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News des Tages: Beide Mainufer gesperrt: Frankfurt plant Entschärfung von Fliegerbombe

Frankfurt legt Termin für Bombenentschärfung fest +++ Wikileaks-Gründer Julian Assange in London festgenommen +++ Netflix wird in Deutschland teurer +++ Wahlen in Indien haben begonnen +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Eine Karte von Frankfurt zeigt den Sperrbezirk an beiden Ufern des Mains

In diesem Bereich auf beiden Ufern des Mains in Frankfurt müssen Anwohner sich wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe in Sicherheit bringen

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Frankfurt entschärft Fliegerbombe am Sonntag (19.17 Uhr)
  • AfD scheitert auch mit Kandidat Otten bei Wahl zum Bundestagsvizepräsidenten (15.45 Uhr)
  • Wikileaks-Gründer Julian Assange in London festgenommen (11.40 Uhr)
  • Studie: Künstliche Intelligenz schlägt Hautärzte bei Krebsdiagnose (10.54 Uhr)
  • Neuer Notfall an Bord von deutschem Rettungsschiff (9.43 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 19.39 Uhr: Litauen holt Botschafter aus Russland zurück +++

Litauen hat seinen Botschafter in Russland zu Beratungen zurück nach Vilnius beordert. Begründet wurde der Schritt vom Außenministerium des baltischen EU- und Nato-Landes mit Vorermittlungen in einem Visafall und Drohungen gegen den Botschafter nach einem Gerichtsurteil zum "Blutsonntag von Vilnius", einem Putschversuch mit sowjetischer Hilfe am 13. Januar 1991. Dies meldete die Agentur BNS am Donnerstag.

Litauens Botschafter in Moskau war zuvor von der litauischen Generalanwaltschaft als besonderer Zeuge in einem Korruptionsfall befragt worden. Dabei ging es Medienberichten zufolge um die  Erteilung eines Schengen-Visums an einen russischen Banker, das auf Einladung des Generaldirektors des Verbandes der litauischen Handels-, Industrie- und Handwerkskammern ausgestellt worden war.

+++ 19.23 Uhr: Polizei stürmt Wohnung in Salzgitter +++

Die Polizei hat in Salzgitter eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gestürmt. In der Wohnung sei ein Mann verletzt gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. "Wir hatten eine Bedrohungslage", sagte er weiter, ohne Einzelheiten zu nennen. Der Verletzte sei der Mann, von dem offenbar die Bedrohung ausging und dem der Zugriff gegolten habe. Der Einsatz habe seit dem Nachmittag angedauert. Nach örtlichen Medienberichten war ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei beteiligt.

+++ 19.22 Uhr: Afrikanische Union: Militärputsch im Sudan nicht "angemessen" +++

Die Afrikanische Union hat den Militärputsch im Sudan und die Absetzung des Präsidenten Omar al-Baschir kritisiert. Die Machtübernahme der Streitkräfte sei "nicht die angemessene Reaktion auf die Herausforderungen, vor denen der Sudan steht, und auf die Bestrebungen der Menschen", erklärte der Chef der AU-Kommission, Moussa Faki Mahamat. Zudem rief er alle Beteiligten dazu auf, die Rechte der Bürger sowie die der Ausländer im Land zu respektieren.

+++ 19.17 Uhr: Frankfurt: Fliegerbombe im Main wird Sonntag entschärft +++

Eine im Main entdeckte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg soll in Frankfurt/Main am Sonntagvormittag entschärft werden. Wie die Polizei mitteilte, müssen dazu im Bereich der Alten Brücke die ersten Häuserreihen geräumt werden. Davon seien etwa 600 Bewohner betroffen. Die Anwohner in der zweiten Häuserreihe dürfen während der Entschärfung in ihren Wohnungen bleiben. Sie sollen jedoch die dem Main zugewandten Fensterbereiche meiden. Zugleich sind sie angehalten, alle Fenster und Türen geschlossen zu halten. Außerdem werde es im Straßen- und Schifffahrtsverkehr sowie im öffentlichen Nahverkehr zu Sperrungen kommen. 

Die amerikanische 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Dienstag bei einem Übungstauchen der Feuerwehr nahe der Alten Brücke entdeckt worden. Dies ist die älteste Mainbrücke Frankfurts.

+++ 18.48 Uhr: EU verurteilt Israels Siedlungspläne +++

Die Europäische Union hat neue israelische Siedlungspläne für das Westjordanland scharf verurteilt. "Jegliche Siedlungsaktivität ist nach internationalem Recht illegal", erklärte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini. Sie schade den Plänen für eine Zwei-Staaten-Lösung und den Aussichten auf einen dauerhaften Frieden. 

Bei den neuen israelischen Plänen geht es nach EU-Angaben um Tausende neue Wohneinheiten für Siedler. Dabei ist auch die Legalisierung eines auch nach israelischem Recht illegalen Außenpostens vorgesehen.

+++ 18.26 Uhr: NRW schiebt drei islamistische Gefährder ab +++

Nordrhein-Westfalen hat drei als islamistische Gefährder eingestufte Männer nach Bosnien und Herzegowina abgeschoben. Die Abschiebung sei vom Flughafen Düsseldorf am Mittwoch erfolgt, teilte das Landesministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration mit. Die drei Bosnier stehen laut Ministerium im Verdacht, im Auftrag der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) einen Anschlag geplant zu haben. "Den Kampf gegen Extremisten werden wir auch künftig mit großer Entschlossenheit und allen Mitteln unseres Rechtsstaates führen", sagte der zuständige Landesminister Joachim Stamp (FDP) der Mitteilung zufolge.

+++ 18.02 Uhr: Schwedische Staatsanwaltschaft beantragt Wiederaufnahme der Ermittlungen gegen Assange +++

Die Staatsanwaltschaft Göteborg hat beantragt, die Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wieder aufzunehmen. Assange wurden Vergewaltigung und sexuelle Gewalt gegen zwei Frauen vorgeworfen, die Ermittlungen waren 2017 ursprünglich eingestellt worden. "Wir werden nun die Angelegenheit untersuchen, um zu bestimmen, wie wir vorgehen. Die vorläufigen Ermittlungen wurden daher noch nicht wieder aufgenommen und wir wissen heute nicht, ob dies geschehen wird", ließ die stellvertretende Generalstaatsanwältin Eva-Marie Persson in einer Pressemitteilung verlauten.

