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+++ Ticker +++

News des Tages: Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft für Anton Schlecker

Norwegens König aus Krankenhaus entlassen +++ USA bombadieren Drogenfabrik in Afghanistan +++ Tennisspielerin Novotna ist tot +++ Suche nach argentinischem U-Boot ausgeweitet +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Anton Schlecker

Anton Schlecker hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 18.30 Uhr: Trump erklärt Nordkorea zum Förderer von Terrorismus +++

US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea zum staatlichen Förderer von Terrorismus erklärt. Er habe die nordkoreanische Regierung wieder auf eine entsprechende schwarze Liste gesetzt, kündigte Trump zu Beginn einer Kabinettssitzung im Weißen Haus an. Pjöngjang war im Jahr 2008 von der Liste gestrichen worden. 

+++ 17.31 Uhr: Syrien-Rückkehrer gesteht Ausreise zur Terrorgruppe IS +++

Ein Syrien-Rückkehrer aus Hagen hat vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht gestanden, zur Terrormiliz Islamischer Staat gereist zu sein. Von deren Gräueltaten habe er damals aber noch nichts gewusst, sagte der 26-jährige Angeklagte am Montag. Er habe der leidenden syrischen Bevölkerung helfen wollen. Da die islamistische Hilfsorganisation "Helfen in Not" für ihn keinen Platz gehabt habe, habe er sich dem IS angeschlossen.

+++ 17.01 Uhr: Anklage fordert Haftstrafen für Anton Schlecker und seine Kinder +++

Die Staatsanwaltschaft will Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker ins Gefängnis bringen. Im Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht forderten die Vertreter der Anklage am Montag drei Jahre Haft für den 73-Jährigen. Sie halten es für erwiesen, dass Schlecker Millionen beiseite geschafft hat, obwohl er die Insolvenz seines Imperiums schon kommen sah - oder sie zumindest hätte kommen sehen müssen. In zwei der zahlreichen Anklagepunkte sehen die Ankläger sogar einen besonders schweren Fall des Bankrotts.

Die Verteidigung hält sowohl das als auch die Forderung nach einer Haftstrafe für überzogen, nannte aber selbst kein Strafmaß, das sie für angemessen hält. Schlecker selbst hat im Prozess die Vorwürfe immer zurückgewiesen und stets betont, nie am Fortbestand seines Lebenswerks gezweifelt zu haben. Auch für seine beiden mitangeklagten Kinder, Lars und Meike, forderte die Staatsanwaltschaft Haftstrafen. Sie sollen für zwei Jahre und zehn Monate beziehungsweise zwei Jahre und acht Monate hinter Gitter.

Ihnen wirft die Anklage ebenfalls Bankrott und außerdem Beihilfe zum Bankrott, Untreue und Insolvenzverschleppung vor. Lars und Meike Schlecker gehörte die Logistik-Tochterfirma LDG, die zum Imperium ihres Vaters zählte. Dort sollen sie sich selbst Gewinne in Höhe von sieben Millionen Euro ausgezahlt haben, die es laut Anklage gar nicht mehr gab - und damit eine Überschuldung herbeigeführt haben. Am kommenden Montag will das Landgericht Stuttgart sein Urteil sprechen.

+++ 16.30 Uhr: Zwölf Jahre Haft für tödlichen Messerangriff an junge Mutter +++

 Das Landgericht Passau hat einen 23-jährigen Mann für den tödlichen Messerangriff auf seine Ex-Freundin zu zwölf Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Das Gericht folgte damit der Forderung der Verteidiger. Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes oder wegen Totschlags in einem besonders schweren Fall plädiert.

Nach Einschätzung des Schwurgerichtes handelte es sich um eine "klassische Beziehungstat". Das einstige Paar aus dem niederbayerischen Freyung soll sich vor der Gewalttat unter anderem um den gemeinsamen Sohn gestritten haben. Der 23 Jahre alte Angeklagte hatte gegen Ende des Prozesses gestanden, seine frühere Freundin erstochen zu haben. Der Fall hatte vergangenes Jahr bundesweit Schlagzeilen gemacht.

