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News des Tages: Oprah Winfrey will nicht US-Präsidentin werden

Gerhard Schröder will wieder heiraten +++ Zugunglück in Italien - zwei Tote +++ Sammelklagen gegen Facebook nach EU-Recht nicht möglich +++FCK-Coach Strasser nicht in Lebensgefahr +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Oprah Winfrey

Nach ihrer Dankesrede bei den Golden Globes hatten manche in Oprah Winfrey schon eine geeignete Präsidentschaftskandidatin gesehen

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Fotografieren von Unfall-Toten soll strafbar werden (14.30 Uhr)
  • EZB belässt Leitzins bei null Prozent (13.50 Uhr)
  • Sammelklagen gegen Facebook nach EU-Recht nicht möglich (9.44 Uhr)
  • Altkanzler Gerhart Schröder will wieder heiraten (9.43 Uhr)
  • Zugunglück bei Mailand: Tote und Verletzte (8.43 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 20.20 Uhr: US-Filmemacher Warren Miller ist tot +++

Der US-Filmemacher Warren Miller, der mehr als 500 Ski- und Sportfilme produzierte, ist tot. Nach Angaben auf seiner Webseite starb Miller in seinem Haus auf der Insel Orcas Island im US-Staat Washington. Er wurde 93 Jahre alt. 

Der gebürtige Kalifornier wurde in den 1940er Jahren in den USA als Ski- und Filmpionier bekannt. Seine Filme drehten sich um Outdoor-Aktivitäten wie Skisport, Surfen und Segeln. Er filmte mit Sportgrößen in der ganzen Welt. Seine Ski-Spielfilme, die er über Jahrzehnte hinweg jährlich veröffentlichte, waren eine Mischung aus Extremsport, Nervenkitzel, Humor und Reiseabenteuern. Bis in die 1990er Jahre stand Miller als Regisseur und Erzähler hinter der Kamera.

+++ 19.54 Uhr: Frankreich: 29 Verletzte bei Schulbus-Unfall +++

Beim Zusammenstoß eines Schulbusses mit einem Auto im Südwesten sind 29 Menschen verletzt worden. Sieben von ihnen erlitten schwere Verletzungen, wie die Präfektur des Verwaltungsbezirks Gers mitteilte. Der Unfall ereignete sich am Nachmittag an einer Kreuzung bei der Gemeinde Manciet, etwa auf halbem Weg zwischen Toulouse und der französischen Atlantikküste.

 Nach ersten Informationen soll der Autofahrer ein Stoppschild missachtet haben. Die Busfahrerin habe die Kollision nicht vermeiden können, sagte Colonel Olivier Detcheberry von der Gendarmerie dem Sender BFMTV. Der Bus sei daraufhin von der Straße abgekommen und auf die Seite gestürzt. Laut Präfektur war der Bus auf dem Rückweg von einem Schulausflug, in ihm saßen zum Zeitpunkt des Unglücks 45 Jugendliche und fünf Erwachsene. Im Auto war nur ein einziger Mensch.

+++ 19.39 Uhr: Nato-Generalsekretär ermahnt die Türkei +++

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die zu einem maßvollen Vorgehen im Nachbarland Syrien aufgerufen. Jedes Land habe ein Recht auf Selbstverteidigung, erklärte Stoltenberg in Bezug auf die türkische Militäroffensive gegen kurdische Verbände in Syrien. Dieses Recht müsse aber "auf angemessene und maßvolle Weise" ausgeübt werden. Die Türkei sei "eine der Nato-Nationen, die am meisten unter dem Terrorismus leiden", fügte er hinzu.

DerNato- Generalsekretär betonte, dass das Nato-Land Türkei die anderen Mitglieder in dieser Woche über das Vorgehen in Nordsyrien unterrichtet habe. Das Bündnis unterstütze die Türkei bei der Abwehr von Raketen aus Syrien, habe selbst aber keine Bodentruppen im Einsatz.

+++ 18.59 Uhr: Anti-Iran-Politik: Netanjahu sagt Trump Unterstützung zu +++

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat US-Präsident Donald Trump die volle Unterstützung seines Landes bei der strikten Anti-Iran-Politik Washingtons zugesagt. Bei einem Treffen am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos sagte Netanjahu zu Trump: "Wir unterstützen Sie komplett in Ihrer unerschütterlichen Position zum Atomdeal mit dem Iran." Wenn die USA sich dazu entscheiden sollten, das Abkommen zu verlassen, werde Israel volle Unterstützung leisten. Trump habe eine starke Anti-Iran-Allianz in der Region geschmiedet. "Ich habe die ganzheitliche Allianz zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und Ihren anderen Verbündeten in der Region noch sie stark und einheitlich gesehen, wie sie unter Ihrer Führung ist", sagte Netanjahu an Trump gewandt.

+++ 18.52 Uhr: Mali: Mindestens 22 Tote nach Explosion und Kämpfen +++

Bei der Explosion eines Sprengsatzes und bei Kämpfen mit mutmaßlichen islamistischen Terroristen sind in Mali insgesamt 22 Menschen getötet worden. In dem westafrikanischen Land sind auch Bundeswehreinheiten an einer UN-Friedensmission beteiligt. In der zentralen Region Mopti fuhr einer von der Grenze zu Burkina Faso kommendes Fahrzeug in der Nähe des Ortes Boni auf einen Sprengsatz. Dabei starben 13 Menschen, zwei weitere wurden schwer verletzt, wie Militärsprecher Diaran Koné erklärte. Wenige Stunden zuvor sei es bei Youwaro in der gleichen Region auch zu Kämpfen mit Islamisten gekommen, fügte Koné hinzu. Dabei seien zwei Soldaten und sieben Angreifer getötet worden.   

+++ 18.22 Uhr: Frankreich: Rabatt auf Nutella sorgt für Kunden-Ansturm +++

 Ein 70-Prozent-Rabatt auf Nutella hat in Frankreich einen wahren Ansturm auf Supermärkte ausgelöst. Das Angebot begann heute in den Intermarché-Märkten des Landes und soll mehrere Tage lang gelten. Das 950-Gramm-Glas der beliebten Nuss-Nougat-Creme kostet dabei statt 4,50 Euro nur 1,41 Euro.

