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News des Tages: Sänger Tom Petty offenbar gestorben

Weißes Haus: Keine Gespräche mit Nordkorea +++ Schüsse auf ICE +++ Fifa verhängt Geldstrafe wegen Nazi-Ausfällen deutscher Fans  +++ Bombenfund legt Verkehr in Berlin lahm +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Tom Petty

Tom Petty bei seinem Auftritt beim Kaaboo Festival in San Diego Mitte September

Die aktuellen Nachrichten für Sie im Überblick. Die Ereignisse nach den Todesschüssen in Las Vegas finden Sie hier

+++ 23.07 Uhr: Angreifer von Marseille war kurz vor der Tat in Polizeigewahrsam +++

Der Messerangreifer von Marseille ist zwei Tage vor der Attacke von der Polizei festgenommen worden und hat sich dabei als Tunesier ausgewiesen. Allerdings wurden Ermittlungen gegen ihn wegen Ladendiebstahls in Lyon schnell wieder eingestellt. Am Samstag wurde er auf freien Fuß gesetzt, obwohl er nach französischen Medienberichten keine Aufenthaltsberechtigung hatte. Der mutmaßliche Islamist hatte am Sonntag am Bahnhof Saint-Charles zwei Frauen mit einem Messer umgebracht. Die örtliche Präfektur sei "nicht in der Lage gewesen", die Ausweisung des Mannes aus Frankreich anzuordnen, sagte Anti-Terror-Staatsanwalt François Molins am Montag, ohne explizit auf den Aufenthaltsstatus des Mannes einzugehen.

+++ 23.04 Uhr: Mehrere Festnahmen nach Fund von selbstgebauter Bombe in Paris +++

Nach dem Fund einer selbstgebauten Bombe in Paris hat die Staatsanwaltschaft in der französischen Hauptstadt nach Angaben aus Ermittlerkreisen Anti-Terrorermittlungen eingeleitet. Die Polizei habe fünf Menschen festgenommen, verlautete aus dem Umfeld der Ermittler. In der Nacht zum Samstag hätten Polizisten im Eingangsbereich und auf dem Gehweg eines Gebäudes im 16. Arrondissement im Westen von Paris jeweils zwei Gasflaschen und eine Zündvorrichtung entdeckt. Die Ermittler fanden demnach auch ein mit den Gasflaschen verbundenes Mobiltelefon. Die Zeitung "Le Point" berichtete ebenfalls über den Vorfall.

+++ 22.32 Uhr: Wirtschaftsdaten verhelfen Wall Street zu Rekorden +++

Gleich zu Beginn des vierten Quartals haben sich die wichtigsten Indizes an der Wall Street in den USA in Rekordhöhen aufgeschwungen. Der Dow Jones Industrial übersprang erstmals in seiner Geschichte die Marke von 22.500 Punkten. Mit plus 0,68 Prozent auf 22 557,60 Punkten schloss der US-Leitindex letztlich knapp unter seiner kurz zuvor erreichten Bestmarke von 22.559,38 Punkten. Börsianer sprachen von einer unverändert positiven Stimmung, die von neuen erfreulichen Konjunkturdaten aus der Industrie- und Bauwirtschaft weiteren Auftrieb erhalten habe. Analysten wiesen zudem darauf hin, dass das letzte Jahresviertel traditionell das stärkste an der Börse sei.

+++ 22.25 Uhr: Zwei Tote bei Frontalzusammenstoß in Brandenburg +++

Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Lastwagen sind auf einer Bundesstraße bei Ahrensfelde in Brandenburg die beiden Insassen eines Autos ums Leben gekommen. Der Pkw kam auf nasser Fahrbahn in einer Kurve ins Schleudern und kollidierte mit dem entgegenkommenden Lastwagen, wie ein Polizeisprecher sagte. Dem Lastwagenfahrer sei nichts passiert. Bei den Opfern handele es sich um einen Mann und eine Frau. Der Unfall ereignete sich bei der Gemeinde Blumberg im Landkreis Barnim.

+++ 22.10 Uhr: Tom Petty ist tot +++

Der Rockmusiker Tom Petty ist offenbar im Alter von 66 Jahren gestorben. Laut der US-Seite "TMZ.com" wurde der Sänger der Band Tom Petty and the Heartbreakers ("I Won’t Back Down", "Free Fallin’") bewusstlos mit Herzstillstand in seinem Haus in Malibu gefunden. Weder das Management noch seine Plattenfirma haben seinen Tod bislang bestätigt. TMZ.com zufolge, soll er in ein Krankenhaus gebracht worden sein. Dort sei keine Gehirntätigkeit mehr festgestellt worden, die lebenserhaltenden Maßnahmen wurden eingestellt. Erst vor wenigen Tagen war Petty noch dreimal in Los Angeles aufgetreten.

