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News des Tages: Rennen um Amt des Premiers: Johnson baut Vorsprung aus - Stewart raus

Merkel: Müssen im Kampf gegen Klimawandel schneller werden +++  Christine Lambrecht wird neue Jusitzministerin +++ Anzeigen im Fall des MH17-Abschusses +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Boris Johnson (l.) und Rory Stewart

Boris Johnson (l.) und Rory Stewart 

DPA / AFP

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Johnson baut Vorsprung aus - Stewart raus (19.21 Uhr)
  • Eichhörnchen auf Crystal Meth (16.25 Uhr)
  • AfD-Politiker im Nordosten sollen Schützenverein mit Pumpguns angehören (16.14 Uhr)
  • Vier Anklagen wegen Abschuss des MH17-Flugs (13.27 Uhr)
  • Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy muss wegen Bestechungsvorwürfen vor Gericht (13.15 Uhr)
  • Christine Lambrecht wird neue Jusitzministerin (12.44 Uhr)
  • UN: Hinweise auf Verantwortung von Saudi-Kronprinz bei Khashoggi-Mord (12.10 Uhr)
  • Polizei ermittelt nach Tod eines Zauberkünstlers in Indien (10.25 Uhr)
  • Mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht (7.04 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 23.07 Uhr: Bereich um Weißes Haus kurzzeitig gesperrt +++ 

Der Bereich um das Weiße Haus in Washington ist kurzzeitig gesperrt worden. Hintergrund waren ein gefundener Rucksack und ein verdächtig wirkender Mann, der über einen Fahrradständer sprang, wie der Secret Service mitteilte. Reporter berichteten aus dem Weißen Haus, sie seien vom Freigelände in den Presseraum gebeten worden. Die Sperrung wurde nach Polizeiangaben wenig später wieder aufgehoben. Der Verdächtige wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen. Die Überprüfung des Rucksacks habe den Verdacht nicht erhärtet. Präsident Trump war zum fraglichen Zeitpunkt nicht im Weißen Haus.

Video: Mexiko ratifiziert neues Handelsabkommen mit den USA und Kanada

+++ 22.22 Uhr: Mexikanischer Senat ratifiziert Handelsabkommen mit den USA und Kanada +++ 

Mexiko hat das neue Handelsabkommen mit den USA und Kanada ratifiziert. Der Senatoren stimmten am Mittwoch mit großer Mehrheit für das Abkommen, welches das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) ersetzen soll. Mexiko ist der erste Vertragspartner, der die Ende November unterzeichnete Vereinbarung ratifiziert hat.

+++ 21.58 Uhr: US-Guru des Sexhandels schuldig gesprochen +++ 

Ein US-Guru ist von einer New Yorker Jury des Sexhandels für schuldig befunden worden. Der 58-Jährige Keith Raniere wurde in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Dazu gehören auch eine Verschwörung zum Einsatz von Zwangsarbeit und die Gründung einer kriminellen Vereinigung. Das Strafmaß soll erst im September verkündet werden. Raniere droht eine lebenslange Haftstrafe. Der Gründer der sektenähnlichen Organisation Nxivm hatte in allen Anklagepunkten seine Unschuld beteuert. Nxivm (sprich: Nexium) präsentierte sich als Selbsthilfegruppe. Die Organisation verfolgte den Ermittlern zufolge in Wahrheit jedoch den Zweck, die ausschließlich weiblichen Anhängerinnen des Gurus finanziell und sexuell auszubeuten.      

+++ 21.48 Uhr: Morddrohung gegen Kölner Oberbürgermeisterin Reker +++ 

Die Kölner Oberbürgermeister Henriette Reker hat eine Morddrohung erhalten. Die Polizei in Köln bestätigte entsprechende Informationen von "Bild" und WDR. Die Drohung sei nach dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Ob es einen Zusammenhang mit dem Verbrechen gebe, könne er nicht sagen. Zuständig sei zentral das Landeskriminalamt Berlin, da neben Reker auch andere Politiker Drohungen erhalten hätten. Nach Informationen des WDR gibt es innerhalb Deutschlands mehrere Drohungen gegen Politiker, sie sollen sich unter anderem gegen den Bürgermeister der westfälischen Stadt Altena, Andreas Hollstein, richten. 

Sowohl Reker als auch Hollstein waren in den vergangenen Jahren zum Ziel von Attentätern geworden. Reker entging 2015 vor ihrer Wahl zur Oberbürgermeisterin nur knapp dem Tod, als ihr ein Rechtsradikaler mit einem Messer in den Hals stach. Auch Hollstein wurde im November 2017 von einem Mann mit einem Messer attackiert, er erlitt eine Verletzung am Hals. 

+++ 19.21 Uhr: Rennen um Amt des Premiers: Johnson baut Vorsprung aus - Stewart raus +++ 

Im Rennen um das Amt des konservativen Parteichefs und künftigen Premierministers hat Boris Johnson seinen Vorsprung erneut ausgebaut. Der ehemalige Londoner Bürgermeister und Außenminister erhielt am Mittwoch 143 der 313 Stimmen aus der Tory-Fraktion. Ebenfalls eine Runde weiter sind Außenminister Jeremy Hunt (54 Stimmen), Umweltminister Michael Gove (51) und Innenminister Sajid Javid (38). Nicht mehr im Rennen ist dagegen Entwicklungshilfeminister Rory Stewart, der nur 27 Stimmen erhielt.

Die Zahl der Bewerber soll in zwei weiteren Wahlgängen am Donnerstag auf zwei reduziert werden. In einer Stichwahl haben dann die etwa 160 000 Parteimitglieder das letzte Wort. Johnson gilt dafür bereits als gesetzt. 

