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News des Tages: Donald Trump macht seinen Schwiegersohn zum Chefberater

+++ USA verhängen weitere Sanktionen gegen Russland +++ DHB-Auswahl siegreich +++  McDonalds verkauft China-Geschäft +++ Erstickter Säugling in Soltau gefunden +++ Die News des Tages im Überblick.

Donald Trump und Jared Kushner

Donald Trump und sein Schwiegersohn Jared Kushner

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 22.16 Uhr: USA verhängen Sanktionen gegen russischen Chefermittler +++

Die USA haben weitere Sanktionen gegen Russland verhängt. Das US-Finanzministerium und das US-Außenministerium teilten mit, den Leiter des einflussreichen russischen Ermittlungskomitees, Alexander Bastrykin, und die beiden Geheimagenten Andrej Lugowoi und Dmitri Kowtun auf eine bestehende Sanktionsliste zu setzen. Das russische Ermittlungskomitee hat eine Rolle, die begrenzt mit der US-Bundespolizei FBI vergleichbar ist. Der russische Ex-Spion und spätere Kreml-Gegner Litwinenko war im November 2006 in London an einer Vergiftung mit hochgradig radioaktivem Polonium gestorben.

+++ 21.23 Uhr: Donald Trump macht Schwiegersohn zu Chefberater +++

Der künftige US-Präsident Donald Trump will laut Medienberichten seinen Schwiegersohn Jared Kushner für einen hochrangigen Beraterposten im Weißen Haus nominieren. Der 35-Jährige gilt bereits jetzt als eine der einflussreichsten Figuren im Zirkel um Trump. Ebenso wie Trump ist Kushner Immobilienunternehmer. Er ist außerdem Herausgeber des Wochenblatts "New York Observer". Die voraussichtliche politische Beraterrolle des Geschäftsmanns an der Seite des Präsidenten dürfte insofern heftige Diskussionen um mögliche Interessenkonflikte auslösen. Laut einem Bericht des Fernsehsenders NBC News vom Montag versicherte ein Kushner-Anwalt, dass dieser die gesetzlich festgelegten ethischen Maßstäbe zur Vermeidung solcher Konflikte beachten werde. Das Kushner-Team habe bereits mit dem für diese Standards zuständigen Regierungsbüro Rücksprache gehalten, um über die nötigen Schritte zu entscheiden.     

+++ 20.58 Uhr: Diamantenmine in Brasilien überfallen +++

Eine Verbrecherbande hat eine Diamantenmine in Brasilien überfallen. Über 20 schwerbewaffnete Männer brachen am Sonntagabend, Ortszeit, in ein Bergwerk in Nordestina, 750 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro, ein, wie das Nachrichtenportal G1 unter Berufung auf die Polizei berichtete. Die Räuber knackten den Tresor des Bergwerks Braúna mit Hilfe von drei Sprengstoffexplosionen. Sie flüchteten in mehreren Fahrzeugen mit fünf Geiseln, die sie auf einer Landstraße in der Nähe freiließen. Die Polizei konnte die Verbrecher zunächst nicht fassen. Der Wert der Beute der Bande wurde nicht bekanntgegeben. Der überfallene Tagebau fördert täglich 2000 Tonnen Kimberlit, in denen Diamanten lagern.

+++ 20.52 Uhr: Philosoph Zygmunt Bauman ist tot +++

Der polnisch-britische Philosoph und Soziologe Zygmunt Baumann ist tot. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Suhrkamp-Verlag der Nachrichtenagentur DPA. Er starb am Montag im Alter von 91 Jahren im britischen Leeds. Bauman, der als Wegbereiter der Postmoderne gilt, wurde 1925 in Polen geboren. Während des Zweiten Weltkriegs floh die jüdische Familie in die Sowjetunion. Nach seiner Rückkehr nach Polen studierte Bauman Soziologie. Von 1971 bis zur Emeritierung 1991 lehrte Bauman als Professor an der Universität Leeds in England. In seinen Studien befasste er sich unter anderem mit dem Holocaust.

+++ 20.46 Uhr: Sechs Bergsteiger an Vulkan erfroren +++

In Guatemala sind sechs Menschen bei der Besteigung des Vulkans Acatenango ums Leben gekommen. Am Montag seien drei Leichen geborgen worden, teilte der Leiter des Katastrophenschutzes, Sergio García Cabañas, mit. Zuvor war von drei Todesopfern die Rede gewesen. Nach Angaben der Rettungsteams hatte ein plötzlicher Temperatursturz am Wochenende zu Unterkühlung bei den Wanderern geführt. Bei zwei der Todesopfer handelte es sich um Leichtathletinnen.

