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News des Tages: US-Börsenaufsicht verklagt Tesla-Chef Elon Musk wegen möglichen Wertpapierbetrugs

Betrugsklage gegen Tesla-Chef Elon Musk +++ Merkel schließt Koalitionen mit AfD kategorisch aus +++ Aktivistin in Hambacher Forst verletzt +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Tesla-Chef Elon Musk

Tesla-Chef Elon Musk sieht sich schweren Vorwürfen der US-Börsenaufsicht ausgesetzt.

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Kavanaugh weist Vorwürfe unter Tränen zurück (21.35 Uhr)
  • Niederländische Polizei verhindert Terroranschlag (20.22 Uhr)
  • AfD: Hamburger Fraktionsvorsitzender Jörn Kruse verlässt Partei (16.26 Uhr)
  • Staatsanwalt ermittelt gegen Bundespolizei-Chef Dieter Romann (13.32 Uhr)
  • Erdogan zu Staatsbesuch in Deutschland gelandet (12.46 Uhr)
  • Aktivistin im Hambacher Forst abgestürzt (11.10 Uhr)

+++ 22.35 Uhr: US-Börsenaufsicht verklagt Tesla-Chef Elon Musk wegen Betrugs und Falschaussage +++

Die US-Börsenaufsicht SEC hat eine Klage wegen möglichen Wertpapierbetrugs gegen Tesla-Chef Elon Musk eingereicht. Der Starunternehmer werde von der Behörde verdächtigt, falsche und irreführende Angaben gegenüber Investoren gemacht zu haben, berichteten US-Medien übereinstimmend. Die Tesla-Aktie brach daraufhin nachbörslich um fast zehn Prozent ein. Musk hatte im August völlig überraschend bei Twitter angekündigt, Tesla von der Börse nehmen zu wollen. Die Finanzierung dafür sei gesichert. Nach nur gut zwei Wochen wurde der waghalsige Plan dann wieder abgeblasen. Wegen des Verdachts auf Marktmanipulation folgten Sammelklagen von Investoren und Ermittlungen der SEC. Laut US-Medienberichten prüft auch das Justizministerium den Fall.

+++ 21.35 Uhr: Kavanaugh hält an Kandidatur fest - Bewegende Äußerung bei Anhörung +++

Trotz Missbrauchsvorwürfen mehrerer Frauen hält der Supreme-Court-Kandidat von US-Präsident Donald Trump, Brett Kavanaugh, an seiner Bewerbung für das höchste US-Gericht fest. "Sie mögen mich in der Endabstimmung besiegen, aber sie werden mich nie dazu bringen, aufzugeben", sagte der aufgebrachte 53-Jährige bei einer Anhörung des Justizausschusses des US-Senats in Washington an die Adresse seiner Gegner, denen er bewusste Verschleppung des Anhörungstermins vorwarf. Kavanaugh wies die Missbrauchsvorwürfe erneut zurück und sprach von einem "kalkulierten und orchestrierten" Rufmord. "Das ist ein Zirkus", sagte er. "Die Konsequenzen werden sich weit über meine Nominierung hinaus hinziehen." Er sagte zu den Anschuldigungen: "Das zerstört meine Familie und meinen guten Namen." Kavanaugh musste seinen Vortrag mehrfach tränenerstickt unterbrechen oder tief durchatmen. Er glaube  Christine Blasey Ford, dass sie Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden sei, aber er sei nicht der Täter.

+++ 20.22 Uhr: Terroranschlag auf Großveranstaltung in den Niederlanden vereitelt +++

Die niederländischen Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen geplanten Terroranschlag mit Sturmgewehren und Sprengstoffgürteln auf eine Großveranstaltung verhindert. Sieben Verdächtige seien festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Den Haag mit. Die Vorbereitungen für die Tat seien "sehr weit fortgeschritten" gewesen.

Die sieben Personen waren am späten Nachmittag von der Anti-Terroreinheit in Arnheim nahe der deutschen Grenze sowie in Weert im Süden des Landes festgenommen worden. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft soll ein 34-jähriger Mann aus dem Irak im Zentrum der Gruppe stehen.

+++ 20.21 Uhr: Merkel schließt Koalitionen mit AfD kategorisch aus +++

CDU-Chefin Angela Merkel hat Spekulationen über eine Koalition ihrer Partei mit der AfD nach der Landtagswahl in Sachsen im kommenden Jahr eine klare Absage erteilt. "Das kann ich kategorisch ausschließen", sagte die Kanzlerin am Abend bei einer Interviewveranstaltung der "Augsburger Allgemeinen" in Augsburg. Sie sei sich sicher, dass dies auch der "überwiegende Teil der CDU in Sachsen" so sehe. Merkel reagierte damit in gleicher Weise wie zuvor bereits CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer auf Äußerungen aus der sächsischen CDU. Der neue CDU-Landtagsfraktionschef Christian Hartmann hatte eine Koalition mit der AfD nicht ausgeschlossen. "Das werden Sie jetzt von mir in dieser Form auch nicht hören", hatte er auf eine Frage des Radiosenders MDR Sachsen gesagt. Es gelte, nach der Wahl am 1. September vernünftige Entscheidungen zu treffen.

