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News vom Wochenende Randalierer halten "Spontanversammelung" vor Privathaus von NRW-Innenminister Reul ab

Herbert Reul
NRW-Innenminister Herbert Reul
© Jens Krick / Picture Alliance
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

20.16 Uhr: Nach Todesfällen: Aktion "Alkohol gegen Lebensmittel"startet

Nach dutzenden Todesfällen durch den Konsum von gepanschtem Schnaps hat die zentralrussische Region Orenburg eine "Alkohol gegen Lebensmittel"-Tauschaktion gestartet. Käufer von "alkoholischen Getränken zweifelhafter Qualität" könnten diese in Supermärkten gegen Lebensmittel im Wert des mehrfachen Kaufpreises eintauschen, berichtete die Nachrichtenagentur Tass. Zuvor waren in den vergangenen Tagen 67 Menschen nach dem Konsum von gepanschtem Schnaps erkrankt, 34 von ihnen starben.

19.44 Uhr: US-Ingenieur wollte Geheimnisse über Atom-U-Boote verkaufen

Ein Ingenieur der US-Marine soll der Justiz zufolge versucht haben, geheime Informationen zum Bau der Reaktoren von Atom-U-Booten an einen ausländischen Geheimdienst zu verkaufen. Der 42-Jährige, der Zugang zu als "top secret" eingestuften vertraulichen Informationen hatte, und seine Frau wurden am Wochenende festgenommen, wie das US-Justizministerium mitteilte. Sie müssen sich wegen versuchter Spionage und Verletzung von Geheimnispflicht nach dem Atomenergiegesetz verantworten.

18.42 Uhr: Randalierer mit Bengalos vor Privathaus von NRW-Innenminister Reul

In der Nahe des Privathauses von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) in Leichlingen ist es am Sonntagnachmittag zu einer "Spontanversammlung" von Randalierern gekommen. Das teilte die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach dpa-Informationen handelte es sich um eine Gruppe von 20 bis 50 teils vermummten Personen, die durch die Straßen des kleinen Ortes im rheinisch-bergischen Kreis zog, Bengalos zündete und auch Parolen skandierte. Der Wortlaut der Rufe sei noch unklar, sagte eine Polizeisprecherin.

16.58 Uhr: Corona-Lockdown in Sydney nach 106 Tagen aufgehoben

Nach fast vier Monaten ist am Montagmorgen (Ortszeit) der Corona-Lockdown in Sydney aufgehoben worden. "Das ist ein großer Tag für unseren Bundesstaat", sagte der Regierungschef von New South Wales, Dominic Perrottet. Nach "100 Tagen Blut, Schweiß und keinem Bier" hätten sich die Menschen die Lockerungen verdient. 106 Tage lang mussten Geschäfte, Schulen und viele Büros in Australiens größter Stadt im Kampf gegen die hochansteckende Deltavariante des Coronavirus geschlossen bleiben. Die Einwohner durften sich zudem nicht mehr als fünf Kilometer von ihrer Wohnung entfernen. Am Montag kehrte in der Stadt mit mehr als fünf Millionen Einwohnern wieder ein wenig Normalität ein.

16.30 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Anschlag auf Regierungs-Konvoi im Jemen

Bei einem Autobomben-Anschlag auf einen Konvoi mit Regierungsmitgliedern sind im Jemen mindestens fünf Menschen getötet und elf weitere verletzt worden. Aus jemenitischen Sicherheitskreisen hieß es am Sonntag, in dem Konvoi hätten sich unter anderem der Gouverneur von Aden, Ahmed Lamlas, und der Landwirtschaftsminister Salem al-Socotri befunden. Sie hätten den Anschlag überlebt. Regierungschef Main Abdulmalek Said sprach von einem "Terroranschlag" und forderte eine Untersuchung.

Den Angaben zufolge detonierte die Autobombe in der Al-Mualla-Straße von Aden, als der Konvoi gerade vorbeifuhr. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag, bei dem es sich um den tödlichsten in Aden seit Dezember 2020 handelte.

16.27 Uhr: Über 1100 Migranten auf dem Ärmelkanal aufgegriffen oder gerettet

Britische Schiffe haben binnen zwei Tagen mehr als 1100 Migranten bei dem Versuch gerettet oder aufgegriffen, über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden am Freitag bei 23 Einsätzen insgesamt 624 Migranten aufgegriffen, am Samstag waren es 491 Menschen bei 17 Einsätzen. Im selben Zeitraum hinderten die französischen Behörden nach eigenen Angaben 414 Migranten daran, nach Großbritannien überzusetzen.

16.10 Uhr: Genesis-Konzerte wegen Corona-Fällen verschoben

Das Coronavirus hat die Tournee der britischen Rockband Genesis durcheinandergebracht. Die Gruppe muss nach einem Auftritt im schottischen Glasgow auch die letzten Konzerte der "Last Domino?"-Tour in Großbritannien an diesem Montag, Dienstag und Mittwoch in London verschieben, weil es positive Corona-Tests in der Band gegeben habe. Man arbeite daran, die Auftritte so bald wie möglich nachzuholen, hieß es auch der Website der Band. Es handele sich um eine sehr frustrierende Angelegenheit, aber die Sicherheit von Publikum und Crew gingen vor. Ab Mitte November touren Phil Collins und die weiteren Genesis-Mitglieder dann durch Nordamerika. Wer positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, ließ die Band offen. Fan-Webseiten zufolge soll Sänger Phil Collins nicht darunter sein.

16.05 Uhr: Kreuzfahrtschiff kollidiert in Hamburg mit Kaimauer

In der Hamburger Hafencity ist ein Kreuzfahrtschiff mit der Kaimauer kollidiert. Mögliche Ursache ist eine Fehleinschätzung der Wind- und Strömungsverhältnisse durch die Schiffsführung, wie die Polizei Hamburg mitteilte. Menschen wurden bei dem Unfall am Samstagabend nicht verletzt. An der Kaianlage sowie an einer dort installierten Seezeichenanlage und am Bug des mit insgesamt 465 Menschen besetzten Kreuzfahrtschiffs entstanden demnach zum Teil erhebliche Sachschäden.

Ein durch die zuständige Berufsgenossenschaft verhängtes vorläufiges Auslaufverbot wurde am Sonntagmorgen wieder aufgehoben. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.

16.00 Uhr: Maskenverweigerer sprüht Pfefferspray in Wiesbadener Nachtbus

Nach einem Streit über die Maskenpflicht hat ein Unbekannter in Wiesbaden Pfefferspray in einen Bus gesprüht. In der Nacht zu Samstag sei in einem Fahrzeug der Nachtlinie ein Streit ausgebrochen, weil sich ein junger Mann geweigert habe, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, erklärte die Polizei. Nachdem er des Busses verwiesen worden sei, habe der Mann Pfefferspray aus der Tasche gezogen und in den Fahrgastraum gesprüht. Drei Fahrgäste klagten über Augenreizungen, eine Rettungswagenbesatzung versorgte sie. Der Täter floh zwar, wurde aber später festgenommen.

