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News des Tages: Hotelbesitzer auf Mallorca wegen Menschenhandels inhaftiert

Ermittlungen gegen Ex-VW-Boss Winterkorn wegen Betrugsverdacht +++ Mutter nach Tötung von fünfjähriger Tochter in Psychiatrie +++ Deutschland gedenkt der Befreiung des KZs Auschwitz +++ Die Nachrichten des Tages im Rückblick.

26 Jahre nach einem Kindermord in Thüringen hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen (Symbolbild)

26 Jahre nach einem Kindermord in Thüringen hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen (Symbolbild)

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 21.56 Uhr: Tausende protestieren in Washington gegen Abtreibungen +++

Die Abtreibungsgegner in den USA haben bei ihrem jährlichen Protestmarsch diesmal prominente Unterstützung erhalten: Vize-Präsident Mike Pence sagte vor zehntausenden Demonstranten in Washington: "Wir stehen an einem historischen Wendepunkt." Es war das erste Mal, dass ein US-Vizepräsident an dem "Marsch für das Leben" teilnahm. Der neue US-Präsident Donald Trump bekundete via Twitter seine Unterstützung.

+++ 21.06 Uhr: Tausend Flüchtlinge auf dem Mittelmeer aus Seenot gerettet +++

Etwa tausend Flüchtlinge sind bei mehreren Einsätzen im Mittelmeer aus Seenot gerettet worden. Die Retter bargen außerdem eine Leiche, wie die italienische Küstenwache mitteilte. Die Flüchtlinge waren demnach in sechs Schlauch- und drei Holzbooten zur Überfahrt nach Europa aufgebrochen. Sie wurden unter anderem von der Küstenwache sowie von einem Schiff der Nichtregierungsorganisation Proactiva Open Arms aufgegriffen. 

+++ 19.49 Uhr: Türkei droht Athen mit Aufkündigung von Flüchtlingsabkommen +++

Nach dem Urteil der griechischen Justiz gegen die Auslieferung von acht türkischen Soldaten droht Ankara der Regierung in Athen mit der Aufkündigung eines Flüchtlingsabkommens. "Wir werden die nötigen Maßnahmen ergreifen, darunter die Annullierung dieses Abkommens zur Wiederaufnahme" von Flüchtlingen, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu. Ob ein Abkommen mit Athen oder der Flüchtlingspakt mit der EU gemeint war, war unklar. Griechenlands Oberster Gerichtshof hatte am Donnerstag die Auslieferung von acht türkischen Soldaten abgelehnt, die nach dem gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli mit einem Hubschrauber nach Griechenland geflohen waren. Das Gericht urteilte, den Militärs sei in der Türkei kein fairer Prozess garantiert. Zudem sei nicht auszuschließen, dass sie dort gefoltert würden. Das Urteil hatte in Ankara für erzürnte Reaktionen gesorgt.

+++ 19.26 Uhr: Queen Elizabeth II. lädt Trump nach Großbritannien ein +++

US-Präsident Donald Trump hat eine Einladung von Queen Elizabeth II. nach Großbritannien akzeptiert. Das sagte Großbritanniens Premierministerin Theresa May in Washington bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Trump in Washington. Zuvor hatte sie eine knappe Stunde mit dem neuen Präsidenten im Weißen Haus gesprochen. Einladungen zu Staatsbesuchen in Großbritannien spricht zwar offiziell die Queen aus, sie werden aber von der Downing Street aus politischen Überlegungen arrangiert. Großbritannien will die USA als Partner für ein bilaterales Freihandelsabkommen gewinnen, wenn das Land voraussichtlich 2019 aus der EU und aus dem europäischen Binnenmarkt austritt.

+++ 19.21 Uhr: Trump und Peña Nieto sprechen eine Stunde lang am Telefon +++

US-Präsident Donald Trump und sein mexikanischer Amtskollege Enrique Peña Nieto haben nach Angaben des Senders CNN eine Stunde lang miteinander telefoniert. CNN berief sich auf das Weiße Haus. Am Vortag hatte sich das Verhältnis beider Staaten rapide verschlechtert. Grund ist die Ankündigung Trumps, eine Mauer zu Mexiko zu bauen, für die das Land bezahlen soll. Peña Nieto sagte daraufhin eine für Ende des Monats geplante Reise nach Washington und ein Treffen mit Trump ab.


+++ 18.40 Uhr: IWF-Bericht: Griechenlands Schuldenlast langfristig "explosiv" +++

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stuft Griechenlands Schuldenlast als derzeit "unhaltbar" und langfristig "explosiv" ein. Um den Schuldenberg des Landes zu verringern, müsse die Eurozone "glaubwürdigere" Maßnahmen ergreifen, heißt es in einem IWF-Bericht. Der IWF macht von der langfristigen Tragfähigkeit der griechischen Schulden seine Beteiligung an dem milliardenschweren Rettungspaket für das Mittelmeerland abhängig, bislang beteiligte er sich nicht mit eigenen Finanzmitteln.