Das reichte für wilde Szenen und lange Schlangen vor den Märkten noch vor Ladenöffnung: "Es war ein richtiger Aufstand", sagte eine Angestellte eines Supermarktes in Forbach in Lothringen. "Die Leute sind übereinander hergefallen und haben alles umgestoßen, wir waren kurz davor, die zu rufen." Ein Angestellter von Intermarché im elsässischen Haguenau sagte, er habe sich gefühlt wie am ersten Tag des Schlussverkaufs.

+++ 18.06 Uhr: Hochwasser: 400 Anwohner der Seine evakuiert +++

Im Großraum Paris sind fast 400 Menschen vor Hochwasser in Sicherheit gebracht worden. Von den Evakuierungen sei vor allem der Verwaltungsbezirk Val-de-Marne südöstlich der französischen Hauptstadt betroffen, teilte die Polizeipräfektur mit. Rund 1000 Stromkunden in der Region waren wegen des weiter steigenden Wassers vom Netz abgeschnitten.

Die Fußgängerwege am Seine-Ufer im Herzen von Paris und die Spitze der berühmten Insel Île de la Cité sind bereits seit Tagen überflutet, mehrere Verkehrsunterführungen und Schnellbahn-Stationen sind gesperrt. Das der Seine soll am Samstag seinen Höhepunkt erreichen, mit einem Pegelstand zwischen 5,80 Meter und 6,20 Meter. Das wäre ähnlich hoch wie beim letzten großen Seine-Hochwasser im Sommer 2016. 

+++ 17.08 Uhr: Air-Berlin-Chef Winkelmann geht im April +++

Der letzte Vorstandschef von Air Berlin, Thomas Winkelmann, verlässt die insolvente Fluggesellschaft Ende April. Das teilte Insolvenzverwalter Lucas Flöther nach einer Gläubigerversammlung in Berlin mit. Winkelmann war im Februar 2017 vom Lufthansa-Konzern nach Berlin gekommen und kündigte an, Air Berlin zu sanieren. Im August beantragte er aber die Insolvenz, nachdem der Großaktionär Etihad seine Geldspritzen für Air Berlin gestoppt hatte.

Für Kritik sorgte anschließend, dass Winkelmanns Gehalt für vier Jahre durch eine Bankgarantie von bis zu 4,5 Millionen Euro abgesichert war. 

+++ 16.55 Uhr: Vorsicht mit künstlichen Bärten in Dänemark +++

Wer künstliche Bärte mag oder den Schal gern weit ins Gesicht zieht, muss in Dänemark künftig aufpassen. Das von der Regierung erarbeitete Maskierungsverbot soll außer Burka und Nikab auch Hüte, Mützen, Schals, Masken, Helme und künstliche Bärte, die das Gesicht stark verdecken, umfassen. Das berichtete der dänische Rundfunk unter Berufung auf einen ihm vorliegenden Entwurf.

Die liberal-konservative dänische Regierung hatte im Oktober angekündigt, Gesichtsschleier sollten verboten werden. Auch in Österreich darf das Gesicht seit dem vergangenen Herbst nicht mehr verhüllt werden. Dort betrifft das Gesetz Burka und Nikab, aber auch Atemschutzmasken ohne medizinische Notwendigkeit. Außerhalb der närrischen Zeiten sind auch Clowns- und andere Masken tabu.

+++ 15.53 Abgebrochenes Spiel Darmstadt - FCK wird komplett wiederholt +++

Das abgebrochene Zweitliga-Kellerduell zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem 1. FC Kaiserslautern wird in voller Länge wiederholt. Dies teilte die Deutsche Fußball Liga am Donnerstag in Frankfurt/Main mit. Die DFL will die Partie "schnellstmöglich" neu terminieren. "Klar ist, dass die Begegnung über die komplette Spielzeit von 90 Minuten ausgetragen wird, es also keine Fortsetzung des Spiels nur ab der Halbzeit geben wird", hieß es in der Erklärung der Dachorganisation der Proficlubs.

+++ 15.48 Uhr: Oprah Winfrey: Präsidentschaftskandidatur "interessiert mich nicht" +++

Die US-Moderatorin Oprah Winfrey (63) hat einer möglichen Präsidentschaftskandidatur eine Absage erteilt. "Ich war mir immer sehr sicher und stark darüber bewusst, was ich kann und was ich nicht kann, deswegen ist das etwas, das mich nicht interessiert", sagte Winfrey dem Magazin "InStyle". "Ich habe dafür nicht die DNA."

Die Spekulationen über eine Präsidentschaftskandidatur der Moderatorin und Schauspielerin waren Anfang des Jahres aufgekommen, nachdem Winfrey bei den Golden Globes eine mitreißende Rede gehalten hatte.

+++ 15.31 Uhr: Rund 16 500 Menschen gelten als "Reichsbürger" +++

Die Zahl der sogenannten Reichsbürger in Deutschland ist im vergangenen Jahr noch stärker gewachsen als bisher bekannt. Wie der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte, rechnen die Sicherheitsbehörden der Szene 16.500 Menschen zu. 900 von ihnen gelten den Angaben zufolge als Rechtsextremisten, rund 1000 "Reichsbürger" verfügen nach Erkenntnissen der Behörden ganz legal über Waffen. 

+++ 15.12 Uhr: Wetterdienst registriert Rekordtrübheit für Dezember und Januar +++

Grau, grau und noch mal grau: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist es in Deutschland noch nie so trüb und grau gewesen wie bisher in diesem Winter. Dezember und Januar seien zusammen die Monate mit der geringsten Sonnenscheindauer, seit 1951 mit den Messungen begonnen wurde, sagte der Meteorologe Thomas Kesseler-Lauterkorn vom Deutschen Wetterdienst (DWD). "Das, was wir gefühlt schon wussten, ist auch objektiv der Fall."

