HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Mehrere Männer sollen 15-Jährige in München vergewaltigt haben - fünf Festnahmen

Mehrere Männer sollen 15-Jährige in München vergewaltigt haben - fünf Festnahmen +++ Trennung bei den Wulffs +++ Massengrab auf Baustelle in Mainz gefunden +++ Merz kündigt offiziell Kandidatur für CDU-Vorsitz an +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

News

Die Behörden ermitteln gegen sechs Verdächtige

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Mehrere Männer sollen 15-Jährige in München vergewaltigt haben - fünf Festnahmen (19.15 Uhr)

  • Christian und Bettina Wulff haben sich getrennt (17.22 Uhr)

  • Irans Geheimdienst soll Anschlag in Dänemark geplant haben (15.22 Uhr)

  • Sigmar Gabriel rechnet mit Ende der Groko im Mai 2019 (14.41 Uhr)

  • Merz kündigt offiziell Kandidatur für CDU-Vorsitz an (13.25 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im Ticker:     

+++ 23.45 Uhr: Facebook verliert weitere Million Nutzer in Europa +++

Nach den jüngsten Datenskandalen und den Auswirkungen der EU-Datenschutzverordnung verliert Facebook weiter Nutzer in Europa. Im vergangenen Quartal sank die Zahl monatlich aktiver Mitglieder von 376 auf 375 Millionen. Schon im Vierteljahr davor hatte Facebook eine Million Nutzer in Europa eingebüßt. Weltweit gesehen geht das Wachstum des Online-Netzwerks aber weiter. Die Zahl mindestens einmal im Monat aktiver Facebook-Nutzer legte binnen drei Monaten von 2,23 auf 2,27 Milliarden zu. Und auch die Werbeeinnahmen wachsen weiterhin deutlich: Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 13,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte um neun Prozent auf knapp 1,34 Milliarden Dollar, wie Facebook mitteilte.

+++ 22.36 Uhr: Trump zu Kondolenzbesuch in überfallener Synagoge +++

US-Präsident Donald Trump hat der am Samstag von einem tödlichen Anschlag heimgesuchten Synagoge in Pittsburgh einen Kondolenzbesuch abgestattet. Bei seinem Besuch des jüdischen Gotteshauses wurde Trump von seiner Ehefrau Melania, seiner Tochter Ivanka und deren Ehemann Jared Kushner begleitet. Ivanka Trump und Kushner sind orthodox-jüdischen Glaubens. Trumps Besuch wurde von Protesten begleitet. Mehr als tausend Menschen versammelten sich zu einer Demonstration nahe der Lebensbaum-Synagoge. Teilnehmer warfen Trump vor, die rechtsextreme Szene zu hofieren.

+++ 21.49 Uhr: Trump reist erstmals seit Amtsantritt nach Lateinamerika +++

US-Präsident Donald Trump will Ende November erstmals seit seinem Amtsantritt nach Lateinamerika reisen. Vom 30. November bis 1. Dezember will Trump am Gipfel der G20-Staatengruppe in Buenos Aires teilnehmen. Im direkten Anschluss plant er einen Besuch in Kolumbien, wie der dortige Außenminister Carlos Holmes Trujillo mitteilte.

+++ 21.17 Uhr: Berühmt-berüchtigter US-Gangster Bulger tot im Gefängnis gefunden +++

Sein Leben inspirierte viele Kriminalfilme wie etwa "Departed - Unter Feinden": Der amerikanische Gangsterboss James "Whitey" Bulger ist tot. Er wurde 89 Jahre alt. Der berühmt-berüchtigte Schwerverbrecher sei leblos in seiner Zelle in einem Gefängnis im US-Bundesstaat West Virginia gefunden worden, teilten die zuständigen Gefängnisbehörden mit. Versuche, ihn wiederzubeleben, seien gescheitert. Nähere Informationen wurden zunächst nicht veröffentlicht. Der 1929 geborene Bulger galt lange als einer der meistgesuchten Verbrecher der USA. Unter anderem soll er vor allem in der Ostküstenmetropole Boston in Morde, Erpressung, Drogenhandel, kriminelle Verschwörungen und Geldwäsche verwickelt gewesen sein. Im Jahr 2013 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. 

+++ 21.15 Uhr: Hackerangriff auf Fußball-Weltverband Fifa - Ausmaße unklar +++

Der Fußball-Weltverband Fifa ist nach eigenen Angaben Ziel einer Hacker-Attacke geworden. In einer Mitteilung, aus der die Nachrichtenagentur AP zitierte, verurteilte die Fifa den Angriff und zeigte sich besorgt darüber, dass illegal auf einige Informationen zugegriffen worden sei. Über Ausmaße der Attacke auf seine Rechner machte der in Zürich ansässige Verband keine Angaben.

