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News des Tages: Mysteriöse Kokainfunde in mehreren bayerischen Supermärkten

Gericht verbietet AfD Verbreitung von angeblichem Göring-Eckardt-Zitat +++ Junger Mann stürzt von Schornstein in den Tod +++ Leopard fällt Tierpfleger an +++ Iran will Raketenprogramm ausbauen +++ Die News des Tages im Ticker.

Bananenkisten mit Kokainpaketen (Archivbild)

Kokainpakete zwischen Bananen (Archivbild). So wie bei diesem Fund im April waren auch die jetzt in Bayern entdeckten Drogen in Bananenkisten versteckt

Die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 22.35 Uhr: AKP-Bürgermeister von Istanbul tritt überraschend zurück +++

Nach mehr als 13 Jahren im Amt ist der Bürgermeister der türkischen Millionenmetropole Istanbul überraschend zurückgetreten. Der AKP-Politiker Kadir Topbas kündigte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu an, sein Amt als Bürgermeister der größten Stadt des Landes mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Seine Verbindungen zur regierenden AKP von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan werde er aber beibehalten. Topbas machte keine Angaben zu den Gründen seines Rücktritts.

Örtliche Medien hatten berichtet, dass es zu Differenzen zwischen dem Bürgermeister und dem ebenfalls von der AKP dominierten Stadtrat über Stadtentwicklungspläne gekommen war. Topbas stand seit März 2004 an der Spitze der Verwaltung Istanbuls und gehört zu den prominenten Vertretern der AKP. Beim Verfassungsreferendum im April hatte eine Mehrheit in Istanbul gegen das von Erdogan angestrebte Präsidialsystem gestimmt, für das auch Topbas geworben hatte. Im März 2019 stehen in der Türkei die nächsten Kommunalwahlen an.

+++ 21.05 Uhr: Kriegsszenen in Rio: Militär rückt in Favela ein +++

Gewehrsalven und verängstigte Menschen, die vor Schüssen Schutz suchen: In der größten Favela von Rio de Janeiro ist ein Krieg zwischen Drogenbanden und Sicherheitskräften ausgebrochen. Die Behörden ordneten am Freitag an, dass 950 Soldaten in das Armenviertel Rocinha mit geschätzt über 70.000 Einwohnern einrücken sollen, nachdem der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Luiz Fernando Pezao, rasche Unterstützung angefordert hatte.

Hubschrauber kreisten über der Favela. In den Schulen der Umgebung wurde der Unterricht vorzeitig beendet. Seit den Olympischen Spielen vor rund einem Jahr hat sich die Lage dramatisch verschlechtert. 

+++ 19.13 Uhr: Miss Türkei verliert wegen anstößiger Twitter-Botschaft ihren Titel +++

Die Siegerin der Miss-Türkei-Wahl ist ihre Krone wegen eines als anstößig gewerteten Tweets wieder los. Itir Esen verlor ihren Titel nur einen Tag nach dem Gewinn gestern Abend. An ihre Stelle trat die Zweiplatzierte Asli Sümen, die nun auch zum Miss-World-Wettbewerb nach China reist. Der 18-jährigen Esen wurde ein Tweet zum gescheiterten Putsch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan im Juli 2016 zum Verhängnis. In der rund um den ersten Jahrestag des Aufstandes gesendeten Botschaft hieß es: "Ich habe heute Morgen meine Periode, um den Märtyrertag 15. Juli zu feiern. Ich feiere den Tag, indem ich im Namen des Blutes unserer Märtyrer blute." Bei dem gescheiterten Putsch wurden 249 Menschen - Putschisten nicht mitgerechnet - getötet. Damals hatte eine Gruppe Soldaten versucht, die Macht an sich zu reißen.

Die Miss-Türkei-Organisation erklärte, sie könne eine solche Mitteilung "nicht hinnehmen". Ziel der Organisation sei es, das Ansehen der Türkei in der Welt zu fördern. Der Tweet sei den Veranstaltern erst nach dem Entscheid bekannt geworden. Das Urteil sei nach stundenlangen Beratungen gefallen.

+++ 18.45 Uhr: Serie von Drogenfunden in bayerischen Supermärkten +++

In mehreren bayerischen Supermärkten ist Kokain in Bananenkisten gefunden worden. Bis zum Abend wurden in mindestens zehn Märkten Päckchen mit der Droge mit einem Gesamtgewicht von mindestens 100 Kilogramm entdeckt. Weitere Funde auch in anderen Bundesländern werden nicht ausgeschlossen. "Wir sind komplett am Anfang der Ermittlungen", sagte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamtes in München (LKA). Zunächst war demnach nur eine Supermarktkette betroffen. Das geschmuggelte Kokain könnte unbemerkt aus einem Konzerngroßlager auf die einzelnen Märkte verteilt worden sein, wird vermutet.

Ein Mitarbeiter eines Marktes in Kiefersfelden hatte am Morgen die Polizei informiert. Er habe Bananen aus einer unmittelbar zuvor angelieferten Kiste einräumen wollen und dabei die braunen Päckchen entdeckt, berichtete das LKA. In den Stunden danach wurden in weiteren Supermärkten Kokainpäckchen in Bananenkisten entdeckt.

+++ 17.53 Uhr: Jennifer Lopez ruft zu Spenden für Hurrikan-Opfer auf +++

Popstar Jennifer Lopez hat nach dem verheerenden Hurrikan "Maria" zu Spenden für die Menschen auf Puerto Rico aufgerufen. "Die Verwüstung ist unfassbar", sagte die 48-Jährige in einem Video, das sie auf ihrem Instagram-Account veröffentlichte. Lopez erwähnte auch, dass sie noch nichts von ihren Verwandten in dem US-Außengebiet gehört habe. Die Sängerin wuchs in New York auf, ihre Eltern stammen beide aus Puerto Rico.