15.58 Uhr: Europas schwerster Kürbis kommt aus der Toskana

Zuerst holte er den Weltrekord in Italien, nun triumphierte ein Riesenkürbis aus der Toskana bei der Europameisterschaft im schwäbischen Ludwigsburg: Das Schwergewicht aus Bella Italia brachte 1217,5 Kilo auf die Waage, wie der Veranstalter mitteilte. Züchter Stefano Cutrupi aus Radda habe aus familiären Gründen nicht an dem Wettbewerb in Baden-Württemberg teilnehmen können.

15.30 Uhr: Erneut Patient aus Psychiatrie bei Heilbronn geflohen

Erneut ist ein Patient aus der psychiatrischen Klinik in Weinsberg bei Heilbronn geflohen. Die Polizei suchte am Sonntag nach dem 40-Jährigen, wie die Beamten mitteilten. Der Mann war auf einer offenen Station der Einrichtung untergebracht. Am Samstagabend setzte die Polizei bei der Suche in der Region auch einen Hubschrauber ein. Autofahrer in der Gegend sollten keine Anhalter mitnehmen, hieß es.

Bereits vor rund zweieinhalb Wochen waren vier Männer aus einer geschlossenen Station der Klinik ausgebrochen. Die Männer, darunter drei rechtskräftig verurteilte Straftäter, gelten als gefährlich. Ein Mann wurde einen Tag nach der Flucht festgenommen, nach den übrigen Männern wird weiter gesucht. Einen Zusammenhang mit der Flucht des 40-Jährigen gebe es nicht, teilte eine Polizeisprecherin mit.

14.30 Uhr: Tschechiens Präsident Zeman auf Intensivstation

Der ins Krankenhaus eingelieferte tschechische Präsident Milos Zeman befindet sich auf der Intensivstation. Das sagte Zemans Leibarzt Miroslav Zavoral vor Journalisten in Prag. Angaben zur Diagnose könne er noch nicht machen. "Im Moment liegt der Patient auf einer Intensivstation der Prager Militär-Universitätsklinik", sagte Zavoral. Über den Gesundheitszustand des 77-jährigen Staatschefs war zuvor bereits spekuliert worden. Offiziell ist nur wenig bekannt, tschechische Medien berichten von ernsthaften Leberproblemen.

12.26 Uhr: Behörden gelingt Schlag gegen europaweite Internetkriminalität

Ermittlern in Braunschweig und Rostock ist mit internationaler Hilfe ein Schlag gegen betrügerische Anlage im Internet gelungen. In Zusammenarbeit mit ausländischen Spezialkräften und der EU-Polizeibehörde Europol wurden am Mittwoch mehrere Objekte in Bulgarien, den Niederlande, der Ukraine und Zypern durchsucht, wie die Polizeidirektion Braunschweig und das Polizeipräsidium Rostock am Sonntag mitteilten. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.

Seit fast zwei Jahren führen die Staatsanwaltschaften Göttingen und Rostock gemeinsam mit den Polizeibehörden Ermittlungsverfahren gegen mehrere Beschuldigte wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs. Die Beschuldigten sollen über verschiedene Internetplattformen vermeintliche Geschäfte mit Finanztransaktionen im Bereich sogenannter Differenzkontrakte angeboten haben. Dabei konnte allein in Deutschland ein Vermögensschaden von bislang etwa 15 Millionen Euro nachgewiesen werden. Nach ersten Schätzungen dürfte sich der durch die Tätergruppierung verursachte Gesamtschaden demnach jedoch auf mindestens 500 Millionen Euro belaufen.

12.01 Uhr: 16 Tote bei Flugzeugabsturz in Russland

Bei einem Flugzeugunglück in Russland sind nach Behördenangaben 16 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine mit zivile Fallschirmspringern an Bord sei am Sonntag in der Republik Tatarstan abgestürzt, teilte das russische Katastrophenschutzministerium mit. Sechs Passagiere seien lebend aus dem Wrack gerettet worden. In einer ersten Stellungnahme hatte das Ministerium von 15 Toten und insgesamt 23 Insassen gesprochen. 

Das Flugzeug vom Typ L-410 zerbrach bei dem Absturz in zwei Teile, wie auf Fotos zu sehen war, die vom Katastrophenschutzministerium veröffentlicht wurden. Das Flugzeug gehörte einem Medienbericht zufolge der paramilitärischen Freiwilligenorganisation Dosaaf.

Nach mehreren tödlichen Flugzeugunfällen in den vergangenen Jahren hat sich die Sicherheit im russischen Luftverkehr inzwischen verbessert. Dennoch kommt es vor allem in Gebieten, in denen Flugzeuge und Hubschrauber ein gängiges Mittel sind, um abgelegene Ortschaften zu erreichen, wegen mangelhafter Flugzeugwartung und laxer Sicherheitsstandards immer wieder zu Flugzeugunglücken.

11.28 Uhr: Toter am Alexanderplatz: Verdächtiger in U-Haft

Im Fall des toten Mannes vom Alexanderplatz ist der festgenommene Tatverdächtige in Untersuchungshaft gekommen. Der 22-Jährige wurde am Samstag einem Haftrichter vorgestellt, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Berlin am Sonntag mit. "Wegen des dringenden Tatverdachts wurde U-Haft angeordnet". Der Mann sei inzwischen in Haft. Weitere Einzelheiten nannten Staatsanwaltschaft und Polizei nicht.

Mitarbeiter der Stadtreinigung hatten die Leiche am Freitagmorgen entdeckt. Der 27-jährige wurde laut Polizei auf dem Areal zwischen Treppen und Wasserspielen gefunden. Seine Verletzungen deuteten auf ein Tötungsdelikt hin. Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf.

10.36 Uhr: Jugendlicher mischt auf Party Ecstasy in Getränke

Nach dem Konsum von mit Ecstasy versetzten Mixgetränken mussten in Niedersachsen zehn Kinder zwischen 13 und 16 Jahren medizinisch behandelt werden. Sechs kamen in Krankenhäuser, zwei 13 und 14 Jahre alte Mädchen wurden auf Intensivstationen aufgenommen, wie die Polizei Lüneburg am Sonntag mitteilte. Ein 16-Jähriger hatte am Freitag auf einer Geburtstagsparty in Lüchow offenbar die Droge Getränke gemischt.