+++ 16.07 Uhr: "Mütter von Sebrenica" erwarten Höchststrafe für General Mladic +++

 Der serbische Ex-General Ratko Mladic muss nach Ansicht der Angehörigen der Opfer des Völkermordes von Srebrenica zu lebenslanger Haft verurteilt werden. "Die Höchststrafe ist eine Form von Gerechtigkeit", sagte die Vizepräsidentin der "Mütter von Srebrenica", Kada Hotic (72), am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Den Haag. Mladic sei der Hauptschuldige für die massiven Kriegsverbrechen auf dem Balkan von 1992 bis 1995.

Das UN-Kriegsverbrechertribunal zum früheren Jugoslawien will am Mittwoch in Den Haag das Urteil über Mladic (75) sprechen. Er gilt als Hauptverantwortlicher für den Völkermord von Srebrenica 1995. Unter seinem Kommando hatten bosnisch-serbische Einheiten die damalige UN-Schutzzone überrannt und anschließend rund 8000 muslimische Männer und Jungen ermordet. Mladic, der erst 2011 nach 16 Jahren auf der Flucht festgenommen worden war, droht eine lebenslange Haftstrafe. Er selbst erklärte sich für unschuldig. 


+++ 15.39 Uhr: US-Milliardär Soros kritisiert ungarische Regierungskampagne gegen seine Person +++

Der US-Milliardär George Soros hat sich erstmals zu einer gegen seine Person gerichteten Meinungsumfrage der ungarischen Regierung geäußert. Ungarns Regierungschef Viktor Orban versuche, ihn als "externen Feind" darzustellen, um von innenpolitischen Problemen abzulenken, erklärte Soros am Montag auf seiner Website. Im Oktober hatte Orbans Regierung per E-Mail einen Fragebogen an alle Haushalte des Landes geschickt, um Meinungen zu einem angeblichen "Soros-Plan" zum europaweiten Zuzug von Flüchtlingen zu erheben. 

+++ 15.33 Uhr: Mindestens 14 Tote bei Busunglück in Kolumbien +++

Bei einem schweren Busunglück im Nordwesten von Kolumbien sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. 36 weitere wurden verletzt, als ein Bus nahe der Ortschaft Sabanalarga im Department Antioquia von der Straße abkam und in eine Schlucht stürzte, wie die Rettungskräfte am Montag mitteilten.

Bei den Opfern handele es sich vor allem um Kaffeebauern, die von einem Ernteeinsatz zurückkehrten. Allerdings waren auch zwei Kinder unter den Todesopfern, wie die Leiterin des örtlichen Katastrophenschutzes, Juliana Palacio, dem Radiosender RCN sagte.

Die Polizei untersuchte die Unglücksursache. Wegen starken Regens war die Landstraße in der Bergregion offenbar in einem schlechten Zustand. Die Luftwaffe suchte mit Hubschraubern nach Vermissten in der Schlucht und flog Verletzte in die umliegenden Krankenhäuser.

+++ 14.56 Uhr: Twitter-Mörder" in Japan angeklagt +++

In Japan ist ein als "Twitter-Mörder" bekannter junger Mann in einem ersten Fall wegen Mordes angeklagt worden. Dem 27-jährigen Takahiro S. wurde heute der Mord an der 23-jährigen Aiko Tamura zur Last gelegt, wie die Behörden mitteilten. S. soll insgesamt neun Menschen, zumeist junge Frauen, über den Kurzbotschaftendienst Twitter zu sich nach Hause gelockt und dort ermordet haben.

Die Polizei hatte Ende Oktober zahlreiche Leichenteile in der Wohnung des Mannes entdeckt - der 27-Jährige hatte daraufhin ein Geständnis abgelegt. Die 23-jährige Tamura hatte S. nach Polizeiangaben am 23. Oktober erst in seiner Wohnung gewürgt und dann aufgehängt, "um sie zu töten". Demnach handelte es sich bei den meist weiblichen Opfern des Angeklagten um Menschen, die in sozialen Netzwerken Selbstmordabsichten geäußert hatten.

+++ 14.41 Uhr: Norwegens König aus Krankenhaus entlassen +++

Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt ist Norwegens König Harald V. wieder zu Hause. Wie das Königshaus in Oslo mitteilte, wurde der 80-Jährige heute aus dem Osloer Reichshospital entlassen. Der König war am Freitag mit einer Infektion ins Krankenhaus gebracht worden. Weitere Details nannte das Königshaus nicht. König Harald sitzt seit 1991 auf dem Thron des nordeuropäischen Landes.