+++ 21.08 Uhr: Iran dementiert Anschlagsplan in Dänemark +++

Der Iran hat einen Bericht des dänischen Inlandsgeheimdienstes PET über einen geplanten Anschlag des iranischen Geheimdienstes in dem skandinavischen Land kategorisch zurückgewiesen. Bei diesem Vorwurf handele es sich um eine erneute Verschwörung mit dem Ziel, die Beziehungen Irans mit der Europäischen Union zu untergraben, erklärte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi in einer kurzen Mitteilung an die Presse.

+++ 20.16 Uhr: FBI geht mutmaßlicher Schmierkampagne gegen Sonderermittler nach +++

Die US-Bundespolizei FBI geht einer möglichen Schmierkampagne gegen den Sonderermittler Robert Mueller nach, der die Russland-Kontakte des früheren Wahlkampfteams von Präsident Donald Trump untersucht. Muellers Sprecher Peter Carr teilte in Washington mit, Frauen sei womöglich Geld dafür angeboten worden, falsche Anschuldigungen sexueller Übergriffe gegen den Sonderermittler zu erheben. 

+++ 20 Uhr: Elf Seeleute nach Piraten-Angriff auf Frachter vermisst +++

Nach einem Piraten-Angriff auf ein Containerschiff vor der nigerianischen Küste werden elf Seeleute vermisst. Die dänische Reederei Maersk Line bestätigte Medienberichte, wonach die von Maersk gecharterte  "Pomerenia Sky" am vergangenen Samstag überfallen wurde. Elf Besatzungsmitglieder seien verschleppt worden, teilte der Betreiber Midocean mit. Neun Seeleute seien wohlauf und hätten das Schiff mittlerweile in sichere Gewässer gesteuert. Laut Schiffsinformationsdienst "Marinetraffic.com" liegt die "Pomerenia Sky" aktuell knapp 20 Seemeilen von Bonny Island entfernt im Golf von Guinea.

+++ 19.30 Uhr: Früheres Fifa-Council-Mitglied Nyantakyi lebenslang gesperrt +++

Der frühere hochrangige Fifa-Funktionär Kwesi Nyantakyi aus Ghana ist lebenslang für alle Fußball-Aktivitäten gesperrt worden. Die Ethikkommission des Weltverbandes verhängte zudem eine Geldstrafe von 500 000 Schweizer Franken (439 000 Euro), wie die Fifa mitteilte. Hintergrund sind Korruptions- und Bestechungsvorwürfe gegen das einstige Mitglied des Fifa-Councils. 

+++ 19.15 Uhr: Männer sollen 15-Jährige in München vergewaltigt haben - fünf Festnahmen +++

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in München gegen mehrere Menschen, die im Verdacht stehen, ein Sexualverbrechen an einer Jugendlichen begangen zu haben. Ein Sprecher sagte, dass in diesem Zusammenhang mehrere Personen in Untersuchungshaft sitzen. Um das laufende Ermittlungsverfahren nicht zu gefährden, wollte der Sprecher keine Details nennen. 

Der Bayerische Rundfunk (BR) und die Münchner "Abendzeitung" berichteten unter Berufung auf eigene Informationen, dass fünf in Untersuchungshaft sitzende Männer verdächtigt werden, eine 15-Jährige sexuell missbraucht zu haben. Ein weiterer Verdächtiger sei noch nicht gefasst. Der Hauptbeschuldigte bestreite den Vorwurf der Vergewaltigung, berichtet die "Abendzeitung". Der Geschlechtsverkehr sei ihm zufolge einvernehmlich erfolgt.

Es gebe keine Hinweise darauf, dass es sich um eine Gruppenvergewaltigung gehandelt habe, so die Einschätzung des BR. Das Geschehen sei deshalb nicht mit dem Fall in Freiburg vergleichbar. Laut BR und "Abendzeitung" handelt es sich bei den Verdächtigen um Afghanen.

+++ 18.41 Uhr: Gruppenvergewaltigung in Freiburg: Haftbefehl gegen Verdächtigen lag vier Tage vor der Tat vor +++

Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg haben die Ermittler nähere Angaben zu einem der Verdächtigen gemacht. Gegen ihn habe bereits seit dem 10. Oktober ein Haftbefehl vorgelegen, der aber nicht vollzogen werden konnte, da sein Aufenthaltsort zu dem Zeitpunkt nicht sicher gewesen sei. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Freiburg mit. Das Fahndungsdezernat sei dann eingeschaltet worden. Der Haftbefehl sei am 21. Oktober vollstreckt worden. Wegen welcher Straftat der Haftbefehl vorlag, ließen die Ermittler offen. Zunächst waren ermittlungstaktische Gründe für die Verzögerung angegeben worden.

In der Nacht zum 14. Oktober soll eine junge Frau nach einem Disco-Besuch von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Acht Männer sitzen in Untersuchungshaft - sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher. Der Mann, gegen den bereits der Haftbefehl vorlag, soll mit der 18-Jährige die Disco verlassen haben.