+++ 21.55 Uhr: US-Regierung erteilt Gesprächen mit Nordkorea Absage +++

Die US-Regierung hat Gesprächen mit der nordkoreanischen Regierung vorerst eine Absage erteilt. "Jetzt ist nicht die Zeit" für Gespräche mit Nordkorea, sagte die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Sarah Huckebee-Sanders, in Washington. Die US-Regierung setze weiter auf diplomatischen Druck. Es gebe einen "Unterschied zwischen reden und diplomatischen Druck aufbauen", sagte Huckebee-Sanders. "Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, einfach Gespräche mit Nordkorea zu führen." Einzige Ausnahme könnten Verhandlungen über die Freilassung von US-Staatsbürgern in nordkoreanischer Haft sein, sagte die Sprecherin. Donald Trump hatte am Sonntag neu aufgekeimte Hoffnungen auf eine Verhandlungslösung wieder zunichte gemacht. Trump bezeichnete direkte Verhandlungen mit Pjöngjang über Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm am Sonntag als Zeitverschwendung. Er wandte sich damit im Kurzbotschaftendienst Twitter direkt gegen seinen Außenminister Rex Tillerson, demzufolge die USA mit Nordkorea im Kontakt stehen, um die Möglichkeit von Verhandlungen über dessen Atomwaffenprogramm auszuloten.


+++ 21.40 Uhr: Ancelotti trainiert für Friedensprojekt Kinder in Jerusalem +++

Vier Tage nach seinem Rauswurf beim FC Bayern München hat Carlo Ancelotti in Jerusalem im Rahmen eines Friedensprojektes Kinder trainiert. Der 58 Jahre alte Italiener leitete für "Assist for Peace" Fußball-Übungen mit muslimischen, christlichen und jüdischen Kindern an. Angesprochen auf das Ende seiner Tätigkeit beim deutschen Rekordmeister sagte Ancelotti, er fühle sich gut.

+++ 21.17 Uhr: Kreml-Kritiker Nawalny erneut zu Haft verurteilt +++

Weil er zur Teilnahme an nicht-genehmigten Kundgebungen aufgerufen hat, muss Kreml-Kritiker Alexej Nawalny erneut ins Gefängnis. Ein Bezirksgericht in Moskau verurteilte Nawalny zu einer 20-tägigen Haftstrafe und damit zu einer weiteren Zwangspause seiner Kampagne für die Präsidentschaftswahl im März. Nawalny sprach von einem "Geschenk" für Amtsinhaber Wladimir Putin, der am Samstag seinen 65. Geburtstag feiert. Ohne "unsere Wahlveranstaltungen in den Regionen" habe Putin mehr Ruhe. Nawalny war bereits am Freitag auf dem Weg zu einer Wahlkampfkundgebung in die 400 Kilometer von Moskau entfernte Stadt Nischni Nowgorod festgenommen und stundenlang von der Polizei festgehalten worden, obwohl die Behörden die Veranstaltung genehmigt hatten. Am Samstag traf er sich dennoch mit seinen Anhängern im sibirischen Orenburg, einen Tag später nahm er an einem Treffen in Archangelsk im Nordwestens Russlands teil. Wegen des Vorwurfs, unerlaubte Proteste gegen Putin organisiert zu haben, verbüßte Nawalny bereits im März und im Juni Haftstrafen von 15 und 25 Tagen.

+++ 20.34 Uhr: Kenia: Polizei geht mit Tränengas gegen Demonstranten vor +++

Im Streit um eine neue Präsidentschaftswahl in Kenia hat die Polizei Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt. Hunderte Menschen waren dem Aufruf des Oppositionsführers Raila Odinga gefolgt und in Nairobi sowie anderen Städten auf die Straße gegangen. Sie forderten unter anderem den Rücktritt einiger Mitarbeiter der Wahlkommission. In der Oppositionshochburg Kisumu und in Nairobi setzte die Polizei Tränengas gegen Dutzende Demonstranten ein, wie der Fernsehsender ntv und ein DPA-Reporter berichteten. In Mombasa protestierten rund 250 Menschen weitgehend friedlich, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur sagte.

+++ 20.20 Uhr: ICE bei Frankfurt am Main mit Luftgewehr beschossen +++

Unbekannte Täter haben in der Nähe von Frankfurt am Main einen ICE mit einem Luftgewehr beschossen. Drei Männer sollen am Montagnachmittag nach Angaben von Reisenden aus einem Waldstück heraus auf einen Zug geschossen haben, wie die Bundespolizei mitteilte. Beamte stellten demnach fest, dass mehrere Scheiben beschädigt waren. Es wurde niemand verletzt. Eine groß angelegte Fahndung blieb zunächst erfolglos. Die Täter hätten mindestens ein Luftgewehr benutzt, erklärte die Bundespolizei nach Untersuchung der beschädigten Scheiben. Die rund 400 Zugpassagiere mussten den ICE am Fernbahnhof des Flughafens Frankfurt verlassen, wo der ICE nach dem Vorfall stoppte. Sie setzten ihre Reise mit anderen Zügen fort.

+++ 19.37 Uhr: Trump besucht sturmgeschädigte Insel Puerto Rico +++

US-Präsident Donald Trump will am Dienstag die vom Hurrikan "Maria" schwer verwüstete Karibikinsel Puerto Rico besuchen. Trotz des Heckenschützen-Anschlags in Las Vegas sagte Trump die Reise in das US-Außenterritorium nicht ab. Er sieht sich mit Kritik konfrontiert, der größtenteils von Latinos bewohnten Insel bislang nicht energisch genug unter die Arme gegriffen zu haben. Fast zwei Wochen nach dem Wirbelsturm sind dort weiterhin Millionen von Menschen ohne Strom, Trinkwasser und Telefonverbindungen. Auf die Kritik an unzureichender Hilfe durch die Zentralregierung konterte Trump mit Gegenattacken auf Vertreter der Inselbehörden, denen er schlechtes Krisenmanagement vorwarf. 

