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News von heute Biden und Putin vereinbaren Treffen in der Schweiz

Ein aus zwei Bildern montiertes Foto zeigt links das Gesicht von US-Präsident Biden, rechts das von Russlands Präsident Putin
US-Präsident Joe Biden (l.) und Russlands Präsident Wladimir Putin treffen sich am 16. Juni in der Schweiz
© Eric Baradat/Pavel Golovkin/various sources / AFP
Deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn um 1,8 Prozent geschrumpft +++ US-Außenminister zu Gesprächen über Waffenruhe in Israel eingetroffen +++ EU straft Belarus nach erzwungener Landung mit Flugverbot ab +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier

Die News von heute im stern-Ticker:

17.53 Uhr: Weidel kritisiert Belarus-Sanktionen – Gauland lobt EU

Die AfD-Fraktionsspitze im Bundestag hat sich zu den EU-Sanktionen gegen Belarus nach der erzwungenen Landung eines Passagierflugzeugs und der Festnahme eines Bloggers unterschiedlich positioniert. "Also hier aus allen Rohren gleich mit Sanktionen zu drohen, halte ich für einen völlig falschen Weg", sagte Fraktionschefin Alice Weidel am Dienstag in Berlin. Dagegen lobte Co-Fraktionschef Gauland das Vorgehen der EU. "Einen solcher Akt von Luftpiraterie darf die EU nicht akzeptieren", sagte er. "Die Sperrung des EU-Luftraums für weißrussische Maschinen ist ein angemessener Schritt."

Die Behörden der autoritär geführten früheren Sowjetrepublik hatten am Sonntag ein Ryanair-Flugzeug auf dem Weg von Griechenland nach Litauen mit Hilfe eines Kampfjets zur Landung in Minsk gezwungen - angeblich wegen einer islamistischen Bombendrohung. Der an Bord befindliche Regierungskritiker Roman Protassewitsch, der zuletzt im Ausland lebte, wurde festgenommen. Ihm drohen nun mehrere Jahre Haft. Die EU verhängte danach neue Sanktionen gegen das Land.

17.26 Uhr: Armenischer Soldat bei Schusswechsel mit aserbaidschanischen Truppen getötet

Mehr als ein halbes Jahr nach der Eskalation des Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Kaukasusregion Berg-Karabach ist ein armenischer Soldat an der Grenze getötet worden. Der Militär sei am Dienstag bei einem Schusswechsel mit aserbaidschanischen Streitkräften umgekommen, teilte das Verteidigungsministerium in Eriwan mit. Die Situation am Grenzübergang Werin Schorscha im östlichen armenischen Bezirk Gegharkunik sei nun wieder "ruhig".

Das Gebiet grenzt an die Region Kalbadschar, die zuletzt im Konflikt um Berg-Karabach von Aserbaidschan zurückerobert wurde. Nach Angaben des armenischen Ministeriums eröffneten die aserbaidschanischen Truppen das Feuer. Armenien und Aserbaidschan streiten seit Jahren um die Region Berg-Karabach. Im vergangenen Herbst war der Konflikt erneut eskaliert.

17.25 Uhr: Schiff mit Chemikalien an Bord brennt vor Sri Lanka

Ein mit Chemikalien beladenes Schiff brennt vor der Westküste des Inselstaates Sri Lanka im Indischen Ozean. Marine und Luftwaffe versuchten das Feuer seit Tagen zu löschen, aber inzwischen breite es sich rascher aus und es habe eine Explosion gegeben, sagte ein Marinesprecher der Deutschen Presse-Agentur. Am Dienstag seien auch die 25 Crew-Mitglieder gerettet worden. Zwei von ihnen waren demnach bei der Explosion verletzt worden.

Auf dem Schiff seien 1486 Container mit 25 Tonnen teils gefährlichen Chemikalien geladen - darunter Salpetersäure und Kosmetika, sagte die Vorsitzende der Meeresschutzbehörde des Inselstaates, Dharshani Lahandapura. Sie hätte Berichte erhalten, wonach Treibstoff aus dem Maschinenraum ins Meer gelaufen sei. Weitere Ermittlungen sollten das Ausmaß der Verschmutzung feststellen.

Die unter der Flagge von Singapur registrierte X-Press Pearl sollte ihre Fracht von Indien nach Singapur bringen. Doch dann sei während eines Sturms Ende der vergangenen Woche eine Chemikalie aus einem Container ausgetreten, was eine chemische Reaktion ausgelöst und zum Feuer geführt habe, sagte der Marinesprecher.

17.06 Uhr: EU-Gipfel: Noch keine neuen Festlegungen zum Klimaschutz

Die EU-Staaten haben bei ihrem Gipfel keine neuen Festlegungen zum Klimaschutz getroffen. Im Beschluss zu dem Thema bekräftigten die 27 Staaten am Dienstag lediglich allgemein die bereits vereinbarten Klimaziele. Ursprünglich vorgesehene Eckpunkte zur Verteilung der Klimalasten untereinander wurden aus der vorbereiteten Erklärung gestrichen. Nach Angaben von Diplomaten waren die Staaten darüber uneins.

EU-Ratspräsident Charles Michel sprach trotzdem von einer sehr wichtigen und nützlichen Debatte der Staats- und Regierungschefs. Sie solle eine politische Orientierung bieten, bevor die EU-Kommission Mitte Juli ein umfassendes Paket namens "Fit for 55" zur Umsetzung der Klimaziele vorlegt.