Bis zu 25 Kinder und Jugendliche hatten sich zu der Feier an einem Sportplatz getroffen. Zehn davon tranken offenbar von dem Mixgetränk. In der Folge waren nach Polizeiangaben mehrere Jugendliche und Kinder desorientiert und erbrachen sich. Einsatzkräfte kümmerten sich um die teilweise stark schwankenden Jugendlichen. Bei den Kindern wurden Atemalkoholwerte zwischen 0,1 und 1,4 Promille gemessen. Die Ermittlungen auch wegen eines weiteren Drogenkonsums dauern an. Gegen den 16-Jährigen wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

10.28 Uhr: Australische Polizei ermittelt nach Fund 14 toter Kängurus

Nach dem Fund von 14 toten Kängurus im australischen Bundesstaat New South Wales ermittelt die Polizei. Ersten Untersuchungen zufolge könnten die Tiere vorsätzlich getötet worden sein, wie die Beamten mitteilten. Sie hatten wegen eines mutmaßlichen Akts der Grausamkeit gegenüber Tieren Ermittlungen eingeleitet.

Zunächst hätten Polizisten am Samstag in der Gegend von Long Beach etwa 270 Kilometer südlich von Sydney fünf tote erwachsene Kängurus und ein totes Junges gefunden. Später seien in der nahe gelegenen Gegend von Maloneys Beach sieben weitere tote Tiere sowie ein totes Kängurujunges entdeckt worden, hieß es. Die Beamten befragten demnach Zeugen und werteten Aufnahmen von Überwachungskameras in der Gegend aus. In Australien stehen einheimische Tiere - also solche, die dort auch vor der Besiedlung des Menschen schon vorkamen - unter besonderem Schutz.

9.29 Uhr: Mann stirbt nach Unfall mit Jetski auf dem Rhein

Ein 60-jähriger Mann ist bei einem Jetski-Unfall auf dem Rhein in Baden-Württemberg ums Leben gekommen. Der Mann befuhr mit seinem Jetski am Samstag den Fluss im Landkreis Rastatt, als er aus bisher ungeklärter Ursache ins Wasser fiel, wie die Polizei in Göppingen am Sonntag mitteilte.

Da der Verunglückte mit einer Fußleine mit dem Wasserfahrzeug verbunden war, wurde er von dem nun herrenlosen Jetski hinterhergezogen. Auf der französischen Seite des Rheins gelang es zwei Anglern, den Jetski zu sichern und den bewusstlosen Fahrer aus dem Wasser zu ziehen. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, wo er aber seinen Verletzungen erlag.

8.46 Uhr: Kanzlerin Merkel trifft Israels Ministerpräsidenten

Zum Auftakt ihres letzten Israel-Besuchs als Regierungschefin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag politische Gespräche in Jerusalem aufgenommen. Am Morgen traf sie Ministerpräsident Naftali Bennett, wie ein Sprecher mitteilte.

Nach dem Treffen mit Bennett will die Kanzlerin Gespräche mit Präsident Izchak Herzog und Außenminister Jair Lapid führen – das erste Mal seit Amtsantritt von Präsident und Regierung in Jerusalem im Sommer. Merkel wird zudem mit dem israelischen Kabinett zusammenkommen.

Am Nachmittag will die Kanzlerin in Anwesenheit von Bennett einen Kranz in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem niederlegen. Bei einer Zeremonie in Jerusalem soll Merkel die Ehrendoktorwürde des Technion-Israel Institute of Technology aus Haifa verliehen werden. Am Abend ist ein gemeinsames Treffen von Merkel und Bennett mit Unternehmensvertretern geplant. Am Montag reist die Kanzler zurück.

8.42 Uhr: Umfrage: Mehrheit wünscht sich zweite Amtszeit für Steinmeier

Eine Mehrheit der Bundesbürger plädiert laut einer Umfrage für eine Wiederwahl von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. 55 Prozent der Deutschen befürworteten einen Verbleib des früheren Außenministers im höchsten Staatsamt, hieß es in einer von der "Welt am Sonntag" veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov. Befragt wurden zwischen dem 5. und 7. Oktober 2095 Deutsche per Online-Interviews. 

Den größten Zuspruch bekam Steinmeier demnach von den über 55-Jährigen. Neun Prozent der Umfrageteilnehmer sprachen sich den Angaben zufolge für die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt als Präsidentin aus. Nach der früheren Bundestagsvizepräsidenten wurde als einziger neben Steinmeier konkret gefragt, weil sie für das Amt gehandelt wird. 37 Prozent der Befragten machten keine Angaben

Angesichts der Sondierungen zur Bildung einer Koalition von SPD, Grünen und FDP sprach sich fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) grundsätzlich dagegen aus, das Amt des Bundespräsidenten zum "Teil der Verhandlungsmasse bei Sondierungs- und Koalitionsgesprächen" zu machen.

6.50 Uhr: Parlamentswahl im Irak hat begonnen

Unter einem Großaufgebot an Sicherheitskräften hat im Irak die Parlamentswahl begonnen. Nach Angaben der irakischen Militärführung sind am Sonntag mehr als 250 000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Sie sollen verhindern, dass es zu Zwischenfällen kommt. Insgesamt sind rund 25 Millionen Menschen aufgerufen, die 329 Abgeordneten im Parlament zu bestimmen. Ein Viertel aller Sitze ist für Frauen reserviert. Erste Ergebnisse sollen am Montag vorliegen.

Der ölreiche Irak steckt in einer politischen und wirtschaftlichen Krise. Ministerpräsident Mustafa al-Kasimi hatte die Abstimmung nach Massenprotesten um mehrere Monate vorgezogen. Die Demonstrationen waren im Oktober 2019 ausgebrochen. Sie richteten sich unter anderem gegen die grassierende Korruption und die schlechte Infrastruktur.

5.27 Uhr: Auto durchbricht Flughafenzaun

Ein Auto hat am Flughafen Weeze am Niederrhein einen Zaun in der Nähe der Rollbahn durchbrochen, so dass eine Passagiermaschine ihren Landeanflug abbrechen musste. Die Polizei rückte mit etlichen Einsatzkräften und Fahrzeugen aus, da sie einen Anschlag nicht ausschließen konnte.

Doch der Grund für den Vorfall war ein medizinischer, wie die Polizei Kleve am frühen Sonntagmorgen mitteilte: Ein 59-jähriger Autofahrer hatte am Samstagabend während seiner Fahrt am Airport einen Notfall erlitten, weshalb er mit seinem Wagen von der Straße abkam und den Sicherheitszaun des Regionalflughafens durchbrach. Bei dem Fahrer wurde neben der medizinischen Notlage auch Alkohol im Blut festgestellt. Er kam in ärztliche Behandlung und muss nun mit einem Strafverfahren rechnen.

