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News von heute Ex-AfD-Chefin Frauke Petry erneut wegen Subventionsbetrugs vor Gericht

Frauke Petry steht im Landgericht Leipzig vor Beginn der Berufungsverhandlung an ihrem Platz
Frauke Petry steht im Landgericht Leipzig vor Beginn der Berufungsverhandlung an ihrem Platz
© Hendrik Schmidt / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

22.33 Uhr: Zahl der Toten nach Erdbeben in Haiti steigt auf fast 2000

Nach dem starken Erdbeben in Haiti hat sich die Zahl der Toten auf fast 2000 erhöht. Nach Angaben der Zivilschutzbehörde starben 1941 Menschen, mehr als 9900 Menschen wurden verletzt. Durch das Beben der Stärke 7,2 wurden am Wochenende mehr als 60.000 Häuser zerstört und 76.000 weitere Gebäude beschädigt, wie die Behörde weiter mitteilte.

19.20 Uhr: Möglicherweise zweiter Fall von Ebola in der Elfenbeinküste

In der Elfenbeinküste gibt es womöglich einen zweiten Fall einer Infektion mit dem lebensgefährlichen Ebola-Virus. Neben dem bereits am Samstag bekanntgegebenen Ansteckungsfall sei inzwischen ein "Verdachtsfall" aufgetreten, sagte der Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tarik Jasarevic, in Genf. Daneben werde neun identifizierten Kontakten zu diesem "Verdachtsfall" nachgegangen.

Der bislang bestätige Ebola-Infektionsfall in dem westafrikanischen Land war bei einer 18-jährigen Frau festgestellt worden, die mit dem Bus aus dem Nachbarland Guinea gekommen war. Die Elfenbeinküste hatte am Montag mit Impfungen gegen das Ebola-Virus begonnen. Nach Angaben des ivorischen Gesundheitsministeriums wurde das Vakzin zuerst an Gesundheitspersonal sowie an "enge Verwandte und Kontaktpersonen" der infizierten Frau verabreicht. Insgesamt erhielt die Elfenbeinküste demnach 5000 Impfdosen aus Guinea.

17.07 Uhr: Mehr als halbe Milliarde Euro Spenden für Flutopfer in Deutschland erwartet

Auf mehr als eine halbe Milliarde Euro werden sich dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) zufolge die Geldspenden für die Opfer der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen summieren. DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke sagte der "Wirtschaftswoche", dass sich die Flutspenden "am Ende auf 500 bis 600 Millionen Euro belaufen" würden. Dies sei mehr als je zuvor bei einem innerdeutschen Katastrophenereignis.

17 Uhr: Tausende bringen sich vor Waldbränden in Südfrankreich in Sicherheit

Tausende Anwohner und Touristen haben sich vor großflächigen Waldbränden in Südfrankreich in Sicherheit gebracht. Zwar erleichterte der nachlassende Wind die Arbeit der Feuerwehr, die Brände seien aber noch nicht unter Kontrolle, teilte die Präfektur in Toulon am Nachmittag mit. Die Mittagshitze habe zum Wiederaufflammen mancher Brände geführt, noch könne niemand in seine Unterkunft zurückkehren. Bis zu 900 Feuerwehrleute und 120 Polizisten sowie etliche Löschflugzeuge und Hubschrauber waren im Einsatz. Zwölf Campingplätze in der Region wurden vorsorglich evakuiert und zahlreiche Straßen im Hinterland vom Golf von Saint-Tropez gesperrt.

16.15 Uhr: Mit Hochwasser 350 Kilogramm Munition freigeschwemmt

Mit dem verheerenden Hochwasser Mitte Juli in verschiedenen Teilen von Rheinland-Pfalz sind insgesamt rund 350 Kilogramm Munition aus dem Zweiten Weltkrieg freigespült worden. Vor allem Patronen, Granaten, Pyrotechnik sowie eine Bombe, allerdings ohne Explosivstoffe, seien gefunden worden, teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier der Deutschen Presse-Agentur mit. Im besonders stark von der Flut betroffenen Ahrtal habe es im vergangenen Monat 22 Funde gegeben.

16.11 Uhr: Mobilfunknetz im Ahrtal nach Flutkatastrophe wieder hergestellt

Einen Monat nach der verheerenden Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben die Menschen im Ahrtal wieder Handyempfang. "Der Mobilfunk im Schadensgebiet ist wieder auf dem Niveau vor der Hochwasserkatastrophe hergestellt", teilte die rheinland-pfälzische Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier mit. Auch die Wegesituation im Schadensgebiet verbessere sich "langsam, aber stetig".

Den Angaben zufolge sind von insgesamt 112 Brücken im von der Flut betroffenen Gebiet 35 wieder nutzbar. 17 Brücken könnten zumindest eingeschränkt genutzt werden, wohingegen 53 Brücken vollständig zerstört seien. In Dernau sei eine neue Behelfsbrücke errichtet worden. Am Dienstag waren demnach noch rund 2000 Hilfs- und Rettungskräfte in der Region im Einsatz.

16.08 Uhr: Bulgariens Parlament verurteilt Polizeigewalt gegen Protestler

Bulgariens Parlament hat einen Vorfall von Polizeigewalt bei regierungskritischen Protesten im vergangenen Jahr verurteilt. Ein erst vor wenigen Tagen öffentlich gewordenes Überwachungsvideo zeigt, wie mehrere Polizisten am Regierungsgebäude festgenommene Demonstranten brutal schlagen und mit Füßen treten. Das Parlament nannte dies einen "schandvolle Akt" unmenschlicher und erniedrigender Behandlung. Parlamentarier aller Parteien forderten in der gemeinsamen Erklärung eine objektive und unvoreingenommene Ermittlung sowie gerechte Bestrafung.