+++ 18.25 Uhr: Hotelbesitzer auf Mallorca wegen Menschenhandels inhaftiert +++

Ein Hotelier auf Mallorca ist Medienberichten zufolge wegen Menschenhandels und Ausbeutung am Arbeitsplatz festgenommen worden. Der Mann, der in der Nähe von Manacor ein Landhotel geführt habe, habe rumänische Landsleute 13 Stunden am Tag für einen Stundenlohn von 1,50 Euro arbeiten lassen, zitiert etwa die Zeitung "Diario de Mallorca" die örtliche Polizei und die Sondereinheit UCRIF (Einheit gegen illegale Einwanderung und Dokumentenfälschung). Der Verdächtige habe die Angestellten unter falschen Versprechungen auf die Urlaubsinsel gelockt. Dort angekommen, hätten sie ohne Vertrag sieben Tage die Woche und ohne Anspruch auf Urlaub schuften müssen. In dem Landhotel seien sie in unmenschlichen und unhygienischen Verhältnissen in kleinen Kellerräumen ohne Fenster und Belüftung untergebracht gewesen. Der Festgenommene soll die Rumänen über das Internet angeworben und ihnen die Anreise finanziert haben. Sobald sie auf der Insel angekommen seien, habe er sie völlig isoliert und psychisch so unter Druck gesetzt, dass sie sich nicht getraut hätten, zur Polizei zu gehen, hieß es.

+++ 18.21 Uhr: Flinte, Pistole und Armbrust bei mutmaßlichem Reichsbürger gefunden +++

Ein 43-jähriger mutmaßlicher "Reichsbürger" und aktiver Kampfsportler ist in Keltern in Baden-Württemberg verhaftet worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurde der in Pforzheim lebende Mann bei seinem Gartengrundstück von SEK-Beamten überwältigt. Dabei sei er leicht verletzt worden. Bei seiner Verhaftung hatte er ein Messer und eine scharfe Pistole bei sich. In seiner Wohnung entdeckten die Beamten eine Pumpgun, eine Armbrust sowie mehrere Hieb- und Stichwaffen. Zudem stießen sie auf rund 150 Schuss scharfer Munition und einen fünfstelligen Geldbetrag. "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort.

+++ 18.16 Uhr: May als Trumps erster ausländischer Staatsgast im Weißen Haus eingetroffen +++

Als erster ausländischer Staatsgast des neuen US-Präsidenten Donald Trump ist die britische Premierministerin Theresa May im Weißen Haus eingetroffen. May wurde persönlich von Trump empfangen. Nach ihrem Gespräch im Oval Office wollen die beiden gemeinsam vor die Presse treten. Neben der Außen- und Sicherheitspolitik dürfte sich ihr Treffen um ein angestrebtes bilaterales Handelsabkommen drehen. Da Großbritannien nach dem Brexit-Votum im Juni nicht nur die EU, sondern auch den europäischen Binnenmarkt verlassen will, ist London besonders auf die USA als Handelspartner angewiesen.


+++ 17.49 Uhr: US-Bürger beschimpft und tritt muslimische Fluglinien-Mitarbeiterin +++

In New York steht ein US-Bürger vor Gericht, weil er eine muslimische Angestellte der Fluggesellschaft Delta mit Schimpftiraden überzogen und getreten und sich dabei auf den neuen US-Präsidenten Donald Trump bezogen haben soll. Der von dem Angeklagten an den Tag gelegte "Hass" habe "keinen Platz in einer zivilisierten Gesellschaft", sagte Staatsanwalt Richard Brown vor Gericht. Der Anklage zufolge wurde die Kopftuch tragende Angestellte von dem 57-Jährigen in der Lounge der Business Class auf dem New Yorker John F. Kennedy Flughafen attackiert. Er habe sich bei seinen Beschimpfungen direkt auf den Amtsantritt von Präsident Trump bezogen. "Jetzt ist Trump da, er wird mit euch allen kurzen Prozess machen", rief der Angreifer demnach.

+++ 17.36 Uhr: Chef der EU-feindlichen britischen Ukip-Partei findet Folter okay +++

Der Chef der EU-feindlichen britischen Ukip-Partei, Paul Nuttall, findet Folter okay. Voraussetzung sei aber, dass dadurch ein tödlicher Terroranschlag verhindert werden könne, sagte Nutall dem britischen Nachrichtensender SkyNews. "Wenn Waterboarding dafür sorgt, dass eine Reihe von Menschenleben hier oder in Amerika gerettet werden, weil jemand etwas verrät, was hinsichtlich eines Terrorangriffs geschehen soll, würde ich das wahrscheinlich zähneknirschend okay finden", sagte Nuttall.

+++ 16.45 Uhr: Katze schaltet Herd an - Feuer in Küche +++

Eine Katze hat in einer Küche in Senftenberg in Brandenburg einen Brand ausgelöst. Mit den Tatzen berührte das Tier die Kochfläche des Herds, der dadurch angeschaltet wurde, wie die Polizei mitteilte. Auf dem Herd standen Küchenutensilien, die Feuer fingen. Der Wohnungsbewohner bemerkte den Brand. Ihm gelang es, die Flammen zu löschen.