Die 27 Staaten hatten im Dezember vereinbart, das Klimaziel für 2030 zu verschärfen: Statt um 40 Prozent soll der Ausstoß von Treibhausgasen um 55 Prozent gesenkt werden im Vergleich zu 1990. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, ihre Erwartungen an die Debatte beim Gipfel seien voll erfüllt worden. "Ich wollte den Mitgliedsstaaten zuhören", sagte sie.

16.42 Uhr: Frankreich verurteilt "Gewaltstreich" in Mali

Frankreich hat scharfe Kritik an der Festnahme des Präsidenten und des Regierungschefs im westafrikanischen Mali geübt. "Frankreich verurteilt den Gewaltstreich in Mali mit aller Entschiedenheit", sagte Außenminister Jean-Yves Le Drian in der Pariser Nationalversammlung. Der malische Präsident Bah Ndaw und Regierungschef Moctar Ouane müssten unverzüglich wieder freigelassen werden, forderte er.

Militäroffiziere hatten den Präsidenten der Übergangsregierung und den Regierungschef am Montag in Gewahrsam genommen und in ein Militärlager am Rande der Hauptstadt Bamako gebracht. Der Vorfall wurde international scharf verurteilt. Die EU erklärte in der Nacht zum Dienstag, sie prüfe Sanktionen gegen mehrere Führungspersönlichkeiten des westafrikanischen Landes.

Das heutige Mali gehörte früher zu den französischen Kolonien. Derzeit hat Frankreich in dem Gebiet mehr als 5000 Soldaten stationiert. Sie kämpfen in der Sahelzone gegen islamistische Gruppen.

16.04 Uhr: Biden und Putin treffen sich Mitte Juni in der Schweiz

Das von US-Präsident Joe Biden vorgeschlagene Gipfeltreffen mit Kremlchef Wladimir Putin findet am 16. Juni in Genf statt. Das teilten das Weiße Haus und der Kreml fast zeitgleich mit. Putin hatte lange offengelassen, ob er Bidens Einladung zu einem persönlichen Treffen annimmt. Ziel sei die Entwicklung der russisch-amerikanischen Beziehungen, hieß es in der Mitteilung des Kreml. Erörtert werden sollten auch internationale Fragen, darunter der Kampf gegen die Corona-Pandemie und die Lösung regionaler Konflikte.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, teilte mit, Biden und Putin würden "die gesamte Palette" drängender Fragen besprechen. Ziel sei es, "Vorhersehbarkeit und Stabilität" in den bilateralen Beziehungen wiederherzustellen.

Bidens erste Auslandsreise führt ihn im Juni zum G7-Gipfel (11. bis 13. Juni) nach Großbritannien und zum Nato-Spitzentreffen (14. Juni) nach Belgien. In Brüssel ist am selben Tag zudem ein Spitzentreffen der USA und der EU geplant. Danach reist er nach Genf weiter.

15.07 Uhr: Zehnjährige findet 10.000 Euro und gibt sie bei der Polizei ab

Ein zehnjähriges Mädchen hat im Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth 5000 Euro auf der Straße gefunden - und den Fund im Polizeipräsidium abgeliefert. Die Grundschülerin habe das Geldbündel - 5000 Euro in 50-Euro-Noten - am vergangenen Mittwoch zwischen parkenden Autos entdeckt, teilte die Polizei auf Facebook mit. "Und warum wissen wir davon? Weil sie es natürlich bei uns abgeben hat! Vielen Dank Elisabeth und bleib so!", schrieben die Beamten über die ehrliche Finderin. Die Polizei versucht nun herauszufinden, woher das Geld stammt.

14.55 Uhr: Guerilla tötet 16 Menschen in Peru

Zwei Wochen vor der Präsidentenwahl haben mutmaßliche Rebellen in Zentralperu 16 Menschen getötet. Unter den Opfern des Massakers in einer Bar im Dorf San Miguel del Ene in einer von Drogenanbau geprägten Unruheregion seien auch zwei Kinder, teilte das Verteidigungsministerium des südamerikanischen Landes in der Nacht auf Dienstag (Ortszeit) mit. Die Leichen der Minderjährigen und vier weiterer Opfer seien verbrannt worden.

Hinter dem Angriff steckt nach Einschätzung des Militärs die Guerillaorganisation Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad). In einem am Tatort zurückgelassenen Bekennerschreiben riefen die Täter dazu auf, bei der Präsidentenwahl am 6. Juni nicht für die Rechtspopulistin Keiko Fujimori zu stimmen.

14.10 Uhr: Moderate Kandidaten für Irans Präsidentenwahl aussortiert

Die beiden moderaten Spitzenkandidaten für die im Juni angesetzte Präsidentenwahl im Iran sind nicht zugelassen worden. Der ehemalige Parlamentspräsident Ali Laridschani und der amtierende Vizepräsident Eshagh Dschahangiri wurden nach offiziellen Angaben des sogenannten Wächterrats aussortiert. Auch die Kandidatur von Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad wurde demnach abgelehnt. Die Wahl soll am 18. Juni stattfinden.

