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News des Tages: Verwirrung um Berichte zu US-Laptop-Verbot für Flüge aus Europa

Streit im Ruhrgebiet eskaliert: Mann schüttet Säure auf Nachbarn +++ Ministerpräsident Sellering tritt von allen Ämtern zurück +++ 15-Jährige ertrinkt im Münchner Eisbach +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker. 

Ein Laptop in einem Plastikbehälter an der Sicherheitskontrolle am Flughafen

Ein Laptop in einem Plastikbehälter an der Sicherheitskontrolle am Flughafen (Symbolbild)

Die aktuellsten Nachrichten für Sie im Überblick.

+++ 19.24 Uhr: Verwirrung um Berichte zu US-Laptop-Verbot für Flüge aus Europa +++

Verzichten die USA nun auf das geplante Verbot für Laptops auf Flugverbindungen mit Europa oder nicht? Das US-Heimatschutzministerium hat Berichten widersprochen, wonach eine Ausweitung des US-Laptop-Verbots auf Flüge aus Europa vom Tisch sei. "Diese Berichte sind absolut falsch", sagte ein Ministeriumssprecher der DPA in Washington und kündigte eine ausführliche Erklärung an. Zuvor hatte es aus Kreisen der EU-Kommission in Brüssel geheißen, die USA verzichteten auf eine Ausweitung des Laptop-Verbots in der Kabine für Flüge von und nach Europa. Ein ähnliches Verbot haben die USA bereits für Flüge ausgesprochen, die zu zehn Flughäfen des Nahen Ostens und Nordafrikas führen oder von dort kommen. Großbritannien führte ein ähnliches Verbot ein. Die Überlegungen der USA gehen auf Geheimdienstinformationen zurück. Terrororganisationen sollen Methoden entwickelt haben, um Sprengsätze in Laptops und anderen elektronischen Geräten zu verbergen.

+++ 19.10 Uhr: USA und Russland streiten um mutmaßlichen Hacker +++

Das Tauziehen um einen mutmaßlichen russischen Hacker, der Millionen Passwörter sozialer Netzwerke gestohlen haben soll, dauert an: Der 29-Jährige könne sowohl an die USA als auch an Russland ausgeliefert werden, entschied ein Gericht in Prag der Agentur CTK zufolge am Dienstag. Die ihm angelasteten Delikte seien auch in Tschechien strafbar und nicht verjährt. Die letzte Entscheidung liegt damit bei Justizminister Robert Pelikan.

Die US-Behörden werfen dem Mann vor, sich Zugang zu den Daten des sozialen Netzwerks LinkedIn verschafft zu haben. Millionen Passwörter mussten demnach im Jahr 2012 zurückgesetzt werden. Dafür drohen dem Mann dort bis zu 30 Jahre Haft und eine Geldstrafe in Millionenhöhe. Nach einem Hinweis der US-Bundespolizei FBI war er am 5. Oktober in einem Prager Hotel festgenommen worden. In Russland geht es um Cyberdiebstahl mit einer vergleichsweise geringen Schadenssumme. Kritiker sehen hinter dem Gesuch Moskaus daher einen Versuch, die Auslieferung an die USA zu verhindern. "Ich habe damit nichts zu tun, das ist alles eine Lüge", verteidigte sich der Mann vor Gericht. Er besitze keinen Computer und verdiene seinen Lebensunterhalt mit dem Tuning von Autos. 

+++ 18.58 Uhr: US-Polizist nach tödlichen Schüssen auf Zwölfjährigen entlassen +++

In der US-Stadt Cleveland ist ein Polizist entlassen worden, der 2014 den zwölfjährigen Schwarzen Tamir Rice erschossen hatte. Nach Angaben von US-Medien teilte die Polizei mit, der Beamte sei wegen absichtlich falscher Angaben in seinen Bewerbungsunterlagen entlassen worden. Er sei außerdem noch in der Probezeit gewesen. Die tödlichen Schüsse wurden nicht als Grund angegeben. 

Der Junge hatte im November 2014 auf einem Parkplatz mit einer Spielzeugpistole hantiert. Ein Passant sah das und alarmierte die Polizei, wies aber darauf hin, dass es sich möglicherweise nicht um eine echte Waffe handele. Diese Information gab die Notrufzentrale vermutlich nicht an die Polizisten weiter. Weniger als drei Sekunden nach dem Eintreffen eines Streifenwagens vor Ort schoss einer der Polizisten auf Rice.

