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News des Tages: Frau auf offener Straße mit Säure übergossen - mutmaßlicher Täter auf freiem Fuß

Frau in Minden mit Säure übergossen +++ Martin Haas im Alter von 55 Jahren verstorben +++ Reisebus verunglückt in den österreichischen Alpen +++ Briten wollen Einwegpfand einführen +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Eine 44-Jährige ist in Minden auf offener Straße mit Säure übergossen worden

Eine 44-Jährige ist in Minden auf offener Straße mit Säure übergossen worden

DPA

Die Meldungen im Überblick:

  • Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungsverfahren wegen erfundenes Anschlags in Mannheim ein (16.04 Uhr)
  • Sat.1-Moderator Martin Haas überraschend verstorben (13 Uhr)
  • 36 Verletzte bei Busunglück in Österreich (12.30 Uhr)
  • Germania-Maschine rammt am Boden Flugzeug (10.39 Uhr)
  • Polizei verhindert Straßenschlacht in Duisburg (9.24 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 19.36 Uhr: "Playboy" sagt sich von Facebook los +++

 Als Konsequenz aus dem Datenskandal hat das Männermagazin "Playboy" seine Zusammenarbeit mit Facebook aufgekündigt. Alle Seiten des Magazins in dem Online-Netzwerk würden deaktiviert, kündigte das Magazin an. Da mehr als 25 Millionen Fans über Facebook mit dem Magazin verbunden seien, wolle "Playboy" nicht in die enthüllten Datenmissbrauchspraktiken verwickelt sein.

"Playboy" machte aber deutlich, dass sein Facebook-Ausstieg nicht allein durch diesen Skandal motiviert sei. Das auf Erotika spezialisierte Unternehmen erklärte, es habe schon seit langem Schwierigkeiten mit dem Online-Netzwerk wegen dessen "strenger" Richtlinien hinsichtlich der zulässigen Inhalte. Der Datenskandal habe nun "unsere Entscheidung erhärtet, unsere Aktivitäten auf der Plattform zum jetzigen Zeitpunkt zu suspendieren".

+++ 19.13 Uhr: Papst feiert Gründonnerstagsmesse in Römer Gefängnis +++ 

In Rom beginnen am Gründonnerstag die Feierlichkeiten der katholischen Kirche zum Osterfest. Papst Franziskus feiert um 16 Uhr eine Messe in einem Gefängnis in Rom. In der Haftanstalt Regina Coeli will er zwölf Insassen die Füße waschen. Der Ritus beruht auf der Überlieferung, derzufolge Jesus beim letzten Abendmahl vor seiner Kreuzigung seinen Aposteln die Füße wusch. Zuvor will der Papst bei der Chrisammesse (9.30 Uhr) im Petersdom die "Heiligen Öle" weihen, die bei Taufe, Firmung und bei Priesterweihen verwendet werden. Am Karfreitag steht für Franziskus dann der Gottesdienst zur Feier vom Leiden und Sterben Christi an. Am Abend folgt die Kreuzweg-Zeremonie am Kolosseum in Rom. Höhepunkt der Osterfeiertage ist die Messe auf dem Petersplatz in Rom am Sonntag, bei der Franziskus den Segen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis") spenden wird.

+++ 17.30 Uhr: Frau in Nordrhein-Westfalen auf offener Straße mit Säure übergossen +++

 Eine 44-Jährige ist in Nordrhein-Westfalen auf offener Straße mit Säure übergossen worden. Da die Frau schnell reagiert und ihre Jacke hochgerissen habe, sei sie bei der Attacke in Minden nur leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Kurz nach der Tat nahmen die Beamten einen 51-Jährigen fest. Bei seiner Vernehmung legte der Mindener ein Geständnis ab. Er gab an, mit dem Opfer befreundet zu sein.

Nach einem Streit vor seiner Wohnung sei er der Frau mit dem Fahrrad gefolgt und habe die ätzende Flüssigkeit in ihre Richtung geschüttet. Die Polizei machte keine Angaben, worum es in dem Streit ging.

Ermittler stellten in der Nähe des Tatortes eine Flasche sicher. Ob es sich bei der Flüssigkeit um Salzsäure handelte, stehe noch nicht fest, erklärte die Polizei. Sie ermittelt jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung. Angehörige des Mannes kündigten an, den 51-Jährigen in einer Psychiatrie unterzubringen zu wollen. Wegen fehlender Haftgründe ist der Mann wieder auf freiem Fuß.

+++ 16.36 Uhr: Sprengstoffgürtel-Attrappe in Flüchtlingsheim löst Großeinsatz aus +++

Mit einer Sprengstoffgürtel-Attrappe hat ein Bewohner eines Flüchtlingsheims im Rheinland einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der Iraker hatte einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin der Unterkunft ein Handy-Foto von der Attrappe gezeigt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach sagte. Er bat die Frau demnach, ihn zu filmen, wie er mit dem Gürtel zur Taschengeld-Ausgabestelle geht. Daraufhin alarmierte die Einrichtungsleitung die Polizei. Diese rückte mit einem Großaufgebot an, schickte auch Feuerwehr, Rettungswagen und ein Entschärferteam zur Unterkunft. Im Zimmer des Irakers fanden die Beamten die Attrappe. Der Mann gab an, er sei in seiner Heimat am Theater tätig gewesen und habe den Gürtel aus Anlass des Welttheatertages am 27. März gebastelt. 

+++ 16.32 Uhr: Daimler und BMW legen Carsharing zusammen +++

Die Autohersteller Daimler und BMW legen ihre Carsharing- und Mobilitätsdienste in einem Gemeinschaftsunternehmen zusammen, um sich die Kosten zu teilen und schneller zu wachsen. Die Fusion ist auch eine Kampfansage an Uber und andere Technologiekonzerne. Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte: "Als Pioniere des Automobilbaus werden wir nicht anderen das Feld überlassen, wenn es um die urbane Mobilität der Zukunft geht." Die Carsharing-Anbieter Car2go und DriveNow, die Taxi- und Mobilitäts-Apps Mytaxi und Moovel von Daimler und die Park- und Elektroauto-Ladedienste von BMW sollen künftig auf einer gemeinsamen Plattform arbeiten. Daimler und BMW halten je 50 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen, wie beide Konzerne mitteilten.

+++ 16.15 Uhr: Auswärtige Amt bestätigt Festnahme von Deutschem in Türkei +++

Berlin hat die Festnahme eines Deutschen in der Türkei bestätigt. Die Botschaft in Ankara stehe mit den türkischen Behörden in Kontakt. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu hatte am Vortag berichtet, ein 28-jähriger Deutscher sei am 14. März im türkisch-syrischen Grenzgebiet festgenommen worden. Der Mann habe sich der Kurdenmiliz YPG in Syrien anschließen wollen. Inzwischen sei Haftbefehl wegen Unterstützung einer Terrororganisation erlassen worden. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, insbesondere zum Tatvorwurf könne man aus Gründen der Persönlichkeitsrechte keine Auskunft geben. 


