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News des Tages: Mann hält eigene Tochter 22 Jahre lang als Sexsklavin

Feuer in Hochhaus in Manchester ausgebrochen +++ Richard Freitag wird in Oberstdorf Zweiter +++ Mutmaßlicher Supermarkt-Attentäter von St. Petersburg festgenommen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

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Eine Argentinierin wurde zwei Jahrzehnte lang vom eigenen Vater vergewaltigt (Symbolbild)

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Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Argentinier missbraucht Tochter jahrzehntelang (20.30 Uhr)
  • Feuer in Hochhaus in Manchester (19.40 Uhr)
  • Richard Freitag verpasst Sieg in Oberstdorf knapp (18.51 Uhr)
  • Schäuble will keine Vereinigten Staaten von Europa (16.58 Uhr)
  • Mutmaßlicher Supermarkt-Attentäter von St. Petersburg festgenommen (16.26 Uhr)

Nachrichten des Tages:

+++ 20.28 Uhr: Verurteilt: Argentinier hält eigene Tochter als Sexsklavin +++

Ein Gericht in Argentinien hat einen Mann verurteilt, der seine Tochter 22 Jahre sexuell missbraucht hat. Wegen jahrelanger Vergewaltigung und schwersten sexuellen Missbrauchs muss er für zwölf Jahre und acht Monate ins Gefängnis, wie das Gericht in der nördlichen Provinz Santiago del Estero jetzt nach einem zweimonatigen Prozess bekannt gab. Das Urteil war in dieser Woche verkündet worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte die heute mehr als 30 Jahre alte Frau 22 Jahre lang vergewaltigte und acht Mal schwängerte. Außerdem habe er sie als eine Art "Sexsklavin" gedemütigt. Der Angeklagte war anderthalb Monate auf der Flucht, bevor er im Januar 2016 festgenommen wurde. Im Prozess schwieg er. Unter den dutzenden Zeugen waren Angehörige des Mannes, die für ihn aussagten. Das Martyrium der Frau namens Antonia war öffentlich geworden, nachdem eines ihrer acht Kinder davon sprach. Örtliche Medien berichteten von einem Leben der Frau in äußerster Armut. Der Provinzzeitung "El Liberal" sagte Antonia, ihr Leidensweg habe 1992 im Alter von sieben Jahren angefangen. Damals habe ihre Mutter sie mit den Worten verlassen: "Sieh zu, wie du zurechtkommst." Sie durfte nicht zur Schule gehen, keine Freunde haben und habe nie etwas Neues zum Anziehen bekommen.

+++ 19.40 Uhr: Feuer in Hochhaus in Manchester ausgebrochen +++ 

In einem Wohnhochhaus in Manchester ist ein Feuer ausgebrochen. Bilder zeigten Flammen aus oberen Stockwerken des mindestens zwölfgeschossigen Hauses schlagen. Zunächst blieb unklar, wie viele Menschen sich in dem Gebäude befanden. Eine Person sei mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden, twitterte die Feuerwehr der Stadt im Nordwesten von England. Man sei mit rund einem Dutzend Fahrzeugen vor Ort, hieß es außerdem von Manchester Fire.
Anwohner wurden gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Gegend sollte gemieden werden.

Ein Feuer in einem Appartement-Block in Großbritannien lässt schnell Erinnerungen wachwerden an den verheerenden Brand im Londoner Grenfell-Hochhaus. Das von einem defekten Kühlschrank ausgelöste Feuer hatte sich am 14. Juni rasend schnell über die Außenfassade des Sozialbaus ausgebreitet. Anwohner hatten zuvor wiederholt auf Brandschutzmängel hingewiesen. 71 Menschen starben.

+++ 18.51 Uhr: Richard Freitag verpasst Sieg in Oberstdorf knapp - Stoch Errster +++

Richard Freitag hat einen Sieg beim ersten Springen der Vierschanzentournee nur knapp verpasst. Der  Weltcup-Gesamtführende landete nach Sprüngen auf 128,5 und 127 Meter am Samstag hinter dem polnischen Olympiasieger Kamil Stoch (126 und 137 Meter) und sorgte damit vor 25 500 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Schattenberg für einen positiven Start der DSV-Adler in die Tournee. Auf den dritten Platz kam bei starkem Regen und auffrischendem Wind der Pole Dawid Kubacki.

Hinter Freitag gelang auch Markus Eisenbichler ein gutes Resultat.
Der Bayer sprang auf 128,5 und 117,5 Meter und belegte damit den neunten Rang. Vor der zweiten Station in Garmisch-Partenkirchen, wo am Sonntag (14.00 Uhr) bereits die Qualifikation stattfindet, liegt Eisenbichler damit gut in Position.