+++ 20.50 Uhr: Mehr als 30 Tote durch West-Nil-Virus in Griechenland +++

In Griechenland steigt die Zahl der am West-Nil-Fieber erkrankten und gestorbenen Menschen weiter. Nach neuen Angaben starben in diesem Jahr bereits 31 Menschen an den Folgen der Virus-Erkrankung. 240 weitere Infektionen wurden demnach erfasst, die meisten auf der Halbinsel Peloponnes und in den ländlichen Regionen rund um Athen sowie im Gebiet um die Hafenstadt Thessaloniki. Dies teilte die zuständige Behörde des Gesundheitsministeriums (Keelpno) mit. 22 Menschen werden demnach derzeit noch in Krankenhäusern behandelt, 12 davon auf Intensivstationen. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte weitaus höher liegen: Die meisten Erkrankten weisen keine oder harmlose Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen auf. Das Virus wird hauptsächlich von Mücken übertragen.

+++ 17.51 Uhr: Portugal: Anklagen wegen fahrlässiger Tötung nach Waldbränden +++

Ein Jahr nach einem verheerenden Waldbrand mit 64 Todesopfern in Portugal sind zwölf Verdächtige wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Unter den Angeklagten sind ranghohe Mitarbeiter des Zivilschutzes, Kommunalpolitiker sowie Führungskräfte eines Stromversorgers und einer Straßenbaufirma, wie die Staatsanwaltschaft von Leiria im Zentrum des Landes mitteilte. Ihnen werden Versäumnisse bei der Brandprävention und der Bekämpfung des Feuers zur Last gelegt.

Der Waldbrand war im Juni vergangenen Jahres nahe der Ortschaft Pedrógão Grande in der Region Leiria ausgebrochen. Das Feuer wütete fünf Tage und zerstörte mehr als 24.000 Hektar Vegetation. Die meisten Opfer starben auf der Flucht vor dem Waldbrand in ihren Autos, als das Feuer ihnen den Weg abschnitt. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt.

+++ 17.37 Uhr: Kavanaugh-Anhörung: Ford schließt Verwechselung aus +++

Die amerikanische Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford, die dem Supreme-Court-Kandidaten Brett Kavanaugh sexuelle Belästigung vorwirft, schließt eine Verwechslung ihres Angreifers aus. Sie sei sich zu "100 Prozent" sicher, dass es Kavanaugh gewesen sei, sagte die 51-Jährige bei ihrer Befragung vor dem Justizausschuss des US-Senats.

+++ 16.54 Uhr: Merkel besorgt über Debattenkultur in Deutschland +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich besorgt über die Debattenkultur in Deutschland gezeigt. Im Hinblick auf soziale Medien sagte sie: "Das Schöne ist, es gibt einen weit verbreiteten Drang, seine eigene Meinung auch ins Schaufenster zu stellen." Sie sehe aber nicht überall auch die Bereitschaft gleich ausgeprägt, sich respektvoll mit der Meinung anderer auseinanderzusetzen.

Das gelte auch für Debatten außerhalb der sozialen Medien, sagte Merkel bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Demokratie brauche Debatte, aber ihrem Eindruck nach gehe es häufig in erster Linie darum, gegensätzliche Standpunkte aufeinander prallen zu lassen. Sie frage sich: "Wo bleibt die Wertschätzung des Kompromisses, der nach meiner Meinung die Grundlage für gemeinsamen Handelns ist." Wo der Kompromiss verächtlich gemacht werde, "da ist Demokratie in Gefahr", sagte Merkel.     

+++ 16.30 Uhr: Thyssenkrupp plant Spaltung in zwei Unternehmen +++

Der Industriekonzern Thyssenkrupp will sich aufspalten und den Konzern dafür in zwei eigenständige Unternehmen aufteilen. Dies solle dem Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung am Sonntag vorgeschlagen werden, teilte Thyssenkrupp in Essen mit. Demnach soll das Geschäft mit Industriegütern und das Werkstoffgeschäft künftig jeweils als eigenständige börsennotierte Gesellschaft geführt werden.

+++ 16.29 Uhr: Siegfried B.: Dortmunder Neonazi muss in Haft +++

Der bekannte Dortmunder Rechtsextremist Siegfried B., der eine Zeit lang für die Partei "Die Rechte" im Stadtrat saß, muss für vier Monate ins Gefängnis. Das Oberlandesgericht Hamm bestätigte bereits am 11. September ein entsprechendes Urteil gegen den 64-Jährigen, wie Gericht und Polizei mitteilten. Er hatte laut Gericht bei einer Geburtstagsfeier Polizisten beleidigt, die wegen Ruhestörung gerufen worden waren. Weil der 64-Jährige bislang gegen ihn verhängte Bewährungsstrafen nicht ernst genommen habe, sei nun eine Freiheitsstrafe verhängt worden. Siegfried B. ist laut Polizei Gründer der rechtsextremen Gruppe "Borussenfront" und wurde 2014 für die Partei "Die Rechte" in den Stadtrat von Dortmund gewählt. Er legte sein Mandat jedoch bereits wenige Monate nach der Wahl nieder. Die Polizei bezeichnet ihn als "Galionsfigur der Dortmunder Neonazi-Szene".

+++ 16.26 Uhr: Hamburger Fraktionsvorsitzender tritt aus AfD aus +++

Der Vorsitzende der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Jörn Kruse, verlässt seine Partei wegen rechter Tendenzen. Er werde zum 1. Oktober den Fraktionsvorsitz niederlegen und aus der AfD austreten, schrieb er in einer E-Mail an die Fraktionsmitglieder, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Die zunehmende Zusammenarbeit von Teilen der AfD, insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern, mit Rechten und Rechtsradikalen ist für mich vollständig untolerierbar. Irgendwann ist auch der längste Geduldsfaden zu Ende", heißt es darin. Der Bürgerschaft wolle er weiter angehören, ab 1. November allerdings nur noch als fraktionsloser Abgeordneter.