+++ 16.46 Uhr: Vogelgrippe breitet sich weiter mit großer Dynamik aus +++

Die hochansteckende Vogelgrippe breitet sich nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) weiter mit großer Dynamik aus. Inzwischen seien 23 europäische Staaten betroffen, sagte FLI-Vizepräsident, Professor Franz Conraths, auf der Insel Riems bei Greifswald. Zahlreiche europäische Staaten meldeten täglich neue Fälle. In Deutschland sei der gefährliche H5N8-Erreger bei Wildvögeln in 15 Bundesländern nachgewiesen worden. Außerdem seien inzwischen etwa 40 Geflügelhaltungen betroffen, zuletzt ein Putenmastbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern, wo seit Freitag 40.000 Puten getötet werden. Anzeichen für ein Abklingen seien nicht erkennbar.

+++ 16.31 Uhr: Hessischer Berufsschüler verletzt 17 Menschen mit Reizgas +++

In einer Berufsschule im hessischen Bad Nauheim hat ein 16-Jähriger insgesamt 17 Menschen mit Reizgas verletzt. Wie die Polizei in Friedberg mitteilte, wurden vier der Verletzten vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Zur Schwere ihrer Verletzungen lagen demnach keine Angaben vor. Zum Motiv des Schülers hieß es, dass er offenbar mit einem Mitschüler in Streit geraten sei. Daraufhin habe er auf einem Flur das Gas versprüht. Die Polizei rückte nach eigenen Angaben mit mehreren Streifenwagen an, auch mehrere Rettungswagen waren im Einsatz. Die Ermittlungen dauerten an.

+++ 16.20 Uhr: Landkreis erteilt Flughafen BER letzte erforderliche Baugenehmigung +++

Auf dem Weg zur Inbetriebnahme hat Berlins künftiger Flughafen BER eine wichtige Hürde genommen: Das Bauamt des zuständigen Brandenburger Landkreises Dahme-Spreewald stimmt dem sechsten Nachtrag zur Baugenehmigung zu, wie Berlins Bürgermeister Michael Müller mitteilte. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg lobte die Entscheidung als "wichtigen Schritt". Am vorangegangenen Wochenende war bekannt geworden, dass wegen erneuter Probleme auf der Baustelle die geplante Inbetriebnahme noch im laufenden Jahr nicht mehr zu schaffen ist. Müller erklärte, noch im Frühjahr 2017 solle ein neuer Eröffnungstermin für das kommende Jahr festgelegt werden.

+++ 16.03 Uhr: Gabriel will Außenpolitik und Wahlkampf trennen +++

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel will seine Außenpolitik vom bevorstehenden Wahlkampf trennen. "Dass wir jetzt eine Bundestagswahl haben, sollte uns so wenig wie möglich interessieren", sagte er bei seinem Amtsantritt im Auswärtigen Amt vor mehreren hundert Mitarbeitern. Er begründete das mit den großen aktuellen Herausforderung in der Außenpolitik. Gabriel hatte am Dienstag angekündigt, auf den SPD-Vorsitz und die Kanzlerkandidatur zugunsten von Martin Schulz zu verzichten. Der bisherige Wirtschaftsminister Gabriel bleibt aber Vizekanzler. Die Bundestagswahl findet am 24. September statt.


+++ 15.43 Uhr: Unternehmen zieht Kündigung wegen Toilettenbons zurück +++

Kurz vor einem Prozess wegen der angeblichen Entwendung von Toilettenbons im Wert von sechs Euro hat das Unternehmen die Kündigung einer Mitarbeiterin zurückgezogen. Die Frau darf nun nach mehr als einem halben Jahr an ihren Arbeitsplatz an der Autobahnraststätte Augsburg-Ost zurückkehren. Nach Angaben der Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) hatte der Arbeitgeber ihr gekündigt, weil sie angeblich zwölf Wertmarken von je 50 Cent eingesteckt habe, die Kunden für die kostenpflichtige Nutzung der Toilette erhalten. Dafür habe es aber keine Beweise gegeben, betonte der NGG-Sprecher. Der Raststättenbetreiber Tank & Rast hatte sich zu Details der Kündigung nicht geäußert.

+++ 15.21 Uhr: Wieder Ermittlungen gegen Berlusconi +++

Gegen den früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi laufen Medienberichten zufolge neue Ermittlungen wegen des Verdachts der Zeugenbestechung. Die Mailänder Staatsanwaltschaft prüfe, ob Berlusconi mehreren Frauen, die als Zeuginnen im "Ruby"-Prozess um Sexpartys mit minderjährigen Prostituierten geladen waren, bis vor wenigen Monaten Schweigegeld gezahlt hat, berichteten die Nachrichtenagentur Ansa und mehrere italienische Tageszeitungen.

