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News des Wochenendes: Kasseler Regierungspräsident mit Schusswunde am Kopf tot aufgefunden

Kasseler Regierungspräsident ist mit Schusswunde tot aufgefunden worden +++ Merkel will GroKo fortsetzen +++ AfD-Chef Meuthen fordert Rücktritt der Bundesregierung +++ Bombendrohung gegen ICE Berlin-Hamburg +++ Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke auf einem Bild aus dem Jahr 2015

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke auf einem Bild aus dem Jahr 2015

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Mordermittlungen zum Tod von Kasseler Regierungspräsident (18.52)
  • Merkel will GroKo fortsetzen (17.52 Uhr)
  • AfD-Chef Meuthen fordert Rücktritt der Bundesregierung (16.32 Uhr)
  • SPD: Interimslösung für Nahles-Nachfolge? (15.17 Uhr)
  • Nordsee: Migrant mit selbstgebautem Floß gerettet (13.53 Uhr)
  • SPD-Chefin Nahles kündigt Rücktritt an (9.57 Uhr)

Die Nachrichten des Wochenendes im stern-Ticker:

+++ 21.04 Uhr: Stephan Weil ohne "Ambitionen" auf Nahles Nachfolge +++

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil strebt nach der Rücktrittsankündigung von SPD-Chefin Andrea Nahles nicht an, den Parteivorsitz zu übernehmen. "Ich bin und bleibe furchtbar gerne Ministerpräsident aus Niedersachsen und habe keine anderen Ambitionen", sagte Weil dem NDR-Regionalmagazin "Hallo Niedersachsen" laut Internetseite des Senders. Weil wurde bisher wie auch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, als möglicher Nachfolger von Nahles gehandelt. Nahles hatte am Sonntag überraschend ihren Rücktritt als Partei- und Fraktionschefin angekündigt. Die SPD stürzt damit noch tiefer in eine Existenzkrise, die auch die große Koalition ins Wanken bringt.

+++ 20.34 Uhr: Mindestens zwei Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken +++

Beim Untergang eines Flüchtlingsboots auf dem Mittelmeer sind eine Frau und ein Baby ertrunken. Bis zu 25 weitere Menschen gelten nach Angaben der libyschen Küstenwache als vermisst, nachdem das Schlauchboot 14 Seemeilen vor der libyschen Küste sank. Die Küstenwache konnte 73 Flüchtlinge retten, darunter acht Kinder und 25 Frauen.

+++ 18.52 Uhr: Kasseler Regierungspräsident mit Schusswunde am Kopf tot aufgefunden +++

Wie die "Hessische Niedersächsische Allgemeine" und die "Bild"-Zeitung übereinstimmend berichten, ist der Kasseler Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke tot in seinem Haus in Wolfhagen-Istha aufgefunden worden. Demnach wies der 65-jährige CDU-Politiker eine Schusswunde am Kopf auf. Da keine Waffe gefunden wurde und die Todesumstände vollkommen unklar sind, hat die Mordkommission Ermittlungen aufgenommen. Das Gebiet um das Haus Lübckes wurde weiträumig abgesperrt. Beamte befragten Anwohner, ob sie etwas Verdächtiges bemerkt hätten. Lübcke, ein promovierter Wirtschaftswissenschaftler, stand seit zehn Jahren an der Spitze des Kasseler Regierungspräsidiums.

+++ 17.52 Uhr: Merkel will weiter mit der SPD regieren +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zugesichert, dass die Regierung ihre Arbeit trotz des Rückzugs von SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles verantwortungsvoll fortsetzen werde. Sie habe Respekt vor den Entscheidungen, die die SPD nun zu treffen habe, sagte Merkel vor einer Klausur der CDU-Spitze in Berlin. "Ungeachtet dessen will ich allerdings für die Regierung sagen: Wir werden die Regierungsarbeit fortsetzen mit aller Ernsthaftigkeit. Und vor allen Dingen auch mit großem Verantwortungsbewusstsein." Die Themen, die die Regierung zu lösen habe, lägen auf dem Tisch - sowohl in Deutschland wie in Europa und der Welt. "Und in diesem Geiste werden wir weiter arbeiten."

Merkel äußerte ihren Respekt für die Entscheidung von Nahles. "Ich habe viele Jahre mit ihr zusammengearbeitet, sowohl als Bundesministerin für Arbeit- und Soziales", als auch als Partei- und Fraktionsvorsitzende", sagte Merkel. Sie ergänzte: "Ich habe es immer vertrauensvoll getan, und es war immer absolut zuverlässig, was wir miteinander besprochen haben". Über Nahles sagte Merkel: "Sie ist Sozialdemokratin mit Herzblut, das kann man sagen. Aber ich finde, sie ist auch ein feiner Charakter."

+++ 16.47 Uhr: Kramp-Karrenbauer: CDU steht zur Großen Koalition +++

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat nach dem angekündigten Rücktritt von SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles die Bereitschaft demonstriert, das gemeinsame Regierungsbündnis fortzusetzen. "Wir stehen weiter zur Großen Koalition", sagte Kramp-Karrenbauer in Berlin. Zugleich forderte sie die SPD auf, die anstehenden Personalfragen zügig zu klären.

+++ 16.32 Uhr: AfD-Chef Meuthen fordert Rücktritt der Bundesregierung +++

Nach der Rücktrittsankündigung der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles hat AfD-Chef Jörg Meuthen den Rücktritt der Bundesregierung gefordert. "Wen interessiert überhaupt noch, ob eine Andrea Nahles zurücktritt und wer ihr dann als nächster politischer Konkursverwalter der früheren Volkspartei SPD nachfolgt?", teilte Meuthen am Sonntag mit. "Wer in diesem Land endlich zurücktreten muss, um den Weg für einen wirklichen Neuanfang freizumachen, ist Angela Merkel und mit ihr die gesamte Bundesregierung."

+++ 15.17 Uhr: SPD-Politiker peilen Interimslösung für Nahles-Nachfolge an +++

Nach der Rücktrittsankündigung von SPD-Chefin Andrea Nahles peilen führende Sozialdemokraten eine Interimslösung an. Demnach könnte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer übergangsweise die Partei, der Kölner Bundestagsabgeordnete Rolf Mützenich die Fraktion führen, wie die Deutsche Presse-Agentur untert Berufung auf Parteikreise berichtet. Nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland verständigten sich führende SPD-Politiker auf diese Personalien. Demnach sollten sieheute Abend von der engeren Parteiführung informell bestätigt werden. Die Interimslösung an der Parteispitze soll demnach morgen vom Parteivorstand beschlossen werden. Über die Fraktionsführung sollen am Dienstag die Bundestagsabgeordneten der SPD entscheiden.

Andrea Nahles und Martin Schulz sitzen beim SPD-Sonderparteitag 2018 zusammen

+++ 15.08 Uhr: SPD laut Dreyer "nicht führungslos" +++

Nach der Rücktrittsankündigung von SPD-Chefin Andrea Nahles hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer ein geordnetes Verfahren für die Nachfolge angekündigt. "Diese Partei ist in einer extrem ernsten Situation", sagte die stellvertretende SPD-Chefin in Berlin. "Wichtig ist trotzdem das Signal, dass die Partei nicht führungslos ist." Es gebe sechs gewählte Stellvertreter der Vorsitzenden. "Wir werden uns beratschlagen und dann dem Parteivorstand einen Vorschlag machen", sagte sie mit Blick auf eine Vorstandssitzung am Montag. Nahles habe ihre Entscheidung nicht leichtfertig getroffen, sagte Dreyer. "Sie ist eine Kämpferin." Aber letztlich habe sie sich nicht mehr genug gestützt gefühlt.

+++ 15 Uhr: Vier Wanderer bei Lawinenabgang in Oberbayern verletzt +++

In den bayerischen Alpen hat sich eine Lawine gelöst und unterhalb des Ettaler Manndls bei Oberammergau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) vier Wanderer mitgerissen. Sie konnten sich nach Polizeiangaben selbst aus den Schneemassen befreien und kamen leicht verletzt in Krankenhäuser. Das rund 1600 Meter hohe Ettaler Manndl ist bei vielen Bergliebhabern aus München und der Region ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge.