+++ 17.44 Uhr: Zweite große Migranten-Gruppe bricht in Mexiko Richtung USA auf +++

Eine weitere Gruppe von Migranten aus Mittelamerika hat sich in Mexiko auf den Weg Richtung USA gemacht. Etwa 1500 bis 2000 Menschen liefen am Dienstag von der Stadt Ciudad Hidalgo an der Grenze zu Guatemala in das rund 30 Kilometer entfernte Tapachula im südlichen Bundesstaat Chiapas. Diese zweite sogenannte Migranten-Karawane habe nicht die Absicht, zu einer Gruppe aufzuschließen, die sich bereits weiter nördlich befindet, sagte der Beauftragte der mexikanischen Migrationsbehörde, Gerardo García Benavente, dem Sender Radio Fórmula. Die Migranten seien überzeugt, die US-Grenze erreichen zu können, so García Benavente.

+++ 17.40 Bericht: Verfassungsschutz-Vize wird Maaßen-Nachfolger +++

Die Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, soll offenbar Nachfolger des bisherigen Behördenleiters Hans-Georg Maaßen werden. Die Entscheidung habe Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) getroffen, berichtete "Focus Online". Haldenwang gelte als Maaßen-Vertrauter, der versetzte Verfassungsschutz-Chef habe seinen Stellvertreter selbst als Nachfolger bevorzugt.    

Nach umstrittenen Äußerungen von Maaßen zu rechten Ausschreitungen in Chemnitz hatte die große Koalition aus Union und SPD wochenlang über dessen Zukunft gestritten. Am Ende wurde vereinbart, dass er als Sonderberater für europäische und internationale Fragen ins Bundesinnenministerium wechselt.    

Mit Haldenwang bekommt das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) einen Beamten und keinen Politiker als Chef. Der 58-Jährige gelte innerhalb des Amtes als "graue Eminenz", heißt es in dem "Focus Online"-Bericht.

+++ 17.30 Uhr: Zwölfjährige entkommt Angreifer +++

Ein zwölf Jahre altes Mädchen ist im hessischen Wiesbaden auf dem Schulweg von einem Unbekannten überfallen worden. Der Mann habe die Schülerin deren Angaben zufolge von hinten umklammert, teilte die Polizei mit. Nach lauten Hilfeschreien des Mädchens seien Autofahrer aufmerksam geworden; der Täter flüchtete. Er soll der Zwölfjährigen bereits seit ihrem Aussteigen aus einem Bus gefolgt sein. Der Täter trug der Polizei zufolge schwarze Handschuhe und einen schwarzen Kapuzenpulli. Die Ermittler suchen nun Zeugen, die das Geschehen am Dienstagmorgen beobachtet haben.

+++ 17.22 Uhr: Christian und Bettina Wulff haben sich getrennt +++

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff (59) und seine Ehefrau Bettina (45) haben sich getrennt. Das sagte der Rechtsanwalt Christian Schertz der Deutschen Presse-Agentur, nachdem zunächst die "Bunte" darüber berichtet hatte. "Als Anwalt der Familie Wulff kann ich Ihnen bestätigen, dass sich Bettina und Christian Wulff einvernehmlich getrennt und alle damit zusammenhängenden Fragen übereinstimmend geregelt haben und vor allem die Verantwortung für ihre Kinder gemeinsam und in voller Übereinstimmung wahrnehmen", teilte Schertz mit. "Sie werden nichts Weiteres erklären und bitten die Privatsphäre der Familie, vor allem wegen der Kinder, zu respektieren."

+++ 17.00 Uhr: Junge Jesidin nach Aufenthalt im Irak wieder in Deutschland +++

Die Jesidin Aschwak H., die nach eigenen Worten in Deutschland ihrem Peiniger begegnet war, befindet sich nach zwischenzeitlichem Aufenthalt im Irak wieder in der Bundesrepublik. Das bestätigte eine Pressesprecherin der Staatskanzlei Baden-Württemberg dem Südwestrundfunk (SWR). In einer schriftlichen Stellungnahme heißt es laut dem SWR-Bericht, die 19-Jährige sei "auf ihren Wunsch hin" Ende September zurückgekehrt und werde derzeit "medizinisch und psychologisch betreut und behandelt".    

Aschwak H. hatte der Nachrichtenagentur AFP berichtet, sie sei im Februar dieses Jahres in Schwäbisch Gmünd ihrem einstigen Peiniger von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) begegnet. Deswegen war sie im März in den Irak zurückgekehrt, wo sie seither mit ihrer Mutter und ihrem Bruder lebte.

+++ 16.23 Uhr: Massengrab aus 19. Jahrhundert auf Baustelle in Mainz entdeckt +++

Bei Bauarbeiten ist in Mainz ein Massengrab aus dem 19. Jahrhundert entdeckt worden. Wie viele Tote dort begraben wurden, sei unklar - es könnten mehrere hundert, "vielleicht sogar an die tausend" sein, sagte Jens Dolata von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Durch einen Bagger seien zahlreiche Skelette zerstört worden. "Dort liegen jetzt zum Teil tausende einzelne Knochen", sagte Dolata.    