Betrachte man die Monate einzeln, schnitten sie allerdings besser ab: Im Dezember 1993 habe deutschlandweit im Schnitt nur 18,4 Stunden lang die Sonne geschienen, im vergangenen Dezember seien es 27,8 Stunden gewesen. Besonders trüb sei auch der Januar 2013 gewesen mit nur 22,2 Stunden Sonnenschein. Für diesen Januar zeichne sich deshalb ebenfalls kein Rekord ab, denn an mehreren Messstationen sei dieser Wert bereits überschritten worden.

+++ 15.02 Uhr: Menschenrechtsgericht hat Tausende Klagen gegen die Türkei abgewiesen +++

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat mehr als 27 000 Klagen gegen die Türkei als unzulässig abgewiesen. Die Zahl der Beschwerden gegen das Land war nach dem Putschversuch vom Juli 2016 nach oben geschossen. In zahlreichen Fällen entschieden die Richter aber, dass zunächst der nationale Rechtsweg ausgeschöpft werden müsse, wie Gerichtspräsident Guido Raimondi erläuterte.

Insgesamt seien seit dem gescheiterten Putschversuch rund 30.000 Beschwerden gegen die Türkei in Straßburg eingegangen. Meist waren die Kläger in der Türkei inhaftiert worden, insbesondere Journalisten und Richter. Seit der Niederschlagung des Putschversuchs wurden in der Türkei mehr als 50.000 Menschen inhaftiert.

+++ 14.39 Uhr: Nach Mord an sechsfacher Mutter: Ehemann, Sohn und Schwager verurteilt +++

Wegen Mordes an der sechsfachen Mutter Hanaa S. (gestorben mit 35) hat das Landgericht Wuppertal den ältesten Sohn und einen Schwager der Frau verurteilt. Außerdem erhielten der Ehemann und ein weiterer Schwager wegen Beihilfe zum Mord jeweils eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten. Die mitangeklagte Schwester des Ehemanns wurde freigesprochen.

Der 26 Jahre alte Schwager des Opfers wurde als Haupttäter zu lebenslanger Haft verurteilt, der 20 Jahre alte Sohn erhielt eine Jugendstrafe von neun Jahren und sechs Monaten. Die Anklage warf den Angeklagten aus der irakischen Familie vor, die sechsfache Mutter getötet zu haben, um die "Familienehre" wiederherzustellen. 

+++ 14.36 Uhr: Darknet-Drogenhändler mit Millionenerlös in Berlin zu Haftstrafe verurteilt +++

Weil sie von Berlin aus über das sogenannte Darknet im großen Stil Drogen verkauft haben, müssen zwei Japaner mehrere Jahre ins Gefängnis. Das Berliner Landgericht verurteilte Ryo Y. zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe, wie das Gericht mitteilte. Seine Komplizin Sayuri I. muss demnach drei Jahre und drei Monate in Haft. Die geständigen Angeklagten hatten sich mit der Staatsanwaltschaft geeinigt. Über mehrere Jahre soll der 43-jährige Y. über seinen versteckten Internetshop Cannabisprodukte, Kokain und die Synthetikdroge MDMA verkauft haben. In mehreren tausend Einzelsendungen wurden die Drogen an die Käufer geschickt. Die errechneten Einnahmen über 1,3 Millionen Euro aus den Drogengeschäften wurden von Y. eingezogen. 

+++ 14.30 Uhr: Fotografieren von Unfall-Toten soll strafbar werden +++

Niedersachsen will das Fotografieren und Filmen von Verkehrstoten unter Strafe stellen lassen. Die Landesregierung werde eine entsprechende Bundesrats-Initiative starten, kündigte Justizministerin Barbara Havliza (CDU) am Donnerstag beim Verkehrsgerichtstag in Goslar an. Für Angehörige sei es eine schwere Belastung, wenn Bilder oder Filme der Toten anschließend im Internet kursierten. Zudem würden Persönlichkeitsrechte der Opfer verletzt. Wer derartige Aufnahmen anfertige, handele pietätlos, sagte Havliza.

Der entsprechende Paragraf im Strafgesetzbuch solle so gefasst werden, dass die Polizei bereits einschreiten kann, wenn Schaulustige am Unfallort ihr Smartphone zücken. Wenn dieses beschlagnahmt werde, wäre das für die Betreffenden die schlimmste Strafe, sagte die CDU-Politikerin.

+++ 14.28 Uhr: Sky überträgt vorerst keine Formel 1 mehr +++

Der Pay-TV-Sender Sky ist aus dem Rechtepoker für die Formel 1 ausgestiegen, wie das Unternehmen in München verkündete. Damit wird die Königsklasse des Motorsports in dieser Saison in Deutschland exklusiv von RTL übertragen. "Die Ziele, die wir uns für die Verhandlungen vorgenommen haben, konnten wir nicht erreichen“, wird Carsten Schmidt, der Vorsitzende des Senders, vom Sport-Informations-Dienst SID zitiert. Nach der Saison 2017 war der bisherige Vertrag von Sky ausgelaufen.

+++ 14.22 Uhr: Brüssel ermahnt Deutschland wegen fehlender Lastwagen-Kontrollregeln +++

Deutschland bekommt wegen der zögerlichen Umsetzung europäischer Verkehrskontroll-Regelungen Ärger aus Brüssel. Die Bundesrepublik habe nicht wie erforderlich Vorgaben zur Überprüfung der Verkehrstauglichkeit von Lastwagen umgesetzt, erklärte die EU-Kommission. Deutschland habe nun zwei Monate Zeit für eine Reaktion. Andernfalls könne die EU-Kommission den Fall an den Europäischen Gerichtshof verweisen. Dieser kann im Zweifelsfall wegen mangelnder Umsetzung europäischen Rechts Geldstrafen verhängen.

+++ 14.01 Uhr: Mann erstochen - Auch Verteidiger fordert Haft für Frau +++

Im Prozess gegen eine Frau, die ihren Ehemann auf Föhr erstochen haben soll, hat die Verteidigung eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren wegen Totschlags gefordert. Er erkenne nicht, dass sich die Angeklagte eines Mordes schuldig gemacht habe, sagte einer der beiden Anwälte der 50-Jährigen am Landgericht Flensburg. Die Frau soll ihren Mann in der Nacht auf den 7. Mai 2017 im gemeinsam bewohnten Haus in Wyk auf Föhr mit zwei Messerstichen in die Brust getötet haben. Der Mann lag zur Tatzeit im Bett.