Andreas Wellinger holte nach einem durchwachsenen ersten Versuch zwar noch auf, verlor nach Sprüngen auf 115 und 123 Meter als Zehnter aber schon über 25 Punkte auf die anderen Topspringer. Miserabel lief es für die Mitfavoriten Daniel Andre Tande und Peter Prevc: Der  Norweger Tande wurde 20., der frühere Tournee-Sieger aus Slowenien qualifizierte sich erst gar nicht für den zweiten Durchgang. Für das DSV-Team holten auch Karl Geiger (17.), Stephan Leyhe (24.) und Constantin Schmid (28.) Weltcup-Punkte.

+++ 18.39 Uhr: Erdogan reist am Freitag nach Frankreich +++

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan reist am kommenden Freitag nach Frankreich. Er wolle dort über die Beziehungen zwischen Paris und Ankara sprechen, sagte Erdogan am Samstag in einer vom Fernsehen übertragenen Rede vor Mitgliedern seiner Partei AKP im nordtürkischen Sinop.
Es handelt sich um Erdogans ersten Besuch in Frankreich seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 und seit dem Amtsantritt des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Die beiden Staatschefs haben sich jedoch bereits bei mehreren internationalen Gipfeln getroffen.

+++ 16.58 Uhr: Schäuble will keine Vereinigten Staaten von Europa +++

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Ansicht von SPD-Chef Martin Schulz zurückgewiesen, man müsse zügig die Vereinigten Staaten von Europa schaffen. Er sei zwar überzeugt, "dass wir ein stärkeres Europa brauchen", sagte Schäuble dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag". "Aber die Menschen überall in Europa haben in diesen Zeiten der unglaublich schnellen und grundlegenden Veränderungen offenkundig das Bedürfnis, auch ein Stück weit Halt zu finden in ihren nationalstaatlichen Traditionen. Und da wäre es falsch, ihnen dieses Gefühl der Versicherung oder Rückbindung an das Nationale zu nehmen.

+++ 16.26 Uhr: Mutmaßlicher Supermarkt-Attentäter von St. Petersburg festgenommen +++

Der russische Geheimdienst FSB hat den mutmaßlichen Attentäter des Terroranschlags in einem Supermarkt in St. Petersburg festgenommen. Der Verdächtige sei am Samstag gefasst worden und werde nun vernommen, teilte der FSB der staatlichen Agentur Tass zufolge mit. Details zur Festnahme waren zunächst nicht bekannt.

Am Mittwoch war in einem Supermarkt in Russlands zweitgrößter Stadt eine selbstgebaute Nagelbombe mit einer Sprengkraft von etwa 200 Gramm Dynamit explodiert. Mehr als ein Dutzend Menschen wurden in ein Krankenhaus gebracht, zudem gab es zahlreiche Leichtverletzte. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Tat für sich reklamiert.

Im Internet kursierten kurz nach der Explosion nicht verifizierte Überwachungsvideos, die einen jungen Mann als möglichen Täter zeigten. Er soll eine Tasche im Schließfach des Supermarktes deponiert und daraufhin das Geschäft im Osten der Stadt verlassen haben. 

+++ 15.24 Uhr: Serena Williams verliert Tennis-Comeback nach Babypause +++

Knapp vier Monate nach der Geburt ihrer Tochter hat Tennisstar Serena Williams bei ihrem Comeback eine Niederlage erlitten. Beim Einladungsturnier in Abu Dhabi verlor die ehemalige Nummer eins der Welt mit 2:6, 6:3, 5:10 gegen French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko. Der dritte Satz wurde als Matchtiebreak ausgespielt. Im Schaukampf gegen die Lettin wirkte die 36-jährige US-Amerikanerin verständlicherweise noch nicht komplett fit, zeigte erwartbare Schwächen und noch zu viele Fehler. Gerade im zweiten Satz ließ die 23-fache Grand-Slam-Turniersiegerin aber teilweise bereits wieder ihre Stärken und ihr Spielverständnis aufblitzen.

Nach ihrem Australian-Open-Triumph Ende Januar 2017 hatte Serena Williams kein offizielles Match mehr bestritten und für die Geburt ihres ersten Kindes eine Babypause eingelegt. Töchterchen Alexis Olympia kam Anfang September zur Welt.

+++ 14.56 Uhr: Polizeigewerkschaft nennt Frauen-Sicherheitszone zu Silvester "verheerende Botschaft" +++

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hält nichts von der Sicherheitszone für Frauen bei der Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin. "Damit sagt man, dass es Zonen der Sicherheit und Zonen der Unsicherheit gibt", sagte der Vorsitzende Rainer Wendt der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das sei eine "verheerende Botschaft" und "das Ende von Gleichberechtigung, Freizügigkeit und Selbstbestimmtheit". Frauen sollten überall sicher sein.