+++ 14.21 Uhr: Bomben auf Drogenfabriken - USA weiten Krieg gegen Taliban aus +++

Piloten der US-Luftwaffe haben in der vergangenen Nacht in Afghanistan zum ersten Mal Bomben auf mehrere Drogenfabriken abgeworfen. Das bestätigte der Oberbefehlshaber der Nato- und der US-Streitkräfte im Land, General John Nicholson, in einer landesweit übertragenen Pressekonferenz. Der gemeinsame Einsatz mit afghanischen Streitkräften in der südafghanischen Provinz Helmand habe es gezielt auf die finanziellen Ressourcen der radikalislamischen Taliban abgesehen.

Die Provinz ist das Zentrum des Schlafmohnanbaus in Afghanistan, der 80 bis 90 Prozent allen Opiums der Welt hervorbringt. Sie ist außerdem Hochburg der Taliban. Sie besteuern Schlafmohnanbau und Drogenschmuggel, was ihrer Kriegskasse nach wechselnden Angaben jährlich 200 bis 400 Millionen Dollar einbringt. Sie sollen zunehmend auch selbst in die Drogenproduktion einsteigen.

+++ 14.02 Uhr: Herzschrittmacher für Waschbär "Jacky" +++

Einem jungen Waschbären ist in München ein Herzschrittmacher eingesetzt worden. Der Tierkardiologe Gerhard Wess von der Medizinischen Kleintierklinik der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) operierte das kleine Bären-Mädchen. "Jacky dürfte weltweit der erste Waschbär mit Herzschrittmacher sein", hieß es in der Mitteilung der Einrichtung.

Die erst sechs Monate alte "Jacky" litt unter einer Herzrhythmusstörung. Ihre Herzfrequenz betrug nur 60 Schläge pro Minute, normal sind 200 Schläge. Der kleine Waschbär wurde deshalb immer wieder ohnmächtig. 

+++ 13.59 Uhr: Suche nach verschollenem argentinischen U-Boot weiterhin erfolglos +++

Die internationale Suchaktion nach dem seit Mittwoch verschollenen argentinischen U-Boot geht trotz schwerer See mit Hochdruck weiter. 16 Schiffe und sechs Flugzeuge aus sieben Ländern durchkreuzen eine Fläche von 43.000 Quadratkilometern im Südatlantik, um das U-Boot "ARA San Juan" mit 44 Menschen an Bord zu orten. Der anhaltend hohe Wellengang von bis zu sieben Metern und der starke Wind von bis zu 70 Kilometern pro Stunde erschwerten die Suche, erklärte Marinesprecher Enrique Balbi.

"Es besteht große Ungewissheit wegen des Ausbleibens von Zeichen, die uns zur Ortung des U-Boots führen könnten", sagte Balbi dem Rundfunksender La Red. Der Ursprung von sieben gescheiterten Anrufversuchen, die möglicherweise von dem U-Boot ausgingen und von einem Satellitenunternehmen erfasst wurden, sei noch nicht abschließend geklärt worden.

+++ 13.27 Uhr: Arzneimittelbehörden rufen europaweit zu verstärkter Meldung von Nebenwirkungen auf +++

Arzneimittelbehörden rufen Patienten europaweit zur verstärkten Meldung von Nebenwirkungen von Medikamenten auf. Der Fokus liegt dabei vor allem auf Verdachtsfällen von Nebenwirkungen, die nach der Einnahme rezeptfreier Arzneimittel und bei Mitteln zur Selbstbehandlung auftraten, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn mitteilte. Dies könne einen wichtigen Beitrag zur Arzneimittelsicherheit leisten.

Patienten haben die Möglichkeit, solche Nebenwirkungen auf der Internetseite des BfArM unter www.bfarm.de/uawmelden selbst zu melden. Dafür gibt es ein speziell für Verbraucher konzipiertes Onlinemeldeformular sowie einen Meldebogen, mit dem Verdachtsfälle auch per Brief oder Fax gemeldet werden können.

+++ 12.42 Uhr: BA rechnet nach Air-Berlin-Pleite mit 4000 Arbeitslosenmeldungen +++

Nach der Pleite von Air Berlin geht die Bundesagentur für Arbeit (BA) von rund 4000 Arbeitslosenmeldungen aus. Anspruch auf die Zahlung von Insolvenzgeld haben 7340 ehemalige Beschäftigte der Airline, wie aus einer Antwort der BA auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete. Für die Arbeitsagentur summieren sich die Ansprüche der ehemaligen rund 8000 Mitarbeiter von Air Berlin demnach auf insgesamt über 60 Millionen Euro. 

