HOME

News des Tages: Israel siedelt Migranten aus Afrika nach Deutschland um

Migranten aus Afrika werden aus Israel nach Deutschland umgesiedelt  +++ Betrunkener droht in ICE mit Schusswaffe +++ 23-Jähriger schleudert in geparkte Autos +++ Raumlabor stürzt über Südpazifik ab +++ China kontert US-Strafzölle +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Netanjahu: Migranten aus Afrika werden aus Israel auch nach Deutschland umgesiedelt

Netanjahu: Migranten aus Afrika werden aus Israel auch nach Deutschland umgesiedelt

AFP

Die Meldungen im Überblick:

  • Migranten aus Afrika werden aus Israel nach Deutschland umgesiedelt (16.16)
  • Betrunkener droht in ICE nach Hannover mit Schusswaffe (14.08 Uhr)
  • Affe soll Baby in Indien verschleppt haben - Kind stirbt (10.49 Uhr)
  • Sportwagenfahrer schleudert in parkende Autos - schwer verletzt (9.48 Uhr)
  • Chinesisches Raumlabor stürzt über Südpazifik ab (3.34 Uhr)
  • China verhängt Strafzölle auf 128 US-Produkte (1.34 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 18.09 Uhr: Südafrika trauert um die "Mutter der Nation" Winnie Mandela +++

Die Anti-Apartheid-Kämpferin Winnie Mandela ist tot. Die Ex-Frau des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela starb im Alter von 81 Jahren nach "langer Krankheit" im Krankenhaus in Johannesburg, wie ihr Sprecher sagte. Die von vielen Südafrikanern als "Mutter der Nation" betrachtete Aktivistin war eine der schillerndsten, aber auch umstrittensten Persönlichkeiten im Jahrzehnte währenden Kampf gegen die Rassentrennung am Kap.

+++ 16.15 Uhr: Israel siedelt Migranten aus Afrika nach Deutschland um +++ 

Zahlreiche in Israel lebende afrikanische Migranten sollen nach Deutschland, Kanada und Italien umgesiedelt werden. Dies teilte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montag mit. Zuvor hatte sein Büro erklärt, Israel habe sich mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR darauf geeinigt, mindestens 16.250 in Israel lebende Afrikaner in westliche Staaten umzusiedeln.

Rund 16.000 Flüchtlinge würden im Gegenzug einen "offiziellen Status" in Israel bekommen. Das Prinzip der Einigung sei: Ein Flüchtling werde umgesiedelt für einen, der bleiben dürfe. Was mit weiteren Tausenden Flüchtlingen passieren soll, sagte er nicht. 

Die israelische Regierung hatte angekündigt, bis zu 40.000 Flüchtlinge aus Eritrea und dem Sudan in afrikanische Drittländer abzuschieben. Bis Ende März wurde den Menschen in Israel die Möglichkeit gegeben, freiwillig auszureisen. Israel bot ihnen umgerechnet rund 2800 Euro. Danach drohte ihnen Gefängnis. 

+++ 15.52 Uhr: Kreml: Trump hat Putin nach Washington eingeladen +++

US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach Kremlangaben zu einem Treffen nach Washington eingeladen. Trump habe dies bei einem Telefonat mit Putin am 20. März getan, sagte Kremlberater Juri Uschakow in Moskau. Damals war lediglich bekannt geworden, dass die beiden ein Treffen in Erwägung ziehen. Es sei nicht besprochen worden, wann dieses Treffen stattfinden könnte, sagte Uschakow der Agentur Interfax zufolge. Er hoffe, dass die USA den Vorschlag nicht wieder zurückzögen.

Eine Stellungnahme aus Washington lag zunächst nicht vor. Nach dem Telefonat vom 20. März waren die Außenminister in Washington und Moskau angewiesen worden, eine Begegnung Trumps und Putins zu organisieren. Uschakow meinte aber, bislang sei noch nicht viel geschehen.

+++ 15.41 Uhr: Offiziell: Ägyptens Präsident Al-Sisi klar wiedergewählt +++

Ägyptens autoritäres Staatsoberhaupt Abdel Fattah al-Sisi ist bei der gelenkten Präsidentenwahl in dem nordafrikanischen Land mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt worden. 97,08 Prozent der gültigen Stimmen entfielen nach Angaben der staatlichen Wahlbehörde auf Al-Sisi. Herausforderer Mussa Mustafa kam demnach auf 2,92 Prozent der Stimmen. Der Sieg war in dieser Deutlichkeit erwartet worden, weil sich alle ernsthaften Konkurrenten vor der Wahl unter teils dubiosen Umständen aus dem Rennen zurückgezogen hatten. Neben Al-Sisi trat nur der weitgehend unbekannte Politiker Mussa Mustafa an, in dem Beobachter einen Alibi-Kandidaten sahen.