Auf der größten Silvesterfeier Deutschlands gibt es in diesem Jahr erstmals eine sogenannte "Safety Area". Helfer des Roten Kreuzes stehen dort bereit, falls Frauen sexuell belästigt wurden oder sich unwohl fühlen. "Wir bieten es an, falls jemand den Bedarf haben sollte, sich zu unterhalten", sagte die Sprecherin der Veranstaltung Anja Marx.

+++ 14.24 Uhr: Ägyptens Ex-Präsident Mursi zu drei Jahren Haft verurteilt +++

Ein Gericht in Kairo hat den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi in einem weiteren Prozess zu drei Jahren Haft wegen Beleidigung der Justiz verurteilt. 19 Mitangeklagte, darunter ehemalige Abgeordnete, zwei Journalisten und Aktivisten der Muslimbruderschaft, erhielten dasselbe Strafmaß. Mursi muss zudem jeweils eine Million ägyptische Pfund (etwa 46.000 Euro) an einen von ihm der "Fälschung" bezichtigten Richter sowie an die Richtervereinigung bezahlen. Der Vorwurf gegen die Angeklagten in dem 2015 eröffneten Verfahren lautete, sie hätten sich in Medien beleidigend über die Justiz geäußert. Mursis Anwalt kündigte Berufung gegen das Urteil an.

Der mit der Muslimbruderschaft verbundene Mursi war seit 2012 der erste demokratisch gewählte Staatschef Ägyptens. Nach nur einem Jahr im Amt wurde er von der Armee gestürzt und inhaftiert. In zwei weiteren Prozessen wurde er bereits zu insgesamt 45 Jahren Gefängnis verurteilt. Ein gegen ihn verhängtes Todesurteil wurde wieder aufgehoben.

+++ 14.07 Jahreswechsel bringt milde Temperaturen, Sturm und Regen +++

Der Wintermantel kann am letzten Tag des Jahres im Schrank bleiben. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, dürfte Silvester in weiten Teilen Deutschlands mild werden. Die Meteorologen erwarten bis zu 18 Grad am Oberrhein. Auch im restlichen Land wird es mit 7 Grad an der Ostsee und 16 Grad im Süden meist mild. Südlich der Donau zeigt sich das Wetter am Sonntag von seiner freundlichen Seite. Allerdings fällt in der Silvesternacht verbreitet Regen, ausgenommen ist zunächst der Südosten. Nach Mitternacht kommt von Württemberg bis in die Niederlausitz Regen auf. Dazu weht teils starker, südwestlicher Wind. Die Temperaturen im Südosten sinken in der Nacht gebietsweise auf 2 Grad. Im Rest des Landes dürften sie gegen Mitternacht zumeist bei 7 Grad liegen.

Auch zum Start des neuen Jahres bleibt es mild. Aufgrund heranströmender feuchter Meeresluftmassen fällt am Montag immer wieder Regen. Schnee ist nur im Bergland ein Thema. Aber selbst dort fällt zumeist Regen. Mit Höchstwerten, die im Westen gebietsweise im zweistelligen Bereich liegen, bleibt es am 1. Januar deutlich zu mild für die Jahreszeit. Laut DWD muss an Neujahr auch mit stürmischem Wind gerechnet werden. Im Bergland kommt sogar häufig Sturm auf. Wegen anhaltender Niederschläge und wegen des Tauwetters in den Bergen dürften vor allem im Süden und Südwesten die Pegelstände der Flüsse deutlich steigen. 

+++ 13.58 Uhr: 13-Jähriger setzt mit Böller Zimmer in Brand +++

Mit einem Böller hat ein 13-Jähriger im niedersächsischen Nordhorn versehentlich ein Zimmer in Brand gesetzt. Der Junge und sein dreijähriger Bruder konnten sich aus dem Haus retten, erlitten aber Rauchvergiftungen, wie die Polizei mitteilte. Einsatzkräfte löschten das Feuer noch am Freitagabend, doch ist das Haus zunächst unbewohnbar. Warum die Kinder alleine zu Hause waren, ist unklar. Der Sachschaden wird auf 10.000 Euro geschätzt.

+++ 13.25 Uhr: Russlands höchstes Gericht bestätigt Ausschluss Nawalnys von Präsidentenwahl +++

Der Oberste Gerichtshof in Russland hat den Ausschluss des Kremlkritikers Alexej Nawalny von der Präsidentenwahl im kommenden Jahr bestätigt. Die Entscheidung der Wahlkommission in Moskau sei rechtens, urteilte ein Richter der Agentur Tass zufolge. Nawalny konterte kurz darauf auf Twitter, die Wahl nicht anzuerkennen, weil es keine echte Konkurrenz für Amtsinhaber Wladimir Putin gebe. "Streik der Wähler!", schrieb der 41-Jährige. Sein Anwalt kündigte an, vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu ziehen. Nawalny hatte sich letzte Woche bei Versammlungen in 20 Städten als Kandidat aufstellen lassen. Die zentrale Wahlkommission in Moskau beschloss aber, den Blogger und Anti-Korruptions-Aktivisten abzulehnen, und begründete das mit einer Vorstrafe. Die Strafe in einem Betrugsfall ist allerdings umstritten.