Das Massengrab könnte ersten Untersuchungen zufolge aus dem Jahr 1813 stammen. Damals war die Stadt von grassierendem Typhus betroffen. Tausende fielen der Infektionskrankheit zum Opfer, sowohl Zivilisten als auch französische Soldaten, die die Stadt zu dieser Zeit besetzten. "Die Friedhöfe reichten nicht aus - also wurden Massengräber ausgehoben", sagte Dolata.

+++ 16.18 Uhr: Tschechische Polizei befreit knapp 80 verwahrloste Hunde +++

Die Polizei in Tschechien hat Dutzende verwahrloste Hunde aus einem Einfamilienhaus gerettet. Bei einer Hausdurchsuchung seien 79 Mischlingshunde kleiner bis mittlerer Größe entdeckt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Die 68 Jahre alte Halterin und ihr 34 Jahre alter Sohn aus einem Dorf bei Svitavy (Zwittau) seien den Veterinärbehörden bereits bekannt gewesen. Sie würden der Tierquälerei verdächtigt. Bei einer Verurteilung drohten ihnen bis zu zwei Jahre Haft. Die Hunde wurden in Tierheime gebracht und suchen ein neues Zuhause. Erst Anfang des Jahres waren in einem anderen Fall 200 verwahrloste Hunde aus einem Haus in Tschechien befreit worden.

+++ 15.54 Uhr: Elf Seeleute nach Piraten-Angriff auf Frachter vermisst +++

Nach einem Piraten-Angriff auf ein Containerschiff vor der nigerianischen Küste werden elf Seeleute vermisst. Die dänische Reederei Maersk Line bestätigte Medienberichte, wonach die von Maersk gecharterte  "Pomerenia Star" am vergangenen Samstag überfallen wurde. Elf Besatzungsmitglieder seien verschleppt worden, teilte der Betreiber Midocean mit. Neun Seeleute seien wohlauf und hätten das Schiff mittlerweile in sichere Gewässer gesteuert. Laut Schiffsinformationsdienst "Marinetraffic.com" liegt die "Pomerenia Sky" aktuell knapp 20 Seemeilen von Bonny Island entfernt im Golf von Guinea.

+++ 15.32 Uhr: Prozess gegen "El Chapo" kann wie geplant am Montag starten +++

Der Strafprozess gegen den mexikanischen Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán kann wie geplant am Montag starten. Richter Brian Cogan lehnte bei einer Anhörung in New York erneut eine Verschiebung ab, um die Guzmáns Anwälte gebeten hatten. Die Anwälte hatten sich schon mehrmals über zu knappe Vorbereitungszeit und die überwältigend1e Menge an Beweismaterial beschwert. 

Der Prozess soll nun wie geplant am 5. November mit der Auswahl der zwölf Geschworenen beginnen und könnte etwa drei Monate dauern. Zu ihrer Sicherheit sollen die Juroren anonym über Guzmáns Schicksal entscheiden. Bei einer Verurteilung droht Guzmán eine lebenslange Haftstrafe. Die Todesstrafe ist nach einer Einigung zwischen Mexiko und den USA ausgeschlossen.

+++ 15.22 Uhr: Irans Geheimdienst soll Anschlag in Dänemark geplant haben +++

Der iranische Geheimdienst soll einen Anschlag in Dänemark geplant haben. Deswegen seien Teile Dänemarks wegen einer massiven Polizeiaktion Ende September für Stunden lahmgelegt worden, erklärte der Chef des dänischen Inlandsgeheimdienstes PET, Finn Borch Andersen. "Wir haben hier eine ungewöhnliche und nach unserer Auffassung sehr ernste Sache", sagte er. "Wir haben es mit einem iranischen Geheimdienst zu tun, der einen Anschlag auf dänischem Boden plant."

Ein norwegischer Staatsbürger mit iranischen Wurzeln befinde sich deswegen seit dem 21. Oktober in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, dem iranischen Geheimdienst ermöglicht zu haben, in Dänemark tätig zu werden. Außerdem soll er an der Planung des Anschlagsversuchs beteiligt gewesen sein. Der Mann bestreitet die Vorwürfe.

Das Ziel war nach PET-Angaben eine Gruppe in Dänemark wohnhafter Iraner, die sich für die Unabhängigkeit der iranischen Region rund um die Stadt Ahwas engagierten. Durch die Festnahme des Verdächtigen sei die Bedrohung für sie aber nicht aus der Welt geschafft, sagte Borch Andersen. Drei Personen stünden in der Sache unter besonderem Polizeischutz.