+++ 13.57 Uhr: Zwei Syrer wegen Mordes in einer Asylunterkunft vor Gericht +++

Wegen Mordes aus Habgier in einer Asylunterkunft müssen sich zwei Syrer vor dem Landgericht Bamberg verantworten. Die 20 und 23 Jahren alten Männer sollen ihr Opfer in Zapfendorf bei Bamberg gefesselt und versucht haben, dem 26 Jahre alten Landsmann mit Küchenmessern Hände und Füße abzutrennen, ehe sie ihn umbrachten. Ein Urteil wird am 1. März erwartet.

+++ 13.50 Uhr: EZB hält unverändert Kurs: Leitzins weiter bei null Prozent +++

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält trotz zunehmender Forderungen nach einem Ende der Geldschwemme unverändert Kurs. Die Währungshüter beließen den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent, wie die Notenbank in Frankfurt im Anschluss an die erste Zinssitzung des EZB-Rates in diesem Jahr mitteilte. Geschäftsbanken, die Geld bei der Notenbank parken, müssen dafür weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen. Die EZB gab zunächst auch keine Hinweise auf eine Straffung ihrer ultralockeren Geldpolitik.

+++ 13.21 Uhr: Deutsche Bischöfe bekräftigen: Keine Neuübersetzung von Vaterunser +++

Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben sich gegen eine Neufassung der jüngst vom Papst kritisierten Übersetzung des Vaterunser-Gebets ausgesprochen. Nach einer Erörterung seien sie zu der Auffassung gelangt, dass die vorhandene Übersetzung beibehalten werden solle, teilte die Deutsche Bischofskonferenz mit. "Dem Anliegen von Papst Franziskus entsprechend" solle aber verstärkt darauf gesetzt werden, den Hintergrund der Vaterunser-Bitte in Gesprächen, Diskussionen und Texten zu verdeutlichen.

In der Diskussion geht es um die Gebetsbitte "Und führe uns nicht in Versuchung". Papst Franziskus hatte Anfang Dezember in einem Interview gesagt, es sei nicht Gott, sondern Satan, der den Menschen in Versuchung führe. Die Übersetzung "Lass mich nicht in Versuchung geraten" träfe es daher besser.

+++ 13.20 Uhr: Türkische "Leopard 2"-Panzer werden vorerst nicht nachgerüstet +++

Die Bundesregierung wird die von der Türkei gewünschte Nachrüstung ihrer "Leopard 2"-Kampfpanzer vorerst nicht genehmigen. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte dem "Spiegel", die geschäftsführende Regierung werde "dem Ergebnis der laufenden Koalitionsverhandlungen nicht vorgreifen und mit der Beratung von kritischen Vorhaben bis zur Neubildung einer Regierung warten".

Die Türkei hat in den 90er Jahren mehr als 300 "Leopard 2"-Panzer aus Beständen der Bundeswehr erhalten. Vor wenigen Tagen waren Bilder aufgetaucht, die den Einsatz solcher Panzer bei der Syrien-Offensive der türkischen Armee gegen die Kurdenmiliz YPG zeigen.

Gabriel hatte seinem türkischen Kollegen Anfang Januar zugesagt, die Nachrüstung der Panzer mit Minenschutz zu prüfen. Das war aber noch vor der türkischen Offensive. Die Prüfung ist damit jetzt erst einmal auf Eis gelegt.

+++ 13.17 Uhr: Spitzentreffen von Union und SPD am Freitag +++

Mit Blick auf die geplanten Verhandlungen über eine neue Koalition wollen Spitzenvertreter von Union und SPD an diesem Freitag in Berlin zusammenkommen. Für 9 Uhr ist ein Treffen der Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU), Martin Schulz (SPD) und Horst Seehofer (CSU) in der CDU-Zentrale vorgesehen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen erfuhr. Anschließend soll dort dann eine kleine Runde von 15 Vertretern der drei Parteien um die Partei- und Fraktionschefs beraten. 

+++ 12.44 Uhr: Verletzte Frau gefilmt - Strafverfahren gegen Unfall-Gaffer +++

Die Aachener Polizei geht gegen einen aufdringlichen Gaffer vor, der nach einem Unfall mit einer lebensgefährlich verletzten Frau hemmungslos gefilmt haben soll. Nachdem sein Handy sichergestellt worden war, leitete die Polizei ein Strafverfahren gegen den 35-Jährigen wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs ein. Im Falle einer Verurteilung drohe dem Mann eine Freiheitsstraße bis zu zwei Jahren oder eine Geldbuße. Etliche Gaffer hatten das Unfallgeschehen am Mittwoch in Alsdorf nahe Aachen gefilmt oder fotografiert. Eine 90 Jahre alte Fußgängerin war von einem Sattelzug erfasst worden.

+++ 12.42 Wilderer haben 2017 in Südafrika wieder über 1000 Nashörner getötet +++

Wilderer haben in Südafrika vergangenes Jahr erneut mehr als 1000 Nashörner getötet. Die Zahl der illegal erlegten Tiere sank im Vergleich zum Vorjahr nur leicht von 1054 auf 1028, wie Südafrikas Umweltministerin Edna Molewa erklärte. Besonders betroffen war 2017 wieder der bei Touristen beliebte Krüger-Nationalpark im Osten des Landes, wo 505 Rhinozerosse getötet wurden.

+++ 12.41 Uhr: Studie: Jedem Fünften fehlt Ausbildung für seinen Job +++

Sie sind als Facharbeiter oder Techniker beschäftigt - umfassend ausgebildet wurden sie dafür aber nie: Nach einer aktuellen Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung arbeitet in Deutschland jeder fünfte Arbeitnehmer in einer Fachkraft-, Spezialisten- oder Experten-Position, ohne die erforderliche formale Qualifikation zu besitzen.

