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News des Tages: Terroranschlag verhindert: Elf Festnahmen bei Antiterrorrazzia im Rhein-Main-Gebiet

Keine Gelbwesten-Demos auf Champs Elysée +++ Fall Rebecca: Gericht hebt Haftbefehl gegen Schwager auf +++ Massenschlägerei auf Alexanderplatz +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

SEK-Beamte in Hessen (Archivbild)

SEK-Beamte in Hessen (Archivbild)

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Suchaktion mit Hunden nach Rebecca vorerst eingestellt (17.17 Uhr)
  • Elf Festnahmen in Hessen und Rheinland-Pfalz (15.53 Uhr)
  • Keine Gelbwesten-Demos auf dem Champs-Elysée (14.45 Uhr)
  • Fall Rebecca: Gericht hebt Haftbefehl gegen Schwager auf (10.47 Uhr)
  • Indonesien storniert Bestellung von 49 Boeing 737 Max (7.20 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 19.47 Uhr: Priester in Kanada während einer live im TV übertragenden Messe attackiert +++

Ein katholischer Priester ist in der kanadischen Metropole Montreal während eines live im Fernsehen übertragenen Gottesdienstes mit einem Messer attackiert worden. Der 77 Jahre alte Priester sei mit mehreren nicht lebensbedrohlichen Stichwunden ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Der 26 Jahre alte, polizeibekannte Angreifer sei festgenommen worden. Sein Motiv war zunächst unklar. 

Der Gottesdienst in der Kirche Saint Joseph's Oratory, der größten in Kanada, war am Freitagmorgen live von einem katholischen TV-Sender übertragen worden. "Was für eine schreckliche Attacke", schrieb Kanadas Premierminister Justin Trudeau per Kurznachrichtendienst Twitter und wünschte dem Priester rasche Genesung.

+++ 19.25 Uhr: Protest gegen Algeriens Staatschef treibt erneut Hunderttausende auf die Straße +++

Auch nach dem Verzicht des algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika auf eine fünfte Amtszeit reißen die Proteste in dem nordafrikanischen Land nicht ab. Am Freitag gingen in der Hauptstadt Algier wieder hunderttausende Menschen gegen den greisen Staatschef auf die Straße. Auf Plakaten forderten die Demonstranten Bouteflikas Rücktritt, viele hatten algerische Flaggen dabei. Frauen, Männer und Kinder strömten im Nieselregen auf die Straßen und liefen in einem kilometerlangen Protestzug zum alten Postgebäude im Stadtzentrum. Viele hatten die Nationalfahne um die Schultern geschlungen oder hielten sie in der Hand. Auch die Balkone von Wohnhäusern waren mit der algerischen Flagge geschmückt.

+++ 19.14 Uhr: Laut SDF dauern Kämpfe in letzter IS-Bastion an +++

Entgegen den Äußerungen von US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben der Rebellenallianz Syrische Demokratische Kräfte (SDF) der Kampf um die letzte IS-Bastion in Syrien noch nicht beendet. "Die Kämpfe in Baghus dauern an", sagte der Sprecher der von den USA unterstützten SDF, Adnan Afrin. "Kleine Gruppen von IS-Kämpfern wollen sich nicht ergeben und starten Angriffe und unsere Truppen erwidern", sagte er.

+++ 18.24 Uhr: 59 deutsche IS-Anhänger sollen in Syrien in Haft sein +++

In Syrien sitzen einem Medienbericht zufolge zurzeit 59 Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit deutschen Pässen in Haft. Drei Viertel der Islamisten in den Gefängnissen oder Internierungslagern seien Frauen, berichtete der "Spiegel" am Freitag weiter. Hinzu kämen knapp 60 Kinder mit deutschen Pässen, die meist mit ihren Müttern zusammen festgehalten würden.

Dem Bericht zufolge habe der Bundesnachrichtendienst inzwischen viele der Islamisten in Syrien befragen können. Gegen 20 Deutsche lägen inzwischen auch Haftbefehle des Bundesgerichtshofes oder der Länderjustiz vor.

+++ 18.13 Uhr: 17 Haiarten sind vom Aussterben bedroht +++

Experten haben den Bestand von 58 Hai-Arten überprüft und festgestellt, dass mittlerweile 17 Arten des Raubtieres vom Aussterben bedroht sind. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommen die Experten der Shark Specialist Group (SSG) der Internationalen Naturschutzunion (IUCN), die ihre Rote Liste der bedrohten Tiere und Pflanzen auf den neuesten Stand brachte.     Am stärksten bedroht sind nach Angaben des SSG-Vorsitzenden Nicholas Dulvy die Haie, die besonders viel Zeit zum Wachsen benötigen, modernen Fangmethoden ausgesetzt sind und in China und anderen asiatischen Staaten als "Delikatessen" gelten. Dazu zählen etwa der Kurzflossen- und der Langflossen-Mako.

+++ 17.38 Uhr: Zwei Palästinenser bei Konfrontationen an Gaza-Grenze getötet +++

Bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza zwei Palästinenser getötet worden. 55 weitere Palästinenser hätten Verletzungen erlitten. Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv sagte, rund 9500 Palästinenser hätten am Freitag an mehreren Punkten entlang der Grenze an Protesten teilgenommen. Dabei sei es zu Ausschreitungen gekommen. Es seien Reifen in Brand gesetzt und Steine sowie Brandsätze geworfen worden. Die Soldaten hätten entsprechend reagiert, um die Unruhen aufzulösen. Dabei sei auch den Vorgaben entsprechend geschossen worden.