+++ 20.32 Uhr: Handballer siegen klar gegen Österreich +++

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat eine erfolgreiche Generalprobe für die WM in Frankreich gefeiert. Im letzten Test-Länderspiel besiegte die DHB-Auswahl Österreich mit 33:16 (17:11). 4337 Zuschauer in Kassel bejubelten dabei auch das Comeback von Weltmeister Holger Glandorf, der bei seinem ersten Einsatz seit zweieinhalb Jahren drei Tore zum Kantersieg beisteuerte. Beste Werfer für das deutsche Team, das auf den wegen eines Trauerfalls in der Familie abgereisten Kapitän Uwe Gensheimer verzichten musste, waren Tobias Reichmann, Steffen Fäth und Jannik Kohlbacher mit jeweils vier Toren. Zum WM-Auftakt trifft die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson am Freitag (17.45 Uhr) auf Ungarn.

+++19.55 Uhr: Ronaldo erneut zum Weltfußballer des Jahres gewählt +++

Cristiano Ronaldo ist zum vierten Mal zum Fifa-Weltfußballer gewählt worden. Der Portugiese setzte sich bei der Gala des Weltverbands in Zürich gegen den Argentinier Lionel Messi und Antoine Griezmann aus Frankreich durch.

+++ 19.48 Uhr: US-Künstler rufen Kultureinrichtungen zum Streik bei Trumps Vereidigung auf +++

Eine Gruppe namhafter Künstler hat Museen, Theater, Konzerthäuser und andere Kulturinstitutionen in den USA am Tag der Vereidigung des künftigen Präsidenten Donald Trump zum Streik aufgerufen. Der "J20 Art Strike" am 20. Januar richte sich gegen die "Normalisierung des Trumpismus - einem giftigen Mix aus weißer Vorherschaft, Frauenfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit, Militarismus und oligarchischer Herrschaft", heißt es in dem Aufruf von mehr als 130 Künstlern und Kunstkritikern. Darunter sind etwa die Fotokünstlerin Cindy Sherman, Bildhauer Richard Serra, Fotografin Louise Lawler und Performance-Künstlerin Joan Jonas. Ob die großen amerikanischen Kulturhäuser und Kunsthochschulen dem Aufruf folgen, scheint fraglich. Sowohl das Museum of Modern Art (MoMA) in New York als auch das Los Angeles County Museum of Art (LACMA) wollen einem Bericht der "New York Times" zufolge am 20. Januar regulär öffnen.

+++ 19.40 Uhr: Superheldin-Kostüm: Achtjährige verkleidet sich als Oberste Richterin +++

Nicht Catwoman oder Wonder Woman, sondern die altmodisch wirkende Richterin Ruth Bader Ginsburg ist das Vorbild für die achtjährige Michele Threefoot aus Columbia im US-Bundesstaat Maryland. Während sich ihre Klassenkameraden am Superhelden-Tag der Schule ihre liebsten Comic-Idole aussuchten und sich wie sie verkleideten, zog sich die kleine Michele wie die 83-jährige Richterin im Supreme Court, dem höchsten US-Gericht, an. Die ältere Dame zeigte sich beeindruckt. Krista Threefoot veröffentlichte einen Twitter-Post, auf dem das Mädchen mit Brille, streng gebundenem Pferdeschwanz und den Worten "Ja, Welt, Mädchen, die lesen, sind gefährlich" zu sehen ist. Ruth Bader Ginsburg reagierte auf den Twitter-Post und schrieb der Schülerin ein paar Tage später einen Brief: "Liebe Michele, du siehst aus wie ich. Mögest du weiterhin durch Lesen und Lernen erfolgreich sein."


+++ 19.40 Uhr: US-Spezialkräfte greifen IS-Mitglieder in Syrien an +++

Amerikanische Spezialkräfte haben im Norden Syriens Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am Boden angegriffen. Die Operation habe sich gegen IS-Anführer gerichtet, sagte Pentagon-Sprecher Jeff Davis in Washington. Der Angriff erfolgte demnach am Sonntag in der Nähe der Stadt Deir ez-Zor. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte zuvor berichtet, dass bei dem Einsatz 25 IS-Kämpfer getötet wurden. Davis bezeichnete die Zahl als zu hoch, nannte aber keine weiteren Details. Er sagte lediglich, dass es eine erfolgreiche Operation gewesen sei und es keine Festnahmen gegeben habe.

