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Sauerländer Terroristen: "Deutschland sucht den Superterroristen"

Sie wollten mutmaßlich US-Einrichtungen in die Luft jagen, im letzten Moment wurden sie festgenommen. Das war genau vor einem Jahr. Jetzt ist gegen drei Mitglieder der "Sauerländer Zelle" Anklage erhoben worden. Einer von ihnen: Adem Yilmaz, den seine Arbeitskollegen nur den "Taliban" nannten.

Von Martin Knobbe

Es war der erste Tag im September vergangenen Jahres, ein Sonntag, gegen 16.50 Uhr, als Fritz Gelowicz, Daniel Schneider und Adem Yilmaz in einem Nissan Note saßen und davon träumten, bald berühmt zu werden. "Dann geht’s ab", brüllte Yilmaz. "Die Welt wird brennen, inshalla, wenn wir es am 11. kriegen, genau um diese Uhrzeit, ... die flippen doppelt so aus. Wenn es in diesem Monat passiert. September, verstehst du?" Ein großer Anschlag, sechs Jahre nach dem 11. September 2001, gegen Kasernen oder Pubs, gegen Discos oder Konsulate, Hauptsache gegen die "verfickten Amis", das war der Plan. Sie diskutierten laut, als sie von Stuttgart nach Medebach fuhren, und Adem Yilmaz, damals 28 Jahre alt, ereiferte sich am heftigsten. "Wenn wir das so machen", rief er, "dann kotzen sich die Deutschen noch mehr an."

In Medebach, einem Ferienort im Sauerland, hatten sie ein Häuschen angemietet mit einer Garage, und darin standen zwölf blaue Fässer. Bei einem Chemikalienhändler aus Niedersachsen hatten sie es nach und nach zusammen gekauft: Wasserstoffperoxid, 35-prozentig. Heruntergekocht auf eine höhere Konzentration und vermischt mit Weizenmehl hätte es 550 Kilogramm Sprengstoff ergeben, was der Explosionskraft von 410 Kilogramm TNT entsprochen hätte, wie die Gutachter vom Bundeskriminalamt ausgerechnet haben. Doch als die mutmaßlichen Terroristen gerade am Köcheln waren, schlug die Polizei zu.

Seit Monaten unter Polizeibeobachtung

Längst hatten die Beamten heimlich die Fässer mit einer harmlosen Flüssigkeit ausgetauscht, längst hatten sie die Ferienwohnung und das Auto verwanzt und konnten alle Dialoge mithören, die nun einer der wichtigsten Beweise in der Anklageschrift sind. Die jungen Männer standen seit Monaten unter Beobachtung von Polizei und Geheimdiensten, und sie selbst ahnten das sogar. "Deutschland sucht den Superterroristen", witzelte Yilmaz noch im Auto.

Adem Yilmaz wurde im türkischen Bayburt geboren, im Nordosten Anatoliens. Es ist eine der Provinzen, aus der viele Türken irgendwann auswandern. Im Januar 1982, mit sieben Jahren kam er nach Deutschland, ins hessische Langen, zusammen mit der Mutter und seinen drei jüngeren Geschwistern. Sein heute 50-jähriger Vater lebte bereits seit 1973 in Deutschland, ab 1991 mit einer regulären Aufenthaltsgenehmigung.

Adem soll "sehr still" gewesen sein

Der Vater beschreibt seinen Sohn als "sehr still" und selten aggressiv. Er habe wenig mit seinen Geschwistern gespielt und habe bislang auch keine Freundin gehabt.

Nach der Realschule, zwischen 1997 und 2000, absolvierte Yilmaz eine Ausbildung zum Kaufmann bei der Bahn, Schwerpunkt Sicherheit und Service. Anfangs zurückhaltend und "übertrieben zuvorkommend", wie Kollegen erzählen, auf jeden Fall zuverlässig und fleißig, so dass ihn sein Ausbilder manchmal darauf hinweisen musste, er habe nicht die gleiche Rechte wie ein Polizist. Später fiel Yilmaz vor allem dadurch auf, dass er oft nicht da war. Trotzdem wurde er noch zwei Jahre lang als Sicherheitsmann übernommen. Als nach 42 Fehltagen die Kündigung drohte, verließ er das Unternehmen.

