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News des Tages: Indonesien lässt Armee gegen Affen aufmarschieren

Indonesien: Armee greift wegen Affen zu Schusswaffen +++ Fipronil-Skandal - Aldi nimmt sämtliche Eier aus dem Verkauf +++ IS-Anschlagsplan auf Flugzeug in Australien +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

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Die News des Tages im -Ticker.

+++ 22.30 Uhr: "Despacito" neuer Spitzenreiter bei YouTube +++

"Despacito," der weltweite Megahit der Puertoricaner Luis Fonsi und Daddy Yankee, ist nun das meistgesehene Video bei YouTube. Das erotisch aufgeladene Video mit dem Song im extrem tanzbaren Reggaeton-Stil erreichte am Freitag auf der Plattform die Rekordmarke von 2,997 Millionen Klicks. "Despacito" hängte damit "See You Again" von Wiz Khalifa und Charlie Puth ab, den Song aus dem Film "Fast & Furious 7". "Despacito" kam erst im Januar heraus und war von Anfang ein großer Erfolg. In einem Remix vom April trat dann auch der kanadische Popstar Justin Bieber auf, womit das Lied ein weltweit noch viel größeres Publikum erreichte. In dem Video, das in der puertoricanischen Hauptstadt San Juan gedreht wurde, wird aber die Originalversion gespielt. Bieber tritt darin nicht auf.  "Despacito" hat bereits diverse Rekorde gebrochen. So handelt es sich auch um den Song, der auf den diversen Video- und Musikplattformen zusammengenommen bislang am häufigsten gestreamt wurde. 

+++ 20.05 Uhr: Blatt: Angreifer von Hamburg gab als Fluchtgrund Ärger mit Hamas an +++

Der Messerangreifer von Hamburg hat einem Medienbericht zufolge seine Flucht nach Europa mit Problemen mit der im Gazastreifen regierenden radikal-islamischen Hamas-Bewegung begründet. Dies berichteten am Freitagabend die "Nürnberger Nachrichten". Die Zeitung berief sich auf ein ihr vorliegendes Protokoll der Anhörung des Palästinensers im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Dort gab der 26-Jährige demnach an, er sei der rivalisierenden Fatah nahegestanden, als der Konflikt zwischen den beiden Palästinenser-Organisationen ausbrach. Er habe Gaza 2008 verlassen, weil er "Probleme mit der Hamas" gehabt habe. Er sei immer wieder von der Hamas vorgeladen worden. Da habe er Angst bekommen, doch "im eigentlichen Sinne passiert ist mir nichts".  

+++ 18.55 Uhr: Flugzeug bringt zehn Inder in die Slowakei und verschwindet +++

Zehn Migranten hat ein Flugzeug aus der Ukraine in die Slowakei gebracht und ist wieder verschwunden. Bei den über die EU-Außengrenze geschleusten Personen handle es sich um indische Staatsangehörige, teilte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur TASR mit. Grenzpolizisten hätten in der Nacht zum Freitag bemerkt, dass ein kleines Flugzeug ungewöhnlich tief über die Grenze flog. Bis die Polizei aber den Landeplatz der Maschine nahe dem Dorf Hatalov im ostslowakischen Bezirk Michalovce entdeckte, sei das Flugzeug im Dunkeln bereits wieder gestartet. Am Boden seien lediglich die zehn Migranten zurück geblieben. Sie würden noch über den Ablauf ihres Flugs befragt und dann in die Ukraine abgeschoben, erklärte die Polizeisprecherin.

+++ 18.41 Uhr: Indonesien lässt Armee gegen Affen aufmarschieren +++

Ein Distrikt der indonesischen Insel Java lässt Polizei und Armee gegen eine freche Affenbande aufmarschieren. Der Chef des Distrikts Boyolali in Zentraljava, Seno Samodro, sprach von einer "Invasion hunderter Affen", denen nur noch mit Schusswaffen beizukommen sei.

Massenhaft fielen die Langschwanzmakaken über Plantagen her, sie stibitzten Mais und Früchte und griffen manchmal sogar Menschen an, beklagte der Politiker. Allein in diesem Jahr hätten Affen elf Anwohner gebissen.

Die Distriktverwaltung mobilisierte deshalb Soldaten, Polizisten, Jäger und Mitglieder von Schießvereinen, die auf Patrouille gehen und die Affen erlegen sollen.

+++ 18.29 Uhr: EU verhängt neue Sanktionen gegen Russland +++

Wegen der rechtswidrigen Weiterleitung von Siemens-Gasturbinen auf die annektierte Halbinsel Krim hat die EU neue Sanktionen gegen Russland beschlossen. Die Strafmaßnahmen zielen unter anderem auf den russischen Vize-Energieminister Andrej Tscheresow, wie die EU in Brüssel bekannt gab. Zudem betroffen seien zwei weitere russische Staatsbürger sowie drei russische Unternehmen. Ihr Vermögen werde eingefroren, sie würden zudem mit einem Einreiseverbot in die EU belegt.

Die EU zog mit den neuen Sanktionen die politischen Konsequenzen aus dem Fall, auf den der Siemens-Konzern bereits mit einer Strafanzeige gegen einen russischen Geschäftspartner reagiert hatte. Der ukrainische Präsident Pedro Poroschenko begrüßte die Maßnahmen. Im vergangenen Monat war bekannt geworden, dass vier Gasturbinen, die Siemens nach Südrussland verkauft hatte, gegen den Willen des Konzerns auf die Krim gebracht worden waren. Siemens bezeichnete dies als "rechtswidrig".

+++ 16.52 Uhr: Schweiz: Drei Menschen sterben bei Flugzeugabsturz +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in der Schweiz sind drei Menschen ums Leben gekommen. Laut starben zwei Jungen im Alter von 14 Jahren und der Pilot der viersitzigen Maschine vom Typ Piper PA-28. Eine 17-Jährige wurde schwer verletzt. Das Flugzeug war am Vormittag unterhalb der Bergstation der Diavolezza-Bahn im Engadin nahe der italienischen Grenze abgestürzt.
Die Maschine war im Rahmen eines Jugendlagers des Aero-Clubs der Schweiz unterwegs. Seit dem 30. Juli werden dabei 192 Jugendliche ins Fliegen eingeführt. Die Unfallursache ist noch unklar.