+++ 19.27 Uhr: Brandenburger Tor erstrahlt wegen Anschlag in Israels Nationalfarben +++

Im Gedenken an die Opfer des tödlichen Anschlags in Jerusalem ist am Montagabend das Brandenburger Tor in Berlin in den Nationalfarben Israels angestrahlt worden. Das Auswärtige Amt bekundete gleichzeitig über den Kurznachrichtendienst Twitter seine Solidarität. Das israelische Außenministerium teilte dazu mit: "Wir sind unseren vielen Freunden in Deutschland dankbar für diese Demonstration der Freundschaft und Solidarität."


+++ 18.41 Uhr: Clinton wird bei Musical-Besuch in New York gefeiert +++

Bei einem ihrer ersten öffentlichen Auftritte seit ihrer Niederlage in der US-Präsidentschaftswahl ist Hillary Clinton mit langem Applaus gefeiert worden. Die 69-jährige Demokratin besuchte am Sonntag mit ihrem Mann Bill sowie Tochter Chelsea das Broadway-Musical "Die Farbe Lila" in New York, wie die "New York Times" einen Tag später berichtete. "Wir lieben dich, Hillary", riefen einige Zuschauer demnach, andere dankten ihr und machten Fotos.

+++ 18.32 Uhr: Tausende Flüchtlingen leiden unter Kälte +++

Unter dem tiefen Winter auf dem Balkan und in Griechenland leiden nach Angaben der Organisation Ärzte ohne Grenzen besonders auch mehrere Tausend Flüchtlinge. Viele seien in Quartieren untergebracht, die in keiner Weise für die eisigen Temperaturen ausgelegt seien, teilte die Organisation in Genf mit. Allein in Serbien seien aktuell 7500 Menschen gestrandet, von denen nur 3100 in Unterkünften lebten, die für den Winter geeignet seien. Allein 2000 Migranten versuchten in Belgrad, in verlassenen und heruntergekommenen Gebäuden bei minus 20 Grad zu überleben.

+++ 17.43 Uhr: Mann rettet Tochter vor möglicher Vergewaltigung +++

Ein Mann soll seine Tochter am Sonntagmorgen in Kleve durch beherztes Eingreifen vor einer möglichen Vergewaltigung gerettet haben. Nach Polizeiangaben von Montag hatte die Frau ihren Vater nach einem Disco-Besuch angerufen und um Hilfe gebeten. Sie habe am Bahnhof kein Taxi mehr bekommen, sei zu Fuß unterwegs nach Hause und werde von einem Mann verfolgt, habe die Tochter gesagt. Der 57-Jährige sei seiner Tochter mit dem Roller entgegengefahren und habe gerade noch rechtzeitig gesehen, wie sie von einem Mann attackiert und vom Gehweg fortgezogen worden sei. Den Angreifer überwältigte der Vater, dann hielt er ihn so lange fest, bis die Polizei eintraf, wie die Beamten weiter mitteilten. Der 23-Jährige sollte noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden.

+++ 17.22 Uhr: Irakische Armee will Mosul in einigen Tagen vollständig erobert haben +++

Die irakische Armee will die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in "einigen Tagen" vollständig aus dem Ostteil der Stadt Mossul verdrängt haben. Elite-Einheiten der irakischen Armee seien dabei, das Universitäts-Viertel von Mossul am Ostufer des Tigris zu umzingeln, sagte Generalleutnant Abdulgani al-Assadi. Zum Jahreswechsel hatte die irakische Armee verkündet, sie habe die "zweite Phase" ihrer Offensive auf Mossul begonnen.

+++ 17.16 Uhr: Israel verhängt drastische Maßnahmen nach LKW-Anschag +++

Die israelische Regierung hat mit drastischen Sofortmaßnahmen auf den Lkw-Anschlag von Jerusalem reagiert. Wer öffentlich mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sympathisiert, kann ab sofort ohne Anklageerhebung inhaftiert werden, wie aus Regierungskreisen verlautete. Das Haus des palästinensischen Attentäters soll laut Medienberichten zerstört und sein Leichnam nicht seiner Familie übergeben werden. Hunderte Menschen nahmen am Montag Abschied von den vier getöteten Soldaten.

+++ 16.42 Uhr: 15-jähriger Syrer in Bremen in Silvesternacht getötet +++

Nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Syrers in der Silvesternacht in Bremen gehen die Ermittlungen weiter. "Wir ermitteln im Moment noch gegen Unbekannt", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade. Nach den bisherigen Erkenntnissen war es zwischen dem Jugendlichen und mehreren anderen Menschen nach Mitternacht auf der Straße zu einer Auseinandersetzung gekommen. Der Syrer flüchtete in den Partyraum eines Lokals. Die Täter folgten ihm dorthin und verletzten ihn so schwer, dass er am vergangenen Samstag im Krankenhaus starb. Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund der Tat gebe es derzeit nicht.