+++ 16.25 Uhr: NRW-Innenminister: Zahl der Polizisten bei rechten Demos war "ausreichend und gut" +++

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat die Zahl der eingesetzten Polizisten bei zwei Rechten-Demonstrationen in Dortmund für "ausreichend und gut" befunden. Insgesamt seien 86 Beamte im Einsatz gewesen bei bis zu 100 Demonstranten, sagte Reul im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags. "Es war praktisch eine 1:1-Situation. Das würden sich Polizisten manchmal wünschen."

Die Staatsanwaltschaft in Dortmund leitete nach Angaben des Ministers zwei Strafverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung ein. Bei den Demonstrationszügen am vergangenen Freitag in zwei Dortmunder Stadtteilen waren offen antisemitische Parolen skandiert worden. Die Polizei wurde danach öffentlich kritisiert, weil sie die Züge nicht gestoppt hatte.

+++ 16.16 Uhr: US-Senat: Kavanaugh-Anhörung hat begonnen +++

Im Streit um die Nominierung des Supreme-Court-Kandidaten von US-Präsident Donald Trump, Brett Kavanaugh, hat eine entscheidende Anhörung vor dem US-Senat begonnen. Der Justizausschuss des Senats hört Kavanaugh und die Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford an. Ford wirft Kavanaugh vor, 1982 versucht zu haben, sie zu vergewaltigen. Auch andere Frauen haben Missbrauchsvorwürfe gegen den Kandidaten erhoben. Kavanaugh hat die Anschuldigungen pauschal zurückgewiesen. 

Die Anhörung in Washington wurde landesweit mit großer Spannung erwartet. Vor den Kongresswahlen Anfang November ist die Personalie Gegenstand einer erbitterten Auseinandersetzung zwischen Trumps Republikanern und den oppositionellen Demokraten geworden. Für diesen Freitag ist eine Abstimmung im Justizausschuss über eine Empfehlung Kavanaughs angesetzt. Danach muss der US-Senat über die Berufung des 53-Jährigen an das höchste US-Gericht abstimmen. 

Jörn Kruse kehrt der AfD Hamburg den Rücken

Jörn Kruse kehrt der AfD Hamburg den Rücken

DPA

+++ 16.11 Uhr: Pussy-Riot-Aktivist will schnell nach Moskau zurückkehren +++

Pussy-Riot-Aktivist Pjotr Wersilow will nach einer erfolgreichen Behandlung von Vergiftungssymptomen in Berlin in wenigen Tagen nach Moskau zurückkehren. "Wir machen mit unserer Arbeit weiter", kündigte Wersilow im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur an. "Oppositionspolitik in Russland ist riskant. Aber sie werden mich nicht los." Wersilow verdächtigt den russischen Geheimdienst, ihn am 11. September in Moskau vergiftet zu haben. Er sei danach rund zwei Wochen lang ohne volles Bewusstsein gewesen. Noch immer habe er leichte Sehprobleme. 

Zurück in Moskau wolle er sich neben Kunstprojekten weiter um das Thema russische Söldner in Zentralafrika kümmern. An diesem Projekt habe er mit drei russischen Journalisten gearbeitet, die im Juli in Zentralafrika ermordet worden seien. 

+++ 16.00 Uhr: Tödlicher Schuss auf Autoinsassen: Tatverdächtiger Jäger ermittelt +++

Eineinhalb Monate nach dem tödlichen Schuss aus einem Jagdgewehr auf den Beifahrer eines Autos in Bayern hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Gegen den zu einer elfköpfigen Jagdgesellschaft gehörenden Mann richte sich nun das eingeleitete Verfahren wegen des Verdachts einer fahrlässigen Tötung und möglicher Verstöße nach dem Jagdrecht, teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg mit. Eine Festnahme des Manns sei nicht vorgesehen.

Ein 47 Jahre alter Mann war Mitte August während einer Autofahrt im Raum Regensburg von einem Projektil getroffen worden und tödlich verletzt worden. Die Ermittlungen konzentrierten sich schnell auf eine Jagdgesellschaft, die zur Unglückszeit in der Nähe auf Jagd war. Der Polizeisprecher sagte, die Jäger hätten sich von Anfang an sehr kooperativ verhalten. Die Polizei gehe von einem Unfallgeschehen aus. Unter anderem mit Hilfe von Gutachten ergab sich der Verdacht gegen einen der Jäger.

+++ 15.56 Uhr: Bundespräsident Steinmeier verteidigt Empfehlung für Konzert gegen Rechts +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine umstrittene Empfehlung zum Besuch eines Konzerts gegen Rechts in Chemnitz verteidigt. "Wenn ich sehe, dass Grundsätzliches ins Rutschen gerät, werde ich mich zu Wort melden und für unsere Grundwerte streiten", sagte Steinmeier dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Sie können sich darauf verlassen, dass ich mich immer auf die Seite derjenigen stelle, die sich für die demokratischen Grundlagen dieses Staates einsetzen." Als Bundespräsident sei er überparteilich, aber nicht unpolitisch, sagte Steinmeier weiter. Es stehe Grundsätzliches in Frage, "wenn in Deutschland Hakenkreuzfahnen, Reichskriegsflaggen und Nazisymbole getragen werden und andere keine Notwendigkeit verspüren, sich davon zu distanzieren".