+++ 17.44 Uhr: Erstmals Schuldspruch wegen Herstellung von Schusswaffe mit 3D-Drucker +++ 

Weil er mit einem 3D-Drucker eine Pistole hergestellt hat, ist ein Student in London schuldig gesprochen worden. Vor Gericht in London gestand der 26-Jährige, die Waffe gebaut zu haben. Gegenüber der Polizei hatte er nach seiner Festnahme angegeben, er habe die Pistole für ein Filmprojekt gebaut und nicht gewusst, dass sie voll funktionsfähig und damit gefährlich war. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 26-Jährige sie mit einer Stahlröhre versehen wollte, um die Waffe schussfähig zu machen. Laut Polizei handelt es sich um den ersten Schuldspruch im Fall einer mit einem 3D-Drucker hergestellten Waffe in Großbritannien. Das Urteil soll im August verkündet werden.

+++ 17.01 Uhr: Verdächtiger Ehemann 23 Jahre nach Mord an junger Frau in Baden-Württemberg verhaftet +++

Rund 23 Jahre nach dem Mord an einer 22-jährigen Frau in Baden-Württemberg ist deren lange untergetauchter tatverdächtiger Ehemann verhaftet worden. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch in Offenburg mitteilten, hatten sie seit November 2017 teils verdeckt gegen ihn ermittelt. Zu dieser Zeit brachte ein Visumsantrag im deutschen Generalkonsulat im türkischen Izmir die Behörden wieder auf die Spur des Beschuldigten.

Am Dienstag nahmen Spezialkräfte den inzwischen 48-Jährigen dann in Stuttgart fest. Er gestand die Tat und wurde von einem Richter in ein Untersuchungsgefängnis eingewiesen. Laut Ermittlern soll der zur Tatzeit 25-jährige Mann am 20. Juni 1996 seine Frau in Gegenbach-Bermersbach erstochen haben. Mutmaßlich ging es um Geld. Danach setzte er sich in die Türkei ab und tauchte dort unter.

+++ 16.22 Uhr: Fall Susanna: Ali B. hat laut Gutachterin Persönlichkeitsstörung +++

Der Angeklagte im Mordfall Susanna hat nach Einschätzung einer Gutachterin eine schwere Persönlichkeitsstörung. Ali B. sei nur auf seine eigenen Bedürfnisse konzentriert und manipuliere dafür auch andere Menschen, erklärte die Psychiaterin am Mittwoch vor dem Landgericht Wiesbaden.

Die Ermordung der Mainzer Schülerin habe er kühl und sachlich ohne jegliche Betroffenheit geschildert. Bedauern, Mitleid oder Reue seien nicht festzustellen. "In seiner Entschuldigung sehe ich keine volle Übernahme der Verantwortung", sagte die Gutachterin. Statt für seine Tat geradezustehen, mache der irakische Flüchtling andere Personen oder die Umstände dafür verantwortlich. Konkret bescheinigte sie ihm eine dissoziale Persönlichkeitsstörung mit psychopathischen Zügen.

Ali B. hatte vor Gericht die Ermordung der 14-jährigen Susanna gestanden, eine Vergewaltigung bestritt er. Zum Auftakt des Prozesses hatte der 22-Jährige gesagt, ihm sei schwarz vor Augen geworden, er wisse nicht, wie das geschehen konnte.

+++ 16.25 Uhr: Eichhörnchen auf Crystal Meth +++

Ein Mann in den USA hat ein Eichhörnchen mit Crystal Meth gefüttert, um den Nager in ein gefährliches Kampftier zu verwandeln. Die Polizei im Bundesstaat Alabama stieß bei einer Razzia in der Wohnung des Mannes auf das in einem Käfig gehaltene Tier, wie die Lokalzeitung "The News Courier" unter Berufung auf das Sheriffbüro des Kreises Limestone berichtete.

Die Beamten entließen das Eichhörnchen in die Freiheit, da die Regionalgesetze von Alabama keine Haltung von in der Natur gefundenen Tieren erlauben. Der kleine Nager habe sich keineswegs aggressiv verhalten: "Er ist in den Wald gerannt und hat die Polizisten, die ihn freiließen, nicht angegriffen", erklärte die Polizei auf Facebook.

Zu den Wirkungen von Crystal Meth beim Menschen gehört, dass es extrem aggressiv und gewalttätig machen kann. In der Wohnung des Eichhörnchen-Halters beschlagnahmen die Polizisten Drogen sowie Munition. Der 35-jährige Mieter hielt sich zum Zeitpunkt der Razzia nicht in der Wohnung in der Kleinstadt Athens auf, nach ihm wurde weiter gesucht.

+++ 16.14 Uhr: Bericht: AfD-Politiker im Nordosten sollen Schützenverein mit Pumpguns angehören +++

Mehrere AfD-Landtagsabgeordnete und -Kommunalpolitiker aus Mecklenburg-Vorpommern sollen einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) zufolge in einem Schützenverein aktiv sein, in dem auch mit sogenannten Pumpguns geschossen wird. Zu den Vereinsmitgliedern gehöre auch ein Sympathisant aus der Szene der sogenannten Reichsbürger, berichtete der NDR am Mittwoch.

Der Verein mit dem Namen "Smoking Guns" wurde demnach im Herbst 2016 kurz nach dem Einzug der AfD in den Schweriner Landtag gegründet. Ihm gehören laut NDR mindestens drei Abgeordnete sowie mehrere Kommunalpolitiker beziehungsweise Fraktionsmitarbeiter der AfD an. Der AfD-Fraktion im Landtag gehören 13 Abgeordnete an.

Ein Vereinsmitglied postete laut dem Bericht bei Facebook typische Reichsbürgerinhalte. Der Mann verbreite Beiträge, in denen er Gegnern Waffengewalt androhe, hieß es. Der Präsident des Vereins erklärte gegenüber dem NDR allerdings, er wisse nichts von einem Reichsbürger in seinem Verein. Nach NDR-Angaben ist "Smoking Guns" Mitglied im Landessportbund von Mecklenburg-Vorpommern.