+++ 16.17 Uhr: Ermittlungen gegen Frau wegen erfundener Meldung um Vergewaltigung +++

Den angeblichen Übergriff durch einen Asylbewerber hatte es nie gegeben: Wegen eines Interneteintrags über eine erfundene Vergewaltigung wird gegen eine Frau aus Bayern ermittelt. Die 55-Jährige steht im Verdacht, den sexuellen Missbrauch einer 17-Jährigen als freie Erfindung in den sozialen Netzwerken verbreitet zu haben, wie die Polizei in Rosenheim mitteilte. Es werde wegen Vortäuschens einer Straftat und wegen Volksverhetzung gegen die Frau aus dem niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn ermittelt. In einem Facebook-Eintrag hatte sie nach Überzeugung der Polizei geschrieben, die Jugendliche sei in Mühldorf am Inn von einem Asylbewerber vergewaltigt worden und habe notoperiert werden müssen. Nichts davon stimmte jedoch laut den Ermittlungen der Polizei.  

+++ 15.48 Uhr: Norwegen erwägt Fußfesseln für abgelehnte Asylbewerber +++

Norwegen zieht den Einsatz von elektronischen Fußfesseln für abgelehnte sowie kriminell gewordene Asylbewerber in Erwägung. Das sagte ein Sprecher des norwegischen Justizministeriums in Oslo am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Das soll für die gelten, die sich weigern, aus Norwegen auszureisen, obwohl die Behörden ihnen das vorgeschrieben haben", hatte zuvor Integrationsministerin Sylvi Listhaug dem Fernsehsender TV2 gesagt.

+++ 15.41 Uhr: Mann soll eigene Mutter mit 80 Messerstichen getötet haben +++

Mit mindestens 80 Messerstichen soll ein 32-Jahre alter Mann aus Niederkassel bei Bonn seine Mutter getötet haben. Seit Montag steht er wegen Mordes vor den Bonner Schwurgericht. Beim Prozessauftakt wiederholte der Angeklagte sein Geständnis, das er bereits gegenüber der Polizei abgelegt hatte. Alle anderen Vorwürfe würden aber "absolut nicht stimmen", sagte er. Zu seinem Motiv und den Abläufen der Tat äußerte sich der Mann zunächst nicht.

Laut Anklage soll er seine 69 Jahre alte Mutter am 7. April 2016 von hinten mit einem 15-Zentimeter-Messer angegriffen und immer wieder zugestochen haben. Anschließend soll er das Elternhaus verlassen und sich dabei vom Vater, der noch nichts von dem tödlichen Angriff ahnte, ohne Auffälligkeiten verabschiedet haben. Für die Mutter von drei Söhnen kam jede medizinische Hilfe zu spät, sie verblutete noch am Tatort. Der 31-Jährige war zunächst geflüchtet und wurde einen Tag später festgenommen. Der Angeklagte ist derzeit in einer Klinik in Essen untergebracht, wo er psychiatrisch begutachtet wird. 

+++ 15.19 Uhr: Zahl der Kältetoten in Europa erhöht sich auf 38 +++

Die Zahl der Kältetoten in Europa hat sich auf mindestens 38 erhöht. Allein am Sonntag seien zehn Menschen erforen aufgefunden worden, teilte das polnische Krisenzentrum RCB mit. Damit gab es während der aktuellen Kältewelle allein in Polen 30 Kältetote. In vielen europäischen Staaten wurde der Verkehr durch das harte Winterwetter beeinträchtigt, in Istanbul konnten weniger als 300 der sonst üblichen 1500 Flüge abgefertigt werden.

+++ 15.03 Uhr: Peter Sarstedt ist tot +++

Der britische Sänger Peter Sarstedt ist tot. Das berichtete die BBC unter Berufung auf die Familie des 75-Jährigen.
Sarstedt erlangte Ende der 60er Jahre Berühmtheit mit dem Song "Where Do You Go To (My Lovely)". Obwohl das sein größter Erfolg blieb, brachte Sarstedt insgesamt 14 Alben heraus, das letzte 2013.

