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News des Tages: Frankreich: Mindestens zwei Tote durch Hurrikan "Irma" auf Karibikinseln

Paris: Tote durch Hurrikan "Irma" +++ UN machen Assad für Giftgasangriff verantwortlich +++ EuGH verpflichtet Ungarn und Slowakei zu Flüchtlingsaufnahme +++ 45 Prozent der Neueinstellungen befristet +++Ariane-5-Start in letzter Sekunde gestoppt +++ Die News des Tages im Ticker.

Paris: Mindestens zwei Tote durch Hurrikan "Irma" auf Karibikinseln

"Wir werden Opfer zu beklagen haben", sagte Staatspräsident Emmanuel Macron am Abend in Paris nach einem Krisentreffen der Regierung.

Die News des Tages im Überblick. 

+++ 23.38 Uhr: Weiterer Hurrikan im Golf von Mexiko +++

Auch im Golf von Mexiko hat sich ein Hurrikan geformt. Der Sturm "Katia" erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde, wie das US-Hurrikanzentrum in Miami mitteilte. Die mexikanische Regierung gab eine Warnung heraus. Laut der Prognose dürfte sich der Hurrikan am Donnerstag weiter auf die Küste zubewegen. In der Karibik wütet derzeit Hurrikan "Irma". Er gilt als der stärkste Sturm, der jemals im Atlantik registriert wurde.

+++ 23.24 Uhr: US-Hurrikanzentrum stuft "José" als Hurrikan ein +++

Neben dem Hurrikan "Irma" hat ein weiterer Sturm über dem Atlantik an Kraft gewonnen. Das Hurrikan-Zentrum in Miami stufte auch den Tropensturm "José" als Hurrikan ein. Die Bewohner der Leeward Inseln wurden dazu aufgerufen, die Situation zu beobachten. Bei "José" handelt es sich um das Wettersystem hinter "Irma". Der Sturm erreichte am Nachmittag bereits Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometer pro Stunde. 

+++ 22.42 Uhr: Wegen "Harvey"-Schäden: Merkel bietet Gouverneur von Texas Hilfe an +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem Gouverneur des US-Bundesstaats Texas, Greg Abbott, nach dem Durchzug des Hurrikans "Harvey" Unterstützung angeboten. Beide Politiker hätten in einem Telefonat "Kontaktpunkte" ausgemacht, "über die konkrete Hilfen vereinbart werden sollen", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Merkel habe Abbott angesichts der dramatischen Folgen des Hurrikans zugleich ihre Anteilnahme und die der deutschen Bevölkerung ausgedrückt.

"Harvey" war Ende August auf die osttexanische Küste getroffen und hatte weite Gebiete des Staates unter Wasser gesetzt. Abbott schätzte die Kosten für den Wiederaufbau zuletzt auf bis zu 180 Milliarden Dollar (152 Milliarden Euro). 

+++ 22.23 Uhr: "Irma" wirbelt auch Flugpläne durcheinander +++

Der gefährliche Hurrikan "Irma" beeinträchtigt auch den Luftverkehr in die Karibik und USA. Die Lufthansa-Tochter Eurowings teilte mit, aufgrund der Extremwetterlage werde in den kommenden Tagen der Betriebsablauf gestört. Passagiere, die im Zeitraum 6. bis 11. September die Flugziele Havanna und Varadero in Kuba sowie Punta Cana und Puerto Plata in der Dominikanischen Republik sowie die US-Städte Miami oder Orlando gebucht haben, könnten kostenlos umbuchen - und zwar in den Zeitraum 12. September bis 12. Oktober. Kunden, die ihren Flug als Teil einer Pauschalreise gebucht haben, sollten sich an ihren Reiseveranstalter wenden.

+++ 21.48 Uhr: Kataloniens Parlament billigt umstrittenes Gesetz zu Unabhängigkeitsreferendum +++

Das katalanische Parlament hat am Abend ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das den Weg für ein Unabhängigkeitsreferendum der spanischen Region ebnen soll. Nach elfstündiger Debatte stimmten 72 Abgeordnete für den Textentwurf, elf weitere enthielten sich. Die Abgeordneten der Opposition hatten das Plenum vor dem Votum aus Protest verlassen. Die Zentralregierung in Madrid lehnt den für den 1. Oktober geplanten Volksentscheid kategorisch ab.

+++ 21.37 Uhr: Russland weist UN-Bericht zu Giftgasattacke in Syrien zurück +++

Das russische Außenministerium hat die Giftgasvorwürfe der Vereinten Nationen gegen Syrien als Propaganda zurückgewiesen.
UN-Menschenrechtsexperten hatten zuvor die syrische Luftwaffe für einen Sarin-Angriff am 4. April in der Stadt Chan Scheichun mit mindestens 83 Toten und fast 300 Verletzten verantwortlich gemacht.

"Das Dokument kann man als amateurhaft und propagandistisch, aber auf keinen Fall als professionell und unvoreingenommen bezeichnen", sagte Michail Uljanow, Direktor für Rüstungskontrolle im Außenamt in Moskau, am Mittwochabend. Die Autoren seien nicht vor Ort gewesen und hätten sich lediglich auf die Aussagen von Augenzeugen berufen, kritisierte der Diplomat. "Die Wahrscheinlichkeit, dass der Vorfall möglicherweise gestellt war, worauf viele Hinweise hindeuten, ignorieren die Autoren völlig", sagte er der Agentur Interfax. 

+++ 21.23 Uhr: Paris: Mindestens zwei Tote durch Hurrikan "Irma" auf Karibikinseln +++

Durch den Hurrikan "Irma" sind auf den Karibikinseln Saint-Barthélemy und Saint-Martin mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zwei weitere seien schwer verletzt worden, teilte die französische Regierung am Abend mit. Der Hurrikan der höchsten Kategorie 5 war zuvor über das französische Überseegebiet Saint-Barthélemy gefegt, dann erreichte er die zwischen Frankreich und den Niederlanden geteilte Insel Saint-Martin.

+++ 21.14 Uhr: Nach Merkels Kritik an Themenwahl: Schulz zu zweitem TV-Duell bereit +++

Nach der Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Themenauswahl beim TV-Duell hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sein Angebot eines zweiten TV-Duells erneuert. "Ich bin bereit zu einem zweiten Duell mit Angela Merkel", sagte Schulz am Abend bei einem Wahlkampfauftritt im nordrhein-westfälischen Münster. Merkel hat in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland bedauert, dass das Thema Digitalisierung im TV-Duell mit Martin Schulz keine Rolle gespielt hat.

Merkel und Schulz hatten am Sonntag ihren ersten und einzigen direkten Schlagabtausch im Fernsehen ausgetragen. Umfragen direkt nach der Sendung sahen die Kanzlerin als Siegerin. Ein zweites TV-Duell, wie es sich die beteiligten Fernsehsender gewünscht hatten, war an Merkels Widerstand gescheitert. 

+++ 21.07 Uhr: Kritik aus Kiew an Außenminister Gabriel +++

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) ist mit seiner Andeutung einer eventuellen vorzeitigen Aufhebung der Sanktionen gegen Russland auf scharfe Kritik in Kiew gestoßen. Dies sei "nicht das erste Mal", dass Gabriel solche "verantwortungslosen"
Ideen vortrage, sagte der außenpolitische Chefberater des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, Kostjantin Jelisejew, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dieser neueste Vorschlag erinnere an das Appeasement zugunsten von Hitler-Deutschland im Jahr 1938.

Auch Außenminister Pawlo Klimkin übte scharfe Kritik. "Solche Signale sind sehr schädlich. Daher können die jüngsten Äußerungen nur als Geschäker mit dem Kreml betrachtet werden", sagte er der "FAZ". Er fordert, die geschlossene Haltung der internationalen Gemeinschaft zu erhalten, bis der letzte russische Soldat das ukrainische Territorium verlasse.

Gabriel hatte am Dienstag erklärt, die Lockerung der Sanktionen gegen Russland müsse nicht zwangsläufig an die Erfüllung des Minsker Friedensabkommens gekoppelt bleiben. Anlass sei ein neuer Vorschlag Putins einer UN-Resolution für Friedenstruppen im Kriegsgebiet der Ostukraine. "Das Minsker Friedensabkommen über die Ukraine wird noch lange dauern", sagte der Minister. 