+++ 15.11 Uhr: Antikes Schiffswrack vor Mallorca entdeckt - von Amphoren begraben +++

Archäologen haben im Meer vor Mallorca ein etwa 1800 Jahre altes römisches Schiffswrack entdeckt. Es liegt in etwa 70 Metern Tiefe in der Nähe der Insel Cabrera, knapp 14 Kilometer südlich von Mallorca, wie bei der Präsentation des außergewöhnlichen Fundes bekannt gegeben wurde. Das Wrack sei unter einem Berg antiker Amphoren begraben, zitierte die "Mallorca Zeitung" die Experten. Zwei professionelle Taucher des Balearischen Instituts für Meeresarchäologie hatten das antike Schiff schon im vergangenen Oktober entdeckt und fotografiert.

+++ 15.04 Uhr: Trump und Merkel wollen am Samstag telefonieren +++

Der neue US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel wollen am Samstag erstmals nach Trumps Amtsübernahme miteinander in direkten Kontakt treten. Ein Telefonat des Präsidenten mit der Kanzlerin sei geplant, teilte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, mit. Trump hatte Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik wiederholt hart kritisiert.

+++ 14.57 Uhr: Rostocker gibt seinen Hund als Schaf aus +++

Ein Mann aus   hat sich Polizisten gegenüber beharrlich geweigert, das Tier, das er spazierenführte, als Hund anzuerkennen. Stattdessen beharrte er darauf, es handle sich um ein Schaf, wie die Polizei in Rostock mitteilte. Das Tier des Manns war im Stadthafen der Hansestadt dem Hafenvogt aufgefallen, der dort für Ordnung und Sauberkeit zuständig ist, denn es trug keine Steuermarke. Der Mann nutzte nach Ansicht der Polizei die Ähnlichkeit seines Hunds der Rasse "Perro de Agua Espanol" mit einem Schaf aus, um die Hundesteuer nicht zu zahlen. Nun drohen ihm Nachzahlungen und ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung.


+++ 14.28 Uhr: VW-Abgasskandal: Winterkorn bleibt bei seiner Darstellung +++

Der frühere VW-Chef Martin Winterkorn bleibt bei seiner Darstellung, bis zum Bekanntwerden des Diesel-Skandals im September 2015 von illegalen Abgas-Manipulationen nichts gewusst zu haben. Er habe die Einleitung eines weiteren Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Braunschweig "zur Kenntnis genommen", teilten seine Anwälte mit. Er werde sich hierzu gegenüber den Ermittlungsbehörden äußern, sobald er die ihn "angeblich belastenden Umstände" - Aussagen und Dokumente - genauer kenne.


+++ 14.20 Uhr: Mann verfolgt splitterfasernackt Einbrecher +++

Splitterfasernackt hat ein Hausbesitzer aus Selm in Nordrhein-Westfalen einen flüchtenden Einbrecher verfolgt. Der 40-Jährige war der Polizei zufolge in der Nacht zum Freitag zum Kühlschrank gegangen, als er verdächtige Geräusche an der Haustür hörte. Kurzentschlossen riss er die Tür auf und schrie den Einbrecher an, der erschrocken die Flucht ergriff. Der Hausbesitzer nahm die Verfolgung auf. An der nächsten Ecke musste er aber den eiskalten Nachttemperaturen Tribut zollen und die Jagd aufgeben. Zurück ließ der Täter ein rotes Damenrad, wie die Kreispolizei Unna am Freitag mitteilte.

+++ 14.19 Uhr: Taliban in Deutschland festgenommen +++

Die Bundesanwaltschaft hat einen mutmaßlichen Taliban festnehmen lassen, der in Afghanistan bei zahlreichen Hinrichtungen geholfen haben soll. Sie wirft dem 21-Jährigen Beihilfe zum Mord vor, wie am Freitag mitgeteilt wurde. Der Mann soll sich den radikal-islamischen "Gotteskriegern" 2014 angeschlossen haben und Leibwächter eines Kreisverwalters gewesen sein, der auch Hinrichtungen veranlasste. Die Ermittler werfen dem Afghanen vor, den Vollstrecker dieser Todesurteile beschützt und "in zahlreichen Fällen" bei der Abholung und Tötung der Opfer begleitet zu haben. In einem Fall wurde den Angaben zufolge 2015 ein Soldat hingerichtet. Wie der Mann nach Deutschland kam und wo er festgenommen wurde, wurde nicht mitgeteilt. Er sitzt in Untersuchungshaft.

+++ 14.14 Uhr: Drei Jahre Haft für korrupten LKA-Beamten +++

Wegen Bestechlichkeit, des Verrats von Dienstgeheimnissen und Steuerhinterziehung muss ein Beamter des Landeskriminalamts (LKA) Mecklenburg-Vorpommerns für drei Jahre ins Gefängnis. Zusätzlich ordnete das Schweriner Landgericht am Freitag den Einzug von 100.000 Euro aus seinem Vermögen an. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 60-jährige Angeklagte seit 2008 rund 270.000 Euro von einer mitangeklagten Unternehmensberaterin erhielt.