+++ 16.04 Uhr: Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungsverfahren wegen erfundenes Anschlags in Mannheim ein +++

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen den Rheinneckarblog-Betreiber ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Am Wochenende war auf dem Blog eine erfundene Meldung über einen Terroranschlag in Mannheim veröffentlicht worden. Ob sich die Ermittlungen konkret gegen den Redaktionsleiter des Blogs, Hardy Prothmann, richten, teilte die Staatsanwaltschaft laut dem Medienmagazin "Meedia" nicht mit.

+++ 15.49 Uhr: Räuber wartet auf Polizei - 15 Monate Haft +++ 

Ein Kiosk-Räuber, der ein Angebot zur Flucht ausgeschlagen und stattdessen freiwillig auf die Polizei gewartet hat, ist in Düsseldorf zu 15 Monaten Haft verurteilt worden. Der 43-Jährige hatte im November versucht, ein Büdchen in Düsseldorf zu überfallen. Mit seinem Handy-Ladekabel beulte der Mann seine Jackentasche so, als habe er eine Pistole darin. Als der 53-jährige Ladenbesitzer aber seinerseits einen täuschend echt wirkenden Revolver zog, gab der Räuber auf.

Das Landgericht verurteilte den Mann wegen versuchter räuberischer Erpressung. Die Verteidigung hatte eine Bewährungsstrafe gefordert. Als der Kioskbesitzer vom Urteil erfährt, hat er Mitleid: "Oh je. Der tut mir schon leid, so wie der da saß - wie ein Häufchen Elend", sagte er. 

+++ 15.08 Uhr: Lucke fordert Freilassung Puigdemonts gegen Ehrenwort +++

Der Europaabgeordnete Bernd Lucke hat nach einem Gefängnisbesuch bei Carles Puigdemont gefordert, den katalanischen Separatistenführer bis zu einer Entscheidung über eine Auslieferung in Deutschland auf freien Fuß zu setzen. "Ich habe Herrn Puigdemont vorgeschlagen und er hat sich sofort dazu bereit erklärt, dass er sein Ehrenwort geben solle, Deutschland nicht zu verlassen, solange die deutsche Justiz über dieses Auslieferungsersuchen urteilt", sagte Lucke nach einem rund anderthalbstündigen Gespräch mit dem Politiker in der Justizvollzugsanstalt Neumünster.

Das wäre eine "staatsmännische und angemessene Art und Weise, mit Herrn Puigdemont umzugehen". Der frühere katalanische Regionalpräsident solle von der spanischen Regierung aus politischen Gründen verhaftet werden, kritisierte Lucke, ehemaliger AfD-Chef und heute Europaparlamenarier der Liberal-Konservativen Reformer (LKR). Er empfinde es als beschämend, dass Puigdemont "in einer Zelle sitzt wie ein gewöhnlicher Krimineller".

+++ 14.26 Uhr: Vergessene Muffins lösen Polizeieinsatz aus +++

Im Ofen vergessene Muffins haben in Baden-Württemberg einen Einsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, schlug der Rauchmelder einer Wohnung in Esslingen am Dienstag Alarm. Nachbarn rochen zudem Rauch. Weil in der Wohnung niemand öffnete, riefen sie die Einsatzkräfte. Die Feuerwehr rückte mit sechs Fahrzeugen und 20 Kräften an. In der Wohnung trafen sie auf einen 85-Jährigen, der wohl nicht wusste, wie er den Rauchmelder ausschalten konnte. Ein Feuer gab es aber nicht zu löschen: Der Senior hatte Muffins im Backofen vergessen. Genießbar war das Gebäck einem Sprecher zufolge nicht mehr.

+++ 14.07 Uhr: Peter Tschentscher zum neuen Hamburger Bürgermeister gewählt +++

Der bisherige Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) ist neuer Hamburger Bürgermeister. Die Bürgerschaft wählte den 52-Jährigen erwartungsgemäß zum Nachfolger von Olaf Scholz, der seit Mitte März in der großen Koalition in Berlin Bundesfinanzminister und Vize-Kanzler ist. Tschentscher erhielt in geheimer Wahl zwei Stimmen weniger, als die rot-grüne Koalition Abgeordnete stellt.

Insgesamt votierten 71 Volksvertreter für den promovierten Mediziner, 45 gegen ihn und zwei enthielten sich. Rot-Grün hat 73 Sitze im Landesparlament. Tschentscher musste mindestens 61 der insgesamt 121 Abgeordneten für sich gewinnen, um die Mehrheit zu erlangen. Der 52-Jährige war zuvor sieben Jahre lang Finanzsenator in Hamburg. Auf Bundesebene ist er bislang bei weitem nicht so bekannt, wie es Scholz bei seinem Amtsantritt in der Hansestadt war.

+++ 13.31 Uhr: Brücken und Straßen in Europa sollen panzertauglich werden +++

Panzer und Truppen sollen wegen der wachsenden Spannungen mit Russland künftig deutlich schneller quer durch Europa befördert werden können. Ein vorgestellter Plan der EU-Kommission sieht vor, dafür Straßen, Brücken und Schienennetze auszubauen. Zudem sollen bürokratische Hürden beseitigt werden. 

Der Plan der EU-Kommission sieht nun zum einen vor, Straßen, Schienen und Brücken in Europa bis 2019 auf ihre militärische Tauglichkeit hin zu überprüfen. Etliche besonders schwere oder überdimensionierte Militärfahrzeuge können derzeit nämlich nicht überall passieren, wie es in dem Bericht heißt. 

+++ 13 Uhr: Sat.1-Moderator Martin Haas überraschend gestorben +++

Der Sat.1-Moderator Martin Haas ist überraschend im Alter von 55 Jahren verstorben. Seit 1991 moderierte der 2,01 Meter-Mann die Nachrichten im "Sat.1-Frühstücksfernsehen" und war damit nicht nur der größte sondern auch der dienstälteste Sat.1-Moderator. Haas arbeitete auch beim privaten Radiosender Antenne Bayern.

"Ich bin geschockt und sehr traurig", sagte Sat.1-Geschäftsführer Kaspar Pflüger. "Martin war nicht nur ein wichtiger Teil des "Sat.1-Frühstücksfernsehens", sondern für mich auch die absolute Verkörperung sympathischer Nachrichten. Er wird uns und unseren Zuschauern sehr fehlen."

+++ 12.30 Uhr: 36 Verletzte bei Busunglück in Österreich +++

Beim Unfall eines Reisebusses in den österreichischen Alpen sind 36 Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Der kroatische Fahrer des mit südkoreanischen Touristen besetzten Busses sei eingeklemmt und schwer verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf das Rote Kreuz. 35 Touristen seien leicht verletzt worden.

