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+++ Ticker +++

News des Tages: Frau sitzt stundenlang auf Kran in Toronto fest

+++ Rabiater Taxifahrer schleift Mann 30 Meter mit +++ Vater in Lübeck wegen Vergewaltigung von Zweijähriger vor Gericht  +++ Scotland Yard: Hoffnung im Fall Maddie noch nicht aufgegeben +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Frau auf Kran in Toronto

Mit einer komplizierten Aktion musste diese Frau von einem Kran in Toronto heruntrgeholt werden

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.11 Uhr: Vermisster Gleitschirmflieger wohl tot +++

Ein im französischen Elsass vermisster Gleitschirmflieger aus Freiburg ist wahrscheinlich tot. Wie die Polizei mitteilte, wurde er "mit großer Wahrscheinlichkeit" am Nachmittag im Rhein gefunden. Taucher fanden demnach die Leiche eines Mannes im Grand Canal D'Alsace. Ein Bekannter hatte den Mann am Montag als vermisst gemeldet. Er war nach einem gemeinsamen Ausflug mit motorisierten Gleitschirmen nicht mehr zurückgekehrt. Die Paraglider waren zwischen Neubreisach und Fessenheim unterwegs gewesen.

++ 19.57 Uhr: Videobeweis kommt bei Fußball-WM 2018 zum Einsatz +++

Bei der Fußball-WM 2018 in Russland soll der Videobeweis bei strittigen Szenen zum Einsatz kommen. Das bestätigte Gianni Infantino, der Präsident des Weltverbandes Fifa. Details zur Einführung der Technologie will das International Football Association Board im März 2018 vorstellen. Mit Hilfe der Videotechnologie sollen strittige Fälle - bei Toren, Elfmetern, Roten Karten oder Spielerverwechslungen - künftig besser geklärt werden können. Zuletzt wurde der Videobeweis im Länderspiel zwischen Frankreich und Spanien in Paris getestet und war laut Schiedsrichter Felix Zwayer ein voller Erfolg. Zweimal korrigierte er nach Zuhilfenahme des Video-Assistenten seine Entscheidung in wichtigen Szenen.

+++ 19.42 Uhr: 6000 Polizisten am 1. Mai in Berlin im Einsatz +++

Die Berliner Polizei bereitet sich mit etwa 5500 bis 6000 Beamten auf die meist gewalttätigen Demonstration von Linksextremisten am 1. Mai vor. Das erfuhr die Nachrichtenagentur DPA aus Sicherheitskreisen. Die Zahl entspricht der Größenordnung des vergangenen Jahres. Berlin bekommt dabei Unterstützung aus mehreren anderen Bundesländern. Auch von der Bundespolizei kommen 700 bis 800 Leute.

+++ 19.34 Uhr: Mensch war 115.000 Jahre früher in Amerika als gedacht +++

Der Mensch hat bereits vor 130.000 Jahren in Amerika gelebt und nicht erst seit 15.000 Jahren, wie bislang vermutet. Dies geht aus einer Studie des Wissenschaftsmagazins "Nature" hervor, die sich auf die Datierung von sehr alten Spuren des Menschen im heutigen Kalifornien bezieht. "Die an dieser Stelle gefundenen Spuren lassen darauf schließen, dass in Nordamerika eine Art Menschenaffe 115.000 Jahre früher lebte als wir dachten", erklärte Judy Gradwohl, Präsidentin des Naturkundemuseums in San Diego. Zähne und Knochen eines Mammuts seien eindeutig von menschlichen Händen mit Steinwerkzeugen bearbeitet worden, berichteten die Wissenschaftler in dem Magazin.

+++ 18.53 Uhr: Frau sitzt stundenlang auf Kran in Toronto fest +++

Mehr als fünf Stunden lang hat eine Frau im kanadischen Toronto auf einem Kran in über 30 Meter Höhe festgesessen. In einer komplizierten Rettungsaktion befreite die Feuerwehr die junge Frau, wie kanadische Medien berichteten. Sie war auf den Kran geklettert und hatte sich dann an einem Kabel auf einen Flaschenzug hinabgeseilt, auf dem sie dann stundenlang saß. Der Grund für die Aktion war zunächst unklar. Ihr droht nun eine Strafe wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.