+++ 17.12 Uhr: Reichsbürger leisten massiven Widerstand gegen Zwangsräumung +++

Bei die Zwangsräumung eines Grundstücks in Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern haben 13 sogenannte Reichsbürger gegenüber einer Gerichtsvollzieherin massiven Widerstand geleistet. Auch als zur Unterstützung der Beamtin drei Streifenwagen anrückten, verweigerten ihr die vier Frauen und neun Männer im Alter zwischen 30 und 69 Jahren den Zutritt zum Gelände. Platzverweise und der Einsatz von "einfacher körperlicher Gewalt" reichten nach Angaben der Polizei nicht aus, um die Lage zu klären.

Erst als insgesamt 30 Polizisten vor Ort zusammengezogen waren, gaben die Reichsbürger nach und ließen die Gerichtsvollzieherin gewähren. Als ihre Personalien aufgenommen wurden, präsentierte ein 50-jähriger der Polizei ein Phantasiedokument - einen Führerschein des "Zweiten Deutschen Reichs".

+++ 17.08 Uhr: EU-Einigung auf Mandat für Handelsverhandlungen mit USA +++

Die Mitgliedstaaten der EU haben sich auf die Aufnahme von Verhandlungen für ein begrenztes Handelsabkommen mit den USA verständigt. Die 28 Länder einigten sich in Brüssel auf Botschafterebene darauf, die Kommission mit einem entsprechenden Mandat auszustatten, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Diplomatenkreisen erfuhr. So soll eine weitere Eskalation des Handelsstreits mit der Regierung in Washington verhindert werden.

+++ 16.42 Uhr: Polizei nimmt psychisch kranken Gewalttäter in Zug im Kölner Hauptbahnhof fest +++

Bundespolizisten haben einen seit dem vergangenen Wochenende gesuchten psychisch kranken Strafgefangenen im Kölner Hauptbahnhof festgenommen. Ein Reisender erkannte den 67-Jährigen im Hauptbahnhof der Domstadt, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Zeuge informierte umgehend die Beamten, die den psychisch kranken Gewalttäter wenig später in einem Zug festnahmen. Der 67-Jährige war am Sonntag von einem Freigang nicht in die geschlossene Psychiatrie zurückgekehrt. Die Polizei veröffentlichte daraufhin ein Foto von dem Gesuchten, der vor geraumer Zeit ein Tötungsdelikt begangen hatte. Bei seiner Festnahme leistete der Mann laut Bundespolizei keinen Widerstand.

+++ 16.25 Uhr: Bosnisch-serbischer Oppositioneller beantragt Asyl in Österreich +++

Der Anführer einer Protestbewegung in der bosnischen Serben-Republik hat nach eigenen Angaben in Österreich Asyl beantragt. "Die Polizei in Banja Luka will mich festnehmen, ins Gefängnis stecken und am Ende töten", sagte Davor Dragicevic dem in Wien produzierten Blog "balkan stories". Dragicevic, der sich seit Jahresbeginn in Österreich aufhält, hat die Protestbewegung "Gerechtigkeit für David" gegründet, nachdem sein Sohn David ermordet worden war. 

+++ 15.45 Uhr: AfD scheitert auch mit Kandidat Otten bei Wahl zum Bundestagsvizepräsidenten +++

Die AfD ist auch mit ihrem neuen Kandidaten Gerold Otten bei der Wahl zum Bundestagsvizepräsidenten gescheitert. Auf Otten entfielen bei der Abstimmung im Bundestag 210 Ja-Stimmen, 393 Nein-Stimmen und 31 Enthaltungen. Die AfD-Fraktion hatte Otten ins Rennen geschickt, nachdem zuvor ihre Kandidaten Albrecht Glaser und Mariana Harder-Kühnel jeweils dreimal gescheitert waren.

+++ 15.35 Uhr: Überfall auf Geldtransport in Solingen aufgeklärt +++

Rund zwei Monate nach dem Überfall auf Geldtransporteure in Solingen ist das Verbrechen nach Angaben der Ermittler aufgeklärt. Einer der Geldboten sei eingeweiht gewesen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Nordrhein-Westfalen mit. Ende Januar waren zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens überfallen worden. Sie hatten gerade einen Geldautomaten in einer Einkaufsgalerie befüllen wollen, als sie von Gangstern mit Schusswaffen bedroht und gefesselt wurden. 

Bei seiner Vernehmung habe sich ein 41-jähriger Geldtransporteur in Widersprüche verstrickt. Im Laufe der Ermittlungen habe sich der Verdacht gegen ihn verstärkt. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung seien, versteckt in Blumentöpfen, 25.000 Euro ans Licht gekommen, die vermutlich aus der Beute stammten. Bei seiner mutmaßlichen Komplizin, 45, fanden die Beamten eine Geldzählmaschine. 

WikiLeaks-Gründer: Britische Polizei nimmt Julian Assange in London fest

+++ 15.16 Uhr: Assange wird wegen Hackerangriffs in den USA angeklagt +++

Die US-Justiz wirft Wikileaks-Gründer Julian Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor. Assange werde beschuldigt, Manning dabei geholfen zu haben, ein Passwort eines Computernetzwerks der Regierung zu knacken, hieß es in einer Mitteilung des Justizministeriums zum US-Auslieferungsantrag an Großbritannien. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. 

+++ 14.45 Uhr: May zur Festnahme von Assange: "Niemand steht über dem Gesetz" +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat die Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange verteidigt. "In Großbritannien steht niemand über dem Gesetz", erklärte May im Parlament in London und dankte Ecuador für die Zusammenarbeit sowie der Polizei für ihre "große Professionalität". Die Polizei hatte den 47-jährigen Australier wenige Stunden zuvor in der Botschaft Ecuadors festgenommen, wohin er sich vor sieben Jahren aus Furcht vor einer Auslieferung an die USA geflüchtet hatte.

