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News vom Wochenende: Journalistenmord auf Malta - einflussreicher Geschäftsmann wegen Beihilfe angeklagt

Bus fällt in Sibirien auf zugefrorenen Fluss  - mindestens 15 Tote +++ 631 Kilo Crystal Meth bei Barcelona beschlagnahmt +++ Gauland bestätigt Rückzug +++ Weltkriegsbombe in Berlin entschärft +++ Auftaktsieg der deutschen Frauen bei der Handball-WM +++ Alles News vom Wochenende im stern-Ticker.

Der maltesische Unternehmer Yorgen Fenech

Der maltesische Unternehmer Yorgen Fenech

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Neun Tote bei Massenpanik auf Tanz-Party in Brasilien (19.08 Uhr)
  • SPD-Führung will Haltung zur Koalition bis Donnerstag festzurren (14.21 Uhr) 
  • CDU, Grüne und SPD schmieden Kenia-Bündnis in Sachsen (13.34 Uhr)
  • Journalistenmord auf Malta - einflussreicher Geschäftsmann wegen Beihilfe angeklagt (11.32 Uhr)
  • Bus fällt in Sibirien auf zugefrorenen Fluss - mindestens 15 Tote (10.14 Uhr)

Alle News vom Wochenende im stern-Ticker:

+++ 19.08 Uhr: Neun Tote bei Massenpanik auf Tanz-Party in Brasilien +++

Bei einer Massenpanik während einer Party in Brasilien sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Sie seien in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) bei einer Party in Paraisópolis im Süden von São Paulo totgetrampelt worden, teilte die Militärpolizei mit. Sieben weitere Menschen seien verletzt worden.  

Die Panik war ausgebrochen, als die Polizei zwei Verdächtige zu der Feier verfolgte. Die Beamten wurden demnach mit Steinen und Flaschen beworfen. Zudem soll ein Schuss gefallen sein. Die Polizei feuerte daraufhin Tränengas in die Menge. Rund 5000 Menschen feierten bei der "Baile Funk"-Party.  

+++ 17.01 Uhr: AfD-Parteitag hält an Unvereinbarkeitsliste fest +++

Die AfD hält an der sogenannten Unvereinbarkeitsliste fest, mit der Vertreter rechtsextremer Parteien und Organisationen ferngehalten werden sollen. Der baden-württembergische Delegierte Stefan Räpple zog seinen Antrag zur Streichung der Liste beim Parteitag in Braunschweig zurück, weil keine Aussicht auf Unterstützung bestand. Damit bleibt die Unvereinbarkeitsliste unverändert in Kraft. Auf ihr stehen rund 250 rechtsextreme Parteien, Vereine und Organisationen, darunter die NPD, "Combat 18" und die "Identitäre Bewegung".     

Aktive oder ehemalige Mitglieder der auf der Liste aufgeführten Gruppierungen dürfen aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken nicht in die AfD aufgenommen werden. Der Bundesvorstand bestätigte im vergangenen Mai in einem Beschluss die Gültigkeit der Liste. Die Abschaffung der Unvereinbarkeitsliste wurde wiederholt von Vertretern des rechtsnationalen "Flügels" um den Thüringer Landeschef Björn Höcke gefordert.

+++ 16.26 Uhr: Zehntausende fliehen auf Philippinen vor Taifun "Kammuri" +++

Zehntausende Menschen sind im Osten der Philippinen vor dem Taifun "Kammuri" geflüchtet. Mehr als 62.000 Bewohner der Provinz Albay seien dazu aufgerufen worden, ihre Häuser zu verlassen, teilten die Behörden mit. Laut Wetterdienst soll der Wirbelsturm die östliche Region Bicol, zu der die Provinz Albay gehört, am Montagabend oder Dienstagmorgen erreichen. In dem Taifun wurden am Sonntag Windgeschwindigkeiten von 140 Stundenkilometern gemessen, einzelne Sturmböen kamen auf 170 Stundenkilometer. 

Im rund 330 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila gelegenen Malinao mussten rund 58.000 Bewohner in Notunterkünfte und Evakuierungszentren umziehen. Im Ort Guinobatan waren rund 4500 Menschen betroffen. Trotz der Warnungen wurden am Samstag nördlich von Manila die Südostasienspiele eröffnet. Die Veranstalter versicherten jedoch, sie hätten Ausweichpläne für Sportarten, die im Freien ausgetragen werden und von dem schlechten Wetter betroffen sein könnten.

+++ 16.25 Uhr: Von der Leyen fordert ausreichend Geld für Europa +++

Zum Amtsantritt hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine ausreichende Finanzierung der Europäischen Union gefordert. "Die Erwartungen an die europäische Ebene sind hoch und wir wollen liefern, aber das muss finanziert werden", sagte von der Leyen der Deutschen Presse-Agentur und anderen Nachrichtenagenturen in Brüssel. In den Zielen stimme ihr Programm weitgehend mit der Agenda der EU-Staaten überein. Prioritäten seien eine EU, die fit sei für die Digitalisierung, ein "Green Deal" für mehr Klimaschutz, eine nachhaltige Regelung für die Migration und eine größere Rolle Europas in der Welt. "Es gibt viel Überlappung, das ist gut", sagte von der Leyen. "Wir gehen in dieselbe Richtung."

