsatzkräfte suchen nach einem Erwachsenem und einem Kind +++

Wie die "Frankfurter Rundschau" erfahren haben will, soll es Probleme bei der Kontrolle einer Familie gegeben haben, die zu der Panne geführt habe. Nach unbestätigten Angaben sucht die Polizei derzeit nach einem Erwachsenen und einem Kind. Betroffen seien derzeit knapp 50 Flüge, die annuliert wurden oder mit Verspätung angezeigt werden. Hunderte Passagiere müssen warten.

+++ 13.47 Uhr: Polizisten durchsuchen Terminal nach verschwundenem Passagier +++

Polizisten durchsuchen das betroffene Terminal des Flughafens. Wie lange die Sperrung andauern wird, ist noch unklar. Die Räumung dürfte massive Auswirkungen auf den Flugverkehr haben. Es komme zu Verspätungen und Einschränkungen, teilte der Flughafenbetreiber Fraport mit. Das Unternehmen forderte alle Passagiere auf, sich bei ihrer Fluggesellschaft nach ihrem Flug zu erkundigen.

+++ 13.36 Uhr: Auch Claus Kleber steckt am Flughafen Frankfurt fest +++

Claus Kleber, Moderator beim ZDF-HeuteJournal hängt mit anderen Passagieren am Airport Frankfurt fest. Sein Kollege Christian Siewers spekuliert bereits darauf, ihn in der nächsten Sendung zuschalten zu können.

+++ 12.49 Uhr: Polzei verhängt Boardingstopp am Flughafen Frankfurt +++

Am Frankfurter Flughafen läuft ein Teilräumung in einem der Abfertigungsgebäude. "Im Bereich A des Terminal 1 am Flughafen Frankfurt kommt es zu polizeilichen Einsatzmaßnahmen", teilte die Bundespolizei am Dienstag per Twitter mit. Dazu gehöre ein sofortiger Boardingstopp.

„Mindestens eine Person“ war gegen 11.15 Uhr unkontrolliert in den Bereich hinter den Sicherheitskontrollen gelangt, sagte Reza Ahmari, Sprecher der Bundespolizei, der "Frankfurter Rundschau". Wie es zu der Panne kam, ließ sich zunächst nicht klären. Bei der Kontrolle habe es Unruhe gegeben. Mindest einer der Passagiere war daraufhin verschwunden. 

Am Münchner Flughafen war im Juli ein Terminal geräumt worden, weil eine Frau ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich gelangt war. Mindestens 200 Flüge fielen aus, bei rund 60 Flügen kam es zu Verspätungen. Erst rund zwei Stunden nach dem Vorfall wurde der Sicherheitsbereich wieder freigegeben.

+++ 11.50 Uhr: Airbnb muss der Stadt New York Liste der Vermieter offenlegen +++

Im Kampf gegen wuchernde Mieten und die Wohnungsnot in New York schränkt die US-Metropole die Befugnisse von Plattformen wie Airbnb weiter ein. Bürgermeister Bill de Blasio unterzeichnete eine Verordnung, wonach das Unternehmen künftig eine Liste seiner Gastgeber sowie Informationen über sämtliche getätigte Transaktionen an die Behörden übermitteln muss. Kommen die Anbieter dem nicht nach, drohen Strafen von 1500 Dollar (knapp 1300 Euro) pro Monat und Wohnung.

Die Regeln, die für sämtliche vergleichbare Plattformen gelten, sollen in 180 Tagen in Kraft treten. New Yorker Politiker fordern seit langem entsprechende Vorgaben und machen Airbnb & Co. für die extrem hohen Mieten und den knappen Wohnraum in "Big Apple" mitverantwortlich.

+++ 11.24 Uhr:  Zahl der Opfer von Menschenhandel deutlich gestiegen +++

In Deutschland ist die Zahl der von der Polizei ermittelten Opfer von Menschenhandel deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr gab es 671 Opfer und damit 25 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag mitteilte. Die Zahl der Verfahren im Bereich des Menschenhandels fiel demnach dagegen von 375 auf 340.

Bei knapp einem Viertel der Opfer handelte es sich um Kinder und Jugendliche. Von den 671 Opfern waren laut dem sogenannten Bundeslagebild Menschenhandel und Ausbeutung 171 noch minderjährig.

+++ 10.25 Uhr: Zwei Tote bei Erdrutsch in italienischen Alpen +++

Bei einem Erdrutsch in den italienischen Alpen sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Nachdem bereits am Montagabend der Tod eines Mannes bestätigt worden war, wurde nun auch eine Vermisste tot geborgen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Es handele sich um die Frau des 71-jährigen Touristen aus Mailand.