+++ 17.58 Uhr: Winfried Schäfer vor Trainer-Engagement in Teheran +++

Winfried Schäfer steht kurz vor einem Engagement als Trainer des iranischen Hauptstadt-Clubs Esteghlal Teheran. "Die Gespräche laufen noch", sagte der ehemalige Fußball-Nationaltrainer Jamaikas und Kameruns der Deutschen Presse-Agentur. Eine baldige Einigung sei relativ wahrscheinlich. "Ich möchte wieder jeden Tag auf dem Trainingsplatz stehen", sagte Schäfer. "Die iranische Liga ist sehr gut." Iranischen Medien zufolge, war auch Bernd Schuster unter den Kandidaten für den Job.

+++ 17.38 Uhr: FC Barcelona beteiligt sich an Streiks in Katalonien +++

Der FC Barcelona schließt sich den Protesten gegen die Polizeigewalt während des Unabhängigkeitsreferendums in Katalonien an. Er werde sich am Dienstag an den "landesweiten Streiks" beteiligen, teilte der spanische Erstligist am Montag mit. Alle Trainings der Profi-Teams und der Jugendmannschaften seien abgesagt. Bereits am Sonntag hatte Barça aus Protest gegen die Gewalt spanischer Polizisten hinter verschlossenen Türen gegen Las Palmas gespielt.

+++ 17.07 Uhr: Behörden geben wegen Gift im Babybrei weitgehend Entwarnung +++

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Supermarkt-Erpressers können Käufer von Babynahrung und anderen Lebensmittelkonserven aufatmen. Sie müssen nicht mehr ständig befürchten, dass die Ware vergiftet sein könnte. In Abstimmung mit der Polizei gab das Ministerium für Verbraucherschutz weitgehend Entwarnung. "Nach allem, was wir derzeit wissen, sind nach menschlichem Ermessen keine vom Erpresser vergifteten Lebensmittel im Umlauf", sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk (CDU). Allein auf Basis der Angaben des 53 Jahre alten mutmaßlichen Täters kann ein Restrisiko aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden, wie das Lagezentrum der Landesregierung mitteilte.

+++ 16.54 Uhr: Kreml-Kritiker Nawalny droht Haftstrafe +++

 Wegen einer mutmaßlich nicht genehmigten Demonstration droht dem russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny abermals eine Haftstrafe. Er habe im Internet zu einer Demonstration in der russischen Provinz aufgerufen, die von den Behörden nicht genehmigt worden sei, hieß es in der Anklage am Montag in Moskau. Nawalny betonte in seiner Verteidigung jedoch, dass die Verwaltung den Protest zunächst genehmigte und die Erlaubnis erst später entzog.

"Ich mache lediglich das, was ein Politiker tun soll: Sich mit den Wählern treffen", sagte er. Der Kremlkritiker war am Freitag in der russischen Hauptstadt festgenommen worden, als er gerade nach Nischni Nowgorod nordöstlich von Moskau zu einer Protestaktion aufbrechen wollte. Beobachtern zufolge könnte er zu einer Haftstrafe von bis zu 30 Tagen verurteilt werden. Wann das Urteil fallen sollte, war zunächst unklar.


+++ 16.37 Uhr: Massaker von Las Vegas lässt Waffen-Aktien steigen +++

Die Bluttat bei einem Musikfestival in Las Vegas hat den Aktien großer Waffenschmieden Auftrieb gegeben. Die Papiere der Branchenschwergewichte Sturm, Ruger & Co und American Outdoor Brands - dem Mutterkonzern des Herstellers Smith & Wesson - legten am Montag zum US-Handelsauftakt um fast vier Prozent zu. Dass Waffenaktien mit Kursgewinnen auf Amokläufe und Attentate reagieren, ist an den Börsen nicht ungewöhnlich. Hintergrund: Die blutigen Ereignisse lassen die Nachfrage nach Waffen oftmals kurzfristig anspringen. Als wichtiger Faktor dabei gilt laut Experten, dass viele Amerikaner als Reaktion auf Gewaltausbrüche verschärfte Waffengesetze fürchten und sich deshalb spontan mit Pistolen und Gewehren eindecken.

+++ 16.24 Uhr: Blasphemische Schmierereien und hakenkreuze in Kölner Kirche entdeckt +++

Ein Unbekannter hat in einer Kölner Pfarrkirche blasphemische Worte mit Bezug zum Satanskult auf die Wände und mehrere Hakenkreuze auf ein Kruzifix geschmiert. Ein Zeuge hatte die Schmierereien an der Kirche Sankt Agnes in der Innenstadt am Samstag bemerkt und umgehend die Polizei alarmiert, wie die Ermittler am Montag mitteilten. 

+++ 16.34 Uhr: Polizei findet Waffen und Munition in Wohnung von 36-Jährigem +++

Jede Menge Waffen und Munition haben Polizisten bei der Durchsuchung einer Wohnung eines 36-Jährigen in Wittenberge (Brandenburg) gefunden. Darunter befanden sich auch Gewehre, wie das Polizeipräsidium am Montag in Potsdam mitteilte. Gegen den Mann werde wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Die Durchsuchung war bereits am Freitag.