Der Lawinenwarndienst Bayern warnte Ausflügler in den Bergen vor Restschnee. Mit der Sonneneinstrahlung und den Plusgraden verliere die Schneedecke an Festigkeit, hieß es in einer Mitteilung. Nassschneelawinen seien die Folge. "Diese können große Ausmaße annehmen und bis in tiefer gelegene Bereiche vordringen."

+++ 14.56 Uhr: Zehntausende Radfahrer fordern in Berlin eine Verkehrswende +++

Rund 90.000 Radfahrer sind nach Veranstalterangaben bei der traditionellen Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs zur Siegessäule in Berlin geradelt. Sie forderten von Politik und Verwaltung mehr Platz fürs Rad statt einer Infrastruktur, die vor allem für Autos geplant werde. Angemeldet waren 250.000 Teilnehmer. "Es ist sehr heiß, da sind einige vielleicht lieber am See als auf der Straße", sagte ein ADFC-Sprecher. Am Großen Stern, dem Kreisverkehr an der Siegessäule, fuhren Tausende Radfahrer ab dem frühen Nachmittag im Kreis.

Während der Aktion war der Verkehr für Autofahrer in ganz Berlin eingeschränkt. Über die Zahl der Teilnehmer gibt es jedes Jahr unterschiedliche Angaben. Die Polizei schätzt meist zwischen 20.000 und 30.000 Fahrradfahrer. Der ADFC spricht in der Regel von 100.000 Teilnehmern und erklärt die Veranstaltung zur "größten Fahrraddemo der Welt".

+++ 14.43 Uhr: Spaziergänger hält entlaufenes Känguru fest - dann büxt es wieder aus +++

Ein Spaziergänger hat in einem Essener Waldgebiet ein ausgebüxtes Känguru entdeckt. Während eine Streife und eine Feuerwehreinheit ausrückten, gelang es dem Mann, das Tier festzuhalten - aber nur kurz, wie es in einer Mitteilung hieß. Dann hatte es sich freigestrampelt - und hüpfte davon in einen nahen Wald. Wem das Känguru gehört und wo es entlaufen ist, ist noch unklar. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Samstag.

+++ 14.21 Uhr: Videodreh mit 400 Fans von Rapper Jigzaw eskaliert +++

Bei einem Videodreh des umstrittenen Rappers Jigzaw ist es in Hagen in Nordrhein-Westfalen zu chaotischen Szenen gekommen. Bis zu 400 Feiernde seien gestern Nachmittag gekommen, um den Musiker zu begrüßen, teilte die Polizei heute mit. Der Andrang habe den Verkehr beeinträchtigt, doch die größtenteils minderjährigen Fans hätten den Anweisungen der Polizei, sich zu entfernen, nicht Folge geleistet, sagte ein Polizeisprecher. Szenen eines Videos der "Bild"-Zeitung zeigen, wie sich die Fans zusammenrotten, in Sprechchören ihr Idol feiern, die Straße blockieren und Polizeifahrzeuge nicht durchlassen. Beamte seien bespuckt und beleidigt worden, so der Polizeisprecher. Erst als der Jigzaw in Gewahrsam genommen und zur Wache gebracht worden sei, habe sich die Menge beruhigt. Heute kam der Musiker wieder frei. Gegen ihn werde weiter ermittelt.

+++ 13.53 Uhr: Migrant mit selbstgebautem Floß aus Nordsee gerettet +++

Niederländische Seenotretter haben vor der Nordsee-Küste bei Ijmuiden einen Mann auf einem selbstgebauten Floß aus der Nordsee gerettet. Der Mann wollte damit vermutlich nach England, teilte die niederländische Gesellschaft für Seenot-Rettung über Twitter mit. Ein Fischer hatte das Floß auf See entdeckt und die Retter alarmiert. Nach Berichten niederländischer Medien handelte es sich bei dem Mann um einen Flüchtling aus Eritrea.

Das Floß hatte keinen Motor und ein Segel aus einem Stück Plastik. Es befand sich nach Angaben der Seenotrettung auf der Route großer Frachtschiffe zum Amsterdamer Hafen. Die Überfahrt mit einem solchen Floß sei lebensgefährlich, erklärte ein Sprecher der Rettungsgesellschaft.

+++ 13.16 Uhr: USA zu Gesprächen mit dem Iran ohne Vorbedingungen bereit +++

Die USA sind zu Gesprächen mit dem Iran ohne Vorbedingungen bereit. Dies sagte US-Außenminister Mike Pompeo in der Schweiz. Irans Präsident Hassan Ruhani hatte gestern erklärt, sein Land sei offen für Gespräche über den Atomstreit, allerdings nicht "auf Befehl" aus Washington.

+++ 13.06 Uhr: SPD-Führung kommt zu Krisensitzung zusammen +++

Die SPD-Spitze trifft sich nach der Rücktrittsankündigung von Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles am Nachmittag zu einer Krisensitzung. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen. Eine Neuwahl in der Fraktion könnte schon am Dienstag erfolgen. In der Partei ist es komplizierter. Der nächste Parteitag ist für Dezember geplant. Sollte der Wechsel früher vollzogen werden, wäre dafür ein Sonderparteitag notwendig. Denkbar ist auch, dass es - wie schon in früheren Fällen - zunächst eine Übergangslösung gibt. Es gibt zudem bereits Forderungen nach einer Abstimmung aller Parteimitglieder, falls es mehrere Kandidaten geben sollte.

+++ 13.01 Uhr: DWD warnt vor Unwettergefahr zu Wochenbeginn +++

Heiß, aber nass: Die Temperaturen bleiben in den kommenden Tagen zwar recht hoch, der Deutsche Wetterdienst warnt jedoch vor Unwettern. Ab Montag könnten teils könnten auch Starkregen und Hagel mit Körngrößen von bis zu drei Zentimetern vom Himmel kommen, wie Meteorologin Sabine Krüger sagte. Verantwortlich für Schauer und Gewitter ist eine Kaltfront, die sich von Westen her nähert, während das bisher dominierende Hoch langsam ostwärts rückt. Ab Montagmittag breiten sich laut DWD etwa von Baden-Württemberg über die Mitte bis zur Ostsee teils kräftige Gewitter aus. Dabei bestehe erhöhte Unwettergefahr. Im Osten und Südosten bleibt es bis zum Abend noch weitgehend trocken, dort reicht es für Maximalwerte von 27 bis 33 Grad. 

Auch der Dienstag wird ab Nachmittag nass, es ziehen dichtere Quellwolken und gebietsweise kräftige Gewitter auf. Teils besteht dem DWD zufolge wieder Unwettergefahr. Die Höchstwerte erreichen 25 bis 31, im Norden sowie an der See 19 bis 24 Grad. Am Mittwoch soll das sommerlich warme bis heiße Wetter anhalten, im Norden und Westen sowie an den Alpen fällt zunächst schauerartiger Regen, später kann es wieder zu teils starken Gewittern kommen.

Sonne satt: Auf ins Schwimmbad - das erste Juniwochenende macht Lust auf den Sommer

+++ 12.36 Uhr: Bombendrohung gegen ICE Berlin-Hamburg +++

Wegen eines verdächtigen Gepäckstücks und einer Bombendrohung in einem ICE von Berlin nach Hamburg haben fast 400 Fahrgäste in Brandenburg ihre Reise unterbrechen müssen. Der Zug fuhr am Samstag gegen 21.25 Uhr im Bahnhof Wittenberge ein und wurde dort laut Polizei wegen eines herrenlosen Gepäckstücks gestoppt. Dabei sei ein Zettel gefunden worden, der "eine Information über eine Bombe im Zug" enthielt. Einsatzkräfte hätten jedoch nichts Gefährliches entdeckt. Auch ein Regionalzug sei angehalten und evakuiert worden.

Die Reisenden mussten sich in Geduld üben. Die Deutsche Bahn bestellte nach Angaben eines Sprechers zwei Busse - doch die konnten die Reisenden nicht weiterbringen. Der eine Bus sei Defekt gewesen, bei einem anderen sei der Fahrer nicht fahrtauglich gewesen, weil er sich als betrunken entpuppte. "Die Reisenden haben sich geweigert, mit dem Busfahrer zu fahren", sagte ein Polizeisprecher. Ein Atemalkoholtest ergab 1,14 Promille. Für Berufskraftfahrer gilt gesetzlich 0,0 Promille. Um 1.47 Uhr wurde die Sperrung nach Angaben der Bahn aufgehoben.