Der Hurrikan hatte Puerto Rico am Mittwoch hart getroffen. Fast alle 3,4 Millionen Einwohner auf der Insel waren ohne Strom. Auf Puerto Rico und den benachbarten Karibikinseln Dominica und Guadalupe starben mindestens 18 Menschen. Auch andere Stars riefen zu Spenden auf. Eine von Sänger Ricky Martin initiierte Kampagne brachte bisher mehr als 130.000 US-Dollar zusammen. Martin selbst steuerte nach eigenen Angaben 100.000 Dollar bei.

+++ 17.46 Uhr: Spaniens Ex-König Juan Carlos ist Segel-Weltmeister +++

Der ehemalige König von Spanien, Juan Carlos, ist Segel-Weltmeister geworden. Der 79-Jährige und seine Mannschaft holten den Titel in der Sechs-Meter-Bootsklasse im kanadischen Vancouver. Das Ergebnis stand nach acht seit Montag auf dem Pazifik gesegelten Regatten fest. Zwar gewannt die Mannschaft um den Blaublüter nur eine Regatta, segelte aber mit ihrem Boot "Bribon Gallant" über alle Tage hin am beständigsten und verwies damit alle 20 Mitkonkurrenten auf die Plätze.

Juan Carlos hatte im Juni 2014 im Alter von 76 Jahren zugunsten seines Sohns Felipe VI. abgedankt, um eine Erneuerung der spanischen Monarchie zu ermöglichen.

+++ 16.43 Uhr: Junger Mann stürzt von Kraftwerksschornstein in den Tod +++

Ein Kletterer ist im baden-württembergischen Tübingen vom Schornstein eines Kraftwerks in den Tod gestürzt. Ein Mitarbeiter habe den noch nicht identifizierten Mann im Alter von 20 bis 25 Jahren am Morgen gefunden, teilte die Polizei mit. Er sei vermutlich in der Nacht abgestürzt. Der Tote war demnach mit Kletterausrüstung und Kletterschuhen bekleidet, ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Der Kletterer war mit einem Fahrrad zum Kraftwerksgelände gefahren. Einen Ausweis hatte er nicht bei sich, so dass seine Identität bis zum Freitagnachmittag den Beamten zufolge noch ungeklärt war.

+++ 16.37 Uhr: BKA-Spionagesoftware soll weitgehend unbrauchbar sein +++

Die vom Bundeskriminalamt entwickelte Spionagesoftware soll nach Medieninformationen weitgehend unbrauchbar sein. Wie die "Welt" unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, kam der sogenannte Bundestrojaner bislang noch in keinem Ermittlungsverfahren zum Einsatz, obwohl die Software vom Bundesinnenministerium bereits im Februar 2016 offiziell freigegeben worden war. Eine BKA-Sprecherin wollte die Vorwürfe nicht kommentieren. Aus ermittlungstaktischen Gründen sei es nicht möglich, Einzelheiten zu nennen, sagte sie.

Die Entwicklung der Software habe rund 5,8 Millionen Euro gekostet, heißt es in dem Bericht. Hinzu kämen weitere 190.000 Euro für ein TÜV-Gutachten. Der sogenannte Bundestrojaner sei lediglich in der Lage, das Internet-Telefonprogramm "Skype" auf Windows-Computern zu überwachen. Sowohl bei Mobiltelefone, Laptops als auch Tablets sei die Software nicht einsatzfähig. Auch andere Kommunikationsprogramme wie "WhatsApp" oder den Messenger von Facebook könnten damit nicht überwacht werden. Das BKA arbeitet dem Bericht zufolge bereits an einer neuen Version, deren Fertigstellung noch in diesem Jahr geplant ist. Mit dieser Version soll die Überwachung von Messengerdiensten auf Handys und Tablets möglich sein.

+++ 16.02 Uhr: Großbritannien will Übergangsphase nach Brexit +++

Die britische Premierministerin Theresa May will mehr Zeit für die Umsetzung des EU-Austritts ihres Landes. Dafür hat sie in ihrer Grundsatzrede in Florenz eine befristete Übergangsphase nach dem Brexit vorgeschlagen. Sie gehe von einer Dauer von ungefähr zwei Jahren aus, sagte May. Sie deutete an, dass Großbritannien während dieser Übergangszeit Beiträge in den EU-Haushalt zahlen könnte. Kein Mitgliedsland der EU müsse wegen des Brexits mehr Geld einzahlen oder bekomme weniger heraus, versicherte May. "Großbritannien wird Verpflichtungen einhalten, die wir während unserer Mitgliedschaft gemacht haben."

+++ 15.48 Uhr: Frau attackiert auf offener Straße andere Frau - Lebensgefahr +++

Eine Münsterländerin soll in Düsseldorf eine zehn Jahre ältere Frau auf offener Straße angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben. Die 35-Jährige habe sich zuvor mit einem noch unbekannten Mann gestritten und sei dann ohne erkennbaren Grund auf die andere Frau losgegangen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die 45-Jährige sei dabei gestürzt - die Angreiferin habe dennoch auf den Kopf des Opfers eingeschlagen, bis Zeugen zur Hilfe kamen. Noch sei unklar, ob die beiden Frauen sich kannten.

Ohne äußerliche Verletzungen wurde das Opfer in eine Klinik gebracht. Von dort erreichte die Polizei dann die Nachricht, dass die Frau schwerste Kopfverletzungen erlitten habe und in akuter Lebensgefahr schwebe. Daraufhin wurde die 35-Jährige, die zunächst nur wegen ihres Alkoholkonsums ins Polizeigewahrsam gebracht worden war, festgenommen. Sie sollte am Freitag wegen versuchten Totschlags einem Haftrichter vorgeführt werden.

+++ 15.47: Manuel Neuer als Fifa-Welttorhüter nominiert +++

Fußball-Nationalspieler Manuel Neuer ist unter den Finalisten bei der Wahl zum Fifa-Welttorhüter des Jahres 2017. Das gab der Weltverband in London bekannt. Der aktuell verletzte Torwart des deutschen Rekordmeisters Bayern München kam zusammen mit dem Costa-Ricaner Keylor Navas (Real Madrid) und dem viermaligen italienischen Welttorhüter Gianluigi Buffon (Juventus Turin) in die engere Auswahl für die "Best Fifa Football Awards", die am 23. Oktober 2017 in der vergeben werden.