Da sich viele von ihnen aber firmenintern weitergebildet hätten, füllten sie die Stelle oftmals erfolgreich aus, heißt es in der Studie der Ruhr-Universität Bochum. Sie profitierten dabei nicht nur von ihrer großen Lernbereitschaft, sondern auch von ihrer oft langjährigen Berufserfahrung. 

+++ 12.22 Uhr: Stuttgart 21 könnte mehr als acht Milliarden Euro kosten +++

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 könnte noch später fertig werden als zuletzt geplant und am Ende 8,2 Milliarden Euro kosten. Entsprechende Informationen von "Spiegel Online" wurden im Umfeld des Aufsichtsrats bestätigt. Demnach könnte der Vorstand dem Gremium am Freitag vorschlagen, den Bahnhof statt im Jahr 2021 erst 2025 zu eröffnen. Erst im November war bekannt geworden, dass die Kosten für den unterirdischen Durchgangsbahnhof und Anschlussstrecken um 1,2 Milliarden Euro auf 7,6 Milliarden Euro steigen.

Schon damals war die Rede davon, die Eröffnung zu verschieben - zunächst auf 2024 - und weitere 300 Millionen Euro als Risikopuffer einzuplanen. Nun kursiere auch die Summe von 500 Millionen Euro, hieß es . Mit Zusatzaufwendungen für die neuerliche Verzögerung könnte sich der Kostenrahmen damit auf 8,2 Milliarden Euro dehnen. Zu den Kostentreibern bei dem Projekt zählen gestiegene Baupreise und Probleme mit dem Baugrund.

+++ 12.22 Uhr: Wintersturm "Friederike" kostet deutsche Versicherer rund eine Milliarde Euro +++

Der schwere Wintersturm "Friederike" hat Versicherungsschäden von rund einer Milliarde Euro hinterlassen. Das teilte der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin nach einer Sonderbefragung unter seinen etwa 450 Mitgliedsunternehmen mit. Er war demnach der zweitteuerste Wintersturm der vergangenen etwa 20 Jahre. Am schlimmsten wütete laut GDV "Kyrill", der 2007 Versicherungsschäden von zwei Milliarden Euro verursacht hatte.

+++ 12.07 Uhr: DAK: Krankenstand hat 2017 wieder leicht zugenommen +++

Deutschlands Arbeitnehmer haben sich im vergangenen Jahr wieder häufiger krank gemeldet. Der Krankenstand stieg von 3,9 Prozent 2016 auf 4,1 Prozent im Jahr 2017. Dies geht aus einer aktuellen Auswertung der gesetzlichen Krankenkasse DAK-Gesundheit hervor.

+++ 12.06 Uhr: Doppelmord von Herne: Staatsanwalt fordert Höchststrafe +++

Im Prozess um den Doppelmord von Herne hat die Staatsanwaltschaft die Höchststrafe für den 20-jährigen Marcel H. beantragt. Lebenslange Haft plus Feststellung der besonderen Schwere der Schuld lautet die am vorgetragene Forderung der Anklage. Außerdem soll die spätere Anordnung der Sicherungsverwahrung vorbehalten bleiben. 

+++ 11.33 Uhr: Zahl der Todesopfer bei Zugunglück nahe Mailand steigt auf vier +++

Die Zahl der Toten nach dem Bahnunglück in der Nähe der italienischen Großstadt Mailand ist auf vier gestiegen. Dies berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Ein Zug der Bahngesellschaft Trenord war bei der Ortschaft Seggiano di Pioltello entgleist, wie das Unternehmen bestätigte. Der Pendlerzug mit der Nummer 10452 war um 05.30 Uhr in Cremona abgefahren und in Richtung Mailand unterwegs. Das Unglück ereignete sich kurz vor 07.00 Uhr morgens. Über die Ursache sei noch nichts bekannt, so Trenord

+++ 11.32 Uhr: Trainer Strasser hat offenbar keinen Herzinfarkt erlitten +++

Trainer Jeff Strasser vom 1. FC Kaiserslautern hat vor dem Abbruch des Spiels in Darmstadt nach Angaben seines Clubs keinen Herzinfarkt erlitten. Dies könne nach ersten Untersuchungen im Krankenhaus in Darmstadt ausgeschlossen werden, teilte der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist mit. Inzwischen hat Strassers Co-Trainer Alexander Bugera dessen Arbeit beim Tabellenletzten zumindest vorläufig übernommen. 

+++ 11.29 Uhr: Tollwutalarm: Schweizer Behörden suchen Touristen nach Florida-Trip +++

Ein Schweizer Touristenpaar hat sich womöglich in Florida mit Tollwut angesteckt und weiß nichts davon. Das Bundesgesundheitsamt für Gesundheit in Bern lancierte deshalb einen öffentlichen Aufruf. "Das betroffene Paar soll sich für die nötige Behandlung so rasch als möglich mit seinem Hausarzt, seiner Hausärztin oder mit dem Bundesamt für Gesundheit in Verbindung setzen", teilte es mit. Tollwut ist unbehandelt lebensgefährlich.

Die Schweizer hatten am 10. Januar in Naples eine verletzte Fledermaus vom Boden aufgehoben und in eine Tierklinik gebracht. Bei dem Tier wurde später Tollwut festgestellt. Das Virus werde über den Speichel ausgeschieden, die Schweizer könnten sich über eine Hauptverletzung infiziert haben, informierte das Amt. 

+++11.29 Uhr: Unterlassene Hilfe für Rentner: Angeklagte akzeptiert Geldstrafe +++

Nach einem dramatischen Fall von unterlassener Hilfeleistung in einer Essener Bankfiliale hat eine 39-jährige Frau ihre Verurteilung zu einer Geldstrafe von 3600 Euro endgültig akzeptiert. Der Mutter von zwei Kindern aus Essen war vorgeworfen worden, im Oktober 2016 an einem 83-Jährigen vorbeigegangen zu sein, der schwer verletzt im Vorraum der Bank lag. Der Rentner war mehrfach gestürzt und eine Woche später gestorben.