+++ 12.07 Uhr: Deutschland bei Bezahlung von Frauen fast Schlusslicht in Europa +++

Die Kluft bei der Bezahlung von Männern und Frauen ist fast nirgends in Europa so groß wie in Deutschland. Mit 22 Prozent Differenz beim durchschnittlichen Stundenlohn liegt die Bundesrepublik auf Platz 26 von 28 EU-Ländern. Diese Zahlen legte die EU-Kommission am Montag in Brüssel vor. Dahinter folgen nur noch Tschechien mit 22,5 und Estland mit 26,9 Prozent. 

+++ 11.54 Uhr: Tagebücher von John Lennon in Berlin gefunden - Mutmaßlicher Hehler verhaftet +++

Knapp 37 Jahre nach der Ermordung John Lennons hat die Berliner Polizei einen 58-Jährigen wegen Hehlerei mit Gegenständen aus dem Nachlass des Ex-Beatles verhaftet. Dabei geht es unter anderem um einige Tagebücher Lennons, wie Generalstaatsanwaltschaft und Polizei in der Hauptstadt mitteilten. Ein weiterer Verdächtiger lebt demnach in der Türkei und ist derzeit für deutsche Behörden nicht greifbar.

Die Tagebücher und weitere Gegenstände aus dem Nachlass des Musikers waren den Angaben zufolge Lennons Witwe Yoko Ono 2006 in New York gestohlen worden. Vor drei Jahren tauchten sie in Berlin bei einem mutmaßlichen Hehler wieder auf. Die Berliner Behörden ermitteln in dem Fall wegen Hehlerei und Betrugs. Die Gegenstände konnten sie in dem laufenden Verfahren als Beweismittel sichern.

+++ 11.37 Uhr: Doppeldeckerbusse in London fahren mit Biodiesel aus Kaffeesatz +++

Einige der berühmten Doppeldeckerbusse in London sollen künftig mit aus Kaffeesatz hergestelltem Biodiesel fahren. Das teilte der Energiekonzern Shell mit. Mithilfe von Shell hat demnach das britische Technologieunternehmen Bio-Bean einen Kraftstoff namens B20 entwickelt, von dem ein Teil aus Kaffeesatz gewonnen wird. Für die Herstellung sammelte Bio-Bean große Mengen an Kaffeesatz von Café-Ketten in der britischen Hauptstadt ein und verarbeitete sie zu Kaffee-Öl. Von heute an sollen nun Busse den neuen umweltfreundlichen Sprit tanken. Sie müssten dafür nicht umgerüstet werden, hieß es in der Shell-Mitteilung.

+++ 10.50 Uhr: Mann springt auf Flucht vor Polizei von Brücke und bricht sich mehrere Knochen +++

Die Polizei im baden-württembergischen Freiburg steht vor einem Rätsel: Wie die Beamten heute mitteilten, ergriff am Vorabend ein 27-Jähriger die Flucht vor einer Streifenwagenbesatzung, sprang dabei von einer Brücke und brach sich mehrere Knochen. Einen Grund für die Flucht kann die Polizei allerdings nicht erkennen.

Der Mann sei am Sonntagabend von Polizisten angesprochen worden und weggelaufen, hieß es. Nach kurzer Verfolgung sprang er demnach von einer Brücke auf eine Bundesstraße. Er kam mit Knochenbrüchen in eine Klinik. "Der Mann wurde von der Polizei weder gesucht, noch wurden verdächtige Gegenstände bei ihm gefunden", erklärten die Beamten.

+++ 10.38 Uhr: Iraks oberstes Gericht erklärt Kurden-Referendum für ungültig +++

Iraks oberstes Gericht hat das umstrittene kurdische Referendum über eine Unabhängigkeit für verfassungswidrig erklärt. Alle Folgen und Ergebnisse, die sich aus der Volksabstimmung ergeben hätten, seien ungültig, teilte das Gericht mit. Dasselbe Gericht hatte bereits vor zwei Wochen entschieden, dass die irakische Verfassung eine Abspaltung vom Rest des Landes nicht erlaubt.

Die Kurden im Nordirak hatten sich Ende September in einer Abstimmung mit überwältigender Mehrheit für die Unabhängigkeit ausgesprochen. Iraks Zentralregierung lehnt jedoch das Referendum ab. Als Reaktion rückten irakische Sicherheitskräfte in Gebiete vor, die bis vor Kurzem von kurdischen Peschmerga-Kämpfern kontrolliert worden waren. 