Abstimmung mit großer Mehrheit: Europäisches Parlament bestätigt von der Leyen als neue EU-Kommissionschefin

+++ 16.06 Uhr: Acht Tote bei Massenpanik in Diskothek in Brasilien +++

Bei einer Massenpanik in einer Diskothek in Brasilien sind Medienberichten zufolge mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Sie seien in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) bei einer "Baile Funk"-Party in Paraisópolis im Süden von São Paulo totgetrampelt worden, wie das Nachrichtenportal G1 unter Berufung auf das Gesundheitsamt berichtete. 

Die Panik war ausgebrochen, als die Polizei zwei Verdächtige in die Diskothek verfolgte. Die Beamten wurden demnach mit Steinen und Flaschen beworfen. Zudem soll ein Schuss gefallen sein. Die Polizei feuerte daraufhin Tränengas in die Diskothek, in der rund 5000 Menschen feierten.  

Baile Funk ist eine in Brasilien populäre Spielart des Hip Hop. Die Texte spiegeln häufig den Alltag in den Favelas wieder und handeln von Gewalt, Drogen und Sex. Bei den Baile Funk Partys kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Banden oder blutigen Polizeieinsätzen.

+++ 16.04 Uhr: Qatar Airways macht Lufthansa Avancen - Beteiligung angestrebt +++

Der Chef der staatlichen katarischen Fluggesellschaft Qatar Airways, Akbar Al-Baker, strebt eine Beteiligung an der Lufthansa an. "Wenn es eine Möglichkeit gibt, in Lufthansa zu investieren, dann würden wir das gern machen", sagte der Manager am Rande eines Besuchs von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in Doha. In einem ersten Schritt könne er sich zumindest eine "Partnerschaft" vorstellen.

"Deutschland ist für uns sowohl bei Luftverkehrsdienstleistungen als auch bei der Entwicklung des Tourismus ein sehr wichtiges Land", erklärte Al-Baker. Qatar Airways hält bereits Anteile an verschiedenen anderen Gesellschaften. Eine weitere Möglichkeit wäre etwa eine Codeshare-Vereinbarung, bei der die Partner bestimmte Verbindungen teilen, oder eine Kooperation in der Vermarktung. Qatar Airways' derzeitige Mitgliedschaft im Bündnis Oneworld wäre dabei noch ein Hindernis, sagte Al-Baker. Dies könne sich aber ändern: "Ich habe mehrere Male erwähnt, dass wir Oneworld verlassen werden." Lufthansa ist Teil des Bündnisses Star Alliance. Qatar Airways interessiert sich zudem für eine Präsenz in Hannover.

+++ 15.56 Uhr: Elf Verletzte durch Schüsse in New Orleans +++

In New Orleans sind elf Menschen durch Schüsse verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich gegen 03.00 Uhr morgens in dem auch bei Touristen beliebten Ausgehviertel French Quarter, wie die Polizei der für ihr pulsierendes Nachtleben bekannten Stadt im Süden der USA mitteilte. Zwei der Opfer schwebten demnach in Lebensgefahr. Der Hintergrund war zunächst unklar. Nach Angaben der Polizei fielen die Schüsse auf einer belebten Geschäftsstraße in der Nähe mehrerer Hotels. In der Nähe wurde demnach eine "Person" festgehalten, doch war zunächst unklar, ob sie etwas mit dem Vorfall zu tun hatte.    

Wegen eines Football-Spiels zum Thanksgiving-Wochenende waren zusätzliche Streifen in der Stadt unterwegs gewesen, dadurch konnte die Polizei nach eigenen Angaben rasch reagieren. Zufällig hätten sich ganz in der Nähe Streifenbeamte aufgehalten, sagte Polizeichef Shaun Ferguson vor den Medien. "Sie dachten zunächst, die Schüsse galten ihnen." Wegen der vielen Menschen auf der Straße sei es aber unmöglich gewesen, den Schützen ausfindig zu machen. 

+++ 15.35 Uhr: Kutter vor Texel gesunken - zwei Leichen geborgen +++

Marinetaucher haben aus einem vor der Nordseeinsel Texel gesunkenen Fischkutter zwei Leichen geborgen. Es handele sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die beiden 27 und 41 Jahre alten Besatzungsmitglieder aus Urk, berichtete der Sender NOS. Damit habe die "nagende Unsicherheit" für die betroffenen Familien ein Ende, sagte die amtierende Bürgermeisterin der niederländischen Gemeinde, Ineke Bakker. "Sie können nun Abschied nehmen von ihren Angehörigen und Urk kann ihnen Beileid bekunden." Der Kutter "Lummetje" war am Donnerstag bei stürmischem Wetter verschwunden. Wegen hohen Wellengangs konnten Taucher zunächst nicht nach dem Schiff suchen, das schließlich in einer Tiefe von zwölf bis 14 Metern südlich von Texel gefunden wurde. 