+++ 15.36 Uhr: Bundesumweltministerin will Glyphosateinsatz spätestens 2021 beenden +++

Der Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft in Deutschland soll nach dem Willen von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) spätestens 2021 beendet werden. "Wir müssen den Einsatz von Glyphosat in dieser Legislaturperiode beenden", sagte Schulze der "Bild"-Zeitung.

Das Insektensterben nehme "massiv" zu, sagte Schulze und erklärte mit Blick auf Äußerungen von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU): "Ich stimme der Agrarministerin zu: Bienen sind systemrelevant. Wir müssen dafür sorgen, dass es draußen weiter brummt." Es müsse deshalb also auch Schluss sein mit den Neonicotinoiden. Sie wolle in diesem Prozess die Landwirte mit einbeziehen. "Sie selbst wären ohne die Bienen und andere Insekten ja auch verloren, sie brauchen sie zur Bestäubung."

+++ 15.28 Uhr: Sechs türkische Frauen im Irak zur Todesstrafe verurteilt +++

Ein irakisches Gericht hat sechs türkische Frauen wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zum Tode verurteilt. Ein siebte Frau sei zu lebenslanger Haft verurteilt worden, verlautete aus Justizkreisen in Bagdad. Die Frauen, die alle begleitet von kleinen Kindern vor Gericht erschienen waren, hatten sich kurdischen Peschmerga ergeben, nachdem die IS-Kämpfer im vergangenen Jahr aus Tal Afar vertrieben worden waren. Nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen befinden sich hunderte ausländische Frauen und Kinder in irakischer Haft. Mehrere Frauen wurden bereits zum Tode verurteilt, darunter auch eine Deutsche.

+++ 14.27 Uhr: Zwölf Zivilisten sterben bei Luftangriff im Jemen +++

Bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen sind mindestens zwölf Zivilisten getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, sagte der Leiter eines Kranenhauses in der Stadt Hodeida. Bei einem der Angriffe sei ein Wohnhaus getroffen worden, in dem Flüchtlinge aus dem Umland der Küstenprovinz untergebracht gewesen seien. Kampfflugzeuge hätten insgesamt drei Angriffe auf eine Wohngegend in der Küstenstadt geführt.

+++ 14.22 Uhr: Mehrere zehntausend Menschen bei diesjährigen Ostermärschen +++

Die Organisatoren der Ostermärsche haben eine positive Bilanz der diesjährigen Protestaktionen gezogen. Es habe sich der Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt, dass sich wieder mehr Menschen an den Ostermärschen beteiligen, teilte das Netzwerk Friedenskooperative mit. Es hätten sich bundesweit mehrere zehntausend Menschen an den rund hundert Aktionen beteiligt, sagte ein Sprecher der Organisation auf Anfrage. Damit gebe es seit 2013 anhaltend einen kontinuierlichen leichten Zuwachs der Teilnehmerzahlen.

+++ 14.08 Uhr: Betrunkener droht in ICE mit Schusswaffe +++

Ein betrunkener 31-Jähriger hat in einem ICE von Hamm nach Hannover eine Schusswaffe aus seiner Tasche geholt, durchgeladen und gedroht. Der Kirgise habe keinen Fahrschein gehabt und sei aggressiv gegen den Zugbegleiter geworden, teilte die Polizei mit. Als der Bahnmitarbeiter gegangen sei, um die Bundespolizei zu holen, habe der 31-Jährige die Waffe herausgeholt und gemurmelt: "Wenn die Polizei kommt, mache ich sie fertig." In Hannover überwältigten die Beamten den Mann beim Aussteigen und fanden eine nicht geladene Schreckschusswaffe.

Der Mann aus Viersen am Niederrhein sei wegen diverser Gewaltdelikte polizeibekannt, er sei jedoch wieder auf freiem Fuß. Gegen ihn laufen nun Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen Erschleichens von Leistungen.

+++ 14.00 Uhr: Viele Tote bei Luftangriff auf Koranschule in Nordafghanistan +++

Bei einem mutmaßlichen Angriff der afghanischen Luftwaffe auf ein Talibantreffen in der Nordprovinz Kundus sind nach ersten Angaben bis zu 60 Menschen getötet worden. Ein Mitglied des Provinzrats, Mohammad Dschawad Maulawi Abdullah, sagte, der Angriff habe die Koranschule Maulawi Gudschur Madrassa im Bezirk Dascht-e Artschi getroffen. "Da war eine Feierlichkeit im Gange, eine Koran-Rezitation", sagte Adullah. "Eine Menge Taliban waren da und auch Zivilisten." Seines Wissens nach seien 50 bis 60 Taliban ums Leben gekommen. Zu der Zahl getöteter Zivilisten könne er noch nichts sagen. Tolo TV berichtete von mindestens 25 Toten und Verletzten.