4.55 Uhr: Bund der Steuerzahler kritisiert Erweiterungsbau für Bundestag

Vor dem Hintergrund des erneut gewachsenen Bundestags hat der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, den Bau eines neuen Parlamentsgebäudes kritisiert. Der 70 Millionen Euro teure Bau des Bürogebäudes "Luisenblock West" zeige, "welche Konsequenzen das verkorkste Wahlrecht für die Steuerzahler hat", sagte Holznagel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Sonntag. Das Gebäude aus vorgefertigten Holzmodulen soll im Dezember fertiggestellt werden.

"Mit einem vernünftigen Wahlrecht und einem Bundestag mit einer Sollgröße von 598 oder weniger Abgeordneten wäre dieser Neubau gar nicht nötig gewesen", sagte Holznagel den Zeitungen weiter. Der neue "XXL-Bundestag" sorge dafür, dass das Regierungsviertel zur "XXL-Dauerbaustelle" werde. Hintergrund seiner Kritik ist eine Berechnung des Steuerzahlerbunds, wonach der künftige Bundestag mit 735 Abgeordneten in der kommenden Wahlperiode 410 Millionen Euro mehr kosten soll als ein Parlament mit der gesetzlichen Normgröße von 598 Sitzen. Berücksichtigt wurden dabei dem Bericht zufolge nur die aktiven mandatsbezogenen Kosten. 

3.14 Uhr: Nonne nach jahrelanger Entführung in Mali freigelassen

Eine Nonne ist mehr als vier Jahre nach ihrer Entführung durch Islamisten in Mali freigelassen worden. Das Präsidialamt von Mali lobte am Samstag "den Mut und die Tapferkeit der Schwester" Gloria Cecilia Narváez und erklärte, diese Freilassung sei "der Höhepunkt von vier Jahren und acht Monaten gemeinsamer Bemühungen mehrerer Geheimdienste".

Auf einer im Staatsfernsehen gezeigten Aufnahme sagte die aus Kolumbien stammende Nonne: "Ich bin sehr glücklich, ich bin fünf Jahre lang gesund geblieben, Gott sei Dank". Die Entführer sollen der dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehenden Gruppe GSIM angehören. Narváez wurde zeitweise zusammen mit anderen Geiseln aus Europa festgehalten. Dazu gehörte die 2020 nach fast vierjähriger Gefangenschaft freigelassene Französin Sophie Pétronin.

21.23 Uhr: Schwere Ausschreitungen bei Corona-Demos in Rom

Bei Protesten gegen die Corona-Politik der italienischen Regierung ist es in Rom zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mehrere Tausend Demonstranten zogen am Samstag durch die Straßen der Hauptstadt und gerieten immer wieder mit der Polizei aneinander. Es kam es zu heftigen Zusammenstößen, die Ordnungskräfte setzten Schlagstöcke, Pfefferspray und Wasserwerfer ein. Die Demonstranten versuchten, Absperrungen zu durchbrechen und warfen ihrerseits mit Stühlen und Knallbomben, wie auf Videos zu sehen war.

Am frühen Abend stürmten die Protestierenden den Sitz der größten italienischen Gewerkschaft CGIL. Amateuraufnahmen zeigten, wie sie die Wachleute und Polizisten mit Stöcken und Fahnenstangen attackierten und dann durch die Tür in das Gebäude vordrangen. Die Politik war geschockt. Ministerpräsident Mario Draghi verurteilte die Gewalt auf den Straßen und unterstrich, dass Gewerkschaften Garanten der Demokratie und Rechte der Arbeiter seien und dass jeder Versuch der Einschüchterung hart zu ahnden sei.

20.45 Uhr: Künstler stirbt bei Aufführung im berühmten Bolschoi Theater

Bei einer Vorstellung am weltberühmten Bolschoi Theater in Moskau ist am Samstagabend ein Darsteller von einem Teil der Bühnendekoration erdrückt worden. Der 37-Jährige sei bei einem Wechsel des Bühnenbilds tödlich verunglückt, bestätigte die Pressestelle des Theaters Schilderungen von Zuschauern in sozialen Netzwerken. Ermittler seien im Theater im Einsatz, um den genauen Hergang des Unfalls zu untersuchen, teilten die Behörden in der russischen Hauptstadt mit. Die Aufführung der russischen Volksoper "Sadko" von Nikolai Rimski-Korsakow wurde sofort unterbrochen, und die Zuschauer wurden gebeten, den Saal zu verlassen, hieß es. Dann sei die Vorstellung ganz abgesagt worden.

20.07 Uhr: Babis-Partei verliert Parlamentswahl in Tschechien

Die populistische Partei ANO von Ministerpräsident Andrej Babis hat die Parlamentswahl in Tschechien laut vorläufigem Ergebnis knapp verloren. Wie die Wahlkommission nach Auszählung von mehr als 99,9 Prozent der Stimmzettel am Abend mitteilte, kam das konservative Oppositionsbündnis Zusammen auf 27,78 Prozent der Stimmen, Babis' ANO dagegen auf 27,14 Prozent. Zwischenzeitlich hatte die ANO vorne gelegen, nach Auszählung der Wahllokale in den Großstädten überholte schließlich das Bündnis Zusammen die Regierungspartei. 

18.34 Uhr: Taliban treffen US-Delegation in Doha

Vertreter der militant-islamistischen Taliban sind am Samstag in der katarischen Hauptstadt Doha zu Gesprächen mit US-Delegierten zusammengekommen. Die Taliban haben bei dem Treffen die Freigabe eingefrorener afghanischer Währungsreserven ersucht, wie Taliban-Außenminister Amir Chan Motaki nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur Bakhtar sagte. Nach der Machtübernahme der Islamisten hatten die US-Regierung und die Notenbank Medienberichten zufolge den Großteil von Afghanistans Währungsreserven eingefroren. Die Taliban haben auf die im Ausland gehaltenen Währungsreserven von rund neun Milliarden US-Dollar vorerst keinen Zugriff. Bei den Gesprächen in Doha baten die Taliban den Angaben nach zudem um humanitäre Hilfe für Afghanistan.

17.18 Uhr: Umfrage: Deutsche Unis kehren nur langsam zu Präsenzbetrieb zurück

An den meisten Universitäten in Deutschland werden auch im nun beginnenden Wintersemester viele Vorlesungen nicht in Präsenz stattfinden. Das ergab eine Umfrage der "Welt am Sonntag" bei allen 120 Universitäten, von denen 81 antworteten. Vollständige Präsenzveranstaltungen streben demnach nur 15 Prozent der Hochschulen an, die auf Anfrage Auskunft darüber gaben. Elf Prozent wollen demnach lediglich zu maximal der Hälfte der Lehrveranstaltungen wieder Studierende zulassen. Zwei Drittel der Unis streben einen höheren Anteil an, jede dritte davon immerhin 80 bis 90 Prozent.