+++ 16.08 Uhr: Merkel: Müssen im Kampf gegen Klimawandel schneller werden +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat stärkere Anstrengungen der Bundesregierung im Kampf gegen den Klimawandel angekündigt. "Wir müssen schneller werden", sagte Merkel am Mittwoch in einer Diskussion mit Schülern in der historischen Kaiserpfalz in Goslar. Dies gelte vor allem für den Verkehrsbereich, bei dem man im Klimaschutz bislang nicht gut vorangekommen sei.

"Es ist ein Problem, dass Bahnfahren teurer ist als Fliegen. Das kann nicht richtig sein", sagte Merkel. Es dürfe auch nicht sein, dass Busfahren teurer sei als mit dem eigenen Auto zu fahren. Der öffentliche Personennahverkehr müsse attraktiver werden.

+++ 15:20 Uhr: Offiziell bestätigt: SPD-Politikerin Lambrecht soll Bundesjustizministerin werden +++

Nun ist es offiziell: Die SPD-Politikerin Christine Lambrecht soll Bundesjustizministerin werden. Das teilte der kommissarische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel in Berlin mit. Lambrecht löst damit Katarina Barley ab, die Anfang Juli ins EU-Parlament nach Brüssel wechselt. Die Pläne waren schon im Laufe des Tages bekannt geworden.

Video: Künftige Justizministerin Lambrecht warnt vor Rechtsextremismus

+++ 14.48 Uhr: Volumen genehmigter Rüstungsexporte verringerte sich 2018 +++

Das Volumen der deutschen Genehmigungen für Rüstungsexporte ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Das geht aus dem Rüstungsexportbericht 2018 der Bundesregierung hervor, der am Mittwoch vom Kabinett beschlossen wurde. Demnach wurden 2018 insgesamt 11.142 Einzelgenehmigungen für Ausfuhren von Rüstungsgütern mit einem Gesamtvolumen von 4,82 Milliarden Euro erteilt, rund 1,4 Milliarden Euro weniger als im Jahr zuvor.

47,2 Prozent des genehmigten Exportvolumens entfielen demnach auf EU- und NATO-Staaten beziehungsweise ihnen gleichgestellte Länder, die eine besonders enge Sicherheitspartnerschaft mit Deutschland verbindet. Für andere Staaten, sogenannte Drittländer, seien Ausfuhren im Volumen von 2,55 Milliarden Euro genehmigt worden. 2017 hatte das Volumen für Drittländer noch 3,795 Milliarden Euro betragen.

+++ 14.47 Uhr: Habeck: Im Fall Lübcke Verbindung zu NSU-Komplex prüfen +++

Die Grünen fordern im Mordfall Lübcke umfassende Ermittlungen zu möglichen rechtsextremen Netzwerken. "Die Sicherheitsbehörden müssen mögliche rechtsextreme oder rechtsterroristische Strukturen schnell, gründlich und umfassend durchleuchten", sagte Parteichef Robert Habeck der dpa. "Dazu gehört zu prüfen, ob es auch mögliche Verbindungen zu anderen Fällen wie dem NSU-Komplex gibt." Es sei gut, dass der Generalbundesanwalt die Ermittlungen schnell an sich gezogen habe.

"Dieser Fall hat eine historische Dimension", sagte Habeck. Wenn sich der Verdacht erhärte, dann sei dies der erste gezielte rechtsextreme Mord an einem deutschen Politiker seit 1945. "Das ist eine Zäsur und eine neue Dimension rechter Gewalt."

Der rechtsextremen Terrorgruppe NSU werden zehn Morde zugerechnet; neun Opfer waren Gewerbetreibende mit türkischen und griechischen Wurzeln. Zudem wurde in Heilbronn eine junge Polizistin erschossen.

+++ 14.20 Uhr: Eisbär sucht in sibirischer Stadt nach Futter +++

Ein Eisbär auf Nahrungssuche ist in Sibirien in besiedeltes Gebiet vorgedrungen und sorgt nun in einer russischen Stadt für Aufregung. Bilder zeigen, wie das Tier in Norilsk unbeeindruckt von Autos Straßen überquert und keine Scheu vor Menschen hat. Es sei noch nicht entschieden worden, ob der Bär zurück an die Küste gebracht werde oder in einen Zoo, berichteten lokale Medien am Mittwoch unter Verweis auf Behördenangaben.

Es sei das erste Mal seit 40 Jahren, dass ein Eisbär in der Kleinstadt rund 2800 Kilometer nordöstlich von Moskau gesichtet wurde, hieß es. "Ein einzigartiger und seltener Fall", sagte Anatoli Nikolaitschuk von der lokalen Jagdbehörde der Agentur Tass zufolge. "Ich würde nicht sagen, dass der Bär sehr erschöpft war." Experten schätzen, dass das Tier Hunderte Kilometer vom Nordpolarmeer zurückgelegt hat. Die Behörden warnten davor, sich dem Bären zu nähern.

+++ 14.18 Uhr: Katze entdeckt in Haus in Kleve Schlange hinterm Kühlschrank +++

Eine Hauskatze hat in der Nacht zum Mittwoch in einer Wohnung im nordrhein-westfälischen Kleve hinter dem Kühlschrank eine orangefarbene Schlange entdeckt. Der überraschte Hausbewohner wandte sich an die Feuerwehr, wie die Helfer mitteilten. Der Mann besitzt demnach selbst keine Schlangen und konnte sich auch nicht erklären, wie das Tier in seine Küche kam.

Eine Kornnatter hat sich zusammengerollt

Eine Kornnatter (Symbolbild)

DPA

Feuerwehrleute packten die Schlange in einen Karton und übergaben sie später einer Tierklinik. Experten identifizierten das Kriechtier schnell als ungiftige nordamerikanische Kornnatter. Wie die Natter in die Wohnung gelangte, blieb zunächst ungeklärt.