+++ 18.44 Uhr: Rehkitz wird bei Unfall aus Mutterleib gerissen - und überlebt +++

Ein noch ungeborenes Rehkitz ist bei einem Autounfall aus dem Mutterleib gerissen worden - und hat überlebt. Wie die Polizei mitteilte, erfasste und tötete vor mehr als drei Wochen ein Auto das Muttertier auf einer Straße bei Winterbach in Baden-Württemberg. Dabei wurden zwei Kitze aus dem Mutterleib gerissen - eines überlebte und blieb auf der Straße liegen. Eine Autofahrerin legte es demnach auf den Grünstreifen, wo Beamte es fanden - und zu einer Tierärztin brachten. Das Kitz hat überlebt. Die Polizisten durften dem Tier jetzt einen Namen geben. Es heißt "Caro" - nach einer Kollegin, die sich nach dem Unfall besonders liebevoll um das Kitz kümmerte. "Caro" lebt jetzt in einem Freigehege am Bodensee.

+++ 17.18 Uhr: Polizei rettet Entenküken +++

Die Polizei in Wittenberg in Sachsen-Anhalt hat vier Entenküken das Leben gerettet. Passanten hielten Dienstagvormittag einen Streifenwagen an der Hafenbrücke an und wiesen die Beamten auf die ungewöhnlichen "Verkehrsteilnehmer" hin, wie die Polizei in Lutherstadt Wittenberg mitteilte. Die zwei Beamten fingen die Kleinen ein und brachten sie ins Revier. Dort wurden sie von Mitarbeitern des Tierparks abgeholt. Die Entenmutter wurde nicht gefunden.

+++ 17.16 Uhr: Gabriel - Verhältnis zu USA nicht zwischen Bierzelt und Twitter regeln +++

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) will nach dem indirekten Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Druck aus der Debatte nehmen. Es sei "nicht angemessen, dass wir zwischen Bierzelt und Twitter kommunizieren", sagte Gabriel in Berlin. Es gebe zwar aktuell eine schwierige Lage. Er sei aber zuversichtlich, dass Berlin und Washington mittelfristig wieder zu einem besseren Verhältnis finden würden.

+++ 17.12 Uhr: Juncker weist Vorwürfe in Panama-Affäre zurück +++

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat sich im Panama-Untersuchungsausschuss des Europaparlaments gegen den Vorwurf verteidigt, Mitverantwortung an massiver Steuerhinterziehung über sein Heimatland zu tragen. "Ich glaube nicht, dass es im politischen Bereich Verantwortlichkeiten zu suchen gibt", sagte der langjährige Regierungschef von Luxemburg (1995-2013) in Brüssel. In der Politik sei man über die Machenschaften der Handelnden nicht auf dem Laufenden gewesen.

+++ 17.06 Uhr: Zweijährige stürzt aus viertem Stock - und überlebt +++

Ein zweijähriges Mädchen hat im mittelfränkischen Treuchtlingen einen fast zwölf Meter tiefen Sturz aus dem Fenster ohne Brüche überstanden. Nach Polizeiangaben fiel das Kleinkind am Vorabend aus dem vierten Stock eines Mehrfamilienhauses auf eine Rasenfläche - glücklicherweise nicht auf einen betonierten Kellerschacht direkt daneben. Das Mädchen war zuvor in einem unbeobachteten Moment im Kinderzimmer auf einen Schreibtisch geklettert, der vor einem geöffneten Fenster stand. Die Mutter bemerkte den Unfall erst, als sie ihre Tochter schreien hörte. Das Kind hat sich bei dem Sturz einige Prellungen zugezogen.

+++ 15.57 Uhr: Freispruch für Brüder im Prozess zum Mord an Hatun Sürücü +++

Mehr als zwölf Jahre nach dem Mord an der Deutsch-Türkin Hatun Sürücü in Berlin sind zwei ihrer Brüder in der Türkei in allen Anklagepunkten freigesprochen worden. Das Gericht für schwere Straftaten in der Metropole Istanbul erklärte am Dienstag, man könne den 36 und 38 Jahre alten Angeklagten den Vorwurf der Beihilfe zur vorsätzlichen Tötung an ihrer Schwester nicht nachweisen.