Der Wächterrat mit seinen zwölf erzkonservativen Mitgliedern ist laut der Verfassung für die ideologische Qualifikation und Loyalität der Präsidentschaftskandidaten zuständig. Der Rat wird seit Jahren als undemokratisches Gremium kritisiert. Insgesamt hat der Rat mehr als 98 Prozent der 592 Kandidaten abgelehnt. Laridschani und Dschahangiri waren die beiden Topkandidaten des moderaten Flügels. Sie sollten - auch als Team - die moderate Politik von Präsident Hassan Ruhani weiterführen. Ihre Ablehnung könnte im Land nicht nur zu heftigen Protesten, sondern eventuell auch zu einem Wahlboykott der Bürger führen. Ruhani selbst darf nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten.

13.12 Uhr: Mitstreiter von Blogger aus Belarus – Bekomme Morddrohungen

Nach der erzwungenen Landung einer Passagiermaschine in Minsk bekommt ein Mitstreiter des inhaftierten belarussischen Bloggers Roman Protassewitsch nach eigenen Angaben Morddrohungen. "Sie schreiben mir, dass wir als nächstes an der Reihe sind, dass man uns nicht nach Belarus entführen, sondern in Warschau erschießen wird", sagte der Blogger Stepan Putilo der polnischen Zeitung "Rzeczpospolita". Der 22-jährige Putilo war gemeinsam mit Protassewitsch Gründer des Portals "Nexta" im Nachrichtenkanal Telegram. Die Redaktion hat ihren Sitz in Warschau. Der Telegram-Kanal wurde während der Proteste gegen den autoritären Machthaber Alexander Lukaschenko zur wichtigsten Informationsquelle der Opposition. Protassewitsch schied Ende 2020 bei "Nexta" aus.

12.51 Uhr: Kinder in Berlin-Lichtenberg angegriffen und rassistisch beleidigt

Im Berliner Stadtteil Lichtenberg sind am späten Montagabend zwei Kinder angegriffen und rassistisch beleidigt worden. Ein Mann und eine Frau sollen die beiden Jungen im Alter von zwölf und 13 Jahren zunächst aggressiv angesprochen haben, wie die Polizei mitteilte. Danach soll die Frau eine Glasflasche zerbrochen, die Kinder rassistisch beleidigt und ein Bruchstück auf sie geworfen haben.

Der Zwölfjährige sei am Bein verletzt worden, hieß es weiter. Die Kinder seien dann zur Polizei gelaufen und die beiden Verdächtigen geflüchtet. Der Verletzte sei in ein Krankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt worden. Teile der Glasflasche wurden beschlagnahmt. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und der Beleidigung.

12.44 Uhr: USA sagen Gaza Wiederaufbauhilfe zu

Nach der Waffenruhe im Gaza-Konflikt haben die USA Hilfe beim Wiederaufbau des Gazastreifens zugesichert. Die Vereinigten Staaten würden einen "erheblichen Beitrag" leisten und sich auch international um Unterstützung bemühen, sagte US-Außenminister Antony Blinken nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Jerusalem. Er betonte, neben der Verbesserung der humanitären Lage müsse sichergestellt werden, dass die im Gazastreifen herrschende Hamas nicht von der Hilfe profitiere.

Blinken wollte sich am Nachmittag mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah treffen. Er ist noch bis Donnerstag in der Region. Auf seinem Programm stehen ferner Gespräche mit Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi und Jordaniens König Abdullah II. Ziel seiner Reise ist es, die seit Freitag geltende Waffenruhe zwischen Israel und der islamistischen Hamas zu festigen. Die zweitgrößte Palästinensergruppe wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

12.42 Uhr: Belarus lädt internationale Luftfahrtexperten zu Untersuchung ein

Die belarussische Regierung hat internationale Luftfahrtexperten zu einer Untersuchung der erzwungenen Landung eines Ryanair-Flugzeugs in Minsk eingeladen. Unter anderem seien Vertreter der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) und Experten der EU eingeladen worden, teilte das Verkehrsministerium am Dienstag mit. Die belarussische Regierung hatte die erzwungene Landung, in deren Folge ein bekannter Regierungskritiker festgenommen worden war, mit einer angeblich vorliegenden Bombendrohung begründet.

News von heute: Biden und Putin vereinbaren Treffen in der Schweiz

12.07 Uhr: Vulkan Ätna bricht erneut aus

Auf Sizilien ist der Vulkan Ätna erneut ausgebrochen. Aus dem Krater auf der Südostseite stiegen am Dienstagvormittag Asche und dicker Qualm bis zu 4000 Meter in die Höhe auf, wie das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mitteilte. Bereits in der Nacht zu Dienstag leuchtete der Gipfel des mehr als 3300 Meter hohen Berges auf, als bei einem Ausbruch Lava meterhoch in den Nachthimmel schoss. Das INGV hatte seit kurzem wieder mehr Aktivität am Ätna verzeichnet.

Auch der Stromboli auf der gleichnamigen Vulkaninsel im Nordosten Siziliens brach zuletzt am Wochenende wieder aus. Die Lavaströme dort erreichen mitunter auch die Küste. Über größere Schäden oder Verletzte auf den beiden Inseln gab es zunächst keine Berichte.

11.46 Uhr: Klöckner fordert Konsequenzen wegen 150 verendeten Rindern

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat entsetzt auf den Tod von etwa 150 Rindern in einem Mastbetrieb in Mittelfranken reagiert. "Ich bin fassungslos, dass so etwas passieren kann", teilte sie am Dienstag mit. "Der Vorgang muss umfassend aufgeklärt und hier ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen werden."