+++ 20.43 Uhr: Macron: Hurrikan-Opfer auf französischen Karibikinseln +++

Der Hurrikan "Irma" hat auf den französischen Karibikinseln Saint-Barthélemy und Saint-Martin Opfer gefordert. "Wir werden Opfer zu beklagen haben", sagte Staatspräsident Emmanuel Macron am Abend in Paris nach einem Krisentreffen der Regierung. Es sei zu früh, um eine Bilanz mit Zahlen vorzulegen. Diese Bilanz werde aber "hart und grausam" sein, kündigte Macron an.
Der extrem starke Sturm war über beide Inseln gezogen und hatte erhebliche Schäden angerichtet.

+++ 20.35 Uhr: Auto fährt in Verkaufsraum - hoher Schaden auf Tankstellengelände +++

Ein 77 Jahre alter Mann ist in Baden-Württemberg mit seinem Auto in den Verkaufsraum einer Tankstelle gefahren. Er wurde bei dem Unfall leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Mann fuhr demnach mit seinem Auto auf das Tankstellengelände in Wendlingen (Kreis Esslingen), hielt kurz an und fuhr dann plötzlich vorwärts leicht gegen die Eingangstür. Der Wagen setzte daraufhin zurück, stieß gegen ein tankendes Auto, fuhr dann erneut vorwärts gegen die Tür und rückwärts gegen das Auto. Dann habe er Vollgas gegeben und sei bis zur Kühltheke in das Gebäude hineingefahren, so ein Polizeisprecher. Auf Bildern war zu sehen, wie der schwarze Wagen in einem Regel mit Getränken stecken blieb.

Zur möglichen Ursache sagte ein Polizeisprecher, der Mann könnte Vor- und Rückwärtsgang oder Gas- und Bremspedal verwechselt haben. Es entstand Sachschaden in Höhe von 46.000 Euro.

+++ 20.28 Uhr: USA streben in UN-Sicherheitsrat Ölembargo gegen Nordkorea an +++

Im Atomstreit mit Nordkorea wollen die USA ein internationales Ölembargo gegen das kommunistisch regierte Land erreichen. Das geht aus einem Resolutionsentwurf hervor, der an die 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrats in New York ging. Dem Entwurf zufolge, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, strebt Washington zudem das Einfrieren des Vermögens von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un an. Abgestimmt werden solle am Montag.

+++ 19.49 Uhr: Korruptionsvorwürfe: US-Senator steht vor Gericht +++

Ein US-Senator muss sich seit Mittwoch in einem Korruptionsprozess vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Demokraten Robert Menendez aus New Jersey vor, einem Freund im Gegenzug für luxuriöse Geschenke zu politischem Einfluss verholfen zu haben. Im Falle einer Verurteilung droht dem 63-jährigen Politiker eine Haftstrafe. Muss Menendez zurücktreten, könnte sich außerdem die Sitzverteilung im US-Senat verschieben.

Die Staatsanwaltschaft am Bundesgericht von Newark legte 14 Anklagepunkte gegen den Senator vor. Demnach erhielt Menendez von seinem Freund, dem Geschäftsmann und Augenarzt Salomon Melgen, mehrere Reisen in Privatjets. Außerdem habe er drei Übernachtungen in einem Pariser Luxushotel und 750.000 Dollar (etwa 630.000 Euro) an Wahlkampfförderung bekommen. Die Anklage wirft Menendez vor, er habe dem Arzt im Gegenzug bei einem Rechtsstreit mit dem US-Gesundheitsministerium geholfen. Außerdem habe Menendez Visa-Anträge der brasilianischen, ukrainischen und dominikanischen Freundinnen seines Freundes erleichtert. Der Senator bestreitet die Vorwürfe.

+++ 19.08 Uhr: Neapel: Killer-Kommando erschießt zwei Menschen +++

Am helllichten Tag sind im historischen Zentrum von Neapel zwei Menschen erschossen worden. Einer der Toten sei der Schwager eines ehemaligen Bosses eines Clans der Camorra-Mafia, wie die Nachrichtenagentur Ansa nach dem Vorfall im Stadtteil Avvocata berichtete. Ein Kommando bestehend aus mehreren Killern habe zahlreiche Schüsse auf die Opfer abgegeben, berichtete die Zeitung "Corriere della Sera". "Die Camorra schießt wieder", schrieb die Tageszeitung "La Repubblica".

+++ 19.02 Uhr: US-Abgeordnete geben acht Milliarden Dollar für "Harvey"-Opfer frei +++

Das Unterhaus des US-Kongresses hat einem milliardenschweren Hilfspaket für die vom Hurrikan "Harvey" betroffenen Katastrophengebiete in den Südstaaten zugestimmt. Mit parteiübergreifender Mehrheit stimmten die Abgeordneten des Repräsentantenhauses in Washington für staatliche Hilfen im Volumen von 7,85 Milliarden Dollar (rund 6,6 Milliarden Euro). Nur drei Parlamentarier stimmten mit Nein, 419 votierten mit Ja.

Mit dem Votum folgte das Repräsentantenhaus einer Bitte der Regierung von Präsident Donald Trump, der den Kongress um die Freigabe der Mittel gebeten hatte. Das Geld soll fast ausschließlich an die Katastrophenschutzbehörde Fema fließen.

+++ 18.44 Uhr: Atommüll-Transport erreicht Neckarwestheim +++

Unter starken Sicherheitsvorkehrungen hat ein Spezialschiff auf dem Neckar drei Castor-Behälter mit Atommüll in das Zwischenlager im baden-württembergischen Neckarwestheim transportiert. Aktivisten protestierten entlang der etwa 50 Kilometer langen Strecke vom stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim friedlich gegen die aus ihrer Sicht riskante Beförderung auf dem Fluss.
Bundesweit war es erst der zweite Transport von hoch radioaktivem Müll per Schiff seit der Erstfahrt im Juni. Der Energieversorger EnBW plant drei weitere Fahrten mit je drei Castoren. Damit sollen insgesamt 342 ausgediente Brennelemente nach Neckarwestheim gebracht werden.

+++ 18.28 Uhr: Mord an Maria L.: Hussein K. sagt Montag zur Tat aus +++

Der wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer Studentin in Freiburg angeklagte Hussein K. wird sich am kommenden Montag zum Tatvorwurf äußern. Der Zeitplan für die Verhandlung vor dem Landgericht Freiburg sei entsprechend geändert worden, teilte das Gericht am Mittwoch mit. K. hatte bereits zum Auftakt des Prozesses gegen ihn am Dienstag überraschend über seinen Anwalt ankündigen lassen, dass er sprechen werde und zunächst zur Person ausgesagt. Während seiner zehnmonatigen Untersuchungshaft hatte er geschwiegen. Ob er die ihm vorgeworfene Tat gesteht oder sich am Montagvormittag anderweitig einlässt, ist völlig offen.

+++ 18.22 Uhr: Fifa ermittelt wegen Nazi-Ausfällen deutscher Fans +++

Nach den rechtsradikalen Ausfällen deutscher Fußball-Fans beim WM-Qualifikationsspiel von Deutschland in Tschechien hat der Fußball-Weltverband eine Untersuchung eingeleitet.
Laut Fifa werden verschiedene Vorfälle untersucht. Auch gegen den tschechischen Fußball-Verband wird ermittelt, da die Heimmannschaft für die Sicherheit der Zuschauer zuständig ist.

Deutsche Stadionbesucher hatten am Freitag in Prag unter anderem eine Schweigeminute für zwei gestorbene tschechische Fußballfunktionäre gestört, Pyrotechnik gezündet und "Sieg"-Rufe nach dem Treffer zum 2:1 mit "Heil"-Rufen beantwortet. Dem DFB droht nun eine Geldstrafe, im schlimmsten Fall auch härtere Sanktionen wie ein Fan-Ausschluss.

+++ 17.48 Uhr: Spanierin ist laut DNS-Tests nicht die Tochter von Salvador Dalí +++

In dem langjährigen Vaterschaftsstreit um Salvador Dalí haben Erbgut-Tests nun Klarheit geschaffen: Die 62-jährige Wahrsagerin Pilar Abel Martínez ist anders als von ihr behauptet nicht die Tochter des berühmten Malers, wie die Salvador-Dalí-Stiftung mitteilte. Ende Juli war der 1989 verstorbene Surrealist für die DNS-Tests exhumiert worden. Bei einem positiven Ergebnis hätte Abel einen Anteil am beträchtlichen Erbe des Künstlers erstreiten können. "Die DNS-Tests beweisen, dass Pilar Abel nicht Dalís Tochter ist", teilte die Stiftung mit. Vor gut anderthalb Monaten waren die DNS-Proben direkt aus dem Sarg Dalís in dem Museum in Katalonien entnommen und anschließend zur Untersuchung nach Madrid geschickt worden. Die Salvador-Dalí-Stiftung war erfolglos gegen die Entscheidung einer Richterin vorgegangen, die bereits Ende Juni die DNS-Tests angeordnet hatte. Abel hatte schon vor mehreren Jahren einen Antrag auf einen Vaterschaftstest eingereicht. Ihren Angaben zufolge hatte ihre Mutter eine Liebschaft mit dem Künstler. Das Erbe Dalís wurde in seinem Todesjahr 1989 auf 136 Millionen Dollar geschätzt, der Wert dürfte seither deutlich gestiegen sein. Aktuell gehört das gesamte Erbe dem spanischen Staat und wird von der Dalí-Stiftung verwaltet.