+++ 13.24 Uhr: Betrunkener überfährt in Russland mehrere Menschen +++

Ein betrunkener Autofahrer ist in Südrussland in eine Gruppe Menschen gefahren. Dabei wurde eine 26 Jahre alte Frau getötet, wie die Polizei mitteilte. Drei weitere Personen wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die Gruppe hatte am frühen Morgen in der Kleinstadt Kotowo bei Wolgograd gerade ein Lokal verlassen, als der Mann auf sie zufuhr. Die Polizei nahm den Mann fest. Ob der 34-Jährige die Opfer kannte, ist nicht bekannt. Medienberichten zufolge stand er früher bereits wegen Mordes vor Gericht.

+++ 13.15 Uhr: Schneemänner mitten auf der Straße verursachen Autounfall +++

Einen gänzlich ungeeigneten Ort haben sich vier junge Männer für den Bau von Schneemännern ausgesucht: Mitten auf einer Straße im Landkreis Augsburg bauten die 16- bis 18- Jährigen zwei ein Meter große Gestalten aus Schnee und verursachten so einen Verkehrsunfall, wie die Polizei mitteilte. Zwei Autofahrer übersahen demnach am späten Freitagabend einen der Schneemänner. Die Autos kamen deshalb ins Schleudern und stießen zusammen. Bei dem Aufprall in Meitingen kam niemand außer dem Schneemann zu Schaden.

Die vier Männer gaben sich zunächst als Unfallzeugen aus und zerstörten den zweiten Schneemann. Schuhabdrücke im frischen Schnee hätten sie aber als Täter überführt. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

+++ 13.06 Uhr: Türkischer Militär erhält Asyl in Griechenland  +++

Einer der acht Militärs, die im Juli 2016 während des gescheiterten Militärputsches in der Türkei mit einem Hubschrauber nach Griechenland geflohen waren, hat dort Asyl erhalten. Wie der griechische Fernsehsender Skai berichtete, wurde der Mann bereits freigelassen. Auch in letzter Instanz hatten griechische Richter demnach befunden, dass nicht gewährleistet sei, dass den Betreffenden in der Türkei ein faires, den Menschenrechten entsprechendes Verfahren erwarte. Auch deute nichts darauf hin, dass er an dem Putschversuch in seiner Heimat beteiligt gewesen sein. 

Die Asylverfahren der anderen sieben Männer laufen noch. Das Thema führt seit Längerem zu Spannungen zwischen Athen und Ankara: Die Türkei hat wiederholt die Auslieferung der Militärs gefordert. Der höchste griechische Gerichtshof hatte die Auslieferungsanträge jedoch bereits im Mai dieses Jahres mit Verweis auf die Menschenrechtslage im Nachbarland abgewiesen.

+++ 13.03 Uhr: Eurowings verkauft Fernflüge bei Aldi +++

Die Lufthansa-Tochter vertreibt offenbar künftig bei Aldi und Fernflüge. Wie der "Spiegel" berichtete, können Kunden ab Dienstag über die Internetseite von Aldi Reisegutscheine für insgesamt acht Orte erwerben, darunter Kubas Hauptstadt Havanna und die thailändischen Ziele Bangkok und Phuket. Hin- und Rückflug kosten zusammen 499 Euro, das Bahnticket zum Flughafen ist zum Teil inklusive. Verbraucherschützer machten jedoch auf die Einschränkungen bei den Angeboten aufmerksam: "Der Reisende kann nicht fest davon ausgehen, dass er sein bevorzugtes Ziel zum Wunschtermin auch bekommt", sagte Franka Kühn vom Bundesverband der Verbraucherzentralen dazu. Als Veranstalter fungiert dem "Spiegel" zufolge die TUI-Vertriebstochter Berge & Meer. Sind deren Kontingente bei Eurowings ausgeschöpft und akzeptiert der Kunde keinen Ersatztermin, muss er demnach ein Alternativangebot der Firma buchen.

Die Reisegutscheine können bis Ende Januar erworben und müssen bis Mitte Februar eingelöst werden. Sie gelten wiederum dann von Mitte April bis Ende Juni - außer rund um Pfingsten. 

Verbraucherschützer warnen: Eurowings verkauft Fernflüge bei Aldi

+++ 12.18 Uhr: Australisches Kriegsschiff beschlagnahmt acht Tonnen Haschisch +++

Bei einem Einsatz im Arabischen Meer hat ein australisches Kriegsschiff fast acht Tonnen Haschisch und 69 Kilo Kokain beschlagnahmt. Der Straßenverkaufswert des Haschischs liege bei umgerechnet rund 270 Millionen Euro, erklärte das Verteidigungsministerium in Canberra.  Demnach durchsuchte die Besatzung der "HMAS Warramunga" drei verdächtige Schiffe in dem Meeresgebiet zwischen der arabischen Halbinsel und Indien. Dabei seien die Drogen gefunden worden, die "zum Verkauf in der ganzen Welt" bestimmt gewesen seien. Das Rauschgift solle nun auf hoher See entsorgt werden. Mit dem Fund sei dem internationalen Drogenhandel ein schwerer Schlag versetzt worden.