+++ 16.24 Uhr: Psychisch kranker Mann zündet sich vor Aachener Poizeipräsidium an +++

Vor dem Aachener Polizeipräsidium hat sich ein offenbar psychisch kranker Mann mit Benzin übergossen und angezündet. Mehrere Polizisten reagierten schnell und löschten die Flammen mit Feuerlöschern, wie die Ermittler mitteilten. Ein Notarzt und Rettungssanitäter versorgten den 48-Jährigen, der anschließend mit einem Rettungswagen ins Aachener Uniklinikum gebracht wurde.

Nach einer ersten Einschätzung der Ärzte kam der Mann offenbar mit eher leichten Verletzungen davon. Die konkreten Hintergründe seines Handelns waren zunächst weitgehend unklar. Unbekannt war auch, warum sich der Aachener genau vor dem Polizeipräsidium anzündete.

+++ 16.13 Uhr: Fifa verhängt Geldstrafe wegen Nazi-Ausfällen deutscher Fans +++

Der Fußball-Weltverband Fifa hat die rechtsradikalen Ausfälle deutscher Fans beim WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft in Tschechien moderat sanktioniert. Wie die Fifa mitteilte, muss der Deutsche Fußball-Bund eine Geldstrafe von 32.000 Franken (rund 36 500 Euro) bezahlen. Außerdem wurde der DFB verwarnt. Die Fifa hätte auch einen Fan-Ausschluss bei einem der nächsten Spiele verhängen können.

Deutsche Stadionbesucher hatten am 1. September in Prag unter anderem eine Schweigeminute für zwei gestorbene tschechische Fußballfunktionäre gestört, Pyrotechnik gezündet und "Sieg"-Rufe nach dem Treffer zum 2:1 mit "Heil"-Rufen beantwortet. 

+++ 16.00 Uhr: UN-Menschenrechtskommissar fordert Ermittlungen zu Polizeigewalt in Barcelona +++

Nach dem gewaltsamen Polizeieinsatz gegen das Unabhängigkeitsreferendum in der spanischen Region Katalonien hat UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad Al Hussein die Behörden in Madrid zu Ermittlungen wegen möglichen Fehlverhaltens aufgefordert. Er sei "sehr beunruhigt über die Gewalt" am Sonntag, erklärte Zeid.

+++ 15.34 Uhr: Bombenfund legt Verkehr in Berlin lahm - Polizei plant Evakuierung +++ 

Die Entdeckung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat im Berliner Westen weiträumige Sperrungen ausgelöst. Der Blindgänger war bei Bauarbeiten am Nachmittag auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Wilmersdorf am Innsbrucker Platz gefunden worden, wie die Polizei mitteilte. Die Bombe sollte noch am Montag am Fundort entschärft werden. Auf mehreren S- und U-Bahnlinien wurde der Verkehr eingestellt. Auch eine Sperrung der Stadtautobahn A 100 war geplant. Rund um den Fundort wollte die Polizei einen Sperrkreis von 500 Metern errichten.

+++ 14.17 Uhr: Baden-Württemberg geht gegen Urteil zu Diesel-Fahrverbot vor +++

Das Land Baden-Württemberg geht gegen das umstrittene Fahrverbotsurteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart vor. Die grün-schwarze Regierung einigte sich in Stuttgart auf eine Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen. Die Einigung erzielten dem Vernehmen nach Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Vize-Regierungschef Thomas Strobl (CDU), nachdem der grün-schwarze Koalitionsausschuss am Freitag im Streit auseinandergegangen war. Eigentlich waren bereits zum 1. Januar 2018 Diesel-Fahrverbote in Stuttgart geplant. Der Termin ist jetzt nicht mehr zu halten, da die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig frühestens im kommenden Jahr fallen dürfte. Das ist dann die letztinstanzliche Entscheidung. Eine Berufung hätte sich noch länger hingezogen.  

+++ 14.14 Uhr: Gericht: Trockenes Brötchen und heißer Kaffee steuerlich kein Frühstück +++

Ein trockenes Brötchen und heißer Kaffee sind laut einem aktuellen Urteil steuerrechtlich kein Frühstück. Zu den Mindeststandards eines Frühstücks gehöre nach dem allgemeinen Sprachgebrauch neben Brötchen und Getränken auch ein entsprechender Brotaufstrich, befand das Finanzgericht Münster. Das Gericht gab damit der Klage eines Softwareunternehmens gegen das Finanzamt statt. Die Firma hatte täglich rund 150 Brötchen besorgt, die in Körben in der Kantine für Mitarbeiter, Kunden und Gäste zum Verzehr bereit gelegt wurden. Dabei wurden nur die Brötchen gereicht und kein Aufschnitt oder sonstiger Brotbeleg. Zudem stand ganztägig ein Automat für kostenfreie Heißgetränke zur Verfügung.

Ein Großteil der Brötchen wurde von den Mitarbeitern in der Vormittagspause verzehrt. Das Finanzamt sah hierin die unentgeltliche Zurverfügungstellung einer Mahlzeit an Arbeitnehmer in Form eines Frühstücks, das als lohnsteuerpflichtiger Sachbezug mit 1,50 bis 1,57 Euro je Mitarbeiter und Arbeitstag zu besteuern sei.
Die Münsteraner Richter sahen dies anders. Es habe sich wegen des fehlenden Brotaufstrichs nicht um ein Frühstück gehandelt, sondern steuerlich gesehen lediglich um "Kost". Dies aber habe zur Folge, dass eine andere Freigrenze gelte, die im vorliegenden Fall nicht überschritten worden sei. 