Die Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2017 wird zwischen dem viermaligen Preisträger Cristiano Ronaldo (Portugal/Real Madrid), dem fünffachen Gewinner Lionel Messi (Argentinien/FC Barcelona) und Neymar (Brasilien/FC Barcelona, Paris Saint-Germain) entschieden. Kandidaten für die Wahl des Welttrainers sind Massimiliano Allegri (AC Milan), Zinedine Zidane (Real Madrid) und Antonio Conte (FC Chelsea). Deutsche Fußballer schafften es mit Ausnahme von Neuer nicht in die engere Auswahl einer der Kategorien. Die Fans von Borussia Dortmund sind allerdings für den "Fifa Fan Award" nominiert.

+++ 15.14 Uhr: Mehr als 60 Verletzte bei Reizgasattacke in hessischer Schule +++

Bei einer Reizgasattacke in einer Gesamtschule im hessischen Runkel sind mehr als 60 Schüler und zwei Lehrer verletzt worden. Zwei zwölf- und 13-jährige Schüler werden verdächtigt, am Morgen Pfefferspray versprüht zu haben, wie die in Limburg mitteilte. Die betroffenen Kinder und Lehrer wurden zur Untersuchung in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Das Reizgas wurde den Ermittlungen zufolge gegen 9.30 Uhr im Schulgebäude versprüht. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung auf. Heute fand in der Schule nach der Reizgasattacke kein Unterricht mehr statt. Am Montag soll aber wieder normal unterrichtet werden.

+++ 15.13 Uhr: 200 Menschen nach Gasaustritt in Berlin in Sicherheit gebracht +++

Nach einem Gasaustritt sind in rund 200 Menschen aus einer Kita und einem Wohnheim in Sicherheit gebracht worden. Das Gasleck wurde durch Bauarbeiten im Bezirk Pankow verursacht, wie die Feuerwehr mitteilte. Sie war mit rund 40 Einsatzkräften vor Ort. Eine Meldung der Feuerwehr, wonach der Flugverkehr am Flughafen Tegel teilweise umgeleitet werden musste, bestätigte die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH nicht. "Es gibt keine Einschränkungen im Flugverkehr", sagte ein Sprecher.

+++ 14.52 Uhr: Türkei nimmt festgenommenen Deutschen in U-Haft +++

Wenige Tage nach seiner Festnahme in der sitzt nun ein weiterer deutscher Staatsbürger in Untersuchungshaft. Der Betroffene sei am 15. September aus dem Polizeigewahrsam in U-Haft überführt worden, berichtete ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Das Generalkonsulat habe einen dringenden Besuchstermin bei dem Gefangenen beantragt, warte aber noch auf Genehmigung. Eine Anklageschrift liege bisher nicht vor.

Der Mann war gemeinsam mit seiner Frau am 10. September in Istanbul in Polizeigewahrsam genommen worden. Das Ehepaar ist türkischer Abstammung. Die Frau ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Regierungssprecher Steffen Seibert versicherte, die Regierung werde alles tun, um den in der Türkei inhaftierten deutschen Staatsbürgern zu helfen und konsularische Betreuung zu leisten. 

+++ 14.43 Uhr: Bürgermeister von Florenz hisst vor May-Rede EU-Flaggen +++

Kurz vor der Brexit-Rede der britischen Premierministerin Theresa May in Florenz hat der Bürgermeister der Stadt -Flaggen am Rathaus gehisst. "Florenz, die europäische Stadt des Dialogs und Kulturhauptstadt, heißt Premierministerin Theresa May willkommen, die das historische Herz Europas für ihre wichtige Rede gewählt hat", schrieb Dario Nardella auf Facebook. Alle hätten nun die Gelegenheit, ein "zunehmend vereintes, vielfältiges und starkes Europa" zu schaffen.

May landete heute in der toskanischen Stadt. In der Klosteranlage Santa Maria Novella will sie eine Rede halten, um wieder Schwung in die zähen Brexit-Verhandlungen zu bringen. Vor dem Veranstaltungsort protestierten rund 100 Brexit-Gegner, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Auf Plakaten war unter anderem zu lesen: "Equal rights for all Europeans" (Gleiche Rechte für alle Europäer).

+++ 14.32 Uhr: AfD registriert mehr als Tausend Wahlhelfer und -beobachter +++

Mehr als 1200 Bürger haben sich nach Angaben der AfD bei der Partei online als potenzielle Wahlhelfer oder Wahlbeobachter registrieren lassen. Die AfD hatte die Sympathisanten der Partei auf ihrer Website dazu aufgerufen, sich bei der Gemeinde entweder als Wahlhelfer zu melden oder am Sonntag in einem Wahllokal dem Wahlvorstand über die Schulter zu schauen. "Sollten wider Erwarten doch Unregelmäßigkeiten bei der Feststellung, Weiterleitung oder Veröffentlichung von AfD-Stimmergebnissen auftreten", könnten diese auf einer von der Partei eigens für diesen Zweck eingerichteten Website dokumentiert werden, sagte Bundesvorstandsmitglied Julian Flak.

+++ 14.24 Uhr: Haftbefehle gegen zwei Jugendliche wegen tödlicher Messerstiche +++

Nach dem Tod eines 15-Jährigen durch Messerstiche stehen in Korbach (Kreis Waldeck-Frankenberg) zwei Jugendliche unter Tatverdacht. Ein Haftrichter habe gegen die beiden 18 und 19 Jahre alten Heranwachsenden Haftbefehl wegen Verdachts auf Totschlag erlassen, erklärten Staatsanwaltschaft und Polizei. Die Jugendlichen sollen am Donnerstagabend den 15-Jährigen in der nordhessischen Kleinstadt getötet haben. Das Motiv ist noch unklar.