+++ 16.30 Uhr: Polen: Ast stürzt auf Zelt von Festivalbesuchern +++

Am Rande des Rockfestivals "Haltestelle Woodstock"
in der polnischen Grenzstadt Kostrzyn (Küstrin) sind fünf Menschen von einem herabstürzenden Ast verletzt worden, einer von ihnen schwer. Ein Berliner wurde in seinem Zelt so schwer getroffen, dass er ins Krankenhaus Frankfurt (Oder) gebracht werden musste. Vier weitere Verletzte wurden im Feldhospital des Musikfestivals mit leichteren Blessuren versorgt. Das Unglück passierte nach Angaben von Sven Oberländer, Chef des Sanitätervereins Paramedic Brandenburg, am frühen Freitagmorgen. Die Brandenburger Polizei bestätigte den Vorfall.

Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, war unklar. Am späten Donnerstagabend zog unwetterartiger Starkregen über das Festivalgelände an der deutsch-polnischen Grenze. Die Gruppe zeltete in einem Waldstück in der Nähe des Konzertareals.

+++ 16.10 Uhr: Säuglingsleiche in Sachsen: Mutter festgenommen +++

Rund zwei Monate nach dem Fund einer Säuglingsleiche im sächsischen Wilkau-Haßlau hat die Polizei die des Kindes festgenommen. Gegen die 33-jährige Frau aus Wilkau wurde am Freitag Haftbefehl erlassen, wie die Staatsanwaltschaft Zwickau mitteilte. Eine DNA-Spur hatte die Ermittler zu der Kindsmutter geführt.

Anfang Juni hatte ein Mann auf einer Wiese die eingewickelte Leiche eines Säuglings entdeckt. Die Obduktion ergab, dass es sich um einen neugeborenen Jungen handelte. Das Kind war mindestens vier bis sechs Wochen, bevor die Leiche gefunden wurde, dort abgelegt worden.

+++ 15.50 Uhr: Krise in Venezuela: Papst appelliert an Staatschef Maduro +++

Mit einer ungewöhnlichen Stellungnahme hat Papst Franziskus Staatschef Nicolás Maduro zum Verzicht auf Pläne aufgerufen, die das Land in eine Diktatur stürzen könnten. Der Heilige Stuhl bitte, die geplante Verfassungsgebende Versammlung "zu stoppen oder auszusetzen", teilte der Vatikan in Rom mit. Sein Wort hat viel Gewicht - in dem 30-Millionen-Einwohner-Land sind 95 Prozent katholisch. Maduro bezeichnet sich als Freund des Papstes.

+++ 15.33 Uhr: Neuwahlen in Niedersachsen +++

Nach dem Verlust seiner rot-grünen Regierungsmehrheit hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für vorgezogene Neuwahlen ausgesprochen. Es sei "unabdingbar, dass der niedersächsische Landtag möglichst rasch seine Selbstauflösung beschließt und es möglichst bald Neuwahlen gibt", sagte Weil in Hannover. Zuvor hatte die Abgeordnete Elke Twesten ihren Wechsel von der Grünen-Fraktion zur CDU bekanntgegeben und damit die rot-grüne Koalition zu Fall gebracht.


+++ 15.25 Uhr: Sibirien: 17 Bergleute in überfluteter Diamantenmine vermisst +++

Nach einer Überschwemmung in einer Diamantenmine in Sibirien werden mehrere Bergarbeiter vermisst. Zu 17 Arbeitern gebe es keinen Kontakt, berichtete die Agentur Tass unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Zivilschutzes. Die Betreiberfirma Alrosa sprach von 16 Vermissten. Mehr als 130 Menschen seien bereits an die Oberfläche geholt worden, meldeten Agenturen. Das Grundwasser war gegen 9.35 Uhr MESZ in einer Tiefe von 210 Metern in einer alten Grube ausgetreten. Die genaue Ursache war zunächst unklar.

In dem Bergwerk in der Ortschaft Mirny westlich der Großstadt Jakutsk befanden sich nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes zu dem Zeitpunkt rund 150 Menschen. Wegen der Überschwemmung wurde vorübergehend der Strom ausgeschaltet, was die Bergung erschwerte. Mehr als 100 Helfer waren dem Zivilschutz zufolge im Einsatz.

+++ 15.15 Uhr: Schweden: Bär tötet Wärter in Wildpark +++

Ein Braunbär hat in einem schwedischen Wildpark einen Wärter angefallen und getötet. Offenbar habe sich der Bär unter einem Zaun durchgegraben und dann den 19-Jährigen attackiert, der gerade das Gehege säuberte, teilte die Polizei mit. Der junge Mann sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Nach schwedischen Medienberichten wurde der Bär nach dem Angriff getötet.

Der Vorfall ereignete sich im Orsa-Park in der mittelschwedischen Region Dalarna. Der Park ist nach eigenen Angaben Europas größtes Wildgehege für Raubtiere.

+++ 14.57 Uhr: Bundesgrüne fordern Mandatsverzicht von Überläuferin Twesten +++

Die Grünen im Bund fordern die niedersächsische Landtagsabgeordnete Elke Twesten auf, ihr Mandat nach dem Austritt aus der Grünen-Fraktion zurückzugeben. "Was sie tut, ist eine Verfälschung des Wählerwillens und ein Verrat am rot-grünen Wahlsieg", sagte Parteimanager Michael Kellner der "Berliner Zeitung". "Sie sollte ihr Mandat zurückgeben."

Twesten hatte am Freitag angekündigt, aus der Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag auszutreten und zur CDU zu wechseln. Damit würde die rot-grüne Koalition ihre hauchdünne Mehrheit verlieren. Sie wolle möglicherweise in den Bundestag oder das EU-Parlament, sagte die 54-Jährige.

+++ 14.51 Uhr: Fipronil: Untersuchungsamt rechnet mit weiteren betroffenen Produkten +++

"Es ist naheliegend, dass es bei Eiern nicht bleiben wird", sagte Prof. Peter Fürst, Vorstandsvorsitzender des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Münsterland-Emscher-Lippe, am Freitag. Rückstände von Fipronil seien möglicherweise auch in anderen mit Eiern erzeugten Lebensmitteln wie Mayonnaise oder Eierlikör zu finden, für die Eier weiterverarbeitet wurden.