+++ 14.25 Uhr: Reisebus stürzt in Tunesien in Schlucht - 22 Tote +++

Bei einem Unfall mit einem Reisebus in Tunesien sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen und 21 weitere verletzt worden. Der Bus sei auf dem Weg von der Hauptstadt Tunis nach Ain Draham im Nordwesten des Landes von der Straße abgekommen, habe eine Metallabsperrung gerammt und sei dann in eine Schlucht gestürzt, teilte das Innenministerium mit. Alle Opfer sind laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur TAP tunesische Staatsbürger und zwischen 20 und 30 Jahren alt.

+++ 14.21 Uhr: SPD-Führung will Haltung zur Koalition bis Donnerstag festzurren +++

Die führenden SPD-Politiker wollen erst kurz vor dem Parteitag Ende der Woche in Berlin ihre Haltung zur großen Koalition festlegen. An diesem Dienstag trifft dazu das erweitere Präsidium mit den designierten Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans in Berlin zusammen, wie es in der Partei hieß. Beraten werde ein Antrag, in dem nicht nur die Halbzeitbilanz der Koalition bewertet werden soll. Darin sollen auch neue Aufgaben für eine Fortsetzung der Regierung benannt und die Haltung zum Regierungsbündnis beschrieben werden. 

Vor allem Esken hatte im Wahlkampf um den Parteivorsitz den Fortbestand der Koalition an neue Verhandlungen mit der Union geknüpft. Nach ihrem Sieg beim Mitgliederentscheid schlugen sie und Walter-Borjans zwar weiter kritische Töne an, doch vermieden sie eine direkte Drohung mit einem Ausstieg aus der Koalition. 

+++ 13.34 Uhr: CDU, Grüne und SPD schmieden Kenia-Bündnis in Sachsen +++

In Sachsen stehen CDU, Grüne und SPD für eine gemeinsame Regierung bereit. Vertreter der drei Parteien stellten in Dresden ihren Koalitionsvertrag vor. Bei der CDU muss ein Parteitag noch zustimmen, bei Grünen und SPD die Basis.

+++ 13.05 Uhr: 19 Tote bei schwerem Busunfall in Sibirien +++

Bei einem schweren Busunfall in Sibirien sind am Sonntag 19 Menschen ums Leben gekommen. 21 weitere Passagiere wurden verletzt, als der Bus von einer Brücke auf den zugefrorenen Fluss Kuenga stürzte, wie die Regionalregierung mitteilte. Unfallursache war nach Polizeiangaben ein geplatzter Reifen, wie die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete. Insgesamt waren 43 Menschen an Bord des Busses. Auf Aufnahmen des Fernsehsenders Ren-TV war zu sehen, wie Rettungskräfte versuchten, Überlebende aus dem umgekippten Bus zu retten. Nach Behördenangaben waren mehr als 70 Rettungskräfte im Einsatz.

+++ 12.48 Uhr: Kramp-Karrenbauer: CDU steht zu dieser Koalition +++

Die CDU will die große Koalition nach der Neuwahl der SPD-Spitze mit dem bisherigen Koalitionsvertrag fortsetzen. "Wir stehen zu dieser Koalition auf der Grundlage, die verhandelt ist", sagte Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer bei einem Besuch in Split in Kroatien. Die Entscheidung der SPD-Basis mache den Weg frei, zur Sacharbeit zurückzukehren. 

Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken sollen das neue Führungsduo der SPD bilden.

Aktuell stünden etwa das Vermittlungsverfahren zum Klimaschutzpaket der Bundesregierung, das Gesetz zum Kohleausstieg und viele Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag für das kommende Jahr an. "Das ist für die CDU die Geschäftsgrundlage", betonte Kramp-Karrenbauer. "Auf dieser Geschäftsgrundlage sind wir bereit, Politik für Deutschland zu machen." 

+++ 12.29 Uhr: Türkei zieht Pass eines Journalisten vor Reise nach Berlin ein +++

Der brandenburgische AfD-Vorsitzende Andreas Kalbitz hat seine Partei dazu aufgerufen, in Westdeutschland stärker zu werden. Die Wahlergebnisse im Osten könnten so schön sein, wie sie wollen, sagte er beim Bundesparteitag in Braunschweig. "Aber wir brauchen den Zuwachs im Westen, um als Volkspartei auf Bundesebene breit aufgestellt zu sein." Kalbitz betonte: "Wir wollen dieselbe Nachricht im Westen setzen, die im Osten schon angekommen ist: Die AfD ist gekommen, um zu bleiben."