+++ 10.20 Uhr: Wimbledon-Gewinnerin Jana Novotna gestorben +++

Die ehemalige Wimbledon-Gewinnerin Jana Novotna ist tot. Die 49-jährige Tschechin habe den Kampf gegen den Krebs verloren, teilte der Tennisverband WTA mit.

Novotna gehörte zu den besten Tennisspielerinnen der Welt, gewann einmal das Turnier in Wimbledon und holte im Doppel 16 Grand-Slam-Titel.

+++ 9.48 Uhr: Norwegischer König Harald wegen Infektion ins Krankenhaus eingeliefert +++

Der norwegische König Harald ist wegen einer Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 80-jährige Monarch sei ins Königliche Krankenhaus von Oslo gebracht worden, teilte der Palast gestern mit. Haralds Zustand sei "zufriedenstellend und der König ist auf dem Weg der Heilung", hieß es weiter.

Ein Palastsprecher sagte der Zeitung "VG", Haralds Termine für Montag seien abgesagt worden, die Verpflichtungen für den Rest der Woche aber zunächst nicht. Details zu der Infektion nannte der Sprecher nicht. Harald ist seit 1991 Norwegens Staatsoberhaupt. Vor 14 Jahren war er wegen eines Krebsleidens operiert worden.

+++ 9.39 Uhr: Überschwemmungen: Athen kündigt Programm zum Wiederaufbau an +++

Die von Überschwemmungen zerstörten Dörfer in Griechenland sollen rasch wiederaufgebaut werden. Dazu wird die griechische Regierung pro Haushalt und Unternehmen jeweils eine einmalige Soforthilfe von 5000 Euro beziehungsweise 8000 Euro zahlen. Dies kündigte der griechische Regierungssprecher, Dimitris Tzanakopoulos, im Staatsfernsehen (ERT) an. Nach Abschluss der Kontrollen soll es weitere Wiederaufbauhilfen geben - die Summen berechnen sich dann unter anderem nach zerstörten Quadratmetern.

+++ 9.11 Uhr: Die Wahl in Kenia muss nicht erneut wiederholt werden +++

Das Oberste Gericht Kenias hat die jüngste Wiederholung der Präsidentschaftswahl für gültig erklärt. Der oberste Richter David Maraga erklärte in Nairobi, die Beschwerden gegen die Wiederholung der Wahl seien abgewiesen. Damit wird es in dem ostafrikanischen Staat keinen erneuten Urnengang geben. Präsident Uhuru Kenyattas Wahlsieg ist damit trotz eines Wahlboykotts der Opposition bestätigt.

Das oberste Gericht hatte die ursprüngliche Präsidentschaftswahl vom August wegen grober Unregelmäßigkeiten überraschend für ungültig erklärt und eine Wiederholung angeordnet. Oppositionsführer Raila Odinga hatte daraufhin die Wiederholung des Urnengangs Ende Oktober boykottiert. Das führte zu einer drastisch niedrigeren Wahlbeteiligung und einem überragenden Sieg von Amtsinhaber Kenyatta, der die Wahl mit gut 98 Prozent der abgegebenen Stimmen gewann. In einigen von der Opposition kontrollierten Gebieten waren die Wahllokale geschlossen geblieben.

+++ 9.06 Uhr: Erste Victoria's Secret-Show löst in China viel Wirbel aus +++

Kontroversen überschatten die erste große Modenschau von Victoria's Secret in China. Schon vor der Fernsehaufzeichnung der legendären Dessous-Show in Shanghai gab es unbestätigte Berichte über die Verweigerung von Visa und politische Komplikationen. Zur Enttäuschung vieler Fans musste Model-Superstar Gigi Hadid zuhause bleiben, obwohl sie fest gesetzt war. Auch konnte der US-Superstar Katy Perry nicht kommen.

Hintergrund ist laut Webseite "Page Six" die chinesische Verärgerung über einen Auftritt der Sängerin 2015 in Taiwan, das die kommunistische Führung in Peking nur als abtrünnige Provinz betrachtet. Damals trug Perry in Taipeh ein Kleid mit Sonnenblumen. Es war ein Jahr nach der "Sonnenblumenbewegung", mit der Studenten der demokratisch regierten Insel gehen die Annäherung an die Volksrepublik protestiert hatten.