Vor dem Landgericht Essen nahm die Angeklagte ihre Berufung am Donnerstag zurück. Zuvor hatte sie allerdings erneut beteuert, dass sie den Mann für einen schlafenden Obdachlosen gehalten habe. Zwei ursprünglich mitangeklagte Männer hatten ihre erstinstanzliche Verurteilung durch das Amtsgericht Essen-Borbeck bereits vorher akzeptiert.

+++ 10.56 Uhr: SWR: Mehrere Wiederholungstäter unter Verdächtigen im Freiburger Missbrauchsfall +++

Unter den Verdächtigen im Fall des jahrelang missbrauchten Jungen aus dem Raum Freiburg sind einem Medienbericht zufolge fast ausschließlich polizeibekannte Wiederholungstäter. Sie seien bereits einschlägig vorbestraft gewesen, berichtete der Südwestrundfunk. Die Verdächtigen hätten zum Teil langjährige Haftstrafen wegen Verbreitung von Kinderpornografie, sexuellem Missbrauch oder sexueller Ausbeutung von Minderjährigen hinter sich.


+++ 10.47 Uhr: EuGH: Asylbewerber dürfen nicht Homosexualitätstest unterzogen werden +++

Asylbewerber dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) bei der Prüfung ihres Antrags keinem Test ihrer sexuellen Orientierung unterzogen werden. Ein solcher Test stelle einen unverhältnismäßigen Eingriff in das Privatleben des Asylbewerbers darf, urteilten die Luxemburger Richter (Rechtssache C-473/16). 

+++ 10.:33 Uhr: Rekordzahl bei Anträgen auf Rente mit 63 im vergangenen Jahr +++

Das Interesse an der Rente mit 63 wächst: Im vergangenen Jahr gingen bei der Deutschen Rentenversicherung 253.521 neue Anträge auf die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren ein, wie ein Sprecher mitteilte. Das sind 12.102 oder fünf Prozent Anträge mehr als im Jahr 2016.

+++ 09.44 Uhr: EuGH: Sammelklagen gegen Facebook nach EU-Recht nicht möglich +++

EU-Recht ermöglicht keine Sammelklagen gegen das soziale Netzwerk Facebook. Nutzer-Klagen im jeweiligen Heimatland sind nur individuell zulässig, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied. Demnach kann der österreichische Datenschutz-Aktivist Maximilian Schrems als Verbraucher in Österreich klagen, obwohl er sich auch beruflich mit dem Datenschutz bei Facebook beschäftigt. (Az: C-498/16).

+++ 09:43 Uhr: Gerhard Schröder und neue Lebenspartnerin wollen dieses Jahr heiraten +++

Altbundeskanzler Gerhard Schröder (73) und seine neue südkoreanische Lebenspartnerin Soyeon Kim (48) wollen möglichst noch dieses Jahr Hochzeit feiern. Es sei geplant, im Herbst zu heiraten, sagte Schröder laut südkoreanischer Nachrichtenagentur Yonhap in Seoul. Ort und Zeitpunkt der Hochzeit würden zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Kim bestätigte auf Anfrage das Vorhaben, betonte aber ebenfalls, dass sie erst später konkretere Angaben zu dem "Heiratsplan" machen könne. Es wäre Schröders fünfte Ehe. 

+++ 09.15 Uhr: Vulkan auf Philippinen treibt über 70.000 Menschen in die Flucht +++

Aus Furcht vor einem gewaltigen Ausbruch des Vulkans Mayon haben auf den Philippinen mehr als 70.000 Menschen die Umgebung verlassen. Der 2463 Meter hohe Berg spuckte wieder große Mengen Lava in den Himmel. Wegen der gefährlichen Aschewolken musste der Flugverkehr in der Nähe weitgehend eingestellt werden. An den Schulen rund um den Vulkan fällt der Unterricht fällt bereits seit Tagen aus.

Der Mayon - etwa 330 Kilometer im Süden der Hauptstadt Manila - ist der aktivste Vulkan des Inselstaats in Südostasien. Seit dem 13. Januar gibt es immer wieder Eruptionen. 

+++ 8.43 Uhr: Zugunglück bei Mailand: Tote und Verletzte ++++

Bei einem schweren Zugunglück in der Lombardei, einer Region im Norden Italiens, sind nach Angaben mehrerer italienischer Medien mehrere Menschen ums Leben gekommen. Aktuell wird von zwei Toten berichtet, zudem von zehn Schwerverletzten, rund 100 Personen seien mit leichteren Verletzungen davongekommen. Den Berichten zufolge sei der Zug, den unter anderem Pendler nutzten, am Morgen in Cremona, einer Stadt südöstlich von Mailand gestartet und dann entgleist. Die Nachrichtenagentur "Ansa" berichtet von mehreren Personen, die im Zugwrack noch eingeklemmt seien. Die Hintergründe sind noch unklar.

Das Unglück ereignete sich zwischen den Orten Segrate und Pioltello im Osten Mailands. Am Unfallort seien zahlreiche Krankenwagen aufgefahren, berichtet die italienische Tageszeitung "La Repubblica", das Krankenhaus von Monza bereite sich auf die Aufnahme einer hohen Zahl von Patienten vor. Soweit möglich, seien alle geplanten Operationen verschoben worden. Der Regionalzug war aus noch unbekannter Ursache entgleist, wie die Vertreterin der Rettungskräfte, Cristina Corbetta, dem Fernsehsender Sky TG24 sagte. Der Betreiber "Trenord" teilte mit, dass der Zugverkehr auf der Vorortstrecke zwischen Mailand und Treviglio wegen einer "behördlichen Maßnahme" unterbrochen sei.

Mehr dazu in Kürze bei stern.de.

+++ 8.16 Uhr: Verbraucherstimmung weiter gestiegen +++

Die deutschen Verbraucher sind zum Jahresauftakt 2018 so zuversichtlich wie selten zuvor. Sie sehen die Konjunktur in Topform und rechnen daher mit weiter steigenden Einkommen, geht aus der Konsumklimastudie des Marktforschungs-Unternehmens GfK für Januar hervor. Entsprechend groß sei ihre Bereitschaft zu größeren Anschaffungen wie ein neues Auto, neue Möbel oder Unterhaltungselektronik. Auch für teure Urlaubsreisen oder Wellness-Angebote sitze das Geld so locker wie selten zuvor, berichtete GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl. Für Februar prognostiziert er einen Anstieg des Konsumklimaindexes um 0,2 auf 11 Punkte. Das wäre der höchste Wert seit September 2001.