+++ 18.46 Uhr: "Schweigen der Lämmer"-Regisseur Jonathan Demme gestorben +++

Der Oscar-gekrönte Regisseur Jonathan Demme ist tot. Demme, der bei Erfolgsfilmen wie "Das Schweigen der Lämmer" und "Philadelphia" Regie geführt hatte, sei am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) im Alter von 73 Jahren in seiner Wohnung in New York gestorben, sagte seine Sprecherin der Nachrichtenagentur DPA. Seine Frau und seine drei Kinder seien bei ihm gewesen. Demme habe an Speiseröhrenkrebs gelitten. Die Familie habe eine kleine Beerdigung im privaten Kreis geplant. Der 1944 im Bundesstaat New York geborene Demme hatte jahrzehntelang als Regisseur, Schauspieler und Produzent gearbeitet.

+++ 16.42 Uhr: Nordkorea-Krise: China warnt vor "unvorstellbaren Konsequenzen" +++

Ein Krieg auf der koreanischen Halbinsel muss nach Ansicht des chinesischen Außenministers Wang Yi unter allen Umständen vermieden werden. "Auch ein Prozent Wahrscheinlichkeit werden wir nicht dulden", sagte Wang bei einem Treffen mit Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) am Mittwoch in Berlin. "Denn Nordkorea ist kein Mittlerer Osten. Wenn auf der koreanischen Halbinsel wirklich Krieg ausbricht, dann haben wir schwerwiegende und unvorstellbare Konsequenzen." Deshalb liege es im Interesse Chinas, "dass wir diese kriegerischen Risiken wirklich eindämmen". Nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit dem vergangenen Jahr ist die Lage in der Region sehr angespannt.

+++ 16.41 Uhr: Stockholm zieht Bewerbung um Olympische Winterspiele 2026 zurück +++

Die schwedische Hauptstadt Stockholm will sich doch nicht um die Olympischen Winterspiele 2026 bewerben. Es gebe keine politische Mehrheit für eine Bewerbung, erklärten die sozialdemokratische Bürgermeisterin Kerstin Wanngard am Mittwoch. Wegen der verspäteten Einführung des neuen Regelwerks des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sei zu lange unklar, was die Austragung die Stadt kosten würde. Interesse angemeldet hatten außer Stockholm noch Sion in der Schweiz, die Türkei und das österreichische Bundesland Tirol.

+++ 15.54 Uhr: Rabiater Taxifahrer zu hoher Geldstrafe verurteilt +++

Ein ausgesprochen rabiater Taxifahrer ist in Berlin zu einer hohen Geldstrafe samt Fahrverbot verurteilt worden. Der 60-Jährige war laut Anklage nach einem Unfall auf den Unfallgegner zugefahren, hatte den Mann mitgeschleift und schließlich verletzt zurückgelassen. Wegen fahrlässigen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung muss er nun 2500 Euro zahlen und für einen Monat den Führerschein abgeben.

Von weiteren Vorwürfen sprach das Amtsgericht Tiergarten den Mann frei. Der Taxifahrer war laut Anklage Anfang Juli 2016 "unsachgemäß" auf eine Straße eingeschert und hatte einen Unfall verursacht. Als der Unfallgegner sich das Kennzeichen des Taxis notierte, fuhr der Fahrer den Angaben zufolge auf ihn zu, nahm ihn auf die Motorhaube und schleifte ihn rund 30 Meter mit sich. Als das Opfer verletzt auf der Straße landete, fuhr der Taxifahrer demnach davon.