+++ 8.26 Uhr: Plädoyers im Schlecker-Prozess begonnen +++

Im Prozess gegen den einstigen Drogeriekönig Anton Schlecker vor dem Landgericht Stuttgart hat am Morgen das Plädoyer der Staatsanwaltschaft begonnen. Sie wirft dem 73-Jährigen und seinen beiden Kindern Lars und Meike vor, vor der Insolvenz noch Vermögen beiseite geschafft zu haben. Es geht um die Frage, wann Schlecker wusste, dass sein Unternehmen vor der Pleite stand. Im direkten Anschluss an die Staatsanwälte soll auch die Verteidigung ihr Plädoyer halten.

Vergangene Woche hatte Schlecker überraschend erklärt, dass seine Frau und Kinder vier Millionen Euro als "Schadenswiedergutmachung" an den Insolvenzverwalter gezahlt hatten. Zuvor hatte das Gericht bereits einen Teil der Anklagepunkte gestrichen. Die Richter könnten ihr Urteil nächste Woche verkünden. Die Drogeriemarktkette Schlecker hatte 2012 Insolvenz angemeldet. Rund 25.000 Beschäftigte verloren durch die Pleite ihre Arbeitsplätze.

+++ 8.03 Uhr: Kohlelaster zerquetscht Kleinbus - mindestens 20 Tote in Pakistan +++

Beim Zusammenstoß eines mit Kohle beladenen Lastwagens und eines Kleinbusses sind in Pakistan mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Die beiden Fahrzeuge seien im Süden des Landes unterwegs gewesen, als der Minibus am Morgen versucht habe, den Kohletransporter im dichten Nebel zu überholen, sagte der Polizeibeamte Rahmatullah Solangi am Montag. Dabei seien Bus und Lastwagen kollidiert. Dann sei der zu hoch beladene Kohletransporter auf den Kleinbus gekippt. Der Lastwagen sei so schwer gewesen, dass er den Bus zerquetscht habe. Für die Bergung der Passagiere hätten die Rettungskräfte einen Kran organisieren müssen.

+++ 7.15 Uhr: Ermittler befragen Netanjahu erneut zu Korruptions-Vorwürfen +++

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen von Korruptionsermittlern aufgesucht worden. Die Polizisten kamen gestern Mittag (Ortszeit) zu seiner privaten Residenz, um ihn zum inzwischen sechsten Mal zu Korruptionsvorwürfen zu befragen, wie die Zeitung "Haaretz" berichtete. Netanjahu und seine Frau Sara sollen unter anderem Zigarren und Champagner von mehreren reichen Geschäftsmännern angenommen haben.

+++ 7.01 Uhr: US-Mörder Charles Manson ist tot +++

Der als mehrfacher Mörder verurteilte US-Kriminelle Charles Manson ist tot. Er starb gestern Abend (Ortszeit) in einem Krankenhaus in Kern County (Kalifornien) eines natürlichen Todes, wie die kalifornische Gefängnisbehörde mitteilte. Manson wurde 83 Jahre alt.

+++ 6.14 Uhr: Suche nach argentinischem U-Boot ausgeweitet +++

Nach dem Empfang möglicher Notsignale hat sich die Suche nach dem seit Mittwoch im Südatlantik vermissten U-Boot der argentinischen Marine intensiviert. An ihr beteiligten sich am Sonntag Flugzeuge und Schiffe aus Argentinien, Brasilien, Großbritannien, Chile und Uruguay sowie unter anderem vier unbemannte Mini-U-Boote der US-Marine und ein Nasa-Suchflugzeug. Erschwert wurde ihre Suche durch anhaltend heftige Stürme und hohen Wellengang. Das Wetter sollte sich erst am Dienstag bessern.

+++ 5.06 Uhr: Arbeitsagentur rechnet wegen Air Berlin mit 4000 Meldungen +++

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet damit, dass sich rund 4000 ehemalige Mitarbeiter der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin arbeitslos melden werden. Das geht nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland aus einer Antwort der Behörde auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.

Danach hat die Pleite der Airline erhebliche finanziellen Folgen für die Arbeitsagentur (BA). Dem Bericht zufolge haben 7340 bisherige Air-Berlin-Beschäftigte Anspruch auf Insolvenzgeld, das für maximal drei Monate gezahlt wird. Die Nürnberger Behörde rechne dafür mit zusätzlichen Ausgaben von circa 55,2 Millionen Euro, hinzu kämen die Sozialversicherungsbeiträge. Die Kosten für die 4000 erwarteten Arbeitslosmeldungen könnten sich nach Berechnungen der Linken auf knapp 6,3 Millionen Euro belaufen.