+++ 8.13 Uhr: Ärzte: Langer Botschaftsaufenthalt von Assange gefährlich für Gesundheit +++

Der bereits seit fast sechs Jahren dauernde Zwangsaufenthalt von Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft von Ecuador in London hat sich nach Angaben von Ärzten negativ auf dessen Gesundheit ausgewirkt. Zwar würden die Ergebnisse ihrer Untersuchung der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen, der anhaltende Zwangsaufenthalt von Assange sei aber "physisch und psychisch gefährlich für ihn", schrieben die Ärzte Sondra Crosby und Brock Chisholm nach einer dreitägigen Untersuchung Assanges in der Zeitung "The Guardian".

"Unsere Untersuchung hat ergeben, dass er seit mehr als fünfeinhalb Jahren keinen Zugang zu Tageslicht, angemessener Belüftung oder nach draußen hat", schrieben die Ärzte. Dies habe sich bereits beträchtlich auf Psyche und Physis ausgewirkt.
Es handele sich um einen klaren "Verstoß gegen sein Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung", schrieben die Ärzte. Sie forderten, Assange müsse der sichere Zugang zu einem Krankenhaus gewährt werden. Auch die britische Regierung müsse dafür sorgen, dass der Wikileaks-Gründer eine medizinische Versorgung erhalte. Sie verwiesen zugleich darauf, dass die meisten Ärzte nicht bereit seien, das Botschaftsgebäude zu betreten.

+++ 6.52 Uhr: Tausende Menschen nach Überschwemmungen in Paraguay obdachlos +++

Überschwemmungen haben in Paraguays Hauptstadt Asunción tausende Menschen obdachlos gemacht. Mindestens 20.000 Einwohner mussten ihre Häuser verlassen, weil das Hochwasser des Río Paraguay ganze Viertel überflutet, wie die Behörden mitteilten. Für die Hauptstadt wurde für einen Monat der Notstand ausgerufen. Insgesamt leben in Asunción und seinem Einzugsgebiet rund 2,2 Millionen Menschen. Die Stadtverwaltung kündigte Hilfslieferungen für die notleidenden Menschen an. Betroffen waren vor allem Armenviertel entlang der Flussufer. Die Mehrheit der Hochwasser-Opfer brachte sich in höher gelegenen Stadtteilen in Sicherheit, hunderte Menschen campierten in Behelfslagern unter freiem Himmel. Starke Regenfälle in den vergangenen Wochen hatten das Hochwasser, das für die Jahreszeit ungewöhnlich ist, ausgelöst.

Paraguay

Die Straßen stehen unter Wasser, tausende Menschen sind in Paraguays Hauptstadt Asunción obdachlos (Aufnahme von Montag)

AFP

+++ 4.08 Uhr: FCK-Coach Strasser nicht in Lebensgefahr +++

Albtraum für den 1. FC Kaiserslautern und seinen Trainer Jeff Strasser. Wegen gesundheitlicher Probleme des 43 Jahre alten Luxemburgers musste die Partie des Tabellenletzten in der 2. Bundesliga beim SV Darmstadt 98 zur Pause abgebrochen werden.
Berichte, wonach Strasser eine Herzattacke erlitten habe, bestätigte der Club nicht. "Er ist nicht in Lebensgefahr", sagte ein Vereinssprecher am Abend nach dem bisher einzigartigen Vorfall im deutschen Profifußball. Strasser war in einem Notarztwagen in ein Krankenhaus gebracht worden, die genaue Diagnose steht noch aus. Der Chefcoach soll nach der ersten Halbzeit über Schwindel und Übelkeit geklagt haben, sei aber ansprechbar gewesen.

+++ 4.05 Uhr: Mehr Bußgelder wegen Mindestlohn-Verstößen +++

Verstöße gegen den gesetzlichen Mindestlohn haben die Unternehmen im vergangenen Jahr Bußgelder von mehr als 4,2 Millionen Euro gekostet. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach leitete der Zoll rund 2500 Ermittlungsverfahren ein, weil Arbeitgeber gegen das Mindestlohngesetz verstießen.

2016 hatten die Ermittler nach Ministeriumsangaben noch knapp 1700 Verfahren zum gesetzlichen Mindestlohn eingeleitet und 1,5 Millionen Euro an Bußgeldern eingetrieben.

+++ 2.19 Uhr: Zahlreiche Adoptionsanfragen für misshandelte Geschwister aus Kalifornien +++

Nach der Befreiung von 13 Geschwistern aus jahrelanger Gefangenschaft im eigenen Elternhaus in den USA liegen den Behörden zahlreiche Adoptionsgesuche für die Kinder vor. Es gebe Anfragen für alle 13 Opfer sagte eine Mitarbeiterin des Jugendamts in Riverside. Letztlich liege die Entscheidung darüber bei den Gerichten. Angaben über den derzeitigen Aufenthaltsort der Geschwister und ihren Gesundheitszustand machte die Mitarbeiterin nicht.

Die Polizei hatte Mitte des Monats das Martyrium der 13 Geschwister beendet, nachdem eine 17-jährige Tochter sich selbst befreit und den Notruf gewählt hatte. Die Geschwister im Alter zwischen zwei und 29 Jahren waren teilweise mit Vorhängeschlössern an ihre Betten gekettet. Sie waren stark unterernährt, weshalb die Polizei sie zunächst allesamt für minderjährig hielt. Später stellte sich heraus, dass sieben von ihnen erwachsen sind. Die Eltern wurden unter anderem in zwölf Fällen der Folter, in sechs Fällen der Kindesmisshandlung und in sechs Fällen der Misshandlung von abhängigen Erwachsenen beschuldigt. Ihnen droht Gefängnis bis ans Lebensende.

