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News des Tages: Internationale Syrien-Gespräche gehen weiter

Schüsse auf Party in Los Angeles +++ al-Bakr spähte Berliner Flughafen als mögliches Anschlagsziel aus +++ Tengelmann-Chef weiter offen für einvernehmliche Lösung +++ Steinmeier will Feuerpause für Aleppo +++ Die Nachrichten des Tages zum Nachlesen.

US-Außenminister John Kerry (L.) und sein russischer Kollege Sergej Lawrow

US-Außenminister John Kerry (L.) und sein russischer Kollege Sergej Lawrow wollten die Gespräche im Lauf der nächsten Tage fortsetzen (Archivbild)

Die News des Tages im Rückblick:

+++ 21.04 Uhr: Lawrow: Internationale Syrien-Gespräche gehen weiter +++

Die Syrien-Gespräche zwischen den USA, Russland und den wichtigsten Länder der Krisenregion sollen nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow fortgesetzt werden. Sie hätten sich darauf geeinigt, "die Kontakte im Laufe der nächsten Tage fortzusetzen", sagte Lawrow nach über vierstündigen Gesprächen in Lausanne.

Bei dem Treffen ging es um den Versuch, doch noch zu einer Waffenruhe für das geschundene Bürgerkriegsland zu kommen. An ihm nahmen neben Lawrow und seinem US-Kollegen John Kerry die Außenminister sowie Spitzendiplomaten der Türkei, Saudi-Arabiens, Katars, Ägyptens, Jordaniens, des Irak und des Iran sowie der UN-Syriengesandte Staffan de Mistura teil. Kerry sprach im Anschluss von "offenen" Gesprächen. Es habe "neue Ideen", aber auch Spannungen gegeben, jedoch keinen "Groll".

+++ 20 Uhr: Notfall: Heißluftballon landet im Starnberger See +++

Ein Heißluftballon ist am Samstag im Starnberger See nahe Seeshaupt notgelandet. Die Fahrgäste seien kurz vorher "aus geringer Höhe vom Korb ins Wasser gesprungen", sagte ein Polizeisprecher am Abend. Sie seien von Helfern der Wasserwacht mit Booten in Sicherheit gebracht worden, die bereits alarmiert und zu der Stelle im Wasser ausgerückt gewesen seien. Eine Person wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei leicht verletzt. Es sei zunächst davon auszugehen, dass die Landung bei Windstille eingeleitet worden sei, nachdem sich in dem Ballon wohl nur noch wenig Gas befunden habe, sagte der Sprecher. Es werde jedoch noch ermittelt. Insgesamt neun Personen hätten wohl in dem Korb gesessen - darunter acht Fahrgäste. Rettungshelfer waren damit beschäftigt, den havarierten Heißluftballon aus dem Wasser zu ziehen.

+++ 18 Uhr: Merkel wirbt für weitere Sanktionen gegen Russland +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich in der EU für eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland wegen dessen Kriegsführung in Syrien einsetzen. Das berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Bezug auf Merkels Umgebung. Das Thema solle auf dem Europäischen Rat kommenden Donnerstag und Freitag zur Sprache kommen, hieß es.

Zwar sei es schwierig, weitere Sanktionen mit dem Koalitionspartner SPD und dann auf der europäischen Ebene zu vereinbaren. Doch habe sich "der Unmut über die Russen aufgestaut". Dafür habe die Bombardierung des UN-Hilfskonvois und das rücksichtslose Vorgehen Moskaus in Aleppo gesorgt.

US-Präsident Barack Obama habe Merkel telefonisch die Unterstützung für "eine harte Reaktion" zugesagt, falls die Europäer sich darauf einigen würden. 

+++ 16.55 Uhr: 20-Jähriger beißt Mann Ohr ab +++

Bei einer Schlägerei in Konstanz hat ein 20-Jähriger seinem Kontrahenten ein Stück Ohr abgebissen. Nach Angaben der Polizei vom Samstag waren an der Schlägerei in einem Park am Freitagabend drei Männer und zwei Frauen beteiligt. Der 20-Jährige versuchte zunächst, den 25-Jährigen in einen Bach drücken, dazu fehlte ihm aber die Kraft, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin biss er zu. Bei dem 25-Jährigen wurde ein Stück der Ohrmuschel abgetrennt. Auch eine 33-Jährige, die zur Hilfe eilen wollte, musste mit Verletzungen ins Krankenhaus.