Das Unglück hatte sich gegen 18 Uhr im Tal Val Ferret in der Gemeinde Courmayeur ereignet, als sich Schlamm und Geröll über das Auto des Mannes und weitere Fahrzeuge ergossen. Über der Region waren schwere Unwetter niedergegangen.

+++ 09.56 Uhr: Lange Haftstrafen für Hauptangeklagte im Freiburger Missbrauchsfall +++

Im Fall des jahrelang vergewaltigten und zur Prostitution gezwungenen Jungen aus Staufen bei Freiburg sind seine Mutter und ihr Partner zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die 48 Jahre alte Mutter muss zwölf Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Für ihren 39 Jahre alten Lebensgefährten verhängten die Richter des Landgerichts Freiburg am Dienstag zwölf Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. Damit kommt der wegen schweren Kindesmissbrauchs bereits vorbestrafte Mann auch nach Verbüßung seiner Haftstrafe erstmal nicht frei. Die beiden Verurteilten sollen insgesamt 42.500 Euro Schmerzensgeld an den Jungen sowie an ein weiteres Opfer, ein kleines Mädchen, zahlen.

+++ 8.50 Uhr: Zwei Feuer in Nordkalifornien nun größter Waldbrand des Staates +++

Zwei Waldbrände im Norden Kaliforniens sind zum größten Feuer in der Geschichte des US-Staates zusammengewachsen. Der sogenannte Mendocino-Komplex nahe dem Ort Mendocino nördlich von San Francisco habe mittlerweile eine Fläche von 283 800 Acres (fast 1149 Quadratkilometer) erfasst, teilte die kalifornische Feuerschutzbehörde CalFire mit. Das
entspricht gut zweimal der Größe des Bodensees. Damit übertrifft die Brandfläche das Thomas-Feuer, das 2017 in Südkalifornien gewütet hatte und fast 282.000 (mehr als 1000 Quadratkilometer) Acres zerstörte. 

+++ 7.48 Uhr: UN-Sicherheitsrat will Hilfslieferungen für Nordkorea erleichtern +++

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat neue Richtlinien für schnellere Hilfslieferungen nach Nordkorea beschlossen. Der Sanktionsausschuss stimmte am Montag (Ortszeit) in New York nach wochenlangen Verhandlungen für einen Vorschlag der USA, der neue Vorgaben für Hilfsorganisationen und UN-Agenturen vorsieht, um rasch Ausnahmen von den UN-Sanktionen gegen Nordkorea beantragen zu können. Die Niederlande, die zurzeit den Sanktionsausschuss leiten, hoffen nun auf mehr "Klarheit", um die nordkoreanische Bevölkerung mit humanitärer Hilfe versorgen zu können, "ohne gegen die Sanktionen zu verstoßen", wie die stellvertretende UN-Botschafterin Lise Gregoire-van Haaren sagte. Das Ziel des Sicherheitsrats sei aber weiterhin die "Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel". Um dieses Ziel zu erreichen, seien die Sanktionen "sehr wichtig". Der UN-Sicherheitsrat hatte wegen des nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramms eine Reihe von Sanktionen gegen Pjöngjang verhängt. Eine Verschärfung im vergangenen Jahr führte zum schlimmsten Konjunktureinbruch in dem isolierten Land seit 20 Jahren. Nach UN-Angaben sind in Nordkorea rund zehn Millionen Menschen unterernährt - fast die Hälfte der Bevölkerung.

+++ 6 Uhr: USA setzen Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft +++ 

Die USA haben harte, einseitige Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt. Die am Dienstag um 00.01 Uhr (Ortszeit Washington, 06.01 Uhr MESZ) wieder eingesetzten Sanktionen richten sich gegen Irans Zugang zu US-Banknoten und wichtige Bereiche der iranischen Industrie. US-Präsident Donald Trump hatte im Mai den Rückzug der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran beschlossen und die Wiedereinsetzung der Strafmaßnahmen angekündigt.

Donald Trump zeigt nach der Erklärung zum Atomdeal-Ausstieg ein Präsidentschaftsmemorandum.

Donald Trump hatte im Mai den Rückzug der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran beschlosse . Während des Atomabkommens waren Sanktionen gegen den Iran ausgesetzt, nun treten amerikanische Strafmaßnahmen wieder in Kraft.