+++ 3.21 Uhr: Französischer Inselgruppe Neukaledonien droht Tsunami +++

Nach einem erneuten Erdbeben im Pazifik vor Neukaledonien droht der zur Frankreich gehörenden Inselgruppe ein Tsunami. Das Pazifik-Tsunamiwarnzentrum in Hawaii warnte vor gefährlichen Wellen von bis zu einem Meter Höhe für Küstenabschnitte innerhalb einer Entfernung von 300 Kilometern vom Epizentrum. Dieses lag 82 Kilometer nordöstlich der Stadt Tadine bei den Loyalitätsinseln. Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke des Bebens mit 7,0 an. Neukaledonien ist bekannt für seine Traumstrände und Korallenriffe. Die Inselgruppe liegt rund 1500 Kilometer östlich von Australien.

+++ 1.46 Uhr: Ex-Mitglied von Chiles Militärjunta gestorben +++

Das ehemalige Mitglied der chilenischen Militär-Junta, Fernando Matthei, ist tot. Der Luftwaffengeneral starb am Sonntag - dem Tag der Präsidentenwahl in Chile - im Alter von 92 Jahren in einem Krankenhaus in Santiago de Chile, wie die Luftwaffe mitteilte. Matthei war als Luftwaffenkommandeur Teil der von Augusto Pinochet angeführten Junta von 1978 bis zur Übergabe der Regierung 1990 an den gewählten Präsidenten Patricio Aylwin. Matthei war Vater von Evelyn Matthei, die 2013 als Kandidatin der heute von Sebastián Piñera angeführten Mitte-Rechts-Koalition die Präsidentenwahl gegen Michelle Bachelet verlor.

+++ 1.05 Uhr: Unicef: Jedem zwölften Kind geht es schlechter als seinen Eltern +++

Jedem zwölfte Kind auf der Welt geht es einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef zufolge schlechter als seinen Eltern. Weltweit sei für 180 Millionen Kinder in 37 Ländern die Wahrscheinlichkeit höher, in extremer Armut zu leben, nicht in die Schule zu gehen oder an Gewalt zu sterben als noch vor 20 Jahren, hieß es in dem heute in New York veröffentlichten Bericht. Gründe dafür seien vor allem Konflikte und schlecht arbeitende Regierungen.

Den stärksten Niedergang der Lebensqualität von Kindern beobachteten die Autoren des Berichts im Südsudan, aber auch in der Zentralafrikanischen Republik, in Syrien und im Jemen ging es Kindern schlechter als ihren Eltern.

+++ 0.59 Uhr: Chile: Piñera siegt bei Präsidentenwahl - Stichwahl nötig +++

Der konservative Unternehmer Sebastián Piñera hat die Präsidentenwahl in Chile nach ersten Hochrechnungen klar gewonnen, allerdings die absolute Mehrheit verfehlt. Nach Auszählung von 82 Prozent der Stimmen erreichte der 67-Jährige 36,7 Prozent, für Alejandro Guillier (64), den Bewerber der Allianz von Sozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten, votierten 22,6 Prozent. Zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen wird es am 17. Dezember zu einer Stichwahl kommen.

Die scheidende Staatschefin Michelle Bachelet (66), die bereits 2007-2011 Präsidentin war, durfte gemäß der Verfassung nicht für eine unmittelbar darauf folgende weitere Amtszeit kandidieren. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 50 Prozent.

+++ 0.10 Uhr: Simbabwes Präsident Mugabe klammert sich an die Macht +++

Simbabwes Präsident Robert Mugabe klammert sich an die Macht: In einer TV-Ansprache kündigte der 93-Jährige gestern Abend nicht wie erwartet seinen Rücktritt an, sondern bekräftigte seinen Anspruch auf das Amt. Zuvor hatte ihn seine Regierungspartei Zanu-PF als Parteichef abgesetzt und seinen Rivalen Emmerson Mnangagwa als neuen Parteivorsitzenden nominiert. Zudem stellte die Partei Mugabe ein Ultimatum, bis heute als Präsident abzutreten.

tyr / DPA / AFP