Dem Bericht zufolge ereignete sich der Unfall in rund 700 Metern Höhe am Pass Gschütt im Bezirk Gmunden im Bundesland Oberösterreich nahe der Grenze zum Bundesland Salzburg. Der Reisebus sei in der Ortschaft Gosau auf der abschüssigen Straße vom Pass herunter gegen eine Begrenzungsmauer eines Hotels geprallt. Der Bus habe sich auf dem Weg von Salzburg nach Hallstatt befunden. Der Busfahrer sei mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Salzburg geflogen worden. Einige der leichtverletzen Touristen seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, andere seien ambulant versorgt worden. 

+++ 12.14 Uhr: Putin trotz Diplomaten-Ausweisung zu Treffen mit Trump bereit +++

Russlands Staatschef Wladimir Putin ist trotz der Ausweisung zahlreicher Diplomaten seines Landes weiter zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump bereit. Ob das Spitzentreffen zustandekomme, hänge von den USA ab, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau. Russland stehe einer solchen Begegnung nach wie vor "offen" gegenüber.

Putin und Trump hatten vergangene Woche bei einem Telefonat über ein mögliches Treffen gesprochen. Inzwischen haben die USA aber wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien die Ausweisung von 60 russischen Diplomaten angeordnet. Auch zahlreiche weitere westliche Staaten haben russische Diplomaten ausgewiesen. London macht Moskau für die Giftattacke von Anfang März verantwortlich. Die russische Regierung weist die Vorwürfe zurück. Der Fall Skripal hat zu einer neuen Eiszeit zwischen dem Westen und Russland geführt.

+++ 12.08 Uhr: Missbrauchsprozess in Gera: Angeklagter legt Geständnis ab +++

In einem Prozess wegen Kindesmissbrauchs hat der Angeklagte vor dem Landgericht Gera ein Geständnis abgelegt. Der 29-Jährige erklärte über seinen Anwalt, dass er zwei teilweise nackte Mädchen im Alter von vier und sechs Jahren fotografiert und unsittlich berührt habe. Zuvor hatten sich Gericht, Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung darauf verständigt, dass bei einem Geständnis der Strafrahmen zwischen dreieinhalb und viereinhalb Jahren Haft liegen werde.

Laut Anklage soll der 29-Jährige die Mädchen in rund 40 Fällen missbraucht, dabei fotografiert und per Video aufgenommen und das Material auch anderen angeboten haben. Für einen Teil der Fälle wurde das Verfahren eingestellt. Es bestand Einigkeit, dass die betroffenen Kinder nicht aussagen müssen.

+++ 12.07 Uhr: Heidi Klum bezahlte ihre Kinder fürs Fruchtsaft trinken +++

Model Heidi Klum (44) hat ihre vier Kinder laut eigener Aussage mit zusätzlichem Taschengeld zu gesunder Ernährung motiviert. "Als sie klein waren, habe ich jedem Kind 25 Cent für sein Sparschwein gegeben, wenn es seinen Smoothie ausgetrunken hat", verriet sie dem Marketingunternehmen Mediaplanet bei einer Frühstückskampagne. Die ungewöhnliche Erziehungsmethode habe sich ausgezahlt, so Klum: Ihre Kinder hätten mittlerweile verstanden, "dass sie nicht um ihr Essen herumkommen". Es sei "großartig", Kindern die Bedeutung einer gesunden Ernährung näherzubringen, erklärte das Model weiter. "Von klein auf haben wir darüber gesprochen, welche Lebensmittel gut sind und welche nicht."

Heidi Klum und Tom Kaulitz

+++ 11.46 Uhr: Polen kauft Abwehrraketen aus den USA +++

Polen und die USA haben einen Milliardenvertrag über den Kauf von US-Patriotrakente besiegelt. Polens Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak unterzeichnete in Warschau das Dokument, wonach sein Land 4,75 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) für das Abwehrsystem bezahlt. Die Lieferung der ersten Batterien ist demnach ab 2022 geplant. Blaszczak sagte, die Patriots hätten sich in zahlreichen Staaten bewährt und garantierten Polens Sicherheit. Polen und die Baltenstaaten sorgen sich wegen der russischen Militärpräsenz an ihren Grenzen. 2017 hatte die Nato in Polen sowie in Estland, Lettland und Litauen vier multinationale Bataillone stationiert. Das Bataillon in Litauen wird von der Bundeswehr geführt. Die Aufrüstung im Baltikum und in Polen, ehemals Einflussgebiet der Sowjetunion, irritiert wiederum Moskau.

Das Patriot-Raketensystem bietet Schutz vor angreifenden Flugkörpern. Die bodengestützten Batterien sind mobil, die Abschussrampen können auf Lkws montiert werden. Mit den Lenkwaffen können Flugzeuge, Raketen und Marschflugkörper in der Luft zerstört werden.

+++ 11.30 Uhr: Israels Armee bereitet sich auf Massenproteste in Gaza vor +++

Die israelische Armee stellt sich auf Massenproteste am Rande des Gazastreifens ein. Von Freitag an sollen beim sogenannten "Marsch der Rückkehr" Tausende Einwohner des Küstengebiets in Richtung der israelischen Grenze laufen. "Ich hoffe, dass die andere Seite keine Dummheiten begeht", zitierte das israelische Radio Verteidigungsminister Avigdor Lieberman. Die Sicherheitskräfte würden sich auf alle möglichen Szenarien vorbereiten. "Wir betonen, dass dieser Marsch friedlich ist", sagte das führende Hamas-Mitglied Chalil al-Haja. "Deswegen nehmen wir gemeinsam mit unseren Frauen und Kindern an dem Marsch teil." Es ist auch der Bau zahlreicher Zeltlager im Grenzgebiet geplant.

Die Proteste sollen bis zum 15. Mai dauern. Anlass sind Feiern zum 70. Jahrestag der Gründung Israels. Die Palästinenser begehen den 15. Mai als Nakba-Tag (Tag der Katastrophe), weil im ersten Nahost-Krieg 1948 rund 700.000 Palästinenser flohen oder vertrieben wurden.

+++ 11.16 Uhr: Razzia gegen pro-kurdische Zeitung in Türkei +++

Die türkische Polizei hat bei einer Razzia gegen die pro-kurdische Zeitung "Özgürlükcü Demokrasi" in Istanbul mehrere Menschen festgenommen. Sicherheitskräfte seien in der Nacht in das Gebäude eingedrungen und hätten die Redaktion etwa drei Stunden lang durchsucht, sagte der Türkei-Experte der Organisation Reporter ohne Grenzen, Erol Önderoglu. Die Zeitung sei zudem unter Zwangsverwaltung gestellt worden. Die genauen Vorwürfe sind unklar.