Das Amt in Münster testet derzeit Eier aus NRW auf Fipronil. "Von dem, was wir bislang wissen, gibt es aber für Verbraucher keinen Grund zur Panik", betonte Fürst. Diese Aussage sei aber ausdrücklich noch nicht auf die derzeit getesteten Eier, sondern auf die bislang bekannten Daten von getesteten Eiern aus und den Niederlanden zu beziehen. 

+++ 14.43 Uhr: FC Barcelona bestätigt: Prämie für Neymar-Verlängerung wird einbehalten +++

Der FC Barcelona hat nach dem Weggang von Stürmerstar Neymar zu Paris Saint-Germain bestätigt, dass eine Prämie von 26 Millionen Euro für die Vertragsverlängerung des 25 Jahre alten Brasilianers im Oktober 2016 einbehalten wird. Der Club werde "nicht zahlen", erklärte Vereinssprecher Josep Vives in Barcelona. Der Scheck, der bei einem Notar hinterlegt worden war, sei nun wieder bei dem Club, hieß es. Die Prämie sollten der Profi sowie dessen Vater und Manager Neymar Senior bekommen.  

+++ 14.38 Uhr: Bericht: Spur zu rumänischer Fabrik im Eier-Skandal +++

Im Skandal um Millionen mit dem Insektengift Fipronil belastete Hühnereier ist dem "Spiegel" zufolge ein Chemikalienhändler aus dem belgischen Weelde ins Zentrum der Ermittlungen gerückt. Belgische und niederländische Fahnder gingen Hinweisen nach, wonach der Händler Patrick R. um den Jahreswechsel in einer Fabrik in Rumänien große Mengen des Tiermedikaments Fiprocid geordert habe, das den gefährlichen Wirkstoff Fipronil enthält, berichtete das Magazin am Freitag vorab aus seiner neuen Ausgabe.

Ehemalige Geschäftspartner des Unternehmers sagten dem "Spiegel" demnach, dass es sich um Bestellungen im Volumen von mehreren zehntausend Euro gehandelt habe. Weder Patrick R. noch dessen belgischer Strafverteidiger seien für eine Stellungnahme erreichbar gewesen. Das Kontaktgift war offenbar einer Flüssigkeit namens "Dega 16" beigemischt, die in 20-Liter-Kanistern vertrieben wurde und der Säuberung von Geflügelställen dienen sollte. In Deutschland ist ein Präparat dieses Namens auf dem offiziellen Markt nicht erhältlich.

+++ 14.32 Uhr: Iranischen Nationalspielern droht Sperre wegen Israel-Spiel +++

Im Rahmen der Qualifikation zur Europa League spielten Massoud Schojaei und Ehsan Hajsafi mit ihrem Team Panionios Athen am Donnerstagabend gegen Maccabi Tel Aviv (0:1) und schieden aus dem Wettbewerb aus. Im Iran dürfen Sportler wegen der politischen Feindschaft mit Israel nicht gegen israelische Athleten oder Mannschaften antreten. 

"Schojaei und Hajsafi werden mit großer Wahrscheinlichkeit von der Nationalmannschaft ausgeschlossen", sagte Mohamed Dschawad Ababaf, Generaldirektor im Sportministerium, dem Nachrichtenportal Mizan. Den Tabubruch der beiden Spieler könne der Iran nicht hinnehmen und werde den Vorschriften nach auch reagieren, so Ababaf.

+++ 14.08 Uhr: UN: Über 250 Menschen in Kasai-Region im Kongo getötet +++

In der am Freitag veröffentlichten Untersuchung der Vereinten Nationen heißt es, die Menschen seien zwischen März und Juni "Opfer ungesetzlicher und gezielter Tötungen" durch Regierungstruppen und Milizen geworden. Darunter seien 62 Kinder, die Hälfte von ihnen jünger als acht Jahre.

Die Zahlen in dem Bericht basieren auf Gesprächen mit knapp hundert Menschen, die ins Nachbarland Angola flohen. Alleine 90 Menschen wurden nach den Zeugenberichten bei einem Angriff auf ein Krankenhaus getötet, sieben der Kinder seien von Soldaten oder Geheimdienstmitarbeitern ermordet worden. Zum Teil wurden die Opfer demnach bei lebendigem Leib verbrannt oder verstümmelt. Die UN erklärten, die Berichte der Überlebenden verstörten auch wegen ihrer "ethnischen Dimension". Bereits rund 80 Massengräber wurden in der Region entdeckt. Verantwortlich macht die UN die Regierungstruppen von Präsident Joseph Kabila, aber auch Milizen. In einigen Fällen sehen die Vereinten Nationen internationales Recht verletzt.

+++ 13.48 Uhr: Weniger Übergriffe auf Asylbewerber +++

m ersten Halbjahr 2017 hat es 642 Übergriffe auf Asylbewerber außerhalb von Flüchtlingsunterkünften gegeben. 123 Personen wurden verletzt. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach wurden im ersten Quartal 318 solcher Vorfälle registriert, im zweiten Quartal 324. Darunter sind viele Beleidigungen und verbale Attacken, aber auch Körperverletzungen.

Insgesamt ging die Zahl gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 damit deutlich zurück. Damals wurden mehr als 1500 Übergriffe auf Asylbewerber außerhalb von Unterkünften registriert. 

+++ 13.48 Uhr: Hessen: Pilzsammler findet Toten im Wald +++

Ein Pilzsammler hat in einem Wald in Nordhessen menschliche Überreste gefunden. Hinweise auf einen gewaltsamen Tod hätten sich bei einer gerichtsmedizinischen Untersuchung nicht ergeben, erklärten Staatsanwaltschaft und Polizei. Bei dem Toten handele es sich vermutlich um einen Mann aus Berlin, der mit dem Rad unterwegs war.

Laut den Ermittlern hatte der Pilzsammler am Dienstag in dem Wald bei Frankenberg ein Fahrrad gefunden. Er entdeckte auch einen Rucksack und eine Jacke. Der Mann rief daraufhin die Polizei, die auf Knochen stieß. Mit Spezialhunden suchten die Einsatzkräfte das Umfeld ab und fanden einen Ausweis. "Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass es sich bei dem Toten um den Besitzer dieses Ausweises handelt", sagten Polizei und Staatsanwaltschaft.