+++ 15.15 Uhr: Großbrand in russischer Ölraffinerie +++

In einer Ölraffinerie in Westsibirien sind zwei große Tanks in Brand geraten. Nach Angaben eines Behördensprechers gab es in einem der Behälter ein Leck, aus dem Erdöl austrat und Feuer fing, wie russische Medien berichten. Die Flammen hätten daraufhin auf den anderen Behälter übergriffen. Sie können bis zu 5000 Tonnen Erdöl fassen. Ausgelaufenes Öl habe zunächst auf einer Fläche so groß wie ein Fußballfeld gebrannt, hieß es. Zwei weitere Tanks stünden in der Nähe der anderen Behälter.

Zwei Arbeiter zogen sich schwere Verletzungen zu. Sie seien aber nicht in Lebensgefahr. Ein dritter Arbeiter galt zunächst als vermisst. Die Feuerwehr kämpfte mit einem großen Aufgebot gegen die Flammen in der Ölraffinerie bei Nischnewartowsk. Weshalb das Feuer ausbrach, war zunächst unklar. Für Anwohner bestand nach Angaben der Behörden keine Gefahr. Das nächste Dorf liege 25 Kilometer entfernt.

+++ 14.41 Uhr: Sigmar Gabriel rechnet mit Ende der Groko im Mai 2019 +++

Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel rechnet für das kommende Frühjahr mit dem Aus für die "GroKo" und der Bildung einer Jamaika-Regierung. "Wahrscheinlich ist Angela Merkels Verzicht auf den Vorsitz der CDU deshalb nur der erste Schritt, um am Ende den Weg zu einer 'Jamaika-Koalition' von CDU/CSU, FDP und Grünen durch die Aufgabe auch des Kanzleramtes frei zu machen", schreibt Gabriel in der "Zeit". "Spätestens nach der Europawahl im Mai 2019 dürfte das der Fall sein", so Gabriel. Neuwahlen halte er im Falle eines Rücktritts der Bundeskanzlerin für unwahrscheinlich.


+++ 14.34 Uhr: Bonner Professor hält an Kandidatur für CDU-Vorsitz fest +++

Der Bonner Völkerrechtler Matthias Herdegen hält vorerst  an seiner Kandidatur für den CDU-Vorsitz fest. "Ich habe keinen Anlass, von meiner Kandidatur abzurücken, solange ich der einzige Kandidat bin, der inhaltlich ein konkretes Angebot gemacht hat", sagte der 61-Jährige der dpa in Bonn. Es sei zwar sehr gut, dass Angela Merkel den Parteivorsitz abgeben wolle. "Das ist ein sehr kluger und verantwortungsvoller Schritt, aber für sich noch kein Neuaufbruch."


+++ 13.45 Uhr: Sechs Kinder und zwei Erwachsene sterben bei Unfall am Toten Meer +++

Bei einem Autounfall am Toten Meer sind nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes acht Menschen getötet worden. Man gehe derzeit davon aus, dass es sich bei den Toten um sechs Kinder und zwei Erwachsene handele, sagte ein Sprecher der Hilfsorganisation Magen David Adom. Nach Angaben der Polizei stießen zwei Autos frontal zusammen. Eines der Autos, in dem mehrere Menschen saßen, habe daraufhin Feuer gefangen. In dem anderen Fahrzeug seien zwei Menschen verletzt worden.


+++ 13.25 Uhr: Merz kündigt offiziell Kandidatur für CDU-Vorsitz an +++

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat offiziell seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz angekündigt. Er habe sich "nach reiflicher Überlegung" entschieden, auf dem Bundesparteitag in Hamburg für den Posten des CDU-Vorsitzenden zu kandidieren, erklärte Merz in einer schriftlichen Mitteilung. "Wir brauchen in der Union Aufbruch und Erneuerung mit erfahrenen und mit jüngeren Führungspersönlichkeiten."

CDU-Vorsitz: "Zurück in die Zukunft" - das sagen Twitter-User zur Merz-Kandidatur

  

+++ 13.07 Uhr: Steinwurf auf Autobahn A42: Nun ermittelt die Mordkommission +++

Nach einem lebensgefährlichen Steinwurf von einer Fußgängerbrücke auf die Autobahn 42 in Herne ermittelt die Polizei wegen Mordversuchs. Unbekannte warfen den 20 mal 30 Zentimeter großen Stein am Montagabend auf die Autobahn, wie die Bochumer Polizei mitteilte. Der Stein durchschlug die Frontscheibe eines Autos und streifte den Fahrersitz. Der 49-jährige Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

Die Ermittlungen ergaben, dass bereits 25 Minuten vor der Tat ein kleinerer Stein von der Brücke auf die A42 geworfen worden war. Eine Autofahrerin sah demnach zu diesem Zeitpunkt zwei Menschen auf der Brücke. Die Bochumer Mordkommission sucht nun weitere Zeugen.