+++ 17.35 Uhr: Sachsen empfangen Merkel auf Wahltour mit Pfeifkonzert +++

Auch bei ihrem zweiten Wahlkampfauftritt in Sachsen ist CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem Pfeifkonzert empfangen worden. Dutzende AfD- und Pegida-Anhänger bekundeten auf dem Marktplatz in Torgau ihren Unmut. Trillerpfeifen, "Buh"- und "Volksverräter"-Rufen waren zu hören. "Abwählen" und "Hau' ab", skandierte die Menge. Vor der Bundestagswahl am 24. September war die Kanzlerin bereits Mitte August zu einer ersten Kundgebung in Sachsen nach Annaberg-Buchholz in Erzgebirge gereist. Auch dort hatte es massive Proteste aus dem AfD- und Pegida-Umfeld gegeben.


+++ 17.19 Uhr: Kinderpornografie wird nach ihrer Entdeckung im Netz recht schnell gelöscht +++

Kinderpornografie im Internet wird nach ihrer Entdeckung zumeist recht schnell gelöscht: 70 Prozent der von Deutschland aus ins Netz gestellten Fotos und Videos wurden im vergangenen Jahr bereits nach zwei Tagen entfernt, wie aus einem vom Bundeskabinett gebilligten Bericht hervorgeht. Nach einer Woche lag die Erfolgsquote demnach bereits bei 95 Prozent. Die aufwändigere Löschung der Inhalte auf Servern im Ausland war 2016 zu 62 Prozent der Fälle nach einer Woche erledigt. Im Vorjahr hatte der Anteil noch 55 Prozent betragen. Nach vier Wochen lag der Anteil der entfernten Inhalte bei 92 Prozent. 2015 hatte die Quote bei 81 Prozent gelegen.

+++ 16.55 Uhr: Männer finden menschliches Skelett bei Schnitzeljagd im Wald +++

Auf der Suche nach neuen Verstecken für eine elektronische Schnitzeljagd haben zwei Männer in einem Waldgebiet in Nordbayern ein menschliches Skelett gefunden. "Ein Gewaltverbrechen können wir momentan nicht ausschließen", sagte ein Polizeisprecher. Der Körper lag in einer etwa ein Meter breiten Röhre unterhalb einer nie fertiggestellten Autobahn aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Ob die Leiche in diesem sogenannten Wasserdurchlass eher versteckt oder leicht erkennbar lag, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. "Man kann sicher davon ausgehen, dass der Körper mehrere Jahre dort gelegen hat", sagte der Sprecher. Die Ermittlungen zur Todesursache und zur Identität des Leichnams laufen. Auch Spezialisten des Landeskriminalamtes wurden hinzugezogen. Die beiden Männer waren am Dienstagabend in dem Waldgebiet etwa 50 Kilometer nördlich von Würzburg zu Fuß auf der Suche nach neuen Verstecken für das sogenannte Geocaching, einer elektronischen Schnitzeljagd. Dabei wird per GPS-Signal nach konkreten Orten gesucht. Meist sind dort Behälter mit kleinen Schätzen versteckt.

+++ 16.33 Uhr: Polizei erschießt freilaufenden Tiger im US-Staat Georgia +++

Polizisten haben im US-Bundesstaat Georgia einen in einem Wohngebiet umherlaufenden Tiger erschossen. Die Beamten hatten mehrere Notrufe erhalten, nachdem Bürger die Raubkatze im Kreis Stockbridge, rund 30 Kilometer südöstlich von Atlanta, gesehen hatten. Die Polizei bestätigte gegenüber lokalen Medien, der Tiger sei erschossen worden, als er einen Hund angegriffen habe. "Unglücklicherweise sprang er über einen Zaun und jagte einen Hund hinter einem der Häuser her", sagte Polizeisprecher Joey Smith der Zeitung "Atlanta Journal-Constitution". "Die Kollegen mussten Gewalt anwenden, um den Tiger zu erlegen." Hund und Menschen blieben unverletzt. Bei dem Tier soll es sich um einen ausgewachsenen Königstiger gehandelt haben. Woher die Großkatze stammte, ist unklar.


+++ 16.26 Uhr: IS-Anhängerinnen im Irak geht es "den Umständen entsprechend gut" +++

Den vier im Irak als Anhängerinnen des IS festgenommenen Deutschen geht es "den Umständen entsprechend gut". Das sagte am Mittwoch ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Er bestätigte auch einen Medienbericht, wonach die irakischen Behörden Ermittlungsverfahren gegen alle vier Frauen eingeleitet haben. Was ihnen konkret vorgeworfen wird, sei noch nicht bekannt. Man gehe aber davon aus, dass es sich um Aktivitäten im Zusammenhang mit der Terrormiliz IS handle. Die mutmaßlichen Dschihadistinnen - darunter die 16-jährige Linda aus Sachsen - waren Mitte Juli bei der Befreiung Mossuls festgenommen worden. Wegen des Verdacht auf eine IS-Mitgliedschaft ermittelt auch die Bundesanwaltschaft gegen das Quartett. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es allerdings, wenn der Irak darauf bestehe, den vier Frauen selber den Prozess zu machen, sei das völkerrechtlich nicht zu beanstanden.

+++ 16.03 Uhr: Fast 100 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten nach G20-Gipfel +++

Zwei Monate nach dem Großeinsatz rund um den G20-Gipfel in Hamburg ist die Zahl der internen Ermittlungsverfahren gegen Polizisten auf 95 gestiegen. So werde nun gegen 78 Beamte wegen Körperverletzung im Amt ermittelt, heißt es in einem Bericht der "Zeit". Ein Sprecher der Innenbehörde bestätigte auf Nachfrage den Bericht. Sieben weitere Fälle bezögen sich auf Nötigung, drei auf Strafvereitelung im Amt, berichtete das Blatt. Jeweils zwei Fälle beträfen den Tatbestand der Beleidigung und der Verletzung des Dienstgeheimnisses. In einem Fall werde wegen Bedrohung ermittelt. Ein weiterer Fall wegen sexueller Belästigung beziehe sich auf das Verhalten eines Polizisten in seiner Freizeit.

+++ 15.42 Uhr: Polizisten eskortieren Braut aus Stau heraus zum Standesamt +++

Wegen eines unfallbedingten Staus auf der Autobahn 40 in Nordrhein-Westfalen wäre für eine Braut am Mittwoch beinahe die Hochzeit ins Wasser gefallen. Wie die Essener Polizei mitteilte, war die Fahrbahn komplett gesperrt, als sich "eine augenscheinlich sehr aufgeregte Dame bemerkbar" gemacht habe. Sie wollte zum Standesamt, war "eh schon spät dran" und hing nun fest. Streifenbeamte lotsten den Wagen daraufhin "vorsichtig am Stau vorbei". Zum Essener Standesamt fuhr zudem ein Streifenwagen voraus "und geleitete die Hochzeitsgesellschaft bis vor die Tür des Amts", erklärte die Polizei. "Hier übergaben die Polizisten dem sichtlich gerührten Bräutigam seine Herzdame." Beide seien nun verheiratet. Auch die beim Unfall auf der Autobahn eingesetzte Feuerwehr gratulierte.

+++ 15.30 Uhr: Zwei Festnahmen bei Anti-Terror-Einsatz im Großraum Paris +++

Bei einem Anti-Terror-Einsatz im Großraum Paris sind zwei Männer festgenommen worden. Bei der Durchsuchung einer Wohnung in der südlichen Pariser Vorstadt Villejuif seien mögliche Bestandteile zur Herstellung von Sprengvorrichtungen entdeckt worden, verlautete am Mittwoch aus Ermittlerkreisen. Dabei handelte es sich unter anderem um Gasflaschen und Elektrodraht. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.