Seit Ende März 2018 sind nach Angaben des Ministeriums bei Protesten an der Gaza-Grenze mehr als 260 Palästinenser getötet und Tausende verletzt worden. 

+++ 17.33 Uhr: Laut Weißem Haus ist das IS-Territorium in Syrien zu 100 Prozent eingenommen +++

Das frühere Gebiet der Terrormiliz IS in Syrien ist nach Angaben des Weißen Hauses zu 100 Prozent eingenommen. Das sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, auf einem Flug einer US-Regierungsmaschine von Washington nach Florida. Für Details verwies sie an das US-Verteidigungsministerium. Ein Sprecher des Pentagons wollte sich auf dpa-Anfrage zunächst nicht dazu äußern und kündigte eine Stellungnahme zu einem späteren Zeitpunkt an.

+++ 17.17 Uhr: Suchaktion mit Hunden nach Rebecca vorerst eingestellt +++

Die Berliner Polizei hat ihre Suchaktion im Fall der vermissten Schülerin Rebecca am Freitagnachmittag vorerst wieder eingestellt. Ob der Einsatz mit Spürhunden im Bereich des Scharmützelsees in Brandenburg neue Ansatzpunkte brachte, konnte eine Polizeisprecherin zunächst nicht sagen. Für das Wochenende habe die Mordkommission keine weitere Aktionen geplant - das könne sich aber ändern, falls es konkrete Hinweise gebe, hieß es weiter. Andernfalls werde am Montagmorgen über das weitere Vorgehen entschieden.  

+++ 17.08 Uhr: Ukrainer in Russland zu sechs Jahren haft wegen "Terrorismus-Beihilfe" verurteilt +++

Ein Gericht der russischen Stadt Rostow am Don hat am Freitag einen schwer kranken 20-jährigen Ukrainer wegen "Beihilfe zum Terrorismus" zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Der an Leberzirrhose leidende Angeklagte Pawlo Gryb versuchte laut Urteil, eine Freundin zu einem Anschlag im südrussischen Sotschi anzustiften.

Gryb war im August 2017 während eines Aufenthalts in Weißrussland verschwunden. Er hatte dort nach Angaben seiner Familie die Freundin aus Sotschi treffen wollen. Seine Spur fand sich später in einem Untersuchungsgefängnis in Russland wieder. Die ukrainischen Behörden sind überzeugt, dass der russische Geheimdienst Gryb verschleppte; der 20-Jährige nahm in Online-Netzwerken eine äußerst kritische Haltung gegenüber Moskau ein.

+++ 16.57 Uhr: Grüne und FDP kritisieren Geldverschwendung für Instandsetzung von Gorch Fock +++

Angesichts neuer Kritik des Bundesrechnungshofs am Vorgehen der Bundeswehr bei der Sanierung der "Gorch Fock" haben Grüne und FDP Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Geldverschwendung vorgeworfen. Offensichtlich gehe es "nicht mehr um die beste Lösung im Sinne der Ausbildung des Marinenachwuchses, sondern darum, genau dieses Schiff um jeden Preis zu erhalten", erklärte der Grünen-Verteidigungsexperte Tobias Lindner am Freitag in Berlin.

+++ 16.49 Uhr Uhr: Mehr Rumänen und Bulgaren haben regulären Job +++

Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien zahlen öfter in die Sozialkassen ein, als dass sie Hartz-IV beziehen. Das geht aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor, über die zuerst die "Rheinische Post" (Freitag) berichtet hat. Demnach hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus diesen beiden Ländern seit Ende 2013 mehr als vervierfacht - die Zahl der Leistungsberechtigten hat sich knapp verdreifacht. Jüngsten Zahlen aus dem Dezember 2018 zufolge hatten rund 474.000 Rumänen und Bulgaren einen regulären Job - vor mehr als fünf Jahren waren es noch etwas mehr als 112.000.

+++ 16.26 Uhr: Regierung in Barcelona lenkt im Streit um Unabhängigkeitszeichen ein +++

Der katalanische Regionalpräsident Quim Torra hat im Streit mit den spanischen Behörden um Unabhängigkeitssymbole eingelenkt. Zugleich kündigte er aber an, dass er die zentrale Wahlbehörde in Madrid verklagen werde. Die Behörde hatte am 11. März die Entfernung von Unabhängigkeitszeichen von öffentlichen Gebäuden in Katalonien verlangt. Sie begründete dies damit, dass dadurch die Neutralitätspflicht vor der Parlamentswahl am 28. April verletzt werde.

+++ 16.17 Uhr: 293 Tote nach Sturm in Mosambik +++

In Mosambik ist die offizielle Zahl der Todesopfer nach dem Zyklon "Idai" auf 293 gestiegen. Zudem seien 1511 Menschen verletzt worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde am Freitag mit. Demnach wurden inzwischen knapp 90 000 Menschen gerettet. Die Zahl der Todesopfer wird höchstwahrscheinlich noch ansteigen, da für die Helfer derzeit die Rettung von Menschen und nicht die Bergung von Leichen Priorität hat. Präsident Filipe Nyusi hatte Anfang der Woche von womöglich bis zu 1000 Toten gesprochen.