Die Polizei ermittelt gegen den Landwirt im Umland von Rothenburg ob der Tauber wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Beamte hatten die toten Rinder nach einem anonymen Hinweis am Sonntag auf dem Hof entdeckt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Landwirt die Tiere über einen längeren Zeitraum nicht versorgt hat. 50 Rinder von dem Hof leben noch und sollen nun aufgepäppelt werden.

11.38 Uhr: Dutzende Wohnungen in Hessen wegen Kindesmissbrauchs und Kinderpornos durchsucht

In Hessen sind in der vergangenen Woche 54 Wohnungen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Kindern beziehungsweise Besitz, Erwerb oder Verbreitung von Kinderpornografie durchsucht worden. Dabei seien 51 Computer, hundert Handys und 80 USB-Sticks sichergestellt worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) in Wiesbaden mit. Diese würden nun ausgewertet.

20 Beschuldigte, darunter auch ein bereits polizeibekannter Mann, seien vernommen worden. Seit die im LKA angesiedelte sogenannten besondere Aufbauorganisation für fallübergreifende Organisationsstruktur gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch von Kindern im Oktober ihre Arbeit aufgenommen habe, seien 711 Durchsuchungsbeschlüsse und zwölf Haftbefehle vollstreckt worden, hieß es weiter.

11.36 Uhr: Italienischer Mafia-Boss in Brasilien gefasst

Einer der meistgesuchten Verbrecher Italiens ist in Brasilien gefasst worden: Der als "Kokain-König" bekannte Mafia-Boss Rocco Morabito wurde nach Polizeiangaben am Montag (Ortszeit) im Nordosten Brasiliens festgenommen. Der wegen Drogenhandels gesuchte Morabito war 2019 aus einem Gefängnis in Uruguay ausgebrochen und seither auf der Flucht.

Morabito wurde gemeinsam mit einem weiteren mutmaßlichen Verbrecher aus Italien in der Stadt Joao Pessoa gefasst, wie die brasilianische Polizei mitteilte. Vorangegangen waren gemeinsame Ermittlungen mit den italienischen Behörden. In seiner Heimat wird der mutmaßliche Mafioso seit 1995 wegen seiner Beteiligung am Drogenschmuggel zwischen Brasilien und Europa gesucht. 

11.13 Uhr: Berlin kann von neuer Vonovia über 20.000 Wohnungen übernehmen

In Folge der geplanten Fusion zwischen der Vonovia und der Deutschen Wohnen kann das Land Berlin mehr als 20.000 Wohnungen von dem Mega-Konzern übernehmen. Das kündigten der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Vonovia-Chef Rolf Buch an. "Das ist die Größenordnung einer eigenen Wohnungsgesellschaft", sagte Müller. Nunmehr werde mit allen Beteiligten im Detail besprochen, um welche Bestände es sich handele. "Mir liegen soziale Brennpunkte am Herzen, mir liegen Großsiedlungen am Herzen", sagte Müller. Mehr Wohnungen in kommunaler Hand bedeuteten mehr Einfluss auf sozialverträgliche Mieten und mehr Sicherheit für viele Menschen im Bereich Mieten und Wohnen. Momentan verfügt Berlin über 340.000 kommunale Wohnungen.

Der größte deutsche Immobilienkonzern Vonovia hatte am Montagabend angekündigt, den Branchenzweiten Deutsche Wohnen für 18 Milliarden Euro kaufen zu wollen. Durch den Zusammenschluss sollen die jährlichen Kosten um 105 Millionen Euro gesenkt werden.

11.08 Uhr: US-Journalist kurz vor Heimreise in Myanmar festgenommen

Im Krisenland Myanmar haben die Behörden einen US-Journalisten unmittelbar vor dem Abflug in seine Heimat am Flughafen von Yangon festgenommen. Der Amerikaner Danny Fenster, ein leitender Redakteur des englischsprachigen Magazins "Frontier Myanmar", sei ins Gefängnis gebracht worden, sagte sein Chef Thomas Kean der Deutschen Presse-Agentur. Demnach wollte der 37-Jährige am Montag zurück zu seiner Familie in den USA. Kurz vor dem Betreten der Maschine wurde er jedoch auf dem Flughafen der größten Stadt des südostasiatischen Landes angehalten und abgeführt.

In einer Mitteilung von "Frontier Myanmar" hieß es: "Wir wissen nicht, warum Danny festgenommen wurde." Bislang sei es nicht möglich gewesen, Kontakt aufzunehmen. "Wir sorgen uns um sein Wohlergehen und fordern seine sofortige Freilassung." Das amerikanische Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) sprach von einer "ernsthaften Bedrohung der Pressefreiheit" im früheren Birma und forderte, Fenster umgehend ausreisen zu lassen.

Seit dem Putsch von Anfang Februar geht die Militärjunta hart gegen ihre Gegner vor. Mehr als 5400 Menschen wurden bereits festgenommen, darunter auch viele Journalisten. Andere flohen aus dem Land. Jedoch galten ausländische Medienvertreter bislang als relativ sicher.