Laut Polizei hatte sich der Getötete, der in Begleitung eines 14-Jährigen war, mit den mutmaßlichen Tätern getroffen. Es soll zu einem Streit gekommen sein. Dabei habe der 19-Jährige das Opfer mit einem Messer angriffen. Der Jugendliche starb trotz 45-minütiger Reanimation noch am Tatort. Die Beschuldigten standen laut Ermittlern zur Tatzeit unter erheblichem Alkoholeinfluss.

+++ 13.41 Uhr: Taxi überrollt Fahrgast und lässt ihn liegen +++

Ein Taxifahrer soll in München einen Gast überrollt und schwer verletzt liegen gelassen haben. Die Ermittler entdeckten zahlreiche Schleifspuren des Verletzten am Taxi des Tatverdächtigen. Nach Angaben der Polizei wurde der Fahrgast offenbar mehrere Meter unter dem Wagen mitgeschleift. Über die Taxizentrale ermittelten die Fahnder das Unfallfahrzeug: Der 54 Jahre alte Fahrer gab an, er habe den betrunkenen Gast wegen aggressiven Verhaltens aussteigen lassen. Weil der 29-Jährige von außen auf das Taxi eingeschlagen habe, sei er weitergefahren.

+++ 13.13 Uhr: Unbekannte postieren Sexpuppe vor Radarfalle +++

Eine lebensgroße Sexpuppe haben Unbekannte direkt vor einer Radarfalle im Saarland aufgestellt. Die Polizei teilte mit, es handelte sich bei der aufblasbaren Puppe um ein männliches Modell, das direkt vor dem Kameraschacht des Blitzers in Dillingen gestellt worden war. "Obwohl auch seitens der Polizei eine gewisse "Originalität" für den Sachverhalt nicht abgestritten wird, stellt das Unbrauchbarmachen solcher Geschwindigkeitsmessanlagen eine Straftat dar und zieht entsprechende Sanktionen nach sich", erklärte die Polizei. Die Tat sei den Beamten am Donnerstagabend um kurz vor 20 Uhr mitgeteilt worden. Sie suchen nun nach Zeugen.

+++ 12.48 Uhr: Handy am Steuer wird teuer +++

Das Hantieren mit Smartphones am Steuer kommt Autofahrer künftig teurer zu stehen. Der Bundesrat stimmte für eine Verschärfung des bestehenden Handy-Verbots, das vielfach missachtet wird. Für Verstöße werden künftig 100 Euro statt bisher 60 Euro fällig, weiterhin verbunden mit einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Im schlimmsten Fall mit einer Sachbeschädigung drohen 200 Euro, zwei Punkte sowie ein Monat Fahrverbot. Werden Fahrradfahrer mit Handy in der Hand ertappt, müssen sie künftig 55 Euro statt bisher 25 Euro zahlen.  

+++ 12.48 Uhr: Gericht verbietet AfD Verbreitung von angeblichem Grünen-Zitat +++

Die AfD darf ein angebliches Zitat von Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt zu sexuellen Übergriffen von Flüchtlingen nicht länger verbreiten. Das Hamburger Landgericht erließ auf Antrag der Grünen eine einstweilige Verfügung gegen die AfD Bielefeld. "Die AfD betreibt Fake News, schürt Hass und Hetze", sagte Göring-Eckardt der Deutschen Presse-Agentur. "Sie erfindet Zitate, bringt sie in Umlauf und diffamiert so den politischen Gegner."


+++ 12.47 Uhr: London wirft Uber raus +++

Der Fahrdienst-Vermittler Uber erhält keine neue Lizenz für London. Das teilte die Nahverkehrsbehörde der britischen Hauptstadt mit. Uber vermittelt via Handy-App private Fahrdienste. Uber sei nicht "fähig und geeignet", um eine Verlängerung der Lizenz zu erhalten, hieß es zur Begründung. Unter anderem bemängelte die Behörde, Uber zeige nicht genug Verantwortungsbewusstsein hinsichtlich der Sicherheit seiner Fahrgäste und der Öffentlichkeit.
Die laufende Lizenz für Uber läuft am 30. September aus. Das US-Unternehmen hat nun 21 Tage Zeit, Widerspruch einzulegen.

+++ 12.27 Uhr: 15-Jähriger fährt Auto gegen Baum - Vater stirbt +++

 Ein erst 15 Jahre alter Junge hat bei einem tödlichen Verkehrsunfall bei Aachen am Steuer gesessen. Sein Vater (45) auf dem Beifahrersitz erlitt tödliche Verletzungen und starb noch am Unfallort, wie die Polizei mitteilte. Das Auto kam nach Polizeiangaben am Donnerstagnachmittag auf einer Landstraße bei Heinsberg aus bislang ungeklärten Gründen von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Der 15-Jährige kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Er schwebte nicht in Lebensgefahr.

+++ 12.25 Uhr: Israel soll Waffenlager der Hisbollah nahe Damaskus beschossen haben +++

 Die israelische Luftwaffe hat laut Aktivisten ein Waffenlager der libanesischen Hisbollah-Miliz in Syrien angegriffen. Flugzeuge hätten am Freitag Raketen auf das Lager nahe dem Flughafen der syrischen Hauptstadt abgefeuert, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Angaben der oppositionsnahen Organisation sind für Medien meist kaum zu überprüfen. In den vergangenen Jahren griff Israel immer wieder Waffenlieferungen für die Hisbollah an. 

+++ 12.16 Uhr: Justiz stellt Ermittlungen gegen Ex-Geliebte von Kachelmann ein +++

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf schwere Freiheitsberaubung gegen die frühere Geliebte von Wettermoderator Jörg Kachelmann (59) eingestellt. Der für eine Anklage erforderliche hinreichende Tatverdacht könne nicht begründet werden, teilte die Behörde mit. "Die Vielzahl der Gutachtenergebnisse aus den verschiedenen Prozessen ergab kein einheitliches Bild". Indizien und Beweismittel ließen unterschiedliche Geschehensabläufe möglich erscheinen. Der Prüfung zufolge sei nicht "mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit einer Verurteilung der Beschuldigten zu rechnen", erklärte die Staatsanwaltschaft.