+++ 13.32 Uhr: Drei Bergsteiger stürzen am Piz Bernina in den Tod +++

Drei Bergsteiger sind beim Aufstieg auf den 4048 Meter hohen Piz Bernina in der Schweiz in den Tod gestürzt. Die Seilschaft war nach Behördenangaben auf der klassischen Aufstiegsroute über den Biancograt unterwegs, als sich am Donnerstag auf 3600 Metern Höhe das Unglück ereignete. Die drei Alpinisten stürzten rund 300 Meter ab. Ihre Leichen konnten erst heute mit Hilfe eines Helikopters geborgen werden. Was zum Absturz führte, ist noch unklar. Die Nationalität der Opfer wurde zunächst nicht mitgeteilt.

+++ 13.10 Uhr: Türkei: Deutscher Menschenrechtler bleibt in Haft +++

Ein türkisches Gericht hat den Einspruch der Anwälte des deutschen Menschenrechtlers Peter Steudtner gegen dessen Untersuchungshaft abgelehnt. Auch Steudtners schwedischer Kollege Ali Gharavi und die mit den beiden Ausländern inhaftierten sechs türkischen Menschenrechtler müssten in U-Haft bleiben, hieß es von Seiten der Anwälte der Beschuldigten. Das zuständige Elfte Istanbuler Strafgericht habe zur Begründung angegeben, die vorliegenden Indizien wögen schwer genug, um die Inhaftierung bis zu einem Prozess zu rechtfertigen. Die Anwälte kritisierten, seit Steudtner und Gharavi am vergangenen Dienstag in das Gefängnis in Silivri westlich von Istanbul gebracht worden seien, würden sie in Einzelhaft gehalten.


+++ 12.53 Uhr: Einbruch in Kölner Dom: zweiter Verdächtiger gefasst +++

Gut zweieinhalb Wochen nach einem Einbruch in den Kölner Dom hat die Polizei auch den zweiten Verdächtigen gefasst. Fahnder hätten den 37-Jährigen am Freitag in einer Wohnung in Köln festgenommen, teilte die Polizei mit. Der Mann habe die Tat gestanden. Weitere Details nannte ein Sprecher nicht.

Am Dienstag hatten Beamte bereits seinen mutmaßlichen Komplizen, einen 29-Jährigen, am Flughafen Köln/Bonn festgenommen. Die beiden sollen in der Nacht zum 17. Juli in den Dom eingebrochen sein, um hochwertiges Werkzeug zu stehlen.

+++ 12.49 Uhr: Führender Oppositionspolitiker in Venezuela wieder aus Haft entlassen +++

Der führende Oppositionspolitiker Antonio Ledezma ist in Venezuela wieder aus der Haft entlassen worden. Der 62-Jährige sei vom Geheimdienst Sebin überraschend wieder nach Hause gebracht worden, schrieb Ledezmas Ehefrau Mitzy Capriles auf Twitter. Die Nachricht wurde der Deutschen Presse-Agentur am Freitag auf Anfrage von einem Anwalt Ledezmas in der spanischen Hauptstadt Madrid bestätigt.

+++ 12.37 Uhr: CDU und FDP stehen vor Mehrheit im niedersächsischen Landtag +++

Im niedersächsischen Landtag könnte die Opposition aus CDU und FDP bald die Mehrheit haben. CDU-Fraktionschef Björn Thümler will seinen Abgeordneten empfehlen, die bei den Grünen ausgetretene Elke Twesten in die CDU aufzunehmen, wie er in Hannover sagte. Damit hätten CDU und FDP 69 Sitze im Landtag, SPD und Grüne 68 Sitze.

+++ 12.35 Uhr: Rewe und Edeka verkaufen weiter Eier +++

Während Aldi wegen des Fipronil-Skandals vorübergehend sämtliche Eier aus dem Verkauf genommen hat, wollen die Supermarktketten Edeka und Rewe auf einen so radikalen Schritt zunächst verzichten. Ein Rewe-Sprecher betonte, das Unternehmen sehe derzeit "keine Veranlassung" zu einer solchen Maßnahme. "Sollten wir im Sinne unserer Kunden zu der Erkenntnis kommen, dass weitergehende Schritte notwendig werden, so werden wir entsprechend reagieren", sagte der Leiter des Rewe-Qualitätsmanagements, Klaus Mayer.

Ganz ähnlich äußerte sich Edeka. Der Handelsriese wies außerdem darauf hin, dass die Eier der Edeka-Eigenmarken ausschließlich aus Deutschland stammten. Bislang liege dem Unternehmen kein Nachweis von Fipronil darin vor. 

+++ 12.24 Uhr: Hoffenheim in Champions-League-Playoffs gegen Liverpool +++

 Im Kampf um den erstmaligen Einzug in die Champions-League-Gruppenphase bekommt es Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim mit dem FC Liverpool zu tun. Die Kraichgauer genießen am 15./16. August zunächst Heimrecht gegen das Team von Trainer Jürgen Klopp und müssen am 22./23. August an der Anfield Road antreten.

+++ 12.12 Uhr: Südkoreanischer Geheimdienst betrieb Kampagne zur Wählermanipulation +++

Der südkoreanische Geheimdienst hat eingeräumt, über zwei Jahre lang eine weitreichende Internetkampagne zur Wählerbeeinflussung betrieben zu haben. Diese sollte den Konservativen bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2012 zum Sieg verhelfen - tatsächlich wurde damals die inzwischen ihres Amtes enthobene Park Geun Hye zur Staatschefin gewählt. Die von der Abteilung Cyberangriffe des Geheimdienstes Nis orchestrierte Kampagne wurde nun durch eine interne Untersuchung bestätigt, wie die Behörde am erklärte.

Wie aus der Untersuchung des Geheimdienstes hervorgeht, wurden für rund 30 Teams internetaffine Bürger angeheuert, welche auf verschiedenen Websites wie dem Kurzbotschaftendienst Twitter Sichtweisen der regierenden Konservativen verbreiten sollten. Umgekehrt sollten regierungskritische Ansichten als Versuche Nordkoreas diffamiert werden, sich in Angelegenheiten des Nachbarlandes einzumischen.