+++ 15.33 Uhr: Drogenkurier mit 46 geschluckten Heroin-Päckchen aufgeflogen +++

500 Euro für eine lebensgefährliche Fracht: Mit gleich 46 Heroin-Päckchen im Körper ist ein Drogenkurier am Münchner Hauptbahnhof aufgeflogen, der diese Drogenmenge von Witten in Nordrhein-Westfalen ins italienische Verona schmuggeln sollte. Nach Angaben der Polizei vom Mittwoch war der 27-Jährige am vergangenen Sonntag von Beamten kontrolliert worden. Dabei fanden sich in seiner Tasche etliche Fingerlinge mit Heroin. Da der Mann angab, zahlreiche weitere so genannte Body Packs geschluckt zu haben, wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Dort kamen dann die 46 weiteren Päckchen zum Vorschein, mit denen sich das geschmuggelte Rauschgift auf mehr als 950 Gramm summierte. Bereits ein einziger geplatzter Fingerling wäre tödlich gewesen, erklärten die Beamten. Der Kurierlohn des Mannes betrug 500 Euro.

+++ 15.02 Uhr: Mann wird dreimal an einem Vormittag von derselben Radarfalle geblitzt +++

Gleich drei Mal innerhalb von vier Stunden ist ein Mann in Westfalen von derselben Radarfalle geblitzt worden. Sein Wagen sei mit 126, 122 und 106 Stundenkilometern unterwegs gewesen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Auf der Strecke bei Münster gilt allerdings eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern. Der Raser wird für seine Vergehen vom Freitag nun mit 600 Euro zur Kasse gebeten, außerdem bekommt er fünf Punkte in Flensburg und muss für zwei Monate seinen Führerschein abgeben.

+++ 14.09 Uhr: Gestohlene Riesen-Goldmünze: Berliner Polizei sucht mit Spürhunden +++

Einen Monat nach dem spektakulären Diebstahl einer riesigen Goldmünze auf der Berliner Museumsinsel hat die Polizei in der Nähe des Tatorts Spürhunde eingesetzt. Die S-Bahnstrecke zwischen den Stationen Hackescher Markt und Friedrichstraße, an der das Bode-Museum liegt, wurde gesperrt. "Unsere Kolleg. des #LKA begeben sich dort mit Hilfe von Mantrailer-Hunden auf die Spur der Goldmünze aus dem Bodemuseum & deren Diebe", twitterte die Polizei zum Einsatz am Mittwoch. Weitere Informationen gab es auf Nachfrage zuerst nicht.

Unbekannte waren in der Nacht zum 27. März in das Bode-Museum auf der Museumsinsel im Zentrum der Hauptstadt eingebrochen. Sie benutzten eine Leiter und stiegen durch ein Fenster ein. Im Museum stahlen sie die kanadische 100-Kilo-Goldmünze "Big Maple Leaf", die einen geschätzten Materialwert von 3,8 Millionen Euro hat. Mit einer Schubkarre transportierten sie die Münze ab. 

+++ 13.29 Uhr: Land der leeren Tüten: In Japan gehen die Kartoffelchips aus +++

Schwere Zeiten für Chips-Liebhaber in Japan: Wegen einer durch Unwetter stark dezimierten nationalen Kartoffelernte kommt bei den Herstellern der knusprigen Kartoffelscheiben derzeit kaum etwas in die Tüten. Schuld ist die außergewöhnlich starke Taifun-Saison im vergangenen Jahr.

Die Chips-Produzenten Calbee und Koikeya mussten daher die Produktion einiger ihrer beliebtesten Geschmacksrichtungen stoppen - darunter "Pizza" und "French Salad". Der japanische Snack-Marktführer Calbee setzte bereits Mitte April landesweit den Verkauf von rund 30 Chipssorten aus. Ein Firmensprecher konnte nicht sagen, wann die Produktion wieder anläuft. Kartoffeln würden eben nur einmal im Jahr geerntet.

Gesunde Knabberalternativen: Schluss mit Chips: Mit diesen leckeren Snacks wird Ihr Fernsehabend zum Genuss


+++ 13.12 Uhr: Nashorn auf Tinder - "Der begehrteste Junggeselle der Welt" +++

Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt hat ein Profil auf der Dating-App Tinder bekommen. Die Betreiber des kenianischen Wildtierreservats Ol Pejeta wollen mit der Kampagne auf die vom Aussterben bedrohte Unterart aufmerksam machen. "Der begehrteste Junggeselle der Welt" ist der Nashornbulle "Sudan", 43 Jahre alt und das letzte männliche Tier der Nashorn-Unterart Ceratotherium simum cottoni. Ein Wisch nach rechts - ein Ausdruck des Interesses auf Tinder - bringt den Anwender auf eine Spenden-Website. Die gesammelten Gelder sollen an Einrichtungen gehen, die die Möglichkeit künstlicher Befruchtung bei Nashörnern erforschen. Zwar lebt "Sudan" in Kenia mit zwei weiblichen Nashörnern zusammen, eine natürliche Befruchtung war aber aufgrund seines hohen Alters nicht möglich.