Das Kriegsschiff gehört zur Marineeinheit Combined Maritime Forces (SMF). Die Einheit aus 30 Nationen patrouilliert in einem 2,5 Millionen Quadratmeilen großen Meeresgebiet unter anderem im Kampf gegen terroristische Aktivitäten.

+++ 12.09 Uhr: Putin fordert Trump zu "pragmatischer Zusammenarbeit" auf +++

Der russische Staatschef hat US-Präsident Donald Trump zu einer "pragmatischen Zusammenarbeit" aufgefordert. In Putins heute veröffentlichter Neujahrsbotschaft an die Führer der Welt heißt es: "Ein konstruktiver russisch-amerikanischer Dialog ist besonders wichtig, um die strategische Stabilität in der Welt zu stärken."

Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind belastet. Moskau ist verärgert über die von den USA erlassenen Strafmaßnahmen gegen Russland. Die US-Geheimdienste werfen Russland eine Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf des vergangenen Jahres vor, zudem kritisiert Washington die Regierung in Moskau wegen ihres Vorgehens in Syrien und der Ukraine.

+++ 12.04 Uhr: Video von offenbar vergifteten Streunern empört Libanesen +++

Ein Video, das zeigt, wie streunende Hunde von städtischen Angestellten vergiftet werden, sorgt im Libanon für Empörung. Der im Internet kursierende Film zeigt Hunde neben einem Fressnapf, die zuckend und mit Schaum vor dem Maul am Boden liegen, bevor ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung des Beiruter Vororts Ghobeiri ihre Kadaver auf die Ladefläche eines Lieferwagens wirft. Die Tierrechtsorganisation Animals Lebanon zeigte sich schockiert über die "komplette Missachtung von Leben". Sie forderte den Innenminister des Landes auf, den Vorfall zu verurteilen und alle kommunalen Verwaltungen darauf hinzuweisen, dass ein derartiges Vorgehen illegal und nicht akzeptabel sei.

Die Verwaltung von Ghobeiri erklärte, mehrere Mitarbeiter seien wegen des Videos vom Dienst suspendiert und mit einem Disziplinarverfahren belegt worden. Es handele sich jedoch um einen Einzelfall, das Vorgehen sei von einzelnen Mitarbeitern der Gesundheitsverwaltung angeordnet worden. Auch Präsident Michel Aoun schaltete sich in die Debatte ein: Auf Facebook veröffentlichte er ein Foto von sich mit seinem Hund und erinnerte daran, dass laut einem im August in Kraft getretenen Gesetz Tierquälerei mit hohen Geldstrafen belegt ist.

+++ 10.59 Uhr: Vier Verletzte bei Feuer in Hamburger Klinik +++

Bei einem Brand in der Asklepios-Klinik Hamburg-Altona sind am Morgen vier Menschen verletzt worden. Der Brand sei in einem Krankenzimmer ausgebrochen, sagte ein Sprecher der Hamburger . Ursache sei vermutlich unsachgemäßer Umgang mit Feuer gewesen. Bei den Verletzten handele es sich um den Patienten, in dessen Zimmer das Feuer ausbrach, zwei Krankenschwestern und einen Polizisten. Alle vier erlitten Rauchvergiftungen. Die Station 10B, zu der das Zimmer gehört, sowie die Station darüber und jene darunter seien evakuiert worden. 16 Patienten mussten ihre Zimmer verlassen.

+++ 10.02 Uhr: Auto mit fünf Toten aus Fluss in Polen geborgen +++

Polnische Einsatzkräfte haben fünf Tote in einem Autowrack aus einem Fluss geborgen. Bei den Opfern im südostpolnischen Tryncza handelte es sich um drei seit Montag vermisste junge Frauen und zwei Männer im Alter von 16 bis 27 Jahren, wie eine Polizeisprecherin gestern Abend nach Angaben der Agentur PAP sagte. Die Opfer waren polnischen Medienberichten zufolge Freunde, sie kehrten nach einem Treffen am Montag nicht mehr nach Hause zurück. Seitdem wurde nach ihnen gesucht.

Das , in dem die jungen Leute zuletzt gesehen worden waren, ortete die Feuerwehr gestern am Grund des Flusses Wislok und zog es bei mehrstündigen Bergungsarbeiten an Land. Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus. Die Unglücksursache werde ermittelt.