+++ 13.37 Uhr: Messer-Angreifer von Marseille hatte tunesischen Pass +++

Der Messer-Angreifer von Marseille war nach ersten Ermittlungen der französischen Polizei Tunesier. Erst Ende der vergangenen Woche sei der Mann wegen eines Ladendiebstahls in Lyon festgenommen worden, sagte der Anti-Terror-Staatsanwalt, François Molins, am Montag in Paris. "Er hat da einen tunesischen Pass vorgezeigt."

Die Ermittler untersuchten nun dessen Echtheit, sagte Molins. Seine Behörde hatte die Ermittlungen übernommen, nachdem der Mann am Sonntag am Bahnhof Saint-Charles zwei Frauen mit einem Messer umgebracht hatte. Die Opfer waren Cousinen, wie der Staatsanwalt bestätigte.

Der Angreifer wurde von Soldaten erschossen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte die Tat für sich. Ob es tatsächlich ein Terroranschlag war, blieb zunächst unklar.

Der Mann war dem Staatsanwalt zufolge unter sieben Identitäten aufgetreten. Der Anti-Terror-Einheit war er jedoch unbekannt.


++ 13.07 Uhr: Palästinenser: Hamas beginnt Übergabe der Verwaltung in Gaza +++

Der palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah will unverzüglich die Regierungsgeschäfte im Gaza-Streifen übernehmen. Bei einem Besuch in dem bislang von der radikal-islamischen Hamas kontrollierten Küstenstreifen sagte Hamdallah, die Fatah-Regierung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas werde die bislang Hamas-geführten Ministerien sofort übernehmen. "Wir sind gekommen, um der ganzen Welt aus dem Herzen des Gazastreifens zu sagen, dass der palästinensische Staat nicht ohne die Einheit von Gaza und Westjordanland entstehen wird", erklärte Hamdallah am Grenzübergang Erez. 


+++ 12.08 Uhr: Arbeitslosenqoute in der Eurozone stagniert +++

Die Arbeitslosenquote im Euroraum hat im August stagniert. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat betrug sie wie im Vormonat 9,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Quote um 0,8 Prozentpunkte. In absoluten Zahlen fiel die Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 42 000 und gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,319 Millionen. Die aktuelle Arbeitslosenquote ist die niedrigste seit Februar 2009. Sie ist in den vergangenen Jahren stark gefallen, nachdem sie zuvor infolge der Finanz- und Eurokrise stark gestiegen war. Die Unterschiede zwischen den Euroländern sind jedoch nach wie vor groß: Eine sehr hohe, wenn auch fallende Arbeitslosigkeit weisen Griechenland (21,2 Prozent im Juni) und Spanien (17,1 Prozent) sowie Italien (11,2 Prozent) auf. Dagegen stehen Deutschland, Malta und die Niederlande mit Quoten jeweils unter fünf Prozent am besten da.

+++ 11.57 Uhr: Drei Männer dringen in Heim für jugendliche Flüchtlinge ein +++

Bei einem Streit mit jugendlichen Flüchtlingen sind drei Männer am Sonntagabend im thüringischen Apolda in eine Unterkunft eingedrungen. Die alkoholisierten Männer im Alter von 27, 33 und 40 Jahren hatten die Jugendlichen zunächst aufgefordert, ihre Musik abzustellen, wie die Polizei in Jena mitteilte. Nachdem sich darüber ein Streit entwickelt hatte, verschaffte sich das Trio Zugang zu den Flüchtlingsunterkunft. Nach Angaben der Ermittler entwickelte sich eine Auseinandersetzung, bei der eine Eisenstange, zerbrochenes Geschirr und Verlängerungskabel eingesetzt wurden. Per Notruf alarmierte Polizisten mussten beide Lager trennen und setzten dabei auch Pfefferspray ein.

+++ 11.40 Uhr: Medizin-Nobelpreis an drei US-Forscher, die die Innere Uhr untersuchen +++

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an Jeffrey Hall (USA), Michael Rosbash (USA) und Michael Young (USA) für Arbeiten zur Funktion und Kontrolle der Inneren Uhr. Das teilte das Karolinska-Institut am Montag in Stockholm mit. Hall, Rosbash und Young teilen sich ein Preisgeld von neun Millionen schwedische Kronen (etwa 940.000 Euro).

+++ 11.15 Uhr: Mann aus niedrigster Kaste in Indien tot geprügelt +++

In Indien ist ein Mann aus der niedrigsten gesellschaftlichen Kaste von Angehörigen einer höheren Kaste getötet worden, nachdem er sich eine hinduistische Tanzvorstellung angesehen hatte. Nach Angaben der Polizei vom Montag wurden der 21-jährige Jayesh Solanki und sein Cousin am Sonntagabend im westlichen Bundesstaat Gujarat angegriffen, als sie sich eine Aufführung beim hinduistischen Navratri-Festival ansahen. Acht Verdächtige wurden demnach wegen des mutmaßlichen Totschlags festgenommen.

Prakash gab an, die Cousins seien am Sonntagabend von einem Mann aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Dalit-Kaste beschimpft worden. Der Mann sei zunächst weggegangen, dann aber mit sieben anderen zurückgekehrt. Gemeinsam hätte die Gruppe die beiden verprügelt, dabei sei der 21-jährige Jayesh gegen eine Wand geschleudert worden. Im Krankenhaus wurde er dann nach Polizeiangaben für tot erklärt.