Es seien "nicht genügend eindeutige und glaubhafte, klare Beweise gefunden werden können", hieß es in der Begründung des Gerichts. Der ältere der beiden Angeklagten wurde zudem wegen Mangel an Beweisen vom Vorwurf des illegalen Waffenbesitzes freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft hatte den beiden Beschuldigten vorgeworfen, im Jahr 2005 den jüngsten Bruder - der in Deutschland seine Jugendstrafe bereits verbüßt hat und in Istanbul nicht angeklagt wurde - mit dem Mord an ihrer kleinen Schwester beauftragt zu haben. Das Ziel der beiden Angeklagten sei es gewesen, die Familienehre wieder herzustellen. Den ältesten der Bruder hatte sie zudem beschuldigt, die Tatwaffe besorgt zu haben. Für beide Angeklagten hatte die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft gefordert.

Der jüngste Bruder hatte Hatun Sürücü im Februar 2005 an einer Bushaltestelle in Berlin erschossen. Dafür wurde er in Deutschland zu neuneinhalb Jahre Jugendstrafe verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe wurde er in die Türkei abgeschoben. Damals gab er zu Protokoll, den westlichen Lebensstil seiner Schwerster verachtet zu haben.  

Der Tod von Hatun Sürücü machte als "Ehrenmord" Schlagzeilen (Archivbild)

Der Tod von Hatun Sürücü machte als "Ehrenmord" Schlagzeilen. Zwei Brüder des Opfers wurden jetzt von einer möglichen Mittäterschaft freigesprochen (Archivbild)


+++ 15.04 Uhr: Streit in Nordrhein-Westfalen eskaliert: Mann schüttet Säure auf Kontrahenten +++

Bei einem Nachbarschaftsstreit hat ein 64-Jähriger im Ruhrgebiet aus einer Flasche offenbar Schwefelsäure auf zwei Kontrahenten geschüttet und sie dadurch schwer verletzt. Die betroffene 35-jährige Frau und ihr 29 Jahre alter Bekannter mussten nach der Auseinandersetzung am Montagabend in Mülheim an der Ruhr von Rettungskräften versorgt werden, wie die Polizei mitteilte. Der 64-Jährige wurde festgenommen.

In der Wohnung des mutmaßlichen Täters fanden Polizisten weitere Flaschen mit möglicherweise gefährlichem Inhalt. Nach ersten Erkenntnissen ging dem handfesten Streit ein schon länger schwelender Konflikt zwischen den drei Beteiligten voraus. Laut Polizei erlitten die 35-Jährige und der 29-Jährige durch die Säure "schwere, möglicherweise bleibende Verletzungen".

+++  14.50 Uhr: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst +++

Die brandenburgische Polizei hat in der Uckermark einen 17 Jahre alten syrischen Terrorverdächtigen festgenommen, der einen Selbstmordanschlag in Berlin geplant haben soll. Dies teilte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) in Potsdam mit.

+++ 14.46 Uhr: Gentiloni pflichtet Merkel bei: EU muss Zukunft selbst anpacken +++

Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni hat sich wie Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein eigenständigeres Europa ausgesprochen. Italien teile die Ansicht, dass es notwendig sei, "dass die Europäer ihre eigene Zukunft selbst in die Hand nehmen", sagte Gentiloni nach einem Treffen mit Kanadas Premierminister Justin Trudeau in Rom.

Das schmälere nicht die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen und der Allianz mit den Vereinigten Staaten. "Aber diese Bedeutung, die wir diesen Beziehungen geben, darf uns nicht dazu bringen, fundamentale Prinzipien aufzugeben, wie unser Engagement gegen den Klimawandel, für eine offene Gesellschaft und den internationalen Freihandel."

+++ 14.28 Uhr: Hubertus Heil wird SPD-Generalsekretär +++

Der SPD-Fraktionsvize im Bundestag, Hubertus Heil, wird neuer SPD-Generalsekretär. Das sagte der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz in der Fraktion, wie die dpa erfuhr. Heil war schon einmal Generalsekretär der SPD.