+++ 16.12 Uhr: Nach Selbstverbrennung vor Landgericht ist das Opfer gestorben +++

Einen Monat, nachdem er sich vor dem Krefelder Landgericht selbst angezündet hat, ist ein 43-jähriger Mann im Krankenhaus gestorben. Das hat die Polizei in Krefeld  mitgeteilt. Nach dem Vorfall im Februar hatte es zwei Kundgebungen von Sympathisanten der kurdischen Partei PKK vor dem Gericht gegeben. Zeugen zufolge hatte der 43-Jährige gerufen, mit seiner Verbrennung gegen die Isolationshaft von PKK-Chef Abdullah Öcalan und gegen deutsche Polizeigewalt zu protestieren. Es gibt aber auch Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Mannes. So war ein Gerichtsverfahren gegen ihn wenige Tage vor der Tat wegen erheblicher Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit ausgesetzt worden.   

+++ 16.05 Uhr: Kramp-Karrenbauer verlangt mehr Geld für Bundeswehr +++

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Nachbesserungen beim Verteidigungshaushalt gefordert. Sie sagte in einem am Freitag vorab veröffentlichten Gespräch mit dem "Spiegel", Deutschland habe sich verpflichtet, den Anteil der Verteidigungsausgaben zu erhöhen. "Das ist im Etatentwurf nicht ausreichend abgebildet. Und das müssen wir bei den Haushaltsberatungen im Parlament möglichst korrigieren." 

+++ 15.53 Uhr: Elf Festnahmen bei Antiterrorrazzia im Rhein-Main-Gebiet +++

Bei einer Antiterrorrazzia in Hessen und Rheinland-Pfalz haben Ermittler am Freitag elf Verdächtige festgenommen. Bei den Hauptbeschuldigten handelt es sich um einen 21-Jährigen aus Offenbach und zwei 31-jährige Brüder aus Wiesbaden, wie die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main weiter mitteilte. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Verdächtigen gemeinsam verabredet haben, einen "islamistisch-terroristisch motivierten Anschlag" zu verüben und dabei so viele "Ungläubige" wie möglich zu töten.

Zur Vorbereitung des Anschlags sollen sie bereits Kontakt zu verschiedenen Waffenhändlern aufgenommen, ein größeres Fahrzeug angemietet und Vermögenswerte gesammelt haben, um diese für den Ankauf von Schusswaffen und die Begehung der geplanten Morde zu verwenden. Die drei Hauptverdächtigen sollen den Ermittlern zufolge der salafistischen Szene im Rhein-Main-Gebiet angehören.

+++ 15.41 Uhr: Schäuble würdigt Kinkel auf Trauerfeier: "Handfester macher" +++

Mit einer Trauerfeier haben Politiker und Angehörige Abschied von dem Anfang März gestorben Ex-Außenminister Klaus Kinkel (FDP) genommen. "Kinkel nannte die Dinge beim Namen, das war seine Stärke", sagte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) in der FDP-Zentrale in einer Rede für seinen engen politischen Weggefährten. Kinkel sei ein "handfester Macher" gewesen. Auch Außenminister Heiko Maas (SPD) würdigte Kinkel als einen Mann mit Haltung. Er sei immer ein Mann mit klarem Kompass gewesen, sagte Maas. "Heute wissen wir: Auf seinen Kompass war Verlass." FDP-Chef Christian Lindner betonte, der ehemalige Außenminister und FDP-Vorsitzende sei ehrlich, pflichtbewusst und loyal gewesen. Kinkel sei es nie darum gegangen zu beeindrucken. "Er wollte nie ein Weltklugscheißer sein", sagte Lindner.

+++ 15.39 Uhr: Donald Tusk sieht Schicksal des Brexits allein in britischen Händen +++

Die weiteren Brexit-Entwicklungen liegen nach Ansicht von EU-Ratschef Donald Tusk in Großbritannien. "Das Schicksal des Brexits liegt in den Händen unserer britischen Freunde", sagte Tusk nach dem EU-Gipfel am Freitag in Brüssel. Bis zum 11. April sei alles möglich. "Wir sind auf das Schlechteste vorbereitet, aber hoffen das Beste. Wie Sie wissen: Die Hoffnung stirbt zuletzt."

+++ 15.31 Uhr: Mutmaßlicher Täter von Utrecht gesteht Anschlag +++

Der mutmaßliche Todesschütze von Utrecht hat sich zur Tat bekannt und erklärt, allein gehandelt zu haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft in der niederländischen Stadt mit. Aber zum Motiv des 37-Jährigen wurde nichts mitgeteilt. Die Staatsanwaltschaft legt ihm mehrfachen Mord oder Totschlag mit terroristischem Motiv zur Last. Gökmen T. hatte am Montag in einer Straßenbahn in Utrecht um sich geschossen. Drei Menschen waren getötet und drei weitere schwer verletzt worden. Die Tat hatte die Niederlande schwer geschockt. 

+++ 15.45 Uhr: Wieder Dutzende Festnahmen angeblich Terrorverdächtiger in der Türkei +++

Türkische Staatsanwälte haben im Zusammenhang mit dem Putschversuch von 2016 rund 90 angebliche Terrorverdächtige festnehmen lassen. Seit dem Freitagmorgen suchten Sicherheitskräfte mehreren Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge in Dutzenden Provinzen nach mehr als 150 Personen. Den Verdächtigen - unter ihnen diesmal viele Anwälte - werden Verbindungen zu der Bewegung des Islam-Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen. Die Regierung macht Gülen für den Putschversuch verantwortlich. 

Insgesamt wurden nach Regierungsangaben aus dem März seit dem Putschversuch rund 500.000 Menschen festgenommen, rund 30.000 seien weiterhin in Haft. Zählt man die entsprechenden Anadolu-Berichte allein in dieser Woche zusammen, wurden zwischen Montag und Freitagnachmittag mindestens 195 Menschen inhaftiert.