Seine Kollegen bemerkten, dass sich Yilmaz ab dem Frühjahr 2001 veränderte. Er fing an, fünf Mal am Tag zu beten und ließ sich einen Bart wachsen, was ihm den Spitznamen "Taliban" einbrachte. Über die Anschläge vom 11. September 2001 zeigte er sich erfreut und sagte nach dem Einmarsch der Amerikaner in Afghanistan, er würde den Glaubensbrüdern gerne helfen. Mit dem Trainer seines Fitness-Studios verstand er sich zu dieser Zeit besonders gut, weil der zum Islam konvertiert war. Und so verbrachte er viel Zeit beim Gewichtestemmen und beim Kickboxen, zum Muskelaufbau schluckte er Kreatin.

Jeden Freitag zum Gebet

Mit seinem Vater und seinem jüngeren Bruder ging Yilmaz schon früh zusammen in die Ulu Camii Moschee in Langen zum Freitagsgebet, wie es üblich ist für gläubige Muslime. Doch irgendwann muss Adem Yilmaz den Drang gespürt haben, mehr über den Koran zu erfahren. Im Oktober 2005 reiste er mit einem Freund nach Syrien, um drei Monate lang arabisch zu lernen. Im März 2006 soll er dann, so wird es in der Anklageschrift behauptet, nach Pakistan weiter gereist sein und dort in der Provinz Nord-Waziristan zusammen mit Fritz Gelowicz ein terroristisches Ausbildungslager der Islamic Jihad Union (IJU) besucht haben. Die IJU ist nach Auffassung der Ankläger eine Terrororganisation mit Ursprung in Usbekistan, die sich dem internationalen Dschihad verschrieben habe und der al-Kaida nahe stehe.

Zurück in Deutschland übernahm Yilmaz bei seinen Freunden die Rolle eines "Vorbeters", wie ein Freund erzählt. Er habe oft in seinen Garten zum Grillen und Fußballspielen eingeladen, wo er dann laut Gebetstexte vorsprach und gerne über das Leid der unterdrückten Muslime lamentierte. Zusammen raste man im Auto durch die Stadt und hörte arabische Gesänge mit dem eingespielten Ton von Maschinengewehren, wie es die abhörenden Polizisten vernahmen.

Autos zerstochen, Lack zerkratzt

Am 26. Mai 2007 wurden Adem Yilmaz, sein jüngerer Bruder und drei Freunde von der Polizei erwischt, als sie Reifen von Autos zerstachen, den Lack tief zerkratzten und die Scheiben einschlugen. Es waren die Wagen von amerikanischen Soldaten, die in Deutschland stationiert sind.

Von der Führung der IJU, so vermutet es die Anklage, erhielten Fritz Gelowicz, Daniel Schneider und Adem Yilmaz im Laufe des Jahres 2007 den Auftrag, einen Anschlag in Deutschland durchzuführen. Sie besorgten sich das Wasserstoffperoxid, mieteten sich in der Ferienwohnung ein und begannen die Vorbereitungen. Ob sie ihren Plan allerdings hätten ausführen können, ist fraglich: Vier Zünder serbischer Herkunft waren untauglich.

Bei seiner Festnahme soll Adem Yilmaz gesagt haben, er sei nur "ein kleines Licht" und fragte die Beamten, ob sie den Film "Der Schakal" kennen würden. Darin täusche der Protagonist etwas vor und habe in Wahrheit eine ganz andere Absicht.

Prozess nicht vor Ende des Jahres

Der Prozess gegen Adem Yilmaz und seine beiden Glaubensbrüder wird frühestens Ende des Jahres vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf beginnen. Er wird jedenfalls nicht so ausgehen, wie sich das Yilmaz wünscht. Das deutsche Recht habe für ihn so wenig Bedeutung wie jede andere Vorschrift außer dem Koran. Man müsse ihn schon töten, um ihn aufzuhalten. Dies wäre ihm ohnehin das Liebste.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(