+++ 14.59 Uhr: Polen will Flüchtlingspolitik nach EuGH-Urteil nicht ändern +++

Polen will auch nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes keine Flüchtlinge im Rahmen der Quotenregelung aufnehmen. "Ich habe diese Entscheidung erwartet", sagte die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo. "Allerdings ändert das absolut nicht den Standpunkt der polnischen Regierung, was die Migrationspolitik betrifft." Polens Regierung weigert sich bisher aus "Sicherheitsgründen", ihren Beitrag zu leisten und Flüchtlinge aufzunehmen. Die Vorgängerregierung hatte der Quotenregelung zugestimmt. 

+++ 14.14 Uhr: Totes Baby im Papierkorb - Mutter weint beim Prozessauftakt +++

Erschütternde Details und eine weinende Angeklagte: Vor dem Kieler Landgericht hat der Prozess um ein totes Baby begonnen. Vor zwei Jahren war die Babyleiche im Papierkorb einer Bushaltestelle in Sülfeld im Kreis Bad Segeberg gefunden worden. Die heute 23-jährige Mutter ist wegen Totschlags angeklagt. Sie soll das Mädchen getötet haben, um es nicht großziehen zu müssen. Das Mädchen wurde vermutlich erstickt. Die aus Eritrea stammende Frau kam im Juni 2015 bereits schwanger nach Deutschland. Sie soll auf der Flucht in einem libyschen Flüchtlingslager vergewaltigt worden sein. Die Angeklagte sagte laut Staatsanwaltschaft aus, das Kind sei Folge der Vergewaltigung. Die Mutter habe dem Kind nach der Geburt Mund und Nase mit Kleidung verdeckt und es so erstickt und die Leiche in einer Einkaufstüte am Straßenrand abgelegt. Eine andere Frau soll später die Tüte zum Papierkorb der Bushaltestelle gebracht und dort abgelegt haben. Sie sah demnach nicht hinein. Fahrgäste machten die grausige Entdeckung. Für den Prozess hat das Landgericht vier Verhandlungstage vorgesehen. Mit dem Urteil wird am 4. Oktober gerechnet.

+++ 14.03 Uhr: Vize-Ministerpräsident Simsek: Deutsche in der Türkei sind sicher +++

Deutsche in der Türkei haben nach Angaben des stellvertretenden türkischen Ministerpräsidenten Mehmet Simsek nichts zu befürchten, solange sie sich an die Gesetze halten. "Deutsche Korrespondenten sind sicher, deutsche Bürger sind sicher, deutsche Investoren sind sicher", sagte der für Wirtschaft zuständige Vize-Regierungschef. Solange Bundesbürger keine Verbindungen zu Terrorgruppen unterhielten, hätten sie keinen Grund zur Sorge. "Ihre Sicherheit wird durch den türkischen Staat garantiert. Wir sind kein Schurkenstaat." Die Inhaftierung von einer zunehmenden Zahl von Bundesbürgern in der Türkei hat zu einer schweren Krise zwischen Berlin und Ankara geführt. Zu den Terrorgruppen zählt die Türkei auch die Gülen-Bewegung, die die Regierung in Ankara für den Putschversuch im vergangenen Jahr verantwortlich macht.

+++ 13.26 Uhr: Wegen 14 Sekunden - Leicester City darf Adrien Silva nicht einsetzen +++

Wegen einer knapp verpassten Frist muss der englische Fußballclub Leicester City bis Januar auf die Dienste von Neuzugang Adrien Silva verzichten. Nur um 14 Sekunden habe der Meister von 2016 eine Fifa-Frist zur Einreichung von Unterlagen für eine Spielberechtigung verpasst, berichtete zunächst die "BBC". Den Wechsel des Europameisters von Sporting Lissabon hatte Leicester am 31. August, kurz vor Schließung des Transferfensters, abgewickelt. In der Premier League sollte Silva Danny Drinkwater ersetzen, der zuvor zum FC Chelsea gewechselt war. "Wir arbeiten mit Adrien und Sporting daran, die Probleme bei der Registrierung des Spielers zu meistern. Wir erörtern alle Möglichkeiten, um zu einer Lösung zu kommen", sagte ein Clubsprecher.

Laut Verein zahlte Leicester für Silva rund 24 Millionen Euro Ablöse an Lissabon. Auch ohne Spieleinsätze muss Leicester bis zur nächsten Möglichkeit einer Registrierung im Januar das vereinbarte Gehalt an Silva zahlen. "Adriens Transfer ist bereits abgeschlossen. Hoffentlich findet Leicester eine Lösung für ihn", sagte der Präsident von Sporting Lissabon, Bruno de Carvalho.

+++ 13 Uhr: Kein Kontakt zu Behörden auf Barbuda +++

Nach dem Auftreffen von Hurrikan "Irma" auf der Karibikinsel ist die Lage dort völlig unklar. Der Radio- und TV-Sender ABS auf der Hauptinsel des Staates, Antigua, meldete am frühen Morgen auf Facebook, er habe keine Behördenvertreter erreichen können. Auch darüber hinaus gab es zunächst keine Informationen von der Insel. Auch auf Kommentaren auf der Facebookseite von ABS gab es zunächst keine konkreten Hinweise auf mögliche Schäden oder Opfer.

Antigua und Barbuda bilden zusammen mit Redonda einen Inselstaat, Hauptstadt ist St. John's auf Antigua. "Irma" war mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 255 Kilometern pro Stunde heute um kurz vor ein Uhr morgens Ortszeit in Barbuda auf Land getroffen.

+++ 12.50 Uhr: Salafistischer Prediger bekommt keinen deutschen Pass +++

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in Münster hat die Klage eines salafistischen Predigers aus Wuppertal auf Einbürgerung abgelehnt. Es sei davon auszugehen, dass er "einen Islam salafistischer Prägung" propagiere. Der Kläger ist Araber mit israelischer Staatsangehörigkeit. Der 49-Jährige reiste 1993 mit einem Ausbildungsvisum nach Deutschland und heiratete 2002 in Dänemark eine Deutsche. 2003 beantragte er erstmals die deutsche Staatsangehörigkeit. Die Behörden lehnten dies ab. Der Mann habe Kontakt zu zwei salafistischen Organisationen gehabt. Zudem sei er gemeinsam mit einem ägyptischen Prediger aufgetreten, der unter deutschen Salafisten als "religiöse Autorität" gelte und westliche Gesetze und Demokratien als "Unglauben" bezeichnet habe.

Nach dem Verwaltungsgericht Düsseldorf wies nun auch das OVG Münster die Klage des Predigers ab. Es gebe ausreichend Anhaltspunkte, dass er Bestrebungen gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung unterstütze. Da er weiterhin bestreite, jemals Anhänger des Salafismus gewesen zu sein, sei es auch nicht glaubhaft, dass er sich von diesen Bestrebungen zwischenzeitlich abgewandt habe.

+++ 12.40 Uhr: Kunde überwältigt Bankräuber +++

Ein Bankräuber ist im bayerischen Heimenkirch kurz nach einem Überfall von einem Kunden überwältigt worden. Der 54 Jahre alte Festgenommene könnte für zwei weitere Banküberfälle in Deutschland und elf Überfälle in Österreich verantwortlich sein, wie die aus beiden Ländern mitteilte. Der Mann hatte bereits am Montag in der Bank unter vorgehaltener Waffe Geld von den Angestellten gefordert. Weil diese kein Geld herausgeben wollten, flüchtete der Österreicher zunächst in den Vorraum der Bank. Dort wurde er von dem Kunden aufgehalten und der Polizei übergeben. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei der Tatwaffe um eine täuschend echt aussehende Spielzeugpistole.

Im Laufe seiner Vernehmung gab der Mann zwei weitere Banküberfälle im Juli und November 2016 in der Nähe von Lindau zu. Im November erbeutete der Täter mehr als 10.000 Euro. Die Polizei in Österreich geht nun davon aus, dass er für elf weitere Überfälle auf Banken und Postfilialen in Voralberg verantwortlich ist. Darauf weisen DNA-Spuren hin, wie ein Ermittler aus Österreich sagte. Der 54-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

+++ 12.31 Uhr: Ungarn weist EuGH-Urteil zu Flüchtlingen zurück +++

Die ungarische Regierung hat das EuGH-Urteil zur verpflichtenden Flüchtlingsaufnahme in der EU entschieden zurückgewiesen. "Dieses Urteil ist empörend und verantwortungslos", sagte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto in Budapest. "Es ist ein politisches Urteil, dass das europäische Recht und die europäischen Werte vergewaltigt." Es gefährde die Sicherheit und die Zukunft ganz Europas. werde auch weiterhin keine Flüchtlinge aufnehmen.