Der Sender Killid berichtete unter Berufung auf den Polizeisprecher, dass auch ein hoher Talibanbeamter aus der sogenannten Quetta-Schura, einem Leitungsgremium der Taliban in Pakistan, zu dem Treffen erschienen sei. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Pajhwok wurden mindestens 20 Verletzte in eine örtliche Klinik eingeliefert.

+++ 13.53 Uhr: Zweite Verkaufsphase für WM-Tickets endet - DFB-Spiele ausverkauft +++

Die zweite Verkaufsphase von Tickets für Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland endet am Dienstag.
Eintrittskarten für die Vorrundenpartien der deutschen Auswahl sind nicht mehr verfügbar, wie auf der Online-Ticketbörse des Fußball-Weltverbandes FIFA zu sehen war. Nur für einige wenige Vorrunden-Duelle ohne Favoritenbeteiligung gab es noch Karten. Alle Tickets für die gesamten K.o.-Spiele der WM sowie das Finale am 15. Juli im Moskauer Luschnikistadion waren vergriffen. Ab dem 18. April kommen bis zu den Spieltagen noch Restkarten ins Angebot. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw startet am 17. Juni gegen Mexiko in das Turnier. Es folgt ein Match gegen Schweden.

+++ 13.52 Uhr: Felssturz in Italien: Zwei Schweizer sterben auf Weg zu Wallfahrtsort +++

Bei einem Felssturz in Italien an der Grenze zur Schweiz sind zwei Touristen auf dem Weg zu einem Wallfahrtsort ums Leben gekommen. Die beiden Schweizer waren im Auto unterwegs, als die Geröllmassen am Sonntag in der Nähe des Ortes Re auf die Straße abgingen, teilte die Feuerwehr mit. Der Mann und die Frau stammten aus dem Tessin und seien beide über 50 Jahre alt, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Sie seien unterwegs zu einem Wallfahrtsort in der Region gewesen. Der Bürgermeister des Ortes beklagte, dass es auf der Straße - die von vielen Pendlern in Richtung Schweiz genutzt wird - schon häufiger Opfer gegeben habe und dass sie endlich gesichert werden müsse.

+++ 13.35 Uhr: Rebellengruppe bestreitet Abzug aus syrischem Ost-Ghuta +++

Die größte noch verbliebene Rebellengruppe in Ost-Ghuta hat Berichte zurückgewiesen, nach denen sie sich mit der syrischen Regierung auf einen Abzug aus dem Rebellengebiet nahe der Hauptstadt Damaskus geeinigt habe. "Wir haben entschieden, dass wir hier bleiben", sagte der Anführer von Dschaisch al-Islam ("Armee des Islam"), Issam al-Buedani, in einer Ansprache vor Anhängern.

"Denjenigen, die gehen wollen, sage ich: Geht! Lenkt uns nicht ab!" Syrische Staatsmedien und die Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatten am Sonntag berichtet, dass die Rebellengruppe einem Abzug aus dem umkämpften Gebiet zugestimmt habe. Am Sonntag hatten nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana bereits mehr als 1100 Kämpfer der Rebellengruppe Failak al-Rahman das Gebiet verlassen. Insgesamt seien demnach in der vergangenen Woche mehr als 41.000 "Terroristen und ihre Familien" aus Ost-Ghuta herausgebracht worden. Am Montagmorgen seien zudem auch die ersten Kämpfer von Dschaisch al-Islam entgegen der Beteuerungen aus der Stadt Duma mit Bussen abtransportiert worden. Die Stadt ist der letzte verbliebene Ort in Ost-Ghuta unter Rebellenkontrolle.

+++ 13.26 Uhr: Lawrow: Westen hat in Skripal-Affäre jeden Anstand verloren +++

Moskaus Beziehungen zum Westen sind wegen der Skripal-Affäre nach Ansicht des russischen Außenministers Sergej Lawrow so schlecht wie lange nicht mehr. "Vor allem Großbritannien, die USA und zahlreiche Staaten, die ihnen blind folgen, haben jeden Anstand verloren. Sie nutzen offene Lügen und Desinformation", sagte der Chefdiplomat in Moskau. Zu Zeiten des Kalten Krieges habe man sich zumindest noch an bestimmte Regeln gehalten.

Hintergrund der schweren internationalen Krise ist die Vergiftung des Ex-Agenten Sergej Skripal und seiner Tochter Julia in Großbritannien. Die britische Regierung macht Moskau für den Anschlag verantwortlich. Aus Solidarität mit London hatten die USA und zahlreiche EU-Länder, darunter auch Deutschland, rund 140 russische Diplomaten ausgewiesen. Moskau verwies als Gegenmaßnahme ebenso viele Diplomaten des Landes.

Ob Moskau zusätzliche Sanktionen gegen den Westen verhängen werde, sei noch offen, sagte Lawrow. "Wie weit wir alle gehen, hängt nicht von uns ab", sagte er russischen Agenturen zufolge. "Wir wollen diese Kinderspiele nicht." Der Westen setze aber genau auf dieses Druckmittel. Er hoffe, dass sich der Zustand von Sergej Skripal bald bessere.