+++ 14.22 Uhr: Angestellte von Kölner Autoverleih liefern sich Rennen mit Firmenwagen +++

Zwei Angestellte einer Mietwagenfirma haben sich in der Kölner Innenstadt ein Rennen mit Autos ihres Arbeitgebers geliefert. Die Männer im Alter von 22 Und 44 Jahren hätten sich Zeugenaussagen zufolge viel zu schnell "mit quietschenden Reifen" durch Lücken im fließenden Verkehr geschlängelt, wie die Polizei der Domstadt mitteilte. Beamte stoppten sie, die Staatsanwaltschaft ließ danach ihre Führerscheine einziehen.

+++ 13.58 Uhr: Sudans Staatschef al-Baschir von Armee abgesetzt +++

Die Streitkräfte im Sudan übernehmen nach Angaben des Verteidigungsministers Awad Ibn Auf die Macht im Land. Es werde eine von den Streitkräften geführte Übergangszeit von zwei Jahren geben, sagte er in einer TV-Ansprache. Sudans Langzeitmachthaber Omar al-Baschir sei festgenommen worden.

+++ 13.03 Uhr: Mehr als 50 Tote seit Ausbruch der Kämpfe in Libyen +++

Seit Beginn der Kämpfe um die libysche Hauptstadt Tripolis vor einer Woche sind mindestens 56 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien auch zwei Ärzte gewesen, teilte die Weltgesundheitsorganisation WHO  mit. Mindestens 266 Menschen seien in den vergangenen Tagen bei den Kämpfen verletzt worden.

Vergangenen Donnerstag hatte der mächtige General Chalifa Haftar seinen Truppen den Vormarsch auf die Hauptstadt Tripolis befohlen. Die dortige von den UN unterstützte Einheitsregierung ordnete eine Gegenoffensive an. Vor allem im Süden der Hauptstadt hatte es in den vergangenen Tagen heftige Gefechte gegeben. Der einzig verbliebene Flughafen von Tripolis wurde angegriffen und stellte seinen Betrieb zeitweise ein.

+++ 12.52 Uhr: Krankenkassen: Jede zweite geprüfte Krankenhausabrechnung falsch +++

Jede zweite von den gesetzlichen Krankenkassen geprüfte Krankenhausabrechnung ist falsch. Von insgesamt 2,6 Millionen Gutachten im vergangenen Jahr waren in 52 Prozent der Fälle die medizinischen Voraussetzungen für die Abrechnung nicht erfüllt, wie der Medizinische Dienste der Krankenversicherung (MDK) mitteilte. Geprüft wird hauptsächlich, ob eine Krankenhausbehandlung oder die Verweildauer medizinisch notwendig waren und ob Diagnosen und Behandlungsprozeduren richtig kodiert und damit korrekt abgerechnet wurden.

+++ 12.58 Uhr: Staatsmedien: Sudans Geheimdienst lässt alle politischen Gefangenen frei +++

Im Sudan hat der gefürchtete Geheimdienst die Freilassung aller politischen Gefangenen angekündigt. Der Nationale Geheim- und Sicherheitsdienst habe erklärt, er lasse "alle seine politischen Gefangenen im ganzen Land frei", berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Suna vor dem Hintergrund der massiven Proteste gegen Staatschef Omar al-Baschir. Demonstranten stürmten unterdessen ein Gebäude der mächtigen Behörde in der Stadt Kasala im Osten des Landes, wie Augenzeugen berichteten.

+++ 12.37 Uhr: Staatschef Moreno: Ecuador handelte im Fall Assange "souverän" +++

Ecuadors Präsident Lenín Moreno hat den Entzug des diplomatischen Asyls für Wikileaks-Gründer Julian Assange verteidigt. Sein Land habe dabei "in souveräner Weise" gehandelt, erklärte der Präsident kurz nach der Bekanntgabe der Festnahme des 47-jährigen Australiers durch die britische Polizei in London.

Ecuadors Ex-Präsident Rafael Correa warf seinem Nachfolger hingegen vor, "der größte Verräter in der Geschichte Lateinamerikas" zu sein. Morenos Entscheidung bedrohe das Leben von Assange und demütige Ecuador, schrieb er bei Twitter.

+++ 12.23 Uhr: Moskau zu Assange-Festnahme: Großbritannien "erwürgt die Freiheit" +++

Moskau hat die Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London mit scharfen Worten kritisiert. "Die Hand der 'Demokratie' erwürgt die Freiheit", schrieb die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, im Onlinedienst Facebook. Assange war kurz zuvor von der britischen Polizei festgenommen worden, nachdem ihm Ecuador das diplomatische Asyl entzogen hatte.

+++ 12.11 Uhr: Nach Rechtsextremismus-Razzia im Osten Tatverdacht gegen 16 Menschen +++

Nach der Großrazzia gegen rechtsextreme Netzwerke in Brandenburg und weiteren ostdeutschen Ländern besteht dringender Tatverdacht gegen 16 Menschen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Das gab Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke in Potsdam bekannt. Nach Angaben von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) steht vor allem in Cottbus und Umgebung ein Milieu aus Hooligans, Kampfsportlern und Rechtsextremisten im Fokus der Ermittlungen. "Die Behörden werden es nicht hinnehmen, wenn sich Personen zusammenrotten und Straftaten begehen", sagte er. Seit vergangenem Jahr werde gegen 20 Beschuldigte wegen Straftaten wie Körperverletzung oder Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.

Etwa 410 Polizisten aus mehreren Ländern hatten am Mittwoch 33 Objekte durchsucht, 29 in Brandenburg, 2 in Berlin, je 1 in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.