10.57 Uhr: Lufthansa meidet belarussischen Luftraum bis auf Weiteres

Die Lufthansa meidet nach der erzwungenen Landung einer Passagiermaschine in der belarussischen Hauptstadt Minsk bis auf Weiteres den Luftraum über der ehemaligen Sowjetrepublik. Vor allem Flüge nach Moskau müssten nun umgeleitet werden, sagte ein Sprecher am Dienstag in Frankfurt. Sie seien aber auch in der Vergangenheit nicht immer über Belarus geflogen. Über einen für Mittwoch geplanten Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Minsk sei noch nicht entschieden. Zu den wirtschaftlichen Folgen machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.

Nach Angaben der europäischen Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol gab es seit Anfang April im Schnitt täglich 339 Flüge von und nach Europa durch den belarussischen Luftraum. Besonders häufig sind Verbindungen zwischen Russland (29) und China (14) von und nach Deutschland. Die weitaus meisten Flüge absolvierte die belarussische Staatsfluglinie Belavia mit 46 pro Tag, für die nun eine Landeverbot in der EU gilt.

Blogger Protassewitsch meldet sich - Opposition besorgt

10.40 Uhr: Polizisten finden rund 150 verendete Rinder auf bayerischem Bauernhof

Im Stall eines Landwirts im bayerischen Landkreis Ansbach haben Polizisten etwa 150 verendete Rinder entdeckt. Wie ein Polizeisprecher in Nürnberg mitteilte, fand eine Streife die Tiere nach einem entsprechenden Hinweis auf den Hof bei Rotenburg ob der Tauber am Pfingstsonntag. Sie wurden nach derzeitigem Ermittlungsstand über längere Zeit nicht richtig versorgt. Die Hintergründe sind unklar.

Nach Angaben der Beamten fanden sich im Stall des aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht näher identifizierten Bauern darüber hinaus etwa 50 noch lebende Tiere, die nun versorgt und wieder aufgepäppelt werden. Nach der Entdeckung der Zustände auf dem Hof alarmierte die Polizei die Veterinärbehörden. Die Beamten selbst ermitteln wegen tierschutzrechtlicher Verstöße gegen den Mann.

10.19 Uhr: BBC-Generaldirektor will Diana-Interview nicht mehr ausstrahlen

Der Generaldirektor der BBC will das in Verruf geratene legendäre Interview mit Prinzessin Diana aus dem Jahr 1995 nicht mehr ausstrahlen. Das sagte Tim Davie am Dienstag in einem Interview mit dem Radioprogramm BBC 4 Today.

Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt war in der vergangenen Woche heftig unter Druck geraten: Eine Untersuchung hatte ergeben, dass ein BBC-Journalist gefälschte Dokumente eingesetzt hatte, um Zugang zu Prinzessin Diana zu erhalten. Fingierte Kontoauszüge sollten beweisen, dass Diana von Menschen in ihrem Umfeld bespitzelt wurde. Später hatte die BBC das Fehlverhalten vertuscht.

Unter anderem Dianas Söhne, Prinz William, 38, und Prinz Harry, 36, kritisierten die BBC scharf. Die Regierung kündigte an, grundlegende Reformen der Rundfunkanstalt zu prüfen.

Das zur besten Sendezeit ausgestrahlte Exklusivgespräch hatte rund 23 Millionen Menschen in Großbritannien vor die Fernseher gelockt. Die bereits von Prinz Charles getrennte, aber noch nicht geschiedene Prinzessin beschrieb damals, wie sie sich vom Königshaus alleine gelassen und sabotiert fühlte. Und sie legte die Affäre ihres Mannes mit Camilla Parker-Bowles offen. "Wir waren zu dritt in dieser Ehe", sagte Diana in die Kamera - ein unerhörter Tabubruch. Kurz darauf reichte Charles die Scheidung ein. Prinzessin Diana starb zwei Jahre später bei einem Autounfall in Paris auf der Flucht vor Paparazzi.

10.18 Uhr: Rottweiler fällt spielendes Kind an und verletzt es ernsthaft

Ein zwölfjähriger Junge ist beim Spielen in einer Kiesgrube mehrmals von einem Hund gebissen worden. Das Kind sei bei dem Vorfall in Tarmstedt nordöstlich von Bremen ernsthaft verletzt worden, teilte die Polizei mit. Nach Angaben des Halters riss sich der Rottweiler beim Spaziergang am Montagnachmittag von seiner Leine los und stürzte sich auf den Jungen.

Der Besitzer zog das Tier weg und sperrte es in sein Auto. Der Junge wurde im Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Gegen den Hundehalter wurde in ein Strafverfahren eingeleitet. Er hatte angegeben, den elf Monate alten Hund erst am Tag zuvor gekauft zu haben.

9.43 Uhr: Sexuelle Gewalt unter Schülern: Britische Lehrer fühlen sich hilflos

Lehrer in Großbritannien fühlen sich nicht ausreichend vorbereitet, um mit sexuellen Übergriffen zwischen Schülern umzugehen. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag der BBC und der britischen Lehrergewerkschaft NASUWT hervor. Demnach sagt mehr als die Hälfte der befragten Lehrer, die bislang vorgesehenen Prozesse für den Umgang mit Missbrauch seien nicht ausreichend. Knapp ein Drittel der Lehrkräfte ist nach eigenen Angaben bereits selbst Zeuge von Übergriffen unter Schülern geworden. Jeder zehnte Lehrer nimmt demnach sogar wöchentlich Belästigungen wahr. Befragt wurden mehr als 1500 Lehrer.