+++ 9.51 Uhr: Palästinenser stirbt nach Zusammenstößen im Gazastreifen +++

Nach gewalttätigen Protesten gegen die Jerusalem-Entscheidung von Donald Trump ist ein Palästinenser seinen Schussverletzungen erlegen. Der 20-Jährige sei gestern durch Schüsse der israelischen Armee verletzt worden und heute gestorben, erklärte ein Sprecher des palästinensischen Gesundheitsministeriums. Bei Zusammenstößen an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen waren gestern mehr als 50 Palästinenser verletzt worden. Mindestens 16 von ihnen erlitten nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums Verletzungen durch scharfe Munition, weitere wurden durch Gummimantelmunition verletzt.

Trump hatte am 6. Dezember angekündigt, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen und die US-Botschaft dorthin zu verlegen. Die Entscheidung stieß weltweit auf Ablehnung und löste in der muslimischen Welt heftige Proteste aus.

+++ 9.29 Uhr: Betrunkene will eigene Tür mit Spitzhacke öffnen +++

Spitzhacke statt Schlüssel: Eine betrunkene Frau hat auf unkonventionelle Art ihre eigene Wohnung in Gotha öffnen wollen. Ein Zeuge beobachtete am gestern Abend, wie die Frau mit einer Spitzhacke eine Tür aufbrach und alarmierte die Polizei. Die 53-Jährige war aber keine Einbrecherin, sondern die Mieterin selbst, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Die Frau hatte sich ausgesperrt. Die Polizei stoppte die Aktion und öffnete mithilfe der Feuerwehr die Tür. Ein Atemalkoholtest bei der Mieterin ergab einen Wert von knapp 2,6 Promille. Die 53-Jährige muss sich nun wegen Sachbeschädigung der Mietwohnung verantworten.

+++ 7.55 Uhr: Unbekannte erschießen Bürgermeister in Mexiko +++

Unbekannte haben in Mexiko einen Bürgermeister getötet. Der Bürgermeister von Petatlan im südlichen Bundesstaat Guerrero saß gerade in einem Restaurant beim Essen, als die Angreifer ihn mit Schüssen in Kopf und Oberkörper niederstreckten, wie ein Sprecher der Regionalregierung mitteilte. In den letzten zwei Jahren wurden in Guerrero damit zwei amtierende und vier frühere Bürgermeister ermordet, in ganz Mexiko starben seit 2003 fast 50 Bürgermeister gewaltsam. Viele der Opfer hatten zuvor Drohungen der Drogenmafia erhalten.
Mexiko leidet seit Jahren unter einem extrem gewalttätigen Drogenkrieg. Im Jahr 2006 startete die Regierung einen Feldzug gegen die Drogenkartelle des Landes, seitdem wurden mehr als 196.000 Menschen ermordet. In den vergangenen Monaten weitete sich der Kampf der rivalisierenden Banden auf Bundesstaaten aus, die von dem Drogenkrieg bislang weitgehend verschont wurden. So hat sich die Zahl der Morde in dem bei Touristen beliebten Staat Baja California Sur etwa mehr als verdoppelt.

+++ 7.19 Uhr: Drastische Verknappung des Trinkwassers in Kapstadt +++

In Südafrikas Touristenmetropole Kapstadt wird die Wassserversorgung wegen einer Dürre nochmals drastisch reduziert. Bürger dürfen ab 1. Januar bis auf Weiteres im Durchschnitt nur noch gut 40 Liter Trinkwasser pro Tag in einem großen Haushalt verwenden - halb so viel wie noch im Dezember. Das Wasser muss fürs Trinken, Kochen, Putzen, Duschen und sogar für die Klospülung reichen. Unternehmen müssen ihren Wasserverbrauch der Stadtverwaltung zufolge je nach Sektor zwischen 45 Prozent und 60 Prozent reduzieren. Der Grund für die Maßnahme ist die schlimmste Dürre in der Region seit Jahrhunderten. Bis Ende Dezember wurden Haushalten noch monatlich 20.000 Liter Wasser zugestanden, rund 87 Liter pro Person und Tag. Ab Januar werden es nur noch 10.500 Liter sein. Haushalte, die mehr verbrauchen, sollen mit Bußgeldern belegt werden. Kapstadt und die Provinz Westkap locken jährlich rund fünf Millionen Touristen an, darunter Hunderttausende Deutsche.

+++ 6.56 Uhr: Mann wird nach falschem Notruf von Polizei erschossen +++ 

Nach einem falschen Notruf eines Unbekannten ist in der Stadt Wichita im US-Staat Kansas ein Mann von der Polizei erschossen worden. Der Anrufer habe vorgegeben, es habe eine Schießerei und eine Geiselnahme gegeben, sagte der Vize-Polizeichef von Wichita, Troy Livingston,. Daraufhin sei die Polizei zu der angegebenen Adresse gefahren. Nachdem ein Mann vor das Haus getreten sei, hätten die Polizisten vermutet, er zöge eine Waffe. Daraufhin habe ein Polizist auf den Mann geschossen. Laut Medienberichten handelt es sich bei dem Opfer um einen 28-jährigen Vater von zwei Kindern.