+++ 14.05 Uhr: Kinder mit Hammer und Messer getötet - Lebenslange Haft für Vater +++

Wegen Mordes an seinen beiden Kindern ist ein Vater am Mittwoch vom Landgericht Darmstadt zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Gegen die mitangeklagte Mutter urteilte die Kammer wegen Beihilfe an der grausigen Tat auf zwölf Jahre Gefängnis. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 59-Jährige den 13 Jahre alten Sohn und die 10 Jahre alte Tochter im vergangenen August in ihrem Elternhaus im südhessischen Mörlenbach erschlagen, erstochen und anschließend die Betten mit den Leichen angezündet hatte. Bei dem Vater wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt, was eine Haftentlassung nach 15 Jahren in der Praxis so gut wie ausschließt.

+++ 13.56 Uhr: Koks für eine Milliarde Dollar - US-Fahnder finden tonnenweise Drogen +++

US-Ermittlern ist ein großer Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gelungen. Auf einem Schiff im Hafen von Philadelphia an der Ostküste der USA stellten sie rund 15 Tonnen Kokain im Schwarzmarktwert von mehr als einer Milliarde Dollar (rund 890 Millionen Euro) sicher. Es handele sich um einen der größten Drogenfunde in der Geschichte der USA, schrieb Staatsanwalt William McSwain auf Twitter. "Diese Menge Kokain könnte Millionen - MILLIONEN - Menschen töten."

+++ 13.27 Uhr: Vier pro-russische Rebellen werden wegen Abschusses des MH17-Fluges angeklagt +++

Die internationalen Ermittler klagen vier prorussische Rebellen aus der Ostukraine für den Abschuss des Passagierflugzeugs Flugnummer MH17 am 17. Juli 2014 an. Die drei Russen und ein Ukrainer würden des Mordes in 298 Fällen beschuldigt, teilten die internationalen Ermittler in Nieuwegein bei Utrecht mit.

+++ 13.15 Uhr: Bestechungsvorwürfe: Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy muss sich vor Gericht verantworten +++

Der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy muss sich wegen des Vorwurfs der "Bestechung" vor Gericht verantworten. Der Kassationshof als oberste französische Instanz wies den letzten Einspruch des konservativen Politikers gegen die angeordnete Prozesseröffnung zurück, wie es von Seiten der Justiz hieß. Sarkozy soll versucht haben, einen Staatsanwalt am Oberstem Gerichtshof zu bestechen, um Informationen zum Verlauf eines ihn betreffenden Verfahrens zu erlangen.

+++ 12.44 Uhr: Lambrecht wird neue Justizministerin +++

Die parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium, Christine Lambrecht (SPD), wird neue Bundesjustizministerin. Lambrecht soll damit Katarina Barley ablösen, die Anfang Juli ins EU-Parlament nach Brüssel wechselt. Lambrecht, die am Mittwoch 54 Jahre alt wurde, war vor ihrem Posten im Finanzministerium parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion im Bundestag. 

Christine Lambrecht beantwortet bei der Fragestunde im Bundestag die Fragen der Abgeordneten

Christine Lambrecht ist zwar seit gut einem Jahr Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium. Von Hause aus ist die Sozialdemokratin jedoch Rechtsanwältin. 

DPA

Die SPD dürfte die Nominierung der ausgebildeten Juristin und während eines anberaumten Pressetermins am Nachmittag offiziell bekannt geben. Die Sozialdemokraten haben laut Koalitionsvertrag das Vorschlagsrecht für das Justizressort. Lambrecht wurde im baden-württembergischen Mannheim geboren. Sie gehört dem hessischen SPD-Landesverband an.

+++ 12.10 Uhr: UN: Hinweise auf Verantwortung von Saudi-Kronprinz bei Khashoggi-Mord +++

Eine UN-Menschenrechtsspezialistin sieht "glaubhafte Hinweise" für eine mögliche persönliche Verantwortung des saudischen Kronprinzen für die Tötung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi. Zur Klärung der Schuldfrage sei allerdings noch eine weiterführende Untersuchung nötig, schrieb Agnès Callamard in ihrem Bericht an den UN-Menschenrechtsrat, der in Genf veröffentlicht wurde. Kronprinz Mohammed bin Salman war mehrfach als Drahtzieher der Tötungsaktion verdächtigt worden.

+++ 12.07 Uhr: Kramp-Karrenbauer: AfD für "Hass und Hetze" im Mordfall Lübcke mit verantwortlich +++

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat der AfD eine Mitverantwortung für das Klima von "Hass und Hetze" gegeben, das zu dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke geführt hat. Kramp-Karrenbauer sagte bei einem Besuch in Paris, es lasse sich am Fall Lübcke "ganz deutlich sehen, wie Entgrenzung auch von Sprache, wie Hass und Hetze, wie sie auch von der AfD und von Verantwortlichen der AfD betrieben wird, Hemmschwellen so absenkt, dass sie augenscheinlich in pure Gewalt umschlagen." 

+++ 12.01 Uhr: Zehnjährige bezwingt als jüngste Kletterin den El Capitán in Kalifornien +++

Eine Zehnjährige hat als jüngste Kletterin den Felsen El Capitán im kalifornischen Yosemite Nationalpark bezwungen. Nach der Klettertour über rund 900 Meter in fünf Tagen feierte Selah Schneiter ihre Leistung am 12. Juni auf dem Gipfel mit einer Pizza, wie US-Medien berichteten. "Ich kann es nicht glauben, dass ich das geschafft habe", sagte das aufgewühlte Mädchen in einem veröffentlichten Video. Schneiter wurde bei dem Rekord auf der "Die Nase" genannten Route von ihrem klettererfahrenen Vater und einem Freund der Familie begleitet.