Die Behörde war als Konsequenz aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt von 2016 tätig geworden. Auch Kachelmann hatte Anzeige wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung erstattet. Das OLG hatte entschieden, dass die Frau im Jahr 2010 Kachelmann bewusst falsch wegen Vergewaltigung angezeigt habe. In dem Prozess ging es um Schadenersatz, nicht um Freiheitsberaubung. Der Wettermoderator saß 132 Tage in Untersuchungshaft. Das OLG hatte geurteilt, die Frau sei mit "krimineller Energie" und "direktem Vorsatz" vorgegangen. Das habe zur Freiheitsberaubung - Kachelmanns U-Haft - geführt. Die aus Baden-Württemberg stammende Ex-Geliebte hatte das Urteil als Justizskandal bezeichnet.

+++ 12.05 Uhr: Wahl-O-Mat bricht Nutzungsrekord +++

Zwei Tage vor der Wahl ist der Wahl-O-Mat im Internet mit über 13,3 Millionen Nutzungen so oft wie vor keiner Bundestagswahl nachgefragt worden, wie die Bundeszentrale für politische Bildung mitteilte. Sie betreibt den Wahl-O-Mat, der besonders junge Wähler mobilisieren und informieren soll. "Ich wünsche mir sehr, dass dieses große Interesse auch in einer hohen Wahlbeteiligung Niederschlag findet", erklärte bpb-Präsident Thomas Krüger.

Nutzer können über den Wahl-O-Mat eigene politische Haltungen anhand von 38 Thesen mit denen der Parteien vergleichen. Nahezu alle zur Wahl stehenden Parteien haben ihre Positionen zu einzelnen Themenkomplexen an die Bundeszentrale für Politische Bildung übermittelt. Das Angebot wird unter anderem von Politikwissenschaftlern betreut. Noch bis zum Wahltag können Interessierte den Wahl-O-Mat nutzen. Nach Angaben der Bundeszentrale ist der Wahl-O-Mat seit 2002 bei Bundestags-, Europa- sowie Landtagswahlen im Einsatz und wurde seitdem über 60 Millionen Mal genutzt. Bei der Bundestagswahl 2013 gab es mehr 13,2 Millionen Nutzungen.

+++ 11.58 Uhr: Verdacht heimlicher Aufnahmen in Damentoilette von Rathaus +++

Im baden-württembergischen Donaueschingen soll ein Mitarbeiter des Rathauses auf der Damentoilette eine Kamera installiert haben. Gegen ihn wurde bereits in der vergangenen Woche ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen eingeleitet, wie die Staatsanwaltschaft Konstanz und die Polizei Tuttlingen mitteilten. Der Mann wird verdächtigt, mit einer von ihm installierten Kamera auf der für die Belegschaft des Rathauses vorgesehenen Damentoilette Filmaufnahmen gemacht zu haben. Die Kriminalpolizei Villingen-Schwenningen übernahm die Ermittlungen.

+++ 11.55 Uhr: Trickbetrüger schädigt 1. FC Köln +++

Durch einen Ticketbetrüger ist dem Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln ein Schaden in fünfstelliger Höhe entstanden. Der 34-Jährige steht nach Angaben der Kölner Polizei in dringendem Verdacht, in großem Stil Eintrittskarten für FC-Spiele unrechtmäßig erworben und anschließend über ein Internetportal weiterverkauft zu haben. Auf den Mann waren Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamtes vor der FC-Partie am Mittwoch gegen Eintracht Frankfurt (0:1) aufmerksam geworden, als er Eintrittskarten an zwei Interessenten verkaufen wollte. Die Polizei nahm ihn fest. Sie fand weitere Tickets, die der 34-Jährige zu Hause ausgedruckt hatte. Weil es bei der Zahlung Probleme gab, hatte der Verein die Tickets bereits gesperrt.

+++ 11.48 Uhr: Axtangreifer vom Düsseldorfer Hauptbahnhof muss in Psychiatrie +++

Der Axtangreifer vom Düsseldorfer Hauptbahnhof kommt in ein psychiatrisches Krankenhaus. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf in seinem heute verkündeten Urteil im Prozess gegen den Mann. Die Richter folgten damit den Forderungen von Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Nebenklage, wie ein Gerichtssprecher sagte. Ein Gutachter hatte demnach bei dem Mann eine paranoide Schizophrenie festgestellt. Er gilt deshalb als nicht schuldfähig.

Der Angeklagte Fatmir H. hatte am 9. März an einem Gleis im Düsseldorfer Hauptbahnhof wahllos mit einer Axt auf Fahrgäste eingeschlagen. Neun Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer, darunter ein 13-jähriges Mädchen. Nach der Tat flüchtete H. in die Bahnhofshalle. Als dort Bundespolizisten seine Verfolgung aufnahmen, rannte er über die Gleise und sprang von einer Brücke unmittelbar neben dem Düsseldorfer Hauptbahnhof. Dabei erlitt er schwere Verletzungen.

+++ 11.15 Uhr: Zug rammt Auto an Bahnübergang +++

Ein Regionalzug ist in Sachsen an einem unbeschrankten Bahnübergang mit einem Auto zusammengestoßen. Der 35 Jahre alte Fahrer des Wagens wurde schwer verletzt und kam per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus, wie die Länderbahn GmbH mitteilte. Alle etwa 20 Insassen des Zuges der Vogtlandbahn, darunter eine Gruppe Kindergartenkinder, seien bei dem Unfall zwischen Irfersgrün und Voigtsgrün unverletzt geblieben. Der Zugführer habe noch eine Schnellbremsung eingeleitet, die Kollision aber nicht verhindern können. Die Fahrgäste würden mit Bussen weiterbefördert. Auch am Zug sei erheblicher Sachschaden entstanden.