+++ 12.53 Uhr: Neuer dreht Laufrunden erstmals wieder in Fußballschuhen +++

Nationaltorwart Manuel Neuer hat auf dem Weg zu seinem Comeback einen weiteren kleinen Schritt gemacht. Der Kapitän des FC Bayern München drehte nach Vereinsangaben am Vormittag Laufrunden erstmals wieder mit Fußballschuhen. Seine Mannschaftskollegen waren indes auf dem Weg zum Viertelfinal-Hinspiel der Fußball-Champions-League beim FC Sevilla.

Neuer hatte in der vergangenen Woche erstmals nach seinem Mittelfußbruch im Herbst 2017 wieder eine Laufeinheit auf dem Rasen absolviert. Damals joggte der 32-Jährige zweimal zehn Minuten auf dem Trainingsgelände seines FC Bayern. Einen Comeback-Plan, wann Neuer beim FC Bayern wieder spielen kann, gibt es nicht. "Das haben wir bisher nie gemacht", sagte zuletzt Trainer Jupp Heynckes.

+++ 12.20 Uhr: Flüchtlings-NGO kritisiert humanitären Notstand im Mittelmeer +++

Die internationale Hilfsorganisation SOS Mediterranee hat die aktuelle Flüchtlingslage im Mittelmeer als dramatisch bezeichnet. Immer weniger Rettungsschiffe seien im Einsatz, teilte die Organisation mit. Gleichzeitig verzögerten sich die Rettungen, weil über jeden Fall einzeln verhandelt werde und es keine klaren Richtlinien für den Einsatz der libyschen Küstenwache in internationalen Gewässern gebe. Dadurch würden Menschenleben in Gefahr gebracht.

Die Organisation kritisierte, dass sie bei einem Rettungseinsatz am Karsamstag nur 39 von 129 in Seenot geratenen Menschen aufnehmen durfte. Die restlichen Flüchtlinge seien von der libyschen Küstenwache gerettet und zurück in das nordafrikanische Bürgerkriegsland gebracht worden. Dort seien die Menschen schwersten Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt, sagte SOS Mediterranee.

+++ 11.27 Uhr: Japan 2019 Gastgeber des G20-Gipfels +++

Japan wird im kommenden Jahr Gastgeber des -Gipfels der Staats- und Regierungschefs. Wie die Regierung bekanntgab, findet das Treffen vom 28. bis 29. Juni in Osaka statt. Zur "Gruppe der Zwanzig" (G20) gehören die führenden Industrie- und Schwellenländer der Welt - sie besteht aus 19 Staaten und der Europäischen Union. Die G20 ist seit 2009 das zentrale Forum für die globale wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die Finanzminister und Notenbankchefs der Gruppe werden in der südwestjapanischen Stadt Fukuoka und die Außenminister in der Provinz Aichi tagen, hieß es.

Zur G20 gehören neben der EU als Staaten Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland Frankreich, Großbritannien, , Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die USA. Sie repräsentieren mehr als 85 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung, drei Viertel des Welthandels und rund zwei Drittel der Weltbevölkerung. Die Beschlüsse der G20 sind rechtlich zwar nicht bindend, jedoch hat die Selbstverpflichtung der Staaten große politische Wirkung.

+++ 11.02 Uhr: Frau will Schuhe im Backofen trocknen - Feuerwehr muss anrücken +++

Hausschuhe sind nicht feuerfest. Diese Erfahrung hat am Ostersonntag eine Seniorin in Kiel gemacht. Die feuchten Pantoffeln gingen in Flammen auf, als die Frau versuchte, sie im Backofen zu trocknen. Als die Rettungskräfte in dem Haus im Stadtteil Elmschenhagen eintrafen, war die Wohnung bereits vollkommen verqualmt, sagte ein Sprecher der . Die Seniorin kam mit einer Rauchvergiftung in ein Krankenhaus. Die "Kieler Nachrichten" berichteten zuerst darüber.

+++ 10.49 Uhr: Affe soll Baby in Indien verschleppt haben - Kind stirbt +++

In Indien soll ein Affe ein verschleppt haben - mit tödlichen Folgen. Die Leiche des 15 Tage alten Jungen wurde am Sonntag in einem Brunnen im ostindischen Dorf Talabasta entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Ein Affe hatte sich das Kind den Angaben zufolge am Samstag geschnappt, als es neben seiner Mutter schlief, und war mit ihm davon gelaufen. So hat es die Mutter geschildert, und die Behörden werteten dies als glaubhaft.

Rund 2000 Bewohner des Ortes sowie Polizisten und Förster suchten das Baby, bis Angehörige es in einem Brunnen nahe dem Haus der Familie fanden. Der Affe könne das Kind fallen gelassen haben, sagte ein Polizeisprecher. Eine Autopsie solle die Todesursache klären.