+++ 12.02 Uhr: "Gegen Regeln verstoßen" - Ecuador entzog Assange diplomatisches Asyl +++

Seit Juni 2012 lebte der gebürtige Australier Assange im selbstgewählten Exil in der Botschaft Ecuadors im London. Der 47-Jährige wollte so einer Festnahme und der von ihm befürchteten Auslieferung an die USA entgehen. Vor der Festnahme entzog die Regierung Ecuadors Assange das diplomatische Asyl, mit der Begründung, er habe gegen Regeln verstoßen. Die britische Polizei teilte mit, der Botschafter habe sie in die Botschaft "eingeladen".

+++ 11.48 Uhr: Wikileaks bezeichnet Entzug von Asyl für Assange als "illegal" +++

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat den Entzug des diplomatischen Asyls für ihren Gründer Julian Assange als "illegal" und Verletzung internationalen Rechts gebrandmarkt. In einer unmittelbar nach der Verhaftung des 47-Jährigen bei Twitter veröffentlichten Erklärung hieß es, der ecuadorianische Botschafter habe die britische Polizei "eingeladen", Assange zu verhaften. Der Wikileaks-Gründer hatte sich 2012 in die Botschaft Ecuadors in London geflüchtet, um einer Auslieferung wegen Vergewaltigungsvorwürfen an Schweden und einem von ihm befürchteten Prozess in den USA zu entgehen.

+++ 11:42 Zweimal lebenslange Haft wegen Doppelmordes von Schnaittach +++

Im Fall eines getöteten und danach eingemauerten Ehepaars aus dem fränkischen Schnaittach hat das Landgericht Nürnberg-Fürth beide Angeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sah es in dem Urteil als erwiesen an, dass der Sohn der Getöteten und seine Ehefrau die 70 und 66 Jahre Eltern töteten. Bei dem 26 Jahre alten Sohn verzichtete das Gericht auf die von der Staatsanwaltschaft geforderte Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

+++ 11.40 Uhr: Wikileaks-Gründer Julian Assange festgenommen +++

Wikileaks-Gründer Julian Assange ist nach Angaben der britischen Polizei in London festgenommen worden. Der Australier hatte dort seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft gelebt, um einer Festnahme zu entgehen. Zuvor hatte ihm die Regierung des lateinamerikanischen Landes das diplomatische Asyl entzogen.

+++ 11.10 Uhr: Amsterdam: Polizei nahm 185 Hooligans fest +++

Im Zusammenhang mit dem Champions League-Duell von Ajax  Amsterdam gegen Juventus Turin hat die niederländische Polizei 185 vorwiegend italienische Hooligans festgenommen. 14 von ihnen seien wegen des Verdachts von Gewalttaten noch in Haft, teilte die Polizei mit. Die übrigen Personen waren bereits in der Nacht freigelassen worden.

Rund um die Johan-Cruijff-Arena hatte es auch vereinzelte gewalttätige Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. Hooligans hätten die Beamten mit Steinen beworfen. Fünf Beamte wurden dabei nach Polizeiangaben leicht verletzt. Die Polizei hatte Wasserwerfer eingesetzt. 

+++ 10.33 Uhr: Studie: Künstliche Intelligenz schlägt Hautärzte bei Krebsdiagnose +++

Künstliche Intelligenz kann Hautkrebs besser diagnostizieren als Dermatologen. In einer Untersuchung traten 157 Hautärzte aus zwölf Universitätskliniken in Deutschland gegen die Computer an: Sowohl die Ärzte als auch der eigens programmierte Algorithmus beurteilten 100 Bilder danach, ob es sich um ein Muttermal oder um schwarzen Hautkrebs handelt. Am Ende war die künstliche Intelligenz präziser als die klinische Diagnostik, wie das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg mitteilte. Die Studie ist im Fachmagazin "European Journal of Cancer" erschienen.

+++ 10.28 Uhr: Krankenpfleger gesteht - Ermittler gehen von versuchtem Mord aus +++

Ein Krankenpfleger hat in Bremen nach seiner Festnahme gestanden, einer Pflegebedürftigen in einem Heim absichtlich unnötige Medikamente gegeben zu haben. Anschließend habe der 39-Jährige  Rettungsmaßnahmen eingeleitet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die 75-Jährige kam nach der Tat Ende März ins Krankenhaus und musste auf der Intensivstation behandelt werden. Der Deutsche sitzt inzwischen wegen des Verdachts auf versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in Untersuchungshaft. Der Fall erinnert an den verurteilten Patientenmörder Niels Högel, der derzeit erneut vor Gericht steht.

Video: Dänemarks Königin eröffnet Pandagehege

+++ 10.01 Uhr: Sohn stirbt nach Darmverschluss - Prozess gegen Eltern +++

Vor dem Aachener Landgericht hat der Prozess gegen die Eltern eines Jungen begonnen, der an einem Darmverschluss gestorben war. Die Staatsanwaltschaft wirft der Mutter und dem Vater Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen vor, weil sie den Fünfjährigen nicht zum Arzt gebracht hätten. Das Kind hatte laut Anklage seit längerem Magen-Darm-Probleme und war damit auch in ärztlicher Behandlung. Anfang November 2017 soll der Junge akute Beschwerden bekommen haben, die auch durch Medikamente nicht besser wurden. Die Eltern gaben ihrem Sohn laut Staatsanwaltschaft auch Schmerzmittel. Er starb schließlich an den Folgen eines Darmverschlusses.

+++ 9.47 Uhr: Immer mehr Väter beziehen Elterngeld +++

Die Zahl der Väter, die für ihren Nachwuchs eine berufliche Auszeit nehmen und Elterngeld beziehen, ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stieg die Zahl im Vergleich zu 2017 um sieben Prozent. Die Zahl der Mütter nahm dagegen nur um drei Prozent zu. Doch die Mütter bezogen das Elterngeld deutlich länger als die Väter, wie aus den Zahlen hervorgeht. Auch ist das weibliche Geschlecht bei dieser finanziellen Unterstützung der Kinderbetreuung insgesamt weiter deutlich in der Mehrzahl: 2018 bezogen nach den Daten rund 1,4 Millionen Mütter und 433.000 Väter Elterngeld. Zusammengerechnet waren das vier Prozent mehr Menschen als im Jahr 2017.