Kalbitz bekannte sich klar zur AfD-Jugendorganisation Junge Alternative, die vom Verfassungsschutz wegen ihrer migrations- und islamfeindlichen Haltung als Verdachtsfall eingestuft worden ist. "Wir können uns als größte Oppositionspartei Deutschlands nicht von unserer Jugendorganisation lösen. Das geht natürlich nicht", betonte er.

+++ 11.32 Uhr: Journalistenmord auf Malta - einflussreicher Geschäftsmann wegen Beihilfe angeklagt +++

Mehr als zwei Jahre nach dem Mord an der regierungskritischen Journalistin Daphne Caruana Galizia auf Malta ist der mögliche Drahtzieher angeklagt worden. Dem Unternehmer Yorgen Fenech wurde am Samstagabend vor Gericht in Valletta unter anderem Mittäterschaft an dem Mord und Förderung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Fenech weist die Schuld von sich. Er war vor zehn Tagen festgenommen worden, als er mit einer Luxusjacht angeblich fliehen wollte. 

Nun steht die Regierung von Premierminister Joseph Muscat extrem unter Druck, weil der Angeklagte Kontakt zu einem der engsten Vertrauten des Regierungschefs gehabt haben soll. Die Familie der Getöteten forderte den sofortigen Rücktritt Muscats. Nur so könne es eine "freie und umfassende" Aufklärung des Falls geben, sagte Caruana Galizias Schwester, Corinne Vella. Für Sonntag wurde eine Erklärung Muscats erwartet. 

Caruana Galizia war am 16. Oktober 2017 in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Die damals 53-Jährige hatte unter anderem über Korruption bei Regierung und Geschäftsmännern auf Malta recherchiert. Drei Männer wurden bisher festgenommen und angeklagt. Sie sollen den Sprengsatz gebaut und gezündet haben. Wer hinter ihnen steckte, ist bislang unklar.

+++ 10.14 Uhr: Bus fällt in Sibirien auf zugefrorenen Fluss - mindestens 15 Tote +++

Mindestens 15 Menschen sind bei einem Bus-Unfall in Sibirien ums Leben gekommen. Vermutlich wegen eines geplatzten Reifens habe der Fahrer die Kontrolle über den Bus nahe der Stadt Sretensk östlich des Baikalsees verloren. Daraufhin habe der Bus mit mehr als 40 Passagieren an Bord eine Absperrung durchbrochen und sei etwa sechs Meter von einer Brücke auf einen zugefrorenen Fluss gestürzt. Auf Bildern war zu sehen, wie der schwer beschädigte Bus auf dem Dach auf dem Eis liegt. Weitere 18 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Unter den Opfern sind Medienberichten zufolge auch Kinder. Details waren zunächst nicht bekannt.

+++ 4.46 Uhr: Flugzeug-Absturz in den USA - neun Tote +++

 Im US-Bundesstaat South Dakota ist Medienberichten zufolge ein kleines Passagierflugzeug abgestürzt. Den Berichten zufolge kamen bei dem Unglück neun Menschen ums Leben, darunter zwei Kinder. Drei weitere seien verletzt worden. Den Berichten zufolge ereignete sich das Unglück während eines Wintersturms. Das Passagierflugzeug vom Typ Pilatus PC-12 sei bereits kurz nach dem Start, etwa eine Meile (1,6 Kilometer) vom Flughafen Chamberlain entfernt, abgestürzt, teilte die US-Luftfahrtbehörde mit. Demnach befanden sich bis zu zwölf Menschen in der Maschine. Unter den Todesopfern war laut NBC News auch der Pilot des Flugzeugs. Die US-Flugsicherheitsbehörde teilte im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, sie untersuche den Absturz einer Pilatus-PC-12-Maschine in der Nähe der Stadt Chamberlain in South Dakota.

+++ 2.44 Uhr: Trump spricht Johnson Beileid für Attentat aus +++

Nach dem offenbar islamistisch motivierten Terroranschlag in London mit zwei Toten hat US-Präsident Donald Trump dem britischen Premierminister Boris Johnson kondoliert. Das Weiße Haus teilte am Samstag mit, Trump habe Johnson am Telefon "sein Beileid ausgesprochen". Der US-Präsident reist am Montag zum Nato-Gipfel nach London, wo er auch auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron trifft.     Der Anschlag am Freitag erschütterte Großbritannien nur zwei Wochen vor der vorgezogenen Parlamentswahl. Im Vereinten Königreich wurde am Tag nach der Tat über strafrechtliche Reformen als Konsequenz aus dem Anschlag diskutiert. Wenige Stunden nach dem Anschlag war bekannt geworden, dass der 28-jährige Angreifer, der Brite Usman Khan, bereits 2012 wegen einer terroristischen Straftat verurteilt und vor einem Jahr unter Auflagen freigekommen war. 