+++ 12.54 Uhr: EU-Kommission leitet Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn ein +++

Die EU-Kommission hat ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn wegen des umstrittenen neuen Hochschulgesetzes eingeleitet. Ein entsprechendes Schreiben sei an die Regierung in Budapest gesandt worden, erklärte EU-Vizekommissionspräsident Valdis Dombrovskis am Mittwoch in Brüssel. Mit dem Gesetz wird die Befugnis von Universitäten mit Hauptsitz außerhalb der EU eingeschränkt, ungarische Abschlüsse zu verleihen.

+++ 12.50 Uhr: Bundesländer gehen von derzeit 8500 "Reichsbürgern" aus +++

Die Innenministerien der Bundesländer beziffern die Zahl der sogenannten Reichsbürger in Deutschland einem Bericht zufolge auf insgesamt 8500. Dies berichtete die Zeitung "Die Welt" am Mittwoch vorab unter Berufung auf eine Umfrage bei den Innenministerien. In absoluten Zahlen führt demnach Bayern mit 2700 "Reichsbürgern" die Liste an, es folgen Nordrhein-Westfalen mit tausend und Baden-Württemberg mit 650. Bezogen auf die Bevölkerungszahl ergibt sich den Angaben zufolge eine andere Reihenfolge: Mit einer Quote von 25 Reichsbürgern je 100.000 Einwohner führt hier Thüringen, das Land gibt bislang die Gesamtzahl mit 550 an. An zweiter Stelle steht Bayern mit 21 Reichsbürgern je 100.000 Einwohner.

+++ 12.42 Uhr: Blutrache vermutet: Festnahme nach Mord auf offener Straße +++

Nach einem mutmaßlichen Blutrache-Mord im Januar in Niedersachsen hat die Polizei in der Nähe von Hannover einen ersten Tatverdächtigen festgenommen. Es handelt sich um einen 22-jährigen Mann, der seine Tatbeteiligung bereits zugegeben habe, wie die Staatsanwaltschaft Verden am Mittwoch mitteilte. Gegen ihn erging Haftbefehl wegen des Verdachts auf gemeinschaftlich begangenen Mord. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 46-jährigen albanischen Flüchtling, der am 9. Januar in dem Ort Visselhövede auf der Straße vor einer Schule erschossen wurde.

+++ 12.03 Uhr: 14-Jähriger in Mecklenburg-Vorpommern zu betrunken zum Pusten +++

Ein 14-jähriger Junge hat sich auf dem Schulhof einer Gesamtschule in Stralsund derart betrunken, dass er mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Sein Atemalkohol konnte nicht gemessen werden, weil er nicht mehr in der Lage war, in das Prüfgerät zu pusten, wie die Polizei Neubrandenburg am Mittwoch mitteilte. Zusammen mit einer zwölfjährigen Mitschülerin hatte der Junge am frühen Dienstagabend auf dem Schulhof offenbar eine Flasche Wodka geleert. Bei dem Mädchen stellte die Polizei 0,93 Promille Alkohol im Atem fest. Die Beamten waren von Zeugen alarmiert worden. Das Mädchen wurde ihren Eltern übergeben.

+++ 11.52 Uhr: Hunderte gedenken der Opfer des Amoklaufs von Erfurt +++

15 Jahre nach dem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt haben Schüler, Lehrer und Angehörige der Opfer gedacht. Mehrere Hundert Menschen erinnerten an die zwölf Lehrer, zwei Schüler, die Sekretärin und den Polizisten, die bei der Tat getötet wurden - ihre Namen wurden verlesen. Eine eigens dafür gegossene Schulglocke wurde 16 Mal geläutet. Am 26. April 2002 hatte ein 19-jähriger Ex-Schüler des Gymnasiums die Menschen binnen einer knappen Viertelstunde erschossen, bevor er sich auch selbst tötete.