+++ 12.50 Uhr: Erdogan fordert von Saudi-Arabien vollständige Aufklärung des Falls Khashoggi +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den saudiarabischen Generalstaatsanwalt während dessen Besuch in Istanbul zur vollständigen Aufklärung des Falls Jamal Khashoggi aufgerufen. Als Generalstaatsanwalt müsse er die Frage klären, wer in Saudi-Arabien die 15 Mitglieder des Killer-Kommandos zur Tötung des Journalisten in die Türkei entsandt habe, sagte Erdogan. Khashoggis Verlobte warnte derweil US-Präsident Donald Trump davor, eine Vertuschung der Tat hinzunehmen.    

Erdogan nahm den Generalstaatsanwalt aus Riad direkt in die Verantwortung: "Wer hat die 15 Leute entsandt? Als saudiarabischer Generalstaatsanwalt müssen Sie dies fragen, müssen Sie dies klären", sagte Erdogan vor Journalisten in Ankara mit Blick auf Saud bin Abdullah al-Muadschab, der am Montag zu Gesprächen über den Fall nach Istanbul gereist war.

+++ 12.23 Uhr: General Electric schreibt 22,8 Milliarden Dollar Quartalsverlust +++

Eine massive Abschreibung in der kriselnden Kraftwerksparte hat der angeschlagenen US-Industrie-Ikone General Electric einen riesigen Quartalsverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand in den drei Monaten bis Ende September ein Minus von 22,8 Milliarden Dollar (20,1 Mrd Euro), wie der Siemens-Rivale in Boston mitteilte. Die Dividende wurde weiter zusammengestrichen und zwar drastisch - von zwölf auf einen Cent. Das soll dem Konzern rund 3,9 Milliarden Dollar pro Jahr sparen. 

"Unsere Ergebnisse sind weit vom vollen Potenzial entfernt", sagte der neue Vorstandschef Larry Culp. Er hatte den Spitzenjob erst Anfang Oktober übernommen, nachdem das über 125 Jahre alte Traditionsunternehmen Vorgänger John Flannery vor die Tür setzte - es war bereits der zweite Chefwechsel innerhalb von nur 14 Monaten. General Electric befindet sich schon länger in einer schweren Krise. Die Erlöse sanken im abgelaufenen Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert um vier Prozent auf 29,6 Milliarden Dollar.

+++ 11.58 Uhr: Ex-Krankenpfleger Högel gesteht 100 Patientenmorde +++

Der wegen 100-fachen Mordes an Patienten angeklagte frühere Krankenpfleger Niels Högel hat die Taten zum Auftakt seines Prozesses vor dem Landgericht Oldenburg gestanden. Auf die Frage des Gerichts, ob die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zuträfen, antwortete Högel mit "ja". "Das was zugegeben worden ist, so ist es auch", fügte der 41-Jährige hinzu.

+++ 11.24 Uhr: Zahl der Unwettertoten in Italien seit Montag auf neun gestiegen +++

Nach den schweren Unwettern in Italien ist die Zahl der Opfer weiter angestiegen. Seit Montag kamen mindestens neun Menschen ums Leben, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. In vielen Teilen des Landes blieben die Schulen auch am Dienstag geschlossen. Am Flughafen von Genua wurde der Betrieb bis 14.00 Uhr eingestellt. Seit Beginn der Unwetter zählte die Feuerwehr rund 7000 Einsätze.

+++ 11.11 Uhr: Ex-Audi Chef  wird aus Haft entlassen +++

Der ehemalige Chef des Autobauers Audi, Rupert Stadler, kommt aus der Untersuchungshaft frei. Das Oberlandesgericht München erklärte, es habe den Haftbefehl gegen Stadler außer Vollzug gesetzt. Allerdings verhängte es Auflagen: Stadler muss eine Kaution hinterlegen und darf zu für das Ermittlungsverfahren relevanten Personen keinen Kontakt aufnehmen.

+++ 10 Uhr: Zahl der Arbeitslosen sinkt im Oktober auf 2,204 Millionen +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober gegenüber dem Vormonat um 53.000 auf 2,204 Millionen Menschen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 185.000 Jobsucher weniger, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 4,9 Prozent.

+++ 08.44 Uhr: 56-Jähriger wegen Mordes an Gefängniswärter in den USA hingerichtet  +++

In den USA ist ein 56-jähriger Mann wegen des Mordes an einem Gefängniswärter hingerichtet worden. Rodney Berget wurde am Montagabend im Bundesstaat South Dakota für tot erklärt, wie die Strafvollzugsbehörde des US-Bundesstaates mitteilte. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof einen Widerspruch abgewiesen, die Vollstreckung der Todesstrafe auszusetzen. Bergets Hinrichtung per Giftspritze war die vierte in dem Bundesstaat seit Wiedereinführung der Todesstrafe 1976.

Der 56-Jährige war 2012 zum Tode verurteilt worden, nachdem er ein Jahr zuvor bei einem gescheiterten Ausbruchsversuch einen Wärter getötet hatte. Berget saß lebenslänglich in Haft wegen zweifachen Mordversuchs und Vergewaltigung.