+++ 9.43 Uhr: Neuer Notfall an Bord von deutschem Rettungsschiff +++

An Bord des blockierten deutschen Rettungsschiffs "Alan Kurdi" hat es einen zweiten Notfall gegeben. Eine 23 Jahre alte schwangere Frau habe einen epileptischen Anfall bekommen, teilte die Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye mit. Malta habe in der Nacht zu Donnerstag geschickt und die Frau abgeholt. Das Schiff mit mehr als 60 Migranten an Bord wartet seit mehr als einer Woche auf die Genehmigung, in einen sicheren Hafen einfahren zu dürfen. Da Italien und Malta aber auf eine Verteilung der Bootsflüchtlinge auf andere EU-Länder pochen, darf das Schiff nicht anlegen. Zuvor war schon eine Frau zusammengebrochen und an Land gebracht worden.

+++ 9.40 Uhr: Dalai Lama von Lungenentzündung "zu 99 Prozent genesen" +++

Dem Dalai Lama geht es nach einer leichten Lungenentzündung wieder besser. Das religiöse Oberhaupt der Tibeter werde das Krankenhaus in Neu Delhi voraussichtlich am Freitag verlassen können, sagte sein Sprecher, Tenzin Taklha. Der 83-Jährige sei "zu 99 Prozent genesen". Anschließend werde der Dalai Lama noch ein paar Tage in der indischen Hauptstadt bleiben, ehe er in seinen Exilsitz im nordindischen Dharamsala zurückkehrt.

+++ 9.35 Uhr: Razzia wegen umstrittener Cum-Ex-Steuerdeals +++

Großrazzia im Steuerskandal um umstrittene Aktiengeschäfte: Wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung haben Ermittler unter Federführung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt bereits am Dienstag 19 Wohnungen und Geschäftsräume in mehreren Bundesländern durchsucht. Das teilte die Frankfurter Behörde mit. Betroffen waren Objekte in Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern. Die Ermittlungen richten sich gegen sechs Männer und eine Frau im Alter zwischen 46 bis 55 Jahren. Der Steuerschaden beläuft sich den Angaben zufolge auf zusammengerechnet etwa 51 Millionen Euro. Hintergrund sind umstrittene Aktiengeschäfte, bei denen Investoren eine Lücke im Gesetz nutzten, um den Staat über Jahre um Milliardensummen an Steuern zu prellen.

Löwe Simba und ein Käfer

+++ 9.31 Uhr: Deutscher Anwalt von Vorwurf der Wirtschaftsspionage freigesprochen +++

Der in Deutschland als Skandal-Aufdecker gefeierte Stuttgarter Jurist Eckart Seith ist in Zürich vom Vorwurf der Wirtschaftsspionage freigesprochen worden. Ihm wurde wegen Anstiftung zu einem Verstoß gegen das Bankengesetz aber eine Geldstrafe zur Bewährung auferlegt, wie der Richter vor dem Bezirksgericht in Zürich ausführte. Seiths Anwalt kündigte umgehend Berufung an. "Ein schmutziges Urteil", sagte Seith nach dem Urteil. Ein mitangeklagter Deutscher wurde in einem Fall wegen Wirtschaftsspionage verurteilt und erhielt eine Haftstrafe von 13 Monaten auf Bewährung und eine Geldstrafe. Ein weiterer mitangeklagter Deutscher erhielt ebenfalls eine Geldstrafe auf Bewährung.

+++ 9.06 Uhr: Südkoreas Verfassungsgericht fordert Lockerung des Abtreibungsverbots +++

Südkoreas Verfassungsgericht hat das jahrzehntelange strikte Abtreibungsverbot des Landes für verfassungswidrig erklärt. Das Gesetz zur Abtreibung sei mit der Verfassung nicht vereinbar, teilte das Gericht mit. Die Richter riefen das Parlament auf, die entsprechende Gesetzgebung bis Ende 2020 so zu ändern, dass ein Schwangerschaftsabbruch in der Frühphase ermöglicht werden kann. Auch sei es gegen die Verfassung, Ärzte zu bestrafen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen. Das umstrittene Gesetz über das Abtreibungsverbot gilt seit 1953. Das Gericht hatte sich nach Berichten südkoreanischer Medien vor sieben Jahren noch für die Beibehaltung des Gesetzes in seiner jetzigen Form ausgesprochen.

Fabergé: Seltenes Prinzessinnen-Diadem soll versteigert werden

+++ 9.04 Uhr: Amazon-Mitarbeiter tippen Alexa-Sprachbefehle ab +++

Amazon lässt zum Teil Mitarbeiter aufgezeichnete Befehle von Nutzern an seine Assistenzsoftware Alexa anhören und abtippen, um die Spracherkennung zu verbessern. Der Konzern bestätigte die Vorgehensweise. "Wir versehen nur eine sehr geringe Auswahl an

Alexa-Sprachaufnahmen mit Kommentaren, um das Kundenerlebnis zu verbessern." Laut zwei Mitarbeitern in Bukarest schlagen sie pro Schicht bis zu 1000 Mitschnitte um. Ein Mitarbeiter aus Boston sagte, er habe zum Beispiel Aufzeichnungen mit den Worten "Taylor Swift" analysiert und sie mit der Anmerkung versehen, dass die Nutzer die Sängerin meinten. Aus Amazons Informationen zu Alexa geht bisher nicht explizit hervor, dass unter Umständen auch Menschen die Aufzeichnungen anhören könnten. Die Konkurrenten Apple und Google äußerten sich nicht zur Anfrage, ob sie auf eine ähnliche Vorgehensweise bei ihren Assistenten Siri und Google Assistant zurückgreifen.

+++ 08.53 Uhr: Bundeswehr kauft drei neue Regierungsflieger +++

Nach zahlreichen Pannen von Regierungsfliegern schafft die Bundesregierung drei neue Maschinen für die Flugbereitschaft an. Das teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Demnach genehmigte der Haushaltsausschuss des Bundestages den Kauf von drei Airbus-Flugzeugen zum Preis von rund 1,2 Milliarden Euro.