+++ 13.36 Uhr: Duma verabschiedet Gesetzt für mildere Strafen bei häuslicher Gewalt +++

Das russische Parlament hat mit überwältigender Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das die Strafen bei häuslicher Gewalt verringert. 380 der 450 Duma-Abgeordneten stimmten am Freitag in Moskau in dritter Lesung für das Gesetz, nur drei Abgeordnete stimmten mit Nein. Der Text muss noch den Senat passieren, bevor es von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet werden kann. Das Gesetz reduziert die Strafen für Gewalt gegen Familienmitglieder bei Ersttätern, wenn sie nicht zu schweren Verletzungen führt. Bislang waren dafür Strafen von bis zu zwei Jahren Gefängnis vorgesehen, nun sollen Geldstrafen von umgerechnet bis zu 470 Euro gelten. "Wir wollen zeigen, dass die russischen Abgeordneten nicht den Maßlosigkeiten folgen, die wir in Westeuropa sehen", sagte Andrej Issajew von Putins Partei Einiges Russland während der Debatte. Er behauptete, dass europäische Kinder ihre Eltern bei den Behörden "denunzieren", damit ihnen das Sorgerecht entzogen werde. 


+++ 13.28 Uhr: Haftbefehl gegen Gefährder beantragt +++

Die Staatsanwaltschaft Halle hat einen Haftbefehl gegen einen 17-jährigen unbegleiteten Flüchtling beantragt, der zur Gefährderszene gehören soll. Der Jugendliche sei dringend verdächtig, Kontakt zu einer mutmaßlichen Terrorzelle gehabt zu haben, die Interessierte im Umgang mit Sprengstoff und Sprengstofffallen unterweise, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle und bestätigte entsprechende Medienberichte der "Mitteldeutschen Zeitung" und des MDR. Der 17-Jährige sei teilweise geständig, teilweise relativiere er die Vorwürfe.

+++ 13.18 Uhr: De Maizière schließt Beobachtung Höckes durch Verfassungsschutz nicht aus +++

Nach der umstrittenen Rede des AfD-Politikers Björn Höcke zum Holocaustgedenken hält Bundesinnenminister Thomas de Maizière eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz für denkbar. "Die AfD als Ganzes ist kein Beobachtungsobjekt des Bundesamts", sagte de Maizière dem "Spiegel". Das schließe aber "nicht aus, wenn sich einzelne Personen verfassungsfeindlich verhalten, dass sie dann auch Gegenstand von Beobachtungen sein können".


+++ 13.14 Uhr: Deutsche Landwirte unsicher über Trumps Absichten +++

Die ersten Amtshandlungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump verunsichern auch die deutschen Bauern. "Ich glaube, es ist niemand vor Überraschungen gefeit", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied mit Blick auf den Agrarhandel. Er verwies auf die angedrohten Importzölle gegen Mexiko. "Das sind Gepflogenheiten, die seither von US-Präsidenten nicht umgesetzt wurden." Die deutsche Landwirtschaft verkaufe jährlich Waren für 1,8 Milliarden Euro in die USA, dies sei ein wichtiger Markt.

+++ 13.03 Uhr: Mutter nach Tötung von fünfjähriger Tochter in Psychiatrie +++

Eine 41 Jahre alte Mutter, die ihre Tochter am Mittwochnachmittag in Bad Wildbad tötete, ist in ein psychiatrische Klinik eingeliefert worden. Die Frau hatte ihr Kind in der Stadt im Schwarzwald im Bett des Kinderzimmers erstickt, wie die zuständige Staatsanwaltschaft Tübingen mitteilte. Die beiden älteren Söhne der Frau hielten sich zur Tatzeit ebenfalls in der Wohnung auf, bekamen von dem Familiendrama aber nichts mit. Der Vater der Kinder war zur Tatzeit nicht anwesend. Der Haftrichter ordnete den Angaben zufolge an, dass die Frau in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert wird. Da die Mutter vorerst keine Angaben mache, liege das Motiv der Tat noch im Dunkeln.

+++ 12.15 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Winterkorn wegen Betrugsverdachts +++

Im VW-Abgasskandal rückt der frühere VW-Vorstandschef Martin Winterkorn zunehmend ins Visier der Staatsanwaltschaft. Gegen ihn werde nun auch wegen des Anfangsverdachts des Betruges ermittelt, teilte die Behörde am Freitag mit.

+++ 12.48 Uhr: Türkei droht mit Aufkündigung des EU-Flüchtlingspakts +++

Die Türkei hat mit der Aufkündigung des Flüchtlingsabkommens mit der Europäischen Union gedroht. Außenminister Mevlüt Cavusoglu reagierte damit auf die Weigerung der griechischen Justiz, der Auslieferung von acht türkischen Soldaten zuzustimmen, die nach dem gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli nach Griechenland geflohen waren. Ankara hatte nach dem Urteil am Donnerstag bereits gedroht, die Beziehungen zu Athen zu überprüfen.

