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News von heute Donald Trump: "Lage am US-Arbeitsmarkt übertrifft alle Erwartungen"

US-Präsident Donald Trump hat sich via Twitter zu Berichten geäußert, Russland habe Kopfgeld auf US-Soldaten in Afghanistan ausgesetzt (Archivbild)
Donald Trump lobt die neuen Arbeitslosenzahlen
© Mandel Ngan / AFP
Bundestag beschließt Grundrente +++ Fünf Wirecard-Tochtergesellschaften insolvent +++ Corona-Lockdown: Weniger Verkehr, mehr tödliche Unfälle +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Esper informiert Kramp-Karrenbauer über US-Truppenabzug (20.32 Uhr)
  • Donald Trump: "Lage am US-Arbeitsmarkt übertrifft alle Erwartungen" (16.12 Uhr)
  • Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell festgenommen (15.41 Uhr)
  • Twitter sperrt Trump-Foto (15.04 Uhr)
  • Bundestag hat Grundrente verabschiedet (13.52 Uhr) 
  • Fünf Wirecard-Tochtergesellschaften insolvent (12.46 Uhr)
  • Hoher Sieg für Kremlchef Putin bei Verfassungsänderung in Russland (7.40 Uhr)

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:

+++ 23.32 Uhr: Macron will mit neuem Kabinett "neuen Weg" einschlagen +++

Vor einer offenbar bevorstehenden Kabinettsumbildung in Frankreich hat Staatschef Emmanuel Macron angekündigt, mit einem "neuen Team" einen "neuen Weg" einschlagen zu wollen. Das neue Kabinett werde "neue Talente" und "Persönlichkeiten mit unterschiedlichem Hintergrund" vereinen, sagte Macron in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit mehreren Regionalzeitungen. Eine Entscheidung über die Kabinettsumbildung wird bis Anfang der kommenden Woche erwartet. Hintergrund ist der Triumph der Grünen bei den französischen Kommunalwahlen am vergangenen Wochenende. Der Präsident hatte von einer "Ohrfeige" für seine Partei La République en Marche gesprochen und "Fehler" eingeräumt. Er kündigte unter anderem Zugeständnisse in der Klimapolitik an.

+++ 23.02 Uhr: Texas verhängt wegen Corona-Pandemie Maskenpflicht +++

Angesichts steigender Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus führt der US-Bundesstaat Texas eine Mundschutzpflicht ein. Der als enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump geltende republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, ordnete ine Maskenpflicht für alle Bezirke an, in denen mindestens 20 Corona-Infektionen nachgewiesen wurden. In den südlichen US-Bundesstaaten steigt die Zahl der Corona-Infektionen derzeit dramatisch an. Florida meldete einen neuen Tagesrekord mit mehr als 10.000 Neuinfektionen. Abbott ordnete zudem ein Verbot von Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern an. Zudem gelten ab sofort Abstandsregeln. 

Sehen Sie im Video: BGH klärt Mieterrechte bei Schönheitsreparaturen – Wer muss streichen? Mieter und Vermieter sollen sich nach den Vorstellungen des Bundesgerichtshofs in bestimmten Fällen die Kosten für notwendige Renovierungsarbeiten teilen. Diese Kompromisslösung zeichnete sich am Mittwoch in einer Verhandlung der obersten Zivilrichter in Karlsruhe ab. Sein Urteil will der Senat in der nächsten Woche verkünden. Um die sogenannten Schönheitsreparaturen wie Tapezieren oder Streichen gibt es oft Streit. Am BGH geht es um Fälle, in denen der Mietvertrag eigentlich die Mieter zur Übernahme der Renovierungen verpflichtet. Solche Klauseln sind nach einem Grundsatz-Urteil von 2015 allerdings unwirksam, wenn die Mieter die Wohnung unrenoviert bezogen haben. Bisher ist ungeklärt, was daraus folgt: Muss der Vermieter einspringen? Oder wird eben gar nicht renoviert? Zumindest bei langjährigen Mietverhältnissen und deutlichem Renovierungsbedarf schwebt den Richtern eine Zwischenlösung vor: Der Mieter könnte den Vermieter zum Renovieren auffordern, müsste sich aber an den Kosten beteiligen. Verhandelt wurden zwei Berliner Fälle.
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+++ 22.34 Uhr: Bars und Restaurants in Rio de Janeiro öffnen wieder +++

Nach mehr als drei Monaten strenger Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie sind in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro zahlreiche Lockerungen in Kraft getreten. Unter strengen Auflagen öffneten am Donnerstag Bars und wieder für Gäste. Auch Fitnessstudios, Schönheitssalons und Tattoo-Studios profitieren von den Lockerungen. Nach Behördenangaben wurden in Rio de Janeiro zuletzt 68 Todesfälle durch das neuartige Coronavirus binnen eines Tages gemeldet. Anfang Juni hatte die Stadt eine Rekord-Todesfallzahl von 227 registriert. Trotz eines erkennbaren Rückgangs bei den Neuinfektionen warnten Experten vor einer Lockerung der Corona-Maßnahmen in Brasilien. Der Bundesstaat Rio de Janeiro ist der am zweitschwersten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesstaat in Brasilien nach Sao Paulo. Dort wurden bereits mehr als 10.000 Todesfälle durch das neuartige Coronavirus registriert, 115.000 Menschen haben sich offiziellen Angaben zufolge angesteckt. Landesweit gibt es in Brasilien nach offiziellen Angaben mehr als 60.000 Todesfälle und mehr als 1,4 Millionen Infektionen. 

+++ 21.24 Uhr: Schweden: Iran bereit zu Kompensationszahlungen an Opfer von Flugzeugabschuss +++

Der Iran hat nach Angaben der schwedischen Regierung Verhandlungen über Kompensationszahlungen an die Familien der Opfer eines im Januar über Teheran abgeschossenen Passagierflugzeugs zugestimmt. Schwedens Außenministerin Ann Linde sagte der Nachrichtenagentur TT, beide Länder hätten eine entsprechende Erklärung unterzeichnet. Genaue Summen für die Entschädigungen stünden noch nicht fest, sagte Linde. Der Iran hatte im Januar nach tagelangem Leugnen den versehentlichen Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs kurz nach dessen Start aus Teheran eingeräumt. Nach Angaben der iranischen Regierung wurde die Maschine irrtümlich für ein feindliches Objekt gehalten und von den iranischen Revolutionsgarden abgeschossen. Dabei kamen alle 176 Menschen an Bord ums Leben. Bei den Opfern handelte es sich vor allem um Kanadier, Afghanen, Briten, Schweden und Ukrainer.

+++ 21.14 Uhr: Venezuela nimmt Ausweisung von EU-Botschafterin zurück +++

Im Streit um neue EU-Sanktionen gegen Venezuela hat die Regierung in Caracas die Ausweisung der EU-Botschafterin rückgängig gemacht. Nach einer Telefonkonferenz zwischen Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza und seinem EU-Amtskollegen Josep Borrell verabschiedeten beide Seiten eine Erklärung, in der die Entscheidung der venezolanischen Regierung für die Ausweisung der Diplomatin als "nichtig" bezeichnet wurde. Im Gegenzug erwarte er ein Entgegenkommen der EU, sagte Arreaza dem Sender Telesur. Am Montag hatte Venezuelas Regierungschef Nicolás Maduro der EU-Botschafterin Isabel Brilhante Pedrosa 72 Stunden Zeit gegeben, das Land zu verlassen. Borrell hatte die Ausweisung verurteilt und mit Konsequenzen gedroht.

Hintergrund des Streits sind neue Sanktionen der EU gegen venezolanische Politiker wegen der Versuche, dem Oppositionschef Juan Guaidó seinen Posten als Parlamentsvorsitzender zu entziehen. Guaidó ist seit anderthalb Jahren in einen erbitterten Machtkampf mit Maduro verstrickt. Die sanktionierten Politiker dürfen nicht in die EU einreisen, zudem werden ihre möglichen Vermögenswerte in der EU blockiert.

+++ 20.32 Uhr: Esper informiert Kramp-Karrenbauer über US-Truppenabzug +++

US-Verteidigungsminister Mark Esper hat seine deutsche Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer über den Abzug von 9500 amerikanischen Soldaten aus Deutschland informiert. Die Minister seien sich in dem Telefonat einig gewesen, dass die neuen Planungen der Vereinigten Staaten "der Rückversicherung der Alliierten dienen müssten, der verstärkten Abschreckung sowie der Stärkung der Nato insgesamt", teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Esper habe das anhaltende Engagement der USA für das transatlantische Bündnis bekräftigt.  

Kramp-Karrenbauer erklärte laut Ministerium nach dem Gespräch: "US-Soldatinnen und Soldaten sind in Deutschland willkommen, sie dienen natürlich auch der Sicherheit der USA im Rahmen der Nato. Alles Weitere ist im Bündnis zu besprechen." Esper werde den Kongresses in den kommenden Wochen über die Planungen informieren, gefolgt von Konsultationen mit den Nato-Verbündeten, insbesondere mit Deutschland, hieß es weiter aus dem Bundesverteidigungsministerium. 

+++ 19.44 Uhr: Auch Kinder von Schlachthof-Arbeitern positiv auf Corona getestet +++

Im Fall des geschlossenen Putenschlachthofes in Wildeshausen bei Oldenburg ist auch bei Kindern von Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden. Wie der Landkreis Oldenburg mitteilte, wurden 43 Kinder von positiv getesteten Schlachthofarbeitern untersucht. Bei fünf von ihnen habe es positive Ergebnisse auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 gegeben. Am vergangenen Freitag wurde der zur Wiesenhof-Gruppe gehörende Schlacht- und Zerlegebetrieb Geestland Putenspezialitäten in Niedersachsen wegen Corona-Fällen komplett heruntergefahren.

 

Sehen Sie im Video: Coronavirus – die aktuellen Zahlen zum Infektionsgeschehen. Videoquelle: ntv Weitere Daten und Informationen zum Thema:Notbremse beim Lockdown-Exit: Diese Kreise und Städte halten die Obergrenze (nicht) einBestätigte Infektionen in den deutschen Kreisen und kreisfreien Städten Übersicht über bestätigte Infektionen weltweitReproduktionszahl, Verdopplungszeit, Infektionen – welche Kennzahlen gerade wichtig sind 
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+++ 19.35 Uhr: Bundestag beschließt umstrittene Reform der Intensivpflege +++

Für die Intensivpflege schwerkranker Menschen gibt es neue Qualitätsvorgaben, um einen hohen Versorgungsstandard zu gewährleisten. Darauf zielt ein Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), das der Bundestag am Donnerstagabend verabschiedet hat. "Intensivpflegebedürftige sollen dort versorgt werden können, wo es für sie am besten ist. Das darf keine Frage des Geldbeutels sein", sagte Spahn. Daher würden nun verbindliche Qualitätsvorgaben für die Pflege zu Hause festgeschrieben. Außerdem werde Intensivpflege in stationären Einrichtungen "endlich bezahlbar".

+++ 19.17 Uhr: Keine Corona-Disziplin: Geldstrafen nach Pokalspiel in Bulgarien +++

Wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln im Stadion beim Endspiel um Bulgariens Fußballpokal sind Geldstrafen verhängt worden. Der Veranstalter - die Profiliga sowie die Firma, die für die Ordnung im Stadion verantwortlich war - müssen jeweils 3000 Lewa (umgerechnet rund 1500 Euro) bezahlen, unter anderem, weil viele der 12.000 Zuschauer im Stadion keine Schutzmasken getragen haben. Lokomotiw Plowdiw hatte gegen ZSKA Sofia seinen Titel erfolgreich verteidigt.

+++ 19.15 Uhr: Robert Tönnies will vor Beratervertrag für Sigmar Gabriel gewarnt haben +++

Die Beratertätigkeit des früheren Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel (SPD) beim Fleischkonzern Tönnies ist unternehmensintern auf Widerstand von Mitinhaber und Neffen von Clemens Tönnies, Robert Tönnies gestoßen. Das geht aus einem Brief an die Geschäftsführung der Tönnies-Holding vom 26. Februar 2020 hervor, der der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" vorliegt. Darin heißt es: "Falls der Vertrag noch nicht abgeschlossen wurde, warne ich dringend davor und widerspreche hiermit vorsorglich. Die Verpflichtung ehemaliger Spitzenpolitiker für Unternehmen führt immer wieder zu unangenehmen Fragen der Öffentlichkeit und in Folge zu einem Imageschaden für das betroffene Unternehmen und den ehemaligen Politiker." Es stelle sich nämlich "immer wieder die Frage, ob die Beschäftigung eine nachträgliche Belohnung für Vorteile des Unternehmens in der Zeit der Regierungstätigkeit sein kann", schrieb Robert Tönnies.

+++ 19.14 Uhr: Ausflugschaos in Bayern - Minister treibt Besucherlenkung voran +++

Die oberbayerischen Tourismusziele erleben wegen der Corona-Pandemie einen Ansturm von einheimischen Besuchern. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will daher die digitale Besucherlenkung voranbringen. Über einen Ausflugsticker sollen sich Besucher künftig aktuell informieren, wo schon alles voll ist - um dann spontan umplanen zu können. Der Tourismus hatte die Ausflugs-Hotspots vor allem im Süden von München vom Chiemsee bis zur Zugspitze schon vor der Coronakrise an den Rand der Belastbarkeit gebracht. Bisher funktioniere der Ticker nur in einem begrenzten Bereich, nämlich im Berchtesgadener Land, sagte Aiwanger. Noch im Juli solle das Konzept aber an allen Tourismus-Spots in Oberbayern umgesetzt werden.

+++ 19.09 Uhr: Corona-Hotspot: Steinkohlebergwerke in Tschechien pausieren +++

Alle Steinkohlebergwerke in Tschechien stellen ihren Betrieb wegen der Coronavirus-Pandemie vorübergehend ein. Das teilte das staatliche Förderunternehmen OKD mit. Ab Freitag werde nur noch ein Notbetrieb laufen, um die Sicherheit der vier aktiven Gruben im Osten des Landes sicherzustellen. Der Konzern reagiert damit auf den hohen Anteil infizierter Personen bei Reihenuntersuchungen unter den Bergleuten. Nach Angaben des Gesundheitsamts wurde das Virus bei jedem Fünften der mehr als 3400 Getesteten nachgewiesen. Die meisten von ihnen zeigten indes nur leichte oder keine Symptome.

+++ 19.03 Uhr: WHO: Tests an Menschen mit 17 Impfstoff-Kandidaten gegen Coronavirus +++

Im weltweiten Kampf gegen das Coronavirus werden inzwischen 17 Impfstoffkandidaten an Menschen getestet. Am weitesten fortgeschritten ist ein Impfstoff, den die Universität Oxford entwickelt hat, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO berichtete. Selbst, wenn diese Kandidaten nicht erfolgreich sind, ist die WHO optimistisch: "Wir haben eine breite Pipeline mit vier verschiedenen Impfstofftypen", sagte Ana Maria Henao Restrepo, bei der WHO für Forschung und Entwicklung zuständig. Es werde an mehr als 150 Wirkstoffen geforscht.

+++ 18.44 Uhr: EU fordert Untersuchung von Vorwürfen gegen russische Volksabstimmung +++

Die EU hat die russischen Behörden zu einer Untersuchung von Vorwürfen gegen die Volksabstimmung aufgefordert. "Uns ist bekannt, dass es Berichte über Unregelmäßigkeiten während der Wahl gibt", sagte ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell in Brüssel. Man erwarte, dass diese ordnungsgemäß überprüft werden. Als Beispiele für Vorwürfe nannte er eine doppelte Abgabe von Stimmen, Zwangsausübung, Verletzungen des Wahlgeheimnisses und Polizeigewalt gegen beobachtende Medien. Bei der Volksabstimmung über Russlands Verfassungsänderung hat Kremlchef Wladimir Putin nach dem vorläufigen Endergebnis einen Erdrutschsieg errungen. Knapp 78 Prozent der Wahlberechtigten stimmten nach Angaben der Wahlleitung in Moskau für das neue Grundgesetz.

In Kolumbien wird wegen sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen gegen über hundert Soldaten und Angestellte des Militärs ermittelt. Letzte Woche wurden sieben Soldaten festgenommen, die ein indigenes Mädchen in der Risaralda Provinz vergewaltigt haben sollen. Die Soldaten und drei ihrer Vorgesetzten wurden gefeuert, zwei ranghöhere Beamte wurden versetzt. Vor wenigen Tagen wurde der Fall eines weiteren Mädchens bekannt, das tagelang ohne Essen und Wasser auf einem Stützpunkt der Armee im Dschungel der Provinz Gauviare, festgehalten und von mehreren Soldaten vergewaltigt worden war. Ariel Avila von der Stiftung für Frieden und Versöhnung sagt: „Die Fälle, die jüngst bekanntgeworden sind, zeigen nur die Spitze des Eisbergs, der Tragödie, die die sexuelle Gewalt im Zuge des langjährigen Konflikts unseres Landes bedeutet." Jahrzehntelang war Kolumbien von den Kämpfen zwischen den Guerillas der FARC und ELN, dem Militär und paramilitärischen Gruppen geprägt. Ein Konflikt, der sich trotz der 2016 ausgehandelten Friedensverträge nicht vollständig beruhigt hat. „In den Jahren der bewaffneten Konflikte gab es sehr viele Fälle sexueller Gewalt im Land, die aber nicht verfolgt wurden, es gibt nicht mal genaue Erhebungen dazu. Im Zuge des Friedensprozesses treten diese Fälle zutage. Es gab Provinzen, etwa Gauviare, Narino oder Sierra Nevada de Santamarta, in denen sexuelle Gewalt zur kriegerischen Strategie gehörte, der Körper der Frau wurde als Teil des Schlachtfelds angesehen und das wird mehr und mehr bekanntwerden." Oberbefehlshaber Eduardo Zapateiro äußerte sich zu den jüngsten Fällen auf einer Pressekonferenz und sagte, das Militär versuche nicht, die Vergehen von Straftätern zu vertuschen. Alle Soldaten würden ein Training erhalten, um Menschenrechte zu achten und sich moralisch korrekt zu verhalten, so Zapateiro. Opfer und Menschenrechtsgruppen beschuldigen die Armee jedoch seit langem, im Laufe des langjährigen Konflikts sich über Grund- und Menschenrechte hinweggesetzt zu haben.
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+++ 18.43 Uhr: Frauenministerium beteiligte Gleichstellungsbeauftragte nicht +++

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat seine Gleichstellungsbeauftragte in zwei Fällen nicht ausreichend beteiligt und damit ihre Rechte verletzt. Die Frau habe bereits 2017 und 2018 Klage wegen der beiden Vorkommnisse eingereicht, die Urteile seien am 27. April dieses Jahres gefallen, wie das Verwaltungsgericht Berlin bekannt gab. Das Ministerium hätte die Frau der Mitteilung zufolge 2016 zur jährlichen Leitungsklausur einladen müssen. Die dort besprochenen Themen könnten auch Entscheidungen zu personellen, organisatorischen oder sozialen Angelegenheiten wesentlich beeinflussen, hieß es zur Begründung. Die Gleichstellungsbeauftragte müsse bei diesen so früh wie möglich beteiligt werden. Bei einzelnen, politischen Tagesordnungspunkten habe man sie ausschließen können.

+++ 18.28 Uhr: Bund stützt 27 freie Musikensembles in Corona-Krise +++

27 freie Orchester und Ensembles können in der Corona-Krise auf Unterstützung aus dem Bundeshaushalt zählen. Die Mittel aus dem Programm "Orchester vor neuen Herausforderungen" umfassen jeweils bis zu 200.000 Euro. Ziel ist es, freien Ensembles und Orchestern "so schnell wie möglich den Wiederbeginn ihrer künstlerischen Arbeit zu ermöglichen", wie es in Berlin hieß.  Gefördert werden etwa die Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, die Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen oder das Elbipolis Barockorchester Hamburg. Auch das Ensemble Ruhr, das Freiburger Barockorchester, die Kammerakademie Potsdam oder die Philharmonie Leipzig erhalten Mittel.

Den Medizincheck in München hat Leroy Sané laut Medienberichten am Donnerstagmittag bereits bestanden. Eine offizielle Bestätigung seines Transfers steht noch aus. Die Fans des Rekordmeisters werden sich vermutlich noch gedulden müssen. Sané wird voraussichtlich erst nach dem DFB-Pokalfinale am Samstag gegen Bayer Leverkusen vorgestellt. "Ja, es ist auf jeden Fall super Transfer. Ich bin auch erst mal froh, dass der ganze Transferpoker endlich mal ein Ende hat, nach über einem Jahr jetzt schon." "Man ist gespannt darauf, wie er sich entwickelt. (Es) schlägt ja nicht jeder ein, wie man die letzten Jahre auch gesehen hat." "Ich gehe mal davon aus, dass er eine Stammplatzgarantie hat. Ich meine, wer so einen Spieler mit so einem Tohuwabohu verpflichtet, der muss dann halt auch leider spielen, auch wenn man sich jetzt die Außenbahnen anschaut." Die Verhandlungen über seinen Wechsel wurden von den Klubverantwortlichen von Manchester City und von Bayern bereits in der Presse bestätigt. Nun scheint eine neue Flügelzange beim Deutschen Meister gefunden worden zu sein. Vor seiner Verletzung im vergangenen Jahr bildete Sané in der Nationalmannschaft zusammen mit Bayern-Spieler Serge Gnabry ein erfolgreiches und torreiches Sturm-Duo.
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+++ 18.20 Uhr: Waldbrände in Russland breiten sich aus +++

Begleitet von ungewöhnlich hohen Temperaturen breiten sich Waldbrände in Sibirien und im Fernen Osten Russlands weiter aus. In Jakutsk seien Rekordwerte von mehr als 38 Grad festgestellt worden, teilte der Forstschutzdienst Avialesochrana mit. Im Juli könne man Prognosen von Meteorologen zufolge nicht auf Regen oder mildere Temperaturen hoffen, hieß es. Viele Gewitter sorgten demnach für Brände in entfernten und schwer erreichbaren Gegenden. Für die gesamte Teilrepublik Jakutsk gelte der Ausnahmezustand.

+++ 18.17 Uhr: Thüringer Krankenhaus bestätigt Infektion von 69 Mitarbeitern +++

Das Greizer Kreiskrankenhaus in Thüringen hat bestätigt, dass zwischen dem 19. März und dem 18. Mai 69 Mitarbeiter des Hauses positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Seither seien keine neuen Corona-Fälle innerhalb der Klinikbelegschaft nachgewiesen worden, teilte das Krankenhaus mit. Unklar sei, ob die Mitarbeiter sich im beruflichen oder privaten Umfeld infiziert hatten. Das Klinikum reagierte mit einer Stellungnahme auf einen Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit". Den darin geäußerten Verdacht, mehr positive Fälle seien nur deshalb nicht erkannt worden, weil nur zurückhaltend auf eine Infektion getestet worden sei, wies die Klinik zurück. Auch aus Sicht des Gesundheitsamtes seien die Testkapazitäten im Klinikum Greiz zu jeder Zeit ausreichend gewesen.

+++ 18.11 Uhr: Millionenfacher Online-Betrug: Instagram-Influencer festgenommen +++

Wegen millionenfachen Internetbetrugs sind ein nigerianischer Instagram-Influencer und mehrere Komplizen in Dubai verhaftet worden. Wie die Polizei Dubai mitteilte, habe das FBI den Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate für die Verhaftung und Auslieferung in die USA gedankt. Der Mann soll zusammen mit Komplizen fast zwei Millionen Opfer über das Internet betrogen haben. Er hat auf Instagram rund 2,4 Millionen Follower und präsentiert sich in seinen Beiträgen mit teuren Luxusautos und Privatjets. Zusammen mit anderen Verdächtigen soll er unter anderem bestehende Internetseiten gefälscht haben, um Überweisungen auf eigene Konten umzuleiten.

+++ 18.11 Uhr: Jeder zweite Deutsche hat Sorge vor zweiter Corona-Infektionswelle +++

Die Furcht vor einer zweiten Corona-Infektionswelle ist in der Bevölkerung nach wie vor verbreitet. Die Hälfte der befragten Deutschen sorgt sich laut dem ARD-"Deutschlandtrend" davor, dass die Zahl der Infektionen in den kommenden Wochen wieder deutlich ansteigt. Bei 13 Prozent der Menschen ist diese Sorge demnach sehr groß, bei 37 Prozent groß. Das Alltagsverhalten der Menschen veränderte die Corona-Pandemie in jedem Fall. So geben neun von zehn Deutschen (89 Prozent) an, sich häufiger die Hände zu waschen. Etwa ebenso viele Befragte (88 Prozent) halten nach eigenen Angaben deutlich Abstand zu anderen. Knapp drei Viertel der Deutschen (72 Prozent) sagen, sie treffen nur eingeschränkt Freunde und Verwandte.

+++ 18.09 Uhr: Corona: Reiseveranstalter dürfen Gutscheine statt Geld anbieten +++

Reiseveranstalter, die ihren Kunden wegen einer coronabedingt geplatzten Pauschalreise Geld zurückzahlen müssen, dürfen diesen als Alternative einen Gutschein anbieten. Einem entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung hat der Bundestag zugestimmt. Die Kunden können sich für eine Rückzahlung des gezahlten Geldes oder für den Gutschein entscheiden. Dem Entwurf zufolge sollen Pauschalreisende ihr Geld zurückverlangen können, wenn der Urlaub wegen der Coronavirus-Pandemie ausfällt. Eine ursprünglich geplante Gutscheinpflicht, die helfen sollte, Insolvenzen in der Reisebranche zu vermeiden, soll es nicht geben.

+++ 18.09 Uhr: Haselnüsse statt Schoko - Hersteller rüft Demeter-Müsli zurück +++

Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt vor einer Demeter-Schokomüsli-Packung. Der Grund: In ihr befindet sich entgegen der Angabe ein Müsli mit Haselnüssen, wie der Hersteller  auf dem Portal Lebensmittelwarnung.de mitteilte. Für Menschen mit Haselnuss-Allergie kann dies gefährlich werden. Betroffen seien 500-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 2. Mai 2021 und der Chargen-Nummer 202492. Verkauft wurde das Müsli in fast allen Bundesländern: in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

+++ 18.03 Uhr: Union weiter deutlich stärkste Kraft +++

Die Union liegt einer neuen Umfrage zufolge weiter deutlich vor den anderen Parteien. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, dann würden laut dem ARD-"Deutschlandtrend" 37 Prozent der Befragten ihre Stimme der Union geben. Das ist ein Prozentpunkt weniger als Anfang Juni. Grüne, SPD und AfD würden jeweils einen Punkt auf 20 beziehungsweise 16 und 10 Prozent zulegen. Die FDP dagegen würde einen Punkt verlieren und käme nur noch auf 5 Prozent. Die Linke läge bei 7 Prozent

+++ 17.58 Uhr: Tönnies-Video: Gericht verhandelt über Entlassung von Mitarbeiterin +++

Nach der Veröffentlichung eines Videos mit mutmaßlichen Verstößen gegen Corona-Präventionsregeln aus der Kantine des Schlachtereibetriebs Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wurde einer Mitarbeiterin gekündigt. Das Arbeitsgericht Bielefeld verhandelt jetzt über die Wirksamkeit der Entlassung aus dem April, wie Direktor Joachim Kleveman sagte. Ein Verhandlungstermin sei aber noch offen. Die Cateringfirma, die bei Tönnies die Kantine mit Essen beliefert, hatte sich mit der Frau bei einem Gütetermin Anfang Juni auf eine fristgerechte Kündigung und eine Abfindung geeinigt. Laut Kleveman hatte die Frau bei dem Gespräch bestätigt, das Video ins Internet gestellt zu haben. Sie bestritt demnach aber, dass eine negative Kommentierung in dem Video von ihr sei. Nach einem Anwaltswechsel widerrief die Frau den Vergleich vom 9. Juni. Jetzt muss vor dem Arbeitsgericht verhandelt werden. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

+++ 17.40 Uhr: Demokratie-Aktivist Law aus Hongkong geflohen +++

Als Reaktion auf das Inkrafttreten des umstrittenen chinesischen Sicherheitsgesetzes für Hongkong ist der bekannte Demokratie-Aktivist Nathan Law nach eigenen Angaben aus der Finanzmetropole geflohen. "Ich habe Hongkong bereits verlassen und werde meinen Aktivismus auf internationaler Ebene fortführen", teilte Law in einer an Journalisten gerichteten englischsprachigen Botschaft mit. In welchem Land er sich aufhält, teilte Law nicht mit. Infolge einer "Risikoabwägung" habe er entschieden, "nicht zu viel über meinen persönlichen Aufenthaltsort und meine Situation preiszugeben", erklärte er.

+++ 17.13 Uhr: Vettel: Ausmusterung bei Ferrari kam überraschend +++

Sebastian Vettel ärgert sich über die Ausmusterung bei Ferrari zum Ende dieses Jahres. Der Anruf von Teamchef Mattia Binotto mit der Entscheidung, den auslaufenden Formel-1-Vertrag nicht zu verlängern, sei für ihn überraschend gekommen. "Wir hatten nie eine Diskussion. Es lag nie ein Angebot auf dem Tisch", sagte der Hesse vor dem Saisonauftakt in Österreich. Noch im Mai bei der Verkündung seines Abschieds hatten Ferrari und Vettel von einer gemeinsamen Entscheidung gesprochen. Dieser Darstellung widersprach Vettel nun mit seinen Worten in Spielberg. Seine Zukunft im kommenden Jahr ließ der viermalige Weltmeister, der an diesem Freitag 33 Jahre alt wird, offen.

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+++ 17.06 Uhr: Saarland setzt Fahrverbote aus +++

Das Saarland setzt die schärferen Fahrverbots-Regeln für Raser vorerst aus. Dies teilte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Saarbrücken mit. Das Bundesverkehrsministerium habe in einer Telefonschalte den Landesverkehrsministerien mitgeteilt dass die in der neuen Straßenverkehrsordnung vorgesehenen Fahrverbote wahrscheinlich nichtig sind - wegen eines "fehlenden Verweises auf die notwendige Rechtsgrundlage". Die umstrittenen neuen Regeln in der Straßenverkehrsordnung gelten erst seit Ende April. Demnach droht ein Monat Führerscheinentzug, wenn man innerorts 21 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt oder außerorts 26 km/h zu schnell. Gegen diese Sanktionierung hatte es zahlreiche Proteste von Autofahrern und Autoclubs gegeben.

+++ 16.58 Uhr: Pfarrer missbraucht Ex-Konfirmandin über zehn Jahre lang +++

Ein Pfarrer hat nach Kirchenangaben in einer Gemeinde im Kreis Harburg über zehn Jahre lang eine sexuelle Beziehung mit einer ehemaligen Konfirmandin gehabt. Die Frau habe von der Kirche ein Schmerzensgeld von 35.000 Euro bekommen, das bisher höchste, was die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers bei Missbrauchsfällen gezahlt habe, sagte Kirchensprecher Benjamin Simon-Hinkelmann. Der Pfarrer ist inzwischen gestorben. Der schwere sexuelle Missbrauch habe sich in den 1980er und 1990er Jahren in einer Kirchengemeinde in Seevetal im Kirchenkreis Hittfeld ereignet, hieß es von der Landeskirche.

+++ 16.48 Uhr: Fraktion mit AfD: CDU-Gemeinderätin bleibt aus Partei ausgeschlossen +++

Eine pfälzische CDU-Gemeinderätin bleibt auch weiter aus der Partei ausgeschlossen, weil sie mit der AfD eine Fraktionsgemeinschaft geschlossen hatte. Vor dem Landesparteigericht scheiterte Monika Schirdewahn aus Frankenstein in Rheinland-Pfalz mit einer Beschwerde gegen ihren Ausschluss. Das Gericht bestätigte eine vorherige Entscheidung des Bezirksparteigerichts, wie der Vorsitzende Paul Glauben sagte. Schirdewahn hatte im Gemeinderat von Frankenstein bei Kaiserslautern trotz eines De-facto-Verbots durch CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer eine Fraktionsgemeinschaft mit dem AfD-Vertreter, der zugleich ihr Ehemann ist, gebildet. Beide sind in dem Gremium die jeweils einzigen Vertreter ihrer Parteien gewesen.

+++ 16.56 Uhr: Hartz-IV-Empfänger drohen wieder Sanktionen +++

Hartz-IV-Empfänger müssen von sofort an wieder mit Sanktionen rechnen, sollten sie gegen Auflagen der Jobcenter verstoßen. Eine entsprechende Weisung hat die Bundesagentur für Arbeit in Absprache mit dem Bundesarbeitsministerium an die Jobcenter herausgegeben, wie ein Sprecher der Bundesagentur in Nürnberg bestätigte. Hintergrund sei die Wiederöffnung der Jobcenter für den Publikumsverkehr. Die Aussetzung der Sanktionen sei vor allem deswegen erfolgt, weil Betroffene nicht in die Jobcenter kommen konnten. Die Jobcenter waren wegen der Corona-Krise für den Publikumsverkehr geschlossen worden.

+++ 16.36 Uhr: Ohne Mund-Nasen-Schutz: Geldstrafen für Parlamentarier in Bulgarien +++

Zwei Dutzend bulgarische Volksvertreter müssen Geldstrafen bezahlen, weil sie im Parlament gegen die Corona-Maskenpflicht verstoßen haben. Gesundheitsinspektoren übergaben 24 der insgesamt 240 bulgarischen Abgeordneten entsprechende Bescheide für eine Geldstrafe von 300 Lewa (umgerechnet rund 150 Euro). Die Politiker hätten in der vergangenen Woche, wie es hieß, gegen die wieder verschärften Verordnungen von Gesundheitsminister Kiril Ananiew zum Schutz gegen das Coronavirus verstoßen. In Bulgarien ist die Zahl der Corona-Infektionen seit Mitte Juni schnell und kontinuierlich bis auf nun insgesamt 5154 gestiegen.

Donald Trump vor wenigen Tagen im Weißen Haus
Donald Trump
© imago images/ZUMA Wire

+++ 16.35 Uhr: Leichtathletik: Russland bleibt nach fehlender Zahlung gesperrt +++

Der Leichtathletik-Weltverband geht wegen einer ausgebliebenen Strafzahlung weiter gegen Russland vor. Weil die Russen bis Mittwoch trotz Mahnungen nicht die verhängten fünf Millionen Dollar zahlten, stoppt World Athletics sowohl den Wiedereingliederungsprozess des seit 2015 gesperrten Verbandes Rusaf als auch die Zulassung neutraler Athleten (ANA) bei internationalen Wettkämpfen mit sofortiger Wirkung. Auf einer Weltverbandssitzung vom 29. bis 30. Juli soll geprüft werden, wie es weiter geht. Die Rusaf hatte mitgeteilt, nicht über die entsprechenden Mittel zu verfügen, um die Geldbuße pünktlich zahlen zu können und bat daher um einen Aufschub.

+++ 16.34 Uhr: Nachwuchsbergsteiger aus Alpenverein-Elitekader tödlich abgestürzt +++

Einer der talentiertesten deutschen Nachwuchsbergsteiger ist tot: Mit 21 Jahren ist der aus dem oberbayerischen Lenggries stammende Andreas Lindner im Mont-Blanc-Massiv abgestürzt. Er kam beim Zustieg zur Dru-Westwand ums Leben, wie der Deutsche Alpenverein (DAV) mitteilte. Lindner war Mitglied des DAV-Expeditionskaders, einer kleinen Elitetruppe an Nachwuchssportlern, die von Top-Bergsteigern den letzten Schliff erhalten. Er war auf einer privaten Tour im Schrofengelände unterhalb der eigentlichen Kletterwand ausgerutscht und rund 100 Meter in die Tiefe gestürzt.

+++ 16.29 Uhr: Werbe-Video aus Kalabrien bringt Norditaliener auf die Palme +++

In Italien regen sich viele Norditaliener über ein Tourismus-Werbevideo aus dem süditalienischen Kalabrien auf. Obwohl die Nerven in vielen Urlaubsgebieten ohnehin blank liegen, ließen einige Verantwortliche aus dem Küstengebiet Riviera die Gelsomini an der Stiefelspitze ein Video herstellen, in dem der Norden schlecht gemacht wird. Bilder von Massentourismus und Industrieschornsteinen im Norden werden mit leeren, hellen Sandstränden und romantischen Kulturstätten im Süden verglichen. Das Video beleidige Land und Menschen, heißt es in einigen Reaktionen. Auch Tourismustreibende von der Riviera dei Gelsomini wurden in italienischen Medien mit kritischen Worten zitiert.

+++ 16.28 Uhr: Theologe Heinrich Fink gestorben +++

Der Theologe und frühere Rektor der Humboldt-Universität Berlin, Heinrich Fink, ist tot. Fink starb in Berlin im Alter von 85 Jahren, wie die Nachrichtenagentur DPA aus dem Umfeld der Familie erfuhr. Fink stammte aus dem bessarabischen Korntal, das heute zur Republik Moldau gehört. Die Familie siedelte 1940 nach Posen um und flüchtete 1945 nach Brandenburg.

+++ 16.23 Uhr: Corona-Krise: Volkszählung soll auf 2022 verschoben werden +++

Die für das laufende Jahr geplante Volkszählung soll wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben werden. Die Vorbereitungsarbeiten hätten nicht wie geplant durchgeführt werden können, erklärte das Bundesinnenministerium auf Anfrage in Berlin. Deshalb sei geplant, den Zensus um ein Jahr zu verschieben. Die Zählung nimmt nicht nur die Bevölkerung in den Blick, sondern soll auch Daten zu Erwerbstätigkeit und Wohnsituation liefern. Die letzte Volkszählung war 2011.

+++ 16.13 Uhr: Bundesregierung will Familien steuerlich entlasten +++

Die Bundesregierung will offenbar noch in diesem Monat eine Reihe von steuerlichen Entlastungen auf den Weg bringen, von denen insbesondere Familien profitieren sollen. Nach Informationen des "Handelsblatt" summiert sich das Entlastungsvolumen im kommenden Jahr auf sieben Milliarden Euro und bis einschließlich 2024 auf insgesamt 42,5 Milliarden Euro. Das Kindergeld solle zum Jahreswechsel um 15 Euro steigen, auch der Kinderfreibetrag solle erhöht werden. Die Kinderfreibeträge in der Einkommensteuer sollen laut "Handelsblatt" um 576 Euro auf 8388 Euro aufgestockt werden. Auch der Grundfreibetrag solle zum Jahreswechsel steigen - um 288 Euro auf dann 9696 Euro. Ebenfalls steigen soll demnach die Einkommensgrenze, aber welcher der Spitzensteuersatz von 42 Prozent fällig wird: Derzeit liegt die Grenze bei 57.052 Euro, sie soll auf 57.919 Euro steigen.

+++ 16.12 Uhr: Trump: Lage am Arbeitsmarkt übertrifft alle Erwartungen +++

Die deutliche Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt in den USA hat nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump "alle Erwartungen übertroffen". Die Wirtschaft erhole sich "schneller und besser" von der Corona-Krise als erwartet, sagte Trump im Weißen Haus nach Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten für den Monat Juni. Das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal werde "fantastisch" sein, prognostizierte er. Der Anstieg der Zahl der Beschäftigten um 4,8 Millionen im Juni sei der beste monatliche Zugewinn in der US-Geschichte, so Trump. Trump spielte die Bedeutung der jüngsten erneuten Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie herunter. Es gebe noch vereinzelte Brandherde, diese würden aber schnell bekämpft, sagte Trump. "Wir löschen die Feuer", sagte er.

+++ 15.52 Uhr: Kasachischer Ex-Präsident Nasarbajew nach Corona-Infektion negativ getestet +++

Der ehemalige kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew ist nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus offenbar wieder gesund. Sein jüngster Test sei negativ gewesen, teilte sein Sprecher mit. Nasarbajew, der am Montag 80 Jahre alt wird, habe keine Symptome gehabt.  Seit Anfang Juni ist die Zahl der Corona-Fälle in Kasachstan um mehr als das Vierfache gestiegen auf derzeit 42.574 gemeldete Infizierte. Ab Sonntag soll im Land erneut eine zweiwöchige Ausgangssperre gelten.

Nach jahrelangem Ringen hat der Bundestag am Donnerstag eine Grundrente für Geringverdiener beschlossen. Sie soll für Arbeitnehmer gelten, die mindestens 33 Jahre Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Die Grundrente wird vom Bedarf abhängig gemacht. Wenn die monatlichen Gesamteinkünfte einen Freibetrag von 1250 Euro übersteigen, wird der Rentenaufschlag damit verrechnet. Mit der Mehrheit von Union und SPD verabschiedete das Parlament das vor allem von den Sozialdemokraten vorangetriebene Gesetz. Für etwa 1,3 Millionen Ruheständler soll ab 2021 der Rentenanspruch um bis zu etwa 400 Euro aufgestockt werden. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: "Dass wir nach vielen Jahren der Debatte jetzt endlich die Grundrente durchgesetzt haben, ist ein sozialpolitischer Meilenstein. Gerade in diesen Zeiten kann es sich Deutschland nicht leisten, auf die Grundrente zu verzichten. Wir werden die Grundrente jetzt umsetzen. Es war eine lange Auseinandersetzung, eine lange Diskussion. Aber sie hat sich gelohnt für die Menschen, die sich das verdient haben. Und wir erneuern damit einen Kernversprechen unseres Sozialstaats, nämlich dass diejenigen, die arbeiten, die Kinder erzogen haben, die Angehörige pflegen, tatsächlich am Ende auch im Alter ordentlich abgesichert sind." Der Bundestag hat am Donnerstag auch den zweiten Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Coronakrise beschlossen. Er sieht eine Rekordverschuldung von fast 218 Milliarden Euro vor.
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+++ 15.41 Uhr: Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell festgenommen +++

Ghislaine Maxwell, die britische Prominente und Vertraute von Jeffrey Epstein ist vom FBI festgenommen worden, berichtet die Nachrichtenseite "News 4 New York". Demnach hätten zwei hochrangige Quellen in den Strafverfolgungsbehörden die Festnahme bestätigt. Maxwell sei im US-Ostküstenstaat New Hampshire gefasst worden und solle noch am Donnerstag einem Richter vorgeführt werden, berichteten mehrere US-Sender. Die Tochter des verstorbenen britischen Medienmoguls Robert Maxwell soll junge Mädchen rekrutiert haben, um Epsteins sexuelles Verlangen zu befriedigen.

+++ 15.41 Uhr: Thüringen prüft Corona-Lockerungen bei sexuellen Dienstleistungen +++

Die Thüringer Landesregierung denkt über Lockerungen von Corona-Einschränkungen im Bereich Prostitution und sexuelle Dienstleistungen nach. Man stehe in Kontakt mit zwei Branchenverbänden, entsprechende Möglichkeiten zu prüfen, sagte ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums. Die aktuelle Thüringer Grundverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie läuft am 15. Juli aus und muss verlängert oder angepasst werden.

+++ 15:12 Staatsschutz ermittelt nach Anschlag auf Linken-Politikerin in Oberbayern +++

In Bayern ermittelt der Staatsschutz nach einem mutmaßlichen Anschlag auf eine Bezirksrätin der Linkspartei. Ein unbekannter Täter habe Bezirksrätin Stefanie Kirchner am vergangenen Sonntagabend von hinten angegriffen und dabei die Linkspartei beschimpft, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt. Die Politikerin habe sich selbst befreien können. Der genaue Sachverhalt müsse noch ermittelt werden. Nach Angaben des bayerischen Landesverbands der Linken befand sich Kirchner am späten Sonntagabend in Kösching auf einem Spaziergang, als der mit einem Messer bewaffnete Mann sie von hinten angegriffen und stranguliert habe. Kirchner habe Würgemale am Hals, sagte ein Sprecher der Linken. Mit Tritten habe sich die Kommunalpolitikerin befreien und fliehen können, nach der Attacke habe sie sich im Krankenhaus behandeln lassen.

+++ 15.04 Uhr: Twitter sperrt Trump-Foto nach "New-York Times"-Beschwerde +++

US-Präsident Donald Trump hat erneut Ärger mit Twitter: Der Kurznachrichtendienst sperrte ein Foto des Präsidenten, nachdem die "New York Times" einem Datenbankeintrag zufolge eine Urheberrechtsbeschwerde eingelegt hatte. In einem Tweet vom 30. Juni war Trump auf einem Foto zu sehen, das mit den Worten beschriftet war: "In Wirklichkeit sind sie nicht hinter mir her, sondern hinter dir. Ich bin nur im Weg." Am Donnerstag erschien statt des Fotos nur ein Hinweis darauf, dass es wegen einer Beschwerde des Rechteinhabers entfernt worden sei. 

Das Trump-Foto war bereits 2015 in einem Artikel der "New York Times" erschienen - allerdings ohne die Beschriftung. Am Mittwoch legte das Medienunternehmen Beschwerde nach dem US-Urheberrechtsgesetz ein, wie in der Lumendatenbank, die Urheberrechtsbeschwerden sammelt, vermerkt ist. Nach Angaben der Datenbankbetreiber richtete sich die Beschwerde gegen den Trump-Tweet.

+++ 14.56 Uhr: Kippa vom Kopf gerissen - Täter zu Bewährungsstrafe verurteilt +++

Ein junger Mann, der in Freiburg einem 19-Jährigen die traditionelle jüdische Kopfbedeckung Kippa vom Kopf gerissen hatte, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Gegen den zur Tatzeit 23-Jährigen erging ein Strafbefehl des Amtsgerichts Freiburg über sechs Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung und eine Geldauflage von 3000 Euro. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

+++ 14.53 Uhr: Meghan beklagt fehlende Unterstützung durch Königshaus gegen "falsche Berichte" +++

Die Ehefrau von Prinz Harry, Meghan, hat eine fehlende Rückendeckung durch das britische Königshaus angesichts "falscher und schädigender" Medienberichte während ihrer Schwangerschaft beklagt. Die königliche "Institution" habe sie nicht vor den Anschuldigungen geschützt und es sei ihr auch "verboten" worden, "sich zu verteidigen", heißt es in Gerichtsdokumenten, aus denen der Rundfunksender BBC und die Nachrichtenagentur Press Association zitierten.

+++ 14:52 Uhr: Traktor baut Unfall mit zehn Menschen in Schaufel - drei Kinder tot +++

Beim Unfall eines Traktors, der zehn Menschen in seiner Schaufel transportiert hat, sind in Kanada drei Kinder ums Leben gekommen. Der Traktorfahrer sei in der Nacht zum Donnerstag mit sechs Kindern und vier Erwachsenen in seiner vorderen Schaufel unterwegs gewesen, berichteten kanadische Medien. Im Ort Notre-Dame-de-Stanbridge, etwa 75 Kilometer südöstlich der ostkanadischen Metropole Montreal, seien die Menschen aus zunächst ungeklärter Ursache aus der Schaufel gefallen und von dem Traktor angefahren worden. Dabei kamen drei der Kinder ums Leben. Die drei anderen Kinder und zwei Erwachsene wurden schwer verletzt, zwei weitere Erwachsene wurden leicht verletzt. Der Fahrer wurde festgenommen. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet.

+++ 14.49 Uhr: Mindestens sieben Corona-Infektionen bei Familienfeier in Kiel +++

Bei einer Familienfeier in Kiel haben sich mindestens sieben Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Dies sei am vergangenen Wochenende geschehen, sagte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" berichtet. Den Angaben zufolge arbeiten drei Infizierte in Einrichtungen der Altenhilfe. Ein infiziertes Kind besuche eine Kita, die laut "Kieler Nachrichten" am Mittwoch geschlossen wurde. Die Feier fand der Stadt Kiel zufolge im Freien statt. Sie sei im Rahmen der geltenden Corona-Regeln erlaubt gewesen.

+++ 14.24 Uhr: Mike Krüger dichtet seinen "Nippel"-Song auf Corona um +++

Der Hamburger Sänger Mike Krüger hat sich von der Corona-Zeit inspirieren lassen und seinen berühmten "Nippel"-Song ("Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche zieh'n") umgedichtet. Ziemlich genau 40 Jahre nach der ersten Veröffentlichung des Liedes hat Krüger nun für die "Bild"-Zeitung zwei Strophen neu gedichtet und zum Maskentragen und Installieren der Corona-Warnapp aufgerufen. "Wenn ich mich schon mal wieder nach Jahren zu irgendwas äußere, dann finde ich es ganz gut, wenn man sich in dieser Zeit dazu äußert, dass die Leute doch bitte ihre Masken tragen sollten, und es wäre sehr nett, wenn noch mehr Menschen sich diese App runterladen würden", sagte der Komiker der Nachrichtenagentur DDP.

Für den FC Schalke 04 war der Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies das i-Tüpfelchen einer turbulenten Saison. Am Dienstag trat Clemens Tönnies von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender des Fußballclubs zurück, um sich auf sein Unternehmen zu konzentrieren. Sportvorstand Jochen Schneider sagte am Mittwoch in Gelsenkirchen: "Er hat den Verein mit sehr viel Herzblut, mit sehr viel Engagement und mit Weitsicht geführt. Er steht stellvertretend für die Realisierung vieler Großprojekte, wie den Bau der wunderschönen Veltins-Arena." Nach 26 Jahren lässt Tönnies einen Klub zurück, der aktuell in der größten wirtschaftlichen Krise seiner Geschichte steckt. Schon vor der Pandemie war der Verein mit Schulden von rund 200 Millionen Euro belastet und lebte laut Meinungen vieler Experten deutlich über seinen Verhältnissen. "Ich hatte schon das Gefühl, dass das Image des FC Schalke 04 in der Vergangenheit nicht war, dass man hier nicht besonders wenig verdient. Und wir müssen uns hier selber Richtlinien auferlegen, an die wir uns halten. Weil wir haben eine Verantwortung dem Verein gegenüber, und wir müssen nachhaltig wirtschaften." Die Corona-Krise hat Schalke zusätzlich hart getroffen. Unter anderem wurden Tickethalter gebeten, ihr Geld nicht zurückzuverlangen, im Dienstleistungsbereich mussten Mitarbeiter entlassen werden, was viel Kritik auslöste. Der Traditionsverein hofft nun auf eine Landesbürgschaft von 40 Millionen Euro, zudem hat das Management Sparmaßnahmen verkündet. Der Klub will laut Medienberichten eine Gehaltsobergrenze einführen. Demnach sollen Spieler bei Schalke nicht mehr als 2,5 Millionen Euro im Jahr verdienen. Trainer David Wagner: "Darüber hinaus dann vielleicht auch mal wieder alle dahin zu kommen, ein Stück weit Demut und Bescheidenheit gelten zu lassen. Ja, wir sind der große FC Schalke 04, aber ja, wir sind nicht mehr das FC Schalke 04 wie vor zehn Jahren." Schalke schloss die Saison auf dem 12. Tabellenplatz ab. Das Vereinsziel war es, unter die ersten sechs zu kommen.
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+++ 14.24 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Israel klettern auf Rekordwert +++

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 966 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Israel hat fast doppelt so viele Neuinfektionen - wobei Deutschland etwa neunmal mehr Einwohner hat als Israel. Aus diesem Grund wurden neue Beschränkungen verkündet. Verschiedene Viertel in Lod bei Tel Aviv sowie in der Hafenstadt Aschdod sollten für mindestens eine Woche abgeriegelt werden. Auch in den Palästinensergebieten soll von Freitag an ein fünftägiger Lockdown in Kraft treten.

+++ 14.10 Uhr: Nach Hitler-Aussage - Tschechien muss sich für Zeman entschuldigen +++

Der tschechische Staat muss sich laut einem Urteil für seinen Präsidenten Milos Zeman bei der Enkelin des Schriftstellers Ferdinand Peroutka förmlich entschuldigen. Das entschied ein Gericht in Prag der Agentur CTK zufolge. Das Staatsoberhaupt hatte dem 1978 gestorbenen Publizisten in einer Rede auf einer Holocaust-Konferenz die Worte "Hitler ist ein Gentleman" in den Mund gelegt. Das sei unfair und ungerecht, urteilten die Richter. Zeman bestand in der Vergangenheit immer wieder auf der Richtigkeit seiner Aussage. Historiker sind indes der Überzeugung, dass Peroutka dies nie geschrieben habe.

+++ 14.09 Uhr: EU-Kommission geht wegen Gutschein-Pflicht gegen Rom und Athen vor +++

Im Streit um die Erstattung abgesagter Reisen verschärft die EU-Kommission das Vorgehen gegen Italien und Griechenland. Wegen verpflichtender Gutschein-Lösungen in den Mittelmeerländern leitete die Brüsseler Behörde sogenannte Vertragsverletzungsverfahren ein. Passagiere in der EU hätten das Recht, "zwischen einer Rückzahlung und anderen Formen der Erstattung, wie einem Gutschein, zu wählen", hieß es. Die Tourismus- und Reisebranche ist von der Corona-Krise besonders hart getroffen worden. Die Pflicht zur Erstattung brachte Reiseveranstalter und Airlines in finanzielle Bedrängnis.

+++ 14.01 Uhr: Pariser Gericht gibt erstmals Staat Verantwortung für Schäden durch Epilepsie-Medikament +++

Nach tausenden Fällen von Missbildungen bei Neugeborenen durch ein Epilepsie-Medikament hat ein französisches Gericht erstmals den Staat zum Verantwortlichen erklärt. Das Verwaltungsgericht im Pariser Vorort Montreuil verurteilte den französischen Staat zu einer Entschädigung von drei Familien, deren Kinder mit schweren Missbildungen auf die Welt kamen, nachdem ihre Mütter während der Schwangerschaft das Medikament Depakine eingenommen hatten. Nach Auffassung des Gerichts tragen auch der Pharmakonzern Sanofi, der das Medikament über Jahrzehnte vertrieben hatte, sowie die Ärzte, die es verschrieben haben, eine Mitverantwortung.

+++ 13.52 Uhr: Bundestag hat Grundrente verabschiedet +++

Der Bundestag hat die sogenannte Grundrente verabschiedet, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen. Damit kann nun am Freitag auch der Bundesrat über das Gesetz entscheiden, das zum 1. Januar 2021 in Kraft treten soll.

+++ 13.44 Uhr: Aussagen über Homosexuelle: Pastor wegen Volksverhetzung angeklagt +++

Ein evangelischer Pastor ist wegen seiner Aussagen über Homosexualität von der Staatsanwaltschaft Bremen wegen Volksverhetzung angeklagt worden. Der Mann habe bei einem Eheseminar im Oktober 2019 Homosexuelle pauschal als Verbrecher und Homosexualität als "Degenerationsform der Gesellschaft" bezeichnet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Seine Äußerungen habe er später auch bei Youtube hochgeladen. Der zuständige Kirchenausschuss hatte wegen der umstrittenen Äußerungen im Mai bereits ein Disziplinarverfahren gegen den Pastor eingeleitet.

+++ 13.32 Uhr: Strand-Ampel für Lübecker Bucht freigeschaltet +++

Eine virtuelle Ampel gegen überfüllte Strände: Für Teile der Lübecker Bucht ist die sogenannte Strand-Ampel freigeschaltet worden. Auf der Internetseite www.strandticker.de können sich Tagesgäste über den Andrang an den Ostsee-Stränden zwischen Scharbeutz und Rettin informieren. Grün bedeutet, dass es an dem betreffenden Strandabschnitt noch genügend freie Plätze gibt. Bei gelb wird es langsam eng, und rot bedeutet, dass der Strandabschnitt wegen zu vieler Besucher geschlossen ist. Die Infos kommen vorerst von Strandkorbvermietern und den Angestellten, die die Kurtaxe kassieren.

Einen Tag vor der geplanten Abstimmung über das Kohleausstiegsgesetz wurden die Abgeordneten im Bundestag von einem Protest überrascht. Eine kleine Gruppe des Aktionsbündnisses Extinction Rebellion warf unweit der Kanzlerin und anderen Parlamentariern Flugblätter in die Luft und verlas ein Statement. Das geplante Gesetz sei ein „mörderisches Vorhaben", ein Ausstieg aus der Kohle im Jahr 2025, statt 2038 sei nötig, um das Leben in Zukunft zu bewahren, so die Klimaaktivisten. Die Gruppe verließ die Lobby daraufhin friedlich. Aufgrund der aktuellen Corona-Abstandsregeln finden Abstimmungen im Bundestag derzeit nicht im Sitzungssaal, sondern im Westflügel statt, in dem sich normalerweise nur Abgeordnete und akkreditiere Pressevertreter aufhält. Wie die Protestgruppe in diesen Bereich vordringen konnte, blieb zunächst ungeklärt.
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+++ 13.25 Uhr: Betreuer von Kleinkindern klagen über schlechte Bezahlung und Arbeitsbelastung +++

Die Betreuer von Kleinkindern in Deutschland sind einer Studie zufolge mit ihrem Beruf zufrieden, beklagen aber eine schlechte Bezahlung und eine hohe Arbeitsbelastung. So gaben in der Erhebung der OECD 94 Prozent der Betreuer von Kindern unter drei Jahren an, mit ihrem Beruf zufrieden zu sein. Aber nur 30 Prozent sehen ihr Gehalt als ausreichend an. Über zwei Drittel der Betreuer klagen zudem über eine zu hohe Arbeitsbelastung, weil Kollegen abwesend sind. Unter den Leitungskräften klagen knapp zwei Drittel, dass die Arbeit unter dem Personalmangel leide.

+++ 13.19 Uhr: Flugpersonal wehrt sich mit Protestaktionen gegen Stellenabbau +++

Mit Protestaktionen in Berlin haben Beschäftigte mehrerer Fluggesellschaften auf den drohenden Stellenabbau bei ihren angeschlagenen Arbeitgebern aufmerksam gemacht. Vor dem Reichstagsgebäude übergaben am Vormittag rund 100 Personalvertreter und Mitglieder der Gewerkschaft Verdi ihre Forderungen an Mitglieder des Bundestages. Besonders betroffen seien Mitarbeiter von Germanwings, der Luftfahrtgesellschaft Walter sowie Sunexpress Deutschland. Auch Beschäftigte der Fluggesellschaft Easyjet, dem größten Anbieter an den Berliner Flughäfen, beteiligten sich. Das britische Unternehmen will Flotte und Personal in Berlin aufgrund der Corona-Krise deutlich reduzieren.

+++ 13.15 Uhr: Tesla plant für neue Fabrik Bauarbeiten bis März 2021 +++

Der US-Elektroautobauer Tesla plant für seine erste Fabrik in Europa zunächst mit Bauarbeiten bis in den März 2021 hinein. Das geht aus einem aktualisierten Antrag für die umweltrechtliche Genehmigung hervor. Die Produktion in Grünheide nahe Berlin, die im Juli 2021 starten soll, ist demnach in einem Betrieb mit drei Schichten an 24 Stunden pro Tag vorgesehen. Aus der Prognose für den Umfang des Lärms beim Betrieb geht hervor, dass Tesla pro Schicht von 2100  Beschäftigten ausgeht. In der Fabrik ist eine maximale Produktion von 500.000 Fahrzeugen pro Jahr geplant. Dabei soll die Zahl so schnell wie möglich auf das Maximum hochgefahren werden.

+++ 13.03 Uhr: 18-Jähriger soll Onkel erstochen und Großvater schwer verletzt haben +++

Ein 18-Jähriger soll in einem Wohnhaus in Soest seinen Onkel erstochen und den Großvater schwer verletzt haben. Der 65-jährige werde es "nach bisherigem Kenntnisstand überleben", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Am Mittwochnachmittag habe der 18-jährige Tatverdächtige nach aktuellem Ermittlungsstand mit einem Messer auf seinen Großvater und auf den Brustkorb des 41-jährigen Onkels eingestochen und sei danach zu Fuß geflohen. Er konnte später von der Polizei festgenommen werden. "Zum Tatmotiv haben wir bisher keine Anhaltspunkte", so die Staatsanwältin.

+++ 13.01 Uhr: Bremen hisst Werder-Fahne am Rathaus +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat sich wenige Stunden vor dem Relegationshinspiel von Werder gegen den 1. FC Heidenheim mit einer Videobotschaft an die Bremer Fans gewandt. "Nach dem letzten Spieltag bin ich fest davon überzeugt: Werder wird den Klassenerhalt schaffen", sagte der SPD-Politiker. Um zu zeigen, "dass die ganze Stadt, die ganze Region, hinter unserem ruhmreichen SVW steht", wurde am Bremer Rathaus eine große Werder-Fahne gehisst. Die Partie des Tabellensechzehnten der Fußball-Bundesliga gegen den Dritten der 2. Bundesliga beginnt um 20.30 Uhr im Bremer Weserstadion (DAZN/Amazon Prime).

+++ 12.46 Uhr: Fünf Wirecard-Tochtergesellschaften insolvent +++

Der Bilanzskandal beim Dax-Konzern Wirecard zieht nach der Muttergesellschaft nun auch fünf Tochterfirmen finanziell in Mitleidenschaft. Wie das Münchner Amtsgericht mitteilte, haben diese fünf Gesellschaften nun ebenfalls Insolvenz beantragt. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist wie bei der Mutter Wirecard AG der Rechtsanwalt Michael Jaffé. Alle fünf Töchter sind wie die Wirecard AG im Münchner Vorort Aschheim ansässig, dabei handelt es sich um Firmen, die Dienstleistungen und Software für die Muttergesellschaft anbieten, Dazu zählen etwa die Vertriebs- und Marketinggesellschaft Wirecard Global Sales und die Softwarefirma Wirecard Issuing Technologies.

Sehen Sie im Video: Ellie, 18 Jahre alt, Downsyndrom – und Gucci-Model! Mit Downsyndrom aufs Vogue-Cover. Warum nicht? werden einige sagen, doch die Wahrheit ist, Ellie Goldstein ist eine echte Vorreiterin. Denn Gucci hat die Britin für eine Kampagne gebucht! Ein starkes Signal nicht nur für Menschen mit Handicap. Normalerweise finden sich in der Welt weiblicher Models Frauen ab 1,76 cm mit einem ganz bestimmten Typ. Doch die Modewelt ist im Wandel. Vor drei Jahren schloss Ellie Goldstein, die 1,42 m groß ist, einen Vertrag mit der Agentur "Zebedee". Die vermittelt Models, die nicht der üblichen Model-Norm entsprechen. Und die Aufträge ließen nicht lange auf sich warten. Ellie modelte für Firmen wie Nike und Vodafone. Ihr Bild hing sogar in einer Ausstellung der Londoner National Portrait Gallery. Dann startete Gucci auf Instagram einen Wettbewerb und suchte ein Model, das auf dem Cover der italienischen Vogue landen würde. Ellie Goldstein konnte sich gegen die Konkurrenz durchsetzen. Eine Vertreterin ihrer Model-Agentur sagte: „Ellie ist innerlich und äußerlich ein so wunderbarer Mensch. Sie erleuchtet den Raum, wenn sie reinkommt, und sie ist so professionell. Wir hoffen wirklich, dass alle Marken das zur Kenntnis nehmen – und dass die Einbeziehung von Models mit Behinderung jetzt zur Norm wird.“
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+++ 12.29 Uhr: Vater in Ostsee ertrunken - Kinder nach Badeunglück wieder aus Klinik

Die beiden Kinder, die bei einem Badeunglück bei Ahrenshoop an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern gerettet worden waren, haben die Klinik inzwischen wieder verlassen. Sie werden, wie andere Angehörige und auch die Unfallhelfer, seelsorgerisch betreut, wie eine Polizeisprecherin in Stralsund sagte. Bei dem Unglück war der Vater eines der beiden Kinder ums Leben gekommen. Er hatte zuvor die beiden Zehnjährigen aus einer lebensgefährlichen Situation in der Strömung der Ostsee gerettet.

+++ 12.26 Uhr: Union will nach Tabakwerbeverbot keinen weiteren Werbeverboten zustimmen +++

Nach dem Votum des Bundestags für ein Tabakwerbeverbot sieht die Union keine Chance für weitere Werbeverbote - etwa für Alkohol oder zuckerhaltige Produkte. "Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch machen Produkte wie Alkohol und Zucker weder krank noch abhängig", sagte die stellvertretende Unionsfraktionschefin Gitta Connemann (CDU) der Nachrichtenagentur AFP. "Hier macht die Dosis das Gift." Tabak hingegen nehme eine Ausnahmestellung ein, die ein Werbeverbot rechtfertige: "Tabak tötet auch bei bestimmungsgemäßem Konsum: Nur eine Zigarette am Tag kann krank machen." Der Bundestag wird am Abend abschließend über ein weitgehendes Werbeverbot für Tabakprodukte abstimmen.

+++ 12.25 Uhr: Denkmal von äthiopischem Kaiser zerstört - Londons Rastafari besorgt +++

Der Angriff auf ein Denkmal für den letzten äthiopischen Kaiser Haile Selassie (1892-1975) in London hat bei der örtlichen Rastafari-Gemeinde Besorgnis ausgelöst. Die Büste im Cannizaro-Park im Stadtteil Wimbledon war von einer Gruppe von ungefähr 100 Menschen attackiert und zerstört worden, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete. Vermutet wird, dass der Vorfall im Zusammenhang steht mit Unruhen in dem ostafrikanischen Land nach dem gewaltsamen Tod des Sängers und politischen Aktivisten der Bevölkerungsgruppe der Oromo, Hachalu Hundessa. Die in Jamaika entstandene Rastafari-Religion verehrt Haile Selassie als Gottheit. Für viele Oromo hingegen - die größte Bevölkerungsgruppe in Äthiopien, die sich aber marginalisiert fühlt - gilt der Monarch als Symbol der Unterdrückung.

+++ 12.24 Uhr: Höhere Spieleinsätze und 65 Lottomillionäre im ersten Halbjahr +++

Glücksspiel in der Krise: Lotto hat trotz der coronabedingten vorübergehenden Schließung vieler Annahmestellen höhere Spieleinsätze verbucht. Sie stiegen im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bundesweit um rund 4,2 Prozent auf 3,75 Milliarden Euro, teilte der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) mit. Bundesweit 65 Tipper konnten sich im ersten Halbjahr 2020 über Millionengewinne freuen - fünf mehr als von Januar bis Juni 2019. Das Land mit den meisten dieser Glückspilze war Baden-Württemberg mit 13 Lottospielern. Zehn Gewinne über der Millionengrenze gab es in Nordrhein-Westfalen und acht in Bayern. Die Hitliste der bei "6 aus 49" am häufigsten gezogenen Zahlen führte von Januar bis Juni 2020 die 11 an. Sie wurde 16 Mal gezogen. Die 42 lag mit zwölf Treffern auf dem zweiten Platz, vor der 22 und der 49, die jeweils elfmal aus der Ziehungstrommel fielen. Schlusslichter waren die 15 und die 45, die beide nur zweimal gezogen wurden.

+++ 12.14 Uhr: Äthiopien: Mehr als 90 Tote bei Protesten +++

Bei Protesten in Äthiopien nach dem Tod eines prominenten Sängers sind mehr als 90 Menschen getötet worden. In Oromia seien mindestens 81 Menschen ums Leben gekommen, zitierte die regierungsparteinahe Nachrichtenseite Walta Info den Polizeichef der Region. Zudem seien in Addis Abeba zehn Leute getötet worden, darunter zwei Polizisten, sagte der Polizeichef der Hauptstadt am Donnerstag im staatlichen Fernsehen.

Der Sänger Hachalu Hundessa, der für seine politischen Lieder bekannt ist und von vielen Oromo als Verfechter der Bevölkerungsgruppe angesehen wird, wurde am Montag getötet. Daraufhin kam es am Dienstag in Addis Abeba sowie in Oromia zu teilweise blutigen Protesten. Hachalu wurde am Donnerstag in Ambo in der Oromia-Region beerdigt. Eine kleine Menschenmenge nahm an der Zeremonie teil, wie im staatlichen Fernsehen zu sehen war. Am Donnerstag blieb auch das Internet in Teilen Äthiopiens weiterhin abgeschaltet. Aus dem Grund konnte unter anderem das wöchentliche Online-Briefing der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU) zur Lage der Corona-Krise in Afrika nicht stattfinden.

+++ 12.06 Uhr: Waldbrände im brasilianischen Amazonas: Verheerendster Juni seit 13 Jahren +++

Die Zerstörung des brasilianischen Regenwalds durch Brände dürfte dieses Jahr noch schlimmer werden als im bereits verheerenden Vorjahr: Allein im Juni zählte Brasiliens Institut für Weltraumforschung (INPE) bei der Auswertung von Satellitenaufnahmen 2248 Brände im Amazonas, 19,5 Prozent mehr als im Juni 2019. Das ist der schlimmste Juni seit 13 Jahren, wie das Institut mitteilte. Der Höhepunkt dürfte nach Einschätzung von Experten aber erst im August erreicht werden. Im vergangenen Jahr hatte die Zahl der Brände bei 30.000 gelegen und sich damit im Vergleich zum August 2018 verdreifacht.

+++ 12.02 Uhr: EMGH verurteilt Frankreich wegen des Umgangs mit Migranten +++

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Frankreich wegen "erniedrigender Behandlung" von Migranten verurteilt. "Sie schliefen auf der Straße, hatten keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen, verfügten über keinerlei Mittel zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts und hatten ständig Angst, überfallen oder ausgeraubt zu werden", erklärte der Gerichtshof mit Sitz in Straßburg am Donnerstag. Die Behandlung der Kläger lasse einen "Mangel an Respekt vor ihrer Würde" erkennen.

Geklagt hatten fünf asylsuchende Männer. Sie warfen dem französischen Staat vor, dass sie für mehrere Monate ohne finanzielle oder materielle Unterstützung leben mussten. Die Männer kommen aus Afghanistan, Georgien, Russland und dem Iran. Das Gericht hat festgestellt, dass die Kläger während des Asylverfahrens auf der Straße leben mussten - etwa in Zelten. "Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die französischen Behörden ihren Pflichten gegenüber den Antragstellern nach innerstaatlichem Recht nicht nachgekommen sind", hieß es weiter.

+++ 11.58 Uhr: EuGH: Gefährder dürfen vor Abschiebung in normales Gefängnis +++

Islamistische Gefährder dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs unter bestimmten Umständen vor ihrer Abschiebung in einem gewöhnlichen Gefängnis untergebracht werden. Der Betroffene müsse jedoch von den Strafgefangenen getrennt werden, befanden die Luxemburger Richter. Die Unterbringung in einer speziellen Hafteinrichtung ist demnach nicht zwingend erforderlich.

+++ 11.47 Uhr: Kleinere Gewerkschaften im Streit um Tarifeinheitsgesetz in Karlsruhe erfolglos +++

Drei kleinere Gewerkschaften sind zunächst mit Verfassungsbeschwerden gegen Neuregelungen im umstrittenen Tarifeinheitsgesetz gescheitert, die nach ihrer Ansicht Spartengewerkschaften weiterhin nicht ausreichend schützen. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Beschwerden in einem Beschluss nicht zur Entscheidung an. Das höchste deutsche Gericht begründete dies vor allem damit, dass die aufgeworfenen Fragen zunächst von den Fachgerichten geklärt werden müssten.

Sehen Sie im Video: Scheibe eingeschlagen und Wertsachen gestohlen: Sarah Lombardi wird Opfer eines Diebstahls. "Ich bin so sauer einfach, ich weiß grad gar nicht, was ich sagen soll."  Sarah Lombardis Autoscheibe wurde eingeschlagen und ihre Wertsachen entwendet. Sofort macht sie ihrem Ärger über die Tat auf Instagram Luft.  Der Verlust der persönlichen Gegenstände ist für die Influencerin besonders schlimm: Die Sängerin hat auf jeden Fall etwas aus diesem Tag gelernt: So macht Sarah dem Dieb oder dem Finder ein Angebot: Am Abend lässt die 27-Jährige das Geschehen Revue passieren. Immerhin: Nach dem Schrecken machte sie sich mit Freund Julian doch noch einen schönen Abend.
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+++ 11.41 Uhr: Unfallforscher: Verkehr im Corona-Lockdown lebensgefährlicher +++

Auf Deutschlands Straßen ist trotz weniger Verkehr im Corona-Lockdown das Risiko tödlicher Unfälle gestiegen. Im April lag nach Berechnungen der Allianz-Versicherung das "relative Getötetenrisiko" um fast die Hälfte höher als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre. Demnach starben im April im statistischen Schnitt 11,1 von 1000 Verunglückten. Im April 2019 dagegen waren rechnerisch von 1000 Verunglückten nur 7,5 gestorben. In absoluten Zahlen: Im April verunglückten in Deutschland laut amtlichen Zahlen 21.236 Menschen, davon starben 236. "Die geringere Verkehrsdichte führt dazu, dass Verkehrsregeln weniger beachtet werden, das gilt für alle Verkehrsteilnehmer", sagte Jörg Kubitzki, vom Allianz Zentrum für Technik.

+++ 11.41 Uhr: Hunderte Elefanten in Botsuana verendet +++

Im südafrikanischen Botsuana sind hunderte Elefanten verendet, ohne dass die Wildhüter eine Erklärung dafür haben. Bisher könnten sie den Tod von 275 Elefanten im bei Touristen beliebten Okavango-Delta bestätigen, in einem Bericht sei aber von 356 Kadavern die Rede, sagte der Leiter der für Wildtiere und Nationalparks zuständigen Behörde, Cyril Taolo, der Nachrichtenagentur AFP. Die Ursache sei völlig unklar, nur eine Milzbrand-Vergiftung und Wilderei könnten ausgeschlossen werden. Laut dem Bericht könnte das Massensterben vor rund drei Monaten begonnen haben.

+++ 11.37 Uhr: China droht Großbritannien +++

China hat Großbritannien im Streit um Hongkong mit Gegenmaßnahmen gedroht. Die Regierung in Peking wies das Einbürgerungsangebot des britischen Premierministers Boris Johnson an bis zu drei Millionen ehemalige britischen Untertanen in der früheren Kronkolonie scharf zurück. Chinas Außenamtssprecher Zhao Lijian bekräftigte vor der Presse in Peking die chinesische Position, dass diese kein Aufenthaltsrecht in Großbritannien haben dürften. Alle Hongkonger seien chinesische Staatsbürger. Aus Protest gegen das umstrittene neue Sicherheitsgesetz bestellte die britische Regierung den chinesischen Botschafter Liu Xiaoming ins Außenministerium in London ein. Außenminister Dominic Raab warf der Führung in Peking vor, mit dem Gesetz die bisher garantierten Freiheiten in Hongkong zu strangulieren.

+++ 11.37 Uhr: Arbeitslosigkeit in der EU steigt im Mai leicht auf 6,7 Prozent +++

Auch im Mai hat die Corona-Krise nicht zu einem sprunghaften Anstieg der Arbeitslosenzahl in der EU-Statistik geführt. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, legte die Erwerbslosenquote von 6,6 Prozent im April auf 6,7 Prozent zu. Die Statistiker hoben allerdings hervor, dass sich die Wirklichkeit auf dem Arbeitsmarkt in der Corona-Krise weiterhin nur schwer erfassen lasse. Kurzarbeit und Effekte der Kinderbetreuung zuhause dürften die Auswirkungen auf die EU-Statistik begrenzt haben. Im Mai waren Eurostat zufolge in der EU insgesamt 14,37 Millionen Menschen arbeitslos. Dies waren 253.000 mehr als im April.

+++ 11.15 Uhr: Weiterer Verdächtiger im Missbrauchskomplex Münster in Untersuchungshaft +++

Im Zuge der bundesweiten Ermittlungen im Missbrauchskomplex Münster ist gegen einen weiteren Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Der 52-Jährige aus Norderstedt in Schleswig-Holstein legte in seiner Vernehmung ein Geständnis ab, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Münster mitteilten. Damit sitzen wegen der Missbrauchsserie nun elf mutmaßliche Täter in U-Haft, die Ermittlungen richten sich aktuell gegen mehr als 20 Verdächtige. Der 52-Jährige war am Dienstag bei einer Razzia in insgesamt vier Bundesländern vorläufig festgenommen worden.

+++ 11.15 Uhr: Bundestag beschließt Nachtragshaushalt  +++

Der Bund darf zur Bewältigung der Corona-Krise in diesem Jahr Rekordschulden von fast 218 Milliarden Euro aufnehmen. Der Bundestag beschloss den zweiten Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets. Damit steigt die für das laufende Jahr geplante Neuverschuldung auf 217,8 Milliarden Euro. Mit dem zusätzlichen Geld sollen vor allem Maßnahmen finanziert werden, die Konsum und Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder ankurbeln sollen. Nun gilt unter anderem für ein halbes Jahr ein geringerer Mehrwertsteuersatz beim Einkaufen. Familien bekommen einen Bonus von 300 Euro pro Kind. Außerdem sollen kleine und mittelständische Unternehmen, die wegen der Krise besonders hohe Umsatzeinbrüche haben, Überbrückungshilfen von fast 25 Milliarden Euro erhalten. Mit dem Ja der Union ist der Weg frei für die Zustimmung zur Grundrente am Nachmittag.

+++ 11.13 Uhr: Historischer Fund: KGB-Akten bei Hausrenovierung in Lettland entdeckt +++

In Lettland sind bei der Renovierung eines Privathauses mehrere sehr gut erhaltene Unterlagen des früheren sowjetischen Geheimdienstes KGB gefunden worden. Die drei Dokumentenordner waren nach einem Bericht des lettischen Rundfunks in einer Wand versteckt. Sie wurden dem Lettischen Nationalarchiv in Riga übergeben. Alle Schriftstücke seien in russischer Sprache verfasst - einige davon handgeschrieben, andere mit der Maschine getippt. Nach Angaben von Historikern bestehe kein Zweifel an der Echtheit der bislang unbekannten Unterlagen - ihre Fallnummern stimmen mit anderen KGB-Dokumenten im Archiv des baltischen EU-Landes überein.

+++ 11.06 Uhr: Deutsche Umwelthilfe misst überhöhte Diesel-Abgase +++

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat in ihrem Emissions-Kontroll-Institut in den vergangenen Monaten Abgasmessungen bei Dieselfahrzeugen im realen Straßenbetrieb durchgeführt. Die Messungen des Dieselabgasschadstoffes Stickstoffoxid zeigen, dass selbst die relativ neuen Euro 5 und Euro 6 a-c Diesel-Pkw die Luft um ein Mehrfaches des gesetzlichen Grenzwertes ausstoßen. "Die von der Automobilindustrie der Bundesregierung diktierten Placebo-Software-Updates bringen im realen Straßenbetrieb keine wirksame Verbesserung der zu hohen Stickoxid-Emissionen", sagte Jürgen Resch, DUH-Bundesgeschäftsführer dazu.

+++ 11.05 Uhr: Diebe stehlen 2100 Meter Kupferkabel an Bahnstrecke in Aachen +++

Unbekannte haben an einer Bahnstrecke in Aachen 2,1 Kilometer Kupferkabel mit einem Gesamtgewicht von mehr als 2000 Kilogramm gestohlen. Bei dem Diebstahl müssen die Täter sehr raffiniert und mit Sachverstand ans Werk gegangen sein, wie die Bundespolizei am Donnerstag in Aachen mitteilte. Gleichwohl brachten sie sich selbst in Lebensgefahr: Die an einem Bahntunnel auf der Strecke zwischen Aachen und dem belgischen Lüttich gestohlenen Kabel befanden sich in der Nähe der Oberleitung, die mit 15.000 Volt betrieben wird. Den angerichteten Schaden bezifferten die Ordnungshüter mehr als 27.000 Euro. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen besonders schweren Diebstahls und hofft auf Zeugenhinweise.

+++ 11.03 Uhr: Umfrage: Zoo-Besucher sehen Artenschutz als Hauptaufgabe +++

Eine große Mehrheit der Bundesbürger sieht Artenschutz nach einer repräsentativen Studie als Hauptaufgabe von Zoos in Deutschland an. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbandes der Zoologischen Gärten hervor, die in Berlin vorgestellt wurde. Der Erhalt der biologischen Vielfalt durch Pflege und Zucht von Tierarten, die in freier Wildbahn gefährdet sind, werteten 65 Prozent der Befragten als "sehr wichtig". Gut einem Viertel (28 Prozent) war diese Frage wichtig. Mehr als der Hälfte der Befragten (55 Prozent) war das Engagement von Zoos für Naturschutz auch außerhalb der eigenen Gehege sehr wichtig. Den Bildungsaspekt in Tiergärten schätzten fast 90 Prozent aller Interviewten. Zwei Drittel gaben an, bei ihrem letzten Zoobesuch etwas über Tiere gelernt zu haben.

+++ 11.01 Uhr: Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh erneut leicht gesunken +++

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh etwas weiter gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun bei 76,4. Am Vortag lag dieser Wert bei 78,0, am Dienstag bei 86,0 und am Dienstag vergangener Woche noch bei 270,2. Demnach sank diese Infektions-Kennziffer zuletzt langsamer.

Die US-Regierung sieht sich mit Kritik dazu konfrontiert, wie sie mit Geheimdienstinformationen umgegangen ist, laut derer Russland ein Kopfgeld auf US-Soldaten in Afghanistan verhängt hatte. Die New York Times hatte berichtet, dass Präsident Donald Trump im Februar eine schriftliche Mitteilung dazu erhalten haben, dass Russland Taliban-Kämpfern eine Belohnung für die Tötung ausländischer Soldaten gezahlt haben soll. Am Mittwoch bemühte sich der Nationale Sicherheitsberater Robert O'Brien nun um Schadensbegrenzung. Die Informationen seien nicht ausreichend bestätigt gewesen, deshalb sei Trump nicht persönlich informiert worden. Auch Trump selbst wiederholte am Mittwoch seine Verteidigung: Er sei zunächst nicht auf die Geheimdiensterkenntnisse aufmerksam gemacht worden, weil sie nicht schlüssig genug gewesen seien. Die Möglichkeit, dass Trump die Bedrohung für amerikanische Truppen ignoriert oder übersehen hat, könnte seine Chancen auf eine Wiederwahl Anfang November schmälern. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden warf Trump "Pflichtverletzung" vor, sollte der Präsident informiert gewesen sein und nicht gehandelt haben.
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+++ 10.41 Uhr: Mehrere Verletzte bei Fallschirmübung auf US-Truppenübungsplatz +++

Bei einer Fallschirmübung auf einem US-Truppenübungsplatz in der Oberpfalz sind mehrere Soldaten und ein Feuerwehrmann verletzt worden. Die Soldaten seien mit ihren Fallschirmen in Bäumen gelandet, teilte ein Sprecher des Truppenübungsplatzes mit. Lebensbedrohlich seien die Verletzungen nicht. Der Feuerwehrmann wurde bei der Bergung auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) verletzt. Insgesamt waren am Mittwochabend etwa 160 Einsatzkräfte vor Ort. Die Unfallursache war zunächst noch unklar und sollte untersucht werden.

+++ 10.32 Uhr: Interesse an Wohnmobilen in Corona-Krise sprunghaft gestiegen +++

Die Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie haben bei den Deutschen offenbar das Interesse an Wohnmobilen angeregt. Im Mai 2020 seien 10.460 Neuzulassungen für Wohnmobile erteilt worden, gut 29 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Berufung auf Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes mit. Unter allen Pkw-Typen sei dieses das einzige Segment mit einer Steigerung gewesen.

Wohnmobile liegen bereits länger im Trend, wie die Statistiker ausführten. Demnach wuchs der Bestand in Deutschland von 2015 bis 2020 kontinuierlich von gut 390.000 auf knapp 590.000 zu. Das ist ein Plus von 50 Prozent.

+++ 10.03 Uhr: KfW: Zahl der Existenzgründungen erstmals seit fünf Jahren gestiegen +++

Die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland ist erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. 605.000 Menschen machten sich nach einer Auswertung der Förderbank KfW im vergangenen Jahr selbstständig und damit 58.000 mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings könnte die Corona-Krise 2020 den positiven Trend schon wieder umkehren. "Ich erwarte, dass Gründungspläne unter dem Eindruck der aktuell existenzbedrohenden Lage vieler Selbstständiger teilweise verschoben werden", erklärte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib in Frankfurt. Zugleich jedoch dürften steigende Arbeitslosenzahlen dazu führen, dass mehr Menschen aus der Not heraus den Schritt in ein eigenes Unternehmen wagen.

+++ 9.49 Uhr: Tokio verzeichnet höchste Tageszahl an Coronafällen seit Anfang Mai +++

Japans Hauptstadt Tokio hat den höchsten Anstieg an Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden seit Anfang Mai erlebt. Die Stadtregierung bestätigte 107 neue Infektionsfälle, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Die Zahl der Infizierten war seit der Aufhebung des landesweiten Corona-Notstandes am 25. Mai wieder gestiegen. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie gab es in Japan bisher gut 19.600 bestätigte Infektionsfälle, 989 Menschen starben, wie der staatliche Sender NHK berichtet. Japan hatte vergangenen Monat den Notstand im ganzen Land aufgehoben, da die Krise so gut wie unter Kontrolle gebracht worden sei, hieß es damals.

+++ 9.47 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in Südafrika steigt rasant an +++

In Südafrika steigt die Zahl der Corona-Infektionen rasant an. Innerhalb eines Tages meldeten die Behörden nach den letzten verfügbaren Zahlen 8124 neue Fälle sowie 92 Todesfälle. Nach der Westkap-Provinz mit Kapstadt als Zentrum entwickelt sich nun das Wirtschaftszentrum rund um Johannesburg zur Schwerpunktregion. Die Provinz Gauteng stellt jetzt mit 45.944 Fällen knapp 29 Prozent aller landesweiten Fälle, die Westkap-Provinz kommt mit 64.377 Fällen auf 40,4 Prozent. Insgesamt hat Südafrika nach den letzten verfügbaren Zahlen 159.333 Covid-19-Fälle verzeichnet. 

+++ 9.30 Uhr: Neuseeländischer Gesundheitsminister tritt nach Corona-Fauxpas ab +++

Nach einer Serie von Fehltritten im Zusammenhang mit den Corona-Regeln hat Neuseelands Gesundheitsminister David Clark seinen Rücktritt erklärt. Ihm sei zunehmend klar geworden, dass sein Verbleib in diesem schwierigen Amt von der Strategie der Regierung im Kampf gegen die Pandemie ablenke, sagte er in einer überraschend einberufenen Pressekonferenz. Premierministerin Jacinda Ardern bestätigte, dass sie Clarks Rücktritt annehme.

Noch im April hatte sie dies abgelehnt, nachdem Clark zweimal gegen Corona-Regeln verstoßen hatte und schon damals seinen Rücktritt anbot.

Clark war unter anderem mit seiner Familie trotz der damals geltenden Ausgehbeschränkungen zum Strandurlaub aufgebrochen. Zudem hatte er ebenfalls während des Lockdowns eine Mountainbike-Tour unternommen. In den zurückliegenden Wochen gab es ferner Kritik wegen seiner Quarantäne-Politik, mit der Neuseeland das Virus fernhalten wollte. Bildungsminister Chris Hipkins werde das Amt des Gesundheitsministers bis zu Wahl im September mit übernehmen, sagte Ardern.

+++ 09.12 Uhr: Mindestens 110 Tote nach Erdrutsch in Bergwerk in Myanmar +++

Bei einem Erdrutsch in einem Jade-Bergwerk in Myanmar sind mindestens 110 Arbeiter gestorben. Weitere seien nach dem Unfall am frühen Morgen (Ortszeit) eingeschlossen und mindestens 23 weitere verletzt worden, sagte der Parlamentsabgeordnete der Region Hpakant, Khin Maung Myint, der Deutschen Presse-Agentur. Der Erdrutsch sei durch starken Regen ausgelöst worden, schrieb die Feuerwehr auf Facebook.

In der Region Hpakant, in der es zum dem Unfall kam, gibt es viele Jade-Bergwerke, die oft unsicher und wenig reguliert sind. Tödliche Erdrutsche kommen dort immer wieder vor. Bei einem Vorfall vor fünf Jahren etwa starben 116 Menschen.

+++ 8.59 Uhr: Durchsuchungen nach versuchter Tötung bei Stuttgarter Corona-Demo +++

Nach einem brutalen Angriff auf Corona-Demonstranten im Mai in Stuttgart hat Baden-Württembergs Polizei versucht, mit Durchsuchungen in sieben Städten die Ermittlungen voranzutreiben. Die Aktion stehe mit dem versuchten Tötungsdelikt in Zusammenhang, sagte ein Polizeisprecher in Stuttgart. Damals war ein 54-jähriger Mann niedergeschlagen und lebensbedrohlich verletzt worden; auch seine 38 und 45 Jahre alten Begleiter wurden verletzt. Die Beamten gingen damals von einem gezielten Angriff wohl aus dem linksextremen Spektrum aus.

Über das Vorgehen der Polizei am Donnerstag berichteten zuerst die "Stuttgarter Nachrichten". Insgesamt durchsuchten die Einsatzkräfte neun Objekte in Stuttgart, Karlsruhe, Ludwigsburg, Remseck am Neckar, Tübingen, Waiblingen und Fellbach.

+++ 8.51 Uhr: Mindestens 24 Tote bei Überfall auf Entzugsklinik in Mexiko +++

Bei einem bewaffneten Überfall auf eine Entzugsklinik für Drogenabhängige im zentralmexikanischen Bundesstaat Guanajuato sind mindestens 24 Menschen getötet worden. Ersten Informationen zufolge seien die Angreifer in die Klinik eingedrungen, hätten die Opfer gezwungen, sich auf den Boden zu legen, und auf sie geschossen, sagte Pedro Cortés, Sekretär für öffentliche Sicherheit in Irapuato nordwestlich von Mexiko-Stadt. Sieben weitere Menschen seien verletzt worden, drei von ihnen schwebten in Lebensgefahr.

+++ 8.44 Uhr: Deutlicher Rückgang der Stromerzeugung in Corona-Krise +++

Die Corona-Krise hat im April deutliche Spuren am Strommarkt hinterlassen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, wurden 36,2 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Netz eingespeist - ein Rückgang um 16,7 Prozent im Vergleich zum April 2019. Nach Angaben der Statistiker ist dies auf den geringeren Strombedarf zurückzuführen. Wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren im April weite Teile der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens zum Erliegen gekommen.

+++ 8.06 Uhr: Bericht: Sigmar Gabriel als Berater von Fleischkonzern Tönnies bezahlt +++

Der ehemalige SPD-Chef Sigmar Gabriel ist einem Medienbericht zufolge vom Fleischproduzenten Tönnies als Berater bezahlt worden. Der frühere Bundeswirtschaftsminister sei seit März 2020 bis mindestens Ende Mai 2020 für den Konzern tätig gewesen, berichtete das ARD-Magazin "Panorama" am Donnerstag. Demnach erhielt Gabriel bislang offenbar ein Pauschalhonorar von 10.000 Euro im Monat sowie ein zusätzliches vierstelliges Honorar für jeden Reisetag. Die Tätigkeit sollte laut "Panorama" auf zwei Jahre angelegt sein.

Auf "Panorama"-Anfrage teilte Gabriel dem Bericht zufolge mit, dass seine privatwirtschaftlichen Tätigkeiten keiner Veröffentlichungspflicht unterlägen. Er habe bei Auskünften an Medien immer auch Interessen Dritter zu wahren. Trotzdem bestätigte er, dass er ab 1. März 2020 für Tönnies tätig gewesen sei. Er habe das Unternehmen im Rahmen von drohenden Exportproblemen im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest beraten.

 Gabriel erklärte, er habe seine Arbeit mittlerweile beendet: "Diese Tätigkeit musste ich aufgrund einer schwierigen  Erkrankung und einer dadurch für mich notwendig gewordenen komplizierten Operation zum 31. Mai 2020 beenden". Für ihn sei zum damaligen Zeitpunkt nicht klar gewesen, ob und auch wann er seine beruflichen Tätigkeiten wieder aufnehmen könne.

+++ 7.44 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Israel klettern auf Rekordwert +++

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 868 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Der bisherige Höchstwert stammt mit 819 vom 3. April. In der Nacht zum Donnerstag wurden daher neue Beschränkungen verkündet. Verschiedene Viertel in Lod bei Tel Aviv sowie in der Hafenstadt Aschdod sollten für mindestens eine Woche abgeriegelt werden. Auch in den Palästinensergebieten soll von Freitag an ein fünftägiger Lockdown in Kraft treten.

+++ 7.40 Uhr: Hoher Sieg für Kremlchef Putin bei Verfassungsänderung in Russland +++

Bei der Volksabstimmung über Russlands Verfassungsänderung hat Kremlchef Wladimir Putin nach Auszählung fast aller Wahlzettel große Zustimmung bekommen. Knapp 78 Prozent der Wahlberechtigten stimmten nach Angaben der Wahlleitung in Moskau für das neue Grundgesetz. Dieses ermöglicht Putin zwei weitere Amtszeiten. Er könnte damit bei einer Wiederwahl bis 2036 im Amt bleiben. Mit "Nein" stimmten 21,3 Prozent der Menschen während der einwöchigen Volksbefragung, die am Mittwoch endete. Am Donnerstagmorgen waren 99,9 Prozent der Stimmen ausgezählt. Die Wahlkommission will um 11 Uhr MESZ (12 Uhr Ortszeit) die Ergebnisse vorstellen.

+++ 6.56 Uhr: RKI meldet 503 Corona-Neuinfektionen +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 503 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 195 228 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 2.7., 0.00 Uhr). 8994 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland.

+++ 5.24 Uhr: Studie: Niedriglohnjobs in Deutschland für Beschäftigte häufig nur "Sackgasse" +++ 

Jeder zweite Niedriglohnbeschäftigte in Deutschland wartet laut einer Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung auch nach vier Jahren weiter auf einen Wechsel in besser bezahlte Beschäftigung. Nur etwa ein Viertel schafft in dieser Zeit den Aufstieg, wie aus der in Gütersloh veröffentlichten Untersuchung mit Daten von 1995 bis 2018 hervorgeht. Besonders für Frauen sowie Ältere erweist sich der Niedriglohn demnach als eine "Sackgasse".  

+++ 3.59 Uhr: Corona-Infektionsrate in den USA auf Rekordhoch +++

 Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA ist auf eine Rekordhöhe gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 52.898 neue Ansteckungsfälle verzeichnet, wie die Johns-Hopkins-Universität im Bundesstaat Maryland am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. Dies ist die höchste Zahl seit Ausbreitung des neuartigen Virus in die Vereinigten Staaten.

 Die USA sind das mit Abstand am härtesten von der Pandemie heimgesuchte Land der Welt. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle liegt nach Angaben der Universität inzwischen bei 2,682 Millionen. Die Zahl der verzeichneten Todesopfer stieg zuletzt binnen 24 Stunden um weitere 706 und lag damit bei insgesamt 128.028.

+++ 3.33 Uhr: Mutmaßlicher Geburtsort von "Che" Guevara steht zum Verkauf +++

Die Wohnung, in welcher der legendäre lateinamerikanische Revolutionär Ernesto "Che" Guevara das Licht der Welt erblickt haben soll, steht zum Verkauf. Aus mehreren Ländern seien bereits Angebote zum Erwerb der Wohnung im Zentrum der argentinischen Großstadt Rosario eingegangen, sagte der Besitzer der Immobilie, Franciso Farrugia, der Nachrichtenagentur AFP. Angaben zu den Interessenten wollte er jedoch nicht machen. Das Apartment, in dem Guevara am 14. Juni 1928 geboren worden sein soll, ist 220 Quadratmeter groß und befindet sich in einem fünfstöckigen Gebäude.

+++ 1.52 Uhr: Krisenjet 737 Max: Boeing und FAA schließen Zertifizierungsflüge ab +++

Die heiße Testphase zur Wiederzulassung von Boeings nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten Krisenflieger 737 Max ist abgeschlossen. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA teilte mit, dass die dreitägigen Zertifizierungsflüge beendet worden seien. Damit sei ein wichtiger Meilenstein erreicht, allerdings blieben noch eine Reihe weiterer Hürden, wie etwa die Auswertung der Flugdaten. Das Startverbot werde nur aufgehoben, wenn die Sicherheitsexperten der FAA überzeugt seien, dass die Maschine alle Standards erfüllt, betonte die Behörde. Boeings meistverkaufter Flugzeugtyp 737 Max war im März 2019 im Zuge von zwei Abstürzen aus dem Verkehr gezogen worden.

+++ 0.11 Uhr: Fall Madeleine McCann: Anwalt des Verdächtigen kritisiert Staatsanwaltschaft +++

Der Anwalt des Verdächtigen im Fall Madeleine McCann hat die ermittelnde Staatsanwaltschaft Braunschweig scharf kritisiert. "Die Staatsanwaltschaft hat sich offensichtlich auf unseren Mandanten eingeschossen und probiert nun auf Biegen und Brechen, ihre Beweisnot zu beheben", sagte Rechtsanwalt Friedrich Fülscher am Mittwochabend RTL/n-tv, nachdem in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" der Fall erneut thematisiert worden war. Auf den beweisgestützten Verdacht der Staatsanwaltschaft sei er sehr gespannt. "Ich halte diese Aussage der Staatsanwaltschaft Braunschweig für unheimlich gewagt."

Ein 43 Jahre alter Deutscher, der wegen anderer Delikte inhaftiert ist, steht im Verdacht, die dreijährige Britin am 3. Mai 2007 aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz entführt zu haben.

anb DPA AFP

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