Die drei Flugzeuge vom Typ Airbus A350-900 sollen noch in diesem Monat bestellt werden. Ab 2020 soll das erste von ihnen dann bereits bei der Flugbereitschaft im Einsatz sein. Die anderen beiden A350 folgen zwei Jahre später. So könnten "langfristig ältere Flugzeugmuster abgelöst werden", erklärte das Ministerium. Die Maschinen können den Angaben zufolge bis zu 15.000 Kilometer weit fliegen.

Auf dem Weg zum G20-Gipfel: "Gehört der Regierungsflieger zur Deutschen Bahn?" - das Netz amüsiert sich über Merkels Pannenflug

+++ 8.16 Uhr: Oscar-Preisträger Rush gewinnt Klage gegen australische Zeitung +++

Der australische Oscar-Preisträger Geoffrey Rush hat nach einem Zeitungsbericht über die angebliche sexuelle Belästigung einer Schauspielerin umgerechnet 540.000 Euro Schadenersatz zugesprochen bekommen. Ein Gericht in Sydney urteilte, dass der australische "Daily Telegraph" 2017 nicht mit der erforderlichen Sorgfalt gearbeitet habe. Der zuständige Richter Michael Wigney sprach von "rücksichtlosem und unverantwortlichem Sensationsjournalismus der übelsten Art". Das Blatt hatte unter Berufung auf eine Schauspielerin behauptet, dass Rush die Frau während einer Theaterproduktion von "König Lear" sexuell belästigt habe. Er selbst bestreitet die Vorwürfe.  Nach dem Erfolg vor Gericht sagte er: "Es gibt in diesem Fall keine Gewinner. Das war extrem peinlich für alle Beteiligten."

Video: Anhaltende Proteste in Khartum

+++ 8.00 Uhr: Probleme bei Regierungsfliegern: Scholz nimmt kleinere Maschine +++

Bundesfinanzminister Olaf Scholz muss angesichts von Problemen bei den Regierungsfliegern mit einer kleineren Maschine vorlieb nehmen. Der SPD-Politiker wollte eigentlich mit einem großen A340 zur Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Washington fliegen. Er muss aber nun eine kleinere A321 nehmen mit einem Tankstopp in Island. Die "Konrad Adenauer" bleibt nach einem erneuten Reifenproblem bei einer Landung vorerst am Boden. Dem Airbus A340 sei bei der Landung auf dem Flughafen Köln/Bonn am Dienstagnachmittag ein Reifen geplatzt. Das Flugzeug hatte bereits am 1. April bei ihrem ersten Dienstflug nach einer viermonatigen Generalüberholung eine Reifenpanne gehabt.

+++ 6.18 Uhr: Staatsmedien: Sudanesische Armee will "bald wichtige Erklärung" abgeben +++

Im Sudan will die Arme inmitten von Protesten gegen Staatschef Omar al-Baschir nach Angaben von Staatsmedien eine Erklärung abgeben. Die Streitkräfte würden "bald eine wichtige Erklärung" veröffentlichen, berichteten das Staatsfernsehen und das staatliche Radio am Donnerstag. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

Gegner des umstrittenen Staatschefs belagern seit Samstag das Armee-Hauptquartier in Khartum. Auf dem Gelände befinden sich auch die Residenz des Präsidenten und das Verteidigungsministerium. Die Demonstranten verlangen vor der Armee, sich auf die Seite der Regierungsgegner zu stellen.

+++ 5.19 Uhr: Bayern fordert härtere Strafen für Datendiebstahl im Internet +++

Bayern fordert härtere Strafen für den Diebstahl von Daten im Internet. Die Höchststrafe im Strafgesetzbuch soll von drei auf fünf Jahre angehoben werden. In besonders schweren Fällen, etwa bei Angriffen auf kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser, die Strom- oder Wasserversorgung, sollen sogar Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren verhängt werden dürfen. So steht es in einem Gesetzentwurf, den die bayerische Staatsregierung in den Bundesrat eingebracht hat und der dort womöglich am Freitag diskutiert werden soll. Damit passe man die Straftaten an die entsprechenden Delikte in der "analogen Welt" an, hieß es im bayerischen Justizministerium.

"Das aktuelle Strafrecht wird den neuen Herausforderungen durch die immer tiefgreifendere Digitalisierung nicht mehr gerecht. Das zeigen nicht zuletzt die großen Datenleaks der jüngeren Zeit", erklärte Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU). Das Bundesjustizministerium habe die überfällige Modernisierung des Strafrechts aber bislang nicht in Angriff genommen. "Deshalb möchte Bayern auf Bundesebene Tempo machen und legt dazu eigene Vorschläge auf den Tisch."

+++ 5.07 Uhr: Unionsfraktionsvize wünscht sich Merz an "exponierter Stelle" in der CDU +++

Unionsfraktionsvize Johann Wadephul (CDU) hat sich für eine stärkere Rolle des früheren Fraktionschefs Friedrich Merz in der CDU ausgesprochen. Er gehe davon aus, dass Merz dem Wahlkampfteam für die kommende Bundestagswahl "an exponierter Stelle" angehören werde, sagte Wadephul der Nachrichtenagentur AFP. "Ich bin ganz sicher, es wird zum richtigen Zeitpunkt auch den richtigen Ort für ihn geben."    

Wadephul erwartet nach eigenen Worten, dass das CDU-Wahlkampfteam dann von der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer angeführt wird. Dass Merz und Kramp-Karrenbauer am Freitag zum ersten Mal seit dem Ende ihres Zweikampfs um den CDU-Parteivorsitz gemeinsam auftreten, nannte Wadephul ein "tolles Zeichen". Das zeige, "dass der Schulterschluss auch nach so einer streitigen Wahl gelingen kann".