+++ 12.28 Uhr: Frauen im Iran protestieren gegen Diskriminierung bei WM-Spiel +++

Mit Protesten haben iranische Frauen auf den Ausschluss vom WM-Qualifikationsspiel des Iran gegen Syrien (2:2) reagiert. Vor der heutigen Begegnung hatte der iranische Fußballverband (FFI) entschieden, keine Frauen aus dem Iran ins Asadi Stadion in Teheran zu lassen. Weibliche Fans aus Syrien erhielten jedoch Zutritt. "Es ist sehr bedauerlich zu sehen, dass nur die weiblichen Fans der Gegenmannschaft zu einem Heimspiel des iranischen Nationalteams zugelassen werden", sagte die Abgeordnete Fatemeh Hosseini der Nachrichtenagentur ISNA. Das Parlament werde nach den Sommerferien das Thema auf die Agenda setzen und erwarte klare Antworten vom Sportminister, so Hosseini. 

Der Zugang von Frauen in Sportstadien ist im Iran ein Politikum. Der einflussreiche Klerus ist dagegen. Islamische Frauen hätten in Stadien, besonders im Asadi Fußballstadion mit dessen frenetischen männlichen Fans und ihren vulgären Rufen, nichts zu suchen. Die Regierung von Präsident Hassan Ruhani ist gegen das international kritisierte Verbot, kann sich aber gegen den Klerus nicht durchsetzen. Das Sportministerium versucht die Debatte seit Jahren mit einer "Familientribüne" zu beruhigen. 

+++ 12.10 Uhr: Französische Luxuskonzerne veröffentlichen Regeln für Models +++

Nach jahrelangen Debatten um Magermodels auf Laufstegen haben sich französische Dachkonzerne bekannter Modemarken wie Gucci, Saint Laurent oder Dior auf gemeinsame Regeln verständigt. Um Gesundheitsgefährdungen zu verhindern, müssen Models künftig eine Bescheinigung vom Arzt vorlegen, die nicht älter als sechs Monate sein darf. Das teilten die Konzerne Kering und LMVH in Paris in einer "Charta für das Wohlbefinden von Models" mit. Models unter 16 Jahren dürfen für die Marken nicht mehr bei Fotoaufnahmen oder Modeshows posieren, falls sie dabei Erwachsene darstellen. Besonders kleine Konfektionsgrößen für Frauen und Männer sind tabu.

Frankreich hatte bereits auf staatlicher Ebene gehandelt. Seit dem Frühjahr gilt ein Gesetz, das ebenfalls eine medizinische Bescheinigung verlangt. Wer Models ohne Bescheinigung beschäftigt, dem drohen nach früheren Angaben sechs Monate Gefängnis und 75.000 Euro Strafe.

+++ 12.08 Uhr: UN machen Assad für Giftgasangriff auf Chan Scheichun verantwortlich +++

UN-Ermittler machen erstmals die Regierung von Syriens Diktator Baschar al-Assad für den Giftgasangriff Anfang April in Chan Scheichun verantwortlich. Die syrischen Streitkräfte hätten bei ihren Luftangriffen auf die Ortschaft das Giftgas Sarin eingesetzt und mehr als 80 Menschen getötet, heißt es in einem in Genf veröffentlichten Bericht der UN-Untersuchungskommission zur Lage der Menschenrechte in Syrien. Westliche Regierungen hatten bereits in den Wochen nach dem Angriff die syrische Regierung dafür verantwortlich gemacht. Syrien und das verbündete Russland hatten das bestritten. Vielmehr sei ein Giftgasdepot der Rebellen getroffen worden. Die Kommission weist diese Version zurück: Unter anderem seien die Opfer Stunden vor dem angeblichen Luftschlag gegen das Depot getroffen worden. Vier Luftschläge seien mit einem Suchoi-Jagdbomber ausgeführt worden, den nur die syrische Luftwaffe einsetze. Auf Fotos mit Bombenfragmenten sei eine chemische Bombe identifiziert worden, die in der ehemaligen Sowjetunion hergestellt worden sei.

"Die Kommission sieht glaubhafte Anhaltspunkte dafür, dass die syrischen Streitkräfte Chan Scheichun am 4. April gegen 6.45 Uhr mit einer Sarinbombe angegriffen haben. Das stellt ein Kriegsverbrechen dar, der Einsatz chemischer Waffen und die wahllosen Angriffe auf Gegenden mit Zivilbevölkerung", heißt es in dem Bericht.

+++ 11.48 Uhr: Slowakei akzeptiert EuGH-Urteil zu Flüchtlingsaufnahme +++

Die Slowakei will die Ablehnung ihrer Klage gegen die verpflichtende Aufteilung von Flüchtlingen in der EU zähneknirschend akzeptieren. Das erklärte Regierungschef Robert Fico in Bratislava. Die Slowakei wolle zum Kern der Europäischen Union gehören und solidarisch sein, erklärte Fico. Trotzdem kritisierte er die Entscheidung der EU, gegen die die Slowakei und Ungarn geklagt hatten, als "ungerecht". Die Flüchtlinge wollten nicht in die Slowakei kommen, erklärte der Sozialdemokrat. "Sollen wir eine Mauer errichten, dass sie hier bei uns bleiben?" Sinnvoller wäre das Angebot der Slowakei, ihre Solidarität etwa beim gemeinsamen Schutz der EU-Außengrenzen zu zeigen.

+++ 11.38 Uhr: Hartz-IV-Bezieher bekommen sieben Euro mehr +++

Hartz-IV-Bezieher bekommen vom kommenden Jahr an etwas mehr Geld. Der monatliche Regelsatz für Alleinstehende steigt von derzeit 409 Euro auf 416 Euro im Monat - 7 Euro mehr. Das Bundeskabinett beschloss heute eine entsprechende Verordnung, wie das Bundessozialministerium in Berlin mitteilte. Für Paare gibt es ab 1. Januar 2018 statt 368 Euro 374 Euro pro Partner. Der Regelsatz für Kinder bis zu sechs Jahren steigt um 3 auf 240 Euro im Monat. Für die 6- bis 13-Jährigen gibt es 296 statt 291 Euro im Monat. Jugendliche bis 18 Jahren bekommen 316 statt 311 Euro.

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) sagte, die Erhöhung folge "einem klaren und transparenten Mechanismus". Somit nähmen die Empfänger von Grundsicherung und Sozialhilfe an der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung teil. Der Bundesrat muss der Verordnung noch zustimmen.

+++ 11.33 Uhr: Ex-CDU-Politikerin Steinbach trommelt für AfD +++

Erika Steinbach macht jetzt Wahlkampf für die AfD. Am Abend will die ehemalige CDU-Politikerin in Pforzheim in Baden-Würtemberg an einer Wahlkampfveranstaltung der AfD teilnehmen. Zudem erschienen am Mittwoch in zwei Tageszeitungen Anzeigen mit dem Bild der parteilosen Bundestagsabgeordneten und der Aussage: "Unsere parlamentarische Demokratie nimmt Schaden, wenn das Parlament nicht wieder seine vom Grundgesetz vorgeschriebene Kontrollfunktion wahrnimmt. In der AfD sehe ich die einzige Kraft, die dazu fähig und willens ist. Deshalb werde ich am 24. September aus voller Überzeugung die AfD wählen."

Die Frankfurter Abgeordnete und ehemalige Vertriebenenpräsidentin war Anfang 2017 mit heftigen verbalen Attacken auf Bundeskanzlerin Angela Merkel aus der CDU ausgetreten, für die sie rund 26 Jahre im Bundestag saß. Konkret kritisierte sie die Eurorettungspolitik, den beschleunigten Atomausstieg und die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin.

+++ 11.10 Uhr: Dessous im Schaufenster - Verschleierte Frau greift Verkäuferin an +++

Eine vollverschleierte Frau soll möglicherweise aus religiösen Motiven in Berlin die Verkäuferin eines kleinen Modegeschäftes angegriffen und geschlagen haben. Beim Vorfall im Stadtteil Neukölln wurde die Besucherin offensichtlich aggressiv, weil im Schaufenster sowohl Dessous als auch Kopftücher gezeigt wurden. Die 40-jährige, arabischstämmige Verkäuferin wurde leicht verletzt. Die Angreiferin entkam zunächst. Der Vorfall habe sich bereits am 26. August ereignet, teilte die Polizei heute mit. 