Künftig würden die Universitäten grundsätzlich vermehrt digital unterrichten, sagte Peter-André Alt, der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) der Zeitung. Alt forderte eine "Digitalisierungspauschale", um die Hochschulen dafür besser auszustatten. Insbesondere die Überprüfung der 3G-Regel, die nach aktuellem Stand an den Universitäten gilt, bereitet ihnen dem Bericht zufolge großen Aufwand. Manche Hochschulen setzen hierfür auf technische Lösungen wie Apps, andere auf kleine Aufkleber auf dem Studierendenausweis. Bei der Kontrolle komme auch externes Sicherheitspersonal zum Einsatz. Alleine an der Leibniz Universität Hannover koste dies 50.000 Euro pro Woche, berichtete die "Welt am Sonntag".

17.10 Uhr: Altmaier und Kramp-Karrenbauer verzichten auf Bundestagsmandate

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (beide CDU) verzichten auf ihre Bundestagsmandate. Das teilte der saarländische Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Tobias Hans in Saarbrücken mit. Die beiden Minister machen damit den Weg frei für Nadine Schön und Markus Uhl, die dann als Nachrücker von der CDU-Landesliste in den Bundestag kommen.

17.03 Uhr: Teilergebnisse: Babis stärkste Kraft bei Parlamentswahl in Tschechien

Bei der Parlamentswahl in Tschechien hat die populistische Partei ANO von Ministerpräsident Andrej Babis Teilergebnissen zufolge die meisten Stimmen erhalten, eine Parlamentsmehrheit aber verpasst. Wie die Wahlkommission nach Auszählung von rund 80 Prozent der Stimmzettel mitteilte, kam die ANO auf 28,40 Prozent der Stimmen und damit 75 Sitze im 200-köpfigen Parlament. Die Kommunisten verpassten demnach den Einzug ins Parlament. 

16.45 Uhr: La Palma: Neuer Lavastrom richtet weitere Zerstörungen an

Auf der Vulkaninsel La Palma hat sich ein neuer Lavastrom gebildet und weitere Zerstörungen angerichtet. Die rund 1000 Grad heiße Masse sei ausgetreten, nachdem die Nordflanke des Vulkankegels in der Cumbre Vieja eingestürzt sei, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE. Da die betroffene Region schon zuvor evakuiert worden sei, habe niemand zusätzlich in Sicherheit gebracht werden müssen. Der Vulkan schleuderte eine Aschewolke bis in eine Höhe von dreieinhalb Kilometern. Immer wieder erschüttern auch kleine bis mittlere Erdbeben den Süden der Insel, das heftigste Beben hatte eine Stärke von 4,1.

16.13 Uhr: Fluggastzahl in Deutschland bei Hälfte des Vorkrisen-Niveaus

Auf den deutschen Flughäfen werden zurzeit etwa halb so viele Passagiere abgefertigt wie vor der Corona-Pandemie. In der 39. Kalenderwoche (27. September bis 3. Oktober) wurden rund 2,7 Millionen Fluggäste gezählt, wie der Flughafenverband ADV in Berlin mitteilte. Das waren 51,6 Prozent weniger als in der entsprechenden Woche 2019, aber 158,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im Vergleich zur Vorwoche seien fast 100 000 zusätzliche Passagiere gekommen, stellte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel heraus. "Die Erwartungen bestätigen sich und machen Mut auf ein Oktoberhoch in der Nachfrageentwicklung." Das Wachstum konzentriere sich auf typische Businessziele und Flughäfen an Orten, an denen die Herbstferien bereits begonnen hätten.

15.48 Uhr: Staatliche Stromversorgung im Libanon zusammengebrochen

Im Libanon ist die Stromversorgung durch den staatlichen Anbieter komplett zusammengebrochen. Die beiden größten noch laufenden Kraftwerke hätten am Freitag beziehungsweise Samstag wegen Treibstoffmangels den Betrieb eingestellt, teilte die staatliche Strombehörde EDL mit. Das Stromnetz sei zusammengebrochen und könne derzeit nicht wiederhergestellt werden. Der Ausfall werde voraussichtlich mehrere Tage dauern, sagte ein Regierungsvertreter der Deutschen Presse-Agentur.

15.40 Uhr: Grüne Jugend hat neue Doppelspitze

Sarah-Lee Heinrich und Timon Dzienus sind neue Bundessprecher der Grünen Jugend. Die mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Bundeskongress der Grünen-Nachwuchsorganisation in Erfurt wählten die 20-jährige Sozialwissenschafts-Studentin Heinrich mit 93,84 Prozent der Stimmen. Heinrich hatte keine Gegenkandidaten. Der 25-jährige Politikwissenschafts-Student Dzienus, der sich gegen zwei andere Kandidaten durchsetzte, erhielt 62,09 Prozent der Stimmen.

15.28 Uhr: Frankreichs Ex-Premier Philippe gründet eigene konservative Partei

Frankreichs ehemaliger Premierminister Edouard Philippe hat die zersplitterte französische Parteienlandschaft um eine weitere Gruppierung bereichert. Mit seiner Partei Horizons wolle er sich "an der Schaffung eines neuen politischen Angebots beteiligen", sagte der Bürgermeister von Le Havre in seiner Stadt. Gleichzeitig wolle er die Unterstützung für Präsident Emmanuel Macron in der konservativen Wählerschaft erweitern. Den Namen "Horizons" habe er gewählt, weil "man weit vorausschauen muss", sagte Philippe. Sein Ziel sei die Wiederwahl Macrons im kommenden Jahr, betonte er.

14.21 Uhr: Griechenland lockert Corona-Maßnahmen – Fachleute zweifeln

In Griechenland gibt es von diesem Samstag an zahlreiche Lockerungen für Geimpfte und Genesene. Bars, Restaurants und Cafés, aber auch andere geschlossene Räumlichkeiten wie Fitness-Studios und Kinos dürfen künftig die Höchstgrenze an Gästen zulassen. Voraussetzung ist, dass die Besucher geimpft oder nachweislich in den vergangenen sechs Monaten von einer Corona-Infektion genesen sind. Abstandsregeln und Maskenpflicht fallen dann in diesen Bereichen weg. Die Lockerungen sollen zunächst für 15 Tage gelten, dann werde der Schritt neu bewertet, berichteten griechische Medien.

Manche griechische Wissenschaftler meldeten dennoch Bedenken an. "Ich glaube, dass wir die falsche Botschaft vermitteln", sagte Giorgos Boulbasakos, Direktor einer Athener Lungenklinik, dem Fernsehsender Mega. Er forderte unter anderem eine Impfpflicht für Mitarbeiter in der Gastronomie. In Griechenland gibt es bereits eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitssektor.

