HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Vorwurf sexuellen Missbrauchs: Verhaftung von Harvey Weinstein steht offenbar bevor

US-Medien: Verhaftung von Harvey Weinstein steht bevor +++ Trump sagt Gipfel mit Kim ab +++ Nordkorea macht Atomanlage unbrauchbar +++ Die Nachrichten des Tages im Überblick.

US-Medien: Verhaftung von Harvey Weinstein steht bevor

Nach monatelangen Ermittlungen gegen Harvey Weinstein wird sich der ehemalige Hollywood-Mogul US-Medien zufolge am Freitag den New Yorker Behörden stellen (Archivbild)

AFP

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • US-Medien: Verhaftung von Harvey Weinstein steht bevor (22.09 Uhr)
  • Fliegerbombe in Dresden entschärft (16.46 Uhr)
  • Trump sagt Gipfel mit Kim Jong Un ab (15.50 Uhr)
  • Nordkorea hat Atomanlage unbrauchbar gemacht (12.41 Uhr)
  • MH17-Abschuss: Rakete von russischer Brigade (12.15 Uhr)
  • Deutsche Bank will 7000 Stellen streichen (7.50 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:  

+++ 22.09 Uhr: US-Medien: Verhaftung von Harvey Weinstein steht bevor +++

Der US-Filmproduzent Harvey Weinstein soll nach übereinstimmenden US-Medienberichten wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe noch diese Woche verhaftet werden. Dies meldete die "New York Times" unter Berufung auf Ermittler. Demnach wollte sich Weinstein am Freitag den Behörden in New York stellen, berichtete die Zeitung "New York Daily News". Seit Monaten laufen Ermittlungen gegen Weinstein nach Vorwürfen mehrerer Frauen wegen sexuellen Missbrauchs.

Auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Weinsteins Sprecher gab es zunächst keine Reaktion. Der einst einflussreiche Filmproduzent hat Fehlverhalten eingeräumt, bisher aber Vorwürfe von nicht-einvernehmlichem Sex zurückgewiesen. Der 66-Jährige soll sich in Therapie befinden, seine Frau hat sich von ihm scheiden lassen.

+++ 21.07 Uhr: Drei Tote und zwei Verletzte bei Einsturz von Theater in Argentinien +++

Beim Einsturz eines Theaters während seiner Renovierung sind in Argentinien drei Menschen ums Leben gekommen und zwei weitere verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, stürzte das fast hundert Jahre alte Gebäude in der nördlichen Stadt San Miguel de Tucumán am Mittwochabend (Ortszeit) ein, als auf der Straße davor gerade viel Verkehr herrschte. Zwei Männer und eine Frau seien ums Leben gekommen, erklärte die Polizei. Zwei Frauen hätten sich diverse Verletzungen zugezogen, seien aber außer Lebensgefahr.

Während des Unglücks hatten sich keine Bauarbeiter im Parravicini-Theater aufgehalten. Die Polizei vermutete daher, dass es sich bei allen Opfern um Passanten handelte. Der Einsturz gehe wahrscheinlich auf einen Fehler zurück, der bereits beim Bau des Theaters unterlaufen sei. Es war seit 1995 geschlossen und wurde seit Monaten renoviert, um es in ein Geschäftsgebäude umzuwandeln.

+++ 21.05 Uhr: Ein Toter und vier Verletzte bei Explosion in türkischer Sprengstofffabrik +++

Bei einer Explosion in einer Sprengstofffabrik in der Türkei hat es einen Toten und vier Verletzte gegeben. Die Explosion habe sich in einer Sprengstoff- und Raketenfabrik des staatlichen Rüstungskonzerns MKE in Elmadag in der Provinz Ankara ereignet, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Zur Explosionsursache seien Ermittlungen eingeleitet worden.

Laut der türkischen Nachrichtenagentur Dogan handelte es sich bei dem Todesopfer um einen 31-jährigen Arbeiter. Die vier verletzten Arbeiter wurden laut Verteidigungsministerium ins Krankenhaus eingeliefert. Türkische Medien veröffentlichten Bilder von einer Rauchwolke über dem Werk in Elmadag.

+++ 20.53 Uhr: Putin: Russland und Frankreich setzen sich für Syrien-Lösung ein +++

Russland und Frankreich wollen nach Worten des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer Beendigung des Krieges in Syrien beitragen. Das sagte Putin nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in St. Petersburg. Nötig sei der Beginn eines Verfassungsprozesses für das Bürgerkriegsland. Im Detail listete der Kremlchef aber vor allem politische Initiativen seines Landes zu Syrien auf.

Auch über den Konflikt in der Ukraine und die Lage nach Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA sei gesprochen worden, sagte Putin. "Frankreich ist traditionell für uns ein Partner", bemerkte er. Die Regierungen und Firmen beider Länder unterzeichneten im Beisein der Präsidenten mehrere Vereinbarungen. Putin und Macron wollen am Freitag auch beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg sprechen.

+++ 20.27 Uhr: Venezuelas Präsident Maduro nach umstrittener Wiederwahl vereidigt +++

Nach seiner umstrittenen Wiederwahl ist Venezuelas sozialistischer Staatschef Nicolás Maduro für eine weitere Amtszeit vereidigt worden. Der seit 2013 amtierende Maduro legte den Amtseid auf die Verfassung in der Hauptstadt Caracas vor der Präsidentin der verfassungsgebenden Versammlung, Delcy Rodríguez, ab. Seine zweite sechsjährige Amtszeit beginnt aber offiziell erst am 10. Januar 2019.