+++ 14.23 Uhr: 15-Jährige ertrinkt im Münchner Eisbach +++

Eine 15-jährige Schülerin ist beim Baden mit Freundinnen im Münchner Eisbach ertrunken. Sie konnte nicht schwimmen. Die Mädchen hatten sich am Montag im Englischen Garten auf einer Liegewiese aufgehalten, teilte die Polizei am Dienstag mit. Sie hätten sich unmittelbar am Wasser zu viert in einer Reihe aufgestellt. "Dabei nahmen sie sich an den Händen und wollten zusammen in den Eisbach springen", heißt es im Polizeibericht. Dass eine von ihnen nicht schwimmen konnte, wussten die Freundinnen nicht.

Unmittelbar vor dem Sprung hätten die beiden äußeren Mädchen losgelassen, sodass nur die beiden in der Mitte, darunter die 15-Jährige, ins Wasser sprangen. Plötzlich sei die 15-Jährige verschwunden gewesen. Die Mädchen hätten sofort gesucht, andere Badegäste halfen. Als sie die Schülerin nicht finden konnten, setzten sie fünf Minuten später einen Notruf ab.

Einsatzkräfte entdeckten die Schülerin kurz nach 19.00 Uhr leblos an einem Wehr. 

+++ 14.11 Uhr: Großbritannien: May will Brexit notfalls auch ohne "Deal" +++

Zehn Tage vor der Wahl in Großbritannien hat Premierministerin Theresa May bei einem Fernsehauftritt mit Oppositionsführer Jeremy Corbyn ihre harte Linie für die anstehenden Brexit-Verhandlungen bekräftigt. "Kein Deal ist besser als ein schlechter Deal", sagte May am Montagabend. Corbyn forderte dagegen, auf jeden Fall einen Austrittsvertrag mit der EU auszuhandeln.

Die Premierministerin und ihr Herausforderer von der oppositionellen Labour-Partei lieferten sich in der Sendung von SkyNews und Channel 4 keinen direkten Schlagabtausch, sondern beantworteten getrennt voneinander die Fragen von Zuschauern aus dem Studio und von Moderator Jeremy Paxman. Eine direktes Fernsehduell mit Corbyn hatte May abgelehnt.

+++ 14.07 Uhr: Nach Panne bei British Airways: Flugbetrieb normalisiert sich +++

Nach dem Computer-Chaos bei British Airways (BA) mit verspäteten und gestrichenen Flügen weltweit läuft der Betrieb an den Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick wieder normal. "Unsere Computer-Systeme funktionieren wieder", teilte die Airline am Dienstag auf ihrer Webseite mit. Alle Flüge sollten planmäßig starten.
Eine IT-Panne hatte am Samstag den Flugbetrieb bei BA lahmgelegt. Alle Flüge von Heathrow und Gatwick wurden abgesagt. Weltweit kam es zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen - ausgerechnet an dem Wochenende, an dem viele Menschen in Großbritannien wegen eines Feiertags am Montag und einer Ferienwoche in den Urlaub aufbrechen wollten. Die Ursache des IT-Ausfalls soll ein Problem in der Stromversorgung gewesen sein.

++ 14.00 Uhr: "Sehr schlecht für USA" - Trump geht Merkel auf Twitter an +++

Der Ton zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump verschärft sich. Nach der heftigen Kritik Deutschlands an der US-Politik schlägt Präsident Donald Trump zurück. Am Dienstag übte er auf Twitter massive Kritik am Handelsüberschuss Deutschlands und den aus seiner Sicht geringen Militärausgaben und fügte hinzu: "Sehr schlecht für die USA. Das wird sich ändern." Das Handelsdefizit ist der US-Regierung seit längerem ein Dorn im Auge. Bei den Verteidigungsausgaben pocht Washington in der Nato auf eine massive Erhöhung auch seitens der Bundesregierung, die ihrerseits auf eine deutliche Anhebung dieses Postens verweist. 