+++ 15.45 Uhr: Schüsse auf Party in Los Angeles - Tote und Verletzte +++

Bei Schüssen auf einer Party in der kalifornischen Metropole Los Angeles sind in der Nacht zum Samstag drei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Wie die "Los Angeles Times" und der Sender CNN unter Berufung auf Polizeiangaben weiter berichteten, wurde eine Person festgenommen. Nach weiteren Tatverdächtigen werde noch gefahndet.

Die genaue Zahl der Verletzten und der Hintergrund der Bluttat blieben zunächst unklar. Die "Los Angeles Times" sprach von ungefähr zehn Menschen, die Schusswunden erlitten hätten. Mehrere Verletzte hätten selber Krankenhäuser aufgesucht, das mache einen konkreten Überblick schwierig, zitierte die Zeitung einen Polizeivertreter.

+++ 15.22 Uhr: Zwei Deutsche bei Venedig vermisst  +++

Zwei deutsche Touristen sind mit einem Boot in der Nähe von Venedig verschwunden. Die Suche nach den beiden laufe seit der Nacht zum Samstag, sagte ein Sprecher der Küstenwache von Venedig am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Sie seien wohl in einem Kanal bei Caorle unterwegs gewesen. Wegen schlechten Wetters könnten sie abgetrieben sein. Woher genau die beiden Vermissten kamen, konnte der Sprecher nicht sagen. Es laufe eine Rettungsaktion, hieß es bei der Küstenwache in Caorle. Italienische Medien berichteten, das kleine Boot habe möglicherweise einen Motorschaden gehabt. Die beiden rund 50-Jährigen, ein Mann und eine Frau, seien unterwegs gewesen, um ihre Unterkunft am Wasser zu erreichen.

+++ 15.12 Uhr: Regisseur Ridley Scott für sein Lebenswerk geehrt +++

Der britische Regisseur Ridley Scott ist bei einer Hollywood-Gala für sein Lebenswerk geehrt worden. Der Erfinder von Filmen wie "Alien", "Blade Runner" und "Gladiator" wurde am Freitag bei der Zeremonie in Beverly Hills in Gegenwart von Showgrößen wie Matt Damon, Ben Kingsley und Sigourney Weaver mit dem American Cinematheque Award ausgezeichnet, der damit zum 30. Mal verliehen wurde. In seiner fünf Jahrzehnte währenden Karriere schuf Scott 24 Filme, darunter Klassiker wie "Thelma und Louise" (1991) oder "Black Hawk Down" (2001). "Er ist der Größte, eine Ikone und er gibt all seinen Schauspielern den besten Ort zum Arbeiten, an dem man sich sicher und geschützt fühlt, aber zugleich alle Möglichkeiten hat", sagte die schwedische Schauspielerin Noomi Rapace, die in Scotts Science-Fiction-Film "Prometheus" (2012) spielte.

+++ 14.09 Uhr: Wohl ältester Mann Deutschlands ist 111 Jahre alt +++

Deutschlands wohl ältester Mann ist 111 Jahre alt geworden. Gustav Gerneth aus Havelberg in Sachsen-Anhalt nahm am Samstag telefonisch seine Glückwünsche entgegen, wie Bürgermeister Bernd Poloski (parteilos) sagte. Die "Bild"-Zeitung zitierte Gerneth mit den Worten: "Besuch will ich nicht. Ich habe allen abgesagt, das ist mir zu viel Trubel." Gerneth wolle an seinem Geburtstag im allerengsten Kreis seiner Familie ein Stück Kuchen essen, sagte Poloski nach seinem Telefonat mit dem Jubilar. Der 111-Jährige fühle sich momentan noch etwas von einem Infekt geschwächt. "Am Telefon war er aber gut drauf, wir haben richtig toll miteinander gesprochen", so Poloski. Sobald sich der gelernte Maschinist wieder ganz wohl fühle, würden ihm die Glückwünsche überbracht, versprach der Bürgermeister. Gerneth lebe in seiner Wohnung und werde von der Familie umsorgt.