+++ 12.00 Uhr: Volkswagen bekräftigt: "Umstiegsprämie" für alte Diesel kommt +++

Volkswagen hat nach dem Dieselgipfel bekräftigt, eine "Umstiegsprämie" für alte Dieselfahrzeuge anbieten zu wollen.
Sie soll für Diesel mit den Abgasnormen Euro 1 bis Euro 4 gelten, wie VW in Wolfsburg mitteilte. Die Prämie werde derzeit von den einzelnen Konzernmarken wie Volkswagen Pkw, Audi, Skoda und Porsche ausgearbeitet und zeitnah angeboten. Einzelheiten - etwa zur Höhe der Prämie - wurden allerdings zunächst nicht genannt.

Die Prämie solle zu "schnellen, messbaren und nachhaltigen Effekten" führen, um den Stickoxid-Ausstoß deutlich zu reduzieren und die Luftqualität spürbar zu verbessern. Ähnliche Prämien hatten zuvor schon etwa BMW, Daimler, Ford und Toyota angekündigt.

+++ 11.50 Uhr: Niedersachsen: Rot-Grün verliert Regierungsmehrheit +++

Die rot-grüne Koalition in Niedersachsen verliert fünf Monate vor der Landtagswahl ihre Ein-Stimmen-Mehrheit im Parlament. Die Grünen-Abgeordnete Elke Twesten trete aus der Fraktion aus, teilte Fraktionschefin Anja Piel in Hannover mit.

+++ 11.32 Uhr: Autobombe am Hauptquartier von Al-Kaida-Ableger in Syrien explodiert +++

Bei einem Anschlag auf das Hauptquartier eines Ablegers des islamistischen Terrornetzwerkes Al-Kaida im Nordwesten von Syrien sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, explodierte eine Autobombe unweit des Gebäudes der Rebellengruppe Tahrir al-Scham in der Provinz Idlib. Der Gruppe nahestehende Aktivisten bestätigten den Anschlag und sprachen von mehreren Toten und Verletzten.

+++ 11.29 Uhr: Deutscher bei Fallschirmsprung in den USA tödlich verunglückt +++

Ein Tourist aus Deutschland ist im US-Bundesstaat Nevada bei einem Tandem-Fallschirmsprung tödlich verunglückt. Dies berichteten US-Medien unter Berufung auf den örtlichen Sheriff. Bei dem Toten soll es sich demnach um einen 21 Jahre alten Mann aus Sankt Martin in Rheinland-Pfalz handeln. Zeugen zufolge habe sich der Fallschirm nicht geöffnet, meldete der Sender KVTN. Die US-Flugsicherheitsbehörde FAA ermittelt.

Das Unglück ereignete sich dem Sender Kolo TV zufolge am Donnerstagmorgen (Ortszeit) auf dem Flughafen in der Stadt Minden.
Der Deutsche sei mit einer 43 Jahre alten Trainerin aus Kalifornien abgesprungen. Es sei sein erster Fallschirmsprung gewesen. Der Deutsche sei in den USA im Urlaub gewesen. Die Frau kam ebenfalls ums Leben. Die Unglücksursache ist noch ungeklärt. Der Besitzer der Veranstalterfirma, Skydive Lake Tahoe, sagte dem Sender News 4, die Trainerin sei sehr erfahren gewesen und habe mehr als 1500 Sprünge absolviert.

+++ 11.27 Uhr: Frankreich bietet sich als Vermittler im Venezuela-Konflikt an +++

Frankreich hat die Gewalt in Venezuela verurteilt und zur Deeskalation aufgerufen. In Abstimmung mit seinen europäischen Partnern werde Paris jede Vermittlung unterstützen, die einen "glaubwürdigen, aufrichtigen und ernsthaften Dialog zwischen Regierung und Opposition" ermöglicht, teilte der Élyséepalast mit. "Gemeinsam rufen wir zu einer Deeskalation, zum Respekt der Menschenrechte, des Rechtsstaats und der Grundfreiheiten auf."

+++ 11.17 Uhr: Eierbetriebe in Belgien bleiben vorerst gesperrt +++

In Belgien bleiben nach Angaben der Lebensmittelsicherheitsbehörde FASNK weiter Betriebe gesperrt. Zur Zahl wollten sich mit Verweis auf laufende Ermittlungen weder die Staatsanwaltschaft noch die Behörde äußern. Die Betriebe sollen erst wieder Eier ausliefern dürfen, wenn bei Prüfungen kein Fipronil in ihren Erzeugnissen feststellt wird. Geschäfte sind gehalten, Eier aus den betroffenen Betrieben aus dem Verkehr zu ziehen. Belastete Eier werden zerstört.


Einen Aufruf an Verbraucher, bestimmte Chargen nicht zu nutzen, gibt es in Belgien bislang nicht. Der Fipronil-Gehalt in den beanstandeten Eiern liege "weit unter den auf europäischer Ebene vereinbarten Obergrenzen", teilte die FASNK in Brüssel mit.

+++ 10.51 Uhr: Polizei stoppt illegales Autorennen in Berlin +++

Eine Zivilstreife der Berliner Polizei hat in der Nachtein illegales Autorennen auf der Stadtautobahn A111 gestoppt. Wie die Polizei mitteilte, beobachteten Beamte nahe dem Flughafen Tegel zwei Audi-Fahrer mit extrem überhöhter Geschwindigkeit. Die Raser seien bis zu 165 Stundenkilometer schnell auf der Stadtautobahn gefahren, wo höchsten 80 Stundenkilometer zulässig sind.

In einer Ausfahrt des Tunnels Tegel sei das Limit von 40 Stundenkilometern fast um das Dreifache überschritten worden. Die Polizisten stoppten einen der Fahrer, der eine leistungsstarke Sportlimousine vom Typ S5 fuhr. Der 29-jährige Fahrer hatte zudem eine rote Ampel ignoriert. Nun erwarten ihn mindestens 600 Euro Geldstrafe, vier Punkte in Flensburg sowie ein zweimonatiges Fahrverbot. Der zweite Fahrer konnte nach Polizeiangaben entwischen. Gegen ihn werde aber ebenfalls ermittelt.