Der Personenbeschreibung zufolge trug die aggressive Frau einen Nikab, das ist eine komplette Kopfverhüllung, die einer Burka ähnelt und bei der nur die Augen frei bleiben. Nach Angaben der Polizei kam die Angreiferin zwei Mal in das arabisch geführte Geschäft. Zunächst pöbelte sie auf Deutsch und Türkisch und wurde rausgeworfen. Beim zweiten Mal kam sie gemeinsam mit einer weiteren Frau und griff die Verkäuferin an. Die Polizei stützt sich weitgehend auf die Aussagen des Opfers. Die Frau gab an, dass sie unter der verrutschten Verhüllung der Angreiferin blonde Haare und ein Tattoo am Hals gesehen habe. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Polizei ermittelt.

+++ 11.06 Uhr ZDF wehrt sich gegen Weidels Kritik an Slomka +++

Die scharfe Kritik der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel an der ZDF-Moderatorin Marietta Slomka weist der Sender zurück. "Marietta Slomka hat die Runde mit sieben Politikern und sechs Bürgern fair und gelassen moderiert", erklärte ZDF-Chefredakteur Peter Frey. "Ich hoffe, dass bei künftigen Wahlformaten nicht Inszenierungen, sondern der politische Streit im Mittelpunkt steht." Weidel hatte die ZDF-Wahlsendung "Wie geht's, Deutschland" am Dienstagabend wortlos verlassen, nachdem CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sie aufgefordert hatte, sich vom Co-Kandidaten Alexander Gauland sowie dem Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke zu distanzieren, der für ihn "einfach ein Rechtsradikaler" sei.

Auf Twitter schrieb Weidel über Slomkas Moderation: "Sie hat sich mit der frechen Intoleranz und der plumpen Argumentation von SPD und Grünen gemein gemacht. Das ist eines öffentlich-rechtlichen Senders nicht würdig." ZDF-Chefredakteur Frey sieht keinen Anlass für solche Vorwürfe: "Wer austeilt, muss auch einstecken können. Das gehört zur Diskussionskultur in Talksendungen. Eine Livesendung zu verlassen, bringt zwar Aufmerksamkeit, verhindert aber eine politische Auseinandersetzung in der Sache. Die Kritik von Frau Weidel an der Moderatorin weise ich mit Nachdruck zurück."

+++ 10.54 Uhr: Tausende bringen sich auf Karibikinseln nicht vor "Irma" in Sicherheit +++

Weil tausende Menschen sich auf französischen Karibikinseln nicht vor Hurrikan "Irma" in Sicherheit gebracht haben, schlägt die Regierung in Paris Alarm. Die Ministerin für die französischen Überseegebiete, Annick Girardin, äußerte sich "höchst besorgt": "Wenn wir überhaupt noch eine Botschaft weitergeben können, dann die, sich so gut wie möglich zu schützen und auf die Ratschläge und Anweisungen zu hören."

Nach Angaben aus Girardins Umfeld weigerten sich zuletzt auf den Inseln Saint-Martin und Saint-Barthélémy in den Kleinen Antillen 7000 Menschen, sich in Schutz zu begeben. "Irma" war am Morgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Stundenkilometern in der Karibik auf Land getroffen. Der Sturm der höchsten Hurrikan-Kategorie fünf bewegt sich weiter nach Nordwesten in Richtung Virgin Islands und Puerto Rico.

+++ 10.19 Uhr: Zweijähriger verhungert - Prozess gegen Mutter begonnen +++

Eine Mutter, die für den Hungertod ihres kleinen Sohnes verantwortlich sein soll, muss sich seit heute vor dem Landgericht Arnsberg in Nordrhein-Westfalen verantworten. Der zweijährige Anakin war an akuter Unterernährung gestorben. Seine neun Monate alte Schwester konnten die Ärzte noch retten. Die heute 40 Jahre alte Mutter ist wegen des Vorwurfs der vorsätzlichen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt.

Die Mutter hatte ihren Sohn im Februar 2014 wegen einer Magen-Darm-Infektion in eine Klinik gebracht. Dort starb er einen Tag später, abgemagert bis auf die Knochen. Nach der Anklageverlesung kann die Mutter zu Wort kommen. Am ersten Prozesstag sollen noch Zeugen und Sachverständige gehört werden.

+++ 10.10 Uhr: Beamte in vietnamesischer Großstadt dürfen keine Jeans mehr tragen +++

In der vietnamesischen Millionenstadt Can Tho dürfen Beamte im Dienst keine Jeans und keine T-Shirts mehr tragen. Dazu brachte die Stadtverwaltung einen entsprechenden Kleidererlass heraus, der für Frauen und Männer gilt, wie ein Behördensprecher bestätigte. Stattdessen sollen Männer nun in Hemd und Stoffhose erscheinen. Frauen können sich auch für das klassische vietnamesische Gewand Ao Dai entscheiden. Bei Verstößen gegen die neue Kleiderordnung soll es zunächst eine Verwarnung und dann Disziplinarmaßnahmen geben. Auf der Internetseite der Stadt heißt es, mit dem Verzicht auf Jeans und T-Shirt solle ein Beitrag zu einer "demokratischen, modernen, professionellen, dynamischen und effektiven Verwaltung" geleistet werden. Außerdem wird den Beamten dort auch nahegelegt, freundlich, geduldig und aufmerksam zu sein. Mit mehr als 1,2 Millionen Einwohnern ist Can Tho die viertgrößte Stadt des kommunistischen Einparteienstaats.

+++ 9.55 Uhr: EuGH verpflichtet Ungarn und die Slowakei zur Flüchtlingsaufnahme +++

Ungarn und die Slowakei müssen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) auch gegen ihren Willen Flüchtlinge aufnehmen. Der EU-Beschluss vom September 2015 zur Umverteilung von Schutzsuchenden sei rechtens, entschieden die Luxemburger Richter. Sie wiesen damit die Klagen der beiden Staaten ab.

Die EU-Staaten hatten sich in der Hochphase der Flüchtlingskrise am 22. September 2015 gegen den Widerstand von Ungarn, der Slowakei sowie Rumänien und Tschechien darauf verständigt, 120.000 Flüchtlinge aus Griechenland und Italien auf andere EU-Länder umzuverteilen. Betroffen sind davon Menschen, die gute Chancen auf Asyl hatten, etwa weil sie aus dem Bürgerkriegsland Syrien kamen.

+++ 9.40 Uhr: Putin will Nordkorea nicht als Atommacht anerkennen +++

Russlands Präsident Wladimir Putin fordert nach dem jüngsten nordkoreanischen Atomtest einen Dialog mit Pjöngjang. Er bekräftigte seinem südkoreanischen Kollegen Moon Jae In der Agentur Tass zufolge, dass er den "nuklearen Status Nordkoreas nicht anerkennen werde". Pjöngjang stelle eine Gefahr für die Sicherheit in der Region dar. "Ohne politische und diplomatische Instrumente wird es sehr schwer, sich in dieser Situation zu bewegen. Um genauer zu sein, ich halte das für unmöglich", sagte Putin in Wladiwostok nach einem Gespräch mit Moon Jae In. Sanktionen hätten den Konflikt mit Nordkorea nicht gelöst. "Es ist klar, dass es nicht möglich ist, die Probleme auf der koreanischen Halbinsel nur mit Sanktionen und Druck zu lösen", sagte der Kremlchef. "Wir sollten nicht unseren Emotionen erliegen und Nordkorea in die Ecke drängen."

+++ 9.31 Uhr: Kritische indische Journalistin erschossen +++

Eine regierungskritische Journalistin ist in Indien getötet worden. Die 55-jährige Gauri Lankesh wurde auf ihrem Heimweg am späten Dienstagabend am Eingangstor ihres Hauses in Bengaluru aus nächster Nähe von Unbekannten auf einem Motorrad erschossen, wie der Polizeichef der Millionenstadt mitteilte. Die Ermittlungen liefen. Lankesh war die Herausgeberin einer lokalen Wochenzeitung und hatte kritisch über Indiens hindu-nationalistische Regierungspartei BJP sowie deren Vertreter im Bundesstaat Karnataka geschrieben. Sie war im vergangenen Jahr für einen solchen Bericht wegen Verleumdung zu sechs Monaten Haft verurteilt worden. Zuletzt war sie auf Kaution frei.

Der Mord löste Entsetzen in indischen Medien aus und gehörte am Morgen zu den meist erwähnten Themen auf Twitter in Indien. In Neu Delhi und Mumbai sind Demonstrationen geplant. Aktivisten werfen den Hindu-Nationalisten vor, zunehmend gegen kritische Journalisten und Intellektuelle vorzugehen. Indien belegte im jüngsten Pressefreiheits-Index der Organisation Reporter ohne Grenzen unter 180 Ländern den 136. Platz.