+++ 14.45 Uhr: Gelbwesten-Demos auf Champs-Elysées in Paris verboten +++

Der neue Pariser Polizeipräsident hat Gelbwesten-Demonstrationen am Samstag an mehreren Orten in Paris verboten. Dazu zählen der Prachtboulevard Champs-Elysées und die angrenzenden Straßen, der Place de l'Etoile mit dem Triumphbogen, die Gegend um den Élyséepalast und die Nationalversammlung, hieß es am Freitag in einer Mitteilung von Didier Lallement. Begründet wird das Vorgehen mit der Gewalt bei den vergangenen Protesten. 

Zuvor hatten die Behörden in Toulouse Gelbwesten-Demonstrationen auf einem zentralen Platz verboten. Mit dem Verbot reagiert die zuständige Präfektur auf eine in sozialen Netzwerken angekündigte und nicht angemeldete Demonstration auf dem Place du Capitole in der südfranzösischen Stadt, wie sie mittteilte. Das Verbot gelte zwischen 12 und 21 Uhr. Verstöße würden mit einer Geldstrafe geahndet. 

+++ 13.35 Uhr: Draghi sieht Eurozone für Brexit weitgehend gewappnet +++

Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, sieht die Eurozone für den EU-Austritt Großbritanniens weitgehend gewappnet. Die Auswirkungen auf die Realwirtschaft der 19 Länder des gemeinsamen Währungsgebiets seien gering, sagte er Diplomaten zufolge beim Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Die staatlichen Behörden sowie die Zentralbanken seien auf den Austritt vorbereitet, allerdings müsse die Privatwirtschaft die Vorbereitungen beschleunigen.

+++ 13.33 Uhr: Tausende norwegische Schüler demonstrieren fürs Klima +++

In ganz Norwegen haben Schüler für mehr Klimaschutz protestiert. Allein vor dem Parlament in der Hauptstadt Oslo und den umliegenden Straßen kamen am Freitag nach Angaben der Organisatoren mehr als 10.000 Demonstranten zusammen, um für eine beherztere Klimapolitik ihres Landes einzutreten, wie die Nachrichtenagentur NTB berichtete. Die Zeitung "Adresseavisen" sprach von 3000 Teilnehmern des Protests in Trondheim. Hunderte weitere Schüler versammelten sich in anderen norwegischen Städten wie Tromsø und Stavanger. Insgesamt waren Klimaproteste in mehr als 70 Städten geplant gewesen.

+++ 13.23 Uhr: Explosion in Elektrizitätswerk - großflächiger Stromausfall auf Kreta +++

In einem staatlichen Elektrizitätswerk auf der griechischen Insel Kreta hat sich eine starke Explosion ereignet. Im Anschluss sei ein Feuer ausgebrochen, verletzt worden sei jedoch niemand, berichteten griechische Medien. Explodiert war demnach ein Transformator.

Infolge dessen kam es auf der größten Insel Griechenlands zu weitflächigen Stromausfällen - vor allem die beiden Küstenstädte Heraklion und Rethymnon waren von dem Blackout betroffen. Der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft zufolge sollte der Strom bis zum Nachmittag großteils wieder fließen.

+++ 13.20 Uhr: Mutmaßlicher Täter von Utrecht bleibt in Haft +++

Der mutmaßliche Todesschütze von Utrecht ist dem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser verlängerte die Untersuchungshaft um die maximale Frist von weiteren zwei Wochen, wie die Staatsanwaltschaft in Utrecht mitteilte. Der 37-jährige Gökmen T. soll am Montag in einer Straßenbahn drei Personen erschossen haben. Drei weitere wurden schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann "mehrfachen Mord bzw. Totschlag mit terroristischer Absicht" vor.

+++ 13.05 Uhr: Antikörper hilft nicht - Alzheimer-Studien abgebrochen +++

Zwei klinische Studien zur Erprobung eines Alzheimer-Medikaments sind wegen fehlender Aussicht auf Erfolg abgebrochen worden. Analysen eines unabhängigen Expertengremiums hätten gezeigt, dass der getestete Antikörper Aducanumab nicht wie erhofft den Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit bremst, hatte das Unternehmen Biogen mitgeteilt.

Biogen hatte den Wirkstoff seit 2017 gemeinsam mit dem japanischen Pharmaunternehmen Eisai für die Markteinführung getestet. Sicherheitsbedenken hätten für die Beendigung der Studien keine Rolle gespielt, betonte Biogen. Hans-Ulrich Demuth vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie kommentierte das Studien-Aus so: "Ganz schlicht: Es ist eine Desaster für das ganze Feld."

+++ 12.47 Uhr: Durchsuchungen wegen Terrorverdachts in Hessen und Rheinland-Pfalz +++

In Hessen und Rheinland-Pfalz hat es Durchsuchungen wegen eines Terrorverdachts gegeben. Der Einsatz laufe seit dem Morgen und dauere an, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main der Nachrichtenagentur AFP.

Es gehe um den Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Weitere Angaben machte die Sprecherin zunächst nicht.