16.06 Uhr: Polizei richtet nach Kochsalz-Injektionen Ermittlungsgruppe ein

Im Fall möglicher Impfungen mit Kochsalzlösungen im Landkreis Friesland will die Polizei ihre Ermittlungen vorantreiben und hat dazu eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Gruppe mit dem Titel "Vakzin" umfasse zunächst acht Beamte, wie die Polizeidirektion Oldenburg mitteilte. Ermittelt wird gegen eine examinierte Krankenschwester. Sie hatte eingeräumt, am Impfzentrum in Schortens am 21. April sechs Spritzen für Corona-Schutzimpfungen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Ihr war beim Anmischen ein Fläschchen mit Impfstoff runtergefallen, was sie nach eigener Aussage vertuschen wollte.

Vergangene Woche hatten Kreis und Polizei dann mitgeteilt, dass nach weiteren Zeugenaussagen nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Frau weitere Spritzen mit Kochsalzlösungen aufgezogen habe. Um die möglicherweise fehlenden Impfungen nachzuholen, sollen daher knapp zehntausend Betroffenen als Vorsichtsmaßnahme nachgeimpft werden.

15.54 Uhr: Mehrere Verletzte nach Verpuffung in Lackierhalle in Bayern

Im bayerischen Stadt Neumarkt in der Oberpfalz sind bei einer Verpuffung in einer Lackierhalle auf einem Firmengelände mehrere Menschen verletzt worden. Infolge des Unglücks kam es zu einer Rauchentwicklung, durch die zehn Mitarbeiter leicht und ein Angestellter schwerer verletzt wurden, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg mitteilte. Die Verletzten wurden den Angaben zufolge vor Ort medizinisch versorgt, einige wenige kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. Die Unfallursache war zunächst unklar. Eine unmittelbare Gefahr für Außenstehende habe nicht bestanden, erklärte die Polizei.

15.36 Uhr: NRW führt für alle außer Geimpften und Genesenen PCR-Testpflicht in Diskos ein

Ab Freitag müssen in Nordrhein-Westfalen alle bis auf Geimpfte und Genesene beim Besuch von Diskotheken, Hochzeiten und privater Feiern einen negativen PCR-Test vorlegen. Die neue Regelung greift ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 und gilt für alle Bereiche, "wo man zum Beispiel zusammen tanzt", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf. Ein Antigenschnelltest sei bei solchen Veranstaltungen mit einem hohen Risiko für Mehrfachansteckungen nicht ausreichend.

15.34 Uhr: Neuseeland geht wegen eines Corona-Falls in landesweiten Lockdown

Neuseeland hat nach der Entdeckung eines Corona-Falls in der Stadt Auckland einen landesweiten Lockdown verhängt. Das teilte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern mit. "Wir haben die schrecklichen Folgen gesehen, wenn man zu lange zum Handeln braucht", sagte Ardern zu den strengen Maßnahmen. Seit 23.59 Uhr dürfen Bürger für mindestens drei Tage nur noch unter bestimmten Bedingungen das Haus verlassen, etwa zur medizinischen Versorgung oder um im Supermarkt einzukaufen. Schulen und viele Geschäfte bleiben in der Zeit geschlossen.

15.13 Uhr: Medien: US-Regierung will Corona-Auffrischungsimpfung ab September

Die US-Regierung will die meisten Menschen in Amerika Medienberichten zufolge schon ab Mitte September zu einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus aufrufen. Rund acht Monate nach Abschluss der ersten beiden Impfungen solle es eine dritte Dosis der Präparate von Moderna oder Pfizer/Biontech geben, berichteten unter anderem die "New York Times" und die "Washington Post". Damit solle die Immunabwehr angesichts der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus gestärkt werden, hieß es. Die Ankündigung der Regierung soll demnach im Lauf der Woche kommen.

14.16 Uhr: Frühere AfD-Chefin Petry erneut wegen Subventionsbetrugs vor Gericht

Vor dem Landgericht Leipzig hat der Berufungsprozess gegen die frühere AfD-Chefin Frauke Petry wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung und des Subventionsbetrugs begonnen. Zum Auftakt wurde eine Zeugin zu den Umständen der Beantragung gehört, wie eine Gerichtssprecherin auf Anfrage mitteilte. Petry soll im Jahr 2014 Fördergelder für eine Krisenberatung ihrer damaligen Firma für ihre Privatinsolvenz zweckentfremdet haben. Im Januar 2020 sprach das Amtsgericht Leipzig Petry frei, die Staatsanwaltschaft legte aber Berufung ein. Zur weiteren Beweisaufnahme sollen an den kommenden Verhandlungstagen weitere Zeugen gehört werden.

14.04 Uhr: GDL erneuert Streikdrohung bei der Deutschen Bahn

Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen weiterhin einen Streik befürchten. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erneuerte die Drohung mit einem Arbeitskampf am Dienstag. Vor Mitgliedern sagte der Vorsitzende Claus Weselsky vor der Bahn-Zentrale in Berlin: "Ihr wisst, dass wir dieses letzte Mittel wieder zum Einsatz bringen müssen, wenn das Management, unterstützt vom Eigentümer, sich weiter so verhält." Wann die GDL wieder streiken könnte, sagte er nicht.

Die GDL werde sich nicht auf einen Tarifvertrag wie an den Flughäfen einlassen, sagte Weselsky unter Bezug auf das Angebot des Konzerns. Auch der Abschluss des öffentlichen Dienstes sei angesichts der gestiegenen Inflation ein schmaler Abschluss. Eine Schlichtung lehnte der Gewerkschaftschef ab. Mit der Schlichtung im vergangenen Herbst sei "die letzte Patrone" verschossen worden.