Die Mitglieder der Dalit-Kaste wurden früher als "Unberührbare" bezeichnet. Trotz eines inzwischen geltenden Diskriminierungsverbots werden sie auch heute noch ausgegrenzt und gehören zu den ärmsten Bevölkerungsschichten in Indien. Seit Juli hat Indien mit Ram Nath Kovind einen Präsidenten aus der Kaste der Dalit.

+++ 11.11 Uhr: Rumänische Rechtsradikale stören Konzert wegen Muezzin-Rufs +++

Ein Muezzin-Ruf in einem modernen Musikstück hat eine Gruppe rumänischer Rechtsradikaler in der Nationaloper der rumänischen Stadt Cluj (Kolozsvar/Klausenburg) zu einer Störaktion veranlasst. Es handelte sich um die Komposition "The Armed Man: A Mass for Peace" ("Der bewaffnete Mann: Eine Messe für Frieden") des walisischen Komponisten Karl Jenkins aus dem Jahr 2000, die den Opfern des Kosovo-Kriegs gewidmet ist. Neben vielen anderen kulturellen Zitaten enthält das Werk auch den muslimischen Ruf zum Gebet.

Die fünf Störer, darunter ein Vertreter der rechtsradikalen Gruppe Noua Dreapta (Die neue Rechte), saßen im Publikum und begannen am Sonntagabend lautstark die rumänische Nationalhymne ("Erwache, Rumäne") zu singen, als auf der Bühne der Muezzin-Ruf erklang. Sie wurden von maskierten Polizisten aus dem Saal geführt, ihnen wurden umgehend außergerichtlich Geldbußen auferlegt, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax.

+++ 10.25 Uhr: Terrorist aus Hessen soll an die USA ausgeliefert werden +++

Der in Hessen inhaftierte Terrorist Adem Yilmaz soll in die USA ausgeliefert werden. Die USA hatten die Auslieferung des Mitglieds der Terrororganisation Sauerland-Gruppe bereits 2016 beantragt. Wie der Radiosender hr-INFO berichtete, wurde inzwischen Auslieferungshaft angeordnet.

Das zuständige Oberlandesgericht in Frankfurt äußerte sich am Montag nicht zu dem Fall. Dass ein Auslieferungsgesuch vorliegt, bestätigte eine Sprecherin aber der dpa. Der Verteidiger des Inhaftierten war zunächst nicht zu erreichen.

Die USA wollen Yilmaz vor Gericht stellen, weil er während seiner Terrorausbildung in Pakistan auf ein US-Camp geschossen haben soll. Yilmaz, der die türkische Staatsbürgerschaft hat, kommt aus Langen im Kreis Offenbach. Yilmaz war Mitglied der so genannten Sauerland-Gruppe, die vor zehn Jahren Sprengstoffanschläge in Deutschland vorbereitet hatte. Er wurde 2010 in Düsseldorf zu elf Jahren Haft verurteilt.

+++ 10.17 Uhr: Australischer Teenager in Fitnessstudio von 100-Kilo-Gewicht erdrückt  +++

Beim Versuch, ein 100-Kilo-Gewicht in die Höhe zu stemmen, ist ein 15-Jähriger in Australien ums Leben gekommen. Der Junge erlag nach einem Bericht der Zeitung "Brisbane Courier Mail" (Montag) im Krankenhaus den Verletzungen, die er sich vergangene Woche bei einem Unfall in einem Fitnessstudio in einem Vorort der Großstadt Brisbane zugezogen hatte. Das Blatt beruft sich auf die Polizei. Der Teenager sei von dem Gewicht förmlich erdrückt worden, hieß es. Zudem sei er in dem Studio erst eine halbe Stunde nach dem Unfall gefunden worden. Eigentlich dürfen Jugendliche unter 16 Jahren dort nur unter Aufsicht an die Geräte.

+++ 10.05 Uhr: Nach Bühnenunfall: Marilyn Manson sagt Konzerte ab +++

Nach einem Bühnenunfall in New York sagt der US-Musiker Marilyn Manson (48) neun Konzerte seiner gerade erst angelaufenen US-Tour ab. Der Gruselrocker werde sich zuhause in Los Angeles erholen, sagte seine Sprecherin am Sonntag (Ortszeit) mehreren US-Medien. Zu seinen genauen Verletzungen äußerte sie sich zunächst nicht.

Bei seinem Konzert in New York war Manson am Samstag von einer umstürzenden Bühnendekoration in Form von zwei riesigen Pistolen getroffen und verletzt worden. Fans stellten Filmaufnahmen davon ins Internet. Der 48-Jährige musste das Konzert abbrechen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. 

Am Freitag erscheint mit "Heaven Upside Down" das zehnte Studioalbum des provokanten Musikers. Auf seiner gleichnamigen Tour macht Manson im November auch Halt in Hamburg, München, Berlin und Düsseldorf.

+++ 9.57 Uhr: Polizei geht nicht von weiteren Schützen in Las Vegas aus +++

Die Polizei in der US-Stadt Las Vegas geht nicht davon aus, dass es weitere Schützen auf der Casino-Meile gibt. Das teilte sie auf Twitter mit. Zuvor hatte sie bekanntgegeben, dass ein mutmaßlicher Täter "ausgeschaltet" worden sei. 