+++ 11.08 Uhr: Härtere Strafen für Raserei und illegale Autorennen +++

Teilnehmern von illegalen Autorennen drohen künftig empfindliche Strafen. Nach einer Reihe von Todesfällen bei solchen Aktionen billigte der Bundesrat ein vom Bundestag im Juni beschlossenes Gesetz, mit dem diese künftig nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat gewertet werden. Veranstalter und beteiligte Fahrer werden demnach mit Geldstrafen oder bis zu zwei Jahren Haft belegt. Sterben Menschen oder werden sie schwer verletzt, drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis. Durch die Neuerung wird es zudem möglich, die Autos der Beteiligten zu beschlagnahmen und ihnen den Führerschein wegzunehmen. Bisher wurden die Teilnehmer illegaler Straßenrennen mit einem Bußgeld in Höhe von 400 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot belegt, Veranstaltern drohte ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro.

Die Gesetzesverschärfung zielt auch auf Raser, die nicht gegen andere Fahrer in einem illegalen Rennen antreten. Bestraft werden kann künftig auch, wer am Steuer "mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob und verkehrswidrig und rücksichtslos" unterwegs ist, "um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen".

+++ 11.07 Uhr: Victor Orban "betet" für Merkels Wahlsieg +++

Trotz heftigen Streits um die Flüchtlingspolitik mit Angela Merkel hofft Ungarns rechtsnationaler Ministerpräsident Viktor Orban, dass die Kanzlerin am Sonntag die Bundestagswahl gewinnt. "Wir sprechen ein stilles Gebet dafür, dass das Mandat der jetzigen Kanzlerin verlängert wird, denn unter den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ist dies vom ungarischen Standpunkt aus unser Interesse", sagte Orban in seinem regelmäßigen Interview des Staatsrundfunks.

Ohne Namen zu nennen warf Orban EU-Politikern "Gesetzesbruch" vor, wenn sie Ungarn mit Entzug von EU-Fördermitteln drohen, weil Budapest die Verteilung der Flüchtlinge nach Quoten nicht akzeptiert. Diese Forderung hatte unter anderen der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ausgesprochen, Merkel aber ist dagegen. "Wer darüber redet, dass man einem Land Mittel entziehen muss, weil es zum Beispiel in der Flüchtlingsfrage nicht (mit Deutschland) einer Meinung ist, der begeht einen Gesetzesbruch", sagte Orban.

+++ 11.04 Uhr: Leopard fällt Pfleger im Chemnitzer Tierpark an +++

Ein Pfleger ist im Chemnitzer Tierpark von einem Leoparden angefallen worden. Der Mann erlitt bei dem Vorfall am Freitagmorgen Bissverletzungen im Gesicht und einen Schock, wie die Stadt Chemnitz mitteilte. Er wurde operiert, Lebensgefahr bestand demnach nicht. Die zweite Raubtierpflegerin, eine Auszubildende im dritten Lehrjahr, wurde mit Schocksymptomen ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Sie wurde bereits wieder entlassen.

Wie es zu dem Unfall mit dem betagten Leopardenweibchen kam, war zunächst unklar. Der Raubtierpfleger habe das Tier offenbar abwehren können und konnte alle Gehegetüren wieder schließen. Der verletzte Pfleger arbeitet demnach bereits seit 29 Jahren im Raubtierrevier und ist erfahren bei der Pflege und Fütterung. Der Tierpark blieb am Vormittag geschlossen. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

+++ 10.28 Uhr: Schlägertrupp überfällt Fußballspiel - Angeklagter schweigt +++

Nach einer brutalen Schlägerei während eines Amateurfußballturniers muss sich ein 26-jähriger Mann seit Freitag wegen versuchten Totschlags vor dem Hagener Schwurgericht verantworten. Im Juli 2016 war urplötzlich ein sechsköpfiger Schlägertrupp auf dem Sportplatz in Hagen aufgetaucht und hatte während der Halbzeitpause eines Turnierspiels einen der beteiligten Trainer und einen Linienrichter angegriffen. Beide Opfer erlitten Knochenbrüche. Der Angeklagte wollte sich zum Prozessbeginn nicht zu den Vorwürfen äußern. Er soll einem der Verletzten mindestens dreimal ins Gesicht getreten haben.

+++ 9.58 Uhr: Elfjährige gefesselt in Weinberg gefunden - Ermittler untersuchen Spuren +++

Im Fall eines gefesselt in einem Heilbronner Weinberg entdeckten elfjährigen Mädchens untersucht die Polizei Spuren an den Fesseln. Eine kriminaltechnische Untersuchung der Plastikfesseln solle Hinweise auf den Hergang geben, teilte die Polizei mit. Das Kind mache weiterhin keine Angaben. Es bleibe bei seiner Erklärung, nicht zu wissen, wie es am Mittwochabend in den Weinberg gekommen sei. Laut Polizei wird nicht ausgeschlossen, dass das Mädchen mit der Tat Aufmerksamkeit erregen wollte. Eine Polizeisprecherin erklärte, dass sich der Fall im Zuge weiterer Ermittlungen "relativ schnell aufklären wird".


+++ 9.57 Uhr: Riesenkrokodil mit 5,2 Meter Länge in Australien erschossen +++

Es gilt als eines der größten jemals im australischen Bundesstaat Queensland gesichteten Krokodile: Ein 5,2 Meter langes Krokodil wurde gestern erschossen aufgefunden. "Es ist illegal, ein Krokodil ohne Zustimmung der Behörden zu töten, und wir suchen den Verantwortlichen", heißt es in der Mitteilung der örtlichen Polizei. Medienberichten zufolge warnen Experten, dass nun Revierkämpfe jüngerer Männchen folgen könnten. Besucher sollten in der Region Vorsicht walten lassen. 