+++ 14.32 Uhr: Roland Tichy legt nach Shitstorm Herausgeberschaft bei Xing News nieder +++

Nach einem Shitstorm gegen die Online-Jobbörse Xing hat der Journalist Roland Tichy die Herausgeberschaft bei Xing News niedergelegt. In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Nutzer aus Protest gegen ihn ihre Mitgliedschaft beim Business-Netzwerk gekündigt. Der Grund: Auf seinem Blog "Tichys Einblick", auf dem er konservative Ansichten vertritt, hatte Tichy einen Gastbeitrag des Autors Jürgen Fritz veröffentlicht. In dem Text "Warum Sie mit psychopathologisch gestörten Gutmenschen nicht diskutieren sollten" hatte Fritz "grün-linke Gutmenschen" als "geistig-psychisch krank" bezeichnet. Zahlreiche Nutzer kündigten daraufhin an, ihre Profile bei Xing zu löschen. Tichy selbst entschuldigte sich in einer persönlichen Erklärung für die Veröffentlichung des Textes und nannte ihn einen Fehler. Der umstrittene Beitrag ist inzwischen gelöscht. Tichy kündigte auch an, sich in Zukunft stärker auf den Blog konzentrieren zu wollen.

+++ 13.29 Uhr: Unbekannte auf Motorrad schießen Mann vor Grundschule nieder +++

Zwei Unbekannte haben am Montagmorgen vor einer Grundschule im niedersächsischen Visselhövede von einem Motorrad aus mehrfach auf einen 46-Jährigen geschossen und diesen lebensgefährlich verletzt. Nach der Tat auf offener Straße seien sie geflohen, teilte die Polizei mit. Hintergründe und Motive waren zunächst unklar. Zeugenaussagen zufolge näherte sich das Motorrad dem Opfer gegen 11 Uhr, die Täter schossen dann auf Höhe der Schule mehrmals auf den Mann. Er kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Die beiden Täter trugen laut Polizei "auffällig rote Oberbekleidung", ihr Motorrad hatte ein Hannoveraner Kennzeichen.

Berichte, wonach ein Schuss in eine Scheibe des Lehrerzimmers der Schule eingeschlagen sein soll, konnte ein Sprecher der Polizei in Rotenburg zunächst nicht bestätigen. Dazu lägen ihm bislang keine Informationen vor. Weitere Verletzte gab es den Berichten nach aber nicht, auch der Schulunterricht lief trotz des Vorfalls demnach normal weiter.

+++ 13.28 Uhr: Haftbefehle wegen Mordes erlassen nach Leichenfund in Bad Dürkheim +++

Nach dem Fund einer Männerleiche in einem Wald bei Bad Dürkheim ist gegen drei Tatverdächtige Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Frankenthal und das Polizeipräsidium Rheinpfalz mit. Zwei Männer im Alter von 49 und 37 Jahren sowie eine 42-jährige Frau waren am Freitag und Samstag festgenommen worden. Bei dem Toten handelt es sich um einen 49 Jahre alten Bauunternehmer aus Mutterstadt in Rheinland-Pfalz, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte. Nach Medienberichten soll der 49-Jährige auf einer Reise verschwunden und erpresst worden sein. Die Leiche war am Freitagmorgen gefunden worden.

+++ 13.25 Uhr: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen zu Germanwings-Absturz ohne Anklagen ein +++

Die Staatsanwaltschaft wird keine Anklage wegen des Germanwings-Absturzes mit 150 Toten erheben. Es gebe keine Hinweise darauf, dass andere Menschen außer dem Copiloten eine Schuld treffe, sagte ein Sprecher der für den Fall zuständigen Staatsanwaltschaft in Düsseldorf am Montag. Das sogenannte Todesermittlungsverfahren sei eingestellt worden.

Der Absturz in den französischen Alpen war durch einen Suizid des Copiloten verursacht worden, alle Passagiere und Besatzungsmitglieder starben. "Die Ermittlungen haben keinen zureichenden, tatsächlichen Anhaltspunkt für ein Fremdverschulden einer noch lebenden Person im Zusammenhang mit dem Germanwings-Absturz ergeben", sagte der Behördensprecher.

Im Raum stand die Möglichkeit, dass Ärzte, Kollegen oder auch Angehörige in den Monaten vor der Tat etwas von Suizidabsichten des Piloten mitbekommen haben könnten, der 2009 bereits einmal wegen Depressionen in Behandlung war. Den Ermittlern zufolge war dies allerdings nicht der Fall. Nach Abschluss der Behandlung 2009 hatte es bis zur letzten Tauglichkeitsuntersuchung 2014 zunächst keine Hinweise auf psychische Erkrankung gegeben.