14.03 Uhr: Herbstferien führen zeitweise zu Schlangen am Hamburger Flughafen

Am Hamburger Flughafen hat es am Samstagmorgen zeitweise Schlangen beim Check-In gegeben. Einer Sprecherin des Flughafens zufolge balle sich die Zahl der Flugreisenden in den Herbstferien zeitweise am frühen Morgen und am Wochenende in wenigen Stunden. Dies löse sich jedoch anschließend schnell wieder auf. Mit Passagierzahlen von ungefähr 30.000 Menschen pro Tag erlebe der Flughafen an den Herbstferien-Wochenenden den stärksten Andrang seit Beginn der Pandemie.

13.13 Uhr: Nach goldenem Oktoberwochenende wird es ungemütlich

Bevor es kommende Woche in Deutschland ungemütlich wird, präsentiert sich der Herbst am Sonntag vielerorts noch einmal von seiner besten Seite. Zumindest in der ersten Tageshälfte scheint die Sonne bei Höchsttemperaturen von 10 bis 17 Grad, wie die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mitteilten. Nachmittags zeigen sich demnach Wolkenfelder, die vor allem in der Nordwesthälfte dichter werden. Für den späten Sonntagabend erwarten die Meteorologen Schauer entlang der Nordsee. Mit Regen und Schauern dürfte die Woche am Montag starten. Vor allem von der Mitte bis in den Osten regnet es zunächst, später auch im Süden. Die Temperaturen liegen demzufolge maximal zwischen 11 und 16 Grad.

13.05 Uhr: SPD in Sachsen wird erstmals von Doppelspitze geführt

Die Sachsen-SPD wird erstmals von einer Doppelspitze geführt. Auf einem Parteitag in Neukieritzsch bei Leipzig wählten die Delegierten die Bundestagsabgeordnete Kathrin Michel und den Generalsekretär Henning Homann als neues Führungsduo. Sie folgen auf Martin Dulig, der sich nach zwölf Jahren an der Parteispitze zurückgezogen hatte. Auch der gesamte Landesvorstand sollte am Samstag neu gewählt werden. Michel erhielt 93 Prozent Zustimmung, ihr Co-Vorsitzender Homann wurde mit 90 Prozent gewählt. 132 Delegierte hatten ihren Stimmen abgegeben. Weitere Kandidaten gab es nicht.

11.55 Uhr: Studie: Depressionen und Panikattacken weltweit gestiegen

Die Fälle von Depressionen und Panikattacken sind im ersten Jahr der Corona-Pandemie einer Studie zufolge weltweit um mehr als ein Viertel angestiegen. Die in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichte Studie schätzte, dass vergangenes Jahr weltweit 52 Millionen Menschen mehr an einer schweren depressiven Störung litten, als es ohne Pandemie der Fall gewesen wäre. Die Zahl der unter Angstzuständen leidenden Menschen lag demnach um 76 Millionen höher.

Wäre die Pandemie nicht aufgetreten, hätten die Forscher weltweit mit 193 Millionen Fällen von Depression gerechnet. Tatsächlich wurden im vergangenen Jahr 246 Millionen Fälle beobachtet. Bei den Angstzuständen sagten die Modelle 298 Millionen Fälle weltweit ohne Covid-19 voraus, während die tatsächliche Zahl der Fälle im vergangenen Jahr 374 Millionen betrug. Der relative Anstieg der beiden Erkrankungen betrug demnach 28 beziehungsweise 26 Prozent. 

11.45 Uhr: Irans Ex-Präsident Banisadr im französischen Exil gestorben

Der frühere iranische Präsident Abdulhassan Banisadr ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 88 Jahren "nach langer Krankheit" in einer Klinik in Paris, wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld des Ex-Staatschefs meldete. Banisadr, der nach der Islamischen Revolution zum ersten Präsidenten der Islamischen Republik gewählt worden war, lebte seit seinem Sturz im Jahr 1981 im französischen Exil.

11.19 Uhr: Attacke auf ehemaligen israelischen Soldaten in Berlin

Unbekannte haben einen ehemaligen israelischen Soldaten in Berlin mit Reizgas angegriffen. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, trug der 29-Jährige bei dem Vorfall am Freitagabend einen Pullover mit dem Zeichen der israelischen Verteidigungsstreitkräfte. Vor einem S-Bahnhof im Osten der Stadt wurde er der Polizei zufolge auf seinen Glauben angesprochen, sofort mit Reizgas im Gesicht attackiert und zu Boden gestoßen. Er konnte den Angaben zufolge nicht feststellen, ob es sich um einen Einzeltäter oder mehrere Menschen handelte, die anschließend flüchteten. Der Mann wurde von den Rettungskräften ambulant versorgt. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen des judenfeindlichen Hintergrunds.

10.37 Uhr: Massenvergiftung mit Alkohol in Russland – 26 Tote

Nach der Massenvergiftung von Menschen mit gepanschtem Alkohol im Süden Russlands ist die Zahl der Todesopfer auf 26 gestiegen. Es seien weitere Menschen im Krankenhaus an den Folgen der am 7. Oktober bekannt gewordenen massenhaften Vergiftung gestorben, teilten die Behörden der betroffenen Regionen Orenburg mit. Orenburg liegt rund 1200 Kilometer südöstlich der russischen Hauptstadt Moskau an der Grenze zu der zentralasiatischen Republik Kasachstan. Die Zahl der Überlebenden liege bei 28, hieß es. Seit Tagen werden immer höhere Opferzahlen gemeldet.

10.29 Uhr: Mehr als hundert Tote bei Bootsunglück im Kongo befürchtet

Bei einem Bootsunglück in der Demokratischen Republik Kongo sind vermutlich mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. Bis Freitagabend seien 51 Leichen geborgen worden, knapp 70 Insassen würden noch vermisst, sagte ein Sprecher des Gouverneurs der nordwestlichen Provinz Mongala der Nachrichtenagentur AFP. Dabei handle es sich um Schätzungen, da es keine Passagierliste gebe. 39 Menschen hätten das Unglück in der Nacht zum Dienstag überlebt.

Das Boot setzte sich nach Angaben des Sprechers in Wirklichkeit aus neun miteinander verbundenen motorisierten Pirogen zusammen. Diese seien vermutlich überladen gewesen und bei schlechtem Wetter auf dem Kongo gekentert. Die Suche nach Überlebenden gehe weiter, doch schwinde mit jedem weiteren Tag die Hoffnung, fügte er hinzu. Ab Montag gelte in der Provinz eine dreitägige Trauer.