+++ 12.57 Uhr: Polizei vernimmt drei Männer nach Rassismus-Vorfall bei Länderspiel +++

Nach den mutmaßlich rassistischen Äußerungen von Zuschauern während des Länderspiels gegen Serbien haben sich drei Männer bei der Polizei in Wolfsburg gemeldet. Sie hätten sich in einer ersten Vernehmung zu den Vorwürfen geäußert, teilte ein Polizeisprecher mit. Zum Inhalt wollte er mit Blick auf das laufende Verfahren keine Stellung beziehen. Die Polizei werde weitere Ermittlungen anstrengen und den Vorgang voraussichtlich Anfang kommender Woche an die Staatsanwaltschaft Braunschweig abgeben, kündigte er an. Die Männer seien zwischen 30 und 40 Jahren alt und hätten sich bereits Donnerstagnachmittag gestellt, meldete die "Braunschweiger Zeitung".

Die Ermittlungen seien wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet worden, nachdem es mehrere Hinweise unter anderem vom Deutschen Fußball-Bund gegeben habe, sagte Polizeisprecher Thomas Figge. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten sogar Haftstrafen drohen. Wegen des Vorfalls hat die Polizei auch den Journalisten André Voigt als Zeugen vorgeladen. "Er ist als Zeuge geführt und soll entsprechend aussagen", sagte Figge dazu.

+++ 12.38 Uhr: Verurteilung von Siegaue-Vergewaltiger ist rechtskräftig +++

Das Urteil gegen den Vergewaltiger einer Camperin in der Siegaue bei Bonn ist rechtskräftig. Die Revision des Angeklagten sei als unbegründet verworfen worden, teilte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe mit. Es bleibt damit beim Strafmaß von zehn Jahren Haft für den abgelehnten Asylbewerber aus Ghana.

Der Mann hatte im April 2017 ein junges Paar aus Süddeutschland überfallen, das in der Siegaue bei Bonn zeltete. Nachts schlitzte er das Zelt mit einer Astsäge auf und verlangte Geld. Dann zwang er die Studentin nach draußen und vergewaltigte sie.

+++ 12.35 Uhr: Kampagne für Fahrradhelme: "Looks like shit. But saves my life."  +++

Das Bundesverkehrsministerium will mit einer neuen Kampagne vor allem junge Menschen zum Tragen eines Fahrradhelms motivieren. Die Aktion läuft unter dem Titel "Looks like shit. But saves my life.", wie das Ministerium mitteilte. Ein Gesicht der Kampagne: "Germany's Next Topmodel"-Kandidatin Alicija. "Mehr als die Hälfte der jungen Radfahrerinnen und Radfahrer sagen von sich selbst, dass sie nie oder nur selten einen Helm tragen. Und warum nicht? Weil es angeblich nicht cool aussieht", sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) laut Mitteilung. "Der Spruch entspricht vielleicht nicht so ganz dem üblichen Behördendeutsch. Er bringt die Botschaft aber ziemlich genau auf den Punkt: Helme retten Leben!".

+++ 12.23 Uhr: Berliner Staatsanwaltschaft legt keine Beschwerde gegen Aufhebung des Haftbefehls ein +++

Martin Steltner, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, hat angekündigt, dass die Behörde keine Beschwerde gegen die Aufhebung des Haftbefehls gegen den Tatverdächtigen Schwager von Rebecca eingelege. Die Beweislage in dem Fall sei unverändert schwierig, deshalb sei es richtig, dass der Haftrichter der Haftbeschwerde des Schwagers stattgegeben habe. Steltner betonte, dass die Ermittler weiter von einem Tötungsdelikt ausgehen. Zudem sagte er, dass die Suche nach Rebecca mit gleicher Intensität weitergehe. Zu Details der Beweislage wollte sich Steltner nicht äußern. Grundsätzlich gebe es nichts Neues und es handele sich hier um ein normales rechtsstaatliches Verfahren.

+++ 12.01 Uhr: Mindestens 60 Tote bei Busunglück in Ghana +++

Bei einem schweren Busunglück in Ghana sind mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, stießen in der südlichen Region Bono East zwei Busse frontal aufeinander. Das Unglück ereignete sich demnach gegen 02.00 Uhr morgens (03.00 Uhr MEZ).

+++ 11.57 Uhr: Mehr als 1000 Tonnen Gefahrgut in gesunkener "Grande America" +++

Der im Golf von Biskaya gesunkene italienische Frachter "Grande America" hat mehr als tausend Tonnen Gefahrgut an Bord. Darunter sind 720 Tonnen Salzsäure und 25 Tonnen Fungizide sowie Chemikalien unter anderem für die Lederindustrie, wie die Meerespräfektur im französischen Brest mitteilte. Darüber hinaus hat der Frachter 2200 Tonnen Schweröl geladen sowie 190 Tonnen Schiffsdiesel und 70.000 Liter Öl. Des Weiteren befinden sich in dem gesunkenen Schiff 2100 Fahrzeuge, 24 Container voll Stahl sowie 18 Tonnen Düngemittel sowie Reifen und Schmierstoffe.

+++ 11.10 Uhr: Verdächtiger im Würzburger Kinderporno-Fall in Untersuchungshaft +++

Im Würzburger Kinderporno-Fall ist gegen den Hauptverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Der Logopäde sitze in Untersuchungshaft, teilte die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg Anfrage mit. Der 37-Jährige steht im Verdacht, pornografische Bilder und Videos mit kleinen Jungen im sogenannten Darknet verbreitet zu haben, also in einem abgeschirmten Bereich des Internets. Der Logopäde hatte in verschiedenen Einrichtungen mit Kindern zu tun. Er verweigert bislang die Aussage. Wer genau die Opfer waren, ist noch unklar. Ein zweiter Verdächtiger war am Donnerstag wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

15-Jährige auf Schulweg verschwunden: Wo ist Rebecca Reusch? Polizei bittet um Hinweise

+++ 11.09 Uhr: Fall Rebecca: Ermittlungen und Suche gehen mit "unverminderter Intensität weiter" +++

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft gehen die Ermittlungen und die Suche nach Rebecca auch nach der Aufhebung des Haftbefehls gegen ihren Schwager "mit unveränderter Intensität" weiter. Neue Erkenntnisse gebe es derzeit nicht. Bereits mehrfach hatte die Polizei Waldstücke in Brandenburg und einen See nach Rebecca abgesucht - bislang ohne Ergebnis. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben nicht davon aus, das Mädchen lebend zu finden.