In Großbritannien wurde in den vergangenen Monaten über eine "Rape Culture" (deutsch: "Vergewaltigungskultur") an Schulen und Universitäten diskutiert. Die Initiative Everyone's Invited (deutsch: "Alle sind eingeladen") hat auf ihrer Webseite Tausende Berichte von Schülerinnen und Studentinnen gesammelt, die an ihren Schulen oder Universitäten Belästigung, sexuelle Gewalt oder sogar Vergewaltigungen erlebt haben. Inzwischen gibt es auch eine Hotline der Kinderschutzorganisation NSPCC, bei der sich Opfer melden können. Innerhalb weniger Wochen gingen dort mehrere Hundert Anrufe ein.

9.14 Uhr: AfD zieht mit Spitzenduo Weidel-Chrupalla in den Wahlkampf

Die AfD zieht mit Fraktionschefin Alice Weidel und Parteichef Tino Chrupalla als Spitzenduo in den Bundestagswahlkampf. Beide erreichten bei einer Mitgliederbefragung eine Zustimmung von 71,03 Prozent, wie ein Parteisprecher mitteilte. Sie setzen sich damit gegen ihre Mitbewerber Joana Cotar und Joachim Wundrak durch, die 27,04 Prozent erreichten. Die rund 32.000 AfD-Mitglieder konnten seit dem 17. März online für ihr bevorzugtes Duo abstimmen. Den Parteiangaben zufolge nahmen 14.815 Mitglieder an der Befragung teil. Dies entsprach einer Beteiligung von 48,14 Prozent. 1,93 Prozent der Abstimmenden votierten mit Nein, 0,58 Prozent enthielten sich der Stimme.

Die beiden Zweierteams stehen für die verschiedenen Strömungen der Partei. Cotar und Wundrak zählen zum Lager um Parteichef Jörg Meuthen, der einen wirtschaftsliberalen und gemäßigteren Kurs vertritt. Das Team aus Chrupalla und Weidel kann auf die Unterstützung des rechtsnationalen Lagers der AfD um den Thüringer Björn Höcke zählen.

8.10 Uhr: Mitarbeiter finden Kokain im Millionenwert im Biomüll

Kokain im Wert von rund einer Million Euro haben Mitarbeiter eines Logistik-Unternehmens im oberbayerischen Erding im Biomüll gefunden. Kurz zuvor war der Karton mit Bananen wohl von anderen Angestellten in den Abfallcontainer geworfen worden, wie das Zollamt mitteilte. "Dem Umstand, dass der Karton Fremdkörper enthielt – das mit Klebeband umwickelte und jetzt sichergestellte Kokain – hätten sie keine weitere Bedeutung zugemessen", hieß es. Der Fund ereignete sich bereits Mitte Mai.

Laut Zollamt soll die Lieferung mit Bio-Bananen über die Niederlande aus Ecuador verschifft worden sein. Insgesamt seien 1150 Kartons an den Händler in Erding geliefert worden. Davon seien die meisten bereits an Supermärkte in ganz Bayern verteilt worden. Bei einer Durchsuchung der restlichen gelagerten Kisten fanden die Zollbeamten keine weiteren Drogen. Das Kokain wurde sichergestellt. 

8.03 Uhr: Deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn um 1,8 Prozent geschrumpft

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist zu Jahresbeginn in der Coronakrise etwas stärker geschrumpft als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In einer ersten Berechnung war die Wiesbadener Behörde von einem Rückgang von 1,7 Prozent ausgegangen. 

7.58 Uhr: Bekennerschreiben nach Stromausfall in München aufgetaucht

Die Polizei prüft nach dem großflächigen Stromausfall in München ein mögliches Bekennerschreiben. Dieses sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte ein Polizeisprecher. Dem auf der Online-Plattform "Indymedia" veröffentlichten Schreiben zufolge soll der Anschlag auf das Strom- und Glasfasernetz, nach dem am Freitag in rund 20.000 Haushalten der Strom ausgefallen war, einem Rüstungskonzern am Münchner Ostbahnhof gegolten haben. Der Staatsschutz ermittelt bereits wegen des Verdachts einer politischen Straftat. Die Ermittler vermuten Brandstiftung. Mehr Details wollte der Polizeisprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

Bei dem Feuer am frühen Freitagmorgen in einer Baugrube wurden rund 50 Stromkabel der Mittelspannung vollkommen zerstört. In der Folge fielen etwa 150 Trafostationen aus. Am frühen Samstagvormittag waren alle Haushalte wieder ans Stromnetz angeschlossen. Dem mutmaßlichen Bekennerschreiben zufolge soll der Anschlag auch eine Reaktion auf die geplante Rodung des Forst Kasten gewesen sein. Dies sei die Antwort auf den Stadtratsbeschluss, diesen abzuholen und dort Kies zu fördern, hieß es.

7.52 Uhr: US-Außenminister zu Gesprächen über Waffenruhe in Israel eingetroffen

US-Außenminister Antony Blinken ist zu Gesprächen über die Festigung der Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas in Tel Aviv eingetroffen. Vorgesehen sind Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu in Jerusalem und mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah im Westjordanland. Ein Treffen mit der Hamas steht nicht auf der Agenda. Im Anschluss reist Blinken weiter nach Ägypten und Jordanien.