+++ 11.59 Uhr: Doch keine Zugangsbeschränkungen für Journalisten im polnischen Parlament +++

Polens Regierung ist von ihren umstrittenen Plänen abgerückt, Journalisten den Zugang zum Warschauer Parlament zu beschränken. "Wir werden die bisher geltenden Arbeitsbedingungen für Journalisten nicht ändern", kündigte Senats-Marschall Stanislaw Karczewski an. "Wir machen einen Schritt zurück", sagte der Politiker der mit absoluter Mehrheit regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). 

+++ 11.04 Uhr: Erstickter Säugling in Soltauer Wohnung gefunden +++

In einer Wohnung im niedersächsischen Soltau ist ein erstickter Säugling gefunden worden. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Mutter des viereinhalb Monate alten Mädchens etwas mit dessen Tod zu tun habe und ein Gewaltverbrechen vorliege, teilte die Polizei in Soltau mit. Derzeit sei unklar, wo sie sich aufhalte.

Die 23-jährige Frau lebte demnach seit Ende Dezember allein mit dem Baby in der Wohnung, nachdem der Vater im Streit ausgezogen war. Seit dem Jahreswechsel versuchte der Mann vergeblich, seine Lebensgefährtin zu erreichen- Das tote Baby wurde bereits am vergangenen Donnerstag entdeckt. Eine Obduktion ergab inzwischen, dass es erstickte.

+++ 11.02 Uhr: Frauen in Partnerschaften deutlich häufiger sexuell zufrieden als Männer +++

Deutlich mehr Frauen als Männer in festen Beziehungen sind einer Umfrage zufolge sexuell wunschlos glücklich. Knapp 70 Prozent der in Beziehungen lebenden Frauen (69,1 Prozent) gaben in einer am Montag von der Illustrierten "Playboy" veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Mafo.de an, im neuen Jahr im Schlafzimmer nichts ändern zu wollen. Bei den Männern war es nur gut die Hälfte (52,2 Prozent).

Bei den Paaren wünscht sich etwa ein Viertel (24,5 Prozent der Frauen und 28,7 Prozent der Männer) mehr Sex im neuen Jahr. 15,5 Prozent der Deutschen in einer Partnerschaft hätten außerdem gern mehr Abwechslung im Bett durch ausgefallenere Sexpraktiken.

+++ 10.51 Uhr: Acht Polizisten bei Anschlag auf Sinai-Halbinsel getötet +++ 

Bei einem Anschlag auf einen Kontrollpunkt auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind mindestens acht Polizisten getötet worden. Nach Angaben der Polizei rammte ein Selbstmordattentäter seinen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in den Kontrollpunkt der nördlich gelegenen Stadt Al-Arisch, dann feuerten Bewaffnete auf die Sicherheitsbeamten. Laut der staatlichen Zeitung "Al-Achram" wurden bei dem Anschlag zusätzlich zu den Toten acht Menschen verletzt. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.

+++ 10.00 Uhr: McDonald's verkauft China-Geschäft +++

Der Fast-Food-Riese McDonald's gibt die Kontrolle über sein Geschäft in China ab. Ein Konsortium bestehend aus dem chinesischen Konglomerat Citic und der Beteiligungsgesellschaft Carlyle erwerben 80 Prozent an dem China-Geschäft der Burger-Kette, wie die Beteiligten am Montag mitteilten. Die restlichen 20 Prozent bleiben bei McDonald's.  Das China-Geschäft mit über 2400 Restaurant auf dem chinesischen Festland und mehr als 240 Filialen in Hongkong hat einen Wert von etwa 2,1 Milliarden US-Dollar. Die Vereinbarung zwischen dem Konzern aus Oak Brook und dem Konsortium gilt für 20 Jahre. 

McDonald's sieht sich zunehmend einer stärker werdenden Konkurrenz gegenüber. Dazu kommt das wachsende Bewusstsein für eine gesündere Ernährung. McDonald's will daher möglichst viele Restaurants an Franchise-Partner abgeben und nicht mehr selbst betreiben.

+++ 9.46 Uhr: Schneechaos in Griechenland - Dörfer und Inseln eingeschneit +++

In Griechenland hat es in der Nacht zum Montag erneut in vielen Regionen geschneit, so dass etliche Dörfer und auch Inseln mittlerweile von der Außenwelt abgeschnitten sind. In vielen Fällen gebe es keine Stromversorgung und damit auch kein Wasser und keine Heizung mehr, weil Pumpen nicht betrieben werden könnten oder Wasserrohre zugefroren seien, berichtete am Montagmorgen der Radiosender Athina 984. Die Schulen blieben in weiten Teilen des Landes geschlossen. Auf der Insel Euböa lag der Schnee selbst in Küstenorten bis zu drei Meter hoch.