Rebecca hatte sich am 18. Februar morgens bei ihrer Schwester und ihrem Schwager im Berliner Stadtteil Britz aufgehalten. Sie kam danach nicht zur Schule. Der 27 Jahre alte Schwager galt bislang als tatverdächtig und saß in Untersuchungshaft. Sein Auto war den Ermittlungen zufolge durch eine Überwachungsanlage in Brandenburg erfasst worden - und zwar am Tag von Rebeccas Verschwinden sowie erneut am Tag danach.

10.54 Uhr: Fall Rebecca: Justizbehörde will keine Beschwerde gegen Aufhebung des Haftbefehls einlegen +++

Im Fall der seit fast vier Wochen vermissten 15-jährigen Rebecca aus Berlin ist der Haftbefehl gegen den Schwager des Mädchens aufgehoben worden. Grund sei, dass der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Tiergarten "aufgrund des gegenwärtigen Ermittlungsstands Zweifel am dringenden Tatverdacht" gegen den 27-Jährigen habe, teilte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft am Freitag mit. Die Anklagebehörde hält die Entscheidung "im Hinblick auf die gegenwärtig bestehende Beweislage" für vertretbar und will daher "zum jetzigen Zeitpunkt keine Beschwerde" dagegen einlegen.

+++ 10.47 Uhr: Fall Rebecca: Haftbefehl gegen Schwager aufgehoben +++

Seit vier Wochen sucht die Berliner Kriminalpolizei nach der verschwundenen Rebecca Reusch. Nun wurde der Haftbefehl gegen den Schwager der 15-Jährigen aufgehoben. Das teilte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft mit. Mehr in Kürze auf stern.de.

+++ 10.50 Uhr: Sonderermittler: Verdächtiger im Fall Lügde auf Bildern zu erkennen +++

Im Skandal um den massenhaften Missbrauch in Lügde hält der zuständige Sonderermittler Ingo Wünsch die Beweismittel trotz verschwundener Asservate für "ausreichend". Wünsch sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger": "Es gibt sehr belastendes Bildmaterial, auf dem der Haupttatverdächtige eindeutig zu erkennen ist."

Kriminaldirektor Wünsch war vom nordrhein-westfälischen Innenministerium zur Kreispolizeibehörde Lippe gesandt worden, nachdem dort 155 Datenträger verschwunden waren. Der Sonderermittler schilderte dem "Stadt-Anzeiger": "Wir haben alles auf den Kopf gestellt, vom Keller bis zur Damentoilette." Außerdem habe man 30 Befragungen durchgeführt. Die CDs tauchten aber nicht wieder auf.

+++ 10.27 Uhr: Bundesfreiwilligendienst künftig auch für jüngere Menschen in Teilzeit möglich +++

Der Bundesfreiwilligendienst kann künftig von jüngeren Menschen auch in Teilzeit geleistet werden. Der entsprechende Gesetzentwurf der Bundesregierung wurde vom Bundestag verabschiedet. Allerdings wird die Teilzeit-Option an enge Kriterien geknüpft. Bisher ist der Freiwilligendienst bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres nur in Vollzeit möglich.

Voraussetzung für einen Bundesfreiwilligendienst in Teilzeit, die mehr als 20 Stunden umfassen muss, soll ein "berechtigtes Interesse" des oder der "Bufdi" an einer Reduzierung der täglichen oder wöchentlichen Dienstzeit sein. Genannt werden in der Begründung des Gesetzes etwa Alleinerziehende, die sich um ihr Kind kümmern, oder die Pflege eines Angehörigen. Zudem muss auch der jeweilige Einsatzträger der Teilzeit zustimmen.

+++ 10.09 Uhr: Zahl der Toten nach Fährunglück im Irak steigt auf 100 +++

Nach dem Fährunglück in der nordirakischen Stadt Mossul ist die Zahl der Toten auf 100 gestiegen. Unter den Opfern seien hauptsächlich Frauen und Kinder, teilte das irakische Innenministerium mit. Die Fähre war am Donnerstag auf dem Fluss Tigris gesunken, als sich zahlreiche Menschen anlässlich des kurdischen Neujahrsfestes zu einem beliebten Ausflugsort übersetzen lassen wollten. Einem Sicherheitsvertreter zufolge war die Fähre überladen.

+++ 09.41 Uhr: Seoul: Nordkorea zieht sich aus Verbindungsbüro mit dem Süden zurück +++

Wenige Wochen nach dem Scheitern des zweiten Gipfeltreffens zwischen Nordkorea und den USA hat Pjöngjang nach Angaben aus Seoul seine Mitarbeiter aus einem gemeinsamen Verbindungsbüro mit Südkorea abgezogen. Pjöngjang habe "den Süden informiert, dass sie sich aus dem Verbindungsbüro zurückziehen", sagte der südkoreanische Wiedervereinigungsminister Chun Hae Sung vor Journalisten.