+++ 11.24 Uhr: Zweijährige vergewaltigt - Angeklagte gestehen schweren Missbrauch +++

Mit einem Geständnis hat am Lübecker Landgericht der Prozess um den sexuellen Missbrauch einer Zweijährigen begonnen. Er räume alle ihm vorgeworfenen Taten ein, sagte der 28 Jahre alte Vater des Mädchens. Er liebe seine Tochter und könne sich nicht erklären, wie es dazu kommen konnte, sagte er am Mittwoch. Auch sein 47 Jahre alter Mitangeklagter gestand drei der vier ihm vorgeworfenen Taten. Die Männer quälten die kleine Tochter des 28-Jährigen laut Anklage von Sommer bis November 2016 insgesamt neunmal, missbrauchten sie und vergewaltigten sie in drei Fällen. Videos von den Taten verschickte der 28-Jährige demnach online per Chat. Für die Verlesung der Chat-Protokolle wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

+++ 10.46 Uhr: Boris Becker will in diesem Jahr nicht wieder Trainer werden +++

Tennis-Legende Boris Becker will in diesem Jahr keinen neuen Job als Trainer annehmen. "Ich hatte einige Anfragen von Spielern, männlich wie weiblich. Aber ich habe jedes Mal um Verständnis gebeten, dass ich momentan nicht dazu bereit bin", sagte der dreimalige Wimbledonsieger der "Sport Bild". "Was 2018 passiert, das steht in den Sternen." 


+++ 10.45 Uhr: Ex-Botschafter: Netanjahus Absage hatte innenpolitische Gründe +++

Der frühere Botschafter Israels in Deutschland, Avi Primor, hat innenpolitische Gründe für die Absage eines Treffens des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) angeführt. Netanjahu habe bei seinem Vorgehen die "extreme Rechte" in seiner Regierungskoalition im Blick gehabt, sagte Primor am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk. "Insofern wollte er den Eklat haben, weil das für ihn günstig ist in seinem Machtkampf gegen Konkurrenten innerhalb des rechten Lagers in Israel. Das hat wenig mit Deutschland zu tun."

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte ein Treffen mit Gabriel am Dienstag kurzfristig platzen lassen. Grund war eine Diskussionsrunde des Ministers mit Vertretern von Gruppen wie Breaking the Silence (Das Schweigen brechen), die die Siedlungspolitik der israelischen Regierung in den palästinensischen Gebieten kritisieren.

+++ 10.38 Uhr: Minister: Mehr als tausend Gülen-Anhänger in der Türkei festgenommen +++

Bei landesweiten Razzien in der Türkei sind mehr als tausend mutmaßliche Anhänger der Gülen-Bewegung festgenommen worden. Die Festnahmen seien in 72 Provinzen erfolgt, zitierte die Nachrichtenagentur Anadolu Innenminister Süleyman Soylu am Mittwoch. Präsident Recep Tayyip Erdogan macht die Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen für den gescheiterten Militärputsch vom vergangenen Juli verantwortlich. 

+++ 10.35 Uhr: Scotland Yard: Hoffnung im Fall Maddie noch nicht aufgegeben +++

Die Londoner Polizei hat im Fall Maddie die Hoffnung auch zehn Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens nicht aufgegeben. Vier Beamte seien weiterhin mit einer "kleinen Zahl von entscheidenden Ermittlungssträngen" befasst, teilte Scotland Yard am Dienstagabend mit. "Wenn wir nicht dächten, dass sie bedeutend sind, würden nicht weitermachen", sagte Mark Rowley, Leiter für Sonderermittlungen bei Scotland Yard (hier finden Sie die Abschrift des Interviews).