Der Notruf habe sich anschließend als Schwindel herausgestellt. "Wegen der Handlungen eines Spaßvogels haben wir ein unschuldiges Opfer", sagte Livingston. Wenn der Anruf mit dem falschen Notfall nicht getätigt worden wäre, wäre die Polizei auch nicht dort gewesen. Der Vorfall vom Donnerstagabend sei ein tragisches Beispiel für falsche Notrufe, in denen "Spaßvögel" anriefen, um in der Hoffnung über einen erfundenen Vorfall zu berichten, dass das Haus des Opfers von der Polizei durchsucht werde. "Der Vorfall ist ein Alptraum für alle Beteiligten", sagte er.

+++ 6.39 Uhr: Vier Mitglieder einer Familie bei Geburtstagsparty in Peru erschossen +++

Während einer Geburtstagsparty sind in Peru vier Mitglieder einer Familie ermordet worden. Das 42-jährige Geburtstagskind und drei Angehörige wurden nach Polizeiangaben in Trujillo im Norden des Landes erschossen, als sie in einer Garage feierten. Die Polizei ermittelt einen möglichen Zusammenhang mit dem Mord an einem weiteren Mann in derselben Gegend. Wegen des Drogenschmuggels ist Trujillo eine von Gewalt geplagte Stadt in Peru. Sie gehört zu den Orten, die Papst Franziskus während seiner Peru-Reise zwischen dem 18. und 21. Januar besuchen wird.

+++ 4.34 Uhr: Deutsche geben Milliarden für Spirituosen aus +++

Die Deutschen geben jährlich rund vier Milliarden Euro für den Einkauf von Spirituosen im Lebensmittelhandel und in Drogeriemärkten aus. Das geht aus aktuellen Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. Pro Kopf entspricht dies rein rechnerisch dem Einkauf von gut viereinhalb Liter Hochprozentigem zum Preis von gut 50 Euro je Bundesbürger.

Ganz oben in der Publikumsgunst steht nach Angaben der Marktforscher Wodka, von dem im vergangenen Jahr fast 53 Millionen Liter verkauft wurden. Auf den Plätzen zwei und drei der Beliebtheitsskala landeten Kräuterliköre und Whiskey. Im Vergleich zum Vorjahr war der Spirituoseneinkauf 2017 nach Angaben der Marktforscher aber leicht rückläufig. 

+++ 4.07 Uhr: Zahl der Asylanträge in EU um Hälfte gesunken +++

Die Zahl der Asylbewerber ist in der EU um die Hälfte gesunken. Von Januar bis September wurden 479.650 erstmalige Anträge registriert - 50 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2016 -, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf neue Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat berichten. Im gesamten Jahr 2016 hatten in der EU demnach noch 1,2 Millionen Flüchtlinge Asyl beantragt, 2015 waren es etwa 1,25 Millionen.

Deutschland ist das wichtigste EU-Zielland für Asylbewerber. Nach den aktuellsten Zahlen des Bundesinnenministeriums, die aber schon weiter reichen als die EU-Zahlen, wurden bis November 207.157 Asylanträge gestellt. Das waren 71 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs mit 723.027 Anträgen.

+++ 3.59 Uhr: US-Regierung verurteilt Festnahmen von Demonstranten im Iran +++

Washington hat die Festnahmen von Demonstranten bei Protesten gegen Arbeitslosigkeit und hohe Preise im Iran verurteilt. "Die iranische Regierung sollte die Rechte der Bevölkerung achten, darunter die Meinungsfreiheit", erklärte das Weiße Haus. Die Welt beobachte Teheran genau. "Die USA verurteilen die Festnahmen friedlicher Demonstranten scharf", hieß es in der Erklärung weiter. "Wir fordern alle Nationen auf, das iranische Volk und seine Forderungen nach Grundrechten und einem Ende der Korruption zu unterstützen."

Am Freitag hatten sich die Proteste von der Großstadt Maschhad auf die Hauptstadt Teheran und Kermanschah im Westen des Landes ausgeweitet. Allerdings gingen offenbar weniger Demonstranten auf die Straße als am Donnerstag in Maschhad. Nach Medienberichten gab es mehrere Festnahmen. Bei den Protesten am Donnerstag in Maschhad hatte es nach Justizangaben zuvor 52 Festnahmen gegeben. Viele Iraner sehen mit Unmut, dass Teheran Millionensummen zur Unterstützung proiranischer Gruppen in der Region ausgibt, statt sie für die eigene Bevölkerung aufzuwenden.