Die Zeitung ist das Nachfolgeblatt der pro-kurdischen Zeitung "Özgür Gündem". Diese hatte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nach dem Putschversuch im Juli 2016 per Notstandsdekret schließen lassen. Im Januar waren der ehemalige Chefredakteur der "Özgür Gündem", Hüseyin Akyol, und vier ehemalige Mitarbeiter wegen Terrorpropaganda zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Zudem laufen zahlreiche Verfahren gegen Unterstützer und ehemalige Mitarbeiter der Zeitung. Darunter ist die Schriftstellerin Asli Erdogan, die Kolumnen für "Özgür Gündem" geschrieben hatte.

+++ 11.12 Uhr: Mann sucht bei Polizei Rat zum Schlussmachen mit Lebensgefährtin +++

Ein wegen Beziehungsproblemen verzweifelter Mann hat in Ludwigshafen bei der Polizei Hilfe gesucht, um mit seiner Lebensgefährtin Schluss zu machen. Der 34-Jährige sei gestern Nachmittag auf der Wache erschienen und habe um ein offenes Ohr für sein Anliegen gebeten, berichtete die Polizei heute. Einer Polizistin habe er dann sein Herz ausgeschüttet und berichtet, dass er sich mit seiner Freundin nicht mehr verstehe. Er wolle einfach nur Schluss machen, wisse aber nicht wie. Die Beamtin habe ihm im persönlichen Gespräch mehrere Möglichkeiten aufgezählt. Allerdings habe sie ihm letztendlich auch erklären müssen, dass die Polizei nicht seine Beziehung beenden könne - das müsse er schon selbst machen.

+++ 10.44 Uhr: Toyota ruft erneut rund eine Million Autos zurück +++

Wegen eines möglichen Airbag-Defekts ruft Toyota erneut rund eine Million Autos zurück - davon 210.000 in Europa. Betroffen sind mehrere Modelle, darunter der Corolla Rumion. Die Autos sind mit Airbags des japanischen Zulieferers Takata ausgestattet. Bei langer Einwirkung von Hitze und Luftfeuchtigkeit kann der Airbag bei einem Unfall zu stark auslösen. Nach dem Rückruf von mehr als 100 Millionen Airbags hatte Takata im Juni vergangenen Jahres in Japan und den USA Insolvenz angemeldet - nicht aber die Tochterfirma in Europa.

Der chinesisch-amerikanische Autozulieferer KSS gab im November 2017 bekannt, Takata für 1,35 Milliarden Euro zu übernehmen. Die mehr als 3000 Takata-Mitarbeiter in Deutschland könnten zu unveränderten Konditionen im neuen Konzern arbeiten, sagte ein Firmensprecher.

+++ 10.39 Uhr: Germania-Maschine stößt in Israel am Boden mit Flugzeug zusammen +++

Ein Germania-Flugzeug ist in Tel Aviv bei starkem Regen am Boden mit einer Maschine der israelischen Fluggesellschaft El Al zusammengestoßen. Nach aktuellem Stand gab es keine Verletzten, wie eine Sprecherin von Germania berichtete. Es entstand aber hoher Sachschaden. Die Boeing 737 der Germania sollte nach Berlin-Schönefeld fliegen. Sie sei beim Verlassen ihrer Parkposition mithilfe eines Schleppfahrzeugs mit der anderen Maschine zusammengestoßen, teilte ein Sprecher der israelischen Luftfahrtbehörde mit. Ein Video im Internet zeigte, dass die Leitwerke beider Maschinen miteinander verhakt waren. Das Seitenruder der Germania-Maschine war massiv beschädigt.

Das Leitwerk ist beim Flugzeug der wesentliche Teil, um Höhe und Richtung zu ändern. Nach einem Bericht der israelischen Zeitung "Haaretz" wird allein der Schaden an der für den Flug nach Rom vorgesehenen El-Al-Maschine auf mehrere Millionen Schekel (vier Schekel sind etwa ein Euro) geschätzt.

+++ 10.37 Uhr: Ex-Doppelagent Skripal hat offenbar kaum Überlebenschance +++

Der vergiftete frühere Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Yulia haben nach Angaben einer Verwandten nur eine sehr geringe Überlebenschance. Die Prognose sei nicht gut, sagte die Nichte des 66-jährigen ehemaligen Spions, Viktoria Skripal, dem britischen Sender BBC. Sollten die beiden überleben, sei mit bleibenden Schäden zu rechnen. Die Mutter von Sergej Skripal wisse noch nichts von dem Giftanschlag; man wolle sie vor diesen Informationen schützen, berichtete die Verwandte weiter.

Sergej und Yulia Skripal waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden. Sie befinden sich nach offiziellen Angaben in einem kritischen, aber stabilen Zustand. London hält Moskau für das Attentat verantwortlich. Skripals Ehefrau Ljudmila erlag nach britischen Medienberichten 2012 einem Krebsleiden. Sohn Alexander soll 2017 während eines Aufenthalts in St. Petersburg an einem plötzlichen Leberversagen gestorben sein.

+++ 10.36 Uhr: Schweigeminute für getöteten Polizisten in Frankreich +++

Mit einer Schweigeminute haben französische Polizisten ihres bei einem Terroranschlag getöteten Kollegen Arnaud Beltrame gedacht. Der Gendarmerieoffizier hatte sich vergangenen Freitag beim Angriff eines Islamisten in einem Supermarkt in der Nähe von Carcassonne als Austauschgeisel zur Verfügung gestellt. In Präfekturen, Gendarmeriestützpunkten und Polizeikommissariaten hielten Beamte am Vormittag inne, wie Behörden auf Twitter mitteilten. In Paris beteiligte sich auch Innenminister Gérard Collomb an der Schweigeminute. Später ist eine nationale Gedenkfeier am Pariser Invalidendom geplant, bei der Staatspräsident Emmanuel Macron eine Rede halten soll.

Der Täter hatte den Beamten schwer verletzt, Beltrame starb später im Krankenhaus. Insgesamt hatte der Islamist bei mehreren Attacken vier Menschen getötet.

+++ 10.27 Uhr: Mindestens 25 Verletzte bei Busunglück in Österreich +++

In den österreichischen Alpen ist ein voll besetzter Reisebus verunglückt. 25 bis 30 Menschen seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf das Rote Kreuz. Für die Einsatzkräfte sei Großalarm ausgelöst worden. Dem Bericht zufolge ereignete sich der Unfall in rund 700 Metern Höhe am Pass Gschütt im Bezirk Gmunden im Bundesland Oberösterreich. Der Unglücksort liegt nahe der Grenze zum Bundesland Salzburg. 

+++ 10.22 Uhr: Russland trauert nach Kaufhausbrand mit Dutzenden toten Kindern  +++

Nach der Brandkatastrophe im sibirischen Kemerowo mit Dutzenden toten Kindern wurde in Russland landesweit getrauert. An öffentlichen Gebäuden wurden Flaggen auf Halbmast gesetzt, wie russische Medien berichteten. In zahlreichen Städten legten Menschen eine Gedenkminute für die Opfer ein. In der Hauptstadt Moskau kamen Tausende Menschen im Stadtzentrum zusammen, die Plakate mit den Worten "Kemerowo, wir sind für dich da" und "Kinder, verzeiht uns" in den Händen hielten.