Augenzeugen hatten über so viele Schüsse bei einem Konzert mit etwa 30 000 Besuchern berichtet, dass zunächst nicht ausgeschlossen worden war, dass mehrere Schützen beteiligt waren.

+++ 9.01 Uhr: Polizei in Las Vegas berichtet von einer erschossenen Person +++

Die Polizei von Las Vegas berichtet, dass eine Person erschossen sei und warnt weiterhin, die Gegend um den Stripe-Boulevard zu meiden. 

In Kürze wolle sie sich mit weiteren Informationen an die Presse wenden.

+++ 8.54 Uhr: Schießerei bei einem Konzert in Las Vegas - Berichte von mindestens zwei Toten +++ 

In der US-Metropole Las Vegas hat ein unbekannter Schütze Medienberichten zufolge bei einem Konzert um sich geschossen und zahlreiche Menschen verletzt. Die Polizei rief die Bevölkerung über Twitter am Montag dazu auf, die Gegend nahe der bekannten Casino-Meile und dem Flughafen zu meiden.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von zwei Toten und 24 Verletzten, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt.

Laut einem BBC-Bericht eröffnete mindestens ein Schütze das Feuer bei einem Country-Musik-Festival am Strip in Las Vegas. Die Polizei meldete, dass einige Flüge umgeleitet worden seien. Der Boulevard der Metropole sei gesperrt worden. Weitere Hintergründe waren zunächst nicht bekannt.

+++ 8.00 Uhr: berichte über Schießerei in Las Vegas - mehrere Opfer +++

US-Medien berichten über eine Schießerei mit mehreren Opfern in Las Vegas. Die Polizei sei mit einem massiven Polizeieinsatz rund um das Casino Mandalay Bay vor Ort. Die Behörde rief die Menschen über Twitter am Montag dazu auf, die Gegend nahe der bekannten Casino-Meile und dem Flughafen zu meiden. Hintergründe waren zunächst nicht bekannt. Auch über mögliche Opfer gab es keine Informationen. 

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+++ 7.25 Uhr: Randalierendes Wildschwein versetzt Stadt in Japan in Aufruhr +++

Ein verirrtes Wildschwein hat in einer Stadt in Japan für Aufregung gesorgt und mindestens drei Menschen verletzt. Das Tier war nach Polizeiangaben in einem Wohngebiet in Sasebo aufgetaucht und stundenlang wütend durch die Straßen gelaufen. Es rannte einen Rollstuhlfahrer um und biss eine 89-jährige Frau und einen 78-jährigen Mann. Außerdem attackierte es ein Motorrad und ein Auto. Erst nach acht Stunden konnte ein Anwohner das wildgewordene Tier mit einem Golfschläger stoppen. Schließlich wurde es von der Polizei erschossen. Die Frau und der Rollstuhlfahrer brachen sich einen Finger.

+++ 6.54 Uhr: Britische Fluggesellschaft Monarch stellt Betrieb ein +++

Die britische Fluggesellschaft Monarch Airlines hat überraschend ihren gesamten Flugbetrieb eingestellt. Sämtliche Flüge wurden abgesagt, wie die britische Flugbehörde CAA mitteilte. Die britische Regierung habe die Flugbehörde gebeten, andere Flüge für rund 110.000 Passagiere von Monarch im Ausland zu organisieren. Dies sei eine "beispiellose Situation".

Britischen Medienberichten zufolge wurden weitere rund 300.000 Buchungen storniert. Der Urlaubsflieger Monarch gilt als fünftgrößte britische Fluggesellschaft. Gründe für die Einstellung des Betriebs wurden zunächst nicht genannt.


+++ 6.17 Uhr: CSU-Politiker Scheuer will Verbot der Vollverschleierung auch in Deutschland +++

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat das von Österreich verhängte Verbot von Gesichtsschleiern als Vorbild für Deutschland empfohlen. Ein solches Totalverbot sei "möglich und notwendig", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". Die bisherige Bestimmung sei unzureichend: "Das deutsche Verbötchen zur Vollverschleierung muss so wie in anderen Ländern Europas ausgeweitet werden." Die Burka gehöre "nicht zu Deutschland".

+++ 5.06 Uhr: Kubicki liebäugelt mit Bundesfinanzministerium +++

Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki sieht für sich künftig in der neuen FDP-Bundestagsfraktion eine "bedeutende" Rolle. "Jeder weiß, dass Minister zu sein nicht mein Herzenswunsch ist", sagte Kubicki der Deutschen Presse-Agentur.
"Aber grundsätzlich ist neben dem Kanzleramt natürlich das Finanzministerium von besonderer Bedeutung."

In der vergangenen Woche hatte sich Kubicki bereits in der ZDF-Sendung "Maybritt Illner" zu Spekulationen geäußert, er könne in einer Jamaika-Koalition auf Bundesebene Finanzminister werden: "Ich kann alles." Bereits im August hatte er der Münchner "Abendzeitung" gesagt: "Ich würde gern die Finanzen in Ordnung bringen und das Steuersystem vereinfachen. Also: Wenn überhaupt, dann reizt mich der Finanzminister."