+++ 10.35 Uhr: Streit im fünften Stock - Vater hält Säugling über Balkonbrüstung +++

Im Streit mit seiner Lebensgefährtin soll ein Vater im Sauerland einen Säugling im fünften Stock über die Balkonbrüstung gehalten haben. Der 25-jährige Mann hatte nach Polizeiangaben in Lüdenscheid zuerst die 17-jährige Mutter geschlagen und sei dann mit dem ein Monate alten gemeinsamen Säugling auf den Balkon gegangen. Dort soll er das Kind nach Angaben von Zeugen in die Tiefe gehalten haben. Verwandte, die mit in der Wohnung waren, hätten die Polizei alarmiert.

Als die Polizisten am Sonntag eintrafen, war der Vater mit dem Kind wieder in der Wohnung. Verwandte versperrten ihm den Zugang zum Balkon, wie ein Polizeisprecher sagte. Zur Sicherheit hatte die von der Polizei alarmierte Feuerwehr unter dem Balkon ein Sprungkissen aufgestellt. Polizisten nahmen den 25-Jährigen in Gewahrsam. Er darf die Wohnung zehn Tage lang nicht mehr betreten.

+++ 10.17 Uhr: Golfstaat Bahrain entdeckt größtes Ölfeld in seiner Geschichte +++

Der Golfstaat Bahrain hat vor seiner Westküste nach eigenen Angaben das größte Ölfeld in der Geschichte des Königreichs entdeckt. Prognosen sagten voraus, dass dort bedeutende Mengen an Öl und sowie große Mengen an Gas lagerten, teilte das nationale Hohe Komitee für natürliche Ressourcen am Sonntag mit, wie die staatliche bahrainische Nachrichtenagentur BNA meldete. Es sei die größte Entdeckung eines Ölfelds in Bahrain seit Beginn der Förderung im Jahr 1932. Das Feld werde zur Wettbewerbsfähigkeit des Landes beitragen.

Bahrain ist stark abhängig vom Öl- und Gasexport. Rund 80 Prozent der Staatseinnahmen stammen aus diesem Sektor. In den vergangenen Jahren machten dem Land die niedrigen Ölpreise zu schaffen. Der Inselstaat ist ein enger Verbündeter des Königreichs Saudi-Arabien, mit dem es sich das Ölfeld Abu Safah teilt. Bahrain beteiligt sich auch an der Blockade des benachbarten Emirats Katar.

+++ 10.08 Uhr: Verliebter Fahrer findet sein Auto nicht - Polizei rettet Blind Date +++

Ein verliebter Autofahrer hat im pfälzischen Landau vor lauter Aufregung seinen Parkplatz vergessen - die Polizei musste helfen. Wie die Beamten mitteilten, war der 42-Jährige von einem Blind Date in der Nacht zum Ostersonntag abgelenkt gewesen. Der Fahrer sei mit der Dame auf der Wache erschienen, nachdem er seit einer Stunde vergeblich nach seinem Fahrzeug gesucht habe.

Den Angaben des 42-Jährigen zufolge hatte seine charmante Begleiterin ihn so sehr in Bann gezogen, dass er sich partout nicht mehr erinnern konnte. Nach wenigen Minuten folgte dann schon das Happy End: Obwohl der Fahrer den Ort, an dem er seinen Wagen geparkt hatte, nur ungenau beschreiben konnte, hatten die ortskundigen Polizisten das Auto schnell ausfindig gemacht.

+++ 10.03 Uhr: Zahl der im Gazastreifen getöteten Palästinenser steigt auf 18 +++

Die Zahl der am Freitag bei Massenprotesten an der Grenze des Gazastreifens getöteten Palästinenser ist auf 18 gestiegen. Ein 29-Jähriger sei seinen Schussverletzungen erlegen, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Die Palästinenser waren beim "Marsch der Rückkehr" von israelischen Soldaten erschossen worden.

In palästinensischen Krankenhäusern waren nach den Protesten bereits 15 Leichen identifiziert worden. In Israel befänden sich die Leichen von zwei militanten Palästinensern, hatte Israel am Sonntag mitgeteilt. Mehr als 1400 Palästinenser wurden bei den Massenprotesten verletzt, die meisten durch Tränengas.