9.18 Uhr: Chinas Präsident pocht auf Wiedervereinigung mit Taiwan

In den verschärften Spannungen um Taiwan hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zu einer "Wiedervereinigung" aufgerufen. Eine Vereinigung mit "friedlichen Mitteln" diene am besten den Interessen der gesamten chinesischen Nation, sagte der Präsident bei einer Feier in der Großen Halle des Volkes. Anlass war der 110. Jahrestag der Revolution von 1911, auf die sich sowohl die heutige kommunistische Volksrepublik als auch die damals gegründete und auf Taiwan weiter existierende Republik China berufen.

Ohne die USA zu nennen, die sich der Verteidigungsfähigkeit Taiwans verpflichtet haben und Waffen liefern, warnte der Präsident vor ausländischer Einmischung: "Die Taiwanfrage ist eine rein interne Angelegenheit Chinas." Seine Mahnung und der Appell an die 23 Millionen Taiwaner erfolgt vor dem Hintergrund einer Verschärfung des Konflikts, indem China seit Wochen den militärischen Druck erhöht. Peking ist auch verärgert, dass die USA ihre Beziehungen zum freiheitlichen Taiwan auf eine höhere Ebene gehoben haben.

5.53 Uhr: Abtreibungsgesetz in Texas wieder in Kraft

Ein Berufungsgericht in Texas hat das extrem strenge Abtreibungsgesetz des Bundesstaats vorübergehend wieder in Kraft gesetzt. Das Gericht gab damit einem Antrag des Bundesstaats Texas am Freitagabend statt. Erst am Mittwoch hatte ein Richter in Texas das Gesetz vorübergehend gestoppt und damit einer Klage der Regierung von US-Präsident Joe Biden stattgegeben –Texas hatte gegen diese Entscheidung sofort Berufung eingelegt.

5.14 Uhr: Nach Pandora Papers: Ermittlungen gegen Chiles Präsidenten

Der chilenische Generalstaatsanwalt Jorge Abbott hat nach den Veröffentlichungen aus den "Pandora Papers" Ermittlungen gegen Präsident Sebastián Piñera angeordnet. Piñera werden Korruption und Steuervergehen im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf der Mine "Minera Dominga" im Norden Chiles vorgeworfen, wie aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Freitag (Ortszeit) hervorgeht.

Ein internationales Journalistenkonsortium hatte am Sonntag geheim gehaltene Geschäfte Hunderter Milliardäre, Politiker, Religionsführer und Drogenhändler veröffentlicht. Darunter befanden sich auch drei lateinamerikanische Präsidenten. 

5 Uhr: Experte: Deutsche Ostseefischerei in größter Krise seit der Wende

Kurz vor der Festlegung künftiger Fangmengen durch die EU-Länder zeichnet das Thünen-Institut für Ostseefischerei ein düsteres Bild. "Die deutsche Küstenfischerei an der Ostsee ist ganz sicher in der größten Krise seit der Wiedervereinigung", sagte Institutsleiter Christopher Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur. "Wir können noch gar nicht absehen, was das bewirkt." Es habe immer Schwankungen bei den Fischbeständen gegeben. Jetzt seien aber die Bestände der beiden Brotfische der deutschen Ostseefischerei – Dorsch und Hering der westlichen Ostsee – gleichzeitig in schlechtem Zustand.

5 Uhr: Bergsteiger ohne Beine erklimmt Achttausender

Der beinamputierte Abenteurer Rustam Nabijew hat es geschafft, den achthöchsten Berg der Welt im Himalaya zu erklimmen. Das bestätigten die Firma, die seine Expedition organisiert hatte, und ein Mitarbeiter der nepalesischen Behörde, die Zertifikate für erfolgreiche Besteigungen ausstellt, der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe noch nie jemanden mit einer so schweren Behinderung gesehen, der einen solchen Berg bestiegen hat", sagte der Behördenmitarbeiter Jay Ram Upreti. "Seine Leistung ist einfach außergewöhnlich." Es sei schon für eine physisch fitte Person schwer, den Berg zu besteigen. Nabijew habe am 2. Oktober oben auf der Spitze des 8163 Meter hohen Mount Manaslu gestanden.

Nabijew war laut seinem Bergführer Mingma G früher Soldat und hatte seine Beine bei einem Zusammenbruch einer Baracke in Sibirien vor sechs Jahren verloren. "Ich habe eine neue Seite in der Geschichte des modernen Bergsteigens aufgeschlagen", schrieb Nabijew auf Instagram. Er sei der erste Mensch auf der Welt, der einen Achttausender nur mit den Händen bestiegen habe. Nur bei einigen schwierigen Stellen habe er Hilfe gebraucht. Ob er der Erste war, der dies geschafft hat, konnten weder der Bergführer noch der Behördenmitarbeiter bestätigen.

4.30 Uhr: Tesla-Chef Elon Musk lädt zum Tag der offenen Tür in Grünheide

Tausende Besucher werden zum Tag der offenen Tür auf der Baustelle der ersten europäischen Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla bei Berlin erwartet. Konzernchef Elon Musk präsentiert sich in Grünheide am Samstag seinen Fans. Er hat sein Kommen zugesagt und landete am Freitag bereits auf dem Hauptstadtflughafen BER.

Die Besucher können auf dem dem "Jahrmarkt" (County Fair) von Tesla zum Beispiel eine Tour über die Baustelle machen. Schon von weitem ist ein Riesenrad auf dem Gelände zu sehen. Die Polizei rechnet mit Verkehrsbeeinträchtigungen auf der Autobahn 10 und am Gelände. Das Unternehmen rief Gäste auf, möglichst per Bahn zu kommen. Für die Teilnahme sind reservierte Tickets nötig, an denen es ein großes Interesse gab.

4.12 Uhr: RKI: 8854 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bei 64,4. Das ist ein leichter Anstieg, am Vortag lag diese bei 63,8, vor einer Woche ebenfalls bei 64,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8854 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.56 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8517 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 65 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 66 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 302 661 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Hospitalisierungsrate liegt derzeit laut RKI bei 1,67. Das entspricht in etwa dem Wert der Vorwoche. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

3.41 Uhr: Klingelstreich löst Massenschlägerei aus

Am Freitatabend kam es in einem Dorf bei Sinsheim in Baden-Württemberg zu einer Massenschlägerei. Auslöser war vermutlich ein harmloser Klingelstreich. In einem Mehrfamilienhaus in Steinsfurt im Rhein-Neckar-Kreis schwelt nach Polizeiangaben seit geraumer Zeit ein Streit zwischen Nachbarn – am Freitagabend artete dieser Streit dann in die Schlägerei aus. Etwa 20 Menschen waren an der Auseinandersetzung beteiligt, die sich vom Haus auf die Straße verlagerte. Andere Anwohner riefen deshalb die Polizei, die mit starkem Aufgebot anrückte. Fünf Menschen wurden so schwer verletzt, dass sie in Krankenhäusern behandelt werden mussten, wie die Polizei in der Nacht zu Samstag mitteilte.