14.03 Uhr: Polizist tot in Dienstgebäude in Oberhausen aufgefunden

In einem Dienstgebäude der Polizei in Oberhausen ist ein Polizist tot aufgefunden worden. Die Ermittler der Kriminalpolizei Essen schließen sowohl Fremdverschulden als auch einen Unfall aus, teilte die Polizei in Oberhausen in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Duisburg auf Anfrage mit. Der Suizid des 41 Jahre alten Kollegen löse tiefe Betroffenheit bei den Beschäftigten der Polizeibehörde in Oberhausen aus, sagte ein Sprecher. Der Mann war am späten Sonntagabend in den Räumlichkeiten der Polizei gefunden worden. Die Umstände waren zunächst unklar. Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" hatte zuerst über den Fall berichtet.

14.02 Uhr: Verfahren nach unerlaubter Impfung einer Neunjährigen eingestellt

Nach der unzulässigen Impfung eines neunjährigen Mädchens in einem kommunalen Impfzentrum in Schwaben hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen einen Arzt eingestellt. Zur Impfung Anfang Juni sei es nur gekommen, weil der Vater auf die Frage, wer zu impfen sei, in einem unangemessenen Scherz seine Tochter genannt haben soll, teilte die Staatsanwaltschaft Augsburg mit.

Der Mediziner habe dies nicht als Scherz erkannt, zumal sich das Kind statt des Vaters auf den Impfplatz setzte. Auch die weiteren Vorbereitungen seien unwidersprochen geduldet worden. Allerdings habe der Arzt die erforderliche Kontrollen unterlassen, um die unzulässige Impfung auszuschließen. Gegen ihn war wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt worden. Für die Einstellung des Verfahrens sei neben dem Scherz besonders ausschlaggebend gewesen, dass bei dem Mädchen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt worden seien. Die Eltern hätten auch keinen Strafantrag gestellt, so die Staatsanwaltschaft. Dem beschuldigtem Arzt sei zudem fristlos gekündigt worden. Der Vorfall habe ihn sehr mitgenommen.

13.38 Uhr: Irischer Mafia-Boss "Der Mönch" in spanischem Restaurant gefasst

Einer der meistgesuchten Kriminellen Irlands ist in Spanien in einem Restaurant an der Costa del Sol gefasst worden. Der unter anderem auch des Mordes beschuldigte 58-jährige Mafia-Boss, genannt "The Monk" (Der Mönch), sei bereits am vorigen Donnerstag im Badeort Fuengirola in der Provinz Málaga festgenommen worden, teilte die spanische Polizeieinheit Guardia Civil am Dienstag mit. Die Festnahmeaktion sei nach langer Beobachtung mit Unterstützung der irischen Polizei durchgeführt worden, hieß es.

Der Festgenommene sei jahrelang ein ranghohes Mitglied des berüchtigten Dubliner Familienclans Kinahan gewesen, der sowohl in Irland als auch an der Costa del Sol vor allem mit Drogenhandel kriminell aktiv sei. Zuletzt habe der als hochgefährlich eingestufte Mann eine Absplitterung der Bande angeführt. Der Ire wurde nun den Angaben zufolge dem zuständigen Untersuchungsrichter am Nationalen Staatsgerichtshof in Madrid überstellt.

13.10 Uhr: 49-Jähriger aus Baden-Württemberg hortet Waffen in großer Zahl

Weil er eine Vielzahl von Pistolen, Gewehren und Munition bei sich hortete, hat die Polizei in Freiburg Ermittlungen gegen einen 49-Jährigen aufgenommen. Ihm wird ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen, wie die Beamten mitteilten. Demnach wurden bereits Ende April mehrere Räume des Manns in Emmendingen und Waldkirch durchsucht. 

Dabei beschlagnahmten die Beamten eine Vielzahl von scharfen Kurz- und Langwaffen sowie zehntausende Schuss Munition. Darüber hinaus fanden sie Maschinenpistolen, Sturmgewehre, Waffenteile, Magazine, Waffenzubehör sowie mehrere Langwaffen, die den Bestimmungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes unterliegen. Die Polizei ermittelt nun die Hintergründe und Handelswege der Waffen. Staatsschutzrelevante Erkenntnisse hätten sich nicht ergeben, hieß es.

12.43 Uhr: Neues russisches Militärflugzeug bei Test abgestürzt – drei Tote

Ein neu in Russland entwickeltes Militärflugzeug ist bei einem Testflug in der Nähe der russischen Hauptstadt Moskau abgestürzt. In einem Triebwerk der Maschine vom Typ Iljuschin Il-112B sei ein Feuer ausgebrochen, teilte der Flugzeugbauer OAK der Agentur Interfax zufolge mit. An Bord waren demnach zwei Testpiloten und ein Ingenieur. Staatsagenturen meldeten, dass sie nicht überlebten.

In einem Video ist zu sehen, wie Flammen aus dem rechten Triebwerk schlagen, die Maschine daraufhin an Höhe verliert, zur Seite kippt und kopfüber in einen Wald stürzt. Das Flugzeug war laut OAK zuvor auf dem Flugplatz Kubinka bei Moskau gestartet. Il-112B ist Medien zufolge das erste militärische Transportflugzeug, das in Russland nach Zusammenbruch der Sowjetunion komplett neu entwickelt wurde.

12.31 Uhr: Berliner Pilotprojekt – Testergebnisse nach Clubnächten liegen vor

Mehrere Berliner Clubs durften trotz anhaltender Pandemie ein Wochenende lang öffnen – nun liegen weitere Ergebnisse des Pilotprojekts vor. Für den Modellversuch waren vor anderthalb Wochen 2110 Personen mit einem PCR-Test auf das Coronavirus getestet worden. Sieben SARS-CoV-2 Fälle seien festgestellt worden, teilten Senatskulturverwaltung und Clubcommission mit.