+++ 10.02 Uhr: Zug rollte schon an: Polizisten ziehen Betrunkenen von Bahngleisen +++

Ein Zug war schon in unmittelbarer Nähe: Polizisten haben im niedersächsischen Goslar einen betrunkenen, orientierungslosen Mann von den Bahngleisen gezogen und damit ein Unglück verhindert. Der 63-Jährige stand in einem geschlossenen Bahnübergang, als gerade ein Zug heranrollte. Wie die Polizei mitteilte, hatten die Beamten an den geschlossenen Schranken gewartet und den hilflosen Mann entdeckt. Sie zogen ihn bei der Rettungsaktion am Sonntag gewaltsam vom Gleisbett. Der 63-Jährige musste seinen Rausch auf der Wache ausschlafen, gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

+++ 9.50 Uhr: Ehemann soll in Baden-Württemberg 41 Jahre alte Frau getötet haben +++

Im baden-württembergischen Winterlingen soll ein 48 Jahre alter Mann seine 41 Jahre alte Ehefrau getötet haben. Die Leiche der Frau sei am Abend des Ostersonntag in der Wohnung der Familie gefunden worden, teilte die Staatsanwaltschaft Hechingen mit. Die Hintergründe der Tat seien noch völlig offen.

Ein Polizeisprecher wollte sich nicht zu Medienberichten äußern, laut denen ein Familiendrama Hintergrund der Tat sei. Nach einem Bericht der Onlineausgabe des "Schwarzwälder Boten" soll auch eine Jugendliche verletzt worden sein, dazu wollte sich der Polizeisprecher vorerst ebenfalls nicht äußern. Die Ermittler kündigten aber für den Tagesverlauf die Veröffentlichung weiterer Details an.

+++ 9.48 Uhr: Sportwagenfahrer schleudert in parkende Autos - schwer verletzt +++

Ein junger Sportwagenfahrer hat in Mannheim die Kontrolle über sein Auto verloren und ist bei einer Karambolage schwer verletzt worden. Sein Wagen schleuderte in vier geparkte Fahrzeuge. Rettungskräfte befreiten den eingeklemmten 23-Jährigen aus seinem Wagen und brachten ihn in ein Krankenhaus. Ein geparktes Auto wurde bei dem Vorfall im Stadtteil Käfertal durch die Wucht des Aufpralls vor eine Hauswand geschleudert. Laut Polizei gab es zunächst keine Hinweise auf ein illegales Autorennen.
Schleuderspuren würden jedoch darauf hindeuten, dass der Mann mit "stark überhöhter Geschwindigkeit" unterwegs gewesen war, so der Sprecher der Polizei.

+++ 9.29 Uhr: Belgien: Dreijährige stirbt bei Sturz aus dem sechsten Stock +++

Bei einem Sturz aus dem sechsten Stock ist ein kleines Mädchen in Brüssel um Leben gekommen. Die Dreijährige sei am Sonntagabend aus zunächst unbekannter Ursache vom Balkon einer Wohnung der belgischen Hauptstadt gestürzt, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtet. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler von einem Unfall aus. Ein Gerichtsmediziner soll die Leiche des Kindes nun untersuchen.

+++ 8.47 Uhr: BKA stuft 760 Personen in Deutschland als islamistische Gefährder ein +++

Das Bundeskriminalamt stuft derzeit rund 760 Menschen in Deutschland als islamistische Gefährder ein. Mehr als die Hälfte von ihnen befindet sich im Land, wie das BKA der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden mitteilte. 153 der potenziellen Gefährder seien in Haft. Insgesamt zählten die Sicherheitsbehörden mehr als 980 Menschen, die seit Beginn der Kämpfe in Syrien im Jahr 2012 aus Deutschland in die Krisengebiete ausgereist sind.

Damit verzeichnen die Experten eine leichte Entwicklung nach oben: Mitte Februar ging das BKA noch von rund 750 islamistischen Gefährdern im Bundesgebiet und etwa 970 Ausreisen aus Deutschland in die Krisengebiete aus. Während die Zahl der islamistischen Gefährder zunimmt, wird die Terrorgefahr aus dem rechten und linken Spektrum vom Bundeskriminalamt deutlich geringer bewertet: 26 Personen aus der rechten Szene seien derzeit als Gefährder eingestuft, erklärte das BKA. Bei den Linksextremisten belaufe sich die Zahl auf zwei Personen.

+++ 8.05 Uhr: Kaugummi verschluckt - Autofahrerin fährt gegen Baum +++

Ein verschlucktes Kaugummi hat eine Autofahrerin in Münster so sehr aus dem Konzept gebracht, dass sie mit ihrem Wagen gegen einen Baum geprallt ist. Die 33-Jährige sei am Freitag in der Stadt unterwegs gewesen und habe dabei aus Versehen das Kaugummi heruntergeschluckt. Sie geriet in Panik, bremste - und lenkte ihr Auto direkt gegen einen am Fahrbahnrand stehenden Baum, teilte die Polizei mit. Rettungskräfte brachten sie schwer verletzt ins Krankenhaus.