+++ 2.01 Uhr: 631 Kilo Crystal Meth bei Barcelona beschlagnahmt +++

Es ist die größte Menge Crystal Meth, die je in Spanien sichergestellt wurde: Die Nationalpolizei hat in einer Lagerhalle in der Nähe von Barcelona 631 Kilo der synthetischen Droge beschlagnahmt, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Das Methamphetamin sei in der Stadt Badalona in 26 Kartons mit jeweils etwa 40 Packungen versteckt gewesen.

Bei dem Fund handele sich um einen "Meilenstein" bezüglich der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität - und um einen "schweren Schlag für die Versorgung des europäischen Marktes mit der Droge", hieß es. Zwei Verdächtige seien in Spanien und vier weitere in anderen Ländern festgenommen worden.


Nachrichten von Samstag, den 30. November

+++ 21.40 Uhr: Israel: Soldaten feuern auf palästinensische Angreifer - ein Toter +++

Israelische Soldaten haben laut Armee auf drei Palästinenser gefeuert, die im besetzten Westjordanland Brandflaschen auf ein israelisches Auto geworfen haben. Ein Palästinenser sei bei dem Vorfall am Samstag in der Nähe von Hebron getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah unter Berufung auf das israelische Verbindungsbüro mit. Der palästinensische Rettungsdienst wurde nach eigenen Angaben von der Armee daran gehindert, sich dem Einsatzort zu nähern. Die Armee nahm eigenen Angaben zufolge die beiden anderen Palästinenser fest.

+++ 20.25 Uhr: Walter-Borjans reklamiert Platz im Koalitionsausschuss +++

Die designierten neuen SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans wollen künftig auch an den Sitzungen des Koalitionsausschusses teilnehmen. Es sei normal, dass die Parteichefs der Spitzenrunde bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beiwohnten, sagte Walter-Borjans in Berlin. Walter-Borjans und Esken hatten den Mitgliederentscheid mit 53,06 Prozent der Stimmen gewonnen. Das andere Bewerberduo, Olaf Scholz und Klara Geywitz, hatte lediglich 45,33 Prozent erhalten. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,09 Prozent.

+++ 19.54 Uhr: IS reklamiert Terroranschlag in London für sich +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag mit zwei Todesopfern in London für sich reklamiert. Der Angriff am Freitag sei von einem "Krieger des Islamischen Staates durchgeführt" worden, teilte der IS über eines seiner Sprachrohre mit. Der Terrorexperte Peter Neumann vom Londoner King's College hält die Mitteilung für echt. Er gab aber zu bedenken, dass es sich lediglich um eine Behauptung der Terrormiliz handele. Sie beinhalte keine Details oder Täterwissen.

Der Attentäter Usman Khan hatte am Freitag eine Frau und einen Mann nahe der London Bridge getötet und drei weitere Menschen verletzt. Der verurteilte Terrorist, der vorzeitig auf freien Fuß gekommen war, wurde von Passanten überwältigt und schließlich von der Polizei erschossen. Er trug einen Sprengstoffgürtel, der sich später als Attrappe herausstellte.

+++ 19.22 Uhr: Linke-Chef Riexinger: SPD und Land brauchen linke Politik +++

Linke-Parteichef Bernd Riexinger hat der SPD zur Entscheidung der Parteibasis für die GroKo-Kritiker Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken als Parteichefs gratuliert. "Herzlichen Glückwunsch an NowaboFM und EskenSaskia", twitterte Riexinger am Samstag. "Die SPD und das Land braucht dringend linke Politik statt ideenlosem GroKo-Schlingerkurs!"  

Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken sollen das neue Führungsduo der SPD bilden.

Walter-Borjans und Esken sollen nach dem Willen der Parteimitglieder SPD-Vorsitzende werden. Wie die Partei mitteilte, bekam das Duo in der Stichwahl 53,06 Prozent der Stimmen. Der Parteitag in der kommenden Woche muss sie noch offiziell wählen.

+++ 18.51 Uhr: Deutschland trifft bei Fußball-EM 2020 auf Frankreich und Portugal +++

Die deutsche Nationalmannschaft spielt bei der Fußball-EM 2020 in der Gruppe F in München gegen Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal. Das ergab die Endrundenauslosung in Bukarest. Als dritter Gruppengegner kommen weiterhin sieben Teams infrage, die Ende März 2020 an den Playoffs teilnehmen.

+++ 18.21 Uhr: Nach Messerangriff in Den Haag Verdächtiger festgenommen +++

Die niederländische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Messerangriff von Den Haag einen Verdächtigen festgenommen. In der Innenstadt von Den Haag sei ein 35 Jahre alter Mann ohne festen Wohnsitz festgenommen worden, teilte die Polizei am Samstag im Online-Dienst Twitter mit. In einem Kaufhaus in Den Haag waren am Freitagabend drei Jugendliche mit Messerstichen verletzt worden. Die drei Opfer kannten sich vor dem Messerangriff nicht. Es handelte sich nach Polizeiangaben um einen 13-jährigen Jungen aus Den Haag, eine 15-Jährige aus Alphen aan der Rijn und eine weitere 15-Jährige aus Leiderdorp. Nach einer Notfall-Versorgung im Krankenaus wurden sie alle drei wieder entlassen.