"Hiervon waren drei Personen 'Altfälle' mit mehr als zehn Tagen zurückliegender Infektion", hieß es in der Mitteilung. Dazu zählen Menschen, bei denen das Virus vor einer Weile festgestellt wurde, aber noch immer nachweisbar ist. Zudem wurden vier Neuinfektionen registriert. Eine Person davon war bereits vollständig geimpft.

Alle anderen durften in sechs Clubs feiern, ohne Abstand und ohne Maske. Eine Woche später sollten sie sich erneut testen lassen. Bei der PCR-Nachtestung hätten knapp 70 Prozent – 1447 Menschen – teilgenommen, hieß es. "Alle Nachtestungen waren negativ." Kultursenator Klaus Lederer (Linke) wertete das als gutes Zeichen. Seiner Einschätzung zufolge erlauben die Ergebnisse "einen positiven Blick in Richtung Zukunft und Normalisierung des Clubbetriebs". Wie ein Normalbetrieb mit solchen Tests allerdings aussehen könnte, ist unklar. Das Projekt wurde finanziell bezuschusst.

11.57 Uhr: Kind stirbt nach Blitzeinschlag in Ferienlager in Slowakei

In einem Ferienlager für Kinder in der Slowakei ist ein sieben Jahre alter Junge durch einen Blitzschlag ums Leben gekommen. Sieben weitere Kinder wurden bei dem nächtlichen Unwetter im Bezirk Turcianske Teplice verletzt, als Zelte umstürzten, wie Schulminister Branislav Gröhling nach Angaben der Agentur TASR berichtete. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Der Rettungseinsatz wurde durch das schwer zugängliche Gelände in einem Waldgebiet behindert. Knapp hundert unverletzt gebliebene Kinder wurden vorübergehend in einem nahen Kloster untergebracht.

11.41 Uhr: Sachsen öffnet bald unabhängig von der Corona-Inzidenz

Sachsen setzt auf eine neue Strategie in der Pandemie. "Mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung ab Ende August wird es einen Paradigmenwechsel geben", sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. "Grundsätzlich werden alle Angebote und Geschäfte inzidenzunabhängig öffnen können - natürlich unter den bekannten Schutzvorkehrungen." Ab einem gewissen Infektionsgeschehen gebe es allerdings notwendige Einschränkungen.

Köpping verwies darauf, dass die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin "nicht der einzige Maßstab" bei der Bewertung der Infektionslage sei. Mit dem Betten-Indikator habe der Freistaat "schon lange kein reines Inzidenzmodell mehr". Nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstag) soll es mit den neuen Regeln weitgehende Freiheiten geben, Ungeimpften und Nicht-Genesenen würde jedoch der Zutritt zu einzelnen Bereichen wie Konzerten, Clubs oder Fußballspielen bei Überschreiten bestimmter Grenzwerte verwehrt.

11.33 Uhr: Passagier geht auf Kreuzfahrtschiff MS Europa über Bord und wird vermisst

Ein Passagier des Kreuzfahrtschiffes MS Europa ist über Bord gegangen und nach Angaben der niederländischen Küstenwache sehr wahrscheinlich ertrunken. Die umfangreiche Suchaktion war am Montagabend vor der Wattenmeer-Insel Texel erfolglos abgebrochen worden. Es gebe keine Überlebenschance mehr, sagte ein Sprecher. Zuvor hatte "Bild" darüber berichtet.

Die MS Europa war auf dem Weg von Hamburg nach Antwerpen, als etwa zehn Seemeilen nordwestlich von Texel ein älterer Mann über Bord gegangen und etwa 27 Meter tief in die Nordsee gefallen war. Nach Angaben der Küstenwache handelte es sich um einen etwa 80 Jahre alten Mann. Der Kapitän alarmierte die Küstenwache und startete auch an Bord eine Suchaktion. Dort wurde der Passagier allerdings nicht gefunden. Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, war zunächst unklar.

10.38 Uhr: Retter bergen Tote nach Flutwelle in der Höllentalklamm

Nach der Flutwelle in der Höllentalklamm an der Zugspitze ist am Dienstagmorgen eine tote Frau aus dem Wasser geborgen worden. Das teilte ein Polizeisprecher in Rosenheim mit. Es sei nicht sicher, ob es sich dabei um eine der beiden noch vermissten Personen handele. Die Annahme liege aber nahe.

Acht Menschen waren am Montag weitgehend unverletzt aus der Klamm nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkrichen gerettet worden. Die beiden zuletzt noch Vermissten hatten laut Polizei auf einer Holzbrücke über dem Hammersbach in der Klamm gestanden - die Beamten bezogen sich auf Augenzeugen. Die Brücke wurde demnach von der Flutwelle weggerissen. Die Frau war gegen 8.30 Uhr leblos im Wasser gesichtet worden. Einsatzkräfte der Canyoning-Gruppe von Bergwacht und Polizei bereiteten daraufhin ihren Einsatz vor und bargen den Körper aus dem Wasser.

10.12 Uhr: Ärzte ohne Grenzen retten weitere Bootsmigranten im Mittelmeer

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen hat in der Nacht zu Dienstag mehr als 60 Bootsmigranten im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet. An Bord der "Geo Barents" seien damit nun rund 320 Gerettete, teilte die Organisation auf Twitter mit. Zunächst hatte die Besatzung etwas mehr als 30 Menschen, darunter ein zwei Wochen altes Baby, an Bord geholt. In einer weiteren Rettungsaktion brachten die freiwilligen Helfer knapp 30 Migranten in Sicherheit.