Sein älterer Bruder Roger James Berget war bereits vor 18 Jahren im Bundesstaat Oklahoma hingerichtet worden. Der 39-Jährige hatte 1985 einen Mann getötet, dessen Auto er stehlen wollte. Die Brüder stammten aus einer Familie mit Alkohol- und Gewaltproblemen. Bergets Hinrichtung war die 19. in den USA in diesem Jahr.

+++ 08.25 Uhr: Sieben Tote nach Unwettern in Italien - Genua schließt Flughafen +++

Die Unwetter in Italien haben bisher mindestens sieben Menschenleben gekostet. In St. Martin in Thurn in Südtirol wurde am Montagabend ein freiwilliger Feuerwehrmann von einem Baum erschlagen,  wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Weitere Tote gab es laut Medienberichten unter anderem im Umland von Rom und Neapel.

Wegen der Unwetter wurden in der nordwestlichen Region Ligurien alle Häfen geschlossen. Ankommende Schiffe müssten vor der Küste auf ein Ende des Sturmes warten, teilte Regionalpräsident Giovanni Totti am Montagabend in Genua mit. Acht bis zehn Meter hohe Wellen brachen sich an der Küste der italienischen Riviera. Auch der internationale Flughafen Cristoforo Colombo in Genua war am Dienstagmorgen dicht. Alle Flüge seien gestrichen worden, meldete Ansa.

+++ 07.58 Uhr: VW steigert Neunmonatsgewinn trotz Belastungen aus neuen Abgastests +++

Der Volkswagen-Konzern hat in den ersten neun Monaten trotz der Einführung neuer Abgastests sowie einer Geldbuße in der Dieselaffäre mehr verdient. Der Nettogewinn stieg in dem Zeitraum um 24 Prozent auf knapp 9,4 Milliarden Euro - trotz der 800-Millionen-Euro-Geldbuße der Tochter Audi wegen der Manipulation von Dieselabgastests, wie der Konzern am Dienstag in Wolfsburg bekanntgab. Volkswagen bestätigte zudem seine Ziele fürs Gesamtjahr: die Umsätze sollten um bis zu 5 Prozent über Vorjahr liegen, die Rendite - also der der Anteil des operativen Ergebnisses vor Sondereinflüssen am Umsatz - bei 6,5 bis 7,5 Prozent.

Im laufenden Geschäft lag das Ergebnis - vor Sondereinflüssen – mit 13,3 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau (13,2 Milliarden Euro). Besondere Effekte eingerechnet gab es kleines Plus von 10,6 Milliarden auf rund 10,9 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 2,7 Prozent auf 174,6 Milliarden Euro.

Im dritten Quartal stieg der Gewinn deutlich - von 1,07 auf knapp 2,8 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte VW allerdings wegen ausgeweiteter Diesel-Rückstellungen einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen.

+++ 07.48 Uhr: Palästinenser entziehen Israel Anerkennung als Staat  +++  

Die Palästinenserführung hat entschieden, angesichts des stockenden Friedensprozesses Israel die Anerkennung als Staat zu entziehen und jegliche Zusammenarbeit zu beenden. Dies betreffe die Sicherheit ebenso wie die Wirtschaft, entschied der PLO-Zentralrat am Montagabend in Ramallah. Diese Entscheidung gelte, bis Israel einen Staat Palästina anerkenne. Das PLO-Zentralkomitee muss allerdings noch über die Art der Umsetzung entscheiden.

+++ 7 Uhr: Wetter: Deutschland erwartet Temperaturunterschied von 20 Grad +++

Am Dienstag wird es im Osten Deutschlands deutlich wärmer als im Westen. In der Eifel werden Höchstwerte von 3 Grad erwartet, im Osten sind bis zu 22 Grad vorhergesagt, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Die Bundesrepublik liege aktuell zwischen einem Hoch über Nordeuropa und einem Tiefdruckkomplex, der von Südwestdeutschland in die südliche Nordsee ziehe. Im Westen und Südwesten könne es zudem ab einer Höhe von 400 bis 600 Meter schneien.

In vielen Regionen Deutschlands bleibe es windig. So kann es an den Küsten, vom Westen bis nach Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie in der Südhälfte Deutschlands zu Sturmböen kommen, wie der DWD schreibt. In einigen exponierten Lagen seien schwere Sturmböen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde Windgeschwindigkeit möglich.