Weiterhin könne nicht ausgeschlossen werden, dass Maddie noch am Leben sei. Die damals dreijährige Madeleine McCann war am 3. Mai 2007 aus einer Ferienanlage in Portugal verschwunden. Die britische Polizei ermittelt seit 2011 in dem Fall.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Maddie entführt wurde. Eine Beteiligung der Eltern an einem Verbrechen schließt die Polizei aus. "Es gibt absolut keinen Grund, das wieder aufzumachen", sagte Rowley. Kate und Gerry McCann waren zeitweise ins Visier portugiesischer Ermittler geraten. Mutter Kate nannte den nahenden zehnten Jahrestag des Verschwindens eine "furchtbare Erinnerung an geraubte Zeit".

Allein die britischen Ermittlungen im Fall Maddie sollen mehr als 13 Millionen Euro gekostet haben. Zeitweise waren bis zu 30 Beamte im Einsatz. Im März bewilligte das britische Innenministerium Geld für weitere sechs Monate.

+++ 10.29 Uhr: Frankreich macht Assad-Regierung für Giftgas-Angriff verantwortlich +++

Frankreich macht die syrische Regierung für den Giftgas-Angriff in Chan Scheichun mit 87 Todesopfern verantwortlich. Der Sarin-Einsatz vom 4. April trage zweifellos "die Handschrift des Regimes" in Damaskus, erklärte das französische Außenministerium am Mittwoch in Paris. Das hätten Laboruntersuchungen von Proben aus Syrien ergeben.

Bei dem Giftgas handele es sich um das Nervengas Sarin, heißt es in einem Bericht, den Außenminister Jean-Marc Ayrault vorlegte. Die Zusammensetzung des verwendeten Gases ergebe "mit Sicherheit", dass es für die syrische Regierung hergestellt worden sei. Die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) hatte vor einer Woche erklärt, bei dem Angriff sei "unbestreitbar" das Nervengas Sarin oder eine ähnliche Substanz eingesetzt worden. 

+++ 10.08 Uhr: Schnee behindert Bahnverkehr in Baden-Württemberg +++

Schneemassen haben auf zahlreichen Bahnstrecken in Baden-Württemberg zu Verspätungen geführt. Zur Hauptverkehrszeit waren nach Angaben der Deutschen Bahn in Stuttgart fünf Strecken betroffen. Bäume seien auf Gleise gestürzt und Oberleitungen beschädigt worden. Entstörungstrupps waren unterwegs, um die 15.000-Volt-Leitungen wieder instandzusetzen. Auch in Teilen Bayerns machte die Rückkehr des Winterwetters Reisenden zu schaffen: Im schwäbischen Günzburg störten umgestürzte Bäume und Schnee auf den Straßen den Autoverkehr. In Schwaben musste die Feuerwehr Äste und Baumteile entfernen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) schneite es im nördlichen Schwaben teilweise kräftig.

++ 8.14 Uhr: Eurokurs legt erneut zu +++

Der Eurokurs ist am Mittwoch gestiegen und hat damit an seine deutlichen Vortagesgewinne angeknüpft. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,0949 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als noch in der Nacht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,0891 (Montag: 1,0848) Dollar festgesetzt.


+++ 7 Uhr:  Kunde schlägt bewaffneten Supermarkt-Räuber - Täter entkommt +++

Ein mit Messer und Brecheisen bewaffneter Räuber ist in einem Supermarkt in Baden-Württemberg von einem Kunden niedergeschlagen worden und dann geflüchtet. Der mit Schal und Kapuzenjacke maskierte Mann bedrohte in Rheinhausen eine Kassiererin, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Als er sich mit Geld aus der Kasse davonmachen wollte, schlug ihm ein Supermarktkunde mit einem Gegenstand gegen Kopf. Der Räuber stürzte und verlor den Großteil seiner Beute, bevor er zu Fuß fliehen konnte. Die Polizei ermittelt.

+++ 6.58 Uhr: Bullen fallen in Gülleschacht - Besitzer steigt zur Hilfe hinterher +++

Aus einem Gülleschacht hat die Feuerwehr im Emsland drei Bullen gerettet. In einem Stall in Emsbüren waren am Dienstagabend aus zunächst ungeklärter Ursache die Holzbretter zerbrochen, auf denen die Tiere standen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die drei Bullen stürzten dabei in den Schacht mit der Gülle. Wenig später stieg der Besitzer hinunter, um den Tieren zu helfen. Er legte Gurte um die Bullen, sodass die Feuerwehr sie mit einem Trecker herausziehen konnte. Der Besitzer und die drei Bullen seien wohlauf, hieß es von der Polizei.