Die "Geo Barents" hatte bereits in der Nacht zu Montag und am Montagnachmittag mehr als 200 Menschen auf hoher See geborgen. Aktuell sind neben Ärzte ohne Grenzen auch die italienischen Seenotretter der privaten Organisation ResQ im zentralen Mittelmeer unterwegs. An Bord der "ResQ People" sind nach Angaben der Crew rund 165 Migranten. Das Schiff sucht nach einem sicheren Hafen für sie.

10.08 Uhr: Neuseeland verhängt nach Corona-Fall landesweiten Lockdown

Nach einem im Inland übertragenen Corona-Fall hat die neuseeländische Regierung einen dreitägigen landesweiten Corona-Lockdown verhängt. Regierungschefin Jacinda Ardern verkündete die Maßnahme am Dienstag als Reaktion auf die erste einheimische Übertragung des Coronavirus seit sechs Monaten. "Wir haben anderswo gesehen, was passieren kann, wenn wir die Lage nicht in den Griff bekommen", sagte sie in einer Fernsehansprache. "Wir haben nur eine Chance." Sie nannte die hochansteckende Delta-Variante einen möglichen Wendepunkt in der Pandemie. 

Neuseeland hatte am Dienstag die erste einheimische Ansteckung mit dem Coronavirus seit einem halben Jahr gemeldet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums handelt es sich um einen 58-Jährigen Auckland, der größten Stadt des Landes. Ein Verbindung zu einer Einreise konnte demnach zunächst nicht hergestellt werden.

10.02 Uhr: Tausende Menschen in Südfrankreich vor Waldbrand in Sicherheit gebracht

Wegen eines schweren Waldbrandes sind in Südfrankreich tausende Anwohner und Touristen in Sicherheit gebracht worden. Nahe dem Badeort Saint-Tropez wurden nach Behördenangaben vom Dienstag mehrere Campingplätze evakuiert. Rund 750 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Starker Wind behindert die Löscharbeiten.

"Tausende Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht, es gibt aber keine Opfer", sagte eine Feuerwehrsprecherin des Verwaltungsbezirks Var an der Côte d'Azur, wo sich im August viele Urlauber aufhalten. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden vor allem Bewohner und Touristen rund um die Orte Grimaud und La Môle in Sicherheit gebracht. 

9.34 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt sprunghaft

Die Anzahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in Israel sprunghaft auf mehr als 8500 gestiegen. Das Gesundheitsministerium verzeichnete am Dienstag 8646 neue Fälle für den Vortag - den höchsten Wert seit Ende Januar. In den vergangenen Tagen hatten die Zahlen jeweils unter 6000 gelegen. Die Zahl der Schwerkranken stieg auf 559. Dies ist der höchste Wert seit Mitte März.

Israel versucht seit rund zwei Wochen, den massiven Anstieg der Infiziertenzahlen mit einer dritten Corona-Impfung zu bekämpfen. Nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Naftali Bennett haben sich bereits mehr als eine Million Israelis ein drittes Mal impfen lassen. Mittlerweile erhalten Menschen ab dem Alter von 50 Jahren eine Auffrischungsimpfung. Ihre zweite Impfung muss lediglich mindestens fünf Monate zurückliegen.

9.27 Uhr: Unwetter sorgen für Überschwemmungen in Norditalien

Der Norden Italiens ist erneut von heftigen Unwettern heimgesucht worden - während in Süditalien weiter Wald- und Buschbrände lodern. In Südtirol stürzten Bäume um und Bäche wurden zu reißenden Fluten, wie aus den Twitter-Mitteilungen der Feuerwehr vom Dienstag hervorging. Der Zivilschutz hielt die Menschen in den Gemeinden Ahrntal und Pflersch noch am Montagabend dazu an, in ihren Gebäuden zu bleiben und Bäche zu meiden. Über dem Gebiet nördlich von Sterzing an der Grenze zu Österreich fielen Hagel und es wehten kräftige Winde. Der Südtiroler Wetterdienst registrierte dort sehr starke Niederschläge von rund 86 Litern je Quadratmeter binnen 24 Stunden.

Die Unwetter zogen auch über die Regionen Venetien, Friaul-Julisch Venetien, die Lombardei und die Emilia-Romagna.

9.21 Uhr: Kilometerlange Feuerfront im Westen von Athen

Griechische und internationale Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen einen unkontrollierten Wald- und Buschbrand im Westen der griechischen Hauptstadt Athen. Am Dienstagmorgen wurde die Evakuierung etlicher nahe gelegener Ortschaften angeordnet. Es handelt sich Medienberichten zufolge um eine kilometerlange Feuerfront in der Nähe des Ortes Vilia, die bereits am Montagabend ausbrach. Der Rauch des Feuers ist so stark, dass man ihn auch auf Satellitenbildern sieht.

Laut Feuerwehr sind rund 330 Einsatzkräfte mit 115 Fahrzeugen vor Ort; am Dienstagmorgen konnte zudem wieder mit Löscharbeiten aus der Luft begonnen werden. Im Einsatz sind sechs Hubschrauber und fünf Flugzeuge. Insgesamt registrierte die griechische Feuerwehr von Montag- bis Dienstagmorgen 44 neue Waldbrände.

8.55 Uhr: Waldbrand bei Jerusalem wütet am dritten Tag in Folge

Im Kampf gegen einen Waldbrand westlich von Jerusalem haben am Dienstag acht Löschflugzeuge und ein Helikopter wieder ihren Einsatz aufgenommen. Wie die Feuerwehr mitteilte, dürfen die Einwohner von drei Ortschaften noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Israel hatte am Montag nach eigenen Angaben mehrere Länder um Hilfe bei der Brandbekämpfung gebeten. Griechenland habe Unterstützung zugesagt, teilte Außenminister Jair Lapid auf Twitter mit.