+++ 4.05 Uhr: Demokraten bekommen Trumps Steuererklärungen zunächst nicht +++

Im Streit um die Veröffentlichung der Steuererklärungen von US-Präsident Donald Trump droht eine weitere Eskalation. Finanzminister Steven Mnuchin informierte den Finanz- und Steuerausschuss des Abgeordnetenhauses am Mittwoch darüber, dass er eine von dem Gremium für diesen Tag gesetzte Frist zur Übergabe der Erklärungen nicht einhalten könne. Mnuchin stellte in seinem Schreiben auch infrage, ob die Anforderung des demokratischen Ausschussvorsitzenden Richard Neal überhaupt rechtmäßig sei. Man habe darüber Beratungen mit dem Justizministerium aufgenommen. 

Trump hat seine Steuererklärungen bislang nie veröffentlicht. Normalerweise machen Präsidentschaftskandidaten das schon während des Wahlkampfes. Die Demokraten im Abgeordnetenhaus hatten in der vergangenen Woche bei der im Finanzministerium angesiedelten Steuerbehörde IRS formell die Steuererklärungen von Trump und mehreren seiner Firmen für die Steuerjahre 2013 bis 2018 angefordert.

Das Weiße Haus wies die Forderung bereits zurück. Trump machte am Mittwoch deutlich, dass er sich weiterhin weigert, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen. Er werde die Erklärungen nicht herausgeben, solange diese noch von den Finanzbehörden geprüft würden, sagte der republikanische Präsident. 

+++ 3.59 Uhr: Parlamentswahlen in Indien haben begonnen +++

In Indien haben die auf knapp sechs Wochen angelegten Parlamentswahlen begonnen. Als erstes öffneten am Donnerstag unter anderem Wahllokale im Nordosten des Landes. 900 Millionen Menschen sind aufgerufen, ein neues Parlament zu bestimmen.  

Premierminister Narendra Modi von der BJP-Partei hofft auf eine zweite Amtszeit. Herausgefordert wird er von einem Mitglied der Gandhi-Dynastie, dem Kongressvorsitzenden Rahul Gandhi. Umfragen deuten auf eine knappes Wahlergebnis hin.

+++ 3.19 Uhr: Merkel zu Brexit-Gipfel: "Sehr intensiver, sehr guter Abend" +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Einigung auf eine neue Frist für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union begrüßt. Es sei "ein sehr intensiver, sehr guter Abend" gewesen, der die Einigkeit der EU gezeigt habe, sagte Merkel in der Nacht zum Donnerstag nach rund achtstündigen Verhandlungen beim EU-Gipfel in Brüssel. "Um gerade auch den britischen Entscheidungsmöglichkeiten Raum zu geben, ist es eine gute Entscheidung, die wir heute getroffen haben."

Großbritannien und die 27 in der EU verbleibenden Staaten hatten sich zuvor darauf verständigt, die Frist für den Brexit vom 12. April auf den 31. Oktober zu verschieben.

+++ 3.08 Uhr: Papst ruft regierungskritischen Bischof aus Nicaragua nach Rom +++

Papst Franziskus hat den regierungskritischen nicaraguanischen Weihbischof Silvio Báez zu sich nach Rom gerufen. "Der Heilige Vater hat darum gebeten, dass er für eine Zeit nach Rom kommt", sagte der Vorsitzende der nicaraguanischen Bischofskonferenz, Kardinal Leopoldo Brenes, am Mittwoch. In den seit einem Jahr andauernden Protesten gegen die Regierung von Präsident Daniel Ortega hatte sich die katholische Kirche immer wieder auf die Seite der Demonstranten gestellt. 

"Ich habe nicht darum gebeten, Nicaragua zu verlassen", sagte Báez. "Aber der Heilige Vater hat mir gesagt: "Ich brauche dich hier bei mir." Der Weihbischof von Managua war zuletzt immer wieder von Regierungsanhängern bedroht worden, nachdem ihm Ortega vorgeworfen hatte, an einem Komplott gegen ihn beteiligt zu sein. Nach Erkenntnissen der US-Botschaft gab es sogar Attentatspläne gegen den Geistlichen. 

+++ 2.08 Uhr: Tusk: Briten akzeptieren "flexible" Brexit-Verschiebung bis zum 31. Oktober +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat die von der EU vorgeschlagene Verschiebung des Brexit um sechs Monate akzeptiert. Die EU und das Vereinigte Königreich hätten sich "auf eine flexible Verlängerung bis zum 31. Oktober" verständigt, teilte EU-Ratspräsident Donald Tusk in der Nacht zum Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. "Dies gibt dem Vereinigten Königreich sechs weitere Monate, um die bestmögliche Lösung zu finden."

+++ 2.05 Uhr: Netflix wird in Deutschland teurer +++

Der Videostreaming-Dienst Netflix macht in Deutschland zwei von drei seiner Abo-Varianten teurer. Lediglich der Preis des günstigsten Angebots, bei dem man Netflix auf nur einem Gerät und ohne HD-Qualität nutzen kann, bleibt unverändert bei 7,99 Euro pro Monat. Der Preis der mittleren Tarifstufe, in der HD-Auflösung und die Nutzung auf einem weiteren Gerät dazukommen, steigt von 10,99 auf 11,99 Euro pro Monat, wie Netflix in der Nacht zum Donnerstag bekanntgab.

In der teuersten Variante, die noch bessere Ultra-HD-Qualität beim Bild sowie hochwertigeren Sound bei der gleichzeitigen Nutzung auf bis zu vier Geräten beinhaltet, werden nun 15,99 statt bisher 13,99 Euro fällig. Für Neukunden greift die Erhöhung sofort, für bestehende Nutzer bei der nächsten monatlichen Abo-Verlängerung. In den USA hatte Netflix zuletzt im Januar seine Abos teurer gemacht. Deutschland, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein sind die ersten Märkte in Europa, die von dieser Preisrunde betroffen sind.

+++ 1.30 Uhr: Evangelische Kirche für Trisomie-Bluttests als Kassenleistung +++

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat sich vor einer Bundestagsdebatte dafür ausgesprochen, vorgeburtliche Bluttests auf Trisomie unter bestimmten Bedingungen zur Kassenleistung zu machen. Der Vorsitzende des Rats der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, der Schutz von Ungeborenen gelinge "am besten, wenn man verhindert, dass vorgeburtliche Tests, die ja längst verfügbar sind, ungeregelt genutzt werden".