+++ 10.35 Uhr: UN: Kindersoldaten im Kongo trinken Blut ihrer Opfer +++

Die Gräueltaten im Kongo werden nach Darstellung der Vereinten Nationen nicht zuletzt von Kindersoldaten begangen. Auf Seiten der Rebellengruppe Kamuina Nsapu kämpften Jungen und Mädchen im Alter von sieben bis 13 Jahren, geht aus in Genf veröffentlichten Bericht des Büros des UN-Menschenrechtskommissars hervor.

"Zeugen berichteten, dass die Mädchen das Blut der Opfer trinken als Teil eines magischen Rituals, das die Gruppe unbesiegbar machen soll." Der Aberglaube in der Bevölkerung trage offenbar dazu bei, dass eine nur schwach ausgerüstete, vor allem aus Kindern bestehende Miliz mehr als ein Jahr lang der Offensive der Armee widerstehen könne, heißt es in dem Bericht.  Die Regierung trägt laut UN Mitschuld an der Situation. So würden sich auch Polizisten an den Überfällen auf Dörfer beteiligen. Es bestehe die Sorge, dass die Unruhen ein Vorwand sein sollten, Wahlen zu verzögern, so ein UN-Sprecher.

+++ 10.12 Uhr: Niedersachsens Minister: Zehn Millionen Finopril-Eier in Deutschland verkauft +++

In Deutschland sind weit mehr mit dem Insektengift Fipronil belastete Eier verkauft worden als bislang bekannt. Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) sagte am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin", es handle sich nicht um drei Millionen, sondern wahrscheinlich um über zehn Millionen belastete Eier aus den Niederlanden, die in deutschen Supermärkten verkauft worden seien. Hinweise, dass von Geflügelfleisch eine Gesundheitsgefahr ausgehen könnte, gibt es laut Meyer derzeit nicht. Dies werde aber untersucht, ebenso Produkte, in denen Eier verarbeitet sind wie Nudeln oder Kuchen. Meyer riet Verbrauchern, vorsichtig zu sein und sich die Nummern der Eier genau anzuschauen. Die Nummern der belasteten Eier sind auf dem Portal lebensmittelwarnung.de zu finden. 

+++ 10.02 Uhr: Polizei: Terroristen planten in Australien auch Giftgas-Anschlag +++

In Australien hat die Polizei nach eigenen Angaben neben einem islamistischen Anschlag auf ein Passagierflugzeug auch einen Giftgas-Angriff vereitelt. Gegen zwei mutmaßliche Terroristen - zwei Australier im Alter von 32 und 49 Jahren - wurde in Sydney Anklage erhoben. Sie sollen in Verbindung zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) stehen.

Die beiden Angeklagten sollen geplant haben, am 15. Juli eine Passagiermaschine der arabischen Fluggesellschaft Etihad mit einer selbstgebastelten Bombe in die Luft zu sprengen. Das Vorhaben scheiterte nach Angaben des Vizechefs der australischen Bundespolizei, Michael Phelan, daran, dass die Bombe nicht durch die Sicherheitskontrollen kam.

+++ 9.44 Uhr: Nordkorea: Mehr als 6400 weibliche Flüchtlinge "zurückgekehrt" +++

Mehr als 6400 aus Nordkorea geflüchtete Frauen sind nach Angaben des kommunistischen Landes in den vergangenen Jahren wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Dies gehe aus einem von Nordkorea vorgelegten Bericht an den UN-Menschenrechtsausschuss gegen Diskriminierung von Frauen (CEDAW) hervor, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

So seien zwischen 2005 und 2016 insgesamt 6473 Nordkoreanerinnen "zurückgekehrt". Viele der Frauen hätten wegen der schlechten Wirtschaftslage die chinesische Grenze überquert oder seien von Menschenschmugglern gelockt worden, hieß es demnach in dem Paper. Ob die Rückkehr freiwillig erfolgt sei, blieb Yonhap zufolge unklar. Menschenrechtsorganisationen und die UN berichten, dass nach China geflüchtete Nordkoreaner dort festgenommen und abgeschoben werden. Nordkorea gab an, die Frauen seien nicht für ihre Flucht bestraft worden und führten nun ein "stabiles Leben". Experten bezweifeln dies.

+++ 9.41 Uhr: Afghanische Sicherheitskräfte erobern Stadt von Taliban zurück +++

Afghanische Sicherheitskräfte haben in der ostafghanischen Provinz Paktia eine Stadt von den Taliban zurückerobert. Das Bezirkszentrum Dschanichel sei seit Freitagfrüh wieder in der Hand der Regierung, sagte Provinzsprecher Abdullah Hasrat. Dschanichel war Ende Julia an die Taliban gefallen.

Die schweren Kämpfe, die auch von US-Luftangriffen unterstützt worden seien, hätten sieben Tage gedauert, sagte Hasrat. Ihm zufolge wurden 152 Taliban getötet und 123 verletzt. Aufseiten der Regierung seien neun Sicherheitskräfte ums Leben gekommen und 15 verwundet worden. Die Zahlen ließen sich nicht unmittelbar unabhängig überprüfen. Eigene Opferzahlen oder die von Gegnern werden von allen Kriegsparteien in Afghanistan oft verzerrt dargestellt.

+++ 8.39 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Talibanangriff auf markt in Südafghanistan +++

Bei einem Überfall radikalislamischer Taliban auf einen Markt in der südafghanischen Provinz Helmand sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Das bestätigte ein Mitglied des Provinzrats, Rasia Balutsch.

Betroffen sei ein Markt im Bezirk Gereschk. Der Bezirk ist ein Zentrum der Kämpfe zwischen afghanischer Regierung und Taliban in der Provinz, die zu 80 Prozent in den Händen der Taliban ist. Zuerst habe sich gegen sechs Uhr morgens ein Selbstmordattentäter am Tor des Geldwechslermarktes von Gereschk in die Luft gesprengt, sagte Balutsch. Die Explosion habe drei Wächter und zwei weitere Menschen getötet. Dann seien die Kämpfer in den Markt eingedrungen. Möglicherweise sei das Ziel nicht der Markt, sondern das nahe Haus des Bezirksgouverneurs gewesen. Außerdem hätten die Taliban in der Nähe mehrere Sicherheitsposten angegriffen.