+++ 11.46 Uhr: Russland hat laut Straßburger Gericht Recht auf freie Wahl verletzt +++

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Russland wegen einer Verletzung des Rechts auf freie Wahlen verurteilt. Es ging dabei um umstrittene Neuauszählungen bei der Parlamentswahl im Dezember 2011 sowie der zeitgleich durchgeführten Wahl zur Sankt Petersburger Versammlung. Fälschungsvorwürfe hatten damals zu Protesten von tausenden Regierungsgegnern geführt. Die Straßburger Richter können den Verdacht von Manipulationen nur begrenzt prüfen, wie sie in ihrem Urteil klarstellten. Sie hielten den Vorwurf der Kläger aber für vertretbar, dass die Neuauszählung unfair abgelaufen sei. Das Ausmaß der Nachzählung, deren unklare Begründung sowie das Ergebnis, das deutlich zugunsten der Regierungspartei ausgefallen sei, sprächen stark dafür.

Die Richter warfen Russland vor, die Vorwürfe anschließend nicht ernsthaft untersucht zu haben. Die Gerichte hätten sich damit begnügt, triviale Formalitäten zu prüfen und Beweise für ernsthafte Verfahrensverstöße ignoriert. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Moskau kann eine zweite Instanz beantragen. Außerdem gilt in Russland ein Gesetz, wonach das Verfassungsgericht Straßburger Urteile überprüfen kann, obwohl das Land als Mitglied des Europarats zu einer Umsetzung verpflichtet ist.

+++ 11.29 Uhr: Terrorverdächtiger in Bayern festgenommen +++

Die Polizei in Bayern hat einen 37 Jahre alten Mann festgenommen, der im Verdacht steht, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft München soll der Mann, der türkischer Staatsangehöriger ist, der islamistischen Gruppe Junud al-Sham angehören. 2013 und 2014 soll er nach Syrien gereist sein, dort an Kriegswaffen trainiert und sich an Kampfhandlungen beteiligt haben. Ihm wird zudem vorgeworfen, in Deutschland für die Terrororganisation geworben und Mitglieder rekrutiert zu haben.

Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer internationalen Razzia. Dabei durchsuchten Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) und der Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München insgesamt fünf Objekte in der Nähe von Weiden in der Oberpfalz sowie in Österreich im Raum Linz und bei Innsbruck, wie ein Sprecher sagte. Etwa 100 Beamte waren im Einsatz.

+++ 11.21 Uhr: SPD-Generalsekretärin Barley soll Familienministerin werden +++

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley soll nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA Manuela Schwesig als Bundesfamilienministerin nachfolgen. Schwesig soll Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern werden, hieß es in SPD-Kreisen. Auch "Bild" und "Spiegel Online" berichten darüber. Die Entscheidung über das Ministeramt soll noch im  Laufe des Tages bekanntgegeben werden. Zuvor hatte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen angekündigt.

+++ 11.15 Uhr: Blitzeinschlag legt Bahnübergänge lahm +++

Ein Blitzeinschlag hat in Oberfranken vier Bahnübergänge lahmgelegt. Bei dem Unwetter seien die Übergänge nahe Marktschorgast im Landkreis Kulmbach beschädigt worden, sagte ein Bahnsprecher in München. Die Bahnschranken ließen sich nicht mehr schließen. Die Lokführer mussten die Bahnübergänge selbst sichern, indem sie die Züge zuvor stoppten und prüften, ob ein Auto die Gleise überqueren will. Auf der Strecke Bayreuth-Hof kam es deshalb zu Verspätungen von bis zu 20 Minuten. Techniker wollen die Schäden im Lauf des Tages beheben.

+++ 11.10 Uhr: Bundeswehr testet Umstandsuniformen für Schwangere +++

Die Bundeswehr testet zurzeit besondere Uniformen für schwangere Soldatinnen. Bisher müssen Soldatinnen in anderen Umständen Zivilkleidung tragen, sobald die herkömmliche Uniform nicht mehr über den Babybauch passt. Es sei höchste Zeit, dass eine entsprechende Uniform eingeführt werde, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Solche Kleidung sei in anderen Armeen, etwa den Streitkräften der USA oder der Niederlande, bereits üblich.

Rund 2 Prozent der insgesamt 20.000 deutschen Soldatinnen sind nach Angaben der Bundeswehr aktuell schwanger. An dem "Trageversuch" genannten Test nehmen 60 Soldatinnen teil. Sie sollen Passform und Tragekomfort der Umstandsvariante von Dienstanzügen und Feldbekleidung beurteilen. In einem Jahr soll die fertigentwickelte Umstandsuniform flächendeckend eingeführt werden.