+++ 12.46 Uhr: Verkehrsgerichtstag will keine Fahrtests für Senioren - vorerst +++

Für ältere Autofahrer soll es nach den Vorstellungen des Verkehrsgerichtstages vorerst keine verbindlichen Fahreignungstests geben. Es gebe zwar Hinweise, dass ältere Menschen als Kraftfahrer ein zunehmendes Risiko für die Sicherheit im Straßenverkehr darstellen, heißt es in der Empfehlung. Es fehle aber noch die Datengrundlage zur Risikoabschätzung. Bis dahin seien Senioren aufgerufen, selbst zu prüfen, ob sie noch Autofahren können. Denkbar seien zum Beispiel sogenannte Rückmeldefahrten, bei denen ein Fahrlehrer oder Psychologe die Fahreignung auf freiwilliger Basis einschätzt. 


+++ 11.52 Uhr: Gabriel und Zypries als neue Minister vereidigt +++

Vizekanzler Sigmar Gabriel hat Frank-Walter Steinmeier als Außenminister abgelöst. Bundespräsident Joachim Gauck übergab dem scheidenden SPD-Chef im Schloss Bellevue die Entlassungsurkunde als Wirtschaftsminister und die Ernennungsurkunde für das neue Amt. Neue Wirtschaftsministerin wird Gabriels bisherige Parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries, die als Neuling im Kabinett aber am späteren Vormittag noch im Bundestag vereidigt werden muss. Steinmeier scheidet aus dem Kabinett aus, weil er am 12. Februar als Kandidat der großen Koalition bei der Bundespräsidentenwahl antritt. Seine Wahl gilt als sicher. Auch Brigitte Zypries wurde vereidigt. Die frühere Bundesjustizministern ist an die Spitze des Wirtschaftsressorts gewechselt. 

+++ 10.25 Uhr: Zwei Tote bei Unfall auf A1 mit liegengeliebenem Auto +++

Zwei Männer sind am Donnerstagabend bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 1 bei Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein ums Leben gekommen. Der 54- und der 44-Jährige befanden sich nach Angaben der Polizei bei einem aus noch ungeklärten Gründen unbeleuchtet mitten auf der linken Spur stehenden Auto und wurden getötet, als ein weiteres Fahrzeug in dieses hineinfuhr. Die beiden Männer hätten sich offenbar an der Frontseite des stehenden Autos aufgehalten und seien über die Leitplanke geschleudert worden, als dieses durch die Wucht des Aufpralls gegen sie katapultiert worden sei, erklärte die Polizei in Ratzeburg in der Nacht zum Freitag. Der Fahrer des nachfolgenden Autos erlitt bei dem Crash leichte Verletzungen und kam in ein Krankenhaus.

+++ 10.25 Uhr: Nacktotos aus Online-Sex-Club wochenlang offen im Netz +++ 

Über Wochen sind auf einem Online-Club für bisexuelle Frauen einem Bericht des Online-Magazins "Vice" zufolge Tausende persönliche Bilder von Mitgliedern offen einsehbar gewesen. Der "Skirt Club" sei grob fahrlässig mit den Daten seiner Nutzerinnen umgegangen, berichtet das Magazin am Freitag. Darunter seien zum Teil Nacktfotos gewesen, die auch die Namen der Frauen verrieten. Nach einem Hinweis des Magazins im Dezember hätten die Betreiber drei Wochen gebraucht, um das Datenleck halbwegs zu schließen.

+++ 9.35 Uhr: Im Herbst kommt Fack Ju Göthe 3 in die Kinos +++

Im Herbst soll ein dritter und letzter Teil der erfolgreichen Schulkomödienreihe anlaufen. "Ich hoffe, es freut euch sehr, ich hoffe, es gibt riesenvolle Kinosäle: Wir machen "Fack Ju Göhte 3"", verkündete Schauspieler Elyas M'Barek (34) bei einer Veranstaltung der Constantin Film, die er mit seinem Smartphone live bei Facebook übertrug. "Wir freuen uns sehr, die Trilogie mit einem "#FinalFack" zu beenden." Geplanter Filmstart ist der 26. Oktober, teilte die Constantin Film am Freitag mit. Alle Hauptdarsteller der ersten beiden Filme sollen wieder mit dabei sein, Regie und Drehbuch kommen wie gehabt von Bora Dagtekin.

+++ 9.18 Uhr: Zentralrats-Präsident plädiert für KZ-Besuch aller Schüler +++

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat anlässlich der Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus dafür plädiert, dass möglichst alle Schüler mindestens einmal eine KZ-Gedenkstätte besuchen sollten. Das sei etwas anderes, als darüber nur im Schulunterricht zu lesen oder zu hören, sagte Schuster den "Ruhr Nachrichten" aus Dortmund. "Jede Schulklasse sollte mindestens einmal eine KZ-Gedenkstätte besucht haben."