Kurz nach dem verheerendem Brand, bei dem nach offiziellen Angaben 64 Menschen starben, darunter mehr als 40 Kinder, hatte Präsident Wladimir Putin den Trauertag angeordnet. Das Feuer war am Sonntag in der Kinderabteilung eines Einkaufszentrums der rund 3000 Kilometer von Moskau entfernten Industriestadt ausgebrochen. Experten und Politiker prangerten an, dass mangelnde Einhaltung der Brandschutzregeln zu dem verheerenden Feuer geführt habe. Einige Tote wurden bereits beigesetzt; viele Opfer sind Medienberichten zufolge aber noch nicht identifiziert.

+++ 9.44 Uhr: Frau im Berliner Tiergarten ermordet - Prozess startet mit großem Medienandrang +++

Unter großem Medienandrang hat in Berlin der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder einer Kunsthistorikerin begonnen. Der Ehemann des Opfers, der im Prozess Nebenkläger ist, betrat schweigend den Gerichtssaal. Vor dem Landgericht der Hauptstadt steht ein 18-Jähriger. Ihm wird vorgeworfen, die arglose 60-Jährige vor knapp sieben Monaten im Tiergarten auf ihrem Heimweg attackiert, erwürgt und ausgeraubt zu haben. Der Angeklagte, ein russischer Staatsangehöriger aus Tschetschenien ohne festen Wohnsitz in Deutschland, soll mit dem Handy der Frau und mindestens zwei Euro geflohen sein. Die Anklage lautet auf heimtückischen Mord aus Habgier und Verdeckungsabsicht.

Die Frau war am 5. September 2017 nach einem Treffen mit Freundinnen in einem Lokal allein zu Fuß Richtung Bahnhof Zoo aufgebrochen. Der 18-Jährige soll sie unvermittelt angegriffen und in ein Gebüsch gezerrt haben. Die Leiche wurde drei Tage später von Passanten entdeckt. Der Tatverdächtige war eine Woche nach dem Verbrechen in Polen in der Nähe von Warschau festgenommen worden. Die Gewalttat hatte auch eine erneute Debatte über den Umgang mit ausländischen Kriminellen ausgelöst, die eigentlich ausreisen müssten, aber nicht abgeschoben werden.

+++ 9.41 Uhr: Opel will anstehende Tariferhöhung nicht zahlen +++

Der in der Sanierung steckende Autobauer Opel sucht nach Wegen, die anstehende Tariferhöhung an seine Beschäftigten nicht zahlen zu müssen. Gewerkschaftskreise bestätigten einen Bericht der "Wirtschaftswoche", demzufolge das PSA-Tochterunternehmen versucht, die im Metall-Flächentarif vereinbarte Gehaltserhöhung um 4,3 Prozent vorläufig stunden zu lassen. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zu den laufenden Verhandlungen ab. Das Geld müsste mit der April-Abrechnung zum Ende des kommenden Monates ausgezahlt werden. Eine für März vereinbarte Einmalzahlung von 100 Euro soll hingegen ausgezahlt werden. Opel beschäftigt in Deutschland rund 19.000 Mitarbeiter.

+++ 9.26 Uhr: Zahl der Empfänger von Grundsicherung steigt +++

Mehr als eine Million Menschen haben im vergangenen Dezember Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bezogen. Das waren 3,2 Prozent mehr als im Dezember 2016, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Nach den Zahlen waren fast 1,06 Millionen Menschen betroffen - über 18-Jährige, die wegen Krankheit oder Behinderung nicht voll arbeiten können, oder Ältere wie Rentner. Die Gründe für den leichten Anstieg seien vielfältig, könnten aus den Daten allein aber nicht abgelesen werden, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes.

Seit Einführung der Grundsicherung im Jahr 2003 ist die Zahl der Leistungsempfänger von zunächst rund 440.000 Menschen kontinuierlich gestiegen. Die meisten Empfänger leben nach den aktuellen Zahlen in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Niedersachsen.

+++ 9.24 Uhr: Polizei verhindert Straßenschlacht mit Macheten und Eisenstangen +++

Dutzende Kontrahenten trafen mit Macheten, Eisenstangen, Teleskopschlagstöcken und einem Staubsaugerrohr aufeinander: In Duisburg haben Polizisten eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen verhindert. Es waren den Angaben zufolge etwa 20 bis 30 Männer auf jeder Seite. Polizisten, die auch beleidigt und mit Gegenständen beworfen wurden, setzten unter anderem Reizgas ein, wie ein Polizeisprecher am Morgen mitteilte. "Die Beamten bekamen die Lage in Griff, bevor sie eskalierte", fügte er hinzu. 50 Männer wurden festgenommen. Sie hätten unterschiedliche Nationalitäten, unter anderem seien Deutsche, Türken und Libanesen unter ihnen, teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Nach der Feststellung der Personalien seien 30 wieder auf freien Fuß gekommen. Die anderen seien noch im Polizeigewahrsam, um weitere Straftaten zu verhindern. Worum es bei dem Streit am Dienstagabend ging, wollte keiner der Beteiligten der Polizei sagen.

Schon in der Nacht zuvor und in der vergangenen Woche seien mehrere Personen in der Gegend aufeinander getroffen, allerdings nicht so massiv wie am Dienstagabend, sagte der Sprecher. Ein möglicher Zusammenhang werde geprüft.

+++ 9.13 Uhr: Bundesamt warnt vor Sicherheitslücken beim Smart-TV +++

Mit Blick auf die Fußball-WM und die zunehmende Verbreitung von internetfähigen Fernsehern warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor den möglichen Gefahren sogenannter Smart-TVs. Verbraucher sollten hierbei "nicht nur auf den Preis achten, sondern auch die IT-Sicherheit der Geräte in ihre Kaufentscheidung einfließen lassen", sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm der "Rheinischen Post". Er rief dringend dazu auf, den Internetzugang des Geräts nur dann zu nutzen, wenn dieser gebraucht werde. Zudem sollten die Zuschauer darauf achten, Software-Aktualisierungen regelmäßig aufzuspielen, um aktuelle Sicherheitslücken schnellstmöglich schließen zu können.

Kritisch sieht Schönbohm vor allem Funktionen, die die Privatsphäre der Nutzer betreffen - also etwa eine integrierte Webcam oder ein Mikrofon zur Bedienung per Sprachsteuerung. "Sie sollten sorgsam verwendet und im Zweifel deaktiviert werden." Hersteller und Händler müssten "ihrer Verantwortung nachkommen und die IT-Sicherheit bereits bei der Entwicklung und der Inbetriebnahme der Geräte mitdenken".