+++ 8.04 Uhr: U-Haft wegen Veruntreuung bei WM-Stadionbau in Kalingrad +++

Ein russischer Milliardär ist wegen der Veruntreuung staatlicher Gelder beim Bau des Fußballstadions in Kaliningrad für die kommende Weltmeisterschaft in Untersuchungshaft genommen worden. Bei einem Termin vor dem Haftrichter am Samstag in Moskau legten Ermittler dem Unternehmer Sijawudin Magomedow mehrere Taten mit einem Gesamtschaden von zwei Milliarden Rubel (28,5 Millionen Euro) zur Last. Bei dem Stadion in der Ostsee-Exklave Kaliningrad seien 752 Millionen Rubel veruntreut worden, berichtete die russische Zeitung "Kommersant". Gegen Magomedow wurde U-Haft bis Ende Mai verhängt.

Nach Überzeugung der Ermittler soll eine Firma aus Magomedows Imperium die Erdarbeiten vor dem eigentlichen Stadionbau schlecht und zu langsam erledigt haben. Die "Arena Baltika" auf sumpfigen Grund gilt als eins der Sorgenkinder vor der WM vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland, der Bau hat sich lange verzögert. Vergangenes Jahr waren bereits mehrere Mitarbeiter der Verwaltung von Kaliningrad wegen Unregelmäßigkeiten bei dem Großprojekt verhaftet worden.

+++ 7.24 Uhr: Tropischer Sturm tötet mindestens vier Menschen auf Fidschi-Inseln +++

Ein tropischer Zyklon hat die bei Touristen beliebten Fidschi-Inseln heimgesucht und mehrere Menschen getötet. Windböen von bis zu 100 Stundenkilometern peitschten hohe Wellen auf, die dann fünf Menschen fortspülten, sagte Polizei-Einsatzleiter Livai Driu der Nachrichtenseite "Fiji Village". Vier der Betroffenen hätten nur noch tot geborgen werden können, ein fünfter werde noch vermisst. Besonders betroffen war der Urlaubsort Nadi, der zum großen Teil unter Wasser stand. Nach Behördenangaben suchten rund tausend Menschen Schutz in Evakuierungszentren. Zyklon "Josie" zog am Montag langsam von den Inseln fort, die Behörden behielten ihre Sturmwarnung vorerst aber aufrecht.

+++ 7.00 Uhr: Nordkoreas Machthaber zeigt sich "tief bewegt" über Konzert in Pjöngjang +++

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich "tief bewegt" über das Konzert südkoreanischer Künstler in Pjöngjang gezeigt. Kim habe den Künstlern nach dem Konzert die Hände geschüttelt und seine "tiefe Dankbarkeit" zum Ausdruck gebracht, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Es habe ihn "tief bewegt" zu sehen, dass den Zuschauern das Konzert "aufrichtig" gefallen habe. Es habe zudem das "Verständnis" für südkoreanischer Popkultur in Nordkorea vertieft.

Kim ist der erste nordkoreanische Machthaber, der ein Konzert südkoreanischer Künstler besucht hat. Er war am Sonntag zusammen mit seiner Frau, einer früheren Sängerin, im vollbesetzten Großen Theater von Pjöngjang erschienen. Nach dem Konzert schüttelte er hinter der Bühne den südkoreanischen Stars die Hände und posierte für Fotos mit ihnen. Es war der erste derartige Auftritt in Pjöngjang seit mehr als zehn Jahren.

+++ 5.34 Uhr: Günther: GroKo hat nur mäßigen Start hingelegt +++

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht bei der neuen großen Koalition in Berlin noch deutlich Luft nach oben. "Das war noch nicht so, wie ich es mir gewünscht habe", sagte er der Deutschen Presse-Agentur zu den ersten Tagen der neuen Bundesregierung. Diese müsse sich zügig auf konkrete Projekte konzentrieren. "In dieser Hinsicht empfand ich die ersten Tage als sehr abstrakt, ohne zielführende Debatten." Als Beispiel nannte er die aus seiner Sicht überflüssige Islam-Debatte, die der neue Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ausgelöst hat. Nach seiner Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, frage sich doch jeder: "Und jetzt, Herr Seehofer? Bauen wir jetzt alle Moscheen ab?"

+++ 4.47 Uhr: Carlos Alvarado gewinnt Präsidentschaftswahl in Costa Rica +++

Carlos Alvarado ist in Costa Rica zum neuen Präsidenten gewählt worden. Der 38-jährige Kandidat der Regierungspartei PAC setzte sich in einer Stichwahl gegen seinen gleichnamigen Konkurrenten, den evangelikalen Aktivisten Fabricio Alvarado (43), durch, wie die Wahlkommission am Sonntag (Ortszeit) bekannt gab. Rund 3,3 Millionen Costa Ricaner waren zur Wahl aufgerufen.