+++ 4.32 Uhr: Linker SPD-Flügel fordert Kursänderung der Partei +++

Als Konsequenz aus der Wahlschlappe der SPD fordert der linke Parteiflügel eine Kursänderung. In der Opposition müsse die SPD einen Erneuerungsprozess beginnen, der "eine klare Abkehr von der Agenda-Politik beinhaltet und sozialdemokratische Inhalte definiert, die sich am Ziel der Verteilungsgerechtigkeit orientieren", zitierte die "Frankfurter Rundschau" aus einer Resolution, die das parteiinterne "Forum Demokratische Linke DL21" am Wochenende verabschiedet hatte. Die Gruppierung unter Leitung der SPD-Bundestagsabgeordneten Hilde Mattheis forderte zudem eine personelle Neuaufstellung. 

+++ 3.31 Uhr: Mindestens sieben Tote bei Unabhängigkeitserklärung von Kameruns Westregion +++

Die symbolische Unabhängigkeitserklärung des englischsprachigen Teils von Kamerun hat am Wochenende zu blutigen Zusammenstößen mit Toten und Verletzten geführt. Insgesamt sieben Menschen wurden nach Behördenangaben getötet, die meisten von ihnen bei Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Die englischsprachige Region im Westen Kameruns hatte sich am Sonntag symbolisch als Republik "Ambazonia" für unabhängig erklärt, weil sie sich vom mehrheitlich französischsprachigen Rest des Landes benachteiligt fühlt.


+++ 2.54 Uhr: Kanadische Polizei identifiziert mutmaßlichen Fahrzeug-Attentäter von Edmonton +++

Nach dem Fahrzeug-Attentat in der kanadischen Stadt Edmonton hat die Polizei den mutmaßlichen Täter identifiziert. Es handle sich um einen Asylbewerber aus Somalia, der den Sicherheitsbehörden bereits vor zwei Jahren wegen Dschihadismusverdachts aufgefallen sei, teilte die kanadische Bundespolizei mit. Der Mann hatte am Sonntag bei Angriffen mit Fahrzeugen und einem Messer fünf Menschen verletzt.

Der Täter hatte am Samstagabend (Ortszeit) vor einem Stadion in Edmonton einen Polizisten angefahren und dann auf ihn eingestochen. Später verletzte er mit einem Miet-Laster vier weitere Menschen. Nach seiner Festnahme wurde in seinem Auto eine Fahne der IS-Miliz gefunden. Kanadas Regierungschef Justin Trudeau verurteilte den "Terroranschlag".

+++ 2.10 Uhr: Ägyptens Justiz macht 17 Männern wegen Homosexualität den Prozess +++

In Ägypten stehen seit Sonntag 17 Männer wegen Homosexualität vor Gericht. In der Anhörung hinter verschlossenen Türen vor einem Richter in Kairo sei ihnen "Unzucht" und "Anstiftung zur Unzucht" vorgeworfen worden, erklärte die Justiz. Sechs der Verdächtigen waren im vergangenen Monat festgenommen worden, nachdem sie bei einem Popkonzert in Kairo die Regenbogenflagge - ein internationales Symbol der Schwulen- und Lesbenbewegung - geschwenkt hatten.

Menschenrechtler zeigten sich besorgt über das zunehmend repressive Vorgehen der Justiz gegen sexuelle Minderheiten. Homosexualität als solche ist nach ägyptischen Recht zwar nicht strafbar, allerdings sehen sich schwule Männer in letzter Zeit zunehmender Verfolgung unter dem Vorwurf der "Unzucht" oder der "Beleidigung der Religion" ausgesetzt.

+++ 1.50 Uhr: Acht Schwerverletzte nach Verkehrsunfall in der Nähe von Ulm +++

Bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Ulm sind acht Menschen schwer verletzt worden. Weil eine 18-Jährige am Steuer ihres Wagens beim Linksabbiegen am Sonntagabend die Vorfahrt missachtete, stießen zwei Autos zusammen, wie die Polizei in der Nacht zum Montag mitteilte.  Alle acht Insassen in den beiden Wagen trugen schwere Verletzungen davon und mussten mit Rettungswägen und einem Hubschrauber in Kliniken gebracht werden.

+++ 0.48 Uhr: Katalonische Regierung: 90 Prozent stimmen in Referendum für Unabhängigkeit +++

Bei dem umstrittenen Referendum in Katalonien haben nach Angaben der Regionalregierung rund 90 Prozent der Teilnehmer für die Unabhängigkeit gestimmt. Dieses Resultat gab Regierungssprecher Jordi Turull in Barcelona bekannt. Die spanische Polizei war mit einem Großaufgebot gegen das Referendum vorgegangen, das von der Zentralregierung in Madrid als verfassungswidrig betrachtet wird.

+++ 0.19 Uhr: Juncker lehnt Streichung von EU-Geldern für Polen und Ungarn ab +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will im Streit zwischen Brüssel und den Mitgliedsländern Polen und Ungarn noch nicht auf finanzielle Sanktionen setzen. Zwar liefen die Gespräche mit den beiden Ländern über die Differenzen in der Flüchtlings- beziehungsweise Justizpolitik "ohne bisher erkennbare Fortschritte", sagte Juncker der "Bild". Er hielte es aber für falsch, Polen und Ungarn mit Finanzsanktionen zu belegen, solange die Dialogstrecke nicht abgeschlossen ist".

Juncker fügte hinzu: "Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass wir den Graben zwischen Ost-, West- und Mitteleuropa nicht weiter vertiefen." Klar sei aber auch, "dass der Respekt vor Rechtsnormen eine bleibende europäische Tugend sein muss".

fs/tyr/wue / DPA / AFP