+++ 9.11 Uhr: Erster Bundeswehr-Hubschrauber für Einsatz in Mali verladen +++

Die Ausweitung des riskanten Mali-Einsatzes der Bundeswehr hat bereits einen Tag nach Zustimmung des Bundestags begonnen. Der erste Hubschrauber wurde am Freitagmorgen auf dem Flughafen Leipzig in ein Transportflugzeug verladen, um in das westafrikanische Land gebracht zu werden. Die restlichen Maschinen sollen in den kommenden Tagen und Wochen folgen."Der Einsatz, der vor uns liegt, ist ein sehr fordernder Einsatz, in extremen klimatischen Verhältnissen, mit einem hohen Gewaltpotenzial", sagte Kommandeur Christian Rüther am Freitag. Aber er sei zuversichtlich, dass die Soldaten diesen Einsatz erfolgreich bestehen würden. Ein Großteil der Soldaten sei bereits erfahren durch den Einsatz in Afghanistan.

+++ 8.48 Uhr: Bevölkerungszahl in Deutschland steigt auf Höchststand +++

Die Einwohnerzahl Deutschlands ist im vergangenen Jahr voraussichtlich auf einen neuen Höchststand gestiegen. Ende 2016 lebten hierzulande schätzungsweise 82,8 Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Ende 2015 hatte die Einwohnerzahl demnach bei 82,2 Millionen gelegen. Sollte sich der erwartete Anstieg für 2016 bestätigen, würde damit der bisherige Höchststand von Ende 2002 mit 82,5 Millionen Einwohnern übertroffen.

+++ 8.21 Uhr: Deutschland gibt knapp 22 Milliarden Euro aus +++

Der Bund hat nach einer vorläufigen Schätzung im vergangenen Jahr 21,7 Milliarden Euro für die Bewältigung der Flüchtlingskrise ausgegeben. Für das laufende Jahr plant das Finanzministerium 21,3 Milliarden ein, wie aus dessen Monatsbericht hervorgeht. Der größte Posten entfiel im vergangenen Jahr mit 9,3 Milliarden Euro auf Hilfen für die Länder und Kommunen zur Bewältigung ihrer Flüchtlingsausgaben. 7,1 Milliarden Euro wurden für die Bekämpfung von Fluchtursachen ausgegeben. Der Bund hat den Haushalt 2016 mit einem Überschuss von 6,2 Milliarden Euro abgeschlossen, über dessen Verwendung sich die Koalition noch nicht einig ist.

+++ 8.13 Uhr: Texas richtet Doppelmörder per Giftspritze hin +++

Im US-Bundesstaat Texas ist ein wegen Doppelmordes zum Tode verurteilter Häftling hingerichtet worden. Der 43-jährige Terry E. wurde per Giftspritze exekutiert und am Donnerstagabend um 22.17 Uhr Ortszeit für tot erklärt, wie die Strafvollzugsbehörden mitteilten. "Ich habe meinen Frieden mit Gott gemacht. Ich hoffe, Sie werden den Frieden auch finden", sagte er demnach vor seinem Tod.

+++ 8.00 Uhr: Twitter führt "Entdecken"-Knopf für aktuelle Trends ein +++

Der Kurznachrichtendienst Twitter will seinen Nutzern mit einer neuen Funktion zu einem besseren Überblick bei aktuellen Themen verhelfen. Unter dem neuen "Entdecken"-Tab, der nun in der Menü-Leiste zwischen "Startseite" und "Mitteilungen" der offiziellen Twitter-App auftaucht, werden in Deutschland Schlagwörter - die sogenannten Hashtags - zu derzeitigen Trends angezeigt. 

+++ 7.28 Uhr: Uno warnt vor Hungernot im Jemen +++

Die Uno hat vor einer Hungersnot im Krisenland Jemen gewarnt. Nothilfekoordinator Stephen O'Brien sagte vor dem Sicherheitsrat in New York, derzeit sei der militärische Konflikt in dem arabischen Land der "Hauptantrieb" für die größte Nahrungsmittelkrise der Welt. "Wenn nicht umgehend gehandelt wird, ist eine Hungersnot für das Jahr 2017 ein mögliches Szenario."

+++ 6.15 Uhr: Merkel bestellt Halsketten per Brief +++

Edelsteindesigner Hans-Peter Weyrich bekommt immer mal wieder Post von (62). Die Kanzlerin bestelle bei ihm Halsketten handschriftlich, sagte der 59-Jährige in Idar-Oberstein. "Sie hat schon eine ganze Menge. Ich zähle das nicht." Die bekannteste sei sicher die schwarz-rot-goldene "Deutschlandkette" ("Schlandkette"), die Merkel (CDU) im Bundestagswahlkampf 2013 trug. Zum Sortiment gehörten auch eine blauschimmernde Labradorit-Kette mit Perlen und andere Farbedelsteinketten. Zuletzt habe sie vergangenen Herbst bestellt.