+++ 9.25 Uhr: Weitere Kältetote in Polen +++

Bei der Kältewelle in Polen sind innerhalb eines Tages zehn weitere Menschen gestorben. Dies teilte das Sicherheitszentrum der Regierung mit. Damit erfroren seit vergangener Woche bei Temperaturen von bis zu minus 25 Grad bereits 19 Menschen. Insgesamt stieg die Zahl der Kältetoten seit November auf 65. Weitere 24 Menschen starben seitdem an Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Sie hatten unter anderem giftige Gase aus Kohleöfen eingeatmet. 

+++ 8.15 Uhr: VW-Manager laut "New York Times" in USA festgenommen +++

Im VW-Dieselskandal hat die US-Bundespolizei FBI der "New York Times" zufolge einen Manager des Autokonzerns in den USA festgenommen. Er sei am Sonntag in Florida festgenommen worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei anonyme Quellen. In Klagen der Bundesstaaten New York und Massachusetts heißt es demnach, der Manager habe eine "Schlüsselrolle" bei den Bemühungen gespielt, die Softwaremanipulationen in Dieselautos vor den Behörden zu verbergen. Der festgenommene Manager war laut "New York Times" von 2014 bis März 2015 für die Umsetzung staatlicher Vorschriften in den USA zuständig. Er werde am Montag dem Haftrichter vorgeführt.

+++ 7.25 Uhr: Frau in Hamburg von fünf Männern überfallen - Polizei sucht nach Zeugen +++

Eine 28-jährige Frau ist in einem Hamburger Park am Samstagabend von fünf Männern angegriffen und beraubt worden. Es soll auch zu sexuellen Übergriffen gekommen sein. Die Polizei hat nun einen Zeugenaufruf gestartet.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hörte die Frau Hilferufe aus dem Lohmühlenpark. Als sie sich in den Park begab, um diesen nachzugehen, wurde sie von mehreren Männern angegriffen, ging zu Boden und verlor zwischenzeitlich das Bewusstsein. Nachdem sie das Bewusstsein wiedererlangt hatte, gelang es ihr, Rettungskräfte zu alarmieren. Die Täter werden wie folgt beschrieben: männlich, afrikanisches Erscheinungsbild, etwa 1,80 Meter groß. Vier Täter sollen 20-30 Jahre alt und dunkel gekleidet gewesen sein. Der fünfte Täter soll Ende 30/Anfang 40 Jahre alt und dicklich sein. Er soll ein grünes oder türkisfarbenes Gewand mit mehreren glitzernden Nähten im Brustbereich und eine dunkle Jacke getragen haben.

Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 040/4286- 56789 zu melden.

+++ 6.43 Uhr: Erneut mindestens vier Häftlinge in Gefängnis in Brasilien getötet +++

Eine Woche nach einem blutigen Gefängnisaufstand in Brasilien sind erneut mindestens vier Häftlinge in einer Haftanstalt getötet worden. Die Gefangenen seien am Sonntag unter zunächst ungeklärten Umständen in einem Gefängnis in Manaus getötet worden, teilten die Sicherheitsbehörden im nordbrasilianischen Bundesstaat Amazonas mit. Damit ist die Zahl der getöteten Häftlinge in Brasilien innerhalb einer Woche auf mehr als hundert gestiegen.

+++ 5.46 Uhr: Deutsch-belgisches Urlauberpaar in Indonesien vermisst +++

In Indonesien wird ein deutsch-belgisches Urlauberpaar vermisst. Die 31-jährige Deutsche und der 36 Jahre alte Belgier waren nach Angaben der örtlichen Behörden von Montag an Heiligabend mit dem Boot auf Sumatra angekommen, der größten Insel des südostasiatischen Inselstaates. Vermutet wird, dass sie dann zu einer kleineren Insel weiterfuhren, wo sich ihre Spur verlor. In die Suche ist neben der Polizei auch das Militär eingeschaltet. Zum Hintergrund des Verschwindens machten die Behörden nach Informationen der Nachrichtenagentur Antara keine näheren Angaben. Ursprünglich waren die beiden Urlauber am 1. Januar in Deutschland zurück erwartet worden. Vor ihrem Abstecher nach Indonesien hatten sie sich in Malaysia aufgehalten.