+++ 1.37 Uhr: Brexit: Minister rechnet bis März mit Übergangsregelungen +++

Der britische Brexit-Minister David Davis rechnet damit, mit Brüssel "bis Ende März" eine Vereinbarung über die angestrebte Übergangsphase nach dem EU-Austritt Großbritanniens zu erzielen. Davis sagte vor einem Parlamentsausschuss in London, er sehe die hitzigen Diskussionen über die Übergangsphase "entspannt". Wichtiger seien ihm die künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU. "Das ist es, woran die Leute uns in zehn, 20 oder 30 Jahren messen werden", fügte er hinzu.

Großbritannien soll planmäßig Ende März 2019 aus der EU austreten. May hatte im vergangenen September eine zweijährige Übergangsphase nach dem Brexit vorgeschlagen, in der London noch im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion bleiben will. Davis sagte, Großbritannien werde sich in der Übergangsphase auch der Rechtsprechung durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) unterwerfen.

+++ 0.54 Uhr: Trump signalisiert Entgegenkommen in Einwanderungsfragen +++

Im Ringen um eine abschließende Lösung im Haushaltsstreit in den USA hat US-Präsident Donald Trump Entgegenkommen in der Einwanderungspolitik signalisiert. Die sogenannten Dreamer – rund 700.000 Einwanderern, die als Kinder illegal ins Land kamen - könnte in zehn bis zwölf Jahren die US-Staatsbürgerschaft erhalten, sagte Trump. "Das wird passieren, an einem bestimmten Punkt in der Zukunft, über einen Zeitraum von zehn bis zwölf Jahren", sagte Trump vor Journalisten.

Der aktuelle Haushaltsstreit dreht sich insbesondere um die Höhe der Militärausgaben und um Einwanderungsthemen. Die oppositionellen Demokraten wollen keinem Haushaltskompromiss zustimmen, ohne dass es Zusagen zum Schutz der "Dreamer" gibt. Trump pocht zudem auf Finanzmitteln für sein Prestigeprojekt einer Mauer entlang der Grenze zu Mexiko.
Eine Haushaltssperre in folge des Streits hatte den öffentlichen Dienst in den USA zu Wochenbeginn lahmgelegt. Dann beendete der Kongress den Regierungsstillstand, indem er nach langem Ringen zwischen Republikanern und Demokraten am Montag eine Übergangslösung für den Haushalt verabschiedete.

+++ 0.32 Uhr. Trump zu Befragung unter Eid bereit +++

US-Präsident Donald Trump ist bereit, sich "unter Eid" von dem unabhängigen Sonderermittler zur Russland-Affäre vernehmen zu lassen. "Ich freue mich darauf. (...) Ich würde es unter Eid tun, absolut", sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Zugleich bekräftigte er erneut, dass es keine geheimen Absprachen ("collusion") gegeben habe. Medienberichten zufolge strebt Ermittler Robert Mueller einen Termin in den kommenden Wochen an.

Trumps Anwalt Ty Cobb hatte vergangene Woche bereits versichert, der Präsident sei "sehr erpicht" darauf, gegenüber Mueller auszusagen, wie aus vom US-Sender CBS veröffentlichten Interviewauszügen hervor ging. Zwischenzeitlich war der Eindruck entstanden, dass Trump unwillens sein könnte, sich von Mueller befragen zu lassen.

+++ 0.15 Uhr: Lula will trotz Verurteilung bei Präsidentschaftswahl in Brasilien kandidieren +++

Trotz der Bestätigung seiner Verurteilung durch ein Berufungsgericht will Brasiliens ehemaliger Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erneut für das Präsidentenamt kandidieren. "Jetzt will ich Kandidat für die Präsidentschaft sein", sagte er vor tausenden Anhängern in São Paulo. Zuvor hatte das Berufungsgericht seine Verurteilung wegen Korruption bestätigt und das Strafmaß sogar von neuneinhalb Jahren auf zwölf Jahre und einen Monat erhöht.

Im vergangenen Juli hatte ein Gericht den 72-jährigen Lula wegen Verwicklung in einen weitverzweigten Korruptionsskandal und Geldwäsche verurteilt. Das Gericht in Curitiba, der Hauptstadt des Bundesstaates Paraná, sah es als erwiesen an, dass Lula von dem in den Skandal verwickelten Baukonzern OAS bestochen wurde. Lula hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurückgewiesen. Er wertete das Verfahren als Versuch, seine diesjährige Präsidentschaftskandidatur zu verhindern..

+++ 0.12 Uhr: "Bild": Antragsrekord bei Rente mit 63 +++

Die Anträge auf abschlagsfreie Rente mit 63 haben nach einem Medienbericht im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit der Einführung 2014 erreicht. 253.521 neue Anträge seien gestellt worden, fünf Prozent (12.102) mehr als 2016, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Rentenversicherung. Die abschlagsfreie Rente mit 63 wird gezahlt, wenn ein Arbeitnehmer 45 Versicherungsjahre aufweisen kann.

+++ 0.08 Uhr: Mindestens 41 Abgeordnete mit bezahlten Nebenjobs +++

Im neuen Bundestag haben nach einem Medienbericht 41 Abgeordnete eine bezahlte Nebentätigkeit angegeben. Das ergibt eine Auswertung des Portals abgeordnetenwatch.de, über die die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. An der Spitze steht demnach Hans Michelbach von der CSU, der als persönlich haftender Gesellschafter einer Unternehmensgruppe einen jährlichen Gewinn der Stufe 10 – also von mehr als 250.000 Euro – angegeben hat. Auf Platz zwei liegt dem Bericht zufolge Uwe Kamann von der AfD, auf Platz drei der FDP-Abgeordnete Reinhard Houben mit angegebenen Einkünften zwischen 43.000 und 90.000 Euro. Bundestagsabgeordnete sind verpflichtet, Einkünfte von mehr als 1000 Euro im Monat oder 10.000 Euro im Jahr beim Bundestagspräsidenten anzuzeigen.

Professor Dieter Pommerening über Deutschlands Zukunft

wue / AFP / DPA