+++ 7 Uhr: Genua schließt Häfen wegen Unwetter in Italien +++

Wegen der schweren Unwetter in Italien sind in der nordwestlichen Region Ligurien alle Häfen geschlossen worden. Ankommende Schiffe müssten vor der Küste auf ein Ende des Sturmes warten, teilte Regionalpräsident Giovanni Totti am Montagabend in Genua mit. Acht bis zehn Meter hohe Wellen brachen sich an der ligurischen Küste, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Im Küstenort Rapallo, rund 30 Kilometer südöstlich von Genua, riss der Sturm mehrere Luxusjachten aus ihren Vertäuungen und ließ sie aufs Ufer krachen. In ganz Ligurien waren 22 000 Haushalte ohne Strom. Die Schlechtwetterfront mit Starkregen und Sturmböen lähmt seit Tagen weite Teile Italiens. In St. Martin in Thurn in Südtirol wurde am Montagabend ein freiwilliger Feuerwehrmann von einem Baum erschlagen. Damit seien schon sieben Menschen wegen der Unwetter ums Leben gekommen, meldete Ansa.

+++ 5 Uhr: Lehrermangel: Verband fordert trotzdem Aufteilung auf Stadt und Land +++

In Zeiten des Lehrermangels müssen die Länder aus Sicht des Deutschen Lehrerverbands die gleichmäßige Verteilung von Lehrkräften auf Stadt und Land stärker in den Blick nehmen. Das sei eine Frage der Chancengerechtigkeit, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. Es könne nicht sein, dass im ländlichen Raum größere Klassen gebildet werden müssten und mehr Unterricht ausfalle, weil es Lehrer verstärkt in die Ballungsräume ziehe. In mehreren Bundesländern gebe es bereits Probleme, Stellen in ländlichen Regionen zu besetzen, sagte Meidinger. Das gelte für Flächenländer im Osten besonders, sei aber auch in westdeutschen Regionen erkennbar. Selbst Bayern, das bisher Bewerber auch abseits ihrer Wunschorte landesweit verteilte, komme angesichts des allgemeinen Mangels an Grenzen. Bewerber träten Stellen in Oberbayern bei zu langen Wegen oft einfach nicht an. 

+++ 3.40 Uhr: Erdbeben der Stärke 6,7 erschüttert Neuseeland +++

Während des Besuchs von Prinz Harry und seiner Frau Meghan ist Neuseeland von einem Erdbeben erschüttert worden. Wegen des Bebens der Stärke 6,1 wurde am Dienstag eine Sitzung des Parlaments in Wellington unterbrochen. Berichte über größere Schäden lagen zunächst nicht vor. In Auckland, wo sich Harry und Meghan am Dienstag aufhielten, wurde das Erdbeben offenbar kaum wahrgenommen. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS in einer Tiefe von mehr als 200 Kilometern nahe der Küstenstadt Waitara. Waitara liegt ebenso wie Wellington und Auckland auf der Nordinsel Neuseelands. Premierministerin Jacinda Ardern erklärte, das Beben sei im Zentrum des Landes gespürt worden. Sie rief ihre Landsleute auf, bei Bekannten und Nachbarn nach dem Rechten zu sehen.

+++ 1.25 Uhr: Deutscher Banker in USA zu zehn Jahren Haft verurteilt +++

Wegen Geldwäsche ist ein früherer deutscher Spitzenmanager der Schweizer Privatbank Julius Bär in den USA zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Matthias K. wurde am Montag außerdem zur Zahlung von insgesamt 650.000 Dollar verurteilt, wie das US-Justizministerium mitteilte. Der 44-Jährige hatte sich im August schuldig bekannt, bei der Geldwäsche von 1,2 Milliarden Dollar beteiligt gewesen zu sein, die beim staatlichen venezolanischen Ölkonzern PDVSA unterschlagen worden waren.     Der in Panama ansässige Bänker war demnach seit 2016 an dem Komplott beteiligt. Er half über Immobilien- und Investitionsgeschäfte zu verschleiern, dass der Milliardenbetrag bei Petróleos de Venezuela (PDVSA) gestohlen worden war. Der Gruppe sollen frühere Manager des Ölkonzerns und Mitglieder der venezolanischen Elite angehören. K. wurde im Juli in Miami festgenommen. Erdöl ist die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle des von einer schweren Wirtschaftskrise erschütterten Venezuela.

+++ 1 Uhr: Surfer nach Sturm vermisst +++

Vor der kroatischen Adria-Küste wird ein Surfer vermisst. Der junge Mann habe sich am Montag bei schwerem Sturm bei Savudrija auf der Halbinsel Istrien auf offene See gewagt, berichteten kroatische Medien. Sein Partner habe sich wenige Stunden später ans Ufer gerettet, die Suchaktion nach dem Vermissten wurde bei einbrechender Dunkelheit eingestellt, soll nun am Dienstag fortgesetzt werden.

Ein schwerer Sturm hat am Montag entlang der gesamten kroatischen Adria-Küste erhebliche Schäden angerichtet und für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Unter anderem war wegen der Orkanböen fast der gesamte Fährverkehr zu den Inseln ausgefallen. Vielerorts wurden in den Küstenorten die Hafenzonen überschwemmt, da Flut und bis zu sieben Meter hohe Wellen das Wasser an Land drückten.

+++ Hier lesen Sie die Nachrichten von Montag, 29. Oktober 2018 +++

feh / vit /wue / DPA / AFP