+++ 5.34 Uhr: Justizminister Maas: Fußfessel für Gefährder darf kein Tabu sein +++

Nach dem Weihnachtsmarkt-Anschlag in Berlin hat sich Bundesjustizminister Heiko Maas offen gezeigt für weitere Maßnahmen zur Überwachung von Gefährdern. "Wir müssen alles tun, um Gefährder so gut wie möglich im Blick zu haben, auch vor einer möglichen Verurteilung", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Dabei darf der Einsatz von elektronischen Fußfesseln kein Tabu sein." Als Gefährder stufen die Sicherheitsbehörden jene Extremisten ein, denen sie einen Anschlag zutrauen.

Maas hatte zuletzt einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Fußfessel für verurteilte Extremisten nach der Haft zulässt. Dieser wurde in Reaktion auf die Gewalttaten im Sommer in München, Ansbach und Würzburg erarbeitet.

+++ 5.04 Uhr: Polizei will mehr Hilfe beim Vorgehen gegen zugewanderte Straftäter +++

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert mehr Unterstützung beim Vorgehen gegen Mehrfachtäter aus dem Ausland. "Unsere Mitglieder haben häufig den Eindruck, dass die Arbeit der Polizei von den politisch Verantwortlichen nicht ernst genommen wird", sagte der baden-württembergische Landesvorsitzende Hans-Jürgen Kirstein den "Stuttgarter Nachrichten". Für seine Kollegen sei es schwer, nachzuvollziehen, dass jemand, der in Deutschland Hilfe suche und dann straffällig werde, "mit nur sehr geringen oder gar keinen Folgen zu rechnen" habe.

Bei zugewanderten Straftätern werde oft großer Ermittlungsaufwand betrieben, "weil notwendige Abgleichungen über die Landesgrenzen hinaus nicht möglich sind oder nur sehr erschwert zustandekommen", erklärte Kirstein. Eine Geldstrafe könne von den Betroffenen in der Regel aber nicht gezahlt werden und weitere Maßnahmen blieben aus. Kirstein: "Das führt in vielen Fällen dazu, dass es sich immer mehr um polizeibekannte Personen handelt."

+++ 2.09 Uhr: Zwei Verletzte nach Messerangriff in Hannover +++

Bei einem Messerangriff sind am Hauptbahnhof in Hannover zwei Menschen verletzt worden. Ein Mann habe am Sonntagabend schwere, ein weiterer leichte Stichverletzungen erlitten, teilte die Polizei mit. Beide mussten ins Krankenhaus. Mehrere Menschen hätten sich zunächst in einem Café im Bahnhof gestritten, ehe die Auseinandersetzung außerhalb des Hauptbahnhofs eskaliert sei. Wodurch der Streit ausgelöst wurde, sei noch unklar. Die Polizei nahm zwei Männer fest. Gegen sie wird wegen versuchter Tötung ermittelt.

+++ 2.08 Uhr: SPD: Sanktionen bei verweigerter Rücknahme abgelehnter Asylbewerber +++

Die Bundesregierung sollte nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann Sanktionen erwägen, wenn andere Staaten abgelehnte Asylbewerber aus ihrem Land nicht zurücknehmen. Es sei untragbar, "wenn die Ausreise Zehntausender an mangelnder Bereitschaft der Herkunftsländer scheitert, Pässe zur Verfügung zu stellen", sagte Oppermann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Innenminister Thomas de Maizière solle Druck auf diese Staaten ausüben. "Dabei dürfen auch wirtschaftliche Sanktionen nicht ausgeschlossen werden."

Der CDU-Politiker de Maizière hatte am Sonntag gesagt, er allein könne die Länder nicht dazu bewegen einzulenken. Auch andere Ressorts müssten daran mitwirken. Namentlich hatte er die Ressorts von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (beide SPD) sowie Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) genannt.

+++ 1.18 Uhr: Video von tödlichen Schüssen in Fort Lauderdale veröffentlicht +++

Zwei Tage nach den tödlichen Schüssen auf dem Flughafen von Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida ist ein Video des Vorfalls an die Öffentlichkeit gelangt. Die Aufnahmen einer Überwachungskamera wurden von dem Portal TMZ ins Internet gestellt. Die Videobilder zeigen, wie der 26-jährige Esteban Santiago durch die Gepäckabholung des Flughafens läuft und und zunächst an mehreren anderen Fluggästen vorbeigeht. Dann zieht er plötzlich eine halbautomatische Waffe und eröffnet im Vorbeigehen das Feuer.

Bei dem Vorfall wurden am Freitag fünf Menschen getötet und sechs weitere verletzt. Der Schütze, ein Irakkriegs-Veteran, muss nun mit der Todesstrafe rechnen.

car / DPA / AFP