+++ 4.42 Uhr: Umfrage: Jeder Zweite sieht hohes Risiko von Messerattacken +++

Jeder Zweite in Deutschland sieht einer Umfrage zufolge ein hohes oder sogar sehr hohes Risiko für junge Leute, Opfer einer Messerattacke zu werden. Wie die repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab, schätzen 38 Prozent der Erwachsenen dieses Risiko als hoch ein, weitere 12 Prozent als sehr hoch. 34 Prozent gehen von einem geringen Risiko von Messerangriffen für junge Menschen aus, weitere 7 Prozent von einem sehr geringen Risiko.

Ob dieses Gefühl angesichts der tatsächlichen Entwicklung gerechtfertigt ist, lässt sich aktuell kaum sagen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) spricht von "offenbar" zunehmenden Messerattacken. Bundesweite Zahlen liegen - anders als für den Einsatz von Schusswaffen - nicht vor. Die GdP fordert deshalb ebenso wie die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG), mit Messern begangene Straftaten für ganz Deutschland zu erfassen, um diesem Phänomen auf den Grund gehen zu können.

+++ 3.34 Uhr: Chinesisches Raumlabor stürzt über Südpazifik ab +++

Das chinesische Raumlabor "Tiangong 1" ist in die Erdatmosphäre eingetreten und über dem Pazifik in den Sturzflug gegangen. Das berichtete die chinesische Raumfahrtorganisation CMSEO. Die meisten Teile der Station seien in der Atmosphäre verbrannt. Demnach trat das Labor um 8.15 Uhr (Pekinger Zeit) über dem Südpazifik in die Atmosphäre ein. 

+++ 2.43 Uhr: Sieben Menschen bei Gefängnismeuterei in Mexiko getötet +++

Bei einem Häftlingsaufstand in einem Gefängnis im Osten Mexikos sind am Sonntag sieben Menschen getötet worden, darunter mindestens sechs Polizisten. Wie die Behörden des Bundesstaates Veracruz mitteilten, waren die Beamten im Einsatz, um eine Gefängnismeuterei in der Haftanstalt La Toma in der Ortschaft Amatlán zu unterbinden. Daraufhin seien sie von Häftlingen angegriffen und eingesperrt worden, die dann auch noch Feuer legten.

Die Häftlinge waren den Angaben zufolge mit Werkzeug bewaffnet, das sie aus der Tischlerei der Haftanstalt gestohlen hatten. Sie attackierten die Polizisten, die ursprünglich eine Gruppe von "hochgefährlichen" Häftlingen verlegen sollten, und sperrten sie ein, dann entzündeten sie das Feuer. Mindestens sechs Polizisten erstickten im Rauch.

+++ 1.34 Uhr: China verhängt Strafzölle auf 128 US-Produkte +++

Im Handelsstreit mit den USA hat China Strafzölle auf 128 US-Produkte verhängt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, sind Importgüter im Wert von drei Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) betroffen, darunter Früchte und Schweinefleisch. Die chinesische Regierung reagiert damit auf neue Strafzölle gegen China, die US-Präsident Donald Trump im März angekündigt hatte.

+++ 0.50 Uhr: Trump macht Mexiko schwere Vorwürfe in der Einwanderungspolitik +++

US-Präsident Donald Trump hat Mexiko im Streit um die Einwanderungspolitik mit einem Ende des Freihandelsabkommens Nafta gedroht. Die Mexikaner müssten "die großen Drogen- und Menschenströme stoppen oder ich werde ihren Goldesel Nafta stoppen", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die beiden führenden Präsidentschaftskandidaten in Mexiko wiesen Trumps Vorwürfe scharf zurück.

Mexiko tue im Grunde nichts, um Menschen davon abzuhalten, vom Süden her nach Mexiko und dann in die USA einzuwandern, schrieb Trump. "Sie lachen über unsere dummen Einwanderungsgesetze." Trumps Twitterbotschaften waren offenbar eine Reaktion auf einen "Migrantenkreuzweg", mit dem derzeit hunderte Zentralamerikaner durch Mexiko in Richtung US-Grenze unterwegs sind.

+++ 0.06 Uhr: Röttgen: Deutschland braucht neues Integrationskonzept +++

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen fordert von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ein neues Konzept zur Integration von Migranten. "Wir haben eine neue Qualität von Zuwanderung und brauchen deshalb eine neue Qualität von Integrationsarbeit. Einfach so weitermachen wie bislang, das wird nicht ausreichen", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag der "Welt".

Zugleich verlangte er ein Ende des von Seehofer und anderen CSU-Politikern vorangetriebenen Streits über die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehöre oder nicht. Seehofer könnte vielmehr "ein konkretes, anspruchsvolles, pragmatisches Konzept der Integration etwa für muslimische Kinder" entwickeln, sagte Röttgen. Integration sei eine Grundfrage des gesellschaftlichen Friedens geworden. Daher müsse man sich in den Schulen stärker um Religionsvermittlung und Toleranz kümmern, befand der CDU-Politiker mit Blick auf antisemitische Übergriffe muslimischer Schüler.

fs / DPA / AFP