+++ 6.05 Uhr: Krankenstand sinkt - mehr Fehltage wegen psychischer Leiden +++

Die Arbeitnehmer in haben sich nach Angaben der DAK-Gesundheit im vergangenen Jahr seltener krankschreiben lassen. Der Krankenstand betrug 3,9 Prozent, im Jahr 2015 hatte er noch bei 4,1 Prozent gelegen, wie die Krankenkasse in Hamburg mitteilte. Ein Grund dafür könnte das Ausbleiben einer großen Erkältungswelle sein. Der Anteil von Krankheiten des Atmungssystems verringerte sich bei den Krankschreibungen von 16,6 auf 14,7 Prozent und damit um fast zwei Prozentpunkte. 


+++ 3.43 Uhr: Zehntausende sehen tödlichen Flugzeug-Absturz in Australien +++

Beim Absturz eines Flugzeugs während der Feiern zum australischen Nationalfeiertag sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine - eine Grumman G-73 Mallard - stürzte am Donnerstag unter den Augen vieler Zehntausend Zuschauer in der westaustralischen Millionenmetropole Perth in einen Fluss. Die beiden Insassen - der 54 Jahre alte Pilot und seine 30-jährige Freundin - konnten nach Polizeiangaben vom Freitag nur noch tot geborgen werden. Das Amphibienflugzeug nahm an den Feiern zum Australia Day teil, zu denen in Perth bis zu 300 000 Menschen erwartet wurden. Der Absturz wurde von vielen Menschen mit ihren Smartphones gefilmt. Auf den Videos ist zu sehen, wie die Maschine in relativ niedriger Höhe über dem Fluss Swan River vermeintlich sicher ihre Kreise zieht, dann aber plötzlich nach unten wegbricht und ins Wasser stürzt. Die beiden Insassen konnten nur noch tot aus dem Fluss gezogen werden. Ein geplantes Feuerwerk wurde abgesagt.


+++ 3.59 Uhr: Drama bei Orang-Utan-Geburt in australischem Zoo +++

Drama im Zoo der südaustralischen Großstadt Adelaide: Bei der Geburt ihres Jungen ist ein Orang-Utan-Weibchen ums Leben gekommen, das Baby selbst kam nur tot auf die Welt. Das 34 Jahre alte Tier namens Karta gehörte zur Gattung der Sumatra-Orang-Utans, die in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht sind. Die genaue Todesursache soll nach Angaben des Zoos vom Freitag durch eine Obduktion festgestellt werden. "Wir sind zutiefst betrübt über diesen Verlust. Damit geht eine ungeplante Schwangerschaft auf herzzerreißende Art und Weise zu Ende", heißt es in einer Mitteilung des Tierparks. Nach Angaben des Tierarztes Ian Smith bekam das Affenweibchen eigentlich Verhütungsmittel, wurde aber trotzdem schwanger. "Wir haben die Schwangerschaft fortgesetzt, weil die Sumatra-Orang-Utans gefährdet sind", sagte der Arzt. Karta starb dann aber unmittelbar nach der Geburt.

+++ 3.34 Uhr: Deutschland gedenkt der Befreiung des KZs von Auschwitz +++

Mit zahlreichen Veranstaltungen in Deutschland und Europa wird am Freitag der Opfer der nationalsozialistischen Massenmorde gedacht. Auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau versammeln sich Überlebende des Konzentrationslagers, das am 27. Januar 1945 von Soldaten der Roten Armee befreit worden war. Unter der Herrschaft der Nazis waren dort mindestens 1,1 Millionen Menschen vergast, zu Tode geprügelt oder erschossen worden, oder an Krankheiten und Hunger gestorben. Im deutschen wird am Morgen in einer Gedenkstunde der Millionen Opfer des Nazi-Regimes gedacht. Auch in vielen Landtagen kommen die Abgeordneten im Gedenken an den Holocaust zusammen.

+++ 1.23 Uhr: SPD legt in aktueller Umfrage um drei Prozent zu +++

Nach dem jüngsten Rekordtief der SPD haben sich die Zustimmungswerte der Sozialdemokraten wieder etwas erholt. In dem "Deutschlandtrend" des ARD-"Morgenmagazins" kommt die SPD auf 23 Prozent. Das sind drei Prozentpunkte mehr als bei der Umfrage von Anfang Januar. Diesen Zuwachs verdanke die SPD insbesondere der Entscheidung ihrer Führung in dieser Woche, den ehemaligen Präsidenten des Europaparlaments, Martin Schulz, als Kanzlerkandidaten bei der Bundestagswahl im September ins Rennen zu schicken. Die Unionsparteien kommen auf 35 Prozent der Stimmen, zwei Prozentpunkte weniger als noch im Januar. Die Grünen erhalten neun Prozent der Stimmen, die AfD kommt auf 14 Prozent und die Linke auf acht Prozent. Die FDP würden sechs Prozent der befragten Bundesbürger wählen. Die Liberalen legen damit um einen Prozentpunkt zu. Die Linke und die AfD verlieren jeweils einen Prozentpunkt. Die Stimmen für die Grünen bleiben unverändert. Insgesamt erhält die Regierungskoalition 58 Prozent.

Hans-Ulrich Jörges' Klartext: Gabriels Deal mit Schulz


tis / DPA / AFP