DPA

+++ 5.36 Uhr: Zweite Leiche nach Explosion in Wohnhaus in Nordhessen gefunden +++

Nach der Explosion in einem Wohnhaus im nordhessischen Ort Knüllwald haben Rettungskräfte eine zweite Leiche aus den Trümmern geborgen. Ob es sich bei dem männlichen Toten um den vermissten 87-jährigen Bewohner des Hauses handelte, war zunächst unklar, wie ein Polizeisprecher am frühen Dienstagmorgen sagte. Nach dem Einsturz des Gebäudes am Montag war bereits die 75-jährige Ehefrau des Vermissten tot geborgen worden.  Die zweite Leiche sei weit unten in dem Trümmerberg gefunden worden. Weitere Suchmaßnahmen hätten sich daher "weitestgehend erledigt", so der Sprecher weiter. Seit dem Abend lief die Suche nach dem Vermissten. Die Explosion hatte sich am Montagnachmittag in Knüllwald-Wallenstein im Schwalm-Eder-Kreis ereignet. Das Haus war komplett eingestürzt. Eine weitere Bewohnerin war zur Unglückszeit nicht vor Ort. Die
Ursache für die Explosion war weiter unklar.

+++ 4.35 Uhr: Rettungsschiff bringt 87 Migranten nach Spanien +++

Ein Rettungsschiff mit 87 Migranten an Bord nimmt nach tagelanger Fahrt auf dem Mittelmeer Kurs auf Spanien. Wie die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms in der Nacht zu Dienstag via Twitter mitteilte, soll das Schiff nach Algeciras in Südspanien fahren. Bis dahin seien es aber noch 590 Seemeilen, was bedeute, dass die Migranten drei weitere Tage auf See verbringen müssten. Sie wären dann mehr als eine Woche mit dem Schiff unterwegs. Das Schiff von Proactiva Open Arms hatte die 87 Migranten Mitte vergangener Woche aufgenommen. Sowohl Italien als auch Malta wehren sich gegen private Seenotretter und lassen sie nicht in ihren Häfen anlegen. Stattdessen bringt die libysche Küstenwache immer öfter Migranten wieder zurück in das eigene Bürgerkriegsland. Proactiva war zuletzt zwei Mal nach Spanien gefahren: Einmal mit 60 Geretteten und einmal mit einer Überlebenden und zwei Leichen an Bord.

+++ 3.05 Uhr: Ein Toter bei Erdrutsch in italienischen Alpen +++

Bei einem Erdrutsch in den italienischen Alpen ist am Montagabend ein Mann ums Leben bekommen, eine mit ihm reisende Frau wird noch vermisst. Das Unglück ereignete sich gegen 18 Uhr im Tal Val Ferret in der Gemeinde Courmayeur, als sich Schlamm und Geröll über das Auto das Mannes sowie weitere Fahrzeuge ergossen, wie die Zeitung "Corriere della Sera" online berichtete. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Touristen aus Mailand. Rund 120 Menschen wurden evakuiert. Sie kamen in einer Sporthalle und im örtlichen Golfclub unter.

+++ 2.45 Uhr: AfD-Jugend beschließt Ausschlussverfahren gegen Lars Steinke +++

Nach abfälligen Äußerungen über den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg will der Bundesvorstand der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) nach eigenen Angaben den Ausschluss des niedersächsischen AfD-Politikers Lars Steinke beantragen. Es sei beschlossen worden, den Ausschluss Steinkes beim Bundesschiedsgericht der Jugendorganisation zu beantragen, teilte ein JA-Sprecher am Montagabend mit. Steinke ist Vorsitzender der niedersächsischen AfD-Jugend; er hatte Stauffenberg in einem Facebook-Eintrag als "Verräter" und "Feigling" bezeichnet. "Lars Steinke hat mit seinen Äußerungen zu Graf von Stauffenberg und zum deutschen Widerstand gegen die NS-Herrschaft nicht zum ersten Mal gegen die Ordnung der Jungen Alternative verstoßen", erklärte der JA-Bundesvorsitzende Damian Lohr. Bereits im vergangenen Jahr sei ein anderes Ausschlussverfahren lediglich aus formellen Gründen gescheitert.

+++ 2.35 Uhr: Hessens SPD-Chef gegen allgemeine Dienstpflicht +++

Der Landes- und Fraktionschef der Hessen-SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, hält nichts von der Idee einer allgemeinen Dienstpflicht für junge Männer und Frauen. Ausgeblendet werde unter anderem, dass Frauen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach wie vor den größeren Beitrag leisteten und dass sie unter anderem wegen der längeren Erziehungszeiten schlechter bezahlt werden als Männer, sagte er dem "Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung". Er sei aber ein großer Freund davon, gesellschaftliches Engagement über das freiwillige soziale oder ökologische Jahr zu stärken und auszubauen. "Die Teilnahme an solchen Projekten ist eine Bereicherung für den Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft." Die Hessen wählen im Oktober einen neuen Landtag. Die SPD schickt dabei zum dritten Mal Schäfer-Gümbel als Spitzenkandidaten ins Rennen.