+++ 13.33 Uhr: Mindestens 19 Tote bei Massenpanik in indischer Stadt Varanasi +++

Mindestens 19 Menschen sind bei einer Massenpanik während einer religiösen Zusammenkunft in der nordindischen Stadt Varanasi gestorben. Mehr als 20 wurden verletzt. Das bestätigte die Polizei. Lokale Medien berichteten von beinahe 100 Verletzten. Nach Polizeiangaben waren deutlich mehr Menschen als erwartet dem Aufruf einer religiösen Sekte gefolgt, sich am Samstag in der für Hindus heiligen Stadt zu versammeln. Die Organisatoren hatten bis zu 5000 Teilnehmer angemeldet, jedoch erschien ein Vielfaches dieser Zahl. Die Panik brach nach ersten Erkenntnissen aus, als die Gruppe zu schnell eine enge Brücke überqueren wollte.

+++ 13.12 Uhr: Ein Toter und ein Verletzter bei Bombenexplosion in Warschau +++

Bei einer Bombenexplosion in Warschau ist ein Mann getötet und ein zweiter verletzt worden. Wie der öffentlich-rechtliche TV-Nachrichtensender TVP Info am Samstag berichtete, war der Sprengsatz in einem Paket vor der Wohnung des 48-jährigen Opfers im Stadtteil Targowek deponiert worden. Als der Mann das Paket hochgehoben habe, sei es in seinen Händen explodiert. Die Polizei schloss einen terroristischen Hintergrund aus, konnte aber zunächst kein Tatmotiv nennen. Der Anschlag dürfte sich gezielt gegen das Opfer gerichtet haben. Ein zweiter Mann sei verletzt worden, weil er sich zufällig hinter dem Opfer im dritten Stock des Treppenhauses befunden habe.

+++ 13.00 Uhr: Mindestens elf Tote bei Selbstmordanschlag in Bagdad +++

Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag auf eine Trauerfeier in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens zehn Menschen mit in den Tod gerissen. Weitere 15 wurden verletzt, wie der Fernsehsender Al-Sumaria am Samstag weiter berichtete. Die Bluttat, zu der sich zunächst niemand bekannte, ereignete sich in einem vornehmlich von Schiiten bewohnten Stadtviertel im Norden der irakischen Hauptstadt.

+++ 12.19 Uhr: Mutmaßlicher Lieferant der Waffe für Amoklauf von München geständig +++

Der mutmaßliche Lieferant der Tatwaffe für den Amoklauf von München hat zu seinen illegalen Waffengeschäften im Internet ausgesagt. "Er ist geständig und kooperiert mit den Ermittlungsbehörden", sagte ein Sprecher der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft dem "Spiegel". Der 31-Jährige war im August im Zuge eines Scheingeschäfts im hessischen Marburg festgenommen worden und hatte bisher wochenlang geschwiegen.
Der mutmaßliche Waffenhändler soll über das sogenannte Darknet, einen verschlüsselten Bereich des Internets, illegal Waffen verkauft haben. Unter seinen Kunden soll der Münchner Amokläufer David S. sein, der im Juli erst neun Menschen und dann sich selbst erschossen hatte.

+++ 12.09 Uhr: Fünf Tote bei Unwettern in Vietnam +++

Bei schweren Überschwemmungen sind in Vietnam mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier Personen würden nach den heftigen Regenfällen im Zentrum des Landes noch vermisst, teilte der Katastrophenschutz am Samstag mit. Mehr als 750 Häuser in den Provinzen Quang Binh und Thua Thien-Hue wurden zerstört und rund 30 000 unter Wasser gesetzt. In der Provinzhauptstadt Dong Hoi stand das Wasser mindestens einen Meter hoch, wie die Zeitung "Tuoi Tre" meldete. Vietnams Nord-Süd-Eisenbahnverbindungen wurden zeitweilig unterbrochen.