+++ 18.14 Uhr: Esken und Walter-Borjans sollen SPD-Vorsitzende werde +++

Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sollen künftig die SPD führen. Das Duo setzte sich in einer Mitgliederbefragung gegen die Mitbewerber Klara Geywitz und Vizekanzler Olaf Scholz durch, wie die kommissarische Parteichefin Malu Dreyer am Samstag in Berlin mitteilte. Esken und Walter-Borjans erhielten demnach 53,06 Prozent der Stimmen, Geywitz und Scholz 45,33 Prozent. Es gab 216.721 gültige Stimmen, darunter waren 3480 Enthaltungen.

Esken und Walter-Borjans gelten als Vertreter des linken Parteiflügels. Sie stehen der Koalition mit CDU und CSU kritisch gegenüber. Formal gewählt wird die neue SPD-Spitze am kommenden Freitag auf dem Bundesparteitag in Berlin. Die Delegierten müssen zuvor allerdings noch der nötigen Satzungsänderung zustimmen - bisher kann nur eine einzelne Person an der Spitze der SPD stehen.

Zu der Stichwahl waren vom 19. bis zum 29. November 425.630 Sozialdemokraten aufgerufen; sie konnten online oder per Brief abstimmen. In der ersten Runde im Oktober hatte die Parteibasis die Wahl zwischen insgesamt sechs Zweierteams gehabt.

+++ 17.41 Uhr: Tino Chrupalla wird Gaulands Nachfolger an der AfD-Spitze +++

Die AfD hat den sächsischen Bundestagsabgeordneten Tino Chrupalla zum zweiten Parteivorsitzenden neben Jörg Meuthen gewählt. Der 44-Jährige tritt die Nachfolge von Alexander Gauland an, der ihn als Kandidaten vorgeschlagen hatte.

+++ 16.56 Uhr: Jörg Meuthen als AfD-Vorsitzender bestätigt +++

Die AfD hat Jörg Meuthen als einen ihrer beiden Bundesvorsitzenden im Amt bestätigt. Der 58-jährige Europa-Parlamentarier setzte sich beim Bundesparteitag in Braunschweig gegen die Mitbewerber Nicole Höchst und Wolfgang Gedeon mit 69,18 Prozent der Stimmen durch. Zuvor hatte Meuthen den Vorwurf eines persönlichen Fehlverhaltens in der Spendenaffäre seiner Partei zurückgewiesen. "Ich habe hier nichts Unanständiges, Unrechtes oder Illegales getan", antwortete er auf kritische Nachfragen von Delegierten. Er habe auch niemals Geld angeboten bekommen oder erhalten. Meuthen steht seit Juli 2015 an der Spitze der AfD. Seit Ende 2017 führte er die Partei gemeinsam mit Alexander Gauland, der nicht mehr kandidiert.

+++ 16.32 Uhr: Verdi kündigt für Montag Streik bei Lufthansa-Catering-Sparte an +++

Die Gewerkschaft Verdi will am Montag die Lufthansa-Catering-Tochter LSG mit einem 24-stündigen Streik lahmlegen. Das kündigte Verdi am Samstag in Berlin an. Hintergrund ist der am Dienstag angekündigte Verkauf des europäischen LSG-Teils an die Schweizer Gategroup. Verdi kritisiert, dass die Lufthansa bisher "nur in unzureichendem Maße Angebote zur Einkommenssicherung bei Gehaltskürzungen durch den neuen Eigentümer vereinbaren wollte".

+++ 14.59 Uhr: Polizei fahndet weiter nach Attentäter von Den Haag +++

Die niederländische Polizei hat am Samstag weiter nach dem Attentäter gefahndet, der am Vorabend in einem Kaufhaus in Den Haag drei Jugendliche mit Messerstichen verletzte. Die Fahndung laufe auf Hochtouren, sagte Polizeisprecherin Marije Kuiper. Es sei "zu früh" für eine Einschätzung, ob die Tat auf terroristische Motive zurückzuführen sei. Laut einem Augenzeugenbericht, der vom Sender NOS ausgestrahlt wurde, entfernte sich ein Mann vom Tatort, der "sehr athletisch" über Bänke sprang und "wie ein Gepard" aussah. Die drei Opfer kannten sich vor dem Messerangriff nicht. Es handelte sich nach Polizeiangaben um einen 13-jährigen Jungen aus Den Haag, eine 15-Jährige aus Alphen aan der Rijn und eine weitere 15-Jährige aus Leiderdorp. Nach einer Notfall-Versorgung im Krankenaus wurden sie alle drei wieder entlassen. Der Stichwaffenangriff ereignete sich im beliebten Kaufhaus Hudson's Bay auf der Den Haager Shopping-Meile Grote Marktstraat. Wegen des Schnäppchentags "Black Friday" waren viele Menschen auf der Einkaufsstraße unterwegs.