Maduro hatte sich bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag mit deutlichem Vorsprung gegen seine Herausforderer durchgesetzt und eine zweite Amtszeit bis 2025 gesichert. Am Dienstag erklärte ihn der Wahlrat offiziell zum Sieger. Das wichtigste Oppositionsbündnis MUD hatte den Urnengang boykottiert, die Wahlbeteiligung lag bei unter 50 Prozent. Maduro wird vorgeworfen, die Demokratie in Venezuela auszuhebeln.

+++ 19.46 Uhr: Merkel schließt China-Besuch mit Wirtschaftsterminen ab +++

Mit einer Reihe von Wirtschaftsterminen setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag ihren Besuch in China fort. In der südchinesischen Stadt Shenzhen wird sie unter anderem an der Eröffnung eines Innovationszentrums der deutschen Außenhandelskammer teilnehmen (06.20 Uhr MESZ) und ein Siemens-Werk besichtigen (gegen 08.00 MESZ). Am Nachmittag tritt Merkel dann die Rückreise nach Berlin an.

Merkel war zu ihrem elften China-Besuch als Kanzlerin in Peking eingetroffen. Dort wurde sie von Ministerpräsident Li Keqiang und Präsident Xi Jinping empfangen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China. Merkel forderte beim Thema Marktzugang gleiche Voraussetzungen auf beiden Seiten.

+++ 19.06 Uhr: Iren stimmen über Verfassungsänderung zu Abtreibung ab +++

Die Iren stimmen am Freitag über die Streichung des Abtreibungsverbots in der Verfassung ihres Landes ab. Im katholisch geprägten Irland gilt eines der strengsten Verbote von Schwangerschaftsabbrüchen in der Europäischen Union. Wer gegen das Verbot verstößt, kann mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft werden. Selbst nach einer Vergewaltigung ist in Irland ein Schwangerschaftsabbruch untersagt. Das Gesetz war 2014 gelockert worden. Seitdem ist eine Abtreibung zulässig, wenn das Leben der Schwangeren bedroht oder sie selbstmordgefährdet ist. Durch das Referendum soll dem Parlament die Möglichkeit gegeben werden, Abtreibungen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche zu legalisieren. In Meinungsumfragen lagen die Befürworter einer Gesetzeslockerung zuletzt vorne.

+++ 19.04 Uhr: Prall gefüllt: 90 Millionen Euro liegen im Eurojackpot bereit +++

Beim Eurojackpot sind an diesem Freitag 90 Millionen Euro zu holen. Der Hauptgewinn wurde acht Mal in Folge nicht geknackt. Mehr als 90 Millionen Euro sind nicht möglich, denn die europäische Lotterie hat damit ihre gesetzlich festgelegte Obergrenze erreicht. Jeder weitere eingesetzte Euro geht in die zweite Gewinnklasse und bildet dort einen weiteren Jackpot. Zuletzt wurde im Februar dieses Jahres ein 90-Millionen-Euro-Pott ausgezahlt, und zwar nach Finnland. Nach Deutschland war die volle Summe zuletzt im Jahr 2016 geflossen.  

+++ 18.37 Uhr: Panzer und Fahrzeuge der US-Streitkräfte rollen durch Ostdeutschland +++

Durch Ostdeutschland rollen derzeit zahlreiche Fahrzeuge und Panzer der US-Streitkräfte Richtung Polen und Baltikum. Es gehe um zwei umfangreiche Truppenbewegungen, sagte der Chef des Stabes der US-Army Europa, Brigadegeneral Kai Rohrschneider, in Leipzig.

Zum einen werden etwa 2000 Fahrzeuge für ein Nato-Manöver im Baltikum aus den südlichen Bundesländern durch Ostdeutschland geführt. Parallel dazu werden 1400 US-Fahrzeuge, die vor kurzem im belgischen Antwerpen eingetroffen sind, nach Polen verlegt. Hintergrund ist die schon länger laufende Operation "Atlantic Resolve", mit der die US-Armee die Nato-Alliierten in Osteuropa stärken will.

+++ 18.22 Uhr: US-Militär: Zehn Terroristen bei Luftangriff in Somalia getötet +++

Bei einem Luftangriff in Somalia hat das US-Militär nach eigenen Angaben zehn Kämpfer der sunnitischen Terrormiliz Al-Shabaab getötet. Bei dem Angriff südwestlich der Hauptstadt Mogadischu seien nach bisherigen Erkenntnissen keine Zivilpersonen verletzt worden, teilten die US-Streitkräfte am Donnerstag mit. Der Einsatz vom Mittwoch erfolgte in Absprache mit den somalischen Behörden, um diese im Kampf gegen Al-Shabaab zu unterstützen, wie es weiter hieß.

+++ 18.06 Uhr: Frau betrügt Arbeitgeber für "größenwahnsinniges Leben" um Millionen +++

Für ihr Leben in einer Luxuswohnung, tolle Reisen und eine geplante Jacht hat eine Deutsche ihren Arbeitgeber in Österreich um 6,7 Millionen Euro geprellt. Die 52-Jährige wurde deshalb in Salzburg wegen Untreue und schweren Betrugs zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Die Buchhalterin hob die Summen dank einer Vollmacht von Firmenkonten ab und gab das Geld für private Zwecke aus, wie sie vor Gericht zugab. Sie habe ein "absolut größenwahnsinniges Leben geführt". Sie habe seinerzeit Tabletten genommen und Cannabis geraucht, sagte sie. Die Frau arbeitete von 2008 bis 2015 für eine Werbeagentur in Salzburg. Dort sei es üblich, Models bar zu bezahlen, berichtete sie. Deshalb fiel der Schwindel den Banken jahrelang nicht auf. Dem Chef auch nicht, er vertraute der Frau. Die Agentur ging 2015 pleite. Den Heimatort der Frau in Deutschland nannte das Gericht nicht.