Steinmeier war Anfang September in die Kritik geraten, nachdem er auf Facebook ein Konzert in Chemnitz unterstützt hatte, bei dem neben vielen anderen Musikern auch die linksgerichtete Punkband "Feine Sahne Fischfilet" auftrat. Die Band war vorübergehend vom Verfassungsschutz beobachtet worden.

+++ 15.26 Uhr: Uefa: Deutschland richtet Fußball-EM 2024 aus +++

Die Fußball-Europameisterschaft 2024 findet in Deutschland statt. Der Deutsche Fußball-Bund setzte sich am Donnerstag in Nyon bei der Wahl durch das UEFA-Exekutivkomitee gegen Mitbewerber Türkei durch.

+++ 15.08 Uhr: Dublin: Verspäteter Passagier rennt Flugzeug über Rollfeld hinterher +++

Ein Passagier in Dublin wollte auf keinen Fall seinen Flieger verpassen und ist der Maschine hinterhergerannt - die Polizei hat ihn daraufhin festgenommen. Der junge Mann sei am Morgen nach der Schließung des Gates am Flughafen Dublin auf das Rollfeld gelaufen und habe versucht, die schon fahrende Ryanair-Maschine zu stoppen, berichtete der irische Sender RTÉ unter Berufung auf einen Flughafensprecher.

Der Passagier war demnach zusammen mit einer Frau verspätet an dem Gate angekommen, an dem ihr Flugzeug in Richtung Amsterdam starten sollte. Es folgte demnach eine Diskussion mit Ryanair-Mitarbeitern. Aufgebracht habe der Passagier erst an eine Fensterscheibe geklopft, um das Flugzeug aufzuhalten. Dann habe er die Tür eingerannt und sei rausgelaufen. Mitarbeiter der Airline hätten ihn festhalten müssen. Die Polizei habe den ungeduldigen Passagier schließlich festgenommen, bestätigte der Billigflieger Ryanair den Vorfall. "Das ist jetzt eine Angelegenheit für die örtliche Polizei."

+++ 15.02 Uhr: Flughafen Frankfurt: Polizist feuert aus Versehen Maschinenpistole ab +++

Am Frankfurter Flughafen hat sich unbeabsichtigt ein Schuss aus der Maschinenpistole eines Bundespolizisten gelöst. Das Projektil sei direkt vor dem Beamten in den Boden eingeschlagen, teilte die Bundespolizei mit. Niemand sei verletzt worden. Eine Passagierin habe danach über Ohrenschmerzen geklagt, ihre Reise aber fortgesetzt. Warum sich der Schuss löste, wird nun untersucht.

Wie die Beamten am Flughafen der hessischen Metropole erklärten, war der Bundespolizist gemeinsam mit einer Kollegin an einer Sicherheitsschleuse im Terminal 1 postiert. Die umstehenden Reisenden hätten einen Schrecken bekommen, aber "besonnen" reagiert. Der Flugbetrieb sei nicht beeinträchtigt worden.

+++ 14.59 Uhr: Wikileaks: Julian Assange gibt Chefredakteurs-Posten ab +++

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat seinen Posten als Chefredakteur der Enthüllungsplattform abgegeben. Er bleibe aber weiterhin Herausgeber, hieß es in der Mitteilung von Mittwoch. Neuer Wikileaks-Chefredakteur soll der isländische Journalist Kristinn Hrafnsson werden. 

Grund für den Wechsel sind Wikileaks zufolge die eingeschränkten Möglichkeiten zu kommunizieren, die Assange in seinem Exil in der Londoner Botschaft Ecuadors. Die ecuadorianische Regierung hatte Assange vor mehr als einem halben Jahr Internet- und Telefonleitungen gekappt. Besucht werden darf er nur noch von seinen Anwälten.

+++ 14.43 Uhr: Simbabwe: Elefanten trampeln deutsche Touristin tot +++

Eine deutsche Urlauberin ist in einem Nationalpark in Simbabwe von Elefanten totgetrampelt worden. Die 49 Jahre alte Frau war im nördlichen Nationalpark Mana Pools dabei, die Dickhäuter zu fotografieren und kam ihnen dabei offenbar zu nahe, wie der Sprecher der Nationalparkverwaltung, Tinashe Farawo, sagte.

Die Safari-Urlauberin war demnach mit zwei anderen Touristen und einem Reiseführer unterwegs, zunächst in Kanus und dann zu Fuß. Nach dem Angriff der Elefanten am Mittwoch wurde die Urlauberin in ein örtliches Krankenhaus gebracht, dort erlag sie am Donnerstag ihren Verletzungen. Die übrigen Mitglieder der Reisegruppe konnten noch vor den Elefanten flüchten, sie stehen aber unter Schock, wie Farawo erklärte. Der Name der Urlauberin wurde zunächst nicht mitgeteilt, da ihre Angehörigen noch verständigt werden mussten.

+++ 14.28 Uhr: Mexiko: Zwei Polizisten auf Jagd nach Verdächtigem getötet +++

Zwei im Auftrag von Interpol ermittelnde mexikanische Polizisten sind im Bundesstaat Puebla getötet worden. Den Behörden zufolge wollten die beiden am Mittwoch einen in den USA wegen Mordes gesuchten Mann festnehmen, als sie erschossen wurden.