Nachdem der Waldbrand am Sonntag ausgebrochen war, hatten nach Angaben der Polizei Tausende Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Die Armee unterstützte die Evakuierungsmaßnahmen mit Hubschraubern. Laut Ministerpräsident Naftali Bennett waren mehrere Häuser in verschiedenen Ortschaften in Flammen aufgegangen. Wie die "Times of Israel" berichtete, sind mittlerweile rund 2000 Hektar Wald verbrannt.

8.37 Uhr: Landrat von Ahrweiler legt Amt nach Flutkatastrophe nieder

Der Landrat von Ahrweiler, Jürgen Pföhler (CDU), legt sein Amt nach der Flutkatastrophe vom Juli nieder. Das teilte der CDU-Kreisverband Ahrweiler mit. Zur Begründung hieß es, Pföhler könne sein Amt krankheitsbedingt absehbar nicht mehr ausüben - allerdings hatte es nach der Katastrophe auch massive Kritik an seinem Vorgehen gegeben.

8.18 Uhr: Nach Erdbeben starke Regenfälle im Südwesten Haitis

Nach dem Erdbeben in Haiti mit mehr als 1400 Toten hat das Tiefdruckgebiet "Grace" starke Regenfälle in der betroffenen Region verursacht. In einer Notunterkunft im Ort Les Cayes auf der Halbinsel Tiburon im Südwesten des Karibikstaates stand das Wasser knöchelhoch, wie auf Fotos vom Montagabend (Ortszeit) zu sehen war. Völlig durchnässte Menschen suchten das Camp auf, ihre Hab und Gut teils in Säcken auf dem Kopf tragend, wie andere Bilder zeigten. Das US-Hurrikanzentrum warnte in seinem jüngsten Bericht vom späten Montagabend (Ortszeit) vor möglichen Überschwemmungen und Erdrutschen, auch in der benachbarten Dominikanischen Republik.

Die Zahl der bestätigten Todesopfer des Erdbebens der Stärke 7,2 stieg mittlerweile auf 1419, wie die Zivilschutzbehörde am Montag mitteilte. Rund 6900 Menschen wurden bei der Katastrophe verletzt. Zahlreiche Menschen wurden noch in den Trümmern der vielen zerstörten Gebäude im Süden des Landes vermutet. Viele Überlebende übernachteten bisher im Freien.

7.15 Uhr: Lange Wartezeiten bei Fahrprüfungen - Terminstau bis 2022

Fahranfänger, die ihre praktische Führerscheinprüfung ablegen wollen, müssen derzeit mit ungewöhnlich langen Wartezeiten für einen Termin rechnen. Durchschnittlich müsse von einer Wartezeit zwischen drei und fünf Wochen ausgegangen werden, sagte der Geschäftsführer des Tüv-Verbands, Joachim Bühler. Er führt die Verzögerungen vor allem auf die Einschränkungen in der Corona-Pandemie zurück. Je nach Region könnten kürzere oder längere Wartezeiten auftreten. "Läuft der Prüfungsbetrieb wie im Moment weiter, rechnen wir damit, dass wir die hohe Nachfrage nach Fahrerlaubnisprüfungen je nach Region im Zeitraum vom vierten Quartal 2021 bis zum Ende des ersten Quartals 2022 abgearbeitet haben."

News von heute: Ex-AfD-Chefin Frauke Petry erneut wegen Subventionsbetrugs vor Gericht

7.07 Uhr: Retter suchen wieder nach Vermissten aus der Höllentalklamm

Nach der Flutwelle in der Höllentalklamm an der Zugspitze geht die Suche nach zwei Vermissten weiter. Der Einsatz sollte ab etwa 7.30 Uhr wieder anlaufen, sagte ein Polizeisprecher. "Wir wissen noch nicht, wer die beiden vermissten Personen sind."

Am Montagnachmittag war nach starken Regenfällen eine Flutwelle durch die bei Wanderern und Touristen beliebten Schlucht nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gerauscht. Sie riss mehrere Menschen mit sich. Acht konnten von Rettungskräften in Sicherheit gebracht werden. Die beiden noch vermissten Menschen hatten nach Auskunft des Polizeisprechers auf einer Holzbrücke über dem wild tosenden Hammersbach in der Klamm gestanden - der Beamten bezog sich bei seiner Auskunft auf Augenzeugen. Die Brücke sei demnach von der Flutwelle weggerissen worden.

7.02 Uhr: Tausende Menschen wegen Waldbrands in Südfrankreich in Sicherheit gebracht

Wegen eines schweren Waldbrandes sind in Südfrankreich tausende Menschen in Sicherheit gebracht worden. Die Evakuierung sei eine Vorsichtsmaßnahme, teilte die Feuerwehr im Département Var am Dienstag mit. Bislang sei niemand zu Schaden gekommen. 

Nach Angaben der Präfektur wurden unter anderem mehrere Campingplätze rund um den nahe Saint-Tropez gelegenen Ort Grimaud evakuiert. Das Feuer war am Montag ausgebrochen. Die Feuerwehr ist mit rund 750 Einsatzkräften im Einsatz.

6.42 Uhr: Proteste gegen argentinischen Präsidenten nach Verstoß gegen Corona-Regeln

Mit einem Verstoß gegen die von seiner eigenen Regierung verhängten Corona-Maßnahmen hat der argentinische Präsident Alberto Fernández viele Menschen gegen sich aufgebracht. In Buenos Aires legten Demonstranten am Montag hunderte Steine mit den Namen von Corona-Toten auf den Platz vor dem Präsidentenpalast. "Der Präsident macht was er will, während wir gehorchen", sagte die Demonstrantin Miriam Deleppe.