+++ 11.17 Uhr: Iran: Es wird keinen Krieg mit den USA geben +++

Einen Krieg zwischen dem Iran und den USA wird es nach Einschätzung des iranischen Sicherheitsrates (SNSC) nicht geben. "Es besteht überhaupt kein Grund für einen Krieg, denn amerikanische Unterstellungen gegen andere Länder sind eine weltweit bekannte Taktik der USA, um politischen Druck auszuüben", sagte SNSC-Sekretär Ali Schamchani der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Was die Amerikaner derzeit betrieben, sei ein "Wirtschaftskrieg" gegen das iranische Volk, sagte Schamchani weiter. Die USA hofften, damit den Iran zu einer Kapitulation zu zwingen. Dies werde aber nicht passieren, fügte Schamchani hinzu. 

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+++ 10.50 Uhr: Iran: Drei Männer wegen Vergewaltigung hingerichtet +++

Wegen Vergewaltigung einer Frau sind drei Männer in der südiranischen Provinz Hormozgan hingerichtet worden. Sie wurden im Zentralgefängnis der Provinzhauptstadt Bandar Abbas erhängt, wie Justizchef Ali Salehi der Nachrichtenagentur Isna sagte. Die Männer hätten laut Salehi vor einigen Monaten eine Frau entführt, sie brutal vergewaltigt und schließlich ermordet. Im Iran wird die Todesstrafe unter anderem wegen Mordes, Vergewaltigung, bewaffneten Raubes und schwereren Drogenhandels verhängt. Bei Vergewaltigung und Kindesmissbrauch erfolgen Hinrichtungen besonders schnell. Der Iran steht seit Jahren wegen zahlreicher Hinrichtungen im Fokus internationaler Kritik.

+++ 10.45 Uhr: Kabinett beschließt Gesetz für bessere Bezahlung in der Pflege +++

Das Bundeskabinett hat ein Gesetz für höhere Löhne in der Alten- und Krankenpflege auf den Weg gebracht. Ziel ist es, dass möglichst in der gesamten Pflegebranche künftig Tariflöhne gezahlt werden. Alternativ sollen die geltenden Mindestlöhne in der Pflege angehoben und in Ost und West vereinheitlicht werden.

Konkret strebt Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) mit seinem Gesetz an, einen Tarifvertrag, den Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter noch aushandeln müssen, anschließend für die gesamte Branche als verbindlich zu erklären. Gelingt das nicht, will der Minister über eine Erhöhung der Pflege-Mindestlöhne die Bezahlung in der Branche verbessern. Es soll dann außerdem nicht mehr nur Mindestlöhne für Hilfskräfte geben, sondern auch spezielle Lohnuntergrenzen für ausgebildete Fachkräfte und keine Unterschiede mehr zwischen Ost und West.

+++ 10.25 Uhr: Polizei ermittelt nach Tod eines indischen Zauberkünstlers +++

Nach dem Tod eines Zauberkünstlers in Indien hat die Polizei Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit und Beihilfe zum Suizid eingeleitet. Nach Angaben der Polizei richten sich die Ermittlungen gegen die Firma des verstorbenen Künstlers Chanchal Lahiri, Magic Belt India. Die Umstände, die am Sonntag zum Tod des unter dem Namen Jadugar Mandrake (Zauberer Mandrake) bekannten Lahiri geführt hatten, sind derweil weiter unklar.    

Lahiri war ums Leben gekommen, nachdem er sich mit Stahlketten und einem Seil gefesselt in den Ganges sinken ließ. Erst am Montag wurde seine Leiche, immer noch fest verschnürt, im Ganges-Nebenfluss Hooghly gefunden. Lahiri hatte laut Polizei keine Erlaubnis, seinen Trick im Wasser vorzuführen. Lahiri habe nicht erwähnt, dass er in den Fluss springen würde. "Wir fragen uns, warum er so in Eile war, den Trick vorzuführen. Es ist uns ein Rätsel", sagte ein Polizeisprecher. Demnach startete der Künstler seine Vorführung eine Stunde früher als geplant und in Abwesenheit der Wasserschutzpolizei.

+++ 10.10 Uhr: Bundestags-Innenausschuss berät kommenden Mittwoch über Fall Lübcke +++

Der Innenausschuss im Bundestag berät am kommenden Mittwoch in einer Sondersitzung über den Mordfall Walter Lübcke. Die Abgeordneten sollen von 8.30 bis 10.30 Uhr zusammenkommen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Ausschuss erfuhr.

Grüne, Linke, FDP im Bundestag hatten auf die Sitzung gedrungen. Auch Union und SPD forderten das und baten um die Teilnahme des Generalbundesanwalts. Er hatte die Ermittlungen wegen des mutmaßlich rechtsextremen Motivs des Tatverdächtigen übernommen. Außerdem sollen Vertreter des Bundesamtes für Verfassungsschutz, des Bundeskriminalamtes sowie der hessischen Ermittlungsbehörden Rede und Antwort stehen. Auch der AfD-Innenpolitiker Martin Hess hatte sich für eine Sondersitzung ausgesprochen.

+++ 9.43 Uhr: Bund kündigt Verträge mit Betreibern der gescheiterten Pkw-Maut +++

Der Stopp der geplanten Pkw-Maut durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) hat erste konkrete Konsequenzen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) veranlasste, zwei bereits geschlossene Verträge mit den Betreibern für die vorgesehene Erhebung und die Kontrolle der Nutzungsgebühr zu kündigen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. 

Die Zuschläge für den österreichischen Mautsystem-Anbieter Kapsch und den Ticketverkäufer CTS Eventim hatte das Ministerium im vergangenen Jahr erteilt. Unter anderem aus der Opposition war kritisiert worden, dass so noch vor einer endgültigen Rechtssicherheit Fakten geschaffen wurden. Nach dem Scheitern der Maut könnten auf den Bund nun finanzielle Ansprüche der Unternehmen zukommen.