+++ 6.04 Uhr: Bericht: Lage für Journalisten weltweit verschlechtert +++

Die Lage für Journalisten hat sich nach Einschätzung der Organisation Reporter ohne Grenzen weltweit verschlechtert - auch durch medienfeindliche Ausfälle führender Politiker in westlichen Demokratien. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien würden Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Journalisten offen zur Schau tragen, kritisierte die Organisation am Mittwoch bei der Vorstellung ihrer Rangliste der Pressefreiheit 2017. Repressionen gegen Journalisten prangerte ROG insbesondere in Ländern wie Ägypten, der Türkei, Burundi, Syrien, Libyen oder dem Jemen an.

In der Türkei habe sich die Lage für Journalisten und Medien wegen der "bespiellosen Repressionswelle seit dem Putschversuch im vergangenen Sommer erneut verschlechtert", stellte die Organisation fest. Tödlichen Gefahren seien Journalisten nach wie vor in Kriegs- und Krisenländern wie Syrien oder Libyen ausgesetzt.

+++ 5.19 Uhr: Zwei Jahre Suche nach Inga - noch immer Ungewissheit +++

Zwei Jahre nach dem spurlosen Verschwinden der fünfjährigen Inga in einem Wald bei Stendal gehen bei der Polizei noch immer vereinzelt Hinweise ein - der entscheidende war bislang aber nicht dabei. "Wir bekommen pro Woche durchschnittlich noch zwei bis drei Tipps", sagte der Magdeburger Polizeisprecher Mike von Hoff. Insgesamt seien in den zwei Jahren mehr als 2000 Hinweise überprüft worden. Eine heiße Spur ergaben sie nicht. "Wir suchen immer noch nach dem Mädchen und wir wollen auch nicht aufgeben", sagte von Hoff. Inga war am 2. Mai 2015 beim Holzsammeln verschwunden. Ihr Schicksal ist komplett ungewiss.


+++ 5.18 Uhr: Mexiko setzt sich in Handelsstreit um Thunfisch gegen USA durch+++

Erstmals in der Ära Trump hat sich Mexiko in einem Handelsstreit gegen die USA durchgesetzt. Die Welthandelsorganisation (WTO) habe Mexiko in dem seit Jahren andauernden Konflikt um den Handel mit Thunfisch Recht gegeben, teilte das mexikanische Wirtschaftsministerium am Dienstag mit.

Bei dem Streit ging es um die Kennzeichnung "Delfin freundlich", die sicherstellen soll, dass beim Fang von Thunfisch keine Delfine zu Schaden kommen und die für die Vermarktung von Thunfisch in den USA Pflicht ist. Die mexikanischen Fischer argumentierten, dass sie bereits viel für den Schutz von Delfinen tun und die Etikettierung lediglich dazu dient, mexikanischen Thunfisch vom US-Markt fernzuhalten.

+++ 5:16 Uhr: Neuer Flugzeugträger: China untermauert Ambitionen auf den Weltmeeren +++

China hat seinen ersten selbst entwickelten Flugzeugträger fertiggestellt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, verließ der mit roten Fahnen feierlich geschmückte Träger am Mittwoch sein Dock in der nordostchinesischen Hafenstadt Dalian. Das Schiff, das bisher nur als "Typ 001A" bezeichnet wurde, ist nicht der erste Flugzeugträger des Landes. Bereits 1998 hatte China aus der Ukraine einen alten Träger aus Sowjetbeständen gekauft, modernisiert und 2012 unter dem Namen "Liaoning" in Dienst gestellt.