+++ 8.06 Uhr: Aldi nimmt Eier aus dem Verkauf +++

Im Skandal um giftbelastete Eier nehmen Aldi Süd und Aldi Nord deutschlandweit sämtliche Eier aus dem Verkauf. Das teilten die Unternehmensgruppen mit. Es handele sich um eine "reine Vorsichtsmaßnahme", es könne weiter von keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung ausgegangen werden, hieß es in der Mitteilung.

Von sofort an dürften nur noch Eier an Aldi geliefert werden, für die ein Nachweis vorliege, dass sie negativ auf fipronilhaltiges Anti-Läusemittel getestet seien. Die Unternehmen teilten mit, das Vorgehen werde möglicherweise dazu führen, dass es zu Engpässen bei der Versorgung mit Eiern kommt.

Die Unternehmensgruppen begründeten ihr Vorgehen den Angaben zufolge damit, dass sie "Klarheit und Transparenz" bei ihren Kunden herstellen wollten. Schon seit Anfang der Woche beziehe Aldi keine Eier mehr aus gesperrten niederländischen Betrieben. Zudem seien in den vergangenen Tagen in einzelnen Regionen Freiland-, Bodenhaltungs- und Bio-Eier vorsorglich aus dem Verkauf genommen worden, wie es weiter hieß.

+++ 8.05 Uhr: US-Senat verhindert vorerst Entlassung von Justizminister Sessions +++

Der US-Senat hat eine Entlassung des in Ungnade gefallenen Justizministers Jeff Sessions durch Präsident Donald Trump in der Sommerpause de facto verhindert. Die Kongress-Kammer stimmte in ihrer letzten Sitzung vor dem Urlaub einstimmig für eine Vorgabe, nach der Trump nicht eigenmächtig neue Regierungsmitglieder ernennen kann. Dies gilt, bis der Kongress am 5. September seine Arbeit wieder aufnimmt.

Der Senat setzte neun "Pro-Forma"-Sitzungen für die Sommerpause an. Solche Sitzungen dauern üblicherweise nur wenige Minuten. Damit bleibt der Senat während der Ferien in Funktion - und dem Präsidenten sind daher sogenannte "recess appointments" nicht möglich, also Ernennungen hochrangiger Beamter ohne Zustimmung des Gremiums.

+++ 7.27 Uhr: Explosion in Gießen: Zwei Tatverdächtige festgenommen +++

Nach einem Feuer und einer Explosion in einer Shisha-Bar in Gießen hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Es handelt sich um einen 22-Jährigen aus Öhringen (Baden-Württemberg) und einen 23 Jahre alten Mann aus dem hessischen Fernwald. Den Männern wird versuchter Mord und schwere Brandstiftung vorgeworfen, teilte die Polizei am Freitag mit.

In der Nacht zum Donnerstag sollen sie ein Feuer in der Shisha-Bar gelegt haben. Dabei war es wahrscheinlich zu einer Verpuffung mit anschließender Explosion gekommen. Durch den Brand und die Explosion wurden fünf weitere Menschen leicht verletzt. Zudem entstand Sachschaden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro. 

+++ 6.35 Uhr: USA wollen Nigeria Kampfflugzeuge für 593 Millionen US-Dollar verkaufen +++

Die USA wollen Nigeria zwölf Kampfflugzeuge im Wert von 593 Millionen US-Dollar (rund 499 Millionen Euro) verkaufen. Die leichten Propellermaschinen vom Typ A-29 Super Tucano sowie entsprechendes Training, Ersatzteile und Infrastruktur sollen im Kampf gegen die Terrorgruppen Boko Haram und Islamischer Staat (IS) Westafrika eingesetzt werden, teilte das US-Außenministerium mit. Der Senat muss dem Verkauf noch zustimmen.

+++ 6.01 Uhr: FBI nimmt gefeierten "WannaCry"-Retter fest +++

Marcus Hutchins soll eine große Rolle beim Kampf gegen "WannaCry" gespielt haben - nun wurde der Hacker selbst festgenommen. Wie das US-Justizministerium mitteilte, soll der Brite bei Entwicklung und Verbreitung der Schadsoftware "Kronos" beteiligt gewesen sein. Hutchins wurde am Mittwoch in Las Vegas auf dem Heimweg von einer Hacker-Konferenz festgenommen.

Mit dem 2014 und 2015 aktiven "Kronos" soll es möglich gewesen sein, Login-Daten von Online-Banking-Nutzern abzugreifen. Die Schadsoftware wurde auch zum Verkauf auf einer mittlerweile geschlossenen Plattform im Darknet angeboten.

 

+++ 5.05 Uhr: Flüchtlingsamt schickt wieder Migrantenfamilien nach Italien zurück +++

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge schickt laut einem Medienbericht seit Anfang Juni wieder Flüchtlingsfamilien nach Italien zurück, wenn sie dort erstmals in die EU eingereist sind. Zuletzt habe sich in Italien die Aufnahmekapazität für Familien mit minderjährigen Kindern "wesentlich erhöht", heißt es zur Begründung in einem internen Papier des Amts, das der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt.

Solche Überstellungen hatte der deutsche Staat seit Ende 2014 praktisch eingestellt - der geltenden Rechtslage zum trotz. Begründet wurde dies mit Defiziten im italienischen Asylsystem. Denn nach dem Dublin-Abkommen ist für Flüchtlinge und deren Asylverfahren eigentlich der EU-Staat zuständig, den diese zuerst betreten haben.

+++ 4.37 Uhr: Grenzkonflikt: China fordert von Indien "unverzüglichen" Abzug +++

Der seit Wochen schwelende Grenzkonflikt zwischen Indien und China spitzt sich weiter zu. Indien müsse seine Truppen "unverzüglich" aus chinesischem Territorium abziehen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua einen Sprecher des Pekinger Verteidigungsministeriums.

Chinas Armee habe bisher "ein hohes Maß an Zurückhaltung" gezeigt, ihr guter Wille habe aber Grenzen. "Die chinesischen Streitkräfte werden die territoriale Souveränität und die Sicherheitsinteressen des Landes entschlossen schützen." Seit Wochen gibt es erhöhte Spannungen zwischen Indien und China um die Drei-Länder-Grenze zwischen den zwei Atommächten und Bhutan.