+++ 9.24 Uhr: Can-Bassist Holger Czukay gestorben +++

Der Mitbegründer und Bassist der Band Can, Holger Czukay, ist tot. Die Leiche des Musikers sei in einer Wohnung in Weilerswist gefunden worden, sagte ein Sprecher der Polizei Euskirchen. Czukay wurde 79 Jahre alt. Die Kölner Band Can galt als eine der führenden avantgardistischen Bands der 70er-Jahre. Sie mixte Klassik, Free Jazz und Rock-Rhythmen mit komplizierten Harmonien und elektronischen Effekten - und wurde zum Vorreiter von New Wave und Elektro-Pop.

Berichten von "Express" und "Kölner Stadt-Anzeiger" zufolge hatte ein Nachbar Czukay leblos in dem zur Wohnung umgebauten ehemaligen Can-Studio in Weilerswist gefunden. Ein Notarzt habe nur noch seinen Tod feststellen können.

+++ 8.57 Uhr: Suu Kyi weist Kritik an Myanmar in Flüchtlingskrise zurück +++

In Myanmar hat De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi die Kritik an ihrem Land in der Flüchtlingskrise zurückgewiesen. Sie basiere auf "Fehlinformationen" zu dem Konflikt mit der muslimischen Minderheit der Rohingya, erklärte die Friedensnobelpreisträgerin auf Facebook. Sie warf dem Ausland vor, mit ihrer Unterstützung für die Rohingya den "Interessen von Terroristen" zu dienen.

In der Erklärung Suu Kyis hieß es weiter: "Der Terrorismus ist neu (in Myanmar), aber die Regierung wird ihr Bestes tun, um sicherzustellen, dass er sich nicht in ganz Rakhine ausbreitet." UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte die Regierung in Myanmar zuvor aufgerufen, die Gewalt gegen die Rohingya im Bundesstaat Rakhine zu stoppen. Dort kämpft die Armee seit rund zwei Wochen gegen muslimische Rebellen. Bei den Kämpfen wurden hunderte Menschen getötet. Nach UN-Angaben flohen zudem mehr als 123.000 Menschen vor der Gewalt ins Nachbarland Bangladesch.

+++ 8.35 Uhr: Australische Eliteschule schickt Schülern Link zu Porno-Seite +++

Eine australische Privatschule hat ihren Schülern versehentlich per E-Mail einen Link zu einer Pornoseite im Internet geschickt. Die Eliteschule Peninsula Grammar aus der Nähe von Melbourne verschickte die Weiterleitung mit der Einladung zu einem Frühstück, wie die Tageszeitung "Herald-Sun" berichtete. Die Schulleitung bat später mit den Worten um Verzeihung, es habe sich um einen "Tippfehler" gehandelt. An der Schule werden Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren unterrichtet.

Der Fauxpas wurde dem Zeitungsbericht zufolge erst bemerkt, nachdem einer der angeschriebenen Schüler die Schulleitung darauf aufmerksam gemacht hatte. Daraufhin verschickte die Leitung eine weitere Mail mit der Bitte, den Link nicht zu öffnen. Vizedirektor Peter Ford sagte, die Schule sei sich der "Schwere dieses Irrtums" bewusst. "Wir sind extrem darüber entsetzt, dass wir unsere Schüler einer Webseite dieser Art ausgesetzt haben, die eindeutig nicht im Einklang mit den Werten unserer Schule steht."

+++ 8.25 Uhr: Hurrikan "Irma" erreicht Karibikinsel Barbuda +++

Hurrikan "Irma" ist auf der kleinen Karibikinsel Barbuda erstmals auf Land getroffen. Kurz vor ein Uhr morgens Ortszeit meldeten Wetterstationen des US-Hurrikanzentrums der Wetterbehörde NOAA Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 255 km/h. Das Auge des Tropensturms zog über die Insel, wie den Wetterdaten zu entnehmen war. Die Behörden warnten die etwa 1700 Bewohner, trotz einer kurzen vermeintlichen Beruhigung der Lage im Zentrum des Sturm nicht nach draußen zu gehen. Der Wind riss die Dächer von einigen Häusern auf, wie der "Antigua Chronicle" auf Facebook berichtete. Weitere Informationen über Schäden oder mögliche Opfer liegen noch nicht vor. Auch von Barbudas Nachbarinsel Antigua gibt es noch keine Berichte, der Sturm zog etwa 65 Kilometer nördlich an der Insel vorbei.

Anguilla, Monserrat und St Kitts und Nevis liegen auf dem weiteren Kurs von "Irma". Hurrikan-Warnungen gab es auch für die niederländischen Inseln Saba, Sint Eustatius, Sint Maarten, die französischen Überseegebiete Saint-Martin und Saint-Barthélemy, die Britischen Jungferninseln, die US-Jungferninseln sowie Teile Puerto Ricos und der Dominikanischen Republik. Der Hurrikan der höchsten Stufe fünf könnte katastrophale Schäden anrichten, warnte das Nationale Hurrikanzentrum in den USA.

+++ 7.54 Uhr: 120 Kinder in China womöglich an Lebensmittelvergiftung erkrankt +++

Im Südosten Chinas sind 120 Kinder mit Verdacht auf Lebensmittelvergiftung behandelt worden. Betroffen waren drei Kindergärten in der Stadt Nanchang, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. 36 der Kinder mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Kinder hatten sich am Dienstag übergeben und über Bauchschmerzen geklagt. Die Gesundheitsbehörden und die Polizei untersuchen den Vorfall. In China werden immer wieder Lebensmittelskandale bekannt. In einem der schlimmsten Fälle der vergangenen Jahre starben im Jahr 2008 sechs Kinder an gepanschtem Milchpulver, Hunderttausende waren erkrankt.

+++ 6.35 Uhr: Proteste gegen Trumps Stopp von "Dreamer"-Programm +++

In vielen US-Städten sind Menschen auf die Straße gegangen, um gegen das von Präsident Donald Trumps beschlossene Ende eines Programms zum Schutz von jungen Immigranten zu demonstrieren. In Washington versammelten sich am Dienstag Hunderte Demonstranten vor dem Weißen Haus, noch bevor Justizminister Jeff Sessions die Entscheidung verkündete. In New York wurden 34 Menschen bei Sitz-Protesten in der Nähe des Trump Tower festgenommen, teilte die Polizei mit. Auch in Städten wie Denver, Los Angeles, San Francisco  und Minneapolis protestierten Bürgerrechtler. Trump habe lange gesagt, er liebe die Dreamers, sagte Gustavo Torres von der Einwanderer-Organisation Casa der "Washington Post". "Er hat uns belogen."

Das von Trumps Amtsvorgänger Barack Obama per Dekret erlassene DACA-Programm räumt Hunderttausenden Kindern von illegalen Einwanderern eine Arbeitserlaubnis ein und schützt die sogenannten "Dreamers" (Träumer)so vor der Abschiebung. Sessions sagte, das Programm sei verfassungswidrig. Nun soll der Kongress bis zum Frühjahr 2018 eine Lösung finden. Insgesamt geht es um bis zu 800.000 Menschen. Sie sind in den USA groß geworden und zur Schule gegangen, die allermeisten arbeiten und bezahlen ihre Steuern.

+++ 6.25 Uhr: Feuerwehr rettet Fuchs vor Ertrinken in Güllegrube +++

Die Feuerwehr hat im Sauerland einen Fuchs aus einer Güllegrube gerettet. Wie die Freiwillige Feuerwehr berichtete, drohte der junge Fuchs am Dienstag zu ertrinken, nachdem er dreieinhalb Meter tief in die umzäunte Grube in Schalksmühle gestürzt war. Die Einsatzkräfte ließen "als Sofortmaßnahme" zunächst einen Schlauch in die Grube hinab, in dem sich das Tier auch zeitweise verbiss. Dann bauten die Helfer mit Leinen und einem Rohr eine Fangschlinge, mit der sie den Fuchs schließlich aus der Grube zogen. "Das völlig entkräftete Tier wurde anschließend ohne Gegenwehr vorsichtig mit einem Wasserschlauch gesäubert und dann in eine Decke gehüllt", teilte die Feuerwehr mit. Danach wurde es zu einem Tierarzt gebracht.