Dem Flüchtigen wird vorgeworfen, im Oktober 2012 in New York bei einer Schlägerei einen Menschen getötet zu haben. Nun wird auch wegen des Todes der beiden Beamten gegen ihn ermittelt.

+++ 14.01 Uhr: Sachsen: Bundespolizei greift 29 irakische Kurden auf +++

Die Bundespolizei hat in Sachsen an der deutsch-tschechischen Grenze 29 Migranten aufgegriffen. Es handle sich um Iraker mit kurdischer Volkszugehörigkeit, die vermutlich mit einem Lastwagen über die Grenze gebracht und im Raum Zwota abgesetzt worden seien, wie die Bundespolizei in Klingenthal mitteilte.

Anwohner hatten am Morgen die Beamten informiert, nachdem sie eine größere Gruppe gesichtet hatten, die zu Fuß unterwegs war. Die Personen im Alter zwischen fünf und 53 Jahren wurden wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise in Gewahrsam genommen. Die Menschen hatten keine Ausweispapiere bei sich. Die Bundespolizei nahm zudem Ermittlungen wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern auf.

+++ 13.52 Uhr: Frankreich: Sicherheitsbeauftragter von Rodez stirbt nach Messerangriff +++

Ein Angreifer hat den Sicherheitsbeauftragten der südwestfranzösischen Stadt Rodez mit einem Messer tödlich verletzt. Der Vater von drei Kindern sei seinen Verletzungen erlegen, teilte Bürgermeister Christian Teyssèdre mit. Von Seiten der Polizei hieß es, der mutmaßliche Angreifer sei kurz nach der Tat in der Nähe des Rathauses festgenommen worden. Nach Angaben des Bürgermeisters war der Mann der Polizei bekannt.

Er hatte demnach im April versucht, die Tür des Rathauses zu beschädigen. Das Motiv des Täters ist nach Angaben örtlicher Medien unklar. In Rodez sitzt die Präfektur des Verwaltungsbezirks Aveyron. Die Stadt hat rund 25.000 Einwohner.

Korrektur: In der ursprünglichen Meldung war vom Polizeichef die Rede. Tatsächlich war das Opfer Sicherheitsbeauftragter im Rathaus. Wir haben die Angabe entsprechend geändert.

+++ 13.32 Uhr: Tatverdächtigen illegal aus Irak geholt? Ermittlungen gegen Bundespolizei-Chef +++

Weil er im Fall "Susanna" einen Mordverdächtigen möglicherweise illegal nach Deutschland gebracht hat, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Bundespolizei-Chef Dieter Romann. Es bestehe der Verdacht der Freiheitsberaubung, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft. "Es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet." Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) darüber berichtet.

Die 14-jährige Susanna aus Mainz war nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei im Mai in Wiesbaden vergewaltigt und umgebracht worden. Der Verdächtige Ali B. setzte sich zunächst in den kurdisch kontrollierten Nordirak ab, wurde dann aber abgeschoben und von der Bundespolizei nach Deutschland überführt. Bei seiner Vernehmung gestand er, das Mädchen umgebracht zu haben, bestritt aber eine Vergewaltigung.

+++ 13.29 Uhr: Thailand: "The Beach" bleibt länger geschlossen +++

Der Traumstrand aus dem Hollywood-Film "The Beach" bleibt noch länger geschlossen. Thailands Behörden verlängerten das seit Juni geltende Besuchsverbot für Touristen um einen weiteren Monat. Die Maya Bay - so der offizielle Name des Strandes auf der Insel Ko Phi Phi im Süden Thailands - soll nun Ende Oktober wieder geöffnet werden. Die Schließung soll der Natur helfen, sich vom Ansturm der Touristen in den vergangenen Jahren zu erholen. 

Der Strand mit weißem Sand, türkisblauem Wasser und Palmen wird seit dem Erfolg des Films regelrecht belagert. Viele Touristen stellen sich ins Wasser, um vor der Traumkulisse Selfies zu machen. Aber auch Plastikmüll schwimmt herum. Immer wieder kommt es zudem vor, dass Schnorchler Korallen abbrechen. Die Umweltschäden sind erheblich. Zeitweise ankerten dort zuletzt mehrere Dutzend Boote.

+++ 12.46 Uhr: Erdogan zu dreitägigem Deutschlandbesuch in Berlin eingetroffen +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist zu seinem dreitägigen Staatsbesuch in Deutschland eingetroffen. Erdogans Maschine landete am Mittag auf dem Berliner Flughafen Tegel. Türkischen Medienberichten zufolge wird er am Donnerstag zunächst mit Vertretern von türkischen Organisationen und Unternehmen zusammenkommen, für Freitag sind dann Begegnungen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geplant.

 +++ 12.05 Uhr: Merkel: Bei Ausbau der E-Mobilität "auf richtigem Pfad" +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland trotz der bisher eher schleppenden Nachfrage der Autokäufer auf Kurs. "Wir sind auf dem richtigen Pfad", sagte sie in Berlin. Mit Blick auf das Ziel von einer Million Elektroautos auf den Straßen gelte: "Nun werden wir es nicht 2020 schaffen, aber 2022." Dies sei "nicht so ein Drama".

Damit schloss sich Merkel der kürzlich geänderten Prognose der beratenden Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) an. Die Kanzlerin forderte eine "kommunale Großaktion" zum schnelleren Ausbau des Ladenetzes. Nicht nur Großstädte müssten sich dafür interessieren, sondern auch mittlere Städte, Unternehmen oder Parkhausbetreiber.