+++ 3.19 Uhr: Eisige Kälte stoppt Freiluftveranstaltungen zu Silvester in Kanada +++

Angesichts der eisigen Kälte mit Temperaturen von bis zu minus 50 Grad Celsius haben die Behörden in Kanada zahlreiche Freiluftveranstaltungen abgesagt. In der Hauptstadt Ottawa wurden mehrere Neujahrsshows gestrichen. Das Kulturministerium begründete die Absagen mit Sicherheits- und Gesundheitsrisiken. Während Konzerte abgesagt wurden, soll das Feuerwerk aber wie geplant stattfinden. Ein Eishockey-Turnier wurde in die Halle verlegt. Kanada feiert am Sonntag mit Silvester auch das Ende des Festjahres anlässlich von 150 Jahren Unabhängigkeit.

In den kanadischen Städten Regina und Winnipeg im Zentrum des Landes fielen die Temperaturen auf minus 50 Grad. Die arktische Kälte, die auch weite Teile der USA fest im Griff hat, soll nach Angaben von Meteorologen noch bis ins neue Jahr anhalten.

+++ 2.34 Uhr: BA erwartet deutlich höheren Überschuss von 5,5 Milliarden Euro +++

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet einem Bericht zufolge für 2017 mit einem noch deutlich höheren Überschuss als bis vor kurzem. Für realistisch halte die BA nun ein Plus von 5,5 Milliarden Euro - noch im Oktober sei sie von 4,7 Milliarden Euro ausgegangen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Spiegel" unter Berufung auf BA-Angaben. Dies seien rund 800 Millionen Euro mehr im Vergleich zu den bisherigen Berechnungen in ihrer mittelfristigen Finanzeinschätzung. Der florierende Arbeitsmarkt sorge dafür, dass die Einnahmen der Bundesagentur aus den Beiträgen deutlich höher seien als ihre Ausgaben. Zugleich wachse das Finanzpolster.

Angesichts der Milliarden-Überschüsse gibt es immer wieder die Forderung nach einer Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung. Im November hatte der Vize-Vorsitzende des BA-Verwaltungsrats, Peter Clever, nach Verabschiedung des BA-Haushaltes für 2018 gesagt, vertretbar sei eine Beitragssenkung um 0,3 Punkte im Jahr 2019.

1.57 Uhr: Massengräber mit IS-Opfern in Syrien entdeckt +++ 

In Syrien sind zwei Massengräber mit offenbar vom sogenannten Islamischen Staat getöteten Menschen entdeckt worden. In den Gräber im Westen der Provinz Rakka lägen dutzende Leichen von Zivilisten und syrischen Soldaten, berichtete die syrische Nachrichtenagentur Sana. Es handele sich um Opfer des IS. Die beiden Gräber seien nach Hinweisen aus der Bevölkerung gefunden worden. Die Exhumierung könne sich angesichts der Größe der Massengräber über mehrere Tage hinziehen, hieß es von Seiten des syrischen Zivilschutzes.
Dem IS werden zahlreiche Gräueltaten zur Last gelegt, darunter Massenhinrichtungen und Enthauptungen. Im Dezember 2014 wurden die Leichen von 230 von den Terroristen getöteten Menschen in einem Massengrab in der Provinz Deir Essor entdeckt. Im Juni 2015 töteten die Dschihadisten in drei Tagen mehr als 200 Zivilisten, darunter auch Kinder, in der Stadt Kobane im Norden Syriens.

+++ 0.07 Uhr: Seehofer fordert Regierungsbildung bis "allerspätestens" Ostern +++

Die Bildung einer neuen Bundesregierung muss nach Ansicht von CSU-Chef Horst Seehofer bis spätestens Anfang April abgeschlossen sein. "Ostern ist der allerspäteste Zeitpunkt, dann ist Anfang April. Sonst würde ich sagen, wir hätten unsere Hausaufgaben nicht gemacht als Berufspolitiker, wenn man in einer solchen Zeit keine Regierungsbildung zusammenbringt", sagte der 68-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in München. Er sei sehr froh, dass die Spitzen von Union und SPD den Abschluss der Sondierungen bis zum 12. Januar vereinbart haben. Wenn alles glatt gehe, könnten dann Ende Januar die Koalitionsverhandlungen beginnen.

Sollten die Sondierungen jedoch scheitern, ist eine Neuwahl für Seehofer die bessere Alternative zu einer Minderheitsregierung, da sonst die Opposition die Mehrheit habe. "Die Union hätte dann zwar alle Minister, es wäre aber ein Pyrrhus-Sieg, denn die Union wäre bald dort, wo die SPD heute ist", erklärte der CSU-Chef. Das Profil der Union wäre bei der Suche nach Mehrheiten kaum noch erkennbar, "auch weil wir der Bevölkerung kaum erklären könnten, warum wir mit ständig wechselnden Partnern, der FDP, den Grünen und der SPD zusammenarbeiten".

mad / DPA / AFP