+++ 17.53 Uhr: Todesurteil für Tötung ihres Ehemannes: Anwälte von Sudanesin legen Berufung ein +++

Die Anwälte der 19-jährigen Sudanesin Noura Hussein haben gegen ihr Todesurteil für die Tötung ihres Ehemannes Berufung eingelegt. Der Antrag sei heute gestellt worden, sagte Fateh Hussein, einer der elf Anwälte der Frau. Man sei optimistisch, dass ihr ein neues Verfahren genehmigt werde.

Hussein wurde Amnesty International zufolge im Alter von 16 Jahren gegen ihren Willen mit einem Mann verheiratet. Als sie ihm demnach Sex verweigerte, vergewaltigte er sie unter Mithilfe von drei männlichen Verwandten, die sie festhielten. Als er sie später erneut vergewaltigen wollte, verteidigte sie sich mit einem Messer und fügte ihm tödliche Verletzungen zu, wie Amnesty erklärte. Der Fall hat international für Empörung gesorgt und etliche Menschen haben sich mit dem Hashtag #JusticeForNoura ("Gerechtigkeit für Noura") mit der 19-Jährigen solidarisch gezeigt. Eine Online-Petition mit mehr als einer Million Unterschriften wurde heute dem sudanesischen Botschafter in Berlin übergeben, wie die Plattform Change.org mitteilte. Auch die Vereinten Nationen und die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung hatten das Todesurteil scharf kritisiert.

+++ 17.09 Uhr: Bayern-Star Arturo Vidal wegen Schlägerei angeklagt +++

Wegen einer Schlägerei in einer Diskothek hat die Staatsanwaltschaft München I Anklage gegen den chilenischen Fußballer Arturo Vidal vom FC Bayern erhoben. Es gehe um den Verdacht der gefährlichen Körperverletzung, teilte die Behörde mit. Dem 31-Jährigen werde zur Last gelegt, im September 2017 in einer Münchner Disko "in eine zunächst verbale und sodann körperliche Auseinandersetzung verwickelt gewesen zu sein und sich hierdurch strafbar gemacht zu haben". Die Anklage sei zugestellt worden, hieß es weiter. Nun können sich zunächst Vidals Verteidiger zu der Anklageschrift äußern. Im Anschluss kann das Gericht über ein Hauptverfahren entscheiden und einen Termin festsetzen.

+++ 17.03 Uhr: AfD-Abgeordneter fordert Arbeitsverbot für fastende Ärzte im Ramadan +++

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert hat ein Tätigkeitsverbot für muslimische Mediziner und Fahrer gefordert, wenn diese im Ramadan fasten. Arbeitgebern, die keine Möglichkeit hätten, Muslime während des islamischen Fastenmonats für Nacht- und Frühschichten einzuteilen, müsse die Möglichkeit gewährt werden, diese für die Zeit des Ramadan "in einen Teil des Jahresurlaubs zu schicken", sagte Sichert, der Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales ist. Der Abgeordnete aus Bayern fragte: "Wieso sollten Kollegen von Muslimen darunter leiden, dass deren Leistungsfähigkeit im Ramadan eingeschränkt ist, zum Beispiel indem sie am Bau schwere körperliche Tätigkeiten für diese übernehmen?" Und: "Welchem Patienten kann man zumuten, von einem Chirurg operiert zu werden, der seit zwölf Stunden nichts getrunken hat?"

Im Ramadan sollen fromme Muslime zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf Essen und Trinken verzichten. Auch Rauchen und Geschlechtsverkehr sind in dieser Zeit nicht erlaubt. Ausnahmen gelten für Kranke und Reisende.

+++ 16.46 Uhr: Fliegerbombe in Dresden unschädlich gemacht +++

Entwarnung nach dem Fund einer Fliegerbombe in Dresden: Von dem Blindgänger geht keine Gefahr mehr aus, wie die Polizei mitteilte. Die Bombe sei entschärft. Die umfassenden Sperrungen um den Fundort wurden aufgehoben. Damit können tausende Anwohner, die zum Teil in einer Notunterkunft ausharrten, in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Fliegerbombe hatte Dresden seit Dienstag in Atem gehalten. Nachdem der Blindgänger teilweise detoniert war, wurde die erhitzte Bombe heute mithilfe eines Löschroboters heruntergekühlt. Ein gepanzerter Bagger räumte anschließend den Brandschutt weg, so dass der Sprengmeister die Bombe in Augenschein nehmen konnte.

Den Angaben zufolge wurde der Zünder bei einem Entschärfungsversuch gestern Abend entfernt. In der Folge kam es zu einer teilweisen Detonation, wodurch auch das die Bombe umgebende Dämmungsmaterial in Brand gesetzt wurde. Daher konnte der Kampfmittelräumdienst zunächst nicht einschätzen, ob von der Bombe noch eine Gefahr ausging. Etwa 9000 Menschen hatten ihre Häuser verlassen müssen.

+++ 16.37 Uhr:  Iran hält sich laut IAEA weiter an Atomabkommen +++

Entgegen den Behauptungen von US-Präsident Donald Trump hält sich der Iran nach den Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde weiterhin an die Auflagen des Atomabkommens. Das geht aus dem ersten Quartals-Bericht der IAEA-Inspektoren seit dem Ausstieg der USA aus dem Abkommen Anfang Mai hervor, den die IAEA heute in Wien vorlegte. Das Atomabkommen wurde 2015 geschlossen, um den Bau einer iranischen Atombombe zu verhindern. Seitdem haben die Inspektoren keine Verstöße der islamischen Republik gegen die Auflagen festgestellt. Trump hatte es aber als Lüge bezeichnet, dass der Iran seine Verpflichtungen aus dem Abkommen erfülle.