+++ 9.26 Uhr: Watzke sorgt sich um internationale Konkurrenzfähigkeit der Bundesliga +++

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund sorgt sich um die internationale Konkurrenzfähigkeit der Fußball-Bundesliga. "Wenn ein deutscher Club auf einen englischen Club trifft, wird es immer schwerer. Und auch gegen spanische Vereine ist es schwer. Celta Vigo, Villarreal, Valencia, Sevilla sowieso - das sind alles Ergebnismaschinen", sagte Watzke im Interview mit "t-online.de".

Ihn bedrücke "aber noch mehr, dass wir immer häufiger auch gegen Mannschaften aus Ländern verlieren, die viel geringere finanzielle Möglichkeiten haben als wir. Das ist ein Riesenproblem für die Fünf-Jahres-Wertung", sagte der 58-Jährige.

+++ 8.49 Uhr: Iran kündigt Ausbau des Militärs und des Raketenprogramms an +++

Ungeachtet der Kritik der USA und Frankreichs hat der iranische Präsident Hassan Ruhani einen Ausbau der militärischen Kapazitäten und des Raketenprogramms seines Landes angekündigt. "Ob Sie wollen oder nicht, wir werden unsere militärischen Fähigkeiten stärken, die zur Abschreckung notwendig sind", sagte Ruhani in einer Fernsehansprache. "Wir werden nicht nur unsere Raketen, sondern auch unsere Luft-, Land- und Seestreitkräfte stärken."

+++ 8.35 Uhr: Sohn will brennende Kleidung des Vaters löschen - schwer verletzt +++

Bei einem Fondue sind in Thüringen zwei Familienmitglieder schwer verletzt worden. Der 38-jährige Vater beugte sich gestern Abend in seiner Wohnung über den Brenner und verlor dabei das Gleichgewicht, wie die Polizei in Gotha mitteilte. Seine Kleidung fing Feuer. Der 16 Jahre alte Sohn versuchte, die Flammen mit einer Decke zu ersticken und zog sich dabei Brandverletzungen an den Händen zu. Der Vater wurde mit schweren Verletzungen am Oberkörper mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Halle geflogen, der Sohn liegt in einem örtlichen Krankenhaus. Zunächst hatte die Polizei mitgeteilt, der Jugendliche sei in die Spezialklinik geflogen worden.

Laut Polizei hatte der Familienvater überprüfen wollen, ob die Flammen des Brenners unter dem Fondue-Topf die Paneel-Zimmerdecke entzünden könne, und hatte sich deshalb über den Topf gebeugt.

+++ 7.49 Uhr: Nordkoreas Außenminister droht mit Test einer Wasserstoffbombe +++

Als Reaktion auf die martialischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump hat Nordkoreas Außenminister die Möglichkeit eines Wasserstoffbomben-Tests über dem Pazifik angedeutet. Am Rande der UN-Vollversammlung in New York sagte Ri Yong Ho vor Journalisten, Pjöngjang könne in Erwägung ziehen, eine Wasserstoffbombe außerhalb des eigenen Staatsgebietes zu zünden. "Ich denke, es könnte ein Wasserstoffbombentest von beispiellosem Ausmaß vielleicht über dem Pazifik sein", sagte er. Die Entscheidung liege jedoch "bei unserem Führer".

+++ 7.04 Uhr: Deutsche Anwälte beklagen dramatische Zustände in türkischer Justiz +++

Deutsche Anwälte prangern unhaltbare Zustände in der türkischen Justiz an und sind in großer Sorge wegen der jüngsten Festnahmen von Berufskollegen in dem Land. "Die Situation der Anwaltschaft in der Türkei wird von Woche zu Woche schlechter", sagte der Präsident des Deutschen Anwaltvereins, Ulrich Schellenberg, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Anwälte werden in Mithaftung genommen für ihre Mandanten. Das ist eine perfide Logik zu sagen: Wer einen Angeklagten verteidigt, ist selbst auch schon böse." Es gebe Fälle in der Türkei, in denen Angeklagte keinen Verteidiger gefunden hätten, "weil die Anwälte Angst haben".


+++ 6.54 Uhr: Hurrican "Maria" gewinnt an Kraft +++

Hurrikan "Maria" hat auf seinem Weg durch die Karibik erneut an Kraft gewonnen. Der Tropensturm erreichte vor den Turks- und Caicosinseln Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometern pro Stunde, wie das US-Hurrikanzentrum in Miami am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Damit gilt "Maria" weiterhin als Hurrikan der Kategorie drei. Die britischen Turks- und Caicosinseln erwarteten das Auge des Sturms für den frühen Freitagmorgen (Ortszeit). Danach sollte "Maria" auf die südlichen Inseln der Bahamas zuhalten.

+++ 6.32 Uhr: Auto kracht gegen Geländer und stürzt vier Meter in die Tiefe +++

Ein Auto ist in Trier vier Meter tief in eine Unterführung gestürzt. Wie die Polizei am frühen Freitagmorgen mitteilte, kam das Auto von der Fahrbahn ab und durchbrach ein Geländer. Anschließend fiel es vier Meter in die Tiefe und kippte anschließend aufs Dach. Die vier Personen im Wagen hatten großes Glück und verletzten sich nach Angaben der Polizei nur leicht. "Das Auto ist zum Glück nicht direkt auf das Dach gefallen. Sonst wär das für die Insassen anders ausgegangen", sagte ein Polizeisprecher zu dem Unfall vom Donnerstagabend. Wieso das Auto von der Fahrbahn abkam, war zunächst unklar.

+++ 5.56 Uhr: Querschnittsgelähmter Schauspieler Samuel Koch hofft auf Heilung+++

Der querschnittgelähmte Schauspieler Samuel Koch denkt manchmal über Heilung nach. "Ich würde sagen, ein heimliches, stilles, unterbewusstes Hoffen. Sei es auf die Forschung, die rasend voranschreitet oder auf irgendwas, was außerhalb der Schulmedizin liegt, was nicht erklärbar ist", sagte Koch der Deutschen Presse-Agentur. Zuversicht zieht er dabei auch aus seinem christlichen Glauben. "Wenn man so will, schon. Ich glaube, dass es mit Sicherheit Dinge gibt, die nicht erklärbar sind. Dass es Dinge gibt, die die Schulmedizin nicht erklären kann. Ohne dies mir täglich ins Bewusstsein zu rufen: Es schwingt schon mit." Koch wird am kommenden Donnerstag (28.9.) 30 Jahre alt. 