+++ 9.06 Uhr: Betreiber der Internetplattform "Migrantenschreck" festgenommen +++

Der mutmaßliche Betreiber der Internetplattform "Migrantenschreck" ist am Morgen in Ungarn verhaftet worden. Der Vorwurf lautet auf illegalen Waffenhandel, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin auf Twitter mitteilte. Die Durchsuchungen dauerten noch an, weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Nach Informationen von ARD, "Süddeutscher Zeitung" und der Nachrichtenseite "Motherboard" nahmen ungarische Spezialkräfte den 35-jährigen Rechtsextremen Mario R. am Morgen in Budapest fest. Er soll illegal Waffen an Kunden in Deutschland verkauft haben, um sie gegen Flüchtlinge zu bewaffnen. Demnach soll er mit in Deutschland verbotenen Gaspistolen im Wert von mehr als 100.000 Euro gehandelt haben. Zu seinen Kunden sollen auch mehrere Hundert Deutsche gehören.

Im vergangenen Juli hatten Zollfahnder bei Durchsuchungen in Berlin, Brandenburg und Thüringen 13 Schusswaffen gefunden, die sich Waffenkäufer aus Deutschland über die Internetseite Migrantenschreck.ru besorgt hatten. Die Ermittlungen richteten sich damals gegen insgesamt 14 Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 66 Jahren.

+++ 8.52 Uhr: Polizeieinsatz nach Waffenfund in Schweinfurter Obdachlosenunterkunft +++

Nach dem Fund mehrerer Waffen in einer Schweinfurter Obdachlosenunterkunft hat ein Spezialeinsatzkommando der Polizei eine der Wohnungen dort durchsucht. Nach Angaben der Ermittler von heute Morgen wurde ein 31-jähriger Bewohner in Gewahrsam genommen. In der Unterkunft hatte die Polizei am Montag hochexplosiven Sprengstoff und literweise Chemikalien gefunden. Gestern wurde Haftbefehl gegen einen 35-jährigen Tatverdächtigen erlassen.

Der Hausmeister der Wohnanlage entdeckte gestern in einer Wohnung verschiedene Waffen. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich um scharfe Waffen handelte, wurden die Spezialeinsatzkräfte hinzugezogen. Wie die Polizei weiter mitteilte, handelte es sich bei den gefundenen Waffen um legale Schreckschuss- und Softairwaffen.

+++ 8.48: In Deutschland werden immer mehr Babys geboren +++

Der Geburtenanstieg in Deutschland setzt sich fort. 2016 wurden 792.131 Kinder geboren, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 54.556 Babys oder sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Damit stieg die Zahl das fünfte Jahr in Folge und erreichte wieder das Niveau von 1996. In allen Bundesländern kamen mehr Kinder zur Welt als im Vorjahr, in den westdeutschen Ländern durchschnittlich acht Prozent, in den ostdeutschen vier. Die Mütter von 607.500 neugeborenen Kindern haben die deutsche Staatsbürgerschaft, das waren drei Prozent mehr als im Vorjahr. Dies liegt vor allem daran, dass Frauen im Alter zwischen 30 und 37 Jahren häufiger Kinder bekommen. Außerdem gibt es derzeit mehr potenzielle Mütter in diesem Alter. Die Mütter von 184.660 im Jahr 2016 geborenen Kindern sind ausländische Staatsbürgerinnen - ein Anstieg von 25 Prozent. Insgesamt lag die Geburtenziffer 2016 bei 1,59 Kindern je Frau, das ist der höchste seit 1973 gemessene Wert. Bei den deutschen Frauen stieg die Geburtenziffer von 2015 auf 2016 von 1,43 auf 1,46 Kinder je Frau, bei den Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit von 1,95 auf 2,28 Kinder.

Mit der aktuellen Geburtenziffer rückte Deutschland ins europäische Mittelfeld auf. Im EU-Durchschnitt betrug diese 2016 nach Angaben des Europäischen Statistikamtes (Eurostat) 1,60 Kinder je Frau. Die höchste Geburtenhäufigkeit in der EU hatten Frauen in Frankreich mit 1,92, die niedrigste in Spanien und Italien mit 1,34 Kindern je Frau.

+++ 8.46 Uhr: Myanmar hat Diktaturgegner als neuen Präsidenten +++

In Myanmar ist der bisherige Parlamentspräsident Wint Myint von beiden Parlamentskammern mit einer großen Mehrheit zum Staatspräsidenten gewählt worden. Das Mitglied der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) gilt als Vertrauter von Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Die Friedensnobelpreisträgerin steht wegen ihres Schweigens zur Verfolgung der muslimischen Rohingya-Minderheit durch die Armee scharf in der internationalen Kritik. Der 66-jährige Wint Myint saß wegen seiner Beteiligung an den Protesten gegen die Militärdiktatur mehrere Jahre im Gefängnis, seine Anwaltslizenz wurde ihm damals entzogen. Nach dem Wahlsieg der NLD bei der Parlamentswahl 2016 wurde er zum Parlamentspräsidenten gewählt. Beobachter vermuten, dass er nun eine aktivere Rolle als sein Amtsvorgänger anstreben könnte, der sich hauptsächlich mit protokollarischen Aufgaben begnügt hatte.

Der bisherige Präsident Htin Kyaw war vor einer Woche überraschend aus Gesundheitsgründen zurückgetreten. Er war seit 2016 Präsident und der erste Zivilist in diesem Amt seit mehr als 50 Jahren. Auch nach dem Ende der Militärherrschaft hat die Armee in dem südostasiatischen 50-Millionen-Land noch großen politischen und wirtschaftlichen Einfluss. Suu Kyi führt die Regierungsgeschäfte als "Staatsrätin". Sie ist damit die wichtigste Politikerin. Der Präsident hat geringeren Einfluss als sie.

+++ 8.06 Uhr: Britische Regierung will Pfand auf Einwegflaschen einführen +++

Im Kampf gegen den Plastikmüll will die britische Regierung wie in Deutschland Pfand auf Einwegflaschen einführen. Umweltminister Michael Gove erklärte, es müsse etwas dagegen unternommen werden, dass Tag für Tag Millionen von Plastikflaschen nicht recycelt würden. "Wir wollen bei Plastikflaschen aktiv werden, um zu helfen, die Ozeane zu säubern." Schätzungen zufolge werden in Großbritannien jährlich 13 Milliarden Plastikflaschen verkauft. Auch auf Einwegtrinkbehälter aus Glas und Metall soll künftig Pfand erhoben werden, wie das Umweltministerium in London mitteilte. Wie das Pfandsystem genau aussehen soll, steht aber noch nicht fest.

Premierministerin Theresa May hatte im Januar eine Reihe von Maßnahmen zur Vermeidung von Plastikmüll angekündigt. Umweltschützer reagierten allerdings enttäuscht auf die Ankündigungen.