+++ 11.38 Uhr: Nahles will auch Bundestagsmandat niederlegen +++

Nach ihrem angekündigten Rücktritt als Partei- und Fraktionschefin der SPD will Andrea Nahles auch ihr Bundestagsmandat niederlegen. Das sagte eine Fraktionssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Der Zeitpunkt stehe aber noch nicht fest.

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+++ 11.30 Uhr: Zwei Elfjährige sterben in Berlin und Niedersachsen bei Badeunfällen +++

Zwei Elfjährige sind am Wochenende bei Badeunfällen gestorben. In Berlin geriet ein Junge gestern Abend beim Baden im Jungfernheideteich unter Wasser. Ein Mann zog das Kind an Land, wo es wiederbelebt werden konnte, wie die Polizei mitteilte. Demnach starb der Junge aber später im Krankenhaus. Im Silbersee in Niedersachsen ging ein Junge am gestern Nachmittag im Schwimmerbereich unter, wie die Polizei mitteilte. Zwei Freunde meldeten ihn bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft als vermisst. Taucher bargen das Kind etwa 20 Minuten später aus dem See. Der Junge wurde sofort mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus in Bremen gebracht, dort starb er aber in der Nacht. Wie es zu dem Unfall kam, werde derzeit geklärt, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 11.05 Uhr: Frau attackiert Reisende im Berliner Hauptbahnhof +++

Eine Frau ist gestern Abend im Berliner Hauptbahnhof mit Schere und Hammer auf Menschen losgegangen. Die 32-Jährige schlug einer 59-Jährigen mit dem Hammer gegen den Kopf, wie die Polizei heute mitteilte. Deren 56-jähriger Partner wollte den Angriff abwehren und wurde dabei ebenfalls am Kopf verletzt. Als ein 38-jähriger Mann zur Hilfe eilte, stach ihm die Frau mit der Schere in den Oberkörper. Ein Bundespolizist, der die Frau überwältigte, erlitt demnach eine Schnittverletzung am Unterarm. Der 38-Jährige wurde stationär im Krankenhaus aufgenommen, die anderen Opfer konnten ambulant behandelt werden. Es werde geprüft, ob die Angreiferin psychiatrische Behandlung benötige, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 11.02 Uhr: Taucher suchen weiter nach vermisstem Mädchen auf dem Rhein +++

Taucher haben heute die Suche nach einem Mädchen wieder aufgenommen, das seit einem Bootsunglück auf dem Rhein am Donnerstag vermisst wird. Die Zahl der Einsatzkräfte sei im Vergleich zu gestern etwas reduziert worden, sagte eine Sprecherin der französischen Polizei. Am Vortag waren auch zwei Drohnen im Einsatz gewesen. Beamte der deutschen und französischen Wasserschutzpolizei suchen in einem Bereich zwischen der Unglücksstelle im elsässischen Gerstheim bis zum etwa 30 Kilometer stromabwärts gelegenen Straßburg.

Das nach Medienberichten vier Jahre alte Mädchen war in einer Gruppe mit einem Schlauchboot unterwegs gewesen, das am Donnerstag nahe einer Schleuse beim französischen Ort Gerstheim kenterte. Die Touristengruppe sei aus Offenburg in Baden-Württemberg gekommen. In dem Boot saßen vier Menschen. Bei den Toten handelt es sich um ein sechsjähriges Mädchen, einen weiteren Bootsinsassen und einen Helfer.

+++ 10.34 Uhr: Kreuzfahrtschiff rammt Touristenboot in Venedig - mehrere Verletzte +++

Bei der Anlandung eines Kreuzfahrtschiffs in Venedig ist es nach Medienberichten zu einem Unfall mit einem Touristenboot gekommen. Das riesige Schiff sei - womöglich wegen eines Blackouts - gegen ein geparktes Boot an der Anlegestelle San Basilio gestoßen, berichtet unter anderem die Zeitung "La Repubblica". Mehrere Menschen könnten ins Wasser gefallen sein. Laut "Corriere della Sera" wurdem vier Menschen auf dem kleineren Schiff leicht verletzt. Der Unfall ereignete sich demnach im Kanal von Giudecca am historischen Zentrum der Stadt. Der Bürgermeister der Stadt, Luigi Brugnaro, bestätigte auf Twitter, dass ein Schiff die Anlegestelle gerammt habe. Auf einem Video war zu sehen, wie das Kreuzfahrtschiff "Msc Opera" mit lautem Sirenengeheul Richtung Anlegestelle fährt und Menschen an Land davonlaufen.

+++ 10.10 Uhr: Mehr als 400 Kilo Kokain auf Yacht beschlagnahmt +++

In den Gewässern von Französisch-Polynesien hat die Polizei 436 Kilogramm Kokain an Bord einer Yacht beschlagnahmt. Die Drogen seien auf dem Schiff im Apataki-Atoll östlich der Insel Tahiti entdeckt worden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Vier Verdächtige aus Italien und Peru seien festgenommen worden. Der Zugriff der Polizei in dem französischen Überseegebiet im südlichen Pazifik erfolgte bereits am Mittwoch. Noch an Bord des 15 Meter langen Schiffs, das von Panama aus in See gestochen war, fanden die Beamten 341 Kilo Kokain, das in Paketen verpackt war. Die Yacht wurde daraufhin in den Hafen von Papeete gebracht. Dort machten die Behörden weitere 125 Kilo Kokain ausfindig. Die vier Verdächtigen befinden sich in Polizeigewahrsam. Ihnen drohen bis zu 30 Jahren Haft und Geldstrafen in Höhe von 7,5 Millionen Euro. Französisch-Polynesien liegt auf der Schmuggelroute von Lateinamerika nach Asien.

+++ 9.57 Uhr: Andrea Nahles kündigt Rücktritt an +++

SPD-Chefin Andrea Nahles kündigt in einer Presseerklärung ihren Rücktritt als Partei- und Fraktionschefin an. Sie wolle damit die Möglichkeit eröffnen, dass in beiden Funktionen in geordneter Weise die Nachfolge geregelt werden könne, teilte Nahles am Sonntag mit.

Mehr dazu gleich auf stern.de.

+++ 8.45 Uhr: 14 Verletzte bei Unfall mit autonomem Zug in Japan +++

In Japan sind bei einem Unfall eines autonom fahrenden Zuges 14 Menschen verletzt worden. Der führerlose Zug war am Samstagabend in der Stadt Yokohama südwestlich von Tokio in die falsche Richtung gestartet und auf einen Prellbock gekracht, wie die örtliche Polizei mitteilte. Laut japanischen Medien sind die Verletzungen der Opfer nicht gravierend. Der Zug mit seinen fünf Abteilen sei rund 20 Meter in die falsche Richtung gefahren, sagte Akihiko Mikami, Chef der Betreiberfirma Kanazawa Seaside Line. Es handelt sich um den ersten Unfall eines autonomen Zugs in Japan seit deren Einführung vor 30 Jahren.

+++ 7.53 Uhr: Israel attackiert Ziele in Syrien +++

Nach Raketenangriffen aus Syrien hat Israels Luftwaffe in der Nacht Ziele in dem feindlichen Nachbarland attackiert. Nach Angaben der syrischen Nachrichtenagentur Sana wurden drei Menschen getötet und sieben weitere verletzt. Es seien Ziele in der Nähe der Hauptstadt Damaskus sowie in Kunaitra auf den Golanhöhen getroffen worden. Israels Armee teilte mit, man habe zwei Artillerie-Batterien, mehrere Posten auf den syrischen Golanhöhen sowie eine Luftabwehr-Batterie angegriffen.

Am Samstagabend waren nach Angaben der israelischen Armee zwei Geschosse von Syrien aus in Richtung Hermon-Berg abgefeuert worden. Dabei sei niemand verletzt worden, hieß es in der Mitteilung. Der Berg gehört zu den 1967 im Sechstagekrieg von Israel eroberten Golanhöhen.

+++ 6.50 Uhr: China rechtfertigt Niederschlagung der Tiananmen-Proteste +++

30 Jahre nach der blutigen Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz hat China den Einsatz der Sicherheitskräfte als gerechtfertigt bezeichnet. Die Regierung habe damals "korrekt" gehandelt, indem sie Maßnahmen ergriff, um die "politischen Turbulenzen zu stoppen", sagte Verteidigungsminister Wei Fenghe bei einer Sicherheitskonferenz in Singapur. Er könne nicht verstehen, wieso China noch immer vorgeworfen werde, "den Vorfall nicht korrekt gehandhabt zu haben".