Die Entscheidung sei "im Einklang mit einer Anweisung von höherer Stelle" getroffen worden, sagte Chun. "Sie sagten, es sei ihnen egal, ob wir im Verbindungsbüro bleiben oder nicht." Südkorea bedaure die Entscheidung des Nordens und werde die eigene Arbeit in dem Verbindungsbüro fortsetzen.

+++ 09.37 Uhr: US-Grenzschutz hält Migranten mit Tränengas von Einreise aus Mexiko ab +++

An der Grenze zu Mexiko sind US-Grenzbeamte mit Tränengas gegen Migranten aus Mittelamerika vorgegangen. Eine Gruppe von Migranten, darunter Kinder, versuchte mit einem aus Kleidungsstücken zusammengebundenen Seil einen Grenzzaun am Strand zwischen der mexikanischen Stadt Tijuana und San Diego in Kalifornien zu überwinden. Beamte des US-Grenzschutzes drängten sie mit Tränengas zurück, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Lediglich ein Migrant schaffte es über den Zaun und wurde umgehend festgenommen.

+++ 08.58 Uhr: Radioaktives Material in Munitionskisten im Saarland gefunden +++

Vier Munitionskisten mit radioaktivem Inhalt sind auf einem Anwesen im Saarland gefunden worden. Über den Fund bei Räumungsarbeiten in Saarbrücken-Dudweiler wurde die Polizei am Donnerstag informiert, wie die Beamten in der Nacht mitteilten. Es handle sich um einen radioaktiven Stoff, von dem bei einem Abstand von drei Metern keine Gefahr ausgehe.

Auf dem Anwesen seien bereits in der Vergangenheit "größere Mengen an ABC-Stoffen" gefunden worden, erklärte die Polizei. Nähere Angaben machten die Beamten nicht. Die radioaktiven Materialien seien geborgen und fachgerecht entsorgt worden. Für die Bevölkerung habe "zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr" bestanden.

+++ 08.55 Uhr: Höchster Anstieg der Löhne seit 2011 +++

Die Löhne in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent gestiegen. Das war der höchste Anstieg seit 2011, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Allerdings fraß die Inflation einen großen Teil dieses Anstiegs: Arbeitnehmern hatten damit unterm Strich 1,3 Prozent mehr Geld im Portemonnaie. Die Verbraucherpreise kletterten im vergangenen Jahr laut Statistik um 1,8 Prozent.

+++ 08.36 Uhr: Bauwirtschaft startet schwungvoll ins neue Jahr +++

Der Immobilienboom hat die Geschäfte der deutschen Bauwirtschaft auch zum Jahresanfang angetrieben. Der Auftragseingang stieg im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,2 Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das sei der höchste jemals gemessene Wert an neuen Aufträgen in einem Januar. Bereinigt um Preissteigerungen und den Effekt von Kalendertagen lag das Plus bei 11,6 Prozent. Der starke Wohnungsbau und höhere staatliche Investitionen in die Infrastruktur treiben die Branche seit längerem an.

+++ 07.17 Uhr: Massenschlägerei auf Berliner Alexanderplatz - Neun Festnahmen +++

Nach einem Aufruf in sozialen Medien ist es auf dem Berliner Alexanderplatz zu einer Massenschlägerei gekommen. "Am frühen Donnerstagabend versammelten sich auf dem Platz rund 400 Leute", sagte ein Sprecher der Polizei. Die meisten von ihnen waren nach den Angaben Jugendliche oder junge Erwachsene. Später gerieten etwa 50 von ihnen in Streit und gingen mit Faustschlägen, Fußtritten und Pfefferspray aufeinander los. Die Beamten nahmen neun Menschen vorläufig fest.

Die Polizei war mit rund 100 Beamten im Einsatz und versuchte, die Jugendlichen zu trennen. "Dabei setzten die Beamten auch Reizgas ein", sagte der Sprecher weiter. Eine Polizistin wurde verletzt. Außerdem versuchten die Jugendlichen nach den Angaben, einen Beamten in die Menge zu ziehen. Etwas später zerstreuten sich die Menschen. "Etwa 20 von ihnen rannten in den U-Bahnhof und sprangen ins Gleisbett, wo sie sich mit Schottersteinen bewarfen", sagte der Polizeisprecher. Hintergrund könnte nach Medienberichten ein Streit zwischen rivalisierenden YouTubern sein. Die Polizei ermittelt noch.

+++ 06.05 Uhr: Umfrage: Jugendliche fordern mehr politische Mitsprache +++

Jugendliche wollen bei gesellschaftlichen Zukunftsfragen mehr gehört werden und mehr mitbestimmen können. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung, bei der 1000 Personen ab 14 Jahren befragt wurden. Danach habe es in den vergangenen fünf Jahren eine starke Zunahme bei den unter 20-jährigen Jugendlichen gegeben, die "viel mehr Volksabstimmungen für die Bürger" fordern (2014: 73 Prozent - 2019: 94 Prozent). "Die Jugendlichen vermissen in der Politik klare Vorstellungen darüber, wie unsere Gesellschaft in 20, 30 Jahren aussehen soll", sagte der Leiter des Instituts, Prof. Horst Opaschowski.