+++ 6.09 Uhr: 45 Prozent der Neueinstellungen nur befristet +++

Fast jeder Zweite der neu eingestellten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat vergangenes Jahr nur einen befristeten Arbeitsvertrag erhalten. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegt. Demnach gab es 2016 - ohne Auszubildende und Mini-Jobber - rund 3,4 Millionen sozialversicherungspflichtige Neueinstellungen. "Hiervon waren rund 45 Prozent, also etwa 1,6 Millionen Stellen, befristet", heißt es in dem Papier. 2015 waren dagegen 41 Prozent aller Neueinstellungen befristet.

Der Anteil der Befristungen an allen Neueinstellungen nahm 2016 im Vergleich zum Vorjahr nicht nur bei Jüngeren, sondern auch bei Arbeitnehmern mittleren und höheren Alters zu, wie es weiter hieß. Besonders deutlich stieg er bei Beschäftigten zwischen 30 und 39 Jahren: Wurden 2015 noch 38 Prozent von ihnen befristet eingestellt, waren es 2016 bereits 49 Prozent. Auch bei den über 50-Jährigen erhöhte sich der Anteil der befristeten Neueinstellungen - von 39 auf 41 Prozent im vergangenen Jahr. Bei den 25- bis 29-Jährigen erhielten 2015 noch 47 Prozent einen befristeten Arbeitsvertrag, im vergangenen Jahr waren es sogar 50 Prozent.

+++ 6.01 Uhr: Menschenrechtler sehen schwere und systematische Folter in Ägypten +++

Human Rights Watch (HRW) wirft ägyptischen Sicherheitskräften schwere Folter von politischen Gefangenen vor. Diese sei in Ägypten weit verbreitet und werde systematisch angewandt, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Es handele sich dabei wahrscheinlich um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zu den Foltermethoden gehörten Schläge, Elektroschocks und manchmal auch Vergewaltigung. Wer sich Folter schuldig mache, müsse nicht mit Strafe rechnen, kritisierte HRW. Präsident Abdel Fattah al-Sisi habe der Polizei und dem nationalen Sicherheitsdienst "grünes Licht gegeben zu foltern, wann immer es ihnen gefällt", sagte HRW-Nahost-Direktor Joe Stork. "Straflosigkeit für die systematische Anwendung von Folter hat die Bürger ohne Hoffnung auf Gerechtigkeit zurückgelassen."

Der 63 Seiten starke Bericht stützt sich unter anderem auf Aussagen von Ex-Gefangenen. Sie berichten darin auch, wie sie über Stunden in schmerzhaften Positionen gefesselt worden seien. So würden Gefangene etwa mit den Armen hinter dem Rücken an den Händen aufgehängt. Insassen würden auch gezwungen, vorgefertigte Geständnisse abzulegen.

+++ 3.34 Uhr: Nordkorea droht für den Fall neuer Sanktionen mit "Gegenoffensive" +++

Nach seinem weltweit verurteilten Atomtest hat Nordkorea für den Fall neuer Sanktionen mit Gegenmaßnahmen gedroht. Das Außenministerium in Pjöngjang unterstellte den USA, eine feindselige Politik und dazu eine "hektische Sanktionskampagne" zu betreiben. "Wir werden auf die verabscheuungswürdigen Sanktionen und den Druck der USA mit unserer eigenen Art der Gegenoffensive antworten", wurde ein Ministeriumssprecher von den Staatsmedien zitiert. Welche Art von Maßnahmen ergriffen werden sollen, blieb unklar.

Die USA sollten nicht vergessen, dass Nordkorea eine "voll entwickelte Atommacht ist, die im Besitz von Interkontinentalraketen (ICBM) wie auch einer Atom- und Wasserstoffbombe" sei, hieß es. Der Sprecher habe auf eine Frage mit Blick auf neue Sanktionen geantwortet. Nordkorea hatte am Sonntag eigenen Angaben zufolge eine Wasserstoffbombe getestet, mit der eine ICBM bestückt werden soll.

+++ 2.13 Uhr: Harrys Freundin spricht erstmals öffentlich über Liebesbeziehung zum Prinzen +++

Die US-Schauspielerin Meghan Markle hat sich erstmals öffentlich zu ihrer Beziehung mit Prinz Harry geäußert. Dem Magazin "Vanity Fair" sagte die 36-Jährige: "Wir sind ein Paar. Wir sind verliebt" und "wir sind glücklich". Sie liebe die "großen Liebesgeschichten." Sie seien bereits sechs Monate heimlich zusammen ausgegangen, bevor die Medien von ihrer Beziehung Wind bekommen hätten, sagte Markle, die in der US-Fernsehserie "Suits" eine Anwaltsgehilfin spielt. Erstmals getroffen habe sie den britischen Prinzen, der in wenigen Tagen seien 33, Geburtstag feiert, im Juli vergangenen Jahres in London. "Es hat sich nichts verändert bei mir", erklärte Markle, die aus Los Angeles stammt. "Ich bin immer noch dieselbe." Sie lasse sich nicht über ihre Beziehungen definieren.

+++ 0.57 Uhr: Start von Ariane-5-Rakete in letzter Sekunde abgebrochen +++

Der Start einer europäischen Trägerrakete vom Typ Ariane 5 ist in letzter Sekunde abgebrochen worden. Die Rakete, die zwei Satelliten ins All bringen sollte, blieb mit Ablauf des Countdown am Dienstagabend im Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana auf der Startrampe stehen. Anschließend wurde der Start vom Unternehmen Arianespace offiziell auf ein zunächst unbekanntes Datum verschoben. Es hätte der fünfte Start einer Ariane-5-Rakete sein sollen. 

+++ 0.46 Uhr: ARD-Morgenmagazin muss wegen Kellerbrand umziehen +++

Wegen eines Feuers in einem WDR-Gebäude kann das ARD-Morgenmagazin heute nicht aus Köln gesendet werden. Im Keller des Gebäudes hatten am Dienstag Batterien Feuer gefangen und für einen mehrstündigen Einsatz der Feuerwehr gesorgt. Der Kellerraum musste mit Schaum geflutet werden, um den Brand zu löschen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Batterien dienen dem WDR nach Angaben der Feuerwehr eigentlich als externe Stromversorgung bei Notfällen wie etwa einem Stromausfall.

+++ 0.07 Uhr: Seehofer garantiert: kein Familiennachzug bei eingeschränktem Schutz +++

Mit einer Unionsregierung nach der Bundestagswahl wird es nach den Worten von CSU-Chef Horst Seehofer definitiv keinen Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus geben. Der Familiennachzug müsse für diesen Personenkreis "nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft ausgesetzt werden", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Das gilt es, den Menschen vor der Wahl zu garantieren - was ich hiermit für die CSU tue." Wer erstmal seine Familie zu sich nach Deutschland geholt habe, kehre "nie wieder in sein Heimatland zurück", argumentierte der bayerische Ministerpräsident.

Der Familiennachzug für Flüchtlinge mit dem sogenannten subsidiären Schutz ist bisher bis März 2018 ausgesetzt. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will die Regelung darüber hinaus verlängern. Kanzlerin Angela Merkel hat sich dafür ausgesprochen, die Sonderregelung vor dem Auslaufen zu überprüfen.

+++ 0.03 Uhr: London will offenbar nach Brexit Einwanderung von EU-Bürgern beschränken +++

Großbritannien plant einem Zeitungsbericht zufolge, die Einwanderung niedrigqualifizierter EU-Arbeitnehmer nach einem Brexit zu beschränken. Zudem solle der Nachzug von Familienmitgliedern eingeschränkt werden, berichtet die Zeitung "The Guardian" auf ihrer Website unter Berufung auf Vorschläge des Innenministeriums. Das 82-seitige Dokumente aus dem Ministerium wurde demnach an die Zeitung durchgestochen. Den Plänen zufolge müssen sich EU-Bürger, die nach dem Brexit nach Großbritannien einwandern wollen, um eine zweijährige Aufenhaltsgenehmigung bewerben. Als hochqualifiziert eingestufte Zuwanderer können sich dagegen um eine bis zu fünfjährige Genehmigung bewerben. Beim Familiennachzug plant das Innenministerium demnach strengere Kriterien: Dieser soll auf Lebenspartner, Kinder unter 18 Jahren und erwachsene Unterhaltsberechtigte beschränkt werden.

Auch für den Grenzübertritt sind Änderungen geplant: Künftig soll es auch für EU-Bürger verpflichtend sein, bei der Einreise nach Großbritannien einen Reisepass mit sich zu führen. Bislang reichte der Personalausweis. Für die vollständige Umsetzung der Neuregelungen soll es demnach eine Frist von mindestens zwei Jahren nach dem Brexit im März 2019 geben.

mad/fs/DPA/AFP

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