Die chinesische Armee war in der Nacht zum 4. Juni 1989 mit Panzern gegen Studenten vorgegangen, die auf dem Pekinger Tiananmen-Platz wochenlang für mehr Demokratie demonstriert hatten. Hunderte - nach einigen Schätzungen auch mehr als tausend - Menschen wurden getötet.

+++ 5.25 Uhr: Frau beschuldigt Fußballstar Neymar der Vergewaltigung +++

Eine Frau hat Vergewaltigungsvorwürfe gegen den brasilianischen Fußballstar Neymar erhoben. Sie wirft dem Angreifer vor, sie Mitte Mai in einem Hotel in Paris zum Sex gezwungen zu haben, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, aus denen brasilianische Medien zitierten. Die Frau, die in Brasilien lebt, soll Neymar über den Online-Fotodienst Instagram kennengelernt haben. Der Fußballer, der beim französischen Meister Paris Saint-Germain unter Vertrag steht, habe sie dann Mitte Mai zu einem Besuch in die französischen Hauptstadt eingeladen. Bei einem Treffen in einem Hotel habe der 27-Jährige dann Gewalt eingesetzt, um gegen den Willen der Frau Sex mit ihr zu haben, hieß es den Berichten zufolge in der Anzeige.

Neymars Vater, der auch sein Agent ist, wies die Anschuldigungen im brasilianischen Fernsehen zurück: "Das ist nicht wahr, er hat niemals ein Verbrechen begangen." Er warf der Frau vor, sie wolle seinen Sohn erpressen, nachdem dieser sie abgewiesen habe. "Wir haben sämtliche Beweise und haben schon alles an die Anwälte übergeben."

+++ 4.52 Uhr: Großfeuer in Grundschule in NRW +++

In einer Grundschule in Nordrhein-Westfalen ist in der Nacht ein Großfeuer ausgebrochen. Etwa 150 Einsatzkräfte kämpfen in Erkrath gegen die Flammen. Die Löscharbeiten dauern wohl noch den ganzen Tag, wie die Feuerwehr mitteilte. Zwei Retter wurden verletzt, einer von ihnen kam ins Krankenhaus. Als die Feuerwehr eintraf, zog dichter schwarzer Rauch durch die umliegenden Straßen. Die halbe Schule brannte, hohe Flammen loderten aus dem Dach. Die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen nicht zu öffnen. Die Brandursache ist noch unklar. Mehr Einzelheiten gaben die Behörden nicht bekannt.

In einer Hauptschule in Erkrath hatten Unbekannte in der Nacht zum Samstag einen Brand gelegt. Sie brachten außerdem ein Waschbecken zum Überlaufen, beschmierten Wände und randalierten in dem Gebäude. Der Schaden dort beläuft sich auf rund 60.000 Euro.

+++ 2.03 Uhr: Scholz schließt große Koalition nach der nächsten Wahl aus +++

Nach dem Desaster der SPD bei der Europawahl schließt Vizekanzler Olaf Scholz eine weitere Koalition mit der CDU/CSU nach der nächsten Bundestagswahl schon jetzt aus. "Ich bin ganz sicher, dass es nicht vertretbar wäre, dass wir nach der vierten großen Koalition noch eine fünfte bekommen", sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel". "Drei große Koalitionen in Folge würden der Demokratie in Deutschland nicht guttun. Eine Fortsetzung der heutigen Koalition nach 2021 will niemand - nicht die Bürgerinnen und Bürger, nicht die Union - und wir Sozialdemokraten schon gar nicht."

Bereits nach der letzten Bundestagswahl 2017 hatte sich die SPD zunächst gegen eine große Koalition entschieden. Nach dem Scheitern der Verhandlungen über eine "Jamaika-Koalition" zwischen Union, FDP und Grünen willigte sie dann doch in ein Bündnis mit CDU und CSU ein. Damit regieren die drei Parteien jetzt seit 2013 miteinander. Zuvor gab es zwischen 1966 und 1969 sowie 2005 und 2009 sogenannte große Koalitionen.

+++ 1.41 Uhr: Guaidó will Maduro spätestens bis Jahresende stürzen +++

Nach den ergebnislosen Verhandlungen mit Vertretern der Regierung hat Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaidó seine Forderung nach einem Rücktritt von Präsident Nicolás Maduro bekräftigt. Dieser werde sein Amt noch in diesem Jahr aufgeben müssen, sagte Guaidó bei einer Rede in Pedraza. Der Kampf gegen Maduro habe nicht erst 2019 begonnen, "aber mit Gottes Hilfe wird er 2019 enden". Die Regierung sei "besiegt", hatte Guaidó kurz zuvor bei einem Auftritt im Ort Socopó gesagt. Maduros Rücktritt rücke näher

Delegationen der Regierung und der Opposition waren Anfang der Woche in Norwegen zu direkten Verhandlungen zusammengekommen. Die Gespräche endeten ohne greifbares Ergebnis, beide Seiten bekundeten aber ihre Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen. In Venezuela tobt seit Monaten ein Machtkampf zwischen Maduro und Parlamentspräsident Guaidó. 

+++ 1.10 Uhr: Söder erwägt Live-Streaming von CSU-Vorstandssitzungen +++

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder will die Digitalisierung seiner Partei vorantreiben und auf diesem Weg mehr Mitbestimmung ermöglichen. "Ich kann mir vorstellen, dass wir auch mal eine Parteivorstandssitzung in Echtzeit streamen und die Menschen auffordern, mitzukommentieren", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Welt am Sonntag". "Wir könnten die Menschen so auch an Entscheidungen beteiligen. Die Menschen wollen eine Every-Day-Democracy, also jeden Tag mitbestimmen und nicht nur ab und zu an einem Wahltag."

Söder sagte weiter: "Wir müssen dieser digitalen Welt mit mehr Respekt begegnen. Sie ist unsere reale Welt. Man geht nicht ins Internet, sondern man ist immer drin." Social Media bezeichnete der CSU-Vorsitzende demnach als die "fünfte Gewalt" und die schnellste Form der Kommunikation. Söder will dem Bericht zufolge in Bayern deshalb einen "YouTube- oder Influencer-Preis" ausschreiben.

+++ 0.38 Uhr: Neues Brustkrebs-Medikament erhöht Überlebensrate laut Studie um 30 Prozent +++

Eine neue Brustkrebs-Therapie erhöht laut einer Studie die Überlebenschancen erkrankter Frauen deutlich. Eine Behandlung unter Zunahme der Substanz Ribociclib führe zu einer Überlebensrate von 70 Prozent nach dreieinhalb Jahren, wie US-Forscher unter Berufung auf eine internationale klinische Studie mitteilten. Bei Probandinnen, die ein Placebo erhielten, lag die Sterberate demnach um 29 Prozent höher. An der Studie nahmen 670 Frauen unter 60 Jahren teil, die an Brustkrebs in fortgeschrittenem Stadium litten.

+++ 0.28 Uhr: Schulz nennt persönliche Gründe für Verzicht auf Fraktionschef-Kandidatur +++

Der frühere SPD-Chef Martin Schulz verzichtet nach eigener Aussage aus persönlichen Gründen auf eine Kandidatur für den Fraktionsvorsitz am kommenden Dienstag. Diese wolle er aber nicht näher ausführen, sagte Schulz der "Welt am Sonntag". Auf die Frage, ob er ausschließe, zu einem späteren Zeitpunkt anzutreten, sagte der frühere Kanzlerkandidat lediglich: "In einem Brief habe ich den Abgeordneten unserer Fraktion geschrieben, dass ich zur Wahl am Dienstag nicht antrete, dass dies seit zwei Wochen zwischen mir und Andrea Nahles klar war, und, dass ich sie selbstverständlich informieren würde, sollte ich gegen sie antreten wollen."

Bei der SPD hat die Schlappe bei der Europawahl eine Debatte über die Zukunft von Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles ausgelöst. Am Dienstag könnte es zum Showdown kommen. Dann will sich Nahles in der Bundestagsfraktion vorzeitig zur Wahl stellen. Bisher gibt es keinen Gegenkandidaten. Sollte Nahles scheitern, könnte sie auch als Parteichefin stürzen.