+++ 14.22 Uhr: Mann verschanzt sich in Gebäude +++

In einem Gewerbegebiet an der Autobahn 7 Hamburg-Hannover hat sich ein Mann nach Polizeiangaben in einem Gebäude verschanzt. Auf eine weitere Person in dem Gebäude in Buchholz (Aller) könne der Täter nicht direkt zugreifen, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Ob der Täter bewaffnet war, war zunächst unklar. Ersten Informationen der Polizei zufolge hatte der Mann zuvor im Ort ein Geschäft zerstört, eventuell mit einer Hieb- oder Stichwaffe. "Das ist noch nicht ganz genau verifiziert", sagte der Sprecher. Die Polizei habe das Gelände abgesperrt und Spezialeinsatzkräfte angefordert.

+++ 13.10 Uhr: 631 Kilo Crystal Meth bei Barcelona beschlagnahmt +++

Es ist die größte Menge Crystal Meth, die je in Spanien sichergestellt wurde: Die Nationalpolizei hat in einer Lagerhalle in der Nähe von Barcelona 631 Kilo der synthetischen Droge beschlagnahmt, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Das Methamphetamin sei in der Stadt Badalona in 26 Kartons mit jeweils etwa 40 Packungen versteckt gewesen. Bei dem Fund handele sich um einen "Meilenstein" bezüglich der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität - und um einen "schweren Schlag für die Versorgung des europäischen Marktes mit der Droge", hieß es. Zwei Verdächtige seien in Spanien und vier weitere in anderen Ländern festgenommen worden. Die Ermittlungen wurden Anfang 2018 eingeleitet. Europol hatte damals die spanischen Behörden auf kriminelle Gruppen hingewiesen, die von dem Land aus den Ankauf, die Lagerung und den Transport großer Drogenmengen organisieren würden. Schließlich konnten die Beamten das Lagerhaus ausfindig machen, wo sie auf die riesige Menge Methamphetamin stießen.

+++ 12.08 Uhr: Gauland bestätigt Rückzug aus Partei +++

Begleitet von massiven Protesten ist die AfD am Samstag zu einem Bundesparteitag in Braunschweig zusammengekommen. Parteichef Alexander Gauland sagte in seiner Eröffnungsrede, er mache "heute Platz für einen Jüngeren". Als sein Wunschkandidat gilt der sächsische Bundestagsabgeordnete Tino Chrupalla. Gegen ihn will unter anderem die niedersächsische Landeschefin Dana Guth antreten. 

+++ 12.08 Uhr: Massive Proteste gegen AfD in Braunschweig +++

Bereits am frühen Morgen versammelten sich zahlreiche Demonstranten vor der Volkswagenhalle in Braunschweig, deren Schriftzug auf Betreiben des VW-Konzernbetriebsrats während des AfD-Parteitags verhüllt wurde. Nach der Auftaktkundgebung zogen die Demonstranten durch die Braunschweiger Innenstadt. Erwartet wurden mehrere tausend Teilnehmer, unter anderem riefen Gewerkschaften, Parteien und Wohlfahrtsverbände zur Teilnahme auf. Um 12 Uhr fand im Braunschweiger Dom auf Initiative von Landesbischof Christoph Meyns eine Solidaritätsandacht statt. Bereits am Freitagabend waren rund 900 Menschen dem Aufruf der Kampagne Nationalismus ist keine Alternative (Nika) gefolgt und hatten gegen die AfD demonstriert. Die Kundgebung verlief nach Polizeiangaben weitgehend störungsfrei.

Video: Gauland wirbt für Koalition mit CDU

+++ 11.45 Uhr: Kohle-Gegner versuchen in Kraftwerk Jänschwalde zu gelangen +++

Rund 200 Kohle-Gegner haben am Samstag versucht, auf das Gelände des Kraftwerks Jänschwalde in Brandenburg einzudringen. Die Polizei sicherte das Areal mit einem großen Kräfteaufgebot ab. Die Klimaaktivisten warteten danach weiter rund um das Kraftwerk ab. Hunderte waren zuvor in den Tagebau Jänschwalde gerannt und hatten auch die Gleise der Kohle-Bahn besetzt. Der Betreiber Leag erstattete deswegen Anzeige. "Wir werden rechtliche Mittel konsequent gegen jeden anwenden, der die Grenzen unseres Betriebsgeländes missachtet", teilte das Unternehmen mit.

Video: Klimademonstranten besetzen Braunkohletagebauten in der Lausitz

Die Proteste richteten sich gegen die Klimapolitik der Bundesregierung. Die Aktivisten fordern einen sofortigen Kohleausstieg. Ziel der Bundesregierung ist ein Kohleausstieg bis 2038.