Ein Mann mit braunem Seitenscheitel und runder Brille steht mit offenem Mund im Anzug vor einer Deutschland-Flagge

+++ 9.14 Uhr: Betrunkene Mutter will drogenberauschten Sohn mit Auto bei Polizei abholen +++

Mit dem Auto hat eine betrunkene Mutter in Thüringen ihren drogenberauschten Sohn bei der Polizei abholen wollen. Wie die Polizei in Gotha mitteilte, floh der 17-Jährige am Vorabend in Neudietendorf auf dem Moped vor einer Verkehrskontrolle. Als er angehalten werden konnte, fielen den Beamten nicht nur illegale Bauteile am Moped auf. Ein Drogenvortest bestätigte auch, dass der Jugendliche Cannabis konsumiert hatte. Nach einer Blutentnahme im Krankenhaus wurde der Jugendliche zur Dienststelle gebracht, wo ihn seine Mutter abholen sollte. Als die 47-Jährige mit ihrem Auto eintraf, nahmen die Beamten starken Alkoholgeruch wahr. Ein Atemtest ergab einen Wert von 1,14 Promille. Mutter und Sohn erwarten nun Anzeigen wegen Alkohols und Drogen am Steuer.

+++ 8.23 Uhr: Mexikanische Nationalgardisten beenden Aufstand von Migranten in Auffanglager +++

Vertreter der mexikanischen Nationalgarde sind gegen einen Aufstand afrikanischer, haitianischer und asiatischer Migranten in einem Auffanglager des südlichen Bundesstaats Chiapas vorgegangen. Nach Angaben der örtlichen Polizei protestierten die Migranten gegen die Überfüllung des Lagers, die schlechten sanitären Bedingungen sowie gegen das miserable Essen und forderten eine raschere Bearbeitung ihrer Anträge. Einige konnten kurzzeitig aus dem Gebäude flüchten. 

+++ 7.04 Uhr: Erstmals mehr als 70 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht +++

Die Zahl der Flüchtlinge ist einem UN-Bericht zufolge im vergangenen Jahr auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Zum 31. Dezember 2018 habe es weltweit 70,8 Millionen Flüchtlinge, Vertriebene und Asylbewerber gegeben, erklärte UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi. Das seien 2,3 Millionen mehr als ein Jahr zuvor und doppelt so viele wie vor 20 Jahren. Es ist zugleich die höchste Zahl von Flüchtlingen, die das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) seit seiner Gründung im Jahr 1950 gezählt hat. Aus dem jährlichen Flüchtlingsbericht "Global Trends", der in Berlin vorgestellt wurde, geht hervor, dass es sich bei 41,3 Millionen Flüchtlingen um Binnenvertriebene handelt. 25,9 Millionen Menschen sind demnach vor Krieg und Verfolgung aus ihrem Land geflohen, ein Plus von 500.000 im Vergleich zum Vorjahr. Die kleinste Gruppe bilden 3,5 Millionen Asylbewerber, die noch auf eine Entscheidung über ihr Asylgesuch warten.

+++ 6.25 Uhr: Verband kritisiert die Darstellung Homosexueller im Fernsehen +++

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland kritisiert die Darstellung Nicht-Heterosexueller im deutschen Fernsehen. "Die Lebensrealität von Lesben, Schwulen und Trans kommt so gut wie gar nicht vor", sagte Verbandssprecher Markus Ulrich der Deutschen Presse-Agentur. Neben der Frage nach der allgemeinen Sichtbarkeit gehe es um die Fragen, wann und wie Themen und Personen gezeigt würden. Oft würden entsprechende Formate erst spät abends gesendet, kritisierte Ulrich. Selbst bei Soaps entspreche die Darstellung oft nicht dem Leben beispielsweise Homosexueller. "Da gibt es dann einen Schwulen, der vielleicht noch einen Partner hat, aber mitten in der Großstadt ansonsten keine schwulen Freunde." Die Serien erzählten zum Beispiel nichts vom schwulen oder lesbischen Ausgehen. Wichtig sei darüber hinaus, ganz verschiedene Typen abzubilden, sagte Ulrich. 

+++ 5.43 Uhr: Nach gesundheitlichen Problemen: Merkel besucht Goslar +++

Nach ihren gesundheitlichen Problemen beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten am Dienstag besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch Goslar. Im Mittelpunkt steht eine Diskussion mit Schülern in der historischen Kaiserpfalz. Merkel folgt einer Einladung von Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU). Auf dem Programm Merkels in der alten Kaiserstadt am nördlichen Harzrand stehen auch Besuche des zum Unesco-Welterbe gehörenden Museumsbergwerks Rammelsberg sowie der historischen Kaiserpfalz und ein Spaziergang durch die Altstadt. Begleitet wird Merkel von ihrem Ex-Außenministers Sigmar Gabriel (SPD), der in Goslar zu Hause und Ehrenbürger der Stadt ist.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit Wolodymyr Selensky

+++ 5.19 Uhr: Knapp 49.000 weniger Sozialwohnungen in Deutschland +++

In Deutschland ist die Zahl der Sozialwohnungen zuletzt um mehrere Zehntausend gesunken. So gab es zum Jahresende 2017 knapp 49 000 weniger Sozialwohnungen als noch ein Jahr zuvor. Das geht aus jüngsten Zahlen hervor, die das Bundesinnenministerium an den Bundestag meldete. Sie liegen der Deutschen Presse-Agentur vor. Bei Sozialwohnungen in Deutschland sind die Mieten staatlich reguliert. Nur Menschen, bei denen die Behörden einen besonderen Bedarf sehen, dürfen dort wohnen. Allerdings fallen Wohnungen nach einer bestimmten Zeit aus der "Bindung" und können normal am Markt vermietet werden. Sofern nicht im gleichen Umfang neue Sozialwohnungen gebaut werden, sinkt ihre Zahl.