+++ 0.05 Uhr: 369 Angriffe auf Geldautomaten im vergangenen Jahr +++

Die Zahl der Angriffe auf Geldautomaten ist einem Medienbericht zufolge weiter gestiegen. Bundesweit seien im vergangenen Jahr 369 derartige Delikte registriert worden, berichtet die "Welt am Sonntag" mit Verweis auf das "Bundeslagebild Angriffe auf Geldautomaten 2018". Das Bundeskriminalamt werde den Bericht in Kürze vorlegen. Das sei ein Anstieg um 38 Prozent im Vergleich zu 2017 (268 Fälle). 2018 hat es den Angaben zufolge 137 vollendete Sprengungen und 232 entsprechende Versuche gegeben.

Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Sebastian Fiedler, sagte der Zeitung, man habe das Problem der Sprengung von Geldautomaten leider "nicht nachhaltig" im Griff. Die Kriminellen würden "absolut rücksichtslos" vorgehen. "Die Taten sind nicht nur für die Gebäude, sondern auch für die Menschen hoch gefährlich, die sich zufällig im Umfeld der Explosionen aufhalten."


Die Nachrichten von Samstag, den 1. Juni

+++ 19.36 Uhr: Spaniens Ex-König zieht sich aus öffentlichem Leben zurück +++

Spaniens ehemaliger König Juan Carlos zieht sich am Sonntag vollständig aus dem öffentlichen Leben zurück. Den Termin für seinen Rückzug hatte der 81-Jährige Ende Mai in einem Brief an seinen Sohn, König Felipe VI., genannt. Juan Carlos hatte am 18. Juni 2014 nach 39 Jahren auf dem Thron zugunsten seines Sohnes abgedankt, nahm aber noch einige öffentliche Termine wahr. 

Lange Zeit war Juan Carlos wegen seiner Rolle beim Übergang Spaniens von der Diktatur zur Demokratie im Volk sehr beliebt. Doch eine Reihe von Skandalen um die Königsfamilie, darunter auch eine Luxusreise des Monarchen inmitten einer schweren Wirtschaftskrise des Landes, hatten seine letzten Jahre auf dem Thron überschattet 

+++ 19.06 Uhr: CDU-Spitze will Wahldesaster und Youtube-Video aufarbeiten +++

Die CDU-Spitze um Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer will an diesem Sonntagabend (18.00 Uhr) und Montagvormittag das Desaster bei der Europawahl aufarbeiten. Zu der Klausurtagung des Parteivorstands im Adenauerhaus, der Parteizentrale in Berlin, wird dazu am Sonntag auch Europa-Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) erwartet. 

Die Union war vor einer Woche erstmals bei einer bundesweiten Wahl unter 30 Prozent gestürzt. Union und SPD hatten Millionen Wähler an die Grünen verloren. In der CDU-Spitze wird selbstkritisch eingeräumt, dass man auf das Hauptwahlkampfthema Klimapolitik, das von den Grünen besetzt worden war, keine Antwort hatte. Bei der Klausur soll auch über den Fahrplan für die Themen der CDU in den nächsten Monaten beraten werden. 

Unter dem Tagesordnungspunkt "Asymmetrische Wahlkampfführung" soll es außerdem um den scharf kritisierten Umgang mit dem Anti-CDU-Video des Youtubers Rezo gehen. Bei dem Rezo-Video war der Parteizentrale um Kramp-Karrenbauer auch intern vorgeworfen worden, zu spät und mit überholten Mitteln reagiert zu haben. 

+++ 17.58 Uhr: Erneute "Gelbwesten"-Proteste in Frankreich +++

In Frankreich haben wieder Tausende Anhänger der "Gelbwesten" gegen die Reformpolitik der Mitte-Regierung protestiert. Das berichtete der Radionachrichtensender Franceinfo am Samstag unter Berufung auf das Innenministerium. Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt.

Die "Gelbwesten" demonstrieren seit vergangenem November, die Proteste entzündeten sich damals an der geplanten Erhöhung der Spritpreise. Einige Demonstranten fordern auch den Rücktritt des sozialliberalen Staatschefs Emmanuel Macron.

Am vergangenen Wochenende hatten nach offiziellen Angaben rund 12.500 Menschen in ganz Frankreich protestiert. Die "Gelbwesten"-Bewegung hatte von mindestens 35.000 Demonstranten gesprochen.

+++ 16.26 Uhr: Schiffsunfall von Budapest: Kapitän offiziell beschuldigt +++

Im Zusammenhang mit dem Untergang eines Ausflugsdampfers ist der Kapitän eines Donau-Kreuzfahrtschiffes am Samstag offiziell beschuldigt worden. Das teilte ein Gerichtsvertreter in Budapest mit, ohne nähere Angaben zu machen. Bei dem Unglück waren am Mittwochabend sieben südkoreanische Touristen gestorben, 21 Menschen werden immer noch vermisst.     

Der 64-jährige ukrainische Kapitän der "Sigyn" war am Donnerstag in Gewahrsam genommen worden, gegen ihn wird wegen "krimineller Fahrlässigkeit" auf einer öffentlichen Wasserstraße ermittelt. Der Anwalt des Kapitäns erklärte, dass das Gericht seinen Antrag auf eine Freilassung gegen Kaution abgewiesen habe.    

Wegen Hochwasser und starker Strömung konnten Taucher das in sechs Metern Tiefe liegende Wrack des Ausflugsschiffes bisher nicht erreichen. Der mit südkoreanischen Touristen besetzte Ausflugsdampfer war mit dem fünf Mal größeren Flusskreuzfahrtschiff "Sigyn" zusammengestoßen und binnen Sekunden gesunken. Nur sieben der insgesamt 35 Insassen wurden gerettet.

+++ 15.52 Uhr: Acht Bergsteiger im Himalaya vermisst +++

Acht internationale Bergsteiger werden im Himalaya vermisst. Beim Versuch den Gipfel des Nanda Devi, den zweithöchsten Berg Indiens, zu erreichen, habe sich ihre Spur verloren, meldeten indische Behörden am Samstag. Bei den Bergsteigern handele es sich um vier Briten, zwei US-Amerikaner, eine Australierin und dem indischen Bergführer der Gruppe. Ein 14-köpfiges Rettungsteam sei im Einsatz. Auch ein Hubschrauber soll bei der Suche nach den Vermissten helfen.

Die Bergsteiger hatten das Basislager verlassen, um den 7817 Meter hohen Gipfel in Nordindien zu besteigen. Bereits am vergangenen Montag hätten sie zurückkehren sollen.

+++ 15.36 Uhr: Hunderte Teilnehmer versammeln sich zu Al-Kuds-Marsch in Berlin +++

Mehrere hundert Menschen haben sich am Samstag in Berlin zu der jährlichen anti-israelischen Al-Kuds-Demonstration versammelt. Einige Teilnehmer riefen vor deren Start im Stadtteil Charlottenburg "Kindermörder Israel". Demonstranten trugen Palästina- und auch Deutschland-Fahnen. Wenige Meter weiter hatte sich eine Gegendemonstration aufgebaut. Deren Teilnehmer riefen Slogans wie "Lang lebe Israel" sowie "Free Gaza from Hamas" (Befreit Gaza von der Hamas). An einer weiteren Gegendemonstration wollte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) teilnehmen. 

Zu den Gegendemonstrationen hatte ein breites Bündnis aus Parteien, Gruppen und Initiativen aufgerufen. Angemeldet waren nach Angaben der Polizei zwei Demos mit jeweils 400 Teilnehmern. Zum Al-Kuds-Marsch von unter anderem radikal-islamischen Gruppen wurden rund 2000 Teilnehmer erwartet. Die Polizei war mit 500 Kräften vertreten, um die beiden Lager auseinander zu halten.

Video: Umstrittene Al-Quds Demonstration in Berlin

+++ 15.24 Uhr: Youtuber Rezo sieht sich nicht als Aktivist +++

Der Youtuber Rezo glaubt trotz der vielen Millionen Aufrufe seines Videos über die "Zerstörung der CDU" nicht, dass er alleine großen Einfluss auf die Europawahl hatte. "Ich denke nicht, dass ich viel bewegt habe", sagte er dem "Spiegel". "Ich habe nicht viel Energie aufgebracht. Wenn eine Bowlingkugel auf dem Schrank liegt, reicht ein kleiner Schubs für eine krasse Auswirkung."  Er habe sich noch nie die Frage gestellt, ob er ein politischer Mensch sei und sehe sich als Unterhalter. "Ich bin kein Aktivist, ich klettere nicht im Hambacher Forst auf Bäume oder marschiere jeden zweiten Tag bei Demos in der ersten Reihe mit. Ich glaube, dass ich der Gesellschaft mehr diene, wenn ich meinen Job gut mache."