+++ 11.35 Uhr: Gericht bestätigt "Ballermann"-Markenrechte - Diskothek muss zahlen +++

Das Oberlandesgericht München hat die Markenrechte an der Bezeichnung "Ballermann" bestätigt. Die Betreiberin einer Diskothek im ostbayerischen Cham muss wegen einer nicht genehmigten "Ballermann"-Party nun 750 Euro sowie 1,50 Euro pro Besucher als Schadenersatz an ein Ehepaar aus Niedersachsen zahlen. Der Grund: Markenrechtsverletzung.

In der mündlichen Verhandlung in München hatte das Gericht auch ein anderes Urteil für möglich gehalten. Es sei denkbar, dass der Begriff "Ballermann" inzwischen schon so weit in den deutschen Sprachgebrauch eingezogen sei, dass es sich um eine Beschreibung handle. Letztendlich sah das Gericht die Sache aber dann doch anders.

+++ 11.10 Uhr: Umweltaktivistin im Hambacher Forst abgestürzt und verletzt +++

Im Braunkohlegebiet Hambacher Forst bei Köln ist eine Umweltaktivistin von einer Leiter gestürzt und verletzt worden. Die Frau war von einem Baumhaus auf die Leiter getreten, um Kranarbeiten im Zusammenhang mit den Räumungen in dem Wald zu beobachten, wie ein dpa-Reporter berichtete. Dabei stürzte sie aus etwa sechs Metern Höhe ab. Notärzte kümmerten sich direkt um die Frau. Die Feuerwehr Kerpen erklärte, eine Person sei im Baumhausdorf "Miketown" aus ungewisser Höhe gefallen und verletzt ins Krankenhaus gebracht worden.

Umweltschützer protestieren im Hambacher Forst dagegen, dass der Energiekonzern RWE weite Teile des Waldes roden und die Braunkohleförderung fortsetzen will. Bei den Protesten war in der vergangenen Woche ein 27-jähriger Journalist von einer mindestens 15 Meter hohen Hängebrücke gestürzt und gestorben. Die Landesregierung hatte daraufhin die Räumung der Baumhäuser vorübergehend gestoppt.

Notärzte versorgen einen Mann, der von einem Baumhaus im Hambacher Forst gefallen war. Er überlebte nicht.

+++ 10.55 Uhr: Ehebruch ist in Indien keine Straftat mehr +++

Indiens Oberster Gerichtshof hat ein Gesetz gegen Ehebruch für verfassungswidrig erklärt. Nach dem 158 Jahre alten Gesetz aus der britischen Kolonialzeit drohten einem Mann bis zu fünf Jahre Haft, wenn er mit der Ehefrau eines anderen Mannes ohne das Einverständnis des Ehemannes Geschlechtsverkehr hatte. Die fünf Richter gaben einstimmig einem Kläger recht, dass dies die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen verletze, wie zahlreiche Medien aus dem Gerichtssaal in der Hauptstadt Neu Delhi berichteten.

+++ 10.53 Uhr: Juwelier in Dubai bietet teuerste Schuhe der Welt - für 17 Millionen Dollar +++

Ein Juwelier im Golfemirat Dubai hat nach eigenen Angaben die teuersten Schuhe der Welt im Angebot: ein Paar vergoldete und diamantenbesetzte High Heels zum Preis von 17 Millionen Dollar (14,46 Millionen Euro). Die Pumps mit mörderisch hohen Stiletto-Absätzen bestehen aus Leder und Seide, besetzt sind sie mit 238 Diamanten, darunter zwei lupenreine Steine von je 15 Karat. "Dubai ist die Stadt der Millionäre und Milliardäre", sagte der Juwelier Hemant Karamschandani, der die Schuhe in einem Geschäft im Luxushotel "Burdsch Al Arab" anbietet. In der gesamten Golfregion gebe es einen potenziellen Markt für die Luxus-Treter.

+++ 10.50 Uhr: Dänische Polizei findet geflohenen Häftling in Kofferraum +++

Die dänische Polizei hat einen entflohenen Häftling im Kofferraum eines Autos aufgespürt. Der 32-Jährige war von zwei bewaffneten Männern aus einem Krankenhaus südlich von Kopenhagen befreit worden, in dem er behandelt wurde. Zunächst flüchteten alle drei. Wie die Polizei am Donnerstag jedoch mitteilte, konnte einer der Verdächtigen innerhalb weniger Stunden gefasst werden. Weitere Nachforschungen führten zu dem Auto in Kopenhagen. Nach einem weiteren Mann wurde zunächst noch gesucht.

+++ 10.45 Uhr: Katastrophenfall nach Moorbrand im Emsland aufgehoben +++

Im Fall des seit mehr als drei Wochen schwelenden Moorbrandes in Niedersachsen hat der Landkreis Emsland den Katastrophenfall aufgehoben. "Nach intensiver fachlicher Beratung mit den verantwortlichen Stellen der Bundeswehr und des niedersächsischen Innenministeriums habe ich mich entschieden, den Katastrophenfall aufzuheben", teilte Landrat Reinhard Winter mit. "Mit Blick auf das aktuelle Brandgeschehen und den Löscheinsatz auf dem Gelände der Bundeswehr können wir derzeit ein Evakuierungsszenario für unsere emsländischen Gemeinden ausschließen - und weitgehende Normalität kann wieder in das öffentliche Leben einziehen." Der Brand auf dem Übungsgelände der Bundeswehr bei Meppen war bei einem Raketentest entstanden.