+++ 11.30 Uhr: US-Vizepräsident droht Russland nach Hackerattacke mit Cyberangriff +++

Nach mutmaßlich russischen Cyberangriffen hat US-Vizepräsident Joe Biden Russlands Staatschef Wladimir Putin in einem Interview spürbare Konsequenzen angedroht. Laut einem am Freitag veröffentlichten Auszug aus einem Interview mit dem Fernsehsender NBC News antwortete Biden auf die Frage, warum die US-Regierung bislang nicht auf Russlands mutmaßliche Einmischung in den US-Wahlkampf durch Hackerangriffe reagiert habe: "Wir senden eine Botschaft." Dabei lächelte er und nickte leicht mit dem Kopf. "Wir haben die Fähigkeiten, es zu tun, und die Botschaft wird gesendet", sagte der US-Präsident und fügte mit Blick auf Putin hinzu: "Er wird es wissen und es wird zu einer von uns gewählten Zeit sein und unter Umständen, die die größte Auswirkung haben." Auf die Nachfrage, ob auch die Öffentlichkeit diese Schritte mitbekommen werde, sagte Biden: "Ich hoffe nicht."
NBC berichtete später, dass der US-Geheimdienst CIA als Vergeltungsmaßnahme eine Cyberattacke plane, die "die Kreml-Führung beunruhigen und 'blamieren'" werde. 

+++ 11.15 Uhr: Früherer kanadischer Minister bei Flugzeugabsturz getötet +++

Der frühere kanadische Bundesminister und Provinzregierungschef Jim Prentice (60) ist bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen. Der Business Jet mit vier Menschen an Bord sei am Donnerstagabend von Kelowna (Provinz British Columbia) in Richtung Calgary gestartet und 18 Kilometer nördlich des Abflugorts aus noch unbekannter Ursache abgestürzt, meldete Radio Canada am Freitagabend (Ortszeit). Keiner der Insassen überlebte, unter den Opfern war auch der Schwiegervater von Prentices Tochter. Die "Bild"-Zeitung hatte zuerst über das Unglück berichtet.

+++ 10.00 Uhr: USA kündigen weitere Lockerungen der Sanktionen gegen Kuba an +++

Die USA haben eine weitere Lockerung ihrer Sanktionen gegen Kuba angekündigt. Handelsminister Jacob Lew erklärte am Freitag, die Entscheidung könne "größere Chancen für Kubaner und Amerikaner eröffnen". Insbesondere betreffen die Erleichterungen den wissenschaftlichen Austausch in der medizinischen Forschung und die Einfuhr von Waren wie kubanische Zigarren und Rum in die USA.

+++ 8.50 Uhr: Künftiger UN-Generalsekretär plädiert für weltweite Verteilung von Flüchtlingen +++

Der designierte UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat sich für eine weltweite Verteilung von Flüchtlingen ausgesprochen. Länder wie der Libanon, die Türkei oder Jordanien müssten von dem enormen Druck der Flüchtlinge befreit werden, sagte Guterres dem Magazin "Focus". "Wir müssen sie viel stärker als bisher unterstützen und die Flüchtlinge weltweit verteilen. Wir brauchen ein groß angelegtes und effizientes Verteilungssystem. Nicht nur nach Europa, sondern auch nach Nordamerika, Lateinamerika, Australien." Dafür gebe es auch ein Vorbild aus den siebziger Jahren, als die gesamte Weltgemeinschaft den Boat People aus Vietnam geholfen habe. 

+++ 8.39 Uhr: al-Bakr spähte Berliner Flughafen als mögliches Anschlagsziel aus +++

Der syrische Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr, der am Mittwochabend in der Justizvollzugsanstalt Leipzig erhängt in seiner Zelle aufgefunden wurde, soll in der zweiten Septemberhälfte einen Berliner Flughafen als mögliches Anschlagsziel ausgespäht haben. Der 22-Jährige habe sich laut RBB und "Berliner Morgenpost" eine Nacht in der Hauptstadt aufgehalten und eine Kontaktperson getroffen. Der Aufenthalt habe für die Planung eines Anschlags eine wichtige Rolle gespielt. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Sicherheitsbehörden den Syrer jedoch nicht nicht im Visier gehabt. Laut eines Berichts der „Welt am Sonntag“ kam der entscheidende Hinweis auf al-Bakr von einem US-Geheimdienst. Dieser habe Telefonate des 22-Jährigen mit einem Kontaktmann der Terror-Miliz ISIS in Syrien mitgehört und die deutschen Behörden informiert. In einem der Gespräche ging es offenbar um die Herstellung von Sprengstoff und mögliche Anschlagsziele. Ein "großer Flughafen in Berlin" sei "besser als Züge", habe al-Bakr dabei gesagt.