Metro in China


+++ 05.08 Uhr: Bericht: Rentenerhöhung ab Juli kostet 2018 rund 6,5 Milliarden Euro +++

Die Rentenerhöhung ab Juli kostet einem Zeitungsbericht zufolge zunächst 3,27 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr werden es dann 6,5 Milliarden Euro Mehrkosten sein, wie die "Passauer Neue Presse"   berichtet. Dies gehe aus einer Verordnung von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zur Umsetzung der Rentenerhöhung hervor, die am Mittwoch vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden soll.

Das Kabinett will am Mittwoch das bereits angekündigte Rentenplus beschließen. Demnach sollen die gesetzlichen Altersbezüge zum 1. Juli im Westen um 1,9 Prozent und im Osten um 3,6 Prozent steigen. 

+++ 5.05 Uhr: Tierschutzbund lehnt nachgebessertes Tierwohl-Label ab +++

Der Deutsche Tierschutzbund lehnt das staatliche Label für mehr Tierwohl auch mit den erhöhten Anforderungen für die Schweinehaltung ab. Als Grund nannte Verbandschef Thomas Schröder in der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die so zu kennzeichnenden Standards gingen aus seiner Sicht kaum über das gesetzlich ohnehin festgelegte Maß hinaus. "So schafft man keinen nachhaltigen Tierschutz im Stall." Erst am Dienstag hatte Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) das neue Tierwohl-Konzept in Berlin vorgestellt. Demnach soll das Label etwa für Fleisch im Supermarkt spürbar höhere Anforderungen in der Schweinezucht garantieren.

+++ 4:34 Uhr: Gleitschirmflieger aus Freiburg im Elsass vermisst +++

Polizisten im französischen Elsass suchen nach einem Freiburger Gleitschirmflieger. Ein Bekannter des Mannes hatte ihn am Montag als vermisst gemeldet, wie die Polizei in Freiburg mitteilte. Der Mann, Mitte 30, war nach einem gemeinsamen Ausflug mit motorisierten Gleitschirmen nicht mehr zu seinem Bekannten zurückgekehrt. Die Paraglider waren zwischen Neubreisach und Fessenheim unterwegs. Am Mittwoch will die Polizei weiter nach dem Vermissten suchen. Zuvor hatte die "Badische Zeitung" berichtet.

+++ 4.04 Uhr: Jahrhundert-Raub": 1,3 Millionen Euro konfisziert +++

Nach dem brutalen Millionen-Raub in Paraguay hat die Polizei bisher zwölf Personen festgenommen und umgerechnet 1,3 Millionen Euro von der Beute sichergestellt. Nach Angaben der brasilianischen Polizei wurden rund 1,27 Millionen US-Dollar konfisziert, dazu noch größere Summen brasilianische Reais und paraguayische Guarani. Rund 50 schwerbewaffnete Verbrecher hatten wie bei einer Kriegsoperation mit Sprengsätzen und Sturmgewehren das Depot einer Geldtransportfirma in der Grenzstadt Ciudad del Este überfallen, um an den Tresor zu kommen. Ein Polizist wurde dabei getötet, zudem erschoss die Polizei später auf der Flucht drei Täter.

+++ 3:16 Uhr: Richter stoppt Trump-Dekret zur Einwanderung +++

Mit seinem harten Kurs in der Einwanderungspolitik hat US-Präsident Donald Trump eine weitere Niederlage einstecken müssen. Ein Richter am Bundesgericht von San Francisco stoppte am Dienstag ein Dekret des Präsidenten, durch das jenen Städten die Bundeshilfen gestrichen werden könnten, die illegalen Einwanderern Zuflucht bieten. Richter William Orrick entschied, dass die Anordnung von Trump - eine der ersten nach seinem Amtsantritt im Januar - nicht mit der Verfassung vereinbar sei.


+++ 2.04 Uhr: Österreich will Grenzkontrollen auf unbestimmte Zeit verlängern +++

Österreich will die bis Mitte Mai befristeten Grenzkontrollen auf unbestimmte Zeit verlängern. "Solange die Außengrenzen nicht dementsprechend geschützt werden können, werden wir auch weiterhin nationale Maßnahmen ergreifen", sagte Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) der "Welt". "Im Sinne der öffentlichen Ordnung und inneren Sicherheit muss ich ganz einfach wissen, wer in unser Land kommt."

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anb / DPA / AP