+++ 08.02 Uhr: Warnstreik: U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt stehen still +++

Ein Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr hat am frühen Morgen in Frankfurt am Main begonnen. U-Bahnen und Straßenbahnen blieben in den Depots. Weil der Ausstand den Tag über dauern soll, rechneten die beiden Unternehmen TraffiQ und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) erst für morgen wieder mit einem planmäßigen Verkehr der städtischen Bahnen. Die Gewerkschaft ver.di hatte zu dem Ausstand aufgerufen. In mehreren Bundesländern hatte es in den letzten Tagen Warnstreiks gegeben. Die Gewerkschaften fordern für die 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber lehnen den geforderten Mindestbetrag ab.

In einer gemeinsamen Erklärung der Frankfurter Verkehrsunternehmen hieß es, "gerade das Bestreiken der U-Bahn als Rückgrat des städtischen Nahverkehrsnetzes und als Ersatzverkehr für die S-Bahn trifft viele Fahrgäste schmerzhaft". So würden im Nahverkehrsnetz große Lücken entstehen. Auch in Wiesbaden waren die Beschäftigten des kommunalen Nahverkehrs zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

+++ 7.34 Uhr: Lastwagen krachen in Lokal auf den Philippinen - sieben Tote +++

Auf den Philippinen sind bei einem schweren Verkehrsunfall sieben Menschen getötet worden. Am frühen Morgen krachte ein Lastwagen in einen anderen, vor einem Straßenrestaurant geparkten Lkw, wie die Polizei in der Stadt Taal südlich von Manila mitteilte. Die beiden Fahrzeuge rissen zehn Restaurantgäste mit sich und rammten mehrere geparkte oder entgegenkommende Autos. Sechs Menschen starben noch am Unfallort. Auf den überwiegend katholischen Philippinen sind um die Osterfeiertage Millionen Menschen auf den Straßen unterwegs, jedes Jahr ereignen sich zahlreiche schwere Verkehrsunfälle.

+++ 5.06 Uhr: Chinesisches Raumlabor stürzt in den nächsten Tagen auf die Erde +++

Teile des ersten chinesischen Raumlabors "Tiangong 1" stürzen voraussichtlich frühestens am Karsamstag und spätestens am Ostermontag auf die Erde. Das berichtete die Europäischen Raumfahrtagentur Esa in Darmstadt. China hatte "Tiangong 1" 2011 ins All geschossen, wo das Raumlabor über die Jahre sechs Kopplungsmanöver mit chinesischen Raumschiffen absolvierte. Seit 2016 besteht kein Kontakt mehr.

Der Wiedereintritt von "Tiangong 1" sei nicht mit einem Meteoriteneinschlag vergleichbar, betonte Holger Krag von der Esa.
Die Trümmer fielen ab 30 Kilometern Höhe mit der normalen Fallgeschwindigkeit. Daher werde es auch keine Krater geben. Das Gebiet, über dem die Teile des 8,5 Tonnen schweren und zwölf Meter langen Raumlabors eintreten können, ist riesig. Krag spricht von einem erdumspannenden Gürtel von 43 Grad südlich bis 43 Grad nördlich des Äquators. Auf dem 43. Grad nördlicher Breite liegt etwa Marseille. Deutschland, die Schweiz und Österreich liegen nördlicher als das Gebiet. Etwa 1,5 bis 3,5 Tonnen von "Tiangong 1" würden voraussichtlich den Eintritt in die Atmosphäre überstehen, sagte Krag. Allzu ungewöhnlich ist das nicht: "70 bis 80 Tonnen Raumfahrtschrott kommen durchschnittlich in einem ganzen Jahr unkontrolliert runter."

+++ 4.23 Uhr: Immer mehr türkische Asylbewerber - Helfer-Netzwerke etabliert +++

Die Zahl der Asylbewerber aus der Türkei wächst weiter. Im Jahr des Putschversuchs 2016 zählte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 5742 Asylanträge - 2017 waren es bereits 8483 Anträge. Und in den ersten beiden Monaten 2018 stellten mit 1429 türkischen Staatsbürgern rund 300 mehr ein Asylgesuch, als das im Januar und Februar 2017 der Fall war. Wie das BAMF auf Anfrage weiter mitteilte, stieg auch die Schutzquote deutlich. In den ersten zwei Monaten 2018 seien 42,3 Prozent der Anträge positiv entschieden worden.

In vielen Städten Deutschlands haben sich inzwischen Netzwerke für die neu Ankommenden etabliert. Nach Angaben von Sprachschulen und mehreren Geflüchteten sind viele Vertreter der türkischen Bildungselite unter den Asylbewerbern.

+++ 4.09 Uhr: Essener Tafel hat noch keinen Termin für Ende des Aufnahmestopps +++

Die Essener Tafel hat den umstrittenen Aufnahme-Stopp für Ausländer als Bedürftige nach wie vor nicht aufgehoben. "Es steht noch kein Termin fest", sagte der Vorsitzende des Trägervereins, Jörg Sartor. Es werde aber nicht mehr lange dauern. Am 3. April sei eine Vorstandssitzung: "Das ist keine Entscheidung, die Herr Sartor alleine trifft." Bei einem Runden Tisch vor knapp drei Wochen hatten sich die Beteiligten darauf verständigt, die Regelung schnellstmöglich wieder aufzuheben. Damals war die Tafel noch von Ende März ausgegangen. Bis dahin sei damit zu rechnen, dass deutsche und ausländische Bezieher von Lebensmitteln wieder in "einem für uns akzeptablen Verhältnis" stehen, hatte Sartor damals gesagt.

Seit dem 10. Januar lehnt die Hilfsorganisation Ausländer als Neukunden ab. Die Tafel begründete ihr Vorgehen mit einem bereits sehr hohen Anteil an Ausländern unter den Bedürftigen, an die sie Lebensmittel austeilt. Gerade ältere Menschen und alleinerziehende Mütter hätten sich von den vielen fremdsprachigen jungen Männern in der Warteschlange abgeschreckt gefühlt. Die Entscheidung hatte für bundesweite Kritik und für eine intensive Diskussion gesorgt.

+++ 3.12 Uhr: Schüsse auf Konvoi des Wahlkampfteams von Brasiliens Ex-Präsident Lula +++

Polizisten untersuchen nach Schüssen auf die Fahrzeugkolonne von Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva einen Bus

Polizisten untersuchen nach Schüssen auf die Fahrzeugkolonne von Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva einen Bus aus seinem Konvoi

DPA

Unbekannte haben im Süden Brasiliens mehrere Schüsse auf die Fahrzeugkolonne von Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva abgefeuert. Dabei wurden mindestens zwei Fahrzeuge von drei Kugeln getroffen, hieß es auf Lulas Twitter-Account. Es wurde dabei niemand verletzt. Der Konvoi war zu diesem Zeitpunkt ohne Polizeischutz zwischen Quedas do Iguacu und Laranjeiras do Sul im Süden des Landes unterwegs.