+++ 16.34 Uhr: Stadtrat nennt Özil und Gündogan "Ziegenficker" - und entschuldigt sich +++

Ein SPD-Politiker aus dem osthessischen Bebra hat die beiden Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan wegen ihres Treffens mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan schwer beleidigt. Der Erste Stadtrat Bernd Holzhauer kommentierte auf Facebook die vorläufige Auswahl des DFB für die Weltmeisterschaft mit den Worten: "das vorläufige deutsche Aufgebot zur WM - 25 Deutsche und zwei Ziegenficker". Er entschuldigte sich später für seine verbale Entgleisung.

"Das war eine Situation, wo mir die Pferde durchgegangen sind und wo ich vielleicht nicht gleich überlegt habe", sagte Holzhauer. Er betonte, nicht ausländerfeindlich zu sein. Er sei verärgert gewesen, dass sich die beiden deutschen Kicker mit einem Staatspräsidenten von zweifelhaftem Ruf fotografieren ließen. "Aber ich möchte das jetzt auch nicht schönreden: Das war scheiße. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die sich dadurch beleidigt fühlen. Die Wortwahl war nicht gut." Er bereue die Sache. Der bereits vor einigen Tagen erschienene Eintrag auf dem Privataccount des Politikers ist mittlerweile gelöscht.

+++ 16.26 Uhr: Boris Johnson fällt auf Kreml-nahe Komiker herein +++

Der britische Außenminister Boris Johnson ist auf einen falschen armenischen Premierminister hereingefallen. Die Aufnahme eines Telefongesprächs der beiden wurde jetzt auf Youtube veröffentlicht. Das britische Außenministerium bestätigte den Vorfall. "Wir haben das geprüft und wussten sofort, dass es ein Scherz-Anruf war", hieß es in einer Mitteilung. Trotzdem dauerte die Unterhaltung rund 18 Minuten. In dem Gespräch sagt Johnson, er sei "beinahe zu hundert Prozent sicher", dass der russische Präsident Wladimir Putin selbst den Auftrag für das Giftattentat auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal gegeben hat. Johnson lacht, als der falsche armenische Premier äußert, er hoffe bei einem anstehenden Treffen mit Putin nicht ebenfalls mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet zu werden. Mit Lachen quittiert Johnson auch die Bemerkung des angeblichen armenischen Regierungschefs, US-Präsident Donald Trump höre auf niemanden außer auf Putin. Außerdem freut er sich über das Lob für ein unflätiges Gedicht, das er einst über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geschrieben hat.

Hinter dem Anruf steckt angeblich das Kreml-nahe russische Komiker-Duo Wowan und Lenux. Die beiden machten schon mehrfach Schlagzeilen mit Anrufen unter falschem Namen. Im Jahr 2015 riefen sie den britischen Pop-Star Elton John an und gaben sich als Putin aus, der angeblich über die Rechte von Homosexuellen mit dem Sänger diskutieren wollte.

+++ 16.16 Uhr: Überspülte Straßen nach heftigem Unwetter im Vogtland +++

Heftiger Starkregen hat im sächsischen Vogtland zu Überflutungen geführt. Es wurden zahlreiche Straßen überschwemmt und Schlamm wurde von angrenzenden Feldern auf die Fahrbahnen gespült, wie ein Polizeisprecher in Bad Elster sagte. Verletzt wurde niemand. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor eine Warnung vor extremem Unwetter für das westliche Vogtland herausgegeben. "Alleine in Bad Elster sind in den vergangenen sechs Stunden 95 Liter pro Quadratmeter gefallen", betonte Meteorologe Florian Engelmann. Die Besonderheit an der Wetterlage sei, dass sich ein Gewitterkomplex seit Stunden über diesem Gebiet halte.

+++ 15.50 Uhr: Trump sagt Gipfel mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ab +++

US-Präsident Donald Trump hat den für den 12. Juni mit Hochspannung erwarteten Gipfel mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un abgesagt. Das schrieb Trump in einem Brief an Kim, den das Weiße Haus jetzt veröffentlichte.

+++ 15.41 Uhr: Frist für Abschleppen aus kurzfristigem Halteverbot liegt bei drei vollen Tagen +++

Für das kostenpflichtige Abschleppen eines Autos aus einem kurzfristig eingerichteten Halteverbot etwa für einen Umzug muss eine Frist von mindestens drei vollen Tagen eingehalten werden. Ein Autobesitzer müsse nur dann die Kosten tragen, wenn die Halteverbotsschilder mit einer solchen Vorlaufzeit aufgestellt worden seien, entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Der Wagen kann also frühstens am vierten Tag abgeschleppt werden.

Das Gericht zeigte sich unter anderem überzeugt, dass die Erforderlichkeit von Halteverboten etwa für Bauarbeiten, Straßenfeste oder Umzüge regelmäßig auch in Großstädten deutlich früher bekannt sei. Es würde Autofahrer unangemessen belasten, mindestens alle 48 Stunden nach dem geparkten Wagen zu sehen.

+++ 15.39 Uhr: Facebook bringt seine Jobbörse nach Deutschland +++

Facebook startet auch in Deutschland seine Jobbörse, bei der das Onlinenetzwerk vor allem regionale Arbeitsplätze in Mittelstand und Handwerk vermitteln will. Facebook Jobs solle eine Lücke bei der Arbeitsplatzsuche im Netz schließen, da in gängigen Jobportalen und Karrierenetzwerken oft überregionale Unternehmen im Mittelpunkt stünden, hieß es.