+++ 11.07 Uhr: Mutter muss wegen Ermordung dreier Kinder für 26 Jahre in Haft +++

Ein australisches Gericht hat eine Mutter von sieben Kindern wegen Ermordung dreier ihrer Kinder und versuchter Ermordung eines vierten Kindes zu 26 Jahren Gefängnis verurteilt. Die vor dem Krieg im Südsudan nach Australien geflüchtete 37-Jährige habe an einem "posttraumatischen Stresssyndrom" gelitten, als sie ihren Wagen 2015 absichtlich in einen See außerhalb der Metropole Melbourne steuerte, sagte der Richter. Warum sie dies getan habe, bleibe ein "tragisches Rätsel". Der einjährige Sohn und die vierjährigen Zwillinge der Frau ertranken damals, sie selbst und eine fünfjährige Tochter wurden von Rettungskräften rechtzeitig aus dem Fahrzeug gezogen. Der Richter erklärte, die von ihm verhängte Strafe sei einerseits der Schwere der Tat nicht angemessen, andererseits "unmäßig" vor dem Hintergrund des "Seelenzustands" sowie der "Not und Verzweiflung" der Angeklagten.

+++ 10.51 Uhr: Sellering hat Krebs: Umgehend massive Therapie erforderlich +++

Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschef Erwin Sellering nennt in einer Mitteilung eine völlig überraschend festgestellte Lymphdrüsen-Krebserkrankung als Grund für seinen konsequenten Rückzug aus der Politik. Diese Diagnose erfordere umgehend eine massive Therapie. "Ich werde deshalb nicht mehr in der Lage sein, das Amt des Ministerpräsidenten so auszufüllen, wie das objektiv notwendig ist und meinem Anspruch an mich selbst entspricht", erklärte Sellering.

Er war nach der Landtagswahl im vorigen September für eine dritte Amtszeit an die Spitze der SPD/CDU-Koalition gewählt worden. Erst Mitte Mai wurde der 67-Jährige auf einem Parteitag in Rostock als Landesvorsitzender bestätigt.

+++ 10.44 Uhr: McCain: Putin ist gefährlicher als der IS +++

Der einflussreiche US-Senator John McCain hält den russischen Staatschef Wladimir Putin für eine größere Bedrohung für die weltweite Sicherheit als die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). "Ich denke, er ist die erste und wichtigste Bedrohung, mehr noch als der IS", sagte McCain im australischen Fernsehsender ABC mit Blick auf die mutmaßliche russische Einflussnahme auf die US-Wahl.

Die IS-Miliz tue zwar "schreckliche Dinge", sagte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im US-Senat. Russland habe aber versucht, das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl zu beeinflussen und damit die "Grundlagen der Demokratie zu zerstören". Zwar gebe es dafür bisher keine Beweise, räumte McCain ein. Russland versuche aber weiterhin Wahlen zu manipulieren, zuletzt etwa die Präsidentschaftswahl in Frankreich.

+++ 10.25 Uhr: Ministerpräsident Sellering tritt von allen Ämtern zurück +++

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering tritt aus gesundheitlichen Gründen von all seinen Ämtern zurück. Der SPD-Politiker erklärte, bei ihm sei überraschend eine Krebserkrankung festgestellt worden. Er habe Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) als Nachfolgerin für beide Ämter vorgeschlagen, teilten der SPD-Landesverband und die Staatskanzlei in Schwerin mit.

+++ 10 Uhr: Wetterdienst warnt vor Gewittern und Starkregen +++

Auf weitere Gewitter, Starkregen und Sturmböen müssen sich mehrere Bundesländer einstellen. Nach Voraussage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind Teile von Rheinland-Pfalz und Bayern, der Süden Nordrhein-Westfalens und ein breiter Streifen bis nach Ostdeutschland betroffen. Örtlich seien Unwetter und Starkregen mit 25 bis 40 Litern pro Quadratmeter möglich. Auch mit Hagel und Sturmböen sei zu rechnen.

Am Dienstagmorgen zogen Gewitter über Norddeutschland. In Nahe im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein schlug ein Blitz in ein Wohnhaus ein und setzte den Dachstuhl in Brand, wie ein Polizeisprecher sagte. Menschen wurden nicht verletzt. Auf der Autobahn 7 bei Hamburg behinderte Starkregen den morgendlichen Berufsverkehr.