+++ 10.23 Uhr: Mehrheit glaubt an vorzeitiges Ende von Merkels Kanzlerschaft +++

Nach der Abwahl von Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) glaubt die Mehrheit der Deutschen an ein vorzeitiges Ende der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU). In einer vom Portal t-online.de veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey gaben gut 55 Prozent der Teilnehmer an, dass Merkel noch vor der nächsten Bundestagswahl als Kanzlerin abgelöst wird. Gut 37 Prozent glauben an einen Verbleib Merkels im Amt bis zur nächsten Bundestagswahl.     Auf die Frage "Wird Kanzlerin Angela Merkel Ihrer Meinung nach bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleiben?" antworteten 14,2 Prozent der Teilnehmer mit "Ja, auf jeden Fall" und 23,6 Prozent mit "Eher ja". 32,3 Prozent der Befragten hingegen antworteten den Angaben zufolge mit "Eher nein" und 22,7 Prozent mit "Nein, auf keinen Fall".

+++ 10.05 Uhr: Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognose für 2018 und 2019 +++

Wachsende internationale Unsicherheit und die schwierige Suche nach Arbeitskräften dämpfen das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Die führenden Wirtschaftsforscher senkten ihre Konjunkturpognose in ihrem am Donnerstag vorgelegten Herbstgutachten daher deutlich ab. Für 2018 erwarten sie nun ein Wachstum von 1,7 Prozent  - in ihrer Frühjahrsprognose waren sie noch von 2,2 Prozent ausgegangen; für 2019 senkten sie die Prognose von 2,0 auf 1,9 Prozent.

+++ 9.25 Uhr: Bericht: Große Lücken in offizieller Statistik zu Todesopfern rechter Gewalt +++

Die Zahl der Todesopfer rechtsmotivierter Gewalt seit der Wiedervereinigung ist Medien zufolge deutlich höher als offiziell gemeldet. Recherchen des "Tagesspiegels" und von "Zeit Online" ergaben, dass seit 1990 in Deutschland mindestens 169 Menschen von Neonazis und anderen Tätern mit extrem rechten Einstellungen getötet wurden, wie die Zeitung berichtete.     

Bei weiteren 61 Todesopfern gebe es zumindest starke Indizien, dass es sich um rechtsmotivierte Gewalttaten handelte. Die Bundesregierung hatte im Juni in der Antwort auf eine Anfrage von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und ihrer Linksfraktion von 83 Toten seit der Wiedervereinigung gesprochen.

+++ 9.17 Uhr: 64 Baumhäuser im Hambacher Forst abgebaut - Räumung verläuft ruhig +++

Im Braunkohlegebiet Hambacher Forst will die Polizei am Donnerstag ein weiteres Baumhausdorf räumen. Nach Angaben eines Polizeisprechers sollen im Laufe des Tages "so viele wie möglich" der Baumhütten im Dorf "Lorien" beseitigt werden. Am späten Mittwochabend hatte die Polizei Aachen eine erste Bilanz zu den Räumungsarbeiten in dem uralten Wald veröffentlicht: Bislang seien 64 Baumhäuser der Rodungsgegner abgebaut worden. Demnach beseitigten die Einsatzkräfte am Mittwoch 11 Baumhütten. Die Polizei bewertete den Tag als "relativ ruhig". Verletzte Beamte habe es nicht gegeben.

+++ 9.05 Uhr: 51-Jähriger in Texas wegen Mordes an ehemaliger Mitbewohnerin hingerichtet +++

Ein Mann ist in Texas wegen des Mordes an einer ehemaligen Mitbewohnerin hingerichtet worden, deren Leiche er nach der Tat in einer Tonne mit Beton versteckt haben soll. Troy Clark wurde am Mittwoch für tot erklärt, wie die Strafvollzugsbehörde des US-Bundesstaates mitteilte. Seine Hinrichtung per Giftspritze war die erste von zweien in dieser Woche in Texas angesetzten Vollstreckungen der Todesstrafe.    

Der 51-jährige Clark war 1998 für den Mord an einer 20-jährigen ehemaligen Mitbewohnerin verurteilt worden. Der Drogenkonsument und -dealer schlug die Frau demnach und ertränkte sie dann in der Badewanne, weil er gedacht habe, sie habe ihn der Polizei ausliefern wollen. Die Leiche soll er in einer mit Beton gefüllten Tonne versteckt haben. Ermittler fanden die Überreste Monate später und entdeckten zudem an derselben Stelle die Leiche eines Mannes.

+++ 8.53 Uhr: Journalistenmord: Slowakische Polizei verhaftet Tatverdächtige +++

Sieben Monate nach dem Mord an einem Investigativjournalisten und seiner Verlobten hat die slowakische Polizei nach einem Medienbericht mehrere Tatverdächtige gefasst. Im Zuge einer umfangreichen Razzia seien insgesamt acht Personen verhaftet worden, berichtete das Nachrichtenportal "Dennik N" am unter Berufung auf Polizeikreise. Demnach soll es sich um den Mörder sowie Personen handeln, die bei der Tat halfen.

Der Journalist Jan Kuciak und seine Verlobte Martina Kusnirova waren am 21. Februar in ihrem Haus im westslowakischen Dorf Velka Maca erschossen worden. Kuciak hatte zuvor über die Verfilzung von Politik und Geschäftemacherei recherchiert. Seine unvollendete Reportage über mögliche Verbindungen italienischer Mafia-Clans zu slowakischen Regierungsmitarbeitern wurde erst nach seinem Tod veröffentlicht. Sie löste Massendemonstrationen gegen Korruption und den Missbrauch von EU-Förderungen aus. Als Folge der Proteste traten in der Slowakei die Regierung und der Polizeipräsident zurück.