Der US-Außenminister hatte vor seiner Abreise aus den USA erklärt, Ziel sei es, die aktuell geltende Feuerpause "zu stärken". Nach elftägigen heftigen Raketenangriffen zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas war in der Nacht zum Freitag eine Feuerpause in Kraft getreten. Diese wurde vor allem von Ägypten vermittelt, aber auch die USA und andere Staaten wirkten im Hintergrund mit. Seit Beginn der Feuerpause herrscht gespannte Ruhe.

7.12 Uhr: Italienischer Mafia-Boss in Brasilien gefasst

Einer der meistgesuchten Mafia-Bosse Italiens ist nach seiner Flucht aus dem Gefängnis im Jahr 2019 nun in Brasilien festgenommen worden. Rocco Morabito sei bei einer gemeinsamen Operation der brasilianischen Polizei und Interpol in der ostbrasilianischen Küstenstadt Joao Pessoa festgenommen worden, teilte Justizminister Anderson Torres am Montag (Ortszeit) auf Twitter mit. Der 54-jährige Morabito, der sogenannte Kokain-König von Mailand, gehört nach Angaben der italienischen Justiz zur kalabrischen Mafia 'Ndrangheta. 2017 war er in Uruguay gefasst worden, 2019 floh er dann aber aus dem Gefängnis, in dem er auf seine Auslieferung nach Italien gewartet hatte.

Italien listete Morabito bisher als einen der gefährlichsten Flüchtigen des Landes. Er wurde mehr als zwei Jahrzehnte lang international gesucht und in Abwesenheit unter anderem wegen Drogenhandels und Mafia-Zugehörigkeit zu einer 30-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Morabito soll vor allem für den Drogenhandel zwischen Südamerika und Mailand verantwortlich gewesen sein.

6.42 Uhr: Zusammenstoß von Stadtbahnen in Malaysia: 65 Verletzte im Krankenhaus

Nach dem Zusammenstoß von zwei Stadtbahnen in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur sind noch 65 Menschen im Krankenhaus behandelt worden. Darunter seien auch sechs Ausländer, zitierte die malaysische Zeitung "The Star" die Behörden, ohne die Nationalitäten zu nennen. Insgesamt wurden bei dem Unglück am Montagabend mehr als 210 Menschen verletzt, 47 von ihnen schwer.

Warum die elektrischen "LRT trains" (kurz für Light Rail Trains) in einem Tunnel nahe der berühmten Petronas Towers zusammenprallten, war noch unklar. Einer der Züge war nach Angaben von Verkehrsminister Wee Ka Siong auf einer Testfahrt ohne Passagiere unterwegs, der andere transportierte fast 240 Menschen. Ministerpräsident Muhyiddin Yassin kündigte eine umfassende Untersuchung an. 

6.13 Uhr: Polizeichef von Mexikos Bundesstaat Sinaloa offenbar ermordet 

Der Polizeichef des mexikanischen Bundesstaats Sinaloa ist offenbar während einer Autofahrt ermordet worden. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden starb Joel Ernesto Soto am Montag (Ortszeit) durch einen "feigen Angriff". Der nordwestliche Bundesstaat gilt als Heimat des Sinaloa-Kartells, eines der mächtigsten Drogenkartelle Mexikos. Soto sei getötet worden, als er nach einem Wochenende bei seiner Familie in die Hauptstadt Culiacán zurückkehrte, teilten die Behörden mit. Anfang des Monats hatte die Polizei von Sinaloa eine Operation gegen Bandenmitglieder gestartet und dabei Waffen und Ausrüstung der Kriminellen beschlagnahmt. 

6.02 Uhr: Immobilienkonzern Vonovia einigt sich mit Deutsche Wohnen auf Zusammenschluss

Nach zwei vergeblichen Übernahmeversuchen haben sich die Immobilienkonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen auf einen Zusammenschluss geeinigt. Beide Unternehmen teilten am Montagabend mit, sie hätten eine entsprechende Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Demnach soll es ein freiwilliges Übernahmeangebot der Vonovia an die Aktionäre der Deutsche Wohnen geben. Sollten die Kartellbehörden zustimmen, entstünde durch den Zusammenschluss Europas größter Konzern für Wohnimmobilien. Die Unternehmen stellten eine enge Zusammenarbeit mit der Politik und Lösungen insbesondere für den Berliner Wohnungsmarkt in Aussicht.

Vonovia will den Aktionären der Deutschen Wohnen im Wege eines freiwilligen Übernahmeangebots 53,03 Euro je Aktie bieten. Der angebotene Kaufpreis beträgt damit knapp 19 Milliarden Euro.

4.45 Uhr: Kälte sorgt für teuren Spargel

Das kühle Wetter im Frühjahr macht den Spargel teurer. In der ersten Hälfte der Saison, die noch bis zum 24. Juni geht, blieben die Erträge hinter den Vorjahren zurück, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei deutschen Spargelbauer-Verbänden ergab. Gefühlt sei man inzwischen in der fünften Kältewelle, beklagt beispielsweise Fred Eickhorst von der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer aus Niedersachsen. Dadurch sei die Saison später gestartet. "Das holt man nicht mehr auf."