Die Jobbörse funktioniert so, dass Administratoren von Facebookseiten Stellenbeschreibungen veröffentlichen können. Sie tauchten dann nicht nur auf der Facebookseite der Firma, sondern unter anderem auch im Jobs-Bereich auf. Die Einträge können auch als Werbung im Newsfeed von Facebook-Mitgliedern platziert werden. Bei Interessenten wird das Bewerbungsformular mit Informationen aus dem Facebookprofil des Nutzers vorausgefüllt. Die Kommunikation zwischen Unternehmen und Bewerber kann über den hauseigenen Chat-Dienst Facebook Messenger laufen.

+++ 15.33 Uhr: Polizei stoppt Kleinbus mit fünf Sitzen aber 18 Insassen +++

Am Fähranleger in Rostock hat die Polizei einen Kleinbus mit 18 Insassen entdeckt. Der Wagen mit schwedischem Kennzeichen hatte jedoch nur fünf Sitzplätze, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die sechs Frauen und zwölf Männer aus Rumänien waren gestern auf dem Weg nach Dänemark. Ihr Fährticket galt nur für sechs Mitfahrer. Gegen die übrigen wurden Strafverfahren eingeleitet.    

+++ 15.12 Uhr: Dealer liefern 67 Kilo Haschisch aus - an die Polizei +++

Unbedarfte Drogendealer haben in einer Pariser Vorstadt 67 Kilogramm Haschisch ausgeliefert - allerdings an die Polizei. Die beiden Männer wurden in Bondy nordöstlich der französischen Hauptstadt festgenommen, wie es vonseiten der örtlichen Polizei hieß. Die Ermittler sprachen von einer "Posse": Mehrere Zivilpolizisten wurden demnach von "zwei offenbar wenig erfahrenen Drogenverkäufern" angesprochen, die sie gefragt hätten, ob "die Ware" für sie sei. Die Beamten bejahten dies und nahmen die Dealer mithilfe von Elektroschockern in Gewahrsam. In ihrem Auto fanden sie das Haschisch. Den Männern steht nun ein Strafverfahren wegen Drogenhandels bevor.

+++ 15.10 Uhr: Raumfrachter "Cygnus" an ISS angekommen +++

Mit wissenschaftlichen Experimenten für die Mission des deutschen Astronauten Alexander Gerst an Bord ist der private Raumfrachter "Cygnus" an der Internationalen Raumstation ISS angekommen. Der Frachter sei mit einem Roboterarm eingefangen und angekoppelt worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Am Montag war "Cygnus" zu seinem bereits neunten Versorgungsflug gestartet.

An Bord des Frachters sind rund 3400 Kilogramm Nachschub und zahlreiche wissenschaftliche Experimente für die Astronauten - unter anderem zu Wechselwirkungen im Erdmagnetfeld oder zum weltweiten Funkverkehr. Ebenfalls an Bord ist das "Cold Atom Laboratory" (CAL), ein Eisschrank-großes Labor, mit dem der kälteste Punkt im Universum geschaffen werden soll. Der deutsche Astronaut Gerst startet am 6. Juni zur ISS und soll dort bis Dezember stationiert sein.

+++ 15.04 Uhr: KBA wirft auch Daimler Nutzung illegaler Abschalteinrichtung vor +++

Der Autobauer Daimler hat nach Ansicht des Kraftfahrt-Bundesamtes beim Transportermodell Vito eine illegale Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung verwendet. Das KBA habe einen Rückruf der Diesel-Fahrzeuge verlangt, teilte Daimler mit und kündigte zugleich einen Widerspruch an.

+++ 14.40 Uhr: Dutroux folterte und ermordete kleine Mädchen - als "absolutes Monster" sieht er sich aber nicht +++ 

Der belgische Mädchenmörder Marc Dutroux hält sich nach den Worten seines Anwalts Bruno Dayez nicht für ein "absolutes Monster". Doch sei sein Mandant sich darüber bewusst, dass er nicht zufällig im Gefängnis sitze. "Er übernimmt seine Verantwortung", sagte Dayez laut belgischer Nachrichtenagentur Belga dem Magazin "Le Vif/L'Express". Dayez will in den kommenden Wochen einen Brief des Bedauerns an die Opfer oder an ihre Verwandten schreiben. 

Der heute 61 Jahre alte Dutroux hatte in den 90er Jahren sechs Mädchen entführt, gefoltert und vergewaltigt. Vier Opfer hat er getötet. Seit 1996 ist er in Haft, 2004 war er zu lebenslang verurteilt worden. Dayez vertritt Dutroux seit dem vergangenen Jahr und kämpft seitdem für die Entlassung seines Mandaten. Zuletzt veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel "Pourqoui libérer Marc Dutroux" (Deutsch: "Warum Marc Dutroux freigelassen werden sollte").

+++ 13.00 Uhr: Immer weniger Arbeitnehmer profitieren von Tarifverträgen +++

Immer weniger Beschäftigte in Deutschland profitieren nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern von Tarifverträgen. Die seit Jahren anhaltende Tendenz habe sich zuletzt sogar noch leicht beschleunigt, heißt es in einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Wurden etwa 1996 noch 70 Prozent aller westdeutschen Beschäftigten nach Branchentarifverträgen entlohnt, so seien es 2017 nur noch 49 Prozent gewesen. Im Osten sei der Anteil in dem Zeitraum von 56 auf 34 Prozent gesunken. Die Autoren der Studie führen den Rückgang der Tarifbindung unter anderem auf den Strukturwandel zurück. "Es gibt vor allem im Dienstleistungssektor immer mehr kleinere Betriebe, in denen Gewerkschaften und Tarifverträge keine große Rolle spielen."