+++ 11.09 Uhr: Massen-DNA-Test im Fall Claudia Ruf fortgesetzt +++

Der Massen-DNA-Test im mehr als 23 Jahre alten Mordfall Claudia Ruf ist am Samstag fortgesetzt worden. Die Aktion habe planmäßig begonnen, sagte ein Polizeisprecher in Neuss. Bis Sonntagabend sind erneut männliche Einwohner von Grevenbroich-Hemmerden aufgerufen, freiwillig eine Speichelprobe abzugeben.

Die damals elfjährige Claudia Ruf war 1996 in ihrem Heimatort Hemmerden entführt und sexuell missbraucht worden. Ihre Leiche wurde 70 Kilometer entfernt auf einem Feldweg in Euskirchen bei Bonn gefunden.

Am vergangenen Wochenende waren bereits 675 von 800 Männern dem Aufruf gefolgt. An diesem Sonntag will die Polizei eine Zwischenbilanz ziehen.

1900 statt wie zunächst geplant 1600 Männer sollen eine Speichelprobe abgeben. Parallel zu den Tests vor Ort hat die Polizei damit begonnen, Polizeidienststellen bundesweit anzuschreiben und um Proben der Männer zu bitten, die nicht mehr in Grevenbroich wohnen.

Es ist bereits der dritte und und bislang größte DNA-Massentest in dem Mordfall. Die Ermittler setzen unter anderem darauf, dass die DNA-Labore seit 2017 auch bei sogenannten Beinahe-Treffern Alarm schlagen dürfen, wenn also ein naher Verwandter des Täters eine Probe abgegeben hat. Die Auswertung der bislang genommenen Proben dauert an.

Die Suche nach dem Mörder von Claudia war wieder aufgerollt worden, weil Profiler neue Ansätze bei dem Fall entdeckt hatten. Seit Mitte November waren daraufhin mehr als 100 Hinweise aus der Bevölkerung in dem Fall eingegangen. Diesen Hinweisen geht die Mordkommission nun nach.

+++ 8.53 Uhr: Weltkriegsbombe am Flughafen Berlin Schöneberg entschärft +++

Die am Berliner Flughafen Schönefeld gefundene Weltkriegsbombe ist entschärft worden. Kampfmittelexperten hätten sie in der Nacht zum Samstag ohne Komplikationen unschädlich gemacht, sagte ein Polizeisprecher. Nach dem Fund der Bombe war der Flugbetrieb am Freitagmittag für gut eine Stunde unterbrochen worden. In dieser Zeit wurden nach Flughafen-Angaben sechs ankommende Maschinen nach Tegel umgeleitet. Sechs Starts hatten sich verzögert.

+++ 8.32 Uhr: Deutsche Handball-Frauen feiern WM-Auftaktsieg gegen Brasilien +++

Angeführt von einer überragenden Torfrau Dinah Eckerle haben Deutschlands Handball-Frauen bei der Weltmeisterschaft in Japan den erhofften Auftaktsieg gelandet. Die DHB-Auswahl setzte sich am Samstag gegen Panamerika-Meister Brasilien mit 30:24 (14:11) durch und verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Einzug in die Hauptrunde. Beste deutsche Werferin in Yamaga war Julia Behnke mit sechs Toren. Nächster Vorrundengegner des Teams von Bundestrainer Henk Groener ist Australien am Sonntag (10.00 Uhr). 

+++ 7.19 Uhr: Lebensmittelhandel will Auszubildende besser bezahlen +++

Die Ausbildungsvergütungen im Lebensmittelhandel geraten angesichts niedriger Bewerberzahlen in Bewegung. Nach Lidl hat auch Aldi Süd angekündigt, die Auszubildenden künftig besser zu bezahlen. Vom kommenden Sommer an sollen die Nachwuchskräfte bei dem Discounter im ersten Ausbildungsjahr 1000 Euro, im zweiten Jahr 1100 Euro und im dritten 1250 Euro erhalten. Das sind jeweils 50 Euro mehr im Monat. "Damit schaffen wir wieder Chancengleichheit am Markt", begründete eine Unternehmenssprecherin den Schritt.

+++ 4.36 Uhr: Messer-Opfer von Den Haag aus Krankenhaus entlassen +++

Nach der Messerattacke in Den Haag sind die dabei verletzten drei Minderjährigen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte die Polizei am frühen Samstagmorgen auf Twitter mit. Die Ermittlungen und die Suche nach dem flüchtigen Täter liefen weiter auf Hochtouren. Zum genauen Alter der Opfer gab es keine Angaben. Am Freitag hatte ein Mann in einer belebten Einkaufsstraße mit einem Messer um sich gestochen und drei Menschen verletzt - kurz nach dem Terroranschlag in London, bei dem zwei Menschen getötet worden waren.

ky / fs / DPA / AFP