Sein 55 Minuten langes Video, in dem er der CDU unter anderem eine verfehlte Klimapolitik vorwirft, ist inzwischen mehr als 14 Millionen Mal geklickt, fast 200 000 Mal kommentiert und 1,1 Millionen geliked worden.

+++ 15.18 Uhr: Erfinder des Flatter-Absperrbands ist tot +++

Der als Erfinder des rot-weißen Flatterbands für Absperrungen geltende Unternehmer Werner Sporleder ist nach Angaben seiner Firma BAS Verkehrstechnik im Alter von 93 Jahren gestorben. Wie das bei Hannover gelegene Unternehmen auf seiner Webseite mitteilt, starb der Vorstandschef bereits am 21. Mai. In einem Nachruf der Tochter Heike heißt es dort im Namen der gesamten Firma: "Mit großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von einem herzensguten Menschen, unserem Firmengründer, Mentor und einer prägenden Persönlichkeit." Ein Mitarbeiter der Firma bestätigte die Todesanzeige.

Die Liste von Sporleders Erfindungen ist lang. Neben dem rot-weißen Folienband hat der innovative Gründer der Baustellen-Absperr-Service Verkehrstechnik (BAS) unter anderem eine blinkende Warnlampe sowie auch Wasserbomben gegen Waldbrände erfunden. Sein Unternehmen gilt als bundesweiter Marktführer bei der Absicherung innerörtlicher Baustellen. Auf das bekannte rot-weiße Absperrband war der gebürtige Hannoveraner nach eigenen Angaben beim Aufhängen der Wäsche gekommen. Er brachte die zweifarbigen Kunststoffstreifen an einer Wäscheleine an - fertig war das Flatterband.

+++ 15.10 Uhr: Schiff der deutschen Organisation Sea-Watch wieder frei +++

Das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch ist in Italien wieder frei. "Gerade haben wir die offizielle Nachricht erhalten, dass unser Schiff nicht länger konfisziert ist und in den Einsatz zurückkehren kann", twitterte die Organisation. Die "Sea-Watch 3" hatte Mitte Mai vor der Küste Libyens 65 Migranten gerettet. Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte sich zwar dagegen gewehrt, dass die Geflüchteten an Land durften. Sie konnten später jedoch in Lampedusa aussteigen. Das Schiff liegt derzeit in Licata auf Sizilien.Morgen will der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, nach Licata reisen und dort auch die Seenotretter der Sea-Watch treffen.

+++ 14.30 Uhr: Polizist in Unterhose schlägt Diebe in die Flucht +++

Nur mit seinen Boxershorts bekleidet hat ein Polizist vier Diebe in einem Juwelier-Geschäft in London in die Flucht geschlagen. Der 29-Jährige wachte in der Nacht zum Freitag auf, als die Einbrecher die Fenster des Geschäfts in seiner Nähe zerstörten. Als er leicht bekleidet am Tatort erschien, hätten die Täter vergeblich mit einer Spitzhacke nach ihm geworfen, berichtete der Polizist. Er stürmte daraufhin mit der Hacke auf die Täter los, die ohne Beute mit ihren Mopeds flüchteten. Weitere Einbruchswerkzeuge wie einen Vorschlaghammer hinterließen sie den Angaben zufolge am Tatort.

Der Polizist hatte sich bei seinem Einsatz zwar an einer Scherbe den Fuß aufgeschnitten, blieb ansonsten aber unverletzt. Er sei froh, die Täter in die Flucht geschlagen zu haben. "Falls so ein Fall nochmals vorkommt, hoffe ich etwas mehr Kleidung anzuhaben", sagte der Mann, der erst seit Kurzem bei Scotland Yard arbeitet. Der Fall zeige, dass Polizisten eigentlich immer im Dienst seien, sagte seine Vorgesetzte.

+++ 13.59 Uhr: Grüne überholen in Umfrage erstmals CDU/CSU +++

Die Grünen haben zum ersten Mal in einer Umfrage zur Bundestagswahl die Union von Platz eins verdrängt. Im Forsa-Trendbarometer von RTL und N-TV gewinnen die Grünen eine Woche nach ihrem erdrutschartigen Erfolg bei der Europawahl 9 Prozentpunkte hinzu und landen bei 27 Prozent. CDU und CSU liegen mit 26 Prozent (minus 2 im Vergleich zur Vorwoche) nur knapp dahinter. Die SPD stürzt nach ihrer historischen Wahlniederlage vom vergangenen Sonntag um 5 Punkte auf 12 Prozent ab. Damit liegt sie nur noch einen Prozentpunkt vor der AfD mit 11 Prozent (minus 2). Dahinter folgen die FDP mit 8 (unverändert) und die Linke mit 7 (minus 1). Die Umfrage fand zwischen dem 27. und dem 31. Mai statt.

Robert Habeck und Sven Giegold von den Grünen bei einer Pressekonferenz nach den Europawahlen

+++ 13.55 Uhr: US-Botschaft in Honduras während Demonstrationen angegriffen +++

Am Rande von Demonstrationen gegen Reformpläne der Regierung ist in Honduras die Botschaft der USA attackiert worden. Maskierte zündeten die Tür der Botschaft in Tegucigalpa an. Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen, das Gebäude selbst wurde nicht beschädigt. Rund zehntausend Menschen, überwiegend Ärzte, Lehrer und Studenten, gingen den zweiten Tag in Folge auf die Straße und forderten die Rücknahme von zwei Regierungsdekreten. Diese sehen nach Angaben der Demonstranten die Privatisierung des Gesundheits- und des Bildungsbereichs vor. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein. Die Demonstranten erklärten, von der Regierung "eingeschleuste" Personen hätten den Zwischenfall an der Botschaft provoziert.

+++ 13.28 Uhr: Demonstrationen gegen Neonazi-Aufmarsch in Chemnitz +++

In Chemnitz hat sich Protest gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten formiert. Weder Polizei noch Veranstalter machten bisher Angaben zur Teilnehmerzahl. Augenzeugen berichten von Hunderten Menschen. An der Neonazi-Veranstaltung nahmen nach Berichten von Reportern der Deutschen Presse-Agentur und anderen Augenzeugen schätzungsweise 250 Menschen teil. Zu den Gegendemonstrationen hatten das "Bündnis Chemnitz Nazifrei" und der Studentenrat der Technischen Universität Chemnitz aufgerufen. Die Demo des Studentenrats verlief ohne weitere Zwischenfälle, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort, um ein Aufeinandertreffen der Demonstranten der unterschiedlichen Veranstaltungen zu vermeiden. Zeitgleich zu den Demonstrationen findet in der Innenstadt anlässlich des Kindertages ein Familienfest mit vielen einzelnen Veranstaltungen statt. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nimmt daran teil.

+++ 12.43 Uhr: Meteorologen erwarten bislang wärmsten Tag des Jahres +++

Sommerwetter: Meteorologen erwarten bislang wärmsten Tag des Jahres

Deutschland steht der bislang wärmste Tag des Jahres bevor: Temperaturen von bis zu 32 Grad sagt der Deutsche Wetterdienst für Sonntag voraus. Vor allem im Osten, im Norddeutschen Tiefland und in den Flussniederungen winkt ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch. "Die Sonne lacht von früh bis spät vom Himmel, die paar wenigen kleinen Quellwolken, die sich zum blauen Himmel gesellen, bleiben harmlos", erklärte ein DWD-Meteorologe.

Doch bereits am Montag ist es mit dem tollen Sommerwetter auch schon wieder vorbei. Dann drohen unwetterartige Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel. Am schlimmsten wird es den Angaben zufolge in einem breiten Streifen, der etwa von Baden-Württemberg über die Mitte Deutschlands bis zur westlichen Ostsee reicht. Ursache dafür sei das Tiefdruckgebiet "Frank", das "uns wahrscheinlich die erste sommerliche Schwergewitterlage in diesem Jahr" beschert, so der Meteorologe.