Denn dann bestehe die große Gefahr, dass menschliches Leben nach bestimmten Kriterien "aussortiert" werde. Die EKD verbinde ihre Zustimmung zu vorgeburtlichen Tests als Kassenleistung deshalb mit der Bedingung, dass Schwangere das Angebot einer psychosozialen Beratung bekämen, deren Ziel der Lebensschutz ist. "Entscheidend ist für mich, dass wir am unbedingten Ziel festhalten, die Zahl der Abtreibungen zu minimieren", sagte Bedford-Strohm.

+++ 1.16 Uhr: Fußball-Legende Pelé muss sich Harnstein entfernen lassen +++

Kaum aus einem französischen Krankenhaus entlassen, muss sich Fußball-Legende Pelé in Brasilien einer Operation unterziehen. Das Albert-Einstein-Krankenhaus in der brasilianischen Metropole São Paulo teilte am Mittwoch mit, bei dem 78-Jährigen sei ein Harnstein festgestellt worden. Dieser müsse nun entfernt werden. Ein Datum für den Eingriff stehe noch nicht fest.    

Der dreifache Fußball-Weltmeister war während eines Frankreich-Besuchs wegen einer schweren Harnwegsinfektion in eine Klinik eingeliefert und mehrere Tage behandelt worden. Er konnte das Amerikanische Krankenhaus im Pariser Vorort Neuilly am Montag verlassen und flog in seine Heimat zurück. Nach seiner Ankunft in São Paulo wurde der "König" des Fußball in das renommierte Albert-Einstein-Krankenhaus gebracht.

+++ 1.02 Uhr: Tusk bestätigt Gipfeleinigung zu Brexit-Verschiebung +++

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat bestätigt, dass sich die 27 EU-Staaten auf eine Verschiebung des Brexits verständigt haben. Das schrieb Tusk am frühen Donnerstagmorgen auf Twitter. Allerdings erwähnte er kein Datum. Er werde jetzt die britische Premierministerin Theresa May treffen, um ihre Zustimmung einzuholen. 

+++ 0.52 Uhr: EU bietet Briten Brexit-Verlängerung bis Ende Oktober an - unter Bedingungen +++

Die EU hat Großbritannien eine Verschiebung des Austritts um gut ein halbes Jahr bis zum 31. Oktober angeboten. Das teilten Diplomaten beim Sondergipfel in der Nacht zum Donnerstag in Brüssel mit. Zuvor hatte vor allem Frankreich Widerstand gegen einen längeren Aufschub geleistet. Ob die Briten das Angebot annehmen, war zunächst nicht klar. 

Sollte das Parlament in London dem bereits mit der britischen Regierung ausgehandelten Austrittsdeal zustimmen, könnte Großbritannien die EU schon früher verlassen.

Das Verlängerungsangebot wäre nach dem Entwurf der Gipfelerklärung von EU-Seite an klare Bedingungen geknüpft. So würden die Briten im Mai an der Europawahl teilnehmen müssen. Dies soll sicherstellen, dass es keine rechtlichen Schwierigkeiten gibt, wenn Großbritannien im Sommer noch EU-Mitglied sein sollte, aber keine Abgeordneten gewählt hat.

Eine weitere Bedingung für eine Brexit-Verschiebung wäre, dass sich die britische Regierung verpflichtet, nicht mehr in EU-Entscheidungen einzugreifen oder diese zu blockieren. Dies könnte etwa bei der Ernennung des nächsten EU-Kommissionschefs oder den Verhandlungen über den EU-Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis Ende 2027 wichtig sein. 

+++ 0.29 Uhr: Guterres warnt vor "blutiger Schlacht" um Tripolis +++

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat vor einer "blutigen Schlacht" um die libysche Hauptstadt Tripolis gewarnt. "Noch ist Zeit für eine Waffenruhe", sagte Guterres am Mittwoch nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York zur Gewalt in dem nordafrikanischen Krisenstaat. Noch könne "das Schlimmste" verhindert werden.    

Guterres hatte sich vergangene Woche in Libyen aufgehalten, als Truppen des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar eine Offensive auf Tripolis starteten. Am Mittwoch unterrichtete Guterres den UN-Sicherheitsrat über die Lage in dem Land. Der UN-Generalsekretär sprach anschließend von einer "sehr gefährlichen Situation". Für einen neuen Anlauf für politische Gespräche zur Beilegung der Krise müssten zuerst alle Kampfhandlungen eingestellt werden.

+++ 0.05 Uhr: Maaßen sieht erhebliche Versäumnisse bei Merkels Migrationspolitik +++

Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen sieht erhebliche Versäumnisse in der Migrationspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Europäischen Union. Zwar sei die Zahl der nach Deutschland kommenden Asylsuchenden oder illegal Einreisenden wesentlich kleiner als 2015, sagte Maaßen in einem Interview des ungarischen staatlichen Fernsehsenders M1. "Aber die Schleuse ist immer noch offen, auch wenn weniger reinkommen." 

Das etwa 25 Minuten lange Interview wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits am Montag ausgestrahlt. Es kann in weiten Teilen auch als Abrechnung mit dem Migrationskurs Merkels gewertet werden.

+++ 0.00 Uhr: Trump wird im August zum zehnten Mal Großvater +++

US-Präsident Donald Trump wird im Sommer zum zehnten Mal Großvater. Die Frau seines Sohnes Eric, Lara, erwartet im August ein Kind, wie sie im Online-Dienst Instagram mitteilte. Sie veröffentlichte ein Foto, das sie, ihren Mann, ihren Sohn Luke und ihre beiden Hunde zeigt, und schrieb dazu: "Große Neuigkeiten: Luke (und Charlie und Ben) können es kaum erwarten, im August große Brüder zu werden."     Der Präsident bekommt somit ein zehntes Enkelkind. Trump hat aus drei Ehen fünf Kinder.

mod / AFP / DPA