+++ 06.04 Uhr: Auto rast in China in Menschenmenge: sechs Tote +++

In China ist ein Autofahrer mit seinem Wagen in eine Menschenmenge gerast. Sechs Menschen seien bei dem Vorfall in der der Stadt Zaoyang in der Provinz Hubei getötet und sieben weitere Menschen verletzt worden, meldete der staatliche Sender CCTV. Der Autofahrer wurde demnach von der Polizei erschossen. Die Verletzten wurden CCTV zufolge in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 05.20 Uhr: Indonesien storniert Bestellung von 49 Boeing 737 Max +++

Indonesiens staatliche Fluggesellschaft Garuda hat eine Milliarden-Bestellung über 49 Passagiermaschine des Typs Boeing 737 Max rückgängig gemacht. Die Fluglinie begründete dies mit verlorenem Vertrauen nach dem Absturz von zwei baugleichen Flugzeugen mit insgesamt mehr als 340 Toten innerhalb der vergangenen sechs Monate. Eine der abgestürzten Maschinen gehörte der indonesischen Billigfluglinie Lion Air, die andere der äthiopischen Fluggesellschaft Ethiopian Airlines.

Garuda ist die größte Fluggesellschaft des südostasiatischen Landes. Der Wert der jetzt stornierten Bestellung liegt nach Listenpreis bei mehr als vier Milliarden Euro.

+++ 05.05 Uhr: Mehr Wildunfälle in Deutschland +++

Die Zahl der Wildunfälle auf deutschen Straßen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) registrierte von April 2017 bis März 2018 mehr als 233.000 Vorkommnisse dieser Art. Das entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie der Verband mitteilte.

Ein Jagdjahr dauert vom 1. April bis zum 31. März. Die mit Abstand meisten Unfälle - mehr als 82 Prozent - ereigneten sich laut Verband mit Rehen. Der DJV macht darauf aufmerksam, dass mit der Umstellung auf die Sommerzeit am 31. März wieder die Gefahr von Wildunfällen steige.

+++ 04.34 Uhr: Spargelernte läuft "so früh wie selten" an +++

In den Spargelregionen der Republik hat die Erntesaison begonnen. Nachdem einige Bauern in den vergangenen Wochen schon die ersten Stangen von den Feldern geholt haben, nimmt die Ernte nun deutlich Fahrt auf. "Spätestens Anfang April dürfte es in allen wichtigen Regionen richtig losgehen", sagt der Marktanalyst Michael Koch von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI).

In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinhessen sowie der Pfalz gibt es vereinzelte Betriebe, die ihre Spargelfelder künstlich beheizen und so teilweise schon Mitte Februar mit der Ernte beginnen konnten. Während diese Variante noch nicht sonderlich verbreitet ist, setzen viele Landwirte auf den Anbau mit Folie. Unter Tunneln mit zwei- bis dreifacher Abdeckung gedeihen die Pflanzen schneller, sodass der Spargelhunger oft schon im März gestillt werden kann.

+++ 02.43 Uhr: 47Tote nach Explosion in chinesischem Chemiewerk +++

Nach einer schweren Explosion in einem Chemiepark in Ostchina ist die Zahl der Opfer deutlich gestiegen: 47 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, 90 Menschen wurden schwer verletzt, von denen sich 32 in einem kritischen Zustand befinden. Das teilten die Behörden der ostchinesischen Stadt Yancheng mit. Auslöser für die Explosion am Vortrag was ein Feuer in einer Fabrik für Pestizide. 

+++ 01.47 Uhr: Neuseeland gedenkt Opfer des Anschlags von Christchurch +++

Mit zwei Schweigeminuten hat Neuseeland der 50 Todesopfer des rassistisch motivierten Anschlags auf zwei Moscheen in der Stadt Christchurch gedacht. In weiten Teilen des Landes stand von 13.32 Uhr bis 13.34 Uhr Ortszeit (1.32 bis 1.34 Uhr) das Leben still.

Fast genau zu dieser Zeit hatte vor einer Woche ein Attentäter während der Freitagsgebete die erste der beiden Moscheen überfallen. Als mutmaßlicher Täter sitzt ein 28 Jahre alter Rechtsextremist aus Australien in Untersuchungshaft. Ihm droht lebenslange Haft.

Viele Neuseeländerinnen trugen am Freitag als Zeichen der Solidarität mit den muslimischen Gemeinden ein Kopftuch. Rund um verschiedene Moscheen gab es Menschenketten.

+++ 01.25 Uhr: Trump-Anhänger gesteht Versendung von Briefbomben in den USA +++

Im Prozess um die Versendung von Briefbomben an Kritiker von US-Präsident Donald Trump hat der Angeklagte seine Taten gestanden. Der im vergangenen Oktober festgenommene 57-jährige Trump-Anhänger Cesar Sayoc bekannte sich vor einem Gericht in New York in 65 Anklagepunkten schuldig. Zugleich entschuldigte er sich dafür, insgesamt 16 Briefe mit Sprengsätzen an prominente Kritiker des Präsidenten verschickt zu haben. Bei der Urteilsverkündung im September droht ihm lebenslängliche Haft.

00.00 Uhr: Mehrheit der Deutschen findet Schülerstreiks für Klimaschutz in Ordnung +++

Die meisten Deutschen halten die Schülerstreiks für mehr Klimaschutz auch während der Schulzeit für gerechtfertigt. Diese Ansicht äußerten im aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" 55 Prozent der Befragten. 42 Prozent waren gegenteiliger Ansicht.

Für heute hat die Bewegung Fridays for Future in Deutschland erneut zu Streiks zahlreichen Städten aufgerufen. Vergangene Woche hatten sich nach Angaben der Veranstalter bundesweit mehr als 300.000 Menschen an den Demonstrationen im Rahmen der weltweiten Klimabewegung beteiligt.

New York: Mann transportiert Stahlträger in der U-Bahn – und bekommt sogar Hilfe
kng / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(