+++ 12.58 Uhr: Ditfurth-Tweet zur Dresdner Bombenentschärfung löst Empörung aus +++

Die ehemalige Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth, 66, hat mit einem Tweet zur Bombenentschärfung in Dresden teils scharfe Reaktionen ausgelöst. "Die Bombe weiß, wo sie ist", twitterte Ditfurth. Verlinkt war Berichterstattung über die schwierige Entschärfung, für die rund 9000 Menschen ihre Wohnungen verlassen mussten. Offenbar bezog sich Ditfurth auf die unregelmäßigen Kundgebungen des islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bündnisses. Viele Twitter-Nutzer zeigten wenig Verständnis. "Sehr, sehr geschmacklos", schrieb eine Nutzerin. "Peinlicher Zynismus", hieß es auf einem anderen Account.


+++ 12.41 Uhr: Nordkorea hat seine Atomtestanlage unbrauchbar gemacht +++

Nordkorea - Blick auf die Atomanlage Punggye-ri

Blick auf die Atomanlage Punggye-ri: Laut übereinstimmenden Medienberichten hat Nordkorea die Einrichtung unbrauchbar gemacht.

DPA

Nordkorea hat sein Atomtestgelände unbrauchbar gemacht. Das berichten übereinstimmend die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap, der Sender Sky News und die Nachrichtenagentur AP. Als Zeichen der Bereitschaft zu einer Deeskalation hatte Pjöngjang die Zerstörung des Atomtestgeländes Punggye Ri für diese Woche angekündigt. Ein Korrespondent des US-Nachrichtensenders CBS berichtet von vor Ort, er sei Zeuge mehrerer Explosionen geworden. Nordkorea habe mitgeteilt, dass die Anlage im Nordosten des Landes zerstört worden sei.

+++ 12.15 Uhr: Rakete bei MH17-Abschuss stammte laut Ermittlern von russischer Militärbrigade +++

Fast vier Jahre nach dem Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine haben internationale Ermittler die Rakete einer russischen Militärbrigade zugeordnet. Die von den Niederlanden geleitete Untersuchungskommission sei zu dem Schluss gekommen, dass die Rakete vom Typ Buk-Telar, mit der die Passagiermaschine von Malaysia Airlines im Juli 2014 abgeschossen wurde, von der 53. Flugabwehrbrigade im russischen Kursk "stammte", erklärte der Ermittler Wilbert Paulissen in Utrecht. "Die 53. Brigade ist Teil der russischen Streitkräfte", fügte er hinzu.

Von den Niederlanden geleitete strafrechtliche Ermittlungen waren bereits im September 2016 zu dem Ergebnis gekommen, dass die malaysische Maschine über dem Gebiet der prorussischen Separatisten unter Beschuss geraten sei. Kurz zuvor sei eine Buk-Rakete aus Russland geliefert und der Raketenwerfer nach dem Abschuss wieder "zurück nach Russland" gebracht worden. Moskau wies die Ermittlungsergebnisse damals als "politisch motiviert" zurück.

+++ 11.30 Uhr: Gift im Babybrei - Mann wegen versuchten Mordes in fünf Fällen angeklagt +++

Weil er Babynahrung vergiftet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Ravensburg einen Mann wegen versuchten Mordes in fünf Fällen angeklagt. Außerdem werden dem mutmaßlichen Supermarkt-Erpresser versuchte besonders schwere räuberische Erpressung in sieben Fällen und gemeingefährliche Vergiftung vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Der 54 Jahre alte Angeklagte hatte zugegeben, im September 2017 den Giftstoff Ethylenglykol in fünf Gläser mit Babynahrung gemischt und diese in Läden in Friedrichshafen am Bodensee platziert zu haben. Mit der Drohung, 20 weitere vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen, wollte der Mann 11,75 Millionen Euro von Handelsunternehmen erpressen. Die Polizei konnte ihn jedoch Ende September im Raum Tübingen festnehmen und die vergifteten Produkte sicherstellen. Jede Portion davon wäre tödlich gewesen, teilte damals die Polizei mit.

Gift im Babybrei - Anklage gegen mutmaßlichen Supermarkt-Erpresser

Weil er Babynahrung vergiftet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Ravensburg einen Mann wegen versuchten Mordes in fünf Fällen angeklagt

Picture Alliance


+++ 11.22 Uhr: Nach Drohungen gegen Gymnasium Verdächtige vernommen +++

Nach den Drohungen gegen ein Gymnasium im sächsischen Auerbach will die Polizei an diesem erste Ermittlungsergebnisse bekanntgeben. Zwei Verdächtige seien mittlerweile vernommen worden, teilte die Polizei in Zwickau mit. Der Mann und ein Jugendlicher waren am Mittwoch festgenommen worden. Den Angaben zufolge waren sie durch Hinweise sowie durch Ermittlungen von IT-Spezialisten auf einer Internetseite, auf der die Drohungen veröffentlicht worden waren, unter Verdacht geraten. Das Gymnasium blieb wie schon am Mittwoch auch am Donnerstag geschlossen. Es werde kein Unterricht geben, alle Schüler würden gebeten, zu Hause zu bleiben, teilte die Schule auf ihrer Webseite mit.

Nach Polizeiangaben hatte ein Unbekannter über mehrere Monate hinweg Lehrer belästigt. Er hatte über das Internet Waren an die Privatadressen von Lehrkräften geschickt und auch andere aufgerufen, anonyme Bestellungen zu versenden. Am Montag kam es dann zu einer Drohung, wie es hieß. Die Schulleitung entschloss sich daraufhin, den Unterricht sicherheitshalber ausfallen zu lassen.