+++ 5.30 Uhr: Obdachlose sind im Vatikan tagsüber nicht mehr willkommen +++

Die Gendarmerie des Vatikan hat Obdachlose aufgefordert, sich tagsüber vom Petersplatz fern zu halten. Die Anordnung gelte nur tagsüber und sei vor allem aus Sicherheitsgründen erfolgt, sagte Vatikansprecher Greg Burke der Nachrichtenagentur AFP. Demnach hatten die Sicherheitskräfte Bedenken wegen der Zelte, aus Karton gebauten Unterkünfte und großen Säcke der zahlreichen Menschen.

+++ 4.44 Uhr: Martin Schulz gewinnt meiste Social-Media-Follower im Endspurt +++

 Im Social-Media-Endspurt vor der Bundestagswahl hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die meisten Follower hinzugewonnen. In den vergangenen 30 Tagen wurden auf Facebook und Twitter insgesamt knapp 150.000 Nutzer registriert, die ihm neuerdings folgen. Das ergab eine Auswertung der Deutschen Presse-Agentur mit dem Analysetool CrowdTangle. An zweiter Stelle rangiert Christian Lindner (FDP) mit rund 85 000 neuen Anhängern in dieser Zeit, dahinter liefern sich Sahra Wagenknecht (Linke/50 000) und Alice Weidel (AfD/48 000) ein Kopf-an-Kopf-Rennen.


+++ 4.19 Uhr: Heftige Kritik nach tödlichen Schüssen auf Taubstummen +++

Wegen tödlicher Schüsse auf einen taubstummen Mann ist die Polizei in der US-Stadt Oklahoma City heftig in die Kritik geraten. Magdiel Sanchez sei in seinem eigenen Haus erschossen worden, ohne das Geringste verbrochen zu haben, erklärte Allie Shin von der Bürgerrechtsorganisation ACLU am Donnerstag. Nur weil jemand nicht auf Anweisungen höre, sei dies kein Grund, tödliche Gewalt gegen ihn anzuwenden. 

+++ 3.23 Uhr: Mindestens acht Flüchtlinge nach Schiffsunglück vor Libyen tor geborgen +++

 Nach dem Schiffsunglück vor der Küste Libyens sind mindestens acht tot aus dem Meer geborgen worden. Rund 90 Menschen würden noch vermisst, sagte ein örtlicher Behördenvertreter in der libyschen Stadt Zuwara am Donnerstag. 35 Flüchtlinge konnten demnach am Dienstag und Mittwoch gerettet werden. Überlebende hätten sich fünf Tage lang an das sinkende Schiff geklammert, bevor dieses auf einem Strand aufgelaufen sei.

+++ 2.40 Uhr: Zwei Verdächtige nach Anschlag auf Londoner U-Bahn wiede frei +++

Zwei nach dem Anschlag auf die Londoner U-Bahn festgenommene Männer sind wieder auf freiem Fuß. Ein am Samstag im Westen Londons gefasster 21-Jähriger und ein 48-jähriger Mann aus Wales seien freigelassen worden, teilte die britische Polizei am Donnerstag mit. Damit sind derzeit noch vier Verdächtige in Polizeigewahrsam.

+++ 1:53 Uhr: Jugendlicher nach Streit in Hessen erstochen +++

Ein 15-Jähriger ist in der hessischen Kleinstadt Korbach nach einem Streit erstochen worden. Wie die Polizei in der Nacht auf Freitag mitteilte, ist ein 19-Jähriger dringend tatverdächtig. Der junge Mann konnte kurz nach dem Vorfall in der Nähe des im Landkreis Waldeck-Frankenberg liegenden Tatorts festgenommen werden. Warum die beiden in Streit geraten waren, war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen.

+++ 1.05 Uhr: 150.000 Kinder in Mali laut Amnesty wegen Konflikt nicht in Schulen +++

Die anhaltende Instabilität im westafrikanischen Land Mali hindert Amnesty International zufolge mehr als 150.000 Kinder am Schulbesuch. Im Norden und im Zentrum des Landes seien wegen des Konfliktes mehr als 500 Schulen geschlossen, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Freitag. Das Problem betrifft demnach auch die Region um die Stadt Gao, wo rund 900 Bundeswehrsoldaten an einer UN-Friedensmission zur Stabilisierung Malis beteiligt sind.

+++ 0.15 Uhr: 24-Jähriger durch Schneelawine getötet +++

Ein 24-jähriger Niederländer ist bei einem Schneelawinenunglück in den Berchtesgadener Alpen tödlich verunglückt. Er war mit seiner Familie unterwegs und wurde am Donnerstagnachmittag von einem Schneerutsch in einer Rinne mitgerissen, wie die Polizei mitteilte. Der junge Mann stürzte in felsigem Gelände ab und war sofort tot, da er sich schwerste Kopfverletzungen zugezogen hatte. Seine drei Familienangehörigen konnten erst rund zwei Stunden danach einen Notruf absetzen, weil sie keinen Empfang hatten.

+++ 0.08 Uhr: Lindner rechnet mit Großer Koalition +++

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner geht davon aus, dass die Union nach der Bundestagswahl am Sonntag wieder ein Bündnis mit der SPD eingehen wird. "Ich glaube, es wird eine neue große Koalition geben und dann darf nicht die AfD die Opposition anführen", sagte Lindner am Donnerstagabend auf die Frage nach seinem Wahltipp in der Sendung "Wahl 2017 - Die Schlussrunde" von ARD und ZDF. Die FDP wolle deshalb den dritten Platz erringen. Die jüngsten Umfragen sehen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen AfD, FDP und Linken um den dritten Platz. Die Grünen sind demnach leicht abgeschlagen.


tis/AFP/DPA