+++ 4.25 Uhr: Viele Länder setzen über die Hälfte der Antibiotika falsch ein +++

Die Antibiotikaresistenz weltweit nimmt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) alarmierende Ausmaße an. "Die Antibiotikaresistenz droht, 100 Jahre medizinischen Fortschritts zunichte zu machen", warnte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf. Es sei eine der dringendsten Herausforderungen im Gesundheitsbereich, eine Lösung dafür finden. Die WHO hat deshalb die vorhandenen Antibiotika jetzt in drei neue Kategorien eingeteilt. In der ersten Kategorie benennt sie Mittel, die für ernsthafte Infektionen eingesetzt werden sollen. In der zweiten sind solche, die jedes Gesundheitssystem zwar vorhalten, aber nicht immer bei den gängigsten Infektionen einsetzen sollte. In der dritten Kategorie führt sie schließlich die Mittel auf, die sie nur als letzten Ausweg ansieht. Ziel sei, dass die Mittel der zweiten und dritten Kategorie sparsamer eingesetzt werden, um Resistenzen zu vermeiden. 

+++ 3.45 Uhr: Marilyn-Monroe-Statue am Hollywood Walk of Fame abgesägt und gestohlen +++

Eine Statue von Filmlegende Marilyn Monroe auf dem Hollywood Walk of Fame ist abgesägt und gestohlen worden. Den Behörden zufolge sah ein Augenzeuge, wie ein Mann auf die Skulptur Ladies of Hollywood Gazebo kletterte, mit der bedeutende Frauen der Kino-Geschichte gewürdigt werden. Er sägte dann die Monroe-Statue ab, die auf der Spitze der Eiffelturm-förmigen Skulptur thronte, und verschwand mit seiner Beute. Die Polizei hat nach eigenen Angaben Fingerabdrücke sicherstellen können. Bis Dienstag war aber niemand festgenommen worden. Die Statue zeigt Monroe in ihrer berühmten Pose mit wehendem weißen Kleid aus dem Film "Das verflixte 7. Jahr".

Touristen wundern sich über die fehlende Statue von Marylin Monroe auf dem berühmten Walk of Fame in Hollywood

Touristen auf dem Walk of Fame in Hollywood wundern sich über die fehlende Statue von Marilyn Monroe.

AFP

+++ 3.15 Uhr: Bericht: Polizei entlässt Ex-Uefa-Präsident Platini aus Gewahrsam

Die französische Polizei hat den für alle Fußballaktivitäten gesperrten früheren UEFA-Präsidenten Michel Platini laut einem Bericht aus dem Gewahrsam entlassen. Platini sei nach mehrstündiger Vernehmung zu den Umständen der Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar wieder auf freien Fuß gesetzt worden, meldete die französische Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Mittwoch. Sie zitierte Platinis Anwalt William Bourdon mit den Worten, letztlich sei "viel, viel Lärm um nichts" gemacht worden.

Französischen Medien zufolge geht es bei den seit 2016 laufenden Ermittlungen zur umstrittenen WM-Vergabe nach Katar unter anderem um Bestechungsverdacht. Im Fall Platini interessieren sich die Ermittler laut der üblicherweise gut informierten Online-Plattform "Mediapart" für dessen Treffen im Élyséepalast am 23. November 2010 mit dem damaligen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und dem heutigem Emir von Katar, Tamim bin Hamad. Kurz danach waren am 2. Dezember 2010 die WM-Turniere 2018 an Russland und 2022 an Katar vergeben worden.

+++ 3.02 Uhr: Werke von Paul Klee und Anni Albers bei Zwirner in New York +++

Werke von Künstlern wie Paul Klee, Anni Albers und Yayoi Kusama werden in den kommenden Monaten in den Räumen des deutschen Galeristen David Zwirner in New York zu sehen sein. Zudem soll es Ausstellungen mit Werken von Roy DeCarava, Jason Rhoades und Noah Davis geben, sagte Zwirners Sohn Lucas, Herausgeber des hauseigenen Verlags, am Dienstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in New York. Der in Köln geborene Galerist Zwirner hat mehrere Galerien in New York, London und Hongkong und gilt als einer der erfolgreichsten Kunsthändler der Welt. Sein Vater Rudolph Zwirner war Kunsthändler in Köln und einer der bekanntesten deutschen Galeristen der Nachkriegszeit.

+++ 2.55 Uhr: Johnson pocht auf Brexit am 31. Oktober, will Datum aber nicht garantieren +++

Der britische Ex-Außenminister und Favorit auf den Posten des Premierministers, Boris Johnson, hat auf einen Brexit bis zum 31. Oktober gepocht. Bei einer TV-Debatte mit den anderen Kandidaten auf die Nachfolge von Partei- und Regierungschefin Theresa May sagte Johnson am Dienstagabend im Sender BBC, andernfalls drohe ein "katastrophaler Verlust von Vertrauen in die Politik". "Ich denke, die Briten haben die Nase gestrichen  voll", sagte der Brexit-Hardliner. Auf die Frage, wer einen EU-Austritt Großbritanniens zum mit der EU vereinbarten Termin 31. Oktober "garantieren" könne, hoben aber weder Johnson noch seine vier Rivalen die Hand. Der frühere Bürgermeister von London ist klarer Favorit auf die May-Nachfolge. Am Dienstag landete er bei der zweiten Runde zur Wahl des neuen Vorsitzenden der konservativen Tory-Partei mit 126 von 313 Stimmen klar vorne.