+++ 11 Uhr: Weinstein-Ermittlungen auf US-Bundesebene ausgeweitet +++

Die Ermittlungen gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe sind Berichten zufolge in den USA auf Bundesebene ausgeweitet worden. Die Ermittler wollen unter anderem herausfinden, ob der 66-Jährige etwa Frauen dazu gebracht habe, über Staatsgrenzen hinweg zu reisen, um sie belästigen zu können, berichtete das "Wall Street Journal". Ein solches Vorgehen Weinsteins würde demnach eine Anklage rechtfertigen. Laut "New York Times" wird auch untersucht, ob Weinstein gegen das Anti-Stalking-Gesetz verstoßen habe, etwa um Opfer einzuschüchtern.

+++ 10.35 Uhr: Aktivisten melden mindestens zwölf Tote bei US-geführten Luftangriffen in Syrien +++

Bei Luftangriffen der US-geführten Koalition auf Militärposten im Osten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mindestens zwölf regierungstreue Kämpfer getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurden bei einem Angriff auf eine Stellung südlich von Albu Kamal mindestens drei Fahrzeuge zerstört. Die getöteten Kämpfer waren demnach keine Syrer. Angaben zu ihrer Nationalität machte die Beobachtungsstelle aber nicht. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien, ihre Angaben sind kaum unabhängig zu überprüfen.

+++ 10.25 Uhr: Thailändische Polizei nimmt Mönche bei Tempel-Razzien fest +++

Bei einer großen Razzia in buddhistischen Tempeln hat die Polizei in Thailands Hauptstadt Bangkok mindestens sechs Mönche festgenommen. Den Geistlichen wird nach Informationen der Tageszeitung "Bangkok Post" unter anderem Geldwäsche, Veruntreuung und Diebstahl zur Last gelegt. An der Aktion in fünf verschiedenen Tempeln waren mehr als 200 Polizisten beteiligt.

Insgesamt gibt es in Thailand etwa 300.000 buddhistische Mönche, die mit ihren orangefarbenen Gewändern auch im Straßenbild auffallen. Immer wieder kommen Vorwürfe hoch, dass sich einige von ihnen systematisch bereichern. Einer der bekanntesten Mönche des Königreichs, Phra Dhammachayo, ist seit mehr als einem Jahr völlig von der Bildfläche verschwunden. Inzwischen wird der 73-Jährige mit Haftbefehl gesucht. Von den etwa 67 Millionen Thailändern sind mehr als 90 Prozent buddhistischen Glaubens.

+++ 8.10 Uhr: Update Deutsche Bank: "Müssen uns auf das konzentrieren, was wir können"

Der Großteil des Stellenabbaus bei der Deutschen Bank soll bereits im Jahr 2018 erfolgen. "Wir stehen zu unserer Unternehmens- und Investmentbank und bleiben international - daran werden wir nicht rütteln", erklärte der neue Vorstandsvorsitzende Christian Sewing. "Wir sind Europas Alternative im internationalen Finanzierungs- und Kapitalmarktgeschäft. Aber wir müssen uns auf das konzentrieren, was wir wirklich gut können." Bei der Hauptversammlung muss Sewing die Anteilseigner von seinem geplanten Kurswechsel überzeugen. Er hatte bereits Ende April angekündigt, das Investmentbanking - einst Quelle großer Gewinne - einschrumpfen und die Bank auf das Geschäft mit Privat- und Unternehmenskunden in Europa ausrichten zu wollen. Ein Stellenabbau sei dabei unvermeidlich. Mit dem Umbau will die Deutsche Bank die Kosten senken.

+++ 7.50 Uhr: Deutsche Bank will mehr als 7000 Stellen streichen +++

Die Deutsche Bank will nach eigenen Angaben mehr als 7000 Stellen streichen. Wie die Deutsche Bank am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte, soll sich die Zahl der Vollzeitstellen im Zuge des geplanten Konzernumbaus von derzeit etwas mehr als 97.000 auf "deutlich unter" 90.000 verringern. Der Stellenabbau sei bereits im Gange.

+++ 7.20 Uhr: Medien: Zwei Tote und viele Verletzte bei Zugunglück in Italien +++

Bei einem Zugunglück in Italien sind Medienberichten zufolge zwei Menschen ums Leben gekommen und viele weitere verletzt worden. Der Zug sei in der Nacht zum Donnerstag bei Turin im Norden Italiens entgleist, nachdem er an einem Bahnübergang in einen Lastwagen gerast sei, berichteten örtliche Medien. Drei Waggons entgleisten, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Das Unglück ereignete sich dem italienischen Bahnbetreiber RFI zufolge um 23.20 Uhr am Mittwochabend. Der Regionalzug auf der Strecke von Turin nach Ivrea sei in den Schwertransporter gerast, der zuvor die Bahnschranke durchbrochen und auf dem Übergang gestanden habe. Ersten Erkenntnissen zufolge sei der Lokführer ums Leben gekommen, hieß es in der RFI-Erklärung. Viele Passagiere wurden demnach verletzt. Das zweite Todesopfer war Medienberichten zufolge ein Mann aus einem Kleinlastwagen, der den Schwertransporter begleitet hatte.