+++ 5.04 Uhr: Tengelmann-Chef: Weiter offen für einvernehmliche Lösung +++

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub sieht bei der bevorstehenden Zerschlagung der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann bis zu 8000 Stellen gefährdet. Von den 105 Supermärkten in NRW etwa räumte er im Gespräch mit der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" nur einem Bruchteil Zukunftschancen ein. "Ich wäre froh, wenn wir für 30 bis 40 Filialen Betreiber finden", sagte Haub der Zeitung. Der Tengelmann-Chef bekräftigte zugleich, er sei "bis zur letzten Minute offen für eine einvernehmliche Lösung, die Kaiser's Tengelmann als Ganzes erhält". Das "Zeitfenster" schließe sich erst, wenn die erste Filiale verkauft sei. Das werde einige Wochen in Anspruch nehmen.

Haub machte Rewe-Chef Alain Caparros dafür verantwortlich, dass bislang kein Kompromiss der Konkurrenten Rewe, Edeka, Norma und Markant zustande gekommen ist. "Herr Caparros hat von Anfang an alles unternommen, um den Deal zu zerstören", sagte der Tengelmann-Inhaber der "WAZ".

+++ 4.19 Uhr: Steinmeier will Feuerpause für Aleppo +++

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat unmittelbar vor den neuen Syrien-Gesprächen in Lausanne eine Feuerpause in der umkämpften syrischen Großstadt Aleppo gefordert.
Darüber habe er telefonisch mit dem UN-Sonderbeauftragten Staffan de Mistura und dem Koordinator des Hohen Komitees der syrischen Opposition, Riad Hijab, gesprochen, hieß es am Freitag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. Vordringlich sei die humanitäre Versorgung der von Wasser und Nahrungsmitteln abgeschnittenen Menschen in Aleppo. Mit dem gleichen Ziel habe Steinmeier in den vergangenen Tagen auch mit der russischen Seite gesprochen.

Die Einstellung der Luftangriffe sei die entscheidende Voraussetzung für humanitäre Hilfen. Eine Feuerpause könnte zugleich den Vorschlag des Sonderbeauftragten unterstützen, der Modalitäten für einen geordneten Abzug der Al-Nusra-Kämpfer gemacht hat. Vor allem Russland als wichtigster Unterstützer des syrischen Regimes könne jetzt zeigen, dass es tatsächlich bereit ist, die humanitäre Katastrophe in Aleppo zu beenden.

+++ 2.39 Uhr: US-Justizministerium: Bombenanschlag auf Muslime in Kansas verhindert +++

Drei in den USA festgenommene Männer werden verdächtigt, einen Bombenanschlag auf einen Wohnkomplex mit einer Moschee im Bundesstaat Kansas geplant zu haben. Den Verdächtigen im Alter von 47 bis 49 Jahren werde Verschwörung zur Nutzung einer Massenvernichtungswaffe vorgeworfen, teilte das US-Justizministerium in der Nacht zum Samstag mit. Im Zuge achtmonatiger Ermittlungen der Bundespolizeibehörde FBI seien sie als Schlüsselfiguren einer gewaltbereiten Gruppierung namens "Die Kreuzfahrer" ("The Crusaders") identifiziert worden, die einen Angriff auf Muslime plante.

In der von ihnen als Anschlagsziel ausgewählten Wohnanlage in der Kleinstadt Garden City im Westen von Kansas leben den Angaben zufolge viele Somalier. In dem Komplex gebe es auch eine von den Anwohnern genutzte Moschee. Den Ermittlungen zufolge hatten die Beschuldigten abgesprochen, vier mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge an den vier Ecken der Wohnanlage abzustellen und mit den Autobomben eine gewaltige Explosion herbeizuführen.

tim / DPA / AFP