+++ 12.22 Uhr: Schwere Explosionen in russischer Stadt +++

In der russischen Stadt Dserschinsk haben sich zwei schwere Sprengstoff-Explosionen auf einem Werksgelände ereignet. Mindestens 19 Menschen seien verletzt worden, teilte die Gesundheitsbehörde der Region der Agentur Interfax zufolge mit. In russischen Medien waren eine riesige Rauchwolke sowie Feuer zu sehen. Die Explosionen ereigneten sich demnach bei einem Sprengstoffhersteller, in anderen Meldungen war die Rede von einem Munitionsbetrieb. Große Teile des Werks seien komplett zerstört worden, hieß es. Das Feuer ist noch nicht gelöscht. Weitere Explosionen werden nicht ausgeschlossen.

Die Hintergründe der Explosionen sind noch unklar. In dem Werk werden Medien zufolge Sprengsätze für militärische und zivile Zwecke hergestellt. Dserschinsk liegt rund 400 Kilometer östlich von Moskau.

+++ 11.38 Uhr: "American Gangster" Frank Lucas gestorben +++

Der legendäre Mafia-Boss Frank Lucas, der im Film "American Gangster" von Oscar-Preisträger Denzel Washington verkörpert wurde, ist Medienberichten zufolge gestorben. Wie  unter anderem das Magazin "Rolling Stone" unter Berufung auf den Neffen des ehemaligen Gangsterbosses berichtet, starb Lucas im Alter von 88 Jahren eines natürlichen Todes. Lucas war der erste Afroamerikaner, der zum Chef der New Yorker Mafia aufstieg. Im Jahr 2007 nutzte der britische Filmregisseur Ridley Scott die Lebensgeschichte des berüchtigten Drogenbosses von Harlem als Vorlage für "American Gangster". Der Thriller spielt im New York der 70er-Jahre.

+++ 11.04 Uhr:  29 Menschen bei Brand in bosnischer Flüchtlingsunterkunft verletzt +++

Beim Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Bosnien sind 29 Menschen verletzt worden. Das Feuer in der Wohnanlage in der nordwestlichen Stadt Velika Kladusa brach nach Angaben der örtlichen Behörden am frühen Morgen aus. Insgesamt befanden sich etwa 500 Geflüchtete zum Zeitpunkt des Unglücks in der Unterkunft. Mehrere Menschen retteten sich durch einen Sprung aus dem Gebäude. Wie es zu dem Brand kam, ist unklar. Nach Behördenangaben befanden sich in dem Gebäude jedoch zahlreiche leicht entzündliche Gegenstände wie Schlafsäcke, Decken, Kleidung und Matratzen. Bosnien liegt auf der sogenannten neuen Balkanroute, über die im vergangenen Jahr 25.000 Geflüchtete weiter in Richtung EU gereist waren.

+++ 9.53 Uhr: Suche nach vermisstem Mädchen auf dem Rhein fortgesetzt +++

Zwei Tage nach dem Schlauchbootunglück mit drei Toten haben die deutsche und die französische Wasserschutzpolizei am Morgen die Suche nach einem Mädchen auf dem Rhein fortgesetzt. Seit 9 Uhr suchen die Einsatzkräfte laut der französischen Einsatzleitung zwischen dem Unglücksort im elsässischen Gerstheim und Straßburg nach der Vermissten. Wie eine Sprecherin der französischen Polizei mitteilte, soll auch eine Drohne den Flussabschnitt ab Gerstheim abfliegen. 

Das laut Medien vier Jahre alte Mädchen war am Donnerstag mit einer Touristengruppe auf einem Schlauchboot unterwegs gewesen, das nahe einer Schleuse beim französischen Ort Gerstheim kenterte, drei Menschen kamen dabei ums Leben. Die Gemeinde liegt rund 30 Kilometer südlich von Straßburg.

+++ 9.35 Uhr: China erhebt neue Strafzölle im Handelskonflikt mit Trump +++

Im Handelskonflikt mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump hat China neue Strafzölle eingeführt. Seit heute müssen auf US-Importe im Umfang von 60 Milliarden Dollar (53,8 Milliarden Euro) Abgaben zwischen fünf und 25 Prozent gezahlt werden. Betroffen sind rund 5400 Produkte von Kosmetika über Kaffeemaschinen, Sportausrüstung und Musikinstrumenten bis hin zu Kondomen, Diamanten und Wein. Zuvor hatten die USA höhere Zölle auf chinesische Importe in die USA im Umfang von 200 Milliarden Dollar in Kraft gesetzt. Der bereits seit gut einem Jahr andauernde Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatte sich zuletzt weiter hochgeschaukelt.

+++ 8.16 Uhr Hongkong ordnet Tötung von 4700 Schweinen an +++

Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in einem Schlachthof in Hongkong haben die Behörden die Tötung von 4700 weiteren Tieren angeordnet. Das erkrankte Schwein war aus der südchinesischen Provinz Guangdong importiert worden, wie die Hongkonger Gesundheitsbehörde mitteilte. Das staatlich betriebene Schlachthaus von Sheung Shui werde nun gereinigt und desinfiziert. Der Import von Schweinen vom chinesischen Festland werde vorübergehen gestoppt. Bereits im vergangenen Monat waren rund 6000 Tiere nach einem Fall der Afrikanischen Schweinepest in Hongkong getötet worden. Auch damals stammte das erkranktet Tier aus der chinesischen Provinz Guangdong.

+++ 6.55 Uhr: US-Justizministerium bereitet Kartellverfahren gegen Google vor +++

Google droht offenbar ein neues Kartellverfahren in den USA. Das US-Justizministerium bereite entsprechende Ermittlungen vor, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mehrere Informanten. Dabei gehe es um Googles Aktivitäten im Bereich der Internetsuche und andere Geschäftsfelder des Konzerns. Der Internetkonzern war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die US-Kartellbehörde (FTC) hatte bereits 2011 ein Verfahren gegen Google eingeleitet. Die Ermittlungen wurden zwei Jahre später aber eingestellt.

+++ 6.23 Uhr: Greta Thunberg geht ein Jahr lang nicht zur Schule +++

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg will von diesem Sommer an ein Jahr lang nicht zur Schule gehen. Die 16-Jährige will sich nach dem Abschluss der neunten Klasse ganz auf ihren Kampf gegen die Klimakrise konzentrieren, wie die Deutsche Presse-Agentur aus ihrem Umfeld erfuhr. Im September wolle sie am Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York teilnehmen, im Dezember dann an der Weltklimakonferenz in Santiago de Chile. Um ihre Schulzeit mache sie sich keine Sorgen, sagte Thunberg. Sie werde einfach ein Jahr später aufs Gymnasium wechseln. Normalerweise stünde für die junge Schwedin im August der Wechsel auf eine weiterführende Schule an. In den ersten neun Jahren gilt Schulpflicht.

Da Thunberg aus Klimaschutzgründen nicht fliegt, arbeitet ihre Familie nach dpa-Informationen an Alternativen, wie sie nach Übersee kommen kann. Im Gespräch ist demnach, den Atlantik per Schiff zu überqueren.

Klimaaktion in Wien: Ein ungleiches Paar: Greta Thunberg und Arnold Schwarzenegger kämpfen für dasselbe Ziel

+++ 6.03 Uhr: Zahl der Kinder in Hartz-IV-Familien rückläufig +++

Die Zahl der Kinder in Deutschland, die von Hartz-IV-Leistungen leben, ist zurückgegangen. Ende 2018 lebten demnach 1,95 Millionen Minderjährige in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit berichteten. Dies entspreche einem Rückgang von 3,7 Prozent gegenüber Ende 2017. Besonders häufig waren dem Bericht zufolge Kinder von Alleinerziehenden auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Ende 2018 betraf dies demnach fast 887.000 Kinder. Deutschlandweit lag der Anteil der unter 18-Jährigen, die staatliche Unterstützung erhielten, bei 14,4 Prozent. In Westdeutschland waren es 13,5 Prozent, in den ostdeutschen Bundesländern dagegen 18,4 Prozent.