Zugunglück in Italien: Es gibt mehrere Tote und Verletzte

Zugunglück in Italien: Es gibt mehrere Tote und Verletzte

DPA


+++ 6.30 Uhr: Nordkorea nennt Äußerungen von Pence "ignorant und dumm" +++

Nordkorea hat die Rhetorik gegenüber den USA wieder verschärft und erneut mit einer Absage des geplanten Gipfeltreffens mit US-Präsident Donald Trump gedroht. Die nordkoreanische Vize-Außenministerin Choe Son Hui bezeichnete jüngste Äußerungen von US-Vizepräsident Mike Pence am Donnerstag als "ignorant und dumm", wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete. "Ich kann meine Verwunderung über solche ignoranten und dummen Äußerungen aus dem Mund des US-Vizepräsidenten nicht zurückhalten", hieß es in der von KCNA verbreiteten Erklärung Choes. "Wir werden die USA weder um einen Dialog anflehen noch die Mühen auf uns nehmen, sie zu überzeugen, wenn sie sich nicht mit uns zusammensetzten wollen", erklärte Choe. Sie werde Kim empfehlen, den Gipfel abzusagen, sollte Washington weitere derartige Drohungen äußern. Pence hatte Kim in einem am Montag veröffentlichten Interview gewarnt, er solle Trump nicht herausfordern. Dies wäre ein "großer Fehler". Pence warnte außerdem, Nordkorea könne wie Libyen enden, wenn Kim keinen "Deal" mache. 

+++ 6 Uhr: Weiter Unwetter im Süden und der Mitte Deutschlands +++

Auch am Donnerstag trüben Gewitter im Süden und der Mitte Deutschlands wieder den Himmel. Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) rechnen mit Schauern, örtlich auch heftigem Starkregen und Hagel. Das Unwetter soll sich bis zum Erzgebirge und dem Südosten Bayerns ausdehnen. Im Norden und Nordosten soll es heiter bis sonnig und trocken bleiben. Schon am Mittwoch hatte es im Süden und der Mitte Deutschlands gewittert - wie auch am Vortag. Die Zahl der Einsätze für Polizei und Feuerwehr blieb aber überschaubar, wie Sprecher in den Präsidien und Leitstellen der Länder in der Nacht zum Donnerstag sagten.

+++ 3.30 Uhr: Merkel beginnt politische Gespräche in Peking +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Donnerstag in Peking ihre politischen Gespräche begonnen. Nach der Ankunft am Morgen traf die Kanzlerin mit Regierungschef Li Keqiang zu einem informellen Frühstück zusammen. Nach dem Empfang mit militärischen Ehren stand ein Gespräch in großer Runde mit den Delegationen und eine Sitzung des gemeinsamen Wirtschaftsausschusses auf dem Programm. Die Reise wird überschattet von den Auseinandersetzungen über den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran und dem Tauziehen um das nordkoreanische Atomwaffen- und Raketenprogramm. Vor dem Hintergrund des Handelsstreits mit den USA will sich Merkel für eine größere Öffnung des chinesischen Marktes einsetzen. Es gibt auch Klagen über erzwungenen Technologietransfer, den mangelnden Schutz geistigen Eigentums.

+++ 3 Uhr: "Bild"-Bericht - mehr als eine Million Anträge auf Rente mit 63 +++

Die Zahl der Anträge auf die Rente mit 63 ist einem Zeitungsbericht zufolge auf über eine Million gestiegen. Seit Einführung der Rente mit 63 im Juli 2014 hätten die Rententräger bis Ende April dieses Jahres 1.005.777 neue Anträge dieser Rentenart registriert, berichtete die "Bild"-Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung. 985.299 Anträge wurden demnach in diesem Zeitraum bewilligt. Die Zahl der Anträge habe die Erwartungen der Bundesregierung überstiegen, die im Gesetzentwurf zur Rente mit 63 noch mit 200.000 Anträgen im Jahr gerechnet habe, heißt es in dem Bericht. 

+++ 1 Uhr: Federbett auf US-Autobahn nach Unfall +++

Geteert und dann auch noch gefedert: Nach einem Unfall auf einer Autobahn bei Tacoma im US-Staat Washington hat ein Lastwagen seine komplette Ladung von knapp 18 Tonnen Hühnerfedern verloren. Wie die Polizei nach Angaben des Senders FoxNews am Mittwoch berichtete, war der Fahrer des Sattelschleppers am Lenkrad eingeschlafen. Den Bergungsteams stand ein hartes Stück Arbeit bevor, trotz weicher und leichter Federn auf dem Asphalt. "Einer unserer Experten hat errechnet - 40 000 Pfund Hühnerfedern sind etwa 18 Millionen Federn, und die wiegen genauso viel wie 40 000 Pfund Ziegel", hieß es.

+++ 0.10 Uhr: Tesla-Chef Musk teilt gegen "Heuchelei der großen Medien" aus +++

Tesla-Chef Elon Musk hat die "großen Medienunternehmen" scharf angegriffen. Die Öffentlichkeit respektiere sie nicht mehr, weil sie "selbstgefällige Heuchelei" betrieben, schrieb der Tech-Milliardär am Mittwoch bei Twitter. Dabei verlinkte Musk auf den Autoblog "Electrek", der einen Analysten mit der Einschätzung zitierte, Teslas Aktien könnten steigen, weil die Negativität ihren Höhepunkt erreicht haben dürfte und zuletzt "zunehmend unerhebliche" Berichte die Nachrichten dominiert hätten.  

In einem Schlagabtausch mit einem Reporter des Tech-Portals "The Verge" behauptete Musk dann, dass niemand mehr der Presse traue. Dies sei auch der Grund, warum US-Präsident Donald Trump gewählt wurde. "Ihr habt eure Glaubwürdigkeit schon vor langer Zeit verloren."

mad / ivi / feh / fs / DPA / AFP