+++ 2.25 Uhr: Pentagon verbietet Nutzung von Apps mit GPS-Positionserkennung +++

Das US-Verteidigungsministerium verbietet Soldaten in Einsatzgebieten die Nutzung von Fitnessdaten-Trackern und Smartphone-Apps, die Standortdaten verraten können. Das teilte das Pentagon am Montag in Washington mit. Apps mit GPS-Positionserkennung könnten persönliche Informationen, Standorte, die Anzahl von Soldaten sowie deren persönliche Routine offenlegen und so ein Risiko für einen Einsatz darstellen, hieß es in einer Erklärung. Anfang des Jahres war die Fitness-App Strava in die Kritik geraten, weil von ihr veröffentlichte Aktivitätskarten Standort und Nutzung von Militärstützpunkten offenbaren können. Strava zeigt auf seiner "Global Heatmap" anonymisiert, wo Nutzer wie viel trainieren.

+++ 1.15 Uhr: Deutlicher Anstieg türkischer Asylanträge auf 1141 im Juli +++

Im Juli ist die Zahl türkischer Asylanträge in Deutschland deutlich angestiegen. Das geht aus Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge hervor, die der Düsseldorfer 
"Rheinischen Post" vorliegen. Demnach wurden im  vergangenen Monat insgesamt 1172 Asylanträge gestellt, davon waren 1141 Erstanträge. Das ist der höchste Wert seit Jahresbeginn. Im Junigab es noch 884 Erstanträge. Die Antragszahl stieg damit vier Monate in Folge. Insgesamt wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres  5107 Erstanträge gestellt. Als Grund für den auffallend deutlichen  Anstieg türkischer Asylanträge macht Linken-Fraktionsvizechefin Sevim Dagdelen die Wahlen Ende Juni fest. "Mit den Präsidentschafts- und  Parlamentswahlen wurde der Ausnahmezustand zum Normalzustand, der  immer mehr Menschen in die Flucht treibt." Es sei zu befürchten, dass die türkische Regierung angesichts der wirtschaftlichen Krise eine noch repressivere Innenpolitik verfolgen wird und die  Flüchtlingszahlen aus der Türkei zunehmen, sagte Dagdelen.

+++ 1.10 Uhr: Oettinger sieht bei Sparkassen Potential für Iran-Geschäfte +++

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) hat vorgeschlagen, angesichts der Folgen von US-Sanktionen bei der Abwicklung europäischer Iran-Geschäfte auf Sparkassen und Volksbanken zu setzen. "Ich sehe vor allem Potential bei den dezentral organisierten Sparkassen und Volksbanken, die Iran-Geschäfte deutscher Unternehmen abzuwickeln", sagte Oettinger der Düsseldorfer  "Rheinischen Post". Diese Banken hätten in der Regel keine engeren Verbindungen zur US-Seite, sodass sie weniger zu befürchten hätten als etwa eine Deutsche Bank, sagte Oettinger.

+++ 0.15 Uhr: EU-Appell an Mitgliedstaaten: Weniger Staatsbürgerschaften vergeben +++

Die Europäische Kommission fordert von den EU-Ländern deutlich mehr Zurückhaltung bei der Vergabe von Staatsbürgerschaften an Angehörige aus Drittstaaten. "Die EU-Kommission betrachtet die Entwicklung bei den sogenannten Goldenen Reisepässen mit großer Sorge", sagte die EU-Justizkommissarin Vera Jourova der "Welt" (Dienstag). Nach ihren Angaben sollen deshalb bereits im Herbst neue Richtlinien dazu veröffentlicht werden. "Eine steigende Zahl von EU-Ländern hat in den vergangenen Jahren immer mehr Staatsbürgerschaften an Personen aus Drittstaaten ausgegeben, wenn diese zuvor hohe Geldbeträge in das jeweilige Land investierten", sagte Jourova. Oft gehe es auch um den Erwerb teurer Immobilien. In dem Bericht werden etwa Zypern, Malta oder Griechenland genannt und als Empfänger langfristiger Aufenthaltsvisa (Golden Visa) oder Staatsbürgerschaften (Golden Passports) Personen etwa aus China, Russland oder den ehemaligen Sowjetrepubliken.

jek/fs/wue / DPA / AFP