+++ 5.15 Uhr: Thüringens CDU-Chef fordert Gesamtkonzept zum Klimaschutz +++

Thüringens CDU-Landes- und Fraktionschef Mike Mohring fordert ein Gesamtkonzept zur Energiepolitik von Bund und Ländern. "Bislang hat jedes Bundesland seine eigenen energiepolitischen Ziele und Vorstellungen", sagte Mohring vor einem Treffen der Unionsfraktionsvorsitzenden in Weimar. Man müsse aber internationale Vereinbarungen, die Ziele des Bundes und die Vorstellungen der Länder viel stärker miteinander in Einklang bringen. Bei der dreitägigen Konferenz der Unionsfraktionschefs des Bundes, der Länder und des Europäischen Parlaments wolle man dafür einen ersten Schritt machen, kündigte Mohring an. Das Treffen startet morgen und soll bis Dienstag dauern. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Montag erwartet. Klimapolitik soll eines der Themen bei dem Treffen sein.

+++ 3.41 Uhr: Trump sichert Homosexuellen in aller Welt Unterstützung zu +++

US-Präsident Donald Trump hat Homo- und Transsexuellen in aller Welt Unterstützung zugesagt. "Meine Regierung hat eine globale Kampagne gestartet, um Homosexualität zu entkriminalisieren, und lädt alle Nationen ein, sich uns bei diesem Bemühen anzuschließen", twitterte Trump zu Beginn des sogenannten LGBT Pride Month. Der Juni gilt in den USA als "Pride Month". In dieser Zeit feiern Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle den offenen Umgang mit ihrer sexuellen Identität und werben für mehr Toleranz. 

Trump schrieb weiter, es sollten in diesem Monat nicht nur die herausragenden Beiträge gewürdigt werden, die Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender (LGBT) für "unsere großartige Nation" geleistet haben, "lasst uns auch solidarisch sein mit den vielen LGBT-Menschen, die in Dutzenden Ländern weltweit leben, die Individuen wegen ihrer sexuellen Orientierung bestrafen, einsperren oder sogar hinrichten".

+++ 3.33 Uhr: Söder stärkt Kramp-Karrenbauer vor CDU-Klausurtagung den Rücken +++

Vor der CDU-Vorstandsklausur erhält Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer Rückendeckung von CSU-Chef Markus Söder. "Annegret Kramp-Karrenbauer ist eine mutige und starke Politikerin", sagte Bayerns Ministerpräsident dem "Focus". "Sie hat entscheidend dazu beigetragen, dass CDU und CSU wieder gut zusammenarbeiten. Sie hat meine volle Unterstützung." Kramp-Karrenbauer mache "einen sehr guten Job als Parteivorsitzende".

Nach der enttäuschenden Europawahl will die CDU-Spitze bei der Klausurtagung am Sonntag und Montag eine Neuausrichtung einleiten. Kramp-Karrenbauer geriet zuletzt in die Kritik, weil sie aus Verärgerung über einen CDU-kritischen Wahlaufruf von zahlreichen YouTubern die Frage aufgeworfen hatte, ob solche "klare Meinungsmache vor der Wahl" reguliert werden müsse.

AKK lädt CDU-Mitglieder via Fax zu Tagung ein – und das Internet lacht sich schlapp

+++ 2.30 Uhr: Gewaltausbruch in Asylunterkunft in Bayern - Verletzte und Festnahmen +++

Bei einem Einsatz in einer Asylunterkunft in Bayern sind fünf Polizisten verletzt worden. Die Beamten waren am Freitag in die kleine Gemeinde Stephansposching gerufen worden, weil einige Bewohner des Flüchtlingsheims randalierten. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Beamten zunächst von etwa 30 aufgebrachten Flüchtlingen beleidigt und bedrängt. Als die Einsatzkräfte den mutmaßlichen Rädelsführer aus der Menge zogen, eskalierte die Situation. Mehrere Asylbewerber schlugen auf die Polizisten ein und warfen Fahrräder auf sie. Die Einsatzkräfte wehrten sich mit Pfefferspray. Ein Asylbewerber sei mit beiden Füßen in die Seitenscheibe eines Polizeiautos gesprungen, hieß es. Einige Flüchtlinge errichteten Barrikaden und hinderten die Polizei daran, das Gelände zu verlassen. Erst als Verstärkung eintraf, gelang es, die Lage zu beruhigen.

Vier Polizisten kamen den Angaben zufolge ins Krankenhaus. Sie erlitten Schnitt- und Rippenverletzungen sowie Verletzungen an den Augen. Sechs Männer aus Nigeria im Alter zwischen 23 und 38 Jahren wurden festgenommen. Die Ermittlungen gegen sie laufen.

+++ 1.58 Uhr: Thierse warnt vor Nahles-Sturz und Selbstzerstörung der SPD +++

Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hat einem Medienbericht zufolge die SPD-Bundestagsabgeordneten gewarnt, Andrea Nahles zu stürzen. "Nachdem die SPD in ihrer großen und langen Geschichte mit Andrea Nahles zum ersten Mal eine Frau an ihre Spitze gewählt hat - welches Zeichen ist es, wenn diese Frau nach einem Jahr wieder gestürzt wird", schreibt Thierse dem "Tagespiegel" zufolge in einem Appell an die SPD-Abgeordneten. "Wer als Partei glaubwürdig für eine Politik der Solidarität eintreten will, der muss selbst Solidarität vorleben - sonst betreibt er Selbstzerstörung unserer Partei." Die existenzbedrohliche Situation der SPD zu personalisieren, sei der bequeme Weg. Thierse forderte stattdessen, den "Identitätskern der SPD" wieder sichtbar zu machen. Partei- und Fraktionschefin Nahles will sich nach dem Desaster der SPD bei der Europawahl kommenden Dienstag in der Fraktion einer vorzeitigen Neuwahl stellen.

Virginia Beach: Amoklauf in US-Stadtverwaltung: Angreifer erschießt zwölf Menschen

+++ 1.05 Uhr: Schütze eröffnet Feuer in US-Stadtverwaltung - zwölf Tote +++

Ein Schütze hat in Virginia Beach im US-Bundesstaat Virginia das Feuer eröffnet und mindestens elf Menschen getötet. Zum Tatort gerufene Polizisten hätten den Mann schließlich bei einem Schusswechsel getötet, sagte der örtliche Polizeichef Jim Cervera. Sechs Menschen seien verletzt worden, als der bewaffnete Mann in einem Gebäude der Stadtverwaltung das Feuer eröffnete. Der mutmaßliche Täter sei seit Langem bei der Stadt angestellt gewesen.

+++ 1.03 Uhr: Darwin-Erstausgabe wird versteigert +++

Eine Erstausgabe des Werkes "Über die Entstehung der Arten", das der Autor und Naturwissenschaftler Charles Darwin (1809-1882) einst seinem deutschen Kollegen Robert Caspary (1818-1887) schenkte, könnte bei einer Auktion in New York Mitte Juni bis zu 300.000 Dollar (etwa 270.000 Euro) einbringen. Darwin und Caspary hätten viel Briefkontakt miteinander gehabt, teilte das Auktionshaus Bonhams mit. Darwin schickte ihm dann auch eine Ausgabe seines Werkes "Über die Entstehung der Arten", das heute als Grundlage der Evolutionsbiologie gilt. 

Anfang des 20. Jahrhunderts kaufte ein britischer Psychologie-Professor die Ausgabe, seitdem war sie in der Privatsammlung seiner Familie und wurde nun zur Versteigerung freigegeben. Die Auktion ist für den 13. Juni geplant.

+++ 0.21 Uhr: Kalifornisches Paar hält mehr als 130 Hunde in teurer Villa +++

In einer teuren Villa in Südkalifornien sind die Behörden auf 136 verwahrloste Hunde gestoßen. Das spärlich möblierte Haus sei mit Kot und Urin völlig verschmutzt gewesen, sagte Polizeisprecher Phil McMullin dem Sender NBC. Er sei völlig überrascht davon, dass die zwei Hausbesitzer mit den Tieren in der Villa lebten, sagte der Ermittler. Der Geruch sei unerträglich gewesen.

In Schutzanzügen und mit Atemmasken sammelten Helfer die Tiere ein. Die zumeist kleinen Hunde, darunter Shih Tzu und Malteser-Pudel, wurden in ein Tierheim gebracht. Nachbarn in der eingezäunten Anlage mit teuren Häusern reagierten überrascht. Sie hätten nichts von den Verhältnissen in dem Haus gewusst. Eine Frau sagte dem Lokalsender, sie habe von der Hausbesitzerin vor Jahren einen Hund gekauft. Er sei oft krank gewesen und mit vier Jahren gestorben.


mad/tis / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(