+++ 4.34 Uhr: Modellrechnung: Diesel-Fahrverbote würden 15 Milliarden Euro kosten +++

Fahrverbote für Diesel-Autos in Deutschland könnten nach Analysen des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer Kosten in Höhe von insgesamt rund 15 Milliarden Euro nach sich ziehen. Das ist das Ergebnis einer Modellrechnung des Professors für Automobilwirtschaft an der Uni Duisburg-Essen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dudenhöffer geht darin von einem Wertverlust von zehn Prozent des jeweils aktuellen Restwertes aus - maximal aber 1500 Euro, dem Preis für eine Hardware-Nachrüstung an den Autos, mit der sich aus seiner Sicht Fahrverbote verhindern ließen. Bei Autos bis zurück zum Baujahr 2013 lohnt sich der Berechnung zufolge die Nachrüstung, bei älteren hingegen nicht. Bei einem Diesel-Bestand ab Baujahr 2009 von aktuell 10,9 Millionen Stück kommt durch Nachrüstungen und Wertverluste die Summe von knapp 15 Milliarden Euro zusammen.

+++ 2.44 Uhr: Mit Laserpointer gegen Flugzeuge und Polizeihubschrauber +++

Ein 22-Jähriger hat in Essen mindestens drei Flugzeuge und einen Polizeihubschrauber mit einem Laserpointer ins Visier genommen. Die Piloten der Verkehrflugzeuge meldeten die heikle Situation nach ihrem Landeanflug auf den Flughafen Düsseldorf, wie die Polizei mitteilte. Ein Polizeihubschrauber machte sich auf die Suche nach dem Verursacher, die Besatzung wurde ebenfalls geblendet.

Nachdem die Hubschrauberbesatzung das Haus im Stadtteil Kupferdreh identifiziert hatte, fanden Polizisten den Mann in einer Dachgeschosswohnung. Der Laserpointer wurde beschlagnahmt. Gegen den 22-Jährigen wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ermittelt. 

+++ 2.15 Uhr: Polizei: IS-Kommandeur ordnete Anschlagsplan auf Flugzeug in Australien an +++

Hinter dem vereitelten Anschlag auf ein Flugzeug in Australien steht nach Polizeiangaben ein ranghohes Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Ein ranghoher IS-Kommandeur habe eine Gruppe australischer Männer angewiesen, eine Bombe zu bauen und an Bord eines Flugzeugs zu schmuggeln, teilte die australische Polizei mit. Der selbstgebaute Sprengsatz sollte den Angaben zufolge in eine Maschine der Etihad Airways geschmuggelt werden, die am 15. Juli in Sydney starten sollte. Der Plan wurde jedoch vereitelt, bevor die Männer den Check-In erreichten. Vier Männer wurden festgenommen. Zwei von ihnen wurden formell beschuldigt, sie sollten am Freitag vor Gericht erscheinen. Ein Mann wird bislang noch befragt. Der vierte wurde freigelassen.

+++ 1.48 Uhr: Kreml-Kritiker Nawalny muss Geldstrafe wegen Verteilung von Flugblättern zahlen +++

Nawalny wurde aufgefordert, eine Strafe von 300.000 Rubel (etwa 4200 Euro) zu bezahlen, wie ein Gericht in Moskau am Donnerstag entschied. Seine zwei Unterstützer erhielten eine geringere Geldstrafe. Alle drei wurden für schuldig befunden, gegen Regeln für die Organisation einer öffentlichen Veranstaltung verstoßen zu haben. Anhänger Nawalnys wurden demnach aufgefordert, am 8. und 9. Juli auf die Straße zu gehen und in verschiedenen russischen Städten Flugblätter zu verteilen. Dutzende Anhänger des Oppositionspolitikers wurden an den beiden Tagen festgenommen.

+++ 1.01 Uhr: Großbrand in Wolkenkratzer in Dubai ausgebrochen +++

In einem der höchsten Wolkenkratzer der Golfmetropole Dubai ist nach Medienberichten zum zweiten Mal binnen weniger Jahre ein Großbrand ausgebrochen. Das Hochhaus mit dem Namen "Torch Tower" - "Fackel-Turm" - fing in der Nacht Feuer, berichtete unter anderem die Nachrichtenseite "Gulf News". Ein Polizeisprecher sagte der Seite, dass das Feuer in der 9. Etage des mehr als 80 Stockwerke hohen Gebäudes ausgebrochen war. Ein Video zeigte, dass etliche Etagen des Wohngebäudes in Flammen standen. Nähere Einzelheiten über mögliche Opfer gab es zunächst nicht. In dem rund 350 Meter hohen Wolkenkratzer hatte es bereits 2015 gebrannt.

+++ 0.49 Uhr: Nato-Soldat von Selbstmordattentäter in Afghanistan getötet +++

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Militärkonvoi ist in Afghanistan ein Nato-Soldat getötet worden. Sechs weitere Menschen seien bei der Explosion im Distrikt Karabagh nahe der Hauptstadt Kabul verletzt worden, teilte die Nato mit. Zur Nationalität des Getöteten lagen zunächst keine Angaben vor. Zu dem Anschlag bekannten sich umgehend die radikalislamischen Taliban.

Der Täter zündete nach Nato-Angaben einen selbst gebauten Sprengsatz in der Nähe einer gemeinsamen Patrouille aus afghanischen und Nato-Soldaten. Bei den Verletzten handele es sich um fünf Soldaten und einen Übersetzer, teilte die Nato mit. Der Zustand der Verletzten sei stabil, sie seien in das US-Militärkrankenhaus auf dem US-Stützpunkt Bagram nördlich von Kabul gebracht worden.

+++ 0.19 Uhr: Dreijähriger beim Campen bei Unwetter schwer verletzt +++

Ein Dreijähriger ist während eines Unwetters auf einem Campingplatz bei Kröslin in Mecklenburg-Vorpommern schwer verletzt worden. Durch starke Windböen brach die Krone eines Baumes ab und fiel auf ein Zelt, wie die Polizei mitteilte. Dort hielt sich der Junge mit seiner Familie auf. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus. Ein 14-jähriges Mädchen wurde von einer Zeltstange am Rücken getroffen und musste ebenfalls behandelt werden.

 

fs/wue/tkr/DPA/AFP

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