Lula zeigte sich unbeeindruckt. "Wenn sie glauben, sie können mir Angst machen, liegen sie falsch", twitterte er. Lula kämpft ungeachtet einer drohenden Haftstrafe wegen Korruption um eine neue Kandidatur für die Präsidentschaft Brasiliens. Er war im Vorjahr verurteilt worden. Der Oberste Gerichtshof wird in der kommenden Woche über seinen Einspruch gegen das Urteil entscheiden. 

+++ 2.46 Uhr: US-Behörde prüft tödlichen Tesla-Unfall - Aktienkurs bricht ein +++

Die US-Behörde für Transportsicherheit NTSB untersucht einen tödlichen Crash mit einem Tesla-Elektroauto. Die Aufseher prüften, ob Teslas Fahrassistenz-Programm zum Zeitpunkt des Unfalls eingeschaltet war, teilte das National Transportation Safety Board (NTSB) bei Twitter mit. Es sei derzeit noch unklar, ob das automatische Kontrollsystem aktiviert war. Der Unfall habe sich in der vergangenen Woche nahe der Stadt Mountain View in Kalifornien ereignet. An der Börse sorgte die Nachricht für einen achtprozentigen Kursrutsch der Tesla-Aktie. Das Unternehmen sprach dem Todesopfer in einem Statement seine Anteilnahme aus und sicherte den Behörden bei der Untersuchung volle Kooperation zu.

+++ 2.06 Uhr: Deutschlands CO2-Budget für 2018 bereits aufgebraucht +++

Deutschland hat einer Studie zufolge bis Ende März schon so viel klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen, wie nach dem Pariser Klimaabkommen für ganz 2018 erlaubt wäre. "Deutschland dürfte in diesem Jahr insgesamt 217 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen, ohne das Weltklima zu gefährden. Doch diese Menge wurde bereits bis zum 28. März verbraucht", sagt Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft Erdgas, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das ist dem Bericht zufolge das Ergebnis einer Studie der Nymoen Strategieberatung, die von dem Verband in Auftrag gegeben wurde und auf Daten der Umweltstiftung WWF basiert. Damit stoße Deutschland voraussichtlich auch in diesem Jahr wieder viermal so viele klimaschädliche Gase aus wie nach dem Pariser Klimaschutzabkommen erlaubt, sagte Kehler. "Das ist besorgniserregend - und sogar noch eine Woche früher als im Vorjahr."

+++ 1.50 Uhr: Peking bestätigt Besuch von Kim Jong Un +++

Einen Tag nach dem mysteriösen Besuch eines ranghohen Politikers aus Nordkorea in  Peking hat die chinesische Staatsaagentur Xinhua ein Treffen des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un mit Chinas Staatschef Xi Jinping offiziell bestätigt. Schon zuvor war über Kims Anwesenheit in Peking spekuliert worden. Die Spekulationen hatten unter anderem Hoffnungen auf neue Bewegung im Atomkonflikt mit Pjöngjang geweckt. Es war das erste Mal seit seinem Amtsantritt als Führer Nordkoreas im Jahr 2011, dass Kim Jong Un sein Land verlassen und ins Ausland gereist ist. Kims Besuch in Peking hatte nur 24 Stunden gedauert.

+++ 0.39 Uhr: BMW in den USA wegen Verdachts auf Abgasbetrug verklagt +++

BMW sieht sich wegen des Verdachts auf Betrug bei Abgaswerten nun auch in den USA mit juristischen Scherereien konfrontiert. Die auf Sammelklagen spezialisierte Kanzlei Hagens Berman reichte im Namen von Verbrauchern Klage gegen den Münchner Autobauer ein. Sie wirft BMW vor, bei zehntausenden Dieselfahrzeugen der Modelle X5 und 335d überhöhte Abgaswerte durch die Installation einer speziellen Software kaschiert zu haben. "Niemand hätte diese Autos gekauft, wenn BMW die Wahrheit erzählt hätte", erklärte die Anwaltsfirma.
Die Klage gegen BMW ähnelt jenen, die im Dieselskandal in den USA gegen Volkswagen eingereicht worden waren. Die Wolfsburger ist der Skandal dort extrem teuer zu stehen gekommen: Die Summe der Entschädigungen und Strafzahlungen beläuft sich inzwischen auf mehr als 22 Milliarden Dollar (18,5 Milliarden Euro). BMW wiederum hatte Ende Februar erklärt, "irrtümlich" eine fehlerhafte Abgas-Software in tausende Fahrzeuge eingebaut zu haben. Weltweit sollten deshalb 11.700 Wagen zurückgerufen werden, teilte das Unternehmen mit. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt wegen des Skandals und ließ in der vergangenen Woche die Konzernzentrale durchsuchen.

+++ 0.28 Uhr: Verdächtige Pakete an US-Militäreinrichtungen - Verdächtiger festgesetzt +++

Nach dem Fund mehrerer verdächtiger Pakete in Militäreinrichtungen in der Umgebung der US-Hauptstadt Washington hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der 43-Jährige stehe im Verdacht, die Pakete verschickt zu haben, teilte die Bundespolizei FBI mit. Am Montag waren beim Auslandsgeheimdienst CIA und mehreren Einrichtungen des Militärs in der Nähe Washingtons verdächtige Pakete gefunden worden. Nach Angaben des FBI enthielten sie "potenziell zerstörerisches Material". Der Verdächtige wurde in der Nähe von Seattle im Bundesstaat Washington festgenommen. Hintergründe zu seinem Motiv blieben zunächst unklar.

Einen Zusammenhang zu der Serie von Bombenexplosionen in Austin war schon am Montag ausgeschlossen worden. In der texanischen Hauptstadt waren bei der Detonation mehrerer Pakete in den vergangenen Wochen zwei Menschen ums Leben gekommen, mehrere weitere erlitten Verletzungen. Die Polizei machte einen 23-Jährigen für die Taten verantwortlich. Kurz vor seiner drohenden Festnahme sprengte er sich in einem Auto in die Luft.

+++ 0.14 Uhr: London teilte angeblich im Fall Skripal in beispielloser Weise Geheiminformationen +++

Im Fall Skripal hat Großbritannien seinen Partnern "Geheiminformationen von nie da gewesenem Niveau" übermittelt, wie ein hochrangiger Regierungsvertreter in London mitteilte. Dies habe zu der Ausweisung zahlreicher russischen Diplomaten aus einer Reihe westlicher Staaten, darunter die USA und Deutschland, geführt.

Als Reaktion auf den Giftanschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien hatten am Montag Deutschland, die USA und mehr als 20 weitere Staaten die Ausreise von russischen Diplomaten angeordnet. Auch die Nato entzog am Dienstag sieben russischen Diplomaten die Akkreditierung. Insgesamt sind fast 150 Russen von den Ausweisungen betroffen, darunter 23 in Großbritannien.

mad / AFP / DPA