3.05 Uhr: Mehr als 600.000 Tote in Brasilien

Brasilien ist von der Corona-Pandemie stark gebeutelt. Das Land hat jetzt die Marke von 600.000 Corona-Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie sind 600.425 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília am Freitagabend (Ortszeit) hervorgeht. Nur in den USA wurden bislang mehr Tote als in Brasilien registriert. Am Tag kommen in Brasilien derzeit rund 500 Tote dazu. Seit Juni, als das Land insgesamt eine halbe Million Corona-Tote zählte, ist die tägliche Opferzahl auch wegen des Impf-Fortschritts zurückgegangen. Seit Beginn der landesweiten Impfkampagne im Januar sind nun fast 242 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Über 45 Prozent der erwachsenen Brasilianer sind vollständig geimpft.

2.33 Uhr: Erneut technische Probleme bei Facebook

Facebook hat am Freitag zum zweiten Mal binnen einer Woche mit technischen Problemen zu kämpfen gehabt. Einige Nutzer hatten Probleme, Apps und Dienste des Konzerns zu erreichen, wie Facebook bei Twitter einräumte. Nach wenigen Stunden war die Störung wieder behoben. Bei Plattformen wie Downdetector meldeten Nutzer erneut Probleme bei der gesamten Palette der Facebook-Apps: beim Online-Netzwerks selbst, den Chatdiensten WhatsApp und Messenger sowie der Foto-Plattform Instagram. Am Montag waren in einem beispiellosen Ausfall alle Facebook-Dienste für rund sechs Stunden vom Netz gegangen. Facebook erklärte die Störung mit einem Konfigurationsfehler. Am Freitag war Ausmaß der Ausfälle deutlich eingeschränkter – die Dienste waren nicht für alle gestört.

13-jähriger Hacker soll Facebook lahmgelegt haben – stimmt das?

2.16 Uhr: Brasilien: Über 600.000 Corona-Tote

Brasilien hat am Freitag die offizielle Zahl von 600.000 Corona-Todesfällen überschritten. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, haben die Behörden mittlerweile mehr als 21,5 Millionen Fälle des tödlichen Virus registriert. Damit ist Brasilien nach den USA das am zweitstärksten von Covid betroffene Land der Welt - wobei viele Experten die offiziellen brasilianischen Zahlen als zu niedrig einschätzen.

2 Uhr: RWE-Chef rechnet mit Anstieg von Strom- und Gaspreisen

Strom und Gas könnten in den nächsten Jahren teurer werden. Damit rechnet der Vorstandschef des Energiekonzerns RWE, Markus Krebber. Wie stark der Anstieg ausfallen werde, lasse sich heute noch nicht sagen, sagte Krebber der "Rheinischen Post" (Samstag). "Die derzeitige Explosion der Börsenpreise hat keiner erwartet", fügte er hinzu. Dafür gebe es mehrere Gründe.

"Der vergangenen Winter war sehr kalt, das Windjahr war schwach, so dass Gaskraftwerke oft einspringen mussten. Es wurde weniger Flüssiggas nach Europa geliefert, und wir sehen weltweit einen Anstieg der Nachfrage aus der Wirtschaft, die nach Corona wieder voll angesprungen ist", fasste Krebber zusammen. Russland produziere so viel Gas wie in den Vorjahren, stellte Krebber klar. "Doch wegen der hohen Nachfrage aus Asien und in Russland selbst kommt weniger in Europa an."

Auf die Frage, ob der bislang bis zum Jahr 2038 vorgesehene Ausstieg aus der Kohleverstromung bereits 2030 machbar wäre, sagte Krebber: "Ein Kohleausstieg 2030 ist machbar – wenn wir das Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren Energien gewaltig erhöhen und viele zusätzliche Gaskraftwerke bauen. Wer hingegen nur abschaltet, gefährdet die Versorgungssicherheit in Deutschland."

2 Uhr: CDU-Abgeordneter Krings übt Kritik an Söder

Der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU-Abgeordneten im Bundestag, Günter Krings, hat CSU-Chef Markus Söder kritisiert. "Markus Söder hat in den vergangenen Tagen eine schlechte Rolle gespielt", sagte er der "Rheinischen Post" (Samstag). Den Gesprächen über eine mögliche Koalition mit FDP und Grünen jetzt schon weitgehend die Grundlage zu entziehen, sei weder nötig noch hilfreich gewesen, sagte Krings. "Das lässt uns jetzt als handlungsunfähig dastehen und lenkt ab von der dringend nötigen inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem absehbaren Linkskurs eines Ampelbündnisses, insbesondere in Sicherheits- und Migrationsfragen." Söder hatte am Mittwoch die Entscheidung von Grünen und FDP zu Dreier-Gesprächen mit der SPD als "De-facto-Absage an Jamaika" gewertet. Der "gesellschaftliche Auftrag" gehe, wenn man die Umfragen sehe, auch "eher an die Ampel", hatte er gesagt.

1.12 Uhr: VdK warnt zum Ende der Gratis-Coronatests vor "völlig überteuerten" Test-Preisen

Der Sozialverband VdK hat zum Ende der Gratis-Coronatests ab Montag vor den sozialen Folgen für Geringverdiener gewarnt. "Wir befürchten, dass es wieder zu völlig überteuerten Angeboten kommt", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Sie kritisierte, dass bislang keine Deckelung der Kosten für die Tests vorgesehen sei.

"Menschen mit wenig Geld sollten außerdem nur eine geringe Eigenbeteiligung zahlen müssen", forderte sie. Eine Regelung vom Sozialministerium dazu fehle allerdings noch. Bentele forderte zudem mehr Ausnahmen von der Bezahlpflicht, beispielsweise für Menschen "die ernsthafte gesundheitliche Bedenken aufgrund von chronischen Erkrankungen oder Behinderungen haben".

0.45 Uhr: Huthi-Rebellen beschießen Flughafen in Saudi-Arabien

Ein von den jemenitischen Huthi-Rebellen abgefeuertes Geschoss hat einen Flughafen in Saudi-Arabien getroffen und dabei fünf Menschen verletzt. Ein Sprecher der saudisch geführten Militärkoalition sagte, am Freitagabend habe "ein feindliches Geschoss" den König-Abdullah-Flughafen in Dschisan erreicht, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete. Dabei seien fünf zivile Passagiere und Flughafenmitarbeiter leicht verletzt worden. Die Huthis haben wiederholt erklärt, ihre Angriffe auf das benachbarte Saudi-Arabien fortzusetzen. In den letzten Monaten hatten sie ihre Raketen- und Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien intensiviert. Saudi-Arabien hatte 2015 an der Spitze einer Koalition einen Militäreinsatz gegen Jemens Huthi-Rebellen begonnen.

cl dpa AFP

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