+++ 8.33 Uhr: Ryanair legt trotz sinkender Ticketpreise zu +++

Europas größter Billigflieger Ryanair hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz des harten Preiskampfes zwischen den Airlines weiter zugelegt. Für die zwölf Monate bis Ende März stand unter dem Strich ein Gewinn von gut 1,3 Milliarden Euro, wie die Iren in Dublin mitteilten. Das sind zwar fast 16 Prozent weniger als im Vorjahr, als der Verkauf der Beteiligung an der Fluglinie Aer Lingus das Ergebnis nach oben getrieben hatte. Rechnet man den Effekt heraus, wäre der Gewinn aber sechs Prozent gestiegen.

+++ 8 Uhr: Panamas Ex-Diktator Noriega im Alter von 83 Jahren gestorben +++

Panamas Ex-Diktator Manuel Noriega ist tot. Er starb in der Nacht zum Dienstag im Alter von 83 Jahren in Panama-Stadt, wie die Regierung mitteile. Noriega hatte das zentralamerikanische Land von 1983 bis zu einer US-Invasion 1989 als Militärmachthaber mit harter Hand regiert. Später saß er im Gefängnis. Seit einer Hirntumor-Operation im März hatte Noriega im Krankenhaus gelegen.

+++7.28 Uhr: Explosion bei Munitionssammler in Hennef löst Großeinsatz aus +++

Vermutlich die große Hitze der Sonne hat in Hennef an der Sieg (Nordrhein-Westfalen) unerlaubt gelagerte Weltkriegsmunition zur Explosion gebracht. Verletzt wurde dabei niemand. Die Explosion löste aber am Montag einen Brand aus und führte zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Weil die Einsatzkräfte weitere Detonationen befürchteten, räumten sie mehrere Häuser. Sie fanden weitere Munition, die Sprengstoffexperten von Bundespolizei und Landeskriminalamt schließlich kontrolliert auf einem Feld sprengten.

+++ 6.43 Uhr: Frau in Aachen durch Blitzschlag getötet +++

Eine Frau ist in Aachen vom Blitz erschlagen worden. Die 73-Jährige sei am Stadtrand mit ihrem Fahrrad unterwegs gewesen und offenbar von einem Gewitter überrascht worden, sagte ein Polizeisprecher. Ein Spaziergänger habe sie am Montagabend gefunden. Einer Mitteilung der Feuerwehr zufolge ließ der Stromstoß die Kette ihres Rades schmelzen. Die Seniorin sei unter einem Baum gefunden worden, der Rettungsdienst habe nur noch ihren Tod feststellen können.

+++ 6.25 Uhr: Führerloser Laster verfehlt Kleinkind knapp und überrollt 65-Jährigen +++

Ein offenbar nicht ausreichend gesicherter Kleinlaster ist eine abschüssige Straße hinabgerollt und hat einen Senioren vor den Augen seiner Tochter getötet. Der Mann sei in Gemmingen bei Heilbronn überrollt und eingeklemmt worden und noch an der Unfallstelle gestorben, teilte die Polizei in der Nacht mit. Der 65-Jährige hatte im Garten mit seiner Tochter und einem Kleinkind gespielt. Alle drei sahen den Laster offenbar nicht kommen. Die 36-jährige Tochter konnte laut Polizei gerade noch das Kleinkind beiseite ziehen, als das Fahrzeug über den Gehsteig in den Garten rollte und ihren Vater erfasste. Sie selbst wurde von dem Laster gestreift und leicht verletzt. Notfallseelsorger betreuten sie nach dem Unfall am Montagnachmittag.

+++ 5.20 Uhr: Pflegemafia unterhält teils bundesweite Betrugsnetzwerke +++

Rund 230 russisch-eurasische ambulante Pflegedienste stehen Medienberichten zufolge im Verdacht, teils bundesweit ein System für Abrechnungsbetrug aufgebaut zu haben. Dabei seien im Zusammenspiel mit Patienten und Ärzten nicht erbrachte Leistungen abgerechnet worden, berichten der Bayerische Rundfunk und die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf den Abschlussbericht einer Sonderermittlungsgruppe von Bundeskriminalamt und Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen.

mad/ivi/wue / AFP / DPA