+++ 6.06 Uhr: Immer mehr Zuwanderer bevorzugen CDU und CSU +++

Menschen mit Migrationshintergrund hegen heute viel weniger Sympathien für SPD und Grüne als noch vor einigen Jahren. Laut einer Untersuchung des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) sind CDU und CSU mit 43,2 Prozent Zustimmung aktuell die beliebtesten Parteien unter den Menschen mit Migrationshintergrund. 

Den Angaben zufolge hält nur noch jeder vierte Zuwanderer die SPD für die beste Partei. Zum Vergleich: 2016 waren es noch rund 40 Prozent. Auch die Grünen erhielten von den Zuwanderern, die zwischen Juli 2017 und Januar 2018 befragt wurden, deutlich weniger Zuspruch als bei einer Befragung durch den SVR rund zwei Jahre zuvor. Ihr Zustimmungswert sank von 13,2 Prozent auf 10 Prozent. Wie dieser dramatische Wandel zu erklären ist, geht aus den Ergebnissen der repräsentativen Studie nicht hervor. 

Mehr als 23 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Zuwanderer. Bei der Bundestagswahl 2013 lag der Anteil der Wahlberechtigten mit Migrationshintergrund bei 9,4 Prozent. Vier Jahre später waren es bereits 10,2 Prozent - Tendenz steigend.

+++ 5.49 Uhr: Nato bereitet größtes Manöver seit dem Kalten Krieg vor +++

Das in vier Wochen beginnende Nato-Manöver "Trident Juncture 2018" soll das größte des Nato-Bündnisses seit dem Ende des Kalten Krieges werden. Nach dem jüngsten Planungsstand werden an der Übung in Norwegen mehr als 44.000 Soldaten teilnehmen, wie Militärkreise in Brüssel der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Allein die Bundeswehr stellt nach eigenen Angaben rund 10.000. 

Mit dem Großmanöver in Norwegen will die Nato vom 25. Oktober bis zum 23. November für den sogenannten Bündnisfall trainieren. Dieser könnte ausgerufen werden, wenn einer oder mehrere der 29 Mitgliedstaaten von einem Gegner angegriffen würden. In der Folge müssten dann die anderen Alliierten Beistand leisten.

+++ 5.13 Uhr. Messerattacke auf Schüler mit neun Toten - Angreifer hingerichtet  +++

Ein 28-jähriger, der bei einer Messerattacke in Nordchina neun Schüler getötet hat, ist hingerichtet worden. Die wegen Mordes im Juli verhängte Todesstrafe sei am Donnerstagmorgen in der Stadt Mizhi in der Provinz Shaanxi vollstreckt worden, berichtete der Nachrichtendienst China News. Zuvor habe das Oberste Gericht das Urteil bestätigt. Der Täter habe den Richterspruch nicht angefochten.

Das Gericht stellte fest, er sei unzufrieden und verärgert über seine Arbeit und sein Leben gewesen und habe sich deswegen zu der Bluttat entschlossen. In früheren Berichten waren Behörden zitiert worden, er sei während seiner Schulzeit von Klassenkameraden gemobbt worden und "hasse" Schüler. Am 27. April hatte der Mann die Schüler mit Messern angegriffen, als sie gerade nach dem Unterricht aus der Schule kamen.

+++ 4.30 Uhr: Prüfer kritisieren "Vollausstattung" der Alt-Bundeskanzler +++

Nach der Kritik an der Ausstattung der Ex-Bundespräsidenten hat der Bundesrechnungshof laut einem Bericht nun auch die Versorgungsregelung für frühere Bundeskanzler ins Visier genommen. Die zeitlich nicht befristete Bereitstellung "mehrerer Chefkraftfahrer", Büros und Mitarbeiter sei grundsätzlich zu hinterfragen, heißt es in einem 40 Seiten langen Bericht, aus dem die "Bild"-Zeitung zitierte. Die Altkanzler hätte zuletzt "Grenzen überschritten".

Zwischen 2013 und 2015 hatten die Prüfer dem Blatt zufolge alle staatlichen Zahlungen an frühere Kanzler unter die Lupe genommen. Da Helmut Schmidt (SPD) und Helmut Kohl (CDU) bereits verstorben sind, muss demnach nun ausschließlich Gerhard Schröder (SPD) noch fürchten, dass seine "Vollausstattung" reduziert wird. Kritisiert wird unter anderem: Büro und Personal wurden für die "Erzielung zusätzlicher Einkünfte" für "Aufsichts- und Verwaltungsratsmandate" von "jährlich mehreren hunderttausend Euro" genutzt. 

+++ 4.06 Uhr: FDP will Verdienstgrenzen bei 450-Euro-Jobs heraufsetzen +++

Die FDP im Bundestag fordert höhere Verdienstgrenzen für Minijobs. "Seit mehr als fünf Jahren wurde die Verdienstgrenze für Minijobs von 450 Euro nicht mehr angepasst", sagte der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Pascal Kober, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Davon betroffen seien 7,5 Millionen Minijobber. "Darunter sind 700.000 Menschen, die auf Mindestlohnniveau arbeiten, für die jede Mindestlohnerhöhung ins Leere läuft."

ivi / AFP / DPA