+++ 2.30 Uhr: Trump startet in Florida offiziell Wahlkampf für 2020 +++

US-Präsident Donald Trump hat offiziell seinen Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl 2020 eingeläutet. Trump trat am Dienstagabend in Orlando im US-Bundesstaat Florida vor rund 20.000 jubelnde Anhänger. Seine Rede begann er mit einem Angriff auf die Medien, die er wie so häufig als "Fake News" bezeichnete. Der 73-Jährige strebt eine zweite Amtszeit im Weißen Haus an. Florida gehört zu den Bundesstaaten mit einer Schlüsselrolle für den Ausgang der Präsidentenwahl im November 2020. Die Vorwahlen zur Bestimmung der Kandidaten beginnen im Februar. An der erneuten Nominierung Trumps durch die Republikaner gibt es keinen Zweifel, auch wenn er in dem Ex-Gouverneur Bill Weld interne Konkurrenz hat. Bei den US-Demokraten gibt es 23 Präsidentschaftsbewerber. Bei ihnen liegt im Ringen um die Kandidatur laut den Umfragen derzeit Ex-Vizepräsident Joe Biden vorn.

+++ 1.55 Uhr: Regierung: Mindestens 38 Tote bei Angriffen auf malische Dörfer +++

Bei neuen Angriffen auf Dörfer im afrikanischen Krisenstaat Mali sind nach Regierungsangaben mindestens 38 Menschen getötet worden. Bei den Attacken auf die Dörfer Gangafani und Yoro nahe der Grenze zu Burkina Faso seien zudem zahlreiche Menschen verletzt worden, teilte die malische Regierung am Dienstagabend mit. In den beiden Dörfern leben Angehörige der Volksgruppe der Dogon.     In den vergangenen Jahren verschärften sich in der Region im Zentrum Malis ethnische Konflikte zwischen den Fulbe, die der Viehzucht nachgehen, und den Dogon, die Landwirtschaft betreiben. Dies wird mit dem Erscheinen der dschihadistischen Gruppierung des Predigers Amadu Kufa in Verbindung gebracht, der vor allem unter den Fulbe Kämpfer rekrutiert.

+++ 1.43 Uhr: US-Behörden stellen Kokain im Wert von einer Milliarde Dollar sicher +++

Rund 15 Tonnen Kokain im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar haben Ermittler der US-Bundesbehörden auf einem Schiff im Hafen von Philadelphia sichergestellt. Staatsanwalt William McSwain teilte am Dienstag auf Twitter mit, es handele sich um einen der größten Drogenfunde in der Geschichte der USA. "Diese Menge Kokain könnte Millionen - MILLIONEN - Menschen töten." Die Zeitung "Philadelphia Inquirer" berichtete, die Drogen seien in Containern an Bord eines Schiffes gefunden worden, das von Chile, Panama und den Bahamas gekommen und auf dem Weg nach Europa gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft teilte auf Twitter mit, im Straßenhandel hätte das Kokain einen Wert von mehr als einer Milliarde Dollar (890 Millionen Euro) gehabt.

+++ 1.15 Uhr: Giffey: SPD muss stärkeren Fokus auf Sicherheit legen +++

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat ihre Partei aufgefordert, einen stärkeren Fokus auf das Thema Sicherheit zu legen. Sie glaube, "dass das Schlüsselthema für alles Sicherheit ist", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung". Das gelte für alle Facetten, also "in sozialen Fragen, in Fragen des Klimaschutzes, der Digitalisierung, aber auch in Fragen der Kriminalität oder wenn es um die Zukunftsperspektiven für die Kinder und die eigene Arbeit geht". Die SPD müsse eine "glasklare Antwort" geben auf Clan-Kriminalität, organisierte Kriminalität und auf Leute, "die den Staat ausnutzen". Die SPD habe an vielen Stellen den Fokus sehr auf die soziale Integration gesetzt. "Das ist richtig", sagte Giffey. "Aber zur ausgestreckten Hand gehört auch das Stopp-Signal."

+++ 0.45 Uhr: Japan bleibt nach Erdbeben von Tsunami verschont +++

Der nach dem starken Erdbeben im Nordwesten Japans befürchtete Tsunami ist ausgeblieben. Die Meteorologiebehörde hatte aufgrund des Bebens der Stärke 6,7 mit Wellen von einem Meter Höhe an der Küste der Präfekturen Ishikawa, Niigata und Yamagata gerechnet, zog ihre Warnung am Mittwochmorgen (Ortszeit) aber wieder zurück. Mit Nachbeben und Erdrutschen sei weiterhin zu rechnen, hieß es. Neuen Behördenangaben zufolge wurden mindestens 16 Menschen verletzt. In Niigata und Yamagata fiel laut dem Energieversorger Tohoku Electric Power in Tausenden Haushalten vorübergehend der Strom aus.

Das Zentrum des Bebens vom Dienstag lag laut Meteorologiebehörde vor der Küste Yamagatas in einer Tiefe von 14 Kilometern im Meer. Die Stärke des Bebens wurde ursprünglich mit 6,8 angegeben und nachträglich minimal nach unten korrigiert.

+++ 0.06 Uhr: Rheinische Post: NRW-Verfassungsschutz befürchtet Entstehen  rechtsterroristischer Strukturen +++ 

Der NRW-Verfassungsschutz hat Hinweise darauf,  dass die rechtsextremistische Szene derzeit "Endzeit- und  Bürgerkriegsszenarien" diskutiert. Das berichtet die Düsseldorfer  "Rheinische Post" unter Berufung auf eine aktuelle  Lagebeurteilung des Verfassungsschutzes für das Innenministerium. "Es besteht die Gefahr, dass sich auf diesem Nährboden  rechtsterroristische Strukturen oder Einzeltäter entwickeln können",  heißt es darin weiter. Ein Teil der rechtsextremistischen Szene  radikalisiere sich zunehmend.

Grönland im Frühling: Schlittenhunde laufen scheinbar über Wasser
jek/anb / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(