Rund 12 bis 14 Euro müssten Kunden im Moment für ein Kilo Spargel zweiter Klasse bezahlen, sagt der Vorstandssprecher des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE), Simon Schumacher. Das sei der Spargel, den man für gewöhnlich im Supermarkt bekommt. Der gute "Sonntagsspargel" oder auch "Schwiegermutterspargel" koste ein bis drei Euro mehr je Kilo. Wer mit Bruch oder verfärbten Köpfen leben könne, komme vor allem bei Direktvermarktern aber auch günstiger an das Gemüse.

4.05 Uhr: EU-Gipfel berät am zweiten Tag über Corona und Klimapolitik

Die EU-Staats- und Regierungschefs setzen ihren Gipfel in Brüssel fort. Nach den Beratungen zu Belarus und weiteren außenpolitischen Themen am Montagabend geht es nun um die Klimapolitik und die Corona-Pandemie. Im Kampf gegen Covid-19 wollen die Staats- und Regierungschefs angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Virus-Varianten zur Vorsicht aufrufen und sich gleichzeitig bei der Aufhebung von Reisebeschränkungen innerhalb der EU abstimmen. 

Geplant ist auch eine Zusage, bis Jahresende mindestens 100 Millionen Dosen Impfstoff an ärmere Länder zu spenden. In der Klimafrage geht es um die Umsetzung des verschärften EU-Ziels bei der CO2-Reduzierung bis zum Jahr 2030. Die EU-Kommission will hier im Juli konkrete Gesetzesvorschläge vorlegen. Vor allem osteuropäische Länder warnen Brüssel vor zu einschränkenden Maßnahmen. 

4.04 Uhr: Erster Jahrestag der Tötung von Afroamerikaner George Floyd

In den USA jährt sich zum ersten Mal die Tötung des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten in der Stadt Minneapolis. US-Präsident Joe Biden wird Floyds Angehörige am Jahrestag im Weißen Haus in Washington empfangen. Zudem sind Gedenkveranstaltungen in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota geplant. Floyds Tod am 25. Mai 2020 hatte international für Entsetzen gesorgt und in den USA landesweite Anti-Rassismus-Proteste ausgelöst. 

Der Polizist Derek Chauvin hatte dem festgenommenen Floyd rund neuneinhalb Minuten lang das Knie in den Nacken gedrückt, obwohl der 46-Jährige wiederholt klagte, er bekomme keine Luft mehr. Chauvin wurde im April des Mordes zweiten Grades und zwei weiterer Anklagepunkte schuldig gesprochen. Das Strafmaß gegen den 45-Jährigen soll am 25. Juni verkündet werden. 

3.23 Uhr: Tunesische Marine rettet hundert Menschen aus Flüchtlingsboot

Vor der Küste Tunesiens hat die Marine eigenen Angaben zufolge hundert Menschen aus einem Flüchtlingsboot gerettet. Das Boot war im Morgengrauen in Libyen mit 82 Männern, zehn Frauen und acht Kleinkindern an Bord Richtung Europa gestartet, wie das tunesische Verteidigungsministerium am Montagabend mitteilte. Vor dem südtunesischen Hafen Zarzis wurde es von der Marine abgefangen. Die Menschen an Bord stammten der Behörde zufolge aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Sie sollen demnach zu einem tunesischen Marinestützpunkt in Sfax gebracht werden.

2.58 Uhr: EU straft Belarus nach erzwungener Landung mit Flugverbot ab

Als Antwort auf die erzwungene Landung einer Passagiermaschine in Minsk verhängt die Europäische Union ein Flug- und Landeverbot gegen belarussische Airlines. Dies ist Teil eines neuen Sanktionspakets gegen Belarus, auf das sich die 27 Staaten in der Nacht zum Dienstag beim EU-Sondergipfel in Brüssel einigten. "Das Urteil war einstimmig, dies ist ein Angriff auf die Demokratie, dies ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit und dies ist ein Angriff auf die europäische Souveränität", sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. "Dieses ungeheuerliche Verhalten bedarf einer starken Antwort."

Die belarussischen Behörden hatten am Sonntag ein Ryanair-Flugzeug auf dem Weg von Griechenland nach Litauen mit Hilfe eines Kampfjets zur Landung in Minsk gebracht - angeblich wegen einer Bombendrohung. An Bord war der belarussische Blogger Roman Protassewitsch, der in Minsk festgenommen wurde. Die Maschine flog später weiter nach Vilnius. 

News von heute: Biden und Putin vereinbaren Treffen in der Schweiz

1.52 Uhr: EU-Gipfel fordert vollständige Umsetzung von Brexit-Abkommen

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben die vollständige Umsetzung der im Zuge des Brexit vereinbarten Abkommen mit Großbritannien gefordert. In ihrer in der Nacht zum Dienstag in Brüssel verabschiedeten Gipfelerklärung unterstrichen die 27 Mitgliedstaaten insbesondere die Bereiche Bürgerrechte, Fischerei und Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hob die Bedeutung der vereinbarten Regelungen für den Erhalt des Friedens in Nordirland hervor.

Es gebe keine Alternative zum im Brexit-Abkommen enthaltenen Nordirland-Protokoll, "um Frieden und Stabilität in Nordirland sicherzustellen und zugleich die Integrität des europäischen Binnenmarktes zu wahren", sagte von der Leyen. Sollten hier Probleme auftreten, "dürfen wir nicht vergessen, dass der Grund dafür nicht das Protokoll ist, sondern der Brexit".

jek / rw / tkr / fs / luh DPA AFP

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