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News von heute 3000 Jahre alter Goldschatz bei Grabung in Österreich entdeckt

Grabungen bei Ebreichsdorf südlich von Wien
Grabungen bei Ebreichsdorf südlich von Wien: Dabei wurde ein 3000 Jahre alter Goldschatz mit möglicher Verbindung nach Deutschland gefunden.
© Florian Frey / ÖBB / APA / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Verfolgen Sie alle Nachrichten zur Bundestagswahl hier im Wahl-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker:  

19.02 Uhr: Katar wählt in erster allgemeiner Wahl Mitglieder des Schura-Rates

In Katar findet am Samstag die erste allgemeine Wahl in dem Golfemirat statt. Gewählt werden 30 der 45 Mitglieder des Schura-Rates, der die Regierung von Emir Tamim bin Hamad al-Thani berät. Die 15 weiteren Mitglieder werden weiter vom Emir ernannt. Unter den 284 zugelassenen Kandidaten sind nur 28 Frauen. Kandidieren und abstimmen dürfen nur Katarer, deren Vorfahren schon 1930 Staatsangehörige waren. Die meisten der 2,5 Millionen Einwohner Katars sind Ausländer.

19.01 Uhr: Kriegsrelikt explodiert an Badesee in Österreich - 59-Jähriger stirbt

Bei der Explosion eines Kriegsrelikts an einem Badesee in Österreich ist ein 59-Jähriger gestorben. Der Mann habe das Objekt offenbar am Donnerstag aus dem Ossiacher See in Kärnten geborgen und ans Ufer gelegt, teilte die Polizei mit. Als der Mann am Vormittag in Steindorf mit dem Fund hantiert habe, sei das Kriegsrelikt explodiert. Worum es sich dabei handelte, wurde zunächst nicht bekannt.

18.51 Uhr: Version von Banksys "Mädchen mit Ballon" kommt unter den Hammer

Eine Version des bekannten Banksy-Motivs "Mädchen mit Ballon" kommt unter den Hammer. Am Freitag enthüllte das Auktionshaus Christie's in London das Diptychon, ein zweiteiliges Werk, des britischen Graffiti-Künstlers als Höhepunkt einer Auktion am 15. Oktober. Christies's rechnet damit, dass es bis zu vier Millionen Euro einbringen wird.

18.35 Uhr: Irischer Premier zu britischer Krise – Brexit hat Lage verschärft

Der irische Premierminister Micheál Martin hat den Brexit für die aktuellen Versorgungsprobleme Großbritanniens verantwortlich gemacht. Zwar sei die Lage auch in anderen Ländern angespannt, "aber ich denke, dass der Brexit die Situation in Großbritannien im Hinblick auf den Personalmangel bei Lastwagenfahrern und anderen Teilen der britischen Wirtschaft verschärft hat", sagte Martin beim Besuch eines Hafens im irischen Wexford. "Diese Probleme haben wir nicht. Wir sind Teil des EU-Binnenmarkts und haben Arbeitnehmerfreizügigkeit." 

18.16 Uhr: Georgiens Ex-Präsident Saakaschwili festgenommen

Georgiens ehemaliger Präsident Michail Saakaschwili ist nach seiner Rückkehr aus dem Exil in seinem Heimatland festgenommen worden. Wie Regierungschef Irakli Garibaschwili am Freitag sagte, wurde Saakaschwili festgenommen und in ein Gefängnis gebracht. Der Ex-Staatschef war trotz eines Haftbefehls wegen Machtmissbrauchs kurz vor den Kommunalwahlen am Samstag aus der Ukraine nach Georgien zurückgekehrt und hatte zur Wahl der von ihm gegründeten Oppositionspartei und zu Protesten aufgerufen.

17.30 Uhr: Baggerfahrer hebt bei Ulm Babyleiche aus der Erde

In Baden-Württemberg hat ein Baggerfahrer auf einer Baustelle eine Babyleiche gefunden. Der Mann ebnete am Morgen in Schelklingen in der Nähe von Ulm Erde ein, als er in seiner Baggerschaufel etwas Auffälliges entdeckte, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Ulm mitteilten. Der Baggerfahrer habe zunächst gedacht, er habe eine Puppe vor sich, doch dann stellte er fest, dass es ein totes Baby war.

Nach ersten Erkenntnissen von Staatsanwaltschaft und Polizei handelte es sich um den Leichnam eines offenbar neugeborenen Mädchens. Die Leiche sei vermutlich vor Ort vergraben worden – vor Tagen, Wochen oder sogar Monaten. Das tote Baby wurde den Angaben zufolge bereits heute obduziert. Die Ermittlungsbehörden baten um Hinweise auf eine Frau, die schwanger war, aber nun kein Kind hat. Auch sonstige Hinweise auf Ereignisse rund um die Fundstelle des Leichnams wurden erbeten.

17.16 Uhr: 96-jährige Angeklagte in NS-Prozess in Lübecker Gefängnis gebracht

Die 96 Jahre alte Angeklagte im womöglich letzten NS-Prozess in Deutschland vor dem Landgericht Itzehoe befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde sie in die Justizvollzugsanstalt Lübeck gebracht worden. Dort sitzen weibliche Gefangene ein. Gestern Abend hatte das Landgericht Untersuchungshaft für die Angeklagte angeordnet. Damit reagierte die Strafkammer auf den Versuch der ehemaligen Sekretärin im KZ Stutthof, sich dem Verfahren zu entziehen. Wegen der Abwesenheit der Angeklagten hat die Strafkammer den Prozess bis zum 19. Oktober unterbrochen.

16.54 Uhr: Schweiz will Prämien für Überzeugungsarbeit beim Impfen zahlen

Wer in der Schweiz Freunde, Arbeitskollegen oder Verwandte vom Impfen gegen das Coronavirus überzeugt, soll künftig einen Gutschein erhalten. Mit der Maßnahme soll das Impftempo erhöht werden, wie Gesundheitsminister Alain Berset vorschlug. Der Gutschein soll 50 Franken (gut 46 Euro) wert und etwa im Restaurant oder Kino einlösbar sein. Es soll reichen, dass die Person, die sich impfen lässt, den Namen desjenigen angibt, der ihn überzeugt hat. Zu der Idee können sich die Kantone nun äußern. Die endgültige Entscheidung fällt Mitte Oktober.

16.40 Uhr: Dutzende Migranten ertrinken zwischen Afrika und den Kanaren

Beim Untergang eines Bootes zwischen Afrika und den Kanarischen Inseln sind nach Angaben spanischer Hilfsorganisationen 57 Migranten im Atlantik gestorben. Unter den Todesopfern seien zwölf Kinder, berichtete Helena Maleno Garzón vom im Afrika gut vernetzten Hilfswerk Caminando Fronteras. Bei diesem Unglück seien auch 28 Frauen und 17 Männer ertrunken. Ob es Überlebende gibt, ist unklar.

Ein weiteres Boot, das mit 62 Insassen in Dakhla im von Marokko beanspruchten Territorium Westsahara ins Wasser gegangen sei, um die rund 400 Kilometer entfernten Kanaren zu erreichen, werde seit gestern vermisst, schrieb Maleno Garzón auf Twitter. "Bereitet diesem Massaker an der Grenze ein Ende!", forderte die Journalistin und Menschenrechtlerin, die die angesehene Nichtregierungsorganisation im Jahr 2002 gründet hatte. Nach Angaben von Caminando Fronteras starben allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mindestens 2087 Migranten beim Versuch, Spanien und damit die EU auf dem Wasserweg zu erreichen.

16.28 Uhr: 3000 Jahre alter Goldschatz bei Grabung in Österreich entdeckt

Eine archäologische Grabung in den Überresten einer bronzezeitlichen Siedlung bei Ebreichsdorf südlich von Wien hat einen 3000 Jahre alten Goldschatz ans Licht gebracht. Dazu gehört eine Goldschale mit rund 12 Zentimeter Durchmesser und möglicher Verbindung nach Deutschland, wie Archäologin Michaela Binder der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Behälter könnte laut Binder als Handelsgut aus Norddeutschland oder Skandinavien importiert worden sein, da dort ähnliche Schalen gefunden wurden. "Deshalb sind diese Funde auch so bedeutend", so Binder. Noch außergewöhnlich als die Schale war für Binder ein Knäuel von dünnen Goldfäden, das ebenfalls entdeckt wurde. Bei einer Analyse stellte sich heraus, dass es sich um die Reste eines golddurchwirkten Gewebes handelt, von dem nur das Edelmetall die Jahrtausende überdauert hat.

Entdeckt wurde die Siedlung aus der späten Bronzezeit um 1000 vor Christus bei Bauarbeiten für eine Bahnlinie. Archäologische Grabungen sind in Österreich bei Großprojekten dieser Art vorgeschrieben, hieß es von den Österreichischen Bundesbahnen, die die Funde nach Abschluss der Arbeiten in Ebreichsdorf präsentierten.

16.22 Uhr: Tatverdächtiger der Messerattacke in Würzburg äußert sich erstmals

Der 32-Jährige, der in Würzburg bei einer Messerattacke drei Frauen umgebracht und acht weitere Menschen verletzt haben soll, hat sich erstmals zum Geschehen geäußert. Der Mann sei gestern vernommen worden, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München, Florian Weinzierl. Der Somalier befinde sich derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung. Mithilfe von psychiatrischen Gutachten werde geprüft, ob seine Schuldfähigkeit bei der Tat beeinträchtigt war.

Die Würzburger "Main-Post" hatte unter Berufung auf den Verteidiger des Mannes berichtet, er habe sich bei der Vernehmung umfassend über die Ereignisse vom 25. Juni in der Würzburger Innenstadt geäußert. Er sei gewillt, an der Aufklärung mitzuwirken, sagte der Anwalt der Zeitung. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte bereits am 20. Juli mitgeteilt, dass erste Gutachten zu der Einschätzung gekommen seien, dass der Mann zur Tatzeit möglicherweise schuldunfähig gewesen sei. Deswegen sei er im Juli auch aus der Untersuchungshaft in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt worden.

15.52 Uhr: Fund von Mörsergranate in Rucksack löst Großeinsatz an Münchner Flughafen aus

Der Fund einer Mörsergranate im Rucksack eines 28-Jährigen hat am Münchner Flughafen für einen Großeinsatz gesorgt. Die Fluggastkontrolle entdeckte das knapp 20 Zentimeter lange Mörsergeschoss gestern im Handgepäck des Mannes, der in die Türkei unterwegs war, wie die Bundespolizei heute mitteilte. Spezialkräfte sperrten den Flughafenbereich daraufhin für drei Stunden großräumig ab. Spezialisten transportierten die Granate sorgsam ab und machten sie dann unschädlich. Der 28-Jährige erklärte den Angaben zufolge, dass er das Geschoss vor einigen Wochen beim Bergwandern in der Schweiz gefunden und eingesteckt habe. Was er mit dem Fund genau wollte, konnte er den Beamten nicht sagen. Ihn erwarten nun eine Strafanzeige, eventuelle Schadenersatzzahlungen und eine Rechnung für den Polizeieinsatz. 

15.39 Uhr: China dringt mit 25 Kampfjets in Taiwans Luftraum ein

Die chinesische Luftwaffe ist nach Angaben aus Taiwan mit 25 Kampfflugzeugen in die taiwanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Wie das Verteidigungsministerium in Taipeh erklärte, drangen 22 Jagdflieger, zwei atomwaffenfähige Bomber und ein U-Boot-Jagdflugzeug in die Zone ein, in der sich durchquerende Flugzeuge eigentlich vorab anmelden müssen. Das Manöver am chinesischen Nationalfeiertag folgte auf Monate wachsender militärischer Spannungen in der Wasserstraße zwischen China und Taiwan.

China beansprucht Taiwan als Teil der Volksrepublik. Taiwan hatte sich 1949 am Ende eines Bürgerkriegs von China losgesagt. Peking betrachtet die demokratisch regierte Insel jedoch bis heute als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll. Erst am Montag empörte sich China über die Fahrt eines britischen Kampfschiffs durch die Meerenge, die Taiwan vom Festland trennt.

15.33 Uhr: Bundeswehr-Reservisten sollen Anschläge auf Migranten geplant haben

Eine Wehrsportgruppe aus ehemaligen Fallschirmjägern und Reservisten der Bundeswehr aus Niedersachsen hat offenbar Anschläge auf Migranten geplant. Angeführt werde sie von Jens G., einem Oberstleutnant der Reserve, berichtet der "Spiegel". Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lüneburg bestätigte dem Magazin, dass gegen neun Beschuldigte im Alter zwischen 37 und 53 Jahren ermittelt werde. Ihnen werfe die Behörde vor, sich einer bewaffneten Gruppe angeschlossen beziehungsweise diese befehligt zu haben. Es bestehe "ein Anfangsverdacht, dass eine fremdenfeindliche Motivation handlungsleitend gewesen sein könnte".

Anfang September hatte es dem Sprecher zufolge Razzien in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin gegeben. Dabei seien Waffen, Munition und Material, das eine rechtsextreme Gesinnung der Reservisten nahelege, beschlagnahmt worden. Kurz darauf erfuhren die Ermittler laut "Spiegel", dass G. in engem Kontakt zu einem Referenten im Verteidigungsministerium gestanden haben soll. Der Militärische Abschirmdienst sei Mitte September bei einer Routineüberprüfung des Referenten auf Hinweise gestoßen, die auf eine rechtsextreme Gesinnung des Ex-Soldaten gedeutet hätten. Auf seinem Handy hätten MAD-Beamte die Verbindung zu G. entdeckt.

15.22 Uhr: Kriegsrelikt explodiert an Badesee in Österreich und tötet- 59-Jährigen

Bei der Explosion eines Kriegsrelikts an einem Badesee in Österreich ist ein 59-Jähriger gestorben. Der Mann habe das Objekt offenbar gestern aus dem Ossiacher See in Kärnten geborgen und ans Ufer gelegt, teilte die Polizei heute nach Angaben der österreichischen Presse-Agentur APA mit. Als der Mann am heute Vormittag in Steindorf mit dem Fund hantierte, sei das Kriegsrelikt explodiert. Worum es sich dabei handelte, ist unklar.

15.13 Uhr: Massenhafte Festnahmen nach Razzia in Belarus

Uniformierte haben in Belarus nach dem Tod von zwei Menschen bei einer Razzia des Geheimdienstes KGB Dutzende mutmaßliche Oppositionelle festgenommen. Landesweit seien mehr als 85 Menschen wegen Kommentaren in sozialen Netzwerken in Polizeigewahrsam genommen worden, teilte die Menschenrechtsgruppe Wesna mit. Dabei gehe um angebliche Beleidigung von Vertretern des Machtapparats.

Am Dienstag hatten Sicherheitskräfte eine Wohnung in Minsk gestürmt. Dabei hatte ein 31-jähriger IT-Spezialist, der der Opposition zugerechnet wird, einen KGB-Offizier erschossen. Der Mann wurde den Behörden zufolge ebenfalls getötet. Seine Frau sei festgenommen worden. Gegen den 31-Jährigen sei zuvor wegen angeblicher "terroristischer Aktivitäten" ermittelt worden. In sozialen Medien hatte er Berichten zufolge Fotos mit der weiß-rot-weißen Flagge der Opposition veröffentlicht. Er soll seine Waffe legal besessen haben.

14.55 Uhr: Kein Impfzertifikat nach Impfung mit Sputnik

Eine zweifache Impfung mit dem russischen Impfstoff Sputnik V berechtigt nicht zu einem deutschen Impfzertifikat. Es fehlen die Zulassung in Deutschland und eine entsprechende Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts, wie der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel in einem Eilbeschluss entschied. Der Antragsteller war im Mai in Moskau und dann nochmals im Juli in San Marino mit Sputnik V geimpft worden. Beim Landkreis Fulda begehrte er die Ausstellung eines deutschen Impfzertifikats. Der Landkreis lehnte dies ab – zu Recht, wie nun der VGH entschied.

14.45 Uhr: Aktivisten fordern: Kein Medizin-Nobelpreis für Biontech

Ein weltweites Netzwerk von Hilfsorganisationen hat sich gegen eine Auszeichnung des Mainzer Corona-Impfstoffentwicklers Biontech mit dem Medizin-Nobelpreis ausgesprochen. Die Unterzeichner eines Briefes an das Nobelpreiskomitee, der am Freitag veröffentlicht wurde, erkennen die wissenschaftliche Leistung von Biontech als "außergewöhnlich" an. Sie kritisieren jedoch, dass sich das Unternehmen weigere, "das erfolgreiche Impfstoffrezept mit Herstellern in den Entwicklungsländern zu teilen".

Der Nobelpreis sei für diejenigen gedacht, die "der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben", heißt es in dem Brief der Aktivisten. "Stattdessen nutzt Biontech sein Monopol dazu, sehr hohe Preise zu verlangen und über 90 Prozent seiner Impfstoffe nur an reiche Länder zu verkaufen." Die Biontech-Gründer Sahin und Türeci "unter den derzeitigen Umständen" mit dem Medizin-Nobelpreis auszuzeichnen wäre "unverantwortlich". Das Schreiben geht auf das Netzwerk The People's Vaccine zurück, das sich für die Aufhebung der Vorschriften zum geistigen Eigentum an Covid-19-Impfstoffen einsetzt.

14.40 Uhr: Fahrermangel bei den Briten: Bahn wirbt für Transport per Schiene

Die Deutsche Bahn nutzt den Lastwagenfahrer-Mangel in Großbritannien dazu, Werbung für den Gütertransport auf der Schiene zu machen. Die Güterverkehrstochter DB Cargo richtete sich mit einer ungewöhnlichen Botschaft an die Briten. "An alle, die es betrifft: Ein Lokführer kann bis zu 52 Lastwagenfahrer ersetzen", schrieb die Bahn-Tochter auf Englisch auf ihrem offiziellen Twitter-Account. Während der Pandemie haben viele Fahrer aus Osteuropa das Land verlassen. Strenge Einreiseregeln nach dem Brexit sorgen dafür, dass viele nicht zurückkehren. Mit Kurzzeitvisa für einige Tausend Fahrer bis Weihnachten hofft die Regierung nun, Abhilfe zu schaffen.

14.14 Uhr: Zahl der Toten bei Kämpfen in Gefängnis in Ecuador steigt auf 118

Nach den blutigen Bandenkämpfen in einem Gefängnis in Ecuador ist die Zahl der Toten auf 118 gestiegen. 79 weitere Häftlinge seien bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Haftanstalt Guayas N1 nahe der Wirtschaftsmetropole Guayaquil verletzt worden, teilte die Polizei mit. Verfeindete Gangs hatten in dem Gefängnis um die Kontrolle gerungen und ein Blutbad angerichtet. Es war das bislang schwerste Massaker im ecuadorianischen Strafvollzug.

14.06 Uhr: Benzinpreis im September so hoch wie seit acht Jahren nicht mehr

Tanken war im September so teuer wie seit acht Jahren nicht mehr. Wie der ADAC auf Basis einer aktuellen Auswertung von Kraftstoffpreisen mitteilte, stieg der Preis für einen Liter E10 im September um 1,2 Cent im Vormonatsvergleich auf durchschnittlich 1,569 Euro. Der Preis für Diesel erhöhte sich noch deutlicher, um 2,5 Cent auf durchschnittlich 1,411 Euro pro Liter. Teurer war Benzin laut ADAC zuletzt im August 2013, Diesel im November 2018. Der teuerste Tag zum Tanken war der 30. September.

13.30 Uhr: Neuer Schlot am Vulkan auf La Palma: "Eine schlechte Nachricht"

An dem vor zwölf Tagen ausgebrochenen Vulkan auf der Kanareninsel La Palma hat sich ein neuer Schlot gebildet. Der neue Lavastrom fließe parallel zu den älteren im Südwesten La Palmas und sei zwar relativ klein, ziehe aber bereits bisher verschonte Flächen in Mitleidenschaft, erklärte Luca D'Auria vom Vulkanologischen Institut (Involcan) der spanischen Insel vor Journalisten. Manuel Nogales vom spanischen Forschungsinstitut CSIC sprach von einer "schlechten Nachricht", betonte aber: "Es gibt keinen Grund zur Unruhe."

13.18 Uhr: Gesetzliche Krankenkassen fürchten Milliardendefizit 2022

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) steuern im nächsten Jahr eigenen Angaben zufolge auf Milliardendefizite zu. "Nachdem jahrelang mit kostenintensiven Gesetzen die Ausgaben der Krankenkassen nach oben getrieben wurden, sind die Rücklagen nun bald aufgebraucht", sagte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, der neuen Ausgabe des Magazins "Spiegel". "Die Beitragseinnahmen werden im kommenden Jahr nicht reichen, um die laufenden Ausgaben zu finanzieren", sagte sie. Die Kassen könnten auf finanzielle Engpässe reagieren, indem sie ihre Beiträge erhöhen. Die Bundesregierung hatte allerdings den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für 2022 per Gesetz auf 1,3 Prozent festgesetzt. Um absehbare Lücken zu schließen, dringen die Kassen seit Wochen auf mehr finanzielle Hilfen des Bundes.

13.12 Uhr: Taliban haben laut Menschenrechtlern mindestens 32 Journalisten festgenommen

Seit ihrer Machtübernahme in Afghanistan Mitte August haben die militant-islamistischen Taliban nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 32 Journalisten vorübergehend festgenommen. Die meisten von ihnen seien freigelassen worden, nachdem die Taliban sie wegen ihrer Berichterstattung abgemahnt hätten, teilte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in New York mit. Einige Medienschaffende seien geschlagen worden.

Am 19. September hatten Taliban-Vertreter den afghanischen Medien elf Regeln mitgeteilt, nach denen unter anderem die "Beleidigung nationaler Persönlichkeiten", "Inhalte im Widerspruch zum Islam" und die "Verletzung der Privatsphäre" untersagt sind. Die Vorschriften seien "so weit gefasst und vage, dass sie praktisch jede kritische Berichterstattung über die Taliban verbieten", kritisierte HRW. Zudem seien sie so weitreichend, dass Journalisten sich selbst zensierten und befürchteten, im Gefängnis zu landen.

12.55 Uhr: Grundschulverband für Ende der Maskenpflicht für die Kleinsten

Der Grundschulverband befürwortet ein Ende der Maskenpflicht für die Jüngsten. Aus pädagogischen Gründen sei man sehr dafür, sagte der Verbandsvorsitzende Edgar Bohn der Deutschen Presse-Agentur. "Das Kennenlernen unserer Erstklässler mit Maske ist schwierig. Wenn Kinder nur die Augen sehen, fehlen viele Ausdrucksmöglichkeiten." Es gehe auch um den Erwerb der wichtigen sozialpsychologischen Fähigkeit, aus der Mimik von Mitschülern Rückschlüsse zu ziehen, wie es diesen gehe, sagte Bohn. Zudem gestalte sich der Erwerb der Schriftsprache mit Maske schwierig, "weil man dort auf Mund- und Zungenstellung achten muss und darauf, wie der Laut gebildet wird." Bohn betonte aber auch, dass weiterhin die Infektionslage zum Beispiel durch Tests beobachtet werden müsse.

12.30 Uhr: Anklage gegen IS-Rückkehrerin in Hamburg erhoben

Die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg hat Anklage gegen eine IS-Rückkehrerin erhoben. Sie wirft der 24-jährigen G. vor, Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gewesen zu sein und deren Ziele unterstützt zu haben. Laut Anklage soll G. bereits im September 2014 als Jugendliche ihrem nach islamischem Ritus angetrauten Ehemann nach Syrien gefolgt sein und sich dort dem IS angeschlossen haben.

Dort soll sie bewaffnet gewesen sein und über einen Messengerdienst für den IS und für Reisen nach Syrien geworben haben. Ihre beiden 2015 und 2017 geborenen Kinder soll sie "der Ideologie des IS entsprechend" erzogen haben, auch im Umgang mit Waffen. G. wurde am Mittwoch festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft.

12.21 Uhr: Oberverwaltungsgericht bestätigt Verbot von Hells-Angels-Gruppe in NRW

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hat das Verbot des Rockervereins Hells Angels MC Concrete City bestätigt. Dieses sei rechtmäßig, teilte das Gericht mit. Das Urteil erging demnach bereits am Montag. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte die Hells-Angels-Gruppierung am 22. September 2017 verboten.

12.04 Uhr: Aktivisten besetzen Bagger im Tagebau Garzweiler II

Klimaaktivisten haben am Freitagmorgen einen Bagger und zwei Absetzer im Braunkohletagebau Garzweiler II bei Erkelenz in Nordrhein-Westfalen besetzt. Nach Angaben der Aktivisten waren 21 Teilnehmer gegen 4.00 Uhr auf die Geräte geklettert. Acht Personen, die auf den Schaufelradbagger gestiegen waren, seien dort heruntergeholt und zur Feststellung ihrer Personalien in Gewahrsam genommen worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Die übrigen Aktivisten befanden sich nach ihren Angaben am Freitagmittag noch in etwa 40 bis 50 Metern Höhe auf den Absetzern. Die Lage sei friedlich. Die Aktivisten fordern nach Angaben einer Sprecherin den sofortigen Kohleausstieg und den Erhalt aller vom Tagebau bedrohten Dörfer. Ein Sprecher des Energiekonzerns RWE verurteilte die Bagger-Besetzung. Die Aktivisten brächten sich damit in Lebensgefahr.

11.42 Uhr: Bahnfahren wird im Dezember teurer

Die Deutsche Bahn erhöht die Fahrpreise. Sie steigen am 12. Dezember im Durchschnitt um 1,9 Prozent, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte. Tickets zum sogenannten Super-Sparpreis und Sparpreise soll es zwar unverändert ab 17,90 Euro beziehungsweise 21,50 Euro geben. Dafür steigt der Flexpreis und die Preise für Streckenzeitkarten um durchschnittlich 2,9 Prozent. Auch Bahncards werden 2,9 Prozent teurer.

Die Bahn sprach von einer moderaten Preisanpassung und verwies darauf, dass die allgemeine Teuerung derzeit bei 4,1 Prozent liege. "Im langfristigen Vergleich bleibt Bahnfahren weiter günstig", betonte das Unternehmen. Eine Fahrt im Fernverkehr koste auch nach der Preiserhöhung im Dezember etwa so viel wie im Jahr 2012. Bei den Bahncards 25 und 50 sei es die erste Erhöhung seit sieben Jahren.

11.35 Uhr: 3G-Regel in Zügen kommt laut Verkehrsministerium nicht

Die Bundesregierung hat sich nach Angaben des Verkehrsministeriums gegen die Einführung der sogenannten 3G-Regel in Zügen entschieden. Das Ministerium teilte mit, innerhalb der Bundesregierung sei geprüft worden, ob und wie 3G in Zügen verpflichtend eingeführt werden könne – das bedeutet, eine Mitfahrt nur für Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete mit entsprechendem Beleg. Weiter hieß es: "Dabei haben die beteiligten Ressorts übereinstimmend festgestellt, dass diese Auflage weder rechtlich möglich noch praktikabel ist." Für 3G in Zügen fehle die Rechtsgrundlage." Zudem würde der Kontrollaufwand den Nutzen nicht rechtfertigen.

11.17 Uhr: Frauen zum Suizid getrieben? – Angeklagter schweigt

Zum Prozessauftakt gegen einen Mann, der psychisch labile Frauen zum Suizid getrieben haben soll, hat dieser keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht. Er werde sich später im Rahmen der Verhandlung noch äußern, kündigte einer seiner beiden Rechtsanwälte im Limburger Landgericht in Hessen an. Die Anklage lautet auf Mord und versuchten Mord, dem 62-Jährigen droht eine lebenslange Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung. Laut Anklagebehörde soll der Deutsche in Selbsthilfegruppen im Internet nach psychisch labilen Opfern gesucht haben. Dann soll er die Frauen gedrängt haben, sich selbst zu töten oder sich von ihm umbringen zu lassen - Ziel soll gewesen sein, seine sexuellen Fantasien zu befriedigen.

11.10 Uhr: Australien: Regierungschefin in New South Wales tritt zurück

Die Regierungschefin des bevölkerungsreichsten australischen Bundesstaates New South Wales tritt wegen Korruptionsvorwürfen zurück. "Mein Rücktritt als Premierministerin könnte zu keinem schlechteren Zeitpunkt erfolgen, aber das liegt nicht in meiner Hand", sagte Gladys Berejiklian  in der Regionalhauptstadt Sydney mit Blick auf die Corona-Pandemie und den monatelangen Lockdown in der Millionenmetropole. Eine Anti-Korruptions-Behörde hatte zuvor Ermittlungen gegen Berejiklian eingeleitet.

Unter anderem geht es um den Vorwurf, sie habe einen früheren Abgeordneten, mit dem sie zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung geführt habe, bei der Vergabe von Finanzmitteln in seinem Wahlkreis begünstigt.

11.05 Uhr: Autodieb fährt Polizeimitarbeiter in Berlin an und verletzt ihn schwer

Ein mutmaßlicher Autodieb hat in Berlin auf seiner Flucht einen Polizeimitarbeiter angefahren und diesen schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, bemerkte eine 32-Jährige am Donnerstagmittag, dass ihr auf dem Parkplatz eines Baumarkts im Stadtteil Moabit abgestellter Wagen gestohlen wurde. Mit einer im Auto verbauten Technik konnte sie ihr Fahrzeug jedoch orten und alarmierte die Polizei.

Eine sogenannte Objektschutzstreife bemerkte den Angaben zufolge den gesuchten Wagen im fließenden Verkehr in Friedrichshain. Als der mutmaßliche Dieb verkehrsbedingt anhalten musste, setzte sich der Fahrer des Polizeiwagens vor das Auto. Der 40-jährige Polizeimitarbeiter stieg aus und ging auf den mutmaßlichen Autodieb zu. Dieser setzte den Wagen zurück, beschleunigte und flüchtete erneut. Dabei fuhr er den Polizeimitarbeiter an, der dadurch stürzte und im Bereich der Beine überrollt wurde, so dass er anschließend in ein Krankenhaus gebracht wurde.

10.50 Uhr: Twitter-Sperre in Nigeria endet

Die Menschen in Nigeria können künftig wohl wieder den Kurznachrichtendienst Twitter nutzen. Nigerias Präsident Muhammadu Buhari hat angeordnet, die inzwischen fast vier Monate andauernde Sperre für das soziale Netzwerk aufzuheben. Allerdings müsse Twitter sicherstellen, dass die Plattform für geschäftliche und positive Zwecke genutzt werde, sagte Buhari in einer Fernsehansprache. Wann genau und mit welchen Einschränkungen der Dienst wieder zugänglich sein wird, war zunächst unklar.

Der Präsident der größten Demokratie Afrikas hatte am 5. Juni die Behörden angewiesen, Twitter zu sperren. Zuvor hatte der Kurznachrichtendienst einen kontroversen Tweet des Präsidenten über den nigerianischen Bürgerkrieg gelöscht und das Konto des Staatschefs für zwölf Stunden lahmgelegt. Das Ministerium nannte keinen konkreten Grund für die Sperre, verwies jedoch darauf, dass die Plattform immer wieder für Aktivitäten genutzt werde, die imstande seien, Nigerias Existenz zu untergraben. 

10.42 Uhr: Großbrand mit Toten in rumänischem Krankenhaus

Bei einem Großbrand in einem Krankenhaus in der rumänischen Schwarzmeer-Stadt Constanta sind Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigte Gesundheitsminister Attila Cseke. Über die Zahl der Toten gab es zunächst keine offiziellen Angaben. In Medienberichten schwankte die Zahl der Todesopfer zunächst stark, so war von vier bis neun Toten die Rede.

Das Feuer in der Klinik für Infektionskrankheiten war aus zunächst unklaren Gründen ausgebrochen. Am Vormittag waren die Katastrophenschützer dabei, die Patienten in Sicherheit zu bringen. Insgesamt waren zum Zeitpunkt des Unglücks 113 Patienten im Krankenhaus, davon 10 auf der Intensivstation. Medien mutmaßten, das veraltete elektrische Installationen die Ursache gewesen sein könnten.

10.38 Uhr: Drohende Kündigung: Beschäftigte von United Airlines lassen sich impfen

Angesichts einer drohenden Kündigung entscheiden sich offenbar viele Beschäftigte der US-Fluggesellschaft United Airlines doch für eine Corona-Schutzimpfung. Das Unternehmen teilte mit, es werde weniger Angestellte entlassen als bisher angekündigt – die Zahl sinke von 593 auf 320.  

United mit insgesamt 67.000 Beschäftigten hatte Anfang August angekündigt, dass es von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Inland die Impfung erwarte und die Beschäftigten dies auch nachweisen müssten. Am Dienstag erklärte das Unternehmen, wer bislang nicht geimpft sei, werde entlassen. 

10.26 Uhr: Mehr als jeder Vierte in Deutschland hat Migrationshintergrund

Mehr als jeder Vierte in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. 26,7 Prozent der Bevölkerung gehörten 2020 zu dieser Gruppe, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Umgerechnet waren das 21,9 Millionen Menschen. Davon durften 7,9 Millionen vor rund einer Woche bei der Bundestagswahl abstimmen. Das entspricht etwa einem Drittel aller Menschen mit Migrationshintergrund und 13 Prozent aller Wahlberechtigten.

10.23 Uhr: Interne Untersuchungen bei Londoner Polizei nach Mordfall Everard

Bei der Londoner Polizei laufen nach dem Urteil gegen einen geständigen Polizisten im Mordfall Sarah Everard nun interne Ermittlungen. Es werde untersucht, warum frühere Anschuldigungen gegen Everards Mörder nicht verfolgt worden seien und warum sie seine Einstellung im Jahr 2018 nicht verhindert hätten, sagte der zuständige Staatssekretär Kit Malthouse der BBC.

Der 48 Jahre alte Täter war wegen Entführung, Vergewaltigung und Mord zur Höchststrafe "whole life sentence" verurteilt worden. Das bedeutet, dass er keine Aussicht auf Freilassung hat und bis an sein Lebensende hinter Gittern bleiben muss. Er hatte die 33-jährige Everard bei einer gestellten Polizeikontrolle verschleppt. Die Hauptstadtpolizei habe keine Erkenntnisse gehabt, dass der Mann bei Kollegen unter dem Spitznamen "Vergewaltiger" bekannt gewesen sei, sagte Malthouse. Britische Medien hatten berichtet, der 48-Jährige sei wegen seines aufdringlichen Verhaltens gegenüber Frauen so genannt worden.

10.17 Uhr: Bundesanwaltschaft ermittelt nach Festnahme in Düsseldorfer Hotel

Gegen einen vor zwei Wochen in einem Düsseldorfer Hotel festgenommenen Türken ermittelt nun die Bundesanwaltschaft. Es lägen "zureichende tatsächliche Anhaltspunkte" dafür vor, dass der Mann für den türkischen Geheimdienst Informationen über Anhänger der sogenannten Gülen-Bewegung im Raum Köln gesammelt habe, teilte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Ermittler werfen dem 40-Jährigen geheimdienstliche Agententätigkeit vor. Außerdem soll er 200 Schuss scharfe Patronenmunition besessen haben.

10.15 Uhr: 150 Menschen behindern Löscharbeiten in Magdeburg

Beim Brand eines Mehrfamilienhauses in Magdeburg haben Schaulustige den Einsatz der Rettungskräfte stark behindert. 150 Menschen standen am Donnerstagabend direkt am Einsatzort und befanden sich im Gefahrenbereich, wie die Polizei mitteilte. "Die Szene war sehr unübersichtlich, als die Rettungskräfte eintrafen", sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei habe die Schaulustigen des Platzes verwiesen, damit die Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten beginnen konnten.

10.00 Uhr: Mafia-Großfahndung in Sizilien nach oberstem Boss der Cosa Nostra

Rund 150 Spezialeinsatzkräfte der Polizei suchen in einer Großfahndung in Sizilien nach dem flüchtigen Mafia-Boss Matteo Messina Denaro. Dafür wurden seit der Nacht auf Freitag Dutzende Häuser auf der Insel durchsucht, die Unterstützern oder engen Vertrauten des Mafioso gehören sollen, wie italienische Medien berichteten. Messina Denaro gilt als oberster Pate der Cosa Nostra in Sizilien, einer der großen Mafia-Organisationen in Italien. Für die Morde an den Richtern und Mafia-Jägern Giovanni Falcone und Paolo Borsellino, die im Jahr 1992 bei zwei Bombenanschlägen mit mehreren Leibwächtern ums Leben kamen, sowie weiterer Attentate wurde er in Abwesenheit zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Der heute 56-Jährige ist seit 1993 auf der Flucht.

9.55 Uhr: Schlachtermangel gefährdet Weihnachtessen in Großbritannien

Wegen eines Mangels an Schlachtern ist nach Ansicht eines britischen Branchenverbandes das Weihnachtsfestessen gefährdet. Es fehlten etwa 15.000 Arbeitskräfte, deshalb müsse sich die Branche auf einfache Arbeiten konzentrieren, wie etwa die Supermarktregale aufzustocken, teilte der Verband der Fleischproduzenten British Meat Processors Association (BMPA) der Zeitung "The Times" mit.

9.50 Uhr: Frankreich deckelt Energiepreise bis April

Frankreich will die Preise für Strom und Gas bis April deckeln. "Es wird keine weitere Erhöhung des Gaspreises mehr geben", kündigte Premierminister Jean Castex auf dem Sender TF1 an. Der Gaspreis ist seit Januar um 57 Prozent angestiegen. Die Anbieter, die das Gas unter dem Einkaufspreis abgeben müssten, bekämen staatliche Hilfen, versicherte Castex.

Der erwartete Anstieg des Strompreises um zwölf Prozent soll durch eine Steuersenkung auf vier Prozent begrenzt werden, wie Castex weiter sagte. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichten, sei es denkbar, die Hilfe für Haushalte mit geringem Einkommen noch einmal aufzustocken. Die Regierung hatte im September bereits einen "Energie-Scheck" in Höhe von 100 Euro angekündigt, von dem knapp sechs Millionen Haushalten profitieren sollten.

9.46 Uhr: Spaziergängerin in Schleswig-Holstein entdeckt dutzende geköpfte Tauben

Etwa 40 bis 50 geköpfte Tauben hat eine Spaziergängerin in Neumünster in Schleswig-Holstein entdeckt. Die Frau machte den grausigen Fund auf einem Feldweg, wie die Polizei mitteilte. Eine Streifenwagenbesatzung habe dann festgestellt, dass allen Tauben der Kopf und auch die Beringung an den Beinen entfernt worden sei. Die Polizei sucht nun nach Zeugenhinweisen. Da die Tauben offenbar beringt gewesen seien, handle es sich wohl nicht um Wildtauben.

9.39 Uhr: Drei Verletzte bei Explosion von E-Roller-Akku in Wohnhaus in Rheinland-Pfalz

Bei der Explosion eines E-Roller-Akkus sind in einem Mehrfamilienhaus in Eisenberg in Rheinland-Pfalz drei Menschen verletzt worden. Eine Frau schwebte in Lebensgefahr, wie die Polizei nach dem Unglück in Kirchheimbolanden mitteilte. Der Akku war demnach in einer Wohnung gelagert. Am Haus entstand ein Sachschaden in zunächst unbekannter Höhe. Die Rettungskräfte rückten zu einem stundenlangen Großeinsatz aus. Zu den Hintergründen der Explosion wurde weiter ermittelt.

9.10 Uhr: RKI: Impfstoffe schützen zuverlässig vor schwerem Covid-Verlauf

Die in Deutschland zugelassenen Corona-Impfstoffe schützen vor Covid-19 – insbesondere vor einem schweren Krankheitsverlauf mit Hospitalisierung. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht schätzt, beträgt dieser Schutz für alle zugelassenen Impfstoffe für die Kalenderwochen 35 bis 38 etwa 93 Prozent bei den 18- bis 59-Jährigen und 89 Prozent in der Altersgruppe ab 60 Jahren.

Eine Behandlung auf einer Intensivstation wird demnach in der jüngeren Altersgruppe mit einer Zuverlässigkeit von 96 Prozent verhindert, bei den älteren liegt der Wert bei 94 Prozent. Der Schutz vor einem tödlichen Verlauf beträgt demnach bei den jüngeren 97 Prozent und bei den älteren 88 Prozent.

9.05 Uhr: Höhere Mehrwertsteuer verteuert Strom und Gas im ersten Halbjahr 2021

Die Privathaushalte in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2021 jeweils 4,7 Prozent mehr für Strom und Gas zahlen müssen als in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres. Strom verteuerte sich nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt auf 32,62 Cent je Kilowattstunde. Erdgas kostete durchschnittlich 6,41 Cent je Kilowattstunde, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte.

Hauptgrund für den Anstieg sei die die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf den ursprünglichen Satz von 19 Prozent zu Jahresbeginn. Um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln, hatte der Bund die Mehrwertsteuer befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 auf 16 Prozent gesenkt.

8.50 Uhr: Einzelhandel in Deutschland im August mit Umsatzplus

Der Ferienmonat August hat Deutschlands Einzelhändlern ein Umsatzplus beschert. Im Vergleich zum vergleichsweise schwachen Juli erhöhten sich die Erlöse real (preisbereinigt) um 1,1 Prozent und nominal um 1,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Auch im Vergleich zum August 2020 gab es sowohl real (plus 0,4 Prozent) als auch nominal (plus 2,3 Prozent) Zuwächse.

Auf Jahressicht erholt sich die Branche allmählich von der Corona-Flaute des vergangenen Jahres: Von Januar bis einschließlich August lagen die Umsätze sowohl real (plus 1,5 Prozent) als auch nominal (plus 3,2 Prozent) über dem Niveau der ersten acht Monate des Jahres 2020.

8.45 Uhr: USA verschärfen Richtlinien für Abschiebungen

Die USA haben ihre Richtlinien für die Abschiebung von Einwanderern verschärft. Migranten ohne Papiere können künftig nur abgeschoben werden, wenn sie eine Gefahr für die Sicherheit des Landes darstellen, wie aus den veröffentlichten neuen Richtlinien hervorgeht. Die Maßnahmen, die das Abschieberisiko für Millionen von Menschen begrenzen, gelten für alle Einwanderer, die vor dem 1. November 2020 in die USA eingereist sind.

8.38 Uhr: Bremen von Firmenpleiten in Corona-Krise am stärksten betroffen

In Bremen hat die Corona-Krise vergleichsweise viele Firmen in die Knie gezwungen. Mit 8,3 beantragten Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen im Monatsdurchschnitt war der Stadtstaat im Jahr 2020 unter den 16 Bundesländern mit Abstand am stärksten betroffen, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Der bundesweite Durchschnitt der Insolvenzhäufigkeit für das Jahr 2020 lag nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Freitag bei 4,0. Das heißt von 10 000 Unternehmen rutschten durchschnittlich im Monat vier in die Pleite. Im Jahr 2019, also vor der Corona-Pandemie, waren es 4,8 pro Monat.

Bremen war den Angaben zufolge das einzige Bundesland, in dem im Corona-Jahr 2020 mehr Unternehmensinsolvenzen beantragt wurden als 2019 (6,9), bevor Sonderregelungen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in Kraft getreten waren.

8.03 Uhr: Warnstreiks bei Eurowings in Nordrhein-Westfalen

An den Flughäfen in Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund laufen seit Freitagmorgen Warnstreiks beim Kabinenpersonal der Fluggesellschaft Eurowings. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sind die Beschäftigen seit 4.30 Uhr und bis 10.00 Uhr aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Mit Verspätungen und Beeinträchtigungen muss laut Mitteilung gerechnet werden. Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen eine Verweigerungshaltung bei den laufenden Tarifverhandlungen vor. Eine angebotene Einmalzahlung im Jahr 2023 lehnt Verdi nach eigenen Angaben als unzureichend ab.

7.27 Uhr: Stuttgart: Großbrand in Busdepot zerstört 20 Busse

Beim Großbrand auf einem Betriebsgelände der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) sind am Donnerstagabend mindestens 20 Busse vollständig zerstört worden. Insgesamt seien 210 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen, um die Flammen zu löschen, teilte die Feuerwehr mit. Den Angaben zufolge wurden sechs Angestellte der SSB ärztlich versorgt. Zwei von ihnen erlitten leichte Verletzungen und kamen mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Ob ein technischer Defekt zum Ausbruch des Brandes geführt habe oder Brandstiftung, müsse noch ermittelt werden. Anzeichen für eine vorsätzliche Tat gab es der Polizei zufolge jedoch nicht. Auch die Höhe des Schadens war zunächst unklar. Augenzeugen meldeten das Feuer laut einer Polizeisprecherin gegen 20.00 Uhr. Beamte sperrten den Bereich daraufhin weiträumig ab, ein Polizeihubschrauber unterstütze den Einsatz aus der Luft.

6.17 Uhr: Australien öffnet im November erstmals wieder internationale Grenzen

Australien wird im November erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder seine internationalen Grenzen öffnen. Vollständig geimpfte Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz dürfen dann wieder ins Ausland reisen. Bei ihrer Rückkehr müssen sie sieben Tage in häusliche Quarantäne statt wie bisher 14 Tage in Isolation in einer teuren Einrichtung. Das kündigte Premierminister Scott Morrison an. Grund für die von vielen lang ersehnte Lockerung sei, dass dann in den meisten Regionen des Landes eine Impfquote von mehr als 80 Prozent erreicht sei. Für Nicht-Geimpfte gelten die bisherigen Quarantäneregeln.

6.01 Uhr: Amtsärzte fordern 3G-Regel für alle Berufe mit Kundenkontakt

Die deutschen Amtsärzte fordern angesichts des beginnenden Herbstes eine Ausweitung der 3G-Regel sowie von Corona-Informationspflichten auf alle Berufe mit Kundenkontakt. Notwendig sei, die 3G-Regel – geimpft, getestet oder genesen – flächendeckend für alle Bereiche mit Kundenkontakt einzuführen, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

5.45 Uhr: Pandemie hat Kaffeeverhalten verändert

Mehr Homeoffice verändert die Kaffeegewohnheiten zu Hause: "Es gibt einen Trend zu hochwertigerem Kaffee durch das Homeoffice", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes, Holger Preibisch, der Deutschen Presse-Agentur. Ein Drittel der Menschen, die im Homeoffice arbeiten, kaufen jetzt hochwertigen, teureren Kaffee als früher, wie eine Umfrage des Verbands zeigt. Fast die Hälfte hat demnach über den Kauf einer neuen Maschine nachgedacht, und jeder Fünfte hat das Vorhaben umgesetzt. Bei den Käufen lagen Vollautomaten und Kapselmaschinen vor Filtermaschinen. In Haushalten mit Homeoffice wurde im ersten Halbjahr 2021 mehr Kaffee mit Vollautomaten als mit Filtermaschinen gemacht: 41 zu 40 Prozent. Die Nachfrage nach nachhaltig produziertem Kaffee wächst.

5.18 Uhr: RKI registriert 10.118 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 64,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist im Vergleich zum Vortag erneut etwas gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Freitagmorgen mit 64,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 63,0 gelegen, vor einer Woche bei 62,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.118 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 9727 Ansteckungen gelegen.

4.41 Uhr: Ecuador: Polizei in Ecuador bringt Gefängnis nach blutigen Kämpfen unter Kontrolle

Nach blutigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Gangs in einem ecuadorianischen Gefängnis hat die Polizei die Haftanstalt wieder unter Kontrolle gebracht. Die Kämpfe seien beendet, die Häftlinge seien wieder in ihren Zellen, erklärte Polizeichefin Tannya Varela. Die Polizei hatte rund 900 Beamte eingesetzt, um die Lage in dem Gefängnis in Guayaquil wieder in den Griff zu bekommen, nachdem dort seit Dienstag bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden 118 Gefangene getötet und dutzende weitere verletzt worden waren. In den chronisch überfüllten ecuadorianischen Gefängnissen kommt es immer wieder zu Ausschreitungen zwischen Mitgliedern von Banden, die mit mexikanischen Drogenkartellen in Verbindung stehen.

4.13 Uhr: Polens Parlament verlängert Ausnahmezustand an Grenze zu Belarus

Angesichts des anhaltenden Andrangs von Migranten hat das polnische Parlament den Ausnahmezustand an der Grenze zum Nachbarn Belarus verlängert. Die Abgeordneten des Sejm stimmten für eine Verlängerung um weitere 60 Tage, wie polnische Medien am frühen Freitagmorgen berichteten. Zuvor hatte Präsident Andrzej Duda den entsprechenden Antrag gestellt. Die Regierung in Warschau beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde - als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik.

3.30 Uhr: USA: Strandgrundstück geht als Wiedergutmachung an Nachkommen

Fast hundert Jahre, nachdem das Strand-Grundstück einer schwarzen Familie in Kalifornien beschlagnahmt wurde, hat der Staat nun das wertvolle Stück Land an die Nachkommen zurückgegeben. Rassismus und Hass waren 1924 der Grund dafür, dass die Bruce-Familie um ihren Besitz gebracht wurde, sagte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom in dem Strandort Manhattan Beach, südlich von Los Angeles. Es sei längst überfällig, dieses Unrecht wiedergutzumachen. Newsom rief auch andere US-Staaten und die Regierung dazu auf, Schritte gegen systemischen Rassismus zu ergreifen.

1.30 Uhr: In mehreren Bundesländern fallen Corona-Einschränkungen weg

In mehreren Bundesländern enden am Freitag Corona-Beschränkungen. So gilt in Nordrhein-Westfalen ab Freitag keine Maskenpflicht im Freien mehr. In Fußballstadien, bei Konzerten und anderen Großveranstaltungen ist wieder mehr Publikum zugelassen. Stehplätze dürfen allerdings nur zur Hälfte belegt werden und nur dann, wenn auf Gängen eine medizinische Schutzmaske getragen wird. In Clubs und Diskotheken in Bayern darf ab diesem Wochenende derweil nach knapp eineinhalb Jahren coronabedingter Zwangspause wieder gefeiert werden, und zwar ohne Abstand und Maske. Für Besucher sowie Beschäftigte mit Kundenkontakt gilt dann eine verschärfte 3G-Regel.

Auch im Saarland ist ab Freitag Tanzen in Clubs wieder möglich. Nach einer neuen Corona-Verordnung fallen praktisch alle Einschränkungen für Geimpfte, Genesene und Getestete weg. Sie müssen auch in geschlossenen Räumen keine Maske mehr tragen, wenn die 3G-Regel angewandt wird. Der Mindestabstand ist nur noch eine Empfehlung. Das hatte der Ministerrat beschlossen.

0.36 Uhr: Lebenslange Haft für tödlichen Angriff auf Synagoge in Kalifornien

Gut zwei Jahre nach einem tödlichen Angriff auf eine Synagoge in Kalifornien ist der Täter zu lebenslanger Haft ohne Aussicht auf vorzeitige Haftentlassung verurteilt worden. Der heute 22-Jährige hatte sich schuldig bekannt, im Mai 2019 ein jüdisches Gotteshaus in Poway nahe San Diego angegriffen und um sich geschossen zu haben. Dabei wurden eine 60-Jährige getötet und drei Menschen verletzt, darunter ein Kind und der Rabbi.

0.08 Uhr: Nordkorea meldet Test von "neu entwickelter" Flugabwehrrakete

Nordkorea hat nach eigenen Angaben eine "neu entwickelte" Flugabwehrrakete getestet. Bei dem Test am Donnerstag sei die "bemerkenswerte Kampfeigenschaft" der Rakete überprüft worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag. Das Geschoss verfüge über "neue Schlüsseltechnologien". Der Test ist der jüngste in einer Reihe von Waffentests Nordkoreas.

Am Dienstag hatte Pjöngjang den erfolgreichen Test einer Hyperschall-Rakete gemeldet. Sollten die nordkoreanischen Angaben zutreffen, hätte das international isolierte Land eine weitere Etappe bei der Aufrüstung seines Waffenarsenals erreicht. Hyperschall-Raketen sind extrem schnell und flexibel, was ihre Zerstörung durch Raketenabwehrsysteme stark erschwert.

cl DPA AFP

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