Fernández ist wegen eines Fotos in die Kritik geraten, das ihn im Juli 2020 bei der Geburtstagsfeier seiner Frau mit dutzenden Gästen zeigt - damals waren in Argentinien eigentlich alle Treffen verboten, sogar Trauerfeiern. Aus Protest organisierten Hinterbliebene von Corona-Toten am Montag den "Marsch der Steine". 

5.16 Uhr: Japan weitet Gesundheitsnotstand aus

Eine Woche vor Beginn der Paralympics in Tokio hat die japanische Regierung den Gesundheitsnotstand wegen rapide steigender Corona-Infektionszahlen verlängert und auf weitere Landesteile ausgedehnt. Der Notstand, der bisher in der Hauptstadtregion und fünf weiteren Präfekturen galt, gelte nun auch in sieben weiteren Präfekturen, teilte die Regierung am Dienstag mit. Für alle Regionen wurde der Notstand, der ursprünglich am 31. August auslaufen sollte, bis zum 12. September verlängert.

Das Coronavirus breite sich in Japan "in einem Ausmaß aus, wie wir es noch nie erlebt haben", sagte der für die Pandemie-Bekämpfung zuständige Minister Yasutoshi Nishimura. Auch die Zahl der schwerkranken Corona-Patienten nehme jeden Tag zu. In den vergangenen Tagen hatte Japan jeweils mehr als 20.000 Neuinfektionen verzeichnet - so viele wie noch nie seit Pandemie-Beginn.

5.09 Uhr: Untersuchungshaft für Geschäftsführer kritischer Zeitung in Nicaragua

Erneuter Schlag gegen die Opposition in Nicaragua: Der Geschäftsführer der Tageszeitung "La Prensa", Juan Holmann Chamorro, ist zu 90 Tagen Untersuchungshaft verurteilt worden. Ihm wurden Betrug und Geldwäsche vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft des mittelamerikanischen Landes am Montag mitteilte. Holmann Chamorro war am Samstag festgenommen worden - einen Tag, nachdem die Polizei Ermittlungen wegen derselben Vorwürfe gegen den Verlag verkündet und dessen Gebäude durchsucht hatte. Die gedruckte Version der Zeitung war am Freitag auf unbestimmte Zeit eingestellt worden.

In Nicaragua sind am 7. November Präsidentenwahlen geplant. Der ehemalige sandinistische Revolutionär Daniel Ortega (75) strebt seine vierte Amtszeit in Folge seit 2007 an. Seine Regierung war in den vergangenen Monaten massiv gegen die Opposition vorgegangen: Mehr als 30 Regierungskritiker wurden verhaftet, darunter sieben Präsidentschaftsbewerber und eine Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin. Die Opposition wirft der autoritären Regierung vor, mögliche Rivalen und Kritiker aus dem Weg räumen zu wollen.

4.16 Uhr: RKI registriert 3912 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 37,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 37,4 - am Vortag hatte der Wert 36,2 betragen, vor einer Woche 23,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3912 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2480 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet.

4.00 Uhr: Hochwasser hat 350 Kilo Munition freigeschwemmt

Mit dem verheerenden Hochwasser Mitte Juli in verschiedenen Teilen von Rheinland-Pfalz sind insgesamt rund 350 Kilogramm Munition aus dem Zweiten Weltkrieg freigespült worden. Vor allem Patronen, Granaten, Pyrotechnik sowie ein Bombe, allerdings ohne Explosivstoffe, seien gefunden worden, teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier der Deutschen Presse-Agentur mit. Im besonders stark von der Flut betroffenen Ahrtal habe es im vergangenen Monat 22 Funde gegeben.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gab es demnach elf Funde sowie jeweils einen Fund im Vulkaneifelkreis und im Kreis Trier-Saarburg. Der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz habe die Munition vernichtet, sagte eine Sprecherin der ADD.

3.52 Uhr: Nächste Vega-Rakete ins All gestartet

Zum zweiten Mal nach dem Absturz einer europäischen Vega-Rakete im vergangenen Herbst ist wieder eine Rakete diesen Typs ins All gestartet. Sie hob am frühen Dienstagmorgen deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana ab, wie der Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. An Bord hat die Rakete den Erdbeobachtungssatelliten Pléiades Neo 4 und vier wissenschaftliche Hilfssatelliten.

3.05 Uhr: Heftiger Sturm in Ostfriesland: Schäden an Häusern - aber keine Verletzten

Ein heftiger Sturm hat in einer Gemeinde in Ostfriesland eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. In Großheide im Kreis Aurich wurden am Montagabend nach Feuerwehr-Angaben rund 50 Häuser durch den Sturm - möglicherweise ein Tornado - beschädigt. Fünf Häuser seien vorerst nicht mehr bewohnbar. Verletzt wurde durch das Unwetter niemand, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten. Rund 100 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreis waren im Einsatz.

Rettungskräfte hatten Mühe, Straßen zu räumen, um zu den Einsatzorten zu gelangen. Der Sturm hatte Dächer abgedeckt, ganze Dachfirste weggerissen und Fahrzeuge umgeworfen. Auch einzelne Gas-, Wasser-, und Stromleitungen wurden durch umgestürzte Bäume beschädigt. Das genaue Ausmaß der Schäden und die Zahl der Einsätze blieb zunächst unklar.

2.11 Uhr: Hausärzteverband: Praxen stehen für impfwillige Jugendliche bereit

Nach dem neuen Votum der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren sehen sich die Arztpraxen für eine mögliche stärkere Nachfrage gewappnet. Der Vorsitzende des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag): "Für impfwillige Jugendliche stehen auch bei steigender Nachfrage die Kinder- und Hausarztpraxen bereit."

Weigeldt kritisierte, die Politik habe Druck auf die Stiko ausgeübt. "Wir haben immer betont, dass die Wissenschaft entscheidet, wann ausreichende Erkenntnisse vorliegen, um Jugendlichen ein Impfangebot zu machen. Dazu hätte es keines Drängens von Politikseite aus bedurft." Beim Thema Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren sei die Politik vorgeprescht und habe damit eine Diskussion ausgelöst.

1.30 Uhr: Polnisches Gericht hebt Urteil gegen Holocaust-Forscher auf

Ein polnisches Berufungsgericht hat ein umstrittenes Urteil gegen zwei renommierte Holocaust-Forscher aufgehoben. Ein Gerichtssaal sei "nicht der richtige Ort für eine historische Debatte", sagte die Richterin Joanna Wisniewska-Sadomska, nachdem sie die Verurteilung von Barbara Engelking und Jan Grabowski wegen Verleumdung am Montag für ungültig erklärt hatte. Engelking und Grabowski waren von den Nachfahren eines Dorfbürgermeisters verklagt worden. Im Februar wurden sie in erster Instanz wegen Verleumdung verurteilt. Das Gericht wies die beiden Wissenschaftler an, sich bei der Klägerin zu entschuldigen.

Engelking und Grabowski hatten das Buch "Und immer noch ist Nacht" herausgegeben, in dem mehrere Fälle von Mittäterschaft katholischer Polen an der Ermordung von Juden während der deutschen Besatzung dokumentiert werden. In einer kurzen Passage wird erwähnt, dass der Ortsvorsteher des Dorfes Malinowo möglicherweise in ein Massaker an 22 Juden durch deutsche Soldaten verwickelt gewesen sei. Die Nichte von Edward Malinowski hatte daraufhin eine Verleumdungsklage gegen die Verfasser angestrengt.

0.56 Uhr: Feuerwehr in Südfrankreich kämpft weiter gegen Waldbrände

Mit einem massiven Aufgebot hat die Feuerwehr in Südfrankreich in der Nacht zum Dienstag den Kampf gegen mehrere große Waldbrände fortgesetzt. "Alle meine Unterstützung gilt den 650 Feuerwehrleuten, die diese Nacht zum Schutz der Bevölkerung mobilisiert sind", sagte Innenminister Gérald Darmanin am Abend auf Twitter. Im Departement Var wüte ein großer Brand und die Wetterbedingungen seien ungünstig. Am Dienstag wollte der Minister die betroffene Region besuchen.

Vorangegangen waren den Bränden eine Hitzewelle und große Trockenheit. Alleine zu einem Brand in Gonfaron in den Bergen unweit von Saint-Tropez seien 430 Feuerwehrleute ausgerückt, bis zum Einbruch der Dunkelheit seien sie von Löschflugzeugen unterstützt worden, teilte die Zivilschutzbehörde mit. Verstärkung sei auf dem Weg.

0.49 Uhr: Armenien meldet Tod zweier Soldaten bei Kämpfen an Grenze zu Aserbaidschan

Bei neuen Gefechten an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze sind zwei armenische Soldaten getötet worden. Nach Angaben des armenischen Verteidigungsministeriums eröffneten aserbaidschanische Soldaten am Montagmorgen in der Region Nachitschewan das Feuer auf armenische Stellungen. Dabei sei ein Soldat am Bauch verletzt worden und später im Krankenhaus gestorben. Eine zweite aserbaidschanische "Provokation" habe es am Abend gegeben, auch dabei sei ein Soldat getötet worden.

Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, die Provokationen seien von der armenischen Seite ausgegangen. Unter den aserbaidschanischen Soldaten habe es keine Opfer gegeben. 

0.36 Uhr: Bob Dylan wehrt sich gegen Missbrauchsvorwürfe

Der US-Sänger und Literaturnobelpreisträger Bob Dylan (80) hat lange gegen ihn zurückliegende Missbrauchsvorwürfe zurückgewiesen. Die 56 Jahre alte Behauptung sei "unwahr" und man werde sich dagegen energisch zur Wehr setzen, erklärte das Sprecherteam des Künstlers am Montag (Ortszeit) in einer Mitteilung, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

In der am Freitag beim Obersten Gericht in New York eingereichten Klage wirft eine Frau aus Greenwich (US-Staat Connecticut) dem Musiker vor, er habe sie als Zwölfjährige im Jahr 1965 sexuell missbraucht. Laut der Klageschrift soll Dylan seinen Ruhm benutzt haben, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Er habe auch Alkohol und Drogen eingesetzt. Der mehrfache Missbrauch habe unter anderem im New Yorker Chelsea Hotel stattgefunden, wo Dylan zeitweise lebte.

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0.25 Uhr: Zahl der Flut-Toten in der Türkei steigt auf 77

In der Türkei hat sich die Zahl der Todesopfer durch die verheerenden Überschwemmungen der vergangenen Woche auf 77 erhöht. 40 weitere Menschen würden noch vermisst, teilten die türkischen Behörden am Montag mit. 

Mehr als 30 Dörfer in der Schwarzmeer-Region waren am Montag noch ohne Strom, wie der Katastrophenschutz mitteilte. In einigen Gebieten gab es auch kein fließendes Wasser. Die Überschwemmungen waren in der vergangenen Woche durch starke Regenfälle ausgelöst worden, während sich die Türkei gerade erst von schweren Waldbränden im Süden